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Ultraleicht Trekking

Barbarix

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Barbarix hat zuletzt am 10. Juli gewonnen

Barbarix hat die beliebtesten Inhalte erstellt!

Über Barbarix

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    Fliegengewicht
  1. Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum

    Mach dir keine Sorgen, so schnell ist der Stoff nicht unbrauchbar. Sie es mit dem Kleben doch nicht klappen ( was ich mir aber nicht vorstellen kann) kann man immer noch den Kleberand abschneiden und das ganze vernähen. Aber vorher mit Restmaterial üben macht natürlich immer Sinn. Ich wünsche fröhliches myogen...
  2. Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum

    Ja, genau, das Kleben macht man auf jeden Fall in 2 schrieb, genauso wie du es beschrieben hast. Die Spitze ist trotzdem ein wenig gefummel. Naja und Abspannpunkte kann ein Tarp sowieso nie zu viele haben. Den Abspannpunkt an der Spitze habe ich einfach angenäht und die Naht versiegelt. Ich weiß, das hier viele auf Zeltboden als Verstärkung schwören, ich bevorzuge Silnylon. Es ist reißfester und lässt sich angeblich besser mit Silikon verkleben.
  3. Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum

    Wie genau wird der Trekkingstock eingespannt? Deine Verstärkung ist aus dem 36g Tarpmaterial aber in welcher Form? Habe im Forum kein Schnittmuster gefunden. Die Form sind Kreissegmente: Ein Halbkreis auf dem Trapezförmigen Stück, "Tortenstücke auf den Dreiecken. Die Verstärkungen vor dem Zusammenkleben aufkleben! Danach ist das nur noch schwer möglich! Das Verbinden der Dreiecke mit dem Trapez ist das knifflige am ganzen Projekt, da man nicht mehr in einer Ebene arbeiten kann. - D.h. es ist nur die Verstärkung auf dem Tarp? Kein abstehender Stoff, der den Griff etwas umfasst, damit dieser nicht zur Seite wegrutscht? -> Ein Stück abstehender Stoff wäre noch besser, ich habe das nicht gemacht. Ich denke das wäre auch nicht ganz einfach zu kleben. Vermutlich müsste man es nachträglich aufnähen. Das Verrutschen des Stocks ist ein Problem, arg schräg stellen sollte man ihn nicht. - Liege ich richtig, dass beim Vernähen der Dreiecke die Schwierigkeit nicht auftritt? Beim Kleben glaube ich dir, dass es schwer ist, das hattest du auch irgendwo erwähnt. Dazu eine Frage: Man versäumt alle Schnittmuster und beim Zusammenführen der Teile wird nochmal drüber genäht (sofern nicht nur geklebt)? -> Nähen ist deutlich einfacher, da man keine Fläche braucht um die Klebeflächen anzupressen. Ich versäume keine Teile vorab. Beim Kleben ist das sowieso nicht notwendig, beim Nähen auch nicht, wenn man Kappnähte macht. - Falls ich doch klebe: Mit Elastosil? Und wieviel Überstand hast du gewählt? -> Ich habe ganz frech mit SilNet geklebt. Funktioniert hervorragend. Wofür sind in diesem Bild der Haken? Die Ringe sind ja für die beiden T-Stopper zum Öffnen, schätze ich. Das ganze ist ein Prototyp und ich wollte ausprobieren was besser funktioniert: Gummiband mit Haken oder Schnur mit Ringen. Und was funktioniert besser? Eigentlich ist es egal, aber meistens nutze ich die Ringe. Die Ringe sind flexibler, weil ich die Schnurlänge einstellen kann und auch Nachspannen kann. Vielleicht schneide ich die Haken mal ab. In diesen beiden Bildern (hier und hier) hast du auf der kurzen Seite jeweils eine Schnur gespannt. Welchen Zweck soll die Spannung erfüllen? Ach ja, das ist keine Schnur sondern ein Gummiband. Daran ist ein kleiner oranger "Beutel" befestigt, in den ein Kurzer (50cm) Carbonstab gesteckt werden kann. Mit diesem Stab kann man das Tarp am Kopf- und Fußende hochdrücken und gewinnt dadurch mehr Platz. Die Stangen habe ich sowieso als Gestell in meinem Rucksack. Die Idee stammt übrigens von Mr. Hardstone und ist genial!
  4. Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum

    Kurze Zwischenfrage: Wirst du das Ergebnis deines myogens hier posten?
  5. Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum

    Wie kommst du auf 154cm der kurzen Seite, wenn die 36 g/m² Silnylon-Stoffbahn 150cm hat? Hat ja ChristianS schon beantwortet Wieviel cm hast du versäumt? Schätze den Bildern nach hast du 2cm eingefaltet. Ich habe eine Saumbreite von ca. 1cm, allerdings doppelt eingefaltet, also gute 2cm Nahtzugabe Habe ich etwas falsch verstanden mit der Trapezform? Du gibst 5,2m² an. (3m x 1,5m) + (0,36m * 1,5m) = sind 5,04m². Deine Rechnung stimmt, da habe ich wohl falsche Zahlen in den Taschenrechner getippt Die Trapezform muss nur zugeschnitten werden und die beiden Dreiecke angenäht/geklebt, sonst nichts. Stimmt das? Na ja, dazu kommt noch: den Saum einmal rundum nähen, Verstärkungen aufkleben und Gurtschlaufen für die Heringe annähen Wie genau wird der Trekkingstock eingespannt? Deine Verstärkung ist aus dem 36g Tarpmaterial aber in welcher Form? Habe im Forum kein Schnittmuster gefunden. Die Form sind Kreissegmente: Ein Halbkreis auf dem Trapezförmigen Stück, "Tortenstücke auf den Dreiecken. Die Verstärkungen vor dem Zusammenkleben aufkleben! Danach ist das nur noch schwer möglich! Das Verbinden der Dreiecke mit dem Trapez ist das knifflige am ganzen Projekt, da man nicht mehr in einer Ebene arbeiten kann. Wofür sind in diesem Bild der Haken? Die Ringe sind ja für die beiden T-Stopper zum Öffnen, schätze ich. Das ganze ist ein Prototyp und ich wollte ausprobieren was besser funktioniert: Gummiband mit Haken oder Schnur mit Ringen Wie ist das Tarp durch den 20cm breiten umlaufenden Saum Moskitodicht? Fliegen die Viecher nicht so tief? Der Saum liegt bei meinem Setup zu ca. 15cm auf dem Boden auf. Klar, das ist kein 100%iger Schutz, Aber bei mir hat das immer ausgereicht. In Gegenden mit tiefflugerprobten Mücken braucht man evtl. ein komplett geschlossenes Zelt.
  6. Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum

    Bislang bin ich bei der minimalistischen Variante geblieben, aber werde in der nächsten Woche tatsächlich das Moskitonetz ergänzen. Das wird dann auch mein Zelt für die Nepalreise im November. Einen Boden werde ich nicht ergänzen, ich werde weiter die Fensterfolie nutzen. Die Cuben-Variante ist auf unbestimmte Zeit verschoben, einfach weil ich wenig Zeit zum Basteln habe. Viel Spaß beim myogen!
  7. Ein Rucksack - diesmal mit Sack

    Das Ausfransen ist nach meiner Erfahrung generell ein Problem bei silikonisierten Nylonstoffen. Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass die Stellen dann meist nicht weiter aufreissen. Defekte Stellen habe ich in der Vergangenheit entweder mit Silnet "verklebt" oder wenn es größere Stellen waren habe ich einfach die Stelle noch einmal vernäht bzw. enger genäht. Vor dem erneuten vernähen habe ich den Stoff auch mir Silnet "stabilisiert". Ich denke dass eine ordentliche Nahtzugabe (wie eben bei der französischen Naht) die beste Maßnahme ist. Von dem Material bin ich übrigens nach wie vor begeistert: Extrem reißfest, ausreichend scheuerbeständig, einigermaßen wasserdicht und günstig. Was will man mehr?
  8. Unsere MYOG-Fails

    Ach Leute, was soll ich sagen, die Liste ist lang! - 2 Packrafts aus untauglichem Material, bei dem bei Schälbelastung die Beschichtung reisst - Schneeschuhe aus 16mm Alu-Rohr aus dem Baumarkt - Faltboot mit Carbongerüst - Rohre sind pultrudiert und splittern - Regenjacke aus Silnylon - Schwitztüte trotz Belüftungsöffnungen - Handschuhe mit einfachem Schnittmuster - ich kann den Daumen nicht abspreizen - Tarptent für 2 Trekkingstöcke - schlechte Arbeit beim erstellen des Schnittmusters -> Danach hatte ich ganz viele grüne Packbeutel - Grüne oder graue Packbeutel -> Verwende ich nicht mehr, seit dem ich damit meine NeoAir S verloren habe Das ist mir so auf die Schnelle eingefallen, aber da gibt´s bestimmt noch mehr... Wichtig ist: NIEMALS aufgeben - NIE!
  9. Feuerland und Patagonien 2017 Teil 1

    Hallo Southwest, hier der Link: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/2627-neues-tarptent-für-solotouren-3-jahreszeiten-sturm-mücken/ Ich bin mit dem Zelt sehr zufrieden, nur der Aufbau ist noch nicht optimal. Das Zelt verwende ich immer, wenn ich einen Bunker brauche, sonst kommt eine leichte Pyramide mit. Teil1 war ein Gedankenfehler, ich dachte ich muss den Bericht splitten -> den Titel kann ich aber leider jetzt nicht mehr bearbeiten, Sorry Hallo Lightlix, den Perito Moreno habe ich wiederum nicht mehr geschafft. In einer Reise ist leider nicht alles zu machen, da muss man öfter hinfliegen!
  10. Feuerland und Patagonien 2017 Teil 1

    Danke, freut mich sehr, dass es euch gefällt!
  11. Feuerland und Patagonien 2017 Teil 1

    Hallo Wanderrentner! Den Klettergurt habe ich dann doch nicht selbst gebaut - war auch besser so. Ich habe mir den Camp ALP RACING Gurt mit ca. 100g zugelegt und finde das Teil super! Den Gurt braucht man am 2. und letzten Tag des Huemul Circuits, wobei man beide Flüsse angeblich auch früh morgens furten kann. Cecilia ist ein Engel! Auf der Insel Navarino war es überhaupt nocht voll, trotzdem trifft man jeden Tag Wanderer auf dem Trekk. El Chalten war streckenweise sehr gut besucht. Wenn man etwas abseits wandert wird es deutlich ruhiger. Ich habe alle Transfers mit Innlandsflügen gemacht (bis auf die Fähre zwischen Puerto Williams und Ushuaia). Einfach aus Zeitgründen. Grüße Erik
  12. Feuerland und Patagonien 2017 Teil 1

