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Ultraleicht Trekking

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Beliebteste Inhalte seit dem 19.10.2017 in allen Bereichen

  1. 16 points
    Nach den ganzen Diskussionen im "Ultraleicht und ultrabillig? Kann man sich ausschließlich mit Material von Decathlon ausrüsten?"-Fred war die Beantwortung nun Pflicht. Das Ergebnis hat mich doch interessiert. Der Titel dieses Themas ist natürlich Clickbait. Fairerweise muss man sagen, dass man zweimal bezahlen muss: einmal bei Decathlon und ein zweites Mal im Supermarkt (Pflichtstopp für Verpflegung). Ich hatte auch eine Liste "Decathlon pur" ohne Supermarkt angefertigt, die jedoch noch schwerer war. Dennoch gilt: Ich könnte nackt und nur mit Geld bewaffnet in beide Läden und käme danach sofort tour- und startbereit für eine Wanderung bzw. TREKKINGtour heraus! Ich kann damit natürlich keine Hochtouren begehen oder Eisbären auf Spitzbergen hinterherjagen. Prämissen: - Die KOMPLETTE Tourausrüstung wird nur im Decathlon und normalem Supermarkt, wie er fast überall auf der Welt zu finden ist, erworben. - Keinerlei MYOG, das irgendein Werkzeug erfordert. - Die Liste sollte nicht nur leicht, sondern ebenso kostengünstig sein. Deshalb wurden manchmal billige Artikel anderen leichteren, teureren Alternativen vorgezogen. - Die vorgestellte Liste würde so von MIR ohne Probleme (Gewicht ausgenommen) für 3 Jahreszeiten benutzt werden. - Es wurde sowohl bei den Preisen (Normalpreis auf den vollen €) als auch bei den Gewichten (auf 5g bzw. 10g) immer aufgerundet! - Alle Kleidungsartikel sind aus dem Herrensortiment. - Mit *Stern gekennzeichnete Artikel sind ohne MYOG in jedem normalen Supermarkt der Welt zu erwerben. - Mit **Stern gekennzeichnete Werte sind geschätzt worden. - In den Unterkategorien wurden die Artikel nach Gewicht sortiert. Im Endeffekt ist leider nur eine Leichtgewichts-Packliste entstanden, da die Prämissen natürlich stark einschränken. Ganz stark ins Kontor schlagen Ruck- und Schlafsack. Beim Rucksack gibt es keine verfügbaren, ehrlicherweise zu empfehlenden Rucksäcke. Das Packmaß des Schlafsackes würde den oftmals vorgeschlagenen Forclaz 40-Rucksack schon nahezu komplett füllen. Ein leichterer Schlafsack wäre nur durch eine Mehrausgabe von mindestens 200% möglich. Ich wollte die von ausgeruestet.com gesetzte 300€-Marke trotz größerem Umfanges meiner Packliste jedoch nicht deutlich überbieten. Die Packliste wird, wenn Nachfrage, Zeit und Lust vorhanden sind, eventuell später noch zwecks Übersicht und Aktualisierungen in eine Google-docs-Tabelle überführt. PACKLISTE Nummer / Name/ Gewicht / Preis / Link / Anmerkungen (A) Rucksack: 1 / Alpinism Ultralight 55L SIMOND / 1100g / 70€ / 1 / Das Packmaß vom Schlafsack ist leider riesig, sodass ein größerer Rucksack nötig wurde. 2 / Liner / 100g** / 5€** / - / Rolle schwerer Müllbeutel; Deshalb keinerlei Kosten für weitere aufgeführte Müllbeutel. (B) Shelter: 3 / Tarp 220x145 / 275g / 15€ / 3 / Da das Tarp etwas zu kurz ist, wird bei Regen und starkem Wind der Schlafsack mit einem Müllbeutel u./o. Poncho gepimpt. 4 / Seil 10 m + Spanner 2 Stk. / 150g** / 10€ / 4 / 2 Stück 5 / Packsack / 100g** / - / - / Müllbeutel, nötig, da es entweder nass in den Meshtaschen-losen Rucksack kommt oder leichter außerhalb des Rucksackes befestigt wird. 6 / Heringe 9g, 16cm / 65g** / 5€ / 6 / 9g je Stk., eingewickelt zum Transport in Alufolie 7 / Zeltunterlage / - / - / - / siehe "Kleidung, mitgeführte: #21 Poncho" (C) Schlafen: 8 / Schlafsack Forclaz 0/5° / 1600g / 55€ / 8 / Größe L 9 / Therm-A-Rest Z-Lite 183x51 / 410g / 35€ / 9 / ungekürzt, da kein Messer in der Packliste 10 / Packsack / 100g** / - / - / Müllbeutel, optionale Sicherheitsreserve (D) Küche: Meine Küche bestände momentan nur aus einem Löffel und einem wasserdichten Behälter. Da dies jedoch nicht jedem behagt, dies auch noch eine 3-Season-Packliste ist, wird eine warme Küche aufgelistet. 11 / Kocher / 180g / 20€ / 11 / - 12 / PET-1.5L Wasser / 80g / 1€ / - / - 13 / Campingbecher AL 0,3 l QUECHUA / 55g / 3€ / 13 / knapp bemessen, aber machbar 15 / Windscreen* / 50g** / 2€ / - / Rolle Alufolie; Deshalb keinerlei Kosten für weitere aufgeführte Artikel aus Alufolie. 16 / Packsack, wasserdicht, klein* / 50g** / 1€ / - / Einkaufstüte für gekaufte Nahrung 17 / Deckel* / 25g** / - / - / Alufolie 18 / Besteck-Set 3-teilig / 25g / 2€ / 18 / - 19 / Feuerzeug / 25g** / 1€** / - /- (E) Kleidung, mitgeführte: 20 / Poncho / 350g / 6€ / 20 / glz. Zeltunterlage 21 / Fleecejacke Forclaz 50 / 290g / 8€ / 21 / Größe L, leichtere Alternativen verfügbar, siehe Prämissen 22 / Langarmshirt Thermic 700 / 160g / 5€ / 22 / leichtere Alternativen verfügbar, siehe Prämissen 23 / Mütze + Schal / 100g** / 4€ / 23 / 2 Stück 24 / Windjacke / 100g** / 15€ / 24 / leichtere Alternativen verfügbar, siehe Prämissen 25 / Windhose / - / - / - / siehe "Koerper, am: # Zip-Off Forclaz 50" 26 / Socken / 50g / 2€ / 26 / Schlafsocken (F) Hygiene: 27 / Zahnbuerste* / 20g** / 2€** / - / Nicht abgesägt! 28 / Zahnpasta* / 75g** / 2€** / - / 50ml ist eine Kinderzahnpasta und wohl leichteste Alternative, die in jedem Supermarkt zu finden ist. 29 / Handtuch / 50g** / 2€ / 29 / Größe 42x50 cm 30 / TrinkflascheSport 600ml APTONIA / 55g / 2€ / 30 / AZ Blaster, alternativ Klopapier im Supermarkt kaufen 31 / Packsack, wasserdicht, mini*/ 2g / - / - / Obsttüte (G) Verschiedenes: 32 / Stirnlampe ONnight 50 / 60g / 5€ / 32 / 2xAAA-Batterien (LR03), k.A., ob deren Gewicht inkludiert ist 33 / Dokumente / 150g** / - / - / Pass, Geld, Gesundheitskarte, ... (H) Erste Hilfe Set 34 / Blasenpflaster / 50** / 6 / 34 / auch für kleine Wunden verwendbar 35 / Verband / - / - / - / siehe "(F) Hygiene: #29 Handtuch" + "(B) Shelter: #4 Seil" (I) Körper, am: 36 / Laufschuhe Run One Grip / 550g / 25€ / 36 / Größe 43, 275g je Schuh 37 / Stoecke Arpenaz 100 QUECHUA / 400g / 12€ / 37 / 200g/Stk, 55-120cm 38 / Zip-Off Forclaz 50 / 220g / 20€ / 38 / - 39 / WanderShirt TechFresh 50 Herren / 110g / 4€ / 39 / - 40 / Laufhose 3/4 Tights / 100g / 6€ / 40 / Gr.M, Bade-/Unterhose 41 / Socken / 50g / 2€ / 41 / - 42 / Sonnenbrille Cycling 100 Kat. 3/ 25g / 3€ / 42 / - Kategorie / Gewicht / Preis (A) Rucksack / 1200g / 75€ (B) Shelter / 490g / 30€ (C) Schlafen / 2010g / 90€ (D) Küche / 520g / 30€ (E) Kleidung, mitgeführte / 1050g / 40€ (F) Hygiene / 147g / 8€ (G) Verschiedenes / 210g / 5€ (H) Erste Hilfe Set / 50g / 6€ BPW / 5677g / 278€ (I) Körper, am / 1455g / 72€ TBW / 7132g / 350€ BPW - Base Pack Weight - everything in your pack except consumables TBW - Total Base Weight - BPW + everything you're wearing. Does not include consumables. Für alle Angaben wird um diese Zeit keinerlei Gewähr mehr geleistet. Fehler sind möglich und auch wahrscheinlich. Das war es erst einmal. Ich hoffe, ein bisschen nötige Informationsbefriedigung und Stoff für Diskussionen ist entstanden. OT: (Demnächst werde ich noch eine Budgetliste für Anfänger posten, die nicht nur im Decathlon erworben wird. Quasi eine aktualisierte ausgeruestet-Liste.)
  2. 14 points
    wilbo

    quadromid flat tarp

    ausgehend von den faden "Ein Beak für alle Fälle" möchte ich meinem quadromid tarp gerne einen eigenen faden gönnen. ich habe jetzt den zweiten prototyp aus silnylon genäht, die flächen aber geklebt. das material stammt rsbtr. https://ripstopbytheroll.com/collections/waterproof-nylon-fabric/products/1-1-oz-silnylon?variant=11168937729 und wurde mit elastosil bearbeitet. die klebung hält sehr viel zug aus. ich bekomme die teile nicht auseinandergerissen. wenn ich allerdings gezielt die klebung lösen möchte, kann ich die kante mit dem fingernagel anknibbeln und die flächen auseinanderziehen. für eine dauerhafte verbindung würde ich das vernähen bevorzugen. mit einer zusätzlichen naht wäre ja der vorteil des klebens dahin. ein voller erfolg sind aber meine "neuen" abspannungen. den zug der gurtbäder möchte ich möglichst auf den saum geben und nicht auf die fläche. cordlocks verdrehen sich dabei an den ecken ungünstig, und so habe ich nach einer anderen lösung gesucht. die "mutter aller ladderlocks" funktioniert einwandfrei. einzig bei der haltbarkeit der kunststoffringe bin ich mir unsicher. das nächste werde ich es einmal mit aluringen versuchen. findet ihr, dass der catcut am hinteren saum schon zu luftig ist? man könnte es noch etwas niedriger aufbauen aber eine lücke bleibt ja immer. (ach ja, 380 g mit allem gebimmel.) vg. -wilbo-
  3. 13 points
    DasBaum

