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Ultraleicht Trekking
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    Ultraleicht Trekking


    micha90

    Beim UL-Trekking liegt das Hauptaugenmerk darauf sich auf die leichteste und einfachste Ausrüstung mit Hilfe derer sich eine Trekkingtour noch sicher durchführen lässt zu reduzieren. Als Vergleichsbasis dient hierzu das Baseweight (deutsch: Basisgewicht, kurz "BW")

    Gängige Daumenregel: Ein Baseweight unter 4,5kg (aus dem Amerikanischen: 10lbs) wird als ultraleicht angesehen, wobei im Europäischen Raum häufig auf 5kg aufgerundet wird. Dies bezieht sich auf Ausrüstung für übliche Touren zwischen Frühling und Herbst.

    Bei Trekkingtouren unter widrigen Bedingungen (z.B. Wintertouren, Touren ohne Versorgungspunkte unterwegs, etc.) kann ein minimales Setup jedoch auch schwerer sein und noch immer als UL angesehen werden, da sich diese oft nicht ohne zusätzliche Ausrüstung durchführen lassen ohne den Wanderer in Gefahr zu bringen. Auch hier überschreitet man jedoch selten ein Baseweight von 8 bis 10kg.

    Ausführliche Erklärung:

    Unter Trekkingtouren versteht man im allgemeinen mehrtägige Wanderungen unter Verzicht auf feste Unterkünfte. Ultraleicht (UL) Trekking im besonderen richtet den Fokus auf die Maximierung des Laufkomforts und/oder die Maximierung der täglich machbaren Laufdistanzen. Dies wird erreicht durch die Minimierung der mitgeführten Lasten, eventuell auch durch die Berücksichtigung vorhandener Infrastruktur am Reiseort, bzw. die Etablierung einer eigenen Nachschublogistik.

    Ultraleicht Trekking bedeutet jedoch mehr als nur den Besitz einer leichten Ausrüstung. Es baut auch auf bestimmten Fähigkeiten und auf einer bestimmten Einstellung auf: Folgt man dem Konzept des Ultraleicht Trekkings, so wird man auf jede geplante Trekkingtour nur mit der für das Gelingen dieser gegebenen Tour wirklich notwendigen Ausrüstung aufbrechen und sich die dazugehörigen Fähigkeiten eventuell aneignen. Zur “wirklich notwendigen Ausrüstung” gehört selbstverständlich auch eine eventuell erforderliche Sicherheitsausrüstung (Eispickel, Notfallsender, ...). Dazu müssen in jedem Fall die zu erwartenden Bedingungen der Tour vorher gut abgeschätzt werden können.

    Beim Ultraleicht Konzept orientieren sich die Entscheidungen bezüglich des Materials an Zweckmäßigkeit, Einfachheit und Praxistauglichkeit. Mehrfachnutzung einzelner Gegenstände wird vielfach angestrebt (zum Beispiel wird das Tarp meistens mit Hilfe der mitgeführten Trekkingstöcke aufgebaut). Für amerikanische Weitwanderwege hat sich vor längerer Zeit eine Zielmarke für das Gewicht der getragenen Ausrüstung (ohne Proviant, Wasser und Brennstoff) von 10 lbs (etwa 4,5 kg) etabliert, die in Europa oft auf 5kg gerundet wird. Auf sommerlichen Touren im deutschen Mittelgebirge wird sich ein erfahrener Ultraleicht-Trekker ohne Probleme weit unter dieser Marke finden. Auf Wintertouren, oder wenn Eisausrüstung für das Queren eines Gletschers mitgeführt wird, kann sich das Gewicht der getragenen Ausrüstung natürlich auch leicht erhöhen. Auch die Kleidergrösse und die individuelle Temperaturempfindlichkeit wirken sich natürlich auf das Rucksackgewicht aus.

    Das niedrige Gewicht wird teilweise durch Verzicht auf unnötigen Luxus erreicht, andererseits durch die Leichtigkeit der einzelnen Ausrüstungsgegenstände. Das gängige Vorurteil, dass dies oft mit Komfortverlust verbunden sei, gilt inzwischen immer weniger. Viele Produkte, aber auch vielerlei improvisierte Lösungen, können genauso komfortabel sein.

    Mit zunehmender Erfahrung nimmt das vorherige Abschätzen der zu erwartenden Tour-Bedingungen an Genauigkeit zu. Dadurch steigt die Planungssicherheit bei der Auswahl der touren-spezifisch notwendigen Ausrüstung, und es wächst ein Bewusstsein für das Zusammenspiel und/oder den Mehrfachnutzen von Ausrüstungsgegenständen. Außerdem kann mit wachsendem Erfahrungsschatz in unerwarteten Situationen zunehmend adäquat reagiert und gegebenenfalls improvisiert werden. Mit diesen Fähigkeiten ist es in den meisten Fällen günstiger und effektiver Gewicht zu sparen, als durch bloßen Einsatz des teuersten und leichtesten Materials.

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