Jump to content
Ultraleicht Trekking

Rangliste


Beliebte Inhalte

Beliebteste Inhalte seit dem 21.03.2018 in allen Bereichen

  1. 16 points
    basti78

    Wird das Forum dem Namen noch lange gerecht?

    Ich befürchte dass dieser Thread hier von vielen falsch aufgenommen wird, aber ich sag direkt vorweg dass ich niemanden persöhnlich angreifen möchte. Ich habe das Gefühl dass sich das Forum zu einem leichttrekking- vielleicht sogar zu einem trekkingforum entwickelt. Damit sich ul entwickeln konnte waren pioniere von nöten die sehr radikal an das Thema trekking gegangen sind, diese kompromisslosigkeit ist hier im Forum nicht mehr erwünscht. Das Gefühl bekomme ich auf jeden Fall. Kaum wird ein post geschrieben der kompromissloser ist, sitzt ne grüne Antwort (oder mehrere) drunter die erklärt dass das nicht der richtige Weg ist. Mir ist bewusst dass unsere Moderatoren auch eine eigene Meinung haben, aber gerade ein Einsteiger wird automatisch solch einen Post höher bewerten. Das wäre auch alles kein Problem, wenn das Moderatoren-Team bunter gemischt wäre. Aber meiner Meinung nach ist Micha der einzige extrem-ul-moderator, und er ist nicht sehr aktiv im Moment. Es kann gut sein dass ich da ein Problem sehe wo gar keins ist. Der Name des Forums ist ul-trekking, also trekking mit starkem Fokus aufs Gewicht. Im Moment ist hier der Fokus eher auf Komfort und Robustheit. Die 5kg Grenze zu knacken ist heute kein Problem mehr, einigermaßen leichtes Zeug kaufen und nicht so viele Wechselklamotten mitnehmen und schon hat man es. Dafür brauch man kein spezielles Forum, wenn hier nicht auch in Zukunft übers Zahnbürsten absägen und Isomatten kürzen diskutiert werden darf, hat das Forum seine daseinsberechtigung verloren, und das wäre schade ... Noch eine bitte an die Moderatoren: Bitte nicht voreilig antworten sondern kurz sacken lassen, ihr macht ihn sachen moderation einen anständigen job. Und ich find es auch OK wenn ihr komfort-ul macht wie es Peter nennt!
  2. 16 points
    JoeDoe

    Impressionen von Touren

    Hier ein paar erste Eindrücke des kurzen Abschnittes Petra - Wadi Rum des Jordan Trails. Ein Reisebericht mit mehr Bildern folgt in 1-2 Wochen..
  3. 15 points
    Stromfahrer

    Rucksack Berghaus Fast Hike 45 (Testbericht)

    Ich poste hier mal meine Eindrücke vom Rucksack Berghaus Fast Hike 45 (529-922 g) OT: Disclaimer: Ich habe den Rucksack aus reiner Neugier/zum Testen selbst gekauft und von eigenem Geld bezahlt, stehe in keinerlei Verbindung zu dem Hersteller und habe über den Kauf des Rucksacks hinaus auch keinerlei Beziehung zu dem Outdoorladen, der den Rucksack geliefert hat. Ich werde den Rucksack nach dem Test wieder verkaufen (um Geld für den nächsten Rucksack zu haben) und hätte den Bericht auch in die Anzeige schreiben können. Aber ich fand die Infos unter Ausrüstung besser aufgehoben. Und in mein Blog passt er thematisch (mangels Modifikation) nicht. Die englische Firma Berghaus ist hier im Forum eher für Bekleidung bekannt. Berghaus entwickelt jedoch auch Rucksäcke und hat seit jeher eine hohe Affinität zum UL-Bereich (Stichwort Berghaus Hyper). Im letzten Jahr hat Berghaus die Rucksäcke Fast Hike 32 und Fast Hike 45 angekündigt, die inzwischen erhältlich sind. Bislang scheint es im Internet dazu kaum Informationen zu geben: Website von Berghaus Review auf TGO Da ich für die nächste Lappland-Tour schaue, wie ich 15 bis 16 kg Startgewicht für 3 Wochen autarkes Wandern anders oder besser transportiere, habe ich mir den 45er gekauft, genau angesehen und mit 14 kg beladen auf meiner 10 km Geländerunde getestet. (Mir ging es nicht primär um diesen Rucksack, sondern um das Tragesystem als solches. Dieser Testbericht ist also ein Abfallprodukt meines „Forschungsdrangs“ .) Zunächst: Passt der Rucksack in dieses Forum? Mit Blick auf Touren mit langer Resupply-Zeit finde ich eindeutig: Ja. Nicht, dass es nicht leichtere Auswahl mit Tragegestell gäbe. Aber nicht jeder kann oder will sich einen Zpacks ArcBlast für 480 Euro leisten. Das der Fast Hike 45 durchaus seine Berechtigung im UL-Bereich haben kann, ist gut im Vergleich mit dem Gossamer Gear Gorilla 40 zu sehen, einem hier im Forum häufiger genannten, ähnlich flexiblen Pack. (Ich vergleiche die am ehesten entsprechende Rückenlänge L des Gorilla, der in S, M, L und XL erhältlich ist.): Rucksack Berghaus Fast Hike 45 (2018, eigene Messung) Gossamer Gear Gorilla 40 (2017, Größe L, Quelle: TLS) Volumen 45 l 40 l + ca. 7 l ext. Rückenlänge Ca. 46-56 cm (eigene Messung und Versuchspers., Min.-Wert ab Mitte Hüftgurt) 48-56 cm Gewichte Packsack 529 g (bereits mit Mesh-Rücken) 568 g Dokumententasche 30 g (entnehmbar) (Fest verbaut) Kompressionsriemen 12 g (4 x 3 g, abnehmbar) (Fest verbaut) Brustgurt 12 g (abnehmbar) (Fest verbaut) Trekkingstockhalterungen 10 g (2 x 5 g, abnehmbar) (Fest verbaut) Tragegestell (U-Bügel) 134 g (entnehmbar) 94 g (entnehmbar) Sitpad/Rückenpolster 63 g (entnehmbar) 70 g (entnehmbar) Hüftgurt 130 g (abnehmbar) 266 g (abnehmbar) Gesamtgewicht ab Werk 910 g (Gesamtgewicht auf meiner Waage, Summe obiger Einzelgewichte ist 922 g) 976 g (L, als M 922 g, die Angabe lt. TLS, Summe obiger Einzelgewichte ist 998 g) Konfigurierbarkeit Man bekommt mit dem Fast Hike 45 also einen ähnlich großen Rucksack wie den Gorilla, ebenso mit entnehmbaren Innengestell, mit ähnlichem Gewicht und Traglast, aber noch flexiblerem Aufbau. Praktisch alles am Fast Hike kann völlig schadlos entfernt oder durch etwas anderes ersetzt werden: Die Dokumententasche ist mit Kam-Snaps eingehängt. Man kann sie entfernen und statt dessen z. B. einen Schlüssel-Clip basteln und an-snappen. Oder irgendeinen anderen Gegenstand mit einem Kam-Snap versehen, den man ordentlich im Rucksack fixieren möchte. Die Kompressionsriemen finde ich sehr durchdacht. Sie liegen auf den Seiten und haben gegenläufige Schnallen. Man kann sie wahlweise zur Seitenkompression einsetzen oder aber die vorderen Enden verbinden und so um den ganzen Rucksack führen (Vollkompression) oder nur auf der Front verwenden (Schneeschuhbefestigung). Fand ich im Handling tatsächlich sehr einfach und friemelfrei. Die unteren Kompressionsriemen konfigurieren bei Bedarf auch die Seitentasche um (siehe unten). Das Rückenpolster ist trapezförmig geformt und hinter 3D-Mesh in einer eigenen Tasche eingesetzt. Zwischen Polster und Rucksack ist Platz für eine Trinkblase. Das Rückenpolster kann leicht entnommen werden, ist aber etwas schwierig in seinen ursprünglichen Platz wieder einzusetzen. Konstruktiv ist dies aber intelligent gelöst: Wenn man keine Trinkblase benutzt, schiebt man das Rückenpolster einfach in den Trinkblasenschacht. Das gelingt mit einem schlichten Handgriff und ist auch in einer 5-Minuten-Pause nicht lästig. Nur, wenn man eine Trinkblase benutzt, ist es empfehlenswert das Sitzpolster an seinen angestammten Platz vor die Zwischenwand zu schieben, der durch eine Abdeckleiste nicht ganz so einfach zu benutzen ist. Man kann das Polster aber auch ganz entnehmen und statt dessen zwei Z-Lite-Segmente in das Trinkblasenfach einsetzen, diese allerdings als gefaltetes Element (Breite nur 1 Segment). Vom Tragen her wird der Rucksack dadurch geringfügig beweglicher in seitlicher Richtung. Ich finde das aber kaum merklich. Man kann bei entsprechender Packweise auch ganz auf das Polster verzichten. Wenn dann etwas durch das 3D-Mesh hindurch stört, dann ist das durch anderes Packen zu beheben. Der Rucksack selbst hat dort keine störenden Elemente. Vermutlich aus Gewichtsgründen ist das Rückenpolster stark perforiert. Man kann zwar sehr bequem darauf sitzen, aber auf nassen Gras kommt man denn noch eine nasse Hose. Man kann sich allerdings leicht aus EVA eine Alternative schneiden. Das Gestell aus biegefestem Draht lässt sich sehr einfach entnehmen. Ein kleiner Klettverschluss ist zu öffnen, dann die Ecken herunterziehen, schon hält man den Drahtbügel in der Hand. Beim Wiedereinsetzen ist beim letzten Handgriff eine ausgediente Kundenkarte und maßvoll dosierte Kraft hilfreich, um die zweite Ecke des Gestells unter das Hepalon-Dreieck zu schieben. Wie die meisten Gestellrucksäcke macht auch der Fast Hike 45 bei voller Beladung das ein oder andere knarzende Geräusch, jedoch deutlich weniger und leiser, als z. B. der Osprey Exos. Der Hüftgurt wird wie üblich durch eine Klettlage hinter dem Steißpolster festgehalten und kann recht einfach entnommen werden. Er ist breit, aber nicht sehr dick. Ich fand den bei 14 kg über 6 km (den Rest der Strecke habe ich ohne Hüftgurt absolviert) aber bei weitem ausreichend. Tragesystem Durch das recht feste Rückenpolster hinter dem Meshrücken ist der Rucksack auch ohne Drahtbügel ein gut zu tragender Körperkontaktrucksack allzustarkes Ausrunden. Im direkten Vergleich fand ich das Tragegefühl mit Bügel aber spürbar ausgeglichener, nicht zuletzt durch die bessere Lastübertragung auf die Hüfte. Die Schultergurte sitzen am besten mit Brustgurt. Dann sind sie überaus bequem. Ohne Brustgurt kommt die spezielle Form der Gurte nicht so gut zur Wirkung. Die Schultergurte sind im oberen Bereich deutlich fester, während die untere Hälfte auf Brusthöhe sehr dünn, weich und seitlich dehnbar ist. Der feste obere Teil sorgt dafür, dass der Rucksack sich recht direkt trägt und seitlich weniger schwingt, als ich das konstruktiv erwartet hätte. Der unterere weiche Teil liegt sehr angenehm an und ich habe den auf meiner Testrunde praktisch nicht gespürt. Ich kann mir darum gut vorstellen, dass die Gurte trotz der Breite der Konstruktion auch für Frauen angenehm zu tragen ist. Überdies kann der Brustgurt in Stufen über einen sehr weiten Bereich vom Bauch bis fast direkt unter dem Hals positioniert werden. Der Hüftgurt lässt sich in einem weiten Größenbereich benutzen. Ich bin sehr schlank, da war aber noch genug Spiel für dünnere Personen. Bei welchem größeren Hüftumfang Ende ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber verlängern lässt sich ein Hüftriemen ja recht leicht. Taschen und Fächer Das Hauptfach ist ein klassischer Rolltop mit Quer- und Längsband, sehr gut geschnitten und der Verschluss durch das beidseitige Querband sehr gut und dicht zu benutzen. Ein Hilfsverschluss im Querband (Kam-Snaps, Magnete, Schnalle) fehlt jedoch, ich habe den auch nicht vermisst. Das Frontfach aus dehnbarem Mesh ist einen Ticken zu schmal für meinen Geschmack und dadurch geringfügig kleiner als das des Gorilla. Dafür sind die Seiten des Frontfachs aus geschlossenem Material und somit robuster. In die beiden Brusttaschen auf den Schultergurten passen keine normalen PET Flaschen (0,5 oder 0,75 l). Die schlanken runden Smoothie-Flaschen (0,25 bis 35 l) passen hingegen perfekt, sitzen sicher und stören auch nicht beim Tragen. Diese Fächer habe vor allem auch die richtige Größe, um ein Smartphone, GPS etc. vernünftig zu platzieren. Wem die Fächer anderer Hersteller zu eng oder flach sind, wird den Unterschied positiv feststellen. Von den beiden Hüftgurttaschen ist die rechte als offene dehnbare Mesh-Lasche gestaltet, die linke ist eine klassische Reißverschlusstasche, ebenfalls aus dehnbarem Mesh-Gewebe. Während man die offene Tasche sehr leicht benutzen kann, leidet die Reißverschlusstasche etwas daran, dass der Reißverschluss nicht sich nicht mit dem Mesh-Gewebe dehnen kann. Dadurch bleibt die Öffnung bei geschlossenem Hüftgurt am schlanken Körper etwas zu eng für eine komfortable Benutzung. Die Tasche an sich ist nicht sehr groß, aber ausreichend und dehnbar. Sehr gut finde ich die vier (!) Seitentaschen aus dehnbarem Mesh. Die jeweils untere ist so, wie man es von einer gerade geschnittenen Seitentasche erwartet. Nicht ideal mit der Hand erreichbar, aber dank der großen Dehnbarkeit problemlos mit Flaschen beliebiger Größe zu beladen. Die jeweils obere ist tatsächlich eine zweite Lage, die hinter der unteren Tasche bis zu Rucksackboden hinunter reicht. Man kann dort also sehr einfach und sicher eine breit aufgerollte NeoAir oder dünne EVA reinschieben oder ein Zeltgestänge, Trekkingstöcke etc. Zieht man den unteren Kompressionsgurt jedoch leicht an, dann verhindert der das Durchrutschen der Gegenstände in den unteren Bereich. In dieser Konfiguration geht die Ausdehnung der oberen Seitentasche nicht zu Lasten der unteren (vgl. Flaschenbild). Die obere Tasche „endet“ quasi über der unteren. Finde ich eine pfiffige und flexible Umsetzung. Zwiespältig finde ich die Dokumententasche. Sie hat mit 17 × 21 cm eine hinreichende Größe, z.B. für einen eBock-Reader (vgl. Bild), hängt aber für meinen Geschmack zu tief unten im Rucksack. Sicher, wenn ich den Rucksack nicht voll mache und den Rolltop schließe, darf die auch nicht im Weg sein. Aber für einen schnellen Zugriff ist das keine wirkliche Alternative. Leichter wäre da, einen Ziploc-Beutel statt dessen in den Rucksack zu legen. Fazit Alles in allem: Insgesamt fand ich den Fast Hike (mit 14 kg über 10 km) sehr bequem zu tragen. Trotz des Gestells bleibt es aber ein Kontaktrücken mit eher durchschnittlicher Belüftung. Dennoch ist das einer der wenigen „Big-Brand“-Rucksäcke, die ich tatsächlich berichtenswert finde, weil … noch wenig bekannt flexibel zwischen 529 und 922 g konfigurierbar durch die Vielseitigkeit der Kompressionsriemen auf nahezu jede Nutzgröße anpassbar. Im runter konfiguriertem „nackten“ Zustand ohne alle Optionen ist der Fast Hike zwar, wie auch der Gorilla, nicht Hardcore-UL. Da müsste er klar unter 400 g wiegen und weniger Features haben. Im oberen Bereich ist er dafür aber auch mal als Backcountry-Rucksack mit 12 kg Lebensmitteln gut erträglich. Dann ist er zwar 100 g schwerer als ein ähnlich tragfähiger Osprey Levity 45, dafür aber weniger steif und sperrig und aus dickerem Material. Die gesamte Verarbeitung des Packs scheint mir makellos und sehr robust zu sein. Trotz der vielen Features ist der Pack überraschend leicht zu konfigurieren. Er funktioniert. Die Schlichtheit, mit der die Kompressionsriemen den Rucksack umkrempeln (oder entnehmbar) sind, gefällt mir. Für wen ist der Fast Hike also geeignet? Das ist natürlich eine persönliche Entscheidung. Ich würde ihn am ehesten Leuten empfehlen, die … UL nicht zum äußersten treiben wollen, lieber kaufen als nähen, trotz UL-Ansprüchen viele Fächer haben mögen, gelegentlich längere Backcountry-Touren mit hohem Startgewicht unternehmen, die nicht für jede Art von Unternehmung einen anderen Rucksack anschaffen wollen, sondern einen einzigen, der sich in einem weitem Gewichts- und Volumenbereich konfigurieren lässt. OT: Warum verkaufe ich den Rucksack nach dem Test wieder? Weil ich ihn nur zum Test angeschafft habe. Ich habe in den letzten 18 Monaten 11 Rucksäcke neu oder gebraucht gekauft, getestet, modifiziert, auf Tour(en) mitgenommen, eingelagert und/oder wieder verkauft. Rucksäcke machen mir Spaß. Aber behalten kann ich nicht alle. Und für den Zweck einer langen autarken Tour besitze ich bereits einen MYOG-Pack mit Gestell und fast halbem Gewicht, der mir lieber ist.
  4. 15 points
    zeank

