T67M
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T67M reagierte auf Janobert in PCT-Gear-Review 2016@ibex
Ja, der Quilt war letztlich ein wenig Overkill und die Schlafunterlage teilweise nicht warm genug.
Wie ich oben angedeutet habe, habe ich den Quilt unterwegs bestellt.
Da mir der 20F-Quilt viel zu kalt war, habe ich mir direkt einen 10F mit Overfill geholt, um auf der sicheren Seite zu sein.
Ich hatte weder die Zeit, noch das Geld, mir noch einen Schlafsack zuzulegen.
Zugegeben auch ein bisschen "pack-your-fears".
Ich war vorher nie alpin unterwegs und wollte nicht am falschen Ende sparen.
Dennoch kann ich nur betonen, dass man auf dem PCT fast immer kalte Nächte hat (hat egal ob Sommer oder nicht ).
Der Quilt war mir nie zu warm.
Zudem hatte ich auch Glück mit dem Wetter, ich glaube selbst in den Sierras ist es nie merklich unter den Gefrierpunkt gesunken.
Die Ghostwhisperer war mit Kapuze.
Ich habe jeden Tag Leute getroffen.
Am Ende (Washington) wesentlich weniger und im Grunde keine anderen Thruhiker außer in den "Städten".
Das lag aber wohl auch daran, dass ich verhältnismäßig schnell unterwegs war.
Die 2. Hälfte des Trails bin ich in einem Monat gelaufen mit einem Schnitt von über 30 Meilen täglich.
Insgesamt habe ich vom 18. April bis zum 31. August gebraucht.
Tagesausflügler, Section-Hiker etc. wird man aber auch dann treffen.
Wenn man es ein bisschen einsamer haben möchte, sollte man SoBo gehen.
Sollte man trotzdem NoBo starten wollen könnte man ein wenig später anfangen als ich ~Anfang/Mitte Mai.
Man hätte dann zwar ein etwas strafferes Zeitfenster, würde aber nicht in der "Bubble" loswandern, sondern diese dann nur passieren und wäre danach wieder "alleine" (Diese Option ist nur etwas für schnellere, sportlichere Aspiranten).
Insgesamt malst du da schon ein düsteres, überspitztes Bild von der Zukunft des PCT
Ich glaube, dieses Jahr gab es definitiv einen Hype (auch durch den Film "Wild").
Die Anzahl derer, die sich an einem Thruhike versuchen ist aber auch die letzten Jahre stetig angestiegen.
Wahrscheinlich wird es bald wieder einen Bruch geben, wenn die Begeisterung für den Film wieder etwas abebbt.
Jedenfalls wird das Interesse am Trail sicher nicht weiter so exponentiell ansteigen, denke ich.
Mich persönlich hat es auch nicht gestört.
Wenn man alleine sein wollte, hatte man auch die Möglichkeit dazu.
Leute, die mit einer Motivation wie einem Kinofilm losgelaufen sind, haben auch recht schnell abgebrochen
(Abbrecherquote glaube ich immernoch bei ca. 65-70%).
Die Menschen, die ich kennengelernt habe, waren fast ausschließlich sehr nette, offene und interessante Leute.
Ich denke, zu einigen wird die Freundschaft auch jetzt nach dem Trail, hoffentlich ein Leben lang, bestehen bleiben.
Die Gemeinschaft auf dem Trail macht ihn zu dem was er ist.
Ich habe gerade das Buch von "German Tourist"/Christine verschlungen und selbst 2004 war die Trailgemeinschaft für Sie offenbar schon wesentlicher Teil des Abenteuers.
Wie so oft macht es wahrscheinlich einfach die Dosis.
Man muss ja nicht in einer Gruppe von 8 Leuten im Gänsemarsch wandern.
Ich würde niemandem in den nächsten Jahren vom PCT abraten, weil er zu überlaufen ist.
lg Jan
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T67M reagierte auf sknie in Wasserfilter für gelegentliche TourenSawyer Mini ging mir irgendwann aufn Keks wegen der geringen Durchflussrate. Vor 2 Jahren ging er mir auch kaputt als ich bei Temperaturen um 0 Grad versucht habe Wasser zu filtern, war sofort zu und danach unbrauchbar (hatte ihn die ganze Zeit am Körper transportiert damit er nicht einfriert).
Sawyer Squeeze hab ich auch....wurde aufgrund von Gewichtsersparnis durch den Sawyer Microsqueeze oder wie das Ding heißt getauscht. Mit beiden Filtern bin ich sehr zufrieden.
Die Sawyer-Wasserbeutel finde ich Sch.....gehen zu schnell kaputt. Mein ungefiltertes Wasser transportiere ich jetzt in einem Platypus-Beutel 2 Liter und lasse beim Filtern die Schwerkraft für mich arbeiten, bedeutet, ich häng den Beutel mit aufgeschraubten Filter irgendwo an nen Baum oder Ast... und stelle meine Wasserflasche drunter.
