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Ultraleicht Trekking

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Beliebte Inhalte

Showing content with the highest reputation since 24.03.2019 in allen Bereichen

  1. 18 points
    questor

    Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Am Samstag mal vorbei geschaut sehr sympathisch und schon eine schöne Auswahl für den Anfang! Btw.die fizans gibt's jetzt auch mit korkartigen Griffen, siehe Foto
  2. 15 points
    wilbo

    Lanshan 1

    Der Osterhase hat mir ein rotes Ei gelegt. Wie bei allen Pyramiden sollte der Grundriss rechteckig aufgebaut werden. Möchte man ein Versetzen der Heringe vermeiden, kann man sich mit einer diagonalen Aufbauschur behelfen. Diese clipst man in die gegenüberliegenden Ringe an den Ecken und bekommt damit gleich einen rechten Winkel im Grundriss. Am besten steht das mid übrigens mit 130 cm Höhe und A-frame Stöckern, (2 x 160 cm). Baut man das shelter mit einem einzelnen Stock auf, liegt durch die Schräge zu wenig Spannung auf der hinteren Hälfte des mids. Schwer zu erkennen. Die hintere Diagonale vom Innenzelt hängt etwas durch. Mit der Abspannung am vorderen Lüfter kann man mehr Zug auf die hintere Konstruktion bringen und das inner straffen. (Natürlich kann man auch einen einzelnen Stock im inner platzieren. Das habe ich allerdings noch nicht getestet.) Um das inner im fly höher aufspannen zu können, musste ich den Gummizug verkürzen. Indem ich einen kleinen Karabiner direkt in die beiden Gurtbandschlaufen eingefädelt habe wurde die ganze Aufhängung kürzer. Das funktioniert ganz gut muss aber vorm Aufbau gemacht werden, da man später nicht mehr so leicht in die Spitze kommt. Das inner hat eingebaut die Maße 220 cm x 100 cm bei 125 cm Höhe. Ich nehme an, dass es alleine aufgebaut etwas länger ist. Dadurch, dass das fly IMHO etwas zu kurz gebaut wurde*, kann man das Innenzelt nicht besonders stramm spannen. Der vordere Abspannpunkt vom inner wird mehr nach vorne, als zur Seite gezogen. Beim hoch abgespannten fly wird es auch nicht besser. Zusätzlich beginnt die Bodenwanne zu schweben. Die hinteren Abspannpunkte sind mit einer Gummilitze an den Eckpunkten fixiert. Das ermöglicht einfaches Verstellen der Bodenwanne über die vorderen Schnüre. Schlau gelöst! In der Mitte der Bodenwanne ist ein weiterer Gummizug. Den kann man aufknoten und in voller Länge dann auf den hinteren Hering legen. *Die Maße vom fly sind: Länge 255 cm x Breite 180 cm x Höhe 130 cm Beim bodennah aufgebauten fly sieht das mit einer z-lite so aus. Die Nutzlänge vom fly beträgt bei 20 cm Höhe immerhin 220 cm und bei 30 cm Höhe 195 cm. Sobald das fly bodennah heruntergezogen wird, bleibt vom inner eine knappe handbreit Luft zum fly. Mit meinen 1-85 passe ich da noch gut rein. Wenn ich mir am Kopfende etwas Platz lasse, berühre ich mit dem Fußende des Schlafsacks schon mal das Außenzelt. Sobald man den mittleren line-loc am Saum weit abspannt, erweitert sich der Zwischenraum zum fly deutlich. So bekommt man mehr Luft am Kopf- und Fußende. Die drei lifter mit denen inner und fly verbunden sind, funktionieren hervorragend und erweitern den Innenraum wie es sein soll. Alle drei Abspannschüre könnten aber gerne einen Meter länger sein. Die Verarbeitung ist im Großen und Ganzen wie immer sehr gut. Aber zum erstem Mal habe ich bei einem 3F shelter einen kleinen Nähfehler entdeckt. An der Spitze ist der Nähfuß kurz aus der Bahn geraten. Für mich keine große Sache da es leicht zu reparieren ist. Beim Aufbauen fällt auf, dass die Reflex-Schnüre in den Line locks nicht wirklich gut flutschen. Durch den eingeflochtenen Reflex-Faden ist das Verstellen schwergängig und hakelig. Wahrscheinlich werde ich die Bodenschnüre auswechseln. Am Eingang gibt es zwei line-loc´s die in der Mitte eine Zugentlastung für den Reißer haben. Der 3c Reißverschluss sieht mir sehr zart aus. Beim Schließen ist die Zugentlastung echt hilfreich. Eigentlich dachte ich, dass das Lanshan-1er auch ein brauchbares Winter-shelter abgeben könnte, doch so aus der Tüte wird daraus wohl nichts. Auch beim 3F solid inner ist der Abstand zum Außenzelt immer noch recht gering. Wenn bei Feuchtigkeit das Zelt etwas durchhängt, klebt das inner sehr wahrscheinlich stellenweise am fly. Beim rumwurschteln im Zelt habe ich schon öfter das inner ans Außenzelt gedrückt. Überraschenderweise passen die lifter vom solid inner genau an die Abspannpunkte vom mid! Um den Abstand zum inner zu vergrößern, könnte man das fly zusätzlich mit breiten snowflaps ausstatten. Damit wäre dann ein höherer Aufbau windgeschützt möglich. Hoch aufgebaut ist die Länge im Sommer sowieso kein Problem. Möchte man es im Herbst oder Frühjahr windgeschützter, wird es für mich wahrscheinlich etwas eng. Solange man das Fußende des Schlafsacks aber mit der Regenjacke schützt und sich das Abwettern auf ein, zwei Tage beschränkt, dürfte das sicher kein Problem sein. Alles in allem ein schönes, günstiges 1p shelter mit etwas Optimierungsbedarf... VG. -wilbo- P:S.: Vielleicht kann ein netter mod ja die Beiträge vom hans im glueck ergänzen... https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/5765-china-clone/page/4/?tab=comments#comment-124320 https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/5765-china-clone/?do=findComment&comment=123127 https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/7790-zelt-und-schlafsack/?do=findComment&comment=124317
  3. 14 points
    Hallo zusammen, vielleicht hat der eine oder andere ja Lust zum Nachmachen. Im November letzten Jahres hatte ich noch einmal Gelegenheit, einen kurzen Wanderweg unter die Füße zu nehmen. Es ging fünf Tage northbound Richtung Kaiserslautern auf dem Pfälzer Waldpfad entlang. Tag 1 Vom Gatten frühmorgens an der französischen Grenze ausgesetzt, lief ich direkt bergan in den Wald. Da ich vorhatte, angesichts der Jahreszeit in Pensionen zu nächtigen, lag mein Baseweight bei angenehmen 3,2 kg. Von St. Germanshof aus lief ich Richtung Busenberg. Die Wegmarkierungen waren vorbildlich. Ich wollte einen Schlenker am Drachenfels vorbei machen, als es anfing zu regnen. Der Sandsteinboden wurde sofort glitschig, das nasse Laub machte die Sache auch nicht besser, also verzichtete ich auf den Besuch der in den Fels gebauten Burg. In Busenberg erreichte ich nach knapp 15 km eine Bäckerei, dort war es warm und trocken, und es gab Kaffee und Kuchen! Nach der kleinen Pause riss der Himmel auf und die Sonne kam 'raus. Die nächsten Kilometer flossen dahin. Immer wieder führte der Pfad an spektakulären Felsformationen vorbei. Ich verweilte nur kurz, denn mein Tagesziel Dahn war immer noch zwei Stunden entfernt, und das Tageslicht war mit der Umstellung auf die Winterzeit ein knappes Gut geworden. Oft sah ich in der Ferne Burgruinen, leider blieb keine Zeit, diese näher in Augenschein zu nehmen. Das Dahner Felsenland zeigte sich in der Nachmittagssonne von seiner besten Seite. An der Ruine Alt-Dahn ging es hinunter in die Stadt Dahn. Die Sonne verschwand hinter dem Horizont, es dämmerte. Ich hatte den Wald inzwischen verlassen, doch musste noch quer durch die Stadt zu meiner Unterkunft. Tag 2 Nach einem tollen Frühstück machte ich mich früh wieder auf den Weg. Der Pfad führte steil bergauf und lange auf dem Felsgrat über Dahn entlang. Das war anstrengend, aber spannend. Immer wieder ging es auf und ab, die Ausblicke auf den Ort und das Umland waren wunderbar. Am Ende des Tages würde ich das Equivalent von 174 Stockwerken erklommen haben. Mitten im Nirgendwo stieß ich auf eine pittoreske Waldkapelle, die nur über den Fußweig zu erreichen war. Dort wies ein Hinweisschild in Richtung Wanderheim Dicke Eiche. Die Götter waren mir hold, denn es war tatsächlich noch bewirtet. Nach Roséwein Schorle und einem Stück Kuchen war ich fit für den Rest der Strecke. Als ich schließlich kurz vor der Dämmerung meine Unterkunft im "Schuhdorf" Hauenstein erreichte, hatten düstere Wolken die Überhand gewonnen. Da ich die Kühle des Abends in meinen Knochen verspürte, war ich froh und dankbar für eine lange heiße Dusche am Ende des Tages. Tag 3 Von Hauenstein ging es Richtung Rodalben, es hatte Bodenfrost, die Luftfeuchtigkeit war hoch und mir war trotz der Bewegung kalt. Als die Sonne endlich durchkam, taute auch ich auf. Um Strecke zu machen, hatte ich mich entschieden, eine Weile auf dem Radweg entlang zu wandern. Hier kam ich wesentlich schneller voran, auch wenn ich dafür auf Asphalt laufen musste. Wieder einmal gab es einen Zwischenstop in einer Bäckerei. Der dortige Kaffee tat gut und war nötig. Das letzte Drittel dieses Abschnitts gefiel mir am besten, denn die Abendsonne tauchte die Felsen in ein goldgelbes Licht. Die Felsformationen (Rodalber Felsenpfad) sind definitiv einen weiteren Besuch wert. Mein Übernachtungsziel wurde ein Zimmer in Roadalben... sehr einfach, aber sauber, über der Kneipe, die mit genau einem Gericht, bestehend aus Kartoffelsalat und Bratwurst, aufwartete. Die wenigen Gäste waren echte Originale, das Essen sättigend und die Nacht erstaunlich erholsam. Tag 4 Bäume und Wald, Wald und noch mehr Bäume, mal eine geologische Besonderheit, eine Ortschaft, dann wieder Bäume. Für andere mag es eintönig sein, ich konnte nicht genug davon bekommen, war im Zen, konzentrierte mich auf den Weg und kam gut voran. Meine Füße waren in Bestform, und ich hatte noch keine Blasen bekommen. Allerdings verlief der Tag dann anders als erwartet, denn es war in Heltersberg keine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Das Dorf hatte zudem um die Jahreszeit null Infrastruktur, alles war geschlossen und am Wochenende fuhren die Busse nicht. Auf Empfehlung einer ortskundigen Dame machte ich mich auf zur Kneipe am Sportplatz. Die Gastwirtschaft war nicht nur geöffnet, sondern hier konnte nicht nur eine Übernachtung im ehemaligen Schwestern-Erholungsheim - nun Wandermotel - im benachbarten Trippstadt klar gemacht werden, sondern auch eine Mitfahrgelegenheit dorthin. Tag 5 Ein letzter kurzer Wandertag. Das Frühstück war einfach, aber der Kaffee gut. Nur noch knapp zwanzig Kilometer bis Kaiserslautern. Es ging durch eine schöne Schlucht, der Weg war anspuchsvoll und voller Stolperfallen, die unter der Laubschicht lauerten. Danach wurde die Route eher unspektakular und verlief oft auf Forstwegen entlang. Der Wald nahm schließlich einen parkähnlichen Charakter an. Der Aussichtsturm auf dem Homberg auf 425 Meter Höhe eröffnete einen schönen Blick über die Stadt. Der Pfälzer Waldpfad führte mich direkt bis in die Stadt hinein und zum Hauptbahnhof. In der dortigen Bäckerei ergriff ich die Gelegenheit beim Schopf, machte mich auf der Toilette frisch und zog mir Zivilkleidung an. Bei einem leckeren Cappu mit Rosinenschnecke sitzend buchte ich mir das Zugticket nach Hause, mit dreimal Umsteigen würde ich unter drei Stunden wieder zuhause zu sein. Fazit Für Liebhaber spektakulärer Felsformationen und Burgruinen. Abwechslungsreiche Wegführung z.T. mit Singletrails. Jahreszeitlich bedingte Einsamkeit und Ruhe. Hat Spaß gemacht!
  4. 14 points
    tiritbawu

    Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    HiKERHAUS aka HYBERG aka Greenline - Ladengeschäft in Berlin. Seit letztem Wochenende gibt es in meiner Nachbarschaft ein Ladengeschäft von HiKERHAUS. Bötzowstr. 35, 10407 Berlin. Marken u.a. Tarptent, HYBERG, ULA, KlYMIT, Toaks... Statt in der Ferne bestellen, alles zum Anfassen und Ausprobieren. (Leider habe ich genau davon schon einiges)
  5. 13 points
    die zwiebel

    Rucksack-Verlosung für den LaBu

    Alea iacta est! Der Rucksack geht an @Schwede, zweiter Platz macht @janfreeme und den dritten Platz belegt @irispompiris (auch wenn ich dich falsch geschrieben habe tut mir Leid!) Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!
  6. 12 points
    Wanderfisch

    Lahnhöhenweg oder wie ich zum UL kam:

    @J_P hatte zu Anfang des Fadens für Unbekannte Wanderwege in Deutschland den Lahnwanderweg bzw. Lahnhöhenweg erwähnt. Da habe ich doch gleich mal in meinem Tagebuch geblättert... Wir schreiben das Jahr 2018, es war Juli, und es war heiß. Meine Wanderkarriere hatte gerade erst begonnen, ein noob on the trail sozusagen. Und auf dieser ersten Solo-Tour über drei Tage (alle haben mal klein angefangen) würde ich mich einige Male fragen, warum ich mir das eigentlich geben muss… Die Wanderung begann mit dem Besuch der wunderschönen Altstadt und des Doms von Limburg. Im Gegensatz zur bischöflichen Luxusvilla gibt sich der Dom überraschend bescheiden und - eher untypisch für ein katholisches Gotteshaus - auch im Inneren schmucklos. Von da aus ging es nach Diez, am Schloss (heute JH) vorbei, durch einen Tunnel und erst einmal einen (gefühlt) steilen, langen Aufstieg hoch. Die Hitze machte mir da bereits ziemlich zu schaffen und ich war für jedes Schatten spendende Plätzchen am Wegesrand dankbar. Richtung Fachingen ging es ein Stück an der Landstraße vorbei, dann über die Höhen und endlich wieder in den Wald. Dort gab es hin und wieder schöne Ausblicke über die Lahn. Neidisch blickte ich auf das langsam vor sich hinfließende Gewässer, auf der sich einige Paddler vergnügten während ich hier oben allein vor mich hin schwitzte. Weiter ging's. Ruine Balduinstein und die Schaumburg fand ich geschlossen vor. Die Sonne brannte gnadenlos auf mich nieder, ich hatte mächtig Durst. Natürliche Wasserquellen gab es nicht (und dass man sein Wasser auf Friedhöfen zapfen konnte, war mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst). Aber ich hatte keine Scheu, die Anwohner um ein Refill zu bieten. So manches mal kam ich dabei neben einem netten Gespräch auch in den Genuss einer Apfelschorle oder eines Radlers. Es machte den Eindruck, als wenn die Bewohner der Höhenorte schon länger keine Wanderer mehr in dieser Gegend gesehen hätten (wer macht auch sowas bei fast 40°C im Schatten…). Endlich fand ich eine Schutzhütte, in der ich mir sofort eine längere Pause gönnte. Ein Gewitter lag in der Luft, dass aber niemals kam. Die paar Regentropfen verdunsteten, bevor sie auf dem Boden aufkamen. Meine Füße brannten und schmerzten. Ich hatte mir in meinen Haglöfs GTX Stiefeln Blasen gelaufen. Entsprechendes Pflaster gehört zu meinem Erste Hilfe Set, also draufkleben und weiter. Schließlich erreichte ich den am Wasser gelegenen Campingplatz Rupbach. Beim Check-In besorgte ich mir zwei Flaschen Radler, von denen ich eine bereits am Empfang leerte. Ich suchte mir sodann einen Platz für mein Biwak, verteilte den Inhalt meines Rucksacks und ging erst einmal duschen. Anschließend warf ich - nun frisch und erholt - meinen Gaskocher an und bereitete mir ein Fertiggericht zu, welches ich mit dem zweiten Radler hinunter spülte. Danach fiel ich in einen Koma-ähnlichen Schlaf. Am nächsten Morgen ging es ohne Frühstück direkt wieder den Hang hinauf, ich dachte, dass ich mir bestimmt etwas unterwegs “jagen” könnte. Denkste! Bei der Burgruine Lauenburg gab es nichts, und so wurde es dann nur ein Müsliriegel bei einer Tasse Tee für mich. Es war nicht einmal 9 Uhr, aber bereits wieder schwül warm. Mangels natürlicher Wasserquellen war ich weiterhin auf die freundliche Hilfe der Eingeborenen angewiesen. Mein Gepäck drückte und die wunden Stellen an meinen Füßen taten weh, aber ich wollte es ja so. Die Wegführung war eher unspektakulär und sah stellenweise so aus, als wenn hier schon seit Jahren keiner mehr durchgelaufen wäre, aber Wegmarkierungen waren vorhanden. Vom Goetheberg schweifte mein Blick über die Weinreben und ich fing an von einer großen, eiskalten Weinschorle zu fantasieren. Hier gibt es einen Klettersteig, aber da meine diesbezüglichen Erfahrungen begrenzt waren, zog ich den längeren aber weniger steilen Wirtschaftsweg vor. Schließlich wurde das einladende Örtchen Obernhof mein nächstes Etappenziel, wo ich mich nach einer langen Dusche und einem Nickerchen kulinarisch beim Italiener verwöhnen ließ. Die Nacht brachte mir kaum Erholung, da es einfach nicht abkühlen wollte. Am nächsten Morgen wollte ich in der Nähe des Flusses bleiben und folgte eine Weile dem Fahrradweg. In Bad Ems fand ich dann endlich mal einen richtigen Trinkwasserbrunnen - die Römerquelle - und nahm einen tiefen Zug, frisch aus dem Wasserhahn… bäh, war das salzig! Aber meinen Füßen tat’s gut. Die Schmerzen meiner inzwischen offenen Blasen halfen mir bei der Entscheidung, ein paar Kilometer mit der Bahn zu fahren, denn die Rupertsklamm gegen Ende der Etappe wollte ich unbedingt noch “mitnehmen”. Das hat sich gelohnt. Ich hatte Glück, denn, obwohl gut erreichbar für Tagesausflügler, war hier kaum etwas los. Zu der Zeit plätscherte zwar nur ein Rinnsal die Schlucht hinunter, aber zu anderen Jahreszeiten wäre es sicherlich nicht ganz ungefährlich auf dem Pfad. Oberhalb der Klamm gab es eine geräumige Schutzhütte mit Feuerstelle, an der ich unter anderen Umständen gern die Nacht verbracht hätte, aber die Versorgung meiner armen Füße hatte nun Vorrang. Die letzten Kilometer zur Mündung in den Rhein konnte ich tatsächlich nur noch in Flipflops bewältigen. In Lahnstein nahm ich mir ein Zimmer, duschte ausgiebig, leckte meine Wunden und begab mich sodann zum örtlichen Griechen, um meine leeren Elektrolyt- und Kohlehydrat-Speicher wieder aufzufüllen. Am nächsten Morgen ging es dann wieder nach Hause. Meine Füße haben die Haglöfs seither nie wieder betreten. Fazit: Es. War. Zu. Heiß! Und ich hatte für die drei Tage zu viel Gepäck dabei, die Wanderstiefel waren ungeeignet für die Witterung, die Liste meiner Ausrüstungs-Fails ist lang. Ich lernte dabei, das Weglassen das Wichtigste ist. Die Regenklamotten hätte ich gar nicht gebraucht, den zweiten Buff auch nicht. Ein Tarp statt Biwaksack hätte gereicht. Warum ich eine Daunenjacke und eine zweite Hose dabei hatte? Ich weiß es nicht. Jedenfalls kamen so um die 12 kg Basisgewicht für eine Dreitagestour im Sommer zusammen. Nix sagen… denkt Euch einfach Euren Teil Der Höhenweg verläuft oft über die Hochebenen, auf denen man ungeschützt (kaum Schatten, keine Hütten, nicht mal Bänke zum Ausruhen) der Sonne ausgesetzt ist. Aber seither kann mein Regenhut auch Sonnenhut. Ich erkannte erstmalig den Doppelnutzen von Ausrüstungsgegenständen. Generell fand ich dieses Teilstück gerade für Wander-Einsteiger schön (einfach). Eine entsprechende Infrastruktur entlang der Lahn ist vorhanden, allerdings sollte Tagesproviant eingepackt und für Trinkvorräte gesorgt werden. Höhepunkt ist hier definitiv die Ruppertsklamm. Da die Lahn auch ein Paradies für Wasser-Wanderer ist, gibt es immer wieder Campingplätze, an denen auch Zu-Fuß-Wanderer unterkommen können. Gerade für jemanden, der gerade erst in das Thema - autark übernachten - einsteigt, war das äußerst hilfreich. Mir hat’s jedenfalls gefallen. PS: Mein BW liegt inzwischen bei ca. 6 kg und es wird weiter an einer Reduzierung von Gegenständen und Gewicht gearbeitet. Das geballte Know-How dieses Forums ist mir eine große Hilfe dabei.
  7. 12 points
    LAUFBURSCHE

    Rucksack-Verlosung für den LaBu

    IHR SEID GRANDIOS!!!! Der Hammer! Danke an Alle und natürlich an die Zwiebel! Herzlichen Glückwunsch an schwede, janfreeme und irispompiris!! Viel Spaß mit der Gear! Und an Alle denen die Losfee nicht holt war. Ich veranstalte bestimmt auch noch eine Verlosung für einen guten Zweck und gewiss habt Ihr dann mehr Glück! Liebe Grüße und Danke, Mateusz
  8. 11 points
    doman

    Frühlingsauftakt: per Bike durchs Schlaubetal

    Mit @noodles und @Omorotschka bin ich am vergangenen Wochenende einmal durchs Schlaubetal und wieder zurück geradelt: ein Frühlingsauftakt, der nicht nur vom Wetter her rundum gelungen war! Noodles und Omorotschka, die hier die Räder getauscht haben, fuhren, der UL-Lehre und dem Untergrund gemäß, auf einem Full-Suspension-Carbon-MTB und einem Surly Pugsley Fatbike, während ich mangels Alternative mit meinem 28er Stadtrad mit Schutzblechen, Kettenschutz und Gepäcktaschen unterwegs war. Die Strecke führt durch landschaftlich sehr abwechslungsreiches Gelände, und ist zudem gespickt mit Wirtshäusern. Immer wieder fährt man lange Strecken direkt am Ufer. Die Schlaube selbst ist zwar nur ein schmales Flüsschen, aber sie erweiterte sich immer wieder zu einer stattlichen Seenlandschaft. Übernachtet haben wir auf einer Anhöhe in unseren Hängematten. Omorotschka mit einem sehr minimalistischen Setup aus 11-Fuß GE-Hängematte mit knappem Underquilt und Poncho-Tarp. Ich habe in der Cross Hammock Querhängematte genächtigt mit einem DCF-Tarp, dem ich an der Ridgeline noch eine Verbreiterung gegönnt habe. Noodles benutzte ebenfalls eine Cross Hammock, allerdings mit Moskitonetz und drüber ein Wintertarp. Wegfindungsschwierigkeiten gab es eigentlich keine, aber wir haben uns - neben den 50 km Strecke - doch auch so manche Rast gegönnt. Nur einmal schien es so, als ob der Weg sehr durchs Nasse führen würde. Die Urheber dieser Flussverbreiterung waren schnell ausfindig gemacht. An einigen Stellen mussten Hindernisse umtragen werden. Aber insgesamt war es ein sehr genussreiches Vorfrühlingsradeln!
  9. 11 points
    mosven

    Evolution einer leichten Küche - Teil 2

    So, ich hoffe mit Teil 2 kann ich endlich @schwyzi zufriedenstellen Ich hatte ja in versprochen, im zweiten Teil meine Suche nach Eleganz und weiterer Gewichtsersparnis - sprich weiterer Optimierung darzustellen: Meine nächste Überlegung war, dass es einen Topfständer und eine guten Windschutz doch auch in einem Stück geben müsste, und dass dies leichter sein müsste, als meine zwei Teile. Ich war angefixt von der Idee der Cones und wurde fündig: Das ist der Traildesigns Sidewinder Ti-Tri (16g) https://www.traildesigns.com/products/evernew-400ml-cup-sidewinder-ti-tri-bundle , hier noch mit dem Esbit Titan Dreibein, welches dafür aber nicht mehr benötigt wird. Die Cones werden passend zum Topf hergestellt und passen zusammengerollt in den Topf. Eine Tyvekhülle wird mitgeliefert, um ein Zerkratzen von beschichteten Töpfen zu verhindern. Mitgeliefert wird als Kocher auch der Traildesigns Gram Cracker, gefaltete Titanfolie, die wie der Name sagt nicht mal ein Gramm wiegt: Das Stückchen feste Alufolie zum Drunterlegen wiegt glatt 2 Gramm mehr als der Kocher... Der Topf passt super in den Cone: Allerdings finde ich den Abstand zum brennenden Esbit zu klein, die Rußentwicklung ist zu groß, weshalb wohl auch dieses 6g wiegende Beerband mitgeliefert wird, mit dem man die Topfhöhe etwas einstellen kann, weil es auf dem Rand des Cones aufliegt. Das hält gut und verschmort auch nicht: Wie man sieht, @Ann-Kathrin, waren mir die unteren Ecken der Griffummantelung auch schon weggebrutzelt, ich hab die häßlichen Reste einfach abgeschnitten. Hier hab ich nun also mein leichtestes Setup: Topf mit Deckel 60g Cone 16 g Alufolie 2g Kocher <1g Beerband 6g insgesamt also <85g Aber hoppla Das ist ja gar nicht viel leichter als mein altes Setup Dafür aber viel teurer... Der Cone kostet $90, ich hab, obwohl er schon nach drei Tagen aus den USA in Frankfurt war, nochmal 4 Wochen auf ihn warten müssen und dann noch Einfuhrumsatzsteuer, DHL-Handling-Gebühr und Parken vor dem Postamt bezahlen müssen... definitiv mein Teil mit dem höchsten Geld*Aufwand/Gewicht-Verhältnis... Aber! Ich liebe diesen Sidewinder-Cone! Das sitzt, kippelt nicht und verbessert die Brennstoff-Effizienz ungemein. Auch auf die Folie darunter möchte ich nicht mehr verzichten. Sie reflektiert noch mehr Hitze und sorgt für wirklich geringen Esbit-Verbrauch. Insofern also genial und eigentlich die höchste Evolutionsstufe der Küche erreicht... ... wenn es nicht so etwas wie YouTube gäbe und man damit nicht auf alle möglichen Ideen käme ... So bin ich auf Johns Kanal von FlatCatGear gestoßen https://www.youtube.com/user/FlatCatGear und ich finde es genial, was er alles mit Esbit kocht und sogar backt. Insbesondere die Funktion des langsamen Abbrennens von Esbit mit seinem Epicurean Stove fand ich so faszinierend, dass ich mir einen bestellt habe: Den kann man auf seiner Seite fertig kaufen, oder sich als Do-It-Yourself Teil zuschicken lassen https://www.flatcatgear.com/shop/diy-projects/ Das kostet dann nur $15 inklusive Versand und kommt innerhalb weniger Tage in einem Briefumschlag. Man muss die zwei Blechteile dann nur noch selbst in Form biegen. Ich habe die mitgelieferte Büroklammer um den Ring zusammenzuhalten weggeworfen und eine kleine Aluniete verwendet. Den Kocher finde ich richtig toll. Er wiegt (Unterlage+Ring) nur 6g, bringt mein System also auf 85 g... weil ich das Beerband weglassen kann. Die Rußentwicklung ist unter normalen Umständen minimal. Unter "normalen" Umständen... doch dazu später mehr. Das tolle ist, dass ich diesen Ring des Epicurean um den zusammengewickelten Cone legen kann, und alles in den Topf geht, dass ich zusätzlich noch unterschiedliche Sachen, wie ein Mini-Bic, ein kleines Messer, einen Feuerstahl und einen Esbitwürfel, sowie meine kleinen Toaks Titan Schnapsbecher (2 Stück á 7g + Beutel 1g) in den Hohlraum des Cones bekomme: Das Alles passt zusammen mit weiteren Esbitwürfeln (je 14g) und einem Esbit Titan Faltlöffel (13g) in den Topf: Die Titan Schnapsbecher von Toaks hab ich hier schon einmal beschrieben, Sie sind die Evolutionsstufe meiner vorherigen Plastik-Schnapsgläser aus dem Campingladen: Auch der Löffel ginge eigentlich leichter mit dem STS Alpha short (7g), der passt aber nicht so gut in den Topf... Das Taschenmesser ist ein Gerber LST ultralight mit 13g, inzwischen anstatt meines Kinder-Opinel (wegen des leichteren Nutella-Brote Schmierens mit der abgerundeten Spitze): So könnte ich eigentlich zufrieden sein, aber "Evolution is a bitch" ... Der Boden des Epicurean ist so dünn und scharf, dass ich mich schon mehrmals daran geschnitten habe. "Unnützes Fleisch muss weg", sagt man zwar, aber gestört hat es mich dennoch. Also hab ich aus dem Esbit Edelstahl Hobo (z.B. bei https://www.globetrotter.de/shop/esbit-2-in-1-kochsystem-175427/ ) den Boden hergenommen: Der ist zwar deutlich schwerer, aber schön stabil, denn der alte Boden verzieht sich bei Kälte (-10C), wenn heißes Esbit darauf liegt. Für mich ein Nachteil, weil ich viele Wintertouren mache. So sieht die Küche also nun komplett "beladen" aus - nicht mehr so leicht wie möglich, aber für mich sehr zweckmäßig: Sie kann bei Bedarf durch ein Wildo Berghaferl (34g) und eine GSI Outdoors Bugaboo Alutasse (52g) ergänzt werden. Uups, ich erwähnte weiter oben noch die "normalen" Umstände: Tja, bei starken Minustemperaturen ist die Lösung mit der Blechplatte auf dem Boden suboptimal: Das Esbit wird auf dem Untergrund soweit abgekühlt, dass es nicht vollständig verbrennt, sondern eine Schicht umverbrannten erst verflüssigten und dann wieder erstarrten Esbits auf dem Boden des Bleches verbleibt. Die Verbrennung ist dann so schlecht, dass auch sehr viel Ruß entsteht. Im Winter werde ich also wieder zu meinem Dreibein zurückkehren und vielleicht auch wieder den kleinen Trangia Topf dazunehmen... Die Evolution hört eben nie auf... Viele Grüße, mosven
  10. 9 points
    Das, was von Deiner Ladder lock übrig geblieben ist, wäre ja eine Leiterschnalle. Wenn Du das Gurtband wie in den Fotos durch fädelst, sollte der Zug aufgenommen werden und das Band blockieren. Natürlich kannst Du die Länge nicht mehr so komfortabel verstellen, sondern müsstest bei jeder Veränderung der Rucki abnehmen. Sollte das Gurtband beim Laufen doch durchrutschen, kannst Du das Ende einfach nochmal zurück Fädeln oder mit einem "halben Schlag" sichern. Von s.t.s. gibt es übrigens auch repair buckles: https://www.bergzeit.de/sea-to-summit-field-repair-buckles-ersatzschnallen/ Vielleicht kannst Du Dir was voraus Senden lassen. VG. -wilbo- P:S: Welcher Rucki ist das?
  11. 9 points
    Wanderfisch

