Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Rangliste

Beliebte Inhalte

Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 30.05.2022 in allen Bereichen

  1. Liebe Forengemeinde, einige von euch wissen es schon etwas länger, andere haben es vielleicht geahnt oder kürzlich aufgeschnappt. Nach über 10 Jahren als Betreiber und Admin dieses Forums ist es für mich Zeit den Staffelstab weiter zu geben. Die neueren Nutzer werden mich kaum kennen, da ich in den letzten Jahren schon weniger aktiv war und mich lediglich darauf konzentriert habe, das Forum technisch am Laufen zu halten, Abmahnungen fern zu halten und das Mod Team bei komplizierteren Adminvorgängen zu unterstützen. Als ich das Forum damals als Arche gegründet habe, war mir nicht bewusst durch welche Höhen und Tiefen ich in diesem Projekt gehen werde. Ich habe viele nette Menschen kennenlernen dürfen und auch viele tolle Outdoor Erlebnisse mit euch geteilt. Als Verantwortlicher habe ich aber auch immer mal wieder böse Post bekommen und auch die eine oder andere unschöne Drohung war dabei. Im großen und ganzen überwog aber das Positive und ich habe immer wieder viel Unterstützung aus der Community erhalten. Dafür möchte ich euch von ganzem Herzen Danken! Ich war nie ein großer Redenschwinger und werde wohl auch nie einer werden. Trotzdem möchte ich euch wissen lassen, ich nicht ganz fort bin. Zumindest für eine weile werde ich dem Mod-Team im Hintergrund noch mit Rat zur Seite stehen. Allerdings werde ich im großen und ganzen wieder als ganz normaler Nutzer hier im Forum unterwegs sein und wer weiß... vielleicht überkommt es mich mit etwas Abstand ja wieder und ich trage auch mal den einen oder anderen Beitrag bei, wenn ich etwas Abstand gewonnen habe. Zu guter Letzt möchte ich euch noch wissen lassen, dass wir uns mehrere Monate über die Zukunft des Forums ausgetauscht haben und dass sich an der grundlegenden Ausrichtung des Forums nichts ändern wird. Das Forum bleibt weiterhin genauso unabhängig wie bisher und vielleicht werden sich sogar noch ein paar Userwünsche erfüllen, die auf Grund meiner fehlenden Zeit sich damit auseinanderzusetzen, einfach nie den Weg ins Forum gefunden haben. Aber das ist jetzt nicht mehr mein Schiff. Zehn Jahre am Steuer sind für mich genug. Ich brauche jetzt etwas Landgang. Ahoi!
    73 Punkte
  2. Noch ein paar Nahaufnahmen, hab leider gerade keins von der Klebestelle von Moskitonetz und Fly. Gewicht und Packmaß im Vergleich zu einer Regular XLite: Und noch ein paar Fotos vom Zelt im Einsatz
    25 Punkte
  3. Harakiri

    Impressionen von Touren

    Weil es dort zu früh zum Wandern ist, war ich vor ein paar Tagen auf meiner ersten Bikepacking-Tour in Norwegen mit dem Rennrad. Eigentlich sollte die Tour deutlich länger werden, aber leider kamen dann einige Termine dazwischen und auf die Tunnel zwischen Haukeliseter und Odda hatte ich nur wenig Lust, sie zu umfahren war mir aber auch zu heikel. So waren es fünf Tage für die Strecke Kristiansand - Haukeliseter (Hardangervidda), wovon drei Tage komplett genutzt wurden. Es ging vor allem entlang der E9 und später auf der E134 weiter. Nimmt man einen Platten nach gerade einmal 50km aus, war ich mit dem Rennrad als Fortbewegungsmittel äußerst zufrieden. Ein Gravelbike wäre vielleicht noch besser gewesen, aber grundsätzlich kommt man in Norwegen auch mit dünneren Reifen zurecht, ohne große Kompromisse bei der Routenplanung eingehen zu müssen. Den ersten Schnee sah man nach rund 100km. Nördlich von Hovden nähert man sich der Baumgrenze an, die man dann ziemlich genau an der Grenze von Agder überschreitet. Danach gibt es allerdings eine scheußliche Abfahrt inklusive Baustelle, die Alpencharakter mit einigen Spitzkehren hat. Generell war die Steigung immens, bei meiner Radtour 2020 in die Alpen durch den Schwarzwald habe ich im Schnitt wesentlich weniger Höhenmeter gemacht. Im Schwarzwald war keine einzige Steigung annähernd mit den letzten 100km in der Hardangervidda vergleichbar und die Strecke bin ich mit dem Mountainbike gefahren. Westlich des Ortes Haukeli geht es stramm bergauf und man fährt aus einem tiefen Tal bis zur Hardangervidda hinauf. Wie man sieht ist es viel zu früh zum Wandern. Das hier ist sogar noch recht niedrig für die Hardangervidda. Große Teile der Hochebene dürften auch jetzt noch komplett mit Schnee bedeckt sein. Auf der Rückfahrt hatte ich eine Menge Zeit in Kristiansand an der Südküste Norwegens. Der Ort ist wirklich schön. Vor allem die dutzenden Schwäne an der Küste sind toll. Besonders für Kinder und Leute mit einer Kamera und Langeweile. Für Radreisen in Norwegen ist der Juni absolut perfekt, zumal es außer Kriebelmücken in großen Mengen kaum andere Insekten gab. Stechmücken habe ich insgesamt glaube ich drei Stück gesehen. Allerdings kann es wirklich noch empfindlich kalt werden und vor allem sehr regnerisch. Ich hatte jeden Tag Regen und oft Gegenwind. Der Quilt hat daher eine ganze Tasche ausgefüllt. Ich kann die Tour trotzdem nur wärmstens empfehlen, wenn man mal ein paar Tage Zeit hat!
    22 Punkte
  4. Tipple

    Impressionen von Touren

    Ein paar Eindrücke von meiner letzten Tour in Schweden. Wir sind erst ein paar Tage auf dem Hallandsleden gewesen, aber dann hat es meine Xlite zerlegt. Also erstmal zurück zu unseren Freunden in Skåne, Loch suchen Matte flicken. Es war gar kein Loch, die Beschichtung innen in der Matte ist gerissen und dadurch war die Matte an einer Verschweißung undicht. Anreise und eine Nacht auf dem Campingplatz Nybostrand. Zwischenzeitlich sind wir mit einem Schweden aus Göteborg zusammen gelaufen Schöne Natur Toller Lagerplatz Wald wie er sein sollte Wasserfall Pause an einem super coolem Spot Rührei aus der Titanpfanne BBQ unterwegs Tiere haben wir auch getroffen Die geflickte Matte, leider hat der Patch nicht lange gehalten und es wurde alles noch schlimmer. Und noch mal etwas Natur Finale am Strand War eine schöne Zeit, auch wenn es viel geregnet hat. Die Matte gebe ich die Tage bei Unterwegs an. Die sagen wir schicken sie mal ein und schauen was passiert. LG
    20 Punkte
  5. Servus, ich teile hier mal ein paar Bilder von meinem selbstgenähten Zelt. Stark orientiert an dem Zelt von @Capere, nur aus günstigerem Material und etwas größer. Einwandig, komplett geschlossene Schlafzelle mit Moskitonetz, dadurch je nach Setup (hoch oder tief aufgebaut) eine sehr gute Belüftung. Alle Nähte versiegelt. Stockhöhe variert je nach Boden und Wetter zwischen 120cm und 130cm. Das Moskitonetz ist auf die Fly-Fäche mit einem Streifen Silnylon geklebt (kopiert von @Capere, nur halt kein DCF). Leider nicht wirklich faltenfrei machbar, da die Webrichtungen unterschiedlich waren. Wieder ein Nachteil vom Stoff, aber solang es einwandfrei funktioniert ist mir die Optik egal. Materialien: -Silnylon 40g/m² (https://store.picharpak.com/product/tri-silnylon/) gekauft hier im Forum. -Moskitonetz 25g/m² von Extremtextil -Zeltboden, PU beschichtet, 65g/m² von Extremtextil -Wacker Elastosil E43 -YKK Zipper Hier sind die Maße und Zeichnungen, die ich genutzt habe. Ich habe verschiedene Modelle aus Papier gebastelt, bis ich bei diesem Modell angekommen bin. Ich werde noch ein paar Lifter auf die Außenflächen kleben, um diese besser abspannen zu können. Bei starkem Wind oder sehr viel Regen (beides bereits durchstanden in diesem Zelt ) drückt es das Silnylon schon sehr ein, allgemein ist (zumindest dieses) Silnylon nicht unbedingt der optimale Stoff für diese Zeltart. Zu Elastisch und somit kaum Faltenfrei abspannbar. DCF ist dort sicherlich erheblich weniger elastisch, besonder in 45° Belastungsrichtung zur Webung. Es folgt ein weiterer Post mit Bildern und Details. Das Essen ruft
    20 Punkte
  6. Dennis,wir danken Dir für Deinen Einsatz über so viele Jahre! Wir danken dir speziell dafür......dass Du das Forum ohne größere technische Zwischenfälle die ganze Zeit am Laufen gehalten hast,...dass Du immer wieder, wenn es nötig war, andere Prioritäten zurückgestellt hast und insgesamt eine Riesenanzahl an Arbeitsstunden als Admin und Betreiber ins Forum 'investiert' hast,...dass Du Dich als rechtlicher Betreiber 'zur Zielscheibe' gemacht hast und den dadurch immer wieder entstehenden Stress und das ja in den heutigen Zeiten nicht unbeträchtliche rechtlich-finanzielle Risiko (gerade in Deutschland) auf Dich genommen / ausgehalten hast.Das ist eine Riesenleistung und ein großer Support für die deutsche UL-Szene! Weitgehend jenseits jedes Rampenlichts warst Du eine der wichtigsten Personen für die so erfreuliche Entwicklung dieser Szene in den letzten Jahren. Wir sind auch sehr froh, dass Du uns weiterhin für den Übergang beratend zur Seite stehst und Dich als Second Line Support im Admin-Bereich um die kniffeligeren Sachen kümmerst, bei denen Khyal momentan als technischer Admin noch 'ins Schwimmen' käme. Und wir freuen uns schon heute auf Deine inhaltlichen Beiträge in der Zukunft. Du hattest ja schon länger, weil es einfach zu viel Raum bei Dir einnahm, gerne die rechtliche Verantwortung abgeben wollen, und wir haben ja dann, nachdem sich ein 'Opfer' als verantwortliche Zielscheibe (Betreiber) gefunden hatte, das Weitere in Ruhe gemeinsam auf einem guten Weg geregelt.Wie geht es denn nun weiter mit dem Forum ?Erstmal das Wichtigste: Es geht ungestört weiter und es wird sich nichts am Grundsätzlichen ändern. Das heißt unter anderem:...dass die Forumsinhalte nicht-kommerziell bleiben,...dass die Nutzung für die User kostenlos bleibt (keine Einschränkungen wie z.B. bei BPL),...dass sich das Mod-Team, wie schon in den letzten fünf Jahren, weiterhin um die Inhalte kümmern wird, Entscheidungen usw. als Teamentscheidungen der Moderatoren getroffen werden,...dass sichergestellt ist (auch durch eine Vereinbarung zwischen altem und neuem Betreiber), dass das Forum nicht in "falsche" Hände gerät.Dennis schreibt ja weiter oben: "... vielleicht werden sich sogar noch ein paar Userwünsche erfüllen, die auf Grund meiner fehlenden Zeit, sich damit auseinander zu setzen, einfach nie den Weg ins Forum gefunden haben..." Ja, auch das haben wir in der Mache...Wir haben aber in unserer Work-/ Life-/Forums-Balance halt alle nur ein gewisses Zeitkontigent, uns über Forumsentscheidungen abzustimmen, nötige Eingriffe vorzunehmen usw.. Je mehr es erforderlich ist - z.B. wegen Eskalationen oder Regelverstößen - in die Diskussionen einzugreifen, umso weniger Zeit haben wir, uns um das zu kümmern, was wir eigentlich viel lieber machen würden: nämlich das Forum zu erweitern, neue Features zu schaffen u.A.. In letzter Zeit mussten wir ja erfreulicherweise sehr wenig 'dazwischen gehen', waren aber sehr damit beschäftigt, gemeinsam mit Dennis die Übernahme abzuwickeln. Diese Aufgabe ist nun geschafft, und zu dem Thema Verbesserungen/Erweiterungen werden wir im Laufe der Woche etwas schreiben.Und so vertrauen wir darauf, dass im Forum noch viele gute Beiträge geschrieben werden und der Austausch weiterhin friedlich und freundschaftlich bleibt.Da bestimmt der eine oder andere User Dennis nun auch persönlich Danke sagen möchte, lassen wir den Thread für diesen Zweck mal offen.Viele Grüßedas Mod-Team
    19 Punkte
  7. Die Verstöße beziehen sich alle auf Aktivitäten in einem Naturschutzgebiet. Meines Erachtens sind hier strenge Regelungen wichtig, ebenso ihre Durchsetzung. Wenn man dann noch filmt und online stellt, wie man in einem NSG übernachtet, Feuer macht, etc., dann kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Schutz der Natur jetzt nicht ganz oben auf der Liste bei dem Youtuber stand.
    16 Punkte
  8. st3vie

