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Ultraleicht Trekking

ULgeher

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  1. Ich hatte auch mal eine Apex-Quilt, genäht mit einem Kit von Ray Jardine. Das war eines meiner ersten Projekte. Der Quilt selbst hatte 2 Lagen 133er-Apex und war bis 0 Grad unterm Tarp ok (hatte ihn vor allem in den Alpen im Einsatz) und was Feuchtigkeit anging völlig unproblematisch. Das Packmass war für mich aber wirklich ein Problem. Das Apex lässt sich zwar komprimieren, federt aber unglaublich "zurück", anders als Daune, die wenn zusammengedrückt nicht sofort zurückspringt. Wahrscheinlich wäre ein Kompressionssack für das Apex gut geeignet. Aus Restbeständen habe ich mir dann noch einen Sommerquilt mit einer Lage 133er genäht. Allerdings ist der nun wieder so kühl, dass er selbst im Sommer im Flachland manchmal eher auf der kühlen Seite ist. Aufgrund dieser Erfahrung würde ich für Null Grad mindestens einen 200er-Quilt nehmen. Volumen einsparen kannst du eigentlich nur, indem du den Quilt knapp bemisst (Länge, Breite). Apex ist sehr haltbar, allerdings nur, wenn man es beim Ein- und Auspacken des Quilts nicht "zerzaust". Ray Jardine hat deshalb in seinen Quilts so alle 30 cm eine Querverbindung von Ober zu Innenseite mit einem Wollfaden. Wie das aussieht, siehst du hier: https://www.rayjardine.com/ray-way/Quilt-Kit/index.php Ich bin deshalb ein wenig skeptisch bei Quilts, die riesige Flächen ohne Kammern oder solche Querverbindungen haben. Das mag anfänglich gut gehen, aber die Lebensdauer nimmt sicher schneller ab. Ray schreibt in einem seiner Bücher, er habe genau dies ausprobiert (mit und ohne Wollfäden), und der Quilt ohne Fäden sei schnell hinüber gewesen. Er schreibt auch, man solle den Quilt beim Auspacken eher "rausschütteln" als rauszerren, da man sonst das Apex zerzause. Ray ist sicher eine streitbare Person, aber bei diesem Thema kennt er sich bestimmt aus. Er war mit diesen überall unterwegs, inkl. der Antarktis. Trotz den Feuchtigkeitsproblemen bin ich unterdessen wegen des Packmasses fast nur noch mit Daune unterwegs. Wenn Apex komprimierbarer wäre, würde ich aber gerne die paar 100g Mehrgewicht auf mich nehmen.
  2. Ich glaube, in diesem Fall ist einfach die Preisgrenze das Problem. Für etwas mehr Geld wird man schon Auswahl und Beratung erhalten, aber ein kleiner Händler wird halt keine Decathlonpreise anbieten können. Die Preise für die Waren in D und CH haben sich stark angeglichen, und deutsche Händler haben unterdessen auch Niederlassungen in der Schweiz (z.B. Rose), aber Personal und Mieten sind wohl deutlich höher, was besonders bei Kleingeschäften einen Rolle spielt. Auch werden diese Kleingewerbler das Billigsegment nicht bedienen, da hier einfach die Marge zu tief ist wenn sie noch Beratung und Anpassung liefern müssen.