    Zwei Tage auf dem Nibelungensteig

    Schon seit Jahren fahre ich immer wieder an dem Hinweisschild Felsenmeer an der Autobahn A5 vorbei. Letztes Wochenende habe ich mich spontan für eine Zwei-Tages-Wanderung auf dem Nibelungensteig entschieden, von dem ich mir verspreche, dass er mich auf Siegfrieds Pfaden durch den Odenwald führen würde. Wetterbedingt erspare ich mir den Anstieg auf den Melibokus (517m), denn Aussicht hätte es nicht gehabt, und wähle stattdessen das Geopark-Infocenter (war geschlossen!) in Lautertal am Felsberg als Startpunkt. Hier "wirft" mich der beste Ehemann von allen ab, bevor er weiter nach Norden fährt. Die Fachwelt erklärt die geologische Besonderheit des Felsenmeers mit der Wollsackverwitterung, aber man könnte auch glauben, dass hier einmal Riesen mit Murmeln gespielt haben. Jedenfalls haben schon die Römer diese Murmeln, äh, das Quarzdiorit-Gestein abgebaut, und es finden sich heute noch einige Zeitzeugen, wie eine unvollendete Säule oder ein Altarstein. Ich bin im Trainingsmodus und habe bei der Kletterei den vollgepackten Rucksack (komplett mit Koch- und Schlafausstattung, Wasser und Trekkingnahrung) dabei. So geht es durch das Felsenmeer hinauf auf den Felsberg, und dann wieder hinunter. Das war schon recht anspruchsvoll. Danach laufe ich durch das unspektakuläre Örtchen Reichenbach. Den Aufenthalt in Dora's Café nutze ich, um mir auf dem WC eine zweite Schicht unter zu ziehen, denn es ist kalt und schneit leicht. Dort werde ich mit einem kostenlosen Stück frisch gebackenen Kuchens wieder auf den Weg geschickt. Der nächste Anstieg bringt mich zum Hohenstein, an dem gerade eine Klettergruppe eingewiesen wird. Sonst bin ich auf der Strecke allein unterwegs bis zum Dorf Knoden, in dem mir ein Wanderpaar 70+ begegnet, das den Fernwanderweg E8 läuft. Respekt! Im Gasthaus Zum Odental in Schannenbach kehre ich ein und gönne mir eine heiße Suppe und ein großes Glas Johannesbeerschorle und nutze die Örtlichkeiten, bevor ich weiter ziehe. Der Pfad führt mich Richtung Schlierbach hinunter, wo ich kurz überlege, ob ich hier nächtigen soll. Aber es ist noch zu früh und so nehme ich noch den Anstieg nach Lindenfels mit. Wenn man durch das Stadttor eintritt, fühlt man sich ins Mittelalter versetzt. Nur die kitschig bunten Drachenstatuen wollen so gar nicht ins Bild passen. Der Ort selbst scheint sich in einem Dornröschenschlaf zu befinden, viele Geschäfte sind dicht und Unterkünfte rar gesäht. Zu meiner positiven Überraschung hat das Eiscafé Venezia um diese Zeit noch geöffnet. Inzwischen hat es angefangen heftig zu schneien. Auch wenn ich mein Campingzeug dabei habe, verliere ich den Mut, die Nacht draußen zu verbringen. In meiner Ratlosigkeit frage ich die Chefin, ob sie eine Unterkunft wüßte, und diese beginnt herumzufragen. Drei Telefonate später kommt ein älteres Ehepaar an und lädt mich und mein Gepäck in ihr Auto. Nicht nur ist die Nacht im Warmen gesichert, auch lassen mich die Leutchen am nächsten Tag nicht ohne etwas zu Futtern von dannen ziehen. In der Nacht hat es weiter geschneit und so gestaltet sich der Aufstieg zur Bismarckwarte etwas rutschig, ist aber dank Trekkingstöcken machbar. Ich nehme den Zubringer zum Nibelungensteig und laufe über die Höhen. Dort bin ich einem scharfem Wind ausgesetzt und muss zwischendurch meine Regenjacke über den Windbreaker anziehen. Besondere Höhepunkte hat der Weg nicht zu bieten. Der Pfad hat sich durch den tauenden Schnee in Matsch verwandelt. Besonders die Abstiege werden zur Rutschpartie. In Weschnitz will ich einkehren, finde aber das Gasthaus geschlossen vor. Eine Dame mit Hund gibt mir den Tipp, es WoMo Stellplatz zu versuchen. Dort sind wenigstens die Toiletten geöffnet und ich kann meine Wasserflasche auffüllen. Serpentinen führen mich nun steil hinauf zur Walburgiskapelle, von der man eine Aussicht über das Tal hat. Danach geht es meist über Wirtschaftswege über den Berg, auf dem sich einige Windkraftanlagen befinden, und dessen Geräuschkulisse sich schon von weitem bemerkbar macht. Der Steig führt direkt hindurch, und die Warnschilder vor herabfallendem Eis machen mich nervös, und so laufe ich zügig durch. Das letzte Stück geht sanft bergab Richtung des Kurortes Grassellenbach. Mein Gang beschleunigt sich mit Aussicht auf das ausgezeichnete Kuchenbuffet und Drachenbluteis im Nibelungen-Café im Hotel Grassbachtal, wo mein Gatte bereits auf mich wartet. Ein Wanderwochenende mit 40 km und ca. 1500 hm geht zuende. Résumé: Es ist ein Steig, also sind Steigungen Programm (und somit auch der Muskelkater danach). Die Wegmarkierungen sind top, ich habe weder Karte noch App gebraucht. Die Wegführung ist allerdings etwas enttäuschend, naturbelassene Pfade sind zu selten dabei, meist ging es auf Forst- und Wirtschaftswegen entlang. Gaststätten haben oft nur am Wochenende geöffnet, und viele Pensionen haben wohl mangels Touristen oder mangels Nachwuchs aufgegeben. Für Trekker gibt unterwegs es einige schöne Übernachtungsmöglichkeiten in Hütten, manche davon sogar mit Aussicht. Man kommt immer wieder durch Ansiedelungen, so dass die Wasserversorgung gewährleistet ist. Die Nibelungen, Namenspaten dieses Wanderweges sind m.E. zu kurz gekommen. Auf Lindenfels gibt es das Drachenmuseum und einige bunt angemalte Drachenstatuen, bei Grassellenbach befindet sich der Siegfriedbrunnen, an dem der Held sein Schicksal gefunden haben soll, aber das war es dann auch. Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht. Gelaufen 13./14.04.2019
  12. 9 points
    schwyzi

    Kaffeefilterhalter multi-use

    Hi, bin gerade am Rumprobieren, war eigentlich als Vorfilter für dreckiges Wasser gedacht, funxt aber such bei Kaffeezubereiten... Die Scheide eines Mora-Messers ist ideal dafür! So geht's gut als Wasserfilter...und wenn man Kaffee reintut, auch als Kaffeemaschine!Schnell mal in der Küche improvisiert, der Clip ist ideal, kann man überall dranhängen, aufgießen - genießen! Geht echt fix - und ist richtig lecker! Fast schon espressomäßig, muss noch mit Kaffeemengen austesten, jetzt wars n gehäufter Teelöffel. Für die, die jetzt rumheulen" man braucht kein Messer als ULer" - hier: https://www.hkgt.de/shop/messer/mora-of-sweden/morakniv-ersatzscheide-companion-craftsline-topq.html LG schwyzi
  13. 9 points
    lightcirrus

    3 Tage Brocken im Harz mit einem Rucksack

    Hallo liebe Leute, da ich ganz frisch hier in diesem Forum bin, nutze ich diesen Beitrag mal eher, um mich vorzustellen. Ich bin ein Sven, 34 Jahre alt und arbeite beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Am vergangenen WE war ich auf dem Brocken mit unserer betrieblichen Wandergruppe. Dabei hatte ich eigentlich nur einen Schulrucksack mit Funkgerät, Büchern und Wasserflasche. Anbei ein Foto von der Wetterwarte dort oben. Viele Grüße, Sven
  14. 8 points
    MarcG

    Schlafplatz/Schlaf set-up

    Hier noch ein klassisches Video zu dem Thema.
  15. 8 points
    dr-nic

    Impressionen von Touren

    War von Sonntag bis Mittwoch auf dem Heidschnuckenweg von HH Fischbek nach Wietzendorf unterwegs. Besonders früh morgens und spät abends sehr schön und einsam. In der letzten Nacht gabs knusprigen Frost.
  16. 8 points
    H4nnes

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Jetzt habe ich es auch endlich geschafft. Mein erster richtiger Overnighter (außerhalb des Gartens) für dieses Jahr. Wetter: sternenklar, ~5°C, wenig Wind Ausrüstung: stark verbesserungswürdig Ort: Schalker Turm im Harz
  17. 8 points
    dennisdraussen

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Ith-Hils-Weg mein vor der Haustür Weg
  18. 8 points
    cafeconleche

    PCT 2019

    Guten Morgen, bin inzwischen in Julian, Mile 77. Erste Woche war warm tagsueber, nachts z.T. unter null: immer schoen Filter und Elektronik in den Schlafsack packen. Bislang viel Wasser. Die Wueste ist gruen, und immer wieder sieht man einiges bluehen. Das sollte demnaechst noch mehr werden. Julian ist superteuer, besser Stagecoach Trails RV uebernachten, 2 Personen Cabin fuer 60$ oder Zelt fuer 10$ incl. Duschen, laundry 4$ extra. , zelten aber ggf. sehr windig ohne Windschutz. Dort ist Resupply auch preisguenstiger als in Julian, aber es gibt keine Gaskanister. Fuer einen kleinen habe ich heute Morgen in Julian - festhalten bitte- 10 $ gezahlt! (Zum Vergleich: Bei Scout und Frodo zum Selbstkostenpreis 4$) Der neue 20-Grad EE Revelation bewaehrt sich soweit gut und sieht mit dem Overfill definitiv fluffiger aus als das Vorjahresmodell. Allerdings: Das Befestigungssystem ist nicht ausgelegt auf z-lite, sondern auf irgend etwas Aufblasbares. Geht aber trotzdem. UND: Der Reissverschluss am Fussende ist nicht von innen abgedeckt. Hat mich 2 Naechte gekostet herauszufinden, weswegen ich kalte Fuesse bekomme. Mit Kurzmatte wird es dort kuehl. Ich lege da jetzt mein kleines Sitzpolster hin, seitdem ist es ok. Viel Spass beim Starten!
  19. 8 points
    Jonathan

    Vorstellungsthread

    Hallo zusammen, wie viele hier lese ich bereits seit geraumer Zeit intensiv in diesem Forum, da ich immer wieder großartige Ideen, Reiseberichte etc. finde. Vor einigen Jahren war ich in Neuseeland zum Work&Traveln unterwegs und habe damals noch mit etwa 16kg Gepäck das mehrtägige Wandern für mich entdeckt, nachdem ich als Kind bereits dutzende Tagestouren in den Alpen mit meinen Eltern absolviert habe. Mittlerweile bin ich dank diesem Forum und Alex' Bergreif Blog bei einer alpentauglichen Packliste von etwa 5 - 6 kg inklusive Systemkamera Ausrüstung angekommen und konnte mich letztes Jahr auf einem Teil des Traumpfades München-Venedig bereits für die Vorzüge des (ultra-)leichten Wanderns begeistern (mal davon abgesehen, dass ich zeitweise Gepäck meiner UH Kumpanen schleppen "durfte" ) Ansonsten bin 22 Jahre jung, studiere in Berlin Physikalische Ingenieurwissenschaft und habe damit zusammenhängend einen besonderen Hang zu Optimierungen und Perfektionismus. Ansonsten bin ich noch Fotografie begeistert, sodass meine Systemkamera und ein bisschen zusätzliche Ausrüstung trotz des knappen extra Kilos immer mit muss. Durch mein erstes MYOG Projekt (der Dosenkocher gefunden auf Alex' Bergreif Blog) wurde ich begeisterter MYOGer und habe seitdem bereits zwei Rucksäcke, zahlreiche Kleinigkeiten und neuerdings einen Daunenquilt geschneidert, den ich demnächst vorzustellen gedenke, da er nur dank dieses Forums entstehen konnte . Als nächstes Projekt soll irgendwann ein Mid folgen und danach bin ich eventuell bereit, auch mal meine Packliste hier auseinandernehmen zu lassen Bis dahin freue ich mich auf viele weiter gute Tipps und Diskussionen und hoffe, ab und zu auch selbst etwas beitragen zu können. LG Jonathan PS - sorry, dass die Fotos so groß angezeigt werden, finde gerade nicht, wie man das ändern kann
  20. 8 points
    hans im glueck

    china clone

    man wirkt ja hier ontopic neuerdings mindestens in zwei threads parallell, ich hier ausnahmsweise auch mal. nach gartenprobe 4,5 von 5 sternen für das geräumige und stabil wirkende teil, 5 gäbs für dcf-version und spitze und abspannpunkte-auf-den-kanten in locus gear qualität. lasche zum aufhängen fehlt (scheint das fly auf einem der alifotos zu haben). wegen geräumigkeit nicht das allerleichteste. masse: das inner hat 101 x 227 x 120. netto-liegelänge: 2m in einer höhe von 23cm, mehroderweniger, dh ich pass rein (193). kopfffreiheit im inner: so dreieinhalb kopf in 1 meter höhe. bei stange auf 137 (schräg, tut der stabilität keinen -?- abbruch) ist die spitze vom fly so auf 131. fürs inner 5/5: die lifter vom iz können weg -?- . sind zu hoch, um gross was für die liegelänge zu bewirken und zu niedrig für mehr sitzhöhe. ausserdem kann man ohne flexibler äh schneller aufbauen. aber am fly hat man dafür prima abspannpunkte: die wanne könnte man glatt zum baden versuchen und es passen zwei z-lite nebeneinander rein in das 1 personen mid, echtes dating-shelter, tatää: spitze von innen und aussen. man kann seine schuhe mit doppelschleife knoten, alles da und abspannen noch und nöcher viel platz und kleidsam in der landschaft:
  21. 8 points
    hans im glueck

