Bierfuizl
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Zeltempfehlung -- Erste Mehrtagestour über 2000m Höhe - 4-Quellenweg Schweiz im September
Wir waren dieses und letztes Jahr mit unseren Kindern (12 & 15) auf dem 4-Quellen-Weg unterwegs. Als Zelte hatten wir ein Lanshan 2 für die Kinder und ein Nordisk Oppland 2 LW für uns. Nach meinem Verständnis darf man dort überall eine Nacht zelten. Wir waren jeweils in der zweiten Woche der Pfingstferien unterwegs, da hatten auch noch alle Hütten zu. Ein paar Erfahrungen dazu: Wir wohnen in Alpennähe und haben gute Bergerfahrung. Der Weg selbst ist aber technisch recht einfach. Die Etappen sind aber ordentlich und setzen schon gute Kondition voraus. Nachdem wir semi-ultraleicht unterwegs waren, mit Zeltplatzsuche und Aufbau und Kochen und Kinderbespaßung und Corona-Extra-Pfunden, waren es bei uns jeweils ca. 80% der Etappen. Aber mit Zelt waren wir ja einigermaßen flexibel. Als reine Hüttentour sind die Etappen aber gut schaffbar. Zeltplätze findet man mit etwas Geduld und Blick auf die Schweizer Topomap ganz gut. Es gibt immer wieder flachere Stellen, wo auch ein abgespanntes Oppland 2 gut Platz fand und wir trotzdem sehr eben liegen konnten. Handy-Empfang gibt's dort oben nicht überall, es empfiehlt sich, die Karten offline auf's Handy zu laden (Oruxmaps mit den Swiss Topo Maps war da super). Ein Großteil der Strecke liegt über 2.000m, da muss man auch im Juni bzw. September mit Minustemperaturen rechnen. Wir hatten warme Schlafsäcke dabei (TAR Vesper 20F, Mountain Equipment Helium 600 & Co). Auf den Fotos unten sieht man die Schneefelder. Wir waren dieses Jahr die ersten, die den Lucendro-Pass überquert haben, da war der Schnee noch bauchtief. Mit Schnee war dieser Teil deutlich schwieriger, für uns aber gut machbar. In 2022 haben wir am dritten Tag abgebrochen, weil schwere Gewitter im Anmarsch waren. Gewitter im hochalpinen Bereich mit Zelt möchte ich keinesfalls erleben, mit den Kindern schon gar nicht. In 2023 sind wir spät gestartet, weil da gerade noch Gewitter unterwegs waren. Aus dem vorher genannten Grund haben wir abgewartet. Dieses Jahr ist meine TAR Xlite in der ersten Nacht ordentlich delaminiert. Im Fußbereich hatte ich dann nur noch "dicke Wurst". Mein Schlafsystem mit Quilt hat dann nicht mehr gut funktioniert. Das kann in den Bergen zu einem echten Problem werden. TAR hat mir immerhin anstandslos Ersatz geschickt (gleich die neue Neo, ein kleines Upgrade). Ich fand die ersten beiden Etappen schöner. Tag 3 läuft man viel neben der Straße zum Nufenenpass. Zug zum Oberalppass ist sehr einfach, der hält praktisch direkt am Einstieg der ersten Etappe. In der Hauptsaison fährt der Postbus zum Gotthard- und Nufenenpass. Damit ist man dann auch flexibel. Wir haben Anhalter/Taxi genutzt. Insgesamt aber sehr toller Weg. 2022 hatte ich meinen Helinox Zero dabei. Den hab ich mir dieses Jahr gespart. Man findet dort überall Steine, auf denen man gut sitzen kann. 500g weniger sind bei der Strecke und den Höhenmetern auch nicht zu verachten ;-). 2022, Rheinquelle: 2023, Alpe di Lucendro: