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Ultraleicht Trekking

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Beliebteste Inhalte seit dem 23.12.2017 in allen Bereichen

  1. 38 points
    Mittlerweile habe ich ein paar Touren mit dem zu einem früheren Zeitpunkt im Forum vorgestellten Wintertourenrucksack machen können. Aus diesen Erfahrungen heraus ist das Anforderungsprofil eines solchen Rucksacks noch einmal präziser hervorgegangen, wodurch dem ursprünglichen Konzept eine Weiterentwicklung widerfuhr und ein neuer Rucksack entstand, den ich im folgenden Beitrag vorstellen möchte. Zuerst die obligatorischen Details: Das Design des Rucksacks ist auf wesentliche Merkmale reduziert. Dadurch wirkt dieser minimalistisch und clean. Der Schnitt ist weitestgehend gerade, und die Linien und Kanten der einzelnen Komponenten folgen harmonisch dem Webmuster der verwendeten Stoffe. Von vorne und hinten betrachtet erscheint der Rucksack symmetrisch. Dem Auge gefällig sind Kanten sowie Ecken der Vorderseite verrundet.. Bei der Farbwahl wurde auf harte Kontraste verzichtet, die Farben der einzelnen Materialien sind weich aufeinander abgestimmt. Durch die eben beschriebenen stilistischen Mittel stechen die vielen funktionalen Elemente nicht hervor, sondern heben sich nur dezent vom Hintergrund ab. Die Rückenlänge dieses Rucksacks beträgt anders als bei den von mir vorgestellten Vorgängerversionen 57,5 cm und ist damit hauptsächlich für größere Wanderer geeignet. Mittels Rollverschluss ist eine Höhen- und dadurch Volumenregulierung des Rucksacks möglich. Der Umfang des Rucksacks beträgt 110 cm, bei einer Grundfläche von 32 x 26 cm. Bei einer Rucksackhöhe von maximal 70 cm ergibt sich aus den genannten Maßen ein maximales Volumen des Rucksackkorpus´ von 55 l. Zwei seitliche Außentaschen zu je 2 l und eine große Netzaußentasche auf der Rucksackvorderseite mit ca. 4 l schaffen zusätzlichen Stauraum. Die seitlichen Außentaschen, aus robustem Stoff, bilden zusammen mit den bodennahen Teilen des Hauptsacks eine stabile und abriebfeste Wanne für den Rucksack. Da das Material der Seitentaschen wasserdicht ist, sind in den Taschenfalten Drainageöffnungen versteckt, damit Wasser, dass sich bei Regen eventuell im Inneren der Taschen sammeln könnte ungehindert abfließen kann. Auf der Netzaußentasche verläuft eine elastische Schnürung. Die Funktion der Tasche wird hierdurch keineswegs einschränkt. In der Grundkonfiguration verläuft die Schnürung geradlinig über vier Eckpunkte und umrahmt somit die Tasche. Weitergehend kann die Schnürung über Kreuz gelegt werden, indem man jeweils die Mitte eines vertikal verlaufenden Kordelabschnittes in den gegenüberliegend angenähten Kordelhaken einhängt. Der Vorteil der fest verbauten Haken liegt darin, dass die gekreuzte Schnürung, anders als bei aufgefädelten, frei beweglichen Kordelhaken, immer gleichmäßig und perfekt aussieht. Das Kordelkreuz lässt sich schnell und komfortabel lösen bzw. schließen und bietet sich dadurch zum unkomplizierten Anbringen der Isomatte auf der Außenseite des Rucksacks an. Mithilfe eines Tankas lässt sich diese Schnürung noch straffen. Der obere horizontale Abschnitt der Schnürung kann über die Rucksackoberseite gespannt und mit dem Tanka an der Lasche auf der Rückseite fixiert werden. Dadurch wird der Rollverschluss vor ungewolltem Öffnen gesichert, was z.B. bei unzureichender Rucksackfüllung passieren kann. Es finden sich zwei längenverstellbare Riemen je Rucksackseite, die mittels Blitzverschlüssen geschlossen werden können. In erster Linie dienen diese Riemen der Befestigung von Schneeschuhen oder Skiern am Rucksack, aber natürlich kann damit auch eine Kompression des Rucksackinhaltes stattfinden. Das Tragesystem besteht aus ergonomisch geformten Schulterträgern, die sich angenehm den Rundungen des Trägers anpassen. Diese Form und die mit 8 cm relativ breiten Schulterträger machen eine Polsterung aus 2-3 mm 3D-Netz ausreichend. Komplettiert wird das Ensemble durch einen höhenverstellbaren Brustgurt und einem einfachen 4 cm breiten Hüftgurt. Der Gurt dient in erster Linie der Stabilisierung - das Rucksackgewicht wird geschultert. Meiner Erfahrung nach sind auf diese Art bis zu 14 kg gut tragbar. An Materialien wurden nur hochwertige, durchwegs robuste und wenn nötig Stoffe mit wasserabweisenden Eigenschaften verwendet. Auch die verwendeten Bänder und alle Plastikkleinteile sind hochwertig ausgeführt. Hier nur beispielhaft einige Materialien: DxG, 100 DEN Nylon mit PU-Beschichtung, ITW Nexus Schnallen, Nifco Kordelhaken, usw. Zum Schluss noch das Gewicht: 475g - Durchaus akzeptabel bei dem Volumen und der Robustheit, wie ich finde. Und nun das Werk in Bildern:
  2. 25 points
    Der Rucksack den ich im Folgenden präsentieren werde stellt die wahrscheinlich oberste Evolutionsstufe des bereits im Forum veröffentlichten "Ein Rucksack mit Frontöffnung" dar. Die Entwicklung durchlief mehrere Stadien: Über einem dem Erstlingswerk gleichendem Rucksack mit leicht geänderten Schnitt, mit ein paar weniger Nähten, über eine folgende Version die sich durch zusätzliche Seitentaschen vom Vorgänger unterscheidet, zum aktuellen Rucksack, der neben den Besserungen zuvor auch noch ein praxistauglicheres Volumen, eine an mich angepasste Rückenlänge einen Hüftgurt und einen verstellbaren Brustgurt aufweist. Zudem wurde haltbareres Material verwandt. Doch nun zu den Details: Das Design des Rucksackkorpus' selbst ist relativ schlicht: von Vorne betrachtet eine symmetrische, kastige Form mit geraden parallel oder rechtwinklig zueinander stehenden Kanten und einem abgerundeten Rahmen auf der Vorderseite. Harmonisch fügen sich hierzu die zwei verwendeten farblich aufeinander abgestimmten Stoffe. Dennoch wirkt der Rucksack nicht langweilig - harte Kontraste bilden Bänder, Polster, Reißverschluss und Kleinteile in schwarz. Zusätzlich macht den Rucksack eine aufwändige Schnürung an den Seiten und dem Boden interessant. Die Rückenlänge dieses Rucksacks beträgt 57,5 cm und ist damit hauptsächlich für größere Wanderer geeignet. Der Umfang des Rucksacks beträgt 93,5 cm, bei einer Grundfläche von 28 x 22 cm und einer Höhe von 58 cm. Aus diesen Maßen ergibt sich ein Rucksackvolumen von 34 l. Zwei seitliche Außentaschen zu je 2 l schaffen zusätzlichen Stauraum. Die seitlichen Außentaschen, aus robustem Stoff, bilden zusammen mit den bodennahen Teilen des Hauptsacks eine stabile und abriebfeste Wanne für den Rucksack. Da das Material der Seitentaschen wasserdicht ist, sind in den Taschenfalten Drainageöffnungen versteckt, damit Wasser, dass sich bei Regen eventuell im Inneren der Taschen sammeln könnte ungehindert abfließen kann. Das Öffnen bzw. Schließen des Rucksacks erfolgt durch einen wasserabweisenden Spiralreißverschluss mit 3 mm Laufschiene. Der Reißer verläuft vorderseitig ab dem oberen Abschluss der Bodenwanne über die Rucksackoberseite bis zum Rückenteil hin. Elastische Schnürungen finden sich an den Rucksackseiten und am Rucksackboden. Die Schnürungen wurde durch Laschen geführt und über Kreuz gelegt an Kordelhaken eingehängt. Dadurch lässt sich das "Netz" aus Schnüren leicht öffnen bzw. schließen und es eignet sich somit perfekt als Befestigungsmöglichkeit für z.B. Trekkingstöcke, oder Isomatte. Außerdem ist über die Verkürzung der Schnürung mittels Tankas eine Kompression des Rucksacks möglich. Das Tragesystem besteht aus ergonomisch geformten Schulterträgern, die sich angenehm den Rundungen des Trägers anpassen. Diese Form und die mit 8 cm relativ breiten Schulterträger machen eine Polsterung aus 2-3 mm 3D-Netz ausreichend. Komplettiert wird das Ensemble durch einen höhenverstellbaren Brustgurt und einem einfachen 2,5 cm breiten Hüftgurt zur Stabilisierung. An Materialien wurden nur hochwertige, durchwegs robuste und wenn nötig Stoffe mit wasserabweisenden Eigenschaften verwendet. Auch die verwendeten Bänder und alle Plastikkleinteile sind hochwertig ausgeführt. Hier nur beispielhaft einige Materialien: DxG, 100 DEN Nylon mit PU-Beschichtung, YKK Aquaguard Reißverschluss, Nifco Kordelhaken, usw. Das Gewicht des Rucksack beträgt 330g. Hier ein paar Bilder:
  3. 24 points
    DasBaum

    Impressionen von Touren

    Auf Madeira durch die Wolken
  4. 22 points
    Das Thema UL scheint nun in der Mitte der Outdoor-Gesellschaft angekommen zu sein. Selbst Globetrotter vermarktet mittlerweile UL-Zelte und das Thema UL wird sogar schon im großen Nachbar-Forum heiß diskutiert. Dort lese ich nun mit Erstaunen von "elitären und ausgrenzungswütigen Idioten", die sich gut zur Karikatur eignen, die nun aber glücklicherweise durch die "selbstreinigenden Kräfte in der UL-Szene" verstummt sind. Wenn dem tatsächlich so wäre - wäre das denn wirklich gut für die Sache "UL"? Ich habe in den letzten Jahren eine Vielzahl von hoffnungsfrohen Langstreckenwanderern beraten, die mir alle hoch und heilig versicherten, sie wollten UL unterwegs sein - mit einem Base Weight von 10 kg ... UL scheint mir immer mehr zum Modebegriff ohne rechten Inhalt zu verkommen und die o.g. Beobachtungen verstärken meinen Eindruck. Opfert da nicht gerade die UL-Szene im Kampf um die Akzeptanz des "Otto-Normal-", sprich "Heavy-"Outdoorers nicht einen der wichtigsten Aspekte des UL-Konzepts, nämlich die Radikalität? UL bedeutet für mich vor allem eines: immer einen Schritt weiter gehen, das Gewicht radikal und gnadenlos konsequent reduzieren - und eben nicht immer eine Entschuldigung hier und eine Befindlichkeit da akzeptieren. Auch ich als wahrscheinlich weitgewandertstes Forumsmitglied muss mich vor jeder Tour immer wieder an die eigene Nase fassen und meine Packliste neu überdenken. Und ja: Dabei liebe ich die heiß diskutierte Gewichtsgrenze von 5 kg - denn egal, ob ich sie packe oder nicht (ich liege meist ein paar Hundert Gramm drüber) - ich bin froh, dass es sie gibt. Sie ist meine Messlatte, an der ich mich immer wieder reiben kann. Für dezidierte Langstreckenwanderer ist UL "state of the art", aber die sind sicherlich eine absolute Minderheit im Outdoorbereich. Und auch wenn einige "Hobby-Wanderer" die Vorzüge von UL genießen, ist die Radikalität von UL sicherlich nichts für jedermann. Das liegt aber in der Natur der Sache, denn der Weg zu UL ist anstrengend. Aber wenn UL nun deshalb von Normal-Outdoorern als elitär und damit negativ betrachtet wird, muss sich die UL-Szene dafür schämen? Muss UL wirklich mehrheitsfähig sein? Müssen sich ULer quasi "anbiedern", sich für Titanheringe und Hüftgold entschuldigen? UL ist ein radikaler Ansatz und wird daher nie mehrheitsfähig sein. Muss er auch nicht, denn die breite Outdoor-Mehrheit hat einfach ganz andere Bedürfnisse und Wünsche, die UL nicht oder nur wenig befriedigt. Also würde ich auch nicht versuchen, UL durch Zugeständnisse und Begriffsaufweichungen den anderen "schmackhaft" machen zu wollen. Auch wenn UL-Hardliner manchmal nerven - ich fände es schade, wenn der UL-Begriff aufgeweicht wird und wir nun alle "ein bisschen UL" sind ....
  5. 20 points
    DasBaum

