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Ultraleicht Trekking

Desertstorm

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  1. @Thema Wanderwagen In der Wüste ist für autarke Touren über lange Distanzen ein Wanderwagen, schon eine Überlegung wert, aber nur in bestimmtem Terrain. Vor allem weil man Wassermengen, mit sich nehmen kann, die man sonst im Rucksack nie schleppen könnte. Solche mehr oder weniger ebenen Reg-Wüsten kann man damit gut durchqueren. Schwierig wird es sobald Dünen dazu kommen und dort auch je nach Form und Größe des Feldes. Dieses kleine Dünenfeld im Hintergrund konnte ich einfach umlaufen, wenn die Dünen auch eher klein sind kommt man auch noch durch, es wird aber schnell eine Zieherei. Wandert man duch große Seif-also parralel verlaufende Dünenfelder kann man oft auch in den Dünentälern gut vorankommen, muss sich dann aber an der Richtung der Düne ausrichten, will man davon abweichen muss man diese Dünen queren und das kann eine Mordsschwierigkeit sein wenn man keine Gassi (einen Durchgang zwischen Dünenkämmen findet) Ganz böse wird es dann wenn man unregelmäßige Dra-Dünen mit dem Wanderwagen durchqueren will, das hat dann mit Effizienz nix mehr zu tun, weil auch keine wirkliche innere Struktur vorhanden ist und man unweigerlich auf Weichsand trifft. Ist der allergrößte Teil der Wanderung auf machbarem Terrain und man muss nur eine recht kleine Dünenlandschaft dieser Art durchqueren, kann man das noch machen, soll die ganze Tour nur durch solche Dünen gehen, nimmt man wirklich besser einen Rucksack. Auch böse sind solche Hammadas mit dicken Steinbrocken. Da kommt man auch noch durch aber es ist eine gekämpfe und Gefluche. Also auch keine Super Idee für sehr lange Abschnitte hier. Von richtigen Bergwüsten brauchen wir auch gar nicht mehr zu reden. Tatsächlich ist das beste Transportmittel für die ganz langen Distanzen ein Kamel oder Dromedar, die kriegt man natürlich nicht immer so leicht. Esel für kürzere Distanzen ohne Wasser und mehr Bergwüste geht auch. Lernt man das Wasser bis zum Maximum zu sparen, kann man auch beträchtliche Distanzen nur mit dem Rucksack zurücklegen. @Hitzewandern Ich nehme am liebsten einfach Baumwollkleidung, die trocknet nicht so schnell, aber das will man ja auch nicht, sondern eine möglichst lang anhaltende Kühlung, was bei so einer trockenen Wüste gar nicht so lang ist, aber immerhin mehr als Synthetik. Man sieht bei wirklich trockener Luft auch kaum Schweiß an sich nur am Abend das versalzene Shirt. Hab auch schon mal die traditionellen Ganduras ausprobiert, die hängen natürlich schön locker, aber mit Rucksack auch unangenehm. Auf dem Kopf am liebsten einen Chech (Turban), den kann man vielseitig binden, von Sandsturm komplett zu, bis locker für die große Hitze. Habe auch in nicht Wüstenregionen oft einen Minichech dabei, wenn ich weiß dass es heiß werden kann. Salze/Elektrolyte wurde schon viel zu gesagt, sollte man jedenfalls dabei haben. Mit dem laufen sehr früh anfangen am besten direkt zur Dämmerung und den größten Teil der Tagesstrecke bis zur Mittagshitze und dann pausieren, wo sich Schatten findet, oder diesen Selber herstellen. Ist man aber partout nicht in der Lage Schatten zu finden, ist es besser einfach weiter zu laufen, zumindest im flachen Terrain, denn dadurch ist der Kopf erstens höher vom glutheißen Boden entfernt und man schafft sich selbst bei Windstille einen leichten Laufwind. Das kann wirklich den Unterschied machen. Anders sieht es aus, wenn man steile Hänge zu überwinden hat. Beim bergaufgehen steigt die Belastung durch Hitze exponentiell und solche Hänge heizen sich schnell extrem auf. Der absolute Alptraum ist so ein Hang auf der Südseite im Windschatten in der Nachmittagssonne hoch, da ist der Hitzeschlag schon vorprogrammiert. Dann muss man wirklich warten und bis zu den kühleren Abendstunden warten. Manchmal muss man halt in die Nacht hereinlaufen oder auch durch. Je nach Terrain natürlich, mehr oder weniger gefährlich. @Wassersparen Hat man die Möglichkeit, ist es natürlich immer besser gut hydriert zu bleiben und auch gesünder für die Nieren. Hat man aber keine Wahl und muss Wasser sparen, wo man kann. Der menschliche Körper funktioniert leider eher wie ein Durchlauferhitzer und verpustet das Wasser sofort, wenn er gut hydriert ist. Man begibt sich also in eine leichte Dehydrierung und zwingt den Körper damit in den Sparmodus. Wasser wird dann eher für die wichtigen Funktionen bereitgestellt und man schwitzt weniger. Die Kühlung muss dann natürlich durch Wind und passende Kleidung kompensiert werden und es ist natürlich auch ein Leiden. Und wenn es zu heiß wird, (Bei mir funktionierte diese Technik bis ca. 41-42 C°) oder andere Bedingungen nicht stimmen, muss man trinken. Auch Essen und Verdauen müssen dann in den Hintergrund rücken, weil dies dem Körper auch Wasser entzieht. (Prächtige Wassermelonen sind bei so einem Abschnitt eher nicht zu erwarten) Die Kontrolle ob man nicht schon zu viel des guten dehydriert ist, macht man durch die Urinfarbe. Bei weiß und hellgelb hat man zu viel getrunken. Gelb bis Dunkelgelb ist noch in Ordnung, sobald es orange oder rot wird, muss man trinken, beim Einsetzen von Kopfschmerzen oder Sinnestörungen ebenfalls. Diese Waage zu halten muss man erstmal lernen und sollte das besser bei gut kontrollierten Bedingungen trainieren. Und man sollte sich klar sein, dass dies eine Technik für Extremsituationen und ganz besondere Unternehmungen ist und man bei "normalen" Wanderungen immer danach trachten sollte gut mit Flüssigkeit versorgt zu sein.
  2. Ohrenschmalz kann man tatsächlich gut benutzen um die Reibung am Griffstück beim Feuerbohren zu reduzieren.
  3. Ich habe so einige Wanderungen in den verschiedenen Gebirgen Marokkos durchgeführt. -Die beliebteste Wanderung ist natürlich die Besteigung des Jebel Toubkal und dann eventuell noch Rundtour zum Lac d,Ifni. Man muss allerdings jetzt für die Toubkalbesteigung von Imlil aus zwangsweise mit Guide gehen, auch wenn die Route banal ist, da vor ein paar Jahren dieser Vorfall mit den zwei ermordeten Schwedinnen statt gefunden hat. Das kann man wie ich gehört habe, aber umgehen, wenn man den Toubkal von der weniger begangenen Südseite aus besteigt. -Für mich deutlich interessanter wäre die "Grand Traverse d`haute Atlas" - die große Atlasdurchquerung. Es gibt da keine Offizielle Route sondern mehrere Möglichkeiten, die man sich selbst zusammen stellen kann. Die Reiseführer von Cicerone helfen da schon sehr gut. -Ich bin damals von Beni Mellal aus mit dem Collectivtaxi bis zum Stausee Bin El Ouidane gefahren und habe dort meine Wanderung angefangen. Bin dann entlang des äusserst wilden Ahansal Canyons gewandert in dem es auch immer wieder mal weglos weiter ging. Von dort weiter über die Berge zur Cathedral de Imsfrane, und nach Taghia in den Taghia Canyon. Dort musste ich damals leider abbrechen, da ich mich dort am Knie verletzt hatte. aber die Route wäre weiter gegangen über das folgende Hochplateau, das fruchtbare Tal von Agouti, Besteigung des Ighil M'goun (zweithöchter Berg Marokkos) von norden aus und Abstieg nach Süden über die Täler bis nach Keelat M'gouna. Eventuell habe ich noch die KMZ Datei von damals dann könnte ich die hier hochladen. -Hier könnte die Tour zu Ende sein oder man verlängert in das südlich gelegene Wüstengebirge Jebel Sarhro bis ins Dorf N'kob -März-Mai wäre eine gute Zeit für die Tour, weil man dann noch etwas mehr Wasser hat in den Bächen und in den Tälern ist alles schön grün. Für wärme Empfindliche Menschen könnte der Jebel Sarhro und die Sahara nahen Gebiete ab April vielleicht schon zu warm werden. Ich hatte dort schon 40°C im April. -Gaskartuschen kriegt man mitlerweile im Dacathlon in Marrakech direkt beim Marjane oder nah am J'maa el Fnaa in einem Krämerladen.(Dort aber nur Stechkartuschen). Würde aber nächstes ml einfach einen Holzvergaser mitnehmen. Trockene Büsche und Zweige hat man fast überall -Man kommt immer wieder in Dörfern oder abgelegenen Weiler vorbei. Die Menschen dort sprechen teilweise nur Tamazight und sehen nicht oft Fremde, aber sind ausgesprochen freundlich und laden einen zum Essen und übernachten ein. An manchen Tagen kann man sich vor Einladungen nicht retten. Ein paar kleine Geschene dabei zu haben schadet nie.
