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Ultraleicht Trekking

BitPoet

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  1. Eure 2018er Pläne

    Im März stehen ein paar Tage im süddeutschen Raum auf dem Programm, um zum ersten mal wirklich UL mit dem Zelt loszuziehen, die neuen Ausrüstungsteile kennen zu lernen und meinen persönlichen Komfortbereich mit dem des Schlafsacks abzugleichen. Irgendwann im Frühsommer möchte ich vom Königsee aus über den Hochkönig gehen. Ansonsten wird es die üblichen Wochenend-Touren in den Berchtesgadener Alpen geben. Mir bleiben wohl nur knappe zwei Wochen im September für eine halbwegs lange zusammenhängende Tour, vermutlich irgendwo in den Dolomiten, falls ich aber doch die Gelegenheit bekomme und einige der Überstunden anhängen kann, würde mich auch Peaks of the Balkans reizen. Dieses und nächstes Jahr werde ich aber wohl die Arbeit bei der Zeitplanung etwas höher priorisieren müssen, um das Projekt PCT ThruHike 2020 nicht zu gefährden Keine ganz schlechte Idee. Die einzige Hütte, die ich auf O-M 2016 wirklich nicht missen hätte wollen, war die Similaun - aber nur, weil das Essen absolut megamäßig gut war, ich einen Heidenspaß hatte als um 2 Morgens gefühlte 200 Singvögel die Toilette bevölkerten und es mir zu dem Zeitpunkt schon total egal war, ob ich die Nacht schlafe oder (wieder mal) nicht. Man merke: Vögel erkennen geöffnete Toilettenfenster in den Bergen schon aus sehr, sehr weiter Ferne
  2. Die Radikalität von UL vs Mehrheitsfähigkeit

    Genau das tut sie ja auch, nur tappen die allermeisten in die Sprachfalle. Ultraleicht ist kein ausreichend beschreibender Begriff, klingt aber so. Wenn das ganze "Minimalistic Trekking" heißen würde, wären die Missverständnisse viel weniger, dann könnte man problemlos den 12kg-Rucksack für die Mehrseillängenklettertour ultraleicht nennen und würde niemandem damit auf die Füße steigen. Meine 4,96kg-Baseweight-Packliste für die Sommertour ist nicht UL. Klar lasse ich ein paar Sachen zuhause, aber ehrlich betrachtet ist das meiste an Gewichtseinsparung mit Ausrüstung erkauft. Echtes Multiuse ist da nicht drin und zu konsequenten Entscheidungen wie Umstieg auf ein (Poncho-?)Tarp oder Zuschneiden der Isomatte konnte ich mich auch noch nicht durchringen. Nun ist was den Namen betrifft das Kind aber schon in den Brunnen gefallen (und es wäre fraglich, ob UL mit einem kryptischeren Begriff jemals ernstzunehmenden Anklang gefunden hätte). Einen neuen Begriff will wohl auch keiner einführen, obwohl ich das angesichts des Missverhältnisses von echten ULern zu Mainstream-Leichtwander-Werbungsopfern (oh Schreck, Werbung lügt!) langfristig als den erfolgversprechendsten Ansatz sehe, die Deutungshoheit zu behalten. Die Werbung hat ein Erfolgskonzept gefunden, und zwischen schreienden Werbebannern und gesponserten Blogs wird es nicht leichter werden, UL von ul zu unterscheiden. Im Forum zu einer wechselnden Besucherschar zu predigen wird nur bedingt erfolgreich sein, Radikalität hin oder her, auch wenn es natürlich notwendig ist, um den Grundgedanken zu erhalten. Vielleicht hülfe ja ein Motto ganz oben auf der (jeder) Seite, das den minimalistischen Kern von UL deutlich macht. Etwas im Sinne von: UL ist konsequenter Minimalismus ohne Ausreden. An UL ist nur das Gewicht leicht.
  3. Biwacksack anstatt Tarp