    Auf Madeira durch die Wolken

    11.1. bis 13.1.2018 Bummeltage Am nächsten Morgen schlief ich länger und musste erstmal mein weiteres Vorgehen klären. Es war Donnerstag und Samstagnachmittag ging mein Flug. Sollte es heute schon der letzte Wandertag gewesen sein? Am liebsten hätte ich heute einen entspannten Tag gemacht und wäre dann noch einen Tag in den Bergen und einen Tag in der Hauptstadt Funchal abgestiegen. Aber der örtliche Nahverkehr war leider nicht allzu Flexibel und meine Reisezeit war mindestens einen Tag zu kurz. Da man in Porto Moniz in einem Naturmeereschwimmbecken baden gehen konnte, entschloss ich mich den Tag hier zu verbringen und in einem der örtlichen b&b´s zu übernachten und morgen dann mit dem Bus nach Funchal zu fahren um die Stadt noch ordentlich zu erkunden. Nachher hörte ich von einem staatlich finanzierten Hostel in Porto Moniz. Eine Art günstige Jugendherberge, welche aber damit nicht werben darf. Eigentlich lag ich den ganzen Tag nur rum, war schwimmen, schrieb Postkarten und relaxte. Die restlichen anderthalb Tage verbrachte ich in Funchal und an der Ostspitze die ich mit einem netten deutschen noch erkunden durfte, da er ein Auto gemietet hatte und ich so auch recht entspannt zum Flughafen kam. Von Funchal wäre das aber auch kein Problem mit dem Bus gewesen. Die Stadt Funchal fand ich persönlich nicht allzu Atemberaubend. Eigentlich sind das einzig gute günstige Hostels wo man auch junge Menschen kennenlernen kann. Ein halber Tag hätte mir hier aber auch gereicht. Fazit: Alles in allem ist Madeira eine schöne Wanderinsel. Der Tourismus greift zwar um sich, die Auswirkungen beschränken sich aber noch auf Funchal und nähere Umgebung. Außerhalb der Saison kann man frei und allein über die Insel wandern. In den vier Tagen habe ich eine Handvoll Menschen getroffen und das immer nur wenn man in die Nähe einer Straße kam. Die Wege waren sehr natürlich und keine Wanderautorbahnen, dafür aber anstrengender durch stetiges Auf und Ab. Laut den Berichten einiger Stammgäste sollte man immer mit ein bisschen Regen rechnen wird dafür aber auch mit einem saftigen Grün belohnt. Die kostenlosen Camps runden das ganze ab, da man sich auch keine Gedanken um Wildzelten machen muss. Insbesondere nicht Anfang Januar. Der Rother Reiseführer ist eigentlich nur für Tagesausflüge gedacht. Eigentlich reicht ein Navi und eine vorher ausgesuchte Route oder man entscheidet sich spontan nach Wetter. Mit Oruxmaps und einer kostenlosen Karte war ich ziemlich zufrieden.
  6. 20 points
    Hülle (ohne Daunenfüllung) Länge: 201cm Breite: 146cm Bafflehöhe: 5,5cm Länge Fußbox: 70cm Durchmesser Fußbox: 33cm Gewicht: 203g Quilt (mit Daunenfüllung) Länge: ~192cm Breite: ~139cm Loft: ~8-8,5cm Füllung: 412g 860cuin Daune Temperaturbereich: -5 bis -7°C (Erfahrungsbericht wird nachgereicht) Arbeitsaufwand: 30 Stunden (sollte ja auch gut aussehen) Gesamtgewicht: 615g Fazit Alles hat besser geklappt als erwartet/befürchtet, trotz des sehr dünnen Stoffes. Mit vielen Detaillösungen bin ich sehr zufrieden. Da es erst mein zweites MYOG Projekt war, ist es also auch durchaus für Anfänger geeignet. Für essentiell halte ich eine gute Vorplanung des Projektes. Da sollte man sich ausreichend Zeit für lassen. Viel Spaß beim myoggen !!
  7. 19 points
    LAUFBURSCHE

    Laufbursche - Genesungswünsche

    Liebe Gemeinde, ich wünsche euch Allen und euren Lieben ein gesegnetes Fest und einen guten Start in neue Jahr! Liebe Grüße und Danke für Alles! Mateusz
  8. 16 points
    Hallo zusammen, nach der Bauanleitung von @micha90 für einen APEX-Quilt hier nun eine Anleitung für die Daunen-Variante mit geschlossener Fußbox im Karo Step, als eine der zwei grundlegenden Kammerdesign-Möglichkeiten für Daunen-Quilts. Bei der Auslegung des Quilts habe ich mich an den YT-Videos von Joe Brewer und dubber zum Quiltdesign, zur Berechnung der Daunenmenge und zum eigentlichen Bau orientiert, habe aber viele Details anders umgesetzt. Zudem helfen einem bei der Abschätzung des Temperaturbereichs und der entsprechenden Daunenmenge Vergleichsangaben/-tabellen von z.B. Enlightened Equipment und ZPacks (Achtung: bei gleicher Daune sind die amerikanischen cuin-Werte höher als die europäischen!). Von den darin verwendeten Daunenmengen und -qualitäten lässt sich dann auf die Höhe der Baffles (nicht zu verwechseln mit dem Loft!) zurückrechnen. Soll der Daunen-Quilt ultraleicht werden, sollte man bei der Daune nicht unter 850cuin gehen und beim Stoff nicht über 35g/m², besser 27g/m². Mein Quilt sollte für einen Temperaturbereich von ungefähr -5 bis -7°C ausgelegt sein. Dazu ist anzumerken, dass ich eher wenig friere. Bei einer Hüllenlänge von 201cm (79in) und einer Hüllenbreite von 146cm (57.5in) habe ich dafür eine Bafflehöhe von 5,5cm (2.2in) vorgesehen, bei einer EU-Daunenqualität von 860cuin. Oft wird auch 6,2cm (2.5in) Bafflehöhe für diesen Temperaturbereich (bei ähnlicher Daunenqualität) angegeben. Für das Hüllenvolumen und einem overfill von 20% (weniger sollte es nicht sein) waren somit 400g 860er Daune nötig. Bei der Größendimensionierung sollte man bei der Länge zur Körpergröße 15-20cm zurechnen (hier 15cm), ebenso sollten Seitenschläfer bei der Breite etwas großzügiger sein als Rückenschläfer. In der Regel wird die Breite jedoch eher durch die Rollenbreite des Stoffes begrenzt. Da hatte ich etwas Bauchschmerzen bei der Bestellung, da das 27g/m² daunendichte Ripstop Nylon von Extex (nachgewogen 28g/m²) mit 145cm angegeben war, mit der Unsicherheit nicht zu wissen, wieviel des Webrandes noch abgeschnitten werden muss. Umso erfreulicher, dass der Stoff in 152cm Breite kam und nach Bereinigung der Längskanten noch echte 150cm übrig blieben. Klasse! Die Karos habe ich entsprechend einem 5:7 Muster (5 Karos quer, 7 Karos längs) dimensioniert. Viele wählen ein 4:5 Muster, was einiges an Baffles erspart, aber auch zu stärkerem Verrutschen der Daunen führt. Daraus ergibt sich unter Berücksichtigung der Saumzugaben eine Karogröße von 29cm (quer) x 28cm (längs), bei einer Bafflelänge von 17 bzw. 16cm. Insgesamt mussten 62 Baffles vernäht werden. Arbeitsschritte Säubern des Webrandes an der Längsseite des Stoffes. Am besten dafür, und für die weiteren nächsten Schritte, den Stoff mit Malerband glatt auf dem Fußboden fixieren. Auf Länge schneiden (hier 207cm, davon 2x2cm für den Saum am Kopf- und Fußende, sowie 2cm für den Kordelkanal). Der Rest (hier 43cm) wird später für das Fußboxende benötigt. Eine mikroverzahnte Schere leistet hier gute Dienste. Da die Fußbox sich zum Ende hin leicht verjüngt (hier von 146cm Breite auf 104cm Umfang (=33cm Durchmesser) diese Ecken rechts und links auch noch abschneiden (hier von 0-70cm Länge). Mittellinie anzeichnen. Karo-Schablone aus Pappe mit Position der Baffles erstellen. Ausgehend von der Mittellinie die Position der Baffles jedes einzelnen Karos mit Malerband (17 bzw. 16cm lang) entsprechend der Schablone aufkleben. Einen Kreidestrich sieht man bei dem glänzenden Stoff nur sehr schlecht, daher das Malerband. Wichtig dabei, auch auf dem Malerband die jeweilige Längskante an der der Baffle anliegen muss zu kennzeichnen. Ab und an Symmetrie und Maße kontrollieren. Nach jedem genähten Baffle kann der entsprechende Malerbandstreifen entfernt werden. Baffles schneiden. Darauf achten, dass die elastische Richtung der Bafflelängskante entspricht. Am einfachsten macht man es sich, wenn man den Bafflestoff aufrollt und die Stoffrolle dann entsprechend abschneidet. Hier waren es 7,5cm, da der Bafflestoff im Bereich der Nähte gedoppelt wurde. Ca. 0,7cm umschlagen und auf der Hälfte annähen, macht pro Naht 1cm Verlust. So kommt man dann auf 5,5cm Bafflehöhe. Da das 25g/m² Mosquitonetz von Extex (nachgewogen 22g/m²) ziemlich sperrig ist, habe ich den umgeschlagenen Teil mit Nadeln fixiert (nur im Netz selber, nicht am Stoff!). Um Löcher in dem sehr dünnen Stoff zu vermeiden habe ich immer dann, wenn Nähte/Stoff fixiert werden mussten, Malerband benutzt. Ging super und kann man für diese Stoffe nur weiter empfehlen. Längskanten von Innen- und Außenstoff jeweils doppelt einschlagen und säumen. Hier habe ich für das erste Einschlagen einen Prittstift zur Hilfe genommen (Tipp von @moritz). Auch das hat sich bei dem dünnen und rutschigen Stoff absolut bewährt. Nach dem Säumen hat man ringsherum einen 1cm breiten Saum mit dreifacher Stofflage auf dem später alle wichtigen Nähte genäht werden können. Baffles zunächst an Innen- oder Außenstoff annähen. Nahtenden verriegeln. Zusätzlich habe ich die Garnenden noch gegeneinander stramm gezogen. Baffles an die andere Stoffseite annähen. Dabei immer wieder mal kontrollieren, ob die Baffles auch da sitzen wo sie sitzen sollen. Nach einer Weile hat man sich an die 6qm Stoff und das Baffle-Wirrwarr gewöhnt. Wenn das erledigt ist, hat man auch schon den ‚schlimmsten‘ Teil hinter sich. Innen- und Außenstoff an der Kopfseite mit einer doppelten Naht zusammen nähen. Die elastische Kordel (hier 3mm) an einem Ende mit Garn zu einer Schlaufe knoten (das habe ich bei den Seitentaschen von meinem Rucksack auch so gemacht, hat sich bewährt). Die Schlaufe habe ich dann in eine Stofffahne (hier aus Diamond-Ripstop) eingenäht. Dadurch vermeidet man unschöne Knubbel in der seitlichen Saumnaht. Stofffahne an den Seiten einkürzen. Die Höhe der Stofffahne entspricht der späteren Höhe des Kordelkanals (hier 2cm incl. 1cm Saumnaht). Saumnaht des Kopfendes 2cm nach innen umschlagen. Das freie Ende der Stofffahne in die umgeschlagene Seitennaht einnähen. Da hier später noch 2 Nähte drauf kommen reicht ein zwei- bis dreifaches Verriegeln der Naht. Auf ¼ der Länge (37cm) der Stoffbreite am Kopfende mit 2,5cm Abstand zum Saumrand 2 Ösen (4mm) einschlagen. Hier geht die Kordel für den Tanka durch. Die meisten Hersteller machen die Ösen mittig, wodurch die Kordel im zugezogenen Zustand immer im Gesicht hängt. Die Variante mit offenem Kordelzug, die man auch oft sieht, hat mir nicht zugesagt, da man dann immer die langen Kordelenden mit zwei Tankas irgendwo unter sich liegen hat. Kordel mit Tanka und Zeltring durch die Ösen durchfädeln. Kordellänge möglichst knapp bemessen und am anderen Ende ebenfalls mit Garn zu einer Schlaufe knoten. Die Schlaufe wieder in eine Stofffahne einnähen. Saumnaht des Kopfendes auch hier 2cm nach innen umschlagen. Das freie Ende der Stofffahne wieder in die umgeschlagene Seitennaht einnähen. Nun kann die umgeschlagene Saumnaht auf ganzer Länge mit einer doppelten Naht mit dem darunter liegenden Innen- und Außenstoff vernäht werden. Der Kordelkanal ist nun fertig. Seitliche Saumnähte von Innen- und Außenstoff am Kopfende beginnend miteinander vernähen. Bis zum Beginn der Fußbox mit einer Doppelnaht, danach reicht eine einfache Naht, da hier später beim Schließen der Fußbox noch zwei weitere Nähte hinzu kommen. An den entsprechenden Positionen werden in die Seitennähte noch drei 3,5mm flache Steckschließen mit 20mm des elastischen Bandes eingenäht. Mit den Steckschließen lässt sich der Quilt an der Isomatte fixieren oder notfalls auf der Unterseite verschließen. Wenige cm vor Beginn der Fußbox wird zunächst nur an einer Seite ein ca. 5cm langes Stück des elastischen 20mm Bandes eingenäht und später, beim Nähen der 2. Seitennaht, das andere Endes dort mit eingenäht. Das elastische Band entlastet später das Nahtende der Fußbox. Bei anderen Quilts ist dort häufig ein kleines Stoffdreieck eingenäht, was ich aber eher suboptimal fand. Jetzt kann die Längsnaht der Fußbox vernäht werden. Dazu die beiden Saumnähte links auf rechts (!) übereinander legen und mit doppelter Naht vernähen (könnte man auch als falsche Kappnaht bezeichnen). Auch wenn hier 12 Stofflagen übereinander liegen ist das ganze immer noch SEHR dünn. Die Variante recht auf rechts schien mir für die Fußbox als nicht so stabil, da letztendlich eine Naht die komplette Querbelastung auffangen muss und Kältebrücken an dieser Stelle keine Rolle spielen. Der Quilt wird an der noch offenen Saumnaht des Fußendes mit den Daunen befüllt. Da die Daunen zu je 100g (nachgewogen alle je 103g) in kleinen handlichen Kissen geliefert werden, kann man die Kissen in eines der letzten Karos legen, vorsichtig ein Ende mit einer kleinen Schere aufschneiden und die stark komprimierten Daunen in die dahinter liegenden Karos verteilen. Das geht erstaunlich gut, da die Zwischenräume den Baffles mit 12cm so ausreichend groß sind, dass eine Faust durch passt. Damit kein Daunen entweichen, die Naht rechts und links der Unterarme mit Wäscheklammern provisorisch schließen. Zudem hatte ich einen Staubsauger griffbereit daneben liegen, bei dem das Rohr vorne mit dem Mosquitonetz verschlossen war. So konnte jede frei umherfliegende Daune eingefangen werden. Auch das hat sich sehr bewährt. Von den Daunen müssen 12g für das runde Fußboxende aufbewahrt werden. Die untere Saumnaht nun vernähen (Innen- mit dem Außenstoff). Der Quilt ist jetzt bis auf das runde Fußboxende fertig. Bevor das runde Fußboxende angefertigt wird muss nochmal der Umfang am unteren Ende der Fußbox nach dem Zunähen kontrolliert werden. Zu dem errechneten Fußboxradius müssen für den Stoff 3cm addiert werden, 2cm für den doppelt umgeschlagenen Saum und 1cm für die Saumnaht (für das Vernähen mit dem Rest des Quilts). Vier Baffles (8cm lang) über Kreuz mit 4cm Abstand von der Mitte einnähen, dann den gemeinsamen Rand (in diesem Fall also nicht einzeln) doppelt umgeschlagen säumen. Auch hier half der Prittstift wieder sehr. Einen ca. 10cm breiten Spalt für das Füllen mit den Daunen offen lassen. Rundes Fußboxende mit den restlichen Daunen füllen und anschließend den Saum schließen. Fußboxende und den Rest des Quilts an der unteren Saumnaht rechts auf rechts vernähen. Hier war es mir wichtig, keine Kältebrücke zu haben. Daher keine überlappende Naht wie bei der Fußboxlängsnaht. Hinter der äußeren Naht noch eine zweite zur Sicherheit setzen. Zusätzlich habe ich noch eine 10mm Gurtbandschlaufe mit eingenäht an der man den Quilt kopfüber aufhängen kann. Quilt in alle Richtungen gut ausschütteln, damit die Daunen sich gut verteilen und aufbauschen können. Fertig!!!! Genäht habe ich das gute Stück mit einer alten Pfaff 260, einer frischen Microtex 70er Nadel und Gütermann Allesnähergarn (die Farbe 68 entspricht dabei dem dunkelgraublau des Außenstoffes). Stichlänge für die Baffles war 2mm, sonst 2,7mm. Mit der Fadenspannung (tendenziell niedriger) muss man so lange probieren bis es passt. Alle Materialien von Extex bis auf die Steckschließen (1,7g nachgewogen), die kamen vom Thal-Versand.
  9. 16 points
    German Tourist