    Impressionen von Touren

    6 Tage GR247 in Andalusien, Bericht folgt Gesendet von meinem F5321 mit Tapatalk
  4. 13 points
    Palmyra

    PCT Review Ausrüstung

    Hallo, Wie vielleicht einige wissen war ich dieses Jahr vom 19. April bis zum 17. September auf dem PCT unterwegs und wollte eine kurze Rückmeldung über meine Ausrüstung geben um vielleicht dem einen oder anderen weiterzuhelfen. Grundsätzlich: Ich war streng genommen NICHT ultraleicht unterwegs und habe auch keine Gewichtsangaben o. Baseweight hier in der Liste (Schande über mich) – das eine oder andere ultraleichte Teil ist allerdings trotzdem dabei. Ich möchte keinesfalls euch von meiner Ausrüstung abbringen oder überzeugen sondern einfach meine Meinung dazu geben was angemessen für den PCT ist und was für mich gut oder auch weniger gut funktioniert hat. Sollte ich was vergessen haben werde ich es selbstverständlich ergänzen. Für Fragen weiterer Art stehe ich ebenfalls zur Verfügung, ich würde mich wirklich freuen euch weiterzuhelfen und bei eurer Planung zu unterstützen. Shelter: Zpacks Solplex – Grundsätzlich ok, fand ich aber schon grenzwertig klein mit meinen 1,74m, da es oft die Situation gab dass mein Quilt die Zeltwand berührt hat sodass sich dieser mit Kondenz vollgesaugt hat. Bei dem guten Wetter das man (fast) ausnahmslos hat jetzt nicht so dramatisch, bei anderen Trails ist das dann schon weniger Spaß wenn man auch mal andauernd Regen + kalte Temperaturen hat. Dafür natürlich schön leicht, aber da ich in SoCal sehr oft und eigentlich durchgehend von South Lake Tahoe bis Cascade Locks gecowboycamped habe würde ich nächstes Mal auf ein minimales Setup setzten d.h. Tarp + Mückennetz o. Bivy für Oregon (=viele Mücken). Um ehrlich zu sein ist ein Shelter echt alles andere als notwendig für die meiste Zeit aber sollte man natürlich trotzdem dabei haben. Grundsätzlich würde ich allen solltet ihr zwischen zwei Setups schwanken zum leichteren raten – unter gar keinen Umständen braucht man ein freistehendes Zelt o. ä. Bei Heringen würde ich für SoCal auf etwas längere Heringe setzen, da es hier teilweise extrem windig sein kann und mehrfach in der Nacht aufzustehen um das Zelt bzw Tarp wieder aufzurichten ist echt kein Spaß (Ich spreche da aus Erfahrung). Ich bin mit acht Zpacks Shepherdheringen gestartet, davon habe ich jedoch nur zwei behalten für die zusätzlichen Abspannpunkte, ich hatte für die Seiten die längeren MSR Groundhogs und für die Ecken die etwas kürzeren GG Heringe, würde ich so auch wieder machen. Für alles nach SoCal sind Shepherdheringe dann auch wieder ok meiner Meinung nach, nur Wind + sandiger Boden sind da einfach nicht so einfach zu handhaben. Das mit dem horizontal verbuddeln kann dagegen vielleicht auch nochmal helfen, das habe ich aber nicht gemacht. Schlafsack: Ich hatte den Hammock Gear 0° Quilt, den glaube ich hier nicht so viele auf dem Schirm haben. An sich super Quilt, gute Qualität, einziges Manko: Es ist unter GAR keinen Umständen ein 0° Quilt, dessen muss man sich einfach bewusst sein. (0° F = -17°C) Vergleicht man den Daunenanteil mit zb. EE Quilts kann man den Quilt eher als 10° Quilt einordnen. Nichtsdestotrotz eines meiner Lieblingsstücke und sehr guter Customer Service sowie schnelle Lieferung etc. Würde ich wieder genauso machen. Auch hier: Solltet ihr zwischen zwei Quilts/Schlafsäcken schwanken würde ich IMMER zu dem mit mehr Daune greifen, denn nichts hat einen so hohen Isolationswert wie Daune. Sollte es am Ende zu kalt werden und ihr müsst z.b. einen Liner oder Fleece ergänzen wird das garantiert schwerer als einfach 1-2 Unzen mehr Daune zu haben. Außerdem verliert so ein Quilt während 5 Monaten Dauerbenutzung auch extrem an Loft. Grundsätzlich muss man aber auch sagen, dass ich als Frau auch einfach kälter schlafe. Rucksack: Gestartet bin ich mit dem Gossamer Gear Murmur, an sich ein guter Rucksack, war mir persönlich dann doch etwas zu klein und ist auch nach 250 Meilen gerissen. Man muss aber auch sagen dass ich sehr unvorsichtig und rau mit meinen Ausrüstungsteilen umgehe. Nach 300 Meilen habe ich ihn daher für das 50 Liter Standartmodell von Superior Wilderness Designs umgetauscht. Kein superleichter Rucksack, aber für mich die richtige Wahl, und außerdem sind die beiden Hersteller selbst 2015 den PCT gelaufen und von daher ist der Rucksack sehr durchdacht und genau den Bedürfnissen eines thru-hikers angepasst. Er ist zwar sehr an seine Grenzen gekommen in den Sierras, da ich ihn einfach überladen habe (und musste) mit 11 Tagen Essen + Schneeausrüstung. Würde ich sehr empfehlen und jederzeit wieder so machen. Den GG Murmur würde ich nur empfehlen bei einem geringeren Baseweight als meinem. Als Rucksackliner einfach Trashkompactorbags nehmen, die kriegt man in jedem Hardwearstore die muss man halt von Zeit zu Zeit mal ersetzen aber im großen und ganzen halten die alles trocken und sind auch relativ stabil. Isomatte: Gestartet mit einer NeoAir Xlite, super raschelig und laut wenn man sich nachts mal umdreht, was alle anderen (inklusive mich) in den Wahnsinn getrieben hat. Hatte dann auch nach 400 Meilen ein Loch woraufhin TAR mir kostenlos eine neue geschickt hat, die dann aber auch nur 500 Meilen gehalten hat. Danach habe ich von TAR einen Loaner geschickt bekommen, während meine repariert wurde. Mit dem Loaner (das genaue Modell kenne ich gar nicht aber auf jeden Fall eine etwas ältere und robustere) habe ich dann den Trail auch beendet. Also die NeoAir würde ich so nicht weiterempfehlen, der Customer Service ist allerdings super. Nächstes Mal würde ich glaube ich die Z-Lite probieren auch wenn ich mit Schaumstoffmatten nicht so viel Erfahrung habe. Schuhe: Ich habe genau 4 Paar Schuhe gebraucht, und zwar auch vier mal dasselbe Modell; nämlich Brooks Cascadia 11. Ich war mit denen auch zufrieden, aber die Abnutzung war teilweise schon sehr stark, ich bin da wirklich mit komplett zerlöcherten Schuhen am Ende gelaufen. Ich würde schätzen dass ca. 90% der Leute mit Altras unterwegs sind und habe da auch nie Beschwerden drüber gehört deswegen glaube ich, dass die auch sehr empfehlenswert sind, getestet habe ich sie allerdings noch nicht. Grundsätzlich würde ich in jedem Fall Trailrunner empfehlen, Leute mit schweren Wanderstiefeln sieht man so gut wie gar nicht. Kleidung: Socken hatte ich Darn Toughs, kann ich nur weiter empfehlen, da man die fast überall kostenlos umtauschen kann (Vorsicht: Die meisten tauschen nur saubere und gewaschene Socken um) Ich bin erst mit einem langärmligen Baumwollhemd unterwegs gewesen in der Wüste, was für mich gut funktioniert hat (Ich weiß, Baumwolle ist fürs Wandern eigentlich ungeeignet, aber in der Wüste fand ich das sehr angenehm). Für die Sierras habe ich es dann für ein Icebreaker Shirt umgetauscht was für mich einfach nicht funktioniert hat: Der Abrieb ist einfach viel zu hoch und spätestens nach ein paar Wochen hat man da Löcher drin. Ob Merino oder Synthetik ist in diesem Fall egal denn nach zwei Wochen ohne Dusche stinkt man eh. Ich habe mir in Mount Shasta einfach ein gewöhnliches Synthetikshirt gekauft und bis zum Ende behalten, würde ich wieder genauso machen. Meine lange Wanderhose habe ich nach den Sierras auch rausgeworfen; Ich hatte Shorts + Regenhose (FroggToggs); meistens aber nur Shorts, erst später in Washington hatte ich die Regenhose gegen Wind und Kälte an. Würde ich wieder genauso machen, es hat mich auch sehr überrascht wie wenig man auch beim Wandern mit Regenhose schwitzt. Gerade FroggToggs sind super atmungsaktiv, billig (kann man in jedem Walmart kaufen) und haben innen eine sehr angenehme Oberfläche. Man muss nur aufpassen dass man sie nicht zerreißt da sie schon sehr empfindlich ist. Regenjacke war der Quechua Raincut, kann ich nicht viel zu sagen, wurde nicht viel gebraucht (es regnet so gut wie nie), war aber wasserdicht und leicht (genug). Zum Schlafen hatte ich ein Icebreaker Longsleeve + lange Unterhose, fand ich sehr warm und kuschelig, kann ich weiterempfehlen. Grundsätzlich finde ich Merinokleidung wirklich gut zum Sport zuhause oder halt schlafen unterwegs nur zum Wandern mit Rucksack einfach ungeeignet. Hatte eine einfache Fleecemütze + Fleecehandschuhe und einen Buff Wool, da kann man glaube ich nicht viel falsch machen. Meine Daunenjacke war von Goosefeetgear genauso wie meine Daunensocken, hatte ich beides durchgehend dabei und gerade die Daunensocken helfen unheimlich gegen kalte Füße, würde ich immer wieder mitnehmen (als Mann ist dass vielleicht nicht unbedingt notwendig, ich friere allerdings sehr schnell) Kochen: Erstmal: Benzinkocher sind auf dem PCT nicht erlaubt, von daher hatte ich den EOE Titanium. Für mich gut und auch funktional, allerdings habe ich aufgrund der Hitze die meiste Zeit gar nicht gekocht sondern einfach Couscous, Kartoffelbrei, Oatmeal (Ich war aber auch die einzige Person die ich kannte, die Oatmeal als Dinner gegessen hat) kalt mit Wasser angerührt. Nächstes mal würde ich mir das Gewicht von Kartusche + Kocher sparen und stoveless gehen. Für Washington ist ein Kocher vielleicht ganz nett wenn es wieder kalt ist, für die meiste Zeit braucht man den aber nicht wirklich. Mein Topf war eine Snow Peak 450ml Tasse, für mich ausreichend aber grenzwertig klein. Würde ich trotzdem wieder mitnehmen. Außerdem ein Snow Peak Spork aus Titanium und die CF Food Bag von Zpacks. Die ist am Ende zwar fast auseinander gefallen, aber trotzdem ein super Teil. Flaschen hatte ich einfach die Smartwater & Lifewaterflaschen die man im Supermarkt kaufen kann + eine 2l Platypus für längere Water Carries (das längste waren glaube ich so um die 30 Meilen, in trockenen Jahren geht das deutlich schlimmer meines Wissens nach) Sonstiges: Von Campo bis Ashland hatte ich einen Sawyer mini und ich kann nur sagen: Diese Teile sind die Hölle. Nach spätestens ein paar Wochen verstopfen die total und man kann von Glück reden wenn man unter 5 Minuten pro Liter braucht. Das nervt unheimlich, gerade wenn man eigentlich schnell unterwegs sein will und dann immer für eine Ewigkeit stoppen muss. Ab Ashland hatte ich dann aber den regulären Sawyer und ich muss sagen das Mehrgewicht lohnt sich wirklich, da diese wirklich um Welten schneller sind. Tipp: Regelmäßig Backflushen damit der Flow nicht verlangsamt. Als Backup hatte ich immer auch noch ein paar Tabletten dabei, ich glaube das waren die von Micropur. Ich hatte von Anker den mobilen Akku dabei, das muss man vielleicht nicht unbedingt aber mein Handy hat einfach einen schlechten Akku und gerade wenn man es zur Navigation benutzt war das für mich schon wichtig es immer verfügbar zu haben. Ist natürlich eher ein Luxusgegenstand für viele hier. Für Sierras + Oregon hatte ich ein Mückennetz für den Kopf + 100% Deet dabei (obwohl ich glaube dass das Zeug nicht ohne Grund in Deutschland verboten ist). Ich hatte die Camp Corsa Eisaxt + die Black Diamond Neve Crampons, zur Eisaxt: Ich habe die 60cm Variante gewählt die mit 1m74 ok war aber würde bei allen >1m75 zur längeren Variante raten. Nur wenn es tatsächlich extrem steil war, fand ich die Länge für mich ausreichend. Die Crampons sind super aggressiv und spitz (habe auch ein Loch in meinem Rucksack deswegen) und meiner Meinung nach für ein normales Schneejahr der totale Overkill. Ich war froh dass ich sie hatte besonders für Mather + Glenn Pass. Die meisten hatten die Katoohla K10 die auch ausreichend waren. Die wenigen die dieses Jahr (Anfang – Mitte Juni) mit Spikes unterwegs waren, haben sich glaube ich mehrheitlich unwohl gefühlt von dem was ich so gehört habe. In einem normalen Schneejahr würde ich jedoch auch zu Microspikes greifen. Ebenfalls wichtig in den Sierras: Polarisierte (!!!) Sonnnenbrille und auch Sonnencreme + Lippenpflegestift mit dem höchsten Sonnenschutzfaktor den ihr finden könnt. Ich hatte SPF 70 und trotzdem die ganze Zeit Sonnenbrand weil die Strahlung einfach unheimlich intensiv ist gerade wenn sie reflektiert wird. Wanderstöcke waren von Black Diamond, nächstes Mal würde Ich leichtere mitnehmen, aber ich hatte die einfach schon zuhause rumliegen von daher hat sich die Frage für mich gar nicht erst gestellt. Mein Bärenkanister wurde mir vom Bear Canister Loan Program kostenlos zur Verfügung gestellt, schickt einfach eine Mail an Jim (Ich kann die emailadresse nahcmal raussuchen falls es Leute gibt die daran interessiert sind) und dann kann man ihn bei Scott, dem Besitzer von Grumpy Bear's in Kennedy Meadows abholen (In KM hat übrigens Yogi dieses Jahr einen sehr guten Outfitter aufgemacht) Ich habe meinen Kanister dann in South Lake Tahoe wieder zurückgeschickt. Falls ihr sonst noch fragen habt, auch bzgl. Resupply Paketen, Visum, Logistik, Anreise, Planung etc. antworte ich gerne, ich hoffe dass ich einigen weiterhelfen konnte! Liebe Grüße, Carla
  5. 12 points
    Dennis

