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Ultraleicht Trekking

Ledertramp

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  1. Das ist unrealistisch. Ich weiß nicht wo du die Info her hast, aber auf der norwegischen Seite yr.no hat es derzeit in der Vidda tagsüber zwischen 6 und 10 Grad und nachts zwischen 2 und 5. Frieren auf Tour ist scheiße. Mit 10 Grad Komforttemperatur würde ich NIE, auch nicht im Hochsommer in die norwegischen Berge gehen. Ich war echt schon oft im Sommer da und ich habe nur auf einer einzigen Tour nachts mehr als 10 Grad gehabt. Sonst immer einstellig oder sogar unter Null. Nimm den 400er mit. Falls es wider Erwarten warm wird, haste Glück. Aber lieber 300g mehr mitnehmen, als die ganze Zeit zu frieren.
  2. Ich würde den mitnehmen. Erstens, weil du den schon hast, zweitens weil das durchaus ne Temperatur ist, die dir da begegnen kann. Ich hatte etwas weiter nördlich schonmal -10 Grad im August. Zwar nur kurz während eines Schneesturms, aber dennoch. Vor drei Jahren hatte ich in der Vidda im Juli eine Woche lang maximal 5 Grad tagsüber. Nachts knapp unter Null. Also alles möglich. Falls es dir zu warm wird, deckst du dich halt nur ein bisschen zu. Wetterberichte sind übrigens nicht sehr zuverlässig in den norwegischen Bergen, so jedenfalls meine Erfahrung.
  3. Ich hab das letztes Jahr ebenfalls so gemacht. Ich bin morgens in Torla vom wirklich sehr empfehlenswerten Hotel Abetos (mega Frühstück!) losgelaufen und dann bis zum Refugio de Fuen Blanca gewandert. Habe dafür etwa 7 Stunden gebraucht. Der Abschnitt ist anfangs total easy zu laufen. Bis Goriz ist es mehr oder weniger Wanderautobahn. Entsprechend schnell bin ich da auch durch. War mir einfach zu voll, mich da groß aufzuhalten, auch wenn der Canyon wirklich spektakulär ist. Nach dem Aufstieg geht man eine Weile auf einer Höhe bevor es dann wieder runtergeht. Der Abstieg hat es tatsächlich etwas in sich. Ist aber gut noch am selben Tag machbar, sofern das Wetter mitspielt. Bei Regen fänd ich den Abstieg ziemlich ungemütlich. Ich würde den Abschnitt und den Tag darauf grundsätzlich nur bei gutem Wetter machen. Letztes Jahr als ich da war, ist ein Wanderer tödlich verunglückt während eines heftigen Regens - also immer Obacht! Bei gutem Wetter geht das aber völlig klar. Das Tal selber ist dann absolut atemberaubend. Wenn man in dem Refugio schläft oder entsprechend davor irgendwo zeltet, ist man umringt von Wasserfällen. Mega! Falls du das mal visuell nachvollziehen willst, guckstu hier:
  4. Eine Frage an diejenigen, die diesen Stoff schon verarbeitet haben: Ich will mir damit ein Zelt nähen, welches mit 2 Stöcken aufgestellt wird. Ähnlich dem Duplex oder Lanshan 2 nur schmaler (1,1m). Würdet ihr da mit Cat Cuts arbeiten oder hat der Stoff noch genügend Dehnungsverhalten, dass das nicht nötig ist?
  5. Was hättest du davon? Das Groundsheet soll den Boden der Liegefläche schützen. Dafür ist es gedacht.
  6. What? Natürlich gibt es die. Es kann tagelang in Strömen regnen in Washington. Selbst in der Wüste hatte ich regelmäßig Regen. Zudem noch die heftige Luftfeuchtigkeit sobald man die Wüste hinter sich hat (wobei auch da schon morgens oft alles klamm war). In Washington hab ich meine Klamotten zuletzt in Müllsäcken nachts IM Schlafsack gelagert, ansonsten wär alles nass gewesen.
  7. Ich hatte vor über 10 Jahren mal einen EE. der war einwandfrei. Reicht allemal aus. Wenn du direkt dahin bestellst sparst du dir Zoll, Steuern und höhere Versandkosten. Wenn du den hierher bestelltst musst du richtig heftig draufzahlen. Einfach in eine Hotel in dem du übernachtest oder zu nem Trail Angel oder direkt in eine Poststation bestellen, wie du es auch mit Food Mail Drops machen wirst. Mir ist übrigens nie ein einziges Paket verloren gegangen. Ich habe einiges an Ausrüstung direkt in die USA bestellt und bestimmt 15 Mail Drops verschickt auf meinem Thruhike.
  8. Bestell dir nen Enlightened Equipment 20F quilt direkt nach Seattle oder wo du landest. Jacken gibt es da auch, ich würde Synthetik bevorzugen. Ein Fleece brauchst du nicht. Ne Daunenjacke reicht. Wenn du doch unbedingt ein Fleece mitnehmen willst nimm einfach ein billiges von Decathlon. Auf deiner Packliste fehlen Heringe. Ne Zeltunterlage würde ich außerdem empfehlen. Eine lange Unterhose würde ich definitiv auch einpacken, vor allem weil du keine lange Hose dabei hast. Ein Erste Hilfe Set brauchst du auch: irgendwas zum Wunden versorgen und basic Medis. Außerdem fehlen Hand Sanitizer und Sonnencreme. Ein Ladegerät fehlt auch noch. Außerdem Wasserflaschen und Foodbags.