  3. Das ist schon sehr merkwürdig... Brauchst du denn eine sehr spezielle Rahmengrösse? Das sehe ich auch so. Ich bin sehr viel mit Seilzugbremsen gefahren, und der Umstieg auf Hydraulikbremsen (damals Magura) war ein Segen. Allerdings sehe ich auch, dass wenn du total zivilisationsfern unterwegs bist, im Falle eines Falles mit der Seilzugbremse besser dran bist. Ich habe schon diverse Fahrräder gehabt (v.a. Reiseräder, aber auch Rennräder und MTBs); diese habe ich beim Händler gekauft, selbst aus Komponenten zusammengebaut (inkl. Räder einspeichen), oder online bestellt und angepasst. All das geht, aber: ein Fahrrad muss "passen". Das ist das Allerwichtigste! Ob du lange und bequem fahren kannst, hängt häufig am wenigen Zentimetern Geometrieunterschied. Das ist viel entscheidender, als Details in der Komponentenauswahl. Ausser bei der Sattelhöhe erfordert die Feinabstufung häufig einen Austausch von Komponenten (z.B. Vorbau, Lenker etc). Und auch das geht nur, wenn die Geometrie des Rahmens bereits ungefähr stimmt. Ich würde deshalb nur online bestellen, wenn du relativ genau weisst, was du benötigst, und gewillt bist, selbst zu Schrauben (und allenfalls Komponenten auszuwechseln) falls etwas nicht passt. Das kostet aber natürlich zusätzlich. Diese Dinge (Beratung, Ausmessen, und Fahrrad anpassen bis es "passt") sollte jeder einigermassen vernünftige Händler für dich übernehmen (aber die Beratung und der Aufwand, ein Ladengeschäft zu betreiben, kosten natürlich am Ende etwas). Zum Material: Alle schauen aufs Gewicht, aber die Dämpfung von Vibrationen ist ein häufig unterschätztes Merkmal. Wenn du stundenlang auf dem Rad hockst und über rauhen Asphalt fährst, spielt das komfortmässig eine grosse Rolle. Ich persönlich würde z.B. Alurahmen nur in Kombination mit einer gut dämpfenden Gabel wollen (z.B. eine Starrgabel aus Stahl, die genügend "nach vorne" gekrümmt ist). Beim Decathlon-Rad federt da wohl v.a. der Reifen und der Lenker (und dieser wiederum am meisten, wenn du ihn an den Enden greifst). Gabel und Rahmen sehen eher gnadenlos aus. Persönlich würde ich einen Lenker bevorzugen, dessen Enden etwas weniger nach aussen gestellt sind. Aber auch hier: Probefahren! Zum Preis: Heutzutage ist die Preisspanne für Reiseräder nach oben praktisch offen. Gewisse Dinge sind aber vollkommen entbehrlich. Auf der anderen Seite wirst du im Billigsektor aber Komponenten antreffen, die nicht sehr langlebig sind (z.B. Schaltwerke, die mit der Zeit und unter Verschmutzung ausleiern). Mit einem guten Mix kannst du hier aber trotzdem eine gute Qualität bei vernünftigem Preis haben (z.B. günstigere Naben, Tretlager und Kurbeln, aber gute Schaltwerke und -Hebel). Viele Hersteller "schummeln" da ein wenig und nehmen bei gut erkennbaren Komponenten solche, die höherwertig sind und vom Käufer als solches "erkannt" werden, sparen dann aber beim unsichtbaren Rest. Das muss nicht verkehrt sein, aber es lohnt sich, die Liste der verbauten Komponenten genauer anzuschauen.
  4. Wenn du sehr leicht unterwegs bist, würde ich ein Gravel anschauen. Wenn du aber eher lange Touren abseits mit viel Gepäck unternimmst, würde ich eher ein "vollständigeres" Rad suchen. Als jemand, der früher seine ganzen Ferien auf dem Reiserad verbracht hat und manches Rad auch selbst aus den Komponenten zusammengebaut hat, ist mein Tipp, das Fahrrad auf jeden Fall Probe zu fahren, um herauszufinden, was für dich stimmt. Ob ein Rad "gut fährt" hängt nicht nur vom Gewicht ab. Nicht zuletzt ist auch die Geometrie sehr wichtig, und dass der