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Ultraleicht Trekking

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Showing content with the highest reputation since 23.05.2018 in allen Bereichen

  1. 33 points
    Hey, im März (2018) war ich für 2 Wochen im Sarek unterwegs. Eigentlich wollte ich gar keinen Bericht mehr schreiben. Zum einen habe ich schon so vielen Leuten davon erzählt, dass ich langsam müde werde davon zu berichten. Zum anderen habe ich Zweifel, ob das Forum hier eine geeignete Plattform ist, da ich ja gar nicht UL unterwegs war. Am Ende waren es ja rund 12kg base weight, also weit weg von den 8-10kg. (Da spricht auch eine gewisse Resignation, denn ich habe keinen Schimmer, wie ich das base weight noch drücken kann. Selbst wenn ich die Fotoausrüstung, den schweren Kocher und den Kufa-Schlafsack herausrechne, bin ich immer noch 1,5-2kg schwerer als vergleichbare Listen, ohne dass ich erkenne woran es hakt.) Und drittens habe ich das Gefühl, dass diese Tour nicht so viel spannendes zu bieten hat wie die damalige Tour. Da ging es ja auch um viel Selbstzweifel etc., aber diesmal fühlte ich mich gut vorbereitet und routiniert und Winterbilder sind ja irgendwie auch immer gleich. Da jedoch immer noch der ein oder andere nach einem Bericht fragt, habe ich mich entschieden doch noch einen zu machen. Außerdem hatte ich mich ja selbst noch letztes Jahr geärgert, dass zwar einige auch im Winter UL auf längeren Touren praktizieren, aber keinen ausführlichen Bericht oder etwas konkretere Erfahrungen zu dem Thema finden konnte. Eher mehr Spekulationen und weniger Erfahrungen aus erster Hand. @milkmonsta und @Dr. Seltsam haben ja bereits freundlicherweise jeweils einen sehr schön zu lesenden Kurzbericht und ein sehr interessantes Ausrüstungsreview bzw. Feedback zu ihrer Ausrüstung abgegeben (KLICK1(ff), KLICK2(ff)). Und ich glaube, dass ein etwas ausführlicherer Bericht eine nette Ergänzung zu den beiden Berichten ist. Zusätzlich motivierend ist, dass ich dadurch meine Bilder verwerten kann und sie nicht auf der Festplatte ungesehen „verstauben“. Das wiederum amortisiert in gewisser weise das Zusatzgewicht der Kamera Ich werde das Ganze wieder chronologisch aufziehen und am Ende noch einen kleinen Ausrüstungscheck (was hat sich bewährt, was weniger) machen. Prolog Als ich vor zwei Jahren durch die weiten des Gássaláhko und Guhkesvágge des Sareks wanderte, übermannte es mich und träumte davon hier einmal im Winter umherzuspazieren. Zu Hause angekommen begann ich sofort mich mit dem Thema Wintertouren zu beschäftigen. Ich war Feuer und Flamme, traute mir aber solch eine Tour noch nicht alleine zu. Deshalb wollte ich mich einer kommerziellen Tour durch den Sarek anschließen, zögerte aber wegen dem horrenden Preis die Buchung hinaus. Glücklicherweise ergab sich die Möglichkeit mich jemanden Erfahrenen anzuschließen, der noch eine Tourenbegleitung suchte. Nach gemeinsamen Kartenstudium standen am Ende der Sarek und der Lemmenjoki NP in Finnland zur Auswahl. Ich hatte die Ehre die Entscheidung treffen zu dürfen. Der Sarek war sehr verlockend, aber da ich in diesem Winter erst mit dem Skifahren begann, entschied ich mich für Finnland. Ich hatte nämlich ein wenig Bammel, vor den Abfahrten im Sarek (wo ich aber heute sagen kann, dass die Bedenken unbegründet waren) und irgendwie das Gefühl hatte die Tour durch den Sarek lieber allein erleben zu wollen. Die Tour in Finnland war Spitze und ich hatte voll Blut geleckt. Bereits auf der Tour stand für mich fest, dass ich das kommende Jahr den Padjelantaleden laufen werde. Als ich die Tour zu Hause reflektierte und zum Schluss kam, dass sich eine Wintertour kaum von einer Sommertour unterscheidet (außer dass es im Winter natürlich viiiiiiiiiiiiiiiiel schöner ist ), war für mich klar, dass die nächste Tour in den Sarek gehen wird! So sprach ich, so kam es!
  2. 23 points
    Liegt auch schon wieder eine Weile zurück, daher nun endlich mal raus damit, ehe die Erinnerung verblasst. Hätte als Kurztour wohl auch in den Impressionen Thread gepasst, aber falls tatsächlich mla jemand nach China sucht, und es da sonst nicht allzuviel Infos geben dürfte, dachte ich, ich mache lieber einen Thread draus. Ich hatte beruflich in China zu tun - und das Glück, noch etwas rum reisen zu können. Leider hatte ich diesmal im Vorfeld null Zeit, um zu Planen, weshalb ich mich an ein paar Sehenswürdigkeiten entlang getastet habe, anstelle einen längeren Trek zu planen. Wandern in China schüttelt man anscheinend nicht mal eben so aus dem Ärmel. Daher war ich umso froher, als während der allabendlichen on-the-go-Planung im Hotel für die nächsten Tage die Tigersprungschlucht als Mehrtagestour entlang meiner Reiseroute auftauchte. Auf den offiziellen Seiten und bei Touranbietern liest man von vier Tagen. Auf ein paar Travelblogs berichteten einige erstaunte Wanderer, dass sie bereits nach zwei Tagen durch waren, nachdem sie für vier Tage gepackt und eingekauft hatten. Ich stellte mich daher auch auf zwei Tage ein. Der GPS Track war auch im Netz zu finden - im fremdsprachigen Ausland und ohne genauere Beschreibung der Route fühlt es sich damit doch immer etwas sicherer an. Er stellte sich jedoch als völlig als völlig unnötig heraus - sich dort zu verlaufen wäre eine echte Leistung! Am Vortag noch schnell einen möglichst leichten kleineren Rucksack gekauft (die Weihen der Wegwerfkultur, keine 8€ umgerechnet - hat fast zwei Wochen gehalten 0_o) und mit Nahrung und Wasser befüllt. Dann noch schnell gecheckt, welches Hostel Gepäck lagert (Ich war insgesamt einen Monat unterwegs. Zwar auch nur mit Handgepäck, aber schleppen wollte ich das trotzdem nicht.) und dann ging es von Lijiang aus mit dem frühestmöglichen Bus gen Hutiaxiao Scenic Area. Brav den Eintritt für die Parkzone gelöhnt, Gepäck bei Jane's Hostel gelassen und los marschiert. Der Weg zum Trailhead war eher weniger einladend - Müll, Großbaustelle, Industrie Aber dann geht es los - nicht zu verfehlen - upper trail tiger leaping gorge! Das da unter dem Tiger ist übrigens auch schon die - eher einfach gehaltene - Wegführung. So ziemlich jedes Inn hat seine eigene, künstlerisch mehr oder minder wertvolle Skizze des Weges - mit immer eigenen Ausschmückungen und Akzenten. ähnlich muss es in den Anfängen der frühen Kartenerstellungen gewesen sein. Nach einem kurzen Stück seichtem Einstieg windet sich der Trail entsprechend der Zeichnung auch direkt steil und schmal bergauf. Die Sonne steht bereits weit oben, aber mein gut, Ende Februar, so viel Kraft wird sie wohl noch nicht haben und ich hatte die Tage zuvor auch gerne mal mieses Wetter - begrüße die Frühlingssonne daher eher noch, wenn auch der Schweiß schon etwas treibt. Irgendwie hatte mich etwas gestochen - vielleicht auch der Umstand, wenigstens etwas zum Wandern zu kommen. Da macht man keine halben Sachen, also schraube ich mich ordentlich den Berg hinauf. Außerdem hatte ich ja schließlich auch vor, die Route in zwei Tagen zu schaffen. Vorbei ging es an den ersten wohl direkt aus den umliegenden Herbergen gestarteten Touristen. Allesamt eher Format westlicher, bleicher Tourist mit zu großem Rucksack, zumeist gerade mit Selbstzweifeln in einem schattigen Fleckchen kauernd. Der erste kleinere peak ist erreich - oben sitzt - Erstaunen und Freude zugleich - eine alte chinesische Dame und verkauft von dem Anstieg preislich angemessenen Getränken und Eis über - ich musste zwei Mal Fragen - Marijuana - bis hin zu Wanderstöcken so ziemlich alles, was das mit dem Anstieg überforderte Toursitenherz begehrt. Der Ausblick wird besser - und auch die Dörfchen haben ihren Charme - erinnern sie doch immer wieder daran, dass man sich nicht - wie es sich durch das vermeintlich vertraute Bergpanorama immer wieder anfühlt - in Mitteleuropa, sondern Nordwestchina befindet. Für Unterhaltung am Wegesrand ist auch hin und wieder gesorgt - und auch optisch legt der Pfad zu - ich bin rundum angetan und mit leichtem Gepäck ist es eine Freude, durch die Landschaft zu fliegen. 10MB Upload sind voll - ein guter Moment, hier die nächsten Tage weiter zu machen.
  3. 19 points
    Jetzt hätte ich beinahe Erbswurst geliked. Ach was soll’s, selten hast du so kurz etwas so zutreffendes formuliert.
  4. 19 points
    coyote

