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ramailo

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Reputationsaktivitäten

  1. Danke!
    ramailo reagierte auf Spacejaeger in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    Es gibt Neuigkeiten von Tarptent bzgl. des neuen freistehenden Zeltes mit diagonalem Innenzelt...
    Es hört auf den Namen Arc-Dome und soll wohl erst ein Aussenzelt in Ultra bekommen. Ggf. gibt es später noch eine Nylon/Poly variante. Aber kein DCF mehr. Zumindest so von Tarptent geschrieben.
    https://www.tarptent.com/product/arc-dome/?fbclid=PAAaaXryQc6JepvcGVlQvkm1QIfxlpue9vSp0aBAm-Y4vtaEbrvyI7kul1B4w#tab-id-2
  2. Gefällt mir!
    ramailo reagierte auf moyashi in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    Der tschechische Onlineshop NALEHKO bietet jetzt eigene Alpha Hoodies an. Hellgrau, 104 g in Größe S für Herren, 91 g in Größe XS für Damen, ca. 75 EUR umgerechnet. 
    Ich habe dort schon ab und an was bestellt, die bieten schnellen Versand und ich hatte noch nie ein Problem mit denen. Die Seite wird nur in Tschechisch angeboten, aber vieles ist selbsterklärend und ansonsten ist z.B. Google Translate ein guter Freund. 
    Damen: https://www.nalehko.com/produkt/damska-mikina-nalehko-alpha-hoody-60
    Herren: https://www.nalehko.com/produkt/panska-mikina-nalehko-alpha-hoody-60
  3. Gefällt mir!
    ramailo reagierte auf TagTic in Hängematte inkl. Aufhängung unter 160 g   
    Moin, evtl. ist es ja für den einen oder die andere interessant. Ich habe mir aus Cloud71 eine Matte gebastelt, die wegen der Dehnbarkeit des Materials eigentlich nur für meinen Mittagspausen-Spot vorgesehen war. Allerdings bin ich direkt darin eingeschlafen, und nach zwei weiteren, sehr guten Testnächten wird sie jetzt erstmal meine Cocoon ersetzen. Die Matte ist sehr am Limit gebaut, daher nichts für Menschen mit gesteigertem Sicherheitsbedürfnis.
    Ich habe ein 4 m langes Stück Cloud71-Stoff gehabt. Auf dieses habe ich eine Kurve übertragen und mit einem dünnen Faden alle 5 cm per Akkordeon-Faltung zusammengezogen und gewhippt. Dafür habe ich mir zwei continous loops gespleißt. Da ich nur 2 mm Dyneema-Schnur genutzt habe (mit dieser habe ich mehrere Jahre Erfahrung), und befürchtete, dass die Schnur evtl. den sensiblen Stoff zerreißen würde, habe ich dafür aus Nylon zwei Tunnel genäht. Nachdem mir die Länge getaugt hat, habe ich den überflüssigen Stoff akkurat abgeschnitten, und erst am Ende gemerkt, dass ich bereits vor dem Whipping (also innerhalb der Hängematte) geschnitten habe   . So wurde aus meiner 330 cm (bin 1,75 cm groß) langen Matte eine mit 315 cm   Und das whippen ging von vorne los. Allerdings kann ich sehr bequem mit meiner Neoair drin liegen, die Länge fehlt mir nicht wirklich. Da mir der Knubbel an beiden Seiten ästhetisch nicht gefallen hat, habe ich aus Resten des Stoffes jeweils eine Kappe genäht. Dazu habe ich noch eine Ridgeline gespannt, allerdings habe ich die eine Seite noch offen gelassen bis ich die perfekte Länge gefunden habe.
    Die Aufhängung besteht aus 2 Baumgurten mit 25 mm breiten Bändern (135 und 175 cm lang) sowie 2 jeweils 2 m langen Dyneema-Leinen (2 mm) die an einem Ende zur Schlaufe gespleißt sind, und die ich mittels Becket Hitch in der Länge variiere. Die Aufhängung alleine liegt bei ca. 29 g, die Matte bei 135 g. Anregungen sowie den Stoff habe ich aus dem sehr guten Hängematten-Forum :)
    Heute habe ich mir dafür auch ein asymmetrisches, transparentes Tarp aus Polyolefin-Folie gebaut, 3,45 m lang, 2,8 m breit, mit Heringen, Leinen und Gummischnur zum stramm halten, gesamt 215 g. Falls Interesse besteht würde ich noch Fotos nachreichen. Insgesamt bin ich erstaunt darüber wie gut ich darin liegen kann. Falls sie sich bewährt würde ich sie auf die nächste Weitwanderung mitnehmen.