  4. Wie es bald aussehen wird, kann man schon an den alten Kyrillflächen um Brilon und z.B. am Langenberg sehen. Da haben sich mitlerweile sehr schöne Natürverjüngungen gebildet, wo man sich manchmal fast wie in der Baumtundra fühlt. Man muss halt noch ein paar Jahre warten bis buchtäblich Gras über die Sache gewachsen ist. War letztes Jahr da und hab das letzte Stück vor Dillenburg etwas abgekürzt, weil ich keine Lust mehr hatte bis zu den Knöcheln in Harvester-Schlachtfeldern zu laufen. Würd den jetzt nur im Hochsommer oder im allertiefsten Winter mit viel Schnee machen, damit man nicht dauern im Matsch läuft.
  5. 1. Winters wandere ich nicht so intensiv und lange wie Sommers. 2.Ich versuche immer mindestens zu zweit unterwegs zu sein, dass man quatschen kann 3.Touren sind eher Bushcrafttouren mit Camp, Feuer machen und kochen, wo man den Abend lange noch herausziehen kann 4.In den Abend hereinlaufen 5.Was zu lesen mitnehmen edit: und 6. Am besten versuchen den Winter in den Tropen/ Subtropen zu verbringen
  6. Desertstorm

    Bergmusiken

    Musik für sehr trockene Berge und Berge aus Sand:
  7. In der Tat werde ich die genaue Kalkulation so anpassen, dass eben auch unvorhergesehen Ereignisse, die die Tagesetappen schmälern können, passieren können. In der Wüste sollte man sowieso immerhin bis zum übernächsten Brunnen, statt bis zum nächsten planen, denn man weiß nie ob der nicht ausgetrocknet ist. Das möglichst identische Szenario welches du beschreibst, wird die "Vorarbeit" für diese Tour sein, nämlich die Kamele bei Selibaby im Süden zu besorgen und duch das Adrar nach Norden zu schaffen, wo sie einen Sommer über gestärkt und trainiert werden sollen. Diese Wanderung wird durchaus Etappen on mehr als 100 km. ohne Wasserversorgung haben, aber genug Brunnen aufweisen, dass keine wirklich gefährliche Situation entsteht. Es ist schon eine Schinderei, die ich den Tieren damit antue. Die Distanzen schaffen sie, wenn ich sie nicht all zu arg belade. Bis 70-80 kg pro Tier statt den üblichen 100 und mehr. Dieses wird ja auch immer leichter, da das Wasser weniger wird. Aber noch mehr über diese Tiere zu lernen gehört natürlich abenfalls als sehr wichtiger Schitt zu der Planung.
  8. Ich war diesmal in Marokko eher für Strand und surfen, aber ich kann nicht einfach so dahin ohne wenigstens einen Abstecher in die Wüste zu machen. Es war nur ein 4 Tages Trip in die Hammada und Bergwüste des Jebel Bani. Nicht wirklich der Rede Wert. Ich kenne diese Region, aber habe sie noch nie so trocken erlebt. selsbt stets gefüllt Gueltas waren ausgetrocknet oder zu einer ekligen Brühe verkommen und als zuverlässig bekannte Brunnen versalzen oder verschwefelt. (Ich musste es trotzdem trinken) So musste ich die Route ein wenig abändern. Letzlich fand ich noch einem winzigen Seitental das letzte noch gut gefüllt Guelta mit gutem trinkbarem Wasser und man konnte auch drinnen schwimmen. Hier blieb ich dann einen ganzen Tag, weil es mir so gut gefallen hat und habe noch ein verlassenes Dorf entdeckt. Anfahrt natürlich per Anhalter Hinter diesem Pass beginnt die große Wüste Hammada Eine der Oasen Diabi Oase. Das Wasser schmeckte stark nach Schwefel, es war aber das einzige Trinkwasser weit und breit Wo Wasser ist, ist auch Leben Das steinerne Flussbett Verlorene Siedlung Dieses Guelta ist sonst bis zu den Felskanten gefüllt. Es war kaum noch etwas übrig Das typische Wüstencamp Und zu guter Letzt doch noch ein kleines Paradies
  9. Also gut, Zu meiner Vorgeschichte. Nach einigen Tausend km. zu Fuß mit Rucksack, Wanderwagen und Dromedar durch vor allem die Sahara und andere Wüsten und dem leben mit den Einheimischen, kann ich mir so langsam ausmalen was möglich ist und was nicht. Ich weiß nicht wo genau du unterwegs warst, aber natürlich gibt es in der großen Wüste auch Nomadenland, vor allem in und um die großen Wüstengebirge, die mehr Feuchtigkeit anziehen können. Allerdings gibt es auch die hyperariden Todeszonen in denen kein permanentes Leben möglich ist, wie den sehr viel berühmten Erg von Bilma und das droße Sandmeer in Ägypten. Die Majabat al Koubra ist die größte dieser Zonen. Dort wird man auch keine Nomaden oder ähnliches finden. Regis Belleville hält den derzeitigen Rekord für die längste Wanderung zwischen zwei Wasserstellen mit 1001 km. von Chinguetti nach Timbuktu. Das zu übrbieten dürfte schwer, aber nicht unmöglich sein. Es ist richtig, dass diese Sache ein zusätzliches Problem darstellt, gewissermaßen das Salz in der Suppe. Tatsächlich ist das innere der großen Dünenfelder völlig leer. Auch Schmuggler und Terroristen sind keine Jinn, die ätherisch über dem Sand schweben, sondern Menschen wie ich und du und die brauchen Benzin und vor allem Wasser, daher läuft der Verkehr auf versteckten Pisten nördlich und südlich davon ab. Einige werden vom mauretanischen und algerischen Militär sporadisch kontrolliert, aber die Region ist so extrem groß, dass das nicht mehr als Glücksgriffe sein können. Probleme dieser Art werde ich also vor allem in den Randbereichen zu erwarten haben. Daher habe ich meine Kontakte beim mauretanischen Militär und Personen die direkt oder indirekt in der malischen Operation beteiligt sind. Es wird also mitnichten ein Spaziergang ins blaue, falls sowas angenommen wurde. Ich stand ja schon zwei mal an den "Ufern" des großen Meeres. Die Riesendünen des Erg Ouarane ziehen sich nur ca. 50 km. nach Osten, Diese Kämme zu queren kostet viel Kraft und Energie, vor allem auf den lockersandigen Leeseiten. danach beginnt das ebene Sandfeld mit uralten Seif-Dünen in Nordost-Südwest Ausrichtung. In etwa wie hier: (Wobei, dies Barchane und kein Seifdünen sind. Gibt aber die Struktur recht gut wieder) Auf dem festen Grundsand läuft es sich mehr oder weniger gut. Dort sind sehr große Tagesdistanzen möglich. Dadurch dass man den Kämmen in ihrer Richtung folgt muss man auch nicht oft queren. Aber wie die Zustände im Detail vor Ort sind, können auch Satellitenbilder nur bis zu einem gewissen Grad sagen.