    Impressionen von Touren

    Mein letzter Ausflug in den Schwarzwald milkyway by Udo St., auf Flickr black forest by Udo St., auf Flickr black forest by Udo St., auf Flickr squirrel by Udo St., auf Flickr squirrel by Udo St., auf Flickr nomnomnom by Udo St., auf Flickr hello by Udo St., auf Flickr black forest by Udo St., auf Flickr Eichhörnchen by Udo St., auf Flickr night by Udo St., auf Flickr
  5. 19 points
    coyote

    Impressionen von Touren

    Mein letzter Ausflug ins Berchtesgadener Land. Hintersee by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr monochrom by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr Am Königssee by Udo St., auf Flickr sunrise by Udo St., auf Flickr Hintersee by Udo St., auf Flickr
  6. 18 points
    Vorbei kommt man auch noch an interessant gestalteten Gräbern, die in alter, wie in neuer Machart eine identische, für mein westliches Auge ungewöhnliche Form verfügen. An einer verlassenen Schule komme ich auch noch vorbei Und dann noch an diesen Öfchen, über die jedes Dörfchen verfügt. Toll, ein gemeinschaftlicher Dorfofen. Und scheinbar auch von der Verwaltung aufgestellt, da alle gleich aussehen. Irgendwann fällt mir dann bei genauerem Hinsehen auf, dass die Luke zum Backen wohl viel zu klein ist - verdammt - das muss die lokale Art der Müllentsorgung sein - aaahhh! Auf jeden Fall unter 5kg Basewight! Alles Consumables! Weiter durch eher karge Landshcaft - die frühe jahreszeit tut ihr Übriges. Aber der Fluss frischt das triste Bild immer mal auf. Ich nähere mich dem Spätnachmittag - und ebenso dem Ende des Trails. Eigentlich hatte ich ja mit zwei Tagen geplant - aber ohne Not am Ende des Trails noch eine Nacht einlegen - zumal dort die Herbergen eher mäßigen Ruf genießen? Mit Glück könnte ich es noch zum letzten Bus nach Shangri-La schaffen. Also noch mal etwas den Temporegler auf Schub gestellt. Mittlerweile geht es wieder bergab, die Sonne färbt die Schlucht immer wärmer. Ich erreiche das Trailende - nach 6 Stunden - so war das nicht gedacht. Nun gut. Am Fluss unten im Tal führt eine Straße zurück zum Ausgangsort. Ich hoffe auf Anhalter, um zurück zu meinem Gepäck und wohlmöglich noch einem Bis nach Shangri-La zu kommen. Allerdings scheinen die Touristen bereits abgefahren zu sein - es vergeht bald eine halbe Stunde ohne ein einziges Auto in die Richtung. Da bleibt natürlich Zeit für letzte Bilder vom Fluss: Um die Chance auf einen Bus noch zu wahren, erkundige ich mich in einer Herberge nach Taxis, von denen ich online gelesen hatte. Angeblich gibt es keine, aber man fährt mich gerne und steckt sich das Taxigeld selbst ein. Was soll's, der Preis ist ok - und immer noch günstiger, als hier zu übernachten. Man ist dort zwar der Meinung, dass nach Shangri La kein Bus mehr fahre, jedoch hatte man mir bei Janes explizit einen späten Bus genannt. Ich beschließe, es zu versuchen - und falls kein Bus mehr fährt lieber bei Janes zu übernachten, was einen soliden Eindruck machte - und zudem näher am Bus für den Morgen. Die Straße zeugt von diversen Steinschlägen aus den Höhen der Schlucht - ich hoffe, nicht taufrisch von mir selbst ausgelöst. Mulmiges Gefühl. Aber schlussendlich komme ich an, greife mein Gepäck, lasse mir noch mal den späten Bus versichern, laufe an den Abzweig, wo er wohl vorbeikommen soll - und warte. ...und warte ...und warte ...und warte So langsam zweifele ich, ob es den Bus vielleicht doch nicht gibt. Irgendwann hält ein recht eues, weißes SUV, aus dem ein älterer Mann in gebrochenem bis nicht vorhandenem Englisch fragt, ob ich nach Shangri-La möchte. Ich halte ihn für einen kommerziellen Fahrer, dass er jedoch nicht einmal auf Englisch einen Preis verhandeln kann ist eher unüblich. Was soll's. Da scheinbar kein Bus mehr fährt, würde ich hier nur Zeit und Geld verschwenden, warum dann als nicht etwas mehr für die Fahrt ausgeben? Ich fahre also mit. Nach kurzer Zeit halten wir zum Tanken auf der Tankstelle. Als ich verständlich mache, dass ich gerne etwas beitragen möchte, ist der mann eher zurückhaltend-überrascht. Da hatte ich nicht mit gerechnet. Er lässt mich auch nur einen Teil der eh schon lächerlichen Tanksumme begleichen. Nach kurzer Fahrt - und nicht wirklich stattfindendem Smaltalk mit Händen, Füßen und Google translate stelle ich fest, dass der Mann alles andere als fahrsicher oder routiniert ist. Die Gas- und Bremsdosierung ist noch etwas unbeholfen, für Fünktionen an der Bedieneinheit sucht der Fahrer noch viel herum. Da dämmert es mit - der gute Mann hat anscheinen gerade ein Auto gekauft - und ist stolz wie Bolle, damit eine Runde zu drehen. Dann noch eine Langnase mitzunehmen scheint das ganze dann zum Happening zu machen. Ich habe Mühe, wach zu bleiben, die Beine machen sich doch in recht schwerer Ausführung bemerkbar. Wir kommen in der Dunkelheit in Shangri-La an, der Mann möchte immer noch kein Geld und freut sich einfach nur seines neuen Wagens. Ich finde mein Hotel, dass ich von unterwegs gebucht habe (ich habe keinen Winkel in China gefunden, in dem nicht allenots 4G angesagt war) ausnahmsweise mal ohne Umwege (Die Adressangaben und Markierungen auf Karten in China sind mit Vorsicht zu geniessen). Dort geht es direkt ab in' s hoteleigene Restaurant, das zum Glück zugleich eines der am Besten bewertetsten in town ist. Einige Spezialitäten spare ich mir dann doch Yay, Yak auf der Karte. als er dann kommt noch mal Yay - denn siehe da, yak schmeckt sogar! Als ich endlich erschöpft auf's Zimmer marschiere und in den Badezimmerspiegel blicke, bekomme ich einen gehörigen Schreck. Wer oder was zum Teufel ist diese Tomate, die mich da ungläubig anstarrt! Fuck! Das ist mal ein Sonnenbrand. Nackencheck: Oha, dagegen ist die Front ja geradezu bleich. Arme - feiiiiner T-Shirtrand! Die nächsten Tage bestehen aus Aloe Aftersun literweise - und mehreren Schälungen, der T-Shirt Rand ist jetzt, fast ein Vierteljahr später noch immer gut erkennbar. Wie konnte das passieren? Die paar Stunden lasche Februarsonne? Tja...was mir bei meiner kurzfristigen Planung eher entgangen war - und was optisch auch während der Anreise nicht unbedingt ersichtlich war - bereits der Eingang der Tigersprungschlucht liegt auf 1800m! nichts mit saft- und kraftloser, Zaghafter Frühlingssonne - 6 Stunden Höhensone vom Feinsten! Shangri-La liegt dan bereits auf 3200m, auch davon war nicht viel zu merken - alles eher hochplateau-artig. Aber gut. Unterm Strich: War eine nette Tour, wenn auch nicht unbedingt die Wucht in Tüten. Man liest online von einem DER bucket list trails, so weit würde ich auf keinen Fall gehen. Weder optisch, noch von der Wegführung her ein Goldstück, aber solide Unterhaltung für ein paar Stunden. Von daher - When in China - Kurztour durch die Tigersprungschlucht!
  7. 13 points
    2. Etappe: Bevor ich sterbe Brrr, die erste Nacht im VBL-Sack war schrecklich. Ich weiß nicht, ob es an den nassen Klamotten liegt, zumindest fröstelt es mich ein wenig. Und das dümmste ist, dass ich die Schlafsocken mit im VBL-Sack drinnen hatte. Die sind jetzt natürlich klitschnass. Bäh! Die feuchte Kleidung macht mir das Aufstehen schwer. Erst als die Sonne das Zelt aufheizt, stehe ich auf. (Hier sieht man schön, dass es noch nicht perfekt steht.) Ich folge weiter den Skispuren durch den Wald, was stellenweise ziemlich mühselig ist. Irgendwann biegen die Spuren scharf nach rechts ab und scheinen wieder zur Tarrekaisestugan zurückzuführen. Ich vermute unten am Fluss Scotterspuren und beschließe somit Richtung Fluss zu gehen. Auf dem Weg dahin stoße ich auf Scooterspuren, die wieder in den Wald Richtung Sommerwanderweg führen. Ich zögere, aber folge schließlich doch den Scooterspuren, was sich schnell als einen Fehler herausstellt. Sie scheinen den Hang hinauf zu führen. Ich verlasse die Spur und schlage mich mühselig durch teils sehr tiefen Schnee, bis ich zur Scooterstrecke stoße. (So sieht der "Weg" schon seit einiger Zeit aus ...) (Ich nähere mich der Scooterspur, endlich!) *Grummel * Ich mache heute schon wieder viel zu viele Bilder. Hach, ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie mag ich den Padjelantaleden. Schon als ich das Ministück auf meiner letzten Sarektour lief, war ich hin und weg *seufz * Bevor ich sterbe, werde ich irgendwann mal den Padjelantaleden laufen. Vielleicht als letzte Tour meines Lebens, mit 100 oder so Außer der Weg ist dann so hip und überlaufen wie der Kungsleden. An der Sammarlappastugan mache ich einen kurzen Stopp und halte einen kleinen Plausch mit dem Hüttenwart. Er erzählt mir, dass bisher nur wenige Skifahrer unterwegs sind und der letzte Richtung Sarek kam 2 Tage zuvor vorbei. Ein Deutscher mit zwei Hunden. Sein Hütte scheint voll belegt zu sein, aber nur mit Scooterfahrern. Ich trinke einen Schlug und eile weiter. Am späten Nachmittag beginnt es etwas zu schneien: Ist aber nur von kurzer Dauer: An der Grenze des Padjelanta NPs baue ich der bequemlichkeithalber das Zelt auf dem Scooterweg auf. Ja ja, ich weiß, soll man nicht machen. Es war aber eine gut sichtbare Stelle und eine Umfahrungsmöglichkeit gab es auch. Außerdem ist es ja verboten im NP zu fahren Als ich mich in den Schlafsack kuscheln möchte, verziehen sich die Wolken. Ich lasse noch die Klamotten an, falls es später noch Nordlicher geben sollte. Als ich bei der nächtlichen Pinkelpause keine sehe, schlüpfe ich in den VBL.
  8. 13 points
    P4uL0