  4. Gefällt mir!
    Frohes neues Jahr!
    Ich habe die Versuchsdrucke der Tarp-Klemmer heute mal getestet (Notiz an mich selbst: Beim nächsten Druckauftrag vorher mal die Abmessungen checken...)

    Alle aus ABS, Farbe war mit Bedacht gewählt. 
     
    Version 1: 

    Rutscht bei meinem Stoff durch, blöd anzubringen (der Pinöppel auf der Rückseite fällt dauernd runter). Ist raus. 
     
    Version 2: 

    Gute Klemmwirkung, anfangs etwas tricky einzufädeln bis man den Dreh raus hat. Hält auch im Stoff, ohne dass die Leine direkt gespannt werden muss. Mein Favorit. Vermutlich auch am materialschonendsten. 
     
    Version 3: 

    erstaunlich gute Klemmwirkung, Handhabung einfach aber super nervig (ich hab gefühlt 10 mal die blöde Kugel im Gras gesucht, weil sie mir dauernd runtergefallen ist. Trotz Signalfarbe. Wie das in kleiner sein wird, will ich mir nicht vorstellen). Da aber auch die leichteste Version, werde ich die mal in kleiner testen. 
     
    Version 4:
     
    Der Haken ist praktisch. Leider rutscht diese Variante aber auch durch und hält nicht, wenn man gerade nach dem Seil sucht. Auch raus. 
     
    Version 5: 

     
    Ähnliches Prinzip wie 2, nur mit materialmäßigem Overkill. der Einsatz wird auch nicht gekippt, sondern gedreht, was man im Stoff sieht. Also ok, aber Version 2 ist besser. 
     
