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Ultraleicht Trekking

ULgeher

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Alle erstellten Inhalte von ULgeher

  1. Wenn ein kleines Tarp, so würde ich so was wie hier bevorzugen. https://pbs.twimg.com/media/FE9r2FGXwAEoK_o?format=jpg&name=large
  2. Ist das jetzt eine Funktion des inReach oder Garmin, oder etwas, was ProteGear als "software layer" darüber anbietet? (indem beim Tracking, wenn es reinkommt, geschaut wird ob sich die Position verändert hat?) Ich frage, weil ich davon jedenfalls noch nie was gehört. Trotzdem hätte ich da Bedenken: Ich bezweifle den Nutzen so einer Funktionn nicht, besonders bei Tätigkeiten wie etwa Gleitschirmfliegen. Aber ich bin immer noch nicht überzeugt, dass dies nicht doch zu Fehlalarmen führen wird. Warnton hin- oder her (ich weiss auch nichts davon, dass mein inReach das könnte) gibt es viele Szenarien, bei welchen du ja nicht dauernd neben dem inReach hockst. Nehmen wir z.B. an, du machst eine Pause und gehst im See schwimmen und oder sitzt auf einem Felsen im See und geniesst Sonne und Aussicht, oder du holst vom Camp aus Wasser (ohne das inReach mitzunehmen), oder wäschst Kleider fernab des Camps an einem Ort, an welchem du das Wasser umweltschonend entsorgen kannst etc. Klar, wenn du das inReach wirklich *immer* bei dir trägst, wird das klappen. Bei mir ist das in solchen Fällen nicht der Fall. Da müsste ich jedes Mal daran denken, diese Funktion zu deaktivieren. Was Fehlalarme angeht, scheint mir dies sehr viel unsicherer zu sein als mein System, 1x pro Tag einen Preset abzusenden. Aber natürlich hast du damit wohl mehr Sicherheit. Ein anderer Aspekt ist, dass, wenn ich so eine Wanderung mache, ich bewusst nicht gefühlt dauernd an einer elektronischen Nabelschnur hängen möchte. Das inReach mit dabei zu haben und 1x am Tag kurz einzuschalten, fühlt sich bei mir stimmig an. Aber da muss jede/r herausfinden, was für ihn/sie gut ist.
  3. Nein, hat es nicht. Aber wie gesagt verwende ich es nicht zum Tracken. Mir reicht es völlig, 1x am Tag eine Preset-Meldung mit Position abzusenden, und die Möglichkeit eines Notrufs zu haben, wenn ich diesen benötige (war noch nie der Fall). Ich selbst möchte gar nicht mehr, und das auch nur, wenn ich alleine länger weiter weg unterwegs bin. (Dann wärst du wieder bei was Christian anprangert: du vergisst dein inReach am Rucksack, machst Pause, und es löst automatisch Alarm aus.)
  4. Da stimme ich nicht mir dir überein. Bei Skitouren in den Alpen z.B. ist es die Regel, dass man in einer Hütte übernachtet. Die wenigsten haben einen Biwaksack dabei [obwohl man das sollte, finde ich], und auch ein Biwaksack alleine ist eher ein Notbehelf und je nach Situation keine sehr sichere Übernachtungsvariante. Ausserdem bist du ja gerade nicht in der Hütte, *weil* etwas gründlich schief gelaufen ist und die Bedingungen schwierig sind (Unfall, sehr schlechte Witterung, oder was auch immer). Dann ist es häufig nicht so einfach, z.B. mal eben eine Schneehöhle auszuheben (hast du das schon mal versucht? Geeignetes Gelände zu finden ist häufig gar nicht so einfach, und mit den meisten Lawinenschaufeln Graben ist je nach Schneebeschaffenheit bereits sehr schwierig. Da bleiben noch die Skienden und Pickel, falls man welche dabei hat. Einfach ist das alles nicht, wir haben solche Szenarien geübt, und bereits in einer Übungssituation ist das je nach Ort anspruchsvoll). Hier geht es nicht darum, ob sich jemand überschätzt oder nicht, oder erst gar nicht in diesen Gefilden unterwegs sein sollte (das ist natürlich auch ein Thema und ein Problem, welches vermeidbare Rettungseinsätze zur Folge hat, da gebe ich dir recht). Ich denke, wir können uns hier darauf einigen, dass wir z.B. ein inReach rumtragen, nicht weil unsere Skills absehbar nicht genügen, sondern weil es eben Restrisiken gibt (z.B. Stein- oder Eisschlag, blöder Unfall etc), die *nie* vermeidbar sind, ausser du bleibst zu Hause. Und da finde ich ist das Szenario, dass man keinen Alarm schlagen kann (besonders wenn man alleine unterwegs ist) wegen Verletzung oder Materialverlust (Absturz, missglückte Flussdurchquerung o.ä.) eines, bei welchem nicht allzu lange gewartet werden sollte. Am Ende muss jeder ein Arrangement mit seinen Kontakten finden, welches funktioniert und vor allem gut abgesprochen ist. *Für mich* nehme ich in Anspruch, das Absetzen einer Positionsmeldung nicht zu vergessen und verantwortungsbewusst mit diesem Setting umzugehen.