Rahmen seitwärts steif ist und nichts "wackelt" (Gepäckträger usw). Vertikal ist ein Material, dass dämpft, aber wiederum gut (Gabel z.B., oder Laufrräder, die "vernünftig" eingespeicht sind). Vieles ist aber sehr individuell. Für mich z.B. ist ein eher kurzer Rahmen mit einem Rennradlenker mit Enden, die relativ weit zurückreichen, das Richtige. Mit anderen Lenkern habe ich immer nach einer gewissen Zeit Probleme gehabt (Ellenbogen, Handgelenke). Wenn man tagelang viele Stunden auf dem Rad sitzt, spielen solche Dinge eine grössere Rolle als ein Kilo mehr. Ich würde schauen, dass du am Rahmen Ösen hast, wo du später vielleicht mal ein Schutzblech, Lowrider, oder was auch immer befestigen möchtest. Schutzblech: Da brauchst du genügend Platz für, gerade wenn du mal mit dickeren Reifen fährst. Ich würde für eine Reiserad Kette nehmen. Die sind halt nicht dafür gemacht, voll ausgerüstet zu werden. Ist halt eher Richtung Rennrad (früher gabs die Querräder, das ging schon ein wenig in der Richtung)
  5. Ja das stimmt, wobei die meisten Stoffe nicht dermassen steif sind. Ausser vielleicht Laminat wie X-Pac. Das ist bei Verstärkungsmaterial wie PE-Platten natürlich anders. Was aber hilft, scheint mir, ist am Hüftgurt zwei Bänder zu haben, einen oben und einen unten, und dann auf dieselbe Schnalle laufen zu lassen. So sind oberer und unterer Rand des Hüftgurts "gespannt" und können den Rand des Beckenknochens, wenn er denn raussteht, umgreifen. Grundsätzlich scheint mir, dass wenn wirklich Last nach hinten übertragen werden soll wie bei einer Tragkraxe, das Material extrem steif sein müsste. Wenn es nur wenige cm nachgibt, ist der Effekt wohl dahin. Somit bleibt eigentlich nur die Option, den Rucksack so an den Rücken zu ziehen, dass er hinten "aufliegt" (auf dem "Lumbar pad"), oder durch Reibung nicht runterrutscht. Die Entlastung der Schultern ist dann vergleichsweise einfacher.
  6. Oder eben in der Verstärkung, wie um Bild von Marieke, welches ich oben im Thread verlinkt habe:
  7. Ich habe eine ältere Version davon, da gehen die Fasern kreuz und quer ohne klares Muster drüber. Dieses hier kommt dem, welches ich habe, am nächsten: https://www.extremtextil.de/segellaminat-x301-aramid-x-ply-und-polyester-transparent-schwarz-rohgelb-170g-qm.html Im Grunde wird aber jedes Laminat gehen, z.B. X-Pac. Das entscheidende ist einfach, dass es nicht ein Gewebe ist, das man zum Parallelogramm "verschieben" kann.
  8. Osprey Hüftgurt (habe ich selbst aber nicht): Scheint es auch noch zu kaufen zu geben: https://www.amazon.co.uk/Osprey-Isoform-cm-Hipbelt-Womens/dp/B0BR4BM3Q5
  9. Ich glaube, dass das Entscheidende ist, dass der Hüftgurt nicht vom Rechteck zum Parallelogramm werden kann (also quasi "Absacken" kann). Mit den "Querverstrebungen" durch das Laminat ist das viel weniger möglich. Es müsste sich quasi "aus der Ebene" herausdrehen und einfalten, aber das kann es ja nicht, da es ja an den Körper gepresst wird (mit dem Eva dazwischen). Bei PE ist da recht ähnlich, obwohl das natürlich ein wenig steifer ist. @Mia im Zelthat, soweit ich mich erinnere, mal ein Tischset aus weichem Kunststoff für genau diesen Zweck eingesetzt, da sie gerade kein PE vorrätig hatte. Denselben "Trick" verwende ich auch für Schultergurte, welche nicht gerade sind. Die "Kurve" am Ende wird sonst allzuleicht wieder gerade gezogen, und mit einem Stück dieses Aramids im gebogenen Teil geht das schon viel besser. Und eben, das Aramidverstärkte Laminat lässt sich ganz gut wenden, jedenfalls wenn die Ecken ausgespart bleiben.
