Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Rangliste

Beliebte Inhalte

Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 15.01.2022 in allen Bereichen

  1. Es ist 2 Uhr nachts und ich bin dann doch ein bisschen stolz auf mich: Nach langer Planung, einigen Nächten an der Nähmaschine und ein paar beinahe Nervenzusammenbrüchen ist er fertig: Der Prototyp meines ersten selbstgenähten Rucksacks! Mir graut es ein wenig vor der Arbeit, die die "richtige" Version mich kosten wird... Das war die Idee: Ein robuster UL-Rucksack mit variablem Volumen zw. 30L und ~50L, gepolstertem Hüftgurt, Load Liftern, Rolltop mit seitlichem Verschluss, einem Innenfach für eine gefaltete Matte 30x55cm, Top Strap, flachen Stretch-Aussentaschen und einem Schnitt mit möglichst wenig Nähten am Hauptmaterial bzw möglichst zusammenhängendem Schnittmuster. Als Materialien für den Prototyp habe ich ein altes Zelt ausgeschlachtet: Hauptmaterial für den Körper ist dunkler Zeltboden, die Aussenseite der Schulter- und Hüftgurte ist lilanes beschichtetes Polyester vom Aussenzelt. Für die Innenseiten der Gurte habe ich einen leicht dehnbaren schwarzen Stoff benutzt, der mir robust genug erschien und die Aussentaschen sind aus einem Stretchmaterial das ich ebenfalls noch zuhause hatte. Die Gewichte oder Namen der Materialien habe ich dadurch leider nicht. Zusätzlich verbaut ist 5mm EVA, 8, 10 + 15mm Gurtband und diverse Schnallen dafür von extremtextil und adventurexpert. Das gute Stück wiegt 377g (Gurte noch ungekürzt) Weitere Details, Muster, Fragen, Verbesserungen etc. dann morgen... Die Gurtbefestigung mit Loadliftern Rückseite Vorderseite mit durchgehenden Aussentaschen + 8mm Gurtband als Befestigung Fest vernähter Hüftgurt Maximal- und Minimalvolumen
    15 Punkte
  2. Tag 36 (20.07.) Meran bis GH Giggelberg, 20 km Meran hätte sich natürlich für einen Pausentag angeboten, aber irgendwie war mir mehr nach weiterwandern. Ein gemütliches Frühstück musste allerdings drin sein und so startete ich erst spät. Mit Schrecken stellte ich dann fest, dass Meran auf nur 340 m liegt und mir ein ordentlicher Aufstieg bevorstand. Nichtsdestotrotz verzichtete ich als eine der wenigen auf Bus und Seilbahn und machte mich zu Fuß auf den Weg. Der Aufstieg war ganz okay, vor allem verglichen mit dem schrecklichen, schrecklichen Abstieg vom Vortag. Ich kam allerdings ziemlich ins Schwitzen, denn das Wetter, das seit dem vorletzten Tag auf dem Karnischen Höhenweg ziemlich durchwachsen und in den Dolomiten eigentlich durchgehend schlecht gewesen war, zeigte sich von seiner besten Seite und es schien endlich mal wieder die Sonne. Das sollte die nächsten drei Tage auch so bleiben. Danach stand mir eine ziemlich üble Schlechtwetterperiode bevor – das wusste ich zu diesem Zeitpunkt zum Glück aber noch nicht. Etwa 10 min vor Erreichen der Seilbahn-Station (Hochmuth) hatte jemand dann ein wunderbar kühles und total leckeres Melissen-Getränk gegen eine Spende bereit gestellt. Bester Aufstieg aller Zeiten! Weiter ging es auf den Meraner Höhenweg. Die ersten 10 Minuten war Gänsemarsch angesagt, dann kam die erste Einkehrmöglichkeit. Es wurde zwar nicht einsam, aber von Alm zu Alm leerte sich der Weg immer mehr. Auf dem Höhenweg ging es gemächlich auf und ab, trotzdem war ich irgendwie total müde und beendete den Tag an dem wunderschön gelegenen Gasthaus Giggelberg. Von hier, wie auch von verschiedenen Aussichtspunkten auf dem Weg, hatte man einen wunderbaren Blick ins Tal, zurück nach Meran und auch in Richtung der Ortler-Gruppe, auf die es in den nächsten Tagen weiter zu gehen sollte. Einzig möglicher Kritikpunkt war, dass es in der Sonne etwas zu warm und im Schatten etwas zu kühl war. Am Gasthaus Giggelberg traf ich auf eine Gruppe E5-Wanderer, die lautstark von ihrer heldenhaften Alpenüberquerung berichtete. Darüber konnte ich nur müde lächeln – aber das behielt ich für mich . Tag 37 (21.07.) GH Giggelberg bis Goldrain, 29 km An Tag 37 fühlte ich mich wieder fit. Auf dem Programm stand das (für mich) letzte Stück Meraner Höhenweg und dann der Vinschgauer Höhenweg. Zuerst ging es durch die Schlucht der 1.000 Stufen (hört sich spektakulärer an, als es tatsächlich war). Dann folgte der Abstieg nach Naturns, da es zwischen Meraner und Vinschgauer Höhenweg leider keine direkte Verbindung gibt. Naturns verfügt über einen gut sortierten Supermarkt, weshalb ich dort meine Zuckerspeicher mit Eis, Schokolade und Tiramisu wieder auffüllte. Ein kurzes Stück ging es an einer ziemlich viel befahrenen Straße entlang, dann kam ich an einem sehr ansprechenden Bauernladen vorbei. Dort wäre es bestimmt gesünder gewesen, aber ich wollte nicht gleich den nächsten Fressstopp einlegen. In der größten Hitze machte ich mich an den Wiederaufstieg. Unterhalb von Schloss Juval ging es nach oben - Reinhold Messner traf ich aber nicht. Schon nach 200 oder 300 hm wurde es aber wieder gemütlich, da es einen Waalweg entlang ging (Waale: Bewässerungsanlagen im trockenen Vinschgau). Apropos Vinschgau: Falls irgendjemand nicht ganz klar ist, wo die Äpfel im Supermarkt eigentlich herkommen... So sieht das ganze Tal aus. Es ging kontinuierlich weiter nach oben. Unterwegs legte ich nochmals eine Rast an einer sehr netten Hofschenke ein, wo es außer eigenem Wein auch eigene Säfte gab. Der Tag war nicht spektakulär, aber irgendwie trotzdem schön – was nicht ganz unmaßgeblich an dem guten Wetter gelegen haben dürfte. Der Ortler rückte auch immer näher: Das gute Wetter wollte ich außerdem nutzen, endlich mal wieder zu zelten und hatte geplant, mir bei einer Ruine (Zuckbichl) ein schönes Plätzchen zu suchen. Und nachdem ich gegen 16:30 Uhr endlich alle Aufstiegs-Höhenmeter hinter mich gebracht und gerade nochmal 2 l Wasser extra zugeladen hatte, stieß ich auf dieses Schild: Ein Blick auf die Karte verriet, dass mir nur der Abstieg um rund 1.000 hm ins Tal blieb. Ich war ziemlich unglücklich und kurz davor die Gondel zu nehmen. Stattdessen nahm ich mir eine kleine Auszeit und telefonierte ein Weilchen mit einer Freundin, die mich zurecht darauf hinwies, dass ich mich später vermutlich ärgern würde, wenn ich jetzt die Gondel nehme. Schon wieder aufgemuntert und besser gelaunt stieg ich also nach Goldrain ab. Dort war alles ausgebucht oder sauteuer. Gegen 19:20 Uhr lief ich schließlich auf dem dortigen Campingplatz ein. Zum Glück traf ich noch den Platzwart an (eigentlich schließt die Rezeption um 19 Uhr), der zwar nicht sehr nett war, mir aber noch ein Plätzchen gab - wofür er mir 20 EUR abknöpfte, für einen wirklich nicht besonders tollen Campingplatz. Etwa eine Stunde, nachdem ich angekommen war und mein Zelt aufgebaut hatte, ging nebenan (Apfelplantage - was sonst) die Bewässerungsanlage an. Bis 2:30 Uhr. Bewässerungsanlagen können sehr laut sein. Ich weiß wirklich nicht, warum Leute auf Campingplätzen zelten. Man hat alle Nachteile, die mit Zelten verbunden sind, aber keinen der Vorteile. Irgendwie hatte ich mir das Ende dieses Tages anders vorgestellt. Tag 38 (22.07.) Goldrain bis Stilfs, 27 km Ich war wenig motiviert, gefühlt zum dritten Mal den selben Hang aufzusteigen (nach dem Aufstieg aus Meran und aus Naturns). Und so entschied ich, statt auf dem Vinschgauer Höhenweg (eigentlich wäre es dort nochmal eine ordentliche Tagesetappe lang gegangen) durchs Tal nach Prad zu laufen. Um nicht in der größten Hitze durchs Tal stiefeln zu müssen, startete ich früh. Zunächst wollte ich dem (laut Routenplaner) kürzesten Weg folgen, wurde dann aber mitten durch Apfelplantagen geschickt. Dort fühlte ich mich nicht so wohl, da ich Zweifel hatte, ob das im Sinne der Südtiroler Apfelbauern war und entschied mich für den Fahrradweg. Das stellte sich als ziemlich zäh heraus. Mit einem Podcast schaffte ich es aber bis Laas (~ 10 km). Zur Aufrechterhaltung der Moral legte ich dort eine Pause ein mit Stopps bei Bäcker 1 (Donauwelle, Cappuccino und frisch gepresster Orangensaft), Supermarkt (Schokolade und Limonade), Bäcker 2 (Schokocroissant, nicht lecker) und in einem Café (Cappuccino und gemütlich sitzen). Der Effekt von Koffein und Zucker war faszinierend. Das nächste Stück bis Prad (~ 10 km) liefen meine Beine in ordentlichen Tempo praktisch von allein . Es ging vorbei an Apfelbäumen, Apfelbäumen und Apfelbäumen. Ich bitte zur Kenntnis zu nehmen, dass ich versucht habe, diese möglichst abwechslungsreich zu fotografieren :-). Zwischendurch ging es immerhin auch mal ein Stück an der Etsch entlang, die hier erfreulicherweise nicht begradigt war. Da sich in Prad der letzte Supermarkt für die nächsten 90 km befand, stockte ich dort meine Vorräte auf (und das vor dem Aufstieg aufs Stilfser Joch...). Als ich gerade mein ebenfalls im Supermarkt erstandenes Mittagessen mampfte (und darüber philosophierte, dass die Anzahl der konsumierten Kalorien umgekehrt proportional ist