     
  5. Danke!
    ramailo reagierte auf Stromfahrer in Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung   
    Mein Fazit aus all den Experimenten und On-Trail-Tests:
    Ich habe – wie immer – den langen Weg iterativer Annäherung gewählt und über Monate ausprobiert und variiert. Ich bin wie ich bin.
    Für die absoluten Perfektionisten ist vermutlich die Mischung aus Lösung 4 und 5 geeignet:
    Ein sehr leichtes Panel mit knappem Rand und schlichter Befestigungslösung. Die Klettbandverbindung (Scotch-Klebeklettband kann ich sehr empfehlen) der PowerBank ist nach meiner Erfahrung absolut trailsicher, ermöglicht es aber, die PowerBank einfach abzunehmen und während dem Laufen das Smartphone in der Hosentasche zu laden. Die Klettverbindung erlaubt es vor allem, eine alternative PowerBank zu verwenden, um z.B. für bestimmte Touren lieber 5000 mAh Puffer zu haben (was die Sache natürlich schwerer macht). Da ich weniger Kram behalten will, musste am Ende des Experiments alles gehen, was zu speziell blieb.
    Kurz vor meinem HRP-Start im Juli 2017 berichtete mir @Wanderfalter von unterwegs, dass ihm wegen der Navigation und des schlechten Wetters die Akkus knapp wurden. Daher entschied ich mich entgegen der ursprünglichen Planung, das schwerere PowerTAB statt der Lösung 4/5 einzustecken. Diese Entscheidung habe ich nicht bereut, denn aus dringenden privaten Gründen habe ich über Wochen massiv kommuniziert und viel Datenverkehr benötigt, um die Tour nicht abbrechen zu müssen.
    Letztlich habe ich nach dieser Erfahrung und langem Ringen folgende Lösungen für drei Szenarien behalten:
    Für langere Touren: Robustes PowerTAB: viel Puffer, integrierte Beleuchtung, dafür kann das Netzteil daheim bleiben. Außerdem nehme ich keine Stirnlampe mehr mit, was das Gewicht des Panels noch etwas relativiert. (Gell, @Mario294, die Beleuchtung war im März Abend für Abend prima!? ) Für kurze Touren bis ca. 4 Tage: Ein recht ordentliches 4000er PowerBank-Case (107 g), kein Netzteil, keine USB-Anschlussleitung, einfach weniger Zeug . Für „Premiumwandern“ (alles, was nur täglich von Bett zu Bett führt): Nur ein Netzteil und ein Smrtr Colibri (ohne Schlüsselring, versteht sich). Weitgehend verworfen habe ich im Laufe der Zeit den besonders sparsamen Umgang mit der Energie im Smartphone. Meine Fotos haben GeoTags, meine Karten auf dem Gerät sind jederzeit aktuell, wenn ich Netz habe, benutze ich es bei Bedarf auch. Videos schneide ich häufig noch am gleichen Abend zurecht. Und Tagebuch führe ich auch ausführlich auf dem Gerät.
  6. Danke!
    ramailo reagierte auf gogisse in Schnäppchen-Thread 2.0   
    Laut Mydealz (https://www.mydealz.de/gutscheine/cumulus-schlafsackeausrustung-15-billiger-perfekt-furs-camping-zelten-bikepacking-2284428) gibt es bei Cumulus bis zum 10.12.2023 15 Prozent Rabatt mit dem Code
    AM_CU15% 
  7. Gefällt mir!
    ramailo reagierte auf baskerville in Gewicht von Kleidungsstücken (Übersicht)   
    Hallo zusammen,
    da sich häufig keine oder fehlerhafte Gewichtsangaben bei Kleidungsstücken finden lassen, möchte ich ein kleines Projekt starten. Auslöser des Ganzen ist die Bestellung eines Langarmshirts. Es handelt sich um das Brezza von Liod, das auf der Seite des Händlers mit 100g angegeben wird, beim Nachwiegen aber 127g auf die Waage brachte. Für die einen mag das ein Schluck Wasser sein, den man sich bei der nächsten Tour spart, für die anderen ist das eine Abweichung von 27%. Ist das Gewicht der alleinige Kaufgrund, so kann die Enttäuschung in solchen Fällen groß sein. Das kann dann vermeidbare Reklamationen etc. zur Folge haben, die wiederum mit unnötigen Versandkosten verbunden sind.
    Deshalb möchte ich eine Liste in Lighterpack erstellen und die Schwarmintelligenz des Forums anzapfen, um eine Übersicht zu schaffen. Wenn ihr euch beteiligen möchtet, dann würde ich euch bitten, ein entsprechendes Kleidungsstück (das ihr natürlich nachgewogen habt, denn darum gehts) in diesem Faden zu posten (wie unten beschrieben). Gerne darf auch die Strukturierung der Liste, das Vorhaben an sich usw. (konstruktiv) kritisiert werden. Die Kategorien lauten derzeit wie folgt:
    Baselayer shortsleeve
    Baselayer longsleeve (no hood, no zip)
    Baselayer longsleeve hood
    Baselayer longsleeve zip
    Button up shirts
    Tights
    Hiking shorts
    Hiking pants (long)
    Midlayer*
    Wind shirts/ jackts
    Wind pants
    Rain jackets/ ponchos/ smocks
    Rain pants
     
    Auf Unterwäsche und Kleinkram (wie Buffs, Handschuhe, Kappen etc.) möchte ich vorerst verzichten.
    *Midlayer ist eine schwierige Kategorie, die ich vielleicht herausnehmen werde. Ich möchte keine Kleidungsstücke zur Wärmeisolation aufführen, da deren Gewicht von der Menge (und Art) des Isolationsmaterials entscheidend mitbestimmt wird und wir dann in die Endlosdiskussion geraten, was bei welcher Jahreszeit auf welchem Breitengrad bei wie viel Höhenmeter als UL bezeichnet werden kann.
    Die Liste zielt also (ungefähr) auf das durchschnittliche früh- bis spätsommerliche Klima in gemäßigten Zonen ab. Der Fokus liegt daher auf dem Gewicht, nicht auf ein Gewicht-zu-x-Verhältnis. Ich möchte damit auch ausdrücklich niemanden zum "stupid light" animieren. 
    Weitere Überlegungen:
    - Gewichtsobergrenzen für Kategorien (falls die zu verarbeitende Datenmenge zu groß werden sollte; ich weiß nicht, was mich da erwartet)
    - Berücksichtigung beider Geschlechter 
     
