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SalamanderJames

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    Dann hast du vom lasern doch sicher eine DXF Datei. Damit lässt sich doch arbeiten. Durch meine CNC Fräse kann ich damit umgehen. DXF lässt sich doch auch in PDF umwandeln, das lässt sich doch dann auch auf Papier ausdrucken.
  2. Gefällt mir!
    Vielen Dank!
     
    Tatsächlich suche ich schon länger nach einer Möglichkeit, wie ich das Pack Pattern sinnvoll weitergeben kann. Ich selbst lasere es ja und insofern wird diese Datei den meisten nicht helfen.
    Stehe aber derzeit im Kontakt mit einem kleinen Unternehmen in den USA, welche professionell Schnittmuster erstellen und insofern kommt da hoffentlich was bei raus, was ich dann u.a. hier teilen kann.
  3. Gefällt mir!
    Angestachelt durch die vielen hervorragenden MYOG-Projekt hier im Forum plante ich schon seit einiger Zeit die Herstellung eines eigenen Rucksacks. Da ich mit dem Nähen auf Kriegsfuß stehe, blieb nur das Kleben übrig. Dadurch ergab sich auch sofort das Material, das ich für den Rucksack verwenden wollte: DCF.
    Die Bilder zeigen das Ergebnis meiner 1-wöchigen Arbeit, verteilt über die Monate Februar und März. Weil das Nähen wegfiel, musste ich mir für viele Dinge spezielle Klebe-Lösungen einfallen lassen.
    Der Rucksack hat ein Fassungsvermögen von 48 Liter und wiegt 375 g. Das Material des Grundkörpers (30 cm x 20 cm x 80 cm) wiegt ganze 47 g.
    Wie kommt das (für mich) hohe Gesamt-Gewicht des Rucksacks zustande?
    Da ich nicht nähen konnte, musste ich viele Dinge mit Klemm-Schnallen, Blitzverschlüssen ua. Plastikteilen lösen. Dann sind da noch die Gurtbänder, die elast. 3 mm-Kordelschnur für die 3 Netztaschen und das grobmaschige Netzmaterial. Von meinem Regenjacken-Projekt weiß ich, dass das Transferklebeband und das DCF-Reperaturklebeband ganz ordentlich zum Gesamtgewicht beitragen. Aus Sicherheitsgründen verwendete ich hauptsächlich das 2 cm-Transferklebeband. Viele Stellen am Rucksack (Haltepunkte der Hüft- und Schultergurte) verstärkte ich zusätzlich. An den breiten Schultergurten wollte ich auch noch etwas Schnick-Schnack (variable Befestigungsmöglichkeiten für allerlei Zusatzzeugs) haben.
    So schaukelte sich das Gesamtgewicht langsam hoch.
    Tests müssen jetzt zeigen, ob mein Rucksack den kommenden Outdoor-Belastungen gewachsen ist. Vielleicht kann ich das Gesamtgewicht bei einem der nächsten Rucksäcke (irgendwann) unter 300 g drücken.

    Bild 1: Rucksack im Größenvergleich

    Bild 2: Rucksack von hinten

    Bild 3: Rucksack von vorn

    Bild 4: Rucksack von der Seite
    In meinem Blog (siehe Signatur) werde ich in den nächsten Tagen eine genaue Beschreibung der einzelnen Herstellungsschritte nachliefern. Ausreichend Bilder sind vorhanden.
  4. Gefällt mir!
    Bei der Herstellung meines Rucksacks diente der Rucksack von zpacks (Nero 38L) als Vorlage. Von dem Rucksack nahm ich das eine oder andere Maß ab. So auch die Breite und das Aussehen der Schultergurte. Die Daisy-Chains wollte ich unbedingt haben, weil ich oft "Zeugs" außen an den Rucksack binde.

    Bild 1: Rückseite eines Schultergurts
    Bild 1 zeigt die Rückseite eines Schultergurts und wie der 3 mm-Schaumstoff in den Schultergurt eingeklebt wird.

    Bild 2: Vorderseite eines Schultergurts
    Für die Daisy-Chains fertigte ich einen 10 mm breiten 3-lagigen sehr langen DCF-Streifen an (rot ist DCF und grün ist Transferkleber in der Skizze neben dem Bild), wie er im Bild 2 zu sehen ist. Von der Vorderseite aus brannte ich vorsichtig mit einem Lötkolben (breite Spitze) 10 mm lange und ca. 1-2 mm breite Schlitze im Abstand von 3 cm durch den ganzen Schultergurt. DCF lässt sich ja gut mit dem Lötkolben bearbeiten. Bei dem Schaumstoff muss man etwas aufpassen. Vorher habe ich an einem Probestück diese Vorgehensweise getestet, damit die Schlitze nicht zu groß werden.

