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Ultraleicht Trekking

doast

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  1. Die Maschine ist vorerst reserviert. Sofern sie nicht genommen word melde ich mich wieder. @Nero_161
  2. Aufgrund Umzugs und notorischer Nichtbenützung gebe ich eine Pfaff 1209 Compact Nähmaschine ab. Hab ich mir vor wenigen Jahren gebraucht gekauft da ich in die Welt des MYOG einsteigen wollte. Habe dann viel recherchiert und aufgrund des Obertransports diese Maschine gewollt. Es blieb dann allerdings bei wenigen kleinen Einsätzen. Nähen ist nicht meins. Ich bin absoluter Laie und kann nicht viel über die Maschine sagen. Der I/O Schalter ist defekt, d.h. man muss die Maschine mittels Netzstecker ein-/ausschalten. Ich habe nur gerade Stiche und Zickzack verwendet. Das Originalzubehör ist entsprechend dem Foto vorhanden. Versenden kann ich nach Österreich und Deutschland gegen Portoübernahme. Artikelstandort wäre am Bodensee (Nähe Lindau), kann hier auch abgeholt werden. Preislich habe ich keine Ahnung was angemessen ist, da ich wie gesagt Laie bin und auch den Zustand nicht fachgerecht einschatzen kann. Ich würde daher einfach auf faire Angebote eingehen. Ist zwar nicht direkt UL aber angesichts des MYOG Ansatzes dachte ich ich stelle es mal hier ein.
  3. Habe einen FarPointe Alpha Cruiser (Alpha Direct 90) und 2 Stk Montane Allez Micro Hoodies. Das Alpha Direct ist gefühlt etwas wärmer als das Microgrid Fleece aber auch etwas "zugiger". Bezogen auf das Gewicht ist das Alpha definitiv wärmer. Hat bei mir meinen Montane Allez als GoTo Fleece-Schicht abglöst. Ist aber delikater als der Montane. Vorallem Achtung mit Klettverschluß, RV einzwicken etc. Wie es sich auf Dauer schlägt muss sich noch zeigen. An 2-3 Stellen wo der Rucksack scheuert (unterer Rückenbereich) ist das Alpha auch schon etwas "gepillt" durchs scheuern. Falls es dich interessiert auf meinem Blog gibts ein (Video-)Review (bzw. link zum YT-Review) zu 2 Alpha Hoodies von FarPointe.
  4. Habe keine konkreten Vorschläge. Verwende selbst Wordpress als Blog. Unterwegs als quasi "Tagebuch" verwende ich Instagram. Da schmeiße ich am Ende eines Tages eine kurze Zusammenfassung inkl. ein paar Bilder rein. Solltest du keinen Empfang haben gibt es die Möglichkeit den Inhalt hochzuladen sobald du wieder Verbindung hast. Dient mir als persönliches Tagebuch aber auch als Reisetagebuch für Familie, Freunde, Bekannte und andere interessierte Personen.
  5. Mittlerweile habe ich meine Wanderung entlang des Nordalpenwegs fortgesetzt bzw. mein Vorhaben zum Abschluss gebracht. Der Vollständigkeit wegen hänge ich auch diesen Teil hier an. Dieser Bericht ist eine 1:1 Kopie von meinem Blog (siehe https://www.wegalsziel.at/nordalpenweg-fortsetzung-2021/). @Mod-Team Vielleicht kann einer der Moderatoren den Titel des Thread bitte umbenennen in "Entlang dem Nordalpenweg - Von Wien nach Kufstein"? Der Titel wäre dann nun passender. Danke! Zweiter Teil meiner Österreichdurchquerung Im Juli bin ich bereits den ersten Teil des Nordalpenwegs von Perchtoldsdorf nach Kufstein gewandert. Nach 12 intensiven Tagen quer durch Österreich habe ich mir eine kurze Auszeit genommen. Eine Arbeitswoche sowie ein Kurzurlaub gemeinsam mit meiner Freundin und unserem Hund folgten. Dann sollte es wieder auf große Tour gehen. Um mein Ziel, eine zusammenhängende Route über die Alpen von Wien bis ans Mittelmeer zu Fuß, zu erreichen fehlen mir noch zwei Puzzlestücke. Die Durchquerung der Schweiz und das Stück entlang des Nordalpenwegs zwischen Kufstein und