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Ultraleicht Trekking

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  1. 32 points
    Je besser die Werkzeuge, desto besser das Ergebnis, daher soll hier eine kleine Sammlung von Hilfsmitteln für MYOG Projekte an der Nähmaschine entstehen. 1 Planung 1.1 Software zum Erstellen eigener Schnittmuster Zwar habe ich 13 Jahre lang Mathe-Unterricht genossen aber dennoch gehören Algebra und Geometrie nicht zu meinen Stärken. Deswegen bin ich auch Geisteswissenschaftler :D. Zum Glück gibt es Software, mit der man dieses Defizit ausgleichen kann. Leider kann ich für die Erstellung von Schnittmustern nur kostenpflichtige Software empfehlen, weil ich mit anderen Programmen keine Erfahrung habe und diese auf den Rechner im Digilab der Bibliothek verfügbar sind. Zunächst ist da SketchUp von Google. Dieses Programm ist übersichtlich und bietet sich für den Einstieg an. Es lassen sich einfache geometrische Formen einfügen, Längen und Winkel bestimmen. Es ist für MYOG Projekte mit geraden Linien vollkommen ausreichend und die erstellten Modelle lassen sich auch maßstabsgetreu ausdrucken. Wesentlich komplexer und daher auch mit mehr Möglichkeiten ausgestattet ist Rhino 3D. Auf dieses Programm hat mich @Andreas K. gebracht und bin ich nachhaltig beeindruckt. Es erfordert m.E. eine intensivere Einarbeitung, dafür lassen sich aber auf professionelle Ergebnisse erzielen. 1.2 Software zum Skalieren von Vorlagen Für viele Projekte liegen Anleitungen mitsamt Schnittmuster vor, die man getrost übernehmen kann. Der große Vorteil hierbei ist, dass bereits alles durchdacht ist und Denkfehler und Schwierigkeiten dokumentiert sind. Weiterhin hat man mit Glück jemanden zum Ansprechen bei Problemen mit der Umsetzung. Gerade bei Kleidung und Schlafsystemen gibt es unterschiedliche Größen und es lohnt sich die Vorlage zu vergrößern oder zu verkleinern. Ein hilfreiches kostenfreies Programm dazu ist Poste Razor Link zu Chip. Hiermit lassen sich Bilder in beliebiger Größe ausdrucken und eine Vorlage auf mehrere Blätter verteilen, die im Anschluss nur noch zusammengeklebt und beschnitten werden müssen. 1.3 Papiermodelle und Schnittvorlagen Nicht immer gelingt es, von einem Bild auf dem platten Bildschirm auf das fertige Projekt in 3D zu schließen. Gerade, wenn nur ein Schnittmuster vorliegt lohnt es sich Papiermodelle im Maßstab von 1:10 anzufertigen. Auf die Idee bin ich durch den Blog von @HAL23562 (Link zu plünnenkreuzer) gekommen. Ist der Schnitt dann optimiert bietet es sich an, eine Schablone herzustellen. Zum einen lässt sich schwieriges Material wie dünnes, silikonisiertes Nylon wesentlich besser schneiden und zum anderen geht die Herstellung eines zweiten Modells schneller. Wenn die Projekte etwas größer sind, wird dementsprechend mehr Pappe benötigt (falls man nicht wie @Southern Flyer alte Seekarten oder wie @wilbo 150 x 5000 cm Backpapier am Start hat). Anfangs habe ich aus runtergerockten Umzugskartons eine Patch-Work Pappe zusammengebastelt. Inzwischen gehe ich aber zum Fahrradladen um die Ecke, der hat immer riesige Versand Kartons parat und ist froh, wenn er nicht immer die Altpapiertonne stopfen muss. Alternativ war ich auch schon mal beim Möbel-Laden an den Containern und hatte ebenfalls eine riesige Auswahl. 2 Abmessung und Anzeichnen 2.1 Gerade Linien Damit die Linien auch wirklich gerade werden lohnt sich ein Besuch im Baumarkt, um folgendes zu kaufen: Trapez-Kartätsche: wird eigentlich zum Verputzen benutzt und hat eine abgeflache Kante, an der man wunderbar den Stift, den Rollschneider und den Heißschneider entlangführen kann. Ich selbst habe eine 2m lange aus Alu von Obi für 25€ und würde beim nächsten mal auch 2,50m kaufen, da gerade die Schnittkanten bei Tarps so lang sein können. Kreuzlinien-Laser: Am Anfang ein Strich und am Ende, dann den Laser angelegt und die Linie nachgezeichnet, das wars. Super praktisch. Kostenpunkt sind 10-25 €. Gibt es manchmal auch beim Discounter. Winkel: Alternativ zum Laser gibt es im Baumarkt auch zahlreiche Winkel, in verschiedenen Größen und Materialien, von denen sollte auch einer in den Einkaufswagen Neben dem unerlässlichen Zollstock komnmen weitere Messwerkzeuge hinzu: Messschieber (nützlich, um die Nähbreite abzumessen), Geo-Dreieck, 360Grad Winkelmaß (hab ich eigentlich noch nie gebraucht) , extra breiter Messschieber (damit lässt sich gut die Nahtzugabe einzeichen). 2.2 Kurven Erneut gebührt der Dank @HAL23562 der eine einfache Methode zur Anfertigung von catenary cuts veröffentlicht hat (Link zu plünnenkreuzer). Voraussetzung dafür ist eine vorhandene originalgetreue Schablone. Dazu werden noch Bleischnur, eine Wasserwaage und ein paar Pinnwand – Nadeln benötigt. 2.3 Anzeichnen Für das Anzeichnen selbst sind auch verschiedene Hilfsmittel nötig, da nicht überall die Universal Schneiderkreide (Stichwort für den Onlineshop: Schneiderkreidestift oder Kreidestift, Kosten: 3- 5 €) deutlich zu sehen ist. Gerade bei beschichteten Stoffen muss man nur einmal darüberwischen(wie es bspw. @doman bei der Anfertigung seines Kältebrücken freien Schlafsacks passiert ist) und schon ist nichts mehr zu sehen. Für kurze Linien hat sich beim mir ein Stück Seife bewährt, was mit dem Messer angespitzt auch sehr fein malt. Leider ist der Abrieb sehr hoch und die Seife wird schnell unpräzise. Wenn die Striche hinterher eh in der Naht verborgen sind, geht auch ein schmaler Edding, der hat bisher auf jeder Beschichtung gehalten. Für unbeschichtete Stoffe habe ich in verschiedenen Farben Magic Marker (Kosten: 2 -5 € pro Stück), dessen Füllung an der Luft oxidiert und damit nach einiger Zeit verschwindet. Daher sind diese nicht dafür geeignet, wenn auf die Anzeichnung nicht unmittelbar der Zuschnitt folgt. Für meinen letzten Rucksack habe ich Cordura und Nylon mit PU Beschichtung verwendet, hierbei haben sich Buntstifte aus dem Grundschul-Etui absolut bewährt. Damit der Stoff beim Anzeichen nicht verrutscht, sollte er beschwert werden. Dazu eignet sich alles Mögliche: Reissäcke, Dosen, Kissen, Einmachgläser, Unterlegscheiben M6 (Tipp von @ThomasK), 10 Kg Gewichte vom Flohmarkt (wie @wilbo sie verwendet). 3 Zuschnitt Eine der nervigsten Eigenschafften von dünnem Nylon ist das Ausfransen der Ränder (Hier sieht man, was bei unversiegelten Nähten passieren kann). Gerade, wenn der Stoff noch mehrfach verschoben oder nach dem Zuschnitt noch gelagert wird, lösen sich die Ränder auf und die Schnittkante ist nicht mehr einheitlich gerade. Der Versuch mit dem Feuerzeug, die Kanten zu versiegeln ist bei mir stets gescheitert. Wesentlich besser lässt sich mit einem einfachen Lötkolben arbeiten (gibt es auch oft im Discounter oder massenhaft auf Ebaykleinanzeigen: 10-15 €). Einfach an der Trapezkartätsche entlanggeführt ist die Kante gerade und versiegelt. Präziser und professioneller aber auch teurer ist ein Heißschneider (70-90 €) mit spezieller (20 - 30 €) Schneidespitze. Damit lässt sich auch Gurtband sehr gut versiegeln. Damit die Spitze nicht wegen der Unterlage abstumpft und die Hitze verlustfreier übertragen wird, empfiehlt sich ein spezieller Schneidefuß, der entweder für 30 Euro erworben oder mit einem U-Profil aus dem Baumarkt für 5 Euro nachgebaut werden kann (Der Dank geht für dieses Idee geht an @doman von crosshammock.com). Sofern ohne Schneidefuß gearbeitet wird, sollte eine möglichst flache Ebene untergelegt werden. Bei mir sind es einfach zwei Laminatteile vom Sperrmüll. Von @kra kam aber auch noch der Tipp Linoleum-Bodenbelag vom Bodenleger aus dem Restelager zu besorgen. Eine weitere Alternative, die @khyal im Nähkoffer hat (aber hauptsächlich Seile damit schneidet), ist eine Lötpistole mit entsprechender Seilschneidespitze. Dieses Set liegt im Preisbereich von 20-30€ und bietet gegenüber dem einfachen Lötkolben den Vorteil, Hitze auf Knopfdruck zu liefern und ergonomisch besser in der Hand zu liegen. (Ein klassischer Brennpeter wird quasi wie ein Stift geführt) Für alle anderen Stoffe lohnt sich die Anschaffung einer ordentlichen Schneider-Schere (> 20€) und eines Rollschneiders (15 -25 €)Gerade mit dem Rollschneider lassen sich Rundungen besser schneiden. Das ist zumindest mein Empfinden. Was besser geeignet ist, hängt eigentlich nur von den Skills und den Vorlieben ab. Damit die Rollschneider-Klinge scharf und das Parkett makellos bleibt, bietet sich eine Schneidematte an (ab 20 €), sonst macht das Schneiden keinen Spaß. Es sollte eine Matte mit mehrere Schichten sein, diese schont die Klinge und die Nerven. 4 Nähen 4.1 Fixierung Nachdem nun alle Teile natürlich fein säuberlich zugeschnitten sind, kommt die nächste Herausforderung: das eigentliche Nähen. Doch bevor die Nadel den Stoff durchlöchern darf müssen die einzelnen Teile aufeinander fixiert werden. Stecknadeln und Wonder Clips: Über lange Zeit haben sich Stecknadeln zum Abstecken bewährt. Sie sind günstig und universal und wenn sie exakt im 90 Grad Winkel zur Naht stecken, lässt sich auch direkt darüber nähen (auch wenn ich das nicht empfehle, da die Nähmaschine Nadel dadurch Schaden nimmt). Ein gewichtiger Nachteil ist, dass die Nadeln weitere Löcher verursachen und den Stoff unnötig schwächen, deshalb gibt es als Alternative sogenannte Wonder Clips. Mit ihnen lässt sich alles, was am Rand liegt mühelos fixieren ohne den Stoff zu beschädigt. Stecknadeln und Clips sollten in ausreichender Stückzahl vorhanden sein, für einen Quilt habe ich bspw. 50 Clips (15 €) benötigt, damit auch ja nichts verrutscht. Klebe– Stift, wenn’s mal rutschig wird: Bei glatten, rutschigen Stoffen hilft es sie vor oder beim Abstecken zusätzlich mit einem Klebestift zu fixieren. Dadurch können beide Stofflagen nicht so einfach gegeneinander verrutschen und die Maschine hat es leichter mit dem Transport. Etwas aufwendiger, dafür genauer hat auch @ULgeher einen Tramplite Klon angefertigt und eine bebilderte Anleitung geliefert. Vielfach wird bei der Buffle-Herstellung eines Daunenquilts Maler-Klebeband verwendet, um die Moskitonetz Streifen auf Position zu halten. Beispiele dazu: 03.2016 Karo Step von @Raeuberin, 02.2018 Querkammern von @bergziege, 01.2018 Karo Step von @Southern Flyer, 06.2019 Karo Step @Jonathan, 11.2019 Schlafsack mit Querkammern von @doman Deshalb sollte auch Maler Klebeband in keinem MYOG-Nähkoffer fehlen. 4.2 Maschine Nadel und Garn: Die richtige Kombination von Nadel, Faden, Stoff und Maschine ist essentiell und eine Wissenschaft für sich. Daher soll an dieser Stelle kein Ratgeber für die richtige Auswahl stehen, sondern nur auf die in diesem Forum geläufigsten Garne eingegangen werden. Als Nadeln wird stets die Microtex Variante (ab 4€ für ein 5er Paket)empfohlen (wie hier von @micha90 in seiner grandiosen Anleitung für einen Kunstfaser Quilt), da diese mit ihrer dünnen Spitze dem Stoff am wenigstens schaden. Und als Garn gibt es die Wahl zwischen einem Polyester Garn von Alterfil (4€) und einem Polyester Garn mit Baumwollkern, beim Hersteller Rasant bekannt unter dem Namen Corespun. Dieses empfiehlt der Profi Waldschneider @Andreas K. in seinen zahlrreichen, detaillierten Anleitungen zur Rucksackherstellung, weil bei Nässe der Kern aufquillt und die Nahtlöcher abdichtet. Die Anleitungen von @Andreas K. in chronologischer Reihenfolge: 08.15 Ein Rucksack mit Rollverschluss, 12.2015 Ein robuster Rucksack für Wintertouren, 07.2016 und noch ein Rucksack, 07.2016 Und noch ein Rucksack... UPDATE, 09.2016 Ein Rucksack mit Frontöffnung, 01.2018 Ein robuster großvolumiger Rucksack für Wintertouren, 01.2018 Ein Rucksack mit Frontöffnung - Finale Version Wenn man mehrere Garne zur Auswahl hat und diese sortieren will, kann man einfach wie @ThomasK (Link zum Beitrag) und @ALF (Link zum Beitrag) Nägel auf ein Brett schlagen und die Spulen daraufstecken. @doman empfiehlt, das Garn nicht offen zu lagern, um Verschmutzungen, die die Funktion einschränken zu vermeiden. Einfädler und Fadenschere: um den Faden durch das Nadelöhr zu führen braucht es eine ruhige Hand oder eine Einfädel-Hilfe. Einige Maschinen haben solch ein Teil integriert, ansonsten gibt es Nadeleinfädler, die man im Multiuse auch zum Zeckenentfernen nutzen kann, falls man mal eine Nähmaschine samt Zubehör mit auf Tour nimmt :D. Eine scharfe Fadenschere macht richtig Spaß, am Anfang habe ich entweder den integrierten Faden Abschneider oder eine Nagelschere benutzt. Seitdem ich eine Fadenschere habe, freue ich mich auf jedes Nahtende. Wichtig ist dabei, entweder eine mit ab montierbaren Klingen zum Schärfen zu kaufen oder mehrere parat zu haben. Eine stumpfe Schere macht weder beim Stoff, noch beim Faden Spaß. (Die weiße Schere war schnell stumpf und quietscht, die schwarze hält schon länger und lässt sich schleifen) Nahtauftrenner: Ebenfalls unerlässlich ist ein Nahtauftrenner, am besten gleich mehrere, denn ein stumpfer Trenner richtet mehr Schaden an, als er behebt. Nähfüße: Grundsätzlich lässt sich alles mit dem Universalfuß der Nähmaschine bewerkstelligen. Welcher Fuß eine sinnvolle Ergänzung ist und arbeitserleichternd wirkt ist abhängig von der Maschine und vom Fuß selber. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Kapper für meine Pfaff 90 gemacht (Hier ein Video zur Funktion von Bernina). Immer wieder kommt die die Frage auf (wie jüngst in diesem Thread) ob ein Obertransportfuß sinnvoll ist. Dies ist eine gute Lösung, wenn kein Geld für eine teurere Maschine mit nativen Obertransport ausgegeben werden soll. Allerdings ist es auch umständlicher damit zu arbeiten, weil er laut rattert, das Sichtfeld auf die fertige Naht versperrt und nur vorwärts nähen kann. Stichplatte: Für richtig dünne Stoffe (10D abwärts) kann sich auch eine Geradstichplatte für die Nähmaschine lohnen. Das Loch in der Platte ist genau auf den Geradstich angepasst und der Stoff wird nicht mehr in das Unterfadengehäuße hineingezogen. Leider gibt es diese nicht für jedes Modell, deswegen verweise ich erneut auf die Quilt Anleitung von @micha90, wo jene Platte empfohlen wird. Anschiebetisch: Bei langen Nähten, wie sie beim Tarp-, Rucksack- und Quiltbau des Öfteren vorkommen sollen, ist Anschiebetisch sehr nervenschonend. Hierzu benötigt es eigentlich nur eine Stichsäge und ein rechteckiges, ebenes Stück Holz vom Sperrmüll und irgendwas als Füße. Weiteres Zubehör für die Maschine: Wenn die Naht exakt werden soll kann man auch einen Seitenanschlag zur Hilfe nehmen, an dem die Stoffkante gleichmäßig entlanggeführt wird. Bei meiner Maschine ist ein Anschlag zum anschrauben mit dabei, es gibt aber auch magnetische Hilfen, die sich auf mechanischen (keine computergesteuerten) Maschinen befestigen lassen. Reinigung und Wartung: Mit der Zeit sammeln sich allerhand Flusen und Fadenreste an und verstopfen die Mechanik der Maschine, daher sollte sie regelmäßig mit einem Pinsel gereinigt werden. Dazu schraube ich mit einem passenden Schraubendreher oder einer passenden Geldmünze die Stichplatte ab und pinsele alles weg, wo ich rankomme, danach puste ich mit einem Blasebalg, der früher der Objektivreinigung diente hinterher (das mit der Druckluft ist allerdings ein umstrittenes Thema und wird oft abgeraten). Bei mechanischen Maschinen darf alle paar Nähstunden ein Tropfen Nähmaschinen Öl nicht fehlen. Einige Stoffe lassen sich auch komplett Kleben, dazu wird dann noch ein Tapetenroller oder eine Andrückrolle, sowie ein Spatel zum Verteilen des Klebers benötigt. Tipps zum Kleben von silikonisierten Stoffen finden sich hier im Forum und bei Plünnenkreuzer, für Dyneema gibt es hier im Forum auch einen Thread. Welche der gezeigten Helferlein findet ihr überflüssig und was fehlt noch in meinem Nähkoffer?
  2. 16 points
    Kommen wir zu Details und Anwendung. Wie es der Zufall wollte, kam das Geschenk gerade rechtzeitig zu einer der Berliner Overnighter Runden - und so musste ich das gute Stück natürlich probeschlafen, um sicherzugehen, dass es auch funktioniert. Man weiß ja nie bei Hochtechnologien. Ich kann bestätigen - er tut, was er soll. Allerdings hätte der gute Asta Gear bei etwa -1°C im minimum - und mehr als genug Luftfeuchte beim nebligen Lageplatz am See derart über seiner Gewichtsklasse geboxt, dass ich zum Temperaturlimit wenig sagen kann und im Duett aus Asta Gear und Aegismax genächtigt habe. Ich würde auch um und bei 5° als Komfortlimit tippen, recht ähnlich dem Windhard, ob die H-Kammern wirklich einen merklichen Temperaturbonus rausschlagen bleibt auszutesten. Die sehr zahlreichen Schnallen hatte ich ja bereits angesprochen. Hier wird denke ich entweder noch ausgelichtet - oder direkt etwas anderes verarbeitet. Das Gummiband ist etwas schlabberig - und dort, wo der Quilt recht eng zusammenliegt, etwa am Fußende ist das Band auch schlicht zu lang. Auf der Produktseite sind noch Gurte um die Matte zu sehen, an denen der Quilt befestigt ist, diese waren bei mir nicht dabei, ich habe mal nachgefragt. Ähnelt etwas der @Stromfahrer'schen Knopflochgummimethode. Ansonsten selbes Prinzip wie beim Windhard - Zipper - und Kordel unten zum verschließen, oben am Kopfende auch noch ein Kordelkanal, um dicht zu machen. Band zu weit, ein Tanka kann weg, Gummikordel recht dick - einsarpotential. Sämtliche Clips alle paar cm braucht sicherlich auch kein Mensch. Kopfende Wie bereits angesprochen lässt sich das ganze auch Umdrehen, wer also schon immer anstelle Warnfärbung für den kurzsichtigen, aber schießwütigen Jagdpächter tragen wollte, kann sich auch in dezentem Schwarz bejagen lassen. Wobei dann wohl wirklich die in dem Fall innen liegende Abdeckklappe des Kopflochs der Schere zum Opfer fallen sollte, denke, das stört doch etwas. Dann noch den Anus - äh das Kopfloch zuziehen, und fertig ist die mollige Tüte. Auffüllen lassen sollte sich der Asta Gear übrigens ähnlich einfach wie der Windhard, die Kammern lassen sich ebenso einzeln öffnen, auffüllen und wieder verschließen. Wie der Windhard könnte auch der Asta Gear mit einen 250g gut noch 50g gebrauchen, ist er doch hier und da recht mau befüllt. So weit eine ganz runde Sache - bis auf die Kleinigkeiten der Verschlüsse, die sich bei Bedarf umarbeiten lassen eine erstaunlich wertige Konstruktion, die die Kältebrückenprobleme des Windhard (Kopfloch und durchgesteppte Kammern) konsequent löst - allerdings mit einer entsprechenden Gewichtsstrafe. Ob der Wärmegewinn das Mehrgewicht rechtfertigt, muss sich zeigen. Aber bisher bin ich angetan und so wird das gute Stück sicher auch mal von mir Auslauf bekommen, falls es nicht ganz so stark genutz wird wie erhofft. Der Preis von nicht einmal 60€ ist jedoch für diese Machart absolut unschlagbar. Über den ethischen Aspekt des Preises mag man sich sicherlich streiten, aber so lange auch namenhafte Hersteller nicht in der Lage sind, ihre Produktionsketten und Daunenproduktion nachvollziehbar transparent zu gestalten, ist das hier zumindest für mich eine Alternative. In diesem Sinne - was sind Eure UL Fashion Trends für 2020? Wer traut sich orange?
  3. 14 points
    So liebe ULer Ich bin grade durch Zufall nochmal auf euer Forum gestoßen und denke ich bin euch Rede und Antwort schuldig, da ihr mir ja ursprünglich so hilfsbereit geantwortet habt. Ich bin Ostern los, zu Hause in Aachen und dann tatsächlich bis nach Santiago gewandert. Wo ich 82 Tage später ankam. Ganz UL war es anfangs nicht. Inkl der Stöcke hatte ich ca. 6kg. Später habe ich mein Kopfkissen (super unnötig) aufgegeben und durch meinen Pullover ersetzt. So ein Wollpulli ist eh angenehmer als so ein Plastikkopfkissen. Das war ein Aha Moment für das double use Prinzip. Meine Dampfsperre habe ich auch zurück nach Hause gehen lassen, fiese Erfahrung! Kopflampe ging auch nach Hause. Wozu hat man denn ein Smartphone und wenns dunkel wurde habe ich ohnehin schon vorher mein Lager aufgebaut. Noch ein bischen Kram ging weg (Thermoskanne, 2. Shirt, etc.) und ich war bei knapp 5kg. Nächstes mal sollen es defintiv unter 5 sein. Und der Virga 2 war eher so naja. Nähte an beiden Schultergurten sind zur hälfte gerissen... Biwack war auch eher weit weniger praktisch als gedacht. Auch würde ich nächstes mal gerne ohne stove losziehen. Morgens in der feuchte und kälte ist ein warmes Essen und Tee zwar Gold wert, doch ist es doch genauso schön bereits früh km zu machen :). Ständig diese Gaskartuschen rumzuschleppen ist aber wirklich ein pain in the ***. Ich bin auch grade auf euch gestoßen wegen dem Thema coldsoaking. So viel oder so wenig zum Gewicht. Nun zur Reise, welche unendlich bereichernd war. Ein absoluter gamechanger. Grade mir als jungem Mann (20 Jahre), hat es extrem gut getan! Wer hier Kinder hat, sollte denen nach dem Abi nahe legen nicht (nur) in ferne Länder zu reisen sondern mal seinen Körper und die Natur kennenzulernen. Habe beides gemacht und der Jakobsweg war, naja, Erfahrungsreicher. Ich habe bis Saint-Jean-Pied-de-Port ca. ø 21km am Tag gemacht. Dann eine sehr toughe Slovakin kennengelernt die 50km täglich machte. Sie hat mir dann als Vorbild gedient und ich bin mehr oder weniger mir ihr bis nach Santiago gewandert - ein drei wöchiger Marathon. Alle meine Erfahrung waren unendlich beeindruckend und haben mein Leben zutiefst verändert. Ich kann es kaum in Worte fassen wie viel mir diese Reise bedeutet. Ich habe auch mal ein paar Bilder komprimiert und angehangen. Die sind alle noch von vor Saint-Jean-Pied-de-Port (ab da mehr Strecke als Fotos gemacht). Und auch alle fast alle noch von vor der Gewichtsreduzierung des Gepäcks. lg - Noah
  4. 13 points
    bri