    Bild 3: nochmal die Rückseite des Schultergurts
    Die farbige Skizze zeigt das Prinzip, wie ich die Daisy-Chains konstruiert und geklebt habe.
    V       Vorderseite Schultergurt R       Rückseite Schultergurt rot     kompletter Schultergurt mit Vorderseite, Schaumstoffeinlage und Rückseite blau   3-lagiger 10 mm-DCF-Streifen, der auf der Vorderseite nicht verklebt wird, Länge auf der Vorderseite von Langloch zu Langloch gleich 3 cm grün  verklebte 10 mm-"Querverstrebung" in einer Schlaufe auf der Rückseite, soll das Herausziehen des Daisy-Chains verhindern gelb  zum Abschluss wird über die komplette Rückseite ein passendes DCF-Stück vollflächig verklebt
    Bild 4: fertiger Schultergurt
    Ich hoffe, dass ich einigermaßen verständlich machen konnte, wie ich die Daisy-Chains auf den Schultergurten hergestellt habe.
     
  5. Danke!
    Hallo zusammen,
     
    hier mal wieder eine Bauanleitung, vielleicht hat ja der/die ein oder andere schon mal mit einem Zeltbau geliebäugelt …….
    Nach dem X-Pac 37+9L Rucksack und dem Daunen-Quilt mit geschlossener Fußbox ging es im letzten Winter an die dritte MYOG-Großbaustelle: dem Zelt. Da sich die beiden ersten Projekte durchaus sehen lassen konnten, war ich guter Dinge, dies auch bei einem Zeltbau entsprechend umsetzen zu können. Allen Unkenrufen zum Trotz, dass das erste selbstgenähte Zelt in der Regel für die Tonne ist, machte ich mich an die Planung und schrieb dazu im Vorfeld eine detaillierte Bauanleitung (s. unten). Zudem machte ich zu den Zeichnungen der einzelnen Baugruppen noch Zeichnungen der wichtigsten Nähte (alle letztendlich als Kappnähte ausgeführt), um später während des Zuschnitts und des Nähens den Überblick zu behalten, auch wegen der vielen unterschiedlichen Nahtzugaben. Der Entwurf ist als ‚single piece - single wall - A-frame‘ ausgelegt und orientiert sich an bewährten Zelttypen. Die Bauanleitung habe ich dann Schritt für Schritt abgearbeitet, was ausgesprochen gut funktioniert hat.
    Als Stoff kam das sehr dehnungsarme Chikara zum Einsatz. Das Chikara ließ sich sehr gut nähen (80er Microtex Nadel, Rasant 75 Garn) und erinnert in Haptik und Geräuschentwicklung am ehesten an Backpapier, was am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig war.
     

     
    Die wichtigsten Daten:
             2-Personen Zelt mit Platz für 2 TAR NeoAir Xlite (Regular) Isomatten          2 Eingänge, 2 Apsiden           alle Dachnähte abgedichtet          Trapez-Bodenwanne: 110/90cm Breite , 220cm Länge, Höhe 12 cm          First: Höhe mittig 120cm, Breite mittig 120cm, Höhe im Kopf-/Fußbereich >38cm          Material: Chikara 41g/m², Mosquitonetz 25g/m², 200den Diamond Ripstop 120g/m², Reißverschluß YKK 3C          Catenary cut: 2cm/m          Packmaß: Ø 14cm x 40cm (6L)          Materialkosten: ca. 190€       Gesamtgewicht: 716 g (incl. sämtlicher Abspannleinen)  

     
    Vorbereiten der Baugruppen
    Für alle Stoffstücke habe ich im Vorfeld Pappschablonen (1:1) angefertigt, da die meisten Kanten einen Catenary cut haben. Das hat sich für das Anzeichnen auf den Stoffen später als sehr hilfreich erwiesen. Eine sehr gute Catenary cut-Anleitung findet man hier. Bei den kürzeren Mesh-Dachkanten (155cm) ist darauf zu achten, dass der Cat cut vom Dach (175cm) genommen wird, da sie später eine gemeinsame Naht bilden und somit die längere Naht den Cat cut vorgibt (die tiefste Stelle des Mesh-Cat cut ist daher leicht asymmetrisch versetzt). Für die Ecken der Bodenwanne sollte man sich vorher mal aus einem DIN A4 Blatt ein Papiermodell machen, um die einzelnen Bauschritte zu verstehen. Hintergrund für die etwas aufwendigere Eckkonstruktion ist die Tatsache, dass ich die Bodenwanne bis zu einer Höhe von mindestens 3 cm nahtfrei bauen wollte. Somit müssen die Ecknähte nicht versiegelt werden und man hat zudem saubere und stabile Stofffahnen, an denen die D-Ringe für die elastische Kordel angebracht werden können. Es geht natürlich auch anders ……

