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Ultraleicht Trekking

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Beliebte Inhalte

Showing content with the highest reputation since 11.08.2019 in allen Bereichen

  1. 20 points
    doman

    Portemonnaie aus DCF geklebt

    Vom Projekt des Rucksacks für meine Wintertour hatte ich noch ein etwa Din A 3 großes Stück DCF übrig und habe mir daraus kürzlich ein Portemonnaie geklebt, das ich hier vorstellen will. Normalerweise nutze ich ein Lederportemonnaie, das ich bisher auch auf meine Touren mitgenommen habe. Weil ich daran gewöhnt bin und es mir von der Form und Aufteilung her gut gefällt, habe ich mich auch bei der DCF-Neuerung daran orientiert. Worauf es mir ankam war, dass ich 4 Karten unterbringen kann (Ausweis, Geld, Krankenversicherung und BahnCard) und dass es ein separates Kleingeldfach sowie die Möglichkeit, Scheine und Papiere zu verstauen gibt. Mit dem Ergebnis bin ich ziemlich zufrieden. Praktischerweise sehe ich jetzt immer gleich von außen, ob die Kasse noch was hergibt. Aber das Beste daran ist das Gewicht. Das leere Lederportemonnaie war eigentlich gar nicht so schwer: Aber die DCF-Börse bringt gerade einmal 10 % davon auf die Waage: 90% Gewichtsersparnis! Ich wünschte mir, dass dieses Optimierungspotential für meine gesamte Ausrüstung bestünde...
  2. 16 points
    wilbo

    Impressionen von Touren

    Kleine Familien Tour auf der Elbe. VG. -wilbo-
  3. 15 points
    ChristianS

    90 Grad Hängematten-Setup 2.0

    Hallo Gemeinde, nach meinem ersten 90 Grad Hängematten-Setup folgt hier nun die gewichtsoptimierte Version: (alle Bilder sind von mir) Das Tarp: Das Tarp entstand hauptsächlich beim letzten MYOG-Treffen im Juni. Diesmal habe ich als Hauptmaterial das 19g/m² DCF gewählt, das es in schwarz eine Zeit lang bei Extremtextil im Angebot gab. Die Verstärkungen sind aus 100g/m² Hybrid-DCF, es lag noch vom letzten Rucksack ein wenig rum. Die Nähte sind als Doppelkappnaht ausgeführt und zusätzlich getaped. Der Schnitt wurde auf die DCF-Breite und den Bodenaufbau als Halbpyramide optimiert. Das Schnittmuster Gewicht inclusive aller Leinen Verstärkungspunkt für Halbpyramidenaufbau Abspannpunkt Bodenaufbau als Halbpyramide mit Beak to be continued
  4. 11 points
    Ausrüstung nicht direkt, ich habe aber über zwei Jahre lang bei jeder Wandertour immer 500g Spaghetti mitgeschleppt - ein Überbleibsel unserer ersten großen Wandertour auf dem Kungsleden. Das ist erst aufgefallen als ich meinen Deuter Aircontact 75+10 verkauft habe.
  5. 9 points
    BitPoet

    Kurze Tour durch den Sumava (Böhmerwald)

    Mit viel neuer Ausrüstung und einem verlängerten Wochenende galt es, die beiden in eine sinnvolle Verbindung zu bringen. Durch einen Hinweis hier im Forum (danke, @derray!) bin ich auf die Notübernachtungsplätze im Böhmerwald-Nationalpark gestoßen. (Alle Fotos in diesem Beitrag wurden von mir selbst gemacht) Tag 1 - Bayerisch Eisenstein -> Stara Hurka, 13km Am Donnerstag - nach langem Ausschlafen - ging es um 9:45 los zum Bahnhof und dann gute 3 1/2 Stunden mit der DB und der Waldbahn bis Bayerisch Eisenstein, den erwählten Startpunkt meiner Tour. Der Wetterbericht hat leichten Regen für die Nacht vorhergesagt - hurra, mein Duplex hat eh noch keinen gesehen - aber danach schönes Wetter. In Bayerisch Eisenstein verläuft die Grenze durch den Bahnhof, was irgendwie witzig ist. Man könnte hier noch ein paar Stunden verbringen um sich über den Naturpark aufzuschlauen und das Localbahnmuseum zu bewundern, aber die Wolken hinter mir sehen nicht so aus als würden sie bis in die Nacht warten... Also laufe ich los. Gleich nach dem Bahnhof steht schon der erste Wegweiser, ganz in Tschechisch, aber ich glaube trotzdem zu erkennen dass ich gleich auf dem E6 wandeln werde. Das ist erst mal kurios, denn ich habe erst kürzlich im Wikipedia-Eintrag zum E6 geschmökert, und darin wird Tschechien nicht erwähnt. Jetzt, daheim, schaue ich auf der offiziellen Seite nach und sehe da natürlich Tschechien. Das muss dem Wiki Peter unbedingt mal jemand sagen! Für den Nachmittag steht nur eine kurze Etappe auf dem Programm bis Stara Hurka, was laut Outdooractive ungefähr 13km sein sollten. Jetzt war ich noch nie im Bayerischen oder Böhmerwald unterwegs und kann mein Tempo hier schlecht einschätzen. Deshalb lasse ich mir nicht zu viel Zeit. Der Wind frischt auf, die Wolken ziehen sich immer wieder drohend zusammen, und ich gebe auf dem zur Hälfte geteerten Weg Gas. Ein paar Radfahrer sind unterwegs, und an den Steigungen überholen wir uns nach den kurzen Pausen immer wieder gegenseitig. Bin ich so fit oder die, uhm, nicht? Wohl eher letzteres Nebel und Nieselregen ziehen herein, viel früher als vom Wetterbericht vorhergesagt, und ich befürchte schon, dass das wieder so eine typische August-Tour wird an der Aussicht und ich nie zur selben Zeit am selben Ort sind. Dann reißt es aber doch kurz mal auf, ist zwar diesig, aber die sanften Hügel des Bayerischen Walds sind gut zu erkennen. Mittlerweile habe ich mich auch schon von 800m auf über 1100 hochgearbeitet, und langsam dämmert mir, dass ich viel zu schnell bin. Ich trödle deshalb herum - die Notübernachtungsplätze dürfen ja erst ab 18:00 Uhr genutzt werden - tapse am Camp vorbei noch 100m weiter zur Ruine einer alten Kapelle, die ich vor lauter Pause machen zu fotografieren vergesse und deshalb später beim Wasserholen noch mal besuche, und schlage dann Punkt 6 mein Zelt auf dem super angenehmen und einsamen "Notübernachtungsplatz" von Stara Hurka auf. Plumpsklo an der Straße, netter Trampelpfad zum holzumzäunten Platz, eine Sitzgruppe - was will man mehr? Endlich kommen jetzt meine neuen BD Distance Carbon FLZ zum Einsatz, und ich spiele ein wenig herum, bis die Höhe passt. Mit 122cm habe ich tatsächlich wie von ZPacks angegeben einen "near perfect pitch". Das Zelt steht pünktlich für den ersten richtigen Regenschauer, der aber nur kurz ist. Die Windböen dabei lassen mich aber schon mal Vertrauen in mein Zelt fassen, und die Heringe bewegen sich keinen Millimeter. Ich laufe danach noch mal los und filtere Wasser aus einem Bach ca. einen Kilometer entfernt und mache bei der Gelegenheit endlich das Bild der Ruine. Ich habe auch noch Glück und die Sonne spitzelt durch die Wolken! Das Wasser ist mir zuerst nicht ganz geheuer. Es treiben kleine Schaumflöckchen darauf - es ist wohl richtig viel Eiweiß drin - aber dafür habe ich ja den Sawyer dabei. Was mir nicht so gut gefällt ist, dass das Wasser auch nach dem Filtern noch nicht alles von seiner Färbung verloren hat. Nach einem Blick auf die Flasche könnte man ob des gelblichen Einschlags auf ganz falsche Gedanken kommen. Ich schnüffle deshalb ausgiebig daran, mache dann ein paar Geschmackstests und beschließe, dass es wohl okay ist. Ganz hinten im Kopf ist noch eine Erinnerung an den Erdkundeunterricht in der Grundschule, an Moorwasser, altes Laub und Tannine - feucht genug ist es ja hier - und an Eisenfärbungen, was auch gut sein kann. Beides bringt mich sicher nicht um, also behalte ich das Wasser und lasse es drauf ankommen. Ich bin kaum zurück, da kommen weitere Wanderer an. Alles Einheimische mit Husky-Zelten, bis auf einen, der ein Bivy-Zelt aufstellt und sich mühsam eine der Bänke dorthin quer über den Platz zieht. Naja. Als es langsam zu dämmern beginnt zähle ich 7 Zelte, aber es fühlt sich nicht eng an. Es wird gekocht. Bei den meisten gibt es Knorr Spaghetteria, bzw. das tschechische Pendant dazu, angereichert mit allem möglichen was die Dosengemüse-Abteilung so her gibt. Ich koche Wasser für meine erste Tüte Trailnahrung - der BRS3000 kämpft ein wenig mit dem Wind, und ich schirme ihn mit der Tüte und den Händen so gut es geht ab - und gieße dann in freudiger Erwartung 350ml sprudelndes Wasser ins Beef Stroganov von Travellunch. 10 Minuten später löffle ich mein seltsam suppiges, geschmackloses Etwas mit Reis und sehe den anderen neidisch zu. Dann geht auch der Regen richtig los, und da es hier keine Spur Internet gibt, ist das die perfekte Gelegenheit, meinen Kindle herauszukramen und endlich mal wieder ausgiebig etwas anderes zu lesen als nur immer Ausrüstungsbewertungen... Die ganze Nacht ist verregnet und windig. Ich bleibe aber schön trocken im Zelt, und im X-Lite 400 ist es kuschelig warm. Wenn da nur nicht... tja, es stimmt leider, irgendwie scheinen alle Uberlite ein Luftproblem zu haben. Ich blase meine während der Nacht mehrfach auf, weil ich mit der Hüfte auf dem Boden liege und das richtig unangenehm ist. Zumindest mein großes S2S-Kissen tut brav was es soll und fast bequemer als das "richtige" zuhause. Vielleicht sollte ich ganz auf Luftkissen umsteigen? Mit dem Gedanken im Kopf schlafe ich um 3:00 Uhr zum letzten Mal für diese Nacht ein, während der Regen als feines Rieseln das Schnarchen meiner Zeltnachbarn übertönt. ...Fortsetzung folgt im nächsten Artikel...
  6. 9 points
    effwee

