Ende September in den Pyrenäen: Nachts niedrige einstellige Werte sind realistisch, auf 2000 m kann es auch Richtung Null gehen. Dein Quilt mit 300 g Daune reicht, wenn du genug isst und trocken schläfst – trocken ist der Knackpunkt, nicht die Grammzahl. Für die Hütten: ein dünnes Inlet ist Standard. Glutenfrei in französischen Hütten: eher Kaffee und Schokolade einplanen, ja.
Die Strategie 'bei Regen absteigen' ist solide – der schwierigste Teil ist, rechtzeitig zu gehen, bevor der Gipfel in der Wolke verschwindet. Tau auf exponiertem Fels ist Physik: Bei hoher Luftfeuchtigkeit wird die Matte nass, egal wie gut die Plane liegt. Und Karst findet immer einen Weg durchs Groundsheet. Lieber früh absteigen und trocken schlafen.
Ende August/Anfang September im Jotunheimen: Grödel kannst du zu Hause lassen, Altschnee lässt sich meist umgehen, und Neuschnee kommt zwar, aber selten so, dass man ihn wirklich braucht. Bei den Regensachen würde ich nicht zu sehr auf Robustheit schielen – bei norwegischer Luftfeuchtigkeit wirst du eh irgendwann nass, die Jacke hält dich eher warm als trocken. Das eigentliche Kunststück ist, dass der Schlafsack trocken bleibt.