    Wir brauchen Moderatoren!

    Folgende Vorgehensweise kann ich mir vorstellen: Ich würde die folgenden Schritte gerne erst mit einer Gruppe von Interessenten ausarbeiten (dazu erhaltet ihr Zugriff auf ein nicht öffentliches Unterforum) und dann nach jedem Zwischenschritt die Ergebnisse für das ganze Forum online stellen. Wir bilden eine Forumsregeln-Taskforce und erarbeiten gemeinsam die neuen Forumsregeln mit dem Ziel diese möglichst kompakt zu halten und trotzdem die Rechtlichen Aspekte abzudecken. (Im Zweifel müssen wir diese dann wirklich noch mal von einem Anwalt checken lassen) Ich zeige euch, wie die Forentechnik funktioniert und was damit machbar ist (ist wirklich sehr simpel) und welche technischen Besonderheiten der Mod-Status mit sich bringt. Wir überlegen uns ein System, wie man als Moderator für die Einhaltung dieser Regeln sorgen. Ob es Sinn macht jedem Moderator ein Unterforum zuzuteilen oder ob man das Ganze nach Art der Aufgaben verteilt (Linküberprüfung, Meldungen Abarbeiten, Editierte Beiträge überprüfen,...). Vielleicht auch eine Mischung aus Beidem oder etwas ganz anderes. Jetzt kommt der Punkt, wo sich jeder entscheiden muss, ob er mit dem von uns erarbeiteten System arbeiten kann und will. Wenn letztlich nicht genug Mods für das System übrig bleiben, springen wir zu Punkt 2 zurück und müssen das System noch mal optimieren. Wenn eine Einigung getroffen wurde, können wir mit der Moderatoren-Arbeit beginnen. Grundsätzliches: Es sind keinerlei Programmierkenntnisse oder ähnliches notwendig. Alle Mods erhalten Zugriff auf das nicht öffentliche Mod-Forum, in dem man sich austauschen kann oder schwierige/grenzwertige Fälle diskutiert werden können. Die Arbeit ist freiwillig und man kann jederzeit aussteigen. Allerdings wäre es hier nett, wenn man früh genug Bescheid geben kann, um die Aufgaben umzuverteilen. Wir haben alle ein Leben abseits des Forums und das werden wir immer respektieren. Das hier ist für uns alle ein Hobby. Wenn jemand technische Probleme hat oder dringend eine Entscheidung braucht, dann bin ich für die Mods immer per PN, Skype oder Teamviewer erreichbar und kann euch auf diese Weise auch bzgl. der Funktionen schulen. Sollte ein Mod mit irgendetwas überfordert sein oder einfach gerade keine Zeit haben, dann springt entweder ein anderer Mod oder ich als Admin ein. Was haltet ihr davon?
  6. 10 points
    Ja, aber es wäre doch nicht nötig gewesen es gleich selbst zu tun? Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass einige der oben genannten europäischen Firmen tatsächlich sehr viel transparenter sind als die chinesischen Firmen, mit denen ich teilweise zusammenarbeite und mit den Inhabern zu Abend esse (!). Ich kenne die Arbeitsbedingungen bei Cumulus besser, als die in der Näherei wo Luxe fertigt (und TNF, Big Agnes usw usf). Und noch immer sind in den meisten europäischen Ländern die Löhne, die soziale Absicherung, die Einflussnahme von Arbeitnehmern etc. deutlich besser entwickelt als in anderen Regionen der Welt. Das ist ja gerade der Grund, warum woanders günstiger produziert werden kann. Die kaufen ihren Reis nämlich auch auf dem globalen Markt, halt etwas weniger pro Nase als wir, gell? Und um beim Beispiel Cumulus zu bleiben: Die Daunen, als wichtigster und kritischster Bestandteil der Produkte, sind zB nicht aus China, und Pertex kommt aus UK, wenn ich mich nicht vertue. Zudem sind diese Firmen so klein, dass man anrufen und mit dem Chef reden kann, wenn einem was nicht passt. Ich kann also als Kunde direkt Einfluss nehmen, phänomenal, und bei Chinaprodukten annähernd unmöglich. Selbst auf die größten Konzerne wie VW haben "wir" (Presse und Politik etc.) einen Einfluss, was man sehr deutlich daran sieht, dass denen die Hölle heiß gemacht wird, weil die Abgase dreckiger sind als versprochen/gefordert. Wie oft läuft sowas wohl in China oder Indien, was glaubst Du? Die Vorträge über den Schadstoffausstoß von Frachtschiffen die per Schweröl nach Fernost pendeln spare ich mir mal, was Dieselmotoren so raushauen bist Du ja Experte. Regional einkaufen hat deutlich mehr Vorteile als Nachteile, und es ist imo absolut notwendig sich damit auseinander zu setzen. Sorry, das macht mich sauer.
  7. 9 points
    wilbo

    die nutzlänge von 1p innenzelten

    auf anfrage habe ich nicht wirklich gewusst, wie es sich mit den effektiven nutzlängen bei verschiedenen 1p innern verhält. daraufhin habe ich auf die schnelle ein kleines testsetup aufgebaut. getestet wurde die nutzlänge mit zwei kisten, je eine an fuß- und kopfende. die kisten haben eine höhe von 20 cm und eine breite von 40 cm. das dürfte knapp einer schmalen person im schlafsack entsprechen. die kisten wurden nur soweit an die aussenwand des inners gerückt, dass sie den stoff nicht deutlich ausbeulen. der abstand wurde dann von aussenkante zu aussenkante gemessen. nigor wickiup-3 half inner, 180 cm nutzlänge. luxe v4a inner, 190 cm nutzlänge. 3f inner, 195 cm nutzlänge. luxe, altes minipeak mesh inner, 195 cm nutzlänge. überrascht hat mich die effektive länge beim nigor wie auch beim minipeak inner. vg. -wilbo- nigor wickiup-3 half inner nigor wickiup-3 half inner luxe v4a inner luxe v4a inner 3f inner 3f inner 3f inner luxe, altes minipeak mesh inner luxe, altes minipeak mesh inner luxe, altes minipeak mesh inner
  8. 9 points
    BohnenBub

    Autarke Touren

    Moin Jungs, 21 Tage Proviant waren das. 32 kriege ich in den mir zur Verfügung stehenden Packs nicht mehr unter. Bei den 21 Tagen ist mit Eisausrüstung für mich auch die Grenze des Volumens des 4400er Porter erreicht. Zur Eisausrüstung für Gletschertouren (kein Steileis): Pickel Camp Corsa Nanotech 250g Steigeisen Petzl Irvis Hybrid 540g 2x Ersatzschnüre Steigeisen 22g Gurt: Petzl Altitute 170g 1x Petzl Microtraxion 85g 2x Petzl Tibloc 78g 3x Karabiner 130g 60m Petzl RAD Line anteilig 366g 1x Eisschraube 130g 4mm Cordelette 3m ?g 2x 120cm Schlinge 70g Macht unterm Strich ziemlich sehr genau 1,9kg. Das Baseweight war exklusive Eisausrüstung und Fotokram ziemlich genau 5kg: Solomid Cuben, Superlight Bivy, EE Revelation 20 Quilt, TaR Prolite Small und Relags Kanchen Junga im HMG Porter 4400. Dazu dann Klamotten und der ganze Kleinkram. Ich hatte auf der Tour zwei paar Schuhe dabei. Wollte für steilere Firnaufstiege die Sicherheit von Stiefeln mitführen, war aber Overkill, daher zähle ich die nicht auf. D.h. statt der Irvis Hybrid hätte ich auch einfach die leichteren Petzl Leopard an den Trailrunnern nutzen können. Kocher hatte ich nicht dabei, da es sowieso zwei Kocher bei den Partnern gab. Ich bin es eigentlich gewohnt kalt zu essen aber da ich mir auf der Tour bei einer Nomadenfamilie ein ganz fieses Bakterium eingesammelt habe und übel krank wurde, war ich sehr froh auch mal einen warmen Tee trinken zu können.
  9. 9 points
    ChristianS

    Black Pack - noch ein Rucksack

    Mein Beitrag zur aktuellen Rucksackschwemme hier im MYOG-Bereich : Das nächste Pack ist fertig, im Herbst soll der Praxistest auf dem E6 folgen. Diesmal ganz in Schwarz gehalten ist der Rucksack hauptsächlich vom Pa´lante Simple Pack und Andis Rucksäcken inspiriert. Hauptmaterial ist diesmal das 90g Zeltbodennylon: Schwarz, günstig, robust. Bei meinem letzten Rucksack in der Kombination aus Zeltbodenstoff und 55g Silnylon war ich mit dem Silnylon-Anteil nicht zufrieden, dieser zog sich auf Tour in Schweden an belasteten Nähten etwas auf (Essen für 7 Tage ). Die Maße des Hauptpacks sind 28x23x80cm, also deutlich voluminöser als das Simple Pack. Die Träger sind aus zwei Lagen 3mm 3D-Mesh nach @Andreas K.´s Schnittmuster, ergänzt durch Taschen aus elastischem Netzstoff, in die z.B. eine 0,5l-Flasche, Handy, Fotoapparat, Snacks etc. passen. Die Rückenlänge beträgt ca. 46cm, auf einen Hüftgurt verzichte ich. Netzaußentasche und Gummischnürung schaffen bei Bedarf zusätzlichen Stauraum, z.B. für ein nasses Tarp, zusätzliches Essen, etc. In der Bodennetztasche kann Regen-/Windkleidung und die Tagesverpflegung untergebracht werden. Das Rolltop ermöglicht es bei Bedarf eine Isomatte außen zu befestigen. Insgesamt ist der Rucksack etwas schwerer geworden als erhofft, nämlich genau 300g, wenn ich meiner Waage glauben darf. Dies führe ich auf die vielen Details wie die Träger-Netztaschen, die Gummischnürung, die Bodennetztasche, die Voll-Mesh-Träger und die mit breiten Grosgrain-Band besonders verstärkte Verbindung der Träger zum Sack zurück. Dafür bekomme ich aber einen robusten Rucksack mit vielen Unterbringungsoptionen für die Ausrüstung. Jetzt bin ich gespannt auf die Praxis...!
  10. 9 points
    Southern Flyer

    Weserberglandweg September 2017

    Weserberglandweg September 2017 Hallo zusammen, da es zum Weserberglandweg hier noch keinen Thread zu geben scheint wollte ich die Chance nutzen, diesen schönen Mittelgebirgsweg vorzustellen. Ich bin den Weg Mitte September auf seiner kompletten Länge (225 km) von Nord nach Süd durchwandert. Die Endpunkte sind Port Westfalica im Norden und Hann. Münden im Süden. Beide Endpunkte sind sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Offiziell ist der Weg in 13 Etappen unterteilt, ich habe 7 Tage inklusive An- und Abreise (3h bzw. 5h) gebraucht. Da ich nicht an irgendwelche Unterkunftsmöglichkeiten gebunden sein wollte, war ich mit dem Zelt unterwegs. Bei Halbzeit habe ich mir für eine Nacht eine Pension gegönnt. Der Weg verläuft größtenteils durch wunderschöne Buchenwälder oder entlang von Waldrändern, sodass man auch immer wieder mal einen Blick auf die weite Flusslandschaft bekommt. Die Wegqualität ist sehr unterschiedlich, von Trampelpfad durch Wiese bis Forst- und Wirtschaftswege (z.T. auch mal asphaltiert) war alles dabei. Einzelne Passagen scheinen aber derart selten begangen zu werden, dass sie schon zu gewuchert sind (ja, ich war auf dem Weg). Bisweilen haben allerdings auch Harvester den Wegen stark zugesetzt. Gestartet war ich an einem sonnigen Sonntag, da kam einem noch der ein oder andere Spaziergänger entgegen. Den Rest des Weges war ich dann allein unterwegs. Bis auf den ersten Tag kam man immer durch eine Ortschaft in der man seine Vorräte auffüllen konnte. Gute Wasserstellen gab es allerdings nur wenige, die meisten Mittelgebirgsbäche fließen ja leider nicht ganzjährig. Oft hatte ich daher 2-2,5 L Wasser dabei. Die Beschilderung des Weges ist sehr gut, eine Karte (vom Kompass Verlag) braucht man eigentlich nur zur Übersicht. Beim nächsten Mal würde ich unbedingt Trekkingstöcke mitnehmen. Nicht umsonst heißt der WeserBERGlandweg so. Je nachdem welche Quelle man bemüht, sind es zwischen 5200 und 6300 Höhenmeter, die es jeweils rauf und runter geht. Fazit: obwohl ich im Weserbergland aufgewachsen bin, war ich immer wieder von der schönen Landschaft begeistert. Die Woche hat viel Spaß gemacht, der Weg ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen. Auch für kulturell Interessierte bietet der Weg viel, besonders für jene die Grimms Märchen mögen. Zudem wird man an vielen Stellen mit Schautafeln zur Natur (Geologie, Fauna &Flora) informiert. Und: auch mein erstes MYOG-Projekt, der X-Pac 37+9L Rucksack, hat sich auf der Tour hervorragend geschlagen, Feuertaufe bestanden! Die Beschilderung des Weges ist hervorragend. Tag 1: Vorbei am Steinbruch Heineberg. Hier werden 150 Mill. Jahre alte Eisenerzflöze abgebaut. In Kleinenbremen gibt es auch ein Besucher-Bergwerk mit Museum. Tag 1: Abendstimmung an der Teufelskanzel (Hohensteiner Klippen). Tag 2: Durch Streuobstwiesen bei Hameln. Tag 2: Bei Kirchohsen kreuzt der Weserberglandweg das erste Mal die Weser, 3 weitere Flussquerungen werden folgen. Tag 3: Im Laufe der Woche (das Wetter war eher durchwachsen) wurde das Trocknen der Schuhe und Strümpfe zur Pausenroutine. Tag 3: Blick auf den Heiligenberg bei Bodenwerder. Tag 4: Man könnte meinen, dass das Sturmtief ‚Sebastian‘ der vergangenen Nacht auch im Zelt gewütet hat. Das Zelt, ein Marmot Force 2 UL, hat sich auch unter diesen widrigen Bedingungen bestens bewährt. Tag 4: Mittagspause bei Holenberg. Am Horizont das Tagesziel Stadtoldendorf. Tag 5: Auf Bretterwegen durch das Hochmoor Mecklenbruch im Solling. Tag 5: Das Ahletal bei Schönhagen am Südrand des Sollings. Tag 7: Morgendlicher Blick vom Lagerplatz ins Wesertal bei Reinhardshagen. Von hier sind es nur noch 17 km bis zum südlichen Endpunkt Hann. Münden.
  11. 8 points
    Auch war auf meiner letzten Tour durch Osteuropa Decathlon-Einkäufer. Wie von Erbswurst beschrieben, gibt es Decathlon in jeder größeren osteuropäischen Stadt, was für mich eine gewisse "Versorgungssicherheit" darstellte, zumal fast alle Decathlon-Filialen das gleiche Sortiment haben. Ich würde bei weiteren Touren durch Süd- oder Osteuropa genau wieder so verfahren, d.h. mit einer saisongerechten Ausrüstung loswandern und bei klimatischen Veränderungen Bekleidung und andere Kleinigkeiten bei Decathlon nachkaufen. Ich kenne keine andere internationale Kette, die so weit verbreitet ist und ein wanderaffines Sortiment hat. Ggf. noch Intersport, aber die sind teurer und haben nicht so viele Wanderartikel. Dennoch hat die Versorgungssicherheit einen kleinen Haken: Decathlon hat nicht in allen Filialen zu allen Jahreszeiten das Vollsortiment. Gerade bei Gaskartuschen ist das ein Problem. In Polen z.B. gibt es seit diesem Jahr KEINE Schraubkartuschen mehr, obwohl das Warenwirtschaftssystem eine andere Auskunft gab. Auch in Spanien stand ich schon mal vor leeren Regalen, weil es dort Gaskartuschen nur im Sommer gibt. Da hilft nur "Click und Collect", also vorab im Internet bestellen und in der Filiale abholen. Auch bei Schuhen habe ich dieses Jahr die Bauchlandung gemacht: Während es im deutschen Sortiment zumindest noch eine kleine Auswahl an Marken-Schuhen gibt, gab es in Rumänien gerade noch zwei Paar Merrell und ein Paar Columbia-Schuhe, so dass ich mit den Merrell-Crosslander mit den schlechtesten Schuhen aller Zeiten laufen musste. Schuhe würde ich dort nicht mehr kaufen. Ich persönlich finde den Thread ausgesprochen interessant, denn wenn ich auf Langstrecke in Ländern unterwegs bin, in denen Trekking nun nicht gerade sehr verbreitet ist, dann ist Decathlon meine einzige verlässliche Einkaufsquelle. Und da möchte ich schon wissen, was es im Bedarfsfall (also bei Jahreszeitenwechsel oder Bruch) an möglichen Alternativprodukten gibt. Und ehrlich gesagt, wandere ich seit ein paar Jahren fast ausschließlich mit Decathlon-Klamotten, weil sich gerade bei Kleidung der Mehrpreis für Markenartikel nicht lohnt. Ich empfinde hier eine gewisse Animosität gegenüber Decathlon und verstehe ehrlich gesagt, nicht so ganz warum. Wenn jemand die Produktionsbedingungen und Dumping-Preispolitik von Decathlon ablehnt, kann ich das verstehen und akzeptieren. Aber derjenige muss dann ja nicht bei Decathlon kaufen bzw. diesen Thread lesen.
  12. 8 points
    nats

    Wir brauchen Moderatoren!

    Das klingt sehr vernünftig, Dennis. Ich möchte mich gern beteiligen, inbesondere hinsichtlich der Forumsregeln, und glaube, daß ich insofern etwas beitragen kann: weil ich eine ausgeprägte juristische Vergangenheit habe, aber auch, weil ein Online-Forum notgedrungen vorrangig über schriftliche Kommunikation läuft und das ja nunmal jetzt mein Metier ist.
  13. 8 points
    BohnenBub

    Autarke Touren

    Gegenden, in denen Winde zu erwarten sind, die ein halbwegs stabiles Shelter notwendig machen. Gegenden wo tagelanger Dauerregen bei knapp über 0°C aushaltbar sein muss oder die eine oder andere Nacht auf Gletschern machbar sein sollte. Spielt aber eigentlich überhaupt keine große Rolle in welchem Klima die zwei betrachteten Tourlängen stattfinden. Ob ich 1 Woche in Skandinavien bin oder 3 – die Ausrüstung bleibt nahezu völlig gleich. Mein Baseweight für die zurückliegende Himalaya Tour war inklusive Spot und iPhone 7 Plus mit dem 1,1kg HMG Porter 4400 exakt 5kg. Wäre nicht Proviant für 21 Tage mitzunehmen gewesen, sondern nur für eine Woche, hätte ich beim Rucksack 500g sparen können. Mit Gletscherausrüstung (Steigeisen, Pickel, Seil, Bergungsbrimborium) kommen noch 1,9kg hinzu. An veränderlichen Posten sehe ich tatsächlich nur den Rucksack – und zusätzlich noch, das hatte ich oben vergessen, Stromzufuhr. Bei langen Touren habe ich eine 350g 20.000mAh Powerbank dabei, die für 3 Wochen Navigation auf dem Telefon wunderbar reicht und auch noch die Akkus der Kamera laden kann. Für kurze Touren reicht entsprechend auch 1/3 davon. Das hatte ich vorhin vergessen. Fazit: Dieses Ausrüstungsmehrgewicht von 500-600g ist in Relation zum Mehrgewicht des Proviants völlig vernachlässigbar aus meiner Sicht.
  14. 7 points
    bri

    'Trailstar' - China-Klon

    OT: Lösung oder Frau
  15. 7 points
    momper

    Packrafting Canadian Rockies im Nachbarforum

    Weil der Film so schön ist und auch die UL Liebhaber auf ihre Kosten kommen, diese Empfehlung: https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/100217-Packrafting-Canadian-Rockies
  16. 7 points
    FlorianHomeier

    Wer kommt überhaupt von Heavy?