    Zelt und Schlafsack

    ich muss das 3f "new experience 2019" (anscheinend ohne namen) weiter loben. aufbauen geht in 2 minuten, fotografieren dauert dann ne halbe stunde (beides ohne skills). mein mass der dinge in sachen netto-liegelänge, standard wohl 24, oben angegeben mit 23: viel viel platz im vergleich zum gewöhnten 2er mid, da kann man ja drin arbeiten. untergrund uneben, keine app-ansage dafür gehabt, an der rückseite ("hinten") bißchen gezupft... und schwupp ists imho "bodennah", jedenfalls zum teil. "ziehen" tuts bei allen mids es sei denn du hast die wanne vom inner bis auf so ne höhe von um die 25, das gibt dann aber kondens ausser bei cuben oder sehr hohem aufbau. man kann auch nen bivvy mitnehmen oder die r-jacke wo hinlegen und den rucksack mal hochkant oder so. aber wie gesagt viel platz: sitzhöhe 1m hat man so dreieinhalb kopf breit, das find ich sehr reichlich. wenn ich mir das foto so angucke, frag ich mich, wo die stange so hinführt. man sieht schon: bin naturwissenschaftlich-technisch unterqualifiziert und nur im wandern etwas erfahren. das 3f stand aber bomber. 4,5 von 5 sternen.
  22. 7 points
    FlorianHomeier

    nahtdichten und versiegeln

    Moin, @Michas Pfadfinderei Hab Dir schon eine mail geschrieben. Die Sache verhält sich nach meinem aktuellen Kenntnisstand so: Alle aktuell verschickten Hexpeaks entstammen einem taufrischen Fertigungslauf, allerdings scheinen teilweise überlagerte Nahtdichter mit eingepackt worden zu sein. Falls hier noch Jemand mitliest, der in den letzten Wochen ein Zelt bei mir ( Luxeoutdoor) gekauft hat, besser den Nahtdichter testen bevor das ganze Zelt damit eingepinselt wird... Wir packen hier jetzt alle Zelte im Lager aus, und kloppen die Nahtdichter in die Tonne. Ich bin dabei frischen Nahtdichter zu organisieren, leider wird das weder einfach, noch ein Schnäppchen. Wer verreckten Nahtdichter hat, sollte sich melden, und bekommt schnellstmöglich neuen Nahtdichter zugeschickt. Wer sein Zelt schon mit dem alten überlagerten Zeug eingeschmiert hat: Als erstes vorweg-> wenn das Zelt deswegen versaut ist, tausche ich es aus. Allerdings ist mein Kenntnisstand so, dass der Nahtdichter einfach nur VIEL länger als normal braucht, um zu trocknen. Wärme begünstigt das Abbinden, und die letzte Klebrigkeit kann mit Talkum oder natürlich vorkommendem Blütenstaub erledigt werden. Die Hexpeaks sind in der Regel auch schon ohne Nahtdichter zu 95% dicht, hauptsächlich an der rechten Seite der Lüfterhutze gibt es einen neuralgischen Punkt, wo es gerne durchdröppelt. Man kann die Zelte aber durchaus auch so benutzen ohne zu ertrinken... Sorry für den Hallas, peinliche Aktion.
  23. 7 points
    Hallöchen, teile mal ein kleines Rezept welches ich immer wieder gerne auf Tour esse: Hartweizengrieß 45g 151kcal Röstzwiebeln 25g 149kcal Soßenbinder braun 5g 15kcal Kartoffelpüree pulver 45g 158 kcal Milchpulver 20g. 100 kcal 1 TLPfeffer 1TL Salz 1TL Paprika... 1 EL bzw ein Schuss Olivenöl 130kcal Alles mit 240ml kochenden Wasser vermengen und 5 min ziehen lassen hin und wieder einmal Umrühren Wohl bekommens! Ca. 650kcal, die gut schmecken und dazu sehr günstig sind.
  24. 7 points
    JanF