  5. Das stimmt natürlich. Mir reicht aber die Sicherheit, das inReach überhaupt mit dabei zu haben, und zu wissen, dass jemand reagiert, wenn ich mich abends nicht melde. Falls ich wirklich in Schwierigkeiten geraten würde (extremes Wetter oder Gelände, verirrt, krank, verletzt, oder Materialverlust), würde ich wohl das Tracking einschalten oder zusätzliche Wegpunkte und "Ok" Meldungen als Presets senden, und v.a. auch eine Information, was meine Schwierigkeit genau ist und was ich vorhabe (dies alles ginge mit dem Apple-System übrigens nicht!). Früher bin ich ja auch ohne inReach und Handy unterwegs gewesen (allerdings selten alleine), und häufig auch ohne GPS, und da habe ich mich auch sicher genug gefühlt. Aber jetzt mit Familie (die auch gerne weiss wo ich bin), und in einer Lebenssituation, in der der Preis des inReach nicht mehr so dramatisch ist, schätze ich diese Möglichkeit trotzdem sehr. (n.b. bei Dauertracking ist womöglichdas Risiko von Fehlalarmen, wenn dieses zwischendurch mal ausfällt, am Ende grösser.)
  6. Da braucht es eben klare Abmachungen. Ich finde es aber absolut wichtig, in so einem Fall Alarm zu schlagen. Wenn trotz Vereinbarung kein Signal kommt, darf man das nicht ignorieren. Da ich der bin, der das geschrieben hat: Bei mir ist das Teil des Sicherheitskonzepts, und vergessen tue ich es definitiv nicht. Dass das inReach nicht funktionieren würde, ist sehr unwahrscheinlich, da ich es sehr pfleglich behandle und der Akku praktisch immer fast ganz voll ist (da ich es nur Abends kurz einschalte). Falls es doch nicht funktionieren würde, würde ich alles daran setzen, auf anderem Weg eine Meldung abzusetzen. Dafür steht ja schon ein wenig Zeit zur Verfügung (vielleicht ein paar Stunden), und ein Mobiltelefon habe ich ja auch noch. Je nachdem könnte ich damit z.B. irgendwo in die Höhe gehen und mich mit etwas Glück in ein Netz hängen. Dass das inReach kaputt ist und das Handy ebenfalls, oder das inReach kaputt und ich in einem grossflächiges Funkloch bin aus dem ich nicht rauskomme, ist jedenfalls sehr viel unwahrscheinlicher, als dass tatsächlich etwas geschehen ist und ich mich deshalb nicht melde. Und im Zweifelsfall ist ein unwahrscheinlicher Fehlalarm immer noch besser, als beim wahrscheinlicheren Ereignis eines Unfalls nicht zu reagieren. Vor langer Zeit bin ich mal im Winter in den Bergen unter unglücklicken Umständen steckengeblieben (in der Vor-Handyzeit), und damals wäre es absolut angebracht gewesen, sofort Alarm zu schlagen, als wir damals nicht rechtzeitig wieder im Tal angekommen sind. Dies geschah aber nicht. Eine Nacht im Hochwinter auf fast 3000m bei schlechtem Wetter kann schnell tödlich sein, auch bei bester Ausrüstung, und wenn jemand nicht planmässig ankommt, ist offensichtlich etwas nicht nach Plan gelaufen. Wir waren damals glücklicherweise in Sicherheit, aber "von Aussen" hätte man damals ganz klar annehmen müssen, dass dem nicht so ist. Ich war damals ziemlich erbost, dass keine