Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

jakob-ineurope

New Members
  • Gesamte Inhalte

    7
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    1

Alle erstellten Inhalte von jakob-ineurope

  1. Das war wirklich ein extremer Wolkenbruch, ein echtes Worst‑case‑Szenario. Das Einzige, was ich mir gewünscht habe, war, so schnell wie mogelijk van dort wegzukommen. Unter diesen Bedingungen ist es nicht verwunderlich, dass das Zelt so viel Wasser aufgenommen hat.
  2. Es war ein Nylonzelt mit Silikonbeschichtung von Eureka, Typ „Eureka Sentinel“. Dieses Modell gibt es jedoch nicht mehr, weil Eureka in Europa pleitegegangen ist. Hier ist ein Link zum ursprünglichen Video: https://www.youtube.com/watch?v=BrNvv8G6vwc
  3. Viele achten beim Zelt vor allem auf das nackte Gewicht aus dem Katalog. Im Gelände kommt aber noch ein unsichtbarer Faktor dazu: Kondenswasser. Test 1: Nur Kondens, kein Regen Ich habe ein ganz normales 2‑Personen‑Zelt mit einem Kataloggewicht von 2475 Gramm verwendet – also kein extremes Ultraleicht‑Zelt, aber auch kein schweres Campingzelt. An einem trockenen Tag habe ich das Zelt auf einer Wiese am Waldrand aufgestellt und über Nacht stehen lassen, ohne darin zu schlafen. Ich wollte wissen, wie viel Kondenswasser das Zelt allein durch die nächtliche Feuchtigkeit aufnimmt. Am nächsten Morgen habe ich das Zelt direkt nach dem Abbau gewogen: 2810 Gramm. Das sind rund 335 Gramm mehr als das Ausgangsgewicht – nur durch Kondenswasser am Außenzelt. Praktische Konsequenz: Vor dem Einpacken so viel Kondenswasser wie möglich aus dem Außenzelt ausschütteln oder mit der Hand abwischen. Jede Minute Schütteln spart unterwegs Gewicht im Rucksack. Test 2: Abbau im Starkregen Im zweiten Versuch habe ich dasselbe Zelt in einer starken Regenphase abgebaut – so, als hätte ich es in einer „ewigen schottischen Regenfront“ eilig und keine Zeit, zu warten. Das Zelt ließ sich immer noch problemlos in den Packsack stecken, aber das Gewicht war eine Überraschung: 4820 Gramm. Das ist etwa das Doppelte des ursprünglichen Gewichts. Praktische Konsequenz: Wenn es in Strömen gießt und der Zeitplan es erlaubt, lohnt es sich, mit dem Abbau zu warten oder das Zelt zumindest in einer trockenen Pause zu lüften und abtropfen zu lassen, bevor es dauerhaft im Rucksack verschwindet. Fazit Kondenswasser und Regen können das Gewicht eines Zeltes leicht um mehrere hundert Gramm bis hin zum Doppelten erhöhen – unabhängig davon, ob es ein „Ultraleicht‑Zelt“ ist oder nicht. Wer Gewicht sparen will, sollte nicht nur auf Gramm beim Kauf achten, sondern unterwegs auch konsequent Kondenswasser ausschütteln, nasse Außenzelte getrennt verpacken und jede trockene Pause nutzen, um das Zelt kurz zu trocknen.
  4. Vielleicht hat hier jemand etwas davon, der selbst ein eigenes Design macht. Vor dreißig Jahren wurde ich in Irland von einem Rucksackhersteller eingeladen, der damals einen ultraleichten Rucksack entwerfen wollte, etwas, was zu diesem Zeitpunkt noch neu war. Verschiedene Leute, darunter auch ich, suchten damals nach Konzepten. Ich bin mir sicher, dass mein 45‑Liter‑Rucksack – vollständig wasserdicht und relativ komfortabel – mit seinen 200 Gramm der leichteste überhaupt war. Kürzlich habe ich noch eine Version davon in DCF und Dyneema gefertigt, um näher an die 100 Gramm zu kommen. Aber ich bin mir auch sicher, dass es der am wenigsten kommerzielle Rucksack war. Die Idee bestand darin, eine Ridge‑Rest‑Isomatte (die noch jemand nutzt?) groß aufzurollen und das Material in der Hohlfalte zu verstauen. Die Steifigkeit der Ridge‑Rest sorgte für eine gute Gewichtsübertragung. Die beiden Klettverschlüsse an der Oberseite dienen einem abnehmbaren Deckelfach. Das sieht dann ein bisschen aus wie eine Frisbee.
  5. In der Nähe gibt es einige verlassene kleine Hirtenhütten, die kaum auf der Karte stehen. Sie sind sehr klein, aber in der Regel trocken und können im Notfall als Schlafplatz genutzt werden. Eventuell kannst du auch einen großen Umweg über das Dorf Lamiana machen, wo du in einem Haus übernachten kannst.
  6. Ich bin kein Muttersprachler – sorry, falls nicht alles ganz korrekt übersetzt ist. Toll gemacht mit diesem Rucksack. Ich bewundere deine Ausdauer. Die Rolltop-Öffnung könntest du eventuell so gestalten, dass sie auch als Loadlifter funktioniert, aber das ist kein einfaches Design. Ich hatte das an meinem vorherigen Rucksack, den ich zehn Jahre lang benutzt habe. Das spart einige Gurtbänder ein – und das ist ungefähr der schwerste Teil des Rucksacks. Ich glaube, bei den Schultergurten solltest du dich an Laufrucksäcken oder Laufwesten orientieren. Tragekomfort an den Schultern hängt nicht einfach von viel Polsterung ab, sondern vor allem davon, dass das Gewicht gut und gleichmäßig verteilt wird. Bei deinem Foto mit dem festgenähten Hüftgurt würde ich empfehlen, den Hüftgurt nicht in einem rechteckigen Muster festzunähen, sondern eher in Form eines Trapezes mit der kurzen Seite oben. Dann steht der Hüftgurt automatisch in einem konischen Winkel und kann mehr Gewicht tragen.
×
×
  • Neu erstellen...