    Ich bin ebenfalls Wandervogel. Mein erstes eigenes Wandergepäck war '94 ein Affe, sprich rahmenloser Tornister (1200g), eine Viereck-Zeltplane 160x160 (900g), ein grottenschlechter Ratioschlafsack (k.a.), später die erste Daunentüte (1100/500g), sonst nur das allerallernötigste. Wenn Bock drauf vorhanden war ein Mini-Schaffell oder Poncho... Sonst quasi nur eine Unterhose, ein Paar Socken, eine Zahnbürste, ein Alu-Henkelmann, ein Messer, Schnur, Mampf. Und Kultur+ unbegrenzter Geldnachschub (Straßenmusik) in Form einer Klampfe. Außen am Affen befinden sich idR ausschließlich die Zeltplane, und der darin mit einer speziellen Technik eingerollte Schlafsack. Im Deckelfach von etwa 4-6 Litern alle persönlichen Utensilien, im sehr flexiblen Hauptfach Mampf mit Fressutensilien. 10 Tage autark habe ich regelmäßig gemacht. Diese Art Ausrüstung habe ich 20 Jahre lang ununterbrochen genutzt. Inzwischen habe ich zusätzlich mehr selbstgebautes, und mache viele Anleihen bei den modernen ULern, einfach weil mir diese Quelle erst jetzt zugänglich ist und ich die entsprechenden myog Möglichkeiten habe. Wenn Interesse besteht, kann ich diese "historische" Ausrüstung auf irgendeinem Treffen vorstellen.
  17. 7 points
    Hmmm... es geht um folgendes: Ich habe mir ein 1FL gebraucht erstanden, und etwas damit rumgedamelt. Es ist keine Schönheit, aber das Konzept hat mich absolut überzeugt. Innenraum/ Schulterfreiheit/ Rundum-Lüftbarkeit/ Ausblick/ Freisitz... Aus Baumwolle habe ich einen vereinfachten 2p Abklatsch gebaut, um rum zu probieren wie man den Entwurf weiter vereinfachen kann, zB mit einer einzelnen geraden Stange am Fußende, Reduktion von Reißverschlüssen etc. Es stand im Garten, der Chef von Luxe war da, er bastelt schon seit Jahren an Designs mit ähnlichem Lastenheft herum, wir sind stundenlang im Tensegrity rumgekrochen. Es bietet viel Potential zur Vereinfachung und Verbesserung an Details, und ist zum Kandidaten für den brühmt-berüchtigten "verbesserten Abklatsch" geworden. Das ist ein heikles Thema, und wenn es um ein aktives Modell einer anderen Firma geht ist es ein no-go. Wenn SD das Teil weiter im Programm führt, würde ich mich also einsetzen um den Abklatsch auf Eis zu legen. Wenn SD es auslaufen lässt, hätte ich weniger Schwierigkeiten damit, solange eine deutliche eigene Weiterentwicklung erkennbar ist. In jedem Fall würde es immer ein erkennbarer Abklatsch sein. Das Grundkonzept ist eine Leistung von SD, oder gibt es ältere Designs mit diesem Konzept? Grübel... Im Dezember soll ein Prototyp bereit stehen, ich habe keine Ahnung was dabei exakt herauskommt. Ganz allgemein gehe ich nicht davon aus, dass dieses Zelt ein Verkaufsschlager ist oder werden kann, dazu ist es einfach zu hässlich/ ungewöhnlich, und es benötigt zu viel Hirnschmalz/ Erfahrung die Vorteile zu erkennen. Wenn ich persönlich aus Kundensicht schaue, würde ich mir aber so ein Zelt wünschen, in braun oder grün, ohne den schon werksseitig zu Schrott gebogenen Gestängebogen am Fußende, komplett mit Stöcken/ Ästen aufstellbar, den fehlenden Abspannpunkten zur Absidenbildung am Vordach usw... Grübel... Hirn...
  18. 7 points
    micha90

    Welche Schuhe?

    Um Mal wieder auf die eigentliche Fragestellung von @Joe_McEntire zurückzukommen: Wenn du mit Joggingschuhen gut zurecht kommst, gibt es keinerlei Gründe auf was schwereres umzusteigen! Lediglich das verbesserte Profil (wie schon angesprochen) ist bei anspruchsvollerem Gelände sinnvoll. Die Ausführungen von Schwerlastregal sind definitiv nicht repräsentativ für den Rest der UL-Gemeinde (zumahl er, wie sein Name und die Signatur verraten, auch nicht wirklich Teil dieser ist). Pros und Cons ganz kompakt: Pro: leicht (weniger Anstrengung/ Energieaufwand, natürlicherer Gang) trocknen super schnell (spätestens bei Flussquerungen oder Dauerregen bleibt kein Goretexstiefel trocken, wenn das Wasser von oben rein läuft - dafür dauert es Tage die Feuchtigkeit wieder raus zu bekommen) dadurch auch ein allgemein besseres/ trockeneres Fußklima, da Schweiß einfach rausdampfen kann (besonders in warmen Regionen) Strecken mit vielen Flussquerungen können einfach durchgangen werden, ohne ständig die Schuhe wechseln zu müssen besserer Grip in unwegsamem Gelände, statt steifer Sohle passt sich der Fuß an den Untergrund an gesünderer Gang, langfristig besser für Muskulatur, Gelenke etc da man normal laufen kann Agilität: Man kann auch mal leichtfüßig über Steine hüpfen, laufen, rennen, klettern.. Flexibilität in den Knöcheln: Muskulatur, Sehnen und Bänder werden kräftiger, umknicken ist kaum noch möglich bzw mit weniger Risiken behaftet, Knie bekommen im Fall des Falles weniger Querbelastung (da die Knöchel diese gut aufnehmen können - ungleich den Kniegelenken) bequem relativ günstig müssen nicht eingelaufen werden (auf langen Wanderungen wichtig, bei denen man durch mehrere Paare geht) mehr Freiraum für die Zehen (nix mit Hallus Valgus!) weniger bzw keine Blasen, da sie weich sind und eigentlich nicht scheuern sollten und wie gesagt die Zehen nicht zusammen quetschen tun am Ende des Tages nicht weh - darauf kommt es (zumindest mir) auf lange sich an. (gute Laufschuhe ersetzen dadurch auch den "Campschuh") Cons: relativ kurzlebig (je nach Modell und Gangart ca 800-1500km) auch bei kurzem Regen sind die Füße sofort nass (aber auch schnell wieder trocken) Je nach dem wie minimal der Schuh und wie schlecht trainiert der Fuß ist, muss die Fußmuskulatur erst wieder fit genug gemacht werden, was lange Zeit in Anspruch nehmen kann ( Langfristig ist das jedoch ein großer Vorteil, nur der Umstieg von Heavy Boots auf leichtes Schuhwerk ist dadurch erschwert) Bei kaltnassem Wetter kann es kalte Füße geben bei großen Lasten können Laufschuhe nicht wirklich mithalten (was ULer glücklicherweise nicht betrifft) Stiefel haben durchaus ihre Daseinsberechtigung: im Herbst oder Winter bei kalten und nassen Bedingungen, bei Gletscherexkursionen und beim technischen Bergsteigen. Für normaler Wanderungen, wie der größte Teil von uns sie durchführt, sind Stiefel jedoch völliger Overkill und leichtes Schuhwerk reicht aus - ganz besonders wenn der Rucksack Ultraleicht ist! Kurz und knapp: Ja wie bei den meisten kommerziellen Outdoorprodukten wird auf irrationale Ängste angespielt (umknicken, oder die Mär, dass Füße niemals nass sein dürften bzw. Schweiß wohl besser sei als Regenwasser) um teure Ausrüstung zu verkaufen, die man letzten Endes nicht benötigt. Solange du mit normalem bis leichtem Rucksack unterwegs bist sollten deine Fußgelenke dazu in der Lage sein dein Körpergewicht tragen und stabilisieren zu können ohne dabei kaputt zu gehen. Wäre das nicht der Fall, würdest du auch im Alltag häufig umknicken und dich ständig verletzen, aber glücklicherweise sind unsere Füße zum Laufen da schöne Grüße Micha (der schon etliche tausend Kilometer in Minimalschuhen über Stock, Stein, Geröllfelder, Eis und Schnee gegangen ist)
  19. 7 points
    Nachdem ich meine ersten zwei Jacken nach dem eigens modifizierten Schnitt meiner WindyWendy genäht hatte, habe ich mich an ein lange geplantes Projekt gewagt - Die APEX Jacke. Der Aufwand ist in etwa der Doppelte bis Dreifache als der, der zum Nähen der Windjacke nötig war. Jedes Jackenteil muss 3x zugeschnitten werden - ohne Zuschnitttisch ein ziemlich nerviges und vor allem zeitintensives Unterfangen. Der Rollschneider hat mir dabei gute Dienste geleistet, denn mit der Schere bekomme ich keine vernünftigen geraden Schnitte bei dem rutschigen 7den Stöffchen hin. Eventuell würde hier eine mikroverzahnte Schere helfen. Zur Konzeption: Im Prinzip wollte ich meinen Microgrid-Hoodie in APEX für kältere Bedingungen. Da ich auch mit der Jacke laufen möchte, ohne zu überhitzen, habe ich Unterarmzipper und Halfzipper eingebaut - um für Belüftung zu sorgen. Da die Jacke mein Schlafsystem ergänzt, ist die Kapuze natürlich Pflicht, aber gerade auch bei eisigem Wind erhoffe ich mir einiges an Komfort dadurch. Die Kängurutasche hat sich als überaus praktisch erwiesen um allerhand Kleinkram von A nach B zu schleppen und auch zum Hände wärmen ist so eine Tasche echt top. Die Ausführung als Schlupfjacke ist hier primär der Kängurutasche geschuldet, da ich diese gegenüber zwei getrennten Taschen bevorzuge. Die Materialien: Zum Einsatz kamen feinstes 22g/qm Ripstop Nylon von ExTex - ein supergeiles Material, aber leider extrem teuer. Außerdem als Isolation das 67g/qm von AdventureXpert (GramXpert). AdventureXpert ist neben Orri.fr die einzige mir bekannte Quelle für 67g/qm APEX in Europa. APEX Soll sich auch gut teilen lassen. Ein paar Versuche mit APEX Resten haben mich aber nicht überzeugen können. Deshalb habe ich mich entschieden es kurzerhand in der (für mich) idealen Stärke zu bestellen. Neben den beiden Hauptmaterialien habe ich noch YKK 3C Meterware (sowie Reißverschlüsse, ...) und Einfassband verarbeitet. Der Schnitt: Der Zuschnitt ist wie bereits erwähnt sehr zeitaufwändig, da alles 3x ausgeschnitten werden muss. Die Teile sehen dann in etwa so aus. Das Nähen: Da der Schnitt quasi identisch war mit dem meiner Windjacke, habe ich mich an die selbe Reihenfolge gehalten. Zunächst die Kapuze, dann die Schulterpartien an die Vorder- und Rückseite, im Anschluss die Ärmel (Seitenteile vorher mit Unterarmzipper versehen) und zum Schluss die Kapuze an die Jacke. Als aller letztes dann noch den Frontreißverschluss einsetzen und die Kanten mit Einfassband versäubern. Die fertige Jacke passt perfekt unter meine Windjacke. Durch den schwarzen Stoff erhoffe ich mir im Falle eines Falles eine schnellere Trocknung. Zur Haltbarkeit des 22g Ripstops kann ich noch nichts sagen, aber ich bin bislang extrem angetan von dem Material (abgesehen vom Preis). Zum Schluss noch das wichtigste: Die Jacke wiegt gerade einmal 250g
  20. 7 points
    Andreas K.