    Impressionen von Touren

    Und Pfälzer Wald
  9. 12 points
    zeank

    Impressionen von Touren

    Wie ankündigt war ich die letzte Woche auf dem Bergslagsleden unterwegs. Im Großen und Ganzen war es wunder-wunderschön. Ich hatte aber das große "Glück" ausgerechnet in eine sehr untypische Hitzewelle zu geraten, mit Temperaturen wie sie hier in Schweden selbst im Hochsommer kaum herrschen. Gleichzeitig rief das Horden von Stechmücken und "knottar" auf den Plan. Men man vänjer sig. Ich bin an einem Samstag Morgen mit dem Zug in Stockholm los und war so gegen mittags in Kopparberg. Von dort aus sind es nochmal ca 25km bis Kloten, der eigentliche Startpunkt des Bergslagsleden. Es wird empfohlen ein Taxi zu nehmen, welches für einen Pauschalpreis von ca 50€ zu haben wäre. Das war mir aber zu teuer und hab es daher mal mit trampen probiert. Und was soll ich sagen, es hat auf Anhieb geklappt. Nach weniger als 10 Minuten warten nahm mich ein freundlicher Herr in seinem Transporter mit und erzählte mir ein bisschen was über die Gegend und die Leute dort. Der Weg selbst ist - wie eigentlich alle anderen schwedischen Wanderwege, die ich kenne - unglaublich gut ausgeschildert und markiert. Mindestens alle 15 km gibt es eine Schutzhütte, eine besser und schöner als die andere. Von daher war von Anfang an mein Plan, diese zum Übernachten zu nutzen und mir das Zelt/Tarp-Aufbauen zu sparen. Zum Glück hatte mein Bugbivy dabei, ohne wäre es kaum auszuhalten gewesen. Und wie es der Zufall will, seht wen ich getroffen habe! @German Tourist hatte sich im Vorfeld schon bei mir gemeldet und durch puren Zufall war sie halt gerade auf derselben Höhe unterwegs wie ich und so haben wir uns fix zu einem gemeinsam Mittagsplausch verabredet. Sehr sehr lustig, erheiternd und nett! Abgesehen von Christine sind mir aber kaum Leute begegnet. Insgesamt sind mir sieben andere Wanderer begegnet. Drei wie Christine auf dem Weg zum Nordkapp, ein weiterer Deutscher, der "nur" den Bergslagsleden lief (aber in anderer Richtung) und zwei Tageswanderer. In meiner Richtung war zu der Zeit scheinbar gar niemand sonst unterwegs. Viel "Freude" hat ich noch mit meiner Abreise. Auf der Homepage heisst es lapidar, am Ziel Stenkällegården gäbe es eine Busverbindung. Mit dieser Information habe ich erstmal nichts weiter unternommen und wollte die Dinge auf mich zukommen lassen. Bis ich dann mal eine tatsächliche Verbindung raussuchen wollte und feststellen musste, dass dieser Bus nur am Wochenende und mittwochs verkehrt. Und zwar jeweils nur einmal am Tag pro Richtung. Konkret bedeutete das für mich entweder ein paar Tage warten oder eine extrem flotte Hufe hinzulegen. Ich entschied mich für letzteres. Mit der Konsequenz, dass mir immer noch die Füße weh tun. Ausserdem hatte ich mich einfach darauf verlassen, dann in der nächstgrößeren Stadt einfach einen Zug Richtung Stockholm zu bekommen. Leider war es schon spät abends und der einzige Zug war ein Schnellzug und der war ausgebucht. Für Schnellzüge in Schweden braucht es scheinbar verbindlich einen Sitzplatz. Und so durfte ich die Nacht in einem an die Stadt Skövde grenzenden Waldstückchen verbringen. Apropos Skövde, schrecklichster McDonald's ever.
  10. 11 points
    Auch die Verpflegung ist eine wahre Freude. Während man schon ganz gerne mal daneben greift, wenn beim besten Willen nicht zu dechiffrieren ist, so erlebt man auch immer mal positive Überraschungen. In diesem Fall wusste ich, was ich da eingepackt habe - Chili-Szechuan Peanuts - FIRE! Stehe ja auf diesen Taubheitseffekt von Szechuan. Ich bin beim Laufen eigentlich permanent dabei, mir irgendwas zu futtern einzuwerfen, Erdnüsse sind da perfektes Mood-Food - Funky Erdnüsse erst recht. Den bei der prallen Sonne eh schon recht amtlichen Schweißbildung sicherlich nicht abträglich, aber was soll der Geiz. Habe ich hierzulande leider noch nicht entdeckt, muss ich noch mal gründlicher die größeren Asia-Supermärkte durchkämmen. Die Pot verkaufende alte Dame hatte mir noch verraten, dass vor mir erst 6? oder waren es 9? (da klafft die Erinnerung schon) andere Wanderer vorbeigekommen sind - da war der Jagdinstinkt natürlich geweckt, die allesamt noch einzusammeln auf der Strecke. Vorbei geht es an weiteren gefälligen Dörfchen Der Fluss ist dabei immer mal wieder weit unten in der Tiefe der Schlucht zu sehen - immer jedoch zu hören. Das gewaltige Rauschen, auch noch in der großen Ferne lässt erahnen, was für eine Naturgewalt sich dort durch die Schlucht arbeitet. Der Ort des Tigersprungs, mit dem sich der Erzählung nach ein Tiger vor Jägern in Sicherheit brachte. Ja, das sind Reisebusse dort unten - ja, der Kiesel da im Wasser ist wohl etwas größer - nein, so weit springen Tiger wohl nicht. Inzwischen habe ich die vor mir gestarteten Wanderer überholt, der Ehrgeiz nimmt etwas ab, es stellt sich eine entspanntere Gangart auf den Nachmittag ein. Zumal ich begreife, dass ich bereits weit über die Hälfte der Strecke hinter mich gebracht habe. Wenn nun also nicht auf ein Mal der Weg zu einem t6 wird, wird das wohl eher eine Tageswanderung - von vier Tagen keine Spur, zwei Tage nur mit sehr ausgedehnten Pausen - oder eben Tonnen an Gepäck und Tippelschritten. Ich komme an einem weiteren Inn vorbei, dessen Name mich auf unerklärliche Weise für sich einnimmt - und da ich eh Wasser auffüllen könnte, stoppe ich kurz auf einen kühlen Schluck. Auch dort scheint man es eher nicht gewohnt zu sein, dass Wanderer, die am Einstieg den Tag begonnen haben, um diese Zeit bei ihnen vorstellig werden, es wird mehrmals nachgefragt, um Missverständnisse auszuschließen. Die Landschaft wird etwas karger, aber auch nicht unbedingt uninteressant. Weiter durchbrochen vom alles dominierenden Fluss in der Tiefe. Und schon wieder 10MB voll...