    Scottish National Trail

    9.5.2018, 20 km An diesem windigen und regnerischen Tag laufen wir meist mit dem Kopf nach unten. Es geht über kahle Hügel, die keinen Schutz bieten. Es geht wieder aufwärts Von weiten schon sehen wir „The Three Brethren“ ganz oben auf dem Hügel und hoffen, dort im Windschatten eine Pause machen zu können. Weit gefehlt. Runde Bauwerke haben keinen Windschatten. Also machen wir nur ein paar Fotos, ziehen die Kapuze wieder tief ins Gesicht und laufen abwärts. The Three Brethren Blick von den Three Brethren aus: In Tranquair treffen wir die Entscheidung, dass wir nicht geradeaus auf unserer Route weiterlaufen, um einen Platz zum Übernachten zu suchen, sondern nach rechts abbiegen und uns im ca. 3 km entfernten Innerleithen eine Unterkunft suchen, um uns einmal richtig aufzuwärmen. Wir landen im Tranquair Arms Hotel, genießen eine schöne heiße Dusche und waschen unsere Sachen. Es kostet mich etwas Überwindung, mit meiner langen Merino-Schlafhose und den Badeschuhen ins hoteleigene Restaurant zu gehen. Aber der Hunger ist stärker. Also husche ich durch die Bar, schiebe mich an den ersten erreichbaren Tisch im Restaurant und dann lassen wir es uns erstmal gut gehen. Die Whiskyauswahl in der Bar ist auch nicht zu verachten. Lecker!
  5. 9 points
    bri

