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Ultraleicht Trekking

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Gojira

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  1. Gefällt mir!
    Gojira reagierte auf C_! in CUMULUS Schlafsäcke? Schulterbereich?   
    Selbst wenn dem so wäre, kannst du ausschließen, dass du den Schlafsack jemals im Rucksack zu Fuß transportieren wirst?
  2. Gefällt mir!
    Gojira reagierte auf Norweger in Tune your own Gear - Tarptent Contrail   
    Für den typischen 3-Jahreszeiten-Einsatz kann ich mir nur schwer ein Zelt vorstellen, das bei vergleichbarem Gewicht (und Preis) denselben Nutzen bringt (Mückenschutz, Abside, Bodenwanne) wie das Tarptent Contrail. Kombis aus Tarp und Bivi, ggf. noch mit Groundsheet sind, von Cuben mal abgesehen, in einer vergleichbaren Größe nicht wesentlich leichter. Darüber hinaus punktet das Contrail mit Aufbauzeiten von unter 1,5 Minuten! Für mich als Mittelgebirgswanderer, der eigentlich immer irgendwo 'ne Wiese findet, das perfeke Mobilheim. Für das Standard-Setup verweise ich hier mal auf http://www.tarptent.com.
    Vor dem vergangenen Wintertreffen hatte ich mir Gedanken über ein 4-Jahreszeiten-Zelt gemacht. Das Contrail hat ja nicht wirklich den Ruf eines sturmstabilen Wintershelters , brauche ich auch nicht.
    Da ich aber normalerweise Winternächte zu Hause genieße, und maximal sporadisch "Tagestouren" mit der Familie (d.h. Schlitten usw.) unternehme, kommt die Anschaffung eines extra Winterzeltes nicht infrage.
    Dennoch wollte ich aber wenigstens in der Übergangszeit von/nach dem Winter eine gewisse "Performance-Reserve" dabei haben. Deswegen habe ich mir überlegt, wie ich das Contrail etwas verbessern kann.
    Ich hatte das Contrail auf einem der vergangenen Treffen am Edersee von qnze bekommen. Leider weiß ich das genaue Baujahr des Contrail nicht. Diese Info ist nicht ganz unwichtig, da Henry das Contrail zwischenzeitlich überarbeitet hat. Jedenfalls hat mein Contrail am Fußende keinen mittigen Abspannpunkt. MIttlerweile ist der glaube ich aber serienmäßig.
    Recherchiert man im Netz etwas herum, stößt man beim Thema Contrail nahezu zwangsläufig auf den Namen Franco Darioli. Franco hat bei Youtube und in verschiedenen Foren viele Beiträge zum Thema Tarptents, speziell dem Contrail veröffentlicht.
    Einige Bilder seiner Aufbauvarianten sind u.a. bei http://www.practicalbackpacking.com/forums/ zu sehen, allerdings muss man sich dort anmelden. Um es euch einfacher zu machen, habe ich unten mal ein paar seiner Setups dargestellt.
    Um die Leistungsfähigkeit meines Contrail zu verbessern, habe ich zunächst einmal am Fußende einen mittigen Abspannpunkt angebracht. Leider war das garnicht so einfach, wie ich zunächst dachte.
    1. Silnylon ist beim nähen sehr rutschig. Das war aber keine echte Überraschung. Deswegen habe ich einen kreisrunden Verstärkungspunkt aus etwas dünnem Cordura aus einem alten Jardine-Kit mit Silikon auf das Contrail aufgeklebt. Natürlich hält das nicht, aber als Fixierung beim nähen sollte es reichen - tat es auch.
    2. Leider hat meine Nähmaschine seit einiger Zeit so ihre Launen. Aktuell ist ihr größter Spaß das produzieren von Garnklumpen! Jedenfalls war an Nähen im eigentlichen Sinne nicht mehr zu denken. Wer mich etwas näher kennt weiß, das Geduld nicht meine Primärtugend ist , deswegen
    3. Ab zur Schneiderin! Die nette Dame nähte mir den Verstärkungspunkt dann endlich fachgerecht an, etwas Gurtband zum abspannen natürlich auch. Die 6,- € waren mir meine Nerven echt wert. Natürlich habe ich alles anschließend mit verdünntem Silnet versiegelt.
    Und so sieht das ganze jetzt aus:
    Einer der Hauptkritikpunkte des Contrail ist, dass sich aufgrund des waagrechten Fußendes Wasser auf (!) dem Zelt sammeln kann. Das ist mir auch schon passiert, jedoch drang kein Wasser in den Innenraum durch. Jedoch reduziert das Gewicht des Wassers die verfügbare Innenhöhe, außerdem mag ich keinen Teich auf meinem Zelt haben .
    Deshalb habe ich mir aus ein einem Ersatzgestänge eine kurze, faltbare zusätzliche Tarpstange gebaut. Mehrgewicht 29g . Natürlich ließe sich die Stange auch aus Kohlefaser herstellen, nur hatte ich eben gerade keine CF-Stangen da. Der konsequente UL-Enthusiast nutzt natürlich einen Trekkingstock oder einen Stecken aus dem Wald.
    Die dritte Stange hebt dann die Mitte des Fußendes etwas an:
    Dieser zusätzliche Abspannpunkt eröffnet aber auch ein paar neue, interessante Aufbaumöglichkeiten. Schließlich sollte das Contrail nach dem "Mini-Mod" auch etwas wind- und schneestabiler werden.
