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Ultraleicht Trekking

Küche

Echtes UL geht durch den Magen. Ernährung auf Tour. Rezepte, Kochersysteme, und mehr


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  6. Chiasamen 1 2

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    • Toller Bericht.  Herzlichen Dank. 
    • Also mir fallen nur 2 Zelte ein, die ich fuer den Einsatzzweck 2 P & Kiddi, 4 Hunde, < 2.6 kg fuer geeignet halte. Fangen wir mit dem an, bei dem ich grosszuegig 100 € ueber Euer Limit gegangen bin... Tarptent Cloudburst, knapp 1,6 kg, mit Liner und 3.Stange (die Ihr nur bei viel Wind auch von der Seite oder Schnee braucht) 2 kg. Bekommt man in D beim sackundpack.de, da steht es im Webshop zwar erstmal fuer gut 680 €, aber das ist in der Version mit 3. Stange und Liner, aber ohne Liner und mit Skonto vermute ich mal, kommt Ihr so knapp unter 600 (ja ein Liner macht Sinn, gerade wenn man unter "feuchten" oder windigkalten Bedingungen unterwegs ist, aber wenn bei Euch das Geld knapp ist, koenntet ihr ueberlegen, den selber zu naehen). Das Teil ist echt nett, fetter Tunnel, fuer UL-Zelt dickes Si-Nylon mit D30, solange ihr 1-2 Hunde mit ins IZ packt, kommt ihr mit den 2 Apsiden hin, durch die 2.Apside am Fussende, was fuer UL-Tunnelzelte rel unueblich ist und dadurch volle Hoehe bis zum Fussende und durch senkrechten Abschluss vom IZ-Bereich am Fussende habt ihr ordentlich Raum. Ich glaube, wenn es das schon gegeben haette, als die Kids meiner Liebsten klein waren, waere das mein Zelt fuer gemeinsame Leichttouren gewesen, OT: sonst hatten wir eher grosse Lavvus von Bergans oder Helsport bei... Big Agnes Salt Creek SL 3, 2,2 kg, 350 €, bekommt ihr z.B. beim oben genannten Laden oder walkonthewildside.de, durch Querlieger zwar selber Grundflaeche im IZ Bereich, aber weniger Volumen, einfacheres, preiswerteres Material z.B. PU-Poly statt Si-Nylon usw (you get, what you paid for), interssant ist das Konzept mit der zu oeffnenden Seite, die man dann dazu mit 2 Trekkingstoecken noch als Vordach aufstellen kann. Wenn ihr in gutem Wetter unterwegs seid, koennt Ihr nachts die Seite auflassen und mit den 4 Hunden beide Apsiden zupacken. Ich wuerde immer eher zum Cloudburst greifen, Tarptent baut seit vielen Jahren gute Si-Nylon-Zelte aus genau diesem Material, da haben sie auch (im Gegensatz zu ihren DCF-Zelten) sehr viel Erfahrung, ich habe selber schon etliche frueher laenger auf dem Trail benutzt, bis ich zu Slingfin und Zpacks fuer solche Einsaetze gewechselt bin, aber meine Ansprueche sind halt auch sehr hoch...das Cloudburst habe ich auch schon einige Male aufgebaut, sind viele durchdachte Details dran... Ich bin nicht so ein Riesenfreund von Big Agnes, aber meine Abneigung geht eher gegen die hoeherpreisigen Zelte, bei denen ich das Material nicht dem Preis angemessen finde, in dieser Preisklasse geht das Material bei der Zeltgroesse ok, und das mit der zu oeffnenden Seite ist ja gerade fuer ein Zelt fuer Touren in gemaessigten Terrain & Wetter eine nette Idee, auf sowas stehen gerade Kids...  