    Falls ihr euch beteiligen möchtet, gebt das bitte wie folgt an:
    "Marke Modell, Größe: Gewicht[g] (Kategorie)"
    Beispiel: The OMM nitro tee, L: 63g (baselayer shortsleeve)
    Schreibt noch hinzu, wenn das Kleidungsstück Merinowolle enthält. Diese habe ich in der Liste mit einem grünen Stern markiert (gibt es Vorschläge für den roten und gelben Stern?).
     
    Zur Liste: https://lighterpack.com/r/2awa98
     
    PS: Das Kleidungsstück sollte natürlich auffindbar sein. Die Angabe "KuFa Shirt vom Flohmarkt" wäre wenig hilfreich. Und Raider heißt jetzt Twix.
    PPS: Falls euer Kleidungsstück bereits in der Liste enthalten ist, schreibt "Ergänzung" dazu, damit es nicht versehentlich doppelt gelistet wird.
  8. Danke!
    ramailo reagierte auf hmpf in MYOG Nähkoffer - nützliches Zubehör und Werkzeug   
    Je besser die Werkzeuge, desto besser das Ergebnis, daher soll hier eine kleine Sammlung von Hilfsmitteln für MYOG Projekte an der Nähmaschine entstehen.
    1           Planung
    1.1         Software zum Erstellen eigener Schnittmuster
    Zwar habe ich 13 Jahre lang Mathe-Unterricht genossen aber dennoch gehören Algebra und Geometrie nicht zu meinen Stärken. Deswegen bin ich auch Geisteswissenschaftler :D. Zum Glück gibt es Software, mit der man dieses Defizit ausgleichen kann.
    Leider kann ich für die Erstellung von Schnittmustern nur kostenpflichtige Software empfehlen, weil ich mit anderen Programmen keine Erfahrung habe und diese auf den Rechner im Digilab der Bibliothek verfügbar sind.
    Zunächst ist da SketchUp von Google. Dieses Programm ist übersichtlich und bietet sich für den Einstieg an. Es lassen sich einfache geometrische Formen einfügen, Längen und Winkel bestimmen. Es ist für MYOG Projekte mit geraden Linien vollkommen ausreichend und die erstellten Modelle lassen sich auch maßstabsgetreu ausdrucken.
    Wesentlich komplexer und daher auch mit mehr Möglichkeiten ausgestattet ist Rhino 3D. Auf dieses Programm hat mich @Andreas K. gebracht und bin ich nachhaltig beeindruckt. Es erfordert m.E. eine intensivere Einarbeitung, dafür lassen sich aber auf professionelle Ergebnisse erzielen.
    1.2         Software zum Skalieren von Vorlagen
    Für viele Projekte liegen Anleitungen mitsamt Schnittmuster vor, die man getrost übernehmen kann. Der große Vorteil hierbei ist, dass bereits alles durchdacht ist und Denkfehler und Schwierigkeiten dokumentiert sind. Weiterhin hat man mit Glück jemanden zum Ansprechen bei Problemen mit der Umsetzung.
    Gerade bei Kleidung und Schlafsystemen gibt es unterschiedliche Größen und es lohnt sich die Vorlage zu vergrößern oder zu verkleinern. Ein hilfreiches kostenfreies Programm dazu ist Poste Razor Link zu Chip. Hiermit lassen sich Bilder in beliebiger Größe ausdrucken und eine Vorlage auf mehrere Blätter verteilen, die im Anschluss nur noch zusammengeklebt und beschnitten werden müssen.
    1.3         Papiermodelle und Schnittvorlagen
    Nicht immer gelingt es, von einem Bild auf dem platten Bildschirm auf das fertige Projekt in 3D zu schließen. Gerade, wenn nur ein Schnittmuster vorliegt lohnt es sich Papiermodelle im Maßstab von 1:10 anzufertigen. Auf die Idee bin ich durch den Blog von @HAL23562 (Link zu plünnenkreuzer) gekommen.
    Ist der Schnitt dann optimiert bietet es sich an, eine Schablone herzustellen. Zum einen lässt sich schwieriges Material wie dünnes, silikonisiertes Nylon wesentlich besser schneiden und zum anderen geht die Herstellung eines zweiten Modells schneller.