    Nord-Süd-Gefälle?

    Auch ich stelle hier - und auch im Nachbarforum - eine starke Tendenz zu den nördlichen Gefilden fest. Ich persönlich glaube, dass dieser Tendenz die Annahme zugrunde liegt, dass man "echte" Abenteuer eben nur in einer "echten" Wildnis erleben kann. Und in Europa gibt es Wildnis-Gebiete eben nur noch in Skandinavien. Daher sicherlich auch der Run der Deutschen auf Alaska und seit neuestem auf Grönland. Oder wie sagte mal ein Ami zu mir: "Wenn Du in Alaska einen Typen mit Bowie-Messer am Gürtel rumrennen siehst, dann ist es unter Garantie ein Deutscher ...." Mich persönlich ärgert dieser Mythos des Abenteuers in der unberührten Natur sehr - denn nachdem Heerscharen von "Abenteurern" da durchgezogen sind, ist die Natur dort definitiv nicht mehr unberührt. Vielmehr vermute ich sogar ein gewisses Statusdenken, denn je extremer oder "härter" eine Tour ist, desto mehr Bewunderung gibt es dafür. Fotos und Videos werden u.a. deshalb auch so hinfotografiert oder gephotoshoppped, dass die Gegend total verlassen und möglichst hart aussieht. Und beim Lesen der Reiseberichte im Nachbarforum habe ich manchmal den Eindruck, dass eine Tour nur dann was taugt, wenn man sich per Helikopter retten lässt oder zumindest seine Verwundungen mit Zahnseide näht ... Ich hingegen habe einen deutlich weitergefassten Abenteuerbegriff und finde, dass man "Abenteuer" in jedem Land erleben kann. Es kommt viel mehr auf die Art der Tour denn auf das Land an. Nur hat Bulgarien halt nicht den Statuswert von Alaska ... (Ich war in beiden Ländern unterwegs und hatte in Bulgarien deutlich spannendere und wildere Erlebnisse ...) Und auch das ist ein interessantes Phänomen, dass Osteuropa (obwohl definitiv sehr wild) bisher noch kaum auf der hiesigen Outdoor-Agenda steht.
  10. 15 points
    Boris

    UL beim Gleitschirmfliegen // Biwakfliegen

    Ich folge einmal der Aufforderung von @Stromfahrer im Vorstellungsthread und schreibe etwas über meine Leidenschaft, das Biwakfliegen. Biwakfliegen ist eine Spielart des Gleitschirmfliegens. Ein Gleitschirm, für alle die's nicht wissen aber wissen wollen, ist ein Stück Stoff mit Schnüren dran , also ähnlich wie ein Fallschirm. Im Gegensatz zu den Fallschirmspringern bewegt man sich mit dem Gleitschirm aber nicht nur nach unten, sondern auch nach vorne, und kann weite Strecken zurücklegen. Wir fallen auch nicht aus dem Flugzeug, sondern starten in der Regel von einem Berg. Nach dem Start versucht der Gleitschirmpilot, eine Thermik (warme, aufsteigende Luft) zu finden und wie ein Vogel in dieser aufzusteigen. Wenn man oben angelangt ist, fliegt man weg und sucht die nächste Thermik. Wenn das Wetter passt, kann man so Strecken von vielen Kilometern fliegend zurücklegen. Ich selbst habe schon über 100km geschafft, der Weltrekord liegt weit jenseits der 400km-Marke. In der Regel besteht eine Gleitschirmausrüstung aus Schirm, Gurtzeug (der "Sitz"), einem Notfallschirm, Helm und warmen Klamotten. Alles zusammen wiegt eine normale Ausrüstung heute zwischen 15 und 20kg. Eigentlich hat sich das Gleitschirmfliegen aus dem Klettersport entwickelt, und zwar als Abstiegshilfe. Heute fahren aber die allermeisten Gleitschirmpiloten mit der Bahn auf den Berg. Ich mache das auch oft so, aber meine echte Leidenschaft ist das Biwakfliegen. Dabei kombiniere ich einfach das Gleitschirmfliegen als Transportmittel mit dem Übernachten in der freien Natur. Manchmal mache ich Wochenendtouren mit 2 oder 3 Übernachtungen, meine längste Tour bisher aber dauerte knapp 14 Tage. Bei diesen Touren möchte ich in der Regel völlig auf andere Transportmittel verzichten und trage meine Ausrüstung selbst auf den Berg, und wenn es sein muss (weil das Wetter nicht zum Fliegen geeignet ist), auch "auf Strecke". Dazu gibt es auch im Gleitschirmbereich spezielle Leichtausrüstung. Meine leichteste Flugausrüstung wiegt 9kg (es geht noch leichter, man kann bis auf ca 4,5kg runter). Abhängig von der gewählten Tour nehme ich zusätzlich ein Biwaksack oder ein Zelt, Schlafsack, Kocher und natürlich Essen und Wasser mit. Alles zusammen komme ich dabei in der Regel auf ca. 14kg im leichtesten, 18kg im schwersten Fall (Base Weight). Das klingt für einige hier sicher viel, aber ich versuche natürlich, wo es geht zu optimieren. Daher auch das Interesse am Ultralight-Trekking. Wichtig ist mir dabei übrigens auch nicht nur ein geringes Gewicht bei der Ausrüstung, sondern insbesondere auch das Packmaß - in ein Gleitschirmgurtzeug geht nicht wirklich viel rein. Deshalb benutze ich zum Beispiel keinen Rucksack aus dem Trekkingbereich, der vielleicht leichter wäre, sondern einen leichten Gleitschirmrucksack. Der hat kein Tragesystem und lässt sich sehr klein zusammenrollen und verstauen. Meine bisher weiteste Tour war vor zwei Jahren, da habe ich mit einem Freund die Pyrenäen von Bilbao nach Barcelona durchquert (allerdings mussten wir wegen schlechtem Wetter und einem festen Zeitrahmen von 10 Tagen auch auf Bus und Anhalter zurückgreifen). Als nächste größere Tour plante ich aktuell von Nizza nach Genf in einer Woche im Mai. Ich hänge mal ein paar Bilder an, damit ihr euch das besser vorstellen könnt. Viele Grüße! Boris
  11. 13 points
    HAL23562

