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Ultraleicht Trekking

Desertstorm

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Alle erstellten Inhalte von Desertstorm

  1. Ich habe so einige Wanderungen in den verschiedenen Gebirgen Marokkos durchgeführt. -Die beliebteste Wanderung ist natürlich die Besteigung des Jebel Toubkal und dann eventuell noch Rundtour zum Lac d,Ifni. Man muss allerdings jetzt für die Toubkalbesteigung von Imlil aus zwangsweise mit Guide gehen, auch wenn die Route banal ist, da vor ein paar Jahren dieser Vorfall mit den zwei ermordeten Schwedinnen statt gefunden hat. Das kann man wie ich gehört habe, aber umgehen, wenn man den Toubkal von der weniger begangenen Südseite aus besteigt. -Für mich deutlich interessanter wäre die "Grand Traverse d`haute Atlas" - die große Atlasdurchquerung. Es gibt da keine Offizielle Route sondern mehrere Möglichkeiten, die man sich selbst zusammen stellen kann. Die Reiseführer von Cicerone helfen da schon sehr gut. -Ich bin damals von Beni Mellal aus mit dem Collectivtaxi bis zum Stausee Bin El Ouidane gefahren und habe dort meine Wanderung angefangen. Bin dann entlang des äusserst wilden Ahansal Canyons gewandert in dem es auch immer wieder mal weglos weiter ging. Von dort weiter über die Berge zur Cathedral de Imsfrane, und nach Taghia in den Taghia Canyon. Dort musste ich damals leider abbrechen, da ich mich dort am Knie verletzt hatte. aber die Route wäre weiter gegangen über das folgende Hochplateau, das fruchtbare Tal von Agouti, Besteigung des Ighil M'goun (zweithöchter Berg Marokkos) von norden aus und Abstieg nach Süden über die Täler bis nach Keelat M'gouna. Eventuell habe ich noch die KMZ Datei von damals dann könnte ich die hier hochladen. -Hier könnte die Tour zu Ende sein oder man verlängert in das südlich gelegene Wüstengebirge Jebel Sarhro bis ins Dorf N'kob -März-Mai wäre eine gute Zeit für die Tour, weil man dann noch etwas mehr Wasser hat in den Bächen und in den Tälern ist alles schön grün. Für wärme Empfindliche Menschen könnte der Jebel Sarhro und die Sahara nahen Gebiete ab April vielleicht schon zu warm werden. Ich hatte dort schon 40°C im April. -Gaskartuschen kriegt man mitlerweile im Dacathlon in Marrakech direkt beim Marjane oder nah am J'maa el Fnaa in einem Krämerladen.(Dort aber nur Stechkartuschen). Würde aber nächstes ml einfach einen Holzvergaser mitnehmen. Trockene Büsche und Zweige hat man fast überall -Man kommt immer wieder in Dörfern oder abgelegenen Weiler vorbei. Die Menschen dort sprechen teilweise nur Tamazight und sehen nicht oft Fremde, aber sind ausgesprochen freundlich und laden einen zum Essen und übernachten ein. An manchen Tagen kann man sich vor Einladungen nicht retten. Ein paar kleine Geschene dabei zu haben schadet nie.
  2. Wie es bald aussehen wird, kann man schon an den alten Kyrillflächen um Brilon und z.B. am Langenberg sehen. Da haben sich mitlerweile sehr schöne Natürverjüngungen gebildet, wo man sich manchmal fast wie in der Baumtundra fühlt. Man muss halt noch ein paar Jahre warten bis buchtäblich Gras über die Sache gewachsen ist. War letztes Jahr da und hab das letzte Stück vor Dillenburg etwas abgekürzt, weil ich keine Lust mehr hatte bis zu den Knöcheln in Harvester-Schlachtfeldern zu laufen. Würd den jetzt nur im Hochsommer oder im allertiefsten Winter mit viel Schnee machen, damit man nicht dauern im Matsch läuft.