zur effektiven Gehzeit), zog ein ordentlicher Platzregen durch Prad, aber ich konnte mich zum Glück unterstellen. Danach war es ziemlich schwül, aber ich machte mich dennoch auf den Weg nach Stilfs und brachte damit die ersten knapp 400 hm des Aufstiegs zum Stilfser Joch hinter mich. Hier quartierte ich mich - quasi zur Entschädigung für die Wegsperrung und den blöden Weg durchs Tal - in einem sehr netten Hotel ein, das zwar nicht ganz günstig, aber sein Geld definitiv wert war. Unterwegs bekam ich nochmal ein paar Tropfen ab, aber das Wetter hielt. Als ich dann schon im Hotel war, zog nochmal ein Gewitter durch, aber ich war dem Regen den ganzen Tag entkommen :-). Tag 39 (23.07.) Stilfs bis Lago di Cancano, 33 km Tag 39 war ein wunderbarer Wandertag, bei dem ich aus dem Strahlen nicht herauskam. Nach einem fantastischen Frühstück (ich hätte gerne noch mehr gegessen, aber dann wäre ich den Berg nicht mehr hochgekommen) ging es spät los. Die noch fehlenden 1.500 hm zum Stilfser Joch (bzw. für Wanderer zur Dreisprachenspitze auf 2.843 m) lief ich dann in einem Rutsch durch mit nur kurzen Fotostopps. Das Wetter war super, die Sicht auf den Ortler wurde immer besser und als Bonus gab es ein paar Murmeltiere. Irgendwann kam auch die Passstraße in Sicht, von der zum Glück nicht allzu viel zu hören war. Der Trubel am Stilfser Joch war unfassbar: Würstchenbuden, Souvenir-Stände und unendlich viele Motorrad- und Fahrradfahrer. Irgendwie war dieses Spektakel aber auch faszinierend und ich stieg die paar Höhenmeter von der Dreisprachenspitze zum Stilfser Joch ab, um die Veranstaltung aus der Nähe betrachten zu können. Auf der anderen Seite ging es dann – wieder in Ruhe und Einsamkeit – in ungefähr unendlich vielen Serpentinen für eine gute halbe Stunde durch die Schweiz weiter zum Umbrail-Pass und dann ein Stück hoch zur Furka-Scharte (Italien). Dort traf ich auf einen Schweizer, der die komplette rote Via Alpina wandern will und im Mai in Monaco gestartet war. Danach ging es nur noch abwärts Richtung Lago di Cancano, einem Stausee, der eine tolle Farbe hat. Dort kam ich ziemlich erledigt an, an diesem Tag hatte ich mal wieder zu viel Sonne abbekommen.
    12 Punkte
  3. Tag 45 (29.07.) Juf bis Isola, 38 km Das Wetter war wie angekündigt wirklich besser. Genau genommen war es richtig gut. Darüber freute nicht nur ich mich, sondern auch ganze Murmeltierfamilien, die vor ihrem Bau saßen und sich sonnten. Ausgerechnet an diesem Tag ging es für mich aber das Averstal hinunter – in den Bergen hätte man morgens bestimmt eine super Fernsicht gehabt. Aber ich will mich nicht beschweren. Die Wegführung war schön und folgte dem alten Handelsweg durch eine beeindruckende (aber schwer zu fotografierende) Schlucht. Unterwegs traf ich auf zwei Rote-Via-Alpina-Wanderer, die aber beide nicht sehr gesprächig waren – die wurden dann halt ohne ein Schwätzchen zu halten überholt . Ab Innerferrera ging es wieder in Richtung Italien, zuerst einige steile Serpentinen durch den Wald und dann sehr gemächlich über Almen zum Passo di Emet (2.280 m). Vom Pass ging es vorbei am Lago di Emet und einmal halb um einen Talkessel herum, dann folgte der Abstieg zum Lago di Montespluga. Eigentlich hatte ich am See Feierabend machen wollen. Das Rifugio dort war allerdings maximal unattraktiv unterhalb der Staumauer gelegen, so dass ich mich entschloss, in den nächsten Ort weiterzulaufen. Ich schwenkte daher auf die alte, wunderschöne Via Spluga ein und lief noch weiter nach Isola. Das war ein ziemlich langer Tag, aber trotzdem war ich froh über meine Entscheidung, da ich in Insola in einem sehr netten Hotel unterkam (Locanda Cardinello, wenn ich mich recht erinnere). Tag 46 (30.07.) Isola bis Lostallo, 29 km An diesem Tag sollte es über den vorerst letzten Pass wieder zurück in die Schweiz gehen (war zwischendurch gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten, wo man gerade eigentlich ist ), bevor ich auf die Zielgerade zum Lago Maggiore einschwenkte. Beim Aufstieg traf ich eine sehr nette amerikanische Familie, mit der ich mich auf dem Weg nach oben ausgiebig unterhielt und so war ich fast schon am Pass, bevor meine Beine überhaupt wussten, wie ihnen geschah. Leider war das Wetter schon wieder ziemlich trüb. Kurz nach mir kam einer der Jungs aus der amerikanischen Familie am Pass an (ich war schon weitergegangen). Und auf einmal rannten ALLE Ziegen, die oberhalb des Passes gegrast hatten, den Hang runter und auf den armen Kerl zu – warum auch immer. Ihm war ersichtlich (und nachvollziehbar) unwohl. Die Ziegen taten ihm aber zum Glück nichts. Nach dem Passo di Balniscio (2.353 m) kam – wie ich der Karte jetzt entnommen habe – ein weiterer Pass (Passo della Serraglia, 2.279 m), den ich unterwegs gar nicht als solchen wahrgenommen habe. Die Staatsgrenze befindet sich erst am zweiten Pass. Zwischen dem ersten und dem zweiten Pass hatten es die Italiener aber irgendwie nicht mehr für nötig gehalten, den Weg zu markieren. Auf der Schweizer Seite ging es dann zwar gut markiert, aber trotzdem anspruchsvoll weiter durch eine sehr rauhe, aber schöne Hochebene. Dort war ich längere Zeit auf der Suche, nach der richtigen Stelle, um den Bach zu überqueren. Das war die Kür, dann folgte leider noch die Pflicht. Ab Erreichen der Baumgrenze wurde es schrecklich, denn es ging einfach nur noch sehr, sehr steil nach unten. Das einzig gute, was ich dem Weg abgewinnen konnte, war, dass er eindeutig zu erkennen war. Unten angekommen waren meine Beine ziemlich kaputt. Ab da ging es dann weiter talabwärts Richtung Locarno – hier war nicht der Weg, sondern Ankommen das Ziel. Zuerst ging es ein Stück an der Autobahn entlang, dann aber etwas schöner an einer alten Bahnstrecke. Ich schaltete auf Autopilot und kam durch ein Dorf nach dem anderen, immer mehr oder weniger an der Moesa entlang. Zum Glück bemerkte ich gerade noch rechtzeitig die bisher größte Schlange, die sich einmal quer über den Weg gelegt hatte. Ich war fest entschlossen, in dieser Nacht wild zu campen, da es weit und breit keine bezahlbaren Unterkünfte gab. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich mir ein Plätzchen am Fluss suche und dort auch noch bade. Allerdings war dort alles ziemlich exponiert. Und gerade als das Wetter, das sich bis dahin gehalten hatte, immer düsterer wurde und erstes Donnergrollen zu hören war, führte der Weg in Lostallo am Dorfrand über einen kleinen Hügel an einer Kirche vorbei. Dahinter waren lauter grasbewachsene Terrassenstufen, die so aussahen, als ob dort nie ein Mensch vorbeikommt. Perfekter Zeltplatz. Ich hatte gerade mein Zelt aufgebaut als es anfing zu regnen. Glück gehabt! Tag 47 (31.07.) Lostallo bis Bellinzona, 25 km Obwohl ich wild gezeltet hatte, ging ich den Tag gemütlich an, da es keinen Grund gab, sich zu beeilen und wie vermutet kein Mensch an meinem Zeltplatz vorbeigekommen war. Wenn ich die noch fehlenden 48 km nach Locarno alle an diesem Tag gewandert wäre, dann wäre ich zur Belohnung Samstag abends in Locarno eingelaufen – und das ist das einzige, was noch blöder ist, als sonntags in eine Stadt zu kommen. Und in zwei Tagen wiederum lassen sich 48 km durchs Tal ziemlich entspannt laufen. Als ich wieder am Fluss war und sah, wie dort der Morgentau hing, war ich ziemlich froh, nicht dort gezeltet zu haben. Es ging weiter durch die Dörfer und in der ersten größeren Stadt (Roveredo) legte ich einen Fressstopp ein. Es war tierisch schwül und alles klebte. Als ich an einer kleinen Badestelle vorbeikam, war die Vorstellung, sich – wenn auch nur für 10 Minuten – frisch und sauber zu fühlen einfach überwältigend und ich machte eine kurze Badepause an der Moesa. Weiter ging es ins schweizerische Kanton Tessin, wo ich in Bellinzona den Ort aufsuchte, der immer kostenloses W-LAN hat. Dort stellte ich fest, dass meine Optionen für diese Nacht relativ beschränkt waren. Eigentlich hatte ich noch weiterwandern wollen, aber ab Bellinzona war die Gegend ziemlich dicht besiedelt (wild campen also eher schlecht) und der nächste Campingplatz noch 20 km entfernt. Außerdem war schon wieder das nächste Gewitter im Anmarsch. So entschied ich mich, in Bellinzona zu bleiben und bekam erfreulicherweise noch ein Zimmer in der Jugendherberge (die mit einer Münz-Waschmaschine ausgestattet ist!). Tag 48 (01.08.) Bellinzona bis Locarno, 23 km Wandertechnisch gibt es von diesem Tag eigentlich nichts zu berichten (es ging ewig lang geradeaus, dann einmal rechts und einmal links), außer dass ich in Locarno am Lago Maggiore angekommen bin - gerade noch so im Trockenen, bevor schon wieder der nächste Regen einsetzte. Mehr als 1.200 km sind geschafft! Tag 49 (02.08.) Pausentag
    10 Punkte