    Impressionen von Touren

    Und zu guter letzt meine Alpenüberquerung: Von München an den Gardasee (nicht zu Verwechseln mit dem Traumpfad). Genau genommen bin ich nicht in München, sondern erst in Lenggris los. Und in Arco war dann "schon" Schluss für mich. Ich bin dann noch die paar Kilometer bis nach Riva um wirklich an den Gardasee gekommen zu sein. Alles in allem 18 Tage, ~450km, ~45.000Hm. 4 Nächte auf Hütten, der Rest im Zelt. Sanfte Hügel, grüne Wiesen, so kann es bleiben! Und immer schön der Markierung nach! Eher grenzwertiger Lagerplatz, da auf der anderen Seite des Jochs eine Alm ist. Öhm ja, wird schon gut gehen! Das Karwendel. Humor auf Östereichisch ... 15 Minuten später schrie jemand sehr laut ob der Kälte des Wassers. ¯\_(ツ)_/¯ Eigentlich bin ich gar nicht so christlich. Und wenn man's genau nimmt, hätte ich da auch gar nicht raufgemusst. Aber das ist mir erst ein Weilchen später aufgefallen. Dabei hab ich mich noch über den Klettersteig gewundert. Ich glaub, das ist Sterzing da unten. Da hab ich mir einen Tag Auszeit gegönnt. Auf dem Campingplatz versteht sich. Viele interessante Gespräche, die schon allein durch mein "lustiges Zelt" zustande kamen. Das wohl merkwürdigste war mit einem Briten, der mit Rad unterwegs war. Er wollte bis nach China. Fragte mich, was ich denn vor hätte? Jemand mit so einem Bart müsse ja was ganz aussergewöhnliches im Schilde führen. Nachdem ich ihm erklärt hatte, dass es sich um eine Alpenüberquerung handelt, winkte er nur mit "oh, wie langweilig" ab. Ein sehr nettes Plätzchen. Bis dann das Gewitter kam. Die Marburger Hütte. Gruslige Stimmung irgendwie. Das Latzfonser Kreuz in den Sarntaler Alpen. Blick auf die Dolomiten. *murschel* Blick auf die Sarntaler Alpen und auf Bozen (rechts). Die Nacht davor hat es bis auf 2000m geschneit. Gut dass ich auf 1850m übernachtet habe! Lago di Tovel. Ziemlich sicher, ich hätte da nicht campen dürfen. Aber naja... Die Brenta, ganz schön steil. Kurz vorher ein Stück vor welchem im Wanderführer schon gewarnt wurde. Ich hab die Nacht davor schlecht geschlafen aus Angst. Und was ist? Ich geh auf diese steile Stelle zu, keine 100m drin verhaspelt sich ein Schnürsenkel an hervorstehendem Wurzelmurks und es legt mich einmal längs direkt auf die Fresse. Rechts geht es 50m in die Tiefe. Ich hätte beinah gekotzt. Die Schnürsenkel haben mir dabei die Verankerung der Haken aus dem Schuh gerissen. Sachen gibt's... Am Fusse der Brenta der Blick auf den Lago Molveno. Ein letzter Blick auf die Brenta.
  5. 14 points
    SouthWest

    Wird das Forum dem Namen noch lange gerecht?

    Oh mann. Dieses Forum ist einfach furchtbar gerne mit sich selbst beschäftigt. Leute es wird Frühling! Geht raus, testet neues Zeug und neue Methoden, plant Touren, sammelt neue Erfahrungen. Reduziert weiter euer Zeug. Und schreibt dann hier drüber.
  6. 14 points
    zeank

    Impressionen von Touren

    Dann will ich auch mal. Inspiriert durch diverse Threads in diesem Forum ging es letzte Woche kurzentschlossen auf Madeira. Gefolgt bin ich so mehr oder weniger folgendem Track: https://www.gpsies.com/mapOnly.do?fileId=escwvebjuxezxmfb&isFullScreenLeave=true. Einziges Manko war das Teilstück vom Camp Frio zum Pico Ruivo. Das war einfach zu viel des Guten. Nach 25 km (zumeist auf der Strasse) dann noch 1000 Hm auf den Gipfel hoch... war nicht so lustig. Würde das nächste Mal die sonst übliche, kürzere Route über den Pico do Ariero wählen. Meine Packliste: https://lighterpack.com/r/6l5pw4 Hatte das erste Mal meinen MYOG APEX Quilt dabei. Nach kurzer Gewöhnungsphase bin ich richtig richtig begeistert von dem Teil. Alleine ein Schlafsystem aus Synthetic zu haben war bei dem wechselhaften, regnerisch-feuchten Wetter Gold wert. Ausserdem habe ich in der Fussbox eine doppelte Lage APEX. Ich hatte keine kalten Füße wie sonst. Einfach traumhaft. Laber, Rhabarber, hier die Bilder. (Zumindest ein paar)
  7. 13 points
    zeank

    Wird das Forum dem Namen noch lange gerecht?