  3. 1. Winters wandere ich nicht so intensiv und lange wie Sommers. 2.Ich versuche immer mindestens zu zweit unterwegs zu sein, dass man quatschen kann 3.Touren sind eher Bushcrafttouren mit Camp, Feuer machen und kochen, wo man den Abend lange noch herausziehen kann 4.In den Abend hereinlaufen 5.Was zu lesen mitnehmen edit: und 6. Am besten versuchen den Winter in den Tropen/ Subtropen zu verbringen
  4. Desertstorm

    Bergmusiken

    Musik für sehr trockene Berge und Berge aus Sand:
  5. In der Tat werde ich die genaue Kalkulation so anpassen, dass eben auch unvorhergesehen Ereignisse, die die Tagesetappen schmälern können, passieren können. In der Wüste sollte man sowieso immerhin bis zum übernächsten Brunnen, statt bis zum nächsten planen, denn man weiß nie ob der nicht ausgetrocknet ist. Das möglichst identische Szenario welches du beschreibst, wird die "Vorarbeit" für diese Tour sein, nämlich die Kamele bei Selibaby im Süden zu besorgen und duch das Adrar nach Norden zu schaffen, wo sie einen Sommer über gestärkt und trainiert werden sollen. Diese Wanderung wird durchaus Etappen on mehr als 100 km. ohne Wasserversorgung haben, aber genug Brunnen aufweisen, dass keine wirklich gefährliche Situation entsteht. Es ist schon eine Schinderei, die ich den Tieren damit antue. Die Distanzen schaffen sie, wenn ich sie nicht all zu arg belade. Bis 70-80 kg pro Tier statt den üblichen 100 und mehr. Dieses wird ja auch immer leichter, da das Wasser weniger wird. Aber noch mehr über diese Tiere zu lernen gehört natürlich abenfalls als sehr wichtiger Schitt zu der Planung.
  6. Ich war diesmal in Marokko eher für Strand und surfen, aber ich kann nicht einfach so dahin ohne wenigstens einen Abstecher in die Wüste zu machen. Es war nur ein 4 Tages Trip in die Hammada und Bergwüste des Jebel Bani. Nicht wirklich der Rede Wert. Ich kenne diese Region, aber habe sie noch nie so trocken erlebt. selsbt stets gefüllt Gueltas waren ausgetrocknet oder zu einer ekligen Brühe verkommen und als zuverlässig bekannte Brunnen versalzen oder verschwefelt. (Ich musste es trotzdem trinken) So musste ich die Route ein wenig abändern. Letzlich fand ich noch einem winzigen Seitental das letzte noch gut gefüllt Guelta mit gutem trinkbarem Wasser und man konnte auch drinnen schwimmen. Hier blieb ich dann einen ganzen Tag, weil es mir so gut gefallen hat und habe noch ein verlassenes Dorf entdeckt. Anfahrt natürlich per Anhalter Hinter diesem Pass beginnt die große Wüste Hammada Eine der Oasen Diabi Oase. Das Wasser schmeckte stark nach Schwefel, es war aber das einzige Trinkwasser weit und breit Wo Wasser ist, ist auch Leben Das steinerne Flussbett Verlorene Siedlung Dieses Guelta ist sonst bis zu den Felskanten gefüllt. Es war kaum noch etwas übrig Das typische Wüstencamp Und zu guter Letzt doch noch ein kleines Paradies
  7. Also gut, Zu meiner Vorgeschichte. Nach einigen Tausend km. zu Fuß mit Rucksack, Wanderwagen und Dromedar durch vor allem die Sahara und andere Wüsten und dem leben mit den Einheimischen, kann ich mir so langsam ausmalen was möglich ist und was nicht. Ich weiß nicht wo genau du unterwegs warst, aber natürlich gibt es in der großen Wüste auch Nomadenland, vor allem in und um die großen Wüstengebirge, die mehr Feuchtigkeit anziehen können. Allerdings gibt es auch die hyperariden Todeszonen in denen kein permanentes Leben möglich ist, wie den sehr viel berühmten Erg von Bilma und das droße Sandmeer in Ägypten. Die Majabat al Koubra ist die größte dieser Zonen. Dort wird man auch keine Nomaden oder ähnliches finden. Regis Belleville hält den derzeitigen Rekord für die längste Wanderung zwischen zwei Wasserstellen mit 1001 km. von Chinguetti nach Timbuktu. Das zu übrbieten dürfte schwer, aber nicht unmöglich sein. Es ist richtig, dass diese Sache ein zusätzliches Problem darstellt, gewissermaßen das Salz in der Suppe. Tatsächlich ist das innere der großen Dünenfelder völlig leer. Auch Schmuggler und Terroristen sind keine Jinn, die ätherisch über dem Sand schweben, sondern Menschen wie ich und du und die brauchen Benzin und vor allem Wasser, daher läuft der Verkehr auf