    El Chalten Mo 6.3.17 Beim Frühstück unterhalte ich mich mit einer Österreicherin und sie schenkt mir eine Wanderkarte der Gegend. Ich schenke ihr dafür die Beschreibung aus dem Wanderführer. Sie hatte die Karte doppelt, ich die Beschreibung – Win Win. Um kurz nach 10:00 Uhr starte ich mit einer halb vollen Gaskartusche. Die sollte erst einmal reichen. Auf zum lang ersehnten Cerro Torre. Die Aussicht auf dem Trail ist schlicht atemberaubend. Ich habe Glück mit dem Wetter, kein Wölkchen trübt den Blick auf die Berge. Beim Camp Augustini mache ich kehrt und wandere weiter zum Camp Pinocient. Dort baue ich schnell mein Zelt aufgrund gehe mit dem Tagesrucksack zur Laguna de Los Tres. Sehr schön, auch wenn inzwischen der Fitz Roy in Wolken ist. Der Aufstieg (1h, recht steil) hat sich gelohnt. Einer der schönsten Wandertage überhaupt geht zu Ende! Zurück im Camp wird gekocht und später fängt es an zu regnen. Die nächsten 3 Tage sollen regnerisch werden – mal sehen. Das Camp ist übrigens recht voll und die sanitären Einrichtungen sind eher etwas für Abgehärtete. El Chalten Di 7.3.17 Die Nacht war feucht und ich hatte sehr viel Kondens im Zelt. Der Daunenschlafsack hat deutlich an Loft verloren, trotzdem habe ich super geschlafen. Heute geht es gute 5h gemütlich durch Wälder und an einem Gletscher vorbei. Um 15:30 bin ich dann am Camp Piedra de Fraile. Von dort aus gehe ich dann mit dem Tagesrucksack noch zum Lago Electrico. Am Abend füllt sich dann das Camp (leider) doch noch. Auf dem Weg zum Camp gehe ich immer am Fluss entlang. Ich bin der Meinung, dass er ab der Brück auch ohne Spritzdecke paddelbar sein müsste. El Chalten Mi 8.3.17 Regen, Regen, Regen, die ganze Nacht und den ganzen Vormittag. Nach dem 3. Kaffee lässt der Regen langsam nach und ich breche auf. Eine halbe Stunde später hört der Regen auf und ich denke wieder ans Packraften! Als ich bei der Brücke ankomme überlege ich gründlich, ob ich das Risiko eingehe den Rio Electrico zu befahren. Contra: Der Rio Electrico fließt recht schnell und ich weiß nicht was mich erwartet. Ich habe weder Trockenanzug noch Spritzdecke und das Wasser ist eisig. Pro: Hauptsächlich 3 Gründe: Spaß, Fun und Gaudi! Also baue ich das Boot auf und mache mich startklar. Ich paddle - und wie! Es geht ganz schön flott voran, 2 mal kommt eine Welle über und ich sitze in einer Badewanne. Macht nichts, das Wasser wärmt sich im Boot etwas auf. Ich passiere eine Straßenbrücke und paddle weiter. Ein gutes Stück flussabwärts ist plötzlich ein Drahtzaum quer über den Fluss gespannt. Schei…! Das ist echt gefährlich und ich kann mich gerade so ins Kehrwasser retten. Was soll das? Ich überlege was ich weiter machen soll und ob noch weitere Zäune drohen. Ich wuchte meine Sachen über den Zaun und als ich weiter fahren möchte höre ich jemanden rufen. Es ist ein Ranger, der mir freundlich aber bestimmt erklärt, dass Paddeln im gesamten Nationalpark verboten ist. Also das heißt, nicht paddeln an sich ist verboten, sondern nur paddeln mit eigenem Boot. Wenn man eine Tour bucht ist alles OK. Das sehe ich aus Naturschutzgründen natürlich ein. Naja es gibt keinen Stress oder Ärger, aber das Paddeln ist leider vorbei. Also packe ich meine Sachen und trampe die letzten Kilometer zurück nach El Chalten. Ich beschließe wieder auf den Campingplatz El Relincho zu gehen und hänge ersteinmal meine Sachen zum Trocknen auf. Am Abend gibt es ein nettes und sehr leckeres Abendessen im La Cava. Empfehlenswert! El Chalten Do 9.3.17 Es regnet wieder die ganze Nacht und der Schlafsack ist am Morgen wieder klamm, aber OK. Mittelmäßig viel Kondens im Zelt. Ich unterhalte mich mit anderen Campern und alle klagen über viel Kondens. Morgen geht es los auf den Huemul Trekk! Daher gehe ich erst einmal ins Nationalpark Center und beantrage dort mein Permit. Meine Ausrüstung wird gecheckt und mir wird das Permit verweigert, weil ich nur 2 Alu-Karabiner habe. Ich brauche entweder einen 3. Alu-Karabiner oder 1xAlu 1xStahl. Leider werde ich als Solotrecker deutlich gründlicher überprüft als Gruppen. Ich leihe mir dann im Ort einen Karabiner für 1,5€ pro Tag. Man kann aber auch die komplette Kletterausrüstung für 6€ am Tag leihen. Außerdem raten die Ranger dringend davon ab, die Runde komplett zu gehen, weil am 3. Tag sehr starker Wind angesagt ist. Danach genieße ich meinen Pausentag, kaufe Proviant, koche Kaffee, esse und lese. Am Abend lerne ich Oliver aus UK kennen, der auch morgen auf den Huemul Trekk gehen will. Auch ihm wurde von der kompletten Runde abgeraten. 2 weitere Wanderer aus der Schweiz wollen definitiv am 2. Tag auf dem Pass umkehren und die Runde nicht beenden. Ich überlege mit Oliver, ob wir die Runde nicht gemeinsam komplett gehen. Alleine ist uns beiden etwas mulmig. Am Abend gibt es eine Pizza im Patagonicus, angeblich die beste Pizza im Ort - und tatsächlich die Pizza mit Lamm ist super! El Chalten Fr 10.3.17 Es regnet wieder die ganze Nacht, aber morgens trocknet es glücklicher Weise ab. Olli und ich gehen um 9:00 los. Vorher noch Baguette als Proviant für den ersten Tag gekauft. Die Wanderung am ersten Tag ist ganz nett, aber nicht spektakulär. Um ca. 16:00 kommen wir im Camp an, das sich recht schnell füllt. Ich habe genügend Zeit um meine Jacke zu reparieren. Später kochen und essen wir gemeinsam: 1 schweizer Pärchen, 2 französische Pärchen, Olli und ich. El Chalten Sa 11.3.17 Nachts regnet es wieder sehr stark und ich werde von Mäusen überfallen, die meine Vorräte anknabbern. Morgen wollen Olli und ich entscheiden, ob wir am Pass umkehren oder die Runde komplett gehen. Am Sonntag sind laut Windguru Böen bis 100 km/h gemeldet! Wir starten um kurz nach 9:00 Uhr und gehen zu 8 los. Olli und ich lassen uns viel Zeit zum Fotografieren. Bei der Seilbrücke treffen wir die anderen wieder. Wow, die Brücke überspannt eine Schlucht