    Scottish National Trail

    08.05.2019, 22km Nach einer ziemlich guten Nacht an diesem geschützten Ort frühstücke ich meine beiden letzten Kekse. Hatte ich schon geschrieben, dass meine Nahrungsvorräte nicht ganz der Planung entsprachen? Meine Sandwiches hatte ich an den ersten zwei Tagen verputzt und lebte seitdem von Keksen und Powerriegeln. Seltsamerweise habe ich nichts vermisst. Wenn mein Magen mir tagsüber signalisierte, dass es Zeit zum Auffüllen wäre, besänftigte ich ihn mit einem halben Powerriegel. Morgens ein paar Kekse und abends die andere Hälfte des Powerriegels und noch einen Keks zum Nachtisch. Aber heute würden ich bei Graig's Hostel meine Vorräte auffüllen können. Die Berge sind noch verborgen, die Wolken hängen tief, wirken aber nicht bedrohlich. Als ich gegen 9 Uhr die Weide überquere, um wieder auf die Straße zu gelangen, sehe ich dort einen quietschgrünen Osprey vorüberziehen. Wir rufen uns ein kurzes "Guten Morgen" zu, bevor er sich mit langen Schritten davon macht. Locker flockig marschiere ich den Schotterweg bergab, mal nahe am Allt a' Chaonais entlang, mal in einiger Entfernung des Flusses. An einigen Stellen sind alte Bäume zu Holz-Kunstwerken verwittert. Allmählich ändert sich die Vegetation, die ersten ernstzunehmenden Bäume tauchen auf und schließlich gelange ich in einen Wald. Hier stoße ich auf Waldarbeiten. Die Seilwinde, mit der drei gefällte Stämme gleichzeitig vom gegenüberliegenden Hang zum Verladeplatz gezogen werden, sind beeindruckend, aber auf dem Foto leider nicht zu erkennen. Deutlicher ist der Abstand des Klohäuschens zum aktuellen Arbeitsplatz der Waldarbeiter. Hieraus möge jeder selbst seine Schlüsse ziehen. Mobile Klohäuschen sind auch in Schottland blau Und dann fängt der Himmel an zu zaubern. So etwas habe ich noch nie gesehen. Vermutlich, weil uns in der norddeutschen Tiefebene einfach die passenden bewaldeten Hügel fehlen. Völlig verzaubert laufe ich weiter, bevor mich eine dreiviertel Stunde später dieses unsittliche Angebot trifft. Wer, bitte schön, stellt einem Wanderer mit nahezu leeren Essensvorräten mitten im Nirgendwo so etwas in den Weg? Ich ignoriere diese Zumutung und werde fünf Minuten später mit dem Anblick von Graig's Hostel belohnt. "OPEN ALL YEAR". Klasse. Aber leider nicht am 8. Mai 2019 um 11 Uhr! Ich gehe über das Grundstück, um das Haus herum und sehe - keine Menschenseele. Alle Türen zu. Ich setze mich auf eine Bank und denke nach. OK. 11 Uhr. Vermutlich sind alle, die die letzte Nacht hier verbracht haben, wieder unterwegs. Neue Gäste sind frühestens am Nachmittag zu erwarten. Wahrscheinlich ist gerade die beste Zeit, um einzukaufen. Ich bleibe noch 10 Minuten sitzen und ziehe dann weiter. Essen wird völlig überbewertet. Zumindest ist mein Rucksack jetzt nicht schwerer geworden. Ist doch was Positives. Ich gehe ein Stück an der Straße entlang und biege dann nach rechts auf den "Public Path to Torridon by the Coulin Pass", kurz "Old Pony Track" ab. Der Weg führt zunächst durch einen Wald und dann durch niedrigeren Bewuchs den Berg hinauf. Inzwischen zeigt sich die Sonne immer öfter und es wird sehr warm. Je höher ich komme, desto schöner wird die Aussicht auf den Loch Dùghaill. Nach ca. 1 km erreiche ich einen breiten, festen Schotterweg und es geht sanfter aufwärts. Mit zunehmender Höhe wird es wieder kälter und feuchter. Der jetzt beginnende Regen wird mich den Rest des Tages begleiten. In der Ferne kann ich bald schon Loch Coulin entdecken. Dann zieht sich der Weg sanft am Hügel wieder nach unten bis zum River Coulin, über den eine schöne, solide Steinbrücke führt. Weiter geht es am River Coulin entlang und irgendwann über eine weitere Brücke wieder auf die andere Seite. Laut Karte soll ich hinter ein paar verstreut liegenden Häusern einen Wald erreichen. Von diesem ist aber inzwischen ein großer Teil abgeholzt, die Reste ragen noch aus dem Boden und bieten irgendwie einen trostlosen Anblick. Ja, ich weiß - die Holzwirtschaft. Ist auch keine Kritik, sondern nur das, was ich beim Vorbeiwandern empfinde. Blick zurück Der Weg lässt sich so gut gehen, dass ich prompt einen Abzweig verpasse. Zum Zurückgehen habe ich auch dieses Mal keine Lust, so dass ich mich durch die Reste des geschlagenen Waldes kämpfen muss, um den richtigen Weg wiederzufinden. Blöde Idee. Irgendwann bin ich wieder am richtigen Weg. Warum ich diesen breiten Schotterweg übersehen habe, erschließt sich mir nicht. Die nächsten vier Kilometer verlaufen ereignislos über den einen Hügel, bis ich auf einen Querweg stoße. Da ich nicht sicher bin, ob ich links oder rechts abbiegen muss, schaue ich erstmal auf meine Karte und stelle fest, dass ich schon wieder einen Abzweig verpasst habe. Ich entscheide mich, nach rechts zu gehen, in der Hoffnung, dass die Karte sich irrt und ich wieder auf meinen Weg komme. Der Weg ist wunderschön von blühendem Ginster und kleinen Birken gesäumt. Und er endet zum Glück nicht wie auf der Karte eingezeichnet ist, sondern stößt auf den Pfad, auf dem ich eigentlich schon längst sein soll. Doch wehe, wenn Wünsche in Erfüllung gehen. Dieser Pfad hat es in sich. Ein Trampelpfad durch hohes Heidekraut und Matsch, mehrmals über einen namenlosen Bach rüber - oder doch nicht? Es ist nicht immer zu erkennen, wo der Pfad entlang geht. Mal gibt es mehrere oder auch mal gar keinen mehr. Der dichte Bewuchs sorgt dafür, dass ich jetzt nicht nur von oben nass werde, sondern von allen Seiten. Suchbild: Mein Weg. Irgendwie schlage ich mich durch und erreiche endlich ziemlich erschöpft Kinlochewe, gehe ins Restaurant des Hotels, setze mich an die Theke und bestelle mir erst mal ein schönes Bier. Es war mir bisher nicht bewusst, welche wunderbaren Gefühle das Wort "OPEN" in Verbindung mit einer offenen Tür in mir auslösen kann. Und auf einmal spricht mich ein Mann an, den ich nicht kenne. Ich schaue ihn fragend an und er erklärt mir, dass wir uns schon zum dritten Mal begegnen. Wie soll man auch darauf kommen, dass diese saubere Person zu dem grünen Osprey-Rücken gehört, den ich mehrmals und meist nur kurz von hinten gesehen hatte. Er hat sich ein Zimmer im Hotel genommen, schon geduscht und saubere Klamotten an. Hmm, Zimmer nehmen? Warm? Dusche? Klingt nicht schlecht, aber ich entscheide mich dagegen. Zu einem weiteren Gespräch kommt es nicht, weil sein Essen schon auf dem Tisch steht und ich erstmal mein Zelt aufstellen will. Gegenüber vom Hotel gibt es öffentliche Toiletten, Sitzgelegenheiten und ein kleines Stück Rasen. Dort baue ich mein Zelt auf, wasche mich und gehe dann wieder ins Restaurant. Ein zweites Bier, Hühnchen mit Haggis, Möhren, Kartoffelbrei, eine Extraportion Chips und vor allem die Heizung im Rücken wecken meine Lebensgeister wieder. Sehr lecker, sehr gemütlich, sehr glücklich. Gegen zehn Uhr krabbel ich mit der nötigen Bettschwere in mein Zelt, das inzwischen nicht mehr allein auf dem Platz steht. Hühnchen mit Haggis, Möhren, Kartoffelbrei
  6. 8 points
    bri

    Scottish National Trail

    17.9.2018, 11 km In dieser Nacht habe ich tatsächlich einigermaßen eben geschlafen. Am Morgen stehe ich in einer Regenpause auf und packe alles zusammen. Dann gehe ich noch ein Stück an der Straße entlang, bevor rechts der Fußpfad Richtung Cluanie ausgeschildert ist. Ein Schild warnt vor dem Weg und weist darauf hin, dass man die richtige Kleidung tragen soll. Neun Meilen bis Cluanie. Na, die richtige Kleidung habe ich doch an. Und andere habe ich sowieso nicht dabei. Also los. Es geht auf einem schmalen, holprigen Weg immer bergan. Ich muss bei jedem Schritt aufpassen, wohin ich trete. Steinig, schmal, manchmal zwischen Heidebüschen verborgen. Blick zurück. Am dunklen Berg kann man die schwarzen Forstwege erkennen, die der Landschaft ein vernarbtes Aussehen geben. Mein "Weg" Der Ausdruck "Wasserweg" bekommt eine völlig neue Bedeutung Regen? Wolken? Egal. Nass ist es. Und dann fängt es wieder an zu regnen. Und hört nicht wieder auf. Inzwischen kann ich meinen Weg gut erkennen, weil mir das Wasser auf ihm entgegenkommt. Also quäle ich mich weiter bergauf. Da die Füße sowieso schon nass sind, gehe ich einfach im Wasserlauf entlang und versuche schon lange nicht mehr, dem Wasser auszuweichen. Die Pausen verbringe ich zusammengekauert unterm Regencape versteckt, eng an meinem Rucksack gekuschelt. Noch ist wenigstens kein Wind. So komme ich endlich nach viel zu langer Zeit über die Kuppe. Von Wolken umgeben, kann ich nur erahnen, dass sich vor mir ein grandioses Tal ausbreitet. Jetzt geht es wieder bergab und ich habe die Hoffnung, dass ich etwas Zeit aufholen kann. Von wegen. Der Weg bergab unterscheidet sich von dem bisherigen lediglich dadurch, dass das Wasser und ich jetzt dieselbe Richtung haben - meistens. Ich bin viel zu langsam, es regnet immer noch und hier oben ist es auch noch windig. Irgendwann kann ich wenigstens wieder die Umgegend erkennen. Ein langes weites Tal, durch den sich ein Fluss schlängelte. Ich ahne noch nicht, dass ich mit diesem Fluss noch meinen Spaß haben werde. Aus den Bergen rauschen die Wasserfälle herab. Immer wieder muss ich die daraus entstehenden Flüsse queren. Manchmal reichen zwei, drei große Schritte über Steine, manchmal muss ich furten. Das Wasser ist nicht wirklich kalt. Oder meine Füße haben schon jegliches Kälteempfinden ad acta gelegt. Es regnet immer noch. Das, was ich sehen kann, lässt mich vermuten, dass ich an einem atemberaubenden Platz bin. Und dann stehe ich auf einmal vor einem dieser Flüsse, die aus den Bergen kommen und sehe auf den ersten Blick keine Möglichkeit, auf die andere Seite zu gelangen. Die Strömung ist an der Stelle, an der keine Steine mehr sind, zu stark. Der Pfad verliert sich im Gras, so dass ich ziemlich unsicher bin, wo ich weitergehen soll. Also muss mein Handy mir mal wieder den Weg weisen. Hey! Ich soll gar nicht über diesen Fluss! Ich soll nach rechts abbiegen und den breiten Fluss queren. Na toll! Also stehe ich an der Flussmündung und bin so schlau wie vorher. Zurück ist keine Option. Also lösungsorientiert denken. Unterhalb der Mündung fließt mehr Wasser als oberhalb. Kurz vor der Mündung scheint der einfließende Fluss einen Steinwall aufgeschwemmt zu haben. Das sieht flacher aus. Um an die Stelle zu kommen, muss ich aber doch erstmal den Nebenfluss überqueren. Also Augen auf und durch. Da die Hose sowieso schon komplett nass ist, krempele ich sie gar nicht mehr hoch. Mit meinen Stöcken vorsichtig tastend, immer drei von vier Stützen (2 Füße und 2 Stöcke) fest auf dem Grund, schiebe ich mich vorsichtig erst durch den kleinen, dann durch den breiten Fluss. Das Wasser reicht nur bis zu den Knien. Na, geht doch! Jetzt weitergehen, damit das meiste Wasser aus Schuhen, Strümpfen und Hose wieder rausläuft. Nach der Furt windet sich der Weg auf leichter Höhe parallel zum Fluss, immer noch gemeinsam genutzt von mir und dem Wasser, das mir jetzt zur Abwechslung mal wieder entgegenkommt. Zwischen zwei großen Steinen, die mich etwas vor dem Wind schützen, mache ich noch mal eine Pause. Ein Kontrollblick auf das Handy zeigt mir, dass ich circa 10 m vorher rechts abbiegen sollte, um den nächsten Berg hinauf zu steigen. Also los. Irgendwann muss es ja auch wieder mal abwärts gehen. Blick zurück Blick vorwärts Als ich fast oben bin, darf ich noch einen von mir vorher so bewunderten Wasserfall furten. Blick zurück ins Tal Dann zieht sich der Pfad mit etwas auf und ab nahezu auf einer Höhe entlang. Ich bin wieder in den Wolken und es ist sehr windig geworden. Auf meiner Karte finde ich an dieser Stelle den Vermerk "Zeltplatz suchen". Der Weg bis hierher war also eigentlich für gestern geplant. Ich sehe mich um und muss lachen. Kein Stück ebene Fläche, alles voll im Wind und der Boden tendiert von komplett nass zu noch nasser. Na, das wäre ja eine schöne Zeltplatzsucherei geworden. Also weiter. Dass ich mein Tagesziel heute nicht mehr erreichen würde, ist mir inzwischen klar. Und dass ich deshalb morgen Cluanie Inn als Ausstiegspunkt nehmen muss, ebenso. Laut Karte werden die restlichen geplanten 80 km in etwa das Gelände haben, durch das ich heute gegangen bin. Ich kann die Strecke nur schaffen, wenn ich die verlorene Zeit wieder aufhole. Die Wahrscheinlichkeit, dass das klappt, tendiert nach dem heutigen Tag gegen Null. Außerdem sind die Akkus meines Handys und meiner Powerbank fast leer, so dass ich sie im Cluanie Inn erstmal aufladen müsste, was auch wieder Zeit kostet. Nachdem ich die Entscheidung für den morgigen Ausstieg gefällt habe, ist der Druck raus, aber das Wetter wird davon auch nicht besser. Dann endlich sehe ich nach einer Kurve in der Ferne eine steinerne Brücke. Diese Brücke bedeutet mindestens Schotterstraße. Bis dahin ist es noch ein ganzes Stück, aber es geht nur noch bergab. Etwas weiter rechts kann ich durch Regen und Wolken den Loch Loyne sehen. Eine Straße in der Ferne Blick auf den Loch Loyne (rechts im Dunst) Leider werden Wind und Regen immer heftiger und ich bin inzwischen durchnässt, erschöpft und ziemlich demoralisiert. An der Straße angekommen, die sich wirklich als Schotterweg herausstellt, habe ich noch gute 6km bis zum Cluanie Inn vor mir. Die nächste Zeit verbringe ich mit der Überlegung, ob ich wohl im Cluanie Inn ein Zimmer bekommen würde. Ich meine mich aber zu erinnern, dass die Preise dort ziemlich heftig sind, obwohl meine diesbezügliche Schmerzgrenze mit jedem Schritt weiter sinkt. Falls es dort aber kein Zimmer für mich gibt, werde ich vor dem Problem stehen, im Dunkeln einen Platz zum Übernachten suchen zu müssen. Ich entscheide mich für den Spatz in der Hand und beginne, eine Stelle für mein Zelt zu suchen. Das erweist sich mal wieder als schwierig. Neben der Straße ist circa 1/2 m Randstreifen und dann fängt das Bog an. Gerne hätte ich einen windgeschützten Platz, aber die Stellen im Windschatten von größeren Steinen oder Felsen lassen nässetechnisch nichts Gutes ahnen. Also weiter und weiter und weiter. Irgendwann kommt eine Brücke, vor der links etwas mehr Platz neben dem Weg ist. Mein Platz! Ich lassen meinen Rucksack vom Rücken rutschen und sage zu ihm: "Tut mir leid, Kumpel. Einer von uns muss jetzt ohne Regencape auskommen. Und ich bin es nicht!". Und dann versuche ich, mein Zelt aufzustellen. Es regnet wie blöd, es stürmt und ich bekomme die Heringe nicht in den Boden, weil die Straße unter dem Gras zu weit in den Randbereich geschottert war. Keine Chance! Also ziehe ich mit dem Zelt auf die rechte Seite hinter der Brücke, wo es ein breiteres, mit Heide bewachsenes Stück gibt, das etwas höher liegt. Dort kann ich endlich mein Zelt aufstellen. Nicht optimal, die Seiten liegen auf den Heidebüschen und in der Mitte ist eine Vertiefung. Egal, ich will nur noch rein. Alles ist nass. Selbst der Rucksack ist inzwischen innen nass. Ich ziehe mich um, gönne mir zum Aufwärmen zwei Whiskies, krabbele in den klammen Schlafsack und will nur noch schlafen. Und dann geht es richtig los. Bis in den frühen Morgen Sturm und prasselnder Regen. Die Abspannungen an den Seiten des Zeltes muss ich circa alle halbe Stunde nachziehen. Dazu muss ich zum Glück nur rechts und links durch die Türen des Innenzeltes greifen. Ich bekomme keine trockenen Hände, alles ist nass oder klamm. In meiner Zeltbodenvertiefung sammelt sich Wasser, ich werfe ein Tuch dazu, das das Wasser aufsaugen soll. Aber es gibt mehr Wasser als Tuch. Das Fußteil meines Schlafsacks fühlt sich auch inzwischen ziemlich schwer an und ich versuche zu verhindern, dass er beim Umdrehen in die Wasserpfütze hängt. Vermutlich völlig überflüssige Liebesmüh. Circa um 2 Uhr nachts hilft nichts mehr. Das Zelt hat nicht mehr genug Spannung, es schlägt zu weit nach innen und ich kann nicht ausweichen. Ich muss raus und alle Heringe prüfen, beziehungsweise nachsetzen und die Abspannleinen strammziehen. Dabei leere ich gleich noch den kleinen See in meinem Zelt aus. Meinen 650ml-Topf kann ich zweimal komplett füllen. Danach verstecke ich mich wieder in meinem klammen Schlafsack. Seltsamerweise ist mir nicht kalt, es ist nur unangenehm. Und irgendwann schlafe ich dann wieder ein.
  7. 7 points
    skullmonkey