  11. 11 points
    1. Etappe: Immer der Nase nach Es ist Samstag Morgen, der 10.03., und die Sonne lacht bei strahlend blauem Himmel. Ich springe kurz unter die Dusche und eile anschließend zum Frühstück. Ich schiebe mir hastig ein paar Portionen Porridge rein und kippe die letzten Becher Kaffee für die nächsten 14 Tage runter. Dabei ist der Blick stets aus dem Fenster auf die Berge gerichtet und ich bilde mir ein, dass sie wiederholend meinen Namen rufen: „Mathias! Mathias! Mathias! ...“ Als ich aufbrechen möchte, treffe ich noch einmal die beiden Belgier an, lasse ein Foto von mir machen und wünsche ihnen gutes Gelingen. Das Thermometer an der Fjellstation zeigt -17°C an, aber in der Sonne ist es unerträglich heiß, so dass ich mir nach wenigen Metern schon die Jacke und alle Lüftungsöffnungen aufreißen muss. Ich gehe hinunter zum Padjelantaleden, welcher leicht zu finden und zu folgen ist: einfach den Scooterspuren nach! Auch im Folgenden ist der Padjelantaleden nicht zu verfehlen. Den könnte man sogar blind folgen, man muss einfach immer nur dem 2-Taktergestank der Scooter folgen. Der Gestank verflüchtet sich durch die kalte Luft nur spärlich und liegt noch Minuten nach den Scootern in der Nase. Ich war ja mental schon drauf eingestellt, aber mit der Zeit nerven die Scooterkolonnen. Es sind immer mindestens zwei, aber durchaus auch mal 6, 8 , 10 und mehr. Man kann nicht mal in Ruhe fotografieren! (Renne hier gerade genervt zur Kamera zurück, da sie mitten auf dem Weg steht.) Der Padjelantaleden ist wunderschön und ich mache aller paar Meter Fotostopps. Am Nachmittag zieht es ein wenig zu und es sieht nach Schnee aus. Leider kommen jetzt zu meinem Ärger die Horden von Scooter wieder zurück. Ich nehme einen Ski ab und schlage den letzten einer großen Gruppe mit aller Kraft vom Scooter, so dass es den Ski zerbricht. - NEEEIIIIN, natürlich nicht! Den Ski hat es nicht zerbrochen! Oki, habe auch keinen Scooterfahrer von seinem Ross gestoßen. Aber sie gingen mir am Ende des Tages gewaltig auf den Sack und in die Nase! Zum Abend hin klart es wieder auf. (Verdammt! Wieso hat mit denn keiner gesagt, dass es offenes und fließendes Gewässer gibt?! Dann hätte ich doch die ND-Filter mitgenommen ) An der Tarrekaisestugan folge ich Skispuren (vermutlich auf dem Sommerwanderweg) in ein Waldstück und schlage nach wenigen Kilometern (1-2km) mein Nachtlager auf. Wegen dem Pulverschnee muss ich eine Plattform festtreten, was tierisch anstrengend und zeitraubend ist. Bis ich im Schlafsack liege vergehen 2h. Das Aufstellen des Zelts ging ganz gut, bin aber noch nicht zufrieden. Das Aufschippen von Schnee an die Zeltränder führt dazu, dass die Seiten eingedrückt werden, das Zelt dadurch labbrig wird und der Innenraum deutlich kleiner. Für morgen habe ich schon eine Idee, wie es ich besser machen könnte. Bevor ich mich Schlafen lege ziehe ich mir noch einen Eiweißdrink rein. Geht erstaunlich super. Im Großen und Ganzen ein gelungener Tag und ich schlafe zufrieden ein.
  12. 11 points
    P4uL0

    Impressionen von Touren

    Noch nachträglich Bilder aus dem Bayerischen Wald von vor 2 Wochen.
  13. 10 points
    basti78

    SUL Cuben Rucksack

    Für kurze Touren mit SUL Gear fehlt mir noch ein passender Rucksack. Bisher kommt mein Laufbursche Packsack zum Einsatz. Die größe ist perfekt, ich mag nur den Reisverschluss nicht besonders. Und für solch leichten Touren ist er eigentlich auch zu schwer und macht ca 15% des BW aus. Da ich noch graues Cuben hier liegen habe, wird es ein (hoffentlich sehr) leichter Cuben Rucksack. Die Abmessungen werden quasi dem des Packsacks entsprechen mit BxHxT 25x50x15cm. Ich werde ein Rolltop verwenden und eine Netztasche an der Vorderseite. Den Boden mache ich aus grünem DXG, genau wie eine verstärkung für das Rolltop und den Tunnelzug der Netztasche. Gestern habe ich angefangen ein paar Teile zuzuschneiden: Ich bin dann nur noch dazu gekommen das Netz mit dem DXG Tunnel zu versehen: Ich muss noch auf eine extremtextil Bestellung warten bis ich mich an die Schultergurte machen kann. Mal schauen ob ich bis dahin schon das Netz an das Cubenvorderteil nähen kann ... Ich halte euch auf dem laufenden ... Zielgewicht ist übrigens unter 100g ... Ich hoffe das haut hin!
  14. 10 points
    Die Idee halte ich für vollkommen unsinnig.
  15. 10 points
    Vorbereitung Die ganze Vorbereitung der Tour, mit allem drum und dran, findet ihr im Vorbereitungsthread. Der vollständigkeithalber hier noch einmal der Link zur Packliste: https://lighterpack.com/r/3udxtl, nach welcher das Startgewicht des Rucksacks um die, die Zartbesaiteten lieber bitte setzen, 22,5kg betrug. Die Kleidung am Körper (da fehlt noch der base layer): Die Ausrüstung im Rucksack (die ein oder andere Kleinigkeit fehlt, glaube ich. Wie z.B. Kamera und Stativ, das brauchte ich ja zum Fotografieren :) ): Verpflegung für 14 Tage: Insgesamt standen mir 14 Tage reine Laufzeit zur Verfügung und, wie schon im Vorbereitungsthread angekündigt, wollte ich mir diesmal keinen Stress machen und einfach unterwegs entscheiden wo ich lang gehe. Ich erarbeitete mir diverse Optionen, hatte aber trotzdem eine favorisierte Route im Kopf Der Startpunkt sollte Kvikkjokk sein und der Einstieg über den Padjelantaleden.
  16. 10 points
    Dr. Seltsam

    Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?