  4. Inspiriert durch dein Hoody habe ich mir die Tage nun auch einen geschneidert. 2m Alpha von Extremtextil haben für den Hoody und noch eine Art Weste ohne Kapuze und Ärmel gereicht. Der Hoody (ca. L) wiegt 129g und die Weste 56g. Ist super angenehmes und warmes Material. Ich bin nur noch etwas wegen der Belastbarkeit besorgt. Ich schätze Rucksackriemen scheuern ohne eine Verstärkung schnell durch. Mal sehen wie viele km er auf dem PCT im April durchhält. Ich habe meinen alten dünnen Fleece Pullover von Decathlon an den Nähten aufgeschnitten und die Teile dann einfach mit Nahtzugabe ausgeschnitten. Dann mit so Klammern aneinenander gesteckt und am Körper entspreched meinen Maßen angepasst. War als mein erstes Kleidungsstück insgesamt recht einfach aber trotzdem sehr zeitintensiv. Die Kapuze hätte ich vielleicht noch ein bisschen weiter machen können.
    9 Punkte
  5. Tag 40 (24.07.) Lago di Cancano bis Bivacco Pian del Lago, 35 km Die Wettervorhersage war mäßig und ich wanderte in ziemlich trübem Wetter los. Es war gleichzeitig diesig und neblig und vor allem hing irgendwie ein Schleier. Das Wetter färbte auf mein Lauftempo ab und ich war ziemlich lahmarschig unterwegs. Die ersten ~ 10 km war zudem weder der Weg, noch die Aussicht besonders toll. Etwas Abwechslung boten diese beiden Wachtürme, zwischen denen der Wanderweg hinunterging. Ab Arnoga wurde der Weg besser und es folgte ein Aufstieg durch das Val Verva, dessen Schönheit wetterbedingt nicht ganz zur Geltung kam. Kurz vor Erreichen des nicht allzu hohen Passes setzte Regen ein und ich dachte schon, dass ich den Tag in Eita beende, da ich auf dem nächsten Pass (Vermolera, 2.732 m) auf keinen Fall in schlechtes Wetter kommen wollte, da der Weg dort ziemlich ausgesetzt ist. Es hörte dann aber recht schnell wieder auf zu regnen und wurde etwas heller, so dass ich in Eita nur eine kurze Pause einlegte und mich doch noch an den Vermolera-Pass machte. Der Weg führte an mehreren Bergseen vorbei, die bei Sonne bestimmt wunderschön gewesen wären. Außerdem gab es zahlreiche Gebirgsbäche und viel unberührte Natur zu sehen und sogar noch ein paar Alpenröschen (die meisten sind schon verblüht). Das letzte Stück ging es durchs Geröll ordentlich steil nach oben. Zum Glück war der Abstieg auf der anderen Seite angenehmer zu gehen. Übernachtet habe ich dann im Bivaccco Pian del Lago, einer Schutzhütte, die immer offen steht und die ich zum Glück für mich allein hatte. Einen kleinen Schreck bekam ich, als plötzlich jemand mit Motorrad auftauchte. Das war zum Glück aber nur ein Bauer aus der Umgebung, der nach seinen Ziegen sehen wollte. Tag 40 war ausserdem der Tag, an dem ich meinen 1.000sten Kilometer zurücklegte. Mehr als die Hälfte ist geschafft! (erst/schon?) Tag 41 (25.07.) Bivacco Pian del Lago bis Poschiavo, 17 km Tag 41 war mal wieder einer dieser Tage, an denen es nur die Wahl zwischen einem sehr kurzen (über einen Pass bis in die Schweiz nach Poschiavo) oder einem sehr, sehr langen (auch noch über den nächsten Pass wieder aus der Schweiz raus nach Italien) Wandertag gab. Da sich in Poschiavo ein Supermarkt befindet, den ich fest eingeplant hatte (der Hungertod drohte noch nicht, aber Schokolade und Müsli wurden knapp), ich aber mal wieder an einem Sonntag in eine Stadt einlief und da ich außerdem an den Tagen zuvor viel gelaufen war, hatte ich eine gewisse Tendenz, in Poschiavo zu bleiben. Aber wie meistens dachte ich, ich laufe halt mal los und schaue, was passiert. Nachdem ich etwa 45 Minuten den Berg herunter gestiefelt war, kam ich in ein kleines Bergdorf namens Malghera, wo ich mich nach einem Kaffee umschauen wollte. Dort gab es auch ein Rifugio, in dem gerade das Frühstück in vollem Gange war - und da es nur 5 EUR kostete, entschied ich mich spontan für ein zweites Frühstück (und damit war die Entscheidung für Poschiavo eigentlich auch fast schon getroffen). Danach ging es dann über den Malghera-Pass (2.550 m) in die Schweiz. Das Wetter war leider wieder ziemlich trüb. Auf der italienischen Seite führte der Weg an einem weiteren Bergsee vorbei, auf der Schweizer Seite zog sich der Abstieg dann ziemlich. Unten im Tal ist Poschiavo, auf der anderen Seite sollte es dann am nächsten Tag wieder hoch gehen: Zwischendurch zeigte sich die Sonne kurz, da verspürte ich gleich neue Wanderslust. Aber dann wurde es wieder grau und dunkel und ich entschied mich endgültig, in Poschiavo zu bleiben – ausgerechnet in der Schweiz, um die sonst alle einen Bogen machen. Ich fand allerdings ein Hotel, in dem mir die Wirtin einen äußerst anständigen Preis machte (70 Franken für Übernachtung und Frühstück – und zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was mich da für ein fantastisches Frühstück erwartete). Nur das Wetter fing allmählich an, etwas zu nerven. Irgendwie schien es auf dieser Wanderung nur zwei Arten von Wetter zu geben: total krasser Sonnenschein, bei dem ständig Hitzegewitter drohen oder trübes Wetter mit grauen Wolken und ohne Sicht, bei dem man nie weiß, ob es hält. Ein stabiles Hochdruckgebiet mit gelegentlichen Schönwetterwolken – das wäre mal was! Tag 42 (26.07.) Poschiavo bis Rifugio Zoia, 18 km Schon bevor ich losgewandert war, hatte ich mich gefragt, wann wohl mein erster Tiefpunkt kommen würde und hatte vollkommen zutreffend vermutet, dass dies wohl nicht zuletzt vom Wetter abhängen würde. An Tag 42 war es dann so weit... Dabei war der Start in den Tag eigentlich nicht schlecht. Das Frühstück im Hotel war das beste, das ich auf der ganzen Wanderung hatte (eine riesige Käseplatte, nach Wunsch frisch zubereitete Eierspeisen, Obstspieße, ...). Und der Supermarkt, in dem ich morgens noch einkaufen war, hatte eine super Auswahl, es gab sogar Milchpulver. Allerdings lief ich dadurch effektiv auch erst um 9 Uhr los. Nachdem es nachts noch ziemlich gewittert hatte, war die Sicht zu dieser Zeit besser als erwartet. Allerdings stand ein ordentlicher Aufstieg mit 1.600 hm auf den Campagneda-Pass (2.628 m) bevor, es sollte wieder nach Italien gehen. Zwischendurch ging es über die schöne Alp Cancian – da möchte man Kuh sein (außer es ist Gewitter). Als ich am Pass ankam war nichts mehr mit guter Sicht. Vom Piz Bernina (einziger 4.000er in den Ostalpen) bekam ich jedenfalls nichts zu sehen. Rechts: Schweiz und schweizer Wegweiser, links: Italien und italienischer Wegweiser Ich machte mich an den Abstieg, vorbei an weiteren Bergseen, an denen es bei Sonnenschein bestimmt wunderschön gewesen wäre, in denen sich an diesem Tag aber nur der trübe Himmel spiegelte: Gegen 15 Uhr fing es an stärker zu regnen, dann auch zu donnern und es wurde neblig. Da ich gerade in der Nähe des Rifugio Zoia war, kehrte ich dort ein und wollte erstmal abwarten, wie sich das Wetter entwickelt, eigentlich hatte ich noch 2 oder 3 Stunden weiterlaufen wollen. Nach einer halben Stunde strömendem Regen und Nebel entschied ich dann, dort zu bleiben. 15 Minuten später wurde es wieder heller und der Regen hörte auf, aber da hatte ich mich schon auf einem Zimmer einquartiert... Ich fühlte mich vom Wetter, das allmählich ziemlich nervte, etwas verarscht. Außerdem bedauerte ich sehr, ausgerechnet auf diesem Wegstück so schlechtes Wetter zu haben, da ich von der Planung natürlich auch Fotos kannte, wie es dort bei gutem Wetter aussieht – das war für mich aber leider nicht im Angebot. Zum Glück hatte ich auf der Hütte sehr nette Gesellschaft von zwei Schweizern, die mich von meiner schlechten Laune ablenkten und wieder aufheiterten. Tag 43 (27.07.) Rifugio Zoia bis Chiareggio, 18 km Zu diesem Tag gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer: Regen. Die ganze Zeit Regen. Das war der Tag mit dem bis dahin mit Abstand schlechtesten Wetter (da hatte ich ja aber auch Tag 44 noch nicht erlebt). Ich lief in Regen und Nebel los und ich kam im Regen an, mal regnete es etwas mehr, mal etwas weniger – da hätte ich auch am Tag vorher weiterwandern können. Zwischendurch blitze und donnerte es auch noch. Kleine Rinnsäle, die über Wege fließen und sonst vermutlich mit einem Schritt überquert werden können, hatten sich in knöcheltiefe, ernstzunehmende Bäche verwandelt, die es zu durchwaten galt. Daher entschied ich mich, in Chiareggio, dem letzten kleinen Bergdorf auf italienischer Seite, zu bleiben und lief schon wieder nur eine kurze Etappe. Sonst hätte ich 1. noch über den nächsten Pass (2.628 m) müssen und hätte dann 2. folgende Übernachtungsalternativen gehabt a) Hotel in Maloja für 160 Franken aufwärts oder b) zelten. Da ich mir nach der Durchquerung des Baches über nasse Füße keine Gedanken mehr machen musste, erschien mir nichts davon besonders attraktiv. Nur den Name des Alimentari gegenüber meiner Unterkunft in Chiareggio fand ich ganz unterhaltsam. Tag 44 (28.07.) Chiareggio bis Juf, 31 km (2.350 hm Aufstieg) In Chiareggio hatte ich mir in Anbetracht des Wetters Gedanken über meine Optionen gemacht, die da lauteten a) auf besseres Wetter warten (unrealistisch, wenn man dem