Reaktion erfolgt ist. In so einem Fall darf meines Erachtens wirklich keine Zeit mit Zögern (warten wir noch einen Tag...) verschenkt werden. Bei Touren, bei welchen ich das inReach überhaupt mitnehme (normalerweise habe ich es deaktiviert und es bleibt zu Hause), bespreche ich die Tour vor meiner Abreise genau. Das beinhaltet, die genaue Routenbeschreibung und den ungefähren Zeitplan zu besprechen, und diese schriftlich mit Kartenmaterial zu Hause zu lassen. Ausserdem bespreche ich, wo ich allenfalls Probleme sehe und welcher Art die sein könnten, und eventuelle Exitrouten. Auch bespreche ich genau, welches Verhalten ich z.B. in einem Fall wie obigem von meiner Kontaktperson erwarte, und wie ich mich selbst je nach Situation verhalten würde. Ich finde, dass Vereinbarungen "fix" und detailliert sein sollten, so dass beide Seiten das Verhalten der jeweils anderen in solchen Fällen möglichst genau kennen und sich darauf verlassen können. Natürlich kann es dann im Fall der Fälle dann Abweichungen geben, aber Vereinbarungen machen die Situation berechenbarer. Aber ich gehe mit dir einig, dass man mit solchen Vereinbarungen verantwortungsvoll umgehen muss. Ich glaube, ich kann von mir sagen, dass ich ein umsichtiger und verantwortungsvoller Mensch bin und das tue.
  7. Für mich ist das Thema auch noch ein anderes; Redundanz. Redundanz vermeiden wir ja meist, um Gewicht zu sparen. Aber für eine sicherheitsrelevante Funktion wie hier ist diese mir die knapp 100 g extra wert. Wenn ich schon den Anspruch habe, ausserhalb des Mobiltelefonnetz immer noch eine zuverlässige Notfallkommunikation zu haben, die immer funktioniert, dann will ich mich nicht wieder auf dasselbe Gerät verlassen, welches in jedem Fall weniger robust ist, weniger Batterielaufzeit hat, und für viele andere Dinge eingesetzt wird (Photoapparat, Navigation, Kommunikation, Videokamera). Beim Kartenmaterial verlasse ich jedenfalls mich nie nur auf das Handy und habe immer einen kleinen Kompass und Kartenmaterial mit dabei. Im Alltag schaue ich dann aber aus Bequemlichkeit trotzdem meistens auf die Kartenapp (zur grösseren Routenplanung abends nehme ich meist lieber die Karten, da ich dort die bessere Übersicht habe). Entweder verlasse ich mich deswegen auf die Mobilnetzabdeckung und das Handy, und akzeptiere, dass diese streckenweise nicht gegeben ist. Oder mir ist es wirklich wichtig, mehr "Ausfallsicherheit" zu haben, und dann scheint es mir ähnlich wichtig, sich für den Fall eines kaputten oder verlorenen Handys abzusichern wie für den Fall eines Unfalls im Funkloch.
  8. Soweit ich mich erinnere, betreibt Apple (oder eine Drittfirma) ein entsprechendes Zentrum, genau wie Garmin auch mit dem GEOS oder wie es heisst. Das mag au h der Grund sein , dass der Dienst erst für Nordamerika verfügbar ist. Ich meine auch gelesen zu haben, dass dann eine 2-Weg-Kommunikation mit diesem Zentrum stattfindet. Also was dies angeht am Ende wohl wenig Unterschied zur Garmin-Lösung.