versteckten Pisten nördlich und südlich davon ab. Einige werden vom mauretanischen und algerischen Militär sporadisch kontrolliert, aber die Region ist so extrem groß, dass das nicht mehr als Glücksgriffe sein können. Probleme dieser Art werde ich also vor allem in den Randbereichen zu erwarten haben. Daher habe ich meine Kontakte beim mauretanischen Militär und Personen die direkt oder indirekt in der malischen Operation beteiligt sind. Es wird also mitnichten ein Spaziergang ins blaue, falls sowas angenommen wurde. Ich stand ja schon zwei mal an den "Ufern" des großen Meeres. Die Riesendünen des Erg Ouarane ziehen sich nur ca. 50 km. nach Osten, Diese Kämme zu queren kostet viel Kraft und Energie, vor allem auf den lockersandigen Leeseiten. danach beginnt das ebene Sandfeld mit uralten Seif-Dünen in Nordost-Südwest Ausrichtung. In etwa wie hier: (Wobei, dies Barchane und kein Seifdünen sind. Gibt aber die Struktur recht gut wieder) Auf dem festen Grundsand läuft es sich mehr oder weniger gut. Dort sind sehr große Tagesdistanzen möglich. Dadurch dass man den Kämmen in ihrer Richtung folgt muss man auch nicht oft queren. Aber wie die Zustände im Detail vor Ort sind, können auch Satellitenbilder nur bis zu einem gewissen Grad sagen.
  8. Danke für die Antworten. bisher. Das wäre in der Tat eine gute Idee. Da muss ich sehen ob ich das zeitlich und finanziell noch bei den anderne Projekten unterkriege, ist immerhin fast ein halbes Jahr. Der PCT hat sicherlich viel mehr Höhenmeter zu bieten Allerdings werde ich das nächste Jahr bis ca. Herbst in Südamerika verbringen und dort mehr im Regenwald unterwegs sein für das erste meiner zwei Großen Projekte. Auch eine extreme Herausforderung, aber man kommt nicht im Ansatz an die Tagesstrecken für die Wüste heran. Ich würde aber gerne noch mal durch den Altiplano und in etwa auf dieser Route durchqueren: https://www.thehikinglife.com/2019/05/the-altiplano-traverse-stage-1-salt-flats-volcanoes-quinoa/ Was allerdings in der Tat nicht übertragbar ist, ist das gehen im Sand, dafür wird "Training" genug sein, die Dromedare die ich benötige aus dem Sahel zu kaufen und zu Fuß bis nach Chinguetti zu schaffen wo ich sie meinem Kamelhirten übergebe, der sie den Sommer über mästet und trainiert. Immerhin auch ca. 600 km. durch den Adrar. Laufen als training ist die große Frage. Lohnt es sich oder soll man sich voll und ganz dem gehen verschreiben ?
  9. In den nächsten zwei bis drei Jahren will ich mein großes Vorhaben in die Tat umsetzen und als erster Mensch allein versuchen die große Leere der Sahara der Majabat al Koubra zwischen Chinguetti und dem Erg Chech in Algerien am Stück, zu Fuß mit Kamelen zu durchqueren. Für diese mehr als 1300 km. ohne Wasserversorgung brauche ich nicht nur Top trainierte Dromedare und eine perfekte Planung und Wassermanagement, sondern muss auch selber auf der Spitze meiner Leistungesfähigkeit sein. Dafür wird es nötig sein über Wochen Tagesetappen von 45-50 km. durchmarschieren zu können. Für mich sind bisher Distanzen bis 30 km. über langere Zeit kein großes Problem Ich habe bei meiner Salar de Uyuni Durchquerung durchaus auch zweimal nacheinander Distanzen von an die 50 km. geschafft, aber konnte geradezu zusehen wie der Körper abbaute und Ermüdungserscheinungen auftraten. Das hätte ich ganz bestimmt nichtüber Wochen durchgehalten. Ich möchte jetzt also mit einem Training für lange und ultra Distanzen anfangen, so dass ich solche Distanzen nicht nur einmal schaffe, sondern mein ganzer Bewegungsapparat und meine Regeneration daruaf eingestellt ist so etwas und wenn es sein muss sogar noch mehr, jeden Tag zu schaffen. Ich weiß dass es gerade bei PCT Hikern durchaus solche Distanzen gibt und mich würden Trainingspläne, Methoden und Trainingstagebücher interessieren um sowas möglichst effizient und schonend zu gestalten, ohne dass ich plötzlich vor lauter Motivation im Übertraining bin und mich mit Knieproblemen und Fersensporn etc rumschlagen muss. Sind hier Leute aus dem UMarathon Bereich oder PCT Thruhiker die etwas aus dem Nähkästchen plaudern können, oder tolle Links und Trainingstipps habne ?
  10. @AudioHitchhiking Ich war schon zwei mal in Südamerika und habe einige Regenwaldtouren hinter mir, sowohl komplett autark, als auch mit lokalen Guides. Bei der Expedition 2017 waren wir in erster Linie in der Ceja de la Selva, dem Nebelwald Nordperus unterwegs. zwischen 1500-3000 m. Dieser Teil des Waldes beherbergt weniger große Tiere als die Tieflandwälder, sie sind für den Menschen also weniger ergiebig und dennoch haben wir mit den lokalen Guides mehrfach erfolgreich gejagt unteranderem Baumhühner, Pakas, Gürteltier und auch ein Pekari. Die Einheimischen dort nutzen in erster Linie Schrotflinten, weil man in dem dichten Blätterwerk Streuwirkung benötigt. Ein Gürteltier wurde mit einer Schlingfalle am Wechsel am Bach gefangen. Daneben haben die Einheimischen auch immer Zwillen dabei, welche sie vor allem für Vögel und früher auch Affen nutzten. Bei meinen Solotouren habe ich nicht gejagt aber geangelt und teilweise beißen die Fische nach Sekunden, vor allem in Oberläufen, wo sie sich in der Trockenzeit in Becken sammeln. Das sind zumindest meine Erfahrungen aus einer völlig anderen Klimazone. Es mag sicher sein, dass ich die Ressourcen Sibiriens etwas zu optimistisch einschätze. Meine Erfahrunge in den nie befischten Gewässern in Lappland waren halt auch eher Blinker rein -glücklich sein und es ist natürlich klar, dass möglichst effizientes Strecke machen im Gegensatz zur Ernährung aus der Wildnis steht.
  11. Finde ich ein sehr interessantes Thema, weil es auch meine persönlichen Tourplanungen und Ideen betrifft. Da du @Robtrekja eher an der Verlängerung des Wildnisaufenthaltes als an längerer Strecke interessiert bist, wäre dann nicht das Mittel der Wahl mehr auf Ernährung aus der Natur zu setzen und dahingehend mehr Equipment und Redundanz mit zu bringen? Das geht natürlich auch nur in bestimmten Landschaften, die über genügend Ressourcen verfügen. Bei einer Grönlanddurchquerung wäre das gewiss unmöglich, aber da deine Region ja Sibirien ist, würde sich das schon anbieten. Das würde natürlich heißen dass man mehr Equipment für die Nahrungsbeschaffung aus der Natur mit sich führen müsste, was sich aber spätestens ab dem Moment amortisieren würde, wenn du damit mehr Kalorien einträgst als die Ausrüstung wiegt. Ich persönlich beschäftige mich selbst gerade recht intensiv mit dieser Thematik, da ich nächstes Jahr lange in Südamerika verbringen werde und einige sehr lange Wildnisaufenthalte im Regenwald plane, die auch gut und gerne an den 2 Monaten kratzen könnten. Einige meiner Gedanken bisher dazu. -Neben dem aktiven Nahrungserwerb, sollte man auch oder gerade den passiven Nahrungserwerb betreiben. Das bedeutet also auch Netze zum fischen und Fallen für Landtiere bzw. Vögel aufzustellen. Diese Geräte arbeiten auch für einen wenn man nicht vor Ort ist, schläft etc. -Da es mit Schusswaffen in vielen Orten der Welt schwer ist so dran zu kommen ist eine starke Zwille oder ein leichter Take Down Bogen gut zur Jagd auf Wasservögel und Kleinsäuger. Würde man nur Broadheads und etwas zur Befiederung mitnehmen z.B. Ductape, kann man die Pfeilschäfte sogar in der Natur herstellen. -Statt nur "nach Feierabend" zu angeln und Nahrung zu besorgen, wird man besser Tage einlegen, an denen man vor Ort bleibt und versucht so viel Nahrung zu besorgen wie möglich -Man wird sich auch mit dem konservieren von Nahrungsmitteln durch etwa Räuchern und Lufttrocknen auseinandersetzen, damit man den ganzen Überschuss letzlich als Proviant mit nehmen kann und somit wieder Tage und Regionen überbückt in denen es nix zu holen gibt. (Hochgebirge etc.) -pflanzliche Ernährung spielt in Sibirien eine sicher sehr untergeordnete Rolle, kann aber sicher lokal und zur richtigen Jahreszeit in riesigen Mengen vorkommen -Zum erfolgreichen Anwenden dieser Methoden ist natürlich Übung, Wissen über die jeweilige Landschaft und Training nötig und man wird wohl nicht drum herum kommen mindestens eine Probetour in der Region zu machen, die dann eventuell vom Wildnisfaktor nicht so extrem ausfällt, aber man die Möglichkeit hat, verschiedenes auszuprobieren. Idealerweise begleitet von z.B. einem lokalen Jäger der einem möglichst viel beibringt. Sind jetzt nur ein paar Ideen, bei denen ich selber herausfinden werde, was wirklich tauglich ist.