    E1 Deutschland Thru-Hike Mai-August 2019

    ich hatte ja gesagt, dass ich versuchen werde peu a peu die komplette tour in form eines reiseberichts zu packen... ist ne gute therapie gegen die post-trail-depression und hilft auch dem ganzen seinen platz zuzuordenen - so'n thruhike ist ja schon auch groß, den zu verdauen dauert ja auch n bisschen... schön dass ich das hier kann dafür schon mal danke... Tag 15 Frisch geduscht, mit frisch gewaschenen Klamotten, reparierter Iso-Matte starte ich einigermaßen erholt – zugeben viel geschlafen habe ich nicht – in bester Nebel-Nieselregen-Suppe morgens gen Hamburg. Gestern regnete es den ganzen Tag – alles Richtig gemacht. In Hamburg also freestyle Richtung Binnenalster, weil zu versuchen irgendwo in den Outskirts den verlornen Trail wieder zufinden hatte ich keine Lust. Gefunden. Und direkt wieder verloren. Egal. Ich kenne Hamburg einigermaßen, also weiter pie mal Daumen durch Planten un Bloomen zu den Landungsbrücken und dann immer der Elbe nach... ich gehe bis zum Fischmarkt, statt über den Altonaer Balkon für ein zweites Frühstück und dann weiter nach Övelgönne. Den Rest Richtung Blankenese kenne ich auch schon und der wird bei dem Wetter auch nicht spannender. Also Fähre. Fährt nicht nach Blankenese von hier aus... Tief durchatmen. Okay. Fährste halt anders. Fähre Finkenwerder und mit dem Bus nach Cranz. Trail gefunden. Los geht’s. Deiche und Obstbäume. Moor und Hafenblicke. Altes Land trifft Hamburg. Ach was?, in Fischbek – also wirklich direkt in Hamburg fängt der Heidschnuckenweg an? Geilo, hab ich doch auch aufm Zettel. Ein By the Way-Thruhike... Fischbeker Heide: Singeltrails, munter auf und ab, Heide, bleigrauer Himmel, Kiefernwälder mit Heidelbeerteppichen- wunderschön. Abzweig: Heidschnucki gradeaus, E1 rechts... klaro. Auf einmal stehe ich auf einer schnurgrade Forstpiste durch Waldmonokultur... geht nicht vorbei. Langweilig. Wenn ich den Heidschnucki wieder treffe bleibe ich auf dem. 60Km länger, aber es geht auch nach Celle. So what. Aber die 500km Marke geht heute... Geschafft. Fühlt sich erhaben an. Lachen. Ein lautes „Yes!“ entfährt mir. Eine Nordic Walkerin guckt mich irritiert an. Ich laufe weiter nach Buchholz... Das Problem an diesen Heidewäldern ist, die Krautschicht ist nicht sonderlich Pennplatzfreundlich. Am Brunsberg: Heide. Naturschutzgebiet. Hier oben esse ich. Es wird Dunkel... ich laufe weiter fluche dass ich keine Taschenlampe eingepackt habe- Stupid light? (haha). Unter einer ausladenden Tanne werde ich fündig. Tag 16 Arschkalt wars... früh raus. Das schöne ist dann ja das schöne Licht und die Stimmung im Wald. Im Büsenbachtal bin ich soweit warmgelaufen, dass ich mir Frühstück in der Sonne gönne. Der Dunst der Nacht, die Sonne – Heideromantik. Die Matte habe ich anscheinend doch nicht nachhaltig geflickt. Sie verliert immer noch Luft- aber wenigstens nicht mehr soviel. Ich muss Nachts ja eh immer raus, kann dann nachpusten. In Handeloh gabs ne Club Mate beim Edeka, eine Bank in der Sonne... das schöne Leben ist so einfach. Weiter ins wunderschöne Seevetal. Viel Bruchwald und schönes Licht. Es ist Warm. Undeloh: Pause und einen ziemlich geilen glutenfreien Nusskuchen im Teehaus gegessen. Auf dem Wilseder Berg (169,2Meter) gierig die Fernsicht eingesogen – als Kind des Mittelgebirges fehlen mir schon die Weiten Blicke, in der Ferne ist Hamburg schemenhaft erkennbar. Irgendwo hinter der Behringer Heide kippe ich nach 45+ Kilometern totmüde um – schaffe es vorher noch mein Zeug hinter einen alten Schafstall zu werfen . Tag 17 Ich laufe morgens gen Bosteler Schweiz oder Bosteler Kuhlen... ein Sanft wogendes Landschaftsrelief aus der – na? - letzten Eiszeit. Die Sonne scheint, es riecht nach Macchia. Frühstück. Recht ereeignislos geht’s bis nach Bispingen. Pause: Erdbeeren und Club Mate. Es Ist sehr Warm heute. Ich laufe durch Wald und Trimm-Dich Plätze. Lange in Hörweite der A7.Unsexy. Der Heidepark Soltai kündigt sich mit dem Ehbläcker Moor an. Das Rumpeln von Fahrgeschäften und das glückseelige Kreischen von Menschen werden vom Wind durch die Landschaft geweht- Absurd. Noch absurder wird es als auf dem riiiiesigen Parkplatz des Vergnügungsparks stehe. Ich verstehe diese Form der Freizeitbeschäftigung nicht. Egal. Ich komme am späten Nachmittag in Soltau an und mir wird mit Blick auf die Uhr gewahr, dass ich in den letzten 49 Stunden 110km gemacht habe... krass! Naja, ist ja auch flach. Resupply. Ich baue mir eine Bombe aus Linsen, Blutwurst, Handkäs' und Äpfeln – der Frankforter Bub' hat lukullisches Heimweh Kugelrund rolle ich weiter und stelle fest, dass ich sehr großzügig auf einer Landstrasse einen Truppenübungsplatz umlaufe. Roadmoviefeeling und meine Füsse brennen. Ich habe keinen Bock mehr. Aber in der „Artilleriefeuerstellung Nummer 33“ will ich dann doch nicht mein Tarp aufstellen. Endlich ist das Dingen umlaufen und ich stehe in intensiv genutzter landwirtschaftlicher Monokultur – vom Regen in die Traufe. Ich finde in einer kleinen Wald mit Sandkuhle was – heute 1000km gefühlt. Real über 40. Tag 18 Sch....öner Tag... Bleischwerer Himmel, es geht immer grade aus auf Forstpisten durch Kiefermonokulturen, Äcker und Felder, die Wege sind alle schnurgrade und manchmal so sandig, dass sie dazu noch schwer zu gehen sind. Drückt auf Gemüt. Zudem ich mir am Tag zuvor was in den rechten Spann gelaufen hab' was ich weder rausgedehnt, noch rausmassiert und rausgeIBUt bekomme... ätzend! In Münden stelle ich an der alten Mühle meine Füße ins Wasser, ein nasser Hund springt mich an und ich schreie noch „ÄÄÄh du bist doch nass!“ Das interessiert, den Hund ja nicht. Naja. Ich habe Pfotenabdrücke auf dem Hemd und muss lachen. Hilft. Füsse ins kalte Nass stellen auch. Meine Laune bessert sich auf einem schmucken Singeltrail an der Örtze entlang. Faßberg ist ein ziemlich Trostloses Örtchen mit einem Supermarkt. Essen ist gut für die Moral. Also frühes Abendessen. Gewarptes: Baked Beans, Soja-Granulat, Gurke, Tomate. Lecker. Ich umlaufe den Fliegerghorst Faßberg - und schon wieder was militärisches... und stehe irgendwann im angepriesenen Wacholderwälchden. Hier gibt es die erste Hütte des Heidschnuckis... ich gucke auf die Uhr, zu früh zum bleiben. Ich horche in mich: schlechte Laune, der Spann tut weh und hey eine Hütte... ich bleibe hier. Der Tag war ziemlich unprickelnd. Der Heidnschnuckenweg hat nach Soltau stark nach gelassen. Landschaftlich langweilig, die Streckführung doof und am Ende merke ich das Heide eben Heide ist, die sicherlich ihre Reize hat, sich aber für mich nicht über die ganze Distanz des Heidschnuckis trägt. Musste jetzt durch – auch das ist Thruhike. Ist nicht immer alles geil. (Ich muss ganz ehrlich sagen, dass hier ist die ziviliserte Version: ich habe den Tag über die Norddeutsche Tiefebene verflucht...) Aner Highlights gibts immer: Beste Straßenkreuzung. Was will uns das sagen? Dem Beschuß ausweichen? Tag 19 Die ersten 26km bis Weesel: Sandpiste, gerade, Monokulturwald. Es ist eine Quälerei. Ich fluche und verwünsche den Trail. Hilft nur niks.- Macht's nur noch schwerer. Ich mache in Weesel lange Pause und kann mich beim besten Willen nicht erinnern wo und wie... ich sag mal Weichgespült durch die Monotonie. In der Misselhorner Heide- die im Übrigen schön daherkommt- meine erste Hedischnucken Herde. Viel määäh und bäääh. Sie rast schier an mir vorbei. Der Schäfer trottet gemächlich intendrein, die Hütehunde umkreisen den Riesenwollknäul und halten in so zusammen. Ich hatte mir das gemütlicher vorgestellt. Um mir die Langeweile zu vertreiben mache ich viele Fotos von den geraden Baumreihen und versuche mit der Bildbearbeitung Fototapenmotive zu entwickeln. Arbeitstitel: „The Art of Monotony“. Das ist zwar kurzweilig zerrockt mir aber den Akku. An einem Reiterhof mache ich Pause. Ich habe unbändige Lust auf ein Bier. Ein kleines geht – vor der Realität mit Drogen zu fliehen war noch nie ein gute Strategie, nicht mit anfangen. Mein Gemüt etwas ins Lot gebracht, Akku voll(er). Weiter. An den Wildeker Teichen esse ich zu abend. Es ist wunderschön hier. Ich lasse meine Seele und meine Augen Schönheit und Abwechslung tanken und laufe weiter. Hinter dem Forsthaus Kohlenbach finde ich an einer Wegkreuzung eine Schutzhütte. Es nieselt immer wieder und für die Nacht ist Regen angesagt. Auf dem Weg sehe ich direkt neben mir im Unterholz einen Rothirschen - Gänsehaut. Ich schlafe direkt neben einem Truppenübungsplatz – Gänsehaut, nur anders.
  7. 7 points
    BitPoet

    Kurze Tour durch den Sumava (Böhmerwald)

    Tag 3 - Modrava -> Finsterau, 22km und kürzer als geplant Meine Hoffnung hat sich nicht erfüllt, dreimal habe ich nachgepustet um nicht mit der Hüfte auf dem Boden zu liegen. Trotzdem bin ich beim Morgengrauen ausgeschlafen, auch wenn die Körpermitte etwas klemmt. Schon nach der zweiten Nacht kommt etwas wie Routine auf. Kaffee kochen, langsam und leise packen, dabei die in Kürze benötigten Dinge wie die Snacks griffbereit legen, Zelt abtrocknen, abbauen, Heringe säubern. Mein Atem kondensiert deutlich in der Luft, also ist es sicher nicht wärmer als die vorhergesagten 7°C. Die ersten verschlafenen Mitwanderer beäugen mich beim Zeltabbau neugierig. Mit meinem Duplex bin ich im Reich der freistehenden Zelte, und das scheint Tschechien zu sein, ein Exot. Ich winke noch mal und mache mich wieder auf den Weg. Am Abend habe ich noch lange die Karten gewälzt. Mein ursprünglicher Plan war, heute bis Strazny zu laufen, und am Sonntag dann nach Pod Plesnym. Irgendwie wäre das aber alles ziemlich spät geworden, die Ausrüstung will etwas gepflegt werden (Schlafsack ganz austrocknen, Zelt noch mal abwischen, die Fichtennadeln aus dem Mesh des Rucksacks pfriemeln...) und am Montag ruft ja schon wieder die Arbeit. Anstatt mir selbst Druck zu machen, habe ich beschlossen, es heute Nachmittag gut sein zu lassen. So schlendere ich - verglichen mit meinem Alpen-Tempo renne ich zwar förmlich, aber es gibt halt auch keine steilen Anstiege und rutschigen Gefälle - in Richtung Bucina. Wieder ist viel Straße dabei, und das Wetter ist nicht so sonnig wie vorhergesagt, aber dafür ist es auch nicht heiß, was durchaus ein Vorteil ist. Nach der Alpenüberquerung während der diesjährigen Hitzewelle bin ich nicht böse, wenn es mal kühler ist. Man gewöhnt sich dann doch irgendwann an die Teer- und Kiesstraßen, und findet auch die interessanten Dinge am Wegesrand. Manches eigentlich banale wird von ein paar Sonnenstrahlen zum Fotomotiv umgezeichnet. Die vielen abgestorbenen Bäume geben der Natur hier eine unwirkliche Note, wie sie so bleich in den Himmel zeigen und gelegentlich im Wind knarzen. Es gibt viel Moor hier, und tausende kleine Holzzäune die einzelne Laubbäume vor dem Wildverbiss schützen. Oft erinnern mich die Grasflächen an Bilder aus dem Norden. Auch wenn diese Tour schon zur Neige geht, werde ich definitiv wieder herkommen, beschließe ich. Noch einmal öffnet sich kurz vor Bucina der Blick auf die bayerische Seite. Kurz hinter Bucina gibt es einen wiederaufgebauten Teil der alten Grenze zu sehen. Nur wenige Tagesausflügler sind mit dem Bus auf der deutschen Seite heraufgefahren. Ich gehe über die Grenze und folge dann für ein paar Kilometer einem Wanderweg nach Finsterau. Ein Teil des Wegs ist richtig romantisch, ein enger Pfad der sich an einem kleinen Bach entlang windet, ein perfekter Abschied von der Tour. In Finsterau steige ich dann um halb eins in den "Igelbus" nach Spiegelau. Von dort geht es mit der Waldbahn nach Zwiesel, von dort weiter nach Plattling. Die Waldbahn verbindet die Region des bayerischen Waldes, und das Personal ist extrem freundlich und hilfsbereit. Mit mir im Wagon sind noch Horden von jungen Gäubodenfestbesuchern in Tracht. Wobei, die drei Mädels in der Sitzgruppe neben mir mit ihren adrett gerichteten Haaren und Paillettenbestickten Spitzenschürzen könnten auch auf ein Casting für die nächste Game of Thrones Staffel fahren. Aber alle sind lustig drauf und nicht aufdringlich. Ich mag die Waldbahn. Die Durchsagen im Zug sind laut genug und klar verständlich. Und es kommt nach dem Haltestellennamen die klare Ansage, "Ausstieg links" oder "Ausstieg rechts", ohne das sinnlose eingeschobene "in Fahrtrichtung". Kein Vergleich zum "normalen" DB RegioExpress Richtung München, den ich dann besteige. Der Schaffner schafft es nur gelegentlich, den Sprechknopf zu drücken, bevor er seine Ansage macht. Der Lautsprecher knistert und brummt, und nachdem irgendein Ort von der aufgezeichneten Stimme unverständlich angesagt wurde, fügt der Schaffner noch "Pfaffwifoch Pfings" hinzu. Nett war, dass in allen genutzten Bussen und Bahnen das Bayernticket gilt. Morgen zum Frühstück gibt es Erdnussbutter-Tortillias mit frischem Obst. Und "echten" Kaffee. Den Rest gelblichen Flusswassers könnte ich am Montag mal im Labor vorbei tragen und meine Chemie-Ausbildung etwas auffrischen. Summa summarum: eine schöne, kurze Tour die ich durchaus zu Nachahmung empfehlen kann. Legal sein Zelt aufstellen zu dürfen macht den Abend durchaus entspannt, auch wenn man nicht ganz so frei in der Etappenplanung ist. Die Höhenunterschiede sind aber kein Problem.
  8. 6 points
    BitPoet

    Kurze Tour durch den Sumava (Böhmerwald)

