matt.swift
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matt.swift reagierte auf scissorsmountain in Via Apsyrtides - 150 Kilometer Cres / KroatienSo, die Computerprobleme sind endgültig behoben und ich habe mir vorgenommen den Bericht auf jeden Fall noch zu Ende zu schreiben.
Dritte Etappe: VALUN - MARTINŠĆICA (ca. 15 Km)
Nach einer guten Portion Schlaf haben wir gemütlich am Strand gefrühstückt und sind relativ früh aufgebrochen, da der Schlafplatz an einem beliebten Strand doch etwas zu offen für meinen Geschmack war und ich niemanden stören will.
Die ersten Meter gehen mal wieder relativ steil nach oben, führt aber durch einen sehr schönen Wald und wird dann bald auch wieder flacher. Mir hat die Etappe richtig gut gefallen, da sie eine richtig schöne Mischung aus Anstieg, entspannte Waldpassagen, Sehenswürdigkeiten und Aussichten hat.
Erste kurze Abstecher ging zu einem Wasserloch, bei dem wir Hoffnung hatten unser Wasser wieder aufzufüllen. Bei dem Anblick haben wir uns dann aber doch dagegen entschieden und einfach dem lauten Froschkonzert gelauscht.
Nach weiteren entspannten Metern ging es nach LUBENICE. Ein kleines, sehr schönes Dorf auf einem Gipfel. Der Ausblick von hier ist wirklich toll und wir waren fast alleine dort. Es lohnt sich das kleine Dorf anzuschauen! Hier gab´s dann auch die erhoffte Wasserstelle und einen kleinen Kiosk, der aber in der Nebensaison scheinbar geschlossen ist.
Ein paar Meter hinter dem Dorf haben wir ein weiteres Highlight entdeckt! Und zwar einen Wiener Nachtpfauenauge.
lst wohl der größte Falter Europas und ist ungefähr so groß wie eine Hand. Die Größe kann man hier nur erahnen, er sitzt auf dem Oberarm meiner Freundin. Der war wirklich beeindruckend und wollte gar nicht mehr weg, wir mussten ihn dann vorsichtig auf eine Mauer setzen. Im Laufe der Tour haben wir noch einige entdeckt.
Nach der Falterablenkung ging es weiter Richtung HELM (höchster Punkt der Etappe). Der Weg dahin war wieder toll, steinig, aber schön zu gehen. Es gab noch einen kleinen Abstecher in eine Höhle (sollte nicht die letzte sein), in der es auch eine kleine Lagerstelle gab. Bisschen gruselig, aber bei Regen und Sturm vielleicht eine gute Möglichkeit zum Übernachten. Von Helm gabs wieder eine schöne Aussicht und eine kleine Stärkung.
Von da aus gings dann bergab Richtung Vidovići und den Zielort Martinscica. In der Nebensaison ein kleines verschlafenes Dörfchen. Hier haben wir uns ein kleines, aber richtig schönes Zimmer in der super gemütlichen Unterkunft "Torre del Mar 1924" gebucht. Mutter und Sohn haben das alte Haus mit viel Liebe saniert und hergerichtet und sind ganz herzliche Menschen. Die Unterkunft liegt auch quasi direkt auf dem Wanderweg und bietet sich perfekt an.
Für den nächsten Tag war ein starkes Unwetter angesagt und so haben wir uns entschlossen hier einen Ruhetag einzulegen. So konnten wir das gute Essen in den Restaurants genießen und haben die kurze Lücke in den Wolken für eine kleine Tagestour genutzt.
Fortsetzung folgt ...
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matt.swift reagierte auf scissorsmountain in Via Apsyrtides - 150 Kilometer Cres / KroatienLeider habe ich gerade Computerprobleme, sobald der PC wieder läuft geht's hier auch auf jeden Fall weiter!
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matt.swift hat eine Reaktion von RaulDuke erhalten in Via Apsyrtides - 150 Kilometer Cres / KroatienGanz vielen Dank für den tollen Reisebericht! Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.