  9. OT: Hab ich früher auch immer für absolut unmöglich gehalten, aber mittlerweile bin ich davon total von überzeugt. Weniger Stress, weniger Zeug und besser schmeckt es obendrein. Auf dem GR11 letzten Sommer hab ich immer Sandwiches oder Wraps mit Käse, Aioli, Hot Sauce und Oliven gegessen, also da kommt kein Tütengericht ran :D
  10. Ich hab das ein einziges Mal mit nem selbst gebauten Dosen-Hobo gemacht und fand es nur ätzend. Mittlerweile gehe ich seit über 10 Jahren stoveless. Ist mir echt zu viel Gefrickel, selbst mit Gas, nur um mir dann ein paar Tütennudeln warm zu machen. Dann doch lieber abends nen leckeren Wrap.
  11. Ich denke zu dem Teil wirst du in nem Bushcraftforum eher Erfahrungen finden können, einfach weil niemand hier in Betracht ziehen würde, so was schweres zu benutzen. Das Ding wiegt mehr als von manchen hier das Zelt. Des weiteren würde ich grundsätzlich von Kochern abraten, für die man Naturmaterialien braucht, da das gleich mehrere Nachteile birgt. Zum einen: Je nachdem wann und wo man ist, darf man die eh nicht einsetzen, zudem ist es immer ein vermeidbarer Eingriff in die Natur und außerdem ist es einfach ultra nervig, nach einem anstrengenden Tag noch Brennstoff sammeln zu müssen, der dann vielleicht sogar noch nass ist und schlecht brennt. Spar dir den Stress lieber und hol dir ein ultraleichtes Gassystem.
  12. Ich bin 2016 ab dem Skógafoss über den Laugavegur und die Sprengisandur bis zum Godafoss gewandert. Dabei hatte ich ein Big Agnes Fly Creek UL. Das hat es in der ersten Nacht zerlegt, Stange gebrochen, Riss im Außenzelt. Konnte das fixen mit Reparaturhülse und Nadel und Faden. Ein Freund von mir hatte das Nordisk Lofoten 1 ULW und hatte überhaupt keine Probleme. Der Wind in der Nacht war wirklich heftig, danach ging es dann einigermaßen. Da das Enan vom Prinzip her dem Lofoten ähnelt, würde ich vermuten, dass du damit gut klar kommst. Die Zeltplätze sind eigentlich ok. Falls du mal keine Heringe reinbekommst, gibts dicke Steine.
  13. Der Glittertind ist allerdings nicht (mehr) der höchste Gipfel, das ist mittlerweile der Galdhøpiggen seit die Eiskuppe des Glittertinds immer mehr abgeschmolzen ist. Auf den Galdhøpiggen kann man auch gut hoch wandern, ist aber viel mehr los und ich finde den Glittertind an sich auch ästhetischer, aber das ist natürlich Geschmackssache. Beide Besteigungen lohnen sich.
  14. Moin, ich hab schon sehr viel Zeit in Norwegen verbracht und war auch schon mehrmals im Jotunheimen. Erfahrungswerte also vorhanden. Zelt: Eine der schwierigsten Entscheidungen übrhaupt. Ich würde an deiner Stelle sehr spontan entscheiden und zwar abhängig vom Wetterbericht. 8 Tage sind einigermaßen planpar, wobei man dem Wetterbericht in den Bergen natürlich nie ganz trauen kann. Yr.no ist immer meine erste Anlaufstelle. Du kannst halt richtig Glück haben mit dem Wetter, ich hatte 2022 zehn Tage Sonne im Dovre und Rondane, also nicht weit vom Jotunheimen, du kannst aber auch durchgehend Sturm und Regen haben. Daher vorher mal den Blick auf den Bericht. Das StS würde ich eher nicht wählen, weil Inner First im Regen einfach doof ist. Ich würde wahrscheinlich mit dem Niak gehen, weil es am windstabilsten ist und beinahe freistehend ist. Das bietet einem natürlich mehr Optionen für die Zeltplatzwahl ein einem felsigen Gebirge. Das Xmid muss halt wirklich gut verankert werden. That being said, ich war im Jotunheimen auch schon mit nem MYOG-Duplex-Klon. Wetter war da aber auch super. Auf der anderen Seite hat es mir 2024 im Sturm im Dovrefjell selbst mein Einbogen-Tunnelzelt zerlegt. Auch das kann passieren. Seither bin ich bei der Zeltwahl in solchen Gebieten etwas konservativer geworden, wenn die Tour über die gänge Dauer eines vertrauenswürdigen Wetterberichts hinaus geht. Regensachen: Ich geh immer mit den billigsten Sachen von Decathlon. Bei nem richtigen norwegischen Starkregen wird man irgendwann eh nass, mal ganz davon abgesehen, dass man eh schwitzt und durch die hohe Luftfeuchtigkeit eh alles klamm ist. Für mich dienen Regensachen eher dem Wärmeerhalt. Grödel: Nicht nötig. Die Altschneefelder kann man auch ohne queren und selbst die Besteigungen, wie Glittertind, der eigentlich immer ne Schneekuppe hat ist ohne möglich. Neuschnee kann es zu jeder Zeit geben, ist aber wahrscheinlich kein großes Thema. Was die Route angeht: Würde dir auf jeden Fall empfehlen auf den Glittertind zu gehen. Spektakuläre Aussicht. Zelt kannste unten aufbauen und dann einfach mit ner Flasche Wasser und ein paar Snacks im Rucksack entspannt hochkraxeln.
  15. Mit Apex habe ich schon mehrere Projekte verwirklicht (Quilts und Kleidung) und hatte da nie Probleme, wie du sie schilderst. G-Loft sagt mir gar nichts. Gibt es da Warnhinweise für die Verarbeitung?
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