Beim BeFree Wasserfilter ist mir der Beutel (soft flask) kaputt gegangen nachdem sich der Filter zugesetzt hatte und nicht mehr zu reinigen war. Der Beutel ist dann eingerissen weil ich zu viel Druck für das Filtern aufwenden musste. Ist bei mir als Ausrüstungsgegenstand rausgeflogen.
In der kalten Jahreszeit setzte ich jetzt auf Micropur Forte und irgendeine Brausetablette, um den Chlorgeschmack zu übertünchen. Bei der Anwendung steht auf der Verpackung, dass man bei Temperaturen unter 10 Grad 2 Stunden Einwirkzeit beachten soll. Hab ich bis jetzt gemacht und jede Tour mit Micropur auch überlebt
Ansonsten vorfiltern mit Buff oder Socke wenn das Wasser etwas grob verschmutzt war. Abkochen geht natürlich auch.
Mit zunehmender Tourlänge setzt bei mir aber auch eine größer werdende Gleichgültigkeit beim Thema Schmutz ein
Beste Grüße aus dem Thüringer Wald
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T67M reagierte auf Sakima in Impressionen von TourenSakima und ich hatten drei schöne Tourentage in den Dolomiten.
Leider sind die Bilder mit keiner UL-Kamera entstanden, ist das zulässig?
Der Rest der Ausrüstung war der Jahreszeit entsprechend, für mich persönlich, so leicht wie möglich.
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T67M reagierte auf Andreas K. in Titan KratzerWahrscheinlich noch Rückstände vom Tiefziehen. Jag den Topf mal bei 60 Grad durch die Geschirrspülmaschine. Das Maschinenspülmittel ist aggressiver als das Handspülmittel, das sollte den letzten Ölfilm beseitigen.
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T67M reagierte auf Janobert in PCT-Gear-Review 2016Moin,
nachdem ich nun einigermaßen wieder zuhause angekommen bin, wollte ich nochmal meine Ausrüstung Revue passieren lassen, ehe die Erinnerungen an die Details verloren gehen.
Ich poste hier nochmal die Liste mit der ich letztlich gestartet bin (variiert leicht von der aus dem Vorbereitungsfaden):
PCT '16 Packliste Start.xls
und die letztendliche Packliste, mit der ich den Trail beendet habe:
PCT '16 Packliste Ende.xls
Zusätzlich kamen noch ein paar Sachen ausschließlich in den Sierras dazu.
Die Sachen liste ich hier mal so auf:
- Mikrospikes von Kathoola, 364g
- Black Diamond Raven Pro Eisaxt mit Handschlaufe und Klingenschutz, 428g
- Bärenkanister BV500, 964g
- ZPacks Possum Handschuhe, 41g
- Sea to Summit Kopfnetz, 22g
- Gossamer Gear Thinlight Pad, 82g
- Patagonia R1 Hoody, 367g
Mehrgewicht in den Sierras total: 2,268 kg
So nun zum eigentlichen Review:
Bewertet werden die Ausrüstungsgegenstände mit einer Skala von 1-10, wobei ich eher streng bewerte.
1Punkt= totaler Reinfall, nie wieder verwenden
10Punkte= Non-Plus-Ultra, würde ich für den Rest meiner "Outdoorkarriere" so beibehalten
Die großen 4:
Rucksack 1: Custom Laufbursche Huckepack 55L 617g, 7 Punkte:
Gut gefallen, haben mir Seitentaschen des Packs.
Die Wasserflachen/Snacks waren beim Laufen bestens erreichbar.
Auch waren sie weit genug geschnitten, um zusätzlich zu Wasserflaschen auch noch andere Kleinigkeiten zu verstauen.
Die Große Meshtasche, war sehr robust und praktisch. Obwohl ich scharfkantige Gegenstände wie Heringe in die Tasche getan habe, keinerlei Abnutzung.
Das DxG und der Corduraboden haben sich als äußerst robust erwiesen und ich bin nicht gerade zimperlich mit dem Pack umgegangen.
Der Sitz war ziemlich gut, besonders der Hüftgurt saß ausgezeichnet.
Ein paar Sachen haben für mich am Ende nicht mehr so gepasst, deshalb habe ich den Rucksack nach ca. 1200Meilen gewechselt
(Dafür konnte der Rucksack an sich aber nichts)
Vor und nach den Sierras war mir das Volumen entschieden zu viel. Die 55L habe ich meistens nicht einmal zur Hälfte ausgefüllt.
In den Sierras mit Bärenkanister & Co, war das zusätzliche Volumen willkommen, auch wenn 45L wahrscheinlich gereicht hätten.
Die Lastenkontrollriemen sind leider beide gerissen
(Eigene Schuld, ich bin mit Anlauf und voll beladenem Pack über einen Bach gesprungen...Die ungewöhnliche seitliche Krafteinwirkung hat die Naht reißen lassen. Die danach einseitige Belastung war dann bald auch für den anderen Riemen zu viel.).