Meine Freundin und ich waren Anfang Juni auf der Via Apsyrtides unterwegs, und zwar von der Stadt Cres bis zur Stadt Mali Lošinj. Insgesamt waren wir sehr begeistert von der Tour! Wobei es teilweise schon sehr heiss war und es bei manchen Etappen fast gar keinen Schatten gibt (Geröllhalden, Macchia).
Das Wasser muss immer mitgetragen werden. Abgesehen von den Ortschaften, die man durchquert, haben wir nur eine einzige brauchbare Wasserquelle unterwegs gefunden. Das war ein Hydrant, an dem ein Wasserhahn angeschlossen war. Von Ende Juni bis August würde ich persönlich diese Tour nicht machen wollen.
Auf eine Sache wollen wir jedoch besonders hinweisen (bitte entschuldigt, wenn das ein Spoiler ist, aber wir wollen andere warnen): Etappe 9 von Ćunski nach Mali Lošinj ist unglaublich extrem und eine ziemliche Zumutung. Von Ćunski geht es zunächst auf einem sehr bequemen Weg runter zur Küste. Von dort sind es vielleicht gerade mal so 5-6 km bis zum Campingplatz kurz vor Mali Lošinj. Obwohl unsere Vorräte nahezu aufgebraucht waren, und unser Gepäck dementsprechend leicht war, ist unsere Laufgeschwindigkeit ab der Küste auf 1 bis 1,5 km/h gesunken. Denn es gibt zwar viele Wegmarkierungen, ein Weg im eigentlichen Sinne ist aber nicht existent und die ganze Küste ist unglaublich schroff. Es gibt Abschnitte mit messerscharfen, senkrecht stehenden Felsplatten. Hier zwei Fotos vom "Weg" (auf beiden Fotos sieht man die Wegmarkierung):
Hier noch ein Foto das einem Gesamteindruck vermittelt:
Der ganze Karst ist total verwittert. Das ist eine unglaubliche Belastung für Muskeln und Gelenke. Zwar ist der Fels schön griffig, aber eben auch sehr scharfkantig. Falls man hier stürzen sollte, erwarte ich schlimme Verletzungen. Ich gehe sehr gerne abseits der Wege in sehr unwegsamen Gelände und bin auch öfters in den Alpen unterwegs. Auch auf dieser Tour haben wir übrigens stellenweise von dem Wanderweg abgewichen und sind querfeldein oder an der Küste entlang, was super funktioniert hat. Aber diese Etappe 9 hat mir persönlich gar keinen Spaß gemacht und ich habe es als sehr ermüdend empfunden.
Hinzu kommt noch, dass noch nicht einmal die Büsche und Sträucher entlang des "Weges" zurückgeschnitten sind. An einer Stelle musste ich auf allen vieren weiter kriechen. Meine Evazote-Isomatte, die ich oben auf den Rucksack gebunden hatte, wurde auf dieser Etappe ziemlich zerfetzt. Auf den ganzen anderen Etappen war das nicht der Fall.
Wir haben dann in der Bucht vor dem Berg Tovar uns entschieden abzubrechen und uns auf die andere Seite der Halbinsel zur Straße durchzuschlagen. Dabei gab es eine weitere Überraschung: der Berg Tovar ist durch Hinweisschilder als vermint und mit Lebensgefahr gekennzeichnet! Der zugehörige Zaun war nur stellenweise zu sehen und wir haben einfach auf unsere Intuition vertraut, dass wir uns ausserhalb des Minengebiets befinden. Es war die absolut richtige Entscheidung, den Rest der Etappe entlang der viel befahrenen Straße zu laufen. Hier ein Foto von dem Ort direkt an der Küste, wo wir den Wanderweg verlassen haben:
Ich würde jedem empfehlen, Etappe 9 komplett entlang der Straße zu laufen. Eine andere Möglichkeit gibt es leider nicht. Ich bin sehr gespannt, was scissorsmountain noch dazu schreiben wird.
Von dieser einen Etappe abgesehen waren wir aber wie gesagt von der Via Apsyrtides hellauf begeistert!
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matt.swift hat eine Reaktion von khyal erhalten in Via Apsyrtides - 150 Kilometer Cres / KroatienGanz vielen Dank für den tollen Reisebericht! Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.