    European Trail Days 2020 in Vännäs, Schweden

    Liebe Ultraleicht Trekking Gemeinde, dieses Jahr organisiere ich zusammen mit Kenneth Shaw die ersten "European Trail Days". Es ist als ein kostenloses Happening für Freunde des ultraleichten Wanderns, Packraften und Bikepacken gedacht, bei dem Ihr Euch mit Gleichgesinnten austauschen, interessanten Vorlesungen beiwohnen , in Seminaren was Neues lernen und natürlich auch einige ultraleichte Ausrüstung erstehen könnt! Die European Trail Days 2020 finden in Vännäs, auf der Glassbonden Farm, statt, und man kann von Umeå aus in zwei Tagen auf dem Tavelsjöleden Trail bis zum Ort des Geschehens wandern Auf der Website von Visit Vännäs gibt es alle Infos zur Anreise (und demnächst auch expliziter auf unserer eigenen Webseite, wenn Sie live geht). In der Nähe gibt es auch eine Handvoll an schönen Trails mit Längen von 40 bis 100 km, so dass sich auch ein längerer Besuch lohnt wenn man von weiter her kommt. Sämtliche Vorlesungen und der Besuch auf der Messe - wir haben schon Zusagen von Locus Gear, Gossamer Gear, Liteway Equipment, Six Moon Designs und einigen mehr - sind kostenlos! Wir sind zudem sehr Stolz darauf ein sehr feines Line-up and Sprechern zu haben: - Glen Van Peski - Chris Townsend - Linda Åkerberg - Jörgen Johansson Glen wird auch einen Workshop abhalten, und über die nächsten Wochen werden wir weitere Workshops (= Seminare auf Deutsch) bekanntgeben. Dazu kommt ein kostenloses Konzert am Samstag Abend, Lagerfeuer, leckeres Essen und dir Möglichkeit auf dem Fluss zu packraften! Wer auf dem Eventgelände übernachten möchte muss sich nur ein Ticket kaufen: https://www.eventbrite.com/e/european-trail-days-2020-tickets-84572284981 Wir sind im Moment noch dabei die Webseite fertigzustellen, aber wir haben schon eine Facebook Seite und sind auch auf Twitter und Instagram zu finden. Wenn Ihr Fragen habt könnt Ihr Euch dort oder hier an mich wenden! Ich hoffe die eine oder den anderen von Euch Ende Mai in Schweden zu treffen
  8. 7 points
    wilbo

    Temperaturangaben bei Schlafsäcken - Vergleichbarkeit

    Jupp, so mache das auch. Manche drücken auch das Lineal in die Mitte des Schlafsacks. http://www.rayjardine.com/ray-way/Quilt-Kit/index.htm?g_page=16 Seit einigen Jahren verwende ich für den groben Vergleich eine Formel die ich bei "odoo tv" aufgeschnappt habe: Komforttemperatur Männer= 17,5 Grad - (Loft in cm x 3,5 : 2) Komforttemperatur Frauen= 23,5 Grad - (Loft in cm x 3,5 : 2) Das gibt erstmal eine Orientierung für Kalt- und Warmschläfer. Dazu kommen natürlich die oben schon genannten Faktoren wie ein Schlafsack geschnitten, gefüllt ist und welche Materialien verwendet wurden. Ja, das kenne ich. Neulich habe ich erst erfahren, das alle Schlafsäcke die auf die EN Norm getestet werden, auf einer Isomatte mit einem R-Wert von 4-5 liegen. Also auch die Sommersäcke! Da kommt schon mal einiges an Leistung nur von der Isomatte. Wenn man jetzt den Schlafsack am Rücken weniger füllt und dies mit der extra warmen Isomatte kompensiert, erklären sich einige Unterschiede... Auch habe ich in den letzten Jahren bei der Bewertung von Daunenschlafsäcken oft einen leichten "underfill" feststellen dürfen. Viele Hersteller neigen inzwischen dazu, die Kammern nur soweit zu füllen, dass der Schlafsack anständig loftet, also gut aussieht. Wie die Füllung nach zwei Nächten mit hoher Luftfeuchtigkeit und zweimaliger feuchter Kompression aussieht, ist wahrscheinlich ein zu spezieller Anwendungsfall. Für die Bewertung von Schlafsäcken ist es übrigens ganz informativ, kurz nach dem Auspacken den Kopf in den Sack zu stecken. So sieht man nämlich die Kältebrücken sehr gut durchscheinen. Wenn der Sack mit Zeit richtig loftet, wird man einen deutlichen Unterschied im Durchlicht feststellen können. Sollten immer noch Kältebrücken sichtbar sein, die sich nicht aufschütteln lassen, darf man sich über einen Wärmeverlust nicht wundern. VG. -wilbo-
  9. 7 points
    OT: Ich würde mir wünschen, dass das Thema "Daunen-Herstellung" in einem separaten Faden behandelt wird. Wahrscheinlich liegt uns allen, an einer angemessenen und würdevollen Nutztierhaltung jenseits von Tierquälerei. Für mich als Konsumenten ist es extrem schwer zu beurteilen, woher die Daune für unsere Outdoor-Produkte stammt. Daher halte eine Sammlung von aktuellen Informationen für Sinnvoll. Dort wäre auch der Raum für eine Auseinandersetzung, Moral & Ethik versus Konsumverhalten. Das ist ebenfalls ein Aspekt unseres Lebens, der mir sehr am Herzen liegt. VG. -wilbo-
  10. 6 points
    paddelpaul

    Durstichschutz und/oder Groundsheet

    Durstichschutz = Groundsheet: zumindest bei schlechtem Wetter kannst Du mit dem Groundsheet Regenwasser sammeln; so schützt es Dich effektiv vor durstich... Tschuldigungtschuldigungtschuldigung, aber das musste sein
  11. 6 points
    zeank

    Haltbarkeit von Icebreaker Merino Teilen ?

    Meiner Erfahrung nach ist Icebreaker nicht schlechter als andere Hersteller reiner Merino-Wäsche. Mischgewebe zB mit Seidenanteil hält etwas länger. Nichtsdestotrotz, es bilden sich schnell Löcher - egal wie wenig und vorsichtig man sie wäscht. Und deshalb bin ich für mich zu der Einstellung gelangt, dass ich ein paar Löcher auch akzeptiere. Funktionell haben Kleidungsstücke mit Löcher so schnell ja keine negative Auswirkung. Und besonders bei Unterwäsche sieht es ja auch kaum jemand.
  12. 6 points
    Jennypenny

    Vorstellungsthread

    Hallo Zusammen, ich dachte eigentlich, ich hätte mich schon mal vorgestellt, als ich zu Anfang des Jahres schon mal so tolle Tips hier bekommen habe. Offenbar habe ich das aber nur in Gedanken getan, daher hier nochmal richtig. Ich bin schon immer am liebsten draußen unterwegs, ob zu Fuß, mit Rad oder Boot, am Fels oder im Wald. Das versuche ich auch meinen beiden Töchtern mitzugeben. Ich glaube, ich könnte mich getrost als Naturfreak und leidenschaftliche Ökotante bezeichnen. Am liebsten würde ich den Computer-Sitz-Job an den Nagel hängen und nur noch draußen arbeiten: Elche zählen, Fledermäuse retten, Bäume verarzten oder so. Der UL-Gedanke hat sich für mich so nach und nach entwickelt, auch aus Notwendigkeit, weil ich wegen Knieproblemen nicht mehr wie früher so viel schleppen kann. Da ich ausschließlich in Minimalschuhen oder gleich ganz barfuß laufe, liegt UL sowieso zwangsläufig nahe. Im Moment plane ich für den südlichen Kungsleden im Sommer und platze schon fast vor Vorfreude. Viele Grüße, Jennypenny
  13. 6 points
    bri

    Scottish National Trail

    13.9.2018, 20 km Etwa um 8 Uhr bin ich bei Sturm und Regen aufgewacht. Das fängt ja gut an! Mein Müll wird mir auch heute wieder an der Hand baumeln. Schuhe und Strümpfe sind so pitschnass wie gestern Abend. Und dann meldet sich mein Handy, dass der Akku fast leer sei. Also Powerbank ran. Auch leer. Bei dem wechselhaften Wetter habe ich mein Regencape immer an und deshalb keine Chance gehabt, die Powerbank mit den Solarzellen zu laden. Gibt es eigentlich nur Probleme oder bin ich zu blöd zum Wandern? Auf mein warmes Frühstück verzichte ich mal wieder. Zu windig. Zu nass. Und in der Bothy höre ich noch nichts und will die Mädels nicht wecken. Sie sind aber schon auf und gehen kurz vor mir in die Richtung, aus der ich gestern gekommen bin. Immerhin bin ich schon um 9 Uhr mit allem Getüdel fertig und laufe los. Der Weg ist klar und ich schone meinen Handy-Akku. Nur, dass ich auch mit Fotos sparsam sein muss, tut mir leid. An einer Stelle kann ich mich nicht beherrschen. Diese interessante Brücke muss ich einfach aufnehmen. Ich muss unbedingt einen Ort finden, an dem ich meine Akkus aufladen kann und meinen Müll loswerde. Mit diesen Gedanken trabe ich bis Balgowan. Dort sehe ich ein B&B mit Pferdeboxen und auf dem Hof eine Frau, die sich nicht schnell genug vor mir in Sicherheit bringt. Ich frage sie, ob ich Handy und Powerbank aufladen dürfte. Sie habe keine Zimmer frei. Nein, ich will kein Zimmer, nur mein Handy aufladen. Sie müsse gleich los und hätte keinen Raum … Ich mache ihr klar, dass ich nirgends rein wollte, nur laden. Ob sie vielleicht draußen eine Steckdose habe. Ihr Blick geht zum Pferdestall und ich habe gewonnen. Ich darf die Steckdose benutzen. Die Geräte klemme ich etwas hinter die Holzlatten, damit sie vor Regen geschützt sind. Und schon kommt der nächste heftige Schauer. Ich kauere mich mit meinem Rucksack unter mein Cape, mache mich so klein wie möglich und warte den Schauer ab. Vermutlich habe ich ziemliche Ähnlichkeit mit einem quietschblauen Pezziball. Nachdem der Schauer vorbei ist und ich mich wieder entfaltet habe, bietet mir eine nette Reiterin (die Tochter?) einen Tee oder Kaffee an. Dieser Engel bringt den Tee mit einem Keks-Riegel und erlaubt mir auch, meinen Müll zu entsorgen. Damit kann ich endlich wieder beide Trekkingstöcke benutzen und renne den Rest des Tages mit einem Dauergrinsen rum. Dann geht es bis abends auf Teerstraßen lang. Dadurch kann ich beim Laufen aber die Landschaft ausgiebig betrachten. Und sie ist es wert. Das Wetter ist auch erträglicher, die Sonne kommt ab und zu raus. Aber der Wind lässt kein Stück nach. Den Zeltplatz wähle ich mit Bedacht so, dass ein Wald vor Wind schützt. Ja, Äste wegräumen, ja, schräg liegen, aber kein Wind! Ich liege auf einem dicken Moospolster in meinem kuscheligen Schlafsack und wundere mich, dass ich auf dieser verlassen wirkenden Straße so viele Autos höre. Naja, wenn es dunkel ist, wird es wohl ruhiger werden. Und dann höre ich Stimmen. Zuerst denke ich, dass ich gerufen werde, aber es sind zwei Wanderer, die auf der Straße vorbei gehen. Und dann höre ich einen Schuss. Ich krabbele halb aus dem Zelt, soweit das mit Schlafsack geht, mache einen langen Hals und schaue die Straße entlang. Dort stehen die beiden Wanderer und unterhalten sich mit zwei Männern in grüner Kleidung. Hinter ihnen steht ein SUV mit Anhänger, auf dem sie ein seltsames Gefährt mit acht kleinen dicken Reifen transportieren. Die wollen doch wohl hier keine Jagd veranstalten? Ich will nicht alles wieder zusammenpacken und weiterziehen. Und wie weit muss ich dann? Nachdem die beiden Wanderer weitergehen dürfen, rufe ich zu einem der Männer, ob es O. K. sei, hier zu bleiben. Ja, wäre es. Heute ist eindeutig mein Glückstag!
  14. 6 points
    bri