  9. Bei Mariposa steckt aber der U-Draht des Tragsystems im Hüftgurt drin (es gibt dort zwei Führungen dafür). Bei Flex Cap ist das genauso: Die untere Stange des Y steckt im Hüftgurt drin. Der Hüftgurt ist austauschbar, und im "Tunnel" unter dem Lumbar Pad durchgeschoben, und mit den Load Balancern seitlich in Position gehalten. Beide sind also im Prinzip gleich aufgebaut, wobei der Mariposa (nehme ich an) einfach "weicher" ist. Beim Flex Cap ist der Hüftgurt dermassen steif, dass die Lastübertragung extrem ist. Für mich ist das aber schon eher zuviel des Guten. Mir wäre ein etwas weicherer Hüftgurt lieber. Aber vielleicht gibt sich das ja noch mit dem Gebrauch. Der Exped (ich habe ihn mir ja unterdessen angesehen) ist da sehr viel schlechter... Was sieht man nicht? Ob alles passt? Da gebe ich dir recht, da hilft nur Ausprobieren. Mein Punkt war eher, dass auch gerade angenähte Gurte passen könnten, wenn der Winkel stimmt. Umgekehrt können auch schräg angenähte Gurte nicht passen. Ich schreibe dies aufgrund meiner Erfahrung mit dem Selbstnähen. Es ist wirklich schwierig, Abstand, Winkel etc. perfekt hinzukriegen. Aber je weiter unten der Schultergurt befestigt ist, desto mehr hat er die Möglichkeit, sich auf dem Weg rauf zur Schulter in den richtigen Winkel zu drehen. Auch ist dann der Zug auf der Innen- und Aussenseite des Gurtes automatisch ausgeglichener. Dtto bei einem weichen Gurt, oder einem, der über ein schmaleres Gurtband am Rucksackkörper befestigt ist (wie z.B. beim Flex Cap) .Wenn der Gurt nach wenigen cm aber bereits auf der Schulter aufliegt, dann ist die Chance, dass die Kante auf der Halsseite unangenehm drückt, recht gross.
  10. So wie ich das verstanden habe, muss mal diese Infos zuvor hinterlegen... Ist beim Inreach aber nicht unbedingt anders, für die SOS-Funktion hinterlegt man auch die Notfallkontakte u. dgl. Nicht auf Notruf beschränkt zu sein ist meiner Meinung nach der Vorteil des inReach. Wenn ich z.B. später oder woanders rauskomme, kann ich dies melden. Im Notfall bin ich von aussen erreichtbar (z.B. Unfall von Angehörigen), da bei jedem Einloggen z.B. bei abendlicher Positionsmeldung auch Meldungen empfangen werden können. Und eben: was ist, wenn ich im Regen irgendwo runterfliege... oder im Fluss Baden gehe? Überlebt mein Phone das überhaupt? Das inReach ist recht robust, und überlebt auch kürzeres Versenken im Wasser (IPX7), oder Stürze auf Steinboden. Ich selbst bin kein "Vielkommunizierer" - ich will das gar nicht. Aber selbst Abends den Übernachtungsplatz per Preset durchzugeben, bietet schon zusätzliche Sicherheit. Und sei's nur, dass das Ausbleiben einer solchen Meldung für Angehörige bedeutet, dass etwas *nicht* so ist, wie es sollte (erfordert natürlich Absprache: Bei mir bedeutet das, Alarm zu schlagen. Der Suchbereich ist dann Aufgrund der letzten Position und der vereinbarten Route schon etwas eingegrenzt) Minuten ja, Stunden bei mir nie. Ich habe mein Inreach normalerweise ausgeschaltet. Wenn ich einen Preset absende, dann mit Position. Das bedeutet, dass das inReach zuerst einen GPS Fix benötigt. Dies ist in meiner Erfahrung der Schritt, der am längsten dauert (da erst der Almanach mit der Position der Satelliten heruntergeladen werden muss [vom GPS Satellit, nicht via Iridium]. Das dauert im Wald z.B. schon mal, und hoch im Norden nochmals länger da dort die GPS Abdeckung schlechter ist. Beim Handy ist das besser, da es normalerweise den Almanach übers Mobilnetz holt [sog. A-GPS]). Sich im Iridium-Netz einzuloggen geht danach normalerweise recht fix. Die SOS-Funktion des inReach habe ich noch nie verwendet. Aber ich nehme mal an, dass es den Notruf schon absetzt, BEVOR ein GPS-Fix vorhanden ist.
  11. Ein teurer Hobo... Kennen tue ich ihn nicht, aber wenn du den in Erwägung ziehst, wäre vielleicht auch ein Caldera Cone eine Option? Gewichtsmässig ähnlich und wahrscheinlich vielseitiger. https://www.traildesigns.com/products/classic-ti-tri
  12. So wie ich das System verstanden haben, ist es eine reine Notfallkommunikation. Das Inreach ist da viel flexibler (Beliebige Adressaten, Presets, Wetter etc). Auch ist es mechanisch robust, der Akku hält lange etc. Das Apple-System ist aus meiner Sicht einfach ein Bonus (wenn was passiert besser als nichts mit dabei zu haben), aber als robuste Notfallösung untauglich.
