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Ultraleicht Trekking

doast

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Über doast

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    Zahnbürstenabsäger
  • Geburtstag 25.07.1985

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    www.wegalsziel.at

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    Male
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    Bregenz
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    (Weit-)Wandern, Trailrunning, Trekking, Outdoor, Reisen

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  1. Wie weiter oben steht hatte ich ein GG The One und habe es hier im Forum verkauft. Aktuell habe ich keines aktiv in Benutzung aber ich würde sagen das ich Langzeiterfahrung in der Vergangenheit damit gemacht habe. Verwendung war auf dem PCT (also Langzeiterfahrung unter Berücksichtigung der dort herrschenden Bedingungen). Weiß jetzt nicht mehr wie viele Nächte genau aber in Summer vielleicht zwischen 70-100 eingesetzt. Kondensprobleme hatte ich keine dramatischen. Da habe ich mit meinem neuen ZPacks Plexamid deutlich mehr zu kämpfen. Das 10d Silnylon ist dünn, fühlt sich dünn an und zu Beginn hatte ich auch meine Zweifel. Aber unberechtigt. Die Verarbeitung ist super. Den einzigen Riss im Zelt habe ich selbst verursacht. Einzig die Nahtklebebänder haben sich an neuralgischen Eckpunkten mit der Zeit begonnen leicht zu lösen, das habe ich dann mit Silnet Seamsealer gefixt und hat gehalten. Packmaß, Gewicht, "Livability", Einfachheit im Aufbau,.... für mich weiterhin eines der besten Zelte am Markt, insbesondere für den Preis. Für 209$ jederzeit sofort gekauft.
  2. Hallo zusammen, mittlerweile wieder im Besitz zu vieler Zelte räume ich wieder etwas aus. Heute verkaufe ich nach viel hin und her mit mir selbst mein Trekkertent Drift 1 in DCF. Details dazu findet ihr auf folgender Seite: http://www.trekkertent.com/home/home/53-drift-1-dcf.html Es handelt sich exakt um das dort abgebildete (fotografierte) Zelt. Das Drift 1 in DCF habe ich letztes Jahr gemeinsam mit Marc von Trekkertent so konfiguriert. Es ist also ein Customzelt, welches er seither auch so auf seiner Webseite zum Kauf anbietet. Ich wollte damals einen Zpacks Duplex Klon der schmaler ist (für 1 Person). Trotzdem lang genug für meine Größe 187cm. Es sollte das 0.74 DCF in grün verwendet werden. Der Badewannenboden als Silpoly (4.000mmHH) ausgeführt werden. Die Türen beidseitig und ohne Zips gemacht werden. Außerdem Vents in beiden Apsiden. Marc hat mir das ganze dann so macht. Das ganze ist in sehr guter Qualität ausgeführt und ich erkenne keine Macken Das Drift 1 DCF wurde von mir letztes Jahr auf dem GR11 in den Pyrenen erwendet Und zwar auf der Section Antlantik bis Andorra. Es war also ca. 14 Tage auf dem Trail, abzüglich ein paar weniger Cowboycamps hat es also irgendwas zwischen 10-15 Nächte aufgebaut hinter sich. Es ist also absolut neuwertig. Ich habe das Drift 1 DCF zusätzlich mit 4 DCF Klebetieouts versehen. Diese wurden bei Treadlitegear gekauft und von mir selbst angebracht. Die halten verhorragend und wurden so sauber wie möglich geklebt bzw. verarbeitet. Ist alles anstandslos. Die Tieouts habe ich einfach noch für mich selbst als "peace of mind" angebracht. Das auf der Webseite angegebene Gewicht stimmt nicht ganz. Auf meiner Küchenwaage kommt es inkl. Packsack und allen Leinen (plus zusätzlicher Klebetieouts) auf 680g. Jetzt werden sich einige die Frage stellen wieso ich mir ein Zelt als Custom machen lasse und es nach nur 2 Wochen Verwendung wieder hergebe. Das hat mehrere Gründe. 