  10. Ich habe so was auch schon versucht, und das hat nicht besonders gut funktioniert. Auch denke ich, dass die F$dem der Naht sich mit der Zeit einfach durch das PE hindurchfressen werden. Auch hatte ich immer wieden Fadenwirrwarr, da der Faden nicht sauber durch das Evazote gezogen wurde. Nylbond half da, und den Oberfaden nach jedem Stich manuell wieder straff zu ziehen. Was ich deshalb tue: Hüftgurt mit PE-HD versteifen (die äussere Lage), einfassen, und dann Evazote einschieben und ggf. mit ein paar Stichen in der Mitte fixieren. Alternativ eine Versteifung verwenden, die ein Wenden zulässt. Gerne nehme ich dafür das Aramid-verstärkte Gewebe von Extex. Damit das Wenden noch geht, sollte es aber nicht bis in die Ecken geführt werden. Nach dem Wenden dann das Evazote mit viel Geduld und Fluchen ein diese Hülle quetschen und ggf. mit ein paar Sticken fixieren. Allenfalls lasse ich die bauchseitigen Enden noch offen, das erleichtert das Einschieben des Evazotes, und schliesse das Ende dann am Ende, indem ich es "Einstülpe" und drübernähe. Etwa so:
  11. Zu diesem Fall hier, soweit ich das aus den Medien mitbekommen habe (ich habe das nicht aktiv verfolgt): Der Mord ist ja meines WIssens nicht beim Stealth-Campen geschehen, in der Art von der Täter überrascht das Opfer, während dieses schläft. Die zwei haben sich soweit ich das mitbekommen habe wahrscheinlich sogar unterhalten, und ev. zusammen einen Joint geraucht. Grundsätzlich bin ich auch gerne "unsichtbar", wenn ich alleine campe (also nicht in einer Gruppe) und nicht in der totalen Wildnis bin, wobei ich das eher aus Vorsicht/Prinzip mache als aus Angst. Auf der anderen Seite ist es natürlich besser, sichtbar zu sein, wenn tatsächlich etwas schiefgeht und man z.B. gesucht wird oder Hilfe benötigt. Aber ich gehe mit allen einig, dass diese Risiken wohl gegenüber anderen Gefahren gefühlt massiv überschätzt werden (ebenso wie das Risiko, von einem Tier attackiert oder gar gefressen zu werden), da wir Zivilisationswesen sind und es nicht mehr gewohnt sind, draussen zu sein.
  12. Beides ist verkauft, kann also verschoben werden.
  13. Gestern war ich ein paar Stunden bei -5°C mit leichtem Wind und ohne Sonne unterwegs, ohne Rucksack. Darunter trug ich ein dünnes Merinoshirt mit Halsreissverschluss, wiederum über einem dünnen Merino-Baselayer. Das war gerade ideal und gegen Ende der Tour als der Wind nachliess habe ich die Jacke ein wenig geöffnet. Die Kapuze habe ich auch ausprobiert. Für wirklich eisige Kälte wäre eine Kapuze mit kleinerer Öffnung vorne natürlich besser (also eine, deren Kragen über das Kinn reicht und deren Öffnung man zuziehen kann). Umgekehrt würde eine solche Kapuze um den Hals nicht mehr gut abschliessen, wenn die Kapuze nicht über dem Kopf getragen wird. da sie um den Hals zu weit wäre (da das Kinn ja noch reinpassen muss). So wie sie jetzt ist, schliesst die Jacke gut um den Hals, und wenn man die Kapuze nach innen klappt, wird der "Kragen" um den Hals sogar noch enger. Für mich ist der Schnitt perfekt. Die Jacke ist für mich vorne eher auf der langen Seite. Zum Rumstehen ist das ideal, da der Hintern teilweise noch in der Wärme ist, beim Gehen ist die Länge auch noch ok aber vorne eher etwas lang. Falls ich sie nochmals nähen würde, würde ich sie wohl zumindest vorne 5cm kürzer anfertigen, vielleicht auch hinten.