  10. Danke für die Antworten. bisher. Das wäre in der Tat eine gute Idee. Da muss ich sehen ob ich das zeitlich und finanziell noch bei den anderne Projekten unterkriege, ist immerhin fast ein halbes Jahr. Der PCT hat sicherlich viel mehr Höhenmeter zu bieten Allerdings werde ich das nächste Jahr bis ca. Herbst in Südamerika verbringen und dort mehr im Regenwald unterwegs sein für das erste meiner zwei Großen Projekte. Auch eine extreme Herausforderung, aber man kommt nicht im Ansatz an die Tagesstrecken für die Wüste heran. Ich würde aber gerne noch mal durch den Altiplano und in etwa auf dieser Route durchqueren: https://www.thehikinglife.com/2019/05/the-altiplano-traverse-stage-1-salt-flats-volcanoes-quinoa/ Was allerdings in der Tat nicht übertragbar ist, ist das gehen im Sand, dafür wird "Training" genug sein, die Dromedare die ich benötige aus dem Sahel zu kaufen und zu Fuß bis nach Chinguetti zu schaffen wo ich sie meinem Kamelhirten übergebe, der sie den Sommer über mästet und trainiert. Immerhin auch ca. 600 km. durch den Adrar. Laufen als training ist die große Frage. Lohnt es sich oder soll man sich voll und ganz dem gehen verschreiben ?
  11. In den nächsten zwei bis drei Jahren will ich mein großes Vorhaben in die Tat umsetzen und als erster Mensch allein versuchen die große Leere der Sahara der Majabat al Koubra zwischen Chinguetti und dem Erg Chech in Algerien am Stück, zu Fuß mit Kamelen zu durchqueren. Für diese mehr als 1300 km. ohne Wasserversorgung brauche ich nicht nur Top trainierte Dromedare und eine perfekte Planung und Wassermanagement, sondern muss auch selber auf der Spitze meiner Leistungesfähigkeit sein. Dafür wird es nötig sein über Wochen Tagesetappen von 45-50 km. durchmarschieren zu können. Für mich sind bisher Distanzen bis 30 km. über langere Zeit kein großes Problem Ich habe bei meiner Salar de Uyuni Durchquerung durchaus auch zweimal nacheinander Distanzen von an die 50 km. geschafft, aber konnte geradezu zusehen wie der Körper abbaute und Ermüdungserscheinungen auftraten. Das hätte ich ganz bestimmt nichtüber Wochen durchgehalten. Ich möchte jetzt also mit einem Training für lange und ultra Distanzen anfangen, so dass ich solche Distanzen nicht nur einmal schaffe, sondern mein ganzer Bewegungsapparat und meine Regeneration daruaf eingestellt ist so etwas und wenn es sein muss sogar noch mehr, jeden Tag zu schaffen. Ich weiß dass es gerade bei PCT Hikern durchaus solche Distanzen gibt und mich würden Trainingspläne, Methoden und Trainingstagebücher interessieren um sowas möglichst effizient und schonend zu gestalten, ohne dass ich plötzlich vor lauter Motivation im Übertraining bin und mich mit Knieproblemen und Fersensporn etc rumschlagen muss. Sind hier Leute aus dem UMarathon Bereich oder PCT Thruhiker die etwas aus dem Nähkästchen plaudern können, oder tolle Links und Trainingstipps habne ?
  12. @AudioHitchhiking Ich war schon zwei mal in Südamerika und habe einige Regenwaldtouren hinter mir, sowohl komplett autark, als auch mit lokalen Guides. Bei der Expedition 2017 waren wir in erster Linie in der Ceja de la Selva, dem Nebelwald Nordperus unterwegs. zwischen 1500-3000 m. Dieser Teil des Waldes beherbergt weniger große Tiere als die Tieflandwälder, sie sind für den Menschen also weniger ergiebig und dennoch haben wir mit den lokalen Guides mehrfach erfolgreich gejagt unteranderem Baumhühner, Pakas, Gürteltier und auch ein Pekari. Die Einheimischen dort nutzen in erster Linie Schrotflinten, weil man in dem dichten Blätterwerk Streuwirkung benötigt. Ein Gürteltier wurde mit einer Schlingfalle am Wechsel am Bach gefangen. Daneben haben die Einheimischen auch immer Zwillen dabei, welche sie vor allem für Vögel und früher auch Affen nutzten. Bei meinen Solotouren habe ich nicht gejagt aber geangelt und teilweise beißen die Fische nach Sekunden, vor allem in Oberläufen, wo sie sich in der Trockenzeit in Becken sammeln. Das sind zumindest meine Erfahrungen aus einer völlig anderen Klimazone. Es mag sicher sein, dass ich die Ressourcen Sibiriens etwas zu optimistisch einschätze. Meine Erfahrunge in den nie befischten Gewässern in Lappland waren halt auch eher Blinker rein -glücklich sein und es ist natürlich klar, dass möglichst effizientes Strecke machen im Gegensatz zur Ernährung aus der Wildnis steht.