Vorarlberg. Die Wetterkapriolen der letzten Wochen inkl. extremer Niederschläge und kalter Sommertemperaturen haben meine Planung stark beeinflusst. Die Lust in kalte, nasse Gebirgszüge aufzubrechen war relativ gering. Immer wieder schob ich den Starttermin vor mir her in der Hoffnung auf Wetterbesserung. Vor dem Start Anfang August waren die Wettervorhersagen weiterhin bescheiden. Ich wollte jedoch keine Zeit verlieren und entschloss mich den zweiten Teil des Nordalpenwegs in Angriff zu nehmen. Die Durchquerung der Schweiz entlang der Via Alpina Grün führt in größere Höhen als sie auf den verbleibenden Etappen des Nordalpenwegs vorkommen. Außerdem war das für die Schweiz prognostizierte Wetter noch miserabler als jenes für Österreich. Ich gab also dem Abschluss meiner Nordalpenwegwanderung den Vorzug. Weiter geht es auf dem Nordalpenweg – Wegweiser Ein neuer Stil Aufgrund des miserablen, prognostizierten Wetters und der suboptimalen Campingsituation welche ich auf dem ersten Teil meines Nordalpenwegs erfahren habe, entschließe ich mich zum ersten Mal auf die Mitnahme eines Zeltes zu verzichten. Den Weg von Kufstein bis nach Vorarlberg plane ich also als Hüttenvariante. Das ist ein Novum für mich. Die kurze Dauer dieser Wanderung ermöglicht mir jedoch eine relativ exakte Planung und so kann ich absehen wann ich wo nächtigen werde. Ich informiere mich also vorab über die Hütten und Unterkünfte am Weg. Am Ende sollte ich in vier Hütten und einem Hostel (Mountain Mellow in Ehrwald, absolut zu empfehlen) genächtigt haben. Los geht es Am 2.8.2021 reise ich frühmorgens per Zug nach Kufstein um trotz Anreise einen möglichst langen Wandertag einlegen zu können. Bereits um kurz nach 8:00 geht es in Kufstein los. Das Wetter ist kühl und feucht. Es soll auch für den Rest meiner Tour nicht besser werden, im Gegenteil. Der erste Teil des Tages bis zum Kaiserhaus verläuft unspektakulär und wenig spannend auf breiten Forsttraßen. Dann geht es hoch ins Rofangebirge, der Weg wird schöner. Zireinersee im Rofangebirge Um mein Tagesziel, die Bayreuther Hütte, zu erreichen weiche ich von der Originalroute ab. Der Weg wäre ansonsten zu lange geworden, die Zeit bei einem verspäteten Start zu knapp. Immer wieder regnet es. Meine neu für diese Tour gewählten Schuhe Hoka One One Torrent 2 (mein Review dazu) zeigen ihre Schwächen, eingeschränkter Grip bei Nässe. Unterwegs im Rofangebirge Im Karwendel Der nächste Tag beginnt mit einem steilen Abstieg Richtung Achensee. In Maurach gibt es ein kleines Frühstück und Proviant für den Tag wird gekauft. Noch nie war ich am Achensee. Ein wahrer Touristenmagnet soll er sein. Heute zeigt sich alles grau in grau, die Sicht auf die umliegenden Berge kann ich mir lediglich ausmalen. Ich vermute, dass die Gegend bei gutem Wetter doch ganz ansehnlich sein muss. Über Pertisau geht es hoch Richtung Lamsenjoch. Die Landschaft wird schöner und schöner, das Wetter zeigt Gnade mit mir und erlaubt schöne Aussichten. Blick zurück im Karwendel – Aufstieg Richtung Lamsenjoch Im Karwendel – Aufstieg zum Lamsenjoch Ich steige ab Richtung Eng Alm. Ein mir unsympathischer Ort. Ein überfüllter Touristenhotspot. Kaum auszumalen wie es hier an einem richtig schönen Wochenende zugehen muss. Außerdem stoße ich auf Plakate die den Abschuss und die Ausrottung des Wolfes im Tirol fordern. „Unserem Vieh die Almen, dem Wolf die Wildnis!