    Tag 2 / zweiter Teil - Polednik -> Modrava, 16km Langsam bekomme ich Hunger, den auch ein während des Gehens eingeschobener Müsliriegel nicht mehr stillen kann. Aber es stehen ja eh alle paar hundert Meter diese kleinen überdachten Sitzgruppen. Denke ich mir so. Natürlich ist es hier anders. Ich sinniere darüber, ob der Imbiss auf dem Polednik gefördert werden soll, gehe schneller weil der Regen wieder anfängt und es langsam wieder kühl wird, und nach einer gefühlten Ewigkeit kommt dann doch eine Sitzgruppe. Es gibt - lecker, lecker - Tortilla mit Erdnussbutter und Landjäger. Zur Nachspeise Tortilla mit Erdnussbutter und Banane. Ich will ja nächstes Jahr nicht als kompletter Kulturbanause auf dem PCT landen. Die Landjäger-Variante - Beef Jerky habe ich in der Hitze des Gefechts keinen bekommen - ist, äh, gewöhnungsbedürftig. Die Bananenversion dagegen richtig gut. Die Erdnussbutter ist original amerikanisch und mit Crunch, und ich lese die Zutatenliste nicht durch, denn dann kann ich auch hoffen, dass kein Palmöl drin ist. Jetzt endlich wird es sonnig. Ich hänge noch ein wenig im Unterstand herum, vollgegessen und selig, und stelle fest, dass ich schon wieder zu schnell bin. Ich baue deshalb noch einen kleinen Umweg in die Route ein und lasse mir Zeit. Breite Bäche mäandern neben dem Weg durch dichte Sumpfwiesen, die gelb, braun, grün und rot leuchten. Hier macht es jetzt richtig Spaß - mir und den dreihundert Spaziergängern, die mir begegnen. Aber der Weg ist lang genug, dass jede und jeder ein eigenes Plätzchen am Bach findet, um die Beine zu kühlen und die Sonne zu genießen. Das letzte Stück des Weges zum Camp geht es dann auf einem schmalen Trampelpfad neben der Teerstraße, so dass sich die Füße wieder etwas erholen können. Der Notübernachtungsplatz Modrava war im ODS-Wiki als grasbewachsen und bucklig beschrieben. Jetzt ist der mit Hackschnitzeln bedeckt, aber zumindest relativ eben. Mit mir kommt auch ein tschechisches Pärchen an. Wir plauschen ein wenig, bis es endlich spät genug ist, die Zelte aufzustellen. Sie erzählen, dass verschiedene einheimische ihnen geraten haben, früh hier zu sein, da Modrava der beliebteste Zeltplatz sei. Unter den Hackschnitzeln ist der Boden feucht und locker. Die Heringe gehen zwar leicht hinein, aber auch leicht wieder raus. Um den Zug auf die Heringe etwas mehr in die Horizontale zu verlagern, baue ich das Zelt etwas niedriger auf, was für die Durchlüftung nicht optimal ist aber immer noch besser, als Nachts die feuchte Wand im Gesicht zu haben. Ich denke, ich werde mit den Heringen noch etwas experimentieren und ggf. doch etwas längere ausprobieren. Feucht wird es sicher, denn die Nachttemperatur ist mit 7°C vorhergesagt und wir sind nur 20 Meter vom Fluss entfernt. Ab 20 Uhr geht dann tatsächlich der "Run" los. Mehr und mehr Wanderer und Radfahrer treffen ein. Eine Belgierin auf dem Weg vom nördlichen Ende des Böhmerwald nach Lipno setzt sich neben mich an der einzigen Sitzgruppe, und wir plauschen und kochen nebenbei. Bei ihr gibt es Reis aus einem großen Trangia, bei mir den von verschiedenen Vloggern hochgepriesenen Trek'n Eat Kartoffeltopf mit Röstzwiebeln. Bäh! Und ich habe extra 500ml Quellwasser aufgehoben. Jetzt habe ich noch ein solches Tütengreuel dabei und 4 weitere daheim. Auf Tour, so beschließe ich, werde ich die nicht ausprobieren. Lieber daheim, wo ich meine Geschmacksknospen noch mit einer Hand voll Chips rekalibrieren kann. Nach dem Essen gibt es eine gründliche Wäsche im Gemeinschaftsbad - nein, natürlich am Fluss. Kaum versteckt sich die Sonne, schon ist das Wasser kaum kälter als die Luft. Der Regen hat alles ganz schön abgekühlt. Der Platz ist jetzt richtig voll, obwohl noch mehr Gäste eintreffen werden. Die letzten höre ich dann aber nur noch, denn dann bin ich schon wieder in den Schlafsack gekuschelt und hoffe, dass die Uberlite nicht zu oft uberleer wird. (Wie immer sind in diesem, dem vorherigen und dem nächsten Beitrag alle Bilder von mir selbst) ...Fortsetzung folgt...
  9. 6 points
    BitPoet

    Kurze Tour durch den Sumava (Böhmerwald)

    Tag 2 / erster Teil - Stara Hurka -> Polednik, 16km Pünktlich um 5 hört der Regen fast vollständig auf. Alle anderen schlafen noch tief und fest - und oftmals laut - aber ich mag mich nicht mehr umdrehen. Ich koche in der windabgewandten, halb offenen Apside meinen Kaffee - natürlich kommt der Wind heute aus einer anderen Richtung als am Abend und lässt mich die Vorzüge des Duplex genießen - und und stelle im Kopf eine Reihenfolge für das Zusammenpacken auf. Der Kaffee auf Tour ist immer der beste, auch wenn es nur lösliche Plörre ist. Irgendwie dauert es dann doch, bis alles verstaut ist. Der Schlafsack ist trocken geblieben, die Uberlite hat über die letzten 2 Stunden kaum Luft verloren, und ich versuche ganz leise zu sein. Mein Handtuch wird zum Zelt-Trockenwisch-Tuch und ein paar mal ausgewrungen. So ist es dann kurz nach halb acht als ich endlich los komme. Heute geht es erst mal noch ein wenig weiter runter und dann hoch zum höchsten Punkt des Sumava, den Polednik. Wenn es gut geht, so der Plan, laufe ich dann gleich noch weiter bis Modrava. Die kleinen und größeren Bäche am Wegesrand sind eine angenehme Begleitung und lenken den Blick von den für mein Gefühl viel zu breiten Wegen weg. Nicht weit nach dem Camp zweigt der Weg zum Jezero Laka - Lackensee - ab. Auf Altbayerisch heißt "Lacka" so viel wie Lache, Pfütze und wird für (fast) stehende und/oder schmutzige Gewässer verwendet. Vermutlich war das hier der Namensgeber, und der "See" bzw. "Jezero" ein Kartographen-AddOn. Es feuchtelt immer noch von oben, aber nicht tragisch, und der neue Hut mit Krempe ist eine kleine Offenbarung. Viel besser als nur die Regenjacke, die das Gesicht ungeschützt lässt. Auf dem Schild am See stehen einen Haufen Daten und Fakten, etwas über PH-Wert-Änderungen, Regenmengen, Temperaturen und Jahreszeiten, aber da alles nur auf Tschechisch ist verstehe ich nix davon. Schön anzuschaun ist er trotzdem, der Jezero Laka, und wenn das Wetter besser wäre, würde ich ein zweites Frühstück an der Sitzgruppe am anderen Ufer machen. So bleibt es bei einem Foto und einem Müsliriegel während des Gehens. Vom See aus geht es zumindest ein kurzes Stück über einen richtigen Pfad - ungefähr 300m, bis zur Straße, aber immerhin - und dann schiebt sich so langsam zwischen den Regenschauern auch immer wieder kurz die Sonne durch und lässt das rötliche Sumpfgras leuchten. Zwischendrin folge ich immer mal wieder kurzen Abstechern, die auf meiner Karte (Kompass) eingezeichnet sind, aber nach kurzem immer im Nirgendwo enden, meist mit einem Hinweisschild auf die Kernzone des Nationalparks und dass man doch bitte auf den markierten Wegen bleiben soll. In 3 Sprachen. So kommen schon ein paar Umwege zusammen. Ich wünschte mir, die erklärenden Tafeln entlang der Wege wären auch alle mehrsprachig, aber nur 1 aus 5 ist es. Es wird klarer, obwohl es immer mal wieder kurz regnet. Endlich sehe ich, dass neben mir Ber... äh, Hügel sind. Na gut, Berglein. Es geht jetzt 300 Höhenmeter hinauf, und ich denke immer, irgendwann muss es doch jetzt mal steiler werden. Ein steiles Stück finde ich nicht, aber dafür eine Quelle, richtig schön mit hölzerner Rinne, aus der kaltes, klares, leckeres Wasser schießt bevor es in einem Loch verschwindet. Nach einem prüfenden Schluck fülle ich meine Flaschen bis zum Rand. Das übrige gelbliche Bachwasser bekommt einer der umliegenden Bäume. Jetzt ist es nicht mehr weit zum Polednik mit seinem markanten Aussichtsturm. Dahinter wäre der Notübernachtungsplatz, aber es ist gerade mal 12:30 Uhr. Auf der Terrasse werden Bratwürste gegrillt, riesig große, lecker duftende Bratwürste... Aber die überlasse ich schwersten Herzens den vielen schnaufenden Radfahrern und den mit dem Bus bis auf ein paar Kilometer herangekarrten älteren Touristen. Ich wollte ja mal Tütenessen und andere Leckereien ausprobieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich das Zeug nach einem längeren Wandertag so macht. Also trinke ich nur einen Schluck auf einem Fels vor dem Turm, sehe mich ein wenig um und bewundere die Überreste des ehemaligen Naturlehrpfads, der jetzt nur noch aus einzelnen, zerfallenden Stücken besteht, wie kleine Brücken im Nirgendwo. Dann mache mich wieder vom Acker, pünktlich mit dem nächsten Regenguss. ...Fortsetzung folgt...
  10. 6 points
    effwee