  14. Da mich das selbst wiederholt beschäftigt hat, habe ich mir das mit dem Druck in der Matte nochmals überlegt. Und ich denke, alle Berechnungen bisher sind nicht wirklich korrekt (auch meine eigenen früheren Überlegungen nicht). Hier eine Skizze dazu: Der menschliche Körper ist ja nicht ein starres flaches Gebilde, sondern besteht aus Teilen, die verbunden sind, aber mehr oder weniger unabhängig auf der Matte aufliegen. In der Skizze habe ich mal Kopf und Rumpf getrennt, und mit einem flexiblen Hals verbunden. Nehmen wir nun an, der Kopf hat ein Gewicht von 6kg und liegt auf einer Fläche von 10 x 10cm auf (zugegebenermassen wäre das ein etwas spitzer Hinterkopf). Das erzeugt einen Druck von 0.06 bar. Der Kopf wird durch einen entsprechenden Gegendruck in der Matte in der Schwebe gehalten. Das heisst, der Druck in der Matte ist überall 0.06 bar! Der Rumpf, hier mit 70kg auf 0.35m2 Auflagefläche angenommen, erzeugt nur 0.02 bar Auflagedruck. Das heisst, die Matte ist hier weniger durch den Körper belastet als am Kopf, und der Gegendruck zu den 0.06 bar in der Matte kommt durch die Starrheit der Kammern zustande (die Querverbindungen in der Matte halten der vertikalen Ausdehnung, die sonst erfolgen würde, "entgegen"). Am Ende bedeutet das, dass beim Liegen wohl der Kopf den Innendruck bestimmt. Wenn man hingegen auf einem Fuss auf eine voll aufgepumpte Matte stehen würde, und diese nicht durchdrücken würde, wäre der Druck recht hoch (z.B. 70kg / 100cm2 = 0.7 bar). Dasselbe könnte geschehen, wenn man mit Schwung absitzt, bevor man sich hinlegt. Insgesamt vermute ich deshalb, dass die Scherkräfte auf die Kammerwände bei der Eindellung am Kopf eine Rolle spielen, vielleicht kombiniert mit der Spitzenbelastung beim sich hinsetzen. Die Temperatur kann meiner Meinung nach keine sehr grosse Rolle spielen. Es wäre interessant zu wissen, ob diejenigen, die Delaminierung erfahren, die Matte sehr stark aufpumpen oder nicht.
  15. Das stimmt sicher so. Ich denke auch, dass nicht nur der Druck an sich sondern auch Scherkräfte eine Rolle spielen. Wenn die Matte nicht gleichmässig (plane Fläche) zusammengedrückt wird, treten wohl am Rand der produzierten Eindellung seitliche Scherkräfte auf, die die Querverbindungen ev von der Seite her beginnend ablösen könnten. Zum Reifenvergleich und dem Temperatureffekt: Ich denke, beides ist komplizierter. Wenn die Matte in eine starre, gut passende Kiste verpackt wäre, könntest du diese auf geradezu monströse Drücke aufpumpen, da dann keine Last auf die Kammern entstünde. Einen Fahrradschlauch ohne Pneu kann man eben nicht auf 8 bar aufpumpen. Umgekehrt ist die Temperaturrechnung zu einfach (pV = nRT), da das Volumen nicht konstant ist. Die Matte dehnt sich etwas aus, und damit ist der Druck am Ende nicht so hoch. Bei einer Temperaturänderung von 10 auf 30 Grad (was extrem ist) sind das aber nur 303K/283K=1.07, also 7% Volumenzunahme bei gleichbleibendem Druck, das ist nicht viel. Was in der Realität passieren dürfte, ist eine etwas kleinere Volumenzunahme (die man ja auch sieht!), verbunden mit einer geringen Druckzunahme. Auch müsste für eine 7% Druckzunahme die Matte im kalten Zustand absolut prall aufgepumpt gewesen sein, und das Material komplett unelastisch. (Ich selbst pumpe meine Matten nie prall auf, da sie mir dann unbequem sind) Dass die Delaminierung im Kopfbereich stattfindet, deutet für mich aber auf Scherkräfte als Ursache hin. Ein Kopf ist nicht so leicht, und man drückt wohl beim Rumwälzen auch schon mal kräftig mit dem Kopf auf die Matte bzw verlagert diesen Druckpunkt hin und her.
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