    Flasche für Spiritus

    Gähn...!!! Spiritus = vergällter Alkohol. Ist nicht giftig, macht nicht blind, nur gallebitter, dadurch ungenießbar, und das spart die Branntweinsteuer. Aber ja, der moralische Zeigefinger geht ja gerade rum. Könnte ja sein, dass sich ein wilder Eber an meiner Flasche vergreift, wenn ich alleine auf Tour bin... Man kann ja alles übertreiben um sich wichtig zu machen...
  21. 7 points
    crestfallen

    Therm-A-Rest Z-lite?

    Ich würde bei der BW-Matte bleiben. Alles andere ist doch nur ein schlechter Kompromiss. Das ganze UL-Zeugs ist doch nur Einwegschrott. Mein Gear muss mindestens in 2 Weltkriegen seinen Mann gestanden haben. Mindestens! crestfallen
  22. 7 points
    derschorsch

    Nicht abwaschen?

    Ich koche alles im selben 900 ml Ti Topf. Mehr Geraffel ist nicht. Keine Freezer Bags und kein extra Zeug. Jetzt mag ich aber auch keinen Knoblauchkaffe. Mit der Zeit hab ich folgende Lösung gefunden: Wenn ich etwas fettes und geschmacksintensives Topf hatte, mache ich danach eine Portion Kartoffelpüree (mag ich halt eh zu jeder Tages- und Nachtzeit). Das nimmt Geschmack und Fett vollständig auf. Danach kann man den Topf mit einem Schluck klarem Wasser einfach mit der Hand ausreiben. Wird blitzsauber und damit z.B. Kaffeetauglich. Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk
  23. 6 points
    Dennis

    Wir brauchen Moderatoren!

    In den letzten Wochen und Monaten bin ich hier Admin und Moderatoren in Personalunion. Leider habe ich nicht genug Zeit mich um alle Mod-Angelegenheiten so gut zu kümmern, wie das Forum es verdient hätte. Aus diesem Grund starte ich hier noch mal einen Aufruf: Wir sind auf der Suche nach neuen Moderatoren! Die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür und erfahrungsgemäß ist dies auch die Zeit in der die Trolle aus ihrem Sommerschlaf erwachen Wer sich also nicht davor scheut hier ein wenig für Ordnung und ein ordentliches Miteinander zu sorgen, der darf sich gerne in diesem Faden oder per PN melden. In den kommenden Tagen melde ich mich dann bei allen Interessenten (auch bei denen, die im Vorfeld bei mir angefragt haben).
  24. 6 points
    dani

    Wir brauchen Moderatoren!

    ultraleichtes trekking hat in der schweiz keine zukunft. becks wohnt da irgendwo.
  25. 6 points
    moritz

    Wir brauchen Moderatoren!

    OT: In der Regel beginnen die Gehässigkeiten indem sie von den diskutierenden Personen selber eingebracht werden (und nicht durch ihre Ansichten der UL-Definition)! Vielleicht würde sich die ganze Thematik auch etwas entspannen, wenn alle Mitglieder sich hier so verhalten würden als seien sie bei @Dennis zu Gast - schließlich ist er derjenige der den ganzen Laden im Moment alleine wuppt und uns Pappnasen hier "duldet". Oder würdet ihr genauso austeilen wenn ihr bei jemandem zu Besuch seid? Und ODS würde ich nicht als Konkurrenz betrachten, sondern einfach als ein weiteres Forum das sich mit der Outdoorthematik beschäftigt. Dort werden übrigens u.a. auch UL-Themen diskutiert - und das scheint dort sogar zu funktionieren ohne dass jedes Mal das gleiche Fass aufgemacht wird..
  26. 6 points
    questor

    MYOG Koch Set -- UL und ultra schnell ?

    Zu beschäftigt zum Machen oder belesen über Themen, die schon 100x durchgekaut würden hier - aber jede Menge Zeit für episches OT aus allen Rohren auf allen Kanälen. Da bin ich raus, man muss nicht jeden sackfaulen Troll mit dem silbernen Löffel und mundgerechten Häppchen füttern.
  27. 6 points
    khyal

    Wir brauchen Moderatoren!

    Ich fuerchte, da muss ich Dir zustimmen, natuerlich ist eine Ueber-Moderation der Motivation von Usern, Beitraege zu schreiben, nicht gerade zutraeglich, aber neben den persoenlichen Angriffen....wenn ich an manche Threads hier denke, wie z.B. den "Flasche fuer Spiritus" gleiten hier doch recht viele Threads in OT-"Grundsatz"-Diskussionen zwischen Wenigen ab. Ist natuerlich Ansichtssache, ob das ok ist, ist halt fuer viele Leute, die sachbezogene Infos suchen bzw sich an einem derartigen Austausch beteiligen wollen, ziemlich ermuedend Was mir hier im Forum im Vergleich auffaellt, ist, dass es ein paar gibt, die meinen fuer alle definieren zu muessen, was sie schreiben / ins Forum stellen duerfen und was ncht, das staerkt nicht gerade die Motivation und den offenen Austausch. Da koennte vielleicht auch eine "vorsichtige" Moderation den offenen Austausch unterstuetzen...
  28. 6 points
    martinfarrent

    Wir brauchen Moderatoren!

    Ich sagte ja: Das könnte allenfalls dann passieren, wenn die Verschieberei allein den Mods überlassen würde... und sich kein anderes Mitglied zu der Frage äußerte, was Thema X in Forum Y zu suchen hat... weder streitend, noch prinzipienreitend, noch sonst wie. Das ist aber leider nicht zu erwarten; denn die Grundsatzdiskussion wird von einigen Leuten heimlich geliebt - und zwar gerade von solchen, die zugunsten der Thementreue 'mehr Ordnung' fordern. Ihnen dürfte langfristig keine Ordnungspraxis reichen. Allen anderen, sicherlich die große Mehrheit, ist ein bisschen Verschwommenheit an den Grenzen der Strukturen ziemlich schnuppe. Drum kreieren sie auch keine Konflikte.
  29. 6 points
    martinfarrent

    Wir brauchen Moderatoren!

    OT: Fast jeder Text wird von nahezu allen Lesern interpretiert. So ziemlich jeder Autor ist sich dieser Tatsache bewusst und bemüht sich um eine Steuerung dieser Interpretation. Als Ausnahme fiele mir jetzt mal eine Busfahrkarte ein.
  30. 6 points
    martinfarrent

    Wir brauchen Moderatoren!

    Den direkten und radikalen persönlichen Angriff kann jeder halbwegs sprachgewandte Mensch umgehen - und dennoch einen so harschen, unfreundlichen Ton pflegen, dass ein normal sensibler Neueinsteiger gleich seinen Hut nehmen müsste. Das passiert zwar manchmal unabsichtlich, meist aber nicht. Sehr oft wird (in allen Foren) damit ein Grundstein für bleibende Animositäten gelegt. Somit ist's ein Verhalten, das den Eingriff von Moderatoren m.E. zumindest im häufigen Wiederholungsfall rechtfertigt. Dass sie ihre Entscheidungen womöglich nicht ohne Fuzzy-Anteil begründen können, liegt in der Natur/Taktik solcher Attacken. Moderation im Sinne der Erhaltung einer konstruktiven und angenehmen Atmosphäre kann eben nicht immer ein präzis definierbares Verfahren sein.
  31. 6 points
    Ich fand die Idee anfangs jetzt auch nicht völlig verwerflich. Allerdings driften die vermeintlichen Tipps hier doch zu sehr ab. Wenn ich natürlich mein Baseweight verdoppeln möchte sind sie ideal. Ich glaube, die meisten lesen hier nur mit, damit sie sich aufregen können oder weil sonst nix spannendes zum lesen da ist. crestfallen
  32. 6 points
    Dieses Forum ist nicht dazu gedacht, dein persönlicher Notizblock zu sein, sondern zum Austausch. Der findet in diesem Faden aber nicht statt. Erbstwursts Monolog wird zwischendurch für 21 Beiträge nicht unterbrochen. Die fertige Liste, die angeblich mal dabei herauskommen soll, ist auch explizit nicht für das Forum/UL-Trekker gedacht, sondern für Leute, die wie Erbswurst motorisiert oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Stadt zu Stadt fahren und zwischendurch im nahe gelegenen Wald Survival spielen.
  33. 6 points
    wanderrentner

    Wer kommt überhaupt von Heavy?

    mehr als 25 kg hab ich nie getragen aber das äusserst unwillig. seitdem werde ich langsam wieder leichter. das forum hat den prozess nicht sehr beschleunigt, aber das liegt nicht am forum (ich müsste weniger schreiben und mehr zu treffen denk ich. eigentlich müsste ich überhaupt mehr raus! den ersten beschluss unseres betriebsgründungsplenums: 6 wochen urlaub im jahr sind pflicht - hat nie jemand geschafft. der beschluss ist 2 jahrzehnte alt). das ältere "leichter" war letzten endes alles ahnungsloser punk, aber trotzdem sehr spassig, nix gegen stupid light (solange man von der idee her zivilisationsnah bleibt). als kind der zeit ("neue soziale bewegungen", "grüne" im entstehen) landete ich in der rennradclique. das war eine mischung aus kindern reicher eltern und meines eher hedonistisch orientierten freundeskreises, aus dem ein vater den job geschmissen und einen kleinen rennradladen eröffnet hatte. die einen fuhren koga, besassen fotoapparate und stereoanlagen. die, die fürs fahrrad mal arbeiten gingen, cilo swiss. die cilo-gang besass ein stoffzelt, wir hatten isomatten aus schaum, schlafsäcke, bei denen schaumstoff auf nylon geklebt war (man lag im schaumstoff), radhosen und jedeR ne trinkflasche. gekocht wurde nix, feuergekokelt immer. wasserfeste und windfeste klamotten? pah. man wird mal nass und man kann auch in ner telefonzelle übernachten oder in ner kneipe, wenn mans drauf anlegt, findet sich immer was. meine erste wanderung war von oberstdorf weit in die schweiz zu unbekannten verwandten. lederschuhe mit fester sohle und etwas profil, die ich meinem opa abgeluchst hatte, schlafsack (s.o.), roter rucksack (extra angeschafft, ohne irgendein gestell glaub ich, auch kein deckelfach, also leicht), normale windjacke, kurze hose, war ja sommer. zur orientierung ein ausriss ausm autoatlas meines vaters. nach ankunft sollte ich anrufen. über die naivität und ahnungslosigkeit sowohl meiner eltern als auch von mir kann ich mich noch heute freuen. ist nix passiert, habe, wie vorgestellt, tatsächlich auch mal bei bauern übernachtet und war wohl eher leicht unterwegs. dann kam punk und dominierte meine outdoorinteressen bis in die zweite hälfte der 90er. längere radtouren mit wenig gepäck und eigentlich keiner ausrüstung, verreisen mit kumpels, man landete zufällig in den bergen bei bekannten von bekannten und teile der kumpels hatten schon seilzeug dort und machten waghalsige sachen, während andere (ich) mal so rumwanderten. häufig wurde nach UK getrampt, in london musste irgendeine kneipe dringend besichtigt werden und zwei tage später war man für ne woche auf hoy und schlammte sich dann noch ne woche woanders durch die schottische natur bis zu nem tollen konzert in vorzugsweise wieder london. der outdoorladen in westberlin war mir ein graus (bannat). das erste outdoorkaufhaus auch (der vorläufer von globetrottel), schien nur riesige plastiktonnen und son zeug zu verkaufen, mit dem ich nix anfangen konnte. das gepäck blieb also eher zufällig klein bzw. wenig und deshalb leicht. weiter weg fuhr nur die nica-brigade, ich fand kühle gegenden besser. mit dem späten übergang in die arbeitswelt plötzlich die feststellung, dass mich der outdoorteil am reisen am meisten interessiert. die haltung: warum brauch ich eine "wanderhose" (=extra hose zum wandern) ging nach zwei pyrenäentouren in jeans und lederjacke dann doch verloren, das gepäck wurde mehr und mehr teile und die touren trekkiger (und in den alpen alpiner). mit anti-yuppie schwerpunkt, immer zu einer bösen bemerkung für leute in teuren zelten oder, später, in arcteryx-klamotten, bereit. grosse freude, wenn ganz hinten im hüttensaal jemand in lederjacke und halstuch allein beim bier sass: sicher bekannter von bekannten. mit den mehr gegenständen musste der rucksack immer stabiler werden und das gepäck, über das ich mir fast zwei jahrzehnte nicht gerade viele gedanken gemacht hatte, wurde zur last. die irgendwieoutdoor-orientierung der peer-group und damit die peer-group-orientierung war in der zwischenzeit genauso weggefallen wie die hemmung gegenüber dem "marken"markt und ich wurde ein opfer der outdoorkaufhäuser, "irgendwie leicht und bequem und zuverlässig" führte zum gepäckgewichtshöhepunkt. im garten finden z.b. die wandergummistiefel, die man zusätzlich zu wanderstiefeln mitnehmen kann, jetzt gelegentlich eine sinnvolle verwendung.
  34. 6 points
    Dennis

    Wer kommt überhaupt von Heavy?