    Vielleicht sollten wir auch mal sowas hier machen: Find ich total witzig und bringt die Leute zum Nachdenken. Einfach um die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass da noch mehr ist, oder mehr sein kann, als nur die 5kg-Marke zu reissen. Vielleicht einfach übersetzen, ergänzen, abändern?
  8. 12 points
    khyal

    Ultraleicht und Low Budget

    Also erstmal vorweg, natuerlich kann man selbst mit faulen Kompromissen mehr Spass haben, als wenn erst gar nicht losgeht, haeufig ist es aber einfach so, dass es mehr Spass macht, wenn man vernuenftige Ausruestung hat. Desweiteren kommt es extrem darauf an, wo man die Sachen einsetzt, um mal 2 Extreme zu nehmen, wenn Einer in Empfehlungen in diesem Thread davon aus geht, dass die Ausruestung bitte auch im Winter in den Alpen oder Feuerland funktionieren soll, treibt das halt entweder den Preis (was in diesem, Thread nicht gewollt ist) oder das Gewicht fuer die Anwendungszwecke der meisten User unnoetig hoch und das andere Extrem ist eben hier z.B. die Annahme von Erbswurst, der ja in seinen Empfehlungen eigentlich immer davon ausgeht, dass alle Leute, wie er, eher nur in heimischen Waeldern unterwegs sind, wo dann eben freundlicherweise nicht viel Wind ist und man immer ein paar Baeume hat, woran man seinen Tarp / Zeltkram aufhaengen kann. Da wuerde ich eher von abraten, gerade wenn es nicht windstill ist, ist ein Ponchotarp meist deutlich zu kurz und ein Biaksack ist imho als Notreserve bei Alpentouren ganz nett, aber ansonsten Huddel, wenn man mit Zelt oder genuegend grossem Tarp einen trocken Platz schafft, braucht man imho keinen Biwacksack. Reicht bei sehr warmen Verhaeltnissen (abends vorm Zelt, wenn man rumsitzt, wird es halt am Kaeltesten) und fuer 3 Tage, man hat natuerlich nix, wenn die Klamotten nass werden oder sich zerlegen z.B. durch Sturz. Zum Einen gibt es da schon deutliche Unterschiede in Qualitaet und Haltbarkeit, lieber eine vernuenftige Lampe, die laenge haelt, als irgendwelcher Billigkram, den man haeufiger wechseln muss, oder der auf Tour ausfaellt. Dann sollte man bei der Stirnlampe sich aber auch mal ueberlegen, wieviel sie auf Tour zum Einsatz kommt, bei Touren im Hochsommer in Mittel / Suedeuropa braucht man sie hoechstens mal nachts zum Zeltnachspannen o.A., im Norden eher nur mal fuer nen Tunnel , da ist die Petzl super, aber im Fruehjahr / Herbst, wenn man etliche std wach ist, wenn es dunkel ist, macht es schon Sinn, eine Lampe beizuhaben, die einen mehr fokussierten "Lichtstrahl" hat und die nicht mit so Minizellen (die auch von der Nachhaltigkeit her Mist sind) arbeitet, sondern in der man vernuenftige Akkus verwenden kann. Wenn man viel / laenger unterwegs ist, landet man dann meist, ausser bei sehr tiefen Temps, irgendwann bei 16340 oder 18650 Lion-Akkus, aber ein guter Kompromiss sind die preiswerteren Modelle von Petzl oder BD, die mit 3 AAA arbeiten, kann man dann wahlweise mit Eneloop oder AAA Batterien betreiben, die man an jeder Tankstelle / Kiosk nachkaufen kann. Aha also entweder nur im Hochsommer unterwegs oder im Winter ? Falls Du das Sommerhalbjahr meinst, sind ein oder 2 Fleecedecken zu wenig und nicht jeder ist in in D im Tiefland unterwegs. Und imho tut es auch nicht jeder KF-Schlafsack, viele Billige haben a) eine miese Fuellung, die so atmungsaktiv wie Plastiktueten ist und b ) ist es schadstoffmaessig auch nicht ganz ohne, immerhin bringst Du ca 1/3 Deiner Outdoorzeit darin zu. Da wuerde ich schon min eine Klasse hoeher bei den Besseren von Deuter oder den Mammut einsteigen (klar ist Daune geiler und haelt laenger, aber a) bei vernuenftiger Qualitaet erstmal deutlich teurer und b ) will auch nicht jeder tierische Produkte verwenden. Ne Fleece-Decke als Unterlage halte ich fuer nicht hilfreich, EVA-Matten mit gleicher Isolierung sind deutlich leichter und die verdrecken nicht so leicht, haengt bei Nutzung draussen hinterher auch nicht so viel Laub usw drin. Hier wird es jetzt voellig schraeg, wenn man natuerlich im heimischen Wald ein paar hundert m von der naechsten Ortschaft rumhaengt, klar, kann man machen, aber sobald man ernsthaft auf Tour ist, geht es imho nicht ohne so etwas, es kann immer etwas passieren, in Richtung Sturz usw und vielleicht braucht man ja auch das Zeug, wie es mir schon ein paar Mal passiert ist, wenn man Anderen Erste Hilfe leistet. Nicht schon wieder, wir sind hier nicht im Bushcraft-Forum, ich zumindest habe keinen Bock, unterwegs, wenn ich tagsueber mal durch Wald komme, daran zu denken, Holz aufzusammeln um abends, statt mal eben in 2 min meine Zelt hinzustellen, dann die grose Schnitzerei anzufangen. Holzheringe, die gross genug sind, dass sie in haerteren Boeden ((wenn man sie ueberhaupt mit dem groesseren Durchmesser rein bekommt) nicht abbrechen, sind deutlich schwerer, als Heringe aus anderen Materialen, die das erfuellen. Natuerlich braucht es fuer das Tarp oder Zelt (was mit Trekkingstoecken aufgebaut wird) die entsprechenden Stangen oder Stoecke, nicht jeder ist nur im Wald direkt vor irgendwelchen Staedten unterwegs OT: Dieses Thema hatten wir schon x mal, irgendwer muss dann immer was dazu schreiben, damit das nicht ein Newbie ernst nimmt. ich bin jetzt echt an dem Punkt, wo ich ueberlege, ob ich nicht mal an das Modteam den Vorschlag mache, dass ein Beitrag, sobald diese Thesen vertreten werden, als OT unsichtbar geschaltet wird... Nein das ist nicht so, dass billige Rucksaecke leichter als die entsprechenden teureren Modelle sind. Als Liner nen grauen Muellsack....schon mal die Muellsaecke, die nach 2 Tagen dabei nicht einreissen, auf die Waage gelegt, ist nicht gerade UL... Zelt fuer 2 Leute ohne Heringe mit 2 kg ziemlich leicht ? naja auf ODS oder in nem Glamping-Forum koennte man das so stehen lassen , aber hier im UL-Forum...es gibt genuegend 2 P Zelte, die mit Heringen und Aufstellstangen (wenn man ohne Stoecke unterwegs ist) gut 1 kg wiegen und wenn man mehr Geld in die Hand nimmt, kann man auch noch deutlich drunter bleiben. Fleecejacke statt Isomatte untern Schlafsack ? stellt sich fuer mich die Frage, warum ich ne im Verhaeltnis zu anderen Klamotten sackschwere Fleecejacke mitschleppen sollte und was mit den Bereichen ist, die sie nicht abdeckt...und die durchgeschwitzten Klamotten von tagsueber dann auch noch nachts tragen, das muss imho echt nicht sein, dann lieber ein Schlafsetting, was funktioniert. "Früher gab es auch nix anderes, und wir haben Spaß damit gehabt." genau, das haben sicher damals die Jungs auch gesagt, als der Erste mit nem Rad ankam Als Newbie die Liste eines moeglichst radikalen Vollprofis zu kopieren, halte ich fuer einen schlechten Rat, bei UL wird eben auch Material durch Skills ersetztund die hat ein Newbie 8noch) nicht und wenn er nicht warten will, bis er die Skills hat, wird er eben mehr bei haben. Ich will das in dem Zusammenhang auch mal dahingestellt lassen, was ein Vollprofi sein soll und ob es Sinn macht, von jemand Anders irgendwelche Listen zu kopieren, gerade im UL-Bereich ist doch die Ausruestung noch mehr auf persoenliche Vorlieben / Skills und Zielgebiet zugeschnitten, als bei irgendwelchem schweren Universalkram.
  9. 11 points
    rentoo

    Wird das Forum dem Namen noch lange gerecht?

    Als Newbie hier in diesem Forum kann ich nur bestätigen, dass dieses Forum sehr wohl seinem Namen gerecht wird. Sicherlich gehen einige Themen im ersten Augenschein am Thema UL-vorbei, aber bisher konnte ich aus wirklich fast Allem, was ich hier gelesen habe irgendetwas wertvolles für mich, und mir geht es um UL, verwenden. Thema Powerbank z.B. Bisher bin ich mit 500g schweren Klötzen durch die Gegend gelaufen, nur durch das Forum kam ich auf eine Anker Powerbank, die nur 150g wiegt und mir von der Leistung her reicht. Auch habe ich schon einige der MYOG-Ausrüstung nachgemacht. Ich finde diese Forum absolut toll und für mich ist es in vielen Belangen die einzig tolle Informnationsquelle. Auch mag ich, dass die Moderatoren sehr schnell reagieren sowie den netten Ton, der hier herrscht. Auch wenn gewisse Diskussionen manchmal nicht sofort dem UL-Gedanken zuzuordnen sind, kann sich das ja im Laufe der Diskussion ja noch ändern. Die Grenzen verschwimmen und überlappen sich ja manchmal. Ich zumindest bin sehr froh darüber, dass es dieses Forum gibt. Für mich ist dies in der Tat ein richtiges UL-Trekking Forum
  10. 11 points
    magoon

    Produktvorstellung: REIs ZipAll Suite

    Rei hat am 1. April ihren neuen ZipALL Suite vorgestellt! Ein must-have für jeden UL-Wanderer:
  11. 10 points
    P4uL0

    1 Trekking Pole

    Heute etwas Resteverwertung betrieben und einen TrekkingPole gebastelt. Benötigt wurde: 1x 10mm Carbonrohr 30cm lang (vorhanden) 1x 12mm Carbonrohr 30cm lang (vorhanden) 1x 14mm Carbonrohr 50cm lang (vorhanden) 1x 16mm Carbonrohr 50cm lang ( einzige was zugekauft wurde) 1x Carbonhülse 14mm 10cm lang 1x Carbonhülse 12mm 10cm lang 1x Spitze und Griff von einem kaputtem Fizan Stock 1x Gummikordel 2 Komponentenkleber. Da die Rohre nicht passgenau waren habe ich sie außen und innen in dem Bereich wo sie ineinander gesteckt werden (10cm) an der Drehmaschine abgeschliffen bis sie spielfrei ineinander passten. Als Anschlag habe ich in das 16er und 14er Rohr nach 10cm eine Hülse eingeklebt. Das 10er und 12er Rohr zusammengeklebt, die Kordel durchgezogen einen Knoten reingemacht und die Spitze über das 10er Rohr geklebt. Durch den Griff ein Loch gebohrt durch das die Kordel in die Öffnung an dem Griff gezogen wird, und diesen dann auf das 16er Rohr geklebt. Kordel durch alle Teile gezogen bis durch die Öffnung am Griff, den Stock zusammen gesteckt und die Kordel so weit rausgezogen bis gewünschte Spannung erreicht ist. Die Kordel durch einen T-Stopper geknotet das Sie nicht durchs Loch zurück gezogen wird............fertig. Stocklänge 125cm, das ist auch die Höhe die fürs Tarptent benötigt wird Gewicht 145g
  12. 9 points
    Maik_F.