    Das Ergebnis der Beratung im Ultraleicht-Forum ist also jetzt, drei Kocher auf eine zehntägige Sommertour mitzunehmen?
  17. 9 points
    Anreise Es ist am Abend des 7.3. und ich begebe mich auf den Weg von Berlin nach Rostock, um da mit der Fähre nach Gedser überzusetzen, weiter nach Kopenhagen und dann nach Stockholm. Von da aus nehme ich den Nachtzug nach Murjek. Leider hatte die DB-Servicefrau alle meine Wünsche ignoriert und immer genau das reserviert, was ich nicht wollte (Das nächste Mal muss ich unbedingt die Karten schon am Schalter penibel prüfen). Wie z.B. waren alle Sitzplätze am Fenster, wo ich ausdrücklich sagte, dass ich im Gang sitzen möchte. So landete ich auch im Gemischtabteil mit einem Bett unten. Ich wollte eigentlich Männerabteil mit Bett oben Gemischtabteile sind ja häufig von jungen Gruppen belegt, die auf Party aus sind. Und bei meinem Glück gesellen sich in der Tat fünf junge Leute hinzu, die auf dem Weg zu einem Betriebsausflug sind. Sie gestehen mir auch gleich nach der förmlichen Vorstellung, dass sie vor haben nicht zu schlafen und bis zur Ankunft Party machen zu wollen Ich nehme es gelassen und hoffe, dass ich durch die letzte schlaflose Nacht einfach wegnicke. Ich verziehe mich recht früh nach oben auf ein Bett (sie brauchten es ja nicht ) und sie bemühen sich mehr oder weniger nicht zu laut zu sein. Die Ohrstöpsel machen es erträglich und wie gehofft, nicke ich ziemlich bald weg. Als ich am Morgen aufwache, liegen sie doch alle im Bett … Der Nachtzug hat wieder einmal Verspätung, diesmal ca. 1h und ich verpasse damit den Anschlussbus nach Jokkmokk um 5min. Im warmen Wartehäuschen überbrücke ich die Zeit beim Karten spielen mit zwei Belgiern. Oh Mann, ich habe selten so planlose Typen getroffen, zumindest was die Reiseplanung angeht. Ihr Plan ist von Kvikkjokk nach Saltoluokta zugehen und dann von Kvikkjokk aus mit dem Bus wieder zurück zu fahren. Soweit so gut. Okay, bis auf das mit der Rückfahrt von Kvikkjokk, aber das ist schon mal ein guter Spiegel ihrer „Reiseplanung“. Ansonsten hatten sie nichts weiter geplant, rein gar NIX! Sie haben zwar eine Karte, aber wohl noch nie richtig drauf geschaut oder sich über den Kungsleden informiert. Sie wissen noch, dass es ungefähr 80km sind und sie haben 8 Tage zur Verfügung, planen also mit 6 Tagen je 15km + 2 Tage Puffer. Soweit so gut, aber sie gehen einfach davon aus, dass aller 15km eine Hütte ist … Da frage ich sie, was sie denn tun würden, wenn sie von einem Schneesturm überrascht werden und es nicht mehr zur Hütte schaffen. Puh, die Antwort macht mich etwas sprachlos. Ich möchte ihnen am liebsten den Rat geben wieder nach Hause zu fahren. Sie antworten freudig, „… Wir haben uns einige Videos angeschaut, die zeigen wie man ein Iglo baut. Zuerst häuft man den Schnee zu einem Berg an, verfestigt ihn mit den Ski und gräbt ein Loch rein ...“ Ich blicke kurz zu ihren Rucksäcken und frage: „Ohne Schaufel?“ Sie: „Ja klar, mit den Händen ...“ Ich gehe nicht weiter drauf ein und hoffe nur, dass sie nicht in solch eine Situation kommen. Falls sie mal draußen schlafen müssen, haben sie eine Alu-Matte für Autoscheiben dabei. Na ja, irgendwie wohl besser als nix. Und die ganze Zeit löchern sie mich mit Fragen zum Thema Wintertrekking wie man XY macht. Ich frage sie, wie sie denn auf die Idee gekommen sind, als allererste Outdoorerfahrung in ihrem Leben eine Wintertour machen zu wollen. Sie antworten, dass sie unbedingt Nordlichter sehen möchten. Bis dahin ist die Stimmung locker und heiter, aber als sie plötzlich aus dem nichts heraus meinen, dass mein Rucksack ja sehr schwer aussieht und nach einer kurzen Hebeprobe dies nochmals bestätigten und sich dann darüber amüsieren – Huuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu, das beleidigt mich beinahe – und DAS passiert nur äußert selten, dass ich Dinge persönlich nehme Ich muss mich ganz schön beherrschen, zumal sie kein Zelt haben, keine Schaufel, keine Isomatte, aber 3 Kartenspiele jeweils in der großen Originalverpackung und sind nur 8 Tage, also knapp die halbe Zeit, unterwegs. Sie haben angeblich nur 17,5kg, aber da ist sicherlich kein Wasser eingerechnet und der riesige Skisack und ihre Turnschuhe ebenfalls nicht. Pah!!!! Und das von solchen Grünhörnern!!! Dafür verrate ich ihnen nicht, dass das mit der Trinkblase und dem Trinkschlauch wahrscheinlich nicht funktionieren wird *schelmisch schmunzelnd* Sie sollen ja auch ihre eigenen Erfahrungen machen. Die Stunde Wartezeit vergeht dank den beiden Belgiern wie im Fluge. In Jokkmokk überbrücke ich einen Teil der 4h Wartezeit im Sámi Museum. Es wurde mir ja schon mehrfach empfohlen, aber ehrlich gesagt bin ich ziemlich enttäuscht. Es ist okay, aber ich finde das Sámi Museum in Hetta/Enkoknitio (Finnland) viel besser. In dem in Jokkmokk gibt es viel zu sehen (also viele Ausstellungstücke), aber man erfährt nur sehr wenig über die Samen. In Hetta hingegen gibt es sehr viele Texttafeln, was zwar etwas ermüdend sein kann, aber anderseits auch hoch interessant, da man sehr viel über das Leben der Samen erfährt (das Leben ganz früher, früher, der Einfluss der Geschichte (Stichworte Russland, EU) und später der Technologisierung, heute). Auch ganz viele Hintergrundinformationen. Was mir in Jokkmokk sehr gut gefällt ist, dass einem noch einmal sehr gut klar gemacht wird, dass der Sarek nicht die letzte Wildnis Europas ist, sondern seit Jahrtausenden kultiviertes Nutzland (hauptsächlich der Samen) ist. Auf dem Weg zurück zur Busstation treffe ich die Belgier wieder. Sie waren unter anderem in der Touristeninfo, um sich über den Kungsleden zu informieren. Die Leute da haben erfahrungsgemäß wenig Ahnung (zumindest von solchen Aktivitäten), aber immerhin wurde den beiden da verdeutlicht, dass nicht aller 15km eine Fjellstation steht. Sie wirken anfangs etwas geknickt und verunsichert, aber letztlich doch entschlossen es durchzuziehen. Als wir in Kvikkjokk ankommen, ist das Wetter grau und etwas ungemütlich. Zudem finde ich es in den Bussen auch immer etwas unangenehm kühl. So bin ich froh, dass ich wieder ein Zimmer in der Fjellstation reserviert hatte. Auf meinem Zimmer präpariere ich schon den Rucksack und die Ausrüstung für morgen. Dabei muss ich feststellen, dass es keine gute Idee war, die Nusschipsfettpampenriegel (NCFPR) während der Hinreise nach ganz unten zu packen. Durch die warmen Züge wurde es flüssig und es drückte durch das Gewicht der Sachen, die oben drauf lagen, ein wenig NCFP aus der Folie raus, so dass alle NCFPR von außen etwas fettig sind. Ich genieße mein letztes Bier und lege mich hin. Die Augen sind keine 10s geschlossen, als plötzlich nebenan zwei Schweden (Scooterfahrer) in ihr Zimmer poltern und sich lautstark unterhalten. Pfffff, es ist schon nach 10, will jetzt aber auch nicht so Deutsch sein und rüber gehen oder gegen die Wand hauen. Ich beschließe noch ein Weilchen zu warten und sie zur Ruhe kommen zu lassen. Zum Glück ist dann gegen 11 Uhr Ruhe und ich schlafe ungestört durch. Ach ja, den ersten Ausrüstungsverlust gab es schon am 1. Tag der Anreise. In Gedser hing im Bus die Isomatte irgendwie am Sitz fest. Als ich den Rucksack aufsetzen wollte, riss ein Gummiband zur Isomattenbefestigung ab. Ich ersetze es mit einer Abspannleine für das Zelt.
  18. 9 points
    tib