1. Bin ich ein Gearfreak und optimiere gerne weiter und probiere gerne aus. 2. Habe ich mir heuer ein Zpacks Plexamid gegönnt. Das ist nun mein Standardzelt, einfach weil es mit 480g noch leichter ist. Der Komfort und viele andere Faktoren sprechen in Wirklichkeit für das Drift 1 DCF (Platz, Länge für 187cm Größe, beidseitiger Einstieg, vielfach bessere Belüftung, Belüftungsvents, viel weniger Kondens, etc.). Was für das Plexamid spricht sind eben das Gewicht und das geringere Packmaß. 3. Zwei DCF-Paläste sind Luxus und ich investiere das Geld lieber in was anderes. Wer also auf der Suche nach einem DCF-Palast ähnlich dem Zpacks Duplex ist aber im Vergleich zum Duplex günstig ist (zugegeben ein bisschen schwerer), der sollte sich das Drift 1 DCF durch den Kopf gehen lassen. Wartezeit gibt es bei mir keine. Habe damals 2-3 Monate gewartet (wird nun nicht anders sein). Den ursprünglichen Preis entnehmt ihr der Webseite, da kam natürlich noch Porto und Versand dazu. Rechnung von Trekkertent gibt es natürlich noch und kann beigelegt werden. 450 Euro plus Versand
  3. Die "Touri Info" kümmert sich in den meisten Fällen auch um die touristischen Angelegenheiten der Region, sprich jene die auch Kohle in die Kassen spülen. Ob die zu solchen Themen eine fundierte Auskunft geben können/wollen sei dahingestellt. Da würde ich eher die Gemeinde direkt kontaktieren... wobei auch da zu bezweifeln ist, dass man da sofort die gesetzlich gültige und korrekte Antwort bekommt. Ich behaupte einfach mal, dass in den Köpfen der meisten Menschen das campieren als illegal "verankert" ist ohne dass die tatsächlichen gesetzlichen Hintergründe bekannt sind und so wird dann auch schnell mal beauskunftet wenn man nachfragt. Ich habe selbst öfters bei der Exekutive das Gefühl, dass die teilweise die gültigen Gesetze nicht wirklich kennen und nach eigenem Ermessen agieren... (Wobei das für mich auch wieder schwer zu beurteilen oder nachzuweisen ist, da ich selber ja kein Rechtsexperte bin). Das in Österreich bzw. unter seiner derzeitigen Regierung dzt. Gesetze (inkl. Verfassungsrechte usw.) keinen besonders hohen Stellenwert haben ist ja kein Geheimnis....
  4. Ein viel diskutiertes Thema das z.B. über die Suchfunktion hier im Forum zu finden ist. Zusammenfassend findest du z.B. unter https://www.alpenverein.at/portal/natur-umwelt/bergsport_umwelt/zelten-biwakieren.php & unter https://www.oesterreich.gv.at/themen/freizeit_und_strassenverkehr/campen/Seite.3390008.html folgendes zum Bundesland Vorarlberg (in welchem sich das Montafon befindet): Weniger restriktiv. Laut Vorarlberger Campingplatzgesetz kann der Bürgermeister einer Gemeinde das Aufstellen von Zelten außerhalb genehmigter Campingplätze untersagen, wenn Interessen der Sicherheit, Gesundheit, der Landwirtschaft oder auch der Schutz des Naturhaushaltes sowie das Landschafts- und Ortsbild gröblich verletzt werden. Wie ich das verstehe müsstest du also die jeweilige Gemeinde kontaktieren um auf Nummer sicher zu gehen ob campieren erlaubt ist oder nicht. Generell würde ich nicht davon ausgehen, nur dass weil organisierte Übernachtungen irgendwo veranstaltet werden auch für alle anderen (also dich) das selbe Recht gilt. Es handelt sich dabei meist um touristische Interessen/gewerbliche Veranstaltungen, da werden natürlich auch gerne mal Ausnahmen gemacht und jedenfalls wurden im Vorhinein die Genehmigungen eingeholt. Als genereller Tipp: ich persönlich würde in Österreich (und auch anderswo) nicht allzu exponiert und an Hotspots campieren (Touristenorte wie z.B. an Seilbahnen oder neben Alpenvereinshütten, in der Nähe schön gelegener alpiner Seen, etc.) das wäre mir in jedem Fall zu stressig. Für das Hochjoch bzw. die Seen da oben trifft das meiner Einschätzung nach zu. Es gilt natürlich immer: wo kein Kläger da kein Richter. In der Gegend um das Hochjoch habe ich z.B. schon entlang des Wormser Höhenweges biwakiert (uneinsichtig, unauffällig, nach Sonnenuntergang bis vor Sonnenaufgang und natürlich LNT) (Anm.: Das soll aber keine Empfehlung sein! Alles in eigener Verantwortung!)
