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Ultraleicht Trekking

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smileqcf

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Reputationsaktivitäten

  1. Danke!
    smileqcf hat eine Reaktion von Julia mit Hund erhalten in Isomatte Therm-A-Rest Women’s NeoAir® XLite™   
    Ich hab auch so eine. Hält schon viele Touren durch. Benutzte sie aber nur im Zelt und check den Boden vorher. Auch das einpacken mach ich nur im Zelt. Das Material knistert etwas. Ich habe ein paar Silnet Punkte auf die Unterseite gemacht, um das Rutschen im Zelt zu verhindern. Man muss schon damit vorsichtig sein. Wenn es leicht und richtig stabil sein soll, bleibt nur Z-Lite, aber das ist mir zu hart. Da passe ich lieber auf.
    Ich würde sie wieder kaufen.
  2. Gefällt mir!
    Völlig richtig. Auf Kosten der Sicherheit zu reduzieren wäre stupid light. Dass es UL auch im Winter geht zeigen diverse Threads hier im Forum - dann muss man eben hart auf Kosten der Kamera, der Sitzmatten und Packsäcke reduzieren  
    Der EOE Titanium hat nicht funktioniert? Fest genug aufgedreht? Richtige Kartuschen verwendet? - EOE und Edelrid Kartuschen funktioniert nicht und Optimus glaube ich auch nicht. Der Jetboil ist halt Höllen schwer... - schon über NoCook oder Cold soaking nachgedacht? Klingt erstmal absurd - hat aber den Vorteil, dass man nicht ohne Essen dasteht wenn der Brenner ausfällt und leichter ist es natürlich auch... 
    Es gibt übrigens auch echt Windstabile Tarps (vorausgesetzt man baut sie richtig auf) - MLD SOLO MID oder Trailstar zum Beispiel... 
    Unabhängig von diesen Gedankenspielen - take what you've got! 
  3. Gefällt mir!
    Ich sehe auch nicht so viel Gewicht, das für tatsächliche Sicherheitsreserve drauf geht. Das Rainbow ist ein tolles Zelt, aber nicht so ultrasturmstabil für das Gewicht wenn mich nicht alles täuscht. Ein Mid (z.b. Solomid) oder Trailstar dürfte in der Hinsicht überlegen sein - und eben leichter. Ansonsten sehe ich nicht viel Reserve. Allerdings fällt mir recht viel nicht essentieller Krams auf (Müslischale, 2. Garnitur Kleidung,...). Versteh mich nicht falsch, ich nehme auch Komfortitems mit, die man nicht zwingend braucht. Aber das unter Sicherheitsreserve zu verbuchen ist streng genommen Selbstbetrug.
    Zum Kocher: Das ist eben der Nachteil an Gas: Die sind technisch so komplex, dass man sie idR nicht reparieren kann. Mit einem Esbit- oder Spirituskocher hat man dieses Problem nicht. Der Jetboil ist vor etwaigen Defekten ebensowenig gewappnet. Dass er Brennstoff spart, stimmt, man sollte aber unbedingt kritisch durchrechnen, ab welcher Tourlänge sich das beim eigenen Kochverhalten lohnt - bei mir sind das 7 Tage zu zweit, 14 Tage auf Solotouren. Den Nachteil der wenig flexiblen Kartuschengrößen hat man allerdings immer.
  4. Gefällt mir!
    Ich finde die Packliste sehr nett. Ich finde auch den Blog toll. Mit vielen Details wird hier alles schön beschrieben. Danke dafür! Was noch fehlt (oder habe ich das übersehen?) sind Tourberichte.
    Ich denke auf den beschriebenen Touren könnte man das Gewicht noch deutlich reduzieren, weil es dort Backuplösungen gibt. Auf dem Laugavegur zB sind ja hunderte ander Wanderer unterwegs, und es gibt nette Hütten zur Not. Auf dem Kjalvegur fahren auch Autos wenn ich mich nicht irre. Da geht man nicht verloren.
    Auf einer richtigen, abgelegenen Island Hochlandour gehen die ~4.5 kg Basisgewicht allerdings nicht. Zumindest wäre mir das zu leichtsinnig. Da kann es zum Beispiel schon mal passieren dass tagelanger Regen alles nass macht und extrem ansteigende Wasserstände die Furten unpassierbar machen. Dann ist schnell mal der schnelle Ausstieg versperrt und man sitzt fest.
    Noch mehr Details zur Liste:
    Ich persönlich würde auch ein Mid als Shelter nehmen. Da kann man mehr als 500g sparen.
    Der Kocher ist zwar cool, aber das geht vielleicht auch leichter. Ich nehme zB einen Soto und wenn nötig als Backup eine BRS (25g). Bei Gas muss man wie gesagt die unflexible Kartuschengrösse und den Verbrauch gut kennen. Auf einer langen (>10 Tage) Tour kann Gas aber schnell leichter als Spiritus werden. Mehr Spass beim Kochen macht es eh.
    Eine 230g Kartusche für 12 bis 14 Tage ist schon ordentlich! Ich benutze eher mehr Gas. 
    Das Messer würde ich uU weglassen.
    Spork finde ich doof. Ein Löffel kann alles.
    Feuerstarter würde ich auch weglassen. Du hast ja 2 BIC Mini.
    Die Waschtasche erscheint mir irre schwer. Meine wöge ein viertel.
    TEMPOS ALS KLOPAPIER IST SCH...SSE!!! Das Zeug braucht ewig zum verrotten. Erst recht auf Island. Nimm lieber echtes Klopapier.
    Auf den beschriebenen Wegen reichen Trailrunner. Da kannst Du auch noch ordentlich Gewicht sparen. Und wie wir wissen bringt das an den Füssen zig mal mehr!
     