    Wintertour im Vindelfjällen

    Hallo, ich habe einen Reisebericht zu meiner diesjährigen, insgesamt dritten, Wintertour geschrieben, die mich ins Vindelfjällen geführt hat. Es gibt leider keine Fotos, vielleicht ist dennoch der eine oder andere interessiert. Hier meine Packliste. Edit: Hier das einzige Foto der Tour, entstanden vor der Skidbäckstugan an Tag 3: Tag 0: Stockholm–Viterskalstugan Google-Earth-Track:VindelfjällenTag0.kml Nachdem ich die Nacht im JumboStay-Hostel, einem alten zur Jugendherberge ausgebauten Flugzeug am Stockholmer Flughafen, verbracht habe, geht um 9:30 mein Flug nach Hemavan. Ich komme um 11:30 an und laufe vom Flughafen zur Fjällstation. Hier kaufe ich Gas, ziehe mich um, packe meine Skier aus und meinen Rucksack um. Dann laufe ich los, von der Fjällstation aus muss ich die Skipiste queren, um an den Start des Kungsleden zu gelangen. Von hier geht es erst einmal lange bergauf, immer wieder auch in der Nähe von Skipisten, bis ich in das Tal des Syterbäcken gelange. Hier geht ein ordentlicher Wind, der auch noch von vorne kommt. Die Sicht ist relativ schlecht, ich kann die andere Talseite nicht sehen. Der Wind wird immer stärker, ich muss mich teilweise richtig gegen ihn stemmen. Das wirft auch die Frage auf, wie und wo ich heute zelte. Ab der Hütte Viterskalstugan will ich eigentlich den Weg verlassen und nach Norden in ein Hochtal aufsteigen, das wäre aber bei dem Wetter, zumal am ersten Tag, wo ich mich erst einmal wieder einfinden muss, eher unklug. Noch vor der Hütte zu zelten, würde einen sehr kurzen Tag bedeuten und bei dem Wind würde das auch nur bedingt Spaß machen. Und auf die Hütten wollte ich auf dieser Tour eigentlich seltener zurückgreifen, nun schon die erste Nacht eine zu nutzen, fände ich irgendwie doof. Als ich nach 11 km und 3 Stunden an der Hütte ankomme, ist aber ein ordentlicher Sturm im Gange, und die Hütte erscheint mir jetzt gar nicht mehr so doof. Ist letzten Endes auch gar nicht so schlecht, den ersten Zeltaufbau der Tour mit der Sicherheit der Hütte zu haben. Also baue ich das Zelt im Windschutz der Hütte auf, das geht recht schnell und problemlos. Außer mir in der Hütte sind zwei junge Herren, die mit Schneemobilen hierhergefahren sind, um eine Woche lang mit Tourenski die umliegenden Hänge zu befahren, und ein Paar um die 50, die sich von den Tourenskigehern das letzte Stück zur Hütte haben fahren lassen, weil der Wind zu stark war. Der Abend verläuft entspannt mit Gesprächen und der Wind nimmt deutlich ab, irgendwann gehe ich ins Zelt. Nach einer Stunde will ich was trinken und greife nach meiner Wasserflasche, die ich am Kopfende deponiert habe. Das Wasser ist kurz davor, hart zu werden … Richtig, da war ja was im Winter, also kommt die Flasche in den Schlafsack. Ich nutze in der Nacht nur die 19mm-Isomatte, die zusätzliche Torsomatte hatte ich als Backup mitgenommen und gehofft, darauf in Zukunft verzichten zu können. Allerdings spüre ich deutlich Bodenkälte, und das, obwohl es nur -11 Grad hat und ich nach einem halben Tag Skifahren noch etwas fitter und damit kälteresistenter sein sollte. Damit ist für mich klar, dass ich auf jeden Fall noch zusätzliche Bodenisolation brauche. Tag 1: Viterskalstugan–Tarnasjöstugorna GE-Track: VindelfjällenTag1.kml Nach einer relativ windstillen Nacht tobt es am Morgen wieder genauso wie gestern, inklusive starkem Schneefall, was mich vor eine Entscheidung stellt. Meine eigentlich geplante weglose Route würde mich noch mal 300-400 m weiter nach oben bringen, und sie verläuft Richtung Norden, also genau in die Richtung, aus der auch der Wind kommt. Die Sicht ist schon hier unten schlecht und oben sicher nicht besser. Die Alternative wäre, weiter dem Kungsleden zu folgen. Mir war vorher klar, dass ich wahrscheinlich nicht alle meine weglosen Abschnitte so auch durchziehen werde, aber schon am ersten Tag auf den Kungsleden auszuweichen, frustriert mich. Am Ende frage ich mich aber, was ich denn von der weglosen Route hätte. Und auch, was das größere Zeichen von Kompetenz im Winterwandern wäre: Bei Sturm eine Höhenroute zu gehen und da auch durchzukommen, oder sich für die niedrigere Variante zu entscheiden? Es wird also die markierte Route, zunächst geht es ein Stück Richtung Norden. Als das Tal und der Weg nach Osten abbiegt, wird es schlagartig windstill. Das dauert zwar nicht allzu lange an, weist aber dennoch darauf hin, dass meine ursprünglich geplante Route ziemlich windumtost sein dürfte. Die Sicht verbessert sich leicht, ich sehe das schöne Trogtal, durch das ich gerade gehe, und mache endlich meinen Frieden mit meiner Entscheidung. Nach einigen windigen Stunden und einer kurzen Rast in einer Windschutzhütte erreiche ich die Syterstugan. Von hier hätte ich die Möglichkeit, zu meiner ursprünglich geplanten Route zurückzukehren, darin sehe ich jetzt aber auch keinen Sinn mehr. Es ist nach wie vor sehr windig und 20 km Gegenwind in größerer Höhe klingen immer noch nicht attraktiv, und da diese Route auch auf einem markierten Weg verlaufen würde, fehlt mir da irgendwie der Reiz. Also geht es weiter auf dem Kungsleden, anfangs zwischen kleinen Krüppelbirken hindurch, dann ein ordentliches Stück auf dem langgezogenen See Tarnasjön. Nach achteinhalb Stunden und 26 km komme ich dort an der Hütte an. Sie ist brechend voll, 14 Deutsche auf Schneemobiltour und eine fünfköpfige Hundeschlittengruppe. Die Deutschen sind auf einen Firmenausflug und etwas angesäuert ob des fehlenden Komforts, als sie von meinen Plänen hören, finden sie ihre Lage aber doch nicht mehr so schlimm. Ich schlage mein Zelt auf, das Innenzelt hat sich an einer Ecke vom Fly gelöst, obwohl ich das eigentlich fest verknotet habe, nach ein paar Verrenkungen ist aber auch das behoben. Tag 2: Tarnasjöstugorna–Skidbäckstugan GE-Track: VindelfjällenTag2.kml Am Morgen schneit es immer noch, dafür ist es hier zwischen den Bäumen aber windstill. Auch heute stände wieder eine Weglosvariante an, für die das Wetter nicht ideal ist, eine Entscheidung darüber muss ich aber erst in ein paar Stunden treffen. Zunächst geht es markiert nach Norden, weg vom Kungsleden und in ein Gebiet, in dem Schneemobile nicht fahren dürfen. Entsprechend gibt es hier keine Spur, und das Vorankommen ist nach mindestens anderthalb Tagen Schneefall deutlich erschwert. Man schiebt den Ski durch tiefen Schnee nach vorne, und wenn man ihn belastet, sinkt man noch mal ein gutes Stück ein. Und wiederholen … Ich schleiche mit 2 ½ km/h vorwärts, naja, immerhin geht kein Wind … Irgendwann komme ich an die Stelle, an der ich den Weg verlassen müsste, aber ich will nicht. Ich kann wieder nicht die andere Talseite sehen, und das, obwohl ich unter der Baumgrenze bin. Auf einem kurzen Stück, das höher verläuft, bläst auch ordentlich Wind. Warum also aufsteigen? Auf der anderen Seite habe ich mich sehr auf die kommende Weglostour gefreut, sie soll durch ein kleines Bergmassiv, das Ammarfjället, gehen. Während meine restlichen Weglosabschnitte dieser Tour oft eher der Vermeidung von Wegen geschuldet sind und entsprechend eher „unsauber“ (die sinnvollen Routen sind halt meist auch markiert), ist dies mal wirklich eine schöne Linie durch ein Gebiet, das einem sonst verwehrt bleibt. An meinem geplanten Abzweig weist ein Schild auf die 4 km entfernte Skidbäckstugan hin. Mmh, ich könnte da auch hinfahren, einen halben Tag an der kleinen, unbemannten Hütte verbringen und hoffen, das morgen besseres Wetter ist. Dann könnte ich die Weglosvariante immer noch gehen. So mache ich es, ich freue mich mittlerweile richtiggehend darauf, alleine die Hütte zu bewohnen. Nunja, als ich nach 5 Stunden und 12 km ankomme, raucht es aus dem Schornstein, und ein Schwede um die 65 begrüßt mich. Er weist mich darauf hin, dass es zwei „Doppelhüttenhälften“ gibt, und ich die eine für mich haben könne. Das ist für mich nah genug am einsamen Hüttenleben. Ich schmeiße den Ofen an und gehe Holz hacken. Der nahe gelegene Fluss hat zwar offene Stellen, sie sind aber nicht gefahrlos zu erreichen, weshalb ich Schnee auf dem Ofen schmelze. Eine Küche gibt es in der Hütte nicht, nur Betten und den Ofen, ich find’s klasse. Abends unterhalte ich mich noch länger mit dem Schweden. Er hat jeweils ca. 40 Winter- und Sommertouren in den schwedischen Bergen gemacht und kennt einige Abschnitte meiner anstehenden Tour. Er selbst sieht sich nicht mehr in der Lage, im Winter mit Zelt unterwegs zu sein, ich habe das Gefühl, dass ihn meine Pläne freuen. Ich hingegen sympathisiere genauso mit seinem Stil: Er bleibt immer mehrere Tage an einer der unbemannten Hütten, von denen es hier ein paar gibt, und macht Tagesausflüge, bevor er weiterzieht. Ich mag diese ruhige Art, mit der er als älterer Wanderer, der in jungen Jahren so einiges gerissen hat, unterwegs ist. Kann ich mir für mich auch mal vorstellen, aber jetzt noch nicht … Obwohl ich mich wirklich auf die Zeit auf der Hütte gefreut habe, habe ich spätestens nach 2 Stunden gemerkt, dass ich mich doch lieber bewegen würde. Tag 3: Ammarfjället GE-Track: VindelfjällenTag3.kml Als ich aufstehe, ist es ziemlich kalt in der Hütte. Ein Blick aus dem Fenster verspricht einen klaren Tag, auch wenn das aufgrund der Dämmerung noch nicht ganz sicher ist. Als ich rausgehe, gefriert der Rotz in meiner Nase ziemlich schnell, was ein gutes Zeichen sein dürfte. Also der perfekte Tag für die Weglosvariante. Nun sieht man auch die andere Talseite und die vielen Berge, die hier aufragen. Es ist wirklich erstaunlich, wie stark Schneefall und grauer Himmel die Sicht beeinflussen, gestern war von der Umgebung praktisch überhaupt nichts zu sehen. Das Panorama jetzt erinnert mich jedenfalls wieder daran, warum ich so gerne Wintertouren gehe. Obwohl meine Schuhe in der Hütte gestanden haben, sind meine Zehen ziemlich eingefroren, als ich loslaufe. Nach etwa 10 Minuten dann das schrecklich-schöne Gefühl, wenn sie wieder warm werden: Während gefrorene Zehen nicht wehtun, schmerzt das Auftauen ziemlich, und ich stöhne laut vor mich hin. Gleichzeitig weiß man aber, dass es bald vorbei ist mit dem Frieren. Ich gehe ein Stück auf dem Weg von gestern zurück, bevor ich nach links abbiege und aufsteige. Dank des gestrigen Windes ist der Schnee hier schön hart und ich komme gut voran, auch wenn ich den einen oder anderen unnötigen Hügel mitnehme. Die Wegfindung ist eigentlich klar, im Detail aber etwas unübersichtlich, weshalb ich anfange, mit der GPS-Uhr zu navigieren. Tolle Blicke ergeben sich von hier oben auf die Berge westlich des Tarnasjön, neben mir ragt der 1611 m hohe Rierruogajsie auf. Nachdem ich die Passhöhe auf ca. 1150 m überquert habe, merke ich auch, wo der ganze Schnee hin ist: Hier ist es ordentlich tief, häufig mit einer schwachen Kruste überzogen und auf vielfältige Art und Weise nervig, und ich brauche einige Zeit für den nächsten Abschnitt, obwohl es leicht bergab geht. Der Abstieg in das Tal Skebleskalet ist einigermaßen steil, der Hang vereist und mit freiliegenden Steinen durchzogen. Nachdem ich das erste Mal hinknalle und über das Eis schliddere, entschließe ich mich abzuschnallen. Das dauert etwas, irgendwie will meine Bindung meinen Schuh nicht entlassen. Das Problem wird noch ein paar Tage immer mal wieder auftauchen, bevor ich merke, dass eine Vereisung an einer bestimmten Stelle der Bindung schuld daran ist. Morgens und abends war das immer ziemlich nervig, 2 Minuten lang am Ski rumrütteln zu müssen, ab jetzt kommt ein kleines Messer mit auf Wintertour. Bald bin ich dann am Talgrund angelangt. Ich habe eigentlich genug geschafft für heute und bin auch einigermaßen kaputt, ich habe aber noch viel Zeit bis zur Dämmerung und entschließe mich deshalb, in ruhigem Tempo einfach noch ein wenig zu gehen. Direkt am Talgrund liegt viel Stein frei, etwas rechts oben davon kann ich auf einer Stufe aber ziemlich entspannt fahren und meinen Gedanken nachhängen. Das Thema weglos vs. Markierungen hat die ersten Tage der Tour doch ziemlich bestimmt, und irgendwie mache ich meinen Frieden damit: Klar, das war heute eine schöne Tour und es macht Spaß, seinen eigenen Weg zu gehen. Es wird wohl auch auf vielen Touren Täler geben, die ich weglos erkunden möchte. Aber meine Planung vor der Tour war wirklich auf Wegevermeidung ausgelegt, und dabei sind ein paar eher dämliche Abschnitte rausgekommen. Zudem verliefen diese weglosen Abschnitte alle zwangsläufig recht hoch, und das ist im Winter schon bei mäßigem Wetter einfach kein Vergnügen mehr. Gar nicht mal weil es gefährlich ist, es macht mir einfach nicht viel Spaß. Die Aussicht ist weiter oben auch nicht zwangsläufig besser, heute waren etwa die schönsten Blicke eher auf „halber Höhe“. Und während ich das Weglosgehen zwar üben will, will ich meine Touren auch nicht als Training für irgendwas sehen, am Ende ist es Urlaub und jede Tour steht auch für sich. Auf dem Kungsleden war mir zwar zu viel los, nicht zuletzt weil Wochenende war, doch gestern, als ich beim Fahren niemanden getroffen habe, haben mich die Markierungen eigentlich nicht gestört. Und die Hütten mag ich eigentlich auch, gerade wenn man nicht den ganzen Tag fahren will. Insgesamt macht es besonders im Winter einfach Sinn, verschiedene Varianten zur Auswahl zu haben, die man je nach Wetter wählt. Ansonsten muss man sich auf viel Zeit im Zelt einstellen, um auf besseres Wetter zu warten, oder eben ohne Sicht nach GPS gehen. Irgendwann öffnet sich der Blick und Berge tauchen in der Ferne auf, deren unterer, baumbestandener Teil das Tal des Vindelälven ankündigt. Bald sehe ich dann auch in meiner Nähe die erste Baumgruppe. Da es wieder aufgefrischt hat, nutze ich sie als Windschutz und schlage hier nach 10 ½ Stunden und 33 km mein Zelt auf. Tag 4: Ammarfjället–Vindelkroken GE-Track (ab hier nur noch grob dargestellt):VindefjällenTag4.kmz Ich folge einem sich teilweise schluchtartig verengenden Bach nach unten ins Tal des Flusses Vindelälven, auf dem ich weiterfahre und bald die Hütte Dalavardo erreiche. Ich habe meinen Gaskocher bisher nicht nutzen müssen auf dieser Tour, dabei wollte ich doch mal eine genauere Vorstellung davon bekommen, wie viel Gas ich fürs Schneeschmelzen benötige. Eine Wasserstelle scheint es hier aber eh nicht zu geben. Also setze ich mich erst mal vor die Hütte und schmelze etwa 3 Liter Schnee, wovon ich einen Liter sofort trinke und den Rest einpacke. Obwohl auch heute die Sonne scheint, wird mir dabei ziemlich kalt, irgendwie kann es das nicht sein. Mir kommt die eigentlich ziemlich naheliegende Idee, das Schneeschmelzen morgens zu erledigen, direkt vom Schlafsack aus, oder so, dass ich mich danach noch mal aufwärmen kann. Das hab ich bisher unterlassen, weil es morgens ja meist am kältesten ist und der Gasverbrauch entsprechend höher, die Vorteile überwiegen aber dennoch. Neben der Wärme müsste ich vor allem tagsüber keine Zwangspause mehr einlegen, da ich mit 2 Litern gut für den Tag und die Nacht auskomme, wenn ich morgens schon viel trinke. Gestern habe ich nur mal den Rucksack abgesetzt, um meine Regenjacke auszuziehen, und finde es, genau wie im Sommer, eigentlich ganz geil, mehr oder weniger durchzugehen. Wird also probiert. Von hier würde wohl meine dämlichste Weglosvariante nach oben führen: Erst vom Vindelälven weg in die Berge, auf den Fluss würde ich dann nach ca. 15 km wieder treffen. Sinnvoller ist es natürlich, einfach dem Vindelälven zu folgen. Durch das Tal führt auch ein kombinierter Sommer-/Winterweg, allerdings am bewaldeten Hang, ich entscheide mich, auf dem Fluss und den umliegenden Sumpfgebieten zu gehen. Das ist in jedem Falle deutlich sinnvolleres Weglosgehen als die Höhenvariante. Es zieht leichte Bewölkung auf. Ich will heute nur noch zu der unbemannten Hütte in Vindelkroken gehen und mir den anschließenden Aufstieg für morgen aufheben. Irgendwann bin ich mir nicht mehr so sicher, wie lange ich noch gehen muss, und bewege mich in Richtung des markierten Weges, aber da sehe ich auch schon die paar Häuser von Vindelkroken, und bin bald, nach 7 Stunden und 17 km, an der Hütte angelangt. Ich bin alleine, laut Hüttenbuch war der Schwede von der Skidbäckstugan hier vor ein paar Tagen der letzte Gast. Feuer machen, Holz sägen, Schnee schmelzen, Hörbuch hören … Tag 5: Vindelkroken–Laisstugan GE-Track: VindelfjällenTag5.kmz Heute stand eine Weglosvariante der Kategorie „sinnvoll“ an: Eine andere Möglichkeit, von hier nach Norden ins nächste Tal zu kommen, gibt es nämlich nicht. Doof nur, wenn es schon unter der Baumgrenze sehr stark windet und die Sicht schlecht ist. Naja, immerhin hatte ich jetzt 2 schöne Tage. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten: An der Hütte bleiben oder losgehen. Irgendwie weiß ich genau, dass das keine schöne Sache wird, wenn ich mich aufmache, dennoch weiß ich genauso sehr, dass ich nicht an der Hütte bleiben werde, obwohl die ziemlich gemütlich ist. Nunja, ich gehe jedenfalls wieder auf dem Vindelälven, hier, etwas geschützt durch die Böschung, ist der Wind nicht mehr ganz so stark. Und die Skier laufen gut. Und wie gesagt, ich wusste, worauf ich mich einlasse: Relativ bald sehe ich praktisch gar nichts mehr, gelegentlich kann ich ganz schwach den Farbunterschied zwischen dem Ende der Uferböschung und dem Anfang des Himmels wahrnehmen und weiß so immerhin noch, dass ich auf dem Fluss bin. Manchmal merke ich, dass es anstrengender wird, dann weiß ich, dass ich auf die Böschung gekommen bin. Auch wenn ich merke, dass der Schnee weicher wird, weiß ich, dass ich mich vom Fluss entferne. Ich folge der GPS-Uhr, mein Track verläuft etwas entfernt, reicht aber zur groben Orientierung. Irgendwann machen Track und Fluss einen Knick und führen auf eine 3 m hohe Steilstufe zu, die im Sommer wohl ein Wasserfall ist. Hier komme ich so nicht drüber, und die angrenzenden Hänge sind verwechtet, weshalb ich einen kleinen Umweg gehen muss. Als ich denke, das Gröbste geschafft zu haben, sehe ich gerade noch, wie meine Skispitzen ins Nichts gehen, hier fällt das Gelände abrupt für ca. 2 Meter ab. Ich folge dieser Stufe, die etwa im 90-Grad-Winkel zum Wasserfall und Fluss verläuft, etwas, bis sie abflacht. Irgendwann fahren die Skier abwärts und in meiner Fahrtrichtung sehe ich Steine über mir, ich schließe daraus und meinem allgemeinen Gefühl, dass ich die Uferböschung zurück zum Fluss abfahre. Als ich diesen wieder betrete, bin ich erst mal ziemlich orientierungslos. Während ich vorher immer wieder gedacht habe, ja auch noch umkehren zu können, denke ich jetzt, dass es einfacher und ungefährlicher ist, weiter nach vorne zu gehen. Ich halte es für nicht ganz unwahrscheinlich, dass ich den Wasserfall einfach übersehen würde. Hin und wieder habe ich in der Folge aufgrund von Höhenmeterangabe des GPS und Richtungswechseln das Gefühl zu wissen, wo ich bin, auch wenn ich die Karte bei dem starken Wind nicht rausholen will. Dann ist die Batterie der GPS-Uhr leer. Ich habe meinen Weg bis hierhin getrackt, was einiges an Batterie frisst. Die daraus gewonnenen Informationen sind zwar interessant, aber jetzt hätte ich doch lieber meine kommende Route am Handgelenk. Aber ich habe ja noch mein „richtiges“ GPS, das ist auch etwas genauer, auch wenn das nicht so viel bringt, wenn man sich den Track auf Google Earth erstellt. Dazu muss ich momentan ständig aufs GPS gucken, mit Fäustling kriege ich es aber nicht aus der Tasche … Ab jetzt fahre ich also mit Fäustling links und Fingerhandschuh rechts. Leider kommt von rechts auch der Wind, sodass die Hand etwas kalt wird, aber zum Glück scheint es recht milde zu sein. So ne GPS-Uhr ist echt praktisch, gerade im Winter … Irgendwann sehe ich links von mir die Rentierwächterhütte, die auch in der Karte eingezeichnet ist. Ich fahre kurz hin, ich hätte nichts gegen eine Pause, die Tür ist aber von einem dicken Eispanzer versperrt und darunter wahrscheinlich verschlossen. Auch Windschutz bietet sie nicht nennenswert, also geht es weiter, ich weiß jetzt immerhin, dass es bald wieder in niedrigere Gefilde gehen sollte. Dem ist dann auch so, und auch das White-out, das ich immer als psychedelisches Ereignis empfinde, ist bald vorbei. Jetzt sehe ich wieder die generelle Richtung, in die das Teil geht, auch wenn die umliegenden Hänge noch verschwunden sind. Der erste Baum wird freudig begrüßt, dann verengt sich der hier fließende Bach zu einer Schlucht mit offenen Stellen und freiliegenden Steinen. Erst einmal folge ich ihm noch ein Stück oder weiche auf die steilen Hänge aus, nach ein paar Stürzen wird mir das aber zu heikel und ich entferne mich von ihm. Nicht viel später finde ich Markierungen und bin bald, nach 9 ½ Stunden und 33 km, größtenteils im White-out, an der Laisstugan. Auch hier schneit es heftig, und auch der Wind ist noch relativ stark, dafür, dass dies ein dicht bewachsenes und recht niedriges Tal ist. In der Hütte sitzen zwei Jäger, die die Hütte die letzten beiden Nächte gemietet hatten. Ich bin jetzt in der Provinz Norrbotten und das System der unbemannten Hütten ist hier etwas anders als zuvor: Während in Västerbotten immer Matratzen auch ohne Schlüssel zu erreichen waren und man einfach das Geld an ein Konto überweisen sollte, ist der offene Vorraum hier wirklich nur für den Notfall gedacht. Die beiden Jäger bieten mir aber an, dass ich ihren Schlüssel haben kann (dafür gibt es einen kleinen, mit Zahlenschloss gesicherten Tresor, in den ich ihn dann später legen kann), solange ich anschließend dafür bezahle. Ich habe große Lust auf ein Bett und nehme an. Sie geben mir die Kontaktdaten zur Bezahlung, zeigen mir alles und verabschieden sich dann, ich finde Kaffee und Tee und brauche gerade nicht mehr zum Glücklichsein. Irgendwie ein interessanter Tag heute: Klar war das nicht schön, ziemlich unkomfortabel und ich habe überhaupt nichts gesehen. Auf der anderen Seite war ich die ganze Zeit verhältnismäßig entspannt, ich hatte immer das Gefühl, die Situation im Griff zu haben. Gelegentlich hätte ich mir sogar zugetraut, das Zelt aufzubauen. Aber ich wusste, dass ich noch weiter nach unten komme, und habe mich immer fit genug zum Weitergehen gefühlt, obwohl ich keine Pause gemacht und nur nen halben Liter getrunken habe. Aber auch wenn so ein White-out interessant ist und einem das Durchstehen solcher Situationen ein gewisses Glücksgefühl verschafft, muss ich so was nicht haben. Gegen eine niedrigere Alternativroute hätte ich heute nichts gehabt. Tag 6: Laisstugan-Guijaurestugan GE-Track: VindelfjällenTag6.kmz Morgens ist der Wind deutlich schwächer, es schneit aber immer noch und die Sicht ist schlecht. Für die Überquerung der nächsten kleinen Bergkette nach Norden hätte ich zwar eine Weglosvariante der Kategorie „sinnvoll“, unter den Bedingungen und nach dem gestrigen Tag fällt mir die Entscheidung, heute entspannt den Markierungen zu folgen, nicht allzu schwer. Relativ bald bin ich über der Baumgrenze, hier folgt erst mal ein größerer Aufstieg. Die Sicht ist nicht komplett schlecht, aber die umliegenden Berge und den Pass, auf den ich zusteuere, kann ich trotzdem nicht erkennen. Entsprechend wird das heute ein eher „meditativer“ Tag: Auch wenn die Route viele Höhenmeter hat und an einigen Schnellen tiefer Schnee das Vorankommen erschwert, finde ich das heute vergleichsweise entspannt und ich erfreue mich einfach an der Bewegung. Die Abfahrt ins Tal macht dann auch noch mal richtig Spaß. An einer Windschutzhütte mache ich kurz Rast. Als ich wieder aufbreche, überholt mich eine Gruppe Schneemobilfahrer, sodass der Weg ab jetzt dann auch gespurt ist. Aber gerade als ich denke, dass es jetzt zügig geht, fängt der Schnee unter meinem Skiern zu stollen an. Das macht das Gehen extrem anstrengend und nervt einfach, und meine Versuche, den Schnee zu entfernen, sind fruchtlos. Irgendwann regelt sich das Problem aber von alleine, und ich bin bald an der Guijaurestugan, die genau wie die gestrige Hütte gemietet werden kann. Nach der Hütte kommt die Stelle, die mir bei der Routenplanung am meisten aufgefallen ist: Der See Guijaure liegt langgezogen und eingezwängt zwischen sehr steilen Berghängen, entsprechend wollte ich das gerne bei guter Sicht laufen und davor, nach 8 Stunden und 29 km, Schluss für heute machen. Ich hatte gehofft, die Hütte leer vorzufinden und im Vorraum übernachten oder zumindest den Nachmittag/Abend rumhängen zu können. Allerdings ist sie von 5 Jägern mitsamt Hunden belegt. Ich werde aber zum Aufwärmen reingebeten und als ich sage, dass ich in der Nähe campen werde, bieten sie mir auch an, den Abend mit ihnen zu verbringen. Sie laden mich dann noch zum Essen ein. In einer kleinen Hütte mit fünf Jägern zu sitzen und erklären zu müssen, dass man kein Fleisch ist, ist eine der unschöneren Situationen, in die man als Vegetarier kommen kann. Es gibt aber Kaffee, Kartoffeln, Rote Bete und Bier. Dennoch verabschiede ich mich relativ früh ins Bett. Tag 7: Guijaurestugan–Jurunjaure GE-Track: VindelfjällenTag7.kmz Laut dem Wetterbericht der Jäger soll es heute ein schöner Tag werden, leider bewahrheitet sich das nicht. Insgesamt hat der Wetterbericht auf der ganzen Tour kein Mal gestimmt. Auf dem Weg über den See habe ich noch einigermaßen Sicht, auch wenn ich mir diese Überfahrt etwas spektakulärer vorgestellt hatte. Danach wird es aber zunehmend schlechter und ich folge einfach stur den Markierungen. Hier fahren einige Schneemobile, da im Norden eine Straße entlangläuft, zudem ist Freitag. Die Straße, die einzige, die ich auf dieser Tour quere, habe ich auch bald erreicht, der Weg führt zunächst ein Stück parallel zur Straße, bevor er dann von ihr wegführt und zu einem niedrigen Pass aufsteigt. Wieder stellt sich das Gefühl ein, heute einiges geschafft zu haben, und ich gehe einfach noch entspannt und langsam weiter, wobei ich den Polarkreis überschreite. Hier ist es nun wieder menschenleer, auch wenn Scooterspuren darauf verweisen, dass hier vor nicht allzu langer Zeit Leute gefahren sind. Die Sicht wird besser, manchmal werfe ich sogar einen Schatten. Nach 10 Stunden und 38 km, mal wieder ohne Absetzen des Rucksacks, ist es Zeit fürs Nachtlager. Tag 8: Jurunjaure–Kaskaure GE-Track: VindelfjällenTag8.kmz Ich wache um 5:30 auf und schmelze Schnee, um 7:00 gehe ich los. Endlich ist es mal wieder ein schöner Tag mit blauem Himmel, und direkt werde ich mit tollen Aussichten belohnt. Besonders die Überfahrt des Ikesjaure ist ein echtes Highlight: Der See gräbt sich in ein Seitental mit steilen Wänden, neben dem See steht mitten im Tal ein einzelner, backenzahnartiger Berg. Hinter dem See liegt eine Windschutzhütte, laut Hüttenbuch sind hier kaum Wanderer oder Skifahrer unterwegs. Am späten Morgen beginnt leider wieder ein dichterer Scooterverkehr, es ist Samstag und die Leute gehen Eisangeln. Als ich am Ufer des Mavasjaure angelangt bin, ist es richtiggehend warm, und es ergeben sich tolle Blicke auf den Nordre Saulo, einen 1756 m hohen, skurril geformten Berg, der schon in Norwegen liegt. Hier beginnt nun ein langer Abschnitt, auf dem ich einer Seenkette fast bis nach Kvikkjokk folge. Ich war gespannt darauf: Einerseits ergeben sich von Seen oft tolle, freie Blicke auf die umliegenden Berge, diese Seenkette hatte mich auch schon vom Satellitenbild her gereizt, andererseits bestand natürlich die Gefahr, dass das schnell eintönig wird. Erst mal hatte ich aber damit zu kämpfen, dass ich nicht überhitze oder mir einen Sonnenbrand einfange. Der Scooterverkehr wurde schnell weniger, die frischen Spuren sorgten aber für gutes Vorankommen. Allerdings habe ich mich relativ schnell platt gefühlt und mit dem Gedanken gespielt, heute etwas früher Schluss zu machen. Aber wie üblich habe ich dann doch einfach das Tempo verlangsamt und immer wieder kurze Pausen gemacht. Als ich in der Mitte des Kaskaure angelangt bin, rast mir von vorne seitlich ein Schneemobil entgegen. Ich befürchte kurz, dass der Fahrer mich nicht sieht, dann verlangsamt das Schneemobil aber, ein Helmvisier wird hochgeklappt und eine Samin fragt mich irgendwas auf Schwedisch. Nachdem ich zu verstehen gebe, dieser Sprache nicht mächtig zu sein, fragt sie mich auf Englisch, ob alles in Ordnung wäre, man frage besser nach, wenn man einen einzelnen Menschen ohne Schneemobil auf dem Eis sehe. Ich sage, dass alles super ist, ich würde noch anderthalb Stunden weitergehen und dann mein Zelt aufschlagen. Sie bietet mir an, bei ihnen zu übernachten: Der See und die umliegenden Berge sind das traditionelle Siedlungsgebiet ihrer Familie und sie haben hier ein Grundstück zugesprochen bekommen, auf dem sie ein Wochenendhaus haben. Heute sind nur sie und ihr Mann hier und entsprechend genug Platz. Eigentlich wollte ich von jetzt an konsequent zelten, Hütten gibt es schließlich eh keine mehr und ich wollte noch etwas Routine gewinnen, aber das Angebot klingt dann doch zu interessant, um es abzulehnen. Nach 9 Stunden und 28 km nenne ich es also einen Tag. Sie holt ihren Mann vom Eisangeln ab und sie zeigen mir eine Nebenhütte, in der ich schlafen kann. Dann kann ich das erste Mal auf dieser Tour duschen, anschließend gibt es Bratkartoffeln mit Champignons (mein Fleischverzicht wurde wieder mit Entsetzen aufgenommen). Den Rest des Abends unterhalten wir uns, der Mann hat offenbar beschlossen, mich mit Bier und Aquavit abzufüllen. Er hat Erfolg und so torkele ich um 1 Uhr ins Bett. Tag 9: Kaskaure– Skalfasuolo GE-Track: VindelfjällenTag9.kmz Ich wache einigermaßen früh auf und bin kaum verkatert, Qualitätsaquavit. Auf dem See liegt dichter Nebel, darüber kündigt sich aber ein wolkenfreier Tag an, und es hat -29 Grad. Die beiden wachen auch bald auf und ich lasse mir noch ein Frühstück inklusive Spiegeleiern andrehen, bevor ich um halb 10 loskomme. Ich habe mit der Weglos-Kontroverse verwandte Gedankengänge: Ich hatte mir vorgenommen zu zelten und es nicht gemacht, obwohl es ein gutes „Training“ gewesen wäre. Andererseits war die Übernachtung bei den beiden nicht nur die bequemere, sondern auch die interessantere Alternative. Ich bereue nichts. Okay, ich bereue kaum was. Den Rest des Tages geht es größtenteils auf Seen entlang, unterbrochen von kurzen Stücken auf Land, da die Verbindungen zwischen den Seen teilweise ordentlich Stromschnellen bilden und entsprechend offen liegen. Es ergeben sich auch heute wieder schöne Ausblicke, allerdings wird das Gehen tatsächlich etwas monoton. Später am Tag zieht es wieder deutlich zu. An einem Uferstück, das ich nach 8 ½ Stunden und 31 km zum Zelten auserkoren hatte, campieren schon zwei Leute mit Hundeschlitten, deshalb gehe ich noch ein kleines Stück weiter. Nachts zieht stärkerer Wind auf, ich habe aber einen guten Zeltplatz und der Wind fegt kaum Schnee umher, entspannt also. Tag 10 und 11: Skalfasuolo–Kvikkjokk GE-Tracks: VindelfjällenTag10.kmzVindelfjällTag11.kmz Ich bin schon um 4:30 wach und kann um 6:30 starten. Weiter geht es auf den Seen, bei einer Sicht, die weder wirklich gut noch wirklich schlecht ist. Immerhin laufe ich einer Gruppe Rentieren über den Weg, und bald bin ich auch schon am Ende des letzten Sees angelangt. Kurz darauf treffe ich auf die Sommervariante des Kungsleden, der ich ein Stück folge. Das ist ziemlich ätzend, der Schnee im Wald ist sehr tief, aber wenigstens muss ich nicht auch noch navigieren. Bald stoße ich dann auf die Wintervariante des Kungsleden, das sollte ja ab hier ein Kinderspiel werden. Allerdings hat hier der Wind auch ganze Arbeit geleistet, die Spuren sind überschneit und der Schnee verfrachtet. Insgesamt komme ich sehr langsam voran. Dazu ist dieser Abschnitt auch nicht mehr auf meiner eigentlichen Karte drauf, auf meinen Ausdrucken ist nicht viel zu erkennen und ich habe sie auch nicht wirklich studiert, entsprechend verwundert bin ich, dass es hier noch mal ordentlich nach oben für einen kurzen Abstecher ins Kahlfjäll geht. Der Anstieg ist stark vereist und ich grätsche auf den Kanten hoch, der Abstieg führt durch eine schmale, steinige Rinne, weshalb ich die Skier abschnalle. Immerhin hat es noch mal ein wenig aufgeklart. Bald erreiche ich die Windschutzhütte Tsielekjakkstugan, ich habe aber noch etwas Zeit und gehe weiter. Als ich dann aber in einiger Entfernung und weiter unten ein rotes Zelt ausmache, beschließe ich, demjenigen sein Gefühl von Einsamkeit zu lassen, und schlage relativ weit oben nach 11 Stunden und 34 km mein Zelt auf. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Berge, den ich an meinem letzten Abend genießen will, ich wähle also eine sehr offene Stelle und drehe das Zelt mit dem Eingang zum Panorama. Das Abendessen war dann auch romantisch, aber 2 Stunden später frischt der Wind deutlich auf, natürlich voll gegen die breite Eingangsseite. Relativ bald zieht es mir sogar einen Hering. Wenn der Schnee um die Heringe erst mal verdichtet ist, halten die eigentlich bombenfest, deshalb hat mich das schon ziemlich beunruhigt. Jetzt muss ich also raus, den Hering neu setzen, außerdem dichte ich das Zelt unten ab. Beim Wiedereinsteigen hole ich eine Ladung Zelt mit ins Schnee, na klasse. Dann lehne ich mich eine Zeit gegen die Zeltwand, bis ich doch wieder das Vertrauen in mein Zelt gewinne. Ich fürchte, dass sich das Innenzelt wieder an zwei Stellen vom Außenzelt gelöst hat, weshalb das Inner ziemlich in Bewegung gerät und laut flattert. Manchmal denke ich, dass ich deshalb den Sturm übertrieben wahrnehme, Blicke nach draußen zeigen aber immer doch ziemlich ungemütliches Wetter. Auch kommt Schnee durch den Lüfter, leider bin ich zu faul, um den zu schließen. Nunja, zwischendurch schlafe ich dennoch ein, bin dann aber auch wieder sehr früh wach, nach wie vor ist es sehr laut. Es ist eine klare Vollmondnacht und ich nicht mehr weit von Kvikkjokk entfernt, ich packe also zusammen und gehe um 5 Uhr, als der Tag gerade anbricht, los. Keine 15 Minuten später führt der Weg durch windstilles Gelände, das war einfach eine dämliche Zeltplatzwahl. Ich kann jetzt der Pulkaspur folgen, die der andere Zelter hinterlassen hat und die meist noch erhalten geblieben ist. Es ergeben sich schöne Blicke auf die Berge des Sarek und den Nammatj, die steilen Abfahrten sorgen abwechselnd für gute Laune oder für Bruchlandungen. Nach 3 ½ Stunden und 12 km bin ich in Kvikkjokk, miete mir ein Bett in der Fjällstation und kaufe mir viele Nahrungsmittel. Insgesamt hat mir die Tour viel Spaß gemacht, nach 2 Tagen Ruhe wollte ich eigentlich direkt wieder los. Es war letzten Endes zwar nicht wie geplant eine größtenteils weglose Tour, sondern eine Tour auf markierten Wegen mit dem einen oder anderen Abstecher, das ist aber in Ordnung so. Ich hatte nicht unbedingt Wetterglück und an den meisten Tagen eingeschränkte Sicht, aber es war auch, bis auf die ersten anderthalb Tage und den White-out-Tag, nie richtig mies. An den Tagen mit blauem Himmel hatte ich tolle Aussichten, und das Skifahren hat mir auch sonst Freude bereitet. Ich habe die Skier auch immer besser im Griff, dazu bekomme ich langsam Routinen, die denen im Sommer ähneln und meinen Vorstellungen, wie ich eine Tour gehen will, immer mehr entsprechen. Temperaturen waren übrigens meist zwischen -10 und -20 Grad. Zur Ausrüstung auch noch einige Worte: Die Mattenkombi empfand ich hin und wieder als kalt, deshalb wird die Torsomatte aus Copolymerschaum gegen eine aus EV50 getauscht. Man kann zwar auch den Rucksack noch unter die Matten legen, aber das will ich nicht unbedingt jede Nacht machen. Die Daunenjacke habe ich auf der Tour kein Mal genutzt, die lasse ich ab jetzt weg. Die GPS-Uhr ist sehr praktisch. Die wird in Zukunft die kleine Uhr, das Thermometer, den Kompass und die Ersatzbatterien für das „große“ GPS ersetzen. Die Fingerhandschuhe sind zwar warm genug, in dem Fleece sammelt sich aber beim Zeltauf- und -abbau Schnee. Ich hätte hier gerne einen Softshellhandschuh, der dünn genug ist, um damit noch ein paar Arbeiten zu erledigen. Ich hatte morgens nach dem Zeltabbau öfter kalte Füße und habe auch festgestellt, dass meine Sockenkombi im Vergleich zu anderen Packlisten unterdimensioniert ist. Da werde ich mir etwas Wärmeres holen, außerdem die Innensohle des Schuhs durch eine aus Wollfilz ersetzen. Ich verbrauche mehr Gas, als ich angenommen habe. Wüsste aber gerade auch nicht, ob und wie sich das ändern ließe, und ich kann auch damit leben, etwas mehr Gas mitzunehmen. Ich habe bis jetzt auch auf jeder Tour mal offenes Wasser gefunden, vielleicht werde ich mal versuchen, das öfter zu nutzen. Der VBL hat sich nach der Tour als undicht herausgestellt und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob er überhaupt mal wirklich dicht war. Wird ersetzt. So sähe also die Packliste momentan für nächsten März und 9 Tage aus: https://www.geargrams.com/list?id=53639 Das Schöne an der Pack- und Gehart, wie sie sich jetzt herauskristallisiert hat, ist, dass die Regenjacke der einzige Gegenstand im Rucksack ist, den ich hin und wieder mal während des Tages brauchen könnte (bei Wind). Alles andere ist in den Hüftgurttaschen oder der Fronttasche verstaut und immer erreichbar. Beste Grüße Jan
  25. 7 points
    SouthWest