    Offa's Dyke Path - März/April 2018

    Von Ende März bis Anfang April bin den Offa’s Dyke Path gelaufen. Ich hatte dazu schon einen Thread im Bereich Tourvorbereitung (Danke an dieser Stelle nochmal an @ Chris2901 ) und möchte nun ein paar Eindrücke der Tour teilen. Es war meine erste längere Tour nachdem ich dem Ultraleicht-Gedanken begegnet bin und auch gleichzeitig ein guter Härtetest für meine MYOG-Sachen. Der Offa’s Dyke Path ist ein 284 km langer Weg, hauptsächlich entlang der Grenze zwischen Wales und England. Teilweise folgt er genau dem Verlauf des Offas’s Dyke, einem Erdwall der im 8. Jahrhundert vom König Offa angelegt wurde. Über die Gründe ist man sich bis heute uneins. Die dann später festgelegte Grenze zwischen Wales und England folgt aber in vielen Teilen dessen Verlauf. Meine Packliste ist hier einzusehen. Die Wetterprognosen änderten sich in der Woche bevor es losging ständig und ich habe einige Sachen immer mal wieder raus und wieder reingenommen. Besonders bei der Tight war ich unsicher, ob es sich lohnt oder Regenhose nich reichen könnte. Am Ende habe ich sie dann, aufgrund der letzten Wettervorhersage, doch eingepackt und es war eine sehr gute Entscheidung. Dazu aber später mehr… Los ging es leider etwas später als geplant, da erst einmal mein Flug nach Bristol ausfiel und der Ersatzflug nach Birmingham am nächsten Morgen mehr als eine Stunde Verspätung hatte. So kam ich dann fast exakt 12 Stunden später in Chepstow an als ursprünglich vorgesehen. Kurz etwas Verpflegung besorgt und dann zum südlichen Start-/Endpunkt in Sedbury gelaufen. Dort ging es dann bei leichtem Sonnenschein und ein paar Wolken los. Insgesamt brauchte ich 12 Tage für den Offa's Dyke Path und hatte meist noch genug Zeit, um die auf dem Weg liegenden Städte oder die ein oder andere Sehenswürdigkeit anzuschauen. Allerdings habe ich auch, wie ursprünglich geplant, keinen Pausentag eingelegt. Tinter Abbey White Castle Pontcysyllte Aqueduct, man kann zu Fuß drüber laufen, ich musste aber aufs Bott zurück greifen Valley Crucis Abbey, ein altes Kloster, was aber eine ziemliche Abzocke ist Restaurierte Dampflok in Llangollen Total cool fand ich die Fasäne, die einem ständig über den Weg liefen. Das erste brauchbare Foto habe ich dann allerdings erst am 6. oder 7. Tag geschossen (mit 10 Minuten anpirschen). Davor waren sie einfach zu schnell weg. Der Weg selber ist sehr abwechslungsreich und es gab nur wenige Momente, wo er mir missfallen hat. Man wechselt oft von Waldweg auf Pfade über Felder, auf engen Straßen entlang dichter Hecken, von Zeit zu Zeit kommt man durch eine nette kleine Ortschaft, immer wieder vorbei man an schönen Cottages, zwischenzeitlich an Kanälen entlang... Dabei so gut wie immer auf und ab mit tollen Aussichten, an denen ich mich bis zum Ende nicht satt gesehen hatte. Dafür trug auch das super Wetter sorge. Immer wieder bahnte sich die Sonne einen Weg durch die Wolken und so entstanden tolle Schattenspiele auf der Landschaft. Nass geworden bin ich tatsächlich erst am 10. Tag, als es für ne knappe Stunde regnete. Am nächsten Tag kam dann aber auch Schnee ins Spiel… Aber bis auf diese Ausnahmen hatte Wales bestes Wanderwetter zu bieten. Treuer Begleiter waren dabei Matsch (es hat doch gar nicht geregnet!) und Wind (besonders stark auf der Etappe über Hatterall Ridge, zum Glück meistens von hinten…). In der Nacht wurde es allerdings zum Teil frostig. Was dann auch die Momente waren, in denen ich froh war, die Tight eingepackt zu haben. Tagsüber an 2 Tagen getragen, kam sie nachts als 2. Schicht zum Einsatz und sorgte dafür, dass es in Nächten etwas kühl war, aber nicht total unkomfortabel kalt. Nur in der ersten war mir trotz aller Kleidung am Körper arschkalt. Die Etappen habe ich vorher ungefähr geplant und mich dann vor Ort mal mehr oder weniger spontan entschieden, welche Art des nächtigens es dann werden soll. Dabei habe ich auf Campingplätze (oder Möglichkeiten das Zelt aufzubauen) sowie ab und zu ein B&B oder Hostel zurückgegriffen. Zelten an anderen Stellen wäre teilweise möglich gewesen, aber aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit und oftmals niemanden in Sicht, den man Fragen konnte, habe ich das sein lassen. Als Zeltmöglichkeiten wären besonders Mellington Hall (schrecklicher Trailerpark, aber der Campingground ist nett gelegen mit Blick auf ein historisches Hotel) und Gweryd Lakes (eigentlich ein Angelsee, aber in toller Lage und die Besitzer sind fantastisch und Wanderer sind willkommen) als gute Plätze zum Zelten zu nennen. Mellington Hall Hotel Gweryd Lakes B&Bs (und Hostels) habe ich nur sporadisch genutzt, aber die, in denen ich geschlafen habe, waren super. The Hay Stable in Hay-on-Wye (super gemütlich und man hat ein Wohnzimmer und eine Küche, die man nutzen kann) und das Hostel in Llangollen kann ich weiter empfehlen. Hay-on-Wye ist, nach meinem Empfinden, die Ortschaft am Weg, die mir am besten gefallen hat. Tolles Ambiente, auch durch die vielen Antiquariate, nette Pubs. Was mir dagegen gar nicht gefallen hat war Prestatyn, der nördliche Endpunkt des Weges. Ist ein typischer Urlaubsort am Meer, der bestimmt schon bessere Tage gesehen hat. Zusätzlich war es, bedingt durch Ostern, noch ziemlich voll. Das hat dann die Freude über die Ankunft etwas getrübt. Ursprünglich hatte ich geplant noch eine Nacht dort zu verbringen, hab dann aber direkt den nächsten Zug nach Manchester genommen. Da wäre die Ankunft in Sedbury bestimmt um einiges angenehmer gewesen. Andere Leute, die den Weg gegangen sind habe ich kaum gesehen. Am Anfang ein kleines Grüppchen älterer Leute aus Bristol, die ich aber trotz netter Gespräche hinter mir ließ und dann am Ende 5 Leute, die mir entgegenkamen und Ostern als Starttermin für ihre Wanderung in südlicher Richtung nutzten. Angekommen bin ich dann aber mit einem Paar aus … (vergessen), die ich die 2 Tage vorher immer mal wieder überholte (hä?) und die den Weg über das letzte Jahr verteilt gelaufen sind. So konnte man noch gemeinsam auf die Ankunft anstoßen, bevor sich die Wege wieder trennten. Generell waren alle, die ich unterwegs traf unglaublich freundlich und hilfsbereit. Und es entstant meistens ein nettes Gespräch (bedingt durch meinen Wohnort oft über eine Fernseheserie aus den 80ern "Auf Wiedersehen, Pet"). Versorgung war auch nie ein Problem und selbst die kleinsten Shops hatten immer etwas, das man für die leichte Küche nutzen konnte (CousCous, Idahoan Kapü, etc.). Auch suswärts essen war eigentlich immer gut. Guter Pub-Standard. Sollte es einen nach Welshpool verschlagen, der Inder/Bangladeschi ist sehr gut und mir hat er kostenlos Vorspeisen, Saucen und Naan dazugepackt, als er hörte, dass ich durch Wales laufe. Super! Beim Bier hatte es mir schnell das Butty Bach Ale angetan. Gab es aber leider fast ausschließlich im Süden. Wie eingangs erwähnt war es die erste längere Tour für mich, in dem der UL-Gedanke eine Rolle spielte und es war eine unglaublich befreiende Erfahrung, mit leichtem Gepäck und (fast) nur dem nötigsten Unterwegs zu sein. Hat den Spaß stellenweise um einiges gesteigert und es war super immer wieder Aha-Erlebnisse zu haben, auch in Bezug auf die mögliche Reduktion an weiteren Stellen oder Anpassungen in bestimmten Bereichen. Insgesamt habe ich gemerkt, dass das Setup gerade passt und man auch nicht zu viel auf einmal wollen sollte. Es ist ein guter Schritt nach vorne gewesen und die nächsten Schritte entwickeln sich dann. Auch der Härtetest für meine MYOG-Ausrüstungsgegenstände verlief positiv (mit kleinen Einschränkungen). Mein Rucksack ließ sich bequem tragen (auch nachdem ich am 3. Tag den Brustgurt verloren hatte) und er machte keine Anstalten irgendwelche Probleme zu verursachen. Größe war perfekt. Hatte im Vorfeld noch eine Schultergurttasche genäht, die sich als sehr nützlich erwiesen hat (Handy, Snacks) Auch ein Hip-Bag, der im Vorfeld entstand, verrichtete gute Dienste Schalfen im Quilt funktioniert für mich. Allerdings habe ich festgestellt, dass das Gurtband für den Clip am Nacken zu lang ist. Dadurch hat er dort zu viel Spiel und es war immer etwas fummelig den Bereich dicht zu bekommen. Bei den Knöpfen, zum Schließen am Rücken, habe ich leider vergessen den Bereich mit Zeltboden Nylon zu verstärken und in der 2. oder 3. Nacht hat es einen Knopf aus dem Stoff gerissen. Führte dann in der Folge leider zu mehr Anstrengung, um zu verhindern, dass warme Luft flöten geht. Werde den Bereich flicken, mit Zeltboden Nylon verstärken und dann auch mit Clips versehen. Unterm Strich lässt festhalten, dass es ein mehr als gelungener Trip war und UL sehr viel Spaß macht! Ende
  13. 9 points
    Maximilian

    Minimalismus im Alltag

    So verfahre ich bei einem Umzug meist auch. Doch hat sich beim letzten Umzug die Grundfläche der Wohnung mehr als verdoppelt. Inzwischen habe ich (mal wieder) soviel Zeug angeschafft von dem ich meinte es haben zu müssen. Schöne Dinge, teure Dinge aber meist unnütze Dinge. Dem Zwang, zu kaufen, erliege ich leider zu oft. Obwohl ich sehr minimalistisch wohne, habe ich hinzu auch vieles, dass nur der Deko dient - einfach um dem herkömmlichen Bild zu entsprechen, denn das hat man ja so. Nun sortier ich schon wieder seit Monaten Dinge aus, die ich nur besitze. Entgegen des aktuellen Trendes, alles aus- und täglich wenige Dinge wieder einzuräumen, schmeiss ich einfach täglich etwas aus meinem Leben. Unglaublich befreiend sich zu trennen. Leider passen meine Preisvorstellungen selten in die Realität so landet vieles in der Familie. Nun hat es sich dahingehend entwickelt, dass ich beruflich die nächsten Monate viel unterwegs bin. Das erleichterte mir die Wohnung zu kündigen. Der Wunsch nach einer kleineren, günstigeren und besser zu meinen Ansprüchen und finanziellem Spielraum passende Wohnung ist schon lange da, doch die Überwindung sich zu reduzieren - Abstriche zu machen - viel mir lange nicht leicht. Nun ziehe ich aus, ohne einen neuen Mietvertrag und entdecke für mich, was ich wirklich brauche. Das Zeug um mich herum macht mich nervös. Krams das in Schubladen lagert, seit Jahren. Errinerungen an die man sich nicht errinert bis man über sie stolpert. Leider bringt dieser Wunsch nach Weniger meist ein Weniger an Geld mit sich. Schließlich muss all der Krempel der einst angeschafft wurde wieder weg, mit Verlust. Und ganz blöd läufts wenn man Jahre später merkt, dass man es doch gebrauchen könnte. Aber ich kann und möchte für diese Eventualität nicht alles horten.
  14. 8 points
    Erbswurst

    Wird das Forum dem Namen noch lange gerecht?