    E1 Deutschland Thru-Hike Mai-August 2019

    Tag 25 Ich bin nach Detmold geflogen- den Trail hab ich schnell gefunden... ich glaube ich war einfach nur Mus im Kopf... Ich laufe über den Biesterberg und wieder runter. In Klüt kaufe ich im Supermarkt ein neues Cold Soaking Gefäß... 600gr Gummizeug um Menschen glücklich zu machen. Auf dem Weg nach Detmold verschenke ich ich das meiste – zur Freude und zur Irritation vieler Menschen. Detmold gefällt mir ganz gut. Im Halbstark trinke ich einen Caffe con Hielo und lade mein Fon auf. Es ist Flohmarkt. Auf dem alten Stadtwall (oder so) somit laufe ich meinen Detmoldtrail über einen bunten Flohmarkt – fatal. Aber voll schön. Es folgt ein steiler Anstieg Richtung Hermanns-Denkmal... oben angekommen. Voll! Klar. Es ist sonnig, Es ist Samstag. Eine Runde um den Hermann gönne ich mir dennoch. Schließlich laufe ich die nächsten Kilometer durch das Kernland teutonischer Mythenbildung. Reisen bildet ja bekanntlich. Ich bin dennoch froh als ich den Trubel hinter mir lassen kann. Richtung Externsteine ist es nicht weit und ich folge dem Hermannhöhenweg bis dort hin. Viele Wandernde begegnen mir – es ist das erste Mal seit ich unterwegs bin, an denen ich das Gefühl hab nicht der einizige auf Trail zu sein (was natürlich nicht stimmt- ich habe immer Wandernde getroffen, hier sinds aber wirklich sehr viele). An den Externsteinen esse ich zu Abend. Hier ist die Hölle los, aber was soll's. Ist imposant. Ich erreiche zügig das Silberbachtal... schon mit den ersten Schritten bin ich begeistert. Ich Treffe einen Yogi der an seiner Lieblingsstelle stehe – die zugegeben wirklich sehr schön ist. Wir unterhalten uns länger. Er sagt es wird wunderschön. Spoiler! Und er hat recht. Ich bin glücklich. Dazu das langsam gülden werdende Licht des Vorabends... Verwunschen, Mystisch geht’s den Bachlauf entlang über Wurzelpfade, steinige Singletrails... An der Kattenmühle verlasse ich das Tal, etwas traurig aber auch angenehm gesättigt... steiler Anstieg zum Lippischen Velmerstot: Oh Wow! Bist du schön! Die Sonne steht tief. Bergheide: Heidelbeeren, Wacholder, Birke... Ironie des Schicksals. Arrangiere das Ganze auf Hügeln und ich steh drauf, in der Flache Heide ist's öde... Ich schmunzel ob dieser Erkenntnis. Ich kann den Eggerücken zurückblicken bis zum Hermann. Es ist still. Nur Wind und Blätterrauschen. Ich laufe weiter auf den Preußischen Velmerstot mit dem markanten Aussichtsturm. Hier packt gerade ein Typ seine Edelstahltasse in einen Tasmanian Tiger mit Fritz Meinecke Patch drauf – Bushcrafter! Er quatscht mich an ob ich hier auch was Essen will... drei Stunden später krabbel ich auf den Turm und schlage da mein Lager auf. Wir hatten unglaublich viel und alles mögliche zu erzählen. War gut. Der Sonnenuntergang war grandios. Tag 26 „Guten Morgen“ sagt Bernd, als er mit seiner Kaffeetasse vor mir steht und entschuldigt sich, dass er mir nichts anbieten kann, er habe schon allen ausgetrunken. Um 5.00? Aber klar, der Sonnenaufgang ist auch grandios. Wir schauen uns die Reste davon an, ich habe den Anfang leider verpennt und unterhalten uns. Bis Herbram-Wald gefällig unterwegs. Ich habe ein Problem mit dem organisieren von Wasser.Es ist sehr heiß. Ich laufe auf einem Kamm, ergo keine Quellen und viel Infrastruktur ist hier auch nicht. In Herbram-Wald macht gerade die Golf-Gaststätte auf. Mit mir stiefelt n großer schlacksiger Typ rein: Arc Haul von Zpacks, Salomon-Treter und ne Zlizte am Rucksack – ganz klar, der kann „UL“ Buchstabieren. Ich quatsch ihn an: „Zpacks sieht man selten hier“ zugeben schlechter Spruch.„Ich sehe der Mann hat Ahnung. Es zählt jedes Gramm wenn man das macht was ich mache.“. Ich: „Ich weiß...“.ich pokere „Ich mache wahrscheinlich genau das gleiche“. Er guckt mich an, verwundert und erfreut, guckt auf meinen Rucksack: „Auch den E1? Bis an den Bodensee? Mit dem Rucksack? Are you fucking kidding me? Ich gehe aufs Klo und wir fachsimpeln“ - wir hatten eine sehr angenehme dreistündige Mittagspause- haben schlussendlich über alles mögliche unterhalten, auch übers wandern. Ein kurzes Stück laufen wir noch gemeinsam. Es hat sich so ein wenig nach Tramily angefühlt... weil thru-hiking D-land ist ziemlich einsam. Nach fast 1000km der erste. Er sollte der einzige bleiben. Ich laufe bis in den späteren Abend hinein, der Wald ist ziemlich zerfleddert, der Sonnenuntergang vor Baumruinen sieht dennoch gut aus... beim Schwarzbachtal soll eine Hütte sein, es dämmert. Die Hütte sieht aus wie eine Horrorfilmrequisite. Hier schlaf ich nicht. Schwarzbachtal ist NSG. Und jetzt? Ich lege mich auf die andere Straßenseite neben den Bach – ist kein Naturschutzgebiet... Irgendwelche Spinner haben es sich hier aber gemütlich gemacht und überziehen mich die Nacht mit ihren Fäden – juckt nicht, fühlt sich trotzdem blöde an. Tag 27 Starte im Schwarzbachtal, die Nacht war solala... packe schnell mein Schissel ein und laufe los. In der Blankenroder Wüstung – alte Burgruine – erschallt auf einmal ein Jagdhorn oder sowas und irgendwer ruft „Halt! Wer da? Keinen Schritt weiter!“ Kinderstimmen folgen, ich verstehe nicht. Zu Tode erschrocken drehe ich mich im Kreis und suche, weiter plappern die Kinderstimmen. Was ist hier los? - Die Wüstung Blankenrode ist ein Kindererlebnispfad und in den Bäumen hängen Lautsprecher mit Bewegungsmeldern ausgestattet, die zu den jeweiligen Stationen was erzählen. Ich hatte gerade das Burgtor passiert. Guten Morgen... Hinter Blankenrode zieht so langsam ein Gewitter auf. Die Himmel sind abgedreht: Wahnsinnslicht. Ich betrachte die Blankenroder Bleikuhle – mittelalterlicher Schwermetaltagebau- hier findet sich so genannter Schwermetallrasen. Pflanzengesellschaften die auf toxisch hochgradig verseuchten Böden überleben können. Ich muss lachen als die Infotafel mich darüber in Kenntnis setzt, dass in D-Land NRW drei der wichtigsten Standorte beherbergt – Komisch. Als großer Fan von William S. Burroughs frage ich mich zudem ob er jemals was davon gehört hat – der Schwermetallrasen hätte sicherlich Platz in der Nova-Trilogie gefunden. Anyway. Das Gewitter kam dann in Niedermarsberg endgültig runter – und wie! Ich hatte mit den ersten Tropfen gerade das Vordach des Supermarkts erreicht. Glück gehabt. Resupply und Hikertrash-Lunch auf dem Parkplatz. In langgezogenen Serpentinen geht’s hoch nach Obermarsberg. Es ist ziemliches Waschküchenwetter- Kaltschwül. Unangenehm. Auf dem Weg: Die Draken-Höhle. Hier hat angeblich Siegfried den Drachen getötet und in seinem Blut gebadete -damit ist doch schon jetzt das teutonische Mythologie-Dreieck: Varusschlacht/Hermann - Externsteine – Siegfried abgelaufen. Ich hatte gedacht ich müsste mich bis zum Odenwald gedulden. Eine Höhle weiter informiert mich eine Tafel, dass dies früher eine natürliche Kühlkammer einer jüdischen Metzgerfamilie war, die von den Nazi gezwungen wurden ihr Geschäft aufzugeben – was mit der Familie danach geschah, darüber schweigt sich die Tafel aus... Auch das ist Wandern in Deutschland. Ich laufe weiter durch eine wunderschöne Hügellandschaft, der spektakuläre Himmel tut sein Übriges. Es schauert, nieselt immer mal... es ist zu windig für den Schirm, also immer Poncho an, Poncho aus... weil mit ist es – gute Ventilation hin oder her – schlicht zu warm... pfft... In Giershagen kommts noch mal Richtig runter. Vordach unter einem Marienschrein – nicht erleuchtet, aber trocken. Regen hört auf. Ich laufe weiter. Komme bis zum Ortsausgang. Kommt wieder runter. Seufz. Ich schaue auf die Uhr... später schon. Aufbau im Regen? Nur wo? Alles Felder und Äcker. Ich finde kurz vor Adorf einen Schafsunterstand. Hier kann ich den Regen aussitzen und dann einen Pennplatz suchen... nur der Regen hört nicht auf. Ich habe nur noch einen Liter Wasser – ich hab schon gegessen, bin gut hydriert – camel up sei Dank – zum Frühstück gibt’s Riegel und sowas, ich komme mit dem Wasser klar. Ist auch ne schöne Übung für den Kopf. Aus neugierde stelle ich mein Soaking Jar trotzdem mal unter ein Loch im Dach... mehr als ein Schluck zum Zähneputzen ists nicht und die Restangst zu verdursten ist auch noch befriedet. Tag 28 „Seltsam, im Nebel zu wandern! /Einsam ist jeder Busch und Stein,/ Kein Baum sieht den andern,/ Jeder ist allein“ (H. Hesse). Ich werde wach von einem sehr frühen Hundespazieergänger und zu gegeben der feuchten Kälte die mir in den Schlafsack gekrochen ist. Ich laufe los und das ganze durch eine mystische Nebelstimmung. Diese hält an bis sich die Sonne ihren Platz erkämpft. Es bleiben aber in Seitentälern und in waldigen Senken noch Nebelfetzen hängen – ein wunderschöner Morgen. Um 10h bin ich in Schweinsbühl und hab meine ersten 14km. Mir fällt auf, dass es von hier aus nur 25km bis Niedersfeld sind und von Niedersfeld nur noch 9km bis zur magischen 1000km Marke! Das ist Treibstoff. Und die wunderbare Landschaft. Ich kreuze den Diemel- und den Uplandsteig. Laufe über Höhen mit phantastischen Aussichten. Das Sauerland ist schön! Fetter Marker auf meiner Inneren Wanderkarte. So um 14h bin ich Willingen. Resupply und fettes Mittagsessen. Ich frage mich warum alle Ski-Orte immer irgendwie gleich aussehen. Die Supermarkt- Verkäuferin hat sehr viel Zeit und sehr viel Redebedarf, sie liefert zwar keine Antwort auf meine Frage, aber wohl auf jene, ob denn hier Skitourismus funktioniere. Ja, aber nicht zukunftsträchtig, so ihre Meinung und warum hierin weiter investiert werde verstehe sie auch nicht. Wasser sei ja auch knapp und der Borkenkäfer fresse auch die hänge leer, und ...ich bin endlich aus dem Laden raus. Sie hat geflissentlich ignoriert, dass ich immer einsilbiger wurde und mich langsam Richtung Ausgang bewegte und ist einfach mit gegangen... Ich laufe raus aus Willigen. Es ist Schirmwetter. Die Sonne brennt. Vorbei an Sauf-Spiel-Touristen, die mir den Vogel zeigen und gröhlen „Pass auf dass du keinen Stich bekommst!“ „Jeder wie er's brauch“ rufe ich zurück und komme mir überlegen vor. Das Hillebachtal erweckt bei mir Schweizassoziationen – ich hatte schon länger keine Schweiz mehr. Lieblicher bis Aufstieg Niedersfelder Heideund von da aus auf den Clemensberg: 836m. Höchster Punkt bisher. Ich gucke in den Steinbruch... ich habe noch ein Ziel. Also weiter. Bis Niedersfeld zieht sich... Sind ja auch schon knappe 40km heute. Um kurz nach sechs habe ich Trailhalbzeit. Eine Wiese kurz vor Niedersberg 990irgendwas Kilometer. Wow! Aber die 1000er Marke lockt noch immer! In Niedersberg hole ich mir für die zu erwartende Feier ein Bier im örtlichen Dönerladen und fülle meine Wasservorräte. Der Weg aus Niedersfeld ziiiiieeeht sich. Der Kopf gibt sich klammheimlich mit der Trailhalbzeit für heute zufrieden, der Körper rebelliert. Spann tut weh, mein Schienbein vor allem, Kniee, alles... Steiler Anstieg. Ich fluche und rede mit meinem Körper „Du hast die fixe Idee mit den 1000 heute mitgetragen, jetzt ziehen wir das auch zusammen durch bis wir zumindest was gefunden haben zum Schlafen. Hier ists steil und Abhang- wo willste hin? Kein Feierabend“ Das Zwiegespräch begleitet mich zur Blasiushütte – hier hör ich auf. Trailkilometer 995. 43km heute. Ich treffe hier einen Wanderer der mit seiner Drohne rumspielt, wir unterhalten uns länger. Er ist begeistert von dem was ich tue. Prost! Tag 29 Heute ist Neroday. Ich werde nur bis Oberkirch laufen. Entspannte 23km. Meine Freundin kommt zu Besuch Ich laufe zur 1000km- Marke. Nach 5km fühlt sich das irgendwie unbefriedigend an. Ist dennoch, nach dreimal tief durchatmen krass! 29 Tage! Davon 2 Zeros. 27 tage 1000km. 37Km im Durchschnitt jeden Tag! Fast ein Marathon! Aufsteig zum Kahlen Asten. Pause. Sinnieren. Organisieren (Schuhe bestellen, Zugtickets usw.). Teuren und schlechteren Kaffee trinken und ein Stück Mandarinenquarkschnitte – zur Feier des Tages. Abstieg durch das Lenne Tal – lieblich. Ab hier finde ich den Wald ziemlich zerpflückt- was an der spezifischen Form der Forstwirtschaft liegt. Gleich alte Schulen werden gepflanzt und auch weggehauen. Demnach laufe ich durch viele Areale ohne Altbeständen, exponiert in der Sonne. Die Ausblicke, lassen die Hügel eher wie Flickenteppiche erscheinen. Item of the Day. Sonnenschirm. Musik auf die Ohren... ich schwebe... Westfeld finde ich pittoresk und erstaunlich verbummelt komme ich erst am Nachmittag in Oberkirch an. Wiedersehensfreude. Wir haben uns einen Monat nicht gesehen. Viel erzählen. Essen. Bier trinken... ab morgen geht’s für die nexten 100km zu zweit weiter
  11. 6 points
    effwee

