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Ultraleicht Trekking

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tsaufreisen

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  1. Gefällt mir!
    tsaufreisen reagierte auf mawi in Erste "UL"-Erfahrung im Sarek 2016/09   
    Rückreise
    Am Morgen kam ein Naturfotograf aus Neubrandenburg vorbei, als ich gerade am Frühstücken war. Wir unterhielten uns ein ganzes Weilchen. Er war schon seit 4 Monaten in den norwegischen Fjorden und dem Sarek unterwegs.
    Da ich fiel zu früh an der Bushaltestelle war und das Wetter zu ungemütlich zum rumstehen oder -sitzen war, überlegte ich die 15km zur nächsten Haltestelle (Vietas) zu laufen. Da ich aber nicht wusste, ob das mit meinem Fuß so eine gute Idee ist, lief ich ein wenig in der Gegend umher.

     (Suorva)

    Kurz bevor der Bus kam, kam ein Wanderer aus Bremen zur Bushaltestelle geschlendert. Wir verstanden uns auf Anhieb prima und fuhren somit gemeinsam bis nach Stockholm. Zuvor legte der Bus jedoch einen einstündigen Stopp an der nächsten Haltestelle ein, so dass ich mich ärgerte, dass ich nicht gelaufen bin. Anderseits gab es hier ein Restaurant zum Aufwärmen und den ersten Kaffee seit 19 Tagen. Von hier aus ging es dann nach Gällivare, wo wir noch eine Kleinigkeit essen waren. Danach ging es mit dem Nachtzug nach Stockholm, wobei ich mich kurzfristig entschloss bereits am Flughafen auszusteigen. Hierfür musste ich jedoch eine extra Flughafengebühr von glaub 85 SEK abdrücken  Aber um sich etwas in Stockholm anzuschauen war zu wenig Zeit und um auf dem Flughafen rumzusitzen eigentlich zu viel …
     
    Als ich in Berlin vom S-Bahnhof nach Hause gelaufen bin, zeigte sich noch einmal wie fertig der Fuß war. Er knickte bei jeder kleinsten Unebenheit sofort um, sogar wenn ich auf kleine Steinchen getreten bin.
    Nachdem ich ihn ein paar Tage geschont hatte, erholte er sich ziemlich rasch und so konnte ich doch noch die Woche drauf als Kontrastprogramm zum Surfen fahren (ich hatte ja zwischendurch nicht mehr daran geglaubt).

  2. Gefällt mir!
    tsaufreisen reagierte auf waldhummel in Hebridean Way Mai 2026   
    Tag 13: Do 21.05. (15km)
    Achmore – Stornoway
    Da wir nur knapp 15 km bis Stornoway vor uns haben, die zudem auch komplett auf alten Straßen verlaufen, können wir ganz bequem den Vormittag in unserer gemütlichen Unterkunft abwarten, bis der Regen endlich abgezogen ist. Die erste Hälfte des Weges nach Stornoway ist landschaftlich noch ganz schön, die zweite Hälfte dann nur noch dröge. Umso schöner, wenn man dann endlich Lews Castleground erreicht hat – den einzigen richtigen Wald mit Laubbäumen auf den Inseln! Für die Nacht haben wir uns im legendären Heb Hostel eingebucht.



    Tag 14: Fr 22.05. (28 km)
    Stornoway  - Tolsta (Garry Beach)
    28km komplett auf Asphalt, dazu noch an einer auf der ersten Hälfte überraschend stark befahreren Straße… das Wetter kühl, windig, immer mal wieder leichter Nieselregen. Das in der Mitte der Strecke sehnsüchtig erwartete Café entpuppt sich als Takeaway. Wir flüchten uns mit unserem Kaffee in den Shop der Tankstelle, wo wir ihn im Stehen schlürfen. Immerhin finden wir kurz darauf eine offene Kirche, die gerade renoviert wird. Man gestattet uns freundlich, auf den Treppenstufen im Eingangsbereich zu rasten. Immerhin mal sitzen und kurz drinnen sein. Je weiter wir gehen, desto weniger Verkehr gibt es. Schließlich ist es ja auch eine Sackgasse. Das Wetter klart endlich auf. Im letzten Dorf New Tolsta kaufen wir noch ein paar Snacks im Community Shop und füllen unser Wasser auf. Nun geht es hinunter zum letzten Strand, der per Straße erreichbar ist. Dort schlagen wir auf der Wiese unser Zelt auf, inmitten von friedlich grasenden Schafen.



