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Ultraleicht Trekking

ULgäuer

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  1. Man verzichtet doch nicht. Man tauscht. Komfort im Camp gegen Komfort auf dem Trail. UL-Backpacking ist nicht entstanden, weil die Leute sich zu gut gefühlt haben und deswegen Lust auf Selbstkasteiung bekamen, sondern weil es verdammt anstrengend ist Zeug durch die Gegend zu schleifen.
  2. Ist doch schön, wenn man sein Gewicht so kontrollieren kann. UL hat Dich genau das gelehrt und jetzt kannst Du es nach Bedarf und Gelüst anpassen. Leichter werden nur um des leichter Seins wegen, also sinnbefreites UL, muss ja auch nicht sein. Man sollte sich grundsätzlich immer überlegen, warum man etwas macht. Ist es unnötig, lässt man es wohl leichter sein.
  3. Soweit ich mich erinnere gab es in fast jedem nennenswerten Ort auf der Strecke eine Einkaufsmöglichkeit, die man Supermarkt nennen könnte. Von Hausach aus kann man leicht mit dem Schienenbus nach Haslach. Da gibt es mehrere Supermärkte von durchaus ansehnlicher Größe. Bezüglich Darmstädter Hütte: Reservierungsansweisungen auf der Webseite befolgen und Geduld haben. Die lassen sich gerne mal etwas Zeit mit der Beantwortung. Eventuell telefonisch versuchen. Die verlangen dann eine Vorabüberweisung von 20,- Euro um sicherzustellen, dass man es auch ernst meint. Erfahrungsgemäß sind Wochenenden problematisch mit Unterkünften. Unter der Woche können einem Ruhetage die fehlende Planung versauen. Es empfiehlt sich also die Wochenenden entweder vorauszubuchen oder gleich anderwertig zu nächtigen. Ob man im Winter irgendwo wandern kann oder nicht, hängt in erster Linie von den Schneeverhältnissen ab und wie man damit klar kommt. Mit Tourenski oder Schneeschuhen kommt man fast überall durch, wo einen keine Lawine erschlägt. Ist für den Schwarzwald vielleicht fast bisserl übertrieben. Microspikes und Trekkingstöcke mit Schneeteller sind Minimum an Ausrüstung, bringen einen aber normalerweise ganz schön weit. Speziell wenn man nicht gerade der erste Durchstapfer nach frischem Schneefall ist. Ich würde definitiv den Wetterbericht sehr genau beobachten und bei Anzeichen von einem massiven Schneefall schnurstracks ab in die Zivilisation. Wenn man irgendwo in der Pampa sitzt und auf einmal nen Meter Schnee vor die Füße geworfen bekommt, kann einem das schon die Planung bis hin zur Lebensgefahr versauen, speziell wenn man nicht darauf vorbereitet ist.
  4. Mal als Anmerkung und nur leicht OT, da das Thema im erweiterten Sinne ja Schlafsystem ist...gegen Kondens hilft lüften. Kalte trockene Luft ist "wärmer" als etwas wärmere feuchte. Gibt Leute, die schlafen gerade im Winter lieber unter einem Tarp, weil das wärmer sei.
  5. Ich kann Dir jetzt nicht wirklich was zum Carinthia Defence 4 sagen, aber sehr wohl dass diese Argumentation mit "die Masse muss ja recht haben" alle meine Nackenhaare in Hab-acht-Stellung gehen lässt. Was positiv an dem Schlafsack sein dürfte, ist dass man ihn sicher gut an frischgebackene Bushcrafter weiterverkaufen kann.
  6. Freiheit bedeutet seine eigenen Pläne schmieden und auch umsetzen zu können, nicht die eines anderen. Die Disziplin, die hier gemeint ist, ist Selbstdisziplin, nicht die Disziplin sich in von anderen vorgegebene Strukturen einzufügen, auch Gehorsam genannt. Ergo schließen sich Planung, Disziplin und Freiheit nicht aus.
  7. ULgäuer