    Scottish National Trail

    Scottish National Trail Part II 8.9.2018, 16 km Morgens um 6:20 Uhr geht der Flug von Hamburg nach Edinburgh. D. h. um 2 Uhr aufstehen, um 3 Uhr losfahren. Ich habe so eine Angst, zu verschlafen, dass ich gefühlte Stunden lang gar nicht einschlafen kann. Und währenddessen noch mehr Angst bekomme, zu verschlafen. Es geht aber alles gut, ich verschlafe nicht. Frühstücken geht überraschenderweise zu dieser Zeit auch schon. Und ein ordentlicher Kaffee muss sein. Kurz nach 3 Uhr fahre ich los. Park & Fly bringt mich zum Flughafen, keine Diskussionen an der Security über meinen Rucksack, den ich als Handgepäck mitnehme. Der Flieger startet pünktlich. Es klappt bis jetzt alles. Um 7:45 Uhr Ortszeit stehe ich in Edinburgh vor dem Flughafen. Das Restgeld aus dem letzten Urlaub reicht gerade für die Busfahrt zum Bahnhof. Am Automaten hole ich mir erst einmal Geld und suche dann die Post, um mein Päckchen mit dem Messer und den Heringen abzuholen. Die Post öffnet erst um 9 Uhr, also gönne ich mir erstmal ein zweites Frühstück. Panini mit Thunfisch hatte ich morgens um halb neun auch noch nicht. Geht aber. Mein Päckchen liegt wirklich bei der Post, was das Zelt aufstellen in den nächsten Tagen wesentlich vereinfachen wird. Fahrkarte nach Pitlochry gekauft. Klappt. Umsteigen in Sterling. Klappt. Mann Mann, das ist ein Urlaubsbeginn! Kurz bevor der Zug in Pitlochry einfährt, ziehe ich den Rucksack zwischen den Sitzen heraus und prompt reißt der Henkel. Dadurch ist leider die Naht, mit der der eine Schultergurt festgenäht ist, nicht mehr vollständig. Klasse! Das schon auf der Hinfahrt. Ankunft in Pitlochry In Pitlochry kaufe ich Spiritus für meinen Kocher, die Mitarbeiterin und ich finden eine 500ml-Flasche im Regal. Warum habe ich eigentlich meine leere, gründlich gelüftete und schön beschriftete 300 ml Flasche von zu Hause mitgenommen? Weil es so ein Spaß macht, leere Flaschen durch Schottland zu schleppen. In Pitlochry ist an diesem Samstag eine Menge los. Im Ortszentrum sind Musiker und alle möglichen Stände. Einer gefällt mir besonders gut. An ihm wird eine Umfrage durchgeführt, an der alle teilnehmen können. Ich liebe sie, die Schotten! Ich suche lange nch einem vernünftigen Supermarkt, finde aber keinen. Um 13 Uhr komme ich dann endlich aus Pitlochry raus. Leider habe ich immer noch keine Wasservorräte und auch zusätzliches Essen fehlt mir noch. Naja, ist der Rucksack wenigstens etwas leichter. Kurz hinter dem Ort führt der Weg an einem See vorbei, an dem man Boote mieten kann. Ein idyllisches Plätzchen Das Schönste ist der kleine Imbiss am Bootssteg. Hier kann ich endlich meine Wasserflaschen kaufen. Hust. 1£ für 500 ml Wasser. Na gut. Ich lege lächelnd 2£ auf den Tresen und mache den Flaschen klar, dass ich für den Preis von ihnen ein langes Durchhaltevermögen erwarte. Jetzt geht es auf einem wunderschönen Waldpfad am River Tummel langsam bergauf, dann am River Gerry bis Kilicrankie. Immer mal wieder kann ich durch die Bäume einen Blick auf Seen werfen. Oder sind nur breitere Flussstellen? Auf jeden Fall ist dort einiges los. Ein Samstag bei schönem Wetter zieht die Familien in dieses offensichtliche Naherholungsgebiet. Die Leute sind aber weit weg, mir begegnen nur wenige Spaziergänger. Ich sehe meinen ersten Wasserfall durch das Laub der Bäume. Ein schöner Weg zum Warmlaufen See oder breiter Fluss? Schmaler Waldpfad bei schönem Wetter Mein erster Wasserfall auf dieser Tour Auf einmal höre ich einen gellenden Schrei. Was war das? Mein Hirn läuft zu Höchsttouren auf, kann mir aber trotzdem keine Erklärung liefern. Sollte ich irgendeine Gefahr auf meinem geplanten Weg übersehen haben? Sicherlich. Aber hier schon? Nach zwei weiteren Kurven löst sich das Rätsel, als ich eine Frau an einem langen Seil von einer hohen Brücke baumeln sehe. Nein - nicht so! Sie hatte Gurte um und wurde gerade wieder hochgezogen. Puh. Sowas wie Bungee Jumping. Also nur selbstgemachte Leiden. Der Weg führt kurze Zeit später an einer weiteren Brücke vorbei, von der aus ich die "Springer-Brücke" noch einmal sehen kann. Die ist ganz schön hoch. Naja, wer's braucht … Auch eine Art von Freizeitvergnügen Von der Brücke springen die runter. Ich glaube, sogar freiwillig! Der River Garry zur anderen Seite Ich gehe weiter am River Garry entlang. Auf einmal taucht rechts neben dem Weg eine sehr hohe gemauerte Steinwand auf. Dann Lücke und dann noch eine. Sehr hoch über mir sind sie mit Bögen verbunden. Etwas später lese ich auf einem Schild, dass es sich um ein Eisenbahn-Viadukt von 1863 handelt. Aber lest selbst. Der Weg führt jetzt weiter aufwärts und ich kann die Brücke in einer Kurve noch einmal von oben sehen. Und darüber erkenne ich dann auch die Straße. Killiecrankie hat nur ein paar Häuser aufzuweisen und ich bin schnell wieder aus dem Ort draußen. Zur Abwechslung geht es jetzt mal auf der anderen Seite am River Garry entlang, allerdings auf einer Teerstraße. Ich habe den Eindruck, dass der Fluss hinter jeder Biegung anders aussieht und bin fasziniert. Auch die alten Brücken haben es mir angetan. Kurz vor Blair Atholl wechsele ich wieder auf die andere Seite des Flusses. In Blair Atholl finde ich noch einen ganz kleinen Laden, in dem ich die noch fehlende Schokolade und zwei Reisgerichte einkaufe. Am Ende des Ortes komme ich an einem Campingplatz vorbei und überlege, ob ich dort schlafen soll. Aber ich habe mich doch so auf die "Wildnis" gefreut. Da werde ich doch nicht gleich die erste Nacht auf einem Campingplatz verbringen. Außerdem will ich heute noch ein Stück weiterkommen. Also biege ich hinter dem Campingplatz auf einen weichen Tannennadelweg ab. Der Campingplatz kommt mir sehr groß vor, ich gehe sehr lange zwischen seinem Zaun auf der linken Seite und dem River Tilt auf der rechten Seite entlang. Irgendwann ist der Campingplatz zu Ende und wird von Wald abgelöst. Der Weg führt merklich in die Höhe und ein Schild warnt mich vor steilen Stellen. Da ich weder Kind noch Hund bin und auch von keinem Fahrrad absteigen muss, fühle ich mich nicht angesprochen und gehe einfach weiter. Irgendwann komme ich dann wieder auf eine Asphaltstraße. Inzwischen bin ich ziemlich erschöpft. Schließlich bin ich inklusive Anfahrt von zuhause seit mehr als 16 Stunden unterwegs und habe seit Pitlochry schon ca. 16 km erwandert. Mein neuer Rucksack macht mir auch noch etwas Schwierigkeiten. Er sucht meine Hüfte. Da kann ich ihm auch nicht helfen, ich suche sie schon seit Jahren. Und das Gewicht bin ich auch noch nicht wieder gewohnt. Den nicht mehr ganz festen Schultergurt versuche ich zu schonen, was dazu führt, dass ich den Rucksack von der anderen Seite als gewohnt auf und absetzen muss. Macht die Sache auch nicht einfacher. In einer Ausbuchtung am Weg finde ich einen ebenen Platz und beschließe, hier meine erste Nacht zu verbringen. Nachdem ich mein Zelt aufgebaut, mein ganzes Gerödel sortiert und eine OK-Nachricht nach Hause geschickt habe, falle ich sofort in einen kurzen Schlummer. Ich muss mich mühsam aufraffen, mich zu waschen und Zähne zu putzen. Zur Belohnung gibt's jetzt noch einen Whisky, der eine wohlige Wärme bis in die Füße schickt. Diesen Tag habe ich mit trockenen Schuhen und Strümpfen beendet. Ich weiß aber noch nicht, dass das bemerkenswert ist.
  15. 6 points
    bri

    Scottish National Trail

    16.5.2018, 22 km Um halb sechs wache ich zum ersten Mal auf und sehe die Sonne vielversprechend über den Berg kriechen. Bis 8 Uhr schlafe ich weiter, koche mir zum Frühstück Kaffee und ein Reisgericht und packe dann in aller Ruhe ein. Der Kaffee wird fertig! Gegen 10 Uhr starte ich, zunächst weglos bergab. Der River Almond ist zu breit und zu tief, so dass ich zunächst keine Möglichkeit sehe, rüberzukommen. Also mache ich mich auf den Weg zur Brücke, die ca. 2 km entfernt, aber in der falschen Richtung liegt. Dann finde ich doch noch eine Stelle, an der ich den Fluss mit Hilfe von Steinen überqueren kann. Auf der anderen Seite erwarten mich 10 km Schotterstraße immer am River Almond entlang. Immer wieder Wasserfälle Ein Steinkreis oder ein Schafgehege? Ein cairn zur Erinnerung an die Gefallenen des 1. Weltkrieges Zwischen ein paar Häusern biege ich links ab, quer über einen Hof und folge dahinter einer weiteren Schotterstraße, jetzt wieder bergauf. Da rechts geht's durch. Schaut euch den Himmel an: Alles echt! Nichts nachbearbeitet. Am Ende der Schotterstraße muss ich auf einen Trampelpfad wechseln, um zwischen den beiden Bergen hindurch zu gehen. Diese Stelle ist etwas verwirrend, weil kein Unterschied zwischen dem gesuchten Pfad und diversen Schafpfaden erkennbar ist. Also wähle ich erstmal die grobe Richtung, um dann festzustellen, dass der Pfad natürlich der falsche ist. Nach etwas Suchen finde ich ca. 50m über mir den richtigen Weg. Ein wunderschöner schmaler Pfad durch die Berge. Grandiose Einsamkeit. Falken, Moorhühner, Hasen und ich. Auf solchen Wegen macht es einfach nur Spaß Am See Lochan a'Mhuilin endet der Pfad auf einer Straße, auf der ich bis zum Loch Freuchie laufe. Loch Freuchie Auf der Straße am See entlang fahren einige Autos, so dass ich nicht traurig bin, nach ca. 3 km wieder abbiegen zu dürfen. Hinter einigen Häusern finde ich etwa um halb sechs ein Plätzchen zum Übernachten. Das ist gut, weil mein Fuß schon wieder seinen Unwillen kundtut und es ab jetzt erst mal wieder aufwärts geht. Neben mir fließt der River Quaich entlang, was mir aber leider nichts nützt, weil er komplett eingezäunt ist. Also benutze ich gezwungenermaßen das Wasser aus einem kleinen Rinnsal, das im Gras kaum auszumachen ist. Ich probiere es und stelle fest, dass der Verkäufer im Berliner Outdoorladen recht hatte: Brackwasser schmeckt auch nach dem Filtern noch nach Brackwasser. Ich hoffe, dass er mit seiner Aussage: "Aber gefiltert schadet es nicht'." ebenso recht behält. Hat er übrigens. Nichts passiert. Den ganzen Tag hatte ich wunderschönes Wetter mit mal mehr mal weniger Wind. Jetzt ziehen ein paar dicke Wolken auf. Hoffentlich hält das Wetter bis Freitag.
  16. 5 points
    bri

    Scottish National Trail

    Nachdem ich jetzt den vierten und (planmäßig) letzten Teil des Scottish National Trail plane, habe ich es immerhin geschafft, den Reisebericht der ersten drei Teile fertigzustellen, und werde ihn so nach und nach hier einstellen. Alle Bilder sind von mir und erheben nicht den Anspruch, Profi-Bilder zu sein. Es sind einfach Erinnerungsbilder. Vorgeschichte Herbst 2017 Seit zwei Jahren habe ich jetzt meine Urlaube mit Wandern verbracht. Obwohl ich seit über 20 Jahren keinen Sport mehr betreibe, hat es funktioniert. Quasi aus dem Stand. Das liegt zum großen Teil an diesem Forum, in dem ich schon vor der ersten Tour das Weglassen gelernt habe. In Verbindung mit den Dingen, die ich neu anschaffen musste und gleich auf das Gewicht geachtet habe, war diese Art des Urlaubs für mich im wahrsten Sinne des Wortes „tragbar“. Danke an alle, von denen ich lernen durfte. Allerdings waren bisher die Übernachtungen immer „unter Dach und Fach“. Jetzt wollte ich mehr. Soweit gehen, wie ich kann und dann genau dort übernachten und am nächsten Tag weiterwandern. Die Anzahl der möglichen MitwanderInnen im Familien- und Bekanntenkreis nahm unter diesen Voraussetzungen rapide ab, um nicht zu sagen: Tendierte gegen Null. Also allein. Auch gut. Ich will das! Ein paar kurze Strecken ausprobiert und die Erfahrung gemacht: Ich kann allein mit mir auskommen und ich kann auf dem Boden schlafen. Ich habe mich lange mit Lappland beschäftigt, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass ich erst woanders üben möchte, wo der Ausstieg bei Nichtgelingen einfacher ist. In diesem Zusammenhang bin ich über den Scottish National Trail gestolpert (wie wahr diese Formulierung werden sollte, erfuhr ich dann später sehr hautnah). Mir gefiel die Steigerung der Strecke bezüglich des Anspruchs. Zunächst in den Lowlands und noch relativ zivilisationsnah beginnen, langsam die Highlands mit ihrem erhöhten Anspruch erobern und ausprobieren, was für mich machbar ist. Da ich allein gehen werde, kann ich mich auch immer nach meinen Möglichkeiten richten. So war mein Plan. Dann fragte mich mein Mann, ob ich was dagegen hätte, wenn er mitkommen würde. Nein, nicht zum Wandern. Er würde während der Zeit mit dem Auto durch Schottland fahren. Aber wir könnten zusammen hin- und zurückfahren. Ich hatte natürlich nichts dagegen. Nicht nur aus dem Grund, weil diese Planung den Charme hatte, dass ich mich um die Anfahrt nach Kirk Yetholm nicht würde kümmern müssen. Ein paar Wochen später fragte meine Schwester meinen Mann, ob er sie wohl mitnehmen würde auf die Autotour durch Schottland. Da waren wir schon zu dritt! Und als ich im Scotch-Club Bremen mit S., die schon sehr, sehr viel gewandert war, über meine Pläne sprach, sagte sie: „Oh, da würde ich gerne mitkommen!“ Wenigsten sie meinte nicht die Autotour, sondern die Wanderung. Und so reisen wir mit Auto und Fähre zu unserem Startpunkt in Kirk Yetholm, teilen uns dort auf und S. und ich nehmen ab 6. Mai 2018 den Scottish National Trail in Angriff.
  17. 4 points
    Tipple