    Aegismax Daunen Schlafsack

    War das 5 Uhr morgens oder abends? Das macht einen Unterschied! Das wäre ja eine typische Schlafenszeit.
  26. 6 points
    perregrintuk

    Schlafplatz/Schlaf set-up

    Generelle Regeln: 1) Schlafplatz immer eher "hoch" wählen z.b. an einem See lieber auf dem Hügel daneben drauf, als am Ufer. --> Luftfeuchtigkeit liegt morgen "schwer" im Tal! 2) Unter Bäumen Unter Bäumen ist es etwas wärmer und meistens der Boden weniger feucht, auch bei Regen bekommt man weniger ab. Außerdem hat man da immer eine Befestigung für die Wäscheleine und was zum Aufhängen des Essen gegen Mäuse. 3) Auf Wind achten Eine leichte Brise verhindert Kondensbildung. Immer abwägen von "Schutz" vor Wind und "gute Brise"...
  27. 6 points
    Dennis

    [Isomatte] Therm-a-Rest NeoAir UberLite

    Mist... ihr habt mich so weit... eben den Bestellbutton betätigt. Ich bin so ein Konsumofper....
  28. 6 points
    dennisdraussen

    Der Zählthread

    Nein.
  29. 6 points
    J_P

    - Rheinsteig 2018 - 10.09. - 21.09.2018

    Moin, Ich möchte euch hier ein paar Eindrücke meiner großen Wanderung 2018 zeigen: Für mich als bisher längste Wanderung habe ich mich an den teils legendären aber auch teils verschrieenen Rheinsteig gewagt. Für die Strecke der offiziellen 306 km brauchte ich 10,5 Tage. Der Rheinsteig ist nachwievor einer der bekanntesten Fernwanderwege Deutschlands und führt durch NRW, Rheinlandpfalz und Hessen. Man durchwandert mehrere Mittelgebirge wie das Siebengebirge, den Rheinwesterwald, den Rheintaunus und das Rheingau. Besonders die Abschnitte des oberen und unteren Mittelrheintals habe ich als anspruchsvoll empfunden (ich habe keine Alpin-Erfahrung). Mit 11400 Gesamthöhenmetern ist der Rheinsteig ein ziemlicher Brocken. Geschlafen wurde überwiegend draussen mit Hängematte und Tarp, aber ich verbrachte eine Nacht auf einem Campingplatz und zwei weitere in Pensionen. Dies bot mir die Gelegenheit mich zu duschen und meine Sachen durchzuwaschen. An jeweils drei Tagen wurde ich von Freunden begleitet, den Rest der Zeit war ich alleine unterwegs. Mein Fazit: Der Rheinsteig ist abwechslungsreich und verbindet Natur mit Kulturlandschaft. Es gibt abgelegne Regionen, aber manche Regionen sind recht urban. Alles in Allem hat es sich aber gelohnt! Wer ihn noch nicht kennt, sollte ihn mal laufen. Hier meine Packliste: UL - Packliste Rheinsteig 2018: UL-Rucksack: - GG Virga 2 54 Ltr. Shelter und Schlafsetup: - TAR Evolite S - TAR Z-Seat - StS Spark II - UL Tarp DD 2,9x3m - StS UL Hammock - StS Hammock Suspension UL - Tyvek Groundsheet - Heringe (TI+AL+Groundhoog 1x) - Dyneema - Abspannungen - Leinen Summe: 1759 g Kochen und Wasser: - Snow Peak TI Tasse 450 ml - BRS Micro Stove - Backofenmattendeckel - Snow Peak TI Spork - BIG Mini - Sawyer Mini + Wasserbeutel - 2x Platypus Faltflasche 1 Ltr.; 1x Platypus 0,5 Ltr. Summe: 237 g Ditty Bag: - Repair-Kit TAR Evolie - Petzl e+Lite - IPod Nano - Canon IXUS - Handy (Ich bin konsequenter Smartphoneverweigerer) - Ladegeräte/Kabel/Ersatzakku Summe: 440 g Hygiene: - Dr. Bronners Naturseife (in Minidropper) - Feuchttücher - Kontaktlinsenflüssigkeit + Behälter (in Minidropper) - Hirschtalgcreme (im Tiegelchen) - Ureacreme (im Tiegelchen) - Zahnbürste (nur das dicke Endstück des Stiels entfernt) - Zahnpasta (Reisepackung) - Cocoon UL Handtuch 30x40 cm Kleidung (im Rucksack): - StS Ultra - Sil Nano Ponchotarp 15D - Quechua Merino Kurzarm - Icebreaker Merino Unterhose - Woolpower Merino Socken 2x - Quechua Daunenjacke - Adidas Badeshorts Am Körper: - Mesh-Cap; Uvex-Sportsonnebrille; Forclaz-Trekkingshorts; Quechua Merino Kurzarm; Casio Trekkinguhr; Woolpower Merinosocken; Salomon XA Pro 3D Trailrunner; Opinel No. 6; Rucksackaufhängung aus Dyneema (um den Rucksack bei Nässe an einen Baum hängen zu können.. war überflüssig, ich hatte nur mörderische Hitze!) Mein Baseweight lag bei 3,1 Kg. Etwas hoch, aber mehr Komfort war mir wichtiger: Bsp.: Meine Sea to Summit Ultralight Hängematte wiegt alleine lediglich 155 Grämmchen, mit der 77 g schweren dazugehörigen Dyneemaaufhängung allerdings schon wieder 232 g! Eine leichte Hängematte im Sommer dabei zu haben ist einfach genial.. man kann auch einfach mal Mittags ein Stündchen im Wald dösen. Die Schlfaplatzwahl mit Hängematte bietet auch für die Nacht im waldreichen Deutschland sehr viel Schlafmöglichkeiten: Man kann auch bspw. im unebenen Gelände einfach übernachten, sofern man zwei im passenden Abstand befindliche Bäume hat. Mein großes DD UL 2,9x3 m Tarp hätte ich auch heim lassen und nur den StS Ultra-Sil Nano Tarpponcho mit nehmen können, aber auf dem Campingplatz war ich froh, dass ich das größere Tarp als fast geschlossene Pyramide aufbauen konnte. Nahrung (am Anfang der Tour) 9x Trekkingnahrung (Die Trekkingnahrung von "Adventure Food" kann ich empfehlen: sehr lecker! Auch die von Decathlon ist tatsächlich besser als Trekn`eat!) 9x BP-WR Weizenriegel (hochkalorisches Notnahrungsmittel; 100 g haben 500 kilokalorien; schmeckt keksartig; gut fürs Frühstück) 25x Kaffeesticks; einige Teebeutel Mandelriegel von Rossmann; einige Cliffbars; Snickers; Studentenfutter "exotic"; Trockenfrüchte Aufgrund der Hitze trug ich im Schnitt 2,5 Ltr. Wasser und habe ca. 5 - 6 Ltr. am Tag verbraucht... es wurde viel gefiltert. Mein Gesamtanfangsgewicht lag bei 8,5 kg laut Kofferwaage. Viel Spaß beim Anschauen der Bilder! Beste Grüße, Jendrik
  30. 6 points
    Rapapongi

    12 Overnighter im Jahr 2019

    So... nun reiche ich auch meinen ersten Overnighter im Jahr nach. Es war wunderbar. Toller Platz, beste Konditionen (feucht, kalt, Nebel, Sonnenaufgang, hell und trocken) Was will man mehr zum Testen und optimieren der Ausrüstung. Va der Big 3. Das Equipment hat wie geplant und auf die Route abgestimmt bestens funktioniert, bis auf ... tja . Aber lest selbst. Zentrale Ausrüstung ist am Bild erkennbar. Das Plexamid (385g): Der Pitch vom Plexamid wird immer perfekter. Eher höher als zu tief spannen. Dann rutscht der Boden auch nicht unter die Plane nach aussen, was dann Wassereintritt bedeuten würde. Die Fensterfolie vom Baumarkt als Unterboden hat sich auch bewährt. Wichtig ist, dass der Kopf/Fussraum abspannbar ist. Das erhöht die Funktionalität zu einfachen Mids erheblich ... man stößt nicht mit Kopf/Mütze bzw. Fussende vom Schlafsack an die feuchte Innenseite. Dabei die Schnüre möglichst lang spannen, um den größtmöglichen Winkel zu bekommen. Ich schlafe auf einer hohen Seatosummit und hatte keine Probleme. Die Kondensation war wirklich kaum sichtbar. Kein Tropfen kam da Zustande ... War überrascht, weil die Luftfeuchtigkeit durch den Nebel mit bis zu 2 Grad Aussentemperatur sehr hoch war ... Vielleicht liegt es auch daran, dass ich als Seitenschläfer Richtung Netztür schlafe... Aber sicher auch, dass sich die Atemluft im relativ großen Volumen des Zeltes gut verteilen kann ... Der Rainbow Zipper ist auch wie gedacht besonders praktisch. So kann ich aus dem Zelt meinen am Stock aufgehängten Rucksack wie ein Regal für Wasserflaschen, Riegel, Kleinzeugs nutzen ... Zipper von oben kurz runter und schon hab ich Zugriff. Schlafquilts 11° (341g) und 5° (520g) Das Apex Synthetik Schlafsystem hat voll funktioniert. Kombiniere einen GramXpert 11 Grad Quilt mit einem 5 Grad Quilt ... und hatte es bei 2 Grad angenehm warm. Größter gespürter Vorteil war der 11 Grad Quilt beim Frühstück als ... Wärmedecke bei 8 Grad Aussentemperatur. Die Daunen Jacke ersetzt er aber mA nicht ... da man immer was zum rumwurschteln hat und da würde der Quilt schon stören. Der Virga 2 Rucksack: hat sich auch von seiner besten Seite gezeigt. Vorallem beim Gehen, rüttelt nichts in den straffen Meshtaschen. Und durch die Kompressionsriemen kann man beruhigt auch Kleinteile wie Flaschenschraubverschlüsse, Geldbörse, Schlüssel reinstecken ... die dann auch drinnen bleiben. Zum Wasserthema: durch den Sawyer und die OsmAnd App habe ich maximal 3/4 Wasser tragen müssen ... und nicht wie sonst bis zu 2 Liter ... das sind 1250 g an fast kostenloser Gewichtseinsparung. Bei der letzten Quelle vor dem geplanten Camp, hab ich eine 1L Flasche und eine 1L Platy voll gemacht ... und nur mehr ca. 30 min getragen. Daher nie mehr ohne! ... tja und was hat nicht funktioniert?! Während am Abend mein 5g Dosenkocher noch gut gefunzt hat, war am nächsten Morgen bei 2 Grad Aussentemp nix mit warmer Mahlzeit. Hatte vergessen, die Spiritus Flasche mit in den Fussraum zu nehmen und warm zu halten. Meine Mitcamper haben mir dann mit ihrem klassichen MSR Pocketrocket aus der Patsche geholfen ... und ich hatte warmen Kaffee. Ich freu mich schon auf den nächsten Overnighter! Sonntagsgrüße aus der Pfalz!
  31. 6 points
    questor

    Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...

    Reddit Fundstück https://youtu.be/6oxpObyS4DE
  32. 5 points
    wilbo

    Schlafplatz/Schlaf set-up

    Sobald die Sonne nur noch eine Handbreit übern Horizont steht, schaue ich mich verstärkt nach einem Plätzchen um. Nach Sonnenuntergang hat man zusätzlich eine gute Stunde puffer um final zu Potte zu kommen.
  33. 5 points
    ManniAT

    12 Overnighter im Jahr 2019

    So, hatte dieses Jahr auch meine erste Nacht draussen. Meine neuer Corinthia und eine China-Matte (Naturehike) wollten ausprobiert werden. Neben dem Biwakplatz gab es noch allerletze Schneereste - und durch die Lage (enges Tal an nem Bach) war es etwas frischer - min. 1 Grad in der Nacht - aber kein Wind. Die Matte (first use, ausser daheim zum Testen) verlor nach ca. 4 Stunden so viel Luft, dass ich mit der Hüfte Steine zählen konnte. Suboptimal - raus aus dem Sack - pusten - rein, warten dass es wieder wärmer wird... Hätte aber generell ob der Temperaturen gerne meine Exped Matte dabeigehabt - R 2,5 ist nicht die Welt - aber viel Besser als R-Stone Aber in Summe war es trotzdem ein nettes WE - und fast keine Leute am Weg.
  34. 5 points
    Omorotschka

    12 Overnighter im Jahr 2019

    Ja der schafft was @mawi Vielleicht hilft's ja...Ich darf mir nicht immer neue Tarps kaufen. Ich darf mir nicht immer neue Tarps kaufen.Ich darf mir nicht immer neue Tarps kaufen.Ich darf mir nicht immer neue Tarps kaufen.
  35. 5 points
    BitPoet

    PCT 2020

    Ich weiß, es ist etwas früh - aber nachdem das Sabbatical genehmigt ist, steigt die Vorfreude schon ganz ungemein, und so ein Thread hat ja kein Ablaufdatum Also will ich mal einen kleinen Sammel-/Austausch-/Wasweisich-Thread zum Thema PCT 2020 starten, erst mal egal ob Thru- oder Section Hike. Für mich soll es auf alle Fälle den ganzen Weg von Campo bis nach Kanada gehen. Startzeitpunkt ist (hoffentlich, so die Losgötter der PCTA mir gesonnen sind) Anfang Mai. Von den Big Three steht noch nix fest, allerdings will ich diesen Sommer mal ein Fly Creek ausprobieren, das die Bewertungen der PCT-ThroughHiker regelmäßig anführt, freistehend und mir als Tarp-Laien naturgemäß sympathisch ist - ich weiß, ich weiß... ich werde auch die ein oder andere Nacht im Sommer/Herbst Tarp-Erfahrungen sammeln, aber ich bin erst mal lieber pessimistisch. Ein ÜLA CDT darf dieses Jahr mit auf die Alpenüberquerung (Königssee-Triest), genau wie die Brooks Cascadia 13, die bis auf ein paar halbtages-Touren noch keine Trekking-Erfahrung haben. Meine eigene Wandererfahrung habe ich fast ausschließlich in den Alpen und deren Vorland gemacht, aber da hab ich in den letzten Jahren doch überraschend (für mich) etwa 1500km und einiges an Höhenmetern zusammen gebracht. Im Moment ist natürlich die Planung noch in einem ganz frühen Stadium, aber so einige Ausrüstungsfragen wollen vielleicht doch schon frühzeitig zumindest gestellt werden, um die ein oder andere Lösung schon mal auf subjektive Praxistauglichkeit zu testen (z.B. mal ein Explorer+ ausprobieren um zu sehen, wie multifunktional es dann wirklich ist, oder den passenden Schlafsack für die High Sierras ausloten, mit einem Squeeze mal Wasser filtern üben, etc. etc.). Falls ihr eigene Erfahrungen und Tipps habt, dann natürlich immer gerne her damit.
  36. 5 points
    Wunderbar - besten Dank für die Idee mit dem Draht... Legte heute wegen Wasserbeschaffung meine Pause in einen Friedhof. Ich habe nicht mehr über die Sache nachgedacht, da fiel mir auf einmal Dein Draht ein. Bei uns aus Deutschland kenne ich von Begräbnissen angedrahtete Nelken, Gerbera usw. Und so kam mir plötzlich, mal bei dem Kompostabfall nach solchen Blumen zu schauen. Doch scheinen die Franzosen hauptsächlich Plastik(!)Blumen auf den Gräbern zu kennen. Macht aber nichts - denn in den Stielen ist jeweils, ja, Draht verarbeitet. Ich also einen langen "Blumen"stiel genommen und per Messer den Kunststoff drumherum entfernt. Diesen wickelte ich dann um die beschädigte Schnalle. Nur war der Draht zu lang und ich konnte ihn per Hand nicht richtig biegen oder abknipsen, da er ziemlich stabil umd dick war. So bin ich neben mir zum Friedhofsaufseher (ja, da gibt es dort tatsächlich...) und fragte nach einer Zange. Er schaute nach, doch weder in seinem Schreibtisch noch Schrank lag eine. Was macht der liebe Mensch nun? Er schließt für 15 Min. seine Tür ab, läuft zu seinem Auto und kommt mit Zange wieder! Fand ich ja riesig nett von ihm. So ist mein Ersatzsteg nun perfekt montiert - und, ES FUNKTIONIERT!!! Was habe ich mich gefreut, der Gurt kann sogar beim Laufen wie gewohnt verstellt werden. Und: der Draht ist so stabil, dass er garantiert bis zum Ende der Tour hält. Wenn nicht noch länger. Ich freue mich noch jetzt. Somit an Dich, aber auch an alle anderen VIELEN DANK für die Beiträge und die z.T. genialen Erklärungsfotos. So manche verdienen wirklich einen Extrasmiley "für geniale Einfälle" (gibts hier sowas, schon mal darüber nachgedacht?).
  37. 5 points
    martinfarrent