“ wird darauf gefordert. Diesen Slogans werde ich noch öfters begegnen. Meine Nackenhaare sträuben sich. Gerne würde ich die Verantwortlichen, all die Obmänner, Präsidenten und alle anderen fadenscheinige, scheinheilige Individuen raus aus ihren Villen und riesen Gehöften zerren und selbst in die Wildnis schicken. Es gilt Wut und Ärger abzubauen und den nächsten Anstieg hochzujagen. Die Laliderwände bieten ein hervorragendes Panorama. Langsam beginnt sich der Himmel zu verdunkeln. Starker Regen und Gewitter sind prognostiziert. An den Laliderwänden staut sich das Wetter Vor dem Regen erreiche ich die Falkenhütte. Hier habe ich ursprünglich geplant zu übernachten. Es ist noch zu früh. Morgen soll es ganztags regnen. Ich habe noch ausreichend Energie im Tank. Alles Gründe dafür die heutige Etappe auszudehnen und die morgige Etappe zu verkürzen. Da soll es nach Ehrwald gehen, dass wären von der Falkenhütte etwa 60 Kilometer (in der Talvariante). Machbar aber bei Regen eher unangenehm. Ich wandere also weiter zur Karwendelhütte. Eine scheinbar sehr beliebte Hütte. Die Gerüchte stimmen. Die Karwendelhütte ist sehr gut besucht. Dank des schlechten Wetters gibt es trotzdem Stornos und Platz für mich. Bald erfahre ich, dass der Traumpfad München – Venedig hier vorbeiführt. Nun ist alles klar. Einer der beliebtesten und überlaufensten Pfade über die Alpen zieht natürlich eine entsprechende Buchungslage nach sich. Ein zum Bersten voller Gastraum ist ein Anblick den ich nicht mehr gewohnt bin. Unzählige Wanderer beim Abendessen. Das gab es zuletzt vor Beginn der weltumspannenden Pandemie. In den Bergen kennt die Hysterie scheinbar Grenzen. Und sind wir uns mal ehrlich, lieber Corona als erfroren im Fichtenforst. Zugspitzmelancholie Wie üblich verlasse ich als erster die schützende Hütte. Die ersten Stunden des Tages sollen trocken verlaufen ehe eine Kaltfront mit starkem Regen über das Tirol ziehen soll. Diese Zeit will ich nutzen. Richtung Scharnitz geht es auf Forststraße. Aussicht spielt sich heute nicht wirklich. Die Wolken hängen tief. Weiter geht es über Ahrn und Leutasch. Höhenmeter mache ich heute nicht viele. Ich nehme die Talvariante, umgehe die Zugspitze im Süden durchs Gaistal und entlang der Leutascher Ache. Die umliegenden Gipfel liegen melancholisch in grauen Wasserdampfmolekülen. Irgendwie hätte ich schon gerne einen Blick auf die Zugspitze erhascht. Das wird es nicht spielen. Heute nicht und auch morgen nicht. Die Leutascher Ache gefällt mir gut. Das Tal durch welches ich wandere hätte Potential. Leider führt wieder eine gut ausgebaute und befestigte Forststraße hindurch. Immer wieder schießen Biker an mir vorbei. Dann folgt was unabwendbar war. Die Kaltfront zieht über mich hinweg und bringt kaltes Nass von oben mit. In voller Regenmontur wandere ich Richtung Ehrwald. Ein Abstieg durchs Schigebiet und weiterhin starker Regen in Ehrwald tragen meinem Gemüt nicht bei. Letzte Versorgungen in Ehrwald und ab ins Hostel. Mountain Mellow Hostel, da klingelt was. In South Lake Tahoe steht ebenfalls ein Namensvetter, ein beliebtes Hostel bei Wanderern am Pacific Crest Trail. Die Verwandschaft ist nur zufällig. Das Hostel ist trotzdem eine willkommene Abwechslung im Tiroler Hoteleinerlei. Gutes Konzept, gutes Publikum, guter Preis, einfach gelungen. Bitte mehr von solchen Etablissements im Alpenraum und weg mit einigen Hotelburgen. Gaistal im Wettersteingebirge Auf in die Lechtaler Alpen Bevor ich Vorarlberg erreiche gilt es ein letztes Gebirge entlang des Weges zu durchqueren. Zwischen mir und Vorarlberg liegen noch die Lechtaler Alpen. Ein Sahnestück entlang des Nordalpenwegs. Die Lechtaler Alpen sind in ihrem westlichsten Teil auch mit der anspruchsvollste Teil der gesamten Strecke zwischen Wien und Bregenz. Für mich, jemand der hohe technische Raffinesse nicht im Portfolio hat, ist der Normalweg nicht die Route der Wahl. Bereits von Beginn an habe ich eine alternative Route durch die Lechtaler Alpen geplant, welche eher zu mir passt. Doch zuerst geht es von Ehrwald über den Fernpaß weiter Richtung Westen. Den Aufstieg zur Loreahütte spare ich mir. Es regnet stark. Der Abstecher zur Loreahütte führt über einen anspruchsvollen Weg, vertikal (zumindest im Profil) knapp 1.000 Höhenmeter nach oben, ehe er die selbe Höhe umgehend nach unten vernichtet. Bei einstelligen Temperaturen über 2.000m Höhe, dem starken Regen und der mangelnden Sicht spricht nichts für diese Route. Dieser Umweg kann im Tal auf einer kurzen Strecke von ca. 4 Kilometer einfach umgangen werden. Das tue ich auch. Richtung Anhalterhütte werden ohnehin noch Höhenmeter gemacht. Im Regen stapfe ich durch schöner werdende Landschaft. Der gesättigte Boden ist rutschig. Steil geht es hoch. Ein Joch und ein weiterer Sattel wollen erklommen werden bevor die Anhalterhütte den Wanderer empfängt. Der Abstieg über das Joch ist extrem rutschig. Vorsichtig arbeite ich mich bei peitschendem Gegenwind hinab. Auf dem Weg zur Anhalterhütte Auf dem Weg zur Anhalterhütte Ich erreiche die Anhalterhütte. Hier schlägt das Wetter um. Es ist deutlich trockener, sogar die Sonne zeigt sich phasenweise. Gegen meine Erwartung herrscht in der Hütte reger Betrieb. Zahlreiche Tagesgäste machen sich Richtung Abstieg. Das tue ich auch. Ich steige ab Richtung Bundesstraße und der kleinen Ortschaft Pfafflar. Die Sonne zeigt sich nun vermehrt. Das tut gut. Trotzdem bilden sich auf den Wegen kleine Bäche und Ströme. Zu intensiv war der Regen in den letzten Tagen und Wochen. Meine Schuhe sind nass und schwer. Ich spüre wie sich mehr und mehr ein ziehender Schmerz in meinem linken, unteren Schienbeinbereich entwickelt. Bereits in den letzten Tagen hatte ich das Gefühl „zu tief“ im Schuh zu stehen. Die Einlegesohle des Hoka One One Torrent 2 ist sehr dünn. Auf meiner Tour im Jahr 2020 verwendete ich dieses Modell ebenfalls, jedoch mit einer Einlegesohle der Marke Superfeet. Auf Grund des tiefen Standes im Schuh, hat der Schaft immer wieder schmerzhaft im Bereich unter meinem Knöchel gedrückt. Ob sich diese Belastung nun auf mein Schienbein auswirkt? Spielen die nassen und kalten Füße eine Rolle? Ich kenne die Art von Schmerzen die sich gerade in meinem Schienbein ausbreiten. Es sind nicht die üblichen Schienbeinprobleme die ich beim Laufsport entwickle. Diese habe ich an der Schienbeininnenkante. Diese Schmerzen hatte ich zuletzt im Jahr 2016 als ich den Bibbulmun Track in Australien aufgrund von Schmerzen aufgeben musste. Böse Erinnerungen werden wach als ich die letzten Kilometer in Richtung Hanauer Hütte in Angriff nehme. Nur noch ein Tag, etwa 50 Kilometer und 2.500 Höhen trennen mich von meinem Ziel, Vorarlberg. Eine Strecke die auch unter Schmerzen machbar ist, doch ist mir auch der potentielle Preis dafür bekannt. Ein Finale mit Beigeschmack Eigentlich ist für heute endlich wieder gutes Wetter vorhergesagt. Die Morgentemperaturen auf über 2.000 m Höhe sind trotzdem noch verhalten. Außerdem hält sich das Wetter einfach nicht an die Vorhersagen. Der Himmel öffnet kurz nach Abmarsch seine Schleusen. Kalt und nass gestaltet sich die Situation als ich die ersten Pässe und Scharten nehme. Das war es mit trockenen Füßen. In den Lechtaler Alpen – Immer wieder regnet es In den Lechtaler Alpen komme ich langsamer vorwärts als erhofft Die Bedingungen lassen rasch meine Entzündung im Schienbein