    Die Radikalität von UL vs Mehrheitsfähigkeit

    Nach dem Lesen des Threads stellt sich mir die Frage, als was denn UL hier gesehen wird: Als Mittel oder als Zweck oder irgendwo dazwischen? Oder gar als Selbstzweck bei einigen wenigen? Darauf dürfte es keine eindeutige Antwort geben, denn die Forumsteilnehmer hier eint zwar ein mehr oder weniger ausgeprägtes gemeinsames Interesse für Leichtigkeit, ansonsten blühen sie jedoch in den bunten Farben ausgeprägter Heterogenität und Individualität. Brauche ich Radikale hier, die selbst die Grenzen des für sie Machbaren ausloten, ihre Erkenntnisse vor- und zur Diskussion stellen? Mit neuen Denkansätzen ganz neue Sichtweisen und Möglichkeiten eröffnen? Eindeutig: Ja! Brauche ich Radikale hier, die ihre Erkenntnisse als Dogmen zu postulieren und aus ihrer individuellen Erkenntnis eine Allgemeingültigkeit herleiten, die Deutungshoheit für sich beanspruchen? Die Diskussion ihrer Sicht als Angriff betrachten? Eindeutig: Nein! Einen Einstein des UL habe ich bisher noch nicht erkannt und daher dürfte es auch keine UL-Entsprechung zu E=mc² geben. Erstere Radikale gibts hier m.E. immer noch reichlich, wenn auch mehr in Sparten vertreten als universell, und ich durfte viel von ihnen lernen. Sie sind das wahre Kapital des Forums! Zweitere Radikale tauchen hier m.E. selten auf und triggern bei mir zwei Reflexe: Ignorieren oder - wenn sie mir zutiefst widerstreben - konsequent hartnäckig hinterfragen und so entlarven! Solchen Typen findet man in Religion, Politik, Gesellschaft und wo noch und ich mag sie nicht. Ich mag nicht, wenn andere versuchen, mir ihre Sichtweisen überzustülpen! Diskussion ja, Missionierung nein! Was braucht GT Radikale? Sie testet doch selbst permanent ihre Grenzen des Machbaren aus. Und ehrlich gesagt, mir ist es ziemlich egal, welche Meinung jemand dazu hat, wie ich was mache, mit welchem Equipment und welchem BW! Für mich muss es passen! Und wenn ich hier abschauen kann, wie es für mich besser geht, dann mach ich das. Ständige Verbesserung ist angesagt. HAL
  12. 12 points
    @schwyzi: Ich persönlich wollte auf zwei Sachen hinaus: Ich glaube in der momentanen Diskussion mit den "Mainstream"-Wanderern die Tendenz auszumachen, dass ULer versuchen zu beschwichtigen. (Tenor: Wir sind ja gar nicht schlimm, Zahnbürstenabsägen finden wir auch lächerlich, die "selbstreinigenden Kräfte" sorgen schon dafür, dass die polarisierenden Hardliner verstummen ....) Warum müssen wir uns denn alle so lieb haben? Warum nicht zur Radikalität und zum Extrem von UL stehen? UL ist mal für extreme Langstreckentouren konzipiert worden und extreme Touren erfordern auch extreme Maßnahmen. Das ist aber auch keine Widerspruch zum vielbeschworenen HYOH. Ich fürchte, dass durch diese Weichzeichnerei die Hardliner verprellt wurden und werden. Und egal, wie sehr die Puristen manchmal nerven - ich habe von den vielbeschworenen "lächerlichen" Zahnbürstenabsägern und Feinwaagenverwendern mehr gelernt als von den immer alles besser wissenden Bier-Alpinisten, die hier außer einem gewissen Unterhaltungswert inhaltlich für mich nichts Wissenswertes beitragen. Wenn die angeblichen "selbstreinigenden Kräfte der UL-Szene" dazu führen, dass die polarisiernden Stimmen verschwinden und wir hier nur noch über weichgespültes UL (Deine 2,5 kg Fotoausrüstung ist schon ok ...) diskutieren, dann sehe ich die Wissensvermittlung und -weiterentwicklung in diesem Forum echt gefährdet. Ich säge mir nach wie vor die Zahnbürste ab und trenne mir die Etiketten aus den Klamotten. Ich wehre mich nur einfach dagegen, dass im Zuge des "UL ist doch gar nicht so schlimm" diese Praktiken in der "Titanhering und Hüftgold"-Diskussion lächerlich gemacht werden. Warum werden die Puristen hier als angeblich polarisiernde Hardliner runtergezogen und gleichzeitig Leute hofiert, die nach eigener Ausage UL lächerlich finden? Die Weiterentwicklung einer Idee findet in den Extremen statt - auch wenn sie dann später durch die breite Masse adaptiert wird. @SouthWest hat es gut auf den Punkt gebracht: Also sollten wir alles dafür tun, dass dieses "Radikale" oder "Konsequente" in diesem Forum erhalten bleibt und es nicht selbst als lächerlich darstellen.
  13. 12 points
    micha90

    Die Radikalität von UL vs Mehrheitsfähigkeit

    @German Tourist Du sprichst mir hier doch ein wenig aus dem Herzen Das Problem nervt mich ehrlich gesagt schon seit Jahren, die Outdoorindustrie hat "UL" als Marktkonzept entdeckt und versucht (leider erfolgreich) mit der Bezeichnung Geld zu scheffeln - ohne irgendwas für UL zu tun. Zelte sind jetzt eben UL, weil sie 1.2kg wiegen statt 2kg, 500g Goretex Jacken für hunderte Euronen etc pp. Die Industrie macht den Begriff bekannt und marktfähig ohne sich je mit dem eigentlich Konzept auseinanderzusetzen, zumindest nicht öffentlich (wäre auch kommerziell keine gute Idee den Kunden zu erklären, dass sie weniger kaufen sollen um den Rucksack leicht zu machen). Das ganze sorgt für eine breite Masse an Leuten, die eben nur Kommerz-"UL" kennen und nicht wirklich irgendwas über Gründe, Ursprünge und Umsetzung wissen, wo ich verstehen kann, dass das einigen Leuten sauer aufstößt. Wenn jemand daher kommt sich mit seinem 10kg Rucksack als UL betitelt, den er eben bei Globetrottel gekauft hat, lässt das die eigene "Leistung" sein BW über Jahre auf 3kg zu kratzen irgendwie schlechter dastehen. Das Prinzip ist das selbe wie die (stetig wachsenden) Gruppe von Leuten, die auf den Ami-Trails hier und da mal eine Sektion laufen, viel trampen und sich eher besaufen, aber hinterher als Thruhiker darstellen - die eigene Leistung derer, die es tatsächlich gemacht haben wird dadurch gefühlt geschmälert. Dennoch muss ich sagen, dass ich inzwischen auch an einem Punkt bin, an dem es mir einfach egal geworden ist, was andere Leute machen und wie sie sich mit so etwas zu profilieren versuchen (ist das schon Altersmilde?). Auf meiner ersten Tour war UL noch neu und spannen und ich hatte das Gefühl jedem davon erzählen zu müssen (und bin mit Sicherheit dem ein oder anderen ordentlich damit auf den Keks gegangen). Inzwischen versuche ich das Thema sogar aktiv zu vermeiden, wenn ich nicht direkt nach meiner Ausrüstung gefragt werde um mir die ewig selben Diskussionen zu sparen. (klappt auch ganz gut, da ich inzwischen selten noch als Trekker erkannt werde und idR als Tageswanderer durchgehe ) Inhaltlich finde ich es für das Forum schade, dass die Extreme hier inzwischen tatsächlich aufweichen, aber ich werde mit Sicherheit niemanden versuchen zu etwas zu bekehren, dass er/sie nicht will, wenn eine Person mit vollem Herzen dahinter steht benötigt es auch keine Bekehrung mehr. Radikale Ansätze sind immer wichtig um Grenzen auszuloten und eine Richtung zu weisen. Erst wenn eine Grenze erreicht ist, weiß man wo sie liegt und kann daraus Schlüsse ziehen und lernen. schöne Grüße Micha
  14. 11 points
    skullmonkey

    Impressionen von Touren

    Ich war heute das Wasser zum packraften testen. Fazit: Falscher Aggregatzustand.
  15. 10 points
    bri

    kleinschreibung

    Sätze erhalten ihre Bedeutung nicht beim Sender sondern beim Empfänger. Es ist doch ganz einfach: Will ich nur etwas loswerden, um es geschrieben zu haben, mache ich es mir einfach. Möchte ich, dass andere es lesen und womöglich sogar antworten, mache ich es den anderen einfach.
  16. 9 points
    DasBaum

    Auf Madeira durch die Wolken

    Reisebericht Madeira Januar 2018 Ausrüstung: https://lighterpack.com/r/2caxlb Infos: Auf diesem Blog waren viele nützliche Links hinterlegt, inkl. Gpx-Track Ost nach West: http://www.taeve-supertramp.de/madeira-von-ost-nach-west-2017/ Map Madeira: http://www.4umaps.eu/insel-madeira-funchal/download-wander-mtb-karte.aspx?id=88 Flickr: https://flic.kr/s/aHskuAuMkC Reisezeit: 6.-13. Januar 2018 Personen: 1 Temperatur: 5 – 18 °C 6.1.2018 Anreise Das dritte Jahr in Folge besuche ich im Winter die Kanaren. Meine diesjährige Winterflucht soll Madeira sein, also spontan gebucht, das übliche gepackt und pünktlich um 12.30 Uhr sitze ich in der Maschine. Laut Plan Ankunft 17:00 Uhr Ankunft…laut Plan… Von der Landung in Madeira hatte ich schon etwas gehört. Schwieriger Flughafen, Piloten brauchen extra Ausbildung. Aber hierbei bekomme ich das erste Mal kalte Füße beim Fliegen. Es rappelt und schwankt so sehr, dass ich froh bin das Eurowings nicht die Kotztüte wegoptimiert hat, wie Ryanair. Eine Frau vor mir ist kreidebleich und an der Stelle wo wir eigentlich endlich mit den Rädern aufsetzen sollten geht es wieder in die Lüfte. Kurz darauf meldet sich der Pilot und wir stranden eine halbe Stunde später in Teneriffa Süd. Hier ist es auch schön, aber hier war ich doch erst wandern… 7.1.2018 Anreise zweiter Versuch Nach einer Nacht in einem schicken Hotel (mit wirklich schlechtem Essen), bezahlt von der Airline, geht es früh morgens auf einen zweiten Versuch Richtung Funchal Airport. Heute soll der Wind nicht ganz so kräftig sein, aber immer noch aus schwieriger Nordwestrichtung. Anscheinend haben wir ruhige zehn Minuten und wir kommen auf dem Rollfeld zum Stehen. Es ist 12 Uhr Ortszeit und ich stehe mit Rucksack an der Bushaltestelle Richtung Machico. Hinweis: Es gibt zwei Bushaltestellen am Airport. Eine für den Aerobus der zwischen Funchal und Airport pendelt (5€ oneway) und eine für die lokalen Busse. Die Busse sind ziemlich rudimentär, wie ich auch vorher schon im Netz lesen konnte. Außerdem fahren diese nur um Funchal und unter der Woche ausreichend regelmäßig. Gegen 12.30 Uhr stehe ich endlich, nach vielem rumgefrage und der Hilfe eines deutschen Rentnerpaares an der Levada Canical und kann mich in Bewegung setzen. Zum Start steht ein Küstenweg an, davon soll es hier nicht so viele geben und außerdem sieht man in der Inselmitte schon Wolken hängen. Der Wind war stark, genau wie die Landschaft. Nachmittags erreiche ich Porto da Cruz von hier aus möchte ich ins Inselinnere. Da ich noch vollverpflegt war und noch im Laufmodus füllte ich in Porto da Cruz nur kurz Wasser auf und lief direkt weiter. Richtung Wolkenumhüllte Berge. Die reißen bestimmt bald auf… Es ging Bergauf und ich kam der grauen Masse immer näher wodurch es hin und wieder anfing zu regnen. Die Erfrischung tat gut. Ich ging von Levada zu Levada und es wurde steiler und steiler, bergauf, bergab. Gefühlt ging es für drei Meter hoch einen runter. Irgendwann wurde es dann auch dunkel. Mit Kopflampe ging es weiter, da ich mich nicht neben die Levada legen wollte. Hier hätte auch kein Tarp hingepasst. Für den ersten Tag hatte ich mich wohl ein bisschen übernommen. Gegen 19.30 Uhr kam ich ziemlich fertig im Camp Chao das Freteiras an. Hier auf 1200hm war die erste Flache Ebene. Erst als ich die gebratenen Nudeln von Maggi, im Schlafsack liegend, in mich stopfte ging es wieder besser. Trotz Regen und Wind konnte ich gut schlafen.
  17. 9 points
    Zurück zum Thema: Letztlich rührt Christine an der Frage, die uns schon im Definitionsfaden sehr beschäftigt hat: Wohin treibt (passiv) oder steuert (aktiv) dieses Forum, wenn Neuzugänge „weichgespült“ angenommen werden. Sollte das Forum resp. seine User hier nicht konsequent den UL-Kern vertreten: Hinterfrage alles, wiege alles, probiere es aus? Meine eigene Haltung dazu habe ich schon verschiedentlich deutlich gemacht. Mir ist es wichtig, dass der Kern des Themas nicht verloren geht. Die UL-Methoden und -Gedanken fasse ich als mehr oder weniger scharf abgerenztes Zentrum auf. Welches Baseweight ein User erreicht hat oder mitbringt, ist mir eigentlich gleich, solange ich den Eindruck habe, der Austausch miteinander dient der weiteren (inhaltlichen und/oder gewichtsmäßigen) Anhäherung an das Zentrum. Ausgrenzung: Nein, wozu auch? Annäherung an das „Zentrum“ des Themas: Nicht nur „Ja“, sondern „Ja, unbedingt!“ Warum sollten User andere User sonst in diesem thematisch klar gefassten Forum unterstützen?
  18. 9 points
    Stromfahrer