    Ich habe mir nach ähnlichen Überlegungen und langem hin und her als leichte, geschlossene Unterkunft ein Marmot Starlight 1P im Abverkauf zugelegt, das soll mich nächstes Jahr voraussichtlich zu den Peaks of the Balkans begleiten. Das ist etwas geräumiger als ein Bivvy und mit einer kleinen Apsis, Gewicht ohne unnötigen Verpackungskram etwas über 800g und man kann es ohne Regenhülle als reinen Insektenschutz aufstellen. Leider kann ich bisher nicht mit Schlechtwetter-Erfahrungen aufwarten, aber vielleicht kann jemand anderes hier berichten, ob das für die nördlichen Gefilde was taugt. Vermutlich werde ich es noch minimal modden, so dass ich mit der Rucksackregenhülle ein kleines Vordach als Kochnische anbauen kann.
  4. Kissengröße in Alpinhütten

    Gerade wenn es bergauf geht zählt man aber gerne, auch wenn man sonst kein Zahnbürstenabschneider ist. Auch der "leichte" Möbelhausbezug wird mehr als doppelt so viel wiegen wie ein guter Hüttenschlafsack. Letzterer (Seideninlett von Meru, vermutlich ist ein MYOG auf Fallschirmseide bei gleichem Gewicht etwas günstiger) wiegt bei mir 130g, das ist in etwa das g/m²-Gewicht leichter Bettwäsche, so dass 200g gespart sind. Packvolumen und Trockenzeit sollte man auch nicht vergessen. Und ja, die Kissen variieren wirklich enorm. Auf der 3-Wochen-Tour diesen Sommer war von 80x30 über 50x50 bis hin zum ultraflachen 30x30 alles dabei.
  5. E5 (Obertsdorf - Meran) Ende September

    Die Gummisohlen-Dinger mit den kurzen Stahlnieten reichen in den Bergen nicht aus (und gehen Erfahrungsgemäß auch noch immer im falschen Augenblick kaputt). Ich persönlich habe die Snowline Chainsen Light, die haben Ketten unten und mehrere Millimeter hohe Krallen, so dass sie auch mit ein wenig Dreck oder Schnee drauf noch funktionieren wo normale Überziehspikes längst verkleben. Mit weniger sollte man auf keinen Fall losziehen. Auch sollte man unbedingt ein erprobtes Markenprodukt verwenden, denn Grödel, die sich während der Tour auflösen, sind eher Gefahrenquelle als Hilfsmittel. Schade zu hören dass es mit der Planung nicht geklappt hat, das ist wirklich eine schöne und abwechslungsreiche Tour, aber je nach Witterung machen die Hütten am Weg auch u.U. schon Mitte September dicht. Das mit der Reservierung ist generell mittlerweile wirklich kompliziert geworden. Allein oder maximal zu zweit kann man als Alpenvereinsmitglied aber schon mal etwas auf Risiko gehen und die eine ausgebuchte (Alpenvereins-!) Hütte auf der Tour ohne Reservierung anlaufen. Wenn man nicht gerade Mittags schon aufschlägt, wird man auch nicht wieder ins Tal geschickt, aber man muss halt auch auf ein ggf. etwas unbequemes Notlager gefasst sein. Auf der München-Venedig-Route konnte ich gut mitbekommen, dass ziemlich oft (teilweise schon ein halbes Jahr im Voraus) reservierte Schlafplätze erst kurzfristig storniert wurden. Das ist dann ärgerlich für die mit ernsthafteren Absichten, schafft aber manchmal unerwartete Schlafplätze, so dass sich ein Anruf am Tag davor oder am selben Tag oft lohnt. Andererseits könnt ihr natürlich mit Tagestouren um die Jahreszeit flexibler auf Wetteränderung reagieren als wenn die Tour schon komplett vorausgebucht ist. Das kann durchaus auch ein Vorteil sein. Wenn auf der Hälfte der Tour eine Kaltfront durchbricht und man auf 3000m rauf muss kann es sehr schnell sehr ungemütlich werden. Ins benachbarte Hallenbad zu fahren und das miese Wetter im warmen Wasser vorbeiziehen zu lassen ist da eine entspanntere Alternative.
  6. E5 (Obertsdorf - Meran) Ende September