    Regenjacke

    Hab ich neulich auch gesehen. Würde mich interessieren, wenn ich nicht schon überversorgt wäre. Allerdings muss man immer auch bedenken, dass leichtes Gewicht oft auch mit weniger Funktionalität erkauft wird, wie z.B. fehlende Taschen, Einstellmöglichkeiten an Ärmelbündchen oder Kapuze und dergleichen. Da muss man sich dann schon fragen, ob die tatsächlich meistens nur als Backup im Rucksack bleibt oder man sie doch öfter braucht.
  8. ULgäuer

    Regenjacke

    Das System verstehe ich jetzt nicht. Wenn es regnet hilft die Windjacke nicht. Ohne Pit-zips in der Regenjacke wird es saftig. Kann man mit klar kommen, wenn man ne entsprechende Lage Merino oder Fleece drunter trägt und sich nicht dran stört. Ansonsten ist das Gewicht für Belüftungsmöglichkeiten nicht zu viel sondern gut investiert. Mal aber größer gedacht, die Regenjacke wird in unseren Breiten weitaus seltener gebraucht als man gerne glaubt. Deswegen könnte man durchaus die Gewichtsersparnis höher gewichten (<- sprachliche Schöhnheit ) als den Saftfaktor. Und irgendwie feucht wird man immer. Ne Windjacke braucht man eigentlich nicht. Zumindest nicht als solche. Ich betrachte Windjacken als Alternative zum Hemd bzw. sonstigen 2nd Layer. Da sind die wieder besser. Mein Hiking-Hemd wiegt 311g. Meine Windjacken so 140g. Und es ginge ja da noch deutlich leichter.
  9. Ich bin erst gestern auf dieses Youtube-Video gestoßen, welches meine Vorstellungen von VBL, also Vapor Barrier Liners, etwas in Frage gestellt hat. Leider ist das Folgevideo, wo er näher auf sein Schlafsetup eingehen will, noch nicht veröffentlicht, aber so wie ich das raussehen/-hören konnte, nutzt er einen dampfdichten Spacefolienbeutel als Schlafsack. Das ist weitaus radikaler, aber auch weitaus weniger aufwändig als gelochte Folie in einen Quilt/Schlafsack zu verbauen. Im Prinzip könntest Du auch einfach einen Tyvek-Biwaksack mit Deiner Spacelochfolie auskleiden anstatt alles in ein Ding zu verbauen.
  10. ULgäuer

    Regenjacke

    Deswegen sind die ja außen mit DWR beschichtet, weil sonst der Stoff vollsaugt (wet out) und dann kann die Membram sogar Feuchtigkeit nach Innen ziehen. Hier muss ich wieder auf meine Columbia OutDry verweisen. Da ist die Membram außen und quasi gummiartig beschichtet. Die kann sich nicht vollsaugen und Wasser perlt da einfach ab ganz ohne sonstige Imprägnierung. Der Hauptvorteil dieser Art von Membran. Btw, der Dampf kann nur von innen nach außen, wenn ein gewisser Druck innen entsteht. Dazu muss es draußen 20° oder mehr kühler sein als Innen. Körpertemperatur 37° minus 20° und ab 17° Celsius funktionieren Membranen also schon rein rechnerisch nicht mehr sonderlich gut. Musste dann die Öffnungen zutapen damit noch Druck aufbauen kannst. Fazit: Willste wirklich atmungsaktiven Regenschutz, besorg Dir einen Regenschirm!
  11. ULgäuer