  12. Ich hab die Coronapause genutzt um Geld zu scheffeln, damit ich ab diesem Winter wieder richtig ins reisen starten kann und nen Jahr unterwegs sein kann. Das wird aber alles andere als UL. In erster Linie werden es Expeditionsreisen und Wildnistouren im Amazonasregenwald und der Sahara. Zwischendurch habe ich den einen oder anderen Wanderweg in Deutschland komplettiert und bin diesen Frühsommer mit dem Fahrrad durch halb Deutschland. Dann gabs noch 16 Tage Lappland Wanderung vor paar wochen. Das war wohl das Reisehighlight, seit die Pandemie los ging.
  13. Ich halte den Ansatz für Regionen wo Wassermangel eine akute Gefahr sein kann, für nicht schlau. Der menschliche Körper ist nicht gerade gut im Wasser speichern. Was man reinschüttet, verschwendet er ratzfatz wieder, besonders wenn ihm suggeriert wird, es ist genug verfügbar. Versetzt man den Körper in eine leichte Dehydrierung, so schaltet er automatisch in den Sparmodus. Schwitzen wird reduziert, Urin konzentriert und Wasser für die wichtigeren Prozesse vorgehalten. Wasser bewahrt man immer besser in der Flasche als im Körper auf. Auch die "kleine Schlücke" Technik fühlt sich zwar konfortabler in normalen Bedingungen an, ist aber der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Man trinkt am meisten in den kühlen Morgen und Abendstunden. Den Grad der Dehydrierung "misst" man an der Urinfarbe. Dunkelgelb ist noch in Ordnung, geht es ins Orange/rote ist man schon zu weit dehydriert. Kopfschmerzen, Schwindel sind ebenfalls ein Alarmzeichen. Ein trockener Mund hingegen ist noch kein Problem. Es ist natürlich richtig, dass so ein Vorgehen nicht unbedingt gesund für die Nieren ist, aber ist im Falle einer Wüstendurchquerung das kleinere Übel, dass man eingehen muss. (Nach so einer Tour spüle ich in der Regel auch meine Nieren gut durch) Entscheidende Faktoren sind natürlich auch die Temperatur, das Gelände und die Meereshöhe. Bis ca. 37°C bei gut Wind auch bis 40 °C und einem aklimatisiertem Körper in moderatem Terrain kann man dieses Verfahren ohne Probleme nutzen. Wichtig ist, dass die Körperkühlung so gut wie möglich ersetzt wird durch angepasste Kleidung und Ruhen im Schatten in den allerheißesten Stunden des Tages. Hat man große Steigungen, eventuell auch noch mit viel Gewicht zu überwinden steigt der Wasserverbauch stark. So ein kahler Südhang auf den die Sonne brennt und wo kein Wind weht, ist geradezu eine Einladung zum Hitzschlag. Bei großer Höhe verbraucht der Körper ebenfalls sehr viel mehr Wasser, besonders wenn man noch nicht an die Höhe gewöhnt ist. Essen ist auch ein Faktor. Die Verdauung von vor allem kohlenhydratreicher Nahrung zieht auch Wasser und wenn es ganz hart auf hart kommt, muss man die Nahrungsaufnahme halt reuzieren, oder ganz sein lassen. Ich habe mit dieser Technik meinen Wasserkonsum so reduzieren können, dass ich mit einer Rucksackfüllung Wasser weite Strecken in heißen Wüsten zurücklegen konnte, wie etwa in der peruanischen Küstenwüste, Teil