  13. Finde ich ein sehr interessantes Thema, weil es auch meine persönlichen Tourplanungen und Ideen betrifft. Da du @Robtrekja eher an der Verlängerung des Wildnisaufenthaltes als an längerer Strecke interessiert bist, wäre dann nicht das Mittel der Wahl mehr auf Ernährung aus der Natur zu setzen und dahingehend mehr Equipment und Redundanz mit zu bringen? Das geht natürlich auch nur in bestimmten Landschaften, die über genügend Ressourcen verfügen. Bei einer Grönlanddurchquerung wäre das gewiss unmöglich, aber da deine Region ja Sibirien ist, würde sich das schon anbieten. Das würde natürlich heißen dass man mehr Equipment für die Nahrungsbeschaffung aus der Natur mit sich führen müsste, was sich aber spätestens ab dem Moment amortisieren würde, wenn du damit mehr Kalorien einträgst als die Ausrüstung wiegt. Ich persönlich beschäftige mich selbst gerade recht intensiv mit dieser Thematik, da ich nächstes Jahr lange in Südamerika verbringen werde und einige sehr lange Wildnisaufenthalte im Regenwald plane, die auch gut und gerne an den 2 Monaten kratzen könnten. Einige meiner Gedanken bisher dazu. -Neben dem aktiven Nahrungserwerb, sollte man auch oder gerade den passiven Nahrungserwerb betreiben. Das bedeutet also auch Netze zum fischen und Fallen für Landtiere bzw. Vögel aufzustellen. Diese Geräte arbeiten auch für einen wenn man nicht vor Ort ist, schläft etc. -Da es mit Schusswaffen in vielen Orten der Welt schwer ist so dran zu kommen ist eine starke Zwille oder ein leichter Take Down Bogen gut zur Jagd auf Wasservögel und Kleinsäuger. Würde man nur Broadheads und etwas zur Befiederung mitnehmen z.B. Ductape, kann man die Pfeilschäfte sogar in der Natur herstellen. -Statt nur "nach Feierabend" zu angeln und Nahrung zu besorgen, wird man besser Tage einlegen, an denen man vor Ort bleibt und versucht so viel Nahrung zu besorgen wie möglich -Man wird sich auch mit dem konservieren von Nahrungsmitteln durch etwa Räuchern und Lufttrocknen auseinandersetzen, damit man den ganzen Überschuss letzlich als Proviant mit nehmen kann und somit wieder Tage und Regionen überbückt in denen es nix zu holen gibt. (Hochgebirge etc.) -pflanzliche Ernährung spielt in Sibirien eine sicher sehr untergeordnete Rolle, kann aber sicher lokal und zur richtigen Jahreszeit in riesigen Mengen vorkommen -Zum erfolgreichen Anwenden dieser Methoden ist natürlich Übung, Wissen über die jeweilige Landschaft und Training nötig und man wird wohl nicht drum herum kommen mindestens eine Probetour in der Region zu machen, die dann eventuell vom Wildnisfaktor nicht so extrem ausfällt, aber man die Möglichkeit hat, verschiedenes auszuprobieren. Idealerweise begleitet von z.B. einem lokalen Jäger der einem möglichst viel beibringt. Sind jetzt nur ein paar Ideen, bei denen ich selber herausfinden werde, was wirklich tauglich ist.
  14. Ich hab die Coronapause genutzt um Geld zu scheffeln, damit ich ab diesem Winter wieder richtig ins reisen starten kann und nen Jahr unterwegs sein kann. Das wird aber alles andere als UL. In erster Linie werden es Expeditionsreisen und Wildnistouren im Amazonasregenwald und der Sahara. Zwischendurch habe ich den einen oder anderen Wanderweg in Deutschland komplettiert und bin diesen Frühsommer mit dem Fahrrad durch halb Deutschland. Dann gabs noch 16 Tage Lappland Wanderung vor paar wochen. Das war wohl das Reisehighlight, seit die Pandemie los ging.
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