    Durchquerung Finnmark Februar/März '20

    Nein es ist Entendaune und keine Gänsedaune im Schlafsack. https://www.decathlon.de/p/schlafsack-makalu-iii-light-große-l/_/R-p-177495 Decathlon ist eine "Heuschrecke" die auf Teufel komm raus billig und fragwürdig produziert. #kinderhändeausbangladesh Deswegen ist das Zeug so "günstig"zu haben. Das sind ihre "Strukturen"! Sidmond hat sich vielleicht einen gewissen Namen gemacht, da magst du recht haben. Gehört im Decathlon Sortiment zur besseren Ausrüstung. Da ist aber noch viel Luft nach oben! Du kannst dir den Sack gern weiter schönreden, kein Ding. Fakt ist das er für sein Gewicht und Füllmenge ein schlechtes Wärmeverhältnis aufweist. Warum sollten sie viel weniger angeben als er kann? Ein krasser Komfortwert ist doch ein viel besseres Verkaufsargument. Mit der Tüte würde ich nicht auf eine Tour gehen wo minus 30 drin sind. Zu wenig Reserven. Das geht durchaus. Letztes Jahr war ein Bekannter vor uns 2 Wochen solo im Langfjället unterwegs und rate mal wie er gekocht und Schnee geschmolzen hat? Mit einem Trangia Spiritus Set. Mein Kumpel mit dem Hilleberg Soulo hat gestern noch mal bestätigt das es echt tricky ist in einer gut gefüllten Apside zu kochen. Wie gesagt er kocht dann "nur" mit Spiritus. Da gibt es keine krassen Stichflammen. Mit dem XGK wäre ich also etwas vorsichtig. Wenn das Wetter schlecht ist und du drauf angewiesen bist im geschlossenen Zelt zu kochen wird es dann lustig. Stichflammen sind mMn meist eine Folge von falscher Bedienung. Man muss am Ende nur auf seine Ohren hören. Die sagen einem wann man langsam die Leitung aufdreht. Funktioniert zumindest bei meinem uralten Primus Multifuel wunderbar. Außerdem habe ich ne große Abside die locker 120cm hoch ist, so what!? In deiner Packliste ist einiges der "Worn" Items mit 0 Gramm geführt, was hat es damit auf sich? Generell fehlen viele Gewichtsangaben. So schaut das BW natürlich super aus. Eine Daunenjacke die insgesamt 383g wiegt nennst du einen "dicke " Jacke? Dick wäre wohl eher eine Jacke wo alleine die Füllung soviel wiegt. Vielen Lagen müssen auch gut übereinander passen. "Zwiebeln" ist super, keine Frage, aber zumindest bei mir ist am Hals irgendwann Schluss mit lustig. Ich möchte die äußerste Lage auch noch zubekommen ohne erwürgt zu werden. Dann ist mir noch deine Isomatte aufgefallen. Wie willst du mit der Robens Matte plus einer "Noname" Luftmatte eine Bodenisolation für sagen wir minus 20 Grad generieren? Der Eierkarton hat gerade mal einen R-Wert von 2,2, also 2 Grad. Wie sieht es mit Redundanz aus? Eine Windschutzweste kann kein VBL sein, da beim tragen kein geschlossener Raum entsteht. Für mich bist du zu leichtsinnig. Ich sage nur: Schlafsack. Komf. -12 für minus 30 die es werden können. Ich werde das hier, wie mein Kumpel gestern am Telefon sagte, Zitat: "weiter verfolgen" und abwarten ob du das wirklich machst, schaffst, oder ob dich irgendwann die Archäologen finden. Zitat: "In seinem Soulo". Für mich klingt das alles etwas blauäugig. Kann klappen, kann aber auch Folgen haben. Das unterschreibe ich gern. Ich habe in Bewegung idR nur einen Baselayer, Fleece und meinen Paramo Schmock an. Lange rumstehen ist damit natürlich nicht. LG
  18. 4 points
    Generell möchte ich anmerken das man sich Gedanken machen sollte wenn man in mehr als langer Unterwäsche im Schlafsack schlafen muss um Temperaturtechnisch klar zu kommen. Gerade auf langen Touren ist ein warmer angenehmer Schlaf das wichtigste was man benötigt. Da würde ich lieber zur einer Nummer dickeren Schlafsack greifen als einmal zu frieren.
  19. 4 points
    Nimrod

    Vorstellungsthread

    Ein weiterer stiller Leser, habe die 40 schon geknackt und bevorzuge die kühleren Zonen. Meine intensivsten Outdoor-Erfahrungen bestanden aus 30kg+ "Wanderungen" in allen möglichen Klimazonen. Mittlerweile darf ich aber im Dienstleistungssektor arbeiten. Ich klebe nicht am UL, da Jahreszeiten, Klimazone und Einsatzlänge doch entscheidender für mich sind, als die 10 Pfund. (Ich sage nur Schneeschuhe). Aber in den normalen Wanderzonen halte ich die 10 Pfund sogar mit Luxusgütern ein. Auf guten Austausch Timm Gute Vorbereitung ist das A-M, ein klarer Kopf und angewandtes Wissen das N-Z.
  20. 4 points
    bri

    Scottish National Trail

    12.05.2019, 9km Nach dem Aufwachen um sieben Uhr beginne ich den Tag ziemlich gemütlich und genieße den schönen Tagesanfang. Um viertel nach neun habe ich alles zusammen und suche erst mal den Weg, der sich gestern von mir getrennt hatte. Nachdem ich den Trampelpfad wiedergefunden habe, mache ich noch ein Foto von meiner Camp-Stelle. Irgendwo da links unten habe ich übernachtet Mein Pfad versteckt sich immer wieder vor mir oder verbündet sich mit Schaf- und Wildpfaden, so dass ich meist weglos den den Meall Dubh umrunde. Ich bin völlig fasziniert von der Weite, die sich vor mir erstreckt. Schließlich führt mich mein Weg - nein, der gewisslich nicht, aber die geplante Route - nach unten zum River Douchary. An ihm laufe ich entlang bis zu den Ruinen von Glen Douchary. Das Gras ist hier so schön kurz gefressen, dass ich erst einmal eine Pause mache. Pausenunterhaltung: Wolken gucken Gegen Ende der Pause sehe ich von Ferne zwei Wanderer, die sich den Weg bergab offensichtlich ebenso mühsam suchen müssen wie ich. Sie sind aber noch weit entfernt und ich will nicht warten. Also breche ich auf und folge für mehrere Stunden dem River Douchary, was durchaus die eine oder andere Herausforderung für mich mit sich bringt. Zunächst warten ein paar mühsam zu durchquerende "Stufen" auf mich, bei denen ich nie weiß, ob der Grund fest ist oder ob ich bis zum Knöchel einsacke. Nennt man diese Dinger Bogholes? Würde passen. Und dann mache ich einen grundlegenden Anfängerfehler. Meine Route zeigt mir eine durchgehende Linie, keine Punkte. Also gehe ich davon aus, dass ich einem Weg folgen muss. Off-Grid-Abschnitte sind als Punkte gekennzeichnet. Ich schaue aber nicht so genau hin, weil ich ja weiß, dass ich am Fluss entlang gehen muss. Ich quere einen Nebenfluss, folge dem Pfad am Fluss entlang und freue mich, den Weg des Wassers beobachten zu können. Der Fluss gräbt sich immer tiefer in die Landschaft und begeistert mich mit seinen Wasserfällen. Bei einem Sprung über eines der unzähligen schmalen, aber tiefen Rinnsale bricht das Heidebüschel, von dem ich mich abstoße, unter mir weg und ich liege mit dem Rücken nach unten in der Rinne. Das meiste fängt der Rucksack ab. Vor allem sorgt er dafür, dass ich nicht am Boden der Rinne liege, allerdings habe ich mir den Fuß verdreht. Mühsam rappel ich mich wieder hoch. Mein Knöchel ist etwas beleidigt, aber nicht ernsthaft verletzt. Den laufe ich wieder gesund. Mit etwas mehr Vorsicht gehe ich weiter. Und dann sehe ich auf der anderen Seite des Flusses die zwei Wanderer. Wir winken uns zu und ich bin völlig verunsichert. Wieso sind die auf der anderen Seite? Ich überprüfe meine Navigation und stelle fest, dass die Linie auf der anderen Seite des Flusses entlangläuft. Verflixt. Ich habe mal wieder einen Abzweig verpasst. Hier komme ich nicht über den Fluss, ich muss zurück, habe aber keine Lust, soweit zu gehen, bis der Fluss wieder mit dem Gelände auf einer Ebene ist. Also gehe ich nahe am Wasser entlang und suche eine Stelle, an der ich auf dieser Seite hinunter- und auf der anderen Seite wieder hinauf komme. Währenddessen denke ich darüber nach, dass ich gar nicht in die Rinne gefallen wäre, wenn ich den richtigen Weg genommen hätte. Hätte, hätte, Fahrradkette. Bald finde ich eine Möglichkeit, die Seite zu wechseln, klettere im fast trockenen Bett eines Nebenflusses hinunter, wate durchs Wasser und ziehe mich auf der anderen Seite an einer kleinen Birke wieder den Hang hinauf. Dann stapfe ich durch hohes Gras, um den Weg zu finden. Nach kurzer Zeit kommen mir die beiden Wanderer entgegen. Oh nein! DIE haben sich verlaufen? Wir kommen ins Gespräch und schauen uns gemeinsam die gedruckte (!) Karte an, die das Pärchen dabei hat. Der Trail läuft eindeutig auf der anderen Seite entlang. Auf der Karte ist er farbig markiert. Der Mann meint, auf dieser Seite sei es sehr anstrengend, kein Weg, hohes Gras und ob man noch mal über das Wasser kommt, sei fraglich, weil der Fluss ja immer breiter und tiefer wird. Und am Ende gibt es keine Brücke, das weiß er genau. Sie werden soweit zurückgehen, bis sie den Fluss überqueren können. Noch ein paar Nettigkeiten über das - zum Glück - extrem trockene Wetter und jeder geht seiner Wege. Ich überlege, schalte dann aber auf stur. Nein. Ich bin einmal zurückgegangen, nochmal nicht! Irgendwie komme ich schon über den Fluss. Ich stapfe durch das unebene Gelände und behalte immer das Ufer im Auge. Und schon nach kurzer Zeit sehe ich unterhalb eines Wasserfalls eine Möglichkeit zum Queren. Vorsichtig taste ich mich in einem trockenen Bachbett voller Geröll nach unten, überquere den Fluss, klettere auf der anderen Seite wieder hoch und grüße die beiden Wanderer, die gerade eine Etage höher mir an mir vorbeilaufen. 2. Querung Auf dem weiteren Weg ignoriere ich mein Handy und halte mich einfach in der Nähe des Flusses. Es ist wunderschön und es ist mir völlig egal, welcher der vielen Trampelpfade der richtige ist, solange ich den Fluss links von mir sehe. Wasserfall von oben Wasserfall von unten Mit der Zeit wird das Ufer zu steil und der Weg entfernt sich vom Fluss, führt an Hängen entlang und es tauchen auch wieder die ersten ernstzunehmenden Bäume auf. In einer längeren Pause nehme ich mir noch einmal mein Handy vor und versuche zu ergründen, was schief gelaufen ist. Dabei stelle ich fest, dass die Linie einfach zwei definierte Punkte, die das Programm orten kann, miteinander verbindet. Ohne Rücksicht auf den wirklichen Weg, den es nicht kennt und den es vielleicht auch gar nicht gibt. Das kann der Fluss natürlich nicht wissen und schlängelt sich lustig unter der Linie hin und her. OK. In Zukunft doch mehr der Intuition trauen. Um halb vier erreiche ich den Loch an Daimh, auf den ich mich bei diesem schönen Wetter schon gefreut habe. Ich gehe noch ein Stück an ihm entlang und beschließe dann, hier mein Zelt aufzubauen und den Wandertag zu beenden. Mein Fuß hat sich ganz gut benommen, ich merke kaum noch etwas von meinem Sturz und will ihn dafür auch belohnen. Gerade habe ich mir meinen Platz ausgesucht und meinen Rucksack abgestellt, da höre ich Stimmen von dem oberhalb laufenden Weg. Da ich nichts verstehen kann, gehe ich hinauf. Mir entgegen kommt ein Mann, den ich heute zum dritten Mal sehe. Damit hätte ich nicht gerechnet. Bei dem Tempo, dass das Wanderpärchen hatte, bin ich davon ausgegangen, dass sie schon mindestens 15 km weiter wären. Seine Frau bleibt auf dem Weg, wir unterhalten uns kurz und dann wandern die beiden weiter. Ich baue mein Zelt auf, richte mich ein und liege dann einfach nur da, schaue über den See und bin glücklich.
  21. 4 points
    bri