der Atacama und trockenste Wüste der Welt, wo ich mit einer Wasserladung von 10 l bei Temperaturen bis 37°C eine Strecke von über 100 km in 4 Tagen zurücklegte. Oder in Mauretanien im Erg Ouarane eine ähnliche Strecke mit auch etwas mehr als 10 L Wasser, bei über 40°C tagsüber (dafür aber mehr Wind und mehr Schatten). Das dürften die extremsten Erlebnisse derart gewesen sein. Bei der Salar de Uyuni Durchquerung habe ich hingegen deutlich weniger gebraucht als kalkuliert. Dort habe ich 7 l, für die knapp 85 km. in zwei Tagen eingerechnet, aber durch den kühlen Wind, habe ich gerade mal 2 L täglich benötigt. Das ist natürlich ziemlicher overkill für Touren im moderaten Klima, was vermutlich die meisten hier machen. (aber ich wollte mich auch mal wichtig machen ) und dort mache ich mir auch wenig Gedanken über die Wasserversorgung. Ich brauche Tagsüber wenn es kühl ist fast gar kein Wasser und habe anderthalb Liter im Rucksack. Komme ich an Wasserquellen vorbei, schön, wenn nicht ist es auch nicht so schlimm. Es ist aber auch für Touren in gemäßigten Breiten ein gutes Wissen, denn gerade in den letzten Jahren haben wir ja erlebt, wie der Klimawandel auch Mitteleuropa mit Hitze und Trockenheit überzogen hat. Neulich im Sarek war hinggegen das absolute Wasserparadies. Für was Wasser schleppen? Es ist überall. Nur gegen Nachmittag habe ich mir ein wenig Wasser in die Flasche gefüllt, sollte mein Nachtlager wider erwarten kein Wasser in der Nähe haben, was aber nie der Fall war.
  14. -Strom gibt es in Aktse in der Gemeinschaftsküche, man muss aber Glück haben, sind nur 3 USB Slots vorhanden. Offiziell musst du die 50 KR als "Tagesgast" bezahlen um die Küche zu nutzen. -Im Shop in Aktse kann man sich mit einigem verpflegen, ist aber auch nicht ganz günstig. z.B. Spaghetti 40KR, Tortillas 40KR, Trekkingnahrung ca. 110 KR, Bier 0,3 l 50KR. Preise aus dem Gedächtnis vom Juli diesen Jahres und ohne Gewähr. Hab direkt 50 Euro dagelassen...naja es braucht halt einige an diesen kleinen Dosen an light Bier bis man mal was merkt -In der Skarja Schutzhütte in der Mitte des Parks habe ich einen Kilo Reis gelassen (Den guten von Ja!). Wenn der noch da ist kannst dich gerne dran bedienen -Ich hatte ca. 10 Kilo Nahrung für erwartete 3-3,5 Wochen dabei, bin aber am Ende nur 16 Tage gelaufen. Da hätten mir so 6-7 kg. voll ausgereicht. Ich mach aber solche Touren immer mit negativer Energiebilanz und lasse paar gute Kilos dort. Ist nicht jedermanns Sache.
  15. Ich bin in diesem Forum nur für interessante Tipps, Ideen und Reiseberichte bzw. Planungen. Es hat mir geholfen in manchen Belangen leichter zu werden, was natürlich praktisch ist. Mich interessiert UL, des UL wegens nicht und ehrlichgesagt verstehe ich es auch nicht wirklich. Das Gewicht ist mir nicht egal, aber irgendwelche künstlichen Gewichtsgrenzen und Begriffsabgrenzungen interessieren mich nicht und ich halte sie für lebensfremd und sind glaub ich was für Informatiker oder Ingenieure.