    Impressionen von Touren

    Hier ein paar Impressionen von meiner Dingle Way Wanderung im Mai! Inch Beach Inch Beach Campground Dingle all the way Dunmore Head Clogher Strand Auf dem Weg nach Cloghane Fermoyle Beach
    16 Punkte
  9. cozy

    Impressionen von Touren

    Tuscany Trail 2022 450 KM, 8000 HM danach nochmal 900 km und 6000 HM zurück nach München.
    16 Punkte
  10. momper

    Impressionen von Touren

    Schottland im Mai
    16 Punkte
  11. Tag 2. Reuberghütte - Ith-Holzen. 33km Als ich aufwache, ist es schon lange hell und zu meiner größten Freude sind um mein Zelt herum überall Sonnenflecken. Ich kann also meinen Espresso im morgendlichen Wald zwischen lauter Sonnenflecken trinken. Dies ist einer der schönsten Moment auf der ganzen Wanderung. Wie immer frühstücke ich nichts und packe erst zusammen, als das Koffein meinen Kopf erreicht hat. Dieses langsame Wachwerden im Wald morgens ist das Größte für mich. Und dann schaut euch nochmal dieses schöne Hütte an, wie sie im Morgenlicht dasteht: Die ersten zwei Kilometer geht es durch den Wald, auf Forststraßen, die hier immer noch schöner sind als bei mir daheim. Erst später heute wird es welche geben, die dann so langweilig sind wie ich sie kenne. Danach treten der Hund und ich aus dem Wald raus und für viele Kilometer werden wir jetzt eher am Waldrand laufen und immer in die grünen Täler schauen können. Ungefähr so wie hier (sagte ich schon, dass das Wetter prächtig ist?): Schon bald laden Bänke ein, sich am Waldrand hinzusetzen und auf Delligsen herunterzuschauen. Aber die ersten 5km sind noch nicht geschafft und so laufe ich weiter. Immer in der Hoffnung, dass auch später noch welche kommen. Und ich hab Glück: kurz nach km 5 kommt noch eine letzte Bank und ich kann - schon wieder in der Sonne - frühstücken. Auf Delligsen selber hatte ich mich eigentlich gefreut und eine kleine Mahlzeit eingeplant. Aber mir war nicht bewusst, dass es schon so schnell kommen würde und ich quasi gerade erst gefrühstückt haben würden. Naja. So ein Highlight ist das Dorf dann auch nicht und so verschiebe ich die Mahlzeit aufs nächste Dorf. Nach Delligsen geht es erstmal 2-3km den Berg rauf. Nicht steil, aber kontinuierlich: Ich vertreibe mir die Zeit mit dem Anstiegs-View meiner Garmin-Uhr, den ich bislang komplett ignoriert habe. Aber eigentlich ist es sehr hilfreich zu sehen, wie der Anstieg ausfällt und wie weit man ihn schon gemeistert hat. Und ruck zuck bin ich dann oben und erfreue mich an weiteren wunderbaren Ausblicken vom Waldrand auf die Ebenen mit ihren Dörfern, grünen Wiesen und blauem Himmel. Kurz bevor es nach Kaierde runter geht, liegt noch eine Hütte am Wegesrand, die perfekt für einen zweiten Kaffee ist. Während ich meinen Espresso trinke, versuche ich die "Gipfel" einzuordnen und überlege, wo mich der Weg jetzt wohl lang führt. Und dann kommt doch tatsächlich ein nettes Pärchen um die Ecke der Hütte und hat eine Karte dabei. Ganz altmodisch (sie beäugen meine Karte am Handgelenk auch ziemlich skeptisch). Aber sie kennen sich hier aus wie in ihrer Westentasche und können mir sofort zeigen, wo ich langlaufen werde und dass der große Halbkreis, der mich erwartet, mich einmal durch den Hils führt. Immerhin: einen Teil des namen-gebenden Höhenzugs lerne ich jetzt endlich kennen. (Der zweite Teil, den Ith, werde ich morgen den ganzen Tag laufen). Als sie hören, wo ich noch hin will, erschrecken sie fast, denn es sind jetzt noch 20km mit etlichen Höhenmetern. Jetzt wird mir auch etwas mulmig und ich mache mich lieber auf den Weg, runter nach Kaierde. Solltet ihr den Ith-Hils-Weg am Wochenende laufen, würde ich euch unbedingt das Café empfehlen. Leider hatte es zu, als ich dran vorbei kam, aber das ist wohl eine Genossenschaft, die jeden Freitag Kuchen backt, den es dann am Wochenende zu kaufen gibt. Aber auch sonst ist Kaierde ein nettes Dörfchen mit kleinem Bachlauf durch die Ortsmitte: Nach 20km erreiche ich Grünenplan und schlinge hungrig Schnitzel, Pommes und Salat in einem Schnell-Imbiss runter. Es gibt zwar auch eine gehobenere Gaststätte dort, aber die hatte eine Konfirmations-Gesellschaft da und war völlig unter Wasser. Mit Entsetzen stelle ich außerdem fest, dass ich meine Tage bekommen habe und keinerlei Hygiene-Artikel dabei habe. Puh. Es wird echt Zeit, dass diese öffentlich zugänglich sind! Ich weiß, dass wir hier ein überwiegend männliches Publikum auf dem Forum haben, aber da müsst ihr jetzt durch! Jetzt muss ich auf das Angebot von @dennisdraussenzurück kommen. Und tatsächlich hilft er mir aus der Patsche und versorgt mich. Ich bin extrem dankbar für diesen Menschen, der so großzügig mit seiner Zeit und seiner Unterstützung ist. Danke, Dennis! Da ich außerdem in der Zeit, in der ich auf ihn wartete, die zweite Tafel Trailmagic-Schokolade aufgegessen habe, bin ich jetzt voller Energie für den nächsten Anstieg: Es geht das erste Mal durch Nadelbaumbestände und es riecht ganz prächtig. Oben angekommen, zeigt sich aber auch der Nachteil dieser Nadelbäume: sie sind in einem der letzten Stürme mächtig geschädigt worden. Mir öffnet sich eine Fläche völliger Zerstörung. Später werde ich auch feststellen, dass wegen dieser Schäden eine Umleitung eingerichtet wurde, aber irgendwie gab es von meiner Seite aus keine Schilder oder ich hab sie nicht gesehen. Aber es bestand jetzt auch keine Gefahr für mich. Vieles war schon geräumt und gestapelt - es war halt einfach nicht schön. Was allerdings durch diese Zerstörung möglich war: den Weg der letzten Tage UND den des kommenden Tages vor sich ausgebreitet zu sehen. Was für eine Aussicht! Ich gehe in Gedanken nochmal durch die Erlebnisse der ersten Etappe und denke: da drüben ist der Leineberglandbalkon, da ist mein Lieblingshöhenzug und da hinten hab ich geschlafen. Und ich schau mir den Ith an, den man von hier in seiner ganzen Länge sehen kann. Wahnsinn. Vor mir liegen jetzt noch 10 km und so langsam merke ich es auch. Doch jetzt kommt als nächstes erstmal der Wilhelm-Raabe-Turm. Ich hab ja schon geschrieben, dass man hier nicht so gut sehen kann wie vom Lönsturm des ersten Tages (leider ist die Datei zu groß, sonst hätte ich auch das Bild hochgeladen). Aber huuui, ist die Konstruktion gewagt! Wer Höhenangst hat, sollte nicht auf den steigen! Die letzten Kilometer ziehen sich dann für mich. Die Forststraßen sind jetzt nicht mehr so schick und die Beine werden schwerer. Ich halte Ausschau nach einem Schlafplätzchen, aber die bewaldeten Hänge sind doch alle ziemlich steil. Und die Aussicht auf eine Dusche auf meinem heutigen Campingplatz treibt mich auch voran. Spoiler: die waren schon abgestellt, als ich kam und hatten außerdem nur kaltes Wasser... Also weiter. Eine letzte Rast. Noch ein bisschen Schokolade, das Wasser austrinken. Zu meiner Erbauung geht es kurz vor Schluss nochmal ordentlich hoch. Das ist natürlich nicht gerade das, was man sich wünscht am Ende eines langen Wandertages, aaaaber das ist ein absolutes Top-Klettergebiet und ich stelle mir vor, wie ich hier klettere, und schaue den Kletterern hinterher, die gerade von einem langen sonnigen Tag zurück zu ihren Bussen schlendern. Man kann sogar eine Höhle besichtigen, die Rothensteinhöhle. Das gönne ich mir dann doch noch und genieße die Abendstimmung in diesen Kletterfelsen: Und dann ist es auch nicht mehr weit bis zum Campingplatz. Die schauen nicht schlecht, als ich so spät mit Rucksack und Hund auftauche, denn eigentlich sind sie nur Freitag bis Sonntag Mittag da. Dann, wenn die Kletterer hier pennen. Aber ich darf trotzdem ein Plätzchen buchen und finde einen trockenen Boden unter einem ausladenden Baum. Der Rest ist recht feucht durch die frisch gemähte Wiese. Ich wasche mich noch mit kaltem Wasser (yeah) und esse eine Portion Buchweizen-Bulgur und dann ist Hiker-Feierabend! Ein letztes Bild noch vom heutigen Tag, denn es gab mal wieder wunderschöne Waldwege: Wartet, noch eins, aber dann ist Schluss:
    16 Punkte
  12. Wozu Mitleid? Der Typ hat 50k Follower und somit ordentlich Reichweite, betreibt kommerziell einen YT-Kanal und veranstaltet "OmS"-Wanderungen mit Teilnahmegebühren, verstösst wohl mehrfach gegen diverse Gesetz, filmt sich dabei und verdient damit auch noch Geld - und nun jammert er über 10k Euro Strafe? Und Rechtsvertreter als "Paragraphenreiter" zu bezeichnen, weil sie zum Schutz der Natur in Bussgelder verhängen, ist auch nicht gerade die intelligenteste Ausdrucksweise.
    15 Punkte
  13. In diesem Thread steht stellenweise so viel Quatsch, dass ich das Gefühl habe, ein paar Dinge erklären oder richtig stellen zu müssen: Wie richtigerweise schon geschrieben wurde, geht es um Ordnungswidrigkeiten und damit um Geldbußen, die durch einen Bußgeldbescheid von der Verwaltungsbehörde festgesetzt werden. Die Geldbuße hat mit der Geldstrafe (die bei Straftaten von einem Gericht verhängt wird) gemeinsam, dass man Geld zahlen muss. Sie unterscheidet sich insbesondere aber (rechtstheoretisch) mit dem damit verbunden Unwerturteil (und praktisch beispielsweise in der Durchsetzung). Eine Geldbuße wird weder ins Bundeszentralregister, noch ins Führungszeugnis aufgenommen. Unter Umständen können aber auch Geldbußen Probleme nach sich ziehen, zum Beispiel wenn es um die Zuverlässigkeit für bestimmte Erlaubnisse geht (z.B. Waffenschein). Kleiner Exkurs: Falsch ist in diesem Zusammenhang übrigens die pauschale Behauptung, dass man bei einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 EUR als vorbestraft gelten würde. Eine Geldstrafe setzt sich in Deutschland aus der Tagessatzanzahl (an der sich erkennen lässt, wie "schlimm" die Tat war und die - wenn man nicht bezahlt - der Zahl der Tage entspricht, die man dann ins Gefängnis muss) und der Tagessatzhöhe (die vom Einkommen abhängig ist, damit die Geldstrafe bei einer gleich "schlimmen" Tat Arme und Reiche gleich trifft). Als vorbestraft gilt man, wenn eine Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen verhängt wird (die wird dann nämlich ins Führungszeugnis aufgenommen, im Bundeszentralregister wird alles eingetragen). Der jeweilige Ordnungswidrigkeitentatbestand sieht jeweils einen Bußgeldrahmen vor, der allerdings meist recht weit ist, um der Vielschichtigkeit des Lebens gerecht zu werden. Innerhalb dieses Bußgeldrahmens ist dann für die jeweilige Ordnungswidrigkeit das Bußgeld festzusetzen. Um eine Gleichbehandlung zu gewährleisten, gibt es bei Verstößen, die häufiger vorkommen, meist Verwaltungsvorschriften, die die Verwaltung (nicht aber das Gericht) binden und differenzierter und kleinteiliger Geldbußen für bestimmte Verstöße in Abhängigkeit etwa von Schwere, Dauer, Folgen, etc. vorsehen. Mit Abstand am relevantesten dürfte die Bußgeldkatalogverordnung für den Straßenverkehr sein. Daneben sind bei der Festsetzung der Geldbuße die üblichen Strafzumessungskriterien - wie etwa die Reue (das Verhalten nach der Tat) - zu berücksichtigen. § 46 OWiG verweist insofern auf das StGB, ich empfehle einen Blick in die §§ 46 ff. StGB. Reue kann etwa dadurch zum Ausdruck kommen, dass man sich entschuldigt, Bedauern dafür zeigt, die Tat begangen zu haben oder erkennen lässt, dass man vergleichbare Taten künftig nicht mehr begehen wird. Im Verfahren vor der Verwaltungsbehörde wird der Betroffene (so wird die Person genannt, der eine Ordnungswidrigkeit vorgeworfen wird) von der Verwaltungsbehörde angehört. Und in diesem konkreten Fall (in dem der Betroffene sich aufgrund seiner Videos auf YouTube ja quasi selbst überführt hatte und es vermutlich wenig zu bestreiten gab) war der Rat des Anwalts, sich nicht zu äußern, aus meiner Sicht total bescheuert, denn hätte er sich schon vor Erlass des Bußgeldbescheids geäußert, dann wäre dieser unter Umständen bereits in sehr viel niedrigerer Höhe ergangen. Ohne den Verwaltungsbehörden zu Nahe treten zu wollen, muss man nun noch wissen, dass dort häufig keine Juristen am Werk sind, sondern irgendwelche Verwaltungsmenschen, die auf Fortbildungen gelernt haben, wie das Bußgeldverfahren funktioniert. Häufig schießen diese etwas über das Ziel hinaus. Insbesondere bei ausgefallenen Ordnungswidrigkeiten außerhalb des Straßenverkehrs dürfte sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid oft lohnen. Wie auch in diesem Fall ist häufiger zu beobachten, dass die Verwaltungsbehörde über einen längeren Zeitraum untätig war und dann auf einmal für alle Ordnungswidrigkeiten der letzten Jahre Bußgeldbescheide raushaut. Das entschuldigt den Betroffenen natürlich nicht, ist ihm gegenüber aber vielleicht nicht ganz fair, denn hätte er nach der ersten Ordnungswidrigkeit schon einen Bußgeldbescheid bekommen, hätte er die weiteren Ordnungswidrigkeiten vielleicht nicht begangen. Daher bestehen in solchen Fällen aus meiner Sicht gute Chancen, dass das Gericht (zum weiteren Verfahren sogleich) einen Teil der Ordnungswidrigkeiten einstellt - in diesem Zusammenhang ist das YouTube-Video allerdings nicht besonders hilfreich. Und ein weiterer kleiner Exkurs: Ordnungswidrigkeiten verjähren selbstverständlich auch und zwar teilweise ziemlich schnell (insbesondere im Straßenverkehr). Die Verjährungsfrist hängt von dem jeweiligen Bußgeldrahmen ab und beträgt zwischen sechs Monaten und drei Jahren (wobei die Verjährung allerdings unterbrochen werden kann!), §§ 31 ff. OWiG. Zum weiteren Verfahren: Wenn der Betroffene mit dem Bußgeldbescheid nicht einverstanden ist, kann er hiergegen Einspruch einlegen. Die Verwaltungsbehörde kann den Bußgeldbescheid dann aufrechterhalten oder zurücknehmen. Dass die Verwaltungsbehörde den Bußgeldbescheid zurücknimmt ist meinem Eindruck nach aber eher die Ausnahme. Wenn sie den Bußgeldbescheid aufrechterhält, schickt sie die Akten an die Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft leitet die Akten dann in der Regel einfach ans Gericht weiter. Wenn der Bußgeldbescheid allerdings totaler Quatsch ist, könnte die Staatsanwaltschaft das Verfahren beispielsweise aber auch einstellen. Das Gericht entscheidet dann über die Ordnungswidrigkeiten und die Festsetzung einer Geldbuße. Das ist im Beschlussweg möglich, meistens findet aber eine Hauptverhandlung statt. Wenn es ein Urteil gibt, fallen übrigens die Verwaltungsgebühren weg und statt dessen ist eine Gerichtsgebühr zu zahlen. Was in diesem Zusammenhang weiter oben geschrieben wird ("Richter sind nicht billig im Stundensatz"), ist übrigens völliger Unsinn. Die Gerichtsgebühr beträgt bei einem Urteil 10% der Geldbuße, mindestens 55 EUR. Dass die Strafjustiz damit nicht kostendeckend arbeitet, dürfte klar sein (die Gebühr deckt die Vorbereitung der Hauptverhandlung, die Hauptverhandlung selbst - an der aus Kostenersparnisgründen mittlerweile meistens keine Urkundsbeamtin mehr, sondern nur der Richter teilnimmt, ein Staatsanwalt kommt nur in Ausnahmefällen - sowie das Schreiben des Urteils ab). Wenn Sachverständigengutachten eingeholt werden, kann es in der Tat teuer/teurer werden für den Betroffenen (wenn er verurteilt wird, muss er die Kosten als sogenannte Auslagen tragen). Darauf weist das Gericht allerdings in der Regel hin und wird dem Betroffenen häufig - mit mehr oder minder sanftem Druck - eine Einspruchsrücknahme nahelegen (dann wird der Bußgeldbescheid so, wie er von der Verwaltungsbehörde erlassen wurde, bestandskräftig).
    14 Punkte
  14. Der neue Phoenix Lite wollte getestet werden und mir fehlte noch der Rest vom Heidschnuckenweg (Soltau - Celle). Das Warten hat sich gelohnt. Danke Mateusz!
    13 Punkte
  15. Capere