    Zaenk, ich persönlich möchte jedem eine gute Antwort geben, der mich fragt. Ich weise zuweilen unterwegs sogar ungefragt junge Leute darauf hin, dass sie mit etwas weniger Zeug im Rucksack vermutlich einen schöneren Urlaub hätten. Für mich ist Trekking kein elitärer Sport, sondern ein gesellschaftspolitisches Konzept. Ich möchte die Jugend auf Fußreisen die Welt erkennen sehen! Wieviel sie dabei im Rucksack mit sich führen, ist mir eigentlich wurscht. Nicht jeder muss am Ende bei "knife only" landen. Das sollen, die machen, die sich dafür interessieren. Aber klar, dass es diesen Weg gibt, sage ich den Leuten auch. Die Leute, die hier auftauchen, haben halt festgestellt, dass ihr Zelt sau schwer ist oder der Schlafsack nicht in den Rucksack passt. Darum fragen sie danach. Wenn man ihnen die Frage beantwortet, und dazu erklärt, wo der Hase eigentlich im Pfeffer liegt, dann holt man sie da ab, wo sie stehen, bzw zeigt ihnen den Weg, den man selbst für richtig hält. Ich habe Leuten, die in Bushcraft Foren nach einem 100 Liter Rucksack fragten, schon häufig per PN ne UL Packliste als Antwort geschickt. Die meisten waren sehr dankbar, dass ich ihnen die Tapetentür gezeigt hatte.
  15. 8 points
    questor

    Wird das Forum dem Namen noch lange gerecht?

    Wenn ich mir die Facebook Gruppen so ansehe, die irgendwie UL im Titel tragen, ist unser Forum hier eher fast die letzte Bastion, was UL angeht. Ich würde mir auch wieder etwas mehr radikale Inspiration wünschen, die mich ermahnt, erinnert, anspornt, aus der Komfortzone holt. Nur woher nehmen? Ich habe nicht den Eindruck, dass hier radikale Ideen bombardiert werden (mag ich es überlesen haben?) sondern, dass eher wenig radikales formuliert wird. Dass man sich der Mehrheitsmeinung anpassen sollte, finde ich aber absolut nicht. Raus aus der Filterblase, mit unangenehmen, anderen Meinungen konfrontiert werden, offen bleiben und reflektieren - nur so klappt die Horizonterweiterung!
  16. 8 points
    Ziz

    Ultraleicht und Low Budget

    Das ist ein wirklich fragwürdiger "Tipp". Wenn ich mir gerade eine ultrabillige, ultraleichte Ausrüstung anschaffe, habe ich die letzten 12 Monate scheinbar was anderes gemacht. Alleine deshalb ist "was hab ich in den letzten 12 Monaten nicht gebraucht" sinnlos. Aber auch so, ist so ein Set für den Notfall – wäre schlimm, wenn der alle 12 Monate eintritt. Auch der Tipp bei Gefahren mehr aufzupassen, ist komisch. Einfach im Autoverkehr aufpassen, dann brauchen wir auch da kein Erste Hilfe Set! Eine der beschissenen Eigenschaften von Notfällen ist ja, dass sie meist unerwartet kommen und dann wenn man nicht mit ihnen rechnet. Wenigstens ein Verbandspäckchen mit Binde und sterilem Teil, ein paar Pflaster und eine Rettungsdecke würde ich immer empfehlen, sowie das Wissen damit umzugehen. Zeckenkarte ist auch nützlich und wiegt nichts. Im Zweifel Erste-Hilfe-Kurs machen.
  17. 7 points
    martinfarrent

    John Z's 2018 Gear List

    OT: Spuren steinzeitlicher Hüftlöcher sind für das geübte Auge überall in Europa zu finden. Deshalb sprechen manche Forscher für die späte Neandertaler-Epoche von der Hüftloch-Kultur. Dann kam der Cro-Magnon-Mensch, und mit den Hüftlöchern war es anscheinend vorbei. Grub der neue Mensch aus Afrika keine Hüftlöcher mehr, oder scharrte er sie nur nach Gebrauch wieder zu? War dies gar Ausdruck einer urzeitlichen Leave-no-trace-Strategie? Erst 2016 wurde die rätselhafte Frage gelöst, als man in der Höhle von Lascaux Überreste eines Reparaturkits von Thermarest fand - Hüftlöcher waren also einfach überflüssig geworden. Erst die von Robert Baden Powell ausgelöste Steinzeit-Nostalgiewelle der Pfadfinderbewegung brachte sie nach rund 40.000 Jahren wieder in Mode. [SCNR]
  18. 7 points
    immermüde

    Braucht man gegen Zecken ein Innenzelt?

    ich bin so alt, daß ich einen toten Winkel habe.
  19. 7 points
    Ziz

    80km Gewaltmarsch mit unerfahrenen Schülern

    Kann man auch blinden Gehorsam, Corpsgeist und selbstzerstörerisches Verhalten nennen. Kommt immer auf die Ausprägung und Blickrichtung an. Durchhalten ist gut, Grenzen ausloten ist gut, Grenzen überschreiten fragwürdig, wenn die körperliche und seelische Unversehrtheit leidet. Ich habe übrigens eher die Erfahrung gemacht, dass blinder Gehorsam, Gruppenzwang und Corpsgeist von alleine kommen und physischer und psyschicher Selbstschutz (=Egoismus) und aktives Mitteilen von sozialen und körperlichen Problemen (=Weinerlichkeit) stark unterentwickelt sind und dringend vermittelt werden müssen! Übrigens schiebst du dich mit dem Betonen, dass du eine Minderheitsmeinung vertrittst, stark in eine Opferrolle. Man könnte es sogar weinerlich nennen.
  20. 7 points
    wanderrentner

    80km Gewaltmarsch mit unerfahrenen Schülern

    ja, das lehrerfoto im spiegel is scheixxe und irgendwie scheint das auch ahnungslos zusammengeschrieben und der lehrer etwas lässig. zweitverwertung aus 20minch, dort auch höhenmeterdiagramm (60 km); liefen auch mädchen mit, gibt wohl pausen und ansonsten auch mal einen survival-run an der schule, der is wegen matschepatschelaufen bestimmt netter, aber wenn man den schon hat? meine kritik wäre, dass es gar nich ums wandern geht. selbst die armee war damals ziviler... http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/Lehrer-schickt-Schueler-auf-80-km-Marsch-23664531 ...als viele kommentatoren in der kommentarspalte. nur 16 schüler und 8 begleiter: http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/Lehrer-macht-mit-seinen-Schuelern-Monster-Maersche-26362260 was „schweisst“ denn da „zusammen“ und welche „gemeinschaft“ soll da gebildet werden, wenns ums durchhalten und hartwerden geht? laufen erwachsene ultratrails zwecks communitybuilding? is das ein ultratrail, wenn da dorf – biel bahnhof/zug – aquapark gelaufen wird und man genausogut eine „normale wanderung“ machen kann? wär mit mädchen und 4 tage a 20 km nich schöner, auch fürs gemeinschaftsbuilding? norwegische grossstadtschulklassen, turnschuhe, ghettoblaster und 100 liter sack im fjell, fand ich immer sehr sympathisch. gegen „verweichlichung“ mir „was antun“ is mir zu hart. dieses „was antun“ um ins freibad und zumbahnhof zu kommen is offensichtlich event-bullshit und vielleicht maskulinistisch motiviert. „marschieren“ üben ist schon die richtige bezeichnung, wer das möchte, bitte...
  21. 7 points
    Dingo

    Zpacks jetzt in Deutschland erhältlich

    Was ist denn das gerade für eine krasse Neiddiskussion? Ebenso könne man behaupten, dass alle Laufbursche Käufer reiche UL Snobs sind. Und wieso soll man nicht mit einem Hilleberg auf einem Campingplatz übernachten. Und scheiße ja. Ich würde sehr gerne lieber mit nem SUV fahren, als mit meinem 2türigen Kleinwagen, wo ich alles reinquetschen muss und mich dann frage, wo der Kinderwagen noch reinsoll. Wer etwas haben will oder braucht ist sicher bereit das Geld dafür auszugeben. Ganz unabhängig von eurer Schnappatmung. Was Sack&Pack betrifft. Die übernehmen das Importrisiko, Einfuhrsteuer, Umsatzsteuer etc nebst Serviceleistungen wie Garantie und das einzige was hier wieder kommt ist Gemecker über zu hohe Preise. Ist ja wie bei ODS hier. Und der günstige Preis bei Decathlon weil Eigenmarke ist ja auch nur die halbe Wahrheit. Sorry. Aber ist finde das echt schlimm, was aus nem einfachen Hinweis auf ne Makenverfügbarkeit gemacht wird.
  22. 6 points
    questor

    Aufblasbares Kopfkissen in grün?

    Wie jetzt? Erst heißt's nichts braucht man, Schlafsack und Isomatte überflüssig, einfach selbst im Winter jeden Abend im Laubhügel eingraben. Und nu, da ich drauf und dran bin, meine Ausrüstung zugunsten eines Survivalmessers (natürlich in grün, auch die Klinge und der Angelhaken, weiß da jemand was?) auf den Kopf zu hauen, um mir allabendlich ein Camp zu schnitzen, schleppt das Idol meiner Wandervogeljugend ein Kopfkissen mit? Eine Welt bricht zusammen!
  23. 6 points
    basti78

    John Z's 2018 Gear List

    Das es nicht für jeden was ist, ist doch klar. Rückenleiden sind ja leider sehr verbreitet. Es geht ja bei polsterung im Grunde nur darum die Auflagefläche zu vergrößern um den Druck damit zu veringern. Ich behaupte jetzt mal ganz frech dass die Flächenvergrößerung durch eine 3mm eva sehr gering ist, wer also auf einer sehr dünnen eva schlafen kann, kann das auch auf hartem Boden. Eine Wiese ist zb. komfortabler als eine Betonfläche mit 5mm EVA. OT: Die Antworten aus diesem Thread sind schon wieder ein Beispiel wo eine extremtechnik vorgeschlagen wird und diese dann niedergemacht wird. Kann man nicht akzeptieren dass John vielleicht der "härtere" typ ist? Ich finde den Ansatz, einfach mal auszuprobieren etwas wegzulassen von dem man dachte dass man es braucht, sehr gut. Völlig unabhängig davon ob es das richtige für einen selber ist. Und die Verknüpfung von diesem Thema zu Tarp vs Mid ... naja, wenn mit Luftmatratze und Zelt wandern gehen ul ist, und alles andere nur spinnerei, dann bin ich, genau wie die die diese Bewegung geprägt haben, wohl keine ul'er sondern spinner. Freut euch doch dass es noch ein paar Hardcore-Jungs gibt wie John der auch immer wieder versucht seine eigenen Grenzen zu überschreiten.
  24. 6 points
    martinfarrent

    80km Gewaltmarsch mit unerfahrenen Schülern

    Da geht's schon wieder los. Warum schwingt da (für meine Ohren) immer dieses Männlichkeitsdenken mit? Und bevor du mir nun konservative Assoziationen vorwirfst: Kann ein Wort wie 'Kameradschaft' in all seinen Nuancen nicht besser durch ein Konzept wie 'Solidarität' ersetzt werden? Brauchen wir außerdem wirklich 'Disziplin' (zur Befehlserfüllung) statt Fokus und meinetwegen auch Selbstdisziplin?
  25. 6 points
    Andreas K.