    E1 Deutschland Thru-Hike Mai-August 2019

    ...weiter... Tag 20 ...und wieder gerade aus...im Nieselregen. Abwechslung muss sein. In Scheuen am Segelflughafen fragt ich die Trailmarkierung 12km Heidschnuckenweg oder 7 km auf dem E1... klare Sache. Hallo E1! Auf dem Weg nach Celle schmuzel ich mir einen zurecht, dass die Affäre Heidschnuckenweg stürmisch in Fischbek losging, sich schnell abkühlte, bald Unsäglich wurde und ich nun wieder auf dem Trail bin dem ich für 2000km etwas versprochen habe... so blöde die Analogie ist, sie erheitert mich bis Celle. Apotheke: Voltaren, der Spann schmerzt noch immer. Kaffee, was zum reintunken und Steckdose fürs Handy- so kriegen alle was sie brauchen. Ich laufe raus. Laaange Kurve auf der Fußgänger*innenbrücke, Eine Kurve! Im laufe des Tages werde ich merken, dass meine einzige war. Am Alten Kanal wasche ich meine Füsse und meine Socken – Heidesand ist mean. Eine Horde Kitakinder kommt vorbei, ich unterhalte mich mit zweien. Sie erklären mir das hier ihr Abschlussritual von den Waldtagen stattfindet: Alles was sie im Wald gefunden haben und in den Kanal werfen wollen, können sie hier in den Kanal werden (natürlich nur natürliches)... Kool. Der Weg ist unspektakulär uns setzt dass fort, was schon war: Gerade aus, Monowald durchsetzt von Feldern und Weiden. Ich fluche ob der Erkenntnis, dass nicht die Lüneburger Heide das Problem ist, sondern die Norddeutsche Tiefebene. Ich erinnere mich an den Hundebesitzer vom Elbe-Lübeck-Kanal: „Da kann man schon zwei Tage vorher sehen, ob man Besuch bekommt“ Da hat wohl auch noch jemand noch nicht Frieden mit dem Ort seiner Kindheit geschlossen. Kommt mir vertraut vor. Irgendwo mache ich Pause mit Resupply und Essen – ich kann mich, mal wieder, beim besten Willen nicht erinnern wo (jetzt 2,5 Monate später) -bitter und aussagekräftig zu gleich... mein Insta sagt mir, dass die Abwechslung des Tages die Beläge des Weges waren und dass ich heute 43 km gemacht habe. Am Schluss ein wenig Singletrail durch den Wald- was mich sehr glücklich stimmte. Ich habe noch etwas Natur-Film von der grausamen Sorte in meiner Nachbarschaft: drei Blaumeisenküken sind aus ihrem Nest gefallen und wildes Piepen und Tschilpen und aufgeregt umherflatternde Eltern-Meisen und hilflos umherkugelnde Küken. Noch bevor ichs Bett gehe sind nur noch zwei... Achja: Ich Sag mal das ich den Heidschnuckenweg by the Way gethru-hiked habe... (done it! liebloses Beweisfoto) Tag 21 Ich werden von wildem Vogelgezeter wach... Tschilp. Piep, Kraaah... eine Stunde später ist's vorbei. Das Hörspiel ist zu ende. Die beiden Küken sind weg und eine Krähe ist etwas satter würde ich sagen. Ich baue mein Tarp ab, auf einmal fährt direkt vor mir eine Vespa vorbei (10 Meter vielleicht). Fahrräder folgen... viele. Huch. Ich laufe los. Des Rätsels Lösung: ich habe direkt neben einem Radweg gepennt- es gestern nur nicht gemerkt. Bis zum Steinhuder Meer Moore und viel Gerade aus... es zehrt an den Nerven. Das Teilstück um das Ottenhagener Moor finde ich ganz großartig. Lerne auf den Infotafeln viel über Moore. Eher zufällig stelle ich an einem Teich vor Bordenau fest das ich auf E1 Trailkilometer 700 bin. Kurzes Foto. Lächeln. Ich laufe weiter nach Steinhude. Es ist sehr windig. Die Luft ist feucht und riecht nach Regen. Ich war hier als Kind mal. Im Hintergrund sehe ich Hügel. Eeeendlich! Das Gelobte Land: Das Hannoversche Bergland! In Steinhude aufm Öffentlichen Klo gabs ne Steckdose. Naja – Hikertrash eben. Also gammel ich vor dem Klo rum. Bereite etwas Cold soaking Zeug vor, fülle Wasser auf. Hui Internet: Instastorie. Klobesucher anlächeln, Spülen, es gibt viel zu tun... (ich hätte nicht alles gleichzeitig tun sollen 10km später merke ich das ich mein Messer im Klo hab liegen lassen)... Ich finde keinen koolen windgeschützten Platz am See zum Essen. Schade! Hinter Hagenburg sehe ich ihn: Mount Kali (so nenne ich ihn). Beidruckende Abraum Halde des Kaliwerks Bokeloh. Gefühlte 1000 Fotos gemacht. Das Licht und der Himmel setzen das Ding aber auch echt gut in Szene – und es ist ein BERG!! Eine wohltat für meine Augen. Der Tag ist schon lang. Ich finde keinen Pennplatz ausserdem will ich auch noch näher an Bad Nenndorf ran... da ist ne Therme und morgen ist Thermen Tag – für irgendwas muss ich ja Bademantel, Schlappen und Saunatuch seit 730km mit mir rumschleppen... Laaaange gerade am Mittellandkanal. Mein Spann schreit aufhören! Da ist mittlerweile ne mittelpächtige Entzündung drin – schlimm geug um nach solchen Tagen zu motzen, aber nicht so schlimm als dass ich am Grundtempo und der Strecke ändern müsste... Im Hasterwald finde ich was. Tag 22 Die Nacht war... saukalt. AAAABER egal: Thermentag! Ich laufe nach Bad Nenndorf- vor mir Berge: Der Große Deister. Ich bin Euphorisiert. Die Sonne scheint. Ein erster Anstieg. Höhenmeter! OH MEIN GOTT! Oben angekommen blicke ich zurück in die Norddeutsche Tiefebene. Nie wieder flach! Die Therme hat noch nicht auf, dafür die Supermärkte: Fettes Frühstück und fetter Einkauf fürs SPA. Geilo!. Ich leihe mir alle Utensilien für einen entspannten Tag- das hatte ich vorher recherchiert. In der Therme senke ich mit meinen dann doch beinah 40 den Altersschnitt beträchtlich. Egal. Ich mache acht Stunden Wellness und breche gegen 16h wieder auf. Es geht direkt mit einem knackigen Anstieg los und ich bin direkt klatschnass und frage mich ob ich das wirklich vermisst habe. Ich stehe in einem alten Buchenwald, rauf und runter und vor allem Kurvig geht’s weiter bis ich auf dem Rücken des Großen Deisters angekommen bin immerhin 380m über Null... ich finde kurz vor dem Annaturm eine gute Stelle und baue entspannt und glücklich mein Tarp auf. Tag 23 ich habe entspannt sehr lange geschlafen. Das Wetter ist so la la. Viel Wind, leichte Schauer, ziemlich grau. Laufe los nach Bad Münder. Der ganze Wald ist voll mit welkem Bärlauch und es duftet dezent nach Knobi und Zwiebel. (Ein paar Blätter packe ich mir fürs Essen schonmal ein – Gourmet Hiker). In Bad Münder einen Affogato, Steckdose, noch einen Espresso – diesmal ohne Eis. Aufstieg in den Süntel hinein... bis ich sie hörte: Junge Männer, Bollerwägen, Bier, Boomboxen. Es ist Vatertag. Und die werdenden Väter dieser Nation bewehren sich mit eben jenem genannten und ziehen in die Wälder – und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Bis auf dem Hohen Süntel hatte ich einen ganzen Beutel von Müll. Ich legte mich noch mit einem schlaueren Exemplar an, weil er mir irgendeinen Spruch drückte und ich meine Affekte nicht im Griff hatte und pampig reagierte. Naja... Auf dem Gipfel: Bratwurtschwaden, Rockmusik, Müll, Bierseeligkeit und viel viel Testosteron... schnell weg. Beim Abstieg traf ich ein älteres Paar, die mich fragten ob das der Weg zum Hohen Süntel sei – ich bejahte und umriß kurz was sie da erwarten würde „Nein, das ist nichts für uns“. Gegen 17h erreichte ich Hameln. Eis und Füsse in den Brunnen – die Stadt hat schon schlimmeres gesehen. Zwei Leute verlassen dennoch den Platz am Brunnen, als ich mit einem seufzenden „Oh jaa“ meine dampfenden Füsse ins kalte Nass stecke. In Hameln bewege ich mich ob schwieriger Markierungsverhältnisse recht freestyle bis ich wieder welche finde. Sehr knackig geht’s hoch auf den Klütturm. Irgendwie schaffe ich es hier meinen Cold Soaking Container zu crashen und die Soße läuft mit in die Aussentasche... keine Ahnung wie. Notdürftig mit Gaffa geflickt und das Abendessen gerettet. Ich weiß nicht wie und wo, aber irgendwie habe ich sehr lange einen Abzweig verträumt und finde mich in einem absoluten Nirgendwo wieder... zurücklaufen? Nee. Zu spät. Zu weit. Müde. Mit schlechtem Netz und Google Maps, weil Komoot nicht will finde ich einen Fixpunkt für den nexten Tag. Weil um 20.30h und nach 43 km suche ich für mein Wohlfühlen keinen Trail mehr... eine Idee wo ich bin und wie ich von da wieder auf Trail komme reicht mir- ausserdem habe ich einen Traumspot gefunden. Nach 800km werde ich gelassenener. Tag 24 Den Trail fand ich morgens zwischen Dehrenberg und Aerzen. Und schon war er wieder weg. Oder besser: die komplette Trailmarkierung. Pfffuh... Der Hansaweg geht auch bis Lemgo. Pragmatisch. - Und hätte ich mich sauberer Vorbereitet: Dann hätte ich gewusst dass das ab Hameln so ist... warum mir das erst so spät aufgefallen ist, ist mir bis heute ein Rätsel. Ich mag das Lipper Bergland. Wald und Feld wechselt sich ab, ich laufe viel an Waldrändern und kann über die hügelige Landschaft gucken- ich mag sowas. Ich laufe parallel zum „Weg der Blicke“- stimmt die Aussichten sind wunderbar. Vor Lemgo verliere ich wieder mal den Weg. Ich laufe freestyle rein. Resupply bringt mir kein Cold Soaking Jar. Erstma frühes Abendessen. Und wieder Trail suchen... ich habe 43km in den Knochen und bin schnell genervt ob der schwierigen Markierungen. Ich laufe an einem Campingplatz vorbei... kurzes Überlegen...naja okay. Der Platzwart ist ein A*....kein netter Mensch. Auf der Rechnung steht Strom und ich frage ob's am Platz sei, ja wenn ich so'n Adapter habe. Mein Baseweight lässt sowas nicht zu. Ich entgegne aber „Nein habe ich nicht. Aber warum zahle ich dann dennoch Strom“ „Für die Beleuctung und all sowas“ grinst er mich an... ich komme mir verarscht vor. Schlucke es runter, ich bin zu Müde und zugegeben etwas perplex ob der Antwort. Mein Sinn für Gerechtigkeit und gegen Dummheit rebelliert – ich verspreche ihm ein Bier... (downtown Lemgo)
  12. 6 points
    ChristianS

    90 Grad Hängematten-Setup 2.0

    Die Hängematte: Die Matte ist aus dem gleichen Stoff von Extremtextil wie die letzte Version, jedoch mit einer aufwändigeren Aufhängung. Die "Zähne" sind einfach rechtwinklig in den Stoff mit einem Heißschneider geschnittenen. Dort wo die Einschnitte enden ist ein Grosgrain-Band längs drüber genäht, um ein Einreissen zu verhindern. Nun auch mit nur noch 22 statt 26 0,8mm Dyneema-Schnüre. Gewicht inklusive Ridgeline aus 2mm Liros DPro. Aktuell ist die Hängematte noch ohne Moskitonetz. Im Herbst möchte ich so auch auf den Hexenstieg gehen. Dann aber werde ich noch ein Netz für das Sommerhalbjahr nachrüsten. Dann kann die Hängematte auch als Innenzelt in der Halbpyramide dienen. To be continued
  13. 6 points
    Guten Morgen ihr lieben! Erste Pause nach 2 Stunden Laufen ist gemacht und ich tippe bei erstaunlich guter Internet Verbindung auf meinen kleinen Bildschirm herum. Gestern bin ich noch bis hinter Vigso gekommen und habe ein Windsturm sondergleichen mitgemacht. Das ich nicht weg geflogen bin war nur dem Bunker zu verdanken neben den ich mich gerollt habe... Sand kann ganz schön kalt werden wenn der Wind über ihn peitscht. Aber das Spiel der Elemente ist wie immer eine Augenweide und die Gischt mit all ihrer brodelnen Energie ist wie pure Magie und die verleitet mich dazu in meine Erinnerungen zu gleiten, jetzt sehe ich sie wieder, all die Menschen die mit mir soviel Zeit hier verbracht haben. Kostbare Momente, die mir die Teit selbst nahm... Ich hole ein Foto aus meinem Portemonnaie heraus und schaue lange drauf, sehr lange. Emotionen kommen hoch und ich verdrücke die ein oder andere Träne, der Wind pustet meine Wangen trocken und ich spüre wieder wie das Leben in meinen kalten Händen pocht. Ich hätte Handschuh einpacken sollen, der Wind hier an der Küste ist harsch. Ich habe mit der Familie gesprochen und wir haben. Vereinbart das ich erst Dienstag in Skagen ankommen werde. Die Zeit um die Tour zu beenden nehme ich mir, denn zu kostbar ist das Ziel und die Salz Luft schmeckt zu gut. Ich werde nicht aufhören und ich werde Sie dort sehen, nicht hier und nirgendwo anders. Versprochen ist versprochen. Bis später ihr Lieben!
  14. 5 points
    yoggoyo

    Was benutzt Ihr als "Foodbag"?

    Danke erstmal für die Beteiligung. Jetzt hat es mich doch noch gepackt und ich habe Foodbags aus DCF selber gemacht. Die Größe entspricht ungefähr dem Zpacks Large und ist mit 38g um 5g leichter. Die Nähte sind geklebt und an der Kante sind zwei Kampsnaps eingesetzt. Der Verschluss ist wohl etwas Overkill, aber was solls... Materialkosten liegen bei ca. 70€. Das reicht aber für zwei große Taschen und noch etliche kleine. War meine erste Arbeit mit DCF und ich hatte Spaß .
  15. 5 points
    Jörn

    Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...