Wetterbericht Glauben schenken durfte, der zwar für den nächsten Tag besseres, dann aber wieder schlechteres Wetter vorhersagte), b) abbrechen (offensichtlich keine Option), c) weiterlaufen. So entschloss ich mich also, künftig keine Rücksicht mehr auf das Wetter zu nehmen und weiterzulaufen, egal was da kommt (außer natürlich, dass mit dem Wetter Gefahren verbunden gewesen wären). Bei schönem Wetter wandern kann schließlich jeder! So wanderte ich also um 6:30 Uhr in Chiareggio im Nieselregen los und machte mich auf den Weg zum Murettopass (2.562 m) nach Maloja, wieder in die Schweiz. Erfreulicherweise hörte es nach einem Weilchen auf zu regnen und ich kam trocken über den Pass. Kurzzeitig riss sogar der Nebel etwas auf. Blick zurück Richtung Chiareggio: Der Abstieg Richtung Maloja war dann sehr hässlich (steil, Geröll) und leider fing es auch wieder an zu regnen. Nach Maloja ging es dann wieder in den Nebel hinunter, vom Lägh da Cavloc bekam ich praktisch nichts zu sehen. Nasse Wanderer, die gerne ein Päuschen machen, was trinken und sich aufwärmen wollen, waren in Maloja leider nicht willkommen. Auch sonst gefiel es mir dort nicht, so machte ich mich (immer noch im Regen) auf den Weg zum nächsten Pass. Zwischendurch war es so neblig, dass man kaum über die Straße schauen konnte, aber dann klarte es etwas auf und hörte wieder auf zu regnen. Die Wege hatten sich mittlerweile allerdings in Bäche verwandelt. Sobald man einmal nasse Füße hatte, musste man aber immerhin nicht mehr so sehr darauf achten, ob man durch eine Pfütze watet oder nicht und selten bin ich mit so sauberen Schuhen, durch die das Wasser praktisch hindurchfloß, gewandert. Es ging am Lägh dal Lunghin vorbei, einem der wenigen Augenblicke mit etwas Sicht (das Foto vermittelt einen viel zu guten Eindruck vom Wetter). Dann kam ich über den Pass Lunghin mit einer dreigeteilten Wasserscheide. Weiter ging es rund 300 hm runter durch ein Hochtal, wo ich den Septimerpass querte, bevor es wieder 400 hm zum letzten Pass des Tages, dem Forcellina-Pass (2.671 m) hochging. Da holte mich auch der Regen wieder ein. Zuletzt folgte der Abstieg nach Juf, dem höchsten ganzjährig bewohnten Dorf Europas. In Juf quartierte ich mich in einer für Schweizer Verhältnisse günstigen Pension mit einem Lager ein, das den Charme einer sibirischen Arbeiterunterkunft hatte. Aber ich bekam Zeitungspapier für meine nassen Schuhe und die Heizung wurde angestellt, damit ich meine Sachen trocknen kann - und was will man mehr? Gegen 19 Uhr kam dann die Sonne heraus und der Himmel war blau. Das Wetter will mich wohl wirklich verarschen .
    9 Punkte
  6. Tag 34 (18.07.) Bad Siess bis Stoanerne Mandl, 30 km Es ging weiter durch die Sarntaler Alpen und das letzte Stück hoch auf das Rittner Horn. Leider blies wieder ein sehr kalter Wind. Als ich oben ankam waren die Dolomiten noch in dunkle Wolken gehüllt, die der Wind aber bald wegwehte. Das Wetter besserte sich im Vergleich zu den Vortagen etwas und zwischendurch hatte man eine tolle Fernsicht. Das im Hintergrund müsste die Ortler-Gruppe sein: Vom Rittner Horn folgte ein langer Abstieg nach Bundschen und von dort ein langer Aufstieg zur Hauserberg Alm. Beides war nicht allzu spektakulär, aber an die Etappen von Völs am Schlern bis nach Meran hatte ich auch keine großen Erwartungen, da es im wesentlichen darum ging, von den Dolomiten ins Vinschgau zu kommen. Auf der Hauserberg Alm kehrte ich nochmal ein und machte in netter Gesellschaft ein Päuschen. Da ich am nächsten Tag möglichst früh in Meran ankommen wollte, versuchte ich an dem Tag möglichst viel Strecke zu machen, füllte an der Alm meine Wasservorräte auf und lief weiter mit dem Ziel, mal wieder zu zelten. Der starke Wind bereitete mir etwas Sorgen, aber kurz vor den Stoanerne Mandl fand ich ein wunderbar windgeschütztes Plätzchen, an dem weder Kuh noch Pferd aufkreuzten. Tag 35 (19.07.) Stoanerne Mandl bis Meran, 18 km Ich startete früh, machte noch ein paar Fotos von den Stoanernen Mandl und war ratzfatz in Falzeben, wo der letzte Abstieg nach Meran auf mich wartete. Etwa 1.000 hm sollte es durch einen Wald nach unten gehen. Den gpx-Track für den Weg hatte ich dem Rother-Wanderführer entnommen (der allerdings vorschlägt, die Gondel zu nehmen und auf eine Wegbeschreibung verzichtet). Außerdem hatte ich den Weg auch in mehreren Karten gefunden. Allerdings hatte ich schon Schwierigkeiten den Einstieg in den Weg zu finden, was mir ohne GPS wahrscheinlich auch gar nicht gelungen wäre. Der Weg war ziemlich zugewachsen und die Markierungen waren verbleicht. Eine echte Alternative zu dem Weg sah ich aber von Falzeben aus nicht (außerdem wollte ich ja ankommen) und so stiefelte ich los. Nach einiger Zeit verlor ich in einem sehr steilen Stück den Weg und dann tat ich etwas sehr, sehr Dummes (wovon ich mir fest vorgenommen hatte, es nicht zu tun): Ich ging trotzdem weiter, irgendwo lang, wo ich glaubte, einen Weg oder eine Markierung zu erkennen. Vermutlich folgte ich zwischendurch Wildwechseln und kam irgendwann an einen Abhang, den vielleicht Gemsen herunterkommen, ich aber nicht. Etwa 4 bis 5 m schlitterte ich den Abhang hinunter, als mir der Boden unter den Füßen wegrutschte und holte mir ein paar ordentliche Schrammen an den Beinen. Zum Glück passierte nichts Schlimmeres. Um umzukehren war es jedenfalls jetzt zu spät. Ich ging weiter, zwischendurch quer durch Brennnesseln, was ich als gerechte Strafe und Denkzettel für meine Dummheit betrachtete. Wie durch ein Wunder fand ich irgendwann die rudimentären Reste des Weges wieder, was ich bei einem zugewachsenen Weg im Wald für praktisch unmöglich gehalten hatte und kam heil im Tal an. Über dieses Stück Weg sprechen wir übrigens: Während ich unterwegs war, dachte ich, dass ich jedem kategorisch davon abrate, diesen Weg zu gehen. Zwischenzeitlich dachte ich dann, dass ich, als ich den Weg verlor, viel gründlicher hätte suchen müssen, wo der Weg weiter verläuft, statt fröhlich drauflos zu spazieren. Jetzt, nachdem ich mir für diesen Bericht die Karte nochmal angeschaut habe, kann ich ergänzen, dass zumindest in mapy.cz der Weg mit dem Hinweis „way overgrown“ versehen wurde. Das kann ich nur bestätigen. Sollte ich nochmal in meinem Leben in die Verlegenheit kommen, nach Meran absteigen zu wollen, würde ich auf jeden Fall einen anderen Weg wählen. Das war mit Abstand die potentiell gefährlichste Situation, in die ich mich auf der ganzen Wanderung manövriert habe. Auch jetzt kann ich nur den Kopf schütteln und tief durchatmen und bin immer noch froh, dass alles gut ausgegangen ist. Die Narben an den Beinen sind dann hoffentlich nächsten Sommer wieder verschwunden... In Meran ging ich nach diesem Schreck erstmal was ordentliches essen. Dann erledigte ich meine Einkäufe. In Meran gibt es so ziemlich alles, was man sich wünschen kann. Neben dem üblichen Proviant erstand ich auch ein neues paar Schuhe. Die Hälfte des Weges hatte ich zwar noch nicht geschafft, aber ich habe unterwegs überhaupt keine Lust auf Logistik (wie z.B. Schuhe online bestellen und dann irgendwo abholen) und wollte daher die Gelegenheit nutzen, einfach in eines der zahlreichen Outdoor-Geschäfte zu latschen und die Schuhe zu kaufen.
    9 Punkte
  7. Die Frage ist eigentlich, wer hat nicht gerade die Preise um 20 bis 30 % erhöht. Ach ja doch, mein Chef beim Gehalt.
    6 Punkte
  8. Tag 50 (03.08.) Locarno bis Malesco, 36 km Eigentlich war die Wettervorhersage gar nicht so schlecht, aber schon während des Frühstücks kam der erste Regenschauer runter. Bevor ich es auch nur um den ersten Block geschafft hatte, dann der zweite. Immerhin regnete es nicht durchgehend, aber das Wetter war ziemlich grau und trüb. Als dann auch noch der Nebel ins Tal zog, entschied ich, statt der Route von Monty zu folgen und über Pizzin und Pianascio zu laufen, die Via del Mercato durchs Tal zu nehmen und die beiden Gipfel zu streichen. "Aussicht" bei Nebel hatte ich in den letzten Tagen genug gehabt. Die Via del Mercato war dann gar nicht so langweilig, wie ich erwartet hatte und sie verlief auch nicht im Tal, sondern überwiegend an den Hängen, wodurch erstaunlich viele Höhenmeter zusammen kamen. Unterwegs kam ich gefühlt durch ungefähr unendlich viele kleine Bergdörfer, die zum Teil wirklich nett waren. Insbesondere die Wallfahrtskirche in Re fand ich beeindruckend. Irgendwann mittags hatte ich die Schweiz endgültig verlassen und es ging bis auf weiteres durch Italien weiter. Sowohl die Wegbeschaffenheit, als auch die Beschilderung ließen danach ziemlich nach. Außerdem stellte ich mal wieder fest, dass das trübe Wetter eine lähmende Wirkung auf mich hat und dass ich deutlich langsamer unterwegs war, als sonst. Als ich dann noch irgendwann einer falschen Wegmarkierung gefolgt und in einer Sackgasse bei irgendwelchen Felsen gelandet war, beschloss