    Wenn die Projekte etwas größer sind, wird dementsprechend mehr Pappe benötigt (falls man nicht wie @Southern Flyer alte Seekarten oder wie @wilbo 150 x 5000 cm Backpapier am Start hat). Anfangs habe ich aus runtergerockten Umzugskartons eine Patch-Work Pappe zusammengebastelt. Inzwischen gehe ich aber zum Fahrradladen um die Ecke, der hat immer riesige Versand Kartons parat und ist froh, wenn er nicht immer die Altpapiertonne stopfen muss. Alternativ war ich auch schon mal beim Möbel-Laden an den Containern und hatte ebenfalls eine riesige Auswahl.
    2           Abmessung und Anzeichnen
    2.1         Gerade Linien
    Damit die Linien auch wirklich gerade werden lohnt sich ein Besuch im Baumarkt, um folgendes zu kaufen:
    Trapez-Kartätsche: wird eigentlich zum Verputzen benutzt und hat eine abgeflache Kante, an der man wunderbar den Stift, den Rollschneider und den Heißschneider entlangführen kann. Ich selbst habe eine 2m lange aus Alu von Obi für 25€ und würde beim nächsten mal auch 2,50m kaufen, da gerade die Schnittkanten bei Tarps so lang sein können.
    Kreuzlinien-Laser: Am Anfang ein Strich und am Ende, dann den Laser angelegt und die Linie nachgezeichnet, das wars. Super praktisch. Kostenpunkt sind 10-25 €. Gibt es manchmal auch beim Discounter.
    Winkel: Alternativ zum Laser gibt es im Baumarkt auch zahlreiche Winkel, in verschiedenen Größen und Materialien, von denen sollte auch einer in den Einkaufswagen
    Neben dem unerlässlichen Zollstock komnmen weitere Messwerkzeuge hinzu: Messschieber (nützlich, um die Nähbreite abzumessen), Geo-Dreieck, 360Grad Winkelmaß (hab ich eigentlich noch nie gebraucht) , extra breiter Messschieber (damit lässt sich gut die Nahtzugabe einzeichen). 
    2.2         Kurven
    Erneut gebührt der Dank @HAL23562 der eine einfache Methode zur Anfertigung von catenary cuts veröffentlicht hat (Link zu plünnenkreuzer). Voraussetzung dafür ist eine vorhandene originalgetreue Schablone. Dazu werden noch Bleischnur, eine Wasserwaage und ein paar Pinnwand – Nadeln benötigt.
    2.3         Anzeichnen
    Für das Anzeichnen selbst sind auch verschiedene Hilfsmittel nötig, da nicht überall die Universal Schneiderkreide (Stichwort für den Onlineshop: Schneiderkreidestift oder Kreidestift, Kosten: 3- 5 €) deutlich zu sehen ist. Gerade bei beschichteten Stoffen muss man nur einmal darüberwischen(wie es bspw. @doman bei der Anfertigung seines Kältebrücken freien Schlafsacks passiert ist) und schon ist nichts mehr zu sehen.
    Für kurze Linien hat sich beim mir ein Stück Seife bewährt, was mit dem Messer angespitzt auch sehr fein malt. Leider ist der Abrieb sehr hoch und die Seife wird schnell unpräzise.
    Wenn die Striche hinterher eh in der Naht verborgen sind, geht auch ein schmaler Edding, der hat bisher auf jeder Beschichtung gehalten.
    Für unbeschichtete Stoffe habe ich in verschiedenen Farben Magic Marker (Kosten: 2 -5 € pro Stück), dessen Füllung an der Luft oxidiert und damit nach einiger Zeit verschwindet. Daher sind diese nicht dafür geeignet, wenn auf die Anzeichnung nicht unmittelbar der Zuschnitt folgt. 
    Für meinen letzten Rucksack habe ich Cordura und Nylon mit PU Beschichtung verwendet, hierbei haben sich Buntstifte aus dem Grundschul-Etui absolut bewährt. 