    Mein Liebstes Teil

    Mein Lieblingsteil? Mein Pyramidenzelt. Wenigstens vier Heringe, eine Stange, fertig. Einfach idiotensicher! Zudem voller Wetterschutz bei geringem Gewicht. Eine Allzweckwaffe.
  26. 6 points
    zeank

    80km Gewaltmarsch mit unerfahrenen Schülern

    Genau darum geht es mir doch. So wie dieser Typ dargestellt wird und wie er sich scheinbar auch selber darstellt und inszeniert, kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass ich den in höchstem Maße problematisch finde. Aus verschiedensten Perspektiven (alles schon dreimal erläutert). Die gezeigten Verletzungen auf den Bildern gehören aber eben nicht zur Gruppe "große Blase und Muskelkater". Der Sonnenbrand ist eine Verbrennung dritten Grades und hinterlässt bleibende Schäden, die Blutblasen und offenen Fleischwunden an den Fersen brauchen Wochen wenn nicht Monate zum abheilen und gehören ärztlich begleitet, damit nicht noch was schlimmeres draus wird. Woher kommt dieser Drang zur Verharmlosung? Warum wird auf das - letzten Endes politische Programm - des Lehrers nicht eingegangen? Nochmal, es geht mir nicht um die Form. Ich kann mir sehr gut einen Rahmen vorstellen, indem man ähnliche Touren, auch für Kinder, anbietet. Aber wenn das von jemand ausgeht, der ein - aus meiner Sicht - mehr als zweifelhaftes Weltbild im Kopf hat und entsprechend Werte vermitteln will, finde ich das in höchstem Maße problematisch. Es wird sich hier wieder und wieder nur an der Form abgearbeitet, obwohl diese doch überhaupt nicht strittig ist. Keiner hat bislang gesagt, dass er es generell nicht möchte, das Kinder rauskommen, Grenzerfahrungen ermöglicht werden etc. Niemand will irgendwem irgendwas wegnehmen. Im Gegenteil! Trotzdem wird so getan als wäre das der Streitpunkt, wenn es in Wirklichkeit um die Motivation dieses Typen geht, warum er sowas anbietet und das wie er es umsetzt. Mit der Scheindebatte um die Form "solange es freiwillig" ist, entgeht man dem Urteil, dass man eben scheinbar doch das alles mit dem Gerede von "Verweichlichung" usw ganz richtig und ok findet. Und darin besteht für mich der eigentliche Dissens. Ich will keine Gesellschaft in der Menschen immer jung, stark, gesund, leidensfähig, konstruktiv und leistungswillig zu sein haben. Ich halte es für eines der Grundübel dieser Welt, dass wir alle diesem Idealbild von einem Mensch (der so praktisch nicht existiert) hinterherzurennen haben und Vorstellungen zu erfüllen haben, wonach wir möglichst stromlinienförmig reinzupassen haben (bloß nicht anecken!), möglichst viel leisten und dabei bloß niemand zur Last fallen. Wird man alt und gebrechlich sollte man als anständiger Mensch am besten zu der Einsicht gelangen, dass dann das Leben eh nicht mehr lebenswert wäre und sich ohne großes Aufsehen und Getue verabschieden. Aber genau darum geht es bei dieser Veranstaltung. Und deswegen lehne ich sie ab.
  27. 6 points
    Andreas K.

    80km Gewaltmarsch mit unerfahrenen Schülern

    Schüler sind schutzbefohlene, und als solche muss der Lehrer für diese Sorge tragen. Das ist auch gut so, weil Jugendliche eine Eigengefährdung oftmals nicht abschätzen können. Stichwort jugendlicher Leichtsinn. Wenn die Jugendlichen sowas in ihrer Freizeit machen, dann kann man das ggf begrüßen. Sagt ein Pädagoge der quasi immer mit einem Bein im knast steht
  28. 6 points
    mawi

    Wird das Forum dem Namen noch lange gerecht?

    Und täglich grüßt das Murmeltier .... Ich sehe es genauso wie @questor Ich bevorzuge auch lieber die unbequemen Antworten (die es, meinem Empfinden nach, leider nicht mehr so häufig gibt). Wenn ich wissen wollen würde, wie es auch komfortabel, schwer und (vermeintlich) sicher geht, dann stelle ich die Frage auf anderen Plattformen.
  29. 6 points
    wilbo

    Ali Titan Becher,TOMSHOO 750

    Erster Eindruck vom TOMSHOO 750 ml Titan Topf. https://de.aliexpress.com/item/TOMSHOO-750-ml-Ultraleicht-Titan-Topf-Faltbare-Griff-Titan-Wasser-Becherschale-Outdoor-Camping-Kochen-Picknick-Mit/32848672929.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.huLXUS Was soll ich sagen, ein Becher ist ein Becher, ist ein Becher … Der „Topf“ kommt gut verpackt an und macht einen wertigen Eindruck. Das Material wirkt kräftig, der Deckel ist verwindungsfest und passt gut mit nur wenig Spiel. Am Topfboden ist zur Versteifung eine Falz eingearbeitet. Alle Schweißpunkte sind sauber und die Henkel sitzen fest in den Halterungen. Der obere Henkel ist ab Werk so stramm eingestellt, dass er in jeder Position hält. Die Oberfläche vom Titan kommt mir nicht so glatt vor, wie ich es bei vergleichbaren Töpfen von msr oder evernew her kenne. Ob dies einen Unterschied beim kochen oder in der Reinigung macht, werde ich sehen. Die Markierungen am Becher sind nicht ganz exakt. Erfreulicherweise geht etwas mehr rein als angegeben. Hier sind es 500 ml. In das Volumen passt eine kleine Kartusche, ein kleiner Brenner, ein Standfuß, ein großer Faltlöffel und ein Feuerzeug rein. Für das Kochen auf offenem Feuer, kann ich sogar einen fire-pit im Topf mitnehmen. (dazu schreibe ich demnächst was) … und für unsere Bushcraftfeunde passt auch die Nalgene Einheit rein. Die Maße sind: Höhe mit Deckel gut 11 cm, Außendurchmesser 10 cm, innen 9,5 cm. Gewicht: Becher 100 g, Deckel 25 g, Meshbeutel 14 g Im großen und ganzen bin ich von der Preis-Leistung erfreulich überrascht. Zusammen mit dem Kovea Supalite-clone, (BBQ gas stove) ist das eine unschlagbar günstige Kombination. https://de.aliexpress.com/item/Outdoor-Portable-folding-stove-cookware-gas-camping-stove-for-hiking-picnic-BBQ-gas-stove-tank-cooker/32814170176.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.GNt3UL VG. -Wilbo-
  30. 6 points
    Jan

    Impressionen von Touren

    Kurztour mit Familie in Mallorca. Von Alaro hoch zum Castell d'Alaro, dort eine Übernachtung, dann weiter nach Orient und über den Berg nach Soller. Übernachtung im Castell ist sehr empfehlenswert! Unglaubliche Aussicht, toller mystischer Ort, sehr gutes Essen! Über Orient nach Soller ist zumindest mit Kindern eine anspruchsvolle Tageswanderung. Wunderschön durch Oliven Heine und Steineichen Wälder auf bis 1000hm. Der Downhill nach Soller ist wunderschön und unvergesslich. Blick nach Süden Richtung Palma. Links im Bild liegt Alaro, unser Ausgangspunkt. Panorama von der Terrasse vom Castell d'Alaro. Blick auf Orient. Über die dahinter liegenden Berge ging's dann weiter nach Soller, 1000hm der höchste Punkt. Laufbursche war auch zweimal dabei, hier mein ältester :-). Und ich mit Blick nach Norden.
  31. 6 points
    P4uL0

    Impressionen von Touren

    Durchwachsenes Osterwochenende in der Schwäbischen Alb. Kalt, warm, Sonne, Regen, Graupel alles war dabei.
  32. 6 points
    wanderrentner

    Wandern ein Macho-Ding?

    nochmal zurück auf anfang (des threads): was ist daran falsch? wieso wirft man der autorin die illusion vor, die wir alle irgendwie teilen und zweifelt die validität ihrer konkreten erlebnisse an, in denen aus einer patriarchalen machtposition hierarchisch heruntergesprochen wird? "draussen", in der bewegung im freien, bin ich freier, ein subjekt jenseits von verwertung, sachzwang und herrschaftsverhältnis, da ist das wahrnehmen von natur und einfachheit (laufen, essen, schlafen), man entgeht der komplexen selbstpositionierung und vergisst die verhärtungen, "open up", man sitzt zusammen und teilt essen, hilft sich, wenn es sein muss und beschränkt sich auf unmittelbare wahrnehmungen von natur ("wow ist das schön" 100x am tag, immer überrascht) oder probleme mit der natur (kommt da morgen ein sturm? wie kommt man über den pass?). begegnungen sucht man meist nicht, sie passieren als feundliche überraschung, man wird argloser und ist dann, sehr selten, umso entsetzter. zur ethik des schweifenden reisens (sich gehen lassen) gehören tabus: den arbeitsalltag erzählt man sich nicht (wäre ein deutlicher downer), die das "privatleben" bestimmenden verhältnisse lässt man auch weg, politische diskussionen, ästhetische interessen sind ein no go, ebenso identitäten und sexuelle präferenzen und eigentlich auch gear talk (berührt meist auch irgendwie unangenehm). wenn sich eine community/peer group anfängt zu bilden, erzählt man sich alles mögliche dann doch - weil vertrauen sich schon aus dem unmittelbaren, zaghaften nebeneinander entwickelt hat. wenn eine community als trail-community schon vorab existiert, sind die tabus aufgehoben. wenn trails zu voll sind, kommt man kaum noch "raus". noch nicht "opened up" ist wahrscheinlich der häufigste kommunikationsunfall. den platz im schatten annehmen mit einem verweis auf das eigene geschlecht kann für den mann, der zur seite rückt, schon überforderung sein. was dann entäussert wird, ist gewalttätig patriarchal und kann keine erklärung darin finden, dass der mann schon besonders arglos und "opened up" ist. was die autorin beschreibt, ist, dass sie erlebt hat, 40 tage lang immer mal wieder auf zugeschriebene identität reduziert worden zu sein, blindheiten. das passiert, egal wie opened up wer ist, komischerweise in bestimmte richtungen: toll, dass du als frau allein unterwegs bist. toll, dass du als übergewichtiger schwarzer behinderter in die berge gehst und was gegen das hüftgold tust. wissen über die juden und die ausländer kann man auch noch ganz überraschend mitgeteilt bekommen, wenn die tabus des reisens fallen. nur die "weissen männer" sind komischerweise raus. das liegt nicht am wandern, sondern an den wandernden, aufm pct ist offensichtlich auch zu voll. auch die autorin hat ereicht, was wir irgendwie alle suchen: der typ ausm schatten hätte auch da den gleichen diskurs liefern können. vielleicht als nächstes mal mal norwegen, da sind viele frauen allein unterwegs und viele frauengruppen. zynischer pragmatismus, wenn die validität der verbalen übergrifflichkeiten nicht nachbesprochen werden können soll. hm, work?
  33. 6 points
    cafeconleche

    Wandern ein Macho-Ding?

    Zur Eingangsfrage von @SouthWest Die eine Frage hat er ja schon selber beantwortet. Und beim zweiten Teil: Das Phänomen "Machismo" kann natürlich in verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen so ausgeprägt sein, dass eine Frau sich entnervt zurückzieht. Ob das der Blechbläser-Tisch in der Cafeteria der Musikhochschule ist (einzeln nett, aber in der Gruppe unerträglich) oder (in meiner lang zurückliegenden Pfadfinderzeit) in meiner Sippe, beim beruflichen Aufstieg, bei den ach-so-fortschrittlichen Piraten (als es die noch gab) oder - so meine Interpretation ihrer Gefühle aus der Ferne und der Erinnerung - @nats als es um die Forums-Regeln ging. Das will ich hier alles gar nicht vertiefen, ist dann ganz schnell OT. Was das Wandern angeht, aus meiner Sicht: Einmal, auf Korsika, fand ich so ne Männercommunity - laut, sich immer voreinander produzierend - ziemlich nervig und habe dann einen Abwettertag genutzt, um nicht Abend für Abend am gleichen Refuge zu landen. Ansonsten war es eigentlich immer nett - oder einfach, den Diskretionsabstand einzuhalten. Ich war aber auch noch nie in Amiland unterwegs. Und bei den Forumstreffen empfinde ich mich ja als Lernende, Fragende - da ist es also für mich nicht mansplaining (zumal mir diesmal auch Frauen was erklärt haben). Und meine gelegentlichen skeptischen Blicke und ungläubige Nachfragen hat mir bislang noch keiner übel genommen. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass eine Frau, die von dieser tollen, überall gelobten Trail Community hört (und nicht realisiert, dass es eine heteronormative, maskulin geprägte ist), komplett enttäuscht ist, wenn sie mit ihren offensiv geäußerten (?) Vorstellungen absolut nicht landet - ähnlich wie ein Veganer auf einem Grillabend, der ne ganze Saison dauert.
  34. 6 points
    martinfarrent

    Wandern ein Macho-Ding?