    Was dagegen wenn ich den Startpost durch eine Umfrage erweitere?! Ich mach das einfach mal
  35. 6 points
    SouthWest

    Autarke Touren

    Es passiert was immer passiert. Jever mischt sich ein (diesmal wieder betont arrogant) und die Schwachsinnsdiskussion beginnt. Das wird wie immer nichts bringen. Mich interessieren auch mehr Details von @BohnenBub. Ihr wart 32 Tage unterwegs? Die ganze Zeit autark? Ich könnte auf den Bericht von berniehh warten aber bin zu ungeduldig... Kannst du noch was zum Baseweight sagen, zum mitgetragenen Futter und zu den verwendeten Extras wie Eisausrüstung?
  36. 6 points
    Verstehe ich das richtig? Du möchtest Artikel, die Du bei Messen "abgestaubt" (also umsonst bekommen) hast, für 20 bis 30% unter Neupreis verkaufen? Das finde ich nicht richtig. Aber vielleicht habe ich da ja auch nur völlig antiquierte Vorstellungen von Anständigkeit.
  37. 6 points
    zoppotrump

    Autarke Touren

    Erbswurst verfällt da der Romantik eines Henry David Threau. Das wahre Leben sieht da manchmal ganz anders aus. Ich zitiere mal aus dem Reisebericht "Sibirien, wie man es kaum kennt: in 75 Tagen durch das Putorana" von Robtrek aus den outdoorseiten.net. " DER Fisch des Putorana: "Harius", zu deutsch Äsche. Leicht eingesalzen und nach ein paar Stunden roh gegessen ist das eine wahre Delikatesse, das zarte Fleisch zergeht auf der Zunge wie im besten Sushi-Restaurant. Haut und Gräten werden gut durchgegrillt und komplett gegessen, der Kopf kommt in die Fischsuppe. Aber selbst mehr als hundert dieser Äschen konnten nicht verhindern, dass ich im Verlauf der Tour immer hungriger wurde. Ab dem zweiten Monat sind die körperlichen Fettreserven aufgebraucht und dann wird schnell klar, dass die tägliche Proviantration von 600 gr pro Kopf eigentlich viel zu klein ist. Um wirklich satt zu werden bräuchte ich zusätzlich noch 6 große Äschen pro Tag, dreimal soviel wie ich geangelt habe. Dabei hatten wir extra mehr Proviant mitgenommen als letztes Jahr, an der Grenze dessen, was man auf so einer Tour noch sinnvoll transportieren kann. Fazit: den starken Verlust an Körpergewicht und das ständige Gefühl, nicht satt zu sein, konnten wir so zwar hinausschieben, aber letztlich nicht verhindern. Ein Netz würde das effiziente Fischen über Nacht ermöglichen und somit Zeit sparen, aber der Aufwand für die Zubereitung ist nicht zu unterschätzen. Ein Dutzend Äschen ausnehmen, einen Teil davon für die Fischsuppe entschuppen - das dauert bei mir schon eine gute Stunde. Typischerweise geschieht das abends bei Kälte und Dunkelheit im Schein der Kopflampe und mit den Händen die meiste Zeit im eisigen Wasser - kein Vergnügen, man macht es, weil man unbedingt etwas essen will. Blaubeeren, Johannisbeeren und Hagebutten sind ab August im Überfluss vorhanden und waren am Schluss der Tour manchmal die einzige Mahlzeit, aber das Sammeln ist sehr langwierig und sie machen immer nur für kurze Zeit satt. Kurz gesagt, eine bessere Lösung der Kalorienfrage für zukünftigen Touren muss ich mir noch einfallen lassen." Ich hoffe das ist jetzt nicht zu nervig, aber erbswurstens Aussagen sind so albern...
  38. 5 points
    FlorianHomeier

    Wer kommt überhaupt von Heavy?

    Es fällt mir schwer exakt zu präzisieren wie ich den letzten Absatz meine, weil es eine Verallgemeinerung von kleineren Beobachtungen ist. Ein Beispiel fängt damit an, dass einige meinten, ein Rahmenloser Tornister sei nicht ordentlich zu packen und zu klein, manche sind sogar mit schweizer Tornistern rumgerannt. Die wiegen so 3kg. Rahmenlose Tornister hätten zur Verfügung gestanden, manche haben vorgemacht wie es funktioniert, andere haben die dicken Dinger gechleppt. Ich habe absolut keine Ahnung warum. Nachdem ich ein Jahrzehnt lang in einem leichten Daunenschlafsack neben diversen Leuten im Zelt gelegen habe, und jeder mitbekommen haben dürfte, dass ich so gut wie nie ein Feuchteproblem hatte, kaufen sich eben diese Leute einen teuren und zwei mal so schweren Ajungilak KuFa-Klumpen, weil der Verkäufer hat gesagt das ist besser, oder so ähnlich. Warum? Keine Ahnung. Ich rede von Magistern und Ingenieuren. Die absolute Krönung war eine Wanderung im Hochsommer im Marokko. 1000°C im Schatten, ich hatte so gut wie nix dabei außer einem Lederhut, Schweißerbrille und Wasserflaschen, 5mm EVA und hauchdünner Tropenschlafsack, warum auch, sauwarm, kaum Viecher, kein Niederschlag. Da war ein Kollege mit, dessen Rucksack wog leider ohne Wasser drin schon 15kg. Deswegen hat er dann morgens deutlich weniger Wasser mitnehnen können, und dafür mehr geschwitzt. Es ging ihm sehr dreckig. Die Lust das Wasser zu teilen sinkt ab irgendeinem Punkt dramatisch... Dafür hatte er auf dem Rückweg frische Socken an. Warum machen intelligente Menschen sowas? Keine Ahnung. "Oh, Du hast aber einen interessanten Rucksack" "Ja toll nech? Selbstgebaut, der wiegt nur 600g, halb soviel wie ein leichter Affe." "Super, das wäre ja toll wenn mein Gepäck auch leichter wäre. Aber hier in die Außentaschen regnet es doch rein..." "Genau, deswegen gibt es ein Packsystem, bei dem man die Sachen die trocken bleiben sollen innen in den wasserdichten Beutel tut. Guck mal so..." "Neee, ich glaub das ist mir zu unständlich, ich will Abdeckungen und richtige Verschlüsse da an den Taschen. Und da sind ja auch gar keine Schlaufen außen dran wo man Gerödel dran festtüdeln kann was nicht mehr reinpasst..." "Ja toll ne? Es passt einfach alles rein. Das Teil hat fast 50l wenn man den Rollverschluss noch gerade so zu bekommt. Was da nicht reinpasst, das braucht man auch nicht." "Nee, ich will hier Schlaufen haben, und da, und hier auch noch zwei..." Beliebig fortsetzbar...
  39. 5 points
    hofnarr

    Wir brauchen Moderatoren!

    Danke an alle, die sich in der "Task Force" engagieren! Falls ihr zu einem Aspekt eurer Arbeit Rückmeldung aus dem Ex-Mod-Team möchtet, stehe ich euch mit all meinem geballten FrustWissen gerne zur Verfügung
  40. 5 points
    khyal

    Autarke Touren

    OT: Na Hauptsache, man bleibt im Kopf offen fuer neue Ideen und laesst Andere anders sein Mal OT: nach ein paar Aussenrunden u.A. auf den GR 247 back to Topic... Es geht ja erstmal nicht um die Betrachtung von Verbrauchsmaterialien, wie Essen & Brennstoff, sondern das, was eher unter den Begriff base weight faellt... Das Rucksackgewicht erhoeht sich nicht nur im Inhalt, sondern auch dadurch, dass man aufgrund des deutlich hoeheren Inhaltsgewichtes einen Rucksack braucht, mit dem man auch dieses hoehere Gewicht vernuenftig tragen kann. Mal als Beispiel : Fuer Touren ausserhalb des Winters mit bis zu ca 4 Tagen Lebensmittel komme ich gut mit dem Mariposa (altes Modell, ca 800 g) hin, wenn ich dagegen z.B. fuer 10 oder 14 Tage Lebensmittel bei habe, nehme ich den 4400 Porter (altes Modell, ca 1000 g), da ich sowohl das Mehrvolumen brauche, als auch wegen des hoeheren Inhaltsgewichts ein Tragegestell brauche, womit sich dieses hoehere Inhaltsgewicht auch gut tragen laesst. Rep-Set & Erste Hilfe ist bei mir eigentlich nur vom eingesetzten Material und Jahreszeit abhaengig. Z.B. auf langen Touren habe ich als Schlafunterlage eher nur Evazote bei, bei kurzen Touren zugunsten des guenstigeren Packmasses eine Simlite UL, dafuer Flickzeug, kann also sein, dass sogar bei kuerzeren Touren das Rep-Zeug schwerer ist. Zusaetzliches Basis-Gewicht kann auch im Kuechenbereich entstehen z.B. bin ich je nach Gebiet bei laengeren Touren mit einem sparsamen Multifuel (Primus Omnilite Ti) statt Brennspirituskocher (Evernew) unterwegs, da ich da gleich sozusagen doppelt weniger Brennstoff mitnehmen muss a) wegen deutlich niedrigerem Verbrauch b ) weil ich ueber Tankstellen leichter an Nachschub komme, dadurch wird dann das Gesamtgewicht niedriger, aber das Basisgewicht geht hoch. Das Klamottengewicht geht bei mir bei laengeren Touren eher, wenn, runter... Bei kuerzeren Touren nehme ich soviel Klamotten mit, dass ich ohne Waschen ueber die Runde komme, bei laengeren Touren muss ich eh waschen, da nehme ich eher nur das mit, was ich brauche..... Das Zeltgewicht geht, wenn, bei mir eher hoch, bei kuerzeren Touren bin ich eher bereit, Unbequemlichkeiten in Kauf zu nehmen, bei laeneren Touren, gerade, wenn nicht immer gutes Wetter zu erwarten ist, will ich da schon etwas mehr Platz / Sitzhoehe haben. Z.B. wuerde ich momentan fuer laengere Wandertouren, je nach erwartetem Wetter, alleine ein Stratosspire 1 bzw Saddle 2 einsetzen, fuer kuerzere Touren in gemaessigten Bereichen koennte ich mir aber auch ein GG The One vorstellen. zu 2 je nach erwartetem Wetter das Saddle 2 oder Scarp 2, fuer kuerzere Touren in gemaessigten Bereichen koennte ich mir aber auch ein GG The Two vorstellen. Ich bin aber gerade, was Zelte betrifft, an 2 anderen UL-Firmen "dran"...
  41. 5 points
    SouthWest

    Wir brauchen Moderatoren!