  13. Dünne Stoffe kann man mit einer normalen Schneiderschere schneiden. Ein Trick ist dabei, den Stoff auf Zug zu halten (z.B. mit Knie oder Füssen auf die bereits aufgeschnittenen Enden stehen, und mit der anderen Hand nach vorne ziehen). So muss man die Schere nicht mal mehr auf- und zubewegen, es reicht einfach, der angezeichneten Linie entlangzufahren. Geht so auch mit dem Rollenschneider auf Unterlage besser. DxG und derlei Stoffe schneide ich - seit ich eine solche habe - am liebsten mit der microverzahnten Kevlarschere von ExTex. Zum Abschmelzen verwende ich gerne eine Alkoholflamme (ich habe ein Glasgefäss mit einem Docht dafür). Die Alkoholflamme brennt nicht so heiss wie ein Feuerzeug oder eine Kerze und der Toleranzbereich bis zum "Unglück" ist grösser. Der Alkoholbrenner ist übrigens so was wie hier.
  14. Ich würde das aber nicht generell als Ausschlusskriterium anwenden: Wenn der Rucksack exakt deine Rückenlänge hat, und die Riemen fast auf Schulterhöhe ansetzen (so wählt man einen Rucksack ohne Lastkontrollriemen ja aus), dann kann ich mir vorstellen, dass bei deiner Schulterform der Riemen auf der Halsseite einschneidet. Wenn die Riemen aber genügend unter Schulterhöhe angenäht sind, sollte es keine Rolle mehr spielen, wie sie angenäht sind. In beiden Fällen ergibt sich derselbe Verlauf über der Schulter. Die Lastkontrollriemen halten den Rucksack dann nahe am Rücken. Ich habe hier mal eine Skizzer versucht: violett = schräge Naht, rot = gerade Naht. Bei Flex Cap wirst du mit dem S/M z.B. eh die Lastkontrollriemen benötigen. Bei einem nur auf Leichtigkeit getrimmten Rucksack, werden die Riemen gerne weggelassen, dann muss die Rückenlänge aber exakt stimmen. Dann kann das Problem mit dem Einschneiden aber auch mit der schrägen Naht auftreten. Dann hilft wohl nur ein weicher Schultergurt. Und die Gurte sollten auf der Innenseite keinesfalls abgesteppt sein, das produziert scharfe Kanten. Im Grunde reicht es, dass der Hüftgurt in der Mitte weich ist. Das kann z.B. dadurch erzielt werden, dass das Verstärkungsmaterial in der Mitte eine Aussparung hat - das ist von aussen nicht sichtbar, hat aber diesselbe Wirkung, ohne die zusätzlichen Nähte.
  15. Das stimmt natürlich, bedeutet aber auch, dass der Rucksack "hinten aufsitzt". Die andere Möglichkeit ist, dass der Gurt das Becken umschliesst und mehr an der Seite greift. Beim Rumstöbern in den Kommentarspalten zum Flex Cap bin ich auf einen anderen interessanten Rucksack gestossen, der sehr anständig gebaut aussieht: https://seekoutside.com/flight-two/ Er ist schmal und hoch gebaut, und der Hüftgurt lässt sich in der Grösse offenbar anpassen... Müsste aber über den Teich bestellt werden.
  16. Interessant! Bei mir ist kein solches Netzt drin. Vielleicht hast du eine neuere Version? Ich habe lediglich einen Beutel für die Trinkblase, der ist aber nicht aus Mesh und recht klein. Der Beutel lässt sich rausnehmen, er ist mit flachen T-Verbindern eingehängt. Hier habe ich noch ein Bild gefunden mit dem Netz ganz aussen (gibt es bei mir aber nicht). Update: Ah, jetzt sehe ich, das ist sogar auf der Seite von Skurka beschrieben: A second shoulder strap pocket was added, bringing the total number of exterior pockets to seven. The internal hydration sleeve is double-duty: it can be used as an exterior mesh “shove it” pocket, the lack of which was a common complaint (among non-owners, at least). Weiter schreibt er: "I was disappointed that the harness was not more fundamentally designed, so that it more consistently wraps around the body. Currently, there’s a “wedge” between the hipbelt and lumbar pad. The problem is not exclusive to the Flex Capacitor — my ULA Catalyst shares the same flaw. This redesign would have required more time and testing." Das ist so, wenn ich den Hüftgurt anziehe ist hinten links und rechts des Kissens eine Lücke, in die ich reingreifen kann. Der Hüftgurt hält aber trotzdem gut.