    Die Radikalität von UL vs Mehrheitsfähigkeit

    Für mich tritt in diesem (wiederholten) Thema als Konsens heraus, dass der Begriff „radikal“ ein Beitrag zu Missverständnissen und unnötigen Auseinandersetzungen leistet – durch seine zwei Bedeutungen (umsetzungsradikal in eigener Sache versus bekehrungsradikal bzw. missionarisch/sektiererisch/militant). Ich schlage daher vor, dass wir den mehrdeutigen Begriff „radikales UL“ zugunsten zweier treffenderer Begriffe vermeiden: „konsequentes UL“ für die umsetzungsradikale (Ziel-)Orientierung am California baseweight (10 lb, von mir aus auch 5 kg europäisches Baseweight) „missionarisches UL“, für die Sachverhalte, in denen einem User die Deutungshoheit wichtiger erscheint als die eigene Entwicklung. Der Vorschlag ist sicher nicht ausgereift, aber wenn letztere Variante hier im Forum nicht gepflegt wird, macht mich das nicht traurig. Dass dies teilweise mit dem Exodus von Kompetenzträgern verbunden ist, schon. Hingegen fände ich es schade, wenn die Teilnehmer an diesem Forum die Fragen nicht mit der Perspektive auf „konsequentes UL“ beantworten würden, um niemand auszugrenzen. Wer im UL-Forum nach Empfehlungen fragt, darf UL-Empfehlungen erwarten. Das grenzt niemand aus, der aus solchen Empfehlungen „schwerere“ Schlüsse zieht. Insofern stimme ich @German Tourist zu: Konsequent zu sein ist im Sinne dieses Forums.
  19. 9 points
    naturbezogen

    kleinschreibung

    Jepp, so sehe ich das auch. Ich finde dass eine alte Aussage, die hier im Thread einer gemacht hat, hier wunderbar in der folgenden Diskussion rauskommt. Will ich schreiben, dann schreibe ich wie ich will. Will ich gelesen werden, schreibe ich so, dass es möglichst viele einfach lesen können. Auch finde ich es interessant, wie jetzt Leute mittels Angriffstechnik versuchen sich zu verteidigen. Ich schreibe es jetzt mal ganz egoistisch ohne jegliche Blumisierung: Es ist mir scheissegal, ob der Autor eines Posts Klassenprimus am Elitegymnasium war oder 5 Ehrenrunden auf der Baumschule gedreht hat. Mir geht es darum, dass ich den Content zu einem akzeptablen Maß an Aufwand erfahren kann. Und wenn sich jemand bemüht, mir möglichst wenig Aufwand beim Lesen zu bescheren, dann bin ich erheblich gewillter, meinem Gegenüber meine Ideen, meine Ratschläge oder meine Meinungen zugänglich zu machen. Sprich es ist Dein eigener Schaden, wenn Du keinen lesefreundlichen Schreibstil an den Tag legst. Und ja, meine Geisteskraft reicht, um kleingeschriebenen Text zu erfassen. Weniger Arbeit ist es, wenn der Text ordentlich formatiert ist. Und es ist indirekt ein Zeichen von Faulheit, Egoismus und Arroganz, letzteres besonders dann, wenn man mir die Frage stellt, ob ich zu doof zum Lesen von Kleinbuchstaben wäre. Viele Grüße, Magnus
  20. 9 points
    HAL23562

    Nord-Süd-Gefälle?

    Ich glaube, nach Nordeuropa zieht es viele, weil es bei viel, teilweise spektakuläre Natur, netten Menschen eine vor allem für Anfänger mit seiner meist einfach handlebaren Infrastruktur vieles leichter macht. Auch gibts jede Menge Infos über diese Gegend. Allerdings scheinen mir gerade die Schweden zunehmend am eigenen Ast zu sägen (Stichwort Scandreck und seine Folgen). Ich bin im Norden mehrfach zu Fuß, mit dem Rad und Faltboot unterwegs gewesen. Und im Fjäll findet man auch heute noch abseits der großen Wege wahre Kleinode und tagelange Einsamkeit. Und wie hier schon berichtet, traf auch ich im Hochfjäll Landsleute (jung, männlich), die Mordsmesser mit sich herumschleppten. Sie schauten meist fassungslos auf mein Victorinox Classic Miniatur und hielten mich für sträflich leichtsinnig, so ohne richtiges Messer. Im Süden war ich per Pedes von Lausanne nach Rom unterwegs, meist durch zuweilen beeindruckendes Kulturland und immer mal wieder auch etwas Wildnis. Die vielen (ausschließlich positiven) Begegnungen mit den Menschen Italiens beeindruckten mich tief. Niemals auf meinen Reisen fand ich mehr Hilfsbereitschaft als dort. Doch problemloses Zelten wie in Skandinavien gab es nicht. Ich bedauerte nur eines: Mein Italienisch bestand nur aus ein paar Brocken und ich traf mehr Italiener mit Deutsch- als mit Englischkenntnissen (obwohl gerade die Jüngeren da massiv aufholen). In Frankreich waren wir auf der Loire unterwegs. Immer noch absolut lohnend und mit viel Natur. Dieses Jahr geht es 2 - 3 Monate mit dem Fahrrad dorthin. Unsere Erfahrung bisher: Freundliche und fantastisch hilfsbereite Menschen in La France und tolle Landschaften. Diesmal wird per VHS auch mein Rudimentärfranzösisch etwas aufpoliert. Ich habe mehrfach Polen bereist. Die Polen sind freundliche Mensch mit fantastischer Gastfreundschaft. Und wer warnte uns regelmäßig vor klauenden Polen? Richtig, unsere besorgten polnischen Gastgeber! Mir kam dort übrigens nie etwas abhanden. Viele Polen sprechen Deutsch und auch Englisch, insbesondere die jüngere Generation. Ich war auch mehrfach in Bulgarien unterwegs. Hauptproblem: Schrift und Sprache. Aber wer weiß hier schon, dass die Eliteschulen des Landes staatliche sog. Deutsche Gymnasien sind und wer weiß hier schon von der unglaublich großen Affinität der Bulgaren zu Deutschland und seiner Kultur? Ich wusste das nicht und war total überrascht.Ich traf etliche Bulgaren mit teilweise excellenten Deutschkenntnissen. Die abgelegeneren Berggebiete waren übrigens von teilweise respekteinflößender Wildheit mit ebensolcher Fauna. Mein Eindruck nach all diesen Erfahrungen: Tolle Natur oder Landschaften findet man überall in Europa. Skandinavien ist aber einfach in vielen Dingen problemlos zu bereisen. Den Süden zu bereisen ist auch ohne Sprachkenntnisse ohne weiteres möglich, denn die Menschen dort sind sehr zugänglich. Der Osten könnte das Trekkingland der Zukunft werden, wenn es gelingt Sprache und Schrift ein wenig den "Schrecken" zu nehmen. An tollen Landschaften und freundlichen Menschen mangelt es dort jedenfalls nicht. Wenn ich jetzt so zurück denke: Spektakuläre Landschaften sah ich von Nord bis Süd, West bis Ost viele und das war toll. Aber den tiefsten und nachhaltigsten Eindruck haben auf mich überall die Menschen, die ich traf, gemacht. Und so richtig schlechte Erfahrungen musste ich auch nicht machen. HAL
  21. 9 points
    Moin, im Zuge einer wilden Diskussion im BCD fand user ferdy eine sehr interessante Liste von clo-Werten in einem russischen Forum. Unter anderem aus den dort gefundenen Daten ergeben sich ganz interessante Überlegungen, das hier ist der Versuch einer "Rettungsaktion", damit die Daten und Erkenntnisse nicht im endlosen BCD-Gelaber untergehen. Vielleicht kann die Liste hier nach und nach aktualisiert und vervollständigt werden, und vielleicht werden meine Überlegungen dazu auch überarbeitet oder korrigiert. Ersteinmal Wikipedia zum clo-Wert: Vielmals findet man irgendwelche Pseudodefinitionen des clo-Wertes á la "bei 1,52clo fühlt sich ein feuchter Pudel bei 3°Fahrenheit gerade noch so wohl". Die Definition von Wikipedia ist mir irgedwie lieber. Für das UT ist vermutlich die Angabe der Leistungsfähigkeit in Bezug zum Gewicht ganz gut geeignet, obwohl veraltet. Die Sammlung der clo-Werte ermöglichen es, einen bereits vorhandenen Schlafsack zu bewerten, das in Relation mit den eigenen Erfahrungen zu setzen, und ggf. vor einem Neukauf oder einem Eigenbau ziemlich präzise zu defnieren, was man braucht. Liste: Baumwolle .04 clo/oz Merinowolle .084 clo/oz Polartec 100, 200, 300 series, Classic micro .16 clo/oz Polartec Thermal Pro high loft Mid .185 clo/oz Polartec Thermal Pro high loft Extreme .210 clo/oz Thermolite .3 clo/oz Thinsulate 0.33 clo/oz Thinsulate Ultra 0.39 clo/oz Thermolite Micro .49 - .53 clo/oz Thermolite Pro .5 clo/oz Primaloft Infinity .57 clo/oz Thermolite Micro .598 clo/oz Thermolite Quallo .58 clo/oz (+/-) Thermolite Extra .58 clo/oz (+/-) Thermolite Extreme .61 - .68 clo/oz Polarguard 3D, .63 clo/oz Climashield .65 clo/oz. Polarguard Delta, .68 clo/oz. Climashield HL, .68 clo/oz. Primaloft Eco, .68 clo/oz. Exceloft .68 clo/oz Down (550 fill) .70 clo/oz Primaloft Synergy, .73 clo/oz. Thermic Micro, .76 clo/oz. (???) Primaloft Sport, .79 clo/oz. Climashield Combat, .79 clo/oz. Climashield Apex, .82 clo/oz Coreloft, .82 clo/oz. Climashield XP, .82 clo/oz. Primaloft One (alt???), .84 clo/oz. Thinsulate Lite Loft, .84 clo/oz. Primaloft One, .92 clo/oz. Down (625 cuin), .92 clo/oz. Down (800 cuin), 1.68 clo/oz. Down (850+ cuin) 2.53 clo/oz. Dort, wo irgendwas in Klammern mit Fragezeichen hintersteht, ist der Wert fraglich oder veraltet. Für die Beurteilung von Daunenschlafsäcken und Quilts haben sich die Formeln Tcomfort = 23,5 - (3,5 x loft in cm) Tlimit = 17,5 - (3,5 x loft in cm) aus meiner Sicht sehr bewährt, wobei der loft ausdrücklich nur in einer Lage gemessen wird, also der Teil des Schlafsackes, der über dem Körper liegt, beziehungsweise das Quilt einlagig auf dem Boden ausgebreitet. Oft taucht die Frage auf, wie denn Kunstfasern im Vergleich dazu zu bewerten seien, und wie der Zusammenhang der verschiedenen Lofthöhen sei. Ich denke, man muss die Lofthöhen von hochwertiger KuFa (zB Apex) und hochwertiger Daune (800cuin) durchaus unterschiedlich beurteilen, und es ist keineswegs so, dass KuFa mit weniger loft mehr erreicht. (Das soll hier keinen Anspruch auf 100%ige Objektivität oder Vollständigkeit haben, ich kann falsch liegen.) Dazu zitiere ich jetzt eine grobe Vergleichsrechnung aus dem BCD: Später: Es geht dabei nur um die Füllung, richtig. Wenn die Werte im russischen link stimmen (Apex zB. hat gepasst), dann stimmen die obigen Aussagen. Je leistungsfähiger ein Schlafsack sein soll, umso stärker kommen die Unterschiede bei den Dämmstoffen zum Tragen. Bei leichten Sommerschlafsäcken kann der Aufwand, um die paar Daunen mit zig Kammern an Ort und Stelle zu halten, übertrieben sein (Preis). Bei Schlafsäcken wie dem Panyam450 und dem Progressiv aus dem Beispiel ist der Gewichtsunterschied bei ähnlicher Leistung (der Progressiv ist etwas geschönt, das passt nämlich mit den Werten nicht, und auch der Hersteller spricht von "nicht standardisiert wie bei Daune"...) "nur" ca. 400g. Hier kann man mit Preis, Unempfindlichkeit, Tierschutz etc. pro KuFa argumentieren. Bis zu diesem Temperaturbereich und bei Sommerschlafsäcken hat KuFa imo absolut seine Daseinsberechtigung. Wenn man als Extrembeispiel einen KuFa Sack bauen wollte, der es mit einem zB Excuistic1400 (mit 1400g 850+cuin Daune drin) aufnehmen kann, dann müsste man wohl wenigstens 4kg KuFa verbauen. Heraus käme imo eher eine 4,5kg Immobilie, die man zum Transport in einem 120l Rucksack mit zig Riemen so zusammenknallen muss, dass nach 3 Wochen die Kufa im Arsch ist... Das ganze steht und fällt natürlich mit der Frage, wie aussagekräftig die in der Liste aufgeführeten Werte sind. Und natürlich ist es auch so, dass durchaus noch andere Kriterien für die Auswahl eines Quilts/ Schlafsackes wichtig sind. Nasses Apex zum Beispiel dürfte gegenüber nasser Daune gewisse Vorteile haben...
  22. 9 points
    hinkelstein