    Regenjacke

    Es gibt keine atmungsaktiven Regenjacken. Die sind eine Erfindung des Marketings. Wenn sich der Mensch bewegt, schwitzt er, und keine Membran kommt mit diesem doch sehr leistungsfähigen Kühlmechnanismus mit. Auch keine Superduper-Schnicki-Schnacki-Geld-Tex-Membran. Will man den Dampf vom Körper weghaben, muss man lüften. Dafür sind z.B. Achselreißverschlüsse (pit zips) gedacht. Oder man nimmt gleich einen Poncho. Leichte Regenjacken haben i.d.R. kein Futter, weswegen man eine Schicht drunter tragen muss, die den Schweiß und ggfs. Kondenswasser aufnehmen kann, einen dabei aber vor Auskühlung bewahrt. Ergo, ne Fleecejacke oder ein Äquivalent. Regenjacken, die man laufend nachimprägnieren muss sind extrem nervig und taugen auch nur für zeitlich sehr begrenzte Expeditionen. Imo ist eine (billige) Plastikjacke mit Pit-zips effektiver als 500-Euro-Luxus-Shell-Jacken. Im Flachland, also wo man die Hände nicht auch zum Klettern braucht, finde ich Ponchos super. Bei Wind, Strick um die Taille und gut. Bei beiden sollte man auf eine gut sitzende Kapuze achten, weil sonst nervt das einfach. Für's Gebirge, oder wenn Gewicht keine so große Rolle spielt, habe ich eine Columbia OutDry Jacke mit Pit-Zips. Diese Shell benötigt keine zusätzliche Imprägnierung und ist robust. P/L ist top, nur ist sie halt nicht ganz leicht mit 350g. Muss man auch nicht groß waschen, lediglich mit nem feuchten Lappen abwischen. Für lang und leicht habe ich einen Sea to Summit UL Poncho mit 140g, der in meinem Profilbild zu sehen ist. Find den super. Auch extrem gutes Packmaß.
  12. Eine Patagonia S fällt verhältnismäßig groß aus. Die Micro Puff in M, was ich normalerweise trage, hätte noch gut Luft zum drunter Layern bei mir. Die S dagegen sitzt entspannt. Hatte die auch schon im Auge, aber konnte mir den Kauf dann doch nicht rechtfertigen. Hätte die ohne Kapuze als 2nd Layer und damit statt Fleece erwägt, aber hab eigentlich genug Alternativen. Ich will hier jetzt auch nicht den Moralapostel spielen, aber wenn man billig (bei Decathlon z.B.) einkauft, unterstützt man die Billigmüll-Wegwerf-Kultur, von der wir uns besser verabschieden sollten. Patagonia z.B. kostet zwar deutlich mehr, bemüht sich aber um ökologische Verantwortung. Der Mehrpreis ist also eher als Investition zu betrachten. Macht auch mehr her.
  13. Windkanaltests sollte man aber auch nicht überbewerten, da in freier Wildbahn andere Verhältnisse herrschen, nämlich weitaus turbulentere Luftströmungen. Unterhaltsamer Kanal auf der Tube ist da Hambini. Der lästert gerne und ausgiebig über die ganzen Aero-Schnickschnack-Verkäufer. Bezüglich Ökobilanz wird das vermutlich schwierig bis unmöglich das vernünftig zu berechnen. Man kann Vintageräder in topzustand kaufen, die älter sind als man selbst, aus gutem altem Stahl, in den Feuern des Schicksalsberges geschmiedet und können auch nur dort wieder vernichtet werden...und dann moderne Chinaplastik, die als Wegwerfware in Großstädte gepflastert werden. Dürfte aber bei den Massen, die unsere westliche Gesellschaft so sinnlos verheizt, nicht weiter ins Gewicht fallen.
  14. Hinterradtaschen sind aerodynamisch eher ungünstig. Am besten sind da Rahmen- und Satteltaschen. https://www.youtube.com/watch?v=wdfB5fbVHck Ein Frontsack (im Gegensatz zu Rucksack) wäre mehr aero als ohne, weswegen die auch von der UCI verboten sind. Demzufolge ist die Lenkertasche vielleicht nicht so schlecht, wie man vermuten könnte, da hier nur Luft verwirbelt wird, die kurz dahinter eh auf den Körper des Fahrers treffen würde.
  15. Ich denke, man kann gut bezweifeln, dass die kleine Klitsche da mehr Ahnung und Ressourcen für Forschung hat wie die Leute von Primaloft, 3M, Patagonia oder Climashield Apex.
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