mit einer Tiefe von 10 bis 15m! Gut, dass ich den Klettergurt doch einen MYOG-Gurt mitgenommen habe. Die Aussicht auf die Berge und auf die umliegenden Gletscher ist schlicht der Hammer! Als wir gerade am Paso del Viento ankommen sehe ich ca. 100m über dem Berg einen Condor kreisen. Innerhalb kürzester Zeit macht er mehrere Hundert Höhenmeter in der Thermik. Das ist definitiv einer der besten Trekkingtage in meinem Leben – unvergesslich! Um 17:00 kommen wir am Lago de Refugio an. Dort sind schon 3 Zelte aufgebaut und wir werden von einigen Franzosen und einem Engländer freundlich begrüßt. Es wird gemeinsam im Shelter gekocht und gegessen. So lassen wir den Tag langsam ausklingen. El Chalten So 12.3.17 Wir stehen um 7:00 auf, weil ab 15:00 Sturm gemeldet ist und wir bis dahin die ausgesetzten Stellen auf dem Weg zum Paso Huemul hinter uns haben wollen. Bei Sturm sind die Stellen wirklich gefährlich und ich kann die Warnung der Ranger verstehen. Ansonsten ist die Wanderung entlang des patagonischen Innlandeises sehr schön und ohne Schwierigkeiten. Der Abstieg vom Huemul Pass ist sehr steil und bei Regen sicherlich sehr rutschig und dann auch sicherlich nicht ganz unproblematisch. Auch hier sehen wir einen Condor in der Thermik kreisen. Nachdem wir den Abstieg hinter uns haben, suchen wir den offiziellen Biwakplatz, der aber dem Wind komplett ausgesetzt ist. Um Punkt 15:05 setzt der Sturm ein und es ist klar, dass weder das Hilleberg Enan von Olli noch mein MYOG Zelt die Nacht bei diesem Sturm, überstehen werden. Für mich wäre nicht einmal das Aufbauen des Zelts möglich. Also gehen wir weiter und finden am Waldrand ein wunderbar geschütztes Plätzchen. Olli macht ein Lagerfeuer (natürlich nicht erlaubt!) und wir verbringen den Rest des Nachmittags und den Abend am Lagerfeuer. Später stößt dann noch Johannes aus Hamburg zu uns, der den Circuit anders herum wandert und den Rauch des Feuers schon von weitem gesehen hat. Olli hat übrigens ca. 15m vom Camp entfernt ein totes Rind entdeckt. Daher taufen wir das Camp „Dead Cow Camp“. Huemul Circuit, trocken und sonnig aber stürmisch Mo, 13.3.17 Wir brechen früh auf, zum einen, weil der Wind vermutlich noch zunehmen wird, zum Anderen weil Olli Geburtstag hat und wir in El Chalten noch Steaks braten wollen. Der Wind ist so stark, dass wir öfter das Gleichgewicht verlieren und wie betrunkene Matrosen dahinstolpern. Die Tirolesa (Seilbrücke) am Rio Tunnel funktioniert leider nicht weil sich das Seil verklemmt hat und wir die Rolle nicht zu uns können. Ich versuche den Fluss zu furten um dann das Seil zu lösen. Bei der Hälfte gebe ich auf. Das Wasser geht mir bis zum Bauchnabel und fließt zu schnell. Ich würde sofort den Halt verlieren, sobald das Wasser auch nur etwas tiefer wird. Na ja kein Wunder, es ist kurz nach Mittag. Furten geht vermutlich nur früh morgens, weil der Fluss aus den Gletschern gespeist wird. Olli klettert dann am Seil entlang und kann die Rolle lösen, so dass die Seilbrücke wieder funktioniert. Akrobatik! Weiter geht es zum Hafen, wo wir leider kein Taxi rufen können (kein Mobilnetz) und 2,5h auf den Bus warten müssten. Also beschließen wir die restlichen 8km zu wandern. Der Blick auf den Cerro Torre und Fitz Roy ist bei diesem wolkenlosem Himmel überwältigend. Um 15:00 kommen wir nach einer gut 25km Etappe in El Chalten an und wir gönnen uns ein fürstliches Mittagessen. Abends feiern wir noch im Assador Nando und lassen uns das Lamm vom Grill schmecken – Sehr fein! El Chalten, Regen, nachmittags trocken bis sonnig Di 14.3.17 Pausentag: Ich mache nichts außer Kaffeetrinken, lesen und plaudern. Übrigens gibt es seit diesem Jahr WiFi / Internet in El Chalten. Stabil funktioniert es noch nicht, aber immerhin… El Chalten, nachts Regen, morgens 3°C Mi 15.3.17 Den Vormittag verbringe ich mit Packen, Brote schmieren und Geld ziehen. Um 13:00 sitze ich im Bus nach El Calafate. Um 19:15 geht dann der Flug nach Buenos Aires. Die empfindlichen Dinge (Paddel, Elektronik und Topf mit Hobo) nehme ich lieber ins Handgepäck. Die Sicht auf den Fitz Roy und Cerro Torre ist vom Flugzeug aus fantastisch! Wir fliegen über den Lago Argentino und Viedma Gletscher und ich genieße den tollen Blick. In Buenos Aires angekommen nehme ich ein Taxi zum Hostel. Das Hostel ist echt witzig: Eigentlich eine Altbau-Privatwohnung, mit 4m hohen Decken. Teilweise wurde eine Zwischendecke eingezogen um ein zusätzliches Zimmer zu schaffen. Der Aufzug sieht mit seinen Scherengittern aus wie man es aus französischen Filmen kennt. Buenos Aires, sonnig Do 16.3.17 Das Hostel liegt super und ich kann die Stadt gut zu Fuß erkunden. Ich spaziere durch die Stadt, schaue mir das Regierungsgebäude mit dem Museum (200 Jahre Argentinien – sehr empfehlenswert!) an. Flaniere durch San Telmo und durch die „Hafencity“. Abends gönne ich mir ein Essen im Assador Estancia. Buenos Aires, sonnig Fr 17.3.17 Auch heute mache ich einen ausgedehnten Spaziergang durch die Stad. Dabei orientiere ich mich an meinen Reiseführer und fotografiere viel. In San Telmo gibt es eine schöne Markthalle in der mal von Restaurants, Gemüse- und Fischhändlern bis hin zu skurrilen Antiquitätenhändlern alles findet. Nach La Boca schaffe ich es allerdings nicht zu Fuß und auf Taxi oder Bus habe ich keine Lust. Da ich mir irgendwie den Magen verrenkt habe, gehe ich den Tag ruhiger an, gönne mir am Abend aber wieder eine „Schlachtplatte des Hauses“ in der Estancia. Buenos Aires, sonnig Sa 18.3.17 Um 7:00 morgens winke ich mir ein Taxi herbei und los geht es zum Flughafen. Leider kann ich auf dem Rückflug kaum schlafen und ich komme ziemlich gerädert nach 27h zu Hause an. Die letzten 5km übrigens mit dem Fahrrad Fazit: Tolle Reise, tolle Landschaften, tolle Menschen. Unser Alpen brauchen sich da allerdings nicht verstecken!
  13. Feuerland und Patagonien 2017 Teil 1

