Outdoorfetischist

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  1. Und die Daten hast du woher? Letztes Jahr im September (und das ist iirc traditionell der regenärmste Monat) gabs ne Woche lang unerwartetes Mistwetter. Da hätte man mit nem Einwegponcho doof dagestanden. Mir persönlich ist Urlaub zu kostbar um für 100g Gewichtsersparnis einen Tourabbruch zu riskieren wenn das Wetter mal unter den Erwartungswert rutscht.
  2. Kleine Gegenmeinung: Auf dem GR 20 kann wettermäßig auch ganz gut die Post abgehen. Nur ein Regenschirm oder einen Einwegponcho würde ich da nicht empfehlen. Kann man das Nook auch ohne Innenzelt aufstellen? Auf dem GR 20 sollte es wenig Mücken geben, dann könnte das evtl zu Hause bleiben. Falls nicht: Lass das Footprint weg.
  3. Einige unsortierte Gedanken: Kochstellen mit Gas gibt es auf den Hütten. Wenn ihr nicht drauf angewiesen sein wollt, würd ich Spiritus mitnehmen, einen zusätzlichen Gaskocher brauchts nicht. Fürs Kochen mit Spiritus (aber auch generell) am besten Kochgewohnheiten optimieren, also Gerichte mit geringer Garzeit nutzen (z.B. Knorr Gefrierfraß, falls man das mag), sodass man das Wasser nur kochen muss und das Essen ohne weiteres Erhitzen im Topf ziehen lässt. Dann braucht ihr auch nicht so viel Spiritus. Wenn der schwerere Rucksack bequemer ist, nimm den. Langfristig vielleicht Osprey Exos? Gibts oft günstig, auch gebraucht. Das Zelt braucht nicht zwingend ein Footprint. Lange Unterwäsche find ich zum Schlafen nett, sonst nicht zwingend nötig. Wechselkleidung: Ich würd zwei langärmlige Shirts mitnehmen, eins für tagsüber, eins für nachts. Ärmel kann man hochschieben, falls es zu warm wird. Alternativ kurzärmlig für tagsüber und lang für nachts. Puristen nehmen nur ein Shirt mit. Fleece brauchts nicht, du hast ja ne Isojacke. Oder du lässt die Isojacke weg und nimmst den Fleece mit, je nach zu erwartenden Temperaturen. Trinkblase muss nicht sein, mit Flaschen ist man flexibler und weiß, wie viel Wasser man noch hat. Ist aber Geschmackssache. Braucht es Topf UND Tasse? Alternativ vielleicht eine leichte Falttasse (könnt ihr euch ja teilen). Die Fjällräven Hose ist recht schwer, außerdem hab ich in letzter Zeit viel schlechtes über die Verarbeitung gehört. Manche nutzen gern kurze Hose+Lauftight (dann kann die lange Unterhose auch zu Hause bleiben). Schuhe musst du selber wissen, womit du dich sicher fühlst. 3kg Essen für 4 Tage ist eher viel. Ich komm meistens mit 600g pro Tag hin. Zur Not könnt ihr ja auf den Hütten noch was dazukaufen, daher würd ich persönlich sehr minimalistisch ansetzen (bei mir 550g/Tag) und notfalls in den Hütten ein paar Snacks dazukaufen. Weil du das Geld ansprichst: Korsika ist imho recht teuer. Transport ist nicht ganz billig, Lebensmittel auch nicht und auch Übernachtungen mit Zelt an der Hütte (für 2P meist so 15€) läppern sich auf Dauer.
  4. Nein, haben wir leider nicht.
  5. Mein Trekkingpartner hatte sein AliExpress Trailstar (das grüne) mit auf unserer Knoydart-tour Ende April. Wir hatten kaum Regen, aber mitunter viel Wind und das TS hat sich gut geschlagen. Nur an einer Nacht hat's ihm die billigen Heringe aus dem sandigen Boden gezogen, dafür kann das Tarp aber natürlich nichts. Ich hatte direkt daneben im Solomid (MLD Original) und Y-Heringen keine Probleme.
  6. Preissenkung auf 70€
  7. Ich klinke mich hier mal mit einer Frage zu WM Schlafsäcken ein: Sind die durchgehenden Daunenkammern in der Praxis störend? Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass die Daune bei bewegungsintensiven Schläfern leicht verrutscht und man nachts nachschütteln muss.