ich, den Tag zu beenden und lief in den nächsten Ort, um mir eine Unterkunft zu suchen und landete so in Malesco. Leider war zwischenzeitlich absolute Hochsaison und ich hatte ziemliche Probleme, eine Unterkunft zu finden. Irgendwann stieß ich zum Glück auf einen Wirt, der netterweise alle Unterkünfte in der näheren Umgebung abtelefonierte und noch ein Zimmer für mich fand. Tag 51 (04.08.) Malesco bis Villadossola, 32 km Morgens lief ich bis Druogno noch ein Stück direkt durchs Tal und schwenkte dann wieder auf die Via del Mercato ein. Die Wege schienen allerdings nicht allzu häufig begangen zu sein und waren immer zugewucherter. Irgendwann war ich mir eigentlich sicher, nur noch auf irgendwelchen lokalen Trampelpfaden unterwegs zu sein, stieß aber immer wieder auf Wegmarkierungen und Wegweiser und wusste nicht, ob ich das zum Lachen oder zum Weinen finden sollte. Ab Mozzio war kaum noch ein Weg zu erkennen, weshalb ich versuchte, einen anderen Weg zu finden. Leider wurde es danach nur noch schlimmer. Der Routenplaner von mapy schlug mir einen Weg vor, durch den ich oberhalb einer 4 bis 5 Meter hohen Mauer mit Geröllschutzzaun an einer vielbefahrenen Straße herauskam. Unter keinen Umständen sollte man dieses Stück Weg gehen: Der Tiefpunkt war erreicht, als der Weg völlig mit Brombeeren zugewachsen war. Irgendwann hatte auch noch ein kleinerer Erdrutsch einen Teil des Weges zerstört, aber zum Glück kam ich so weiter. Meine größte Sorge war zwischendurch, dass ich irgendwann an einen Punkt komme, an dem es nicht mehr weitergeht und dass ich durch das ganze Elend wieder zurück muss. Ich kam übrigens aber weiterhin regelmäßig an Wegmarkierungen vorbei. Der "Weg" war allerdings einfach nur schrecklich und ich war ziemlich froh, als ich endlich Domodossola erreichte. Von dort ging es dann noch nach Villadossola, von wo aus ich auf die gta einschwenke. Ich freute mich schon sehr darauf, dann endlich wieder auf einem "richtigen" Fernwanderweg unterwegs zu sein.
    5 Punkte
  9. So ist es - Cumulus wurde (überspitzt ausgedrückt) von der Marke die "sehr günstige und gute Qualität liefert" zu "und dann gibt es da noch Cumulus, die ähnliche Quilts und Schlafsäcke wie Rab, Enlightened Equipment, XYZ herstellen, zu gleichen Preisen". Das ist schon ein unterschied. Früher konnte man Anfänger und Leute mit kleinerem Budget die gute Qualität wollten einfach zu Cumulus schicken, jetzt können diese Leute aber auch das gleiche Geld für einen Rab, EE oder ähnlich Quilt ausgeben. Pajak kenne ich als gute Qualität, die machen auch vernünftige und günstige UL Rucksäcke. Ich schätze auch Pajak (die ja auch aus Polen kommen, wie Cumulus) wird evtl. demnächst die Preise erhöhen. Hoffentlich mit besserer Kommunikation und etwas Vorlaufzeit.
    5 Punkte
  10. Abgesehen von den Dingen die @momper erwähnt hat gäbe es da noch die - Inflation - gestiegene Kosten für die Rohstoffe seitens Lieferanten - gestiegene Transportkosten für Rohstoffe aus Asien (pre-Pandemie hat ein Container 2.000 bis 3.000 € Fracht gekostet, im Moment sind es schon mal 20.000 bis 30.000 €) Das alles ist aber kein Grund für die miserable Kommunikation: Weder auf Ihrem Blog noch auf den SoMe Kanälen wurde etwas von den Preiserhöhungen kommuniziert, das kenne ich von anderen Brands eher in die Richtung "Wir erhöhen in einer Woche die Preise um 15% wegen Gründen XYZ, seit Schlau und bestellt NUN zu den alten Preisen". So bekommt man als Fan und Konsument der Marke das Gefühl die warnen mich vor der Preiserhöhung, also Bestell ich nun die Ausrüstung mit der ich schon lange geliebäugelt habe.
    5 Punkte
  11. Der hier ist etwa 9 Jahre alt und könnte hier und da auch mal einen Klebeflicken vertragen. Grüße, Martin
    5 Punkte
  12. Hab heute meinen neuen Single-Becher gepimpt. Klumpengriff gegen Klappgriff getauscht: Becher ist mit 480 ml angegeben, es passen gut 400 ml rein, wenn man noch etwas umrühren möchte. 2,40 €. Ist möglicherweise moralisch fragwürdig, weil aus China. Andererseits - wo kommen nochmal die tollen Titanbecher her...?
    4 Punkte
  13. Sorry, das empfohlene ist eine normale Sport Flasche Unter Thermos verstehe ich etwas anderes. Ich hoffe ich habe niemanden mit meiner Aussage geschadet
    4 Punkte
  14. Die nächsten vier Tage sollte es durch die Dolomiten gehen, weitgehend entlang des Dolomitenhöhenwegs Nr. 9. Dieser Weg führt über den vorerst höchsten Gipfel auf dem Weg, die Piz Boè mit 3.152 m. Leider sah die Wettervorhersage für die nächsten Tage alles andere als gut aus: Ich wollte deshalb nicht gleich die ganze Routenplanung über den Haufen werfen, dachte aber, dass es vermutlich sinnvoll wäre, mal ein bisschen vorauszuplanen. Meine Überlegungen führten zu dem Ergebnis, dass es wahrscheinlich gut wäre, die Piz Boè möglichst früh morgens zu überqueren, wenn das Gewitterrisiko typischerweise am niedrigsten ist und am Tag zuvor dementsprechend auf der letzten Hütte vor der Piz Boè, dem Rifugio Kostner, zu nächtigen. Für einen Tag erschien mir der Weg dorthin etwas viel (38 km, 2.600 hm Aufstieg). Für zwei Tage hingegen ziemlich wenig – ich bin kein so Fan von Halbtagswanderungen, aber was will man machen... Tag 30 (14.07.) Cortina d'Ampezzo bis Rifugio Passo Valparola, 22 km Ich lief ziemlich früh in Cortina d'Ampezzo los, da war das Wetter noch am besten. Es ging in großem Bogen aus der Stadt raus, an zwei schönen Seen vorbei. Und dann wurde man allen Ernstes eine ziemlich steile Skipiste hochgeschickt – wtf? Hat total Spaß gemacht, das zu laufen . Weiter ging es unterhalb einem der Tofane entlang (eigentlich hätte der Astaldi Klettersteig auf dem Programm gestanden, den ich aber aufgrund der hohen Regenwahrscheinlichkeit cancelte). Und dann über ein schroffes Hochplateau. Das Wetter war durchwachsen, mal blitzte die Sonne durch, mal war es neblig und eine Regenwolke zog auch über mich hinweg. Außerdem hatte es ziemlich abgekühlt. Ich freute mich, wenn ich zwischendurch eine Sicht hatte und fotografierte, was es dann zu sehen gab. Das letzte Stück vor dem Rifugio Passo Valparola (unschön an einer Straße gelegen) ging es über viele Serpentinen ordentlich den Berg runter. Auf der Hütte kam ich schon ziemlich früh an, aber so ein Mittagsschlaf hat ja auch noch niemand geschadet. Nachdrücklich in Erinnerung geblieben ist mir auch das Menü auf der Hütte. Die Portionen waren derart reichlich, dass ich es nur mit Mühe schaffte, alles aufzuessen und das will was heißen . Tag 31 (15.07.) Rifugio Passo Valparola bis Rifugio Franz Kostner, 16 km An Tag 31 startete ich erstmals im Regen, der für die nächsten zwei Stunden anhalten sollte. Als es schon wieder aufgehört hatte zu regnen, ging es leider ein längeres Stück durch eine nasse Wiese mit hohem Gras - das war es dann auch mit trockenen Füßen. Außerdem hatte es ziemlich abgekühlt. Zwischendurch kam zwar sogar mal kurz die Sonne durch, mit toller Sicht war es allerdings leider nichts. Nebel kann ja aber auch stimmungsvoll sein... Aus Gewichtsersparnisgründen hatte ich die wasserdichten Überhandschuhe zu Hause gelassen. Durch die Kombination aus Kälte und Nässe waren meine Hände aber irgendwann derart durchgefroren, dass ich kein Gefühl und leider auch überhaupt keine Kraft mehr in den Fingern hatte, weshalb es mir bei einem kurzen Päuschen zunächst nicht gelang, den Hüftgurt meines Rucksacks zu öffnen und meinen Rucksack abzusetzen. Um mich aufzuwärmen machte ich auf einer Hütte nochmal einen kurzen Einkehrschwung, bevor ich den Aufstieg zur Franz-Kostner-Hütte begann (das erste Stück durch ein Skigebiet). Dort kam ich schon gegen 14 Uhr und damit für meinen Geschmack viel zu früh an. Am nächsten Tag soll es dann über die Piz Boè gehen und dann wird wieder mehr gewandert! Tag 32 (16.07.) Rifugio Franz Kostner bis Tierser-Alpl-Hütte, 24 km Bei einem Blick aus dem Fenster sah das Wetter am nächsten Morgen etwas freundlicher aus. Allerdings hatte ich Sorge, dass ich das Zeitfenster mit gutem Wetter beim Frühstück (das übrigens sehr gut war) verpulvere und machte mich bald auf den Weg Richtung Piz Boè. Die ersten 300 hm des Aufstiegs waren ziemlich stramm, da es dabei durch so ein hässliches Geröllfeld hochging, bei dem einem bei jedem Schritt die Steine unter den Füßen wegrieseln (eigentlich müsste man da einen Aufschlag von 30% auf die gelaufenen Höhenmeter machen). Aber während des Aufstiegs gab es eine Sicht! Das könnte möglicherweise ein Blick auf die Marmolata sein: Irgendwo so bei 2.800 m war dann aber Schluss mit Sicht und es ging in die Wolken/den Nebel. Auch auf der Piz Boè konnte man nur ein paar Meter weit sehen. Oben hatte es in der Nacht zuvor sogar geschneit. Zum Glück waren auf der Seite, auf der ich abstieg, schon andere Leute vor mir unterwegs. Das erleichterte die Wegfindung deutlich. Ab etwa 2.800 m wurde es erfreulicherweise auch auf der