    Death by Selfie

    Ich habe noch nie ein Selfie gemacht. Aber irgendwie ist diese Abstinenz ja auch so eine Art death. Social suicide.
  38. 5 points
    Ich würde mit einem Stück Schnur einen Prusikknoten um den unteren Gurt legen und oben in der Schlaufe zusammenknoten. Damit ließe sich der untere Gurt gut verstellen.
  39. 5 points
    der_ploepp

    UL-Spielesammlung

    Die Idee mit der Spielesammlung gefiel mir so gut, dass ich mich gestern mit meiner besseren Hälfte auch daran gesetzt haben. Wir wollten zusätzlich zum Catan auch unser Lieblingsspiel Dog dabei haben. Dieses benötigt 2 Kartensets à 52 Karten, was mit Abstand der grösste Teil des Gewichts ausmacht. Da die mini Spielkarten fast nicht spielbar sind, habe ich mich trotz des höheren Gewichts für die normalhohen, halb so breiten entschieden. Diese dienen dank Farbmarkierung auch als Ressourcen fürs Catan. Würde man aufs Dog verzichten und leichtere Ressourcenkarten basteln, wäre das Gesamtgewicht wohl um die 50g statt der aktuellen 116g.
  40. 5 points
    RosiRastlos

    Vorstellungsthread

    Moin, auch ich lese schon seit einiger Zeit still mit und konnte schon viele gute Tips mitnehmen einfach nur beim durchforsten der vielen Threats. Vielen Dank schonmal dafür. Zu meiner Person: Ich bin eine der wenigen Frauen und eine von den noch wenigeren, die schon "etwas" älter sind (vor kurzem 50 geworden OMG ) und immer noch viel Spass und Freude daran habe draussen zu sein, im Zelt zu übernachten und die Komfortzone ein paar mal im Jahr zu verlassen. Meine Heimat ist in der nähe von Oldenburg. Ich bin ein waschechtes Nordlicht In der Kindheit bin ich mit der Familie oft in Bayern und Österreich im Urlaub gewesen. Die Berge haben wir aber meistens nur von unten gesehen oder ab und zu mal mit dem Sessellift hoch und dann ein bisschen spazieren gegangen. Das war mir damals schon viel zu wenig. Mich haben die Alpen schon immer fasziniert und sehr viele Jahre später habe ich dann mit Anfang 40 endlich meine erste, geführte Hüttentour, typischerweise den E5 von Oberstdorf nach Meran, gemacht. Das war der Startschuss. Ich war infiziert. Ich habe danach noch einige geführte Touren mitgemacht, da ich mir, als Nordlicht, das nicht zugetraut habe auf eigene Faust in den Bergen loszuziehen. Inzwischen habe ich mehr vertrauen in meine Fähigkeiten und bin letztes Jahr das erste Mal ohne Führung unterwegs gewesen. Einmal ging es in die Alpen für ein paar Tage und dann im August startete ich die erste Trekkingtour. Es ging auf den Kungsleden mit sage und schreibe 22Kg im Rucksack. Die Tour war superschön aber auch sehr sehr anstrengend mit dem ganzen Zeug auf dem Rücken. Aber wie sagt man so schön..... learning by doing. Schlauerweise bin ich erst, nachdem ich wieder zu Hause war, auf dieses Forum gestossen. Da ich mich dieses Jahr nicht wieder so quälen will bin ich dabei mich Step by Step u erleichtern. Die letzten Tage habe ich einige Links zum grossen Chinaman verfolgt und bin völlig geflasht, wie günstig dort die Sachen sind im Gegensatz u vielen Herstellern aus den USA oder Europa. Bleibt abzuwarten ob die Qualität auch gut ist. Jedenfalls hab ich es gewagt mir das Lanshan 1 zu bestellen und hoffe , dass es hier irgendwann ankommt. Das wäre dann wieder ein Schritt in Richtung leichter werden. So, dass sollte es erstmal gewesen sein. Ich freue mich darauf hier weiterhin gute Tips und Inspiration zu bekommen. Herzliche Grüße RosiRastlos/Imke
  41. 5 points
    bluesphemy

    Tutorial: Schulterriemen

    Moin zusammen, ich hab am Wochenende kurz mal im Vorstellungsthread "Hallo" gesagt. Wollte jetzt auch mal was beitragen, nachdem ich auch hier viel gelesen habe. Ich habe vor knapp einem Jahr ein Tutorial erstellt für Schulterriemen, wie sie Pa'lante auch in ihrem V1 verwendet. Damals hab ich's auf Reddit gepostet und vielleicht hat es ja jemand dort auch schon gesehen. Dachte aber es lohnt sich, das hier auch nochmal zu teilen für alle die nichts mit Reddit am Hut haben und sich fragen, wie sie Schulterriemen angehen sollen. Das Tutorial ist ein Imgur-Album. Link Falls ihr fragen habt, immer her damit PS: Das Tutorial ist leider auf Englisch, also kann ich da auch gerne nochmal das ein oder andere klarstellen, falls Bedarf besteht.
  42. 5 points
    bluesphemy

    Vorstellungsthread

    Moin aus Hamburg, ich bin mittlerweile Mitte/Ende 20 und hab zu Schulzeiten unter anderem paar schöne Trips mit den Pfadfindern nach Schweden gemacht. Dann erstmal lange garnichts mehr mit Outdoor am Hut gehabt. Anfang 2017 hatte ich irgendwie wieder Lust und stand aber ohne Ausrüstung da. So wie ich bin hab ich erstmal intensivste Recherche betrieben und bin glücklicherweise recht schnell auf den r/ultralight Reddit gestoßen. Bin dann direkt ultralight eingestiegen. Das mit MYOG fand ich auch sofort recht interessant. Mein allererstes Projekt war dann ein Pa'lante Simple Pack Klon. Ist auch super geworden, aber oh Mann, man kann es sich zu Beginn auch einfacher machen... Ich habe auch mal ein Tutorial gemacht für Schulterriemen mit integrierten Meshtaschen. Vielleicht hilft das ja jemandem weiter: Schulterriemen Tutorial 2017 bin ich dann meine erste Tour seit Jahren gelaufen. Den West Highland Way in Schottland. 2018 war zeitlich leider nur der Laugavegur und Fimmvörðuháls in Island möglich. 2019 steht Ende Juni die Tour du Mont Blanc an und im September laufe ich noch von Dingwall (Ostküste Schottland) bis nach Strathcarron (Westküste Schottland) in zwei Tagen und direkt danach noch den Skye Trail. Falls ich's zeitlich gebacken bekomme werfe ich irgendwo noch den Westweg in 7 Tagen ein. Mal gucken ob ich die Zeit finde... Der PCT steht recht weit oben auf meiner Liste... Ich liebe dieses Hobby. Also falls sich Leute in Hamburg finden, die sich über Gear und Touren auf ein paar Bier unterhalten wollen, immer gerne! Im Moment bin ich dabei meinen Schlafkomfort zu optimieren. Bin von meiner miserablen NeoAir Xlite (Small) jetzt auf die Exped Synmat HL MW umgestiegen zum Beispiel. Meine MYOG Liste ist lang: DCF Tarp, Dimma DCF Bivy und vieles mehr... Mein Lighterpack für die nächste Tour: Packliste Daniel
  43. 5 points
    snoopy_226k

    Vorstellungsthread

    ...auch mal kurz vorstellen: Ich bin nach von Google hierhergeschickt worden, als ich nach Solarlösungen für USB gesucht habe. Den 10-seitigen Faden habe ich vorwärts und rückwärts gelesen und werde jetzt auch an der Stelle umrüsten... und ein paar viele Gramm einsparen. Ich komme eigentlich eher aus der Fahrrad-Ecke und bin sonst auch im Rad-Forum unterwegs. Wir reisen typischerweise zu zweit, hatten in 2016 die Zeit unseres Lebens, als wir in 7 Monaten vom Nordkap nach Gibraltar auf dem Tandem (Pino Hase) geradelt sind. Ausrüstungserfahrungen haben wir da natürlich jede Menge gesammelt, sehr viel ist davon aber in die Wanderwelt nicht zu übertragen. Jeder eingefleischte Grammjäger in der UL-Wanderecke sollte jetzt stark sein oder weggucken: Unser Kampfgewicht auf dieser Radreise war in der Spitze bei knapp 250kg (28kg Rad, 9kg Anhänger, 70kg Radfahrer1, 60kg Radfahrer2, Gepäck, Futter, Wasser, Kamera, ...). Sogar Klappstühle (Helinox) waren dabei. Jetzt, wo wir gerne längere Wanderstrecken mit Zelt machen wollen müssen wir natürlich umrüsten und hier einige Diskussionsfäden plündern müssen. Ach ja: Wir wohnen im Südwesten der Republik, haben Träume von mehrmonatigen Wanderungen... nächstes Ziel ist, die Zeit für den gesamten Westweg im Schwarzwald diesen Sommer zu finden.
  44. 5 points
    cafeconleche

    PCT 2019

    Noch was: Im Moment machen alle hier gaaanz langsam, weil es sowieso kein Weiterkommen gibt in Kennedy Meadows und die Wueste so angenehm feucht ist. Ausser so ein paar Jungspunde halt...
  45. 5 points
    Tipple

    Rucksack-Verlosung für den LaBu

    Wie geil ist das denn @Schwede!? Da poste ich nen Link zur Aktion, du meldest dich hier extra an und gewinnst mit Ansage. Glückwunsch auch den beiden anderen Gewinnern! Grüße nach Schweden und an alle anderen natürlich auch. Tipple
  46. 5 points
    wilbo

    Kleben von Silnylon

    Gestern sind die 6.6 Silnylon Muster von Extex angekommen und wurden gleich verklebt. Die Klebung mit Elastosil E43 hält erstaunlich gut. Durch normales ziehen ist die Klebenaht nicht zu trennen. Ich musste einige Zeit am Rand "knibbeln" bis ich eine Ecke zu fassen kriegte, die ich aufziehen konnte. Mit einiger Kraft war die Klebung dann zu trennen, wenn auch recht schwer. An den Klebestellen sieht man, dass sich Elastosil auf beiden Seiten gut mit der Silikonbeschichtung verbunden hat. Die Verklebung ist in sich aufgerissen und wurde nicht im Stück abgezogen, wie es bei anderen Beschichtungen oft der Fall ist. (siehe oben) Am Rand sind Gewebeauflösungen sichtbar die vom "knibbeln" am Rand kommen. Beeindruckend waren die Reiß-Tests. Die Muster wurden mit der Schere weit eingeschnitten. Ich konnte den Schnitt so gut wie gar nicht weiter reißen. Die kleinen 5x5 cm Stücke flutschten mir immer wieder aus den Fingern so, dass ich einfach nicht genügend Kraft aufbringen konnte. (Reihe unten) Für den zweiten Test wurde eine spitze Schere in den Stoff gestochen und versucht das Loch durch seitliches Reißen zu vergrößern. Auch hier konnte ich mit meinen Händen nichts ausrichten. Ich brauche größere Stoffmuster! Das 6.6 Silnylon ist neben Kerlon bisher der reißfesteste Zeltstoff, den ich in Händen hatte. Die Festigkeit ist mit DCF, 26 g/qm zu vergleichen. Wie es mit den Dehnungseigenschaften aussieht, werde ich berichten, nachdem das erste Tarp daraus gebaut wurde. VG. -wilbo-
  47. 5 points
    die zwiebel

    Rucksack-Verlosung für den LaBu

    Wuuhuuu!!! Wie @Jörn mir gestern gesagt hat, sind wir schon über den 100 Losen! Da musste ich gleich Mal nachrechnen und tatsächlich sind die 500€ schon geknackt! Der Hammer!!! Zu diesem feierlichen Moment, muss ich ein Bildchen zum Besten geben: Da bin ich gestern nämlich durchgefahren (Die Schreibfehler interessieren doch niemanden )
  48. 5 points
    wilbo

    Leichte Säge

    Möchte man im Winter viel Holz machen, wird das Arbeiten mit kurzen Sägeblättern sehr zeitaufwendig. Länge läuft! Die Länge des Blatts bestimmt auch wie dick mein Holzscheit sein darf damit ich den noch durchsägen kann. Bei den kurzen Blättern bin ich in einem Bereich, den ich immer noch mit treten und hebeln klein kriege. VG. -wilbo-
  49. 5 points
    perregrintuk

    Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung

    Ich bin inzwischen nach 3 Wochen Patagonien zurück und bin absolut zufrieden mit meiner Lösung der kleinen „Lixada“ Zelle und der Miller ML-102 Powerbank/18650 Bank...absolut top. Hatten klassisch durchwachsenes Wetter und ich kam mit 3x 18650 als Puffer mit Kamera (Ricoh GR II; ca. 1x 1450mAH je Tag laden) + Apple iPhone XS je 2.Tag laden gut hin. Durchschnittlicher Ladedtrom der Zelle bei Sonne liegt etwa bei 750mAh was ich ganz gut finde. Sie hing täglich bei Trek hinten am Rucksack. Inkl. Batterie kommen wir auf 166gr Gesamtgewicht, und haben dafür eine Powerbank die mit bis zu 1.4A Strom laden kann und sogar 5 stufig ziemlich exakt den Ladestand anzeigt und absolut „Solartauglich“ (=dumb Charger mit 4056 Chip) Danke ans Forum!!!!
  50. 5 points
    Ultralight82

    Vorstellungsthread

    Hallöchen zusammen, ich bin seit ca. 2 Monaten im Ultralight Trecking unterwegs und habe vorher schon Trekking und Bushcraft betrieben. Ich habe zwecks Ausrüstung Abstimmung den Neandertaler steig Etappenweise gewandert und so mein finales Setup gefunden. Zu mir: ich bin 37 Jahre jung komme aus dem schönen Ruhrgebiet und habe von meinen Eltern den Name Dustin bekommen. Ich bin verheiratet und Vater von 3 Kindern tja soviel dazu... Mein Basis Gewicht beträgt 4071g und ich hoffe das ich hier mit Tips und dem Austausch von anderen Leuten hier mein Wissen und meine Ausrüstung verbessern kann. Soo herzlichen Dank und bis denn mal
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