  5. Gefällt mir!
    @smileqcf Sehr informativer Blog mit tollen Fotos. Gefällt mir sehr gut & sieht nach einer tollen Reise aus!
  6. Gefällt mir!
    Zu guter Letzt noch ein paar Takte zu den Bedingungen in Island generell.
    Ich habe das ganze jetzt von der Warte betrachtet, das wir übers Wandern auf den etablierten Wanderrouten reden. Auch auf den nicht nach der großen Reykjavíker Einkaufsstraße benannten Wegen ist die Zivilisation im Grunde nie fern. Sollte das Wetter tatsächlich übel werden ist die nächste Hütte oder der Bus zur nächsten Stadt fix zu erreichen. In einer anderen Ecke der Insel ist das Wetter gerade bestimmt besser ...
    Insbesondere unter UL-Bedingungen verlängern sich zudem ja die machbaren Distanzen. Während sich die meisten Leute für Landmanna-Skogar sechs Tage Zeit nehmen ist es von der Strecke und dem Schwierigkeitsgrad her auch durchaus in zwei zu schaffen sollte es wetterbedingt notwendig sein (nicht dass das erstrebenswert wäre, an der spektakulären Landschaft vorbeizurennen). Und auf eben dieser Strecke hat man nun noch dreimal die Möglichkeit einkaufen zu gehen. Einen weiteren hilfreichen Part spielt die Mitternachtssonne (die nota bene auch eine Taschenlampe zum Luxusgegenstand fürs Lesen im Zelt macht): man muss im Hochsommer nie fürchten, von der Dunkelheit überrascht zu werden. In Landmanna regnet es morgens? Abwarten bis es trocken wird, im Laufe des Nachmittags losziehen und ganz gemütlich nach 22 Uhr in Álftavatn eintrudeln.
    Wer einen konsequenten UL-Gedanken verfolgen will, sollte in meinen Augen auch erwägen, in Hütten zu übernachten (bzw. das Shelter vorauszuschicken für die wenigen Routen ohne diese Möglichkeit). Das spart ja nicht nur das Shelter, sondern auch einiges an warmen Klamotten, man kann beim Schlafsack eine Nummer dünner wählen ...
    Und nun noch zu den gefürchteten Wetterbedingungen: bis auf die Windstärken ist das isländische Wetter ja eigentlich recht mild. Klar, innert eines Tages kann man das ganze Spektrum dabeihaben, aber wie man so schön sagt: dir gefällt das Wetter nicht? Warte 15 Minuten.
    Als Mitteleuropäer jagt einem Schnee im Hochsommer natürlich Angst ein. Aber wenn bei uns mal Schnee fällt ist das ja zumeist mit einer wochenlangen Kaltfront und erheblichen Minusgraden verbunden. Im Sommer ist der Schnee auf der Insel jedoch so schnell weg wie er gekommen ist, und selbst im Winter fällt das Thermometer nahe der Südküste dank des Golfstroms nie groß unter Null. Als Referenz sei dazu noch die Wetterstatistik von Isafold.de verlinkt. Schnee hatte der Mann an 2 von 100 Tagen, wenn es an den beiden Tagen tatsächlich ungemütlich ist übernachtet man halt in einer Hütte oder steigt in den Bus und legt einen Museumstag ein.