    Damit der Stoff beim Anzeichen nicht verrutscht, sollte er beschwert werden. Dazu eignet sich alles Mögliche: Reissäcke, Dosen, Kissen, Einmachgläser, Unterlegscheiben M6 (Tipp von @ThomasK), 10 Kg Gewichte vom Flohmarkt (wie @wilbo sie verwendet).
    3           Zuschnitt
    Eine der nervigsten Eigenschafften von dünnem Nylon ist das Ausfransen der Ränder (Hier sieht man, was bei unversiegelten Nähten passieren kann). Gerade, wenn der Stoff noch mehrfach verschoben oder nach dem Zuschnitt noch gelagert wird, lösen sich die Ränder auf und die Schnittkante ist nicht mehr einheitlich gerade. Der Versuch mit dem Feuerzeug, die Kanten zu versiegeln ist bei mir stets gescheitert. Wesentlich besser lässt sich mit einem einfachen Lötkolben arbeiten (gibt es auch oft im Discounter oder massenhaft auf Ebaykleinanzeigen: 10-15 €). Einfach an der Trapezkartätsche entlanggeführt ist die Kante gerade und versiegelt.

     
    Präziser und professioneller aber auch teurer ist ein Heißschneider (70-90 €) mit spezieller  (20 - 30 €) Schneidespitze. Damit lässt sich auch Gurtband sehr gut versiegeln. Damit die Spitze nicht wegen der Unterlage abstumpft und die Hitze verlustfreier übertragen wird, empfiehlt sich ein spezieller Schneidefuß, der entweder für 30 Euro erworben oder mit einem U-Profil aus dem Baumarkt für 5 Euro nachgebaut werden kann (Der Dank geht für dieses Idee geht an @doman von crosshammock.com).

     
    Sofern ohne Schneidefuß gearbeitet wird, sollte eine möglichst flache Ebene untergelegt werden. Bei mir sind es einfach zwei Laminatteile vom Sperrmüll. Von @kra kam aber auch noch der Tipp Linoleum-Bodenbelag vom Bodenleger aus dem Restelager zu besorgen.
    Eine weitere Alternative, die @khyal im Nähkoffer hat (aber hauptsächlich Seile damit schneidet), ist eine Lötpistole mit entsprechender Seilschneidespitze. Dieses Set liegt im Preisbereich von 20-30€ und bietet gegenüber dem einfachen Lötkolben den Vorteil, Hitze auf Knopfdruck zu liefern und ergonomisch besser in der Hand zu liegen. (Ein klassischer Brennpeter wird quasi wie ein Stift geführt)
    Für alle anderen Stoffe lohnt sich die Anschaffung einer ordentlichen Schneider-Schere  (> 20€) und eines Rollschneiders (15 -25 €)Gerade mit dem Rollschneider lassen sich Rundungen besser schneiden. Das ist zumindest mein Empfinden. Was besser geeignet ist, hängt eigentlich nur von den Skills und den Vorlieben ab. Damit die Rollschneider-Klinge scharf und das Parkett makellos bleibt, bietet sich eine Schneidematte an (ab 20 €), sonst macht das Schneiden keinen Spaß. Es sollte eine Matte mit mehrere Schichten sein, diese schont die Klinge und die Nerven.

    4           Nähen
    4.1         Fixierung
    Nachdem nun alle Teile natürlich fein säuberlich zugeschnitten sind, kommt die nächste Herausforderung: das eigentliche Nähen. Doch bevor die Nadel den Stoff durchlöchern darf müssen die einzelnen Teile aufeinander fixiert werden.
    Stecknadeln und Wonder Clips: Über lange Zeit haben sich Stecknadeln zum Abstecken bewährt. Sie sind günstig und universal und wenn sie exakt im 90 Grad Winkel zur Naht stecken,  lässt sich auch direkt darüber nähen (auch wenn ich das nicht empfehle, da die Nähmaschine Nadel dadurch Schaden nimmt). Ein gewichtiger Nachteil ist, dass die Nadeln weitere Löcher verursachen und den Stoff unnötig schwächen, deshalb gibt es als Alternative sogenannte Wonder Clips. Mit ihnen lässt sich alles, was am Rand liegt mühelos fixieren ohne den Stoff zu beschädigt. Stecknadeln und Clips sollten in ausreichender Stückzahl vorhanden sein, für einen Quilt habe ich bspw. 50 Clips (15 €) benötigt, damit auch ja nichts verrutscht.

    Klebe– Stift, wenn’s mal rutschig wird: Bei glatten, rutschigen Stoffen hilft es sie vor oder beim Abstecken zusätzlich mit einem Klebestift zu fixieren. Dadurch können beide Stofflagen nicht so einfach gegeneinander verrutschen und die Maschine hat es leichter mit dem Transport. Etwas aufwendiger, dafür genauer hat auch @ULgeher einen Tramplite Klon angefertigt und eine bebilderte Anleitung geliefert.
    Vielfach wird bei der Buffle-Herstellung eines Daunenquilts Maler-Klebeband verwendet, um die Moskitonetz Streifen auf Position zu halten. Beispiele dazu:
    03.2016 Karo Step von @Raeuberin, 02.2018 Querkammern von @bergziege, 01.2018 Karo Step von @Southern Flyer,  06.2019 Karo Step @Jonathan,  11.2019 Schlafsack mit Querkammern von @doman Deshalb sollte auch Maler Klebeband in keinem MYOG-Nähkoffer fehlen.
    4.2         Maschine
    Nadel und Garn: Die richtige Kombination von Nadel, Faden, Stoff und Maschine ist essentiell und eine Wissenschaft für sich. Daher soll an dieser Stelle kein Ratgeber für die richtige Auswahl stehen, sondern nur auf die in diesem Forum geläufigsten Garne eingegangen werden. Als Nadeln wird stets die Microtex Variante (ab 4€ für ein 5er Paket)empfohlen (wie hier von @micha90 in seiner grandiosen Anleitung für einen Kunstfaser Quilt), da diese mit ihrer dünnen Spitze dem Stoff am wenigstens schaden.

     
    Und als Garn gibt es die Wahl zwischen einem Polyester Garn von Alterfil  (4€) und einem Polyester Garn mit Baumwollkern, beim Hersteller Rasant bekannt unter dem Namen Corespun. Dieses empfiehlt der Profi Waldschneider @Andreas K. in seinen zahlrreichen, detaillierten Anleitungen zur Rucksackherstellung, weil bei Nässe der Kern aufquillt und die Nahtlöcher abdichtet.
    Die Anleitungen von @Andreas K. in chronologischer Reihenfolge: 
    08.15 Ein Rucksack mit Rollverschluss,  12.2015 Ein robuster Rucksack für Wintertouren, 07.2016 und noch ein Rucksack, 07.2016 Und noch ein Rucksack... UPDATE, 09.2016 Ein Rucksack mit Frontöffnung, 01.2018 Ein robuster großvolumiger Rucksack für Wintertouren, 01.2018 Ein Rucksack mit Frontöffnung - Finale Version Wenn man mehrere Garne zur Auswahl hat und diese sortieren will, kann man einfach wie @ThomasK (Link zum Beitrag) und @ALF (Link zum Beitrag) Nägel auf ein Brett schlagen und die Spulen daraufstecken. @doman empfiehlt, das Garn nicht offen zu lagern, um Verschmutzungen, die die Funktion einschränken zu vermeiden. 
    Einfädler und Fadenschere: um den Faden durch das Nadelöhr zu führen braucht es eine ruhige Hand oder eine Einfädel-Hilfe. Einige Maschinen haben solch ein Teil integriert, ansonsten gibt es Nadeleinfädler, die man im Multiuse auch zum Zeckenentfernen nutzen kann, falls man mal eine Nähmaschine samt Zubehör mit auf Tour nimmt :D.
    Eine scharfe Fadenschere macht richtig Spaß, am Anfang habe ich entweder den integrierten Faden Abschneider oder eine Nagelschere benutzt. Seitdem ich eine Fadenschere habe, freue ich mich auf jedes Nahtende. Wichtig ist dabei, entweder eine mit ab montierbaren Klingen zum Schärfen zu kaufen oder mehrere parat zu haben. Eine stumpfe Schere macht weder beim Stoff, noch beim Faden Spaß. (Die weiße Schere war schnell stumpf und quietscht, die schwarze hält schon länger und lässt sich schleifen) 