     
    Mesh-Giebelseiten (2x)
             ausschneiden mit 3cm (unten) bzw. 2,5cm (Giebel/Traufe) Nahtzugabe          Spitzenverstärkung einschließlich Saumzugabe von außen auf die Giebelspitze aufnähen. Radius ca. 15cm. Alle Spitzen-/Eckverstärkungen sind aus 200den Diamond Ripstop Reststücken, es geht aber auch Zeltbodenstoff o.ä.          Vorderkante der Ecktasche einfassen, dann Ecktasche einschließlich Saumzugabe von innen aufnähen          Reißverschluss auf Länge kürzen, Schieber einsetzen, und an den Enden mit kurzen Stofffahnen versehen. Auf die Laufrichtung des Schiebers achten (unten zu, oben auf)!          RV von innen aufnähen (2mm vom Rand), dann mittig das Mesh auftrennen, einfach nach innen umschlagen und vernähen. Beim RV habe mich für die L-Form entschieden, da ich den Sinn und Zweck der Rainbow-Form nicht verstehe solang das Zelt mit Trekkingstöcken aufgebaut wird und das Mesh beim kompletten Öffnen zudem immer auf den (dreckigen) Boden fällt          untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen          Dachschrägen nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.          elastische Kordel (für die T-Stopper) mit Hilfsfahne (die verschwindet nachher in der Nahtzugabe) versehen und auf der RV-Seite von innen an der Giebelseite in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen, (s. re.Bild)          Traufseite nach innen doppelt versäumen  

     
    Mesh-Traufseiten (2x)
              ausschneiden mit 2,5cm (oben, Seiten) bzw. 3cm (untern) Nahtzugabe           Traufoberkante nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.           untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen           Seitenkanten nach außen doppelt versäumen  

     
     
    Dach
              ausschneiden mit 1,5cm (schmale Dachhälfte) bzw. 2,5cm (breite Dachhälfte) Nahtzugabe am First, 2,5cm an den Seiten und 2cm unten           Dachhälften am First links auf links (knapp) zusammen nähen, dann rechts auf rechts (auch rel. knapp) zur französischen Naht           Schlaufen auf der franz. Naht mittig bei 5(7,5)cm, 60(62,5)cm, und115(117,5)cm annähen (an den Schlaufen kann man später eine Schnur befestigen zum Aufhängen von Sachen im Zelt).           Franz. Naht zur Kappnaht umnähen, Naht von außen mit 25mm breitem DCF Tape + Chikara versiegeln (s. Bild)           rechts auf rechts Traufsäume (1cm) abnähen           Mesh-Traufseiten mit deren Oberkanten auf die Innenseite der Traufsäume nähen           Saum zur Mitte hin umklappen und als Kappnaht vernähen (s. li. oben Bild), Naht von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           2 Abspannpunkte (Radius 5cm) erstellen und jeweils in Dachflächenmitte mit DCF Tape von außen aufkleben  

     

     
    Doppel-Türen (Apsiden) (2x)
              ausschneiden (4x) mit 1cm (Giebelseiten), 2cm (Mittenkanten; unten) Nahtzugabe           Türen an den unteren Mittenecken mit Verstärkungen versehen           Verstärkung in 2 der 4 Giebelspitzen auf den Innenseiten einnähen (s. li. Bild). Radius 12-15cm.           Mittenkanten doppelt umsäumen           die jeweils anderen Flügel im Giebelspitzenbereich auf die Außenseiten auf der Nahtzugabe annähen, auch über die Verstärkung (s. mi. Bild)           LineLoc mit 15mm Gurtband von außen mittig auf die verstärkte Giebelspitze aufnähen           Mittenkanten in ca. 1/3 Höhe mit Druckknöpfe versehen (Stoff vorher verstärken, s. re. Bild)           Elastische Kordel (für die T-Stopper) von außen an den Giebelseiten mit Hilfsfahne in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen)  

