Wahrscheinlich!
Obwohl ich natürlich versuche es vor mir zu rechtfertigen, bleibt das Leben schlicht ein immerwährender Kompromiss.
Ein Beispiel wie versucht wird einen anderen Weg zu gehen, zeigt das Projekt "Tschum". https://tschum.de/
Zelte aus Baumwolle die bei guter Pflege 20 Jahre halten und am Ende sich weitgehend kompostieren lassen. Dazu eine Fertigung in Deutschland mit Zulieferern aus der EU.
Das spiegelt sich in der Einsicht, dass alles seinen Preis hat. Damit meine ich nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die Bereitschaft sich mit alternativen Konzepten auseinanderzusetzen und nicht den leichten Weg zu gehen.
Florian kann z.B. trotz mid und Rucki aus Baumwolle durchaus ultraleicht unterwegs sein. Klar gibt's da auch eine X-lite und beschichtete Regenkleidung, aber alles recht durchdacht und runtergekürzt aufs wesentliche.
Verzicht kann durchaus Kultur haben.
Aus den verschiedensten Entwürfen, die ich bisher in der Hand hielt, kann ich festhalten, dass gute Stoffqualität rar ist. Das Material aus dem das OEM Tarp hergestellt wurde, ist für den Produzenten besonders günstig im Einkauf. Der Silnylonstoff ist empfindlich, hält aber der "normalen" ul-Beanspruchung durchaus stand, (baby you gear).
Es ist natürlich nicht vergleichbar mit einem 6.6er Silnylon oder einem Kerlon. Hat weniger Silikon Schichten abbekommen und altert eher als seine hochpreisigen Konkurrenten!
Bei diesem Hersteller übernimmt die Qualitätskontrolle übrigens der Endverbraucher. Das macht das Ganze zusätzlich günstiger.
Dennoch wäre es ein sinniges Einsteiger Produkt für nicht extreme Touren, wenn das Geld knapp ist und man sich myog nicht zutraut.
VG. -wilbo-