Nicht ganz so begeistert, war ich von dem Reißverschlussfach, in das das Rückenpolster eingeschoben werden sollte.
Bei vollem Pack war es eine arge Friemelei, das Rückenpolster raus zunehmen und wieder rein zuschieben, um es beispielsweise als Sitzkissen in Pausen zu verwenden.
Die Flügel vom, ansonsten perfekten, Hüftgurt waren mir etwas zu lang.
Ich habe in kurzer Zeit sehr viel abgenommen und konnte nach einiger Zeit den Hüftgurt nicht mehr eng genug stellen.
Die Laschen zum befestigen der Hüftgurttasche könnte aus einem anderen Material sein.
Nach einigen Malen ab- und dran machen der Hüftgurttasche, waren die Laschen durch gerieben. Der Karabiner ist ziemlich scharfkantig.
Rucksack 2: Gossamer Gear Pilgrim 36L 554g, 7 Punkte:
Der Pack hat mir auch gut gefallen, ich mochte den Rolltop Verschluss lieber, als den vom Huckepack.
Man konnte den einfach weiter komprimieren.
Bis zu fünf Tage Nahrung habe ich da reinbekommen (zugegeben sehr gequetscht )
Die große Meshtasche konnte ich während des Laufen erreichen, was gut war.
Das Mesh der Außentasche war an sich jedoch nicht so robust, und hat jetzt ein paar kleine Löcher.
Die Seitentaschen waren, anders als beim Huckepack, zu hoch und schmal geschnitten.
Es haben nur schmale Flaschen reingepasst (Gatoradeflaschen nicht wirklich gut) und 0,5L Flaschen waren auch nur mit Verrenkung beim Laufen rauszuholen.
Der Hüftgurt saß nicht ganz so gut, konnte jedoch ausreichend eng gestellt werden.
Die fest integrierten Hüftgurttaschen waren aus Mesh, was nicht so vorteilhaft war.
Ich habe zum Beispiel meine Kamera darin verstauen wollen und das war im Grunde nicht möglich, da Feinstaub usw. durch das Mesh eindringen konnte.
Ich hätte es gut gefunden, wenn der Hüftgurt auch abnehmbar gewesen wäre, wie beim Modell "Kumo".
Die Schulterriemen haben teilweise unangenehm gedrückt, waren im Vorteil zum Huckepack jedoch aus Mesh.
Z-Packs Rectangular Tarp 3m x 2,6m 260g, 5 Punkte:
Das Tarp hat trotz seiner Größe ein kleines Packmaß und ist relativ leicht.
Aber ansonsten war es einfach zu breit und nicht wirklich lang genug ohne Beak.
Ich bin 1,94 und habe, wenn flach aufgebaut mit den Füßen immer das Tarp berührt.
Das Tarp hat 12 Abspannpunkte. Das ist ziemlich nervig, wenn man jede Leine beim Aufbauen einzeln knotet und kostet Zeit.
Die Größe des Tarps ist auch ziemlich limitierend bei der Zeltplatzsuche gewesen (auf dem PCT teilweise nicht zu unterschätzen).
Ich hatte zum Glück kaum schlechtes Wetter, einen Schneesturm mit Gewitter in den Sierras hatte ich aber.
Ich hätte meinen Schlafplatz günstiger wählen können, jedoch würde ich in Zukunft lieber nicht mehr mit einem Tarp in die Sierras ziehen.
Quilt: Katabatic Gear Sawatch Flex Quilt mit waterresistant down und 2 Oz Overfill 1007g, 7 Punkte:
Den Quilt hatte ich mir nach Tehachapi bestellt, kurz bevor es nach Kennedy Meadows bzw. in die Sierras ging. Der Zpacks Quilt, den ich vorher hatte, war einfach ncihts für die zu erwartenden Temperaturen.
Zunächst muss ich erwähnen, dass der Customerservice ausgezeichnet war.
Der Quilt wurde für mich, zusammen mit passendem Bivy, im Prinzip sofort und ohne Wartezeit hergestellt, damit ich ihn noch rechtzeitig erhalte.
Ich konnte nichts wiegen und mit der wasserresistenten Daune, der Größe und dem Overfill ist er dann etwas schwer geraten..
Immerhin hat er mich zuverlässig warmgehalten und ich fand es sehr gut, dass man den Quilt auch komplett als Decke verwenden konnte oder nur das Fußende belüften konnte.
Wenn gewollt, war die Footbox aber auch komplett und dicht verschließbar.
Beim Schlafsack/Quilt, trage ich gerne auch ein bisschen mehr, wenn er überzeugt.