    Als Mann und Mountainbiker geht bereits mir ein ähnliches Phänomen gehörig auf den Geist: Mindestens 50% der anderen Biker, die ich unterwegs treffe, betreiben umgehend 'maskuline' Prahlerei. In Gesprächen werden das eigene Können und die Risikofreude ganz prioritär und nicht sonderlich geschickt verpackt thematisiert - aber fast niemand redet je von einer schönen Aussicht oder einem netten Rastplatz. Jargon und stereotypes Fachsimpeln sind immens wichtig. Magazinverdächtige Formulierungen und genormte Ansichten lassen mitten im Wald zuweilen eine regelrechte Stammtischatmosphäre aufkommen. Verirrt sich einmal eine Frau in eine solche Horde hinein, wird's schlichtweg unerträglich - die unausgesprochene Konvention, dass ein männlicher Fahrer 'schon weiß, was er tut', hat für sie keine Gültigkeit. Ein Blick auf ihre Federgabel oder Felge reicht, damit es vor 08/15-Ratschlägen nur so hagelt.
  35. 6 points
    roli

    Rucksack: The Atom

    So Freunde, ich hab nun auf meinem möchtegern Blog eine Bildergeschichte über den Atom eingestellt. Schaut bei Interesse auf ultralight.guru (super Domain wie ich finde ;)). Natürlich interessiert mich auch, ob eine Darstellung dieser Art überhaupt von Interesse ist, oder eher Eure und meine Zeit raubt. Tippfehler und Verbesserungsvorschläge nehme ich gerne an. Wahrscheinlich wird der erste Blogeintrag nicht der beste sein. Danke und viel Spass!
  36. 6 points
    martinfarrent

    Minimalismus im Alltag

    Mal ein bisschen provokativ: Minimalismus im Alltag fällt für mein Empfinden häufig etwas bildungsbürgerlich-elitär aus. Wir alle kennen den gut verdienenden Quasi-Asketen, der quantitativ wenig zu besitzen scheint, sich aber in Wahrheit per teils überzogenem Qualitätsfetisch viel mehr leistet (und leisten kann) als Otto-Normalkonsument. Dessen Gasherd und Holzplatte kosten dann locker doppelt so viel wie die gesamte Küche des Nachbarn - aber er brüstet sich damit, weder Spülmaschine noch Mikrowelle zu besitzen. Alles okay, wenn er auch leidenschaftlicher Hobbykoch ist und sein Expeditionsfahrrad von tout terrain gelegentlich über die Stadtgrenze hinausrollen lässt. Minimalismus könnte (zum Teil) aber auch darin bestehen, meine wahren Bedürfnisse zu erkennen und zu wissen, wann mir ein Produkt von der Kaufhausstange reichen könnte.
  37. 5 points
    German Tourist

    Christine Thürmers neues Buch und Vortrag

    Ich bin nun schon ziemlich am Ende meiner Vortragsreihe und gehe ab Anfang Mai wieder selbst auf Wanderschaft Richtung Nordkap. Ich habe mich aber riesig gefreut, einige von euch bei meinen Terminen auch mal persönlich kennenzulernen Vielen Dank! Die nächste Woche habe ich aber noch eine Veranstaltung, die für Ul-er interessant sein dürfte: Am 21.4. halte ich bei Buchhandlung Schropp in Berlin einen Workshop zum Thema "UL-Ausrüstung und Outdoor". Dabei bringe ich meine komplette Ausrüstung zum Anschauen mit und gebe Tipps und Anregungen dazu. Das ganze ist kein einseitiger Vortrag, sondern ein Workshop, bei dem ich Fragen der Teilnehmer beantworte. Wer Lust hat, zu kommen, sollte sich rechtzeitig anmelden: https://www.landkartenschropp.de/Seminar-Outdoor-und-Fernwandern-21-April-2018-1800-Uhr
  38. 5 points
    SouthWest

    Ausrüstungs-Vorfreude-Thread

    Ein schöner Faden ist das hier (auch wenn mehr diskutiert wurde als neues Gear gezeigt). Den kann man eigentlich mal wiederbeleben. Passt auch grad super. Hier mein neuer, der nun unterwegs zu mir ist: Freu freu ... Ich weiss ... es ginge auch viel leichter. Meine Touren starte ich aber manchmal mit 15 kg (incl. Essen für bis zu 10 Tage plus Wasser und Fotokram), da wollte ich mal das Prospector Tragesystem ausprobieren.
  39. 5 points
    Ich war vom 19. bis 29.03. zwischen Hetta und Ylläsjärvi unterwegs. Die Temperaturen betrugen laut Telefon tagsüber ca. -8°C und nachts zwischen -13° und -20°C. Das fand ich eigentlich sehr angenehm. Ja, ich war mit Schneeschuhen unterwegs. Bin ich immer. Macht für mich mehr Sinn, da ich mit Skier nicht schneller bin und deutlich weniger Geraffel bei An- und Abreise mit mir rumschleppen muss. Ich habe auch noch nie jemanden gesehen, der mit Pulka und Ski ins Gleiten kam. Diese Personen halte ich mittlerweile für einen Mythos wie Nessi oder den Yeti - es gibt sie, aber eben nicht sonderlich viele. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich die Schneeschuhe während der gesamten Tour nur für vielleicht 4 Stunden an den Füßen hatte, da ich zumeist auf den bretthart gefrorenen Pisten oder Schneemobilspuren gelaufen bin. Die Pizzeria heißt OTSO und ist in Ylläsjärvi. Extrem schwer zu beantworten, da ich die Variante von Sarekmaniac nur von ihren Bildern her kenne. Erinnert mich sehr an den "Rulk" von Jörgen Johannsen. Im Vergleich würde ich schon sagen, dass es natürlich nett ist, das "Gürteltier" auf den Rücken zu nehmen. Das geht beim Duffle Sled nicht. Allerdings habe ich das auch nicht vermisst. Ich hatte meine Isomatte drin und hab ihn immer quer über beide Schultern getragen. Ein paar Meter zum Bus und dann immer nur wenige Meter zum Gepäckband oder irgendwo anders hintragen. Passt schon. Der Duffle Sled verwendet sehr robustes Material und wirkt echt stabil. Das gefällt mir gut. Er sieht auch wirklich gut aus. Die Verarbeitungsqualität ist ebenfalls gut. Die Innentasche hielt ich erst für Quatsch, aber bin mittlerweile ein Fan davon. Alle Wertsachen wie Pass oder Geldbörse, die man während der Tour nicht braucht, können bedenkenlos sicher verstaut werden und fliegen nicht lose rum. Wenn ich ihn mir selber bauen würde, würde ich vermutlich einen traditionellen Pulkarollverschluss sowie quer gehende Spanngurte oder ein Geflecht aus Gummizug bauen. Dann sieht er sehr wahrscheinlich nicht mehr so stylisch aus, wäre aber etwas flexibler. Seine absolute Stärke hat er wahrscheinlich bei einer Tour mit zwei Personen, denn für eine Person war er mir fast ein wenig zu groß. Dazu muss man aber wissen, dass ich immer auch einen Rucksack dabei habe, in die voluminösen Sachen Schlafsack und Pausenjacke sind, da ich das Zuggestänge der Pulka in den Rucksack einhhänge. Macht man das nicht und hat nur ein Zuggeschirr wie von Fjellpulken dabei, ist das Volumen des Duffle Sled vermutlich auch perfekt. Aber wie gesagt, ein direkter Vergleich fällt mir mangels Erfahrung echt schwer. Sorry! Das ist vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Ich war bislang im Winter "traditionell" unterwegs. Fjellpulken Pulka (allein 9k inkl. Zuggestänge), geräumiges Zelt mit 3-5 kg je nach Zelt, Benzinkocher mit Kochbrett etc. Jetzt habe ich mal leichtere Gegenstände verwendet und Ausrüstung weggelassen. Gas anstatt Benzin, deutlich leichtere Schneeschaufel, Pyramidenaußenzelt ohne Boden, Duffle Sled etc. Das Gesamtgewicht der Ausrüstung sank von ca. 35 kg inkl. Essen auf knapp 20 kg inkl. Essen bei gefühlt gleichem Komfort. Finde ich für eine 9-tägige Wintertour inkl. Nahrung gar nicht so übel. Geht aber vermutlich auch noch leichter. Vorschläge nehme ich gerne entgegen, aber im Winter zählt für mich "Safety first". Deshalb war es für mich auch gut, dass es letztlich eine Hüttentour war. So konnte ich entspannt Erfahrung mit der für mich im Winter neuen Ausrüstung sammeln. (Sommererfahrungen "einfach mal so" auf den Winter zu übertragen, ist aus meiner Sicht nicht so leicht möglich. Es macht eben schon einen Unterschied, ob beim Klamottenwechsel oder Zeltaufbau ein + oder ein - vor den 20°C stehen.) Ein großes Problem sind noch die Schuhe, denn meine Kamik sind schön warm, aber mit knapp 2,5 kg für das Paar auch sehr schwer. Allerdings habe ich auch wenig Ambitionen, Gewicht an Körperteilen zu sparen, in dem ich die nächste Tour mit weniger als zehn Zehen antrete. Da habe ich auch schon MYOG-Ideen, die aber noch im sehr rohen Stadium sind.
  40. 5 points
    Ich habe mir erlaubt, der Diskussion die Umfrage hinzuzufügen: „Wie würdest du entscheiden?“ (siehe Eingangspost).
  41. 5 points
    Ziz

    80km Gewaltmarsch mit unerfahrenen Schülern

    Es geht nicht um Training. Es geht nicht um sportliche Aktivitäten. Es geht nicht um Zivilisationskrankheiten. Es geht darum, ob Jugendliche unter Schmerzen (!) über Gruppendruck zu einem Höllentripp (nicht meine Worte!) ermuntert werden sollten. Wenn dein Beispieljugendlicher kaputte Kniee hat und deshalb kürzer tritt bzw. die Belastung darauf einstellt, ist das gut. Früher wäre er unter Schmerzen gelaufen und läge dem Pflegesystem heute auf der Tasche, weil mit 50 dann Schicht im Schach war. Früher war nicht alles besser™. Und von einmal 80 km quälen nimmt niemand auch nur einen kg ab. Das ist nicht dein ernst, oder? Die trainieren dafür ganz normal wie "unsere" Hochleistungssportler.
  42. 5 points
    Und als Nächstes verstecken wir den Marktplatz, damit nicht der Eindruck entsteht, dass es bei UL nur um schnöde Ausrüstung per Paypal geht... aber eigentlich noch viel dringender, weil die prominente Anzeige der neuen Angebote solchen Leuten auf den Keks geht, die ihren jährlichen Kaufrausch schon hinter sich haben? Tourenbeschreibungen können eigentlich auch verschleiert werden, weil der UL-Bezug vor lauter Begeisterung über das Erlebte oft unterschlagen wird... richtig? Und überhaupt sollten wir mit Rücksicht auf Leute, die keine Threads starten mögen - aber sehr definierte Lesebedürfnisse haben - einen Leserbeirat einrichten, der neue Themen erst einmal abnickt, bevor sie freigeschaltet werden?
  43. 5 points
    Ziz

    Wird das Forum dem Namen noch lange gerecht?

    Na solche Leute habe ich ja gefressen, die mir unterwegs ungefragt Tipps zu meiner Ausrüstung geben. Nichts gegen ein nettes Gespräch über verschiedene Konzepte am Wege oder am Lager, aber die besten Erkenntnisse sind die, die man selbst hat.
  44. 5 points
    questor

    Wird das Forum dem Namen noch lange gerecht?