    Tag 15: Sa 23.05. (29km, 670 Hm)
    Tolsta (Garry Beach) - Butt of Lewis 
    Nach der „Bridge to Nowhere“ endet die Asphaltstraße und kurz darauf auch der geschotterte Weg. Gut 10 km wegloses Moor liegen vor uns. Wir folgen zunächst dem „Heritage Trail“, der jedoch sehr nah an der Steilküste entlang führt (mir zu gruselig). Der Wanderführer schlägt auch eine etwas direktere Route im Landesinneren vor. Manchmal sehen wir Markierungspfosten, manchmal nicht. Es geht ordentlich rauf und runter, zwei Mal durchklettern wir Schluchten und balancieren auf Steinen über das Wasser. Ein besonders buckliges Terrain zwingt uns dazu, immer wieder ein bis zwei Meter hochzuklettern, um dann wieder kleine Wasserflächen zu überqueren. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir wieder einen befestigten Weg. Die Aussicht auf Essen im „Wobbly Dog of Lewis“ treibt uns auf dem monotonen Wirtschaftsweg und später auf dem Asphaltsträßchen weiter. Im Café angekommen, bestellen wir das größte Frühstück auf der Karte! Frisch gestärkt und mit neuer Energie nehmen wir die letzten 5 km in Angriff. Zunächst auf Straße, dann auf einem angenehmen Wiesenweg entlang der Küste geht es zum Leuchtturm. Nach offiziellen 307 Trailkilometern haben wir es geschafft, wir sind den kompletten Hebridean Way inklusive der beiden Verlängerungsetappen und Rhenigidale-Variante gegangen!



    Wanderführer:
    Richard Barret: Hiking the Hebridean Way (Cicerone Verlag)
    The Offcomers: The Official Guide - Walking the Hebridean Way
    https://www.walkhighlands.co.uk/outer-hebrides/hebridean-way.shtml
    Der Official Guide nennt sogenannte „PitStops“, bei denen Wanderer Wasser und andere Unterstützung bekommen können.