Isomatte: Therm-A-Rest, Z-Lite (6 Segmente) 164g; Gossamer Gear Thinlight 82g, 8 Punkte:
Nach einer Eingewöhnungsphase von ca. einer Woche, konnte ich sehr gut auf der Zlite schlafen. Man sollte jedoch Probe liegen, bevor man endgültig sein Nachtlager aufschlägt und ggf. vorher kleine Stöcken & Steinchen entfernen.
Das gilt besonders, wenn die Knie nicht mehr mit auf dem Pad sind.
Angefangen habe ich mit 8 Segmenten Zlite, dann aber auf 6 reduziert.
Die Beine kommen logischerweise auf den Rucksack.
Das Thinlightpad hatte ich nur in den Sierras und Washington dabei, um zusätzliche Isolation zu haben und Kältebrücken an den Knien zu vermeiden. Der alleinige R-Wert, der Zlite kann in den genannten Bereichen schonmal nicht ausreichen.
Ich habe es auch versucht nur auf dem Thinlightpad zu schlafen, das war mir mit 3mm Dicke dann aber doch ein wenig zu ungemütlich.
Kleidung:
Daunenjacke: Mountain Hardware Ghostwhisperer XL 250g, 6 Punkte:
Die Jacke war zwar leicht und gut komprimierbar, aber war mir, wenn ich sie dann mal brauchte auch nicht wirklich warm genug.
Ich habe die eigentlich nur im Camp getragen und da hätte ich mich im Prinzip auch in den Schlafsack kuscheln können.
Zudem habe ich die Jacke als Kissen benutzt, was für mich eine komfortable Lösung war.
Ich würde dich Jacke als Luxusgegenstand einstufen und sie wahrscheinlich beim nächsten mal zuhause lassen.
Als Kissen könnte man dann ein leichtes Inflatable nehmen und man käme leichter weg.
Wenn Daunenjacke, würde ich eine wärmere nehmen und beim Quilt ein bisschen Gewicht einsparen.
Windjacke: Patagonia Houdini L 113g, 9 Punkte:
Ich habe die Jacke geliebt.
Klein, leicht und hat ihren Zweck bestens erfüllt.
Eventuell geht es etwas leichter mit einem engeren Schnitt und ich würde mir die kleine Brusttasche sparen.
Regenkleidung: Frogg Toggs Jacke M 161g:
Nur einmal benutzt, als nicht wirklich aussagekräftig, daher keine Punkte...
Die Jacke hat mich in dem Regen jedoch trocken gehalten, außerdem ist sie ziemlich leicht.
Langlebigkeit kann man sicher nicht erwarten, durchs Unterholz sollte man damit nicht wandern. Ich hatte bereits Abnutzungserscheinung, nachdem mich 1-2 Äste gestreift hatten.
Die Jacke könnte etwas länger geschnitten sein und die Ärmel ziehen sich am Handgelenk nach oben. Das entblößt recht viel von der Hand und setzt diese dem kalten Regen aus. Thumbloops wären gut.
Kann man bei dem Preis aber sicher nicht verlangen und angesichts der geringen Regenwahrscheinlichkeit, habe ich diese Nachteile gerne in Kauf genommen.
Die Hose hatte ich nicht mitgenommen und habe es bereut.
Einen Tag in Oregon hatte ich kalten Dauerregen.
Das war in kurzer, durchweichter Hose keine Vergnügen.
Ich würde gerne einen Regenrock ausprobieren.
Für Washington, wo ich mehr Regen erwartet habe, hatte ich den Frogg-Toggs-Poncho dabei, hatte aber keine Gelegenheit den auszuprobieren- kein Regen in WA!
Fleece: Patagonia R1 Hoody 367g, 7 Punkte:
Ein wenig übertrieben. Wurde bis auf nachts eigentlich kaum getragen. Ein normales 100er Fleece hätte gereicht. Kapuze war jedoch zum Schlafen toll.
Shirt: Icebreaker GT Longsleeve 150er Merino L 164g, 6 Punkte:
Das Shirt wurde zunächst als Schlafshirt verwendet, später aber auch zum Wandern.
Selbst im Gebrauch als Schlafshirt, hat das Shirt schon einige Löcher bekommen und war auch nicht wirklich warm genug.
Als Wandershirt taugt Merino meiner Meinung nach nicht viel. Es ist einfach zu schnell durchgescheuert und dafür zu teuer.
Die Geruchsbildung war tatsächlich gering, aber ich habe kaum Unterschiede zu billigerer Quechua Merinowolle feststellen können.
Ich würde Merino in Zukunft wohl nur noch zum Schlafen nehmen, wenn überhaupt.
kleiner Eindruck von der Haltbarkeit
kurze Hose: Adidas, kurze Sporthose 171g, 7 Punkte:
Ich war zufrieden damit nur diese kurze Hose, als "echte Wanderhose" dabei zu haben.
Das Netzinlay, habe ich aus Gewichtsgründen raus geschnitten.
Hat ihren Zweck erfüllt. Die Reißverschlußtaschen an den Seiten waren gut, wenn man Phone, etc. darin verstaut hat, hatte man keine Angst was zu verlieren (z.B. beim Glissading).
Ein Reißverschluss ging am Ende leider kaputt.
Windhose: MYOG aus Pertex 57g, 7 Punkte:
Die Hose war sehr leicht und hat den Zweck erfüllt.
In Kombi mit den Longjohns auch bei sehr kaltem Wind ausreichend warm. Am Schnitt kann ich noch ein bisschen feilen...
Buff: UV-Schutz Buff aus Polyester 39g, 5Punkte.
Ich habe gedacht, Ich würde den Buff als Sonnenschutz um den Hals tragen oder unter die Mütze tun und evtl. nachts als Balaclava nutzen.
Ich habe ihn schlicht nie benutzt und recht bals aussortiert.
Tagsüber war er mir zu schwitzig und nachts bin ich mit der Kombination Mütze+Kapuze auch bestens klargekommen.
Unterwäsche: Finisterre Longjohns 150er Merino M 155g, 6 Punkte:
Es ist für mich immer schwer Hosen in geeigneter Länge zu finden, ich bin sehr groß und schmal (1,94m auf 74kg).
So waren auch diese etwas zu kurz.
Die Longjohns wurden hauptsächlich zum Schlafen getragen.
Nach einiger Zeit hatte ich die dünne Wolle durchgelegen und hatte auch die ein oder andere kalte Nacht.
Ich würde künftig mindestens 200er nehmen oder eine Synthetikhose.
Geruchsbildung war eigentlich keine vorhanden.
Unterhosen zum Wandern, habe ich nicht getragen.
Das würde ich bei kommenden Trips wahrscheinlich ändern. Eine leichte Synthetik-Unterhose, zum reduzieren von "Shaving".
Im Akutfall, habe ich dann halt, auch an heißen Tagen, die Longjohns hochgekrempelt getragen.
Socken: Darn Tough Light Cushion L 73g/Paar, 10 Punkte:
Tolle Socken! 100% Merinowolle, akzeptable bis keine Geruchsbildung
(Ich habe glücklicherweise auch eine schlechte Nase).
Die Socken haben lange gehalten. Ich habe die Socken vielleicht 3mal ausgetauscht.
Doch das Beste ist die Lebenslange Garantie.
Die Socken können im Grunde bei jedem Shop, der sie verkauft gegen ein neues Paar ausgetauscht werden.
Das ganze geht sogar ohne Beleg, gewaschen sollten sie aber sein!
Ich habe das Gefühl, dass die 1/4 Socken Größer ausfallen als die in normaler Länge.
Mütze: Z-Packs Micro Fleece Hat 29g, 8 Punkte:
Leicht, in Kombi mit der Kapuze von der Windjacke auch immer ausreichend warm.
Verdunkelt die Augen gut, wenn man sich die Mütze zum Schlafen über das Gesicht zieht.
Fühlt sich sehr gemütlich an.
Schuhe: New Balance Minimus Trail 10v4 229g/Schuh, 7 Punkte:
Also mit den Schuhen war ich am Anfang sehr zufrieden. Super Grip, extrem leicht, schnell trocknend, atmungsaktiv/luftig, Passgefühl, wie ein Handschuh.
Dann habe ich mir das Vorläufermodell der 10v4 geholt, weil es die im Angebot für 50 Dollar gab. Ich dachte viel schlechter kann es ja im Grunde nicht sein.
Die hatten jedoch noch weniger Polsterung und einen EVA-Anteil in der Sohle, sodass spitze Steine im Nu von unten durchgestochen haben.
Dazu habe ich noch meine täglich zurückgelegte Wanderdistanz erhöht.
Da sind die Schühchen dann irgendwann an ihre Grenze gestoßen (oder meine Füße, wie man will). Ab 50km+ hat mir der Vorfuß aufgrund der minimalen Polsterung jedenfalls ziemlich weh getan.
Ich habe leider selbst nach 4250km immer noch nicht das perfekte Paar Schuhe gefunden. Ich würde als nächstes glaube ich die Altra Lone Peak 2.5/3.0 ausprobieren. Viele waren damit sehr zufrieden und auch Andrew Skurka, von dem ich viel halte, empfiehlt diese u.A.
Sohle mit EVA-Anteil 10v3 nach ca. 200 Meilen..
Sonstiges:
Schirm: Swing Liteflex 235g, 8 Punkte:
Als Regenschirm musste ich den zum Glück nicht verwenden.
In der Wüste als Sonnenschirm hat er mich ziemlich sicher ein paar Mal vor einem Hitzschlag bewahrt.
Manchmal findet man mittags halt keinen Schatten für eine Siesta..
1-2 mal als Beak verwendet, ich hatte jedoch immer Angst, das der Schirm wegfliegt, wenn ich einschlafe.
Nach den Sierras habe ich den Schirm aber nach hause geschickt.
Trekkingstöcke: Fizan Compact mit GG-Korkgriffen 277g, 8Punkte:
Die Stöcke haben sich sehr bewährt.
Selbst in alpinem Gelände und unter vollem Aufstützen keinerlei Probleme.
Die Spitzen haben bis zum Ende durchgehalten (Stöcke wurden die ersten 700 Meilen nicht zum Wandern benutzt).
Mit den Korkgriffen von Gossamer Gear auch eine sehr angenehme Haptik.
Als ich die Griffe ausgetauscht habe, habe ich die neuen jedoch nicht angeklebt.
Die neuen Griffe saßen so fest, dass ich das nicht für nötig gehalten habe.
Nach einer gewissen Zeit haben die Metallschäfte sich durch die weichen Korkgriffe gebohrt.
Wer also die Griffe austauscht...Ankleben!
Ein Stock ist mir aus Tollpatschigkeit gebrochen. Das lag jedoch nicht wirklich am Stock selbst.
Ich bin auf eisigem Untergrund ausgerutscht und komplett auf den Stock gefallen.
Ich konnte eine halbes Segment der Stöcke entfernen und die Stöcke weiterbenutzen.
Nicht nur deshalb würde ich höhenverstellbare, mehrfach segmentierte Stöcke empfehlen.
Solche Stöcke sind auch wesentlich variabler für den Shelteraufbau.
Bivy: Katabatic Gear Bristlecone 257g, 8 Punkte:
Ich habe das Bivy unterwegs bestellt.
Hauptsächlich diente mir das Bivy in den Sierras und Oregon als Mückenschutz.
Aber auch die Draft-Reduktion war spürbar und hat ein paar Grad Wärme gebracht.
Ich habe den Quilt nie an meiner Isomatte befestigen müssen, zu 90% habe ich nur in Bivy und ohne Shelter übernachtet.
Auf Grund des Wasserfesten Badewannenbodens, konnte ich auch auf ein Groundsheet verzichten.
Ich habe zum Schlafen die Isomatte unter das Bivy gelegt, um hin und her rutschen zu verhindern und das Silnylon vor Abrieb zu schützen.
Das einzige, was mich gestört hat, war die Kondensation, die sich ab und zu im Bivy gebildet hat.
Messer: Victorinox Swisscard Classic 27g, 9 Punkte:
Die Schere hatte ich zuhause gelassen. Der Brieföffner als Messer hat völlig ausgereicht, ich hatte sogar das Gefühl nicht mal den wirklich zu brauchen.
Smartphone: Samsung Galaxy S5 Mini + Schutzhülle 142g, 9 Punkte:
Der Akku hat sehr lange gehalten und das war für mcih eigentlcih Hauptkriterium.
Im Flugmodus und in moderater Benutzung als Kamera, Wecker und zur Navigation 5-7 Tage.
Die Akkuleistung hat gegen Ende der Reise etwas nachgelassen.
Zunächst hatte ich eine 10.000 Powerbank + Austauschakku dabei. Das war definitiv zu viel des Guten. Ich habe mit diesem Telefon eigentlich nichts von beidem gebraucht.
Am Ende habe ich mir Kopfhörer zugelegt und angefangen Musik zu hören.
Das hat sich dann erheblich auf die Akkudauer ausgewirkt ~1,5-2Tage bei durchgehendem Musikhören von ca. 12h/Tag.
Ich habe mir dann halt meine Musikstunden eingeteilt und bin mit dem einfachen Austauschakku klargekommen.
Einzig mit den Fotos war ich bei schwierigeren Lichtverhältnissen nicht zufrieden.
Von daher habe ich mir eine Kamera zusätzlich bestellt. Einen solchen Trip will man schließlich photographisch festhalten.
Kamera: Sony Cyber-Shot RX100 239g, 9 Punkte:
Gute Fotos, moderates Gewicht. Ich bin kein Kameraexperte, aber viele andere hatten auch diese Knipse mit und waren sehr zufrieden.
Ich kann nur zu einer Hülle zusätzlich raten.
Ich hatte erst keine und wollte auch keinen Ziploc oder so benutzen.
Ich dachte, das gibt evtl. Kondens auf der Linse.. Naja Wüstenfeinstaub ist auch nicht besser
Küche:
Kocher. BRS-3000T Gaskocher 25g, 9 Punkte:
Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Es mag effektivere Gaskocher geben, aber dieser erfüllt seinen Job und kocht Wasser.
Mehr will ich eigentlich auch nicht.
Es gibt keine Simmerfunktion oder sonstigen Schnick-Schnack.
Ich habe fast nur Freezerbag-Cooking betrieben (Höchstens 2x/Tag) und 100ml Kartuschen haben ~3Wochen gehalten. Nachkauf auch kein Problem, wenn es mal keine kleinen Kartuschen gab, bin ich den nächsten Abschnitt halt stoveless gegangen.
Der Kocher ist sehr kompakt und passte zusammen mit einer 100ml Kartusche und Feuerzeug in meinen 500ml Topf, was mir sehr gefallen hat.
Ich hatte einen Spirituskocher in der Bouncebox, doch nachdem ich gesehen hatte, was Waldbrände anrichten können, habe ich mich mit der Gasvariante viel wohler gefühlt.
Löffel: Laufbursche Titanlöffel 15g, 8 Punkte:
Ist ein Löffel.. Ein etwas längerer Griff für tiefere Freezerbags etc. hätte mir manchmal gefallen. Es hat aber auch so gut funktioniert. Angenehmes Essgefühl.
Topf: Evernew Titantopf 500ml 74g, 8 Punkte:
Job erfüllt, groß genug für alle Gelegenheiten.
Wasserentkeimung:
Filter: Sawyer Squeeze 92g, 9 Punkte:
Toller Filter, viel besserer Flow, als der Mini. Viele Leute auf dem Trail hatten Probleme mit dem Mini, der einfach zu schnell dicht geht und ständig gebackflusht werden muss, um wenigstens minimalen Flow zu erhalten.
Wenn man in den USA unterwegs ist, kann ich es empfehlen, die Smartwater Wasserflaschen zu kaufen, die den Sportverschluss als Deckel haben.
Die Öffnung dessen passt genau auf den Filter und man kann den zum "backflushen" benutzen. Sprich man kann diese Spritze zuhause lassen.
Am Ende habe ich auch die Gummidichtung vom Filter unten entfernt.
Den Filter habe ich dann dauerhaft auf meiner Flasche gelassen und das "dreckige" Wasser direkt aus der Flasche getrunken.
Die Entfernung der Gummidichtung hat dabei bewirkt, das sich die Flasche nicht mehr unter dem Unterdruck beim Trinken zusammengezogen hat.
Der Nachteil dabei ist, dass dann halt ein Bisschen Wasser aus der Flasche leaken kann.
Das hat mich aber kaum gestört.
Chemische Entkeimung: Micropur forte Tabletten 2g, 8 Punkte:
Hatte ich als Backup dabei. Hat den Job erfüllt. Ich habe die nur benutzt, wenn ich absolut zu faul war zu Filtern oder als zusätzliche Absicherung bei ganz ekligem Wasser (Pferdetränke mit Algen und toten Insekten). Der Chlorgeschmack hat mich jedoch ziemlich gestört.
Das würde mich davon abhalten, das als Entkeimung erster Wahl zu verwenden.
Auch muss man 30min warten, bis man das Wasser trinken kann.
Wasserkapazität:
Ich bin mit zu viel Wasser und Wasserkapazität in mein Abenteuer gestartet. 7Liter hatte ich am ersten Tag in der Wüste dabei.
Wenn man unerfahren ist, was Wüstenwandern angeht, würde ich jedoch wieder so verfahren.
Ich habe erst einmal langsam ausgelotet, wie viel Wasser ich in welchen Situationen getrunken habe.
Das waren am ersten Tag 5 Liter, aber einen Liter habe ich noch jemand anderem gespendet, der nichts mehr hatte.
Viele unterschätzen den Wasserverbrauch gerade am ersten PCT-Tag.
In der Wüste haben eigentlich sonst 4 Liter immer gereicht.
Man muss sich halt anpassen und morgens und abends/nachts die meiste Strecke machen. Mittags Siesta und bei Wasserquellen immer so viel es geht trinken. Ich habe auch meinen Schirm geliebt.
Ab den Sierras war meine Kapazität nur noch 1,5L und meist hatte ich unterwegs nur 0,5L dabei (AZ-Blasterreserve bedenken )
Man kann auch immer Kapazität nachkaufen. Smatwaterflaschen sind sehr robust und ich habe immer eine Gatoradeflasche gehabt. die hat eine große Öffnung und eignet sich gut zum Befüllen, Schöpfen und Hineinfiltern.
Hygiene:
Zahncreme: Ajona Zahncremekonzentrat, 10 Punkte:
Erfüllt den Zweck. Mit einer Tube kommt man jedoch über einen Monat aus. Das ist genial. Für einen Thruhike würde ich das nächste mal 3-4 Tuben in die Bouncebox tun.
Ansonsten kann man natürlich Zahncreme auch gut nachkaufen entlang des Trails.
Toilettenpapier: AZ-Blaster, 8 Punkte:
Zunächst war ich restlos begeistert von dem Teil.
Nach ein wenig Üben mit Papierkontrolle, hat man die Technik ziemlich schnell drauf.
Mann muss kein Papier mitschleppen, das nass werden kann und kein dreckiges Papier mit sich herum tragen. Echt klasse!
Was mir jedoch später als Nachteil aufgefallen ist:
Man schafft natürlich ein feuchtes Milieu an einer ungünstigen Stelle mit dieser Art sich zu reinigen.
So habe ich später vermehrtes "Wundreiben" festgestellt, wenn man den Blaster benutzt.
Vor allem in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit ist das echt von Nachteil sich das Gesäß noch zusätzlich zum Schweiß zu wässern.
Wenn man dazu noch ohne Unterwäsche wandert, kann das eine böse Kombination sein.
Ich würde den AZ-Blaster trotzdem empfehlen, aber auf jeden Fall Vaseline ins erste Hilfe Set tun, evtl. auch Babypuder.
Bei schlimmem Wundreiben hab ich halt meine Longjohns getragen.
Bitte fragt, fragt, fragt. wenn jemand Fragen zu irgend etwas hat
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T67M reagierte auf ibex in Ultraleicht im WinterIch möchte mit ein paar Grundsätzen beginnen, gehe dann die Ausrüstung durch und schliesse mit ein paar weiteren Tipps ab.
Geniesst dies hier geschriebene mit Vorsicht. Es stehen gewisse Dinge drin, die für mich stimmen, aber andere möglicherweise in unangenehme Situationen oder sogar Gefahr bringen. Ich bin ein ausgesprochener Warmschläfer. Als Referenz; ich komme bis -5 °C gut mit einem Quilt mit 220 g Daune (860 in2) und 170 g Hülle klar (inkl. 220 g Daunenpulli, ein paar dünne Lagen am Oberkörper und lange Unterhosen mit 120 g und dünnen Wollsocken). Ich bin athletisch gebaut und habe eine dünne Speckschicht. Wenn ich auf langer Trekkingtour bin und dabei um 10 kg verliere, bin ich Kälte-empfindlicher. Muskulatur und Fett werden abgebaut und dies lässt mich schneller frieren.
Beachtet dies wenn ihr tatsächlich alles hier durchlest.
Ich probiere auch immer wieder neue Dinge aus und falle dabei immer wieder mal auf die Nase. Nur so lernt man richtig. Schlussendlich muss man rausgehen und selber für sich herausfinden.
Trekking oder nicht Trekking
Ich betreibe verschiedenste Aktivitäten im Winter, die alle geringfügig andere Ausrüstung benötigen. Wenn ich Ausrüstung beziehe oder selber herstelle, frag ich mich immer für was ich den Gegenstand alles gebrauchen kann und was anders sein muss, dass ein Transfer z.B. von SkiMo zum Fatbiken möglich ist. Denn dies kann innerhalb einer Tour stattfinden. Trekking ist hier einfacher, aber ich kann mich nicht alleine darauf beschränken, weil ich im Winter meist ausserhalb dieser Aktivität „Trekking“ (Mehrtätige Wanderung mit Zelt) bewege.
Blutzirkulation
Das A und O. Vermeide Druckstellen. Überall am Körper sind Druckstellen die Einladung für Erfrierungen (als Konsequenz). Wer lockere Schuhe trägt, lockere Socken, wird nicht nur länger warme Füsse haben, sie/er wird auch in einem Extremfall (verlorener Rucksack/Pulka, durchnässte Kleidung wegen Bruch durch’s Eis, Lawine etc.) länger ohne Gewebeschäden auskommen.
Sorge für freie Bewegung. Weiche Schuhsolen. Elastische Kleidung und Bändel.
Ich kann meine Daunenhandschuhe abschütteln, einhändig. Die Handschuhe sind am Körper gesichert, je nach Tour unterschiedlich, aber nicht durch Elastik um’s Handgelenk/Unterarm. Auch wenn dies nur locker sitzt, es vermindert Zirkulation.
Wärmeemission
Kopf, Fuss- und Handgelenke. Schütze diese. Ein guter Pulswärmer (super für DIY aus alten verschlissenen Faserpelzklamotten) kann dünne Handschuhe ersparen. Das gleiche gilt für die Füsse. Also gerne mal waden- oder kniehohe Socken benutzen.
Wer meint er schwitzt zu viel, kann auch einen nicht zu unterschätzenden Teil der Wärme/Schwitzens mit der Mütze/Kapuze regulieren. Geht’s bergauf im kalten Wind, nutze diesen um nicht zu überhitzen. Geht’s bergab, nutze die Mütze/Kapuze um nicht auszukühlen.
Wenn Kälte in die Füsse kriecht – Zehen und Fussgelenke überdehnen (es grüsst das „Ministry of silly walks“ ) für >5 min. Gliedmassen schwingen mit jedem zweiten Schritt. Nach weniger als einem km wird sich ein Unterschied bemerkbar machen. Dieser alte Trick funktioniert bei den Händen genau gleich.
Packliste
Jene, die meine Beiträge lesen, wissen dass ich nicht so ein Fan von Packlisten im Forum bin. Wenn jemand hier was von mir lernen will, muss er diesen (leider langen) Beitrag lesen.
Fitness und Schwitzen
Im Winter werde ich immer wieder zu Schwitzen und Fitnesszustand befragt. Viele glauben Fitter