    Impressionen von Touren

    Team SUL (mit @Ronsn) beim Stoneman Dolomiti Hike - auch nach 58km und 3400hm in 18h konnten wir noch mit Roland Stauder lachen. Okay, zumindest nach einem Tag Regeneration haha.
    13 Punkte
  16. Na ja, es gibt da Gesetze, ob sie einem gefallen, oder nicht, die sind halt da… Wer dann wissentlich dagegen verstößt, und sich hinterher jammernd durch die Youtube Kanäle, oder hier im Forum herumwieselt, und sich selbst bemitleidet, hat bei mir kein Verständnis zu erwarten. Ich finde auch nicht alle Gesetze toll und ich übertrete auch des öfteren welche, bin aber nicht so dämlich, mich dabei zu filmen, und das dann auch noch im Netz zu verbreiten… Entschuldigung, für das „dämlich“, aber ich meine das so, wie ich es schreibe! Dieses Video habe ich übrigens nur bis zur Minute 3.45 durchgehalten… Das ist wie mit 120kmh durch ne Baustelle zu jagen, wo nur 50 erlaubt ist, und hinterher zu jammern, wenn der Lappen weg ist…. In Naturschutzgebieten zu übernachten und sich dabei zu filmen und das dann zu verbreiten, ist einfach … na, was ist es? Dämlich! Und dann hinterher so ein Video ins Netz zu stellen finde ich selbsterniedrigend und würdelos! So und jetzt halte ich die Klappe!
    12 Punkte
  17. Nachdem ich vor ein paar Jahren mal den Westweg gegangen bin, hat mich natürlich der Mittelweg auch interessiert. Leider hat die Zeit wegen Familienurlaub nicht für den ganzen Weg gereicht, aber wenigstens für die (fast ganze) Süd Hälfte ab St. Georgen bis Waldshut. Insgesamt stimme ich @TopperHarleys Fazit zum Weg vollumfänglich zu: ein sehr schöner Weg mit kleinen Schwächen, die man aber oft umgehen könnte. Und wirklich einsam. Anbei ein paar Impressionen. Die Getränke im Brunnen gab es auf dem Weg vom Schluchsee hoch nach Blasiwald und die waren bei den Temperaturen am Wochenende der reinste Segen und wurden von uns fürstlich entlohnt.
    12 Punkte
  18. Verlängertes Wochenende mit diversen Packraft-, Hängematten- und/oder UL-Fans auf einer entzückenden Insel im Gudelacksee bei Lindow. Perfekt bei der Hitze! Ich durfte viele Bootchen probefahren - endlich hat es einmal geklappt! Es war ein Hochgenuss!
    12 Punkte
  19. Tag 1. Lauenstein - Reuberghütte. 27km Morgens um 8h ist es vorbei mit der Nachtruhe: ein Hochzeitsgast dreht die Gassi-Runde, lässt seinen oder ihren Hund mein Zelt beschnüffeln und meine Hündin springt quer über mich, um das in den Griff zu kriegen. Danke auch. Noch nen Moment liegen bleiben und dann die geliebte erste Handlung im Zelt: nen Espresso kochen. Nachdem ich ihn die letzten Male aus dem Kochtopf getrunken habe, ist dieses Mal eine Melanin-Tasse mit dabei. Soso gut. Der Edelstahlkocher ist natürlich nicht mit dabei, stattdessen bester Instant-Espresso von Naturata. Kann ich wärmstens empfehlen. Mit dem Espresso macht sich auch das Gefühl der Freiheit breit, das ich an meinen Wanderungen so liebe. Man hat alles dabei, mehr braucht man nicht. Ich liebe es, meine Sachen in vielleicht 15 Minuten zusammen packen zu können und dann bereits auf dem Weg zu stehen: heute Richtung Salzhemmendorf, Marienhagen und Brunkensen. Ich bezahle noch meine Unterkunft und mache einen Abstecher auf die Toilette, um die Zähne zu putzen und mich zu waschen. Dann geht es los. Es nieselt, windet und ist ziemlich kühl, während ich die ersten Kilometer durch Lauenstein und die nachfolgenden wenig aufregenden Felder trotte. Ich probiere auf dieser Wanderung auch ein weiteres neues Teil aus und zwar einen arcteryx delta hoody. Dank meines Temperatur-Loggers - auch ein Tip aus dem Forum - weiß ich genau, wie kalt es ist. 13-14 Grad. Der Hoody ist zwar leicht, aber auch kalt für diese Temperaturen. Ich fröstele also bis ich mich daran erinnere, dass man die meiste Wärme über den Kopf verliert. Also ziehe ich mir die Kapuze über und nach 1-2 Kilometern in Bewegung ist mir dann doch warm. Wenig später erreichen wir Salzhemmendorf und ich reflektiere darüber, ob ich die dortige Therme nicht irgendwie in die Wanderung hätte einbinden können. Aber eigentlich halte ich nur an, weil es hier einen Stand mit Erdbeeren gibt Ich frage, ob ich eine Handvoll kaufen kann - und bekomme sie einfach geschenkt. Während ich sie genieße, schwätzen wir ein wenig. Doch ich habe eine "Regel", die besagt, dass ich nur alle 5km eine Pause machen darf. Die habe ich mal eingeführt, als sich meine Wanderungen ewig zogen und sich die vielen Pausen einfach nicht gut anfühlten. Also weiter. Und quasi exakt an der 5km-Kilometer-Marke kommt die Sonne heraus und es bietet sich eine Bank fürs Frühstück an. Die Frühstücksbank: Als hätte ich es geahnt, geht es danach so richtig los mit dem Ith-Hils-Weg: ein single trail führt in den Wald hinein und es geht durch jede Menge Boulder hindurch den Thüster Berg hinauf bis zum Kanstein. Wir begegnen keinen anderen Wanderern. Nur wir, der Wald und die Felsen. Zwischen den Felsen erhascht man manchmal einen Blick in die nächste Ebene und die fernen Sprenggeräusche des Steinschlags begleitet einen. Oben: single trail in das erste Waldsütck. Unten: Felsformation am Kanstein Der Höhepunkt des Aufstiegs ist der Lönsturm. Der Hund kommt mit hoch, aber irgendwann ist es ihr zu luftig und die letzten Etagen steige ich alleine rauf. Die Leute haben den Turm nach und nach immer höher gebaut, weil die Buchenwälder so gut wuchsen und gediehen. Im Gegensatz zu manch anderem Turm, geht der Lönsturm über die Wipfel hinaus und man hat einen weiten Blick in die Nord-Ost-Ebene. Panorama-Blick vom Lönsturm: Danach geht es erst auf weichen Wegen und schließlich auf einem Forstweg weiter. Selbst die sind hier schöner als anderswo, finde ich. Außerdem kann man auf ihnen mal weiter auftreten und den Blick schweifen lassen. Auch meine Gedanken schweifen hin und her, während sich das Ende dieses Höhenzuges mit Marienhagen nähert. Der nächste Höhenzug ist für mich das Highlight dieser Etappe. Zunächst geht es weiter auf breitem Forstweg bis zum Leineberglandbalkon. Das ist eine neue und unglaublich schicke Hütte mit einem Wahnsinns Ausblick. Das wäre sicherlich auch eine prima Übernachtungsmöglichkeit, vor allem, weil laut @dennisdraussen hier die Morgensonne reinscheint. Den Ith-Hils sieht man von hier zwar nicht, aber dafür die Ebene, die sich nach Nord-Osten öffnet. Da die 15-km-Marke überschritten ist, "darf" ich hier Pause machen und etwas essen. Kurze Zeit später gesellen sich 4 E-Biker dazu, immerhin mein zweiter Kontakt des Tages! Sie packen gekühltes Bier aus. Als sie meine neidischen Blicke bemerken, bekomme ich sogar einen Teil angeboten! Wir reden dann noch über den Hund, ihre Packtaschen und Labbis im Allgemeinen. Auch wenn ich introvertiert und gar kein Fan von Smalltalk bin: DAS eignet sich immer als Gesprächseinstieg. Nach der Pause verschmalert sich der Weg zu einem single trail und zieht sich über viele Kilometer (4? 6?) durch lichte Buchenbestände. Die Sonne zaubert Flecken auf den weichen Boden, der Wind weht leicht und die Vögel machen sich bemerkbar. Irgendwann lege ich die EVA 3mm auf den Boden und mich obendrauf. Die Hündin rollt sich am Rucksack ein und ich schaue in die Baumwipfel, die im Wind hin und her schwingen und den Blick auf blauen Himmel mit einigen Wolken frei geben. Die Gedanken werden langsamer, dann seltener und schließlich ist gar nichts mehr. Mein Highlight: der Duinger Berg Am Ende dieses zweiten Höhenzugs steige ich nach Brunkensen ab, das man aber nicht betritt. Hier bin ich mit @dennisdraussen verabredet. Ich gestehe, dass ich es durchaus creepy fand, dass er die ganze Zeit wusste, wo ich in etwa bin oder schlafe, aber meine Sorge ist völlig unbegründet: er entpuppt sich als ziemlich netter Typ. Wir finden sofort tausend Themen zum Reden, angefangen von Politik, über Kinder, bis natürlich hin zum Wandern und Gear. Leider hat er nicht allzu viel Zeit, aber er begleitet mich die letzten knapp 4 km zur Hütte hoch. Ich bin hoch erfreut, dass ich noch immer nicht kaputt bin, denn ich bin dieses Jahr erst 2x über 20km gelaufen und auch das ohne Rucksack. Also hatte ich berechtigte Sorge, dass 27km etwas ehrgeizig sein könnten. Oben an der Hütte packt Dennis noch 2 Tafeln Schokolade und Wassernachschub aus: meine erste Trailmagic! Ich freu mich total und die erste Tafel ist dann auch gleich weg. Ich überlege, ob ich noch weiterziehe. Immerhin ist morgen der Tag noch länger und ich könnte vor-arbeiten, jetzt, wo ich noch fit bin. Aber dann entscheide ich mich doch zum Bleiben und schlage mein Zelt in Sichtweite der Hütte auf. Dank Dennis hatte ich den Hüttenbesitzer vorher kontaktiert und die Erlaubnis dazu. Im Rückblick war das eine sehr gute Entscheidung. Es kommt nämlich kein Mensch mehr vorbei und Stück für Stück komme ich zur Ruhe. Nichts mehr leisten müssen, den Tag Revue passieren lassen. Als es dämmert, liege ich im Zelt und schaue mal wieder in die Baumwipfel. Ich muss meine Ausrichtung fürs Jahr sowieso gerade anpassen und so denke ich lange darüber nach und notiere mir die neuen Gedanken bis die typische nächtliche Ruhe des Waldes einkehrt. Das erste Mal im Wald schlafe ich auch richtig gut - das liegt glaub ich daran, dass ich vorab die Erlaubnis hatte.
    12 Punkte
  20. rajatas

    Und noch ein MyogPack

    Hi allerseits, Nachdem ich vor kurzem mit den Schultergurten angefangen habe, ist so langsam auch ein Rucksack daraus geworden, den ich hier kurz vorstellen wollte. Das Ganze gibt es in Stichpunken: Es ist mein erster, gedacht als leichter ~30 Liter Pack, um ein einfaches Decathlon-Modell zu ersetzen, das ich auf Andros dabei hatte. Dort ging es von Unterkunft zu Unterkunft, für Zelt, Matte etc. wäre darin kein Platz gewesen. Ich habe mir dafür Gridstop besorgt, weil ich Fan dieser Optik bin, und noch wenig Vertrauen gegenüber laminierten Stoffen habe. Der Boden und die Oberseite der Schultergurte sind 1000d Cordura. Bisschen Overkill, aber das hatte ich günstig aufgeschnappt. Die Form habe ich mehr oder minder frei Schnauze bestimmt. Länge am Rücken als Mittelding zw. Decathlon-Pack und 3F Qidian, Tiefe wie Qidian, unten angeschrägt, nach oben hin etwa 2cm breitere Seiten. Die Schultergurte sind recht kurz, da von dem Decathlon Pack abgezeichnet. Oben Cordura, Unten non-elastisches Mesh, drinnen 10mm EVA. Brustgurt kommt noch irgendwie. Der Schaum ist erstmal nur ganz unten vernäht, das Gurtband über den Taschen nur auf dem Cordura. Die Gurte sind in eine Naht eingesetzt und schräg angesetzt worden. Wichtig waren große Seiten- und eine große Netztasche auf der Front. Außerdem Flaschenhalter vorn, all das hat recht gut geklappt. Komprimierbar sollte er auch sein, um sich Diskussionen mit Fluggesellschaften zu sparen. Da ich nicht ständig rumjustiere, habe ich erstmal Paracord-Stücke genommen, so habe ich weniger umherbaumelnde Gurtenden. Eine Snackpocket habe ich unten auch integriert um herauszufinden, wie das so ist, außerdem eine Innentasche, angebracht auf Höhe der Schultergurte, für Dokumente etc. Verschlüsse sind minimalistisch, das Top ähnlich dem Huckepacks-Mechanismus geschlossen (Struktur durch Flauschband, mal bei @Capere gelesen, Gurtband zum fixieren), dazu ein Gurt mit mehreren Stufen, in den ein Karabiner eingehängt wird. Das dient gleichzeitig als Handgriff. Zum Vorgehen: Ich habe das ganze auf die Gridstop-Kästchen gemalt und als Nahtzugabe zwei Kästchen extra gelassen. Bedingt durch die Beschichtung ist das Material allerdings in sich ziemlich verzogen, somit werden das keine geraden Linien, was sich aber beim Vernähen wieder ausgleichen dürfte. Allerdings bekommt man mit langen Schrägen Probleme, weil man eben nicht einfach das Lineal anlegen kann, wenn man vorher krumme Linien gemalt hat. Habe also abschnittsweise mit dem Lineal gearbeitet (20 Kästchen nach rechts, eins hoch, Linie malen, auf dem nächsten Stück wiederholen). Das Resultat sieht gut aus, man sollte den Stoff bei langen Nähten allerdings gleichmäßig spannen. Wichtig auch: stellt sicher, dass große Teile alle die gleiche Orientierung oder 180 Grad dazu aufgemalt sind, nicht um 90 Grad verdreht, die Achsen selbst waren bei mir am meisten "verzogen". Resultat: Ich bin insgesamt zufrieden, beladen und mit Matte drinnen trägt er sich gut, fast leer...na ja. Auch das Gewicht erfüllt meine Erwartungen: Wir sind bei etwa 367g für einen Rucksack mit ~30 Litern Innenvolumen und reichlich Platz außen. Das ist leichter als der Decathlon Pack nach einigen "Mods" noch war. Jetz erstmal mehr Bilder, falls ihr Fragen oder Feedback habt, lasst es mich gerne wissen.
    11 Punkte
  21. Schade, lieber Dennis, dass man nicht "Danke" UND "betrübt" drücken kann!
    11 Punkte
  22. Ocram0815