    ...wenn der Hund der Nachbarn auf dem Campingplatz mehr Platz in seinem Zelt hat, als du...
  16. 5 points
    Boris

    Ein Tipp für den Te Araroa

    Hallo, über den Jahreswechsel war ich in Neuseeland unterwegs und habe einige Mehrtages- und Wochentouren unternommen. Dabei kam der Wunsch auf, den Te Araroa ganz zu laufen. Auch wenn es noch etwas dauern wird bis ich mich selbst auf den Weg machen kann, habe ich mir schon einige Infos angeschaut und Gedanken über die Route gemacht. Eines ist mir dabei ins Auge gestossen: Im Nelson Lakes National Park führt der Weg von St. Arnaud entlang des Travers River Richtung Süden (siehe Karte 87 in der off. Wegbeschreibung hier: https://s3.amazonaws.com/teararoa.co.nz/2018/v37_76_92_Marlborough.pdf). Wenn man dem Weg in dieser Weise folgt, verpasst man aus meiner Sicht eines der echten Highlights der Südinsel. Nur wenige km südlich geht ein Pfad auf der Westseite des Lake Rotoiti über den Mount Robert über die Robert Ridge Route zum Angelus Basin. Zwar ist das ein knackiger Aufstieg mit ein wenig Kletterei, aber ich würde jedem empfehlen, den zusätzlichen Tag einzuplanen und eine Nacht auf der Angelus Hut (https://www.doc.govt.nz/parks-and-recreation/places-to-go/nelson-tasman/places/nelson-lakes-national-park/things-to-do/huts/angelus-hut/) zu verbringen. Das richtige Wetter vorausgesetzt ist das ein tolles Erlebnis. Anschießend kann man entweder über die Cascade Route auf einem direkten, steilen Weg, oder über die längere Mt. Cedric Route (eventuell 2 Tage einplanen) wieder auf den TA stossen. Hier ein paar Eindrücke von der Hütte (nein, ich war nicht UL unterwegs, in den Rucksack musste ansonsten Gepäck für 5 Monate passen.... ) VG Boris
  17. 5 points
    ArminS

    Mal wieder ein Rucksack :)

    Hallo zusammen, nach vielen Prototypen habe ich hier einen annähernd perfekten Rucksack für mich erschaffen. Leider ist er wegen eines Fehlers etwas zu kleinvolumig geworden. er sollte klein wenig mehr tiefe haben. Vielleicht bei der nächsten Version aus DCF dann. H/B/T 77/28/12-14 Verwendet habe ich folgende Stoffe: xpac LS07 für den Packsack xpac LS21 für den Boden 210D dyneema gridstop für Taschen und Schultergurte (wurden mit ca 6mm gepolstert (eva30 glaube ich ?)) dyneemamesh für die fronttasche (etwas schwer aber Top Zeug) Dünnes Spacermesh Schultergurte und Lendenpolster Netzstoff Rückenteil. Kleinteile teilweise von extremtextil oder alten gossamer gear Rucksack (ebenso das Gestell etc) Ein Hüftgurt kann mit Klett (in meinem Fall erstmal noch einer von GG) angebracht werden. Dieser hält so unglaublich gut das ich das GossamerGear Prinzip mit Gestell im Hüftgurt für unnötig betrachte. (hatte ein Prototyp davor und machte nur unnötig mehrarbeit...) Gewichte: Rucksack 421 g Rückenpolster 0 - 120 g (was man halt verwendet, ganz ohne kann unangenehm sein (Rahmen oder Packweise) Rahmen 85 g GG Hüftgurt 185 (wird ggf noch durch myog ersetzt) Die Sommerleicht Version ist bei mir meistens bei 541 g (Rucksack mit GG-Rückenpolster, hab noch keine Z-Lite Teile) Alles andere sagen die Bilder
  18. 5 points
    Schwefelfell

    Vorstellungsthread

    Hallo ihr, ich bin auch schon eine Weile angemeldet und habe auch schon ein paar Beiträge geschrieben, mich aber nicht getraut, mich vorzustellen. Ich bin Mitte 40 und aus Berlin. Ich war bisher einmal "Zwangszelten" (Klassenfahrt vor über 30 Jahren, sehr unangenehm, sehr kalt) und habe eine Nacht unter freiem Himmel geschlafen. Sonst in Ferienwohnungen. Vor ein paar Jahren bin ich zum Wandern gekommen und habe mich dann auch bei Reiseveranstaltern für voll durchorganisierte Gruppenreisen angemeldet. Das finde ich auch noch schön, aber mir ist es auf Dauer zu viel: Zu viel Essen (Halbpension), zu lange Essenszeiten (ich würde dann lieber nochmal draußen sitzen und die frische Luft genießen)... Auch der Hotelkomfort war schön, aber in meinen durchgeschwitzten Wanderklamotten habe ich mich doch merkwürdig gefühlt in den recht guten Hotels. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich Fernwanderwege ansprechend finde, mich aber alleine noch gar nicht getraut. Im Sommer bin ich einige Abschnitte des Pembrokeshire Coastpath gelaufen, organisiert, Standorthotel, Transfers zu den Etappen. Ich habe mich aber getraut, trotz der Stiefelempfehlung ab dem 3. Tag Trailrunningschuhe anzuziehen (manchmal haben die Reiseleiter was daneben, dort wurde ich zwar gefragt, aber es war ok) und fand das angenehm, sowohl vom Gewicht als auch von der Trittsicherheit her. Die Stiefel durften dann im Hotel bleiben. Dann habe ich immer darüber nachgedacht, wie das wäre, mit B&B oder mit Zelt von einem Ort zum anderen zu laufen. Vor 2 Wochen habe ich dann versuchsweise mal eine kurze Hüttentour gebucht mit Gepäckselbertragen in einer Gruppe. (War auch gut so, zwischendrin war mal der Weg weg und der Wanderführer musste uns helfen, alleine wäre ich da nicht rübergekommen.) Beim Lesen der Packlistenempfehlung habe ich angefangen, meine Ausrüstung zu wiegen und erstaunt festgestellt, wie sich das alles summiert und was für Packmaße z.B. Regenzeug und Fleecejacke haben. Also habe ich versucht, wenigstens an einigen Stellen ein paar Gramm einzusparen und auch mal im Internet gesucht. So bin ich hier gelandet. Ob ich mich jemals traue, mit einem Zelt loszuziehen, weiß ich nicht. Und damit mir Ultraleichtkleidung passt, müsste ich erstmal noch 20 kg abnehmen vermutlich. (Da arbeite ich seit 20 Jahren dran, eher erfolgsarm.) Im Moment denke ich aber für das nächste Jahr darüber nach, mal eine Strecke alleine zu laufen und evtl. mein Gepäck zu tragen. Von ultraleicht bin ich aber noch ein paar Lichtjahre entfernt.
  19. 5 points
    effwee

    E1 Deutschland Thru-Hike Mai-August 2019

    done it! 2 paar schuhe 2 paar socken 8 zecken 12 ibu‘s ca. 6kilo partyknabberboxen ca. 80 wraps 89 tage ~2600km E1 und E5 flensburg - konstanz - verona ausführliches nachdem das erstmal verdaut ist und ich urlaub vom urlaub gemacht habe aber so viel: ich bin glücklich. überwältigt im wahrsten sinne des wortes. ich bin gesund. alles ist gut grüsse aus dem sonnigen verona
  20. 4 points
    Pfotentrail

    Vorstellungsthread

    Nur kurz OT ist ja klasse was du schon alles gemacht hast! Über eine Gruppenreise denke ich auch schon eine Weile nach, aber ich zB traue mich da nicht so heran... jeder hat halt so seine eigenen Hürden (im Kopf) Zum Fernwandern mit Zelt ausprobieren sind die Trekkingplätze, die es mittlerweile ja viele gibt, doch echt super! Fang mit einer Übernachtung an. Auto abstellen, eine Tour hin, übernachten und am nächsten Tag zurück zum Auto. So lernt man sich und seine Ausrüstung kennen und kann sich immer besser einschätzen. Und dann sind die Hürden (schaffe ich das, wie mach ich das mit essen und Wasser, finde ich den Weg, packe ich den Rucksack undsoweiter) auch schnell gar keine mehr viel spass!
  21. 4 points
    dennisdraussen

    Fragen zu MLD Trailstar

    Also, besser wirds nicht, nächstes mal stecke ich das Hemd in die Hose, wer sich belästigt fühlt sorry. aufstellen auf 135 Stocklänge Eingang ändern Runter auf 105 cm Stocklänge,
  22. 4 points
    skullmonkey

    Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Ich verlinke hier noch Mal zu dem Artikel bei mir aufm Blog, über neue leichtgewichtige Ausrüstung von der OutDoor by ISPO. Foto by ©Lighthiker, verwendet mit Erlaubnis. Und auch interessant ist sicher diese News von einem neuen Tramplite Shelter.
  23. 4 points
    MP3-Player und Kopfhörer. Stille ist sinnvoller.
  24. 4 points
    Naja Handylämpchen und ne ordentliche Stirnlampe sind nun wirklich nicht doppelt. Und Sonnenhut und Buff auch nicht. War letztens SUL unterwegs in genau der Meinung, ich bräuchte keine Stirnlampe, meine Fahrradfunzel / Handylicht reicht aus...falsch gedacht. Ich bin schier verzweifelt, weil ich genau dann als ich sie weggelassen habe natürlich in die absolute Dunkelheit gekommen bin. Es war Neumond un im Wald war die Hand nicht mehr vor Augen zu sehen. Dann versuch mal mit der einen Hand das Rad zu schieben und mit der anderen den Wald mit Handy soweit auszuleuchten, dass man einen sinnvollen Schlafplatz abseits des Hauptweges findet. Ich sage dir: es ist nahezu unmöglich. Ich bin mit reinem Zufall bei meinem hilflosen Umherirren mit aufkommender Panik über einen akzeptablen Schlafplatz gestolpert - wobei ich das erst am nächsten Morgen gemerkt habe. Dann natürlich erstmal Zelt einhändig aufbauen, weil man in der anderen das Handylicht hält oder das Handy ständig umpositioniert wenn man es gegen etwas lehnen will - das war auch kein Spaß, war am Schluss mehr ein Biwacksack als ein gerade stehendes Zelt. Also nein, wer in die Dunkelheit kommt und in unseren Breiten mit nicht idealen Campspots unterwegs ist, der ist meiner Meinung nach ziemlich schnell SUL ohne Stirnlampe. Ich spare die 35g lieber woanders. PS: wie kommt man allen Ernstes auf nur 300 mL/Tag, Eigenurinversorgung?
  25. 4 points
    einar46

    Portemonnaie aus DCF geklebt

    Angestachelt durch die MYOG-Geldbörse von @doman, wollte ich auch mein erstes MYOG-Cuben-Projekt realisieren. Zu Testzwecken und um die Verwendung des Transfer-Klebebandes zu üben, habe ich einige Beutel unterschiedlicher Größe für bestimmte Ausrüstungs-Kategorien (Waschzeug, Tagebuch mit Schreibzeug usw) gebastelt. Nach einigen Versuchen und unzähligen Flüchen konnte ich einigermaßen mit dem Klebeband umgehen. Jetzt wollte ich mich an eine Geldbörse wagen. Für meine Finanzen hatte ich bisher ein Butterfly Wallet (6 g) für Geldkarten und Scheine und eine Cuben-Geldbörse von GramXpert (5 g) für Münzen im Einsatz. Mich hat immer gestört, dass das zwei verschiedene Behältnisse waren. Mein Ziel war es unter 20 g zu bleiben, aber trotzdem die Vielfalt meiner eigenen schwarzen Geldbörse zu haben. Einen Plan hatte ich nicht, aber ich habe mir mit einigen groben Zeichnungen verdeutlicht, womit ich anfangen könnte. Dann habe ich einfach "losgebastelt". Das ist das Ergebnis. Wer genau hinsieht, wird die eine oder andere Unsauberkeit sehen, aber für mein erstes Cuben-Projekt bin ich ganz zufrieden. Platz für 4 Geldkarten (2 x EC, 2 x VISA). Aufgeklappt ist Platz für 3 weitere Karten (PA, Führerschein, Krankenkarte). Auf der linken Seite gibt es noch ein zusätzliches Fach für weitere Karten. 2 Fächer für Geldscheine wollte ich auch haben. Das Münzfach ist ganz wichtig. Und die ganze Geldbörse wiegt nur 19 g. Mein selbstgestecktes Gramm-Ziel habe ich erreicht, obwohl das nicht das Hauptanliegen meiner Bastelarbeit war. Wer sich wundern sollte, was die Visitenkarte auf der Vorderseite der Geldbörse zu bedeuten hat, dem sei gesagt, dass ich bei einem Verlust an das Gute im Menschen glaube.
  26. 4 points
    Jeha

    Schnäppchen

    OT: Aus den Versandbedingungen: " Wir können nicht Mähdrescherverschiffen. "
  27. 4 points
    cluster

    Vorstellungsthread

    Hiho, ich dachte ich stell' mich kurz auch mal vor, nachdem das Bestreben nach leichtem Trekken bei mir eine Sogwirkung entwickelt hat, die so schnell wohl auch nicht mehr aufhört Jetzt zu mir: Bin Salzburger und wohne nach einer kurzen Auszeit in Wien auch wieder dort (die Berge haben mir zu sehr gefehlt). Knapp über 30 und im Pass steht Andreas, aber bitte nennt's mich beim Spitznamen (Andi) Insbesondere mein Vater war überzeugter Wanderer und bevor ich auf die Welt kam auch Hobby-Bergsteiger. Mit mir an der Backe hat's dann leider nur mehr für's Wandern gereicht . 2008 hab' ich mich dann selber mit der Fotoausrüstung in's Gebirge gemacht und hab seitdem auch nicht mehr aufgehört. Naja, bis auf das Fotografieren, das Zeug ist einfach so schwer Trekkingerfahrung: Nur im Ausland mit Organisation. Esel und Sherpa jammern nicht so viel über das schwere Gepäck wie ich . In den Alpen hab ich vor allem Tagestouren gemacht (ich wohn ja quasi dort). Wo ich hin will mit meiner Registrierung hier: Würde ganz gern ein paar Weitwanderungen in den Alpen machen, ohne dabei Hüttenreservierung im Hinterkopf behalten zu müssen (Spontanität groß geschrieben). Aber auch im Ausland, wo es keine Hütteninfrastruktur wie in den Alpen gibt. Zum Beispiel: Norwegen, Canada, usw. Daneben möchte ich auch etwas in Bikepacking hineinschnuppern. Nachdem eine Freundin von mir über einen Jahr nach Neuseeland aufgebrochen ist und nur so davon schwärmt: https://www.saddlestories.at/ Das war's erst mal, man liest sich, Andi
  28. 4 points
    questor