    Die Gruselgeschichten und Ausrüstungsempfehlungen die man für Island allerseits bekommt sind sicher nicht verkehrt, aber auch in Relation zu setzen. Was die Einheimischen angeht ist meiner Meinung nach die skandinavische Outdoormentalität zu berücksichtigen: wenn der Rucksack unter 30 Kilo wiegt ist es kein ernstzunehmendes Trekking. Das schlägt in die selbe Kerbe, wie das jeder dritte Reykjavíker für die Stadt einen Hummer oder ein noch monströseres Auto benötigt. Dasselbe empfehlen sie natürlich den Touristen. Und das nicht ohne Grund, denn jedes Jahr müssen ja etliche Wanderer aus dem Hochland ausgeflogen werden, weil sie sich übernommen haben. Aber das sind dann halt auch Leute, die in den Klamotten, die sie sonst für den sommerlichen Stadtbummel tragen, ins Hochland losgezogen sind (mit Grauen denke ich an die junge kalifornische Familie zurück, die mit einem nur in einen dünnen Strampler gekleideten schreienden Säugling vom Hrafntinnusker kam, weil der Wind ihr Supermarktzelt geschrottet hatte). Die Toten des Laugavegur hatten weder warme Kleidung noch ein Zelt dabei.
    Umgekehrt lässt sich freilich auch die Psychologie der Leute nachvollziehen, die dann eben einen knappen Tausender in ihr Hilleberg versenkt haben; wenn man das Geld einmal ausgegeben hat, benötigt man das Teil natürlich auch ganz dringend (und hier spricht nicht der Neid, ich hab selbst ein Nammatj, das seines Einsatzes unter wirklichen Expeditionsbedingungen harrt). So ziemlich alle isländischen Zeltplätze, auf denen ich war, sind ja aber ganz gut vor den Unbilden des Wetters geschützt. Wo es die Zelte regelmäßig wegweht sind halt die Camps auf dem Hrafntinnusker und dem Fimmvörðuháls. UL unterwegs gibt es aber keinen vernünftigen Grund auf einem Berggipfel auszuharren - runter da und im geschützten Tal übernachten.
    Soweit also meine eigenen Erfahrungswerte - auf dass mich das isländische Wetter nicht eines Tages eines besseren belehrt.
  7. Gefällt mir!
    smileqcf reagierte auf German Tourist in Ausrüstung für Langstreckenwanderungen   
    Als Langstreckenwanderin habe ich andere Anforderungen an meine UL-Ausrüstung als Wanderer, die nur ein paar Tage oder Wochen unterwegs sind. Je kürzer die Tour, desto besser kann ich meine Ausrüstung an die zu erwartenden Verhältnisse anpassen und damit Gewicht sparen. Meine Touren hingegen erstrecken sich über mehrere Monate und unterschiedliche Jahreszeiten und Klimazonen. Damit brauche ich eine vielseitig einsetzbarere Ausrüstung, die damit leider auch ein wenig schwerer ist.
    Ich habe jetzt auf meinem Blog einen langen Post dazu geschrieben, welche Art von Ausrüstung sich für Langstreckenwanderungen besonders eignet und welche Erfahrungen und Ideen dahinter stecken. Obwohl sich der Artikel hauptsächlich an Langstreckenwanderer richtet, ist er auch für Leute interessant, die mit ihrer Ausrüstung ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten abdecken wollen. Hier gehts zum Artikel:
    http://christine-on-big-trip.blogspot.d ... ughts.html
    Ich freue mich natürlich über Feedback und Anregungen, welche Ausrüstungsarten ich noch besprechen sollte.

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