  8. Ich versteh nicht so ganz, warum sich hier alle aufregen. Im ersten Post war nicht klar, wie alpin die Tour wird und ich denke selbst Jevers größten Kritikern ist klar, dass das einen Unterschied macht. Die darauf folgende Diskussion hat wie ich finde ganz gut getrennt, welche Aspekte des Biwakierens Komfort- und welche Sicherheitsrisiko darstellen. Mir war das vorher jedenfalls nicht so klar, wie es jetzt ist. War das irgendwann nicht mehr 100%ig passend für den TO, weil er seine Tour dann konkretisiert hat? Ja, aber so what? Das hier ist ein Diskussionsforum und so kann man als Leser auch unabhängig von dem exakten Tourprofil gewisse Erkenntnisse gewinnen - find ich super sowas. Und Jever? Dass er seine Ansichten mit einem gewissen Absolutismus darstellt, ist jetzt nicht neu. Wenn man einfach mal die Größe besitzt, die teils berechtigten, teils unberechtigen Annahmen, die er macht, zu übersehen und den ein oder anderen Seitenhieb ignoriert kann man durchaus davon profitieren, dass er bei alpinem Krams einfach weiß, wovon er spricht.
  9. Wenn du - oder jemand anderes mit Alpinerfahrung - das sagt, glaub ich das, ich hab wie gesagt keine. Aber was hier von vielen empfohlen wird - ein Tarp - hat eher weniger margin of error als ein Bivy, da es in einem heftigen Sturm sicherlich schneller weggepustet ist als ein Biwaksack. Aber ich will nochmal nachfragen: Wo hat denn ein Biwaksack deiner Meinung nach wenig "margin of error"? Das ist doch eigentlich das tolle: Egal wie viel Sturm, das Ding hält. Versteht mich nicht falsch, ich meine nicht hier mit meinen rein theoretischen Überlegungen deine oder Jevers Praxiserfahrungen wegdiskutieren zu können - ich wills tatsächlich nur verstehen und ggf. eine saubere Trennung von Komfort und Sicherheit erwirken.
  10. Das Problem hat man doch egal welche Unterkunft man dabei hat, oder?
  11. Aber ist das Risiko nicht eher ein Komfortrisiko? Wenn ich abends leicht nass im Biwaksack liege, ist das vielleicht nicht schön, aber doch nicht lebensgefährlich, oder überseh ich hier irgendwas? Klar, wenn ich jetzt mehrere Tage von der Zivilisation/nächsten Hütte entfernt bin, es die ganze Zeit Mistwetter gibt und ich keine Chance hab irgendwas zu trocknen... Aber sind das realistische Verhältnisse für die Alpen (hier tatsächlich als Frage gemeint, ich hab keine Ahnung)? Ich hab selbst ein wenig mit Bivis experimentiert und denke inzwischen, dass die Dinger einfach nicht zu klein sein dürfen. Ich hab die Vorgängerversion des aktuellen Borah Gear Snowyside Bivis, wiegt glaub ich ~550g und ist riesig. Da würde ich mir auch zutrauen bei Regen einigermaßen klarzukommen: Bivy ausrollen, Isomatte, Schlafsack, Schlafkleidung (in Packsäcken) reinwerfen, fix aus den Regenklamotten raus und in den Bivy klettern. Im Sitzen mit Bivykapuze überm Kopf Regenklamotten im Rucksack verstauen. Dann im Bivy aus den nassen Klamotten raus, abtrocknen und trockene Kleidung anziehen. Isomatte & Schlafsack auspacken. Jepp, das ist sicherlich ultraungemütlich, aber sollte machbar sein. Ob man das dann tun möchte, ist denke ich eine Frage der persönlichen Komfortzone und des Erwartungswertes von "es regnet abends und hört nicht mehr auf". Ich sehe natürlich ein: Das sind hier nur theoretische Überlegungen meinerseits, das müsste man mal ausprobieren. Vielleicht im Garten mit Gartenschlauchregensimulation. Leider hab ich weder Garten noch -schlauch.