  5. doast

    Schnäppchen-Thread 2.0

    Auf der offiziellen Raidlight Seite ebenfalls für 40€ (gratis Versand + Rückversand): https://www.raidlight.com/int-en/raidlight-ultra-mp-r-trousers-pants-clothing-apparel-231-glhmp05-231-2019-2020.html Generell einige Schnäppchen dabei, z.B. Tyvek-Hose, etc. Mit Code: OUTLET10 nochmals 10% auf alle Sale-Artikel (hat bei mir vor ein paar Tagen funktioniert).
  6. Da du nur auf Asphalt unterwegs sein wirst würde ich definitiv zu normalen "Straßenlaufschuhen" greifen. Traillaufschuhe sind üblicherweise schwerer und weniger "luftig" als "normale" Laufschuhe. Du brauchst keine Aspekte die Trailschuhe mitbringen (Grip, Stabilität, Zehenschutz, etc.). Du erzeugst nur Abrieb und Reibung an der profilierten Sohle, schleppst ein paar Gramm mehr und hast eventuell Komforteinbussen aufgrund des überlicherweise festeren Außenmaterials bei Trailschuhen (z.B. härtere Knickstellen etc.). Wie @paddelpaul vorgeschlagen hat, würde ich persönlich für so ein Event ebenfalls zu Hokas greifen. Allerdings nicht zum Challenger ATR wenn es nur um Asphalt geht. Z.B. der Clifton ist quasi die Straßenvariante des Challengers. Wichtig wäre mir jedenfalls eine gute Dämpfung. Falls du Zero Drop Schuhe bevorzugst sollte es z.B. auch von Altra Straßenmodelle geben die gut geeignet sind (breite Zehenbox und Komfort und genügend Dämpfung).
  7. Tag 8/8,5 – Bielerhöhe bis Lech – 400 km rund um Vorarlberg = Check Einmal noch. Einmal noch früh aufstehen, einmal noch die übliche Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Nur noch einmal Gas geben, Distanz machen und Berge erklimmen. Nur noch ein letzter Abschnitt und meine Wanderung rund um Vorarlberg soll erfolgreich enden. Am Ende des 8. und letzten Abschnittes entlang von „Min Weag“ soll der Haken stehen. Das „Check“ hinter einem 400 Kilometer langen zusammenhängenden Fußweg rund um mein Bundesland. Von der Bielerhöhe nach Lech. 65 Kilometer und 4.000 Höhenmeter im Aufstieg liegen zwischen mir und dem Erfolg. Die anspruchsvollste Strecke meines Projektes liegt noch vor mir. Ich bin nicht selbstsicher genug um diese letzte Strecke in einem Tag absolvieren zu wollen. Zu unbekannt ist mir die vielleicht „wildeste“ Region Vorarlbergs. Zu viele Fragezeichen stehen im Raum. Eine Abreise von Lech bei Ankunft im Dunklen ist auch nicht möglich. Deshalb wird ein Übernachtungstrip geplant. Es wird mal wieder Zeit die Ausrüstung hervorzukramen. Prolog 4 Kilogramm Basisgewicht plus Essen für 1 1/2 Tage und 1 Liter Wasser hängen an meinem Rücken als ich am Silvrettastausee aus dem Bus aussteige. Erst um 10:00 starte ich mein Abenteuer. Meine Überheblichkeit geht von einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 5 km/h für meine Strecke nach Lech aus. Kleiner Tipp vorweg für alle die den Weg nachwandern wollen: plant deutlich mehr Zeit für diese Strecke ein. Der Blick zurück zum Silvrettastausee mit den höchsten Bergen Vorarlbergs im Hintergrund ist gigantisch. Die Sonne lacht vom Himmel. Vorbei an der imposanten Vallüla wird das Gelände ruppig. Ausgedehnte Blockfelder erstrecken sich auf den nächsten Kilometern bis zum Vallülasee. Es geht langsam vorwärts. Ein Felsblock nach dem anderen will überwunden werden. Ich merke schon, dass mit der angestrebten Durchschnittsgeschwindigkeit wird heute schwer. Trotzdem, die Landschaft hätte ich mir nicht schöner vorstellen können. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreiche ich den Stausee Kops. Türkisfarbig funkelt das Wasser eingefasst von gigantischen Bergen und einer massiven Staumauer. Am Zeinisjoch herrscht Hochbetrieb. Auf den nächsten Kilometern zur Neue Heilbronner Hütte und weiter zur Konstanzer Hütte führen Scharen an Mountainbikern Ihre Zweiräder aus. Immerhin komme ich hier schnell vorwärts und kann Kilometer fressen. Die Zeit verfliegt und der Nachmittag geht in den frühen Abend über. Der Himmel hat sich in der vergangenen Stunde verdüstert und Wolken bäumen sich auf. Vor mir baut sich das größte Hindernis des Tages auf. Ein senkrecht zu den Höhenlinien ansteigender, steiler Pfad hoch zum Gstansjöchli auf fast 2.600 Metern liegt vor mir. Auf 2.400 Metern verwandeln sich die dunklen Wolken in Regen. Dann verwandelt sich der Regen in Hagel. Die Wetterprognose war gut. Der Regenrock blieb daheim. Die mitgebrachte Regenjacke suppt zwischen Rucksack und Rücken sofort durch. Bis auf die Boxershorts nass, fluche ich. In der vom Schmelzwasser triefend nassen Kaltenbergmoräne zwischen Altschneefeldern, Kaltenbergsee und Kaltenberggletscher möchte ich dann doch nicht abwettern oder gar meine Nacht verbringen. Deswegen drücke ich aufs Gas. Hoch geht es Richtung Krachelspitze auf fast 2.700 Meter Höhe. Der Regen lässt glücklicherweise nach. Am Horizont bahnen sich die nächsten dunklen Wolken an. Wäre da nicht der Regen und die Kälte… die Stimmung ist atemberaubend. Vorsichtigen Schrittes geht es im Abstieg weiter Richtung Kaltenberghütte. Diese erreiche ich gegen halb 8. Ein vor der Hütte rauchender Gast teilt mir mit, dass das Matratzenlager fast leer wäre. Ein warmes Lager klingt verlockend. Dafür bin ich jedoch nicht hier. Weiter geht es Richtung St. Christoph. An geeigneter Stelle richte ich mich für die Nacht ein. Ein weiterer kurzer Schauer verabschiedet mich in die Nacht. Das Grande Finale Der frühe Vogel fängt den Wurm oder wer früher ankommt erwischt den früheren Bus in Lech. Um 5:00 weckt mich der Alarm meiner Uhr. Das ausgestorbene St. Christoph am Arlberg erreiche ich schnell. Der Anstieg zur Ulmer Hütte führt steil über eine Skipiste. Willkommen am Arlberg. Atemberaubende Bergkulisse, misshandelt von menschlicher Ski-Infrastruktur. Ich wähle eine alternative Route über den Flexenpass und Zürs hoch zum Rüfikopf. Den Teil Stuttgarter Hütte bis Rüfikopf entlang der offiziellen Wegführung bin ich vor 2 Tagen bereits gewandert. Deswegen entscheide ich mich dafür einen mir noch nicht bekannten Weg zu wandern. Die letzten Kilometer führen steil vom Rüfikopf hinunter ins wuselige Lech. Es ist geschafft. Ich stehe in Lech und bin ein klein bisschen stolz. 400 Kilometer rund um Vorarlberg sind geschafft. Ich kann meinen ganz persönlichen Haken unter mein Vorhaben setzen. Min Weag = Check. Statistik Insgesamt zeigt meine Uhr am Ende von Tag 8 eine Distanz von 44 Kilometern, 2.600 Höhenmeter im Anstieg und 2.650 Höhenmeter im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 10:45 Stunden an. Am nächsten Vormittag zusätzlich eine Distanz von 24,5 Kilometern, 1.400 Höhenmeter im Anstieg und 1.900 Höhenmetern im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 6:15 Stunden. Wer noch mehr Fotos oder Videos zu allen Etappen sehen will schaut einfach auf https://www.wegalsziel.at oder unter https://www.youtube.com/channel/UCjxPqVQ29t3BxGHgjJkkLeQ vorbei.
  8. @chbla Abschnitt 13 führt von der Kaltenberghütte zur Konstanzer Hütte. Diesen Abschnitt bin ich vorgestern gelaufen. Grandiose aber tlw. anspruchsvollere Strecke als die restlichen Etappen von "Min Weag". Hatte noch einige Altschneefelder da oben. 1-2 mal sollte man ein bisschen aufpassen. Trailschuhe "beißen" ja leider nicht so gut im weichen Schnee. Edit: Sehe gerade dein Beitrag ist etwas älter. D.h. wir waren am selben Wochenende dort oben unterwegs. Wie ist es dir ergangen? Wie hat es dir gefallen?