    Impressionen von Touren

    Tour von Røros nach Synnervika über Marenvollen 05-09 Juni 22 Der Pfingsturlaub war schon genommen und der Flug nach Oslos gebucht als sich herausstellte dass es für eine Hardangervidda Tour noch zu früh im Jahr ist. Also wurde Rondane als Alternative bestimmt wobei sich 2 Tage vor Abflug heraustellt dass dort bis Mitte Juni noch Rentier-Kalbungsperiode ist. Verzweifelt nach Orten suchend die sich fürs Trekking Anfang Juni eignen stosse ich irgendwann auf den Femundsmarka aber auch dieser stellt sich als schlecht erreichbar da, na gut dan würde ich eben versuchen mich per Fussbus ab Røros ranzutasten. Im Ergebnis streife ich den Park nur leicht aber das ist Egal die Tour über Marenvollen ist wahnsinnig schön und Abwechslungsreich. Ein Tipp für jeden der etwas früher im Jahr nach Norwegen will.
    11 Punkte
  23. Bei Outdoorseiten reissen sie Dir das Staika für die Kohle aus der Hand. Da herrscht der Hilleberg-Komplex. Ohne ist zelten oft zu gefährlich.
    11 Punkte
  24. Wenn Du diese Butterkekse in einem Fertig-„Müsli“ findest und voller Freude ausrechnest, dass Du zukünftig 100 Butterkekse zum Gewicht von einem einzigen mitnehmen kannst: 99% Gewichtsersparnis bei gleicher Anzahl Kekse!
    11 Punkte
  25. Also wer sich selbst mehrfach dabei filmt wie er in NSGs übernachtet und dort Feuer macht... tut mir leid, da fehlt mir schon das Verständnis. Klar, die Höhe der Strafe ist krass, aber sowas ist halt auch ein maximal schlechtes Vorbild für andere und trägt zum schlechten Ruf aller bei, die ab und an draußen übernachten und dabei keine Naturschutzgebiete als Nachtlager nutzen. Das ist das ERSTE was man checkt, bevor man irgendwo im Wald pennt. Was bin ich schon für Umwege gelaufen, um ja nicht im NSG oder im Nationalpark nächtigen zu müssen. Die Schutzgebiete sind wenige genug und zumeist lächerlich klein, da schaffe ich es problemlos drum herum zu laufen. Das ist einfach selbstverständlich. Irgendwo dürfen Flora und Fauna halt auch mal ihre Ruhe vorm Mensch haben. Ich hatte noch nie Probleme. Ich nächtige nicht in Schutzgebieten, mache kein Feuer, mache keinen Lärm, hinterlasse keinen Müll. Ich baue spät auf und bin früh wieder weg. Klar, nicht jeder macht immer alles richtig, aber man kann immer dazu lernen. Z.B. hier im Forum! Der betreffende Youtuber macht das seit zig Jahren und müsste es eigentlich besser wissen. Und ihm wurde ja bei gezeigter Reue sogar in Aussicht gestellt, die Strafe auf 2.500 € zu reduzieren, stattdessen stellt er sich nun komplett als Opfer dar, anstatt mal zu reflektieren, was er da macht. Auch in den Kommentaren zum Video kritisiert exakt niemand sein Fehlverhalten, sondern bestärkt ihn noch zusätzlich. Das finde ich sehr problematisch.
    10 Punkte
  26. Ein paar Eindrücke vom GR20. Hab jetzt nicht genug Zeit um da einen Bericht zu verfassen, aber falls jemand konkrete Fragen hat... beatworte ich natürlich gerne.
    10 Punkte
  27. Eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts schreiben, da ich die ewige Diskussion nicht mehr führen mag. Wie oft habe ich unterwegs schon schlaue Sprüche wegen meiner Trailrunner gehört. Wenn ich aber Aussagen wie "... ob man so viel Geld ständig rauswerfen will ..." (von @Jever) oder "...Schuhe zu verwenden, die man im Gebirge nach ein paar Hundert km wegwerfen muss...." (von @khyal) lese, habe ich grosse Fragezeichen und muss einfach meinen Senf dazu geben. Ich verwende nun seit rund 8 Jahren ausschliesslich Trailrunningschuhe und mache damit normale Bergwanderungen, Alpinwanderungen bis ca. T6. Eben alles, was nicht mehr Ausrüstung als gegebenenfalls einen Helm erfordert. Auch Klettersteige (ca. T3-T4, ich bin kein KS-Profi) waren bisher immer problemlos. Natürlich ist @Jever noch etwas Alpiner unterwegs, aber der Fragesteller bezieht sich hier auch nicht auf Touren auf die Dufourspitze sondern auf "längere Strecken (auch in Mittelgebirgen)". Meine Trailrunner halten locker länger als "ein paar hundert km" und wenn die das Ende ihrer Lebenszeit erreichen, kann ich die locker noch ein paar Kilometerchen für einfache Wanderungen verwenden. Bisher hat noch jeder Trailrunner 1500-2000 km geschafft. Die allererste Saison habe ich mir das aus Interesse akribisch notiert. Natürlich kosten auch Trailrunner Geld. Ich rechne mit ca. CHF 150-180 pro Paar. Bergschuhe kosten gerne mal das doppelte oder sogar etwas mehr. Soviel länger halten die Bergstiefel dann auch nicht, dass der Kostenpunkt zwangsläufig an die Stiefel geht. Der Punkt Nachhaltigkeit geht am Ende des Tages natürlich klar an die Stiefel. Das Problem bei meinen Trailrunnern war bisher übrigens eher, dass das Obermaterial vom Felskontakt abgewetzt und löchrig wird. Aber ein Loch im Obermaterial stört mich nicht. Ich muss unterwegs nicht aussehen, als wäre ich eben aus dem Katalog gesprungen. Funktion geht über Optik. Einzig für Hochtouren mit Steigeisen scheinen mir die Trailrunner ungeeignet. Wobei ich mir habe sagen lassen das selbst Ueli Steck (Nein, ich vergleich mich nicht mit ihm) seine Rekore mit Steigeisen an den Trailrunnern gemacht haben soll. Habe das aber nicht überprüft und Hochtouren, Steigeisen usw. sind nicht mein Fachgebiet. Für meine Bedürfnisse reichten bisher die Microspikes und mein Pickel. Ansonsten kann ich auch einfach umdrehen, da fällt mir kein Zacken aus dem Krönchen. Stufen schlagen geht mit den Trailrunnern sehr wohl, auch wenn natürlich nicht so komfortabel wie mit festen Stiefeln. Ich habe das schon mehrfach in hartem Schnee gemacht. Gletscher usw. sind wie erwähnt nicht mein Fachgebiet. Da sind wir aber wieder bei Steigeisen, siehe oben. Einmal mehr. War auch nicht die Eingangsfrage. Wer mit seinen Trailrunnern auf Geröll oder sonstwo ständig abrutscht, hat schlicht die falschen Schuhe. Punkt. Ich habe solche Probleme nicht. Klar fehlt der Schutz an den Knöcheln, welche die Stiefel bieten. Auch bin ich schon das eine oder andere Mal abgeknickt. Daran hat sich mein Bewegungsapparat gewohnt und ich habe mich dabei nie verletzt. Meine Antwort in Kürze: @kuenrunner Probiers einfach aus. Lass dich nicht verunsichern und mach deine eigenen Erfahrungen. Du wirst begeistert sein. Natürlich empfehle ich keinem das erste Mal Trailrunner auf einer Alpinwanderung auszuprobieren. In einfacherem Gelände anfangen und langsam steigern.
    10 Punkte
  28. Anfahrt. Ende April gab es hier im forum einen Austausch zwischen @RaulDuke und @dennisdraussen über den Weserberglandweg und den Ith-Hils-Weg. 3 Sachen sprangen mir ins Auge: #1 die schönen Bilder (single trail und Bäume!) #2 dass die Wege schöner sind und #3 dass man quasi legal zelten kann. Tja, was soll ich sagen: nicht mal einen Monat später sitze ich mit hunderten Fußballfans im Zug nach Hannover. Die Fußballfans wollen von dort aus weiter nach Berlin - ich nach Coppenbrügge. Ich weiß... nicht alle Fußballfans sind doof... aber die in meinem Wagen waren es definitiv. Keiner trug eine Maske, Bier floss in Strömen und gegrölt wurde nonstop, der Takt auf die Fensterscheiben gehämmert. Vandalismus inklusive. Sie durften dann irgendwann den Zug mit Polizei-Geleit verlassen und ich kam mit 1 Stunde Verspätung und noch mehr Wunsch nach Ruhe als eh schon um bald halb neun abends in Coppenbrügge an. Bestens mit Details von @dennisdraussen versehen, will ich aber noch ein Weilchen laufen, bis nach Lauenstein. Puh, das würde bis in die Dunkelheit gehen und die Wetterwarnung ist auch noch nicht aufgehoben: Tornados hatten schon Teile von Dörfern um Göttingen rum zerstört und alle anderen Züge hatten auch Verspätung gehabt. Nur nicht wegen Fußballfans, sondern wegen Unwetter. Ich mache mich dann trotzdem auf den Weg, denn im Gegensatz zur Vorhersage regnet es nicht in Strömen und der Wind hält sich auch in Grenzen. Kaum aus dem Bahnhof raus, finde ich schon ein Schild "Zuweg Ith-Hils-Weg" und folge ihm, in der Hoffnung, so am Trailhead anfangen zu können. Zum Ith-Hils-Weg führt er tatsächlich, aber ein Trailhead ist nicht in Sicht. Spoiler: ich fand auch auf den restlichen 80 Kilometern keinen... Schon die ersten Kilometer des Ith-Hils-Wegs können sich sehen lassen: kleine Pfade am Waldrand, ein bisschen rauf, ein bisschen runter. Der Hund freut sich darüber, endlich die Beine bewegen zu können, ich genieße die Ruhe. Es läuft sich gut in den neuen Schuhen (Altras) und wider Erwarten fühlt sich auch der Rucksack (Huckepacks) nicht schwer an. Das erleichtert mich, denn es ist die erste Rucksack-Tour dieses Jahr. Noch während wir im Wald sind, geht die Sonne unter und nun überfallen mich doch etwas unheimliche Gedanken. Warum müssen wir Frauen immer davon ausgehen, dass uns etwas zustoßen könnte? Warum kann ich nicht einfach die Dämmerung genießen und davon ausgehen, dass mich hier eh keiner sieht? Wahrscheinlich tiefe Prägung. Nach gut 6km führt uns der Weg wieder aus dem Wald heraus und es geht etwa 1km übers Feld nach Lauenstein. Wow, der Wind bläst hier heftig rein und ich sehe zu, dass ich voran komme. Oben hat sich richtig was zusammen gebraut und ich würde zu gerne trocken bleiben. Aber ich bin beruhigt, dass ich auch spät abends noch ankommen kann - das hatte mir das Naturfreundehaus am Telefon gesagt. Nach weiteren knapp 2 km weht uns Musik entgegen und als wir ans Haus treten, gehen Raketen los: eine Hochzeit ist mittem im Gange! Ich weiß nicht, ob ich mit den Augen rollen oder mich freuen soll, denn ich hatte ja schon die Fußballfans. Ich entscheide mich fürs Freuen, denn so hab ich noch ein bisschen Licht von den Feuerwerkstechnikern beim Aufbauen des Zelts. Das denkt nämlich überhaupt nicht dran, friedlich auf dem Boden zu legen, sondern flattert fröhlich in den Windböen. Da das Sanitätsgebäude verschlossen ist, bin ich samt Hund kurze Zeit später im Zelt und wärme mich im Quilt auf. Von der Hitze der vergangenen Tage ist nichts mehr zu spüren, aber das Schlaf-Setup ist gut gewählt (Cumulus Comforter M und Merino-Shirt + -Hose). Die ganze Nacht drückt der Wind mir das Zelt immer wieder auf den Körper und heult laut, aber irgendwann stopfe ich die Ohropax rein und schlafe tief und fest. Es macht mental einen riesen Unterschied, ob man auf dem Zeltplatz schläft oder irgendwo im Wald. PS: das Naturfreundehaus hat auch gemütlich aussehende kleine Hütten, in denen man übernachten kann und ich meine, auch Zimmer gesehen zu haben. Blick nach Lauenstein in Gewitter-Sturm-Stimmung:
    9 Punkte
  29. Weil Masse die Raumzeit krümmt. Dadurch können Sie länger die Wanderung genießen, zumindest von außen betrachtet.
    9 Punkte