    Isla del Navarino, nachts Regen, morgens bewölkt, ab 11:00 Sonne pur! Mo 27.2.17 Heute lasse ich mir wieder Zeit. Nachts hat es geregnet und das Zelt ist noch nass. Habe auch deutlich Kondens, weil ich sehr windgeschützt gecampt habe. Erst einmal einen Kaffee und kurz vor 10:00 geht es los. Es ist ein herrlicher Tag, leider gibt es lange Passagen über Geröll (kopfgroße Steine). Das ist mit Halbschuhen weniger angenehm zu gehen und ich muss bei jedem Schritt aufpassen. Trotzdem bin ich froh, dass ich auf dieser Tour bzw. überhaupt zum ersten Mal Halbschuhe trage. Das ist deutlich angenehmer und ich habe auch keine Reizung der Achillessehne, wie ich es sonst immer hatte. Dafür komme ich nicht ganz so schnell voran, aber ich habe ja genügend Zeit... Um 14:30 gibt es ein Mittagesse und eine längere Pause, weil mein Unterschenkel aufgrund der Kniebandage sehr stark angeschwollen ist. Ab da gehe ich ohne Bandage weiter. Kurz vor 17:00 Uhr erreiche ich, eigentlich etwas zu früh, eine perfekte Stelle zum Übernachten. Die Stelle ist zwar winzig aber eben, trocken und gut windgeschützt. 5m daneben gibt es einen kleinen Bach. Was will man mehr? Ich nutze die Zeit und den geschützten Platz um endlich meinen Evernew Titanhobo zu testen. Der Hobo brennt erstaunlich gut! Aber es qualmt, sobald man den Topf aufsetzt. Die Abzugslöcher sind dann wohl doch zu klein. 1cm Abstand zwischen Hobo und Topf wären optimal. Mal sehen, ob ich mit Paperclips zu Hause etwas basteln kann. Der Hobo glüht im Vergleich zum Bushbuddy relativ lange nach. So jetzt fängt es richtig an zu regnen und ich verkrümle mich ins Zelt. Das Thermometer zeigt 7°C. Isla del Navarino, vormittags 5°C, 8/8 bewölkt, windig und ab 14:00 Regen. Di 28.2.17 Habe mir auch heute Zeit gelassen und richtig ausgeschlafen. Nach einem Kaffee packe ich und um 10:00 geht es los. Nach einer halben Stunde treffe ich eine kleine Gruppe: Ein chilenisches Pärchen, Favian auch Chilene und Toni einen Australier. Die 4 haben sich im Hostel kennengelernt und zusammengetan, weil ihnen eine Solotour nicht ganz geheuer war. Naja, für deutsche Verhältnisse sind sie lausig vorbereitet: Favian hat keine Isomatte, weil er die zu Hause nicht gefunden hat. Außerdem hat er ein Leih-GPS, das er nicht bedienen kann. Das heißt er kann es nicht einmal einschalten! Toni ist mit einem 30€ Decathlon Zelt unterwegs – sicherlich nicht schlecht wäre aber nicht meine erste Wahl;-) Da die anderen recht langsam sind wandern Toni und ich plaudernd bis zum Pass. Dort warten wir auf die anderen. Allerdings regnet es und es wird windig. Dafür bin ich nicht angezogen und ich kühle ziemlich aus. Also beschließe ich abzusteigen. Der Abstieg ist sehr steil aber trotz Regen gut machbar. Eine Stunde später bin ich auch schon am Ziel meiner Tagesetappe. Kurz nachdem ich das Zelt aufgebaut habe, kommen die 4 anderen nach. Mit der Feuchtigkeit habe ich inzwischen etwas zu kämpfen: Die Kombination aus Silnylon-Boden (nicht 100% wasserdicht) und den gestückelten Isomattenteilen nervt. In der Mongolei hatte ich eine Isomatte in voller Länge, das war deutlich besser! Heute gibt es die 2. Hälfte der Alnatura Hirsepfanne mit Getreideflocken und Milchpulver. Das schmeckt deutlich besser als die pure Hirsepfanne. Isla del Navarino, nachts Regen, ab 5:00 Sturm, 3°C um 7:00 Uhr Mi 1.3.17 Gut, dass ich mir ein schönes Plätzchen im Wald gesucht habe. Der Sturm ab 5:00 Uhr war echt heftig. Um 8:00 kommen Anne und Max vorbei. Sie haben mich eingeholt, obwohl sie noch eine Nacht in der Windhound Bay verbracht haben. Naja, kein Wunder, wenn man erst um 10:00 loswandert. Ihr Zelt wurde in dieser Nacht von dem Sturm komplett zerlegt. Die Stangen sind gebrochen, der Stangenkanal ist aufgeschlitzt und das Zelt hat noch weitere Beschädigungen. Sie konnten das Zelt nur noch mit Mühe abbauen. Totalschaden - erstaunlich für ein 3 Personen Tunnelzelt (Kaitum?) von Hilleberg! Ich breche wieder um kurz vor 10:00 auf. Der Abstieg heute ist nicht so der Hit, was aber auch am Wetter liegt. Ab und zu hat man einen schönen Blick auf den Beagel Kanal. 2 Mal gibt es einen Graupelschauer und später regnet es ununterbrochen. Um 12:00 bin ich an der Straße angekommen und beschließe die restlichen 7km auch noch zu wandern. Dann habe ich wirklich den Circuito vollendet! Die Strecke an der Straße ist gar nicht hässlich! Um 13:00 komme ich an und werde von Anne und Max begrüßt. Wir beschließen heute Abend Empanadas essen zu gehen. Max schenkt mir noch seine alte undichte Rucksackhülle. Damit kann ich den Rucksack für den Flug verpacken – genial! Weil es den ganzen Nachmittag regnet ist relaxen angesagt. Puerto Williams, Regen, Regen, Regen Do 2.3.17 Auch heute: Relaxen! Cecilia wäscht meine Klamotten, ich kaufe Proviant für die nächste Tour ein, plaudere, trinke Kaffee, plaudere und mache Siesta. Außerdem besuche ich das sehr interessante Museum, das für ein 2000 Seelen Dorf riesig ist. Leider sind alle Beschreibungen auf Spanisch. Am Abend trifft sich das ganze Hostel, wir kochen gemeinsam, trinken Wein und unterhalten uns über Gott und die Welt. Es wird ein toller, lustiger Abend. Puerto Williams / Ushuaia, Regen Sa. 4.3.17 Am nächsten Tag wache ich schon um 7:00 auf, packe und wir sind pünktlich um 9:00 beim Bus. Erst einmal geht es 1,5h mit dem Bus nach Puerto Navarino und von dort in 30min über den Beagle Kanal nach Ushuaia. Nach den Zollformalitäten gehe ich in das gebuchte Zimmer (Luxus: Blick über ganz Ushuaia). Am Nachmittag schlendere ich ein wenig durch die Stadt, die erstaunlich wenig zu bieten hat. Als es zu Regnen anfängt gehe ich zurück ins Zimmer und trockne mein Boot und mein Zelt. Ushuaia, bewölkt aber trocken Sa. 4.3.17 Da mir mein Knie immer noch Probleme macht, lasse ich es auch heute ruhig angehen und sehen mir die Stadt und 2 Museen an. Die Museen sind ganz OK. Außerdem viel gelesen, Emails gecheckt, TULF gecheckt. Am Abend geht es in die Estancia und ich gönne mir das volle Programm: Lamm, Rind und Beilagen bis zum Abwinken. Ushuaia, bewölkt aber trocken So. 5.3.17 Habe alles in Ruhe gepackt, habe noch Postkarten gekauft (Porto nach D: 4,5€ !!!) und bei Tante Sara Kaffee getrunken. Um 12:30 nehme ich ein Taxi zum Flughafen, alles klappt wie am Schnürchen! Noch ein paar Worte zu Ushuaia: Die Stadt war vor 30 oder 40 Jahren bestimmt ein Abenteuer. Viel zu sehen gibt es nicht. Es gibt eine Hauptstraße bzw. Touri-Einkaufsmeile, 3 mäßig interessante Museen und ansonsten eigentlich nix. Außer natürlich der wirklich beeindruckenden Landschaft um Ushuaia. Aber die Stadt ist voll mit Touristen, von denen einige bestimmt viel Geld bezahlt haben um hierher zu kommen. Sie wirken etwas enttäuscht. Die Stadt zehrt halt doch noch sehr von dem (längst vergangenen) Mythos des Abenteuers und der Polarexpeditionen. Fahrten in die Antarktis sind übrigens ab 4500 US$ zu haben. Bin jetzt in El Calafate angekommen und es regnet leider. Im Bus nach El Chalten schlafe ich ein wenig und die 3h Fahrt vergehen recht schnell. Ich übernachte auf dem Campingplatz El Relincho – sehr einfach aber netter Aufenthaltsraum und nette Leute.
  14. Feuerland und Patagonien 2017 Teil 1