  9. Geduld. Solche Anschaffungen kosten, da muss der ein oder andere überlegen. Außerdem muss es halt auch zeitlich passen. Würde vorschlagen du wartest ab und inserierst auch in den ebay Kleinanzeigen. Nur ein gut gemeinter Tipp. Viel Glück beim Verkauf Ich hab übrigens schon 2 schicke DCF Teile, bin also raus.
  10. Tag 7 – Bielerhöhe bis Gargellen - Im Süden Vorarlbergs Tag 7 entlang von „Min Weag“ rund um Vorarlberg führt mich in den südlichsten Landesteil des Bundeslandes. Selbst dieser abgelegene Landesteil ist ideal mittels öffentliche Verkehrsmittel zu erreichen. Ein bisschen Geduld braucht es dann aber doch. Immerhin ist die Strecke von Bregenz auf die Bielerhöhe am Silvretta-Stausee eine der längsten möglichen Strecken die man in Vorarlberg zurücklegen kann. Einmal quer durchs ganze Land. Die letzten Kilometer werden auf der mautpflichtigen, kurvenreichen Silvretta-Hochalpenstraße zurückgelegt. Das dabei Passagiere im öffentlichen Verkehr ebenso mautpflichtig sind wie private PKW oder Motorräder war mir nicht bewusst. So schau ich erstmals blöd aus der Wäsche als mir bereits um kurz nach 7:00 morgens 4,50€ abgenommen werden. Es scheint als wäre nichts umsonst außer der Tod und auch kostet der bekanntlich das Leben. So oder so ähnlich… Auf etwa 2.000 Höhenmeter am Silvretta-Stausee angekommen empfängt mich ein strahlend blauer Himmel. Trotz der Höhenlage und der frühen Uhrzeit ist es bereits warm. Es soll ein heißer Tag werden, mit starken Wärmegewittern ab Nachmittag. Ich plane natürlich nicht diese am Berg mitzuerleben. Der Kanton Graubünden in der Schweiz ist hier oben ganz nah. Selbst Italien ist per Luftlinie nur etwa 30 Kilometer von hier entfernt. Man kann das Dolce Vita förmlich riechen. Die Ärmel meines T-Shirts hochgekrempelt soll es also los gehen. Die hochgekrempelten Ärmel sollen sich jedoch noch bitter rächen. Darauf vergessend verharrten diese die gesamte Etappe über an ihrer Position. Rote, brennende Oberarme sind das leidvolle und mahnende Resultat. Die heutige Etappe wird gelaufen. Quasi als langsamer Long Run für die Woche. Langsam ist dann auch der dominante Begriff in der nachträglichen Notiz in meinem Trainingsplan. Die hohen Temperaturen und die Höhenlage großteils zwischen 2.000 und 2.500 Höhenmetern verlangen mehr ab als erwartet. Das Gelände tut sein übriges. Technische Trails und viele grobe, blockige Passagen hemmen mich in meinem Rhythmus. Trotz mäßiger vertikaler Höhenmeter sind die vorhandenen Anstiege knackig. Dominiert wird die Etappe von der Bielerhöhe nach Gargellen durch atemberaubende Panoramen vom Hochmadererjoch und Vergaldnerjoch, sowie der Durchquerung zweier mächtiger Täler (Garneratal und Vergaldatal). Leider kommt auch dieser Abschnitt nicht gänzlich ohne das für die Alpen übliche „Schotterwegspazieren“ aus (irgendwie müssen die Schnapsflaschen und Knödel ja auch auf die Hütten gelangen). Insgesamt zeigt meine Uhr am Ende von Tag 7 eine Distanz von 27 Kilometern, 1.350 Höhenmeter im Anstieg und 1.900 Höhenmeter im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 4:30 Stunden an.
  11. Das kann bei Laufshorts mit RV-Tasche ober dem Gesäß durchaus vorkommen. Habe es schon erlebt, dass Leute an der Stelle komplett wund gescheuert waren. So sehr ich ein Freund der genannten Patagonia Strider Pro 5'' bin, so wenig verwende ich Sie beim Weitwandern mit Rucksack der bis zum Steiß reicht. Da lege ich wert darauf eine Laufshort zu verwenden welche keine RV-Tasche in dieser Region besitzt.