    Bekannterweise lässt sich das Fußende des Contrail ja in der Höhe verstellen, und so dem Wetter anpassen. Fußende auf oberer Stellung für beste Belüftung, Fußende auf unterer Stellung für erhöhten Wetterschutz. Nur was tun bei Schnee?
    Der erfahrene Tarpnutzer weiß, dass ein Tarp im Sheltermodus bei Schnee mit so steilen Seiten wie möglich aufzubauen ist (in Abhängigkeit vom Wind natürlich, bitte keine Grundsatzdiskussion hier ).
    Dank des neuen Abspannpunktes ist auch das jetzt möglich:
    Geht auch mit der kleinen Zusatzstange, nur nicht ganz so steil:
    Am Kopfende hat sich nicht allzu viel getan. Hier sei nur erwähnt, dass sich das Contrail auch hier in der Höhe variabel aufbauen lässt. Die Original Tarptent Aufstellstange ist 115cm lang. Diese Höhe reicht mir zum kochen, sitzen, umziehen usw. aus. Bei dieser Höhe ist die "Tür" im geschlossenen Zustand auch gespannt genug um nicht umher zu flattern.
    Ändert man allerdings die Höhe der Aufstellstange, z.B. weil man sie um den Einstieg zu vergrößern etwas schräg aufstellt, kommt die Geometrie des Kopfendes etwas durcheinander. Je größer die Differenz zu 115cm, desto größer das Durcheinander. Ist eigentlich kein großes Thema, allerdings nervt mich dann, dass ich die Tür entweder nicht mehr richtig zu bekomme, oder aber die Tür flattert, falls man die Wände steiler aufbaut.
    Henry hat sich deswegen natürlich gleich etwas einfallen lassen, weswegen er in der Zeltspitze einen Abspannpunkt mit LineLock vorsieht.
    Eine Lösung ist, hier eine zusätzliche Leine einzuziehen, und diese unter der Tür hindurch zu führen und abzuspannen. Auf diese Weise wird die Tür quasi zum Beak und flattert nicht. Leider bedingt diese Vorgehensweise einen verhältnismäßig steilen Abspannwinkel der Schnur. Da diese zusätzliche Leine aber in meiner Vorstellung quasi als Sturmleine dienen soll, möchte ich diese sehr variabel abspannen können, also über der Tür, durch den Lüfter durch. Nur flattert dann die Tür wieder. Die Lösung: Ein sehr simpler "Beak-Spanner":
    Nichts anderes als ein Kordelstopper mit einem Handschuh-Haken und etwas Gummischnur. Die Spannung kann durch verschieben des Kordelstoppers auf der Abspannleine angepasst werden.
    Noch etwas recht banales, das mir aber dennoch ein Foto wert ist: Mir war der Einstieg ins Contrail wegen der Mittelstange am Kopfende immer etwas eng. Die Lösung ist simpel. Einfach zwei Trekkingstöcke auf 135cm einstellen und, wie bei den MLD-Mids, als auf dem Kopf stehendes "V" aufstellen:
    Da macht dann Schuhe ausziehen oder kochen wieder Spaß!
    Noch ein paar Worte zu den He(ä?)ringen. Für das Standardsetup braucht das Contrail 4 Zeltnägel ( ). Diese sollten schon etwas stabiler sein, da das Contrail viel Last auf die Heringe bringt. Ich verwende Coghlans Y-Profile, 23cm lang und 21g schwer. Das geht sicherlich leichter, allerdings sind sie sehr stabil und ich finde damit auch im lockeren Waldboden immer Halt. Bei der Länge sollten sie auch quer im Schnee vergraben brauchbar sein (noch nicht ausprobiert). Ergänzend nutze ich für die zusätzliche Abspannung am Fußende, und für die Sturmleine am Kopfende noch zwei 17,5cm lange und je 13g schwere V-Profile aus Alu. Diese habe ich noch mit einer Bohrung versehen und eine Schlaufe aus gelber 1,5mm Dyneema angebracht. Für die mittigen seitlichen Abspannpunkte nehme ich noch zwei MYOG Kohlefaser-Heringe mit, jeweils 15cm lang und 3g leicht. Verpackt werden die Heringe und die zusätzliche kurze Tarpstange in einem MYOG Beutel. Diesen habe ich aus einem abgeschnittenen 3l ZipLock-Beutel hergestellt, den ich zusäzlich mit Duct-Tape verstärkt habe. Abmessungen: ca. 9x27cm, Gewicht 12g. Und so sieht das Zubehör dann aus:
    Das Tarptent Contrail ist sicherlich kein 4-Jahreszeiten-Zelt - und erst recht kein Bunker für die Touren einzelner über der Baumgrenze der schweizer Alpen . Dennoch sollte es so auch stärkeren Wind und überraschenden Schnee abkönnen.
    Den "alten" hier habe ich jetzt wahrscheinlich nichts neues erzählt, aber vielleicht konnte der Eine oder Andere Ein- oder Umsteiger ein paar Anregungen mitnehmen.
  3. Gefällt mir!
    Gojira reagierte auf Norweger in Tarptent Contrail oder Rainbow?   
    OT:
    Heute ist ei schöner Tag, denn es gibt neben der ausufernden Fraktion der "Beratungsgeier" und "Eigentlichwillichnurmeinzeugverklopper" tatsächlich noch ernsthaft UL-interessierte neue Mitglieder! You made my day!