  30. Tag 7-9: 2x 27km und 14km Wären wir am Tag zuvor nur ein wenig weitergelaufen, wären wir an der grandiosesten Trailmagic des ganzen Trails angekommen. Es gab nicht nur ganz viele Gallonen Trinkwasser, Essen sondern auch verschiedene 1. Hilfe-Artikel. Mein Mann hat sich in den letzten Tagen schon zwei Blasen an den Fersen zugezogen, doch die Compeed-Blasenpflaster wollten nicht halten. Ich hatte am Vortag auch eine Blase an der Ferse bekommen, doch immerhin hielt das Blasenpflaster bei mir. Er war sehr froh über die Auswahl an verschiedenen Blasenpflastern und ich half ihm zuerst, seine Füße zu verarzten. Anschließend ließen wir uns Zeit um gemütlich in den bereitgestellten Klappstühlen zu speisen. So kann man auch angenehm am km machen gehindert werden. Als wir aufbrechen wollten, kam die Kanadierin von gestern an. Auch heute wurde es wieder heiß und die Schirme kamen reichlich zum Einsatz. Es gab nur wenig Schatten, doch für die Mittagspause fanden wir eine schattige Stelle in einem kleinen fast ausgetrockneten Bachbett. Es fanden sich sogar noch zwei kleine Wasserlöcher, sodass sogar eine Katzenwäsche möglich war. Was für eine Wohltat! Zum Abend hin liefen wir bis zu den "Twin Tanks", die sich als zwei trübe Seen herausstellten, von denen einer ausgetrocknet war. Auf dem vegetationslosen Boden fanden wir eine Stelle fürs Zelt. Der nächste Tag verlief meist durch relativ eintönige leicht wellige Landschaft mit vielen Kakteen und wenig Schatten. Eine gehörnte Eidechse mit oval geformtem Körper huschte ins niedrige Stachelgebüsch. Die Mittagspause verbrachten wir unter dem einzigen Baum in Sichtweite einer Straßenunterführung. Die Pause im Schatten tat gut, es war gar nicht so leicht sich aufzuraffen um weiterzugehen. Am Nachmittag sahen wir die ersten Saguaro Kakteen. Krass, wie riesig die sind! Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir bei der La Posta Quemada Ranch an. Da man dort nicht übernachten durfte, aber es sehr bald dunkel werden würde, liefen wir ein Stück zurück und stellten unser Zelt auf plattem Gras auf, wo scheinbar vor nicht allzu langer Zeit bereits ein anderes Zelt stand. Am nächsten Tag wollten wir nach Vail hitchen, um dort im Safeway einkaufen zu gehen. Die ersten zwei Meilen fuhr jedoch kein Auto, sodass wir ein paar extra km machen mussten. Als wir einen Abzweig zu einer mehr befahrenen Straße erreichten nahm uns dann jemand mit. Nach dem Einkauf ließen wir uns es im örtlichen Taco Bell gut gehen und bestellten fleißig, während die Elektronik auflud. Bevor wir gingen bestellten wir erneut je einen Burrito: Abendessen deluxe. Ein Paar mit zwei ATVs, die auf dem Weg zu einem Wochenendausflug waren, nahmen uns freundlicherweise mit und brachten uns zurück zur Ranch. Beide waren ganz erstaunt von unserem Plan bis Utah zu laufen. Sowas verrücktes! Am Nachmittag liefen wir noch 14km durch flache Wüstenlandschaft mit zahlreichen Saguaro Kakteen bis zur Nationalparkgrenze. Dort darf man nur in ausgewiesenen Bereichen zelten. Am Abend zuvor hatten wir uns einen Platz am Manning Camp gebucht und die verbleibenden 21km würden wir ohnehin nicht mehr schaffen.
    9 Punkte
  31. Tage 5 und 6: 25km bis Bear Spring und 27km bis Bowman Spring In Patagonia gab es zwei Einkaufsmöglichkeiten. Einen teuren Bioladen und einen kleinen Dorfladen mit normalen Preisen. Wir kauften in beiden etwas ein, den Löwenanteil jedoch in dem günstigeren. Der fünfte Tag versprach anstrengend zu werden, denn es sollte ungefähr 1000hm bergauf gehen. Früh standen wir auf uns machten uns auf den Weg. Der Weg entpuppte sich als Forststraße, die den größten Teil der Höhenmeter bergauf verlief. So war der Weg zwar langweilig, aber wir kamen schneller voran als vorab vermutet. Bei einer von mehreren Wasserquellen machten wir eine ausgiebige Mittagsrast, denn auch heute war es wieder so warm und sonnig, dass wir seit halb zehn mit den Schirmen liefen. Die halfen enorm gegen die Hitze. Erst die letzten hm zum Pass wurde der Weg wieder zu einem Trail. Dieser war schmal und relativ stark bewachsen, sodass wir ohne Schirme liefen. Oben angekommen war es endlich kühler und wir gönnten uns den ersten Elektrolytdrink. Der half tatsächlich die Konzentrationsfähigkeit zu steigern, nachdem diese nach dem langen Anstieg ziemlich gelitten hatte. Nun waren es nur noch wenige km bis zur nächsten Quelle, wo auch tolle Zeltplätze sein sollten. Dort angekommen zeigte sich, dass unsere Wahl hervorragend war, war das Wasser klar und kühl und genügend Platz für viele Zelte. Wir blieben die Nacht über aber alleine, obwohl nachts jemand mit Stirnlampe am Zeltplatz vorbeilief. Am nächsten Tag ging es nach einer vergleichsweise warmen Nacht (kein Frost!) gemächlich eher eben über eine Art Höhenweg bis es zu einer Dirtroad runterging. Dort war auch schon der nächste Bach mit frischen, klaren Wasser. Viel mussten wir also nicht tragen. Das erste Highlight des Tages war ein interessantes Gespräch mit einer deutschend Langzeitreisenden, die den Arizonatrail kurz vor Corona angefangen hatte und ihn 2022 beenden wollte. Das zweite Highlight war eine gemeinsame Mittagsrast mit einer Kanadierin, die den AZT ebenfalls komplett laufen wollte, aber "nur" etwa 20km pro Tag gehen wollte. Wir schafften die ersten Wochen auch nur so etwa 25km, obwohl wir erst kurz vor Sonnenuntergang unser Zelt aufstellten. Ansonsten verlief der Weg auch mal durch lichten Wald und bot immer mal wieder schöne Aussichten auf die umliegenden Hügel. Zum Ende hin wurde uns dann doch das Wasser knapp. Laut App sollte die Bowman Spring offtrail sein, doch es war kein aktuelles Kommentar da. Wir verließen den Wald und stiegen in einen steil abfallenden Canyon ab um dort kein Wasser zu finden. Nervigerweise war die Vegetation dermaßen dornig, dass unsere Beine durch die erfolglose Suche nach Wasser total zerkratzt waren. Also ging es wieder zurück auf den Weg. Da die Sonne bereits am untergehen war, platzierten wir unser Zelt direkt am Weg an einer flachen Stelle. Das Wasser war knapp, reichte aber gerade so. Als Trostpflaster bekamen wir einen schönen Sonnenuntergang zu sehen.
    9 Punkte
  32. Eine kleine deutsche Cottage-Company bzw. "Outdoorbude" in the making: Outliteside Der Instagram-Kanal ist gerade mal 2-3 Wochen online, hab die zufällig über Google/Etsy gefunden. Klein, ohne Lager, Fertigung auf Anfrage. Gibt bisher einen Alpha Direct Hoodie (90gsm) und eine Art UL-Rückenlehne. Hatte über IG Kontakt mit Tobias und hab meinen Hoodie bestellt. Kontakt war freundlich und hilfreich. Sobald mein Hoodie da ist, geb ich gern ein Update. Bin gespannt!
    8 Punkte
  33. Ich bin da voll bei euch, wir alle sind das Problem, wir sind einfach zu viele Menschen. Es wird leider immer knapper für die Natur und Leute die sich in der Natur nicht benehmen können (z.B. LNT) finde ich auch nicht in Ordnung. Naturschutzgebiete sind auch wichtig. Allerdings fehlt mir hier die Verhältnissmäßigkeit: Ich wohne in Österreich in den Bergen gleich neben Naturschutzgebieten. Gerade werden bei uns wieder einmal Hotels gebaut und einige einflussreiche Leute möchten gerne ein Skigebiet mitten durch das Naturschutzgebiet(!!!) bauen. Und dann wird mit dem Finger auf LNT Wildcamper gezeigt? Was ist denn die rechtlich saubere Alternative zum LNT Wildcampen? Genau, ich fahre mit meinem fetten SUV in die Berge, nehme mir ein teures Hotelzimmer (Bodenversiegelung, CO2 Belastung bei Bau und Berieb, Autoverkehr, asphaltierte Zufahrtsstraßen uvam.), lass mich mit dem Lift auf den Berg bringen wo am Gipfel ein 5-Sterne Restaurant auf mich wartet, dass fleißig Müll produziert... aber das fördert die Wirtschaft... [Achtung Sarkasmus] Ich würde auch mal böse vermuten, dass die Verbote von Wildcampen und auch Nächtigen in Campingbussen außerhalb von Campingplätzen nicht nur wegen der (sehr verständlichen) Belastung erlassen wurden. Ich denke, da ist auch ein wenig das liebe Geld und der Besitzanspruch (von Grund und Boden) ein Thema, denn Gäste sollen gefälligst ein Hotel buchen und sich nur auf ein paar ausgetrampelten und am besten kostenpflichtigen Wegen (aka. Erlebnispfade) aufhalten. Und deren Geld ist uns wichtiger als deren Benehmen, für den hinterlassenen Saustall stellen wir einfach zu Sklavenbedingungen (aka Ein Euro Jobs) ein paar Flüchtlinge als Straßenkehrer ein. Zum Abschluss noch ein wenig Greenwashing (aka Solaranlage und Holzschnitzelheizung für den 2000m2 Wellnesstempel).
    8 Punkte
  34. Also ich finde es eher krass wie er überhaupt nicht checkt dass sein Verhalten problematisch ist. Reue zeigen ginge beispielsweise so: mit neuen Informationen einsehen dass unter Beachtung aller Aspekte (eigenes Vergnügen vs Vergnügen der Lebewesen im NSG) das eigene Verhalten nicht in Ordnung ist. Zb "stimmt, das ist blöd im NSG Feuer zu machen und obendrauf noch Andere über YouTube ggf zum Nachhahmen zu animieren" wäre wohl das mindeste gewesen. Diese kognitive Leistung hat er nicht erbracht und dafür bekommt er die volle Strafe. Edit: übrigens nicht um ihn zu ärgern, beides (Reue oder notfalls hohe Strafe) hat ja nur das Ziel, dass er das nicht mehr macht... Na klar, Vorsatz wird strenger geahndet. Immer blöd zu sagen "aber ich hatte es eilig und musste so Rasen".
    8 Punkte
  35. Ich hab mir das jetzt mal durch den Kopf gehen lassen, aber wenn ich irgendwo in einen Plastikbeutel kacken muss, dann gehe ich da lieber gar nicht erst hin.
    8 Punkte
  36. Samstag morgen 9 Uhr im Südschwarzwald, nach 3 Stunden Aufstieg und weit und breit niemand unterwegs, freue ich mich auf meinen kleinen unbekannten Gipfel mit Panoramasicht und Frühstück. Hier habe ich noch nie jemand getroffen, weil der Weg auf keiner Wanderroute liegt. Und heute sehe ich plötzlich das hier und glaube es erst nicht: Ein junges Bauernpärchen hat wohl eine Sondergenehmigung bekommen sich hier oben zu trauen und alles mit dem Traktor hochgekarrt, weil einen befahrbaren Weg gibt's nicht wirklich. Bin ja kein so Fan von Hochzeiten aber bei so einer Location könnte ich auch noch schwach werden. Im Hintergrund die zwei großen vom Schwarzwald (links Belchen, rechts Feldberg) weiter rechts würde man dann noch die fast komplette Schweizer Alpenkette sehen, Traumsicht heute. Fehlen nur noch die Kühe und Ziegen am Rand die mit den Glocken läuten. Dem unbekannten Paar jedenfalls alles Gute.
    8 Punkte
  37. Ich hab mir die App jetzt mal probehalber runtergeladen- auch, weil es eventuell an Pfingsten ein paar Tage in die Vogesen geht, da könnte ich sie eventuell testen. Es stimmt, sie ist größtenteil auf Französisch, wobei die Übersicht am Anfang auch auf Englisch ist, aber das stört mich bisher noch nicht, da sie so ziemlich selbsterklärend ist. Das ist schlichtweg eine Karte mit gut übersichtlichen Symbolen drin zu Wasserstellen, Unterkünften (Hotels, Fremdenzimmer, bewirtschafteten Hütten- bei einem Abschnitt, den ich schon mal gegangen bin, ist mir gleich mal aufgefallen, dass diese Angabe sehr selektiv ist, ein Hotel, in dem ich übernachtet habe, ist gleich mal nicht so markiert, allerdings ist es in der Karte mit drin, wenn man etwas reinzoomt), Biwak-Stellen (meist unbewirtschaftete Hütten), POIs (Sehenswürdigkeiten), Informationen (Kreuzungen, alternativen Routen, schwierige Stellen etc.) und Einkaufsmöglichkeiten. Diese Symbole kann man ein- und ausschalten. Sieht erstmal sehr angenehm aus. Allerdings muss man wissen, dass die App selbst kostenlos ist und die erste Sektion, Nordvogesen, auch. Damit kann man also erstmal die App testen. Alle weiteren Abschnitte ('Stages' genannt, es gibt insgesamt 6) kosten jeweils 10 Euro, oder alles zusammen 50 Euro. Ich hab mir jetzt mal die erste Sektion gekauft, bezahlt mit Paypal, das ging flott.
    8 Punkte
  38. kickflip