    So, jetzt gibt es endlich meinen Reisebericht zur Patagonien- / Feuerlandreise Anfang diesen Jahres. Die Ausrüstung für die Tour ist großteils selbst gebaut. Beschreibungen dazu findet ihr im MYOG Bereich. So nun geht´s los: Hamburg / Paris So, 19.2.17 Mann, Mann, Mann, was für eine vorfreudige Aufregung! Habe ich an alles gedacht? Alles dabei? Alles vorbereitet? Um kurz vor 13:00 ruft Carlo an und wir verabreden uns um 15:00 am Flughafen. Vorher noch einen Kaffee trinken und letzte Dinge besprechen. Kurz nachdem ich am Flughafen ankomme treffe ich auch schon Carlo und Walter. Freut mich total, dass die beiden extra zum Flughafen sind, um mich zu verabschieden. Schöner Flug nach Paris. In Paris kann ich mich 2 ½h auf eine Bank legen, das tut vor dem langen Flug gut! Weil das Gate kurzfristig an das andere Ende des Flughafens verlegt wird, komme ich doch noch zu meiner sportlichen Bewegung. Der Flug ist echt OK und ich kann gut 6h schlafen. Ich habe einen bequemen Platz (30€ Aufpreis) wo ich mich komplett ausstrecken kann. Ich komme um ca. 10:00 vormittags recht fit an. Santiago de Chile, tagsüber zwischen 32-35°C Mo 20.2.17 Die Chilenen sind sehr nett und hilfsbereit! Erst einmal Geld geholt und dann ein Taxi genommen. Nach dem Flug habe ich keine Lust auf irgendwelche Abenteuer mit dem Minibus. Die Taxifahrt hat 50min gedauert, weil der Taxifahrer die Adresse nicht finden konnte. Um 12:00 Uhr bin ich dann endlich im Zimmer, das allerdings leider noch belegt ist. Also erst einmal zu Mittag essen (Bohnen, Reis, Salat) und dann das Zimmer beziehen. Nach einer kurzen Siesta geht es in die Innenstadt. Wenn man Links und Rechts verwechselt ist der Weg zur Metro ganz schön weit! Wenn man es richtig macht sind es 10min. Nach einer ¾h und 4-mal Fragen habe ich endlich die Metrostation und ich fahre ins Zentrum. Santiago ist jetzt nicht so der Hit aber es gibt einige ganz nette Ecken. Dank Globalisierung sind mir wenigstens die Preise vertraut: Ein Café con Leche mit einem Stück Apfelkuchen: 6,50€. Besonders gut hat mir der Park am Cerro Santa Lucia gefallen. Sehr liebevoll angelegt, eine Oase in der Hauptstadt. Die Stadt und auch das Stadtzentrum sind sehr weitläufig und ich bin insgesamt 5h zu Fuß unterwegs. Leider haben sowohl der Mercato Central als auch das „Aqui esta Coco“ (Restaurant) geschlossen – Schade! Nach dem ausgedehnten Spaziergang und dem langen Flug bin ich restlos KO und ich esse an einem kleinen Platz in einer Bar. Ich lasse mich überraschen, was ich da bestellt habe. Der Kaffee in Santiago ist übrigens wirklich gut: Stark, haut aber nicht auf den Magen. Leider wird das der letzte gute Kaffee sein, den ich bekomme. In Feuerland ist der Kaffe nicht besonders und in Argentinien leider grauenhaft. Santiago de Chile, tagsüber zwischen 32-35°C Di 21.2.17 Frühstück ist einfach: 2 Eier zum selber braten, dazu Toast. Heute nehme ich den richtigen Weg zur Metro. Vorher buche ich über Uber für morgen die Fahrt zum Flughafen. Ich komme gerade noch rechtzeitig zur Stadttour angejoggt. Die Tour dauert 3h ist super interessant und man gibt am Schluss ein (anständiges) Trinkgeld. Es ist eine alternative Stadttour über die Märkte, der nördliche Teil des Zentrums und den Zentralfriedhof (!). Man erfährt auch einiges zur Geschichte vor allem zur jüngsten Geschichte seit Präsident Allende und dem Putsch durch Pinochet. Super spannend und sehr empfehlenswert! Danach einen Meeresfrüchteeintopf im Tio Willy im Mercado Central und dann weiter zum Cerro Christobal. Für die Seilbahn müsste ich mindestens 1h Schlange stehen und so spaziere ich auf Berg. Bei der Hitze ist das echt anstrengend und ich freue mich schon auf das kalte Feuerland. Aber der Blick auf die Stadt belohnt den schweißtreibenden Aufstieg. Auf dem Rückweg stärke ich mich noch mit einem Mote con huesillo – sehr lecker! Leider kann ich keinen Platz im Peumayen reservieren – Reservierungen werden so kurzfristig nicht mehr angenommen, aber ich soll einfach um 19:00 dort sein und mein Glück versuchen. Schlendere danach noch ein wenig durch die Stadt un um 19:00 bin ich wieder im Peumayen. Yesss! Habe einen wunderbaren Platz im überdachten Innenhof bekommen, ich finde sogar einen der besten Plätze. Danach gibt es ein Abendessen der Extraklasse: traditionelle chilenische Gerichte der unterschiedlichen Ureinwohnerstämme neu interpretiert – Alles in Allem gehobene moderner Küche. Nach einem Pisco Sour als Aperitif gab es zum Einstieg 6 verschiedene Brotvariationen. Danach gemischte Vorspeisen. Als Hauptgang ein sehr zartes, köstliches Steak vom Pferd auf einem heißen Stein, danach 8 verschiedene Nachspeisen. Santiago de Chile, nachts 30°C Mi 22.2.17 Habe bei dieser Hitze nicht besonders gut geschlafen. Uber ist super, alles funktioniert reibungslos. Am Flughafen dann leider ein Komplettchaos, weil Sky Airlines das IT-System umstellt. Aber nach 1h warten habe ich meine Boardkarte mit einem Fensterplatz. In Punta Arenas angekommen nehme ich ein Taxi ins Hostel, von dort aus gehe ich gleich ins Reisebüro. Ich habe Glück, um 16:00 fährt ein Boot zur Pinguinkolonie auf der Magdalena Insel. Die andere Kolonie, die man per Straße erreichen kann ist um diese Zeit im Jahr schon verlassen. Die 60€ lohnen sich auf jeden Fall: Eine schöne Bootsfahrt von 2h zur Insel, 1h auf der Insel und 2h wieder bei Sonnenuntergang zurück. Die Pinguine sind echt putzig und sehr