  17. Das stimmt, da passt nicht sehr viel rein, und da der Rucksack seitwärts ausgefahren werden kann, hat die Deckeltasche eine komische Form. Für Dinge, die nicht allzu klein sind, und die man tagsüber benötigt, gibt es aber etwas Abhilfe: Wenn man den RV des Hauptfachs nur an der Seite gegen den Rücken aufmacht (so wie man es bei einem Deckelfach tun würde), und der Rucksack ordentlich gepackt ist, kann man einfach etwas oben auf den Stapel draufschieben oder rausnehmen. Vom Komfort her ist das ähnlich, allerdings nicht so "verliersicher". Dinge aussen draufpacken finde ich aber schon recht schwierig. Nehmen wir an, das Zelt ist komplett nass, und ich möchte es nicht zu den anderen Dingen hineinpacken - selbst mit Liner ist Wasser im Rucksack ja nicht lustig... Dann bleiben nur die kleinen Seitentaschen (diese sind aber wirklich klein, und dort ist vielleicht schon die Wasserflasche), oder die Kompressionsriemen aussen rum. Klar kann man da was drunterklemmen, aber ein unten geschlossenes Netz, wo keine Leinen rausbaumeln oder Dinge verloren gehen können, wäre schon besser. Das gilt auch für eine nasse Regenjacke, oder Socken, oder Abfall. Wahrscheinlich müsste man sich da einen entsprechenden Beutel mit geeigneter Befestigung nähen... Hier sieht man, wie andere Leute Dinge draufschnallen, und was das Problem ist: - klick! und klick!
  18. Hier ist meine Lösung des Rucksack-Problems. Mein Sohn ist zwar ein wenig älter, aber der Rucksack ist jetzt seit ein paar Jahren im Einsatz und hat sich sehr bewährt.
  19. Ich musste heute zufälligerweise vor einem Bergsportgeschäft lange warten da habe ich mir gedacht, ich schau mal mir mal den Exped Lightning genauer an. An Gewicht konnte ich nur 10kg reinpacken, da die dort nur quaderförmige Gewichte hatten, die ich nicht stopfen konnte. So konnte ich das Volumen des Rucksacks nicht voll ausnutzen. Zu meiner Überraschung empfand ich den Hüftgurt des Lightning als recht hart. Mich hat auch gestört, dass er vorne recht schnell schmal wird, und so durchaus vorne auf den Beckenkamm drückt bzw. den nicht so schön "umgreift". Der Hüftgurt des Flex Cap ist bestimmt nicht härter. Er ist allerdings wuchtiger, und nicht so beweglich am Rucksackkörper befestigt wie beim Lightning. Bei Lightning konnte ich ihn recht einfach dort hinschieben, wo ich ihn haben wollte. Mit Bauch ist der Lightning sicher bequemer, da der Hüftgurt nicht so hoch ist wie dem Flex Cap. Das Rückenpolster des Lightning fand ich übrigens auch weniger bequem als das des Flex Caps. Beim Lighting ist es doch recht wuchtig und sitzt auch recht hoch. Interessant war auch, dass der Lighting bei mir kaum nach vorne zog. Ich fand, dass das Gewicht insgesamt gut ausbalanciert war. Das kann aber auch daran liegen, dass ich einen schön kompakten 10kg-Quader im Rucksack direkt am Rücken anliegen hatte. Trotzdem hatte ich auch das Phänomen wie bei dir auf den ersten Photos: der Rucksack hat gegen den Rücken hin gebaucht und lag nicht gut am Rücken an. Mein Eindruck ist, dass der FC besser am Rücken anliegt und die Form behält. Was die Härte der Polster angeht, ist da kein grosser Unterschied. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die flexible Befestigung des Hüftgurt beim Lightning den Vorteil hat, sich besser an unterschiedliche Anatomien anzupassen. Was die Schultergurtbreite des Mariposa angeht: 7cm ist auch nicht extrem breit. Ich finde, es spielt auch eine Rolle, wie weich das Material ist. Ein weicherer Schultergurt fühlt sich nicht so breit an wie ein sonst gleicher aber härterer Schultergurt. Auch denke ich, ein weicherer Schultergurt wird sich besser an die Schulterform anpassen. Ich kenne den neuen Mariposa nicht. Beim alten waren die Schultergurte aber auf der weicheren Seite.
