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Ultraleicht Trekking

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Manraven

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    OT: Ist jetzt hier an sich OT, aber als Ergänzung zum Packraft-Handbook finde ich Packrafting - A UK manual von Jason Taylor sehr gut. Wer nicht so den WW-Fokus hat, sondern eher kombinierte Touren mit Trekking und viel offenem Wasser (welches nur scheinbar weniger riskant ist!) in Schottland oder Skandinavien plant, findet da viele gute Infos!
  2. Gefällt mir!
    Da ich immer wieder und aktuell wieder mal via Email/PN oder im direkten Gespräch dazu Nachfragen bekomme und immer mehr Packrafter, die auch Wildwasser paddeln, entweder auf einen Selfbailer wechseln, oder zusätzlich anschaffen, dachte ich mir, kann ich auch mal meine Email-Statement dazu ins Forum kopieren...

    Da jetzt öffentlich...ist natürlich nur meine Meinung / Erfahrung, Andere mache andere Erfahrung und haben andere Gedanken dazu, wär ja sonst langweilig


    Was ist die Selfbailer-Funktion ?

    Beim Packraft Paddeln im Wildwasser kommt bei einem offenen Boot in Schwällen usw ordentlich Wasser ins Boot. Bei WW-Packrafts gibt es mehrere Bauweisen, das zu verhindern, entweder eine Spritzdecke über dem offenen Teil (häufig mit einer Paddelschürze am Koöper kombiniert – wie beim Kajak) oder eine Selfbailer-Funktion, die platt gesagt, dafür sorgt, dass das Wasser nach unten aus dem Boot abfliesst.


    Ich kenne 3 Bauweisen der Selfbailing-Funktion

    Alpacka
    Nutze ich z.Z. beim Gnarwal, wird meines Wissens nach auch bei vielen anderen Alpacka Selfbailern verwendet – 2 Reihen von offenen Löchern im Boot üer die gesamte Innenraumlänge

    MRS
    Nutze ich z.Z. beim Alligator Selfbailer – 2 Reihen von offenen Löchern im Boot über die gesamte Innenraumlänge, die von außen mit „Klappen“ aus Bodenmaterial abgedeckt sind

    Anfibio
    Wird beim Revo & Sigma TXLB+ verwendet, ich hatte zwar mal ein Packraft mit dieser Funktion, aber zu dieser Bauweise sind meine Gedanken mehr theoretisch (halt etwas Übertragung von Lenzern an meinen Segelbooten) da können evtl Andere aus der Praxis berichten.
    Am Heck hinter dem Sitz befindet sich eine große Öffnung in die ein langer Schlauch eingenäht ist, den man entweder innen im Boot hochziehen kann bis über den Wasserspiegel und zusätzlich via Rollverschluss verschließen oder nach unten offen unter dem Bootsrumpf rausziehen kann

    Alpacka kontra MRS
    Solange man bei MRS mit dem noch trockenen Boot nach Einsetzen mit gut Geschwindigkeit im Fluss unterwegs ist, bleibt das Boot trockener (bzw es dringt von unten langsamer Wasser ins Boot) als bei Alpacka, Wasserablauf bei beiden Bauweisen sehr schnell, egal wie gerade die Bootslage ist.
    Bei Pausen bzw abends, wenn das Boot aus dem Wasser kommt, hat Alpacka leichte Vorteile, da gerade, wenn das Boot auf einer glatten Bodenfläche abgelegt wird, das Wasser bei MRS evtl durch (teil)geschlossene Klappen langsamer abläuft, dafür kann man bei MRS die Klappen mit rekl wenig Aufwand zutapen, wenn man für einen längeren Zeitraum ein „trockenes“ Boot für Zahmwasser will.

    Anfibio kontra Alpacka/MRS
    Anfibio hat vor allem für die Vorteile, die mit einem Boot den ganzen Zahmwasserbereich (da ist es ja unnötig, einen „nassen“ Selfbailer zu paddeln) bis in den 2+ WW-Bereich abdecken wollen.
    Im Zahmwasserbereich Schlauch nach innen/oben, bei WW Schlauch nach unten/offen.
    Bei Niedrigwasser, rutschen über Steine, auch an Absätzen in WW, habe ich Bedenken, ob man sich da nicht auf Dauer den Schlauch beschädigen würde, aber nicht jeder paddelt bei Niedrigwasser oder WW mit richtigen Felsstufen (fängt ja eher bei WW3 an).
    Je nach Bootslage – vorne tiefer als hinter, oder Schlauch wird durch Grund oder Hindernis im Wasser abgeknickt, wird evtl der Wasserablauf behindert.

    Mein Fazit insgesamt :
    Wer häufig richtig WW (oberhalb WW2) paddeln will, ist imho mit den Bauweise von MRS / Alpacka besser bedient, da unter allen Bedingungen im Wasser das Lenzen extrem schnell funktioniert (nach meiner Erfahrung, egal wieviel Wasser ins Boot kommt, innerhalb kürzester Zeit wieder auf Normalniveau), Nachteil ist klar, dass man beim Zahmwasser-Paddeln und erst recht in den kalten Monaten nicht unbedingt Bock auf die ganze Zeit nasse Füsse bzw Paddelhose / Regenhose hat, es also eher auf minmal 2 Packrafts raus kommt.
    Wer eher im Zahmwasser unterwegs ist, aber durch die Selfbailing-Funktion etwas mehr „Spielraum“ im WW-Bereich haben will und alles mit einem Boot abdecken will, für den kann die Anfibio-Bauweise eine interessante Option sein.

    Weitere Gedanken...

    Wenn es beim Paddeln nur ab und zu einzelne kurze Strecken mit WW bis 2 sind, kann man evtl auch ein normales offenes Packraft nutzen (je mehr Auftrieb umso besser) und hinter solchen Stellen anlanden, um das Wasser von Schwällen aus dem Boot zu kippen, habe ich früher auch....

    WW-Paddeln hat halt auch extrem viel mit Skills / Übung zu tun, wer also ins Wildwasser will, braucht imho neben geeigneter Ausrüstung die Bereitschaft viel unter sicheren Bedingungen zu üben, besser ab und zu auch mit fachkundiger Anleitung, sonst wird das frustig / nass bzw evtl je nach Fluss auch gefährlich, umgekehrt wird ein absoluter Crack auch mit ner Badewanne in WW3 durchkommen, ist wie in vielen Bereichen, gute Ausrüstung macht es leichter.

    Zum Einlesen in WW-Packrafting kann ich sehr das englische Buch von Luc Mehl empfehlen, gab es am Anfang nur bei guten Packrafting-Shops z.B. hier, inzwischen gibt es das auch bei den üblichen Bookshops.

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