    Zum Thema:
    Ich bin 1,90m groß und wiege ca. 110kg. OK, vielleicht sind's auch 120, wer weiß das schon 😯. Ich bin Bauchschläfer, Quiltnutzer, Trekkingstocknutzer, UL-Koch und nutze das Contrail seit 3 oder 4 Jahren (wenn ich mich bei den Treffen nicht verzählt habe) wenn kein Schnee liegt.

    Der Aufbau ist in Wahrheit viel einfacher als im Video bei Tarptent gezeigt:
    Ausrollen, Heringe in die vier Ecken, Stange rein - fertig. Ggf. nachspannen. Franco Darioli schafft das in deutlich unter einer Minute! Ich brauche nicht viel länger. Da kann man eigentlich nichts falsch machen.

    Vor einiger Zeit habe ich das Contrail um einen mittigen Abspannpunkt am Fußende ergänzt. Diesen Beitrag hast Du sicher schon gefunden. Durch die mittige Stange am Fußende hat sich das sog. Teichproblem erledigt - und zwar komplett! Die aktuellen Contrails haben diesen Abspannpunkt wieder, eine entsprechende Stange gibt's glaube ich optional.
    In meinem o.g. Beitrag bin ich auch auf ein paar alternative Aufstellvarianten eingegangen.
    Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte ich das Contrail mit auf einer 12-tägigen Tour durch den hohen Atlas in Marokko. Übelste nachmittägliche Fallwinde waren die Regel, auch Gewitter kamen vor. Ein Mal habe ich auf der Tour das Contrail im Pack gelassen und habe ein Zelt des Veranstalters genutzt, ansonsten hat sich das Contrail hervorragend geschlagen! Wenn man die vier üblichen, die beiden seitlichen, den im First und den nachgerüsteten Abspannner nutzt, ist Wind kein Thema mehr. Auch tief aufbauen hilft.

    Hier steht das Contrail voll(!) im Wind von links. Leider gab die Landschaft keinen zusätzlichen Schutz her. War kein Problem. Acht Heringe würde ich schon einpacken. Ich verwende in 90% der Fälle 3mm Titanheringe.

    Was das Raumangebot angeht: Wie gesagt, ich bin weder klein noch schmächtig. Ich nutze das Contrail gerade WEIL ich darin Platz habe. Beim Papzelten im Kindergarten vor ein paar Wochen habe ich mir das Zelt mit meiner fünfjährigen Tochter geteilt. Einfach den Boden entspannen und schon hast Du 15-20cm in der Breite gewonnen. Wenn ich allein bin, und das ist fast immer der Fall, reicht mit der Platz locker um mein Geraffel um mich herum zu verteilen. Küche, Schuhe, und Pack bleiben dabei in der Abside. Dann ist immer noch genug Platz zum kochen oder um das Zelt ohne umräumen zu verlassen.
    Im Bereich des Kopfendes reicht mir die Sitzhöhe zum umziehen oder kochen aus, allerdings fällt sie zum Fußende hin recht schnell ab.
    Vorteilhaft ist die Aufstellung mit zwei Trekkingstöcken als umgedrehtes "V" oder als "A" ohne Querstrich (ich denke Du weißt was ich meine). Erstens verbessert dies nochmals die Windstabilität, und zweitens wird der Zugang deutlich erleichtert. Sonst ist es ein wenig schmal neben der einzelnen Stange, geht aber.
    Die Länge möchte ich als üppig beschreiben. Ich schlafe auf dem Bauch und lege meinen Kopf dabei auf den nach oben geklappten Oberarm. Der Unterarm ist dabei angewinkelt. Kann man das verstehen? Anders: Zu Hause muss ich im 2m Bett immer diagonal auf der Matratze liegen, weil mir die Länge sonst nicht reicht. Kann man das verstehen? Egal, das Contrail ist in jedem Fall lang genug! Wenn Du dir Gedanken wegen der Höhe des Fußteils über dem Schlasa machst, dann nimm einfach einen längeren Mittelstab (z.B. den 2. Trekkingstock). Das ist einfach und funktioniert prima.

    Was gefällt mir nicht so gut am Contrail?
    Auf Schnee bevorzuge ich ein Tarp ohne Boden. Als 3-Jahreszeiten Zelt ist das Contrail m.M.n. aber nicht für den Wintereinsatz gedacht. Überraschenden Schnee sollte es aber, vor allem mit Mittelstange am Fußende und bei Nutzung aller Abspannpunkte, gut abkönnen.
    Manchmal wünsche ich mir ein Tarp mit seitlichem Eingang. In beiden Fällen nehme ich dann mein Solomid.

    Fazit:
    Kleines Packmaß,
    simpler Aufbau in einer Minute,
    Viel Platz für einen, wenig für zwei,
    Braucht keine extra Zeltstangen (die brechen können!)
    Nur vier Henringe, besser sechs bis acht bei üblem Wetter
    Trocknet schnell,
    Perfekter Mückenschutz,
    Bietet viel Zelt für (m.M.n.) wenig Geld.
    Ist nicht freistehend, das habe ich aber selbst im Gebirge nie als Nachteil empfunden. Die dünnen Titanheringe gehen meist gut rein.
    Echte Nachteile habe ich noch keine finden können.

    Ich hoffe ich konnte Dir etwas weiterhelfen. Bei Fragen frag ruhig weiter.
    Angebot an Dich: Komm' zum Herbsttreffen, dann kannst Du drin probeschlafen.

    Noch ein Tip: Wenn Du das von Roli zu einem fairen Kurs bekommen kannst, dann nimm es!

    Schlussbemerkung: Ein Freund hat das Rainbow. Ich habe damit herumgespielt, darin gelegen, es auf- und abgebaut. Ich habe den Kauf des Contrails nicht bereuht!

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