  16. Ich rede tatsächlich von den ganz billigen einfachen Gummistiefeln. Die kann man in Lateinamerika vor Ort fast überall in Straßenläden als Botas de Goma/Botas de Caucho für den Handwerks Landwirtschaftbedarf für ein paar Euro kaufen. (Direkt dazu praktischerweise die Machete). Ich hole die mir immer vor Ort bevor ich einen Dschungeltrip vorhabe. Allerdings muss man als Europäer aufpassen, den Schuhgrößen über 43 sind dort sehr selten zu bekommen und man muss dafür schon in den größeren Städten gucken. Wie es da in Zentralafrika und Südostasien aussieht weiß ich nicht. Zumindest Westafrikaner sind tendentiell ziemlich groß und man bekommt eigentlich alle Größen. Ich war mal auf einer dreiwöchigen Dschungelexpedition mit anderen Teilnehmern. Da hat es die nteressante Erkentniss gegeben, dass die teuren europäischen Markengummistiefel von Aiglé etc. zum Teil deutlich schlechter abschnitten als die Billigteile vom Straßenhändler. Die Stiefel scheinen eher hart zu sein und da hat es oft Probleme mit Blasen gegeben und der Halt auf nassen Steinen war schlechter wegen der härteren Gummimischung. Die einheimischen Stiefel sind weicher und haben besseren Grip auf nassem Terrain. Die kürzere Haltbarkeit ist vernachlässigbar denn durch den weichen Boden ist der Abrieb nicht so groß und die Gesamtstrecken die man in Regenwäldern zurücklegt sind effektiv gar nicht so lang, auch wenn es gefühlt sehr viel länger ist, durch das schwere Terrain.
  17. Was mich bei Trailrunnern sorgen würde, wäre die Hydrolyse, bei wochenlang dauernassen Schuhen, bei richtig langen Regenwaldtouren. Es gibt meines Wissens keine Langzeittests von den ganzen Schuhmodellen, wie schnell oder langsam sich die Sohlen bei Dauernässe ablösen. Regenwaldtouren sind halt leider auch zu sehr Nischengebiet als dass da groß in die Trekkingschuhforschung investiert werden würde. DER Regenwaldschuh wurde noch nicht erfunden. Es gibt aus dem militärischen Bereich einige Einsatzstiefel die auch stets auf das Konzept der Drainage setzen. Der Regenwald ist nun mal auch nicht gleich Regenwald. Tieflandregenwälder mit wenig Unterwuchs kann man theoretisch auch mit Flip Flops bewandern, vor allem wenn man in erster Linie mit dem Boot unterwegs ist. Aber sobald das Gelände ansteigt wird es komplizierter und das vorankommen sehr viel schwerer und richtig eklig wird es dann wenn man in die Nebelwälder kommt. Da will sich man nicht bei dauerfeuchtem Herbsttemperaturen mit ewig nassen Trailrunnern durchs Unterholz kämpfen. Ich persönlich möchte ungern mit Trailrunnern durch so etwas: Ufervegetation am Alto Rio Madre de Dios Nebelwald auf ca. 3200 m. Bisher konnte mich noch nix mehr überzeugen, als Gummistiefel. Spreche aber auch nur für Südamerika aus Erfahrung. In anderen Regionen mag es anders aussehen.
  18. Coronawinter und nix als Dauerregen und Nebel. Vor genau einem Jahr, als die Welt noch in Ordnung war, war ich mit meinem Kumpel in Mauretanien wo wir den westlichen Adrar zu Fuß erkundet haben und ich nachher noch alleine den Erg Ouarane von Chinguetti aus. Ich vermisse die Wüste. Kann es wirklich kaum noch erwarten wieder dort zu sein. In den Erzwagen des größten Zuges der Erde Staubig, aber dafür Liegewagen Markt von Atar. Chaotisch wie immer. Die hohen Tafelberge und Oueds des nördlichen Adrargebirges. Wasser zu finden war die hohe Kunst und oft nur winzige Rinnsale Oase Terjit Es gibt wenige Orte, die den Namen Paradies, so sehr verdienen, wie dieser hier. Inmitten der hyperiden Welt aus Sand und nacktem Fels entspringt hier ein kleiner Bach aus dem Fels und Wasser tropft von den Travertinwänden, dass sogar Moos und Farne wachsen können. Eines ger großen Trockentäler, welche wir durchqueren mussten um ins Vallee Blanche zu gelangen In diesem Akaziengestrüpp suchten wir einen Brunnen, den wir nicht gefunden haben. Eine weitere verwilderte Oase. Hier blieben wir eine Weile. Sandfisch Die kleine Oase El Gleitat. Die Menschen hier sehen höchst selten Touristen. Wanderer die alleine mit dem Rucksack kommen, noch nie Unser Freund Daa, welcher mir sehr geholfen hat, als ich krank wurde. Oase von Echaila. Ein weiteres Paradies in dem sogar Welse leben. Felszeichnungen aus dem Neolithikum Die Moschee der alterwürdigen Stadt Chinguetti. Die Sanddünen des Erg Ouarane branden direkt an die Mauern der Stadt. Erg Oarane, der westliche Teil des größeren El Djouf Sandfeldes ist mit mehr als 400.000 km² größer als ganz Deutschland und eines der größten Sandfelder der Erde. Bis zur nächsten Siedlung in Mali Richtung Osten sind es mehr als 1000 km Nichts. Ich erkundete den Erg alleine nur mit minimalem Gepäck. Orientierung nur Anhand der Sonne, Sterne und der Landschaft. Typisches Nachtlager. Dünen am Morgen An der Oase Laguiela mitten im Sandmeer war die Zeit des Dattelpalmenbeschnittes und der Bestäubung der weiblichen Bäume gekommen. Ich machte das Brot wie die Nomaden, im heißen Sand. Ansonsten hatte ich nur Datteln und Heschrecken, welche ich Abends find und am Feuer grillte. Blick in die Unendlichkeit. Weiblicher Akt ? Ein paar Monate warten noch, dann kann ich hoffentlich endlich wieder in meiner Lieblingslandschaft sein.
  19. Meiner Meinung nach schweift man nicht wirklich in die Ferne, wenn man innerhalb des westlichen und angelsächsichen Kulturkreises reist. Die grundlegenden kulturellen Eigenarten sind doch zu ähnlich. Diese Trails und Landschaften in den USA sind von fast allem menschlichen bereinigte Landschaften. Das wenigste davon ist wirklich Wildnis gewesen sondern wurde jahrtausendelang als Kulturlandschaft von den Ureinwohnern genutzt. Davon ist jetzt so gut wie nix mehr übrig und es bleibt eher eine Blase wo sich Menschen die nahezu 100% aus dem westlichen Kulturkreis stammen, in einer Blase bewegen, sich stets selbst treffen und selbst bestätigen. Wirklich in die Ferne schweift man erst wenn man in Länder und Regionen reist, wo wirklich noch Kulturen überdauert haben, die zu der westlichen Globalisierten Kultur wenig Kontakt hatten und/oder sich ihr noch bewusst verweigern und eventuell auch völlig andere Landnutzungskonzepte haben, wie Nomadismus, Transhumanz, Wildbeutertum, Oasenbauertum etc. und vor allem wenn man von diesen Menschen die Landschaften kennen lernt, welche sie seit Jahrzehntausenden bewohnen und bereisen. Das erweitert den Horizont wirklich. Und wenn man zurück ist hat man auch eine völlig andere Sicht auf die Landschaften der Heimat. Man schaut eventuell sehr viel genauer hin und erlebt, vorhin als banal und langweilig abgetane Landschaften, samt ihrer Bewohner.
  20. April/Mai wird es wohl schon eher an die 40 Grad und darüber gehen für alles was nicht unmittelbar direkt an der Küste ist. Letztes Jahr in Ziguinchorim März hatten wir schon 42°C Hier in Mauretanien ist es tagsüber schon an die 37 Grad. Nächste Woche wird sicherlich die 40 Grad Marke geknackt. Ist ein ausgesprochen warmes Jahr bisher. Bis die Regenzeit im Mai ca. einsetzt ist die Luftfeuchtigkeit sehr gering. Jegliche Kleidung trocknet binnen kürzester Zeit. Musst dir darum also keine Sorgen machen. Baumwolle kühlt durch die langsame Trocknung länger als Syntetik. Ich nehme nur billige Baumwolltshirts und Baumwollhemden nach Westafrika. Wasser kriegst du in jedem noch so kleinen Kaff in Plastikflaschen. Grüsse aus Chinguetti.
  21. Theodore Monod - Méharées, explorations au vrai Sahara.
  22. Alles halb so wild. Von Chachapoyas nimmt man nen Minibus bis zur Abzweigung und dann noch ein Tuktuk bis zum Dorf, wo der Weg startet.
  23. In der Tat. Einer der höchsten Wasserfälle der Welt. Ganz nette Tageswanderung dahin.
  24. Na wir sind noch nicht ganz fertig. Peru ist gross. Land alleine reicht nicht. Wo bin ich also genau?
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