    Fazit, Erkenntnisse:
    Ich finde, wir hatten echt Glück mit dem Wetter – wir sind nur einmal richtig nass geworden. Ansonsten hat es gerne mal abends, nachts oder früh morgens geregnet und da waren wir immer irgendwo drinnen. Der krasse Nordwind in der ersten Woche war natürlich schon eine Herausforderung. Da war ich mit unserer Entscheidung, hauptsächlich in Hostels zu übernachten, sehr einverstanden, zumal sich unser Zelt eher als Schönwetterzelt entpuppt hat.
    Mit meiner Ausrüstung war ich prinzipiell zufrieden, mit der Kleidung kam ich gut zurecht. Wenn es sehr windig war, habe ich noch die Regenjacke übergezogen. In den ersten Nächten war mir kalt an den Beinen und Füßen, aber da hatte es auch nur 4 Grad. Später war mir dann warm genug. Mit meinen Schuhen (knöchelhohe Kunstlederschuhe mit Membran) war ich auch sehr zufrieden. Bis auf die letzten zwei Mooretappen hielten sie gut trocken. In nassem Zustand waren meine Füße immerhin noch warm. Auch die Merino-Socken haben sich sehr bewährt.
    Was wir nicht gebraucht hätten: Kopfnetz (keine Midges), eine ganze Rolle Toilettenpapier, Powerbank.
    Was wir gut gebrauchen konnten: Sonnenbrille und Sonnencreme, die Healing Salve (Füße, aufgeplatze Lippen), Schlafbrille (es ist fast nie dunkel) und Ohrstöpsel. Sehr dankbar war ich auch über meine „Campschuhe“.
    Meine Packliste: https://lighterpack.com/r/wq5qi8
    Busfahren kostet auf den Hebriden übrigens nur noch 2 Pfund pro Person und Fahrt (bezahlbar mit Karte). Man kann den Bus überall anhalten. Die Busfahrer sind sehr freundlich und hilfsbereit.
    Lebensmittel bekommt man auch in Tankstellen und Community Shops, oft sehr gut sortiert.
    Tesco und Coop liefern sogar Lebensmittel (haben wir aber nicht selbst ausprobiert)!
    Die Gatliff Trust Hostels (Howmore, Berneray, Rhenigidale) haben die Besonderheit, dass man sie nicht reservieren kann. Man kann jederzeit dort „einchecken“ und solange man ein Bett hat, kann man bleiben. Auch wenn kein Bett mehr frei ist, muss man nicht wieder gehen, man findet auf jeden Fall Obdach: https://gatliff.org.uk/
    In den Wartehäuschen der kleinen Ferry Terminals auf den südlichen Inseln kann man auf jeden Fall auch übernachten (bin nicht sicher, wie es danach aussieht). 
    Es gibt an zwei Orten am Weg Shelter, in denen man auch übernachten kann: im Langass Woodland und im Aline Woodland.
  3. Gefällt mir!
    Wir bloggen aktuell auf Wordpress, das find ich an sich super intuitiv und einfach, ABER der (kostenlose) interne Speicher ist begrenzt auf 1GB. Die erreicht man, wenn man über mehrere Jahre/ Reisen bloggt halt schon relativ schnell.  Wir waren auf der letzten großen Reise jetzt an dem Punkt, dass wir Bilder extern von Google Photos eingebunden haben, was ultra nervig ist. Günstigster Tarif für mehr Speicher (6GB) liegt dann bei 4€/ Monat. 
  4. Gefällt mir!
    tsaufreisen hat eine Reaktion von Gymbooo erhalten in Gaskartuschen umfüllen - Sammlung Sicherheitshinweise   
    Der originale Beitrag von khyal ist eine schöne Zusammenfassung!
    Zu "Wie bekommt man möglichst viel Gas aus der zu entleerenden Kartusche in die zu Füllende":
    Was Du beschreibst ist wahr, wenn man die beiden Kartuschen nebeneinanderstellt, verbindet und unendlich lange wartet, bis über die Diffusion in der Gasphase ein Ausgleich stattgefunden hat. 
    Du vergißt, daß es sich um Flüssigkeiten handelt, die man einfach ausgießen kann. Wenn man also ein zentimetergroßes Loch in die Kartusche macht, kann man das Flüssiggas wie Wasser oder Alkohol umfüllen.
    Der von Dir beschriebene Trick mit dem Temperaturgefälle ist dazu da, damit man in der engen Verbindung die Flüssigkeit zum Fließen bekommt. Ansonsten würde das Gas der unteren Kartusche die Flüssigkeit im Kanal am Herunterfließen hindern. (In einem so engen Rohr kann das Gas nicht an der Flüssigkeit vorbeiblubbern.)
    Zum Thema Gasgemisch habe ich mal eine Grafik gemacht, die die Gasdruckkurven verschiedener Mischungen gegeneinanderstellt:


    Überfüllen von Gaskartuschen ist kein Problem für die Kartusche, denn der Druck steigt dadurch nicht. Immer daran denken: Es ist Flüssiggas! Was passieren kann ist, daß bei der ersten Entnahme dann Flüssigkeit heraussprudelt, was eine Stichflamme verursachen kann. Bei Kochern, die die Kartusche umgedreht verwenden, ist das aber der Normalfall, daß man die Flüssigkeit regelt und nicht das Gas, deshalb ist das eigentlich nicht kritisch.
    Ich kenne einen Fall, wo eine Kartusche bei zu hoher Temperatur gelagert wurde und dadurch geplatzt ist. Das Problem war auch hier wieder die Flüssigkeit, nicht das Gas. Durch das schnelle Verdampfen einer großen Menge Flüssigkeit ist die Umgebung der Kartusche vereist und es gab eine große Sauerei durch das später wieder getaute Wassereis (mal abgesehen vom Gestank). 

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