anderen Seite wieder heller. Durchs Geröll ging es nach unten. Leider ging es auch in sonstiger Hinsicht abwärts: Zuerst fing es an zu regnen (hörte aber auch wieder auf), dann ging es zum Sellapass an der Straße entlang, dort war dann für etwa 30 min Völkerwanderung angesagt (weiter entfernen Italiener sich offensichtlich nicht von ihrem Auto) und dann wurde der Weg ziemlich übel. In meinen Wanderführer stand was von einfach. Allerdings hatte das Wetter der vergangenen Woche die oberen 2 bis 3 cm des Weges in eine schlidderige Matschschicht verwandelt, die alles andere als einfach zu gehen war. Wenn man ausgerutscht wäre, wäre man zwar nicht in den Tod gestürzt, aber in diese Matsche wollte ich mich trotzdem nicht gerne setzen. Am Sellajoch bestand kurzzeitig die Hoffnung auf gutes Wetter: Besagter Matschweg: Die Frisur sitzt nicht: An einer Weggabelung hatte ich im Regen außerdem zwei Mädels getroffen, die ebenfalls von Wien nach Nizza wandern wollten und bereits am 04.06. gestartet waren. Da der Ort und das Wetter nicht das beste für eine längere Unterhaltung war, tauschten wir uns nur kurz aus und sahen uns dann leider nie wieder. Ich hätte gerne gewusst, wie es den zwei ergangen ist. Nach etwa einer Stunde durch die Matsche wurde der Weg wieder besser. Den nächsten Regenguss saß ich dann auf der Plattkofelhütte aus, bevor es weiter Richtung Tierser-Alpl-Hütte ging. Auf dem letzten Stück zogen dann leider wieder tief hängende dunkle Wolken rein und es fing an zu regnen und hörte auch nicht so bald wieder auf. Ich war ziemlich froh, auf einer Hütte übernachten zu können, auch wenn ich mich fast schon nicht mehr erinnern kann, wann ich das letzte Mal gezeltet habe. Tag 33 (17.07.) Tierser-Alpl-Hütte bis Bad Siess, 28 km An diesem Tag ging es schon das letzte Stück durch die Dolomiten. Morgens war es etwas heller und die Wolken hingen etwas weniger tief, dafür wehte aber ein total krasser, kalter Wind mit Böen, die das Potential hatten, einen aus dem Gleichgewicht zu bringen und bei dem es keinen Spaß machte zu laufen. Es ging vorbei am Rosengarten. Dann folgte ein ordentlich steiler Abstieg nach Völs am Schlern, wo ich eine Mittagspause einlegte. Dort gibt es einen gut ausgestatteten Supermarkt und direkt daneben auch einen kleinen Park mit Brunnen, in dem man sehr gut eine Rast einlegen kann. Für alle, die des Kartenlesens mächtig sind, das war der erste Teil des Abstiegs: Dann machte ich mich auf den Weg nach Meran. Damit verbundenen war eine Überquerung des Eisack auf 347 m (am Tag zuvor war ich noch auf 3.152 m gewesen ) sowie eine Unterquerung der Brennerautobahn. Dieser Wegabschnitt gewinnt bestimmt keinen Schönheitspreis und unten im Tal war es tierisch schwül. Schon bald kam ich aber an Weinbergen vorbei und ein nettes älteres Bauernehepaar schenkte mir Marillen. Beim Wiederaufstieg konnte ich ziemlich gut sehen, wo ich den morgen über abgestiegen war (bei dem Pfeil ging der Schäufelesteig runter, Eisack und Brennerautobahn bleiben dem Blick gnädig verborgen). Es ging weiter nach oben und ich kam an den Rittner Erdpyramiden vorbei. Eigentlich hatte ich noch bis Pemmern weiterlaufen wollen, aber dort war alles ausgebucht, so dass ich mich in Bad Siess einquartierte. Von dort hatte ich nochmal eine schöne Sicht Richtung Rosengarten in Abendstimmung:
    4 Punkte
  15. Im Sommer 2021 (soweit man das Sommer nennen kann...) lief ich von Wien bis Nizza durch die Alpen. Auch wenn der Bericht vermutlich sehr lang werden wird, werde ich versuchen, zu jedem Tag ein paar Worte zu schreiben - auch um die Gelegenheit zu nutzen, mir jeden Tag nochmal in Erinnerung zu rufen. Zur Strecke: „Den“ Wanderweg von Wien bis Nizza gibt es nicht, vielmehr stellt sich jeder selbst seine eigene Route zusammen. Ich habe dabei versucht, möglichst auf bestehende Fernwanderwegen zurückzugreifen (vielen Dank nochmal für den Hinweis auf waymarkedhikingtrails aus dem Forum), weshalb sich meine Route am einfachsten anhand dieser Wege beschreiben lässt: Nordalpenweg 01 von Perchtoldsdorf bis zur Oberst-Klinke-Hütte über Rottenmann weiter entlang des Steirischen Rundwanderweges dann auf dem Salzsteigweg 09 bis Villach/Arnoldstein Karnischer Höhenweg ab dort bis Locarno folgte ich der Wegbeschreibung aus dem Rother Wanderführer Wien – Lago Maggiore von Martin Marktl von Locarno bis Domodossola entlang der Via del Mercato (soweit möglich) über Villadossola auf die gta (von Alpe della Colma bis Santuario Sant'Anna del Vinadio) über Col de la Lombarde und Col Mercière durch den Parc national du Mercantour auf den GR 52 (unterhalb des Col de Salèse) bis Saint-Dalmas de Valdeblore über den GR 5 weiter bis Nizza Auf der Karte sieht das in drei Abschnitte unterteilt (sonst wurde der gpx-Track zu groß) so aus: Wien - Villach: Villach - Locarno: Locarno - Nizza: Und hier noch ein paar Zahlen: Strecke: um die 1.900 km Höhenmeter (Aufstieg): 115.000 bis 120.000 (für den selben gpx-Track unterscheiden sich die Angaben je nach App beträchtlich) Wandertage: 75 Pausentage: 3 längste Etappe: 38 km meister Aufstieg: ~ 3.000 hm Baseweight: 6 kg gezeltet: 15 Nächte (+ 5 Nächte in Biwak o.ä.) Regentage: aufgehört zu zählen (zu deprimierend) Überraschungen am Wegesrand (aka Trail Magic): 1 hilfsbereite Menschen am Wegesrand (aka Trail Angels): unzählige Damit dieser Bericht jemals fertig wird, hoffe ich, dass ich es schaffe in den nächsten Wochen jeden Tag zu ein paar Etappen etwas zu posten. Und falls ich dann noch Energie habe (und Interesse besteht) würde ich ggf. gesondert noch etwas zu Planung/Vorbereitung und meiner Ausrüstung schreiben. Viele Grüße Berghutze
    3 Punkte
  16. Habe mir mal Gedanken zu meinen Heringen gemacht, die ich zu meinem Big Agnes Fly Creek bekommen habe und seit dem für alles nutze. Da sind zwar nur noch neun von übrig, aber die bringen stolze 87.2 g auf die Waage. Hab mich dann an Bambusstäbchen versucht. Kurz in Ofen gegart (habe gehört das härtet die etwas aus?), gekürzt, Loch oben rein gebohrt und 2cm Schaschlikspieß durchgedrückt. Das Ergebnis für 10 Bambusstecker - wobei acht 14cm und zwei 16cm lang würden - 15.6 g Wie stabil die letztendlich sind, muss noch Mal rausgefunden werden.
    3 Punkte
  17. Hier habe ich ein Video gefunden, wo das neue High Route 3000 ausführlich vorgestellt und mit dem X-Mid 1 verglichen wird. Video ist auf Französisch, Untertitel auf Englisch. Dass das Innenzelt halb Netz, halb Fabric ist, hatte ich gar nicht auf dem Schirm.
    3 Punkte
  18. Update 2: Hatte ja noch etwas graues X-Pac übrig. Nach etwa 2 Stunden und etwas fummelei ist daraus mein erstes Fanny-Pack geworden. Innen- und Bodentasche bestehen wieder aus dem schwarzen Badeanzugstoff. Den Gurt musste ich aus Resten zusammennähen, da meine Vorräte so langsam zu neige gehen. Geschlossen wird die Tasche mit Klett (da ich noch nie einen Reißverschluss angenäht habe ) 81.7 g bringt das Ding samt Gurt auf die Waage, dafür passen da aber auch bequem meine Anker, Schlüssel, Portemonnaie und Nüsschen rein. Am Wochenende hat die Tasche auch den Regentest bestanden.
    3 Punkte
  19. Großartig! Dazu fällt mir die Fotostrecke MUCH LOVED von MARK NIXON ein. https://www.marknixon.com/much-loved
    3 Punkte
  20. Ein guter Freund und ich planen für diesen März zum dritten Mal in Folge den Trockenmauerweg GR221 auf Mallorca, nachdem die letzten beiden Male ins Corona-Wasser gefallen sind (können wir diese Jahr optimistischer sein?). Anreise mit dem TGV morgens von Karlsruhe über Paris (ich emfinde das Wechseln der Bahnhöfe nicht als stressig, eher als willkommene Reisevariante), Alternativ über Lyon, nach Barcelona (ca. 11h Reisezeit), dann über Nacht mit der Fähre nach Mallorca. Kosten für Zug und Fähre in einer Zweierkabine ca. 500 Euro pro Person für beide Wege (Stand 2020, frühzeitig gebucht). Dieses Jahr werden wir eher kurzfristig buchen, da kann ich noch nichts zu den Preisen sagen. Hoffentlich klappt's dieses Mal.
    3 Punkte
  21. @D13 Das ist eine gute Frage, über die ich mir erst unterwegs Gedanken gemacht habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass von den Wien-Nizza-Wanderern niemand etwas zu seinem Budget schreibt. Zusammenfassend kann man glaube ich sagen: Es kommt drauf an (vor allem darauf, wie viel man zeltet). Ich würde vielleicht ganz am Schluss noch etwas dazu schreiben. Teil 2 (Villach - Locarno) und Teil 3 (gta) kann ich glaube ich nicht zum Download stellen, da ich diese fast vollständig den Rother-Wanderführern entnommen habe. Mal schauen, was sich machen lässt...
    2 Punkte
  22. Ä ich bin schon Häufiger mit meinem Rucksack Geflogen und da ist noch nie was irgendwo Hängen geblieben. Ich wüste auch nicht wo da was Hängen bleiben sollte. Ist ja nicht der Gepäckraum. Für den Gepäckraum macht es sinn aber nicht für das Handgepäck.
    2 Punkte
  23. khyal