    Impressionen von Touren

    Kleine mehrtägige Dünenwanderung im Nationalpark Thy, Nordwestjütland, Dänemark Von Agger nach Bulbjerg teils auf dem Vestkyststien mit Schlenkern durch verschiedene Dünenwälder Übernachtungen in Sheltern und unter´m Tarp Spät am Abend kurz nach der Ankunft in Agger auf dem Weg zum Shelter beim Leuchtturm Lodbjerg Am Morgen nach verlassen des Shelters- wenig überraschend: die Wege teilweise sehr sandig Wunderschöne Dünenlandschaft auf dem Weg nach Stenbjerg Ich war immer wieder geflashed von den Farbwechseln in den Dünen Embark - Feuchtgebiet im Stenbjerg Dünenwald Das Stenbjerg-Shelter bereits belegt habe ich meine erste Nacht überhaupt unter´m Tarp verbracht Seezeichen bei Vorupør im Nebel-Niesel Nach einem Abschnitt direkt auf dem Strand geht es wieder zurück in die Dünen Einer der schönsten Abschnitte des Trails Der Pfad über dem Grubevande-Feuchtgebiet Schönes Plätzchen mit Meeresrauschen in der Thagaards Plantage - der Strand nur 100m entfernt Blick auf das Hanstholm Vildtreservat vom höchsten Punkt meiner Wanderung aus, dem erhabenen Isbjerg (54m). Betreten konnte ich das Reservat kaum - der Vogelschutz verbietet dies von April bis Mitte Juli. Vilsbøl Shelter - neben den Sheltern gibt es immer wieder ausgewiesene Gebiete in den Dünenwäldern, in denen eine Übernachtung im Zelt erlaubt ist (auf udinaturen.dk zu finden) Krötenbesuch auf meinem Hüftgurt Am Ziel meiner Reise angekommen: der Vogelfelsen Bulbjerg
    8 Punkte
  39. Genau ich denke jetzt ueber eine Paddelbegleit-Pauschale, Camp-Kuhabhalt-Pauschale usw nach Es ist halt ein Riesenproblem, wenn oeffentlich derartige Verstoesse, Uebertretungen propagiert werden... Das animiert Viele, Derartiges nachzumachen... Ich bin ja nun schon > 4 Jahrzente "draussen" jedes Jahr ein paar Monate unterwegs und es ist halt so, mal ganz grob gesagt, dass es nicht nur immer mehr werden, auch der % Anteil an Idioten nimmt immer mehr zu Vor 30-40 Jahren brauchte man ueber LNT gar nicht zu reden, war eh fuer jeden selbstverstaendlich und es war natuerlich auch so, dass von der absoluten Anzahl her die Belastung der Gebiete sehr klein war. Inzwischen sind ohne Ende Leute unterwegs, die einen Schei** auf Wild-Rueckzugsgebiete usw geben, ueberall fliegt Klopier rum, es wird mit dem Hobo-Kocher mit entsprechendem Funkenflug im Wald gekocht, mit verbrannten Bodenstellen durch Lagerfeuer, abgebrochenen Aesten fuer Feuer oder Heringe usw will ich gar nicht anfangen... Hier im Forum wird dann locker geschrieben, es waere ja ueberhaupt kein Problem, ueberall wild zu zelten usw...oder es wird stolz berichtet, dass man in einem klaren Naturschutzgebiet, wo auch ohne Ende Schilder haengen, dass Zelten verboten ist und auch nette preiswerte Campings sind (in dem Fall A nicht D), man da wild gezeltet hat und auf entsprechende Kommentare geschrieben, das waere ja voellig ok, da man CO-neutral mit dem Fahrrad angereist sei Dass natuerlich auch Tages-Wanderer, WW/WM-Fahrer, Angler, Yachties usw da viel Mist machen, ist klar, aber ich beschraenke das mal auf unsere Bereiche... In den heutigen Zeiten, wo z.B. von gewissen Felsen reihenweise die Leute runterkippen, weil sie versuchen, mit dem Deppenstick genau dasselbe Foto zu machen, was irgendwer mit viele Followern gepostet hat und eben das Internet von Manchen als einzige Informations / Lernquelle genutzt wird, gehoert imho halt auch dazu, dass man sich vor dem Posten ueber diese Verantwortung klar ist. Mal ein kleines Beispiel aus eigener "Praxis"... Ich war ja damals der Erste, der auf GT´s Hinweis hin, laenger auf der Sierra Cazorla / GR247 unterwegs war (auch immer wieder, habe da ueber die Jahre etliche Monate verbracht), entsprechend habe ich damals auch gerne in dem Thread auf ODS hilfreiche Infos reingeschrieben, Leuten mit Tracks weiter geholfen usw Das Meiste war halt im Thread fuer jeden lesbar und es wuerde auch von etlichen anderen URLs auf den Thread verlinkt. Leider musste ich dann feststellen, dass es von Jahr zu Jahr immer mehr wilder Muell um die kleinen unbewirtschafteten Refugios wurde OT: (ist eigentlich sehr easy mit dem Muell, alle paar Tage kommt man mal an einer Tonne vorbei) und zu einem sehr hohen %-Satz halt eindeutig Muell von deutschen Mehrtages-Wanderern z.B. Verpackungen von Trecking-Mahlzeiten mit deutscher Beschriftung, leere Gaskartuschen usw Innen in den Refugios Brand/Schmorspuren auf den Tischen, wo man dadurch noch erkennen konnte, welcher Kocher benutzt wurde..irgendwelche angeschranzten Lebensmittel, die einfach stehen gelassen wurden usw Am Anfang war ich nur auf diese Ars**loecher sauer, musste dann aber bei neutraler Betrachtung sehen, dass ich ja durch die Informationen, die ich in dem Thread zur Verfuegung gestellt hatte, einerseits sozusagen Werbung fuer den GR gemacht hatte und dadurch, dass in diesem Thread soviele Informationen u.A. von mir zusammengetragen wurden, eben vermutlich auch Leute, die eher sehr bequem drauf waren, dazu animiert wurden, in dem Gebiet unterwegs zu sein. Mein Fazit daraus ist, dass ich solche Infos nicht mehr oeffentlich poste, keine Reiseberichte o.A. poste und wenn ich mal mein ganzes Paddel-Videomaterial zusammenschneide, ich auch bei den Videos darauf achten werde, keine bzw nicht viele Detailinfos oeffentlich zu machen. Im persoenlichen Kontakt Face to Face helfe ich natuerlich weiter... Ich finde es gerade bei div Youtubern ziemlich heftig, was die da so oeffentlich propagieren und finde, dass da eigentlich ein "Warnschuss" laengst ueberfaellig war...btw finde ich, dass es dann auch keine Loesung ist, das weiterhin in dem Wissen, dass es verboten ist, in den Videos darzustellen und dann darauf hinzuweisen, dass das ja eigentlich verboten ist.... Ich gehe mal davon aus, dass die Meisten hier auf ihre Art Naturschutz betreiben und ich frage mich dann auch, ob wir Mods nicht eigentlich auch Beschreibungen von Regelverstoesse gegen Naturschutzregeln wie z.B. "Werbung fuer Wildzelten", Feuer (auch im Hobo-Kocher) im trockenen Wald usw, nicht eher rauseditieren / verstecken sollten, um zu verhindern, dass sich dadurch Andere animiert fuehlen, das nachzuahmen...natuerlich auch selber bei unseren Posts auf Entsprechendes achten sollten... Vielleicht mache ich dazu mal im "Winterloch" einen Diskussionsthread auf...
    7 Punkte
  40. Schon, aber mir haben sie geholfen! Ich war viele Jahre in Wanderstiefeln (Hanwag Alaska GTX in Wide-Ausführung) unterwegs. Blasen und brennende Fußsohlen waren meine ständigen Begleiter. Teilweise war das extrem schlimm. Eine Lösung war jahrelang nicht in Sicht. Auf dem Jakobsweg Via de la Plata in Spanien unterhielt ich mich in einer Herberge mit einer Amerikanerin. Worüber unterhält man sich da? Natürlich über die Ausrüstung, Probleme usw. Als wir uns über Wanderschuhe unterhielten, zeigte sie mir ihre ALTRA Lone Peak-Trailrunner. Zuhause bestellt und ausprobiert. Probieren bedeutet ja auch immer kaufen, so dass ich nicht wusste auf was ich mich da einlasse. Ich hatte nie wieder irgendwelche Probleme, egal auf welchen Wegen ich unterwegs war. Ich fühlte mich wie neu geboren. Ein weiterer Aspekt spielt bei mir auch noch eine Rolle, der bisher in diesem Thread nicht so im Fokus stand. Mit den Wanderstiefeln hatte ich trotz der Benutzung von Stöcken teilweise schlimme Umknick-Verletzungen. Oft genug musste ich Tagesetappen auf längeren Wandertouren deswegen abbrechen. Mit den Trailrunnern (ebenfalls mit Stöcken) bin ich auch umgeknickt, aber nie so schlimm, wie mit dem Wanderstiefeln. Ich habe festgestellt, dass ich mit den Trailrunnern viel bewusster durch die Gegend laufe. Ständig prüfe ich, wo ich meinen Fuß hinsetzen kann. Wer mich beim Wandern beobachtet, könnte meinen, dass ich Pilze sammle. Mit den Wanderstiefeln war das nicht so. Ich habe mich beim Wandern, egal auf welchem Untergrund, zu sehr auf die Wanderstiefel verlassen. Die Wanderstiefel werden es schon richten bzw. "ausbügeln". Das war meine Vorgehensweise, die zu den genannten Umknick-Problemen führten. Deshalb: Nie wieder Wanderstiefel. Auch im Hochgebirge bin ich mt Trailrunnern unterwegs. Irgendwo hier im Forum habe ich mal eine Berechnung angestellt, wenn man bei einer durchschnittlichen Schrittweite von ca. 70 cm auf eine Schrittzahl von 50000 am Tag kommt. Das sind 35 km. Nicht schlecht für eine Tagesetappe. Bei einem Hanwag-Wanderstiefel, der ca. 1 kg wiegt und einem Trailrunner, der auf ca. 250 g kommt, sind das für den Hanwag-Wanderstiefel 50 Tonnen, die jeden Tag bewegt werden müssen. Für den Trailrunner sind das 12,5 Tonnen. In der Landwirtschaft gibt es Hänger, die 10 Tonnen Last befördern können. Jeder kann sich jetzt einen Traktor mit 5 Hängern vor seinem geistigen Auge vorstellen, der an ihm vorbeifährt. Und das jeden Tag auf einer längeren Wandertour. Das ist ein gewaltiger Unterschied zu den Trailrunnern.
    7 Punkte
  41. Jahre nach dem Kaufen bin ich im Laufe des Jahres endlich mal dazu gekommen die Minima Vest von Thru Hiker zu nähen... Sie ist gut brauchbar, aber nur begrenzt stadttauglich geworden Als erstes Kleidungsstück hat sie mir mehr abverlangt, als ich gedacht hätte. Paul von Thru Hiker hat an zwei Stellen super Emailsupport gegeben, sehr angenehm.
    7 Punkte
  42. Adventureexpert verkauft ein Werkzeug, das die Zippermontage deutlich vereinfacht. Und darüber hinaus stellen sie auch noch die 3D Drucker Datei auf thingiverse zur Verfügung. Das finde ich richtig nice und der mir eh schon sehr sympathische Shop gewinnt bei mir weiter an Ansehen. Ich habe nicht überprüft, wer der Autor oder die Autorin der Datei ist und wo die Rechte liegen. Und ich habe das Teil auch noch nicht. Werde es aber bald drucken und testen lassen. Bin gerade nur begeistert und wollte es mit euch teilen. Edit: habe gerade gesehen, dass auch noch die Datei für Hardware für ultraleichte Quiltbefestigung auf der Neoair online ist.
    7 Punkte
  43. Soo jetzt komme ich endlich mal dazu hier was zu schreiben und v.a. endlich Bilder nachzureichen. Da ich sie nicht mehr nachträglich einfügen kann tue ich das in diesem Post: Tag 1: Blick vom Miller Peak Tag 2: Weg flache Etappe mit gelbem Gras (ich liebe diese Farben!) Tag 3: Zwei Bilder von den Canelo Hills. Insbesondere die gelben ohne Büsche haben uns außerordentlich gut gefallen.
    7 Punkte
  44. Moin, nachdem ich endlich paar Stoffe bekommen habe, habe ich mein erstes Rucksack-Projekt gestartet. Die Schultergurte hätte ich schon mal (1000d Cordura, 10mm Evazote, non-elastisches Mesh), und ich habe wahnsinnigen Respekt dafür gewonnen, wie viel Aufwand das ist. Das alles ohne Klammern, Zeichenstift (nur Kuli auf schwarzem Stoff) oder genauem Plan. Dafür bin ich ganz happy damit.
    6 Punkte
  45. Ich hab mir zumindest das halbe Video gegeben, mehr ging echtnicht. War schon sehr (neudeutsch) cringe... Da war fremdschämen angesagt! Der Mensch beschwert sich darüber, dass er 200€Bußgeld wegen Störens von Tieren erhält :" wo er doch nur ne Spinne angeleuchtet und, weil das Vieh ruhig sitzen blieb, angepustet hat, damit sie sich bewegt und das Video gruseliger wird!" Ok, im nächsten Video braucht er dann ein flüchtiges Rehkitz, und weil das blöde Vieh ruhig liegenbleibt, wird es dann aufgehoben und angestupst, tut dem ja nicht weh...? Und nur im Nebensatz wurde erwähnt, dass er dort, wo das Spinnending stattfand, gar nicht hätte sein durfen, dafür gab's ja schon 1200€ Bußgeld! Aber nein, Mr. Uneinsichtig spielt auch noch die"ich bin ja besser als andere"- Karte - wenn es saufende Jugendliche wären, ja , dann... Aber ER? Mir fehlt hier gerade ein Kotz-Smilie. Edit: was mich auch mächtig nervt: der reißerische Titel des Videos, der auch noch falsch ist: 10000€ Geldstrafe! Nein, der Mann hat Bußgelder bekommen. Keine Geldstrafe. Hätte er über 10000€ Geldstrafe bekommen, wäre er nämlich vorbestraft und das stände im pol. Führungszeugnis. Der soll mal froh sein, dass es nur Bußgelder sind. Aber "Geldstrafe" macht sich natürlich besser, viel dramatischer...übelster clickbait. Jetzt fehlt mir wirklich ein Kotz-Smilie!
    6 Punkte
  46. "Sorry about the mishap. The X-Mid uses polyester fabric for the fly with a silicone coating on the outside and a PEU coating on the inside. Thus, different products adhere differently to the inside and outside.For small holes or cuts, you can seal the tent on the outside using clear silicone caulk, such as GE Silicone II. You can buy small tubes that don’t require a caulking gun. Or on the inside with a PU adhesive like Seam Grip.For larger repairs, first close the wound by sewing it shut or using tenacious tape. Tenacious tape will stick well to the inside of the fabric and will last permanently if it’s applied to clean fabric (wipe with alcohol). The sage color matches the X-Mid remarkably well. With either sewing or tape, you may wish to also seal the outside with silicone to ensure it is waterproof and to add strength. If you sewed it shut, it is best to dilute the silicone cault 3:1 with mineral spirits to create a thinner slurry that will soak into the stitching.It is also possible to create patches of the fly material by pirating some from the stake stuff sack and adhering it to the outside (with silicone) or to the inside (with SeamGrip) but there is little reason to do this since tenacious tape on the inside accomplishes something similar." https://www.trek-lite.com/index.php?threads/whats-the-best-way-to-repair-silpoly-dan-durston-xmid-dents-in-flysheet.8822/ "We have an in depth repair article here: https://durstongear.com/tent-repair. But in short, regular tenacious tape sticks to the inside (PEU side) and tenacious tape sil sticks to the outside (sil side)." https://www.reddit.com/r/Ultralight/comments/r8bfst/will_tenacious_tape_work_on_xmid_silpoly_is_there/
    6 Punkte
  47. So'ne eingebung hatte ich die tage auch Hatte noch 1 segment der zlite und ripsband rumliegen... 22g
    6 Punkte
  48. SandsOfTime