     
    Boden
              Boden ausschneiden mit 2cm Nahtzugabe           nach außen einmal (1cm) umsäumen           Seiten hoch klappen und in den Ecken in das nach außen stehende Dreieck von oben 9cm nach unten eine Naht setzen. Diese doppelt verriegeln, von 1-2cm, von 2-3cm und von 8-9cm.           in einem Abstand von 2cm parallel dazu von oben einen 2cm-Schnitt machen           parallel zur Oberkante die obersten 2cm der Ecke abschneiden           die 2x2cm Stofffahne zur Seite umschlagen und an den Saum annähen           in 5cm Abstand parallel zur ‚9cm Naht‘ die Dreiecksspitze abschneiden           den Stoff nach innen einstülpen und entlang der Innen- und Außenkante je eine Naht setzen (innen nicht länger als die ‚9cm-Naht‘)           Stoff auch oben einstülpen, dazu Spitze nach innen umklappen und vernähen          15mm Gurtband mit D-Ring mittig leicht schräg nach unten zeigend an die Eckfahnen annähen (s. Bild)  
    Zusammennähen von Dach mit Türen und Mesh-Giebelseiten
              Giebelnähte (von Dach u. Türen) erst links auf links knapp zusammen nähen, dann rechts auf rechts (franz. Naht)           T-Stopper von innen an den Saum annähen           Saum der Mesh-Giebelseiten von innen mittig an den Dach-/Türsaum nähen, dann Saum nach innen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen           alle 4 Eckverstärkungen annähen           alle Bodenkanten von Dach und Türen (vorher ev. angleichen) doppelt umsäumen           Dachnähte von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           LineLocs (Ecken) bzw. D-Ring (Mittenecken) mit 15mm Gurtband an die Verstärkungen annähen (s. re. Bild)           alle Mesh-Trauf-Seitensäume miteinander vernähen (s. li. Bild)  

     
     
    Zusammennähen mit der Bodenwanne
             Mesh-Saum von außen auf den Saum der Bodenwanne (mittig) aufnähen. Vorher die beiden Reißverschlüsse aufmachen, denn je mehr Naht vernäht ist, desto mehr steht die Nähmaschine im Zelt (ein riesiger Stoffwust von insgesamt 14m², aber es geht)           nach außen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen (wieder Stoffwust)           abschließend für’s Abspannen alle Schnüre und elastische Kordeln anbringen  
    FERTIG! (50 Arbeitsstunden später)
     

     
    Fazit
    Da das Endergebnis einen brauchbaren Eindruck macht, sollte man mit dieser detaillierten Bauanleitung in der Lage sein, schon beim ersten Zeltbauversuch relativ erfolgreich zu sein. Ich hoffe, es ist alles halbwegs verständlich beschrieben und gezeichnet.
    Im März ging es mit dem Zelt dann gleich auf den GR221. Dank ‚single-piece‘ geht der Aufbau mit Trekkingstöcken innerhalb von 1-2 Minuten. Unterschätzt habe ich zunächst die extreme Dehnungsarmut vom Chikara, aber nach 3-4 Aufbauversuchen hatte ich den Dreh raus, das Zelt annähernd faltenfrei aufgestellt zu bekommen (leider kommen in dem Moment, wo ein Apsidenflügel geöffnet wird, an irgend einer Stelle doch wieder leichte Falten rein). Steht es stramm und faltenfrei entwickelt es auch bei kräftigem Wind kaum Geräusche. Durch die zahlreichen Lüftungsmöglichkeiten war Kondenzbildung trotz kalter Nächte in den Bergen mit wenigen Grad über Null kein Thema. Bewährt bei dem steinig-felsigem Untergrund haben sich auch die MSR Groundhook Mini (6 Stück, 57g).
    Natürlich ist das Zelt mit seinen 716 g nicht wirklich ultraleicht, man bekommt dafür aber ein richtiges Zelt. Soll es leichter sein, muss man schon auf Cuben Fibre zurück greifen, erkauft sich dann aber jedes Gramm Gewichtsersparnis mit mehr als einem Euro (Materialkosten dann ca. 430 €). Für das erste Zeltprojekt war das Chikara daher ein guter Kompromiss aus Dehnungsarmut, Handling, Gewicht und Preis. Natürlich geht es auch mit Silpoly oder Silnylon, mit den bekannten Vor- und Nachteilen.
     
    Viel Spaß beim Nachbauen!!
     
     

  6. Gefällt mir!
    Sie wird ihre Gründe haben auf Daune zu verzichten. 
    Bis +5/0 Grad ist KuFa noch recht leicht und gut komprimierbar. Drunter wird es schwer. Multiuse Klamotten schon ausgelotet?
    Soll der Schlafsack auch weit über Null eingesetzt werden? Falls nicht dann MH Hyperlamina Flame. Auch da wird es knapp mit -5 Grad. Derzeit ab ca 130 Euro zu kriegen.
    Cumulus könnte Dir evtl den Comforter mit KuFa nähen.
    Oder die netten Slowenen von Gram XPerts. Die machen auch Sonderanfertigungen.
  7. Gefällt mir!
    Hey Leute,
    wir sind im August und September auf dem White Trail der Via Dinarica unterwegs gewesen. Der White Trail ist die Hauptroute der Via Dinarica und führt über 1260km über die höchsten Gipfel der Dinariden. Von Norden nach Süden durchquert man die Länder Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Albanien. Wir waren knappe vier Wochen von Mitte August bis Mitte September unterwegs und haben es in der Zeit von Slowenien bis nach Montenegro geschafft. Der Balkan ist wandermäßig ja noch ziemlich unerschlossen, hat aber einiges an Wildnis, Natur und toller Wanderlandschaft zu bieten! Wir selber hatten bis dato noch überhaupt keine Verbindung zu diesem Teil Europas und so ein Thru-Hike ist auf jeden Fall eine sehr empfehlenswerte Möglichkeit Land und Leute kennenzulernen.
    Wir waren aber auch nicht durchweg begeistert: Die Via Dinarica ist nämlich noch ein sehr junger Trail und höchstens abschnittsweise fertig gestellt. Besonders am Anfang in Slowenien führte uns die Route viel über Straßen oder einfach querfeldein durchs Unterholz. Ein wirklicher Wanderpfad eher eine Ausnahme als die Regel. Eine eindeutige Markierung für die Via Dinarica existiert leider nicht, was die Orientierung stellenweise nervig und zeitraubend gestaltet hat. Mit den GPS-Tracks auf unseren Handys haben wir schlussendlich aber doch immer den richtigen Weg wiedergefunden. Erst als wir in Kroatien den Velebit erreicht haben, gab es auch längere gut ausgebaute Strecken. Am besten in Schuss ist der Trail in Bosnien-Herzegowina, dort ist er auch (fast) komplett ausgeschildert und es existiert für diesen Abschnitt sogar ein (englisches) Guidebook.
    Überhaupt eignen sich insbesondere der Velebit (hier besonders der Premužić Fernwanderweg) und und der Bosnische Teil (hier würden wir das Prenj-Gebirge und den Sutjeska-Nationalpark empfehlen!) auch ganz hervorragend für ein- oder zweiwöchige Wandertouren!
    Unsere Ausrüstung war eine standardmäßige "3-Jahreszeiten-UL-Gearlist", also Fleece, Regenjacke, kurze Hose, Windhose, keine eigenständigen Baselayer, was die Kleidung angeht. Zudem waren wir hier zum ersten Mal ohne Kocher unterwegs, was die Resupply-Stopps immer um einiges vereinfacht hat. Oft sind wir durch bewirtschaftete Hütten oder kleinere Bergdörfer gekommen, in denen man auch eine warme Mahlzeit bekommen konnte!
    Ausführliche Berichte über die einzelnen Etappen mit vielen Bildern findet ihr hier:
    Via Dinarica - Slowenien
    Via Dinarica - Kroatien I
    Via Dinarica - Kroatien II (Der Velebit und der 50km lange Premužić Fernwanderweg, eines der ganz großen Highlights der Tour!)
    Via Dinarica - Koratien III
    Via Dinarica - Bosnien (Hier ging es ins sagenumwobene Prenj-Gebirge, außerdem treffen wir eine echte Wanderkatze!)
    Via Dinarica - Bosnien/Montenegro
    Unsere Gearliste, die wir fast genauso auch auf dem PCT dabei hatten, findet ihr hier. Wir hatten lediglich einen Fleece mehr dabei und waren, wie schon erwähnt, dieses mal ohne Kocher unterwegs!
    Zu jeder Etappe haben wir auch immer ein Video gedreht. Falls jemand seine Reiseberichte lieber in der visuellen Form mag, findet ihr hier die komplette Playlist.
    Wenn ihr sonst noch Fragen habt, immer her damit !
    Viele Grüße
    Niki und Fredi

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