    UL - Ohrhygiene

    Das kommt auf den einzelnen Koerper an und wieviel "Ohrenschmalz" produziert wird, gerade in etwas staubig / sandigen Gegenden kann sich das mit dem Ohrenschmalz verbinden und soweit zusetzen, dass Du nix mehr auf dem Ohr hoerst und auch der Gleichgewichtssinn leidet. Mit Wattestaebchen, zusammengerolltem Klopapier usw schiebst Du es nur tiefer rein, drueckst es fest. Im ambulanten Bereich wird das mit einer entsprechend grossen Spritze in eine nierenfoermige Schale ausgespuelt, ist btw im Sommr auf den griechischen Inseln die haeufigste Hilfeleistung, die sie in den Ambulanzen erbringen und bei uns in TerraNonna, wenn die Leute haeufiger am Strand waren, auch haeufiger als Schnittwundenversorgung usw Ich habe im erste Hilfe Pack dafuer eine kleine Spritze (ohne Nadel ) bei und spuele, wenn das bei jemand oder mir auftritt, mit warmen Wasser aus. Wer die Spritze vom Saywer Filter fuer Backflushing bei hat, hat dafuer mit dem grossen Volumen die perfekte Spritze eh bei Ansonsten lasse ich meine Ohren in Ruhe...
    2 Punkte
  24. OT: Falls es wiedermal einen Run gibt, kann ich nur empfehlen, vorher einen Account zu erstellen, die Adresse zu hinterlegen sowie Kredikarten Daten bereits gespeichert zu haben im Chrome. Was mich beim ersten Mal den Kopf gekostet hat waren die vielen Lieferoptionen, siehe Bild unten. Lest die Lieferoptionen im Vorhinein und entscheidet vorher welche ihr wählen werdet, so dass ihr dann im Moment des Kaufs nur noch auf PAY klicken müsst. Hat bei mir dann beim zweiten Mal geklappt. Kann man übrigens auch mit einem Beispielartikel durchspielen und vor dem Kauf abbrechen.
    2 Punkte
  25. Dingo

    Auflage für Exped Matte

    Die dunklen Seiten der UL Schläfer . Wenn die das im ODS rauskriegen ;-)
    2 Punkte
  26. Dingo

    Zelten in den dolomiten?

    Hier Infos auf Englisch.. https://wanderingourworld.com/camping-dolomites/ Die Campingplätze sind dort auch sehr schön. Das hier habe ich noch von irgendeiner Webseite. Ohne Gewähr:
    2 Punkte
  27. hast du davon vielleicht ein Bild @ChristianS? Nähst du sie auf Links und wendest sie "nur" oder nutzt du noch ein Einfassband um den Rand dann zu verstärken? @Nero_161 kennst du die Anleitungen/Ideen vom Plünnenkreuzer? Er verwendet dabei auch gerne Varianten mit weniger Nähten wie hier: PilgerSack 5 01 (pluennenkreuzer.de), vielleicht noch ein paar Inspirationen für dich
    2 Punkte
  28. Der Bericht liest sich echt richtig gut. Was mich noch interessieren würde (keine Ahnung ob du die Information teilen möchtest) sind die entstandenen Kosten für Unterkünfte, Essen etc. Hast du da einen groben Überblick und wärst gewillt eine Einschätzung zu teilen? Ausrüstung etc. natürlich ausgeklammert.
    2 Punkte
  29. Erstmal eine Riesen Dank an alle hier im Forum, die ihre Rucksackprojekte hier vorgestellt haben, ohne die Beiträge von zB @Andreas K.@Wanderfalter@ChristianS @icefreaknund vielen weiteren, sowie eigentlich allen Youtube Videos wenn man "MYOG Backpack" sucht, hätte ich mich da niemals rangewagt! So, während des ganzen Prozesses haben sich mir ein paar Fragen gestellt: - Die meisten käuflichen UL-Rucksäcke (und viele hier im MYOG) nutzen das wasserdichte (also nicht atmungsaktive) Hauptmaterial für die Schulter- und Hüftgurte aussen - da ich damit keine Erfahrung habe; warum macht man das? Schwitzt man da nicht deutlich mehr, als wenn man zb unbeschichteten Stoff nimmt oder gleich Netz/Meshsstoff? Die Träger meines liebgewonnenen Vaude Rucksacks haben zB unten 3D Mesh, Innen Schaumstoff mit Löchern und oben einen Netztstoff, mein Tagesrucksack nur das Mesh. - warum werden die meisten Rucksäcke aus gefühlt hunderten Einzelteilen zusammgenäht? Mir scheinen solche Nähte die Schwachpunkte zu sein, daher hab ich zb den Rucksackkörper nur aus zwei Teilen (Rücken und Vorderteil+Seite+Boden) gefertigt, damit habe ich nur 3 Nähte an denen das Material verbunden ist und Belastung ausgesetzt ist. Alles andere ist jeweils aussen drauf genäht, damit kann sich da zwar auch eine Naht lösen aber zumindest fällt dann nicht der ganze Rucksack auseinander. - Ich hab keine Kapp- oder französische Naht hinbekommen. Die Verbindungsnähte habe ich einfach genäht und dann ein Teil mit 1cm Nahtzugabe, das andere mit 2cm, aufgerollt so das das lange Stück das kurze einschließt und noch einmal darüber genäht knapp auf/an der ersten Naht. Ist das sinnvoll? - Ich habe wo es ging 10mm Gurtband genutzt. Das müsste, sofern es flächig vernäht ist doch eigentlich reichen? Lediglich beim Hüftgurt habe ich der einfachen Bedienbarkeit halber 15mm Band genutzt und beim Top Strap, da es keine verstellbaren 10mm G-Haken gab... ------ Genäht habe ich mit einer PFAFF Tipmatic 1035, Gütermann Tera 60 Garn und einer 90er Topstitchnadel bzw 70er Microtex bei den dünneren Stoffen. Als Grundmaße hatte ich 85cm Höhe, 30cm Breite und 25cm Tiefe angedacht, aus den 25 sind dann aber eher 20-22cm geworden, da das ganze doch deutlich zu voluminös geworden wäre. Die Schultergurte sind auf ca 45cm Höhe angebracht. Es ist alles ziemlich schief und krumm, einige Nähte hab ich wieder auftrennen und neu machen müssen, irgendwann hab ich aufgegeben dass es ordentlich aussehen muss und wollte es einfach nur fertig haben! Einige wichtige Erkenntnisse für den richtigen Rucksack sind dabei immerhin auch rausgekommen
    2 Punkte
  30. Dingo

    Powerbanks für iPhone

    Es gibt zertifizierte Kabel, aber keine zertifizierten Powerbanks. Mit was für No Name Powerbanks ich schon iPhones geladen habe. Es ist nur ein Smartphone. Was sein kann, ist dass die Ausgangsspannung bzw. die Amperestärke zu gering ist. iPhones sind Ladestromhungrig.
    2 Punkte
  31. Ich vermute, für die meisten Kommentatoren hier, ist die Preiserhöhung in Hinblick auf die globale Rohstoffsituation durchaus nachvollziehbar. Allerdings ändert sich die Wahrnehmung von Cumulus im Marktumfeld - das ist schon interessant und ein paar Sätze wert Wir werden in den nächsten Monaten sehen, wie sich die Preise bei anderen Herstellern im Vergleich entwickeln ... Meine Gefühlslage wird auf jeden Fall nicht durch Aufregung bestimmt - da gibt es wahrhaft andere Unternehmen, die mich triggern
    2 Punkte
  32. Dann hat Cumulus lange Zeit echt schlecht kalkuliert. Zumindest in Deutschland definiert sich die Cumulus Verehrung viel über den Preis. Und das Argument fällt nun weg. Und Cumulus darf gerne erhöhen, aber nachvollziehbar sprich mit einem guten Pressestatement. Die Erhöhungen fallen auch sehr unterschiedlich aus, zumal sie wie gesagt erst unlängst Preise erhöht hatten.
    2 Punkte
  33. Da wird es immer schwieriger vom preis-werten Cumulus zu sprechen. Die Marke ist mir das Geld nicht wert. Mein 250er Quilt war vor 2 Jahren auch deutlich günstiger. Wie immer schade die schlechte Kommunikation seitens Cumulus. Es findet sich kein Grund. Ein nachvollziehbarer Grund würde das ganze sympathischer machen.
    2 Punkte
  34. Ich kann die Erfahrungen nur bestätigen. Meins war übrigens auch schon auf dem Forststeig unterwegs.. Hab das Zelt jetzt 1,5 Saisons auf verschiedenen Touren benutzt und bin mehr als zu Frieden. Ich habe die 2 Personen Version und nutze die auch alleine. Ist vom Gewicht her immer noch absolut vertretbar und dann echt ein schöner Palast. Ist dicht, sehr stabil und sehr variable dadurch dass man es auch als Tarp verwenden kann. Das mit dem kinderleichten Aufbau würde ich allerdings ein klitze kleines bisschen relativieren wollen.. Wenn man nämlich beim Auslegen kein perfektes Rechteck hinbekommt wird der Aufbau nichts. Und zwar wirklich nicht. Geht mit etwas Übung und zur Not im zweiten Anlauf aber da sind andere Zelte einfacher aufzubauen. Der größte Vorteile bei dem Zelt ist für mich aber das Material! Da es aus PE gefertigt ist erfährt es keine Längung wenn es nass wird! Das ist bei einem Trekkingstock Zelt einfach nur mega gut! Man muss auch wenn es abends trocken ist und dann nachts anfängt zu schiffen nicht mehr raus zum Nachspannen. Super angenehm!
    2 Punkte
  35. Sideglide