    • ein paar praktische Infos:  An-/ Abreise: Lahr und Rottweil sind problemlos mit dem Zug erreichbar, in Rottweil beginnt der Weg direkt am Bahnhof, in Lahr am "Schlüssel", das ist der Busumschlagplatz in der Stadt. Von dort sind es so ca. 4km zum Bahnhof, es fahren regelmäßig Busse. Man kann auch laufen, läuft aber halt 4km an der Durchfahrtsstraße. Ich hab den Bus genommen und aus dem Fenster geschaut, ich hab nicht den Eindruck, dass ich was verpasst hätte... Wasser: Ab Rottweil hat es auf den ersten ca. 40km keine natürlichen Quellen, die ich entdecken konnte. Es gibt nach 20km in Königsfeld einen Edeka, dort kann man kaufen, ansonsten kommt man aber regelmäßig durch kleine Dörfer, wo es Gasthöfe gibt oder man fragt halt mal jemand  Ab dem Gesundbrunnen oberhalb von Hornberg bis Lahr hat es regelmäßig Quellen und Brunnen. Einkaufen: Außer dem erwähnten Edeka gibts nix. Ist bei 3-4 Tagen bzw. 100km aber vielleicht auch nicht nötig Übernachten: Zeltplätze zu finden war grundsätzlich nicht schwierig, das sollte kein Problem sein. Die Tour lässt sich aber auch ohne Zelt mit Schutzhütten bewerkstelligen: Die Bengelhütte scheint einem Verein oder so zu gehören und ist verschlossen die oben erwähnte erste Hütte ist immer offen oberhalb von Hornberg gibt es in kurzer Folge zwei Hütten, die ich aber bei richtig schlechtem Wetter nicht empfehlen würde Opa Klausis Vesperstube ist natürlich ein Traum von Hütte die Hütte am Offenbacher Eck ist auch einladend und wetterfest und die Kalmbacher Hütte hat ein geräumiges Vordach, falls sie verschlossen sein sollte   Und als richtige Hüttentour gehts auch, es gibt immer wieder sehr nett aussehende Gasthöfe, und die Lahrer Hütte vom Schwarzwaldverein liegt auch am Weg.   Navigation: Der Weg ist ziemlich einwandfrei markiert, nur zwischen Burgberg und Königsfeld ist es etwas seltsam. Da bin ich frei Schnauze bzw. nach der Karte gelaufen. Und die Umleitung um die Windräder bei der Kalmbacher Hütte ist auch nicht markiert, obwohl das behauptet wird. Aber bei warmem Wetter brauchst die ja eh nicht   Das dürfte das wichtige sein, bei Fragen einfach melden.
    • N´Abend! Wenn ich davon ausgehe, dass die Hunde mit im Vorzelt übernachten sollen, wäre das einzige, was mir dazu einfällt eine Kopie von MH: https://de.aliexpress.com/item/4001239270988.html Nur darf man bei dieser Art von shelter nicht zu viel Wind erwarten. Gibt es auch in kleiner: https://de.aliexpress.com/item/33002353925.html? VG. -wilbo-
    • Tag 3, 26km, Anstieg 581hm, Abstieg 951hm   Gut ausgeruht wache ich auf, das Tarp hat zum Glück gehalten, es ist tatsächlich weitgehend windstill geblieben und der Regen bzw. Schnee macht gerade Pause. Ich frühstücke noch im Schlafsack und dann kommt der unangenehme Moment: Aus dem warmen Schlafsack ins kalte und in die nassen Sachen rein. Mein Merinoshirt habe ich zwar mit ans Fussende gelegt, aber ganz trocken ists nicht, immerhin nicht kalt. Die Wollsocken sind dagegen nass (die äußeren, ich hatte noch trockene Ersatzlinersocken), und die Schuhe zwar innen weitgehend trocken aber kalt. Die Hose ist klatschnass. Aber hilft ja alles nix, also rein ins Vergnügen, und dann packe ich so schnell wie möglich zusammen, damit ich zumindest mal die Hose trocken laufen kann. Kurz nachdem ich losgelaufen bin fängt es wieder an zu schneien, und das bleibt auch für den restlichen Tag so, zum Glück nicht allzu arg und es bleibt nur wenig liegen, vor allem auf den Wegen.   