    Nahtauftrenner: Ebenfalls unerlässlich ist ein Nahtauftrenner, am besten gleich mehrere, denn ein stumpfer Trenner richtet mehr Schaden an, als er behebt.

    Nähfüße: Grundsätzlich lässt sich alles mit dem Universalfuß der Nähmaschine bewerkstelligen. Welcher Fuß eine sinnvolle Ergänzung ist und arbeitserleichternd wirkt ist abhängig von der Maschine und vom Fuß selber. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Kapper für meine Pfaff 90 gemacht (Hier ein Video zur Funktion von Bernina). Immer wieder kommt die die Frage auf (wie jüngst in diesem Thread) ob ein Obertransportfuß sinnvoll ist. Dies ist eine gute Lösung, wenn kein Geld für eine teurere Maschine mit nativen Obertransport ausgegeben werden soll. Allerdings ist es auch umständlicher damit zu arbeiten, weil er laut rattert, das Sichtfeld auf die fertige Naht versperrt und nur vorwärts nähen kann.

    Stichplatte: Für richtig dünne Stoffe (10D abwärts) kann sich auch eine Geradstichplatte für die Nähmaschine lohnen. Das Loch in der Platte ist genau auf den Geradstich angepasst und der Stoff wird nicht mehr in das Unterfadengehäuße hineingezogen. Leider gibt es diese nicht für jedes Modell, deswegen verweise ich erneut auf die Quilt Anleitung von @micha90, wo jene Platte empfohlen wird.
    Anschiebetisch: Bei langen Nähten, wie sie beim Tarp-, Rucksack- und Quiltbau des Öfteren vorkommen sollen, ist Anschiebetisch sehr nervenschonend. Hierzu benötigt es eigentlich nur eine Stichsäge und ein rechteckiges, ebenes Stück Holz vom Sperrmüll und irgendwas als Füße.


    Weiteres Zubehör für die Maschine: Wenn die Naht exakt werden soll kann man auch einen Seitenanschlag zur Hilfe nehmen, an dem die Stoffkante gleichmäßig entlanggeführt wird. Bei meiner Maschine ist ein Anschlag zum anschrauben mit dabei, es gibt aber auch magnetische Hilfen, die sich auf mechanischen (keine computergesteuerten) Maschinen befestigen lassen.
     
    Reinigung und Wartung: Mit der Zeit sammeln sich allerhand Flusen und Fadenreste an und verstopfen die Mechanik der Maschine, daher sollte sie regelmäßig mit einem Pinsel gereinigt werden. Dazu schraube ich mit einem passenden Schraubendreher oder einer passenden Geldmünze die Stichplatte ab und pinsele alles weg, wo ich rankomme, danach puste ich mit einem Blasebalg, der früher der Objektivreinigung diente hinterher (das mit der Druckluft ist allerdings ein umstrittenes Thema und wird oft abgeraten).
    Bei mechanischen Maschinen darf alle paar Nähstunden ein Tropfen Nähmaschinen Öl nicht fehlen.

    Einige Stoffe lassen sich auch komplett Kleben, dazu wird dann noch ein Tapetenroller oder eine Andrückrolle, sowie ein Spatel zum Verteilen des Klebers benötigt. Tipps zum Kleben von silikonisierten Stoffen finden sich hier im Forum und bei Plünnenkreuzer, für Dyneema gibt es hier im Forum auch einen Thread.
    Welche der gezeigten Helferlein findet ihr überflüssig und was fehlt noch in meinem Nähkoffer? 

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