hochflammen. Eigentlich soll der heutige Tag mich durch die Lechtaler Alpen nach Madau, hinab ins Lechtal und anschließend wieder hoch nach Lech in Vorarlberg führen. Diese Variante habe ich lediglich überschlagsmäßig geplant. Ich war etwas zu optimistisch in der Planung. Zu euphorisch am letzten Tag nochmals richtig Gas geben zu können. Ich stelle bald fest, dass die Etappe länger werden würde als ich annahm. Der einsame Pfad in den Lechtaler Alpen verlangsamte meine Gangart. Nicht schwer aber mühsamer als erwartet gestaltete sich der Pfad. Die zunehmenden Schmerzen im Schienbein verlangsamten mich spürbar. Meine Entzündung verlangsamt mich Besonders bergab ging nur im Schongang. Das Erreichen der letzten Busverbindung ab Lech nach Hause war bereits früh in Gefahr. Es gab zwei Alternativen. Die eine bedeutete per Bus aus dem Lechtal (Steeg) nach Hause zu fahren und somit etwa 15 Kilometer vor meinem Ziel Vorarlberg die Segel zu streichen. Die zweite Möglichkeit war die Route etwas zu vereinfachen und einzukürzen und nach Warth in Vorarlberg zu wandern und dort hoffentlich den letzten Bus rechtzeitig zu erreichen. Somit hätte ich mein Ziel Vorarlberg erreicht. Nicht wie geplant in Lech, sondern in der Nachbargemeinde Warth. Option eins wäre aus gesundheitlicher Sicht die richtige Wahl gewesen. Allerdings wollte ich nach knapp 800 Kilometern durch Österreich nicht an den letzten 15 Kilometern scheitern. Ich entschied mich gegen die Vernunft und folgte meinem Herzen. Humpelnd ging es bergab ins Lechtal, entlang des Lechwegs nach Steeg und weiter bis nach Warth in Vorarlberg. Auf den letzten Kilometern griff ich in die Trickkiste und erlaubte mir ausnahmsweise eine Schmerztablette während des Gehens. Gerade rechtzeitig erreichte ich Warth. Mit ausreichend Zeit für eine Belohnung in Form eines kalten Getränks und gerade pünktlich vor Abfahrt des letzten Busses. Am Ende meiner Reise. Leider mit Beigeschmack. Ein (aufgesetzter) Grinser für das Foto geht sich aber noch aus. Zu meiner Freude über die erfolgreiche Durchquerung Österreichs auf meiner Variante entlang des Nordalpenwegs gesellte sich das Wissen über eine bevorstehende Zwangspause. Die geplante Wanderung auf der Via Alpina scheint vorerst, ebenso wie meine anderen Vorhaben, warten zu müssen. Fazit Meine letzten Tage auf dem Nordalpenweg haben gemischte Gefühle hinterlassen. Einerseits Freude über die erfolgreiche Absolvierung meines Vorhabens und die gute körperliche Verfassung während der Zeit auf dem Weg. Andererseits habe ich während der letzten beiden Tagen einen hohen Preis gezahlt. Unter anderen Voraussetzungen hätte ich in dieser Situation, sinnvollerweise, eine Pause eingelegt. So knapp vor dem Ziel ist die Versuchung allerdings zu groß gewesen direkt ins Ziel zu marschieren. Nach ärztlicher Abklärung (ich wollte für mich eine Stressfraktur ausschließen) wurde eine Knochenhautentzündung diagnostiziert. Ich rechne mit 10-14 Tagen Bewegungspause. Danach muss ich für mich selbst die weitere Belastbarkeit einschätzen und überlegen ob ich mir eine ähnliche Belastung wie am Nordalpenweg auch auf der Via Alpina Grün zutraue. Die letzten fünf Tage auf dem Nordalpenweg waren leider von schlechtem Wetter und oftmals mangelnder Fernsicht geprägt. Die Lechtaler Alpen habe ich aber trotzdem als extrem reizvolles Gebirge wahrgenommen. Das Wettersteingebirge mit der Zugspitze möchte ich jedenfalls auch noch bei gutem Wetter erkunden. Der Ansatz nur auf Hütten zu setzen war neu für mich. Dadurch konnte ich mit noch leichterem Gepäck gehen. Nach nur wenigen, auch immer wieder