fotogen! Punta Arenas finde ich recht hässlich, gut dass ich nur eine Nacht bleibe und es morgen wieder weiter geht. Puerto Williams, Tolles Wetter, leichter Regen am späten Nachmittag Do 23.2.17 Der Flug war perfekt, ich Sitze auf Platz 1A und die Sicht auf Ushuaia und die Berge ist atemberaubend. Ich kann auch den ganzen Beagelkanal überblicken und sehe jede Menge Gletscher. Am Flughafen werde ich von Cecilia freudig begrüßt und dann geht´s auch schon zum Campingplatz. Naja Campingplatz, eigentlich ist es Cecilias Garten. Aber mit der Hütte, in der sich 2 Bäder, eine Küche und ein großes Wohnzimmer befinden ist es zwar einfach aber sehr gemütlich und familiär. Puerto Williams hat für einen so kleinen Ort doch einiges zu bieten: Das Café am Hafen ist sehr schön, leider haut mir der Kaffee auf den Magen. Ein tolles Museum mit Internet und ein paar kleine Restaurants. Bei der Polizei melde ich mich schon mal für die Dientes del Navarino Tour ab, dann muss ich das morgen nicht mehr erledigen. Die Leute auf dem Campingplatz sind sehr nett: Julien ist ein netter Franzose, der komplett von meinem MYOG Packraft begeistert ist. Er überlegt ob und wie er auf seiner noch mehrmonatigen Reise ein Packraft bauen kann. Ich schicke ihm noch meinen Bauplan. Von Anne und Max bekomme ich einen Geburtstagskuchen und Cecilia bringt noch 2 große Lachse und einen anderen Fisch, aus dem die Franzosen ein tolles Abendessen zaubern. So feiern wir meinen Geburtstag noch bis Mitternacht – unvergesslich! Dientes del Navarino, super Wetter – Sonne pur, morgens 6°C Fr 24.2.17 Um 9:00 geht es los und Cecilia bringt uns zum Trailhead. Vorher wiege ich meinen Rucksack noch an einer Kofferwaage: 11,3kg inkl. Packraftausrüstung und Verpflegung für 7 Tage. Das ist echt gut und passt ganz gut zu meiner Packliste, die 10,9kg errechnet hat. Der Trail ist sehr schön, mache viel Fotos und genieße das tolle Wetter. Ein gelungener Start für die erste Tour. Meine geplante Etappe schaffe ich gut und um 18:00 baue ich das Zelt auf. Jetzt noch ein wenig schreiben und dann kochen. Das Wetter auf Feuerland ist recht wechselhaft. Nachts nimmt der Wind zu und die Böen haben schon fast Sturmstärke. Ich hatte schon ein wenig Angst um mein Zelt, aber es hat mich nicht im Stich gelassen! Später setzt Regen ein. Ich versuche das Zelt bei den starken Böen ein wenig abzustützen. Jetzt muss das Zelt wirklich halten! Dientes del Navarino, super Wetter – auf dem Weg zum Gipfel etwas Regen Sa 25.2.17 Ich breche nach dieser aufregenden Nacht erst um 10:00 auf – ohne Früstück. Das Frühstück hole ich in einer windgeschützten Senke kurz unterhalb des Gipfels nach. Der Regen hat auch aufgehört und ich kann eine schöne Pause einlegen. Kurz vor dem Abstieg durch einen Wald kann man bis zur Inselgruppe von Kap Hoorn sehen – Wow! Beim Abstieg, der eines der schwierigsten Wegstücke sein soll, verliere ich leider den Weg und muss mich durchs Unterholz schlagen und 1000 umgefallene Bäume überklettern. Sehr unangenehm und dann rutsche ich in einem besonders steilen Teilstück aus verdrehe ich mir auch noch das Knie. Gut dass ich einen leichten Rucksack habe. Kurz vor dem Fluss finde ich den Weg wieder und es geht gemütlich flach das Tal entlang, bis ich unter einem Baum durchkrabbel und plötzlich vor einer Hängematte stehe. Ich bin bei der Hütte angekommen und es ist erst 14:00. Toll ein halber Tag um die Gegend zu erkunden. Anne und Max sind auch schon da und haben bereits ihr Zelt aufgebaut. Ihr Platz letzte Nacht war wohl weniger geschützt und sie haben einen Riss im Außenzelt und einen im Innenzelt bzw. im Boden. Aber so ein Hilleberg lässt sich gut reparieren. Die Hütte hat einen Ofen und die beiden heizen schon mal schön ein. Vorher versuchen wir zu fischen, geben aber schon nach einer halben Stunde wieder auf. Den Versuch zu Paddeln muss ich auch recht schnell wieder aufgeben. Der Wind hat inzwischen kräftig zugelegt und inzwischen schon fast Sturmstärke. Das wird mir mit dem Packraft schnell zu viel. Am Abend kochen wir noch gemeinsam und gehen früh schlafen. Isla del Navarino, super Wetter aber windig So 26.2.17 Wache schon um 7:30 auf und bin froh in der Hütte übernachtet zu haben. Die Nacht war sehr windig. Aber jetzt am Morgen wird der Wind schwächer. Ich mache erst einmal einen Kaffee und probiere dann fast bei Windstille mein Packraft aus. Ich paddle bei herrlichem Wetter eine gute Stunde – ein Traum geht in Erfüllung! Ich überlege, ob ich noch weiter bis zur Küste wandern soll, entscheide mich aber dann doch dagegen. Ich breche kurz nach 12:00 auf und mache mich auf den Rückweg. Mein Knie schmerz noch ein wenig von dem gestrigen Ausrutscher. Da mir dieses angeschlagene Knie schon mal eine Wanderung in Grönland verdorben hat habe ich mich für die sichere Variante entschieden und bin nicht weiter zur Küste gewandert. Ich bereue die Entscheidung nicht! Der Rückweg ist herrlich und ich genieße das tolle Wetter und lasse mir Zeit. Kurz nach 17:00 komme ich an meinem alten Zeltplatz an, beschließe aber noch ein wenig weiter zu gehen. Kurz darauf entdecke ich eine winzige aber ebene Fläche im Wald. An dieser windgeschützten Stelle bleibe ich! Vorher muss ich aber noch zurück und Wasser holen. Der Wind frischt wieder auf und um 19:00 wird es so kalt und windig, dass ich mich zum Schreiben ins Zelt setze. Ich bin froh, dass ich im Wald zelte!
  15. Neuer Rucksack für Solotouren