Meine Freundin und ich waren Anfang Juni auf der Via Apsyrtides unterwegs, und zwar von der Stadt Cres bis zur Stadt Mali Lošinj. Insgesamt waren wir sehr begeistert von der Tour! Wobei es teilweise schon sehr heiss war und es bei manchen Etappen fast gar keinen Schatten gibt (Geröllhalden, Macchia).
Das Wasser muss immer mitgetragen werden. Abgesehen von den Ortschaften, die man durchquert, haben wir nur eine einzige brauchbare Wasserquelle unterwegs gefunden. Das war ein Hydrant, an dem ein Wasserhahn angeschlossen war. Von Ende Juni bis August würde ich persönlich diese Tour nicht machen wollen.
Auf eine Sache wollen wir jedoch besonders hinweisen (bitte entschuldigt, wenn das ein Spoiler ist, aber wir wollen andere warnen): Etappe 9 von Ćunski nach Mali Lošinj ist unglaublich extrem und eine ziemliche Zumutung. Von Ćunski geht es zunächst auf einem sehr bequemen Weg runter zur Küste. Von dort sind es vielleicht gerade mal so 5-6 km bis zum Campingplatz kurz vor Mali Lošinj. Obwohl unsere Vorräte nahezu aufgebraucht waren, und unser Gepäck dementsprechend leicht war, ist unsere Laufgeschwindigkeit ab der Küste auf 1 bis 1,5 km/h gesunken. Denn es gibt zwar viele Wegmarkierungen, ein Weg im eigentlichen Sinne ist aber nicht existent und die ganze Küste ist unglaublich schroff. Es gibt Abschnitte mit messerscharfen, senkrecht stehenden Felsplatten. Hier zwei Fotos vom "Weg" (auf beiden Fotos sieht man die Wegmarkierung):
Hier noch ein Foto das einem Gesamteindruck vermittelt:
Der ganze Karst ist total verwittert. Das ist eine unglaubliche Belastung für Muskeln und Gelenke. Zwar ist der Fels schön griffig, aber eben auch sehr scharfkantig. Falls man hier stürzen sollte, erwarte ich schlimme Verletzungen. Ich gehe sehr gerne abseits der Wege in sehr unwegsamen Gelände und bin auch öfters in den Alpen unterwegs. Auch auf dieser Tour haben wir übrigens stellenweise von dem Wanderweg abgewichen und sind querfeldein oder an der Küste entlang, was super funktioniert hat. Aber diese Etappe 9 hat mir persönlich gar keinen Spaß gemacht und ich habe es als sehr ermüdend empfunden.
Hinzu kommt noch, dass noch nicht einmal die Büsche und Sträucher entlang des "Weges" zurückgeschnitten sind. An einer Stelle musste ich auf allen vieren weiter kriechen. Meine Evazote-Isomatte, die ich oben auf den Rucksack gebunden hatte, wurde auf dieser Etappe ziemlich zerfetzt. Auf den ganzen anderen Etappen war das nicht der Fall.
Wir haben dann in der Bucht vor dem Berg Tovar uns entschieden abzubrechen und uns auf die andere Seite der Halbinsel zur Straße durchzuschlagen. Dabei gab es eine weitere Überraschung: der Berg Tovar ist durch Hinweisschilder als vermint und mit Lebensgefahr gekennzeichnet! Der zugehörige Zaun war nur stellenweise zu sehen und wir haben einfach auf unsere Intuition vertraut, dass wir uns ausserhalb des Minengebiets befinden. Es war die absolut richtige Entscheidung, den Rest der Etappe entlang der viel befahrenen Straße zu laufen. Hier ein Foto von dem Ort direkt an der Küste, wo wir den Wanderweg verlassen haben:
Ich würde jedem empfehlen, Etappe 9 komplett entlang der Straße zu laufen. Eine andere Möglichkeit gibt es leider nicht. Ich bin sehr gespannt, was scissorsmountain noch dazu schreiben wird.
Von dieser einen Etappe abgesehen waren wir aber wie gesagt von der Via Apsyrtides hellauf begeistert!