Ich hab' zwar nicht den Liteway Elementum, sondern den abgesehen vom Material her gleichen Liteway Elementum Pack X-Pac 48 L. Der Übersichtlichkeit wegen schreibe ich hier rein.
Ich hab' den Rucksack vor einigen Tagen bei trekking-lite-store.com für sehr faire 155 Euro (Rabatt-Aktion + ohne deutsche Mwst) zzgl. CH-Mwst und Zoll bestellt. Zügige Lieferung, alles tiptopp.
Jetzt hab' ich ihn hier und weiss nicht, ob ich ihn zurückschicken soll. Mache ich eigentlich nie.
Zuerst mal ein erster Augenschein. Test mag ich es nicht nennen, weil ich damit nie draussen war.
+ Das X-Pac-Material füllt sich stabil an, allenfalls beim elastischen Fronttaschen-Stoff könnte ich mir Probleme mit Dornen u.ä. vorstellen.
+ Sieht gut aus
+ Verarbeitung gut. Ich schau' aber nicht so penibel hin
+ Gewicht, soweit meine Recherche reichte, in der Topliga
+ Preis eher in den tieferen Bereichen, sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis
+ Gurttaschen genug gross für Smartphone, vertrauenserweckender Reissverschluss
- Sitz mE zu hoch (dazu später mehr)
- Lastenkontroll-Riemen fehlt
- sehr schmal geschnitten. Ich verstehe den Sinn nicht recht; mit so einem Rucksack werden die wenigsten Hiker klettern gehen. Mein bisheriger Osprey Exos 34L ist durch das Rückennetz eher sperrig. Ich bin damit auch auf auf T5-Gratklettereien unterwegs und das geht recht gut. Nur wenn's mal einen Kamin raufgeht, wäre ein schmalerer Rucksack wirklich besser.
Ich bin seit etwa 20 Jahren in den Bergen unterwegs und hab' vor ein paar Jahren Weitwandern entdeckt. Mein Nutzungsprofil:
1-2*/Jahr Mehrtägige Wanderungen (1-3 Wochen) in technisch mässig anspruchsvollem Gelände, bspw. GR10.
7-8*/Jahr Mehrtägige Wanderungen (2-4 Tage) in den schweizerischen Alpen
2-3*/Jahr overnighters im schweizerischen Jura im Winter
Nun zu meinen Fragen:
Lastenkontroll-Riemen: Bisher war ich auf Mehrtägern mit etwa 13kg und dem Osprey Exos 34L unterwegs. Der Rucksack hat das Gewicht gut gepackt und war bequem, aber das Volumen ist mir zu knapp. Ich bin daran, ein paar Kilos einzusparen. Gemäss meiner Excel-Liste (vgl. Bilder) werde ich wohl bei etwa 10kg landen. Brauche ich dann den Lastkontroll-Riemen noch? Momentan fühlt sich das schon etwas wacklig an, so ohne.
Volumen: Dieser Liteway-Rucksack scheint mit seinen 48L nicht wesentlich mehr Platz als mein bisheriger Osprey Exos 34L zu haben. Ich vermute, dass Osprey nur das Innenvolumen ohne Seitentaschen etc. rechnet. Beim Liteway sind alle Taschen mitgerechnet. Ist das Standard bei UL-Rucksäcken? However; ich habe mein aktuelles setup gepackt (vgl. Bilder), so wie ich das auf Tour auch mache. Es bleiben nur grob geschätzt 5L im Hauptfach und den Seitentaschen übrig. Das ist mir zu wenig Reserve. Wie könnte ich einen dicken Winterschlafsack, zusätzliche Matte und wärmere Kleidung transportieren?
Passform: Der Rucksack sitzt für meine Verhältnisse recht hoch (vgl. Bilder). Hüftgurt und Unterkante des Rucksacks sind etwa auf Höhe des Bauchnabels. Die Flügel des Hüftgurts sitzen oberhalb meiner Hüftknochen. Soll das so sein? Vielleicht um bei untergeschnalter Matte nicht an den Allerwertesten zu deppern? Ich hätte lieber einer tiefer sitzenden Rucksack und dafür einen weniger lang "ausgefahrenen" Oberteil. Ich bin übrigens 1,80m gross, wiege 80kg, recht breitschultrig und habe einen verhältnismässig langen Rücken.
Packen: Die Matte kann ich weder IN den Rucksack packen noch an den Rücken schnallen als Polsterung. Sie ist zu sperrig. Wie kann ich also geschickt packen, damit es angenehm zu tragen ist? Der 1.5L-Wasserbeutel im entsprechenden Fach ist bereits gesetzt.
FALLS ich zurückschicken werde; was gibt es für Alternativen?
Budget bis etwa 200 Euro
features ähnlich wie der Liteway
weniger schmal geschnitten, tiefer liegend
Gewicht bis etwa 800g. Sonst würde ich den bewährten Exos nochmal nehmen, diesmal in 48L
mehr Volumen, wahrscheinlich so um 10L
Ich danke Euch für Eure Hilfe.
Liebe Grüsse aus der verregneten Schweiz,
the EL
PS: ich hab' meine zusammengepoppelte Packliste angefügt. Nur falls das irgendwie weiterhilft.