    Scottish National Trail

    9.9.2018, 27 km Um circa 7 Uhr wache ich auf und mache erst einmal meinen morgendlichen Gang. Das führt zu kalten Füßen, die unbedingt zurück in den warmen Schlafsack wollen. Da ich ihnen noch einiges abverlangen werde, tue ich ihnen den Gefallen. Jetzt fängt es auch noch an zu regnen. Ich schlummere wieder ein. Als ich wieder wach werde, regnet es immer noch. In der Hoffnung, dass ich mein Zelt in einer Regenpause einpacken kann, trödele ich etwas rum. Das klappt auch. Allerdings muss mein Frühstück wegen Wassermangel ausfallen. Bei strahlendem Sonnenschein macht ich mich um halb zehn auf den Weg, immer noch am River Tilt entlang. Zunächst lange, lange Zeit auf einer Schotterstraße. Hier kommen mir einige Wanderer, Mountainbiker und vereinzelt Autos entgegen. Irgendwann geht der Schotterweg abrupt in einen Fußpfad über. Der River Tilt beeindruckt durch den Wechsel von aufgeregten Stromschnellen in felsigem Gebiet und dann wieder leise säuselndes ruhiges Dahinfließen an breiten Passagen. Ich hatte geplant, mir an den Falls of Tarf einen Übernachtungsplatz suchen, aber dort ist es zu windig. Also gehe ich noch etwas weiter. Das Wetter überrascht mich so schnell mit einem heftigen Regenschauer, dass ich mein Cape nicht schnell genug überziehen kann und mich ersatzweise mit meinem Rucksack einfach in einer windgeschützten Nische darunter verkrieche. Für den Rest des Tages wechselt Sonne mit kurzen Regenschauern ab. Dafür werde ich mit drei Regenbögen verwöhnt. River Tilt Wildnis River Tilt Regenbogen Brücke bei Falls of Tarf Brücke bei Falls of Tarf Falls of Tarf Schon um viertel vor fünf baue ich mein Zelt auf, weil ich einen schönen Platz gefunden habe. Auf den nächsten Kilometern werde ich vermutlich keine geeignete Stelle mehr finden. Beim Aufbau ist es zwar windig, aber trocken. Mein Zeltplatz Ich habe keine Lust, mir etwas zu kochen. Ich habe auch keinen großen Hunger. Also wieder etwas Schokolade. Ist das normal? Ich muss mein Essen in den Griff bekommen.
  22. 3 points
    wilbo

    Durchquerung Finnmark Februar/März '20

    Moin! Ich schreibe mal spontan auf, was mir zu Deiner Liste einfällt. Rucksack und Zubehör Ich finde den Rucki zu schwer. Ob Dir die camelbak einfriert, kann ich nicht beurteilen. Sind die Trekkingstöcke aus Metall? Ist die Nachtflasche groß genug. Ich finde 1L im Liegen etwas knapp. Schneeschuhe halte ich für die Vidda für suboptimal, habe aber grundsätzlich gute Erfahrungen mit den Tubbs Flex Alp gemacht. Zelt und Zubehör Kannst Du im Liegen den Kocher bei offener Apsis starten. Ist die Apsis hoch genug für eine eventuelle Stichflamme. Sind die Schneeheringe mit Handschuhen einfach als „deadman“ zu setzen. Gibt es einen kleinen Satz „Nägel“ die man in gefrorenen Boden schlagen kann. Hast Du mit der Schaufel schon mal ein Biwakloch ausgehoben. https://ich-liebe-berge.ch/test-arva-ultra/ Schlafen Sind die Reißer mit Handschuhen zu bedienen. Ist der VBL wirklich dampfdicht. (wasserdicht ist nicht gleich dampfdicht) In Eierkartonmatten sammelt sich der Raureif vom inner bzw. das Tauwasser. R-wert von der Luma. Vielleicht lieber eine extra Eva nehmen. https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/9088-isomatten-test/?do=findComment&comment=143488 Kocher und Zubehör MSR XGK, wie startet der bei Kälte, (Flammenhöhe, siehe oben) Sind die Dichtungen in der Kälte druckdicht. Windschutz, kochst Du draußen? Big Feuerzeuge. 900 ml sind mir zum Schneeschmelzen zu klein. Ich brauche knapp 2l. Becher. Karabiner, wozu. Bekleidung Es fällt mir auf, das Du eine Menge Kleidung einplanst. Welche Schichten passen locker übereinander. Neben den Ersatzsocken und extra Handschuhen würde ich den Rest kürzen. Ich finde keine Windjacke. Windschutz-Fäustlinge. Eine Brille aus Metall ist suboptimal. Pflegeprodukte / Elektronik, Navigation usw. Hat der Kompass einen Spiegel, sodass man sich auf Erfrierungen untersuchen kann. Nähzeug. Garmin inReach Mini https://backpackinglight.com/garmin-inreach-mini-review/ .. justmy2cents VG. -wilbo-
  23. 3 points
    Sehr poetisch! Der Will-ich-haben-Reflex wurde erfolgreich aktiviert.
  24. 3 points
    wilbo

    Winddichte und wasserabweisende Handschuhe

    @DonCamino Danke! Meine Erfahrungen mit "wasserdichten" Fingerhandschuhen, (Roeckl ist auch dabei) sind eher negativ. Es gibt zu viele Nähte, die entweder gar nicht oder nur unzureichend versiegelt werden können. Am Ende ist ein simpler Fausthandschuh leichter abzudichten und als Konstruktion sowieso wärmer. VG. -wilbo-
  25. 2 points
    sja

    [AL, MNE] Peaks of the Balkans Trail 2019

    Der Peaks of the Balkans Trail ist ein Rundweg durch Albanien, Kosovo und Montenegro. Ungefähr 185 km lang erstreckt er sich über 11500 HM. Der Trail wurde von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Kooperation mit lokalen Nichtregierungsorganisationen und dem Deutschen Alpenverein entwickelt und 2011 mehr oder weniger markiert. Ziel ist es u.a, die wirtschaftliche Situation der Grenzregionen zu unterstützen und zur Versöhnung der Bevölkerungsgruppen beizutragen. Man wandert auf bis zu 2200 Metern Höhe im wilden, schroffen Prokleitje-Gebirge, auch als die “verfluchten Berge” bezeichnet. Der Weg ist in 10 Etappen mit unterschiedlichem Charakter aufgeteilt. Es können natürlich auch Varianten eingebaut werden oder die “Peaks” bestiegen werden. Auch sind Abkürzungen auf beispielsweise 1 Woche möglich. Der Einstieg erfolgt wahlweise in Albanien, Montenegro oder dem Kosovo und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Eine Freundin ist den Trail schon vor vielen Jahren gegangen und war sehr begeistert. So stand er lange auf meiner Liste, damals war er aber noch recht schlecht markiert, bzw. die Orientierung nicht ganz einfach… Die Markierung wurde mittlerweile verbessert (wobei es immer noch zu Verwirrungen kommen kann und es im Kosovo etwas schlechter aussieht, wie man mir sagte). Dieses Jahr war er also dran. Es gibt meines Wissens 3 Guidebooks. Das erste erschien im Conrad-Stein Verlag,, dann gibt es mittlerweile eines von Rother mit GPS-Track (+ Varianten und Tagestouren) und einen englischsprachigen von Cicerone (auch als e-Book). Mein Plan war, eine Woche mit einer Freundin unterwegs zu sein und knapp eine Woche alleine. Wir sind in Theth (Albanien) gestartet, haben den Kosovo ausgelassen, damit meine Freundin nach knapp einer Woche in Plav (Montenegro) aussteigen und gut wieder zum Flughafen kommen konnte. Ich hatte dann noch ein paar Tage Zeit für die letzten beiden Etappen zurück nach Theth, Varianten oder Tagestouren. In den Etappenzielen, kleinen Dörfern, Almen kann man in Guesthouses und Home Stays übernachten und bekommt dadurch einen netten Konakt zu den Leuten und einen Einblick, wie sie so leben. Sie bieten Abendessen und Lunchpakete an (durchschnittlich kann man für den Schlafplatz und Essen so ca. 25 Euro pro Nase einplanen, in Theth oder den Städtchen abseits des Trails evtl. etwas mehr). Häufig kann man auch auf der Wiese hinterm Haus zelten. Einkaufsmöglichkeiten gibt es eigentlich nur in Plav (MNE) und Gusinje (MNE), in Theth (AL) gibt es nur einen kleinen Mini-Markt, allerdings hab ich da kein Brot und Käse gesehen. In Vusanje (MNE) gibt es noch einen Kiosk, den habe ich allerdings nicht begutachtet. Auf manchen Etappen gibt es von Einheimischen betriebene kleine Waldbars, wer unterwegs zelten will, kann wohl auch bei den Hirten Käse o.ä. kaufen. Verständigen kann man sich in den Gästehäusern auf englisch, wenn irgendwo kein englisch gesprochen wird, werden die Kinder hinzugezogen. Im Kosovo gibt es wohl auch immer mal wieder Leute, die auch deutsch sprechen. So genug der praktischen Dinge. Nach und nach will ich von dieser Tour berichten und ein paar Bilder zeigen. Es hat mir sehr gut gefallen. Ich würde gerne nochmal hin fahren und den Kosovo nachholen. Bis auf die trubelige Etappe (Theth - Valbona) war nicht viel los in den Bergen, ich habe tolle Bergpanoramen, die schönsten, unberührtesten Bergwiesen gesehen, bin sehr netten Menschen begegnet und sehr zufrieden wirkende, frei in der Gegend rumlaufende Tiere der Einheimischen (Kühe, Schafe, Ziegen, Pferde, Hühner…). -- alle Bilder meiner Beiträge in diesem Faden sind von mir --
  26. 2 points
    Christian Wagner

    Interessante Tarpkonfigurationen

    Bin neulich auf ein Video gestoßen in dem fünf, IMHO recht interessante und für mich neue Konfigurationen für ein 3x3m Tarp vorgestellt wurden. Allesamt Pyramidenzeltkonfigurationen, alle rundum geschlossen, fast alle mit Sitzhöhe. Auf dem Channel hat Papa Hiker noch einige interessante Videos zum Thema. Wer noch mehr (nützliche) Tarpkonfigurationen abseits von Lean- To, A- frame und Diamond pitch kennt, immer her damit.
  27. 2 points
    Das ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Die Durchschnittsfrau braucht es ein paar Grad wärmer als der Durchschnittsmann. Nun muss Frau nur noch wissen, ob sie dem Durchschnitt entspricht.
  28. 2 points
    ThomasK

    MYOG Nähkoffer - nützliches Zubehör und Werkzeug

    Ich nehme Leitz-Zeitschriftenhalter aus Karton: Waren vom Büro noch übrige. Sind nicht sehr übersichtlich -> alles auskippen auf den Tisch, aussuchen und wieder reinwerfen. Ein kleiner Nachtrag zu Deinem Nähtisch. Ich hab das so gelöst: Nähtisch: und mit einem Griff Freiarm: Danke für den Tipp mit dem Fliesenlaser. Meiner hat bei 3m etwa eine Abweichung von 3 mm (= 0,1 %). Ist das i.O.?
  29. 2 points
    cico

    mal wieder eine Zeltfrage

    Bei der Zeltfrage ist deine Körpergröße und auch deine bevorzugte Mattenhöhe wichtig. Das Lunar Solo Der Link führt zu meinem beendeten Gebot. hatte ich in der 2018er Version aus Silpoly mit dem Schnitt für Silnylon. Inzwischen wurde der Schnitt laut der Beschreibung bei TLS angepasst und der Preis um ca. 15€ erhöht. Als ich es gekauft habe, waren 235€ normal, inzwischen kostet es 250€. Das Raumgefühl war bei einem perfekten Aufbau in Ordnung, bis ich das Zelt in der nicht perfekten Natur einigermaßen aufgebaut hatte, verging für meinen Geschmack zu viel Zeit. Beim Lunar Solo (wenn du die Suchfunktion nutzt, auch nach "Luna Solo" suchen) ist die Verarbeitung eher als einfach zu beschreiben. Kontakt mit dem Fly waren in der Praxis eher die Regel aus die Ausnahme, ich lag aber auch auf einer glatten TAR xLite. Ich bin froh, dass ich keinen Sturm im Lunar erlebt habe, dann hätte die Liegelänge für mich definitiv nicht mehr gereicht. Zu den 810g ( Skyscape Trekker) bzw. 700g (Lunar Solo) kommen noch 6 Heringe dazu, bei mir wären das MSR Groundhogs mit einem Gewicht von 6x14,8g =88,8g. Ich behaupte, dass du die ca. 260-280€ (250€ für ein Lunar Solo / 270€ für ein Skyscape Trekker + 10 € für SilNet) für ca. 120-220g besser in andere Gegenstände investierst, vor allem, wenn du mit deinem Zelt, welches für mich ein akzeptables Gewicht hat, zufrieden bist. Wenn du ansonsten schon gute und leichte Ausrüstung hast, kannst du das Geld natürlich auch in Urlaub o.ä. investieren
  30. 2 points
    Andreas K.