    Ich find's auch ok, wenn mir einer noch Mal einen Knüppel zwischen meine vermeintlich durchdachte Planung wirft. Wie soll ich sonst reflektieren und vielleicht auf andere Ideen kommen? Und wenn ich trotzdem dabei bleibe ist doch auch keinem geschadet worden. Wenn der Thread aber nach Zwischenruf abgleitet, ist es denke ich am TO, zu verbalisieren, ob dies in seinem Interesse ist, und sich ggf. die Moderation zur Eindämmung/Auslagerung dazu zu holen. In meinem neuerlichen Schirm-Thread wurde ja auch erst mal ellenlang an meiner Frage vorbei diskutiert, wenn ich jetzt reflektiere, warum mir das auf die Nerven ging, siehe ich folgendes fest: Die Hinterfragen ging gewichtsmäßig leider in die falsche Richtung. Es wurde UB (ultrabillig) ungefragt und auf Kosten des Gewichts zur Priorität gemacht. Der altkluge 'UB Störer' hat sich nicht zunächst erkundigt, ob es mir tatsächlich nur 'um ein paar Gramm weniger für so viel Geld' geht, sondern hat mir das einfach unterstellt und dann Daten Kritik geübt. Da hatte ich dann keinen Nerv, meine Gründe für das gesuchte Teil zu erklären und in eine Grundsatzdebatte einzusteigen, deren Notwendigkeit ich überhaupt nicht sah. Ich habe aber zumindest gedanklich noch einmal hinterfragt und erneut gemerkt, dass ich deutlich mehr Gründe für diesen Schirm habe, als Gewicht (Windstabilität, Robustheit, UV Schutz, Packmaß). Dementsprechend habe ich also darauf gepocht, beim Thema zu bleiben - und erwarte da dann auch ein gewisses Maß an Respekt und 'Hausrecht', ansonsten muss eben etwas ausgelagert werden. Kurzum: konträre Meinungen und Rückfragen sind WERTVOLL! Aber: - Der Ton macht die Musik. Kommt Mr. knowitall um die Ecke, mache ich dicht, selbst, wenn der Einwand vielleicht berechtigt sein könnte. - Man sollte sich erst mal rückversichern, was denn die Beweggründe des TO sind, ehe man aus der eigenen Warte meint zu beurteilen, was gebraucht wird und was nicht. - Wenn der TO auf dem Ohr taub ist und die Grundsatzfrage nicht diskutieren möchte, ist das eben so. Er hat entweder wichtige Gründe - oder ist Lernresistent. - Dementsprechend auch für die Hinterfragten: Nehmt es als Hilfestellung, ein Vieraugenprinzip, ein Angebot zum Überdenken. Und wenn das geschehen ist und ihr bei Eurer Position bleibt, ist doch gut.
  45. 5 points
    Stromfahrer

    Wird das Forum dem Namen noch lange gerecht?

    Nein, ich habe keine Lösung vorgeschlagen, sondern nur das Problem skizziert. Vielen neueren Usern scheint nicht bewusst zu sein, in welchem Forum sie sich anmelden. Meine Aussage dazu war, dass ich die Nicht-UL-Orientierung für die wichtigere Forumsbaustelle halte als die Frage, ob wir mehr oder weniger Radikalität innerhalb des UL-Themas/UL-Gewichtsbereichs brauchen? Mir gefällt die Idee der UL-Challenge sehr gut. Vielleicht könnten wir auch einen UL-Challenge-Marathon machen? Wenn wir je eine UL-Challenge pro Monat oder Woche in einen Thread packen, dann könnte jeder User sein Challenge-Bild darin posten. So steigt für weniger UL-affine User die Motivation, sich auch einer UL-Challange zu stellen, ohne gleich die ganze (oben von @zeank als Beispiel gezeigte) Liste als Hürde vor sich zu haben. Was haltet Ihr von dem Vorschlag?
  46. 5 points
    Chris2901

    Wird das Forum dem Namen noch lange gerecht?

    @zeank: Zuviel Witcher 3 gespielt? @basti78: Ich gehöre ja auch eher zur gemäßigten Fraktion und finde die "Radikalen" eher lustig bis manchmal auch nervig/penetrant.Bitte auch nicht zu persönlich nehmen,sondern ebenfalls sacken lassen."Radikale" haben ja nun einmal häufig die Tendenz, durch Rhetorik und Auftreten furchtbar auf den Sack zu gehen (s.AFD oder Antifa etc.). MMn hat sich,wie von Dir ja auch schon angedeutet, das UL-"Sein" sehr stark vereinfacht,weil der Markt viel größer geworden ist und die magische "5" oder von mir aus auch 4,bla bla bla mit etwas Recherche und Kohle kein schwieriges Ziel mehr sind.Wenn ich da extremer sein will,ist das mit der Kreditkarte immer noch einfach zu lösen.Mich erinnert das an die Diskussionen in der Metalszene,als man noch mit Brieffreunden aus aller Welt ranzige Tapes getauscht hat,um in Sachen neue Bands und Mucke vorne dabei bleiben zu können.War geil,aber das hat sich dank Youtube,Bandcamp usw. natürlich auch stark verändert. Was hier meiner Meinung nach deutlich besser geworden ist,und das schreibe ich gewaltig @Dennis und seinem Mod-Team zu,ist der Forumsfrieden,weil die größten Dampfplauderer aus beiden Welten in ihre Schranken gewiesen wurden. Hier sind immer noch sehr viele interessante,UL-relevante Themen am Start ,nur werden sie nicht mehr so verbissen bis borniert diskutiert.Und wie ich schon immer wieder behaupte: UL ist nicht EIN wahrer Weg,sondern eine wellenförmige Entwicklung ,die aus neuen Vorstößen und Rückziehern besteht.Wie @Andreas K. schon sagte: Dynamik,die auch wichtig für den Progress ist.Dass manche User sich da an Extreme (sei es nach leichter oder auch nach schwerer) klammern,ist ebenso wichtig,um nicht den Fokus zu verlieren und im Rahmen zu bleiben. Am Ende zählt doch eh nur der Spaß bei den Unternehmungen.
  47. 5 points
    zeank

    Impressionen von Touren

    Besser spät als nie reiche ich mal die Bilder meiner Touren vom letzten Sommer nach. Zunächst war ich Anfang August mit einer Freundin für knapp 2 Wochen in Lappland. Erst folgten wir dem Padjelantaleden von Kvikkjokk nach Ritsem, um dann von dort aus - teilweise auf dem Nordkalottleden - nordöstlich weiter zum Kebnekaise zu gelangen. Den Kebnekaise hoch - trotz schlechten Wetters -, weil ... um dann von Nikkaluokta aus wieder nach Hause. Es war wunderschön, auch wenn wir teilweise mit sehr vielen Moskitos zu kämpfen hatten. Wir haben Leute getroffen, die seit 20 Jahren in den Sarek fahren und ihre Tour deswegen abgebrochen haben. Unterwegs kam uns die sympathische @cafeconleche auf einen kurzen Schnack entgegen. Am Eingang des Nationalparks. Eine der von Sami betriebenen Hütten im Nationalpark. Mit Blick auf Norwegen. Sarek as seen from Padjelanta. Der Akka, oft als Schwedens schönster Berg bezeichnet, sowie davor der Akkajaure. Die letzte Brücke bevor der Nordkalott- auf den Kungsleden trifft. Am Keb isses ganz schön steil teilweise. Bei Nebel wirken die vielen Steinmännchen ganz schön bedrohlich. Last night. Nachdem wir das "Glück" hatten, dem Fjällräven Classic in die Arme zu laufen und zwischen Keb Fjällstation und Nikkaluokta ein paar hundert entgegenkommenden Wanderern "Hallo!" sagen zu dürfen, doch noch ein idyllisches Plätzchen gefunden.
  48. 5 points
    zeank

    Beratung VauDe Space SUL 1-2P

    Auch Hilleberg gibt sie da recht Mühe... OT: ABER: Was nützt all das, wenn ich mir am Ende alle Daumen lang eh was neues hole, weil schneller, höher, weiter (leichter). Oder wenn dann eben der Stoff reisst oder (wahrscheinlicher) das Gestänge bricht. Am nachhaltigsten ist es, wenn ich mir einmal ein gescheites kaufe und es dann Jahrzehnte nutze. Das ist so gar nicht, was hier in dem Forum gelebte Praxis ist (mich inbegriffen). So ein Zelt kann noch so nachhaltig produziert sein, wenn ich mir eines für mich allein, eines für zu zweit, eines für mit Kindern und eines fürn Winter kaufe. Das ist wie nach Neuseeland fliegen und sich dann Sorgen um einen halben Liter verschütteten Spiritus' zu machen (den Fall gab's hier ja auch mal). Oder umgekehrt, hätte man eines, mit dem man halbwegs zufrieden ist und man daher auf Neukäufe verzichtet, dann ist das ziemlich egal wie fair, öko, nachhaltig das Teil produziert wurde.
  49. 5 points
    martinfarrent

    Wandern ein Macho-Ding?

    Auf dem Trail sind Begegnungen seltener als an der Bushaltestelle, Gespräche mit Fremden aber wiederum häufiger. Beides wertet die Interaktion auf. Das Gefühl, dann fehl am Platz oder gar zurückgewiesen zu sein, wiegt vielleicht deshalb um so stärker. Das ist ja ein ohnehin recht intensiv verletzendes Erlebnis, von der eigenen Orientierung völlig abgesehen. Ich finde es durchaus verständlich, dass so etwas ganze Tage und in der Verlängerung auch ganze Trips versauen kann. Auch wenn ich keiner besonders betroffenen Gruppe angehöre, kann ich dafür hinreichend projizieren.
  50. 5 points
    Ich war auch schon mehrere Wochen am Stück als Frau alleine auf Weitwanderwegen unterwegs und meine Erfahrungen decken sich mit denen von @German Tourist. Nur einmal habs ich mich kurz unwohl gefühlt, das hat sich aber glücklicherweise schnell als gänzlich unbegründet herausgestellt. Eine kritische Bemerkung will ich mir zu dem Artikel über Wild trotzdem erlauben, ist hoffentlich nur teilweise OT: Ein ganz wichtiger Aspekt, um sich als Frau in einer Community sicher zu fühlen, ist dass einem geglaubt wird, wenn man von sexueller Gewalt berichtet. Passieren kann das leider überall, auch wenn man auf dem Trail unter vergleichsweise Fremden vermutlich tatsächlich sicherer ist als im familiären Umfeld. Wild ist autobiografisch. Ich wäre also sehr vorsichtig mit der Aussage, die Schilderungen (und dieser Aspekt ist zwischen Buch und Film nicht so unterschiedlich) wären unrealistisch. Das vermittelt Menschen, die vielleicht wirklich in der Wandercommunity Gewalt erleben, den Eindruck, dass sie vielleicht nicht darüber berichten sollten, weil ihnen im Zweifelsfall dann nicht geglaubt wird, weil das nicht zu unserem Bild der Community passt. Wenn nicht darüber geredet wird, kommen leider mehr Leute mit solch einem Verhalten durch und machen das Wandern für alle unsicherer. Man kann leicht in die Falle tappen, einer Frau, die über ihre eigenen Erfahrungen berichtet vorzuwerfen, sie würde die Community schlechtreden. Tatsächlich ist das Schweigen über solche Vorfälle viel schädlicher. Manche Frauen erleben ihr Leben lang keine sexualisierte Gewalt, andere mehrfach. Dass sich das individuelle Sicherheitsempfinden da unterscheidet, ist ganz natürlich. Aber ehe man die Schilderung einer anderen als unrealistisch oder fiktiv abtut, sollte man schon mehr Anhaltspunkte haben als nur die eigenen Erfahrungen, die nicht verallgemeinerbar sind.
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+02:00 eingestellt
×