    Impressionen aus meinem Schlafzimmer

    Kleiner Overnighter im Berliner Umland mit @Omorotschka Man beachte die Biberspuren am Stamm und die Muschelreste darauf. Erst am nächsten Morgen sichtbar geworden. Und eine kleine Mittagspause OT: Ach ja, meine und @Omorotschka's Bilder - aber wem gehören nu die Smilies?
  29. 4 points
    Dennis

    Werbe Einblendungen/Spam

    @SouthWest @gerritoliver @Backgammon @Matzo @zweizehn @masui_ @kaik411 @dennisdraussen @hmpf Vielen Dank für die Berichte. Ich kannte das auf meinem Android reproduzieren und habe daraufhin alle Werbeanzeigen offline genommen, da dies die einzige Stelle ist, wo externer Code geladen wird. Aktuell wird mir dieser Spam nicht mehr angezeigt. Auch wenn ich Cookies und Cache lösche. Könnt ihr auch noch mal nachsehen? Vielen Dank!
  30. 4 points
    sja

    [AL, MNE] Peaks of the Balkans Trail 2019

    Mi 24.07.2019 Theth Ich frühstücke mit den StudentInnen, die ich gestern Abend beim Essen kennengelernt habe, ein Österreicher Pärchen und eine Kanadierin auf Europa-Tour. Alle wollen nach Valbona heute. Ich werde wohl zum Wasserfall gehen, vielleicht noch weiter zum Syri i kalter (wieder ein „blaues Auge“). Bis zum Wasserfall gehts ganz gemütlich. Die Kombination der beiden Touren ist allerdings nicht so ne gute Idee. Man muss zum Syri i Kalter sehr, sehr lange am Fluss entlang gehen. Auf dem Weg durch Das Tal, durch die trockenen Bachbetten brutzelt die Sonne extrem und es zieht sich ewig in die Länge Freue mich, als ich endlich eine Bar sehe und was kaltes zu trinken kriege. Mir reichts für heute. Der Rückweg geht schneller, auf dem Weg fotografiere ich noch ein paar der etwas morschen oder speziellen Brücken. Als ich am Abend in Theth reinlaufe, sehe ich Schafe auf dem Weg nach Hause den Fluss queren und den abendlichen Kuh-nach-Hause-Abtrieb. Do 25.07.2019 Theth - Shkodra Die Heimreise steht langsam an. Heut fahre ich mit dem Mini-Bus wieder nach Shkodra. Eigentlich nicht viel Programm, aber die Fahrt wird wieder zu einem kleinen Ereignis. Ich werde pünktlich um 12h abgeholt, denke, dass wir noch das ein oder andere Gästehaus abklappern und dann straight nach Shkodra fahren. Nix da. Erst mal werden noch 2 oder 3 Leute abgeladen, ok, dann werden aber erstmal noch Waren oder was auch immer ausgeliefert. Fühle mich wie in einer modernen Postkutsche: Brot, Tomaten, Gasflasche wird hier und da verteilt. Und vor allem mit JEDEM, wirklich JEDEM, dem der Fahrer begegnet, wird ein Schwätzchen gehalten (natürlich mehr Männer als Frauen). So zieht sich das ewig hin. Irgendwann sammelt er noch ein paar Leute ein (unter anderem nimmt er auch ältere Einheimische für ein paar hundert Meter mit) und insgesamt tuckern wir 1h durch den kleinen Ort, ehe wir ihn verlassen. Ich werde schier wahnsinnig, weiß ich doch, dass wir noch ne echt anstrengende Fahrt über extrem schlechte Serpentinen-Straßen über die Berge vor uns haben. Auch als er den Ort verlassen hat, quatscht er wieder mit jedem albanischen Autofahrer, der uns entgegen kommt. Eigentlich aber ganz nett, mit der Zeit wird mir klar, dass das hier eben so ist, und diese Gelassenheit ist natürlich auch superschön. Mein Flieger geht eh erst morgen und in Shkodra hab ich eh nix mehr weiter vor. Fr 26.07.2019 Die Nacht habe ich wieder in meinem Lieblingshotel Kaduka verbracht, das ich schon von der Anreise kenne. Am Vorabend hatte ich noch nach dem Bus nach Podgorica gefragt, die nette Frau wusste aber von meinem angepeilten 7h-Bus nichts (hatte ich aus dem Internet), in ihrem Fahrplan gibts nur einen um 10h. Ich fliege erst am Nachmittag, aber sicher ist sicher. Will schon versuchen, den um 7h zu kriegen. Bekomme statt Frühstück das gleiche Lunchpaket wie am ersten Tag und los geht s zur Bushaltestelle. Nach ersten Unsicherheiten, wo ich warten soll (ich bin scheinbar die einzige Person), kommt ein Mann auf mich zu und sagt mir, der Bus würde um 7:30h fahren, er zeigt mir wo ich warten soll. Während ich warte, kriege ich von irgend nem Typ eine Angebot für eine Fahrt nach Podgorica, lehne aber ab. Um kurz vor 8h ruft der Typ, der mir die Haltestelle gezeigt hat, „seinen Kollegen“ an, wie er sagt. Er vermittelt mir, der Mini-Bus käme in 10min. 15min später kommt tatsächlich ein Mini-Bus. Zwar ne andere Firma, wie ich dachte, aber egal. Ist voller Leute und fährt nach Podgorica. 1min später kommt ein noch kleinerer Mini-Bus, sitzen auch Leute drin, sieht aber nicht so offiziell aus. Der Fahrer von Mini-Bus 1 sagt mir, ich solle dort mitfahren, warum auch immer. Kommt mir etwas seltsam vor, aber da ja da auch Leute drin sitzen, mache ich das einfach mal. Muss etwas weniger für das Ticket bezahlen, aber immerhin bekomme ich eins, das beruhigt mich etwas. Ein seltsamer Mann, der etwas alkoholisiert duftet, macht mir seltsame Zeichen und Gesten, keine Ahnung was er meint. Habe ich nun einen super Deal gemacht? Hm, der gute Mann wird die ganze Zeit neben mir vorne sitzen... Der Bus ist voll. Dann streitet sich unser Fahrer erstmal ne halbe Stunde mit nem anderen Busfahrer, um 8:30h gehts dann los. Gut, dass ich es nicht eilig habe, 15min später wird ein Hotel angesteuert. Ich denke, da wird vielleicht noch jemand abgeholt, warum auch immer…, aber nein, hier wird erstmal eingekehrt und ein Café getrunken. Okay. Ich latsche den Insassen meines Mini-Mini-Busses einfach hinterher und setze mich mit an denselben Tisch, da stellt sich heraus, dass fast alle aus dem Mini-Mini-Bus eine Familie sind, (der Typ neben mir jedoch nicht). Sie fahren eine Woche ans Meer (der Bus fährt anscheinend weiter ans Meer). Die 3-Generationen-Familie, in die ich mich ausversehen eingezeckt habe, ist supernett, total entspannt drauf und ich werde sofort auf den Café eingeladen.. Es gibt auf der eigentlich 2-stündigen Fahrt noch die ein oder andere weitere Pause, insbesondere natürlich am Grenzübergang, hier wechselt auch der Fahrer und um 10:20h kommen wir in Podgorica an. Eigentlich will ich da noch ein wenig rumlaufen, aber so richtig weiß ich nicht wohin und es ist hier auch sehr heiß. Ich esse noch ne Kleinigkeit und fahre dann relativ bald zum Flughafen. Der Flug zurück nach Deutschland - alles relativ unproblematisch, wieder über Warschau. Fazit: Es war eine tolle Tour und ich will auf jeden Fall nochmal den Rest der Runde nachholen. Wer etwas ambitionierter ist, kann bestimmt noch den ein oder anderen Peak mit einbauen. Aber auch so, fand ich die Etappen sehr abwechslungsreich. Man kann die Tour komplett ohne Zelt machen, aber selbst wer ein Zelt mitnehmen will, dem empfehle ich trotzdem hin und wieder bei den Leuten zu übernachten, insbesondere in Ceremi oder Doberdol. Den Leuten kommt was zu Gute und es ist schön, näher mitzukriegen, wie sie so leben.
  31. 4 points
    20 Tage unterwegs gewesen in Polen... Mit einem russischen Wörterbuch. Falsch eingepackt....
  32. 3 points
    Wanderfisch

    Vorstellungsthread

    Nimm mal noch Wildschweingegrunze, knarzend-knabbernde Marder und das Tapsen huschiger Eichhörnchen hinzu. Nicht zu vergessen, das wilde Rauschen und Knirschen der Bäume im WInd... Sarek, PCT, CDT, AT kann man / frau von träumen (tue ich auch), aber warum in die Ferne schweifen. Es gibt auch ganz tolle Wege in Deutschland und bei denen können Autarkie und Luxus (Dach über dem Kopf und Kulinarik) prima miteinander verknüpft werden.
  33. 3 points
    Würdsogern

    Vorstellungsthread

    Liebe Uls, ich stelle mich auch mal vor. Seit einiger Zeit lese ich hier schon mit, bin jetzt ca. 50 Jahre alt (so genau will ich es gar nicht wissen) und habe in letzter Zeit mein Jugendhobby wiederentdeckt. Also mit Zelt einfach dahin, wo es schön ist und ich mit offenem Fenster schlafen kann. Ich war sonst eher in den Alpen unterwegs, nichts spektakuläres. In letzter Zeit bin ich nicht mehr ganz so scharf darauf den ganzen Tag bergauf zu schnaufen und mit schmerzenden Knien in überfüllten Hütten mir einen Hörschaden von Nachbars Geschnarche zu holen. Deshalb lockt mich gerade moderates Mittelgebirge. Mit Mäuseknabbern, Eulengesang und Froschgehüpfe komme ich bislang prima zurecht Vielen Dank übrigens für die vielen Tipps, bin immer wieder positiv überrascht, was man so alles halbieren, absägen, reduzieren und weglassen kann. Rückentechnisch tut mir jedes Gramm gut, dass zuhause bleiben will. Manchmal packt mich der Ehrgeiz und ich träume vom Kungsleden oder lese was über den Sarek. Neulich auch Christine Türmes Buch über die drei Trails in den USA. Aber ehrlich gesagt, mehr als drei Tage hintereinander war ich noch nicht in der Wildnis. Manchmal würdichgern, und manchmal bin ich dann doch froh, dass es die Zivilisation gibt Mal sehen was kommt.
  34. 3 points
    kaik411

    Impressionen aus meinem Schlafzimmer

    Leider musste ich meine Schottland Tour absagen, aber eine Nacht ist dieses Wochenende drinnen. Bin auf meiner Heimstrecke dem Westerwald Steig unterwegs.
  35. 3 points
    Ich habe mal einen kiloschweren Wasserfilter mitgeschleppt, den ich jahrelang nicht benutzt hatte: Nach dem Zeltaufbau zog mein Wanderkumpel los, um damit Wasser zu filtern. Bald kam er jammernd und schreiend zurück. Er hatte gleich den ersten Schluck Wasser aus dem abgelagerten Filter getrunken. Und das schmeckte so schrecklich, dass er glaubte, jetzt sterben zu müssen. Ich musste mir seine Vorwürfe anhören und ihn trösten, dass er doch ein schönes Leben gehabt hatte und ihn beruhigen, dass er wahrscheinlich gar nicht an dem "vergifteten" Filter sterben würde, wenigstens nicht gleich. Wäre er gestorben, hätten wir sogar ein Kreuz dabei gehabt: Mein Wanderfreund schleppte nämlich einen großen Sperrholzkasten mit, in dem ein Modellsegelflugzeug war, mit dem er unterwegs fliegen wollte. Das sah so aus, als würde er ein Kreuz schleppen. Weil es aber, wie vorhergesagt, die ganze Zeit regnete, konnte er nicht fliegen.
  36. 3 points
    Andreas K.

    Bezugsquellen für MYOG-Stoffe

    @mods Wäre es nicht angebracht diesen Faden mal zu säubern? Gedacht war der ja als Linksammlung von Anbietern für MYOG Materialien. Mittlerweile ist der aber völlig zum Diskussionsthread verkommen und man findet gar nichts mehr.
  37. 3 points
    ganz schön lange haltbar
  38. 3 points
    Kalteicher

    Was benutzt Ihr als "Foodbag"?

    Hallo @effwee Ich hab das 55er Hardstruktur genommen , einfach weil es über war. Ich hab es vor dem zuschneiden einmal in die Waschmaschine geworfen. 44er geht aber bestimmt auch! Gruß , Christian
  39. 3 points
    zeank

    Was benutzt Ihr als "Foodbag"?