schlechten Hüttenerfahrungen in der Vergangenheit, hat sich mein Bild etwas gewandelt. Ich schließe für mich Hüttentouren nun nicht mehr per se aus. Während der Hauptsaison und insbesondere an Wochenenden ist man relativ unflexibel unterwegs und muss viel vorausplanen und immer wieder anpassen. In der Nebensaison, unter der Woche oder bei Schlechtwetter (Stornierungen von anderen Gästen) und insbesondere als Einzelperson sollte die Verfügbarkeit eines Übernachtungsplatzes aber kein größeres Problem darstellen. Gerade im heimischen Alpenraum werde ich in Zukunft auch Hütten in meine Planung miteinbeziehen. Statistiken für die gesamte Strecke zwischen Kufstein und Warth Distanz: 233 Kilometer Höhenmeter im Aufstieg: 10.300 hm+ Dauer: 4 Tage, 8 Stunden, 59 Minuten Tageskilometer im Durchschnitt: 46,6 Kilometer Durchschnittliche Höhenmeter im Aufstieg pro Tag: 2.050 hm+ Längster Tag: 51 Kilometer Kürzester Tag: 43 Kilometer Pausentage: 0
  6. @gagel21 sofern du auf Nr. 6 verzichten kannst schau dir mal die Compressport Racing Split Overshorts an. Habe ich gerade gekauft. Habe eine kurze, sehr leichte Short ohne Slip und anderem Klimbim gesucht. Keine Taschen, kein störender Bund. Nur das nackte Gefühl des nichts.
  7. Vielleicht hast du noch nicht gefunden weil es sowas gar nicht am Markt gibt? IMHO ist das ausschließende Kriterium die Nr. 6. Du suchst eine sehr leichte, sehr kurze Hose ohne besonderen Bund bzw. ohne Reißverschlüsse die aber eine Tasche für ein relativ großes Smartphone liefert... Wie soll bitte Platz für ein Smartphone sein bzw. wie soll das vernünftig verstaut werden können? Mittlerweile gibt es Tights mit Einschub an den Oberschenkeln, aber Tights magst du nicht. Alleine bei dem Gedanken an eine leichte Split-Short, ohne Liner zieht es mir die Hose aus bei dem Gedanken da ein Smartphone verstauen zu wollen. Die einzig vernünftige Position ein Smartphone in einer Short zu verstauen ist IMHO um den Bund. D.h. entweder hinten, vorne oder auf der Seite. Das lösen die meisten Hersteller via RV-Tasche oder via Stretchtaschen um den Bund (siehe viele bekannte Traillaufshorts). Bei der Aufbewahrung an anderen Stellen ist an kein vernünftiges Laufen/Wandern zu denken wenn da ein 150g + Klotz in Form eines Smartphones baumelt.... Deswegen haben Shorts die ein Smartphone verstauen können im Normalfall eben RV-Taschen am Bund oder eben KEINEN flachen Bund sondern einen ausgeprägten Bund mit Stretchtaschen... Und auch darin finde ich persönlich den Transport eines Smartphones nicht ideal. Ich habe eine einzige Short die seitlich auf den Oberschenkeln Einschubtaschen hat die ein Smartphone fassen. Diese können aber nicht geschlossen werden (also ähnlich einer Alltagshose). Diese Short ist aber deutlich schwerer als 100g, hat einen Liner und ist >5inch. Achja und sie ist schwarz und nicht hell... Schreit nach MYOG
  8. Mein Beileid, das ist echt verdammt ärgerlich. Solche *****! Magst du vielleicht eine "Liste" oder gar Fotos (sofern verfügbar) dazu anfertigen? Dann ist die "Fahndung" vielleicht etwas einfacher.
  9. Habe davon die Cuben Fiber Hybrid Backpack Strap Phone Pocket und eine Hybrid Cuben Fiber Rucksack Hip Belt Pockets und kann diese absolut empfehlen. Brexit ist das andere Thema ja
  10. Diese ganzen "Standardlösungen" mag ich nicht. Habe alte Sil-Säcke von StS und hatte bei denen regelmäßig feuchte Inhalte. Vertraue eher auf "absolut" dichte Liner. Auch wenn die, wie sich bei meinem GG gezeigt hat auch nicht immer sicht sind (sofern halt Mikrobeschadigungen etc vorhanden sind). Aber danke für deine Tipps.