  20. Die pdf-Viewer okular und evince zeigen die .ps-Dateien direkt an. Auf der Kommandozeile kannst du mit ps2pdf <filename.ps> ein pdf-Datei mit demselben Namen erzeugen. Das Zeichenprogramm 'inkscape' kann ebenfalls Postscript-Dateien öffnen und dann kannst du damit machen, was du willst (auch Nachbearbeiten). Unter Windows sollte das mit den Viewern ebenfalls gehen. Sonst ist 'Ghostscript' dein Freund...
  21. Vielleicht hilft das weiter? https://angelmagazin.de/angelausruestung/fischwaage/ (bin kein Angler und besitze diese Waagen nicht. Ich selbst habe eine Voltcraft Hängewaage, welche aber nicht mehr hergestellt wird. Die Herausforderung mit diesen Waagen ist, sie beim Wiegen ruhig zu halten, falls man sie nicht irgendwo aufhängen kann)
  22. Der Flex Cap hat durchaus eine Vertiefung in der Mitte des Gurts, durch eine Naht ist diese Form auf der Innenseite noch betont. Ausserdem hat er hinten ein "Kissen", welches den Halt am Rücken verbessert. Der Verschluss vorne mit den doppelten V-förmig verlaufenden 40mm-Gurtenbändern hilft ebenfalls, den Hüftgurt oben und unten schön zuzuziehen. Und da der Gurt sehr steif ist, ist die Lastübertragung von der Seite nach hinten gegeben. Die Y-Stange ist auch kein Nachteil, da der Rucksackkörper selbst so steif ist, dass ein umgekehrtes U keinen Vorteil hätte. Hier sieht man das gut. Auch behält der Flex seine Form selbst wenn er sehr voll ist. Da der Rücken recht steif ist, wird der Rucksack nicht oval und beult nicht vom Rücken weg. Mir persönlich ist der Gurt des FC tendenziell einfach etwas zu hart. Andererseits habe ich mit dem Flex schon Lasten geschleppt, die jedes normale UL-Tourgewicht deutlich überschritten haben (Lebensmittelgrosseinkäufe in den Ferien, bestimmt >20kg mit vielen Flaschen und anderem schwerem Zeug, Strecke ein paar km). Da war das Tragsystem schon super! Was ein wenig nervt ist die RV-Abdeckung. Wenn man da nicht aufpasst, kann diese schon mal Einklemmen.
  23. Die Frage ging zwar nicht an mich, aber ich war dieses Wochenende wieder mal mit dem Flex unterwegs (mit rel. wenig Gewicht). Schultergurte: Die "drehen" sich gut, da sie mit einem Stück 40mm-Gurtband befestigt sind. Das könnte also passen. Hüftgurt: Ich glaube, entweder passt die Form genügend gut, dann ist die Lastübertragung gut, ohne dass der Gurt allzu stramm angezogen ist. Wenn der Sitz aber nicht gut ist, und du versuchst dies auszugleichen, indem du den Hüftgurt stärker anziehst, dann tust du dir nichts gutes und wirst dich auch nie daran gewöhnen. Es könnte aber sein, dass der Hüftgurt mit der Zeit etwas flexibler wird. Mein Eindruck ist auch, dass der Hüftgurt nicht sehr konisch geschnitten ist, also eher für wenig Taille passt. Aber vielleicht täusche ich mich da.
  24. Ist jetzt schwierig zu sagen, welche Schulterriemen da am besten passen. Das hängt von so vielen Faktoren ab (Form des Gurtes, in welchem Winkel er am Rucksack angenäht ist, und wie weit unter der Schulter der Befestigungspunkt liegt - kann da von meiner Rucksacknäherei ein Lied singen...) Ein weicherer Gurt passt sich besser an (geht in die Torsion) und sollte nicht an der Kante drücken. Ein solcher Gurt wird aber weniger in einer vorgegebenen Form bleiben (er wird also nicht unbedingt stark S-förmig bleiben). Kann aber trotzdem funktionieren, wenn er gut verläuft. Ich denke, ein breiterer Gurt könnte trotzdem passen, wenn er nicht zu steif ist, und vor allem die Innenkante weich ist.
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