  12. Mir bringst du gar nix, ich lebe glüklicherweise nicht vom Tourismus . Aber ein bisschen "necken" unter Nachbarn darf doch sein oder!? Wenn die Wege voller Ösis gewesen wären hätte ich halt über die geschumpfen. Steh halt auf Menschenleere auf den Bergen
  13. Tag 6 – Lech bis Sibratsgfäll – Jo mei, is des schee bei eich in Österreich Tag 6 entlang von "Min Weag" rund um Vorarlberg könnte abwechslungsreicher nicht sein. Vom Start im Nobelskiort Lech, über einen der offiziell schönsten Plätze Österreichs am Körbersee, weiter über menschenvolle Wanderwege im Kleinwalsertal und über den ruppigen Gottesacker hält dieser Teilabschnitt viel bereit. Der frühe Vogel fängt den Wurm, deshalb klingelt der Wecker bereits um 5:00. Der erste Bus bringt mich nach Lech. Um kurz nach 7:00 zeigt der Skiort der Reichen und Schönen seine verschlafene Seite. Auch die Sonne wirkt noch müde und späht nur unbeholfen zwischen den Wolkenresten hervor. Vorbei an den Gipslöchern und über das Auenfeld erreiche ich bald den Körbersee. 2017 wurde der Körbersee zum "Schönsten Platz Österreichs" gekürt. So schlecht schaut er auch gar nicht aus. Ob er dieser Superlative jedoch gerecht wird kann natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Beim Abstieg ins Kleinwalsertal beginnt ein Marathon des "Grußformelbrummens". Morgen, Servus, Hallo, Tagchen,.... Wagenladungen an großteils deutschen Wanderern bahnen sich den Weg bergauf. Gegrüßt seit ihr Freunde aus Bayern. Das zwingt mich in einen bergab "Stottermodus", bergauf hat ja bekanntlich Vorrang. Serpentine für Serpentine das gleiche Spiel. Stehen bleiben, Vorrang geben, Grußformel brummen, dann geht es weiter. Die verlorene Zeit hole ich im letzten Teilstück Richtung Baad auf. Der lockere Laufmodus wird mal wieder für ein paar Minuten eingeschalten. In Mittelberg nutze ich die Gunst der Stunde. Eine kalte Cola und eine süße Mehlspeise aus dem Supermarkt füllen meine Glykogenspeicher. Hoch Richtung Hoher Ifen und Hahnenköpfle teile ich mir die Wege wieder mit der halben Bevölkerung Deutschlands. Man muss wissen, das Kleinwalsertal liegt zwar in Österreich ist aber nur über Deutschland per Straße erreichbar. Dementsprechend ist das Kleinwalsertal fest in deutscher Hand. Zumindest was den Tourismus anbelangt. Diesmal genieße ich ebenfalls das Recht des bergauf Vorrangs. Ein Überholmanöver reiht sich an das nächste. Ich überhole gefühlt die halbe Bevölkerung Deutschlands. Nach erreichen des Hahnenköpfles wird es endlich ruhiger. Das Gottesackerplateau, eine karge und faszinierende Karstlandschaft erstreckt sich vor mir. Ruppig und rutschig geht es bergab Richtung Schönenbach. Mein Fluchen macht den Weg nicht einfacher und so kostet mich der Abstieg viel Zeit. Die letzten Kilometer von Schönenbach zu meinem Tagesziel Sibratsgfäll führen großteils über "Forstautobahnen". Die Strecke ist rasch zurückgelegt. Deutlich schneller als gedacht an meinem Ziel, muss ich eine gefühlte Ewigkeit auf den nächsten Bus Richtung Heimat warten. Glücklicherweise überzeugt mein elegant ausgestreckter Daumen das erste vorbeifahrende Fahrzeug mich mitzunehmen. Tagestouristen aus Deutschland nehmen mich mit des Weges. So gilt mein Dank am Ende des Tages doch noch den Touristen aus Deutschland. Insgesamt zeigt meine Uhr am Ende von Tag 6 eine Distanz von 50 Kilometern, 2.300 Höhenmeter im Anstieg und 2.800 Höhenmeter im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 8:50 Stunden an.
  14. Da bin ich leider überfragt. Hab mit Hütten so gar nichts am Hut. Merk mir meistens nichtmal deren Namen (meist irgendeine deutsche Stadt im Namen Hütte eben...). Ich mach da immer nen großen Bogen rum. Aktuell ist generell wenig los auf diesem Weg und Tagesgäste habe ich nicht viele gesehen auf den Hütten, Corona sei Dank (?).
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