    Ich war letztes Jahr auf der Tour etwas früher dran (Start 8.8.) und hatte überwiegend Glück mit dem Wetter. Da hatte ich noch relativ viel Funktionsmaterial dabei, aber würde jetzt das selbe Setup verwenden wie bei der gerade absolvierten 3-Wochen-Tour auf dem Traumpfad. 2 x Merino Short Sleeve (jew. ~105g) 1 x Merino Long Sleeve (125g) 1 x Zip-Off Pants (Jack Wolfskin, trocknet extrem schnell, 300g) 1 x Laufhose lang für die Hütte (Gore Running, 240g) Regenjacke PacLite (260g) GTX-Regenhose, die war vor allem im 3000m-Bereich bei Minusgraden und Wind wichtig, aber auch bei 5°C den ganzen Tag durch Starkregen zu spazieren war damit deutlich angenehmer (230g) 1 leichte Fleece-Jacke (310g) Mit Long Sleeve, Fleece und Regenjacke wars dann auch bei Minusgraden plus Windchill auf den Piz Boè rauf nicht zu kalt. Das Fleece trocknet auch sehr schnell, so dass ich immer ein langes Set für den Hüttenabend hatte und den Rest mal durchspülen konnte. Das Long Sleeve kam sonst oft auch als Sonnenschutz in den höheren Lagen zum Einsatz. Beim Zusammenstellen der Layer war auch ein Hintergedanke, mich mit allem zusammen in einem Worst-Case-Szenario (Fuß verdreht, Nacht über der Baumgrenze, Kälte, Wind, Regen) noch warm halten zu können, auch wenn so etwas nicht gerade der wahrscheinliche Fall ist. Insgesamt ginge es wohl noch ein Stück leichter (das atmungsaktive bei der Regenkleidung ist z.B. nicht wirklich der heilige Gral), aber ich ersetze die Ausrüstung nur in dem Tempo, in dem sie sich verbraucht. Alternativen zur Larchner Alm sollten nicht so schwierig zu finden sein. Die Galflun-Alpe ist ganz witzig mit ihrem Panorama-Klo und dem Lama, und wenn alle Stricke reißen, gibts immer noch Venet-Gipfelhütte oder Schihütte Zams. So spät im Jahr würde ich ggf. auch noch einen Satz leichte Grödel reinschmeißen. Manchmal langt schon ein halber cm Neuschnee, dass man nicht mehr abschätzen kann, ob der nächste Tritt auch wirklich Halt findet. Es könnte gerade an der Seescharte, dem Rettenbachjoch und übers Similaunjoch gut sein, sie dabei zu haben. Ich war Mitte August von der Glungezer Hütte runter nach einem kurzen Kälteeinbruch schon drauf und dran meine aufzuschnallen, nachdem ich eine kurze, akrobatische Rutschpartie über einen Felsblock hingelegt habe und sich meine beiden Mitwanderer auf den Hosenboden setzten. Der dünne Flechtenbelag kann durch Nässe und Kälte zur Schmierseife werden.
  7. Wirklich leichtes Langarm-Shirt? [Gefunden]

    So, Zeit für ein kurzes Update. Das Ortovox durfte jetzt einmal über die Alpen und sich in Temperaturbereichen von etwas über 30°C bis -10°C in verschiedensten Feuchtigkeitsgraden beweisen. Ich mache die Sache kurz, es hat voll überzeugt, trocknet für Merino zügig und ist auf der Tour zu meinem bevorzugten Kleidungsstück geworden. Das 4-Schicht-Modell aus Odlo Shortsleeve, dem Ortovox, der leichten Fleece-Jacke und der (Bike) Paclite war dann auch auf dem Piz Boè bei Minusgraden und starkem Wind locker warm genug. An der Aroma-Front hat es sich wie erwartet gut geschlagen. Abrieberscheinungen vom Rucksack (Vaude Asymmetric mit relativ harten und rauhen Straps, 6-10 Kilo je nach Proviant- und Wassersituation) sind bislang nicht zu erkennen. Danke noch mal an alle, die Tipps gegeben haben.
  8. Schon mal mit einem Schustermeister gesprochen? Die beschäftigen sich nur mit Schuhen und Füßen, im Unterschied zum Sanitätshaus, das tausende Artikel im Programm hat und oft nur kennt was der Arzt verschreibt.
  9. Hüttenschuhe