  11. Danke für eure Hilfe. @Jäger ist bereits so nett und schickt mir einen Nylofume Liner per Post! Danke vielmals!
  12. Danke, werde ich mal ausprobieren. Wieso 120l, die gibts ja auch in 60l? Passen die besser in einen ~30-40L Rucksack? Sind die transparent oder schwarz?
  13. Wo bekomme ich auf die Schnelle Ersatz für einen Gossamer Gear Packliner? Verwende seit langem Packliner von GG. Darin Schlafsack in den Boden und fertig. Bei meinem gerade erst erledigten Trip musste ich feststellen, dass der Liner nicht mehr dicht zu sein scheint. Hatte einige Tage starken Regen und trotzt DCF Rucksack und Packliner wurde mein Schlafsack darin nass Glücklicherweise war es diesmal nicht überlebenskritisch und ausnahmsweise auch ein Kufa-Modell (Hüttennächte). Auf Zelttour und Daunenquilt wäre das echt mies gewesen... Da ich vermutlich gleich mal wieder los ziehen werde brauche ich dringend und schnell Ersatz. Absolut dicht. Hab keine Lust auf Wassereintritte. Die GG Liner scheinen nirgends mehr verfügbar zu sein. Kennt wer gute, leichte (im Idealfall max40g) Alternativen die aus Europa versendet werden und auch lieferbar sind? Danke für eure Tipps.
  14. Ich verwende die Garmin Fenix 6. Imho bringt das Kartenmaterial das auf den kartenfähigen Modellen (Fenix 6 Pro, Forerunner 945, etc.) läuft recht wenig. Wie du sagst ist die Bedienung der Karten auf der Uhr (Zoomen, Ausschnitt verschieben, etc.) sehr mühsam, andererseits ist die Karte sehr klein und unübersichtlich (für meinen Geschmack). D.h. bei der Navigation mittels Garmin Fenix 6 habe ich lediglich die einzelnen GPX-Tracks auf die Uhr geladen und zu Beginn jeder Etappe geladen (wie sich die Uhr mit GPX-Tracks die z.B. mehrere Hundert Kilometer lang sind verhält, habe ich noch nicht getestet. Zu lange Tracks sind mir immer etwas zu heikel, weil anfälliger, langsamer in der Bedienung, etc.). Ich habe dann die Navigationsansicht verwendet in der du den Track als Linie siehst und darüber gelegt den eigenen gegangenen Weg (ebenfalls als Linie). So fällt einem rasch auf falls man vom Track abweicht und man kann agieren (man kann z.B. auch Abweichungswarnungen etc. auf der Uhr einstellen, dass habe ich aber nicht weil dass auch Dauer nervt). Sofern ich die Umgebung bzw. das Wegenetz "richtig überprüfen" wollte habe ich wie bisher auf mein Smartphone inkl. Oruxmaps-App und Openandromaps der Region Ostalpen zurückgegriffen. Der Unterschied war aber jener, dass ich somit viel, viel seltener das Smartphone verwenden musste, seltener das GPS auf dem Smartphone aktivieren musste und so in Summe sicher auch deutlich Akku (=potentielles Gewicht im Rucksack z.B. durch kleinere Powerbank, etc.) am Smartphone gespart habe. Ich würde an deiner Stelle die sehr langen Tracks (mehrere 100 km) einfach stückeln, z.B. auf max. 50 km. Im Grunde müsste die Uhr aber auch mit längeren Tracks umgehen können. Sie ist ja speziell eine Multisport Uhr und z.B. auch für sehr lange Ultratrails gut anwendbar. Das rein- und rauszoomen auf der Karte während der Navigation müsste meines Wissens nach schon funktionieren. Du musst nur die richtigen Knöpfe drücken, weiß jetzt aber nicht auswendig welche... Ein zusätzlich nettes Feature bei der Navigation mit der Uhr war jenes, dass mir die Uhr genau angibt wieviele km und Höhenmeter ich noch bis zum Ende des GPX-Tracks zu absolvieren habe (inkl. einer Abschätzung der ETA, estimated time of arrival). Darüberhinaus sieht man das Höhenprofil des GPX-Tracks. Das alles war sehr genau und hat gut geholfen vorab zu planen bis wann man in etwa wo sein wird.
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