Schon bald erreiche ich Höhehäuser, wo ich auf den Kandelweg treffe, den ich noch von letztem Jahr kenne. Befriedigt stelle ich fest, dass an der Forstwegkreuzung ein paar Meter weiter eine Markierung angebracht wurde; deren Fehlen hat mich letztes Jahr einige Nerven gekostet. Weniger befriedigt stelle ich fest, dass es meinem Handy nun auch zu kalt ist und der Akku seine Dienste nun verweigert. Daher gibt es nun keine Fotos mehr. Ich laufe weiter, komme gut vorwärts, es geht ja auch immer bergab, ich schwelge ein bisschen in Erinnerungen ans letzte Jahr, als es deutlich wärmer war, und mir fällt ein, dass hier irgendwo ein Kasten mit kleinen Honiggläsern stand. Tatsächlich gibt es diesen immer noch und ich tausche das Gewicht zweier Münzen gegen zwei kleine Glässchen Honig. Der Weg läuft hier immer weiter auf Forstwegen, meist durch Wald, immer wieder am Waldrand mit Blick auf Täler und Höfe, wie das halt so aussieht im Schwarzwald, ich mags. Um die Kambacher Hütte herum stehen ein paar Windräder, letztes Jahr habe ich mich noch über die Ampel amüsiert, die den Weg bei Eiswurfgefahr sperrt, dieses Jahr ist sie angeschaltet: Ich muss die Umleitung nehmen. Die soll angeblich durchgehend markiert sein, dem Schwarzwaldverein traue ich aber schon lange nicht mehr, wenns um Markierungen geht. Und tatsächlich: Eine Markierung finde ich noch, dann hörts auf. Ich versuche mir mit meiner Karte den richtigen Weg zusammenzubasteln, lande aber direkt bei der Kambacher Hütte, die genau neben einem Windrad steht, und es kommen auch noch zwei. So war das wohl nicht gedacht mit der Umleitung. Aber da ich jetzt auch nichts besseres weiß, inspiziere ich erstmal die Hütte, die letztes Jahr verschlossen war (empfehlenswert! Nicht so schön eingerichtet wie Opa Klausis Vesperstube, aber zum Übernachten wunderbar geeignet, es gibt sogar eine Feuerstelle) und mache meine Mittagspause unterm Vordach. Von hier ist es nicht mehr weit nach Seelbach, 5km oder so, der Weg zieht sich latent nach unten ins Tal hinunter ohne dass es richtig steil wird, erst die letzten paar Hundert Meter nach Seelbach rein geht’s mal kurz etwas steiler nach unten. Dort angekommen kaufe ich mir einen Tee und ein Schokocroisant und suche den Weg, der hier zum Glück recht gut markiert ist. Der Querweg führt einmal geradeaus durch Seelberg durch auf die andere Talseite, dort geht’s ein bisschen hoch, damit man nicht direkt durchs Tal läuft, aber im Prinzip folge ich nun einfach dem Tal bis Lahr. Es ist nett zu gehen, ich laufe die meiste Zeit am Waldrand entlang und blicke übers Tal, erst kurz vor Lahr geht’s dann runter zur Schutter und die letzten 3km oder so laufe ich dann noch entlang der Schutter durch so eine Art Park, bis ich endlich am Schlüssel bin, so heißt dort der Busbahnhof in der Stadt. Es gibt sogar ein großes Schild für den Querweg und die anderen hier beginnenden (lokalen) Wanderwege, aber mangels Akkus kann ich leider kein Abschlussfoto machen. Ich nehme also den nächsten Bus zum Bahnhof und beende meine Reise.     Fazit: Der Querweg ist ein netter Weg, nicht mehr, nicht weniger. Es gibt eigentlich nichts spektakuläres zu finden, weder sind die Ausblicke besonders toll, noch sind die Wege besonders interessant, noch gibt es irgendwas spannendes zu besichtigen. Aber trotzdem ist es nie langweilig, es ist auf eine ganz angenehme und unaufdringliche Art immer irgendwie schön und interessant. Man wird wohl auch im Sommer nicht viele Leute treffen, man muss nicht groß den Weg suchen, auf den Forstwegen kann man einfach vor sich hin laufen und seinen Gedanken nachgehen, es bleibt einfach immer entspannt. Wer Wanderpfade, Wildnis, Gipfel, „Wow-Momente“ und fantastische Ausblicke sucht, ist hier definitiv falsch; Wer einfach mal 3-4 Tage seine Ruhe haben will, der soll kommen. Für mich wars genau das richtige zum richtigen Zeitpunkt.


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