    Normal nehm ich auch einfach eine Plastiktüte aus dem Supermarkt. Richtig praktisch sind die aber nicht. Hab mir einen Beutel aus softstructure Tyvek mit Kordel zum Zuziehen genäht. Turnbeutel quasi. Den kann man dann auch als Rucksack zum einkaufen verwenden. Hat den halben PCT gehalten. Jetzt lauf ich mit einem DCF Beutel von HMG rum und ärgere mich, weil man den nicht umhängen kann.
  40. 3 points
    Backpapier

    Was benutzt Ihr als "Foodbag"?

    Man kann sich das Leben auch schwer machen. Ne stinknormale Tüte oder Ziplock. Wenns kaputt ist schmeißt mans weg und ersetzt sie.
  41. 3 points
    roli

    [AL, MNE] Peaks of the Balkans Trail 2019

    Schließe mich hier auch an, danke! Schau mal was schon auf meinem Tisch liegt...
  42. 3 points
    cico

    Einsteigerzelt unter 150 Euro

    Ich würde für Festivals ein einfaches, günstiges Decatlonzelt nehmen und für Trekking ein besseres und leichteres Zelt. Die Anforderungen der beiden Aktvitäten sind für mich einfach zu unterschiedlich. Ein Klassiker unter den Festivalzelten: Campingzelt Arpenaz 2 - Bei dem Zelt stört es dich auch nicht doll, wenn es kaputt geht...
  43. 3 points
    gerritoliver

    Einsteigerzelt unter 150 Euro

    UL und Festival gehen nicht zusammen. Das Material der UL Zelte leidet zu sehr wenn man es dauerhaft der Sonne aussetzt. Und täglich das Zelt auf und abbauen willst du auf einem Festival sicher auch nicht. Ansonsten Wären folgende ein paar Kandidaten: Lanshan1/2, Taga1/2, DD Hammocks Pyramidenzelt VG
  44. 3 points
    masui_

    Seideninlet modifizieren

    @schwyzi @AnnK Ja Bis vor kurzem wusste ich noch nicht mal, wie eine Nähmaschine zu bedienen ist. Entsprechend sehen auch die Nähte und alles andere aus. Zudem ist die dünne Seide ein undankbares Material für ein erstes Projekt. Ich entschied mich außerdem gegen eine Auftrennung im Brustbereich oder extra Ärmel. Es ging auch so ganz gut. Die Beine sehen sehr lang geschnitten aus. Tatsächlich passe ich da aber gut rein und kann das Inlet auch bis über die Schultern ziehen. Potthässlich, aber erfüllt seinen Zweck. Gewicht: 123 g. OT:Foto ist von mir.
  45. 3 points
    Viel doppeltes: Stirnlampe und Handylampe (nicht nachgedacht) Regenhose und Poncho (nicht nachgedacht) Sonnenhut und Buff und Mütze (nicht nachgedacht) Schlechtplanung: 2 Literflaschen Wasser und nur 300ml gebraucht am Tag (aus Angst vor dem Verdursten) Regenklamotten bei 3 Tage Sonnenschein (aus Angst nass zu werden - Wasser ist nur in der Luftröhre tödlich) Notfallriegel bis zum Ende der Tour (aus Angst zu Verhungern) Sinnloses: Stöcke (für mich sinnlos, ich habe mich verrückt machen lassen) BW-Besteck (alte Gewohnheit) Leatherman (alte Gewohnheit) Regendichten schweren Rucksack (Unwissen) Bücher, Kopfhörer, Spielkarten (aus Angst vor Einsamkeit) Zeltunterlegplane (aus Angst vor spitzen Steinen) Also, dass Überflüssigste, dass ich mitnehme sind meine unreflektierten Urängste
  46. 3 points
    die zwiebel

    Hemd 65/35 Mischgewebe (ähnlich G1000)

    Disclaimer: Dieses Produkt ist nicht umbedingt ultraleicht. Letzte Woche habe ich mit ein paar Schülern eines Gymnasiums einen Nähworkshop durchgeführt und bin zuvor beim neuen Extremtextil-Shop in Berlin vorbei gegangen. Das Erlebnis kann ich nur jedem empfehlen da hätte ich noch Stunden verbringen können. Neben viel Kleinkram zum angrabbeln, gibt’s viele Stoffstücke unter denen ich das 65/35 Taschenfutter gefunden habe. Laut Angaben wiegt es 130g/m² und ist recht robust. Denke das „normale“ 65/35 Mischgewebe ist was G1000-ähnliches. Da ich noch ein Outdoorhemd besitze, habe ich mir davon 1,5 lfm mitgenommen und vorgestern den Schnitt eines Hemds abgenommen. Mit ein paar Youtube-Hilfvideos zum Thema Hemdkragen, Manschetten und Ärmelschlitz war das Nähprojekt gut machbar. Von einer Verstärkung mit Bügelvlies habe ich allerdings abgesehen. Das Hemd wiegt 220 g und passt genau. Der Stoff ist leicht kratzig, wirkt robust, trägt sich aber angenehm. Bei den eher kühleren Temperaturen hier, war mir das Hemd schon fast zu luftig. Aber es wird ja bestimmt noch mal warm ;-). Die Löcher für die Kam-Snaps hab ich mit dem Lötkolben durchgebrannt, das hat gut funktioniert. Und die kleineren Einzelteile konnte ich schön vorbügeln (was für ein Luxus!). Beim nächsten mal würde ich vermutlich den Ärmelschlitz etwas verlängern, damit ich die Ärmel entspannter hochkrempeln kann. Ansonsten bin ich ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis.
  47. 3 points
    SaraSarita

    Basic Packliste Sommer, kurze Tour

    So, wir haben unsere erste (kurze) 2 Tagestour hinter uns. Wir hatten nichts unnötiges mit (den Fleecepulli hab ich gegen nen Bikini ausgetauscht, weil ich gesehen hab, dass der Campingplatz nen Pool hat, war die beste Entscheidung überhaupt!!!). Haben aber zu wenig Verpflegung eingepackt, so dass wir unterwegs bei nem Bauernmarkt zugeschlagen haben, war auch gut. Die Natur hat uns auch klasse mit Blaubeeren, Brombeeren und leckeren Äpfeln versorgt. Und ich hab meine Tasse vergessen, aber Not macht erfinderisch und so gabs die Suppe dann eben aus der Edelstahldose, in der die Müsliriegel waren. Am Tarp mussten wir noch ein wenig rumspielen als es plötzlich kurz stürmisch wurde und das Tarp quasi flach lag, aber dann stand es und alles hat funktioniert. Ok, wir müssen mehr trinken und jede Möglichkeit, die Flaschen aufzufüllen, auch wahrnehmen. Wir hatten beide ca. 1l dabei und haben dann halt abends noch massig getrunken, Kopfschmerzen gabs aber trotzdem. Und ich kann nicht ohne Stöcke gehen, nach 4h hatte ich total dicke Hände, hatte aber die Stöcke dabei und sie dann auch genutzt (und der Rucksack wurde leichter). Alles in allem hats aber echt viel Spaß gemacht, wir haben endlich mal die blühende Heide erlebt und wissen jetzt, dass wir soweit alles haben und dass wir auch am 2. Tag noch laufen können.
  48. 3 points
    sja

    [AL, MNE] Peaks of the Balkans Trail 2019

    So 20.07.2019, Gusinje - Vusanje Heute ist Entspannung angesagt. Die letzten beiden Tagen waren vor allem mental recht anstrengend. Die Tages-Tour im Grbaja-Tal auf den Toljanka ist gecancelled, da hätte ich mich früh morgens mit dem Taxi rüberbringen lassen müssen, denn sonst hätte ich die Tour an einem Tag nicht geschafft. Nach meinen gestrigen Erfahrungen ist mir das grad zu anstrengend. Traue auch der Beschreibung der Anforderungen auch nicht so ganz, aber wahrscheinlich will ich heute einfach nicht so viel. Ich gehe also einfach nur nach Vusanje via Ali-Pasha Quellen. Kurz vor Vusanje gibt es die Eku Katun Rosi, ein Guesthouse, eine Reihe kleiner Hüttchen mit Zeltwiese. Soll ganz gemütlich sein. Dort will ich den Nachmittag verbringen und vor dem Zelt abhängen. Die Quellen sind schöner als erwartet, natürlich ein Ausflugsziel, aber für mich heute genau das richtige. Hübsch sprudelt es aus dem Boden. Hinter den Quellen soll es am Berg entlang gehen. Es gibt wieder 3 Pfade quasi nebeneinander. Der Intuitive führt in grobes Felsgestein, das kanns nicht sein, der nächste Pfad am Bach entlang, führt in die Brennesseln, letztendlich ist es der obere Weg, nah am Berg, der überhaupt nicht wirkt, als sei es ein Weg, seufz... Der Weg nach Vusanje, bzw. die Katen Rosie ist dann tatsächlich sehr angenehm und entspannt und ich werde sehr freundlich empfangen. Als ich ankomme, spreche ich kurz mit einem sympathischen Österreicher, der mit seiner Freundin 2 Monate mit einem schönen Bulli durch Mazedonien, Montenegro, Albanien und die Türkei tingelt. Sie wollen Tagestouren machen, wirken ziemlich ambitioniert. Ich baue bei brütender Hitze auf, naja erstmal bleibt es bei einem Vorhaben. Ein kleiner Hund (Welpe), findet, dass sich mein ausgebreitetes, so hübsch grünes Zelt ausgezeichnet als Spielwiese eignet, inkl der Sturmleinen... Grrr.. Kriege schon Angst, als er drüber latscht mit seinen kratzigen Pfoten, aber als er dann noch an der Spitze rumkauen will... kaum vom Zelt verscheucht, fängt er an, mit meinen restlichen Equipment rumzubalgen - und es womöglich zu zerbeißen, inklusive Fleece. Letzteres kann ich nur mit Mühe verhindern. Der Kampf um das Drybag hinterlässt leider schon Spuren im Gewebe, denn langsam werde ich auch aggressiv und zerre ganz schön an meinen Sachen. So niedlich er auch tut, bin genervt von dem Vieh und packe so schnell wie geht alles in den Rucksack, Zelt untern Arm, nix wie weg in den hinteren Teil der Wiese. War auch so blöd, zu versuchen, mein Heim neben seinem aufzubauen. Aber diese winzige scheinbar unbewohnte Hütte sah aus, wie das (ehemalige!) zu Hause eines ehemaligen Hasen oder so. Nachdem ich aufgebaut habe, ist es so heiss, dass ich es weder im noch vor dem Zelt aushalte. Gönne mir ein Kaltgetränk unter einem Sonnenschirm. Später ziehen Wolken auf und ich überlege, einen Spatziergang nach Vusanje zu machen und mir den Waserfall anzusehen. Yep Wasserfall, Ausflugsziel, ganz nett, wieder ein Kaltgetränk. Zurück. Dusche, Essen: Die Steinofen-Pizza aus den Ofen draußen könnte in Italien nicht besser sein. Ein local Bier dazu, Beschallung von junger moderner Singer/Songwriter-Mukke (von Anfang 20jährigen "aufgelegt", die das Gästehaus/die Zeltwiese managen) und noch ein Schwätzchen mit jungen Leuten, die in Albanien rumreisen. Fühlt sich gut an. Wetterbericht sagt für morgen wieder „Gewitter“, aber nun weiß ich ja, dass man es überlebt. Will trotzdem lieber bis Theth durchlaufen, wo wir die Tour starteten. Habe Lust auf Leute und will dann dort noch was machen. Lets see.
  49. 3 points
    questor

    Impressionen von Touren

    Der Elsterperlenweg, eine Empfehlung von @Ronsn und vergangene Woche von @DasBaum und mir bei drückender Hitze begangen. Ein Glück genug Waldanteil für erträglichere Temperaturen und die kühle weiße Elster ist auch nie weit. Ganze zwei andere Wanderer getroffen, u.a.in der Elster abgekühlt, zahlreiche Zecken früh genug abgesammelt, tolle Sonnen auf- und Untergänge gesehen und wieder eine und bisher eher unbekannte Gegend erfahren. Dazu nette Dörfchen und Städtchen und super kommunikative, freundliche Einheimische, denen wir auf unserer Route begegnet sind. https://www.elsterperlenweg.de/ 72km Rundweg entlang der weißen Elster zwischen Greiz... und Wünschendorf, entlang einiger anderer kleinerer Orte für ein bisschen Historie und Einblicke in's örtliche Leben. tolle Aussichten... super Wegführung, viel Single Trail und Gratpassagen, abwechslungsreiche Landschaft und angenehme, leichte Steigungen - und natürlich äußerst scenic hangs! Auch sehr anfängergeeignet, gut erreichbar, easy noncook, da Supermärkte und Einkehroptionen und Gasthäuser im den Orten. Durch die Wegführung entlang der Elster auch beliebig als kleine Runde verkürzbar. Nur dass kulinarische Angebot war in den kleineren Dörfern auf dem Weg etwas dünn, first world problems... Eine klare Empfehlung für 2 bis max.3 Tage OT: Ja, die mieserablen Handyschnappschüsse sind tatsächlich meine
  50. 3 points
    Omorotschka

    Impressionen von Touren

    Viele Grüße vom Cape Wrath Trail nahe Sandwood beach
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+02:00 eingestellt
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