    Meine 2 Pfennig: Eine rein quantitative Definition der Aktivität "UL Trekking" reicht nicht aus. Im Land der DIN Normen mag das zwar attraktiv sein, eine Definition muss aber komplexer sein als so eine einfache Zahl. Wir sind ja schliesslich auch das Land von Goethe und Schiller ... Ultraleicht bedeutet nicht einfach die leichteste Ausrüstung im nächsten Shop zu kaufen um irgendwie unter diese Gewichtsmarke zu kommen. Ultraleicht bedeutet jede geplante Tour mit deren Erfordernissen aufs Neue zu analysieren und daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Als Konsequenz bricht man mit der für das Gelingen der gegebenen Tour wirklich notwendigen Ausrüstung und den dazugehörigen Skills auf. Aller unnötiger Ballast (seien sie materiell oder geistig) bleiben daheim. UL ist ein Konzept, bei dem sich die Entscheidungen bezüglich des Materials an Zweckmäßigkeit, Einfachheit und Praxistauglichkeit orientieren. Für jede Tour unterschiedlich. Ein einfaches Beispiel: Mal mag ein Tarp perfekt sein, nächstes mal (woanders) ist wiederum wegen Moskitoplage ein Tarptent die bessere Wahl. Zur UL Definition gehören neben der Ausrüstung auch die "skills" (Fähigkeiten bzw. in diesem Sinne auch Wissen) und die Einstellung. Fehlen "skills" oder Einstellung, so ist auch jemand mit SUL-kompatiblem Baseweight mit der teuersten Titan und Cubenausrüstung kein UL Trekker. Folgt man einem solchen Verständnis, dann verliert die Gewichtsgrenze an Bedeutung (wobei sie immer noch eine gewisse Vergleichbarkeit schafft). Und eine weitere Konsequenz ist dass auch eine lange autarke Tour mit 16 kg Proviant, eine Packraft Tour, eine Hochtour die Eisgeräte und Seile erfordert, oder eine Tour durch schwieriges Terrain (Bushwacking), die stabile Kleidung erfordert, ultraleicht sein kann. Trotzdem sollten vielleicht Fragen bezüglich Packrafttouren, Hochtouren, wie auch Bikepackingtouren (alles was spezielle Ausrüstung erfordert) im Unterforum "UL in anderen Sportarten" bleiben um ein wenig abzugrenzen. Lange autarke Touren können allerdings eindeutig UL Trekking sein.
  42. 5 points
    Stromfahrer

    Wir brauchen Moderatoren!

    Passt. Und inzwischen geht das in den meisten Bereichen auch Sub-10-lb. Genau, nur sehe ich das nicht als „Grenze“. Denn eine Grenze umgibt ein festes Gebiet, verhindert Zutritt und hält statisch alles außerhalb, was nicht reindarf. Darum: Stellt euch bitte die UL-Definition „10 lb“ nicht als Grenze, sondern (Achtung: Wiederholung) mehr als einen Punkt irgendwo in der Mitte des UL-Spektrums vor. Daneben gibt es weitere Punkte, die UL-Gedankengut markieren. Und drum herum gibt es jede Menge näheren und ferneren Raum ohne feste Außengrenze. Mit zunehmender Entfernung vom Fokuspunkt wird der Blick halt unschärfer – bis man irgendwann das UL in einer Diskussion nicht mehr erkennen kann. Genau dafür brauchen wir m. E. Moderatoren. Wenn man Überlegungen wie „sub 10 lb“, „Schere im Kopf“, „Double Use“ oder „Weniger ist mehr“ nur als Punktwolke im Zentrum der UL-Themen betrachtet, muss man nicht permanent die Gültigkeit der einzelnen Punkte diskutieren, sondern kommt eher zu der Frage, ob man sich noch im Radius dieses Bereichs befindet, sozusagen im UL-Magnetfeld. Diese Frage ist m. E. weniger anfällig für Grundsatzdebatten. Manche User bewegen sich eben mehr im äußeren Spektrum der Forumsthematik. Das ist so o.k. wie der Hinweis, dass passendere Information ggf. im Nachbarforum beheimatet sind.
  43. 5 points
    schwyzi

    MYOG Koch Set -- UL und ultra schnell ?

    Das ist hier der Myog- Bereich... Baut hier irgendwann in diesem Faden irgendwer Mal irgendwas? Zwei Seiten Gerede - und nix! In der Zeit hätte ich 6 Kochsets aus dem gelben Sack gebaut, und keines wäre so schwer gewesen wie so eine blöde Ananasdose...
  44. 5 points
    Dr.Matchbox

    Wir brauchen Moderatoren!

    Ich denke das kann man schlecht definieren. Dennis sollte einfach die auswählen, welche er für geeignet hält. Vor allem User, die sehr höflich und sachlich auftreten und zudem auch viel Content liefern haben ja von Haus aus schon etwas Respekt und können daher einfacher moderieren. User wie Dich, @wilbo, @Andreas K., @Chris2901 würde ICH da persönlich z.B. super als Mod finden. Das triffts mMn sehr treffend! Daher ist vielleicht gar nicht so viel notwendig. Einfach klar umreißen, was genau Thema in diesem Board ist (Dieses "...das ist nicht UL..." und die sich daraus ergebenden Diskussionen, sind glaube das größte Problem hier momentan. ). Anscheinend werden Vorgaben gebraucht bis zu welcher Grammzahl was in welchem Teil des Forums geschrieben werden darf. Dennis sollte das, meinetwegen auch mit seiner Arbeitsgruppe erarbeitet, festlegen wie er sich das vorstellt. Und dann sollte darüber dann auch nicht mehr diskutiert werden. Daran hat sich einfach jeder zu halten. Wenn dann kommentarlos verschoben wird (Den meisten Usern wird es egal sein, ob ihr Thema in UL in anderen Sportarten oder sonst wo diskutiert wird.), ist das Problem dann doch aus der Welt.
  45. 5 points
    nats

    MYOG Koch Set -- UL und ultra schnell ?

    Wenn es Dir wirklich ums Kochset ginge, hättest Du das einfach ausprobieren können - hätte auch nicht wesentlich länger gedauert, als hier was zu schreiben... Noch deutlich leichter und schneller ist es aber, einfach die vorhandene Küche zu benutzen. Dafür muß man sich dann auch nicht an fremdem Eigentum vergreifen. (Denn egal wie billig der Kleiderbügel im Schrank ist: Er gehört nicht Dir.)
  46. 5 points
    micha90

    Cold soaking - Behälter und Rezepte

    Ehrlich gesagt: nicht wirklich. Ich bin mit dem Cold Soaking nie so richtig warm geworden (Achtung schlechter Wortwitz ). Schon in meinem CDT Gear-Review hatte ich geschrieben, dass ich in der Regel komplett No-Cook unterwegs bin, woran sich bis heute nichts geändert hat. Für mich ist Cold Soaking fast immer nur eine Notfalllösung, wenn es gerade nichts ordentliches zu Essen zu kaufen gibt. Wenn es anderweitig geht, ernähre ich mich lieber von normalen Lebensmitteln, die nicht präpariert werden müssen, denn ehrlich gesagt schmecken die meisten Gerichte, die auf warme Zubereitung ausgelegt sind (Ramen, Kartoffelbrei, Couscous, Bohnen) kalt nicht nach sonderlich viel (wobei ordentlich Hot Sauce sicherlich hilft). Wenn es wiedermal so einen Resupply mit minimaler Auswahl gab (oder ich zu faul war ordentlich Einzukaufen), hatte ich immer ein paar Ziplocs in denen ich dann entsprechend das Essen rehydrieren konnte. Lediglich bei großer Hitze sind die kalten Mahlzeiten angenehm und wurden auch mal freiwillig zubereitet, auf dem AT hab ich das immer wieder gemacht. Mein Lieblings Junk-Essen ist dabei Shrimp/ Lime Ramen mit einer halben Packung (ca 60g) Idahoan Mashed Potatoes. Gesund ist was anderes, aber es geht runter Ganz ehrlich: bei Touren in kalten Gegenden will ich nicht auch noch eine kalte Brühe oder Pampe essen müssen, da wird einem ja noch viel kälter als es eh schon ist! Da baue ich mir lieber ein ordentliches Sandwich oder sowas Was Behälter angeht hatte ich ja selbst auch schon gesucht (und gefunden). Wie auch am Ende des Fadens bereits geschrieben, war der Suppenbehälter ziemlich gut und wurde (wenn auch nicht von mir) den halben CDT genutzt. Die Form war ok, die Stabilität und Dichtheit ebenfalls, kochendes Wasser war auch kein Problem. Mein Favorit: Sandwich! (Wenn ich mich recht entsinne: Knoblauch Brot mit Avocado, Käse, scharfer Soße und Pfeffer - lecker!) schöne Grüße Micha
  47. 5 points
    wilbo

    quadromid flat tarp

    hier eine studie auf basis des "poncho-entwurfs", nur mit angesetzten dreiecken. vielleicht wird es demnächst einen 2p flat-tarp entwurf geben. durch die angesetzten spitzen ziehen sich die beiden großen dachflächen prima stramm. es entstehen effektive kräftedreiecke. alles gerade geschnitten ohne catcuts! die nutzbare liegelänge beträgt 210 cm, (gemessen in 30 cm höhe). ansonsten alles wie beim quadromid flat tarp. vg. -wilbo-
  48. 5 points
    Freierfall

    Autarke Touren

    Bitte auch den 2. Teil des Teilsatzes beachten. Wenn sich hier jemand meldet der sagt "Ich will gerne 4 Wochen komplett autark sein ink. mitgeschlepptem Essen", man ihn darauf hinweist "Das hat mit UL aber nix mehr zu tun, überleg mal wie du deine Route umplanen / Nahrungsdepots anlegen /whatever kannst" und derjenige sich denkt "Ist mir schweißegal, ich will das aber so und so". Ist das völlig in Ordnung und stört keinen. Was mich und andere Stören sind die zwangsläufig daraus entstehenden Offtopic und Metadiskussionen. Die sich vor allem immer wiederholen.
  49. 5 points
    Jever

    Günstiges 1 Personen Zelt gesucht

    2.1m Länge auf Bodenhöhe. Ob ich nun Kondenz abstreife oder ob es so tropft ist mir noch unbekannt. Es kam zumindest was runter, was aber im Anbetracht der Umgebung nicht wirklich verwunderlich war. Kleines Zelt, Außentemp so knapp am Gefrierpunkt und dann im Schatten auf einer taufeuchten Wiese aufgebaut. Eine Hüpfburg in Punkto Raum isses nicht, aber mal ne Nacht oder so reinliegen ist kein Thema. Gewicht laut Küchenwaage 790g (IZ, AZ und Packhülle, ohne Heringe gewogen)
  50. 5 points
    Jever

    Therm-A-Rest Z-lite?

    Nein. Sie ist nicht "armee approved" sondern rein zivil. Sie ist weder olivgrün, kackbraun noch in einen der so bushcraftwichtigen Farbtönen zwischen anthrazit und nachtschwarz erhältlich. Sie trägt keinen passenden, notwendigen Namen wie "Dessert Eagle Tactical Special Squad Winter High Sierra Racoon mattress" oder was da immer so angesagt ist. Kurzum: untauglich.
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