    Als reine Hüttenschuhe sind auch noch die le-dd Slipper eine Option (gips z.B. bei Amazon, Suche nach Ledd Slipper). Nicht wirklich billig für das was man kriegt - hat ungefähr die Stabilität der Gästehausschuhe aus dem Baumarkt - aber rutschfest, waschbar und leicht (nachgewogene 105g das Paar in M=40-43). Sind bei mir mit schmalen 42ern und Bergsocken grade noch bequem. Das Material ist im Grunde das geschäumte Zeug mit Netz drin das Oma als Tischdecke auf den Gartenmöbeln hatte, also nicht wasser- und winddicht. Ich habe mir die Dinger für die MuVe-Tour bestellt. Lustigerweise sitzt der Hersteller in Treviso, also trag ich sie fast an der Haustür vorbei. Ich werd mal die Augen offenhalten, ob sie dort zu einem sinnvollen Preis (nicht die 25€, die im Netz verlangt werden) zu haben sind. Die Schuhe sind wie es aussieht mit stabilem Nylonfaden vernäht und an den Fersen gedoppelt. Falls noch jemand so eine alte Gartentischdecke rumliegen hat würde sich das wohl als MYOG-Projekt anbieten.
  10. Proteinpulver auf Tour

    Dann wird lebenswichtige Glucose - so deren Reserven in den Zellen aufgebraucht sind - aus vorhandenen Proteinreserven gewonnen, und da die Reserven an freien Proteinen begrenzt sind, letztendlich aus den Muskeln. Ohne konstante Glucoseversorgung arbeitet das Hirn nicht, da wäre also sonst ganz schnell Schicht im Schacht. Längerfristig kann sich der Körper in Mangelsituationen auf eine überwiegende Versorgung des Gehirns durch Fett-Energie (sog. Ketokörper) umstellen, wobei die Fähigkeit dazu individuell unterschiedlich ist. In Bevölkerungsgruppen mit traditionell stärkearmer Ernährung (z.B. Eskimos) ist die Fähigkeit besser ausgeprägt und die Organe kommen auch besser mit den Nebenprodukten und Begleiterscheinungen zurecht. Eine Grundversorgung mit Glucose wird vom Gehirn aber trotzdem benötigt.
  11. Long-Distance-Trail Vorschlag Obktober

    Der Florida Trail wäre um die Zeit auch eine Option.
  12. Wirklich leichtes Langarm-Shirt? [Gefunden]

    Ist ja immer auch subjektiv ob etwas warm ist Wobei es natürlich so warm auch gar nicht werden kann in dieser Gewichtsklasse, und die Klimaregulation von Merino für mich mehr ein gerne mitgenommener Nebeneffekt ist. Am wichtigsten ist schon der olfaktorische Aspekt.
  13. Wirklich leichtes Langarm-Shirt? [Gefunden]

    Hatte ich auch schon überlegt, aber das Thema Armlinge werde ich erst nach der großen Tour mal in kleineren Feldversuchen angehen. Meine Haut protestiert gegen Sonnencreme immer mit sehr unagenehmer Symptomatik, deshalb gibts leider nur Stoff oder nix. Glücklich, wer Zinkschmiere verträgt Beim Gehen mit Stöcken sind die Unterarme schon das gefährdetste Körperteil (zumindest so lange die Platte unter der Kappe versteckt ist). Letztes Jahr hat's mich da von Vernagt bis Meran beinah ein wenig gegrillt.
  14. Wirklich leichtes Langarm-Shirt? [Gefunden]

    Danke für den Tipp, @wanderrentner. Kommt auf die Merkliste und wird auch interessant für die etwas kühlere Lauf- und Radsaison wenn mir die kaschierten Winter-Shirts aber noch zu warm sind.
  15. Wirklich leichtes Langarm-Shirt? [Gefunden]

    Ganz vielen Dank euch beiden! Das Ortovox ist genau das, was ich gesucht habe. Irgendwie hatte ich scheinbar immer kunstvoll daran vorbei geklickt. Da Größe M wie es aussieht immer schnell ausverkauft ist, habe ich lieber gleich mal zugeschlagen.
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