    very quick and very dirty project...

    Hallo zusammen, gleich noch ein schnelles Projekt von mir. Nachdem ich gelesen habe, wie sich hier gegenseitig bis zur Unterhose beraten wird, dachte ich mir: das geht noch leichter und Myog... Also ran ans Werk: Mit den Schnüren ist es einfach one-fits-all und gleichzeitig modular, sodass es einfach zu reparieren ist. Bei höherem Komfortbedarf kann man auch dickere und weichere Schnüre nehmen. Und das Gewicht spricht natürlich auch für sich: Ich bin über eure Multiuse-Vorschläge gespannt. Neben einem reinen Kleidungsstück geht es natürlich auch als Bärenfänger oder als Haarnetz beim Nacktkochen. Der erste der sich bereiterklärt ein Review zu schreiben, kriegt es geschenkt. Bei Zusage für Fotos (in welcher Nutzung auch immer) übernehme ich gern den Versand Und da hier immer mal wieder nach Bestellbarkeit gefragt wird: ab morgen kann ich in Serienproduktion gehen! Viel Spaß outdoors...
  19. 9 points
    gregoreasy

    Impressionen von Touren

    Hier noch ein paar Eindrücke von meiner Wanderung auf dem Korfu Trail anfang April. So sah der Weg häufig aus: Düne beim Korission See, oben kurz vor Sonnenuntergang, unten kurz vor Sonnenaufgang (sehr zu empfehlen um die Tageszeiten): Eine der besten Aussichten, die ich je an einem Schlafplatz hatte (Mitte: Kerkyra/Flughafen, links: Pantokrator): Ein schöner Strand für eine ausgedehnte Mittagspause: Und auch hier ließ es sich sehr gut nächtigen: Nebelwald am nächsten Morgen: Altes kommunistisches Parteibüro, inkl. seit Jahrzehnten unberührter Innenausstattung:
  20. 9 points
    Barbarix

    Reisebericht Annapurna-Runde Nov. 2017

    Birethanti – Nayapul – Kathmandu Do 16.11.17 Wir haben in aller Ruhe gefrühstückt und sind danach noch ein wenig Souvenirs einkaufen gegangen. Danach geht es das kurze Stück zu Fuß nach Nayapul, wo auch gleich Santos, unserer Fahrer eintrifft. Wir benötigen 9h nach Kathmandu, wobei wir für die letzten 5km mind. 1h brauchen. Kompletter Verkehrskollaps! So etwas wie diesen Moloch Kathmandu habe ich noch nicht erlebt. In der Millionenstadt gibt es so gut wie keine geteerten Straßen, sondern nur staubige Schotterpisten. Kein Wunder, dass die halbe Stadt dauernd hustet. Na ja irgendwann um 18:00 kommen wir im Blue Horizon an und bekommen wieder ein ordentliches Zimmer. Danach geht es zum Abendessen (sehr ausgiebig)! Kathmandu Fr 17.11.17 Nachdem wir gemütlich ausschlafen essen wir Kuchen zum Frühstück. Das Java Café kann ich echt empfehlen – leckerer Kuchen, toller Kaffee insgesamt so ein nepalesischer Starbucksverschnitt. Heute ist Sight Seeing angesagt und wir werfen uns ins Gewühl. Auf dem Weg zum Durbar Square sehen wir viele Läden, staubige Straßen und erleben ein lebendiges Gewusel. Die Tempel am Durbar Square sind von dem Erdbeben 2015 leider fast alle stark beschädigt. Da bezahlen wir gerne das Eintrittsgeld, das für den Wiederaufbau verwendet wird. Wir haben Glück und können sogar einen Blick auf Kumari werfen. Ein Kind, das die Reinkarnation des Gottes Taleju ist und nicht fotografiert werden darf. Zum Mittagessen suchen wir uns einen ruhigen Innenhof um dem Gedränge und Gehupe zu entfliehen. Souvenir-Shopping, ein Café Latte im Java und ein reichliches Abendessen runden den Tag ab Kathmandu, Sonne pur und klare Luft! Sa 18.11.17 Heute ist es gar nicht staubig! Wahrscheinlich, weil weniger Autos unterwegs sind. Den Tag beginnen wir mit einem Kaffee im Java und bestellen dann im Hotel ein Frühstück, das wir im schönen Hotelgarten essen. Frisch gestärkt geht es wieder auf Shopping Tour. Wir besuchen noch den Kaiserlichen Palast mit dem schön renovierten Garten und schauen immer mal zwischendurch im Java vorbei. Wir kaufen noch etwas Proviant für den Rückflug ein und um 22:30 startet unser Rückflug über Dubai nach Hamburg. In Dubai machen wir es uns einige Stunden auf unseren Iso-Matten bequem und dösen ein wenig. Am Sonntag um 12:55 landen wir pünktlich in Hamburg. Einige Anmerkungen zur Annapurna-Runde: Das Essen ist fast ausnahmslos sehr lecker und immer frisch! Zimmerpreise zwischen 2€ und 6€ für ein Doppelzimmer pro Nacht, wenn man auch in der Herberge isst. Safe Drinking Water Stations nutzen oder das Wasser selbst behandeln. Touristen verursachen mit den unzähligen Plastikflaschen ein Müllproblem. Auf den Toiletten (Stehklos) gibt es in der Regel kein Papier Oft gibt es keine warme Dusche, also jede Gelegenheit nutzen! Viel trinken gegen die Höhenkrankheit! Permit in Kathmandu nicht vergessen, man wird auf dem Trail an den Checkpoints kontrolliert.
  21. 8 points
    tib