    Hexamid Pocket Tarp

    Und wenn schon, wir leben doch in einer Marktwirtschaft, da ist Geschäftemachen doch erlaubt ;-)
    2 Punkte
  36. wäre Grenzwertig bei der angenommenen minimal Temperatur einer Frostbeule wohl nicht zu empfehlen.
    2 Punkte
  37. XLite = empfindliches Material + potentiell einklemmender Reißverschluss -> würde ich mir in der Standardversion nicht antun... Ich würde mittlerweile für Dein Anforderungsprofil (eher schnell frierend) einen Panyam 450 kaufen und würde bei Cumulus anfragen, wieviele Segmente Sie bei Deiner Körpergröße kürzen würden. Sonstige Anpassungen würde ich mir im Sinne des Budgets verkneifen Wenn Du realistisch doch eher nur im erweiterten Sommer unterwegs bist, würde ich einen LL300 oder Quilt nehmen. Für Skandinavien etc. würde ich dann später einen Schlafsack mit 600 g Daune dazukaufen.
    2 Punkte
  38. Locus Gear bietet, so wie hier vermutet für alle Zelte das Innenzelt auch in verschiedenen Custom-Varianten an. Ich habe ein Khafra Grande mit Combo-Wall-Half-Inner , also halbes Innenzelt mit Wänden aus Ripstop-Nylon unten und Mesh oben. Habe vorab per Mail angefragt, welche Optionen es gibt (siehe deren Homepage, Unterseite "Ordering", Überschrift *What can we do additionally and what are the special-order products?). Hier ein Bild: Aktuell (Mitte Januar 2022) beträgt die Lieferzeit ca. 5 Monate.
    2 Punkte
  39. Die silberne Seite bei Windschutzscheibenabdeckungen ist auch mit ner ultradünnen Kunststofffolie bezogen, @Backpackerin. Bei Alutöpfen (Bonduelledose) machte das auf beiden Seiten nix - als ich aber mal n Stahltopf verwendet hab, brannte der Kunststoff fest. war blöd. @paddelpauls Tipp ist da schon genial ,ansonsten hab ich was aus Moosgummi gebaut, das haut gut hin. Ob's so wahnsinnig isoliert, weiß ich jetzt nicht, aber ich kann den kochendheißen Kochtopf dann mit bloßen Händen anfassen; muss also was bringen. Nur zur Anschauung: https://bushcraft-germany.com/index.php?thread/1419-mein-tassenwärmer/&postID=35650&highlight=Weihnachtsmann#post35650
    2 Punkte
  40. Also ich habs schon erlebt, dass sich so unklassifiziertes "Eva"-Material verformt hat; ich mach inzwischen noch ne Lage Teflon-Dauerbackfolie dazwischen, die dünnste die man so kriegen kann; damit ist das Problem behoben, und sind nur wenige Gramm mehr.
    2 Punkte
  41. hbfire

    Bewegte Bilder

    Passend zum vorherigen Video Self-Supported FKT auf dem Scottish National Trail https://www.youtube.com/watch?v=coReE_X59oY
    2 Punkte
  42. 1176 Stück von diesen Leichtrucksäcken klingt gut: KLICK OT: Einen könnte ich dann an Dich abgeben @schwyzi
    2 Punkte
  43. Hier ein kleiner Reisebericht zu meiner ersten mehrtägigen Wanderung mit fast UL-Setup (BW 5,5kg). Begleitet hat mich dabei @ChristianB Die Saale-Horizontale ist ein Wanderweg zwischen Jena und Dornburg mit einer Länge von 72km und etwas über 1800 Höhenmetern. Er führt entlang der Muschelkalkhänge, offener Felder, naturbelassener Wälder und Hochebenen mit tollen Ausblicken. Angereist sind wir am Freitag gegen Nachmittag mit dem Auto. Nach kurzer Suche war ein Stellplatz in der Nähe des Routenendes gefunden und wir machten uns zum Start des Wanderweges mit der Bahn. Der Start der Route liegt im Ortsteil Neulobeda in der Nähe der Universitätsklinik. Kaum gestartet warteten die ersten Höhenmeter auf uns. Nach einigen Kilometern das erste Highlight: die Lobdeburgruine. Kurz darauf folgen die, für den ersten Abschnitt der Route, typischen schmalen Trails entlang der Muschelkalkhänge und fantastische Aussichtspunkte auf Jena und Umgebung. Diese Ausblicke und Trails blieben uns dann für die darauffolgenden Kilometer erhalten. Anschließend führte uns der Weg in den Wald, in dem es scheinbar gebrannt hatte, hinein und kurz drauf zur Fürstenquelle. Die Fürstenquelle lädt mit ihren Sitzgruppen zum verweilen ein und so hielten wir kurz, um unsere Wasservorräte aufzufüllen und einen Riegel zu snacken. Da wir erst gegen 16 Uhr gestartet sind wurde es dann nach 15km langsam dunkler und wir suchten uns einen schönen Platz und schlugen unsere Zelte auf. Ich war mit meinem neuen Zpacks Duplex und @ChristianB mit seinem neuen Altaplex unterwegs. Der Aufbau ging erstaunlich schnell von der Hand und so ließen wir bei einer warmen Suppe und Brot den Tag ausklingen. Die Nacht war so mittelmäßig ruhig, da in der Nähe ein paar Jugendliche eine Technoparty an ihrem Auto feierten
    2 Punkte
  44. Fazit: Insgesamt hat uns der Saale-Horizontale-Wanderweg sehr gut gefallen. Wenn man bereit ist die Höhenmeter auf sich zu nehmen, dann wird man mit tollen Ausblicken belohnt und mit extrem abwechslungsreichen Wegen. Wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl von Langeweile und würden den Weg definitiv jedem weiter empfehlen, der für ein verlängertes Wochenende einen Wanderweg in Thüringen sucht. Man hat auf alle Fälle seine Ruhe. Wir haben zumindest nicht einen anderen Wanderer getroffen, der die SH auch gelaufen ist. Nur ab und an ein paar Jogger. Verpflegung sollte man schon ein wenig dabei haben, da es nicht all zu viele Restaurants auf dem Weg gab. Supermärkte o.ä. haben wir keine erspähen können. Aber bei einer Tour über 3 Tage stellt das ja keine besonders große Herausforderung dar. Wasser war eigentlich nie ein Problem. Ich für meinen Teil war mit meiner (zum großen Teil) neuen Ausrüstung mehr als zufrieden und freue mich auf die nächsten Wanderungen. Gegen Ende des Monats werde ich höchstwahrscheinlich den Forststeig laufen und werde auf alle Fälle ein paar Impressionen hier posten.
    2 Punkte
  45. Der nächste große Ort war dann Dornburg. Eine wirklich wunderschöne Stadt/Dorf mit schönen alten Fachwerkhäusern, einer schönen Kirche und zwei hübschen Schlössern inkl. begehbaren Gartenanlagen. Auch Marmelade wurde am Straßenrand angeboten. (Die 400g hielten mich nicht davon ab ein Glas für die nächsten 30km als Mitbringsel mitzunehmen ) Nach Dornburg suchten wir dann nach einem Platz für die Nacht. Das erwies sich für die nächsten Kilometer als nicht so einfach und so fanden wir dann erst kurz vor Neuengönna nach 38 Tageskilometern einen Platz. Nicht optimal neben der Kompostanlage, aber wenigstens mit Rastplatz (Bänken) und einem tollen Ausblick.
    2 Punkte
  46. mach ich auch so... (runterscrollen) wobei ich 1 cm zu knapp finde. Ich mache wenigstens 1,5, eher 2 cm Ich benutze unbeschichteten Stoff für die Tagegurte. Da man ja aber geschlossenzelligen Schaum innen hat ist der Unterschied nichgt soooo riesig. Vielleicht bringt ja 3D mesh was, das werde ich beim nöchsten Rucki als Innenmaterial fpr die Gurte benutzen. Falls es ganz UL sein soll, dann kann man den Schaum auch weglassen und dafür Ersatzsocken benutzen. Der Träger braucht dann halt eine kleine Klettöffnung um die Socken rein und rauszubekommen. Das ist atmungsaktiv und vom Tragekomfort bei ultraleichten Ricksackgewichten auch sehr gut. Die Idee hatte ich mir von Glen van Peski abgeguckt. Kannst Du sicherlich machen. Je nach verwendetem Hauptmaterial musst du dann halt die Befestigungspunkte verstärken. (Ich nehme ja gerne Silnylon für Rucksäcke). Nähte tragen nicht zur Wasserdichtheit bei. Dass sie per se Schwachstellen darstellen kann ich so aber nicht unterschreiben. Nähte bilden natürliche, stabile Befestigungslinien für Netztaschen, Kompressionsschlaufen etc. Wenn du eine Gurtbandschlaufe einfach so auf die Fläche nähst, dann musst du, wie oben geschrieben ordentlich verstärken dass da nix ausreist. Integrierst du die Schlaufe in die Naht dann ist das gleich Mal viel stabiler, zumindest kann dir der Stoff an sich nicht ausreissen.
    1 Punkt
  47. Also ich beobachte die Preise bei Cumulus auch immer mal wieder, da ich ewig mit einem LL400 liebäugelte bevor ich ihn endlich letztes Jahr im März 2021 gekauft habe. Da saß ich auch schon wie auf Kohlen, da ich förmlich stündlich mit der Preiserhöhung rechnete. Diese kam dann auch prompt mit der neuen Homepage, ich glaube im Mai 2021 oder so? Damals für mich überraschend moderat mit 10-20€ pro Schlafsack. Jetzt also die damals erwartete saftige Erhöhung; ich sehe das wie die Meisten: nicht dass, sondern wie ist eher bescheiden. Zudem ordnet Cumulus sich im Vergleich zu anderen Produkten dann doch etwas neu ein... bei ähnlichem Preis nehme ich vielleicht doch ein Produkt garantiert ohne PFC und mit RDS-Daune und genormten Temperaturwerten. Find ich eigentlich gut Wenn dem so ist dann wäre das eine Preiserhöhung im Jahresrythmus (zumindest die letzten drei Jahre), das spräche vielleicht auch für eine vormals aggressive Preispolitik um sich zu etablieren? Ich ergänze mal ein paar mir bekannte Zahlen: LiteLine 400: 03/21 249€, bis 12/21 269€, 01/22 309€ Mysterious Traveller 500: 03/21 229€, bis 12/21 ???, 01/22 295€ (und somit aktuell ziemlich uninteressant...) XLite 400: 03/21 379 €; bis 12/21 399€, 01/22 439€
    1 Punkt
  48. ChrisS

    Hexamid Pocket Tarp

    Rechne mal mit 33% , dann wird es nicht zu bitter!!!
    1 Punkt
  49. +++Update+++ Die Nähte des Rucksacks sind versiegelt und heut Abend wir ausprobiert ob auch alles hält und wasserdicht ist. Wie gesagt, hochprofessionelle, gerade Nähte. Und da @MBo danach fragte, hier noch einmal von innen: Außerdem ist meine Waage angekommen: 360.5 Gramm. :)
    1 Punkt
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+01:00 eingestellt
×
×
  • Neu erstellen...