  12. Bei dieser Diskussion hab ich immer das Gefühl, dass "Pack your fears" betrieben wird. Klar, bei Regen in den Biwaksack kriechen macht bestimmt keinen Spaß. Aber je nach Einsatzort, Tourdauer etc. sollte man sich einfach fragen: Wie viel regnet es tatsächlich (je nach Jahreszeit, Region, Wetterbericht) und wie wahrscheinlich ist es, dass es abends regnet? Wie wahrscheinlich ist es, dass es wirklich lange regnet oder kann ich den Regenguss vielleicht (in Regenkleidung) aussitzen und in einer Regenpause aufbauen? Und selbst wenn man ins Klo greift, denke ich, dass man es irgendwie hinbekommt nicht fürchterlich durchnässt im Biwaksack zu liegen. Insbesondere den Schlafsack trocken zu behalten ist doch echt einfach: Biwaksack ausrollen, Schlafsack im Packsack in den Biwaksack tun und ihn erst innen auspacken. Umziehen etc. sind da schon eher Probleme, aber selbst wenn man dabei etwas nass wird, muss das nicht gleich ein Weltuntergang sein. Natürlich ist Komfort etwas anderes, aber die Konsequenzen einer (!) nassen Nacht im Biwaksack werden z.T. ein wenig übertrieben, oder? Versteht mich nicht falsch, wenn es fieses Wetter gibt, will ich auch lieber ein richtiges Tarp oder Zelt. Aber in der Biwaksackdiskussion wird oft so getan, als wäre ernsthaft damit zu rechnen, dass es tagelang nur regnet oder jeden Abend aus Eimern gübelt. Und das ist doch für viele Tourregionen einfach nicht der Fall.
  13. Erledigt.
  14. Klasse Tour! Eine Kanutour wollte ich auch immer mal machen, mir hat das schon bei Schulausflügen immer viel Spaß gemacht! Und tolle Schlafstätte, so ein rechteckiges Tarp ist doch einfach schick!
  15. Hallo zusammen, Ich verkaufe meinen Jetboil Sol Al. Die Jetboils sind denke ich hinlänglich bekannt, deshalb verliere ich hier nicht viele Worte. Die Minimalausstattung (Kocher, 0,8L-Topf, Deckel) wiegt 287g, wenn man noch den "Becher" (gleichzeitig Schutz für die Lamellen des Wärmetauschers - bei vorsichtigem Umgang nicht notwendig) und den Kartuschenstandfuß mitnimmt, landet man bei 346g. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um die Aluminium- und nicht die Titanversion. Beim Gewichtsvergleich muss man etwas vorsichtig sein, da Jetboil für die Titanversion gewisses Zubehör (ich glaub den "Becher" zum Schutz der Lamellen) nicht mitrechnet. Der effektive Gewichtsunterschied beträgt ca. 30g (Quelle: https://backpackinglight.com/forums/topic/46763/). Der große Vorteil des Jetboil ist seine Effizienz: Mit einer 100g Kartusche hab ich auf einer 7-tägigen Tour in der "High Sierra" (Kings Canyon National Park) für 2 Personen gekocht (tägl. 2x500ml zum Abendessen und 1xca. 4-500ml für Morgenkaffee)! Da mein Trekkingpartner Trekkingmahlzeiten aus der Tüte aß (ich hab aus dem Topf gegessen), konnten wir durch die sehr schnelle Kochzeit (2min bis 500ml Wasser brodeln) trotzdem gleichzeitig essen, obwohl nicht genug Wasser für zwei Personen auf einmal in den Topf passt. Die gängigen Erfahrungswerte, die ich irgendwann mal im Internet recherchiert hab, sind ca. 20-22 boils (a ~500ml) pro 100g Kartusche bzw. 4-5g Gas pro "boil". Ich hab den Kocher insgesamt ca. 10 Tourtage verwendet und er ist in tadellosem Zustand. Einzige Beschädigung betrifft den Becher (gleichzeitig Schutz für die Lamellen): Dort ist eine der Ösen, die in den Topf einhaken abgebrochen, was die Funktion aber nicht beeinträchtigt. Mit dazu lege ich 2 volle Primus Gaskartuschen. Neupreis betrug seinerzeit $120 (106€), ich hätte gern noch 85€, die Kartuschen gibts umsonst dazu. Meldet euch gern, wenn ihr noch Fragen habt