    Vorstellungsthread

    Hallo zusammen, dann will ich auch mal: Mein Name ist Ben, 39, lebe in der Südpfalz. Lese hier ebenfalls schon eine Weile mit und konnte mein Rucksackgewicht durch dieses Forum bereits drastisch reduzieren. Von UL bin ich aber leider noch weit entfernt, wobei mir persönlich das Unterschreiten irgendwelcher Grenzwerte auch schnuppe ist, sondern vielmehr als Orientierung dient. Für 9 Tage Jotunheimen Anfang Juli liege ich aktuell schon wieder bei knapp unter 8 kg BW. Und das ist einfach noch zu viel. Die Packliste war bereits leichter und leichtere Ausrüstung wäre teilweise auch noch vorhanden. Wenn es für den UL-Rookie nur so einfach wäre… Meine bisherigen Learnings: 1) Ich kann im ersten Schritt verdammt viel Geld für leichte Ausrüstung inklusive Fehlkäufen ausgeben und damit bis zu einem gewissen Grad auch leichter werden. 2) Wirklich leichter werde ich aber nur durch Weglassen, Multiuse, Skills & Erfahrung und - in meinem Fall die allergrößte Hürde - durch die Überwindung meiner Ängste, eines mitunter übertriebenen Bedürfnisses, jede Eventualität absichern zu wollen, sowie durch die Verschiebung meiner empfundenen Komfortgrenze. 3) Als 1,92 Hiker mit knapp 100 kg und Schuhgröße 47,5 - 48,5 wird das leichter werden nicht unbedingt einfacher. Aber ganz sicher auch nicht unmöglich. Soll ja keine Ausrede sein. Mit einer stabilen 6,x für ausgedehntes Bergtrekking bei Wind und Wetter wäre ich schon verdammt glücklich. 4) von 0 auf 100 schaffe ich es nicht. Es ist alles ein Entwicklungsprozess. Viele Grüße Ben
    6 Punkte
  49. In den Pyrenäen habe ich folgendes Konzept ausprobiert: Ich habe im Dörrautomaten Eintöpfe und Bolognese getrocknet und zu je 60g portioniert. Unterwegs habe ich dann einfach Nudeln gekauft, die man ja wirklich überall bekommt. Zu den 60g Geschmack kommen dann für ein Abendessen noch 125g Nudeln und ich hatte eine super leckere Mahlzeit. So konnte ich ohne Probleme 10-12 Abendessen mitnehmen. Gegenüber Travellunch o.ä. spart man so ca. 2/3 des Gewichts (und der Kosten)! Dazu nehme ich entweder etwas Salz mit oder salze die Bolognese / den Eintopf etwas stärker als normalerweise. PS: Wenn du den neuen Trail durch Tschechien gehst, bin ich auch sehr auf deinen Reisebericht gespannt!
    6 Punkte
  50. OT: Da kommen hier im Forum oft die Berichte der besonders Kälteresistenten hab ich den Eindruck. Verstehe dein Interesse, aber ich denke dir ist klar: das ersetzt kein Ausprobieren... Ich jedenfalls komme mit apex 67 quilt bis ca 18 Grad und mit 150g Daune ca bis 15 Grad zurecht Daher hab ich selbst für Sommer einen schmalen Schlafsack mit 8-9cm Loft bei 270g Daune. Bei 8 Grad dann sogar schon mit Schlafklamotten. Damit hier auch mal der verfrorenere Bereich berichtet wird. Ist leider nicht leicht, verfroren zu sein OT: Jemand der einen 150er Quilt hat, gehört vermutlich eh nicht zu den verfrorenen. Bei denen hätte so ein Teil wohl wenig Einsatzzwecke. Vielleicht daher die oft eher extremen Temperaturangaben?
    6 Punkte
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+02:00 eingestellt
×
×
  • Neu erstellen...