    Hallo Banned, danke dass du mich erinnerst, ich finde Langzeiterfahrungen auch immer sehr wichtig und interessant. Der Rucksack ist für mich nach wie vor optimal. Ich habe ihn auch in diesem Jahr bei meiner Patagonienreise (Reisebericht folgt, ist versprochen) verwendet. Ich gehe mit dem Material recht sorgsam um. Daher kann ich an dem Rucksack noch keinen Verschleiss erkennen. Das 90g Material finde ich persönlich perfekt. Es ist zwar schwierig zu verarbeiten hat aber eine so dermaßenn hohe Reißfestigkeit, dass Schlutergurte oder Hüftgurte auch bei grober behandlung nicht aussreißen. Nur die Abriebfestigkeit ist eingeschränkt, was an meinem Rucksack allerdings noch nicht zu sehen ist. Insgesamt kenne ich keinen robusteren Stoff in dieser Gewichtsklasse. 2 Negativpunkte gibt es allerdings: - Eine Erwartung die sich nicht erfüllt hat ist die Wasserdichtigkeit. Ich hatte das Material getestet und geglaubt es sei wasserdicht. Ist es leider nicht, so dass man unbedingt einen Liner verwenden sollte. Der ist bei mir gleichzeitig der Pumpsack für mein Packraft und aus 36g Sinylon. - Das Material nimmt Schmutz / Staub auf, der sich nicht einfach wegwischen lässt. Ist allerdings nur ein optisches Problem, aber mein weinroter Rucksack sieht auf Touren doch immer sehr staubig aus. Naja mich stört es nicht. Ansonsten passt die Konstruktion zu meinen Touren. Die beiden Carbonstangen bringen zwar nicht die Welt, versteifen aber den Rucksack und er ist damit doch angenehmer zu tragen. Nur die Befestigung der Hüfttaschen ist noch nicht optimal, beim nächsten Rucksack werde ich da mehr Hirnschmalz reinstecken. LG Erik
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