    Lavvu

    Hallo, nach langer und harter Arbeit möchte ich euch mein neustes (Meister-)Stück vorstellen. Die Planung begann schon vor über einem Jahr. Zuerst sollte es ja ein Einbogen a la TT Scarp 2 werden, aber ich bin dann wegen dem Fläche-Höhe-Gewichtsverhältnis doch zum Lavvu umgestiegen. Als Stoff habe ich für das Außenzelt das 55g Silnylon verwendet. Das habe ich zuerst mit Elastosil mit 1cm Überlappung geklebt und dann als Kappnaht zusammengenäht. Ich muss sagen, dass das vorkleben Gold wert war! Nichts desto trotz bleibt es unter der Maschine eine rutschige Angelegenheit. Die Kappnähte sind zumindest zum Großteil annähernd parallel geworden. Einen großes Dankeschön an @HAL23562 für seine gute Dokumentation des Hexhex, der Kappnähte und des Catcuts. Das hat mir doch an vielen Stellen das Leben leichter gemacht. Wieso es dort auf der Rückseite solch eine blöde Falte zieht, war mir vorhin beim Aufbau unerklärlich... Es steht jedenfalls gut, zieht keine größeren Falten und wurde bereits zu Ostern in Frankreich getestet. So sah es dann den einen Morgen ohne nachspannen aus (jaja, beim Trampen im Gewerbegebiet gestrandet): Für die Spitze habe ich ganz nach Hal einen Kreis oben eingesetzt. Nur dummerweise habe ich beim Zuschnitt nicht ganz aufgepasst und den von ihm vorgeschlagenen Durchmesser als Radius genommen. Das hat ja anscheinend auch funktioniert. Das einzige Problem das ich damit habe ist, dass die Aufstellstange oben auf diesem Kreis wandert und tendenziell immer auf die Naht rutscht. Da muss ich mal noch nacharbeiten. Vielleicht nähe ich da in die Mitte einen kleinen Schlauch aus Zeltboden, der das verrutschen hoffentlich verhindert. Denkt ihr das funktioniert? Ansonten bin ich über Vorschläge dankbar! Bei der RV-Abdeckung habe ich mich an Innovationen probiert und statt Klettverschluss anzunähen kleine Täschchen mit Magneten (die von den Gizeh-Papers – zum Glück gibts Freunde, die bei jeder Gelegenheit sowas sammeln) integriert. In der Abdeckung sind diese einfach eingenäht und an der Tür habe ich von innen kleinen Täschchen angeklebt, in die ich vorher den Magneten eingenäht hatte. Das hält zumindest bei 4 von 5 Stellen gut, wobei ich diese bei den meisten Magneten immer durch gegendrücken schließen muss. Von allein funktioniert es bei dem ersten und letzten Magneten. Die Hutze habe ich recht großzügig geplant. Dabei hat mir @Andreas K.s Hutzenschnitt die Daten geliefert. Als Verstärkung kommt hier recht steifes Miederband zum Einsatz. Damit bin ich soweit sehr zufrieden. Das Loch für den Verschluss der Hutze ist schon drin. Jetzt brauche ich mal noch einen passend kleinen Tanka dafür. Die Ecken sind natürlich gedoppelt. Die Linelocs sind an 10mm Gurtband mit Reflektor-Aufdruck festgemacht. Reflektoraufdruck hat auch die Schlaufe für Sturmabspannungen/Lifter neben den Türen. Die restlichen sind ohne Reflektions-Zeugs. Zur RV-Zugentlastung habe ich einen kleinen Karabinerhaken aus Alu genommen. Ob ich da zur besseren Bedienung den Karabinerverschluss abschneide muss ich mal noch gucken. Das ist im Moment noch etwas fummelig. Das Innenzelt habe ich dann nach einiger Pause relativ schnell zusammengenäht. Irgendwie wollte ich mal fertig werden und die Wohnung von all dem rumliegenden Zeugs befreien. Und außerdem wusste ich, dass das schwierige und exakt zu arbeitende Außenzelt ja was geworden ist. Zum Einsatz kam der 26g 2. Wahl IZ-Stoff, das 25g-Moskitonetz und der 90g Zeltboden. Der IZ-Stoff ist nicht so schlimm zu verarbeiten, wie ich erwartet hatte. Man sollte es nur nicht zu oft nach dem Zuschnitt von einer Seite des Zimmers in die andere umverteilen, weil es dann doch sehr schnell anfängt wie ein Strohstern auszusehen. Von der Verarbeitung war das Moskitonetz jedoch angenehmer. Das ließ sich gut legen um dann damit eine „gerollte Kappnaht“ zu machen. Da das IZ 2/3 der Fläche bedecken soll, muss die Aufstellstange ja in das IZ. Das stellte mich vor die Frage, wie hoch ich denn nun genau aufbauen können will. Bisher hatte ich immer bei 155-160 geplant. Ich entschied mich, für gute Belüftung es etwas größer zu planen. Das stellte sich dann beim ersten Aufbau des IZ als große Entttäuschung raus, weil eigentlich alles nur hing... Mittlerweile habe ich mit elastischen Bändern an den Ecken ein wenig Zug erzeugt und es steht etwas besser. Mal sehen ob ich da noch nachjustieren muss. Hier auf dem Bild ist es auch gerade vom Windchen etwas aufgeplustert. Die IZ-AZ-Kombi wird in nächster Zeit mal getestet. Da bin ich mal gespannt. lang genug ist es jeden falls geworden. Was mir jetzt noch fehlt sind gute (leichte) Heringe und eine passende Aufstellstange. Zu letzterem nehme ich gerne Hilfe entgegen. Und jetzt noch die Zahlen: Höhe: ca. 160cm Breite AZ: 285cm Länge AZ: 250cm Gewicht AZ: 679g Gewicht IZ: 717g Also textiles Gesamtgewicht unter 1,5kg... damit bin ich sehr zufrieden. Stolz wie Bolle... tib
  22. 8 points
    Barbarix