    Hinkelstein ultraleicht

    Auch ein Hinkelstein kann ultraleicht unterwegs sein (gefunden im neuen Asterix) Stromfahrer hat diesen Beitrag moderiert: Aus Gründen des Urheberrechts muss das Bild vom Bims-Hinkelstein leider entfallen. (Asterix in Italien [Band 37, Seite 6], Abhilfe ist unten verlinkt.)
  23. 9 points
    Hab diesen älteren Thread noch gar nicht gekannt. Möchte aber auch von solch einem Erlebnis erzählen. Wie vermutlich einige wissen, waren große Teile des PCT 2017 mit viel Schnee gesegnet. Mein Erlebnis hat sich zwischen Kennedy Meadows und Forester Pass zugetragen. Ende Juni herrschten in dieser Sektion hohe Temperaturen, die den Schnee rasant schmelzen haben lassen. Das Wandern zu diesem Zeitpunkt fand fast ausschließlich entweder auf Schnee oder in Wasser statt. Wenn der eigentliche Trail sichtbar war, dann war er meist bis zu den Knöcheln als kleines Schmelzwasserrinnsaal ausgeprägt. Trotz Strapazen, Anstrengungen und ständiger Unsicherheit bezüglich Flußfurtungen gab es maßenweise Phasen an "Hikerhighs". Nachdem meine Gruppe gerade erfolgreich den Wallace Creek gequert hatte sind wir dem kurz darauf folgenden Wright Creek querfeldein, flußaufwärts gefolgt um eine sichere Stelle zum Furten zu suchen. Wir waren alle wie high vor Freude über die Querung, aber gleichtzeitig vor angenehmer Furcht als wir Wallace Creek gesehen hatten. Hochmotiviert und ungläubig watteten wir durch mehr als knöchelhoches Wasser, dass einfach so den Hang herunter und uns entgegen floß. Ich wollte dieses Spektakel natürlich auf Kamera festhalten, ausnahmsweise sogar als Video (ich bin speicherplatzknausrig). Ich gab also einem meiner Wanderkumpels meine Kamera und bitte darum mich von hinten beim Spielen in den "Pfützen" zu filmen. Ich Hand in der Schlaufe, übergebe ihm die Kamera und will ihm kurz erklären wie was einzustellen ist. Er zieht an der Kamera, checkt nicht, dass die Schlaufe an mir hängt und plumps..... die Kamera fällt zu Boden... Wir beide unisono: "FUUUUCCCCKKKK". Kamera an, Linse offen.... ich sehe noch wie in Zeitlupe, wie die Kamera komplett unter Wasser ist, Linse in gegen Himmel.... Ich die Kamera sofort raus, ausschalten.... Bange Tage des trocknens im Rucksack. Nach 2-3 Tagen mach ich das Ding an, Display flackert, geht aber aus... immer wieder. Ich denke die Kamera ist Mist. Wegwerfen ist aber nicht. Schleppe sie also noch einige Hundert Kilometer mit. Denke mir irgendwann in ner Stadt: "Probier das Teil doch nochmals aus". Ich lade sie voll auf und schalte sie ein... und was sehe ich?!?!? Sie funktioniert wieder! Gott sei dank! Trotzdem leider keine Bilder mehr in der restlichen Sierra gemacht (nur mehr mit miserablem Handy). Ich checke natürlich sofort das letzte Foto und das ist für mich persönlich, ein unglaublich geiler und unerklärlicher Schnapschuß geworden (wie geht denn das?!) aber sehr selbst.... PS: kurz zuvor habe ich meinen MP3-Player beim Waschen meines Wanderhemdes mitabsaufen lassen, mit dem selben Ausgang... Wochenlang nicht funktioniert, dann plötzlich wieder
  24. 9 points
    German Tourist

    Komfortverzicht

    Ich möchte in diese Diskussion nach einen weiteren, oftmals vergessenen Aspekt einbringen: Je kürzer eine Tour ist, desto besser kann ich meine Ausrüstung darauf anpassen - und muss nur wenig mitnehmen. Im Idealfall schaue ich mir für einen Kurztour einfach den Wetterbericht an und kann dann optimal ausgerüstet mit minimalem Gepäck unterwegs sein. Ich selbst mache fast nichts unter 1000 Kilometer - meist bin ich mehrere Monate am Stück unterwegs. Damit komme ich nicht nur in verschiedene Klimazonen, sondern auch unterschiedliche Jahreszeiten, was wiederum unterschiedliche Ausrüstung und damit mehr Gewicht erfordert. Und so habe ich vor jeder langen Tour die Qual der Wahl, an welcher Stelle ich den Komfortverzicht erleiden will: Variante 1: Ich ziehe mit minimaler Ausrüstung für eine Klimazone bzw. Jahreszeit los und erleide den Komfortverlust dadurch, dass ich unterwegs logistische Kunststücke vollbringen muss, um unterwegs die Ausrüstung umzustellen. Die amerikanischen thruhiker bewerkstelligen das dann mit bounce box, einem trail manager, der einem Sachen postlagernd zuschickt oder Nachkauf bei REI. In Europa wird das ganze dann schon schwieriger aufgrund unterschiedlicher Postsysteme - und beim Nachkauf gibt es dann womöglich noch einen weiteren Komfortverlust, wenn man nur minderwertige Ausrüstung bekommt. Variante 2: Man erspart sich diesen Stress und nimmt die komplette Ausrüstung für die gesamte Tour mit, schleppt dann aber einige Zeit zuviel mit herum. In der Praxis läuft es meist auf eine Mischung zwischen 1 und 2 hinaus.
  25. 9 points
    bri

    Hermann-Billung-Wanderweg

    Jetzt komme ich endlich mal dazu, ein paar Bilder von meiner Oktober-Tour einzustellen. Ausgesucht hatte ich mir den Herman-Billung-Weg, der auf einer Länge von 145 km von Lauenburg an der Elbe nach Verden an der Aller führt. Der Weg scheint ziemlich unbekannt zu sein und touristisch auch nicht sehr vermarktet zu werden. Die Internetseite führt auf eine Malware-Warnung, aber auf einer anderen Seite konnte ich mir die Route auf mein Handy laden. Das war auch gut, denn der Weg ist nicht durchgängig ausgeschildert und manchmal weicht die Ausschilderung auch von der Route ab. Man kommt täglich durch Ortschaften, meist im Außenbezirk. Das habe ich jeweils für ein ausführliches Essen und das Aufladen meines Handys ausgenutzt. Da es meine erste Tour war, die länger als zwei Tage dauerte, war das für mich ganz gut. Man muss sich ja nicht alle Skills auf einmal aneignen Der Weg führt ziemliche nahe an unserem Dorf vorbei, deshalb bin ich einfach von Lauenburg nach Hause gelaufen und habe mir die letzten 25 km nach Verden erspart. Am 29. September habe ich mich vom Zug nach Lauenburg bringen lassen und war um 16 Uhr dort. Ca. 200m vom Bahnhof entfernt beginnt die - hier noch - ausgeschilderte Route. Am 3. Oktober bin ich vormittags zuhause angekommen. Da mich beim Wandern vor allem Wege faszinieren, sind sie auch schwerpunktmäßig auf den Fotos gelandet. Insgesamt ist es ein schöner Weg, der teilweise auf schmalen landwirtschaftlichen Wegen verläuft, aber auch sehr lange Strecken hat, die durch Wälder führen. Aber seht selbst: Start des Weges in der Nähe des Lauenburger Bahnhofes. Als erstes geht es zurück über die Elbe und damit von Schleswig-Holstein wieder nach Niedersachsen. Blick über die Elbe zurück auf Lauenburg. Ein Stück auf der Alten Salzstraße entlang. Abendstimmung am Elbe-Seitenkanal. Und noch ein Stimmungsbild vom Kanal. Der Blick nach dem Aufwachen versprach gutes Wetter. Wat nich aans gift ... (Ausdruck der Überraschung bei Eingeborenen der norddeutschen Tiefebene) Und Tiefebene gibt's hier viel. Fast zuhause.
  26. 8 points
    Auch für diesen Rucksack möchte ich wieder den Schnitt zur Verfügung stellen. Eine Nähanleitung explizit für diesen Rucksack kann ich aber nicht geben, dafür fehlt mir im Moment einfach die Zeit. Wer aber folgende Anleitungen von mir gelesen hat, der wird ohne größere Schwierigkeiten den Rucksack nachnähen können: Und hier der Schnitt:
  27. 8 points
    Die erste Messung nach der US2000 ergab übrigens ca. 875cuin für die reine Oldenburger. (28,5g Daune, Volumen nach 60sek Belastung 44g auf 194mm Durchmesser) Die zweite und die dritte Messung ergaben einen reproduzierbaren Wert von 790cuin. Ich erkläre mir das so, dass die Daunen vor dem ersten Versuch mehrere Tage lang unangetastet im Testzylinder vor sich hin loften durften. Zwischen den Messungen habe ich die Daunen nur eine Weile "umgerührt". Ein paar Daunen gehen bei den Wiederholungen leider immer verlustig, außerdem haben die Daunen natürlich die Luftfeuchtigkeit meiner Werkstatt angenommen, und kommen nicht frisch aus dem Trockner... Ich lasse den Kolben jetzt 24h drauf, Morgen kommt dann der Wert nach EN. Im Augenblick steht der Kolben bei 730cuin. Meiner Ansicht nach sind die Classen Daunen absolut geeignet für UL Ausrüstung. Bin gespannt auf die Extexdaunen im direkten Vergleich, erst dadurch wird der Versuch imo wirklich aussagekräftig, da meine Messvorrichtung und Präparate nicht ganz normgerecht sind.
  28. 8 points
    Daneben, das mein Schwerpunkt auf Tour unterwegs sein, das Ganze um mich rum wahrnehmen ist und ich deswegen einfach zuverlaessiges Material bei haben will, was nicht viel Aufmerksamkeit erfordert... Dass ich, wenn ich laenger auf Tour bin, abends nicht noch Heringe oder irgendwas rumschnitzen will... Ist fuer mich auch der LNT Aspekt dabei massgeblich. Ich nehme fuer mich in Anspruch, fast ueberall unterwegs auf Tour zu uebernachten, wo ich es "richtig" finde, geht ja haeufig auch beim Streckenwandern nicht anders, dann ist es aber fuer mich auch eine klare Sache, dass ich mich entsprechend LNT verhalte, kein Feuer, verbrennt ja nicht nur den Grund , im Wald auch Funkenflug-Gefahr, evtl "stoere ich damit auch Tiere auf"...irgendwelche Aeste abbrechen / absaegen, um daraus Heringe zu schnitzen, oder als Tarpstangen zu nehmen, geht fuer mich gar nicht...ich will, dass wenn ich einen Platz wieder verlasse, ich ausser ein paar niedergedrueckten Grassbuescheln und dem was ich vergrabe , nichts zurueck bleibt... Und dabei geht es fuer mich nicht nur um meinen Weg, ich verbrenne ja sonst im warsten Sinne des Wortes den Boden fuer die nach mir, viele Verbote und deren Kontrolle sind eben genau dadurch gekommen, dass die, die sich nicht LNT verhalten haben, gewissen Kreisen sozusagen die Munition geliefert haben. Natuerlich habe ich diesen ganzen Pfadfinderkram auch mal als Kiddie gemacht (ich habe auch heute noch die besten seiner American Boy Scout Buecher meines Vaters im Regal stehen, weil die echt zu schade zum Entsorgen waeren) und zwischen 8-12 Jahre fand ich das ganz klasse, mit meinen Kumpels mit Plane im Wald zu sein, Feuerchen zu machen, irgendwo Aeste fuer Heringsersatz und Feuer abzubrechen, Bruecken ueber Schluchten zu bauen, Seilbahnen usw War toll, aber ab einem gewissen Alter fand ich es dann noch toller, die Natur einfach so zu lassen, wie sie sich entwickelt hat, mitten drin unterwegs zu sein, aber ohne alles Moegliche "platt zu machen"... Ich kan mir auch nicht so recht vorstellen, dass das vernuenftig bei Weitwanderungen funktioniert, ich bin jetzt auch nicht jemand der unbedingt km frisst, aber man hat ja schon meist z.B. ein gewisses Zeitlimit, innerhalb dessen man eine gewisse Distanz schaffen muss, weil man sonst fuer noch mehr Tage Lebensmittel mitnehmen muss, weil man irgendwann zurueck fliegen muss, weil man wegen Wetterumschwung aus einer bestimmten Gegend wegen erhoehtem Risiko raus muss usw Wenn "der Tag lang war" habe ich mein Zelt in < 2 min stehen, koche mir, evtl schon halb abgelegt auf der EV-Matte, mein Essen und penne dann schoen warm, egal wie das Wetter ueber Nacht abkac**, durch und kann am naechsten Morgen gut ausgeruht und fit die naechste Etappe angehen. Mich wuerde da diese ganze Pfadfinder-Nummer echt annerven, die meisten Trecks koennte ich gar nicht gehen, da in den Gegenden "offenes Feuer", fuer mich sehr nachvollziehbar, verboten ist und auch rel wenig Holz rumliegt.. Wenn ich mich z.B. in der 2.Haelfte April / 1.Haelfte Mai entweder auf der Sierra Nevada oder auf der der Sierra di Cazorla / Sierra di Segura in Spanien rumtreibe...kann ich nicht sehen, wie es da mit den von Erbse beschriebenen Methoden funktionieren wuerde, das sind fast alles Naturschutz-Gebiete, teilweise Biosphaeren-Reservate, wenn mal Wald ist, ist es haeufig sehr trocken, das Feuer extrem gefaehrlich ist, du hast viel Nassgebiete, es kann auch tagelang Schuetten, Schneien, es kann tagsueber 30 und nachts unte Null haben, halt richtig Natur .
  29. 8 points
    Thomas