    [SUCHE] 10D Aliexpress Silnylon grün

    T(r)ollhaus bitte!
  31. 2 points
    ALF

    MYOG Nähkoffer - nützliches Zubehör und Werkzeug

    Ich habe ein Nagelbrett und einen Spülschwamm
  32. 2 points
    Schade, dass sich die Moderation gegen den Menschen einen der Nutzer entscheidet, mir völlig unverständlich. Diese Diskussion müsste man dieser Meinung nach bei jedem Produkt aufmachen, wo soll das hin führen? Der Thread dreht sich seit zwei Seiten nicht mehr um das eigentliche Thema, ich bin geneigt, meinen inhaltlichen Beitrag dementsprechend zu löschen.
  33. 2 points
    Na ob die so sehr viel besser agieren, da habe ich meine Zweifel
  34. 2 points
    moritz

    Suche 1P DCF-Zelt - Fragen speziell zu Bonfus Solus

    Spontan fallen mir HMG Dirigo, sowie Mids von MLD und weiteren Herstellern ein, und auch Seek Outside hat DCF Zelte im Angebot Mittlerweile scheint es zwar einen EU Shop zu geben, aber wenn zB eine Retoure dann doch nach Norwegen gehen sollte, könnte(!) das etwas problematischer werden. Am einfachsten dürfte es daher sein, dort direkt nachzufragen. Mir persönlich wäre das Solus zu "halbgar" - wie Du ja auch schreibst, gewinnt man durch die Zweite Stange nur vergleichsweise wenig Raum. Das Duos sollte da bei nur wenig Mehrgewicht deutlich mehr bieten; oder eben in die andere Richtung denken und es noch weiter einfachen (--> Solomid).
  35. 2 points
    wilbo

    Lanshan 1

    Ich denke mir das so: Die dunkelrote Linie wäre die neue Naht. Ups, @danobaja war schneller! VG. -wilbo-
  36. 2 points
    DonCamino

    Winddichte und wasserabweisende Handschuhe

    Hmmm... so sagen Kunden: Da schreiben viele er sei nicht dicht? Hat uns die Dame doch versichert, und drauf stehen tut es auch.Gleich mal unter die sehr schwach aufgedreht Wasserleitung gehalten und die Hände bewegt.Nach nicht mal 1 Minute fühlt es sich nass an. Wird wohl nur die Kälte sein.Handschuh ausgezogen und das Wasser ausgeleert!!Also wenns da wirklich regnet ist man sicher nass. Sie halten etwas Regen abkomischerweise der Linke ist etwas dichter als der Rechte Handschuh aber nach einiger Zeit im Regen sind die Handschuhe unten drunter genauso nass als hätte man die Überzieher nie angehabt.Richtig dich ist also anders. Lassen den Regen voll durch.Das hätte ich bei einem Markenhersteller nicht gedacht... Ich muss mich leider den anderen Rezensionen anschließen. Von wasserdicht kann ich Angesichts der klitschnassen darunter getragenen Handschuhe nicht sprechen. Sagen alle vernichtenden Amazon-Bewertungen: https://www.amazon.de/dp/B00YLJ291Y/?smid=A1E2DQ60OCDTA7&tag=idealode-mp-pk02-21&linkCode=asn&creative=6742&camp=1638&creativeASIN=B00YLJ291Y&ascsubtag=xxEdg9V_Yod8vLZZ7IgYUQ&th=1&psc=1
  37. 2 points
    zweirad

    Stormin Stove System Erfahrung / Empfehlung

    Das Thema ist zwar schon ein paar Tage alt, aber vielleicht sind meine Erfahrungen mal wieder für jemaden hilfreich, wie auch ich in diesem Thema profitieren konnte. Nachdem ich während des TULF CH Treffens das Stormin Stove System von Mario294 und Stromfahrer begutachten und bewundern konnte, habe ich mir kurzerhand eines für meinen kleinen Trangia (1 l) bestellt. Ich überlegte zuerst auf einen anderen Topf umzusteigen, habe mich aber aus verschiedenen Gründen dagegen entscheiden und blieb beim Trangia. Der Cone für meinen 1 l Trangia wiegt 44 gr. Der Stormin Stove 12 gr, Messbecher 1gr. Den Transportbecher (14 gr) werde ich wohl nicht mitnehmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Flamme einfach auspustet werden kann und der Kocher nicht gleich ausläuft wenn er kippt. Was mir auch gefällt ist die Stabilität im Vergleich zu meinem alten System. Ich hatte den Cone inzwischen zwei Mal in Betrieb um mir auf Tagestouren einen Kaffee zu kochen. Aus Neugier habe ich mein bisheriges MYOG System (einfacher Windschutz aus Alufolie und RedBull Dosenkocher) heute im Garten mit dem neuen Stormin System verglichen. Der Versuchsaufbau: 5 dl Wasser, 17.6° C warm 10 ml Spiritus 1 l Trangia Topf Im MYOG System brannte der Spiritus 4` 50`` und das Wasser war am Schluss 56° C warm. Im Stormin System reichte der Spiritus für 9` 30``und das Wasser war am Schluss 74.4°C warm. (nach 5`, 53° C). Mein Fazit. Der MYOG Brenner ist zwar schneller, aber deutlich weniger effizient. Mit der Effizienz meines MYOG Kochersystems war ich leider nie so ganz zufrieden, womit mir der Umstieg einfach fällt Der Stormin ist übrigens hervorragend verarbeitet und die Lieferung ab Zeitpunkt der Bestellung dauerte ziemlich genau 2 Wochen.
  38. 2 points
    Puffin

    Laugavegur & Fimmvörðuháls trek

    Noch vor dem Abendessen ging es noch Auf dem Berg vorerhalb des Sees hinauf von wo aus mann einen wurderbaren Blick über die gelaufene Strecke, den See und die ersten bunten Berge hatte. Dies unser erster Tag, an dem wir während des Wanderns Regen hatten und auch in der Nacht regnete es noch kräftig. Aber insgesamt hatten wir mit dem Wetter extremes Glück, den es sollte auch nur noch am frühen Vormittag des folgetages regnen.
  39. 1 point
    paddelpaul

    Tipps für Achillessehnenprobleme?

    Minute 4:00 - 4:08
  40. 1 point
    pielinen

    Durchquerung Finnmark Februar/März '20

    Ich frage mich immer, warum Experten um Rat gefragt werden, und dieser gute Rat dann von Anfängern relativiert wird? Ich fasse mal (als Winterlaie) zusammen: -Zelt zu klein -Daunenjacke zu dünn -Bekleidungskonzept unzureichend -Schlafsack unzureichend -Rucksack zu klein/ keine Pulka -Schneeschuhe statt Skier -Kocher nicht redundant -keine Wintererfahrung -Proviant?
  41. 1 point
    finges

    GoPro - Stativalternativen

    GoPro Shorty, um die 65g.
  42. 1 point
    Making abfellen rocket science again Funktioniert sicher super, werde ich mal probieren, danke!
  43. 1 point
    skullmonkey

    European Trail Days 2020 in Vännäs, Schweden

    Grad mit Dir habe ich fast fest gerechnet Vielleicht nächstes Jahr dann!
  44. 1 point
    Die habe ich in dem Koffer mit drin, allerdings auf einen Dorn daneben. Zumindest mit dem Rasant Nähgarn wäre es zu hoch, wenn man die Spule mit auf dem selben Dorn hat. Gütermann könnte gehen.
  45. 1 point
    danobaja

    Lanshan 1

    nein, ich meinte die andere seite des netztes. die, die am boden des IZ angenäht ist. die ist so angenäht, dass zwischen den löchern im netz sich das wasser über den rand des bodens vorarbeitet und dann nach innen läuft. sieht man prima im video. statt dessen gehört das so genäht, dass das netz aussen an/knapp unter der oberkante boden angenäht ist und das wasser aussen ableitet. dann läuft es nicht über den rand und nach innen, könnte höchstens noch durch die naht kriechen. jetzt ist es auf der innenseite des bodes angenäht. verständlich? das netz nach aussen hin zu neigen hilft natürlich auch. wenn du dann allerdings zu hoch abspannst ohne die innere naht zu verändern taucht das problem wieder auf. ja, klar, wenns regnet und du niedriger abspannst sollte es wieder passen. durch das neigen brauchst du vermutlich mehr netz und musst einen streifen einnähen. wenn du nur die stoffe an der boden-netz-naht tauscht und den boden nach oben/innen nimmst sollte das ohne zusatzstreifen funzen und trotzdem das wasser aussen ableiten.
  46. 1 point
    Christian Wagner

    Torwald mit Tor

    Nachdem ersten Prototypen des Torwald, ein kleines, nach drei Seiten geschlossenes Zelt, war die naheliegende Frage wie man die vierte Seite zu bekommt. Ein Tor für das Torwald musste her. Da das Torwald nur aus drei laufenden Meter Stoff ohne Verschnitt hergestellt wird sollte die Türe ebenso sparsam mit den vorhandenen Ressourcen umgehen. Ein Reißverschluss ist fehleranfällig und schwer, und sollte daher bei dem fast tarpähnlichen Torwald nicht zum Einsatz kommen. Glücklicherweise hat Zpacks eine schöne Methode gefunden einigermaßen regendichte Eingänge zu bauen ohne dass man dafür einen Reißverschluss braucht. Letztendlich ist beim fertigen Produkt die Ähnlichkeit zum Zpacks Hexamid Tarp nicht zu leugnen. Für die Tür braucht man nochmal 0,5 m Laufmeter Stoff. Dieser wird dann schräg durchschnitten, so dass man zwei rechtwinklige Dreiecke erhält. Diese werden dann an den Katheten umsäumt, an der Ecke mit dem rechten Winkel kommt jeweils ein Abspannpunkt hin. Die Hypothenuse wird anschließend mit der Unterkante des festen Vordachs des Torwald vernäht. Die Abspannpunkte der Tür sollten sich genau lotrecht unterhalb des mittleren Abspannpunktes des Vordachs befinden. Ich bitte die losen Fäden und losen Stoffkanten gnädig zu übersehen. Das Zelt ist ein Prototyp und nix was man so auf Tour mit nimmt. Die ersten Bilder zeigen einen Aufbau mit einem 1,1 m hohen Stock, was zu einem guten Rundumschutz führt. Weiter unten wird ein 1,2m hoher Stock benutzt was dann eine offenere, besser belüftete Behausung ergibt. Von allen Seiten gut geschützt. Ein Eingang zurück gerollt. Beide Eingänge zurückgerollt. Jetzt ist das Zelt wie das ursprüngliche Torwald. Hier die Tür mit der Doppelung in der Mitte. IMHO eine elegante Methode um den Eingang regendicht zu bekommen. Hier ist der gedruckte Ankerhaken mit integriertem Leinenspanner im Einsatz. Ich bitte das prototypenmäßige Nähwerk zu ignorieren. Hier der Aufbau mit 1,2 m hohem Stock. LG, Christian
  47. 1 point
    ULgäuer

    Westweg im Winter

    Soweit ich mich erinnere gab es in fast jedem nennenswerten Ort auf der Strecke eine Einkaufsmöglichkeit, die man Supermarkt nennen könnte. Von Hausach aus kann man leicht mit dem Schienenbus nach Haslach. Da gibt es mehrere Supermärkte von durchaus ansehnlicher Größe. Bezüglich Darmstädter Hütte: Reservierungsansweisungen auf der Webseite befolgen und Geduld haben. Die lassen sich gerne mal etwas Zeit mit der Beantwortung. Eventuell telefonisch versuchen. Die verlangen dann eine Vorabüberweisung von 20,- Euro um sicherzustellen, dass man es auch ernst meint. Erfahrungsgemäß sind Wochenenden problematisch mit Unterkünften. Unter der Woche können einem Ruhetage die fehlende Planung versauen. Es empfiehlt sich also die Wochenenden entweder vorauszubuchen oder gleich anderwertig zu nächtigen. Ob man im Winter irgendwo wandern kann oder nicht, hängt in erster Linie von den Schneeverhältnissen ab und wie man damit klar kommt. Mit Tourenski oder Schneeschuhen kommt man fast überall durch, wo einen keine Lawine erschlägt. Ist für den Schwarzwald vielleicht fast bisserl übertrieben. Microspikes und Trekkingstöcke mit Schneeteller sind Minimum an Ausrüstung, bringen einen aber normalerweise ganz schön weit. Speziell wenn man nicht gerade der erste Durchstapfer nach frischem Schneefall ist. Ich würde definitiv den Wetterbericht sehr genau beobachten und bei Anzeichen von einem massiven Schneefall schnurstracks ab in die Zivilisation. Wenn man irgendwo in der Pampa sitzt und auf einmal nen Meter Schnee vor die Füße geworfen bekommt, kann einem das schon die Planung bis hin zur Lebensgefahr versauen, speziell wenn man nicht darauf vorbereitet ist.
  48. 1 point
    roli

    Aeon Li (Tarptent)

    Naja, ohne die kann ich das Zelt nicht aufbauen Deine Frage zielt aber wohl auf den Raumgewinn wegen der Stange ab. Gut gefällt mir, dass man ein recht hohes Zelt mit einem nicht extra langen Trekkingstock bekommt. Konkret verwende ich für's Aeon meine BD Carbon Z 120cm Stecken (fixe Länge und 290g). Bei einer Pyramide bräuchte ich meine längeren Stecken (BD Carbon FLZ 120-140cm mit 390g). D.h. hier spare ich in meiner Konfiguration schon mal 100g. Die Querstange zusammen mit den Carbonstangen in Bodennähe bringen eindeutig mehr Raum, wie Du es eh sehr gut auf den Bilder der Produktseite siehst. Falls Deine Frage darauf abzielt, wie das Zelt ohne der Querstange aber mit den vertikalen Stangen funktionieren würde, dann kann ich Dir keine direkte Antwort geben. Mit der Querstange steht das Zelt auf jeden Fall auch ohne Apex Abspannung. Das würde ohne der Stange nicht der Fall sein. Es wird also wohl so sein, dass das Zelt ohne den Stangen aber bei gleichem Innenraum einfach schwerer wäre, weil durch die höhere Spitze mehr Material verbaut werden müsste (plus dem Effekt der längeren Poles). Zugegebenermaßen hilft meine Antwort wahrscheinlich niemandem
  49. 1 point
    micha90

    247g 1P Tarp aus Gleitschirmnylon

    Hi Roli, nicht so ganz: die Längsseiten haben nur eine durchgehende Kurve, damit umranden die Cat-Cuts quasi jeweils eine der Beiden Flächen des Tarps. Leider habe ich kein fancy Zeichenprogramm und hab das mal manuell skizziert, ich hoffe man erkennt alles wichtige auf dem Bild: Die Abspannpunkte habe ich folgendermaßen genäht: Verstärkungen auf der Innenseite des Tarps annähen (bis zum Rand) äußere Kanten des Tarps umsäumen, so dass auch die Verstärkungen mit eingerollt werden zuletzt die Schlaufen auf der Außenseite angebracht abdichtenDie Außenkanten habe ich zweimal umgeschlagen, so dass die Stoffkante nicht mehr zu sehen ist und nicht ausfransen kann. Außenseite Innenseite Abspannpunkt an der Firstnaht vorne (man erkennt, dass dort die beiden Kurven zusammenlaufen und eine kleine Spitze ergeben) Der Abspannpunkt hinten ist mittig auf die Firstnaht aufgenäht und ca 50cm von der Kante entfernt. Der letzte Prototyp hatte nur 30cm um weniger Liegelänge zu verlieren, aber das war dann letzten Endes zu niedrig. Da hatte ich nicht bedacht, dass der Abstand nicht gleich der nutzbaren Höhe ist. Die 50cm haben sich als ganz gut herrausgestellt, das ergibt dann etwa eine Höhe von 35-45cm am Fußende. schöne Grüße Micha
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