    Reisebericht Annapurna-Runde Nov. 2017

    Hallo zusammen, hier mein Reisebericht zu der Annapurna-Runde, die ich zusammen mit Felix im Nov. 2017 gewandert bin. Nicht speziell UL, aber durch die Infrastruktur mit einem sehr geringen Base Weight machbar. Wir hatten trotzdem Zelt und Kocher dabei, beides haben wir allerdings nicht benutzt. Die Unterkünfte und das Essen dort sind top! Vielen Dank für die Fotos an Felix (dank seiner Spiegelreflex deutlich bessere Fotos als mit meiner Knipse). Viel Spaß beim Lesen! Erik Reisebericht Nepal Hamburg, Regenschauer Sa 29.10.17 Heute morgen bin ich um 6:00 aufgestanden. Noch schnell zur Probe gepackt und mich in letzter Minute für den kleineren Rucksack entschieden. Kleiner, leichter und bequemer als ein halbvoller großer Rucksack. Allerdings musste ich noch schnell einen Brustgurt improvisieren. Dann alles in Luftpolsterfolie und in eine Ikea Tasche verpackt. Diesmal habe ich keinen Karton als Versandverpackung gewählt. Danach steht nur noch relaxen auf dem Plan und um 17:45 geht´s zum Bus. Vor lauter Aufregung steige ich in die falsche S-Bahn, bemerke aber nach 1 Station noch rechtzeitig den Fehler. Schlussendlich komme ich zeitgleich mit Felix am Flughafen an. Der Flug nach Dubai ist ganz OK und ich habe immerhin 2h geschlafen. Den Rest der Zeit verbringe ich mit dem neuen (leider schlechten) Alien-Film. Dubai / Kathmandu So 30.10.17 In Dubai gibt es erst einmal ein ordentliches Frühstück und wir legen uns 3h aufs Ohr. Gut dass ich meine Neo Air S im Handgepäck mitgenommen habe. Das werde ich zukünftig immer so machen! Wir fliegen mit der Billig-Airline flyDubay weiter nach Kathmandu . In Kathmandu hat die Abholung am Flughafen durch das Hotel leider nicht geklappt, aber ein Taxi ist einfach zu bekommen. Leider brauchen wir für die kurze Strecke wegen kompletten Verkehrschaos fast 1h. Ob das Verkehrschaos normal ist oder an dem starken Regen liegt, erschließt sich uns nicht. Am Abend versuchen wir verzweifelt Geld an Automaten zu bekommen. Irgendwann nach dem 10. Automaten klappt es bei Felix mit seiner Visa-Karte und er kann zumindest 300€ ziehen. Bei mir klappt es leider nicht und ich habe schlechte Laune. Im Hotel überlegen wir wie wir zum Trailhead kommen und beschließen einen Wagen mit Fahrer zu nehmen. Das ist zwar teuer (160€ geteilt durch 2) aber wir sparen so einen kompletten Tag. Zum Abendessen bekommen wir gerade noch eine Portion Momo bevor die Küche schließt. Momo sind gefüllte Teigtaschen (ein wenig wie Ravioli nur anders geformt). Dann geht´s früh in Bett. Kathmandu / Besisahar, sonnig warm, später ein wenig bewölkt Mo 30.10.17 Wir sind früh aufgestanden und Felix konnte dem Automaten noch einmal 300€ entlocken. Ich habe mein Bargeld (670€) getauscht und mir geschworen, dass ich niemals ohne Bargeld auf Reisen gehe! 670€ müssten knapp reichen. Im Hotel gibt es ein tolles Frühstück mit Omlett. Der Fahrer wartet pünktlich um 9:30 und dann geht´s los das Permit zu besorgen. Das Permit ist kein Problem und am Geldautomaten vor dem Gebäude kann ich mit meiner EC Karte immerhin noch 80€ ziehen. Das hebt die Laune! Um 11:00 geht es dann los und wir kommen nach fast 7h Fahrt und einer netten Mittagspause in Besisahar an. Die Landschaft ist toll und es gibt einen ersten Blick auf die Berge. Der Fahrer war sehr nett und hat mir am Schluss noch seine Karte des Annapurnagebiets geschenkt. Das ordentliche Trinkgeld hat er sich wirklich verdient! Das Zimmer in Besisahar ist sehr einfach aber wir können duschen und bekommen auch ein leckeres Abendessen (Parata –Fladenbrot und Dahl). Gespart wird bei dem Zimmer nur an überflüssigem: Statt einem Lichtschalter muss man 2 Drähte in die Steckdose stecken, funktioniert auch nur zeitweise, manchmal rutscht ein Draht heraus und dann ist es plötzlich dunkel Nachdem auch die letzten Einkäufe erledigt sind wird noch ein wenig gelesen und geschrieben und dann geht´s wieder früh in Bett. Der Wecker wird um 6:00 klingeln. Besisahar – Khanigaou, sonnig bis leicht bewölkt, 1 kurzer Schauer Di 31.10.17 Wir brauchen 1/2h um unsere Sachen zu packen. Als Frühstück gibt´s eine Banane und dann geht es los! Der Trail ist wunderschön und führt durch Reisterrassen und urwaldartige Gebiete. Der Fluss dem wir dann folgen sieht toll aus – grandios! Frühstück (Omelett mit Kartoffeln und Ciapati) gab es in Bulbhule nach 2 h Wandern. Mittagessen (Omelett mit Appel Pie) gab es dann in Bahmdanda. Wir sind dann noch weiter nach Kangiori wo wir und an einem Wasserfall gewaschen haben und in einer sehr einfachen Unterkunft übernachtet haben. Die Unterkunft war aus Brettern gezimmert und von einer 7cm großen Spinne geschmückt. Insgesamt haben wir heute 1,5 Etappen geschafft. Zur Feier des Tages und weil wir ungern unnötig schleppen, gibt’s den kleinen Cognac aus dem Flugzeug.
  23. 7 points
    roli

    [Review] ZPacks Pocket Tarp & MLD Superlight Bivy

    Da einige von Euch ein paar Worte über das ZPacks Hexamid Pocket Tarp sowie über den MLD Superlight solo Bivy hören wollten, schreibe ich diese Zeilen. Ich habe das Pocket Tarp aus 0.34 oz/sqyd (11.4 g/m2), siehe HIER. Aktuellerweise scheint ZPacks das Tarp nur mehr in 0.51 oz/sqyd anzubieten, wobei die Gewichte auf der Homepage nicht verändert wurden(?). Mein Tarp wiegt 96g inkl. 5 Bungee Cords samt Haken wo ich dann den Bivy einhänge und einen Haken samt Schur am höchsten Punkt. Um den Komfort zu erhöhen habe ich an 6 Punkten diese "LineLoc 3 with Loop" montiert und die schwarze "2.0mm Z-Line" verwendet. Nur die 2 Tie-Outs an der Hinterseite sind ohne LineLocs und mit fixer Länge. Dieser Luxus hebt das Tarp mit allen Schnüren auf schwere 135g! Dazu verwende ich das MLD Bivy in Größe M, welches unmodifiziert auf 140g kommt. Durch das Mesh-Fenster ist es Krabbler-dicht. Last but not least setze ich auf MSR Carbon Core Heringe wobei 8 Stück im Cuben Sack mit 45g zu Buche schlagen. Somit wiegt diese Kombination stolze 320g. Den Testaufbau im Park habe ich Euch schon mal gezeigt, hier mit einem BD Carbon Stock mit fixen 120cm Höhe (hier ohne den LineLocs und somit den leichteren gelben Schnüren): Wie ihr seht hänge ich den Biwak an diese Bungee Cords vom Tarp ein, genauer gesagt an die Haken dort. Zusätzlich spanne ich den Meshteil des Bivys zur Spitze des Tarps. Als nächstes folgte ein kleiner Test im Winter: Und die ersten 100 km dieser Tour: KLICK. Diesmal hatte ich endlich Glück und es regnete vorallem in der Nacht. Das eine Mal war es leichter Regen und das zweite Mal sehr starker Regen mit nur wenig Wind. Da wurde mir ehrlich gesagt Angst und Bange als mich der nette hochfrequente Cuben Sound aus dem Schlaf riss! Aber das Tarp hat mich und den Bivy trocken gehalten. Für mich auch neu im Vergleich zum SoloMid ist der Null-Kondens. Dh. trotz Regen war das Tarp auf der Innenseite in der Früh staubtrocken. Herrlich! Dieser Test war für mich also mal super erfolgreich. Ungünstig erscheint mir der nicht vorhandene Schutz für den Rucksack. Dieser war in der Früh besiedelt von Asseln, Ameisen, Spinnen und Schnecken. Wäre mal einen Versuch wert den Rucksack und die Schuhe über Nacht in einen ganz leichten Plastiksack zu stecken. Auch erwähnenswert ist der extrem einfache Auf- bzw. Abbau und das geringe Volumen dieser Kombination. Durch die LineLocs braucht man die Heringe nicht sonderlich genau zu setzen und kommt auch ohne Knotenkunde zurecht Anbei Bilder... Blick von innen zur Spitze. Recht transparent. Schlecht aufgebaut da uneben.
  24. 7 points
    Das dachte ich auch schon. Die LKW-Fahrer benutzen diese Art von Becherhalterungen. Da schwappt selbst bei einer Vollbremsung nichts über. Aber wir sind ja das UL-Forum. Also lassen wir den Becher weg und benutzen das Gyroskop direkt als Becher. Die Bedienung ist kinderleicht: Dank der Griffe kann man das einfach vor der Brust an den Brustgurt hängen. Kein Karabiner erforderlich. Super. Das Problem ist nur: Wie trinkt man jetzt daraus. Kippen geht ja nicht. Ich lasse mir aber die Lösung für das erst jetzt erkannte Problem Kaffeetransport patentieren: Die rucksack-integrierte Latte-Flasche mit patentiertem Entweichungs-Totalschutz-Deckel (PET-Deckel): Model @cafeconleche. Bousfunktion: Auf magische Weise werden die zunächst getrennt servierten Teile beim Laufen zu einem Milchkaffee aufbereitet. Spaß beiseite: Dieses Forum richtet sich an Menschen, die sehr gezielt alles Überflüssige daheim lassen, selbst den Packsack für den Schlafsack und oder gar das Klopapier. Eine Halterung für ein nicht mitgeführtes Produkt ergibt im Rahmen dieses Forums wenig bis keinen Sinn.
  25. 7 points
    coyote

    Impressionen von Touren

    Eine Exkursion unter die Erde (Fränkische Schweiz) Höhlentour by Udo St., auf Flickr Höhlentour by Udo St., auf Flickr Höhlentour by Udo St., auf Flickr Höhle by Udo St., auf Flickr on tour by Udo St., auf Flickr underground by Udo St., auf Flickr creepy by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr Wanderlust by Udo St., auf Flickr DSC06609.jpg by Udo St., auf Flickr Wandern by Udo St., auf Flickr Wandern by Udo St., auf Flickr
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