    Impressionen von Touren

    Die Zeit vergeht! Ein Herbstwochenende im Nordschwarzwald.Poppelsee und ein Blick in das Murgtal.
  30. 7 points
    Andreas K.

    Wer benutzt Bekleidung aus Wolle?

    Moment, du schriebst bisher, du wärst fast das ganze Jahr über wandernd in Europa unterwegs um z.B. Plakate zu kleben, und jetzt hältst du nebenher auch noch Schafe? Das passt für mich irgendwie nicht zueinander. Bitte bleib bei einer belegbaren Wahrheit! Ich fürchte Du verspielst sonst deine Glaubwürdigkeit gänzlich.
  31. 7 points
    Theoretisch könnte ich das schon machen, @Wanderfalter und ich hatten etwas ähnliches schon in Planung: MYOG Treffen anhängend an ein Forumstreffen auf dem Weidberg. Das wäre mittig in Deutschland, wir hätten massig Platz, Zimmer/ Zeltplatz und der Cp ist unschlagbar günstig.
  32. 7 points
    SouthWest

    kleinschreibung

    Mit Kleinschreibung kann ich leben. Passt ja irgendwie zu UL (KISS). OT: Bei deinen Beiträgen ist es aber eher die Länge und Komplexität (lange Sätze, keine oder falsche Satzzeichen, keine Absätze) die einem den Spass am Lesen nimmt. Ausserdem Referenzen an irgendwelche Dinge die nicht offensichtlich sind und einen vollkommen verwirren.
  33. 7 points
    Ich frage mich besser gar nicht was das dieser ganze Schmarn mit dem Tenor des Forum zutun hat, oder? Das dieses ganze Gekokele auf der Bauernwiese (Privatbesitz) am Fluss ,100m vom Waldrand weg idR verboten ist, das verdrängst du immer, oder? Da dann noch so ein "self feeding Fire" zu machen ist dann echt die Kirsche auf der Sahnehaube. Aber wie ich dich kenne, hast du das selber noch gar nicht gemacht, sondern schwelgst mal wieder in grauer Theorie! Mantrisch betest du Dinge immer wieder runter, das soo und NUR so es gemacht werden muss. Ich empfehle einen Besuch beim Arzt! Was mir ganz wichtig ist @Erbswurst, gewöhne dir bitte an für dich zu sprechen! Ständig lese ich in deinen Posts "das Wort "WIR"! "WIR machen das so und so" ...nein, WIR machen das nicht so, sonder DU!!! Und nur DU!!! Ich teile deine Meinung nicht und auch nicht deine Ansichten. Hör bitte auf ständig Dinge quasi im "Namen des Forums" zu verkünden! Du bist nicht unsere Herold. Bislang bist du für mich nur wer der viel erzählt wenn der Tag lang ist, ständig überall die gleichen paar Bildchen in einem immer neuen Kontext postet(da geht das dann auf einmal) und dazu ellenlange Texte ohne merklichen Inhalt schreibt. Ich habe dir vor einiger Zeit mal ein paar Fragen gestellt. Die Antworten bist du bis heute schuldig geblieben. Kritik, Fragen o.ä. scheinst du einfach zu überlesen, oder zu ignorieren. Hauptsache du kannst deine Monologe tippern. Wie ermüdend. Du kennste meine Meinung @martinfarrent. Ich hoffe es tut sich mal was, im Interesse des Forums. Frohes Neues noch.
  34. 7 points
    Update: Der Acrylglas-zylinder, entsprechende Ronden als Boden, Deckel und Kolben, sowie ein Stab sind angekommen, bearbeitet und zusammengebaut. Ich habe am Zylinder eine Skala in Cuin angebracht. Der Acrylkleber stinkt dermaßen krass und ekelhaft- nicht zu empfehlen. Nächste Woche schmeiße ich die Oldenburger Daune da rein und messe die Bauschkraft. Es gibt tatsächlich unterschiedliche Verfahren, beim Amerikanischen Verfahren fallen die Werte um einiges höher aus. Das ist sehr interessant zu wissen, wenn man verschiedene specs von Produkten vergleicht. Ich werde versuchen beide Verfahren durchzuführen, dann kann man vergleichen. Kann sein, dass mein Zylinder fürs Ami-Verfahren zu klein ist. Ich finde leider kein Video einer europäischen Messung. Also die Daune 24h lang belasten, und dann wieder frei loften lassen. Amerikanische Hersteller scheinen viel ihrer Daunen aus Europa zu beziehen, vor allem die hochwertigsten Gänsedaunen. Ein mir bisher unbekanntes Qualitätskriterium von Daune ist die "Clusterzahl". Cluster sind hierbei die vollständig intakten Daunen. Von den Clustern abgefallene Daunenfragmente sind "Fibres". Darüber hinaus gibt es noch Restfedern, die durch die Sortierung geschlüpft sind. Die Qualitätsbestimmung erfolgt durch stundenlanges Aussortieren der Bestandteile einer Probe von Hand per Pinzette. Ich denke, das werde ich nicht machen. Aber dieses Kriterium erleichtert unter Umständen das Erkennen von minderwertiger Qualität per Auge, ohne Messen. Ich stieß auf die Info, dass Daune von Tieren aus kälterem Klima nicht unbeding größere Cluster (=hochwertiger) hat, sondern dass diese Tiere vor allem mehr Daunen produzieren. Die Clustergröße und Robustheit der Daunen soll wohl mehr mit Rasse, Ernährung und Gesundheit der Tiere zu tun haben. Noch eine Info von Cumulus bezüglich "overfill": Ein Panyam450 als Beispielsack, hat eine rechnerische fillpower (450g 850er Daune) von 220Litern, die Hülle ist auf 190l ausgelegt. Cumulus geht davon aus, dass unter Einsatzbedingungen, also feuchter als im Labor, die Daunen nicht mehr voll bekommen. Das sind über 15% "overfill". Eine Info von Cumulus bezüglich Apex/ KuFa im Allgemeinen: Der Progressiv ist der Versuch einen zum Panyam450 gleich leistungsstarken Sack mit Apex zu bauen. Er enthält etwa 850g Apex, der theoretische Wert von 160l Volumen wird in der Praxis durch die Eigenschaften des Apex auch ziemlich erreicht. Ich gehe davon aus, dass Daune bei gleichem Volumen besser dämmt als Apex. Auf meine Frage hin antwortet Cumulus sehr freundlich und ehrlich sinngemäß, die temperatur-ratings von synthetischen Faser seien nicht so standardisiert wie bei Daunensäcken, es handele sich bei den Temperaturangaben eher um die "gefühlte Einschätzung" oder so ähnlich des Herstellers... ganz ohne "das ist eine Zauberfaser". Auf bpl.com gefunden: US 2000 norm: cylinder diameter: 241 mm conditioning: steaming +3 to 5 days in a screen box compression cylinder: non-mechanized cylinder of 68,3 grams. Mass of the sample: 1 oz = 28,4 grams. EN norm: cylinder diameter: 284mm, conditioning: tumble dry +2–5 days in a screen box compression cylinder: Lorch machine = mechanized cylinder weighing 94,25 grams, Mass of the sample:30 grams
  35. 7 points
    Liebe User, gebt fein acht, der Wichtel hat was mitgebracht. das gibt’s umsonst und auch frei Haus, ruf’ nur als erster „Ich“ hier aus! Doch Obacht, denn es gibt nen Clou: Wer’s haben will wird selbst im Nu zum nächsten Wichtel dieser Kette, schenkt ein UL-Objekt, der Nette. Denn kriegst du hier etwas geschenkt, wird auch von dir was rausgehängt! Und an den nächsten dann versendet, damit das hier nicht vorschnell endet. Der Thread geht automatisch zu. Der letzte sendet mir was zu. Und nun: Tür auf! Was geb ich her? NiteCore-Lampe, bitte sehr: MYOG-Stirnlampe, 45 lm, 17 g (Beschreibung hier) Klartext für Reim-Phobiker: Ich verschenke und veschicke die Stirnlampe kostenlos an den User, der hier als erster das nächste UL-nahe Wichtelgeschenk drunter postet und ebenso weiter verfährt, d.h. in diesem Thread die Kette in gleicher Weise fortführt. Der Thread steht unter Kleinanzeigen, um die größtmögliche Userschaft zu erreichen. Mir ist bewusst, dass User mit Biete-Beschränkung (weniger als 50 Posts) so nicht mitmachen können. Die Aktion soll aktive User ein bisschen belohnen, daher nehme ich diese Rahmenbedingung in Kauf und bitte euch, an dieser Stelle keine PNs oder Diskussionen zu dieser Frage abzusetzen. Der Thread schließt automatisch am 24.12.2017 um 12 Uhr. Der zuletzt beschenkte User darf mir dann eine Freude machen. Kein Teilnehmer hat oder erhebt Anspruch auf die Gleichwertigkeit der verschenkten Gegenstände. Für die Abwicklung (Erfüllung, Adressaustausch) seid ihr untereinander per PN verantwortlich. Das ganze basiert auf Vertrauen. Beschwerden, Klagen oder Ärger bitte im Kerzenschein wegsingen.
  36. 6 points
    Ich habe es mal in mehrere Teile zerlegt, wird so schon verdammt lang, aber ist ja auch ein interessantes Thema, was Du da anstoesst... Es ist doch Wurscht, ob sie nun denn den richtigen Begriff dafuer verwenden, oder sagen, sie wollen deutlich leichter als frueher unterwegs sein. Wenn ich Beratungen mache, muss ich das, was der Andere sagt, mir so uebersetzen koennen, dass ich weiss, was er will. In den meisten Faellen heisst das fuer mich, ich muss umfangreich nachfragen, was er vor hat, was seine bisherige Erfahrung ist, welche Ausruestung er bisher benutzt hat usw Da ist mir das erstmal voellig egal ob er das UL oder xyz nennt Wo ich Dir recht geben muss, dass es in Mode gekommen ist, dass viele leichter unterwegs sein wollen oder es ueberhaupt erst neuerdings fuer erstrebenswert halten, Langstrecken-Wanderungen zu machen, eben haeufig ohne jegliche "Outdoor-Karriere", an dieser Entwicklung bist Du ja nun nicht ganz unschuldig dieses Jahr hatte ich z.B. auffaellig viele Frauen, ohne bzw mit fast keiner Erfahrung, die Dein Buch gelesen hatten und bei Dir im Vortrag waren und nun halt auf den PCT wollten. Da halfen auch keine Vorschlaege, doch mal langsam anzufangen, mit Erfahrenen ueber´s Wochenende, dann mal 14 Tage Jacobsweg, nein Frau Th**** hatte sie so dafuer begeistert...Flugticket gekauft, Permit besorgt, da war doch noch was ? Achja man braucht ja noch Wander-Ausruestung, wie hies das nochmal, was sie verwendet, UL ? Aber auch genau dafuer gibt es ja nun doch auch Berater, die hoffentlich mit viel praktischer Material-Erfahrung und der Faehigkeit zu "uebersetzen" Leute beraten, hoffentlich ohne die Beratung von evtl wirtschaftlichen Vorteilen beeinflussen zu lassen... Ich kann doch von solchen Leuten nicht erwarten, dass sie es schaffen, sich vorher mit den Details vertraut zu machen, vor allem mit so Nebensaechlichem wie einer richtigen oder falschen Abkuerzung... Ich kann Dir also bestaetigen, du hast echt Wirkung und eigentlich muesste Dir die Outdoor-Industrie in D so etwas wie einen "Umsatz-Award" verleihen Missversteh mich nicht, ich finde das richtig klasse, dass Du inzwischen mit dem, was Dir am meisten Spass macht / Dich erfuellt, es auch schaffst, zumindest teilweise Deinen Lebensunterhalt zu verdienen, das ist vorbildhaft, wenn alle ein Stueck mehr in die Richtung gehen wuerden, haetten wir wahrscheinlich 1/3 KK-Kosten und 1/3 der Straftaten. Aber es hat fuer mich schon einen gewissen Humor, wenn jemand, die mit ihrem Buch, Vortraegen und TV-Auftritten in D wie kein 2. in den letzten Jahren dazu beigetragen hat, dass nun Langstrecken-Wandern mit UL-Ausruestung in groesseren Kreisen populaerer wird, die mit ihren Vortraegen nach meinem Eindruck zumindest sehr haeufig in Mainstream-Ladenketten wie Globi und McTrek unterwegs ist, sich dann darueber beschwert, dass es in Mode gekommen ist und selbst Globi UL vermarktet. Und natuerlich ist es so, dass, wenn sich grosse Ketten so etwas unter den Nagel reissen, die das zu ihrem wirtschaftlichen Vorteil veraendern, das sind ja nun mal keine Freaks/Idealisten, die einen kleinen Outdoorshop mit den Sachen betreiben, die sie selber auf Tour gut finden, auch wenn sie dran weniger verdienen, als an Mainstream-Kram, bei den Ketten geht es um so etwas wie "Shareholders-Value"...
  37. 6 points
    iggyriggy

    Die Radikalität von UL vs Mehrheitsfähigkeit

    Ich war lange abwesend in das Forum, die letzte Wochen lese ich wieder öfter mit aber einiges hat sich doch geandert .Regelwerke entstehen weil es angeblich nötig war/ist (?), 9 moderatoren (?) zuviel schwere Diskussionen von Besserwisser,und mitglieder die weggehen die gerade für die "schere im Kopf" gesorgt haben. Ich glaube das wir uns Besinnen solten was wir hier tun. Besser wenig geschrieben als geschwaffel .Bravo Christine
  38. 6 points
    Fakt ist,dass im Schattenkriegerthread bei ODS zwar die verschiedenen Positionen mehrfach genannt wurden,aber sich die Parteien kaum bewegt haben und zwar weder auf UL- noch auf UH-Seite.Warum nicht? Weil beide Seiten es nicht wirklich wollen. @German Tourist: Ist das die Art von "nicht lieb haben" ,die Dir vorschwebt? Ich glaube kaum. Es wird verbissen argumentiert,auf jeden Angriff erfolgt Gegenangriff (Stichwort Stellungskrieg),der Erkenntnisgewinn ist gleich Null.Stattdessen fühlen sich alle Parteien in ihrem (Vor-)urteil bestätigt und beziehen daraus die Motivation,weiter fröhlich Klischees auszubuddeln und Platitüden über nun 1500 (?) Posts zu paraphrasieren. Die Leute,denen an einer sachlichen Diskussion gelegen ist,sind da wirklich auf verlorenem Posten,weil irgendein Dampfplauderer immer wieder Heissluft und Zwieback reinpustet und jede Kompromissbildung torpediert. Was Radikalität/Purismus angeht: Es ist doch klar,dass solche Extreme ,wie sie mancher hier konzipiert,nicht jedermanns Sache sind.Das wissen die "Radikalen" doch hoffentlich selbst.Nur eine Unterhose auf großer Tour dabei zu haben ,macht niemanden zu einem besseren Menschen genauso wenig wie jeden Abend schrittfrisch ins neue Schlüpperlein zu steigen.Ich für mich kann mir viele Ideen anschauen,teilweise auch ausprobieren und für mich nutzen,habe aber auch definitiv das Recht,sie abzulehnen oder gar für bescheuert zu halten.Der feine Unterschied liegt dann darin,wie ich es kommuniziere.Ich kann es genauso machen wie ein Schweizer Bierignorant und spotten,provozieren und Leute gegen mich aufbringen oder mir einfach meinen Teil denken und ignorieren.Wenn es ganz gut läuft,entsteht womöglich alternativ ein echter Dialog,von dem BEIDE Seiten lernen können.Und DAS ist dann ein gutes Forum.
  39. 6 points
    Martin

    Die Radikalität von UL vs Mehrheitsfähigkeit

    Ich kann nichtmal sagen, ob ich UL unterwegs bin. Ich habe eine Liste von Dingen, die ich brauche beim Wandern. Ich betrachte jedes einzelne Item, ob es für mein Vorhaben das leichteste ist oder sogar unnötig. Dann schaue ich, ob es sinnvollere/leichtere Gegenstände gibt, die ich kaufen müsste und mache ne Kosten/Leistungsabschätzung. Am Ende stopfe ich alles in einen Rucksack und bin gespannt, was die Gepäckwage am Flughafen anzeigt. Ray Jardine hat ja nicht gesagt "in meinen Rucksack passen 10 lb- mal schauen was ich alles mitnehmen kann", sondern "Diese DInge brauche ich, ohne diese geht es nicht! Oh schaut- sie wiegen unter 10 lb!"
  40. 6 points
    Martin

    Die Radikalität von UL vs Mehrheitsfähigkeit

    Ich sehe das ähnlich wie schwyzi. Mir ist ziemlich egal, ob andere ein 1kg Solozelt auf einer sommerlichen Mittelgebirgstour für UL halten. Ich würde mit meinem Gatewood Cape und nem Groundsheet losziehen und kann gleich die Regenjacke daheim lassen, 1 kg gespart. Und statt "Ihr Deppen seid gar nicht UL!" zu rufen, stehe ich lieber als Anschauungsmaterial zur Verfügung, wie es auch geht. Das die Marke UL Trekking verwässert wird ist mir ziemlich egal. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, ich mache mir um "die Masse" keine Gedanken.
  41. 6 points
    Als jemand der sich erst seit kurzem mit dem Thema UL beschäftigt, finde ich, dass ich durchaus von einem radikalen Verständnis des Begriffs UL profitieren kann. Ich habe über die Zeit auf meinen Touren immer mehr festgestellt, dass ein großes Gewicht, das ich mit mir rumschleppe, mich in manchen - und vor allem wichtigen - Bereichen einschränkt. Ich habe mein Gewicht dann zwar im Laufe der Zeit schon um einiges reduzieren können, allerdings hat mir die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem Thema UL extrem dabei geholfen, dass sich das Gewicht deutlich veringert hat. Eben weil es sich einen engeren Rahmen setzt, habe ich die Möglichkeit meine Ausrüstung daran zu messen. Ob ich dann im Endefekt UL unterwegs bin oder mich im Laufe der weiteren gemachten Erfahrungen wieder ein Stück weit davon entferne, wird sich zeigen. Die bisherigen Erfahrungen mit dem geringeren Gewicht, lassen mich aber gerade ganz froh sein, auf das Thema UL gestossen zu sein. Ich finde dabei ist es auch gar nicht wichtig, ob ich UL für mich im engeren, sprich radikalen Verständnis, umsetzen möchte oder es als eine theoretisches Konstrukt ansehe, mit dem ich mich beschäftige und dem ich mich bestmöglich annähern will. Dabei darf man glaube ich ein radikales Verständnis nicht mit einem vehementen vertreten davon gleichsetzen. Ich kann, denke ich, ein radikales Verständnis von UL haben (5kg BW), muss das aber nicht gleichzeitig als das Maß aller Dinge und die absolute Wahrheit in Bezug auf Trekking ansehen. Das sollte man nicht miteinander vertauschen.
  42. 6 points
    Exocet

    kleinschreibung

    Verbirgt sich in diesem Satz ein genialer Komma Witz?
  43. 6 points
    Ziz

    kleinschreibung

    Ah, Adressat meines Postes hat sich gleich gemeldet, sehr gut. Sorry, ich finde deine Beiträge durchaus interessant, aber wirklich wirklich anstrengend zu lesen. Und ja, ich mache mir die Mühe, meine Posts mehrmals gegenzulesen. Ich mach mir einmal die Mühe, dafür müssen sich nicht alle anderen die Mühe machen ihn zu verstehen.
  44. 6 points
    TappsiTörtel

    kleinschreibung

    komplette kleinschreibung würde ich begrüßen ! immer alles so einfach und mit so wenigen regeln wie möglich
  45. 6 points
    roli

    Impressionen von Touren

    Weekender mit dem ZPacks Pocket Tarp. Habe die schweren LineLocs drauf, was zwar das Gewicht signifikant erhöht, aber den Komfort ebenso. Als Mid Freund ist das Teil episch
  46. 6 points
    fettewalze

    Bewegte Bilder

    CDT in 4 Minuten
  47. 6 points
    Über 600 Beiträge in weniger als einem Jahr, aber keine Ahnung, was dein Baseweight wiegt, und 1-2 Kilo (bzw. keine Ahnung, wieviel) Nonsens im Rucksack ...
  48. 6 points
    Jetzt werd ich doch noch richtig blass! „Meine“ Socken – weg! Echt krass. Hatte mich schon drauf gefreut, mein langes Zögern fast bereut, doch nun kommt Roibers Cap zu mir, da freu ich mich, das sag ich dir! Die Aktion geht nun zu Ende, es dauert bis zur Jahreswende, und dann 11 Monat’, das ist lang. Dann fang ich das von vorn hier an. _________________________ Toll, dass hier noch was ging! Danke an euch, die ihr mitgemacht habt. Ich hatte die Idee eindeutig viel zu spät. Darum werde ich den Thread im kommenden Jahr zum ersten Advent hier neu starten. Ihr dürft mich dran erinnern! Ich hatte vor dem Start darüber nachgedacht, den Thread weiterlaufen zu lassen und wurde auch danach gefragt. Darum hier kurz die Erklärung, warum der Thread hier und heute endet. Neben dem vorweihnachtlichen Charakter der Aktion gibt es vor allem einen praktischen Grund: Falls der der Thread als Dauerläufer mal ein oder zwei Monate einschliefe, käme irgendwann ein neuer Wichtel des Weges und hoffte auf das Geschenk des Vorwichtels. Ob das Geschenk oder der Wichtel dann noch verfügbar ist, wäre kaum zu gewährleisten. _________________________ Begrenzt ist sinnvoll, keine Klage. Doch er kommt wieder, ohne Frage!
  49. 6 points
    OT: Gänzlich übersehen wird hier aber die Möglichkeit, dass man zur eingeladenen Veganerin einfach nett sein will und möchte, dass es ihr als Gast gut schmeckt.
  50. 6 points
    Mit deinem umfangreichen Wissen könntest du uns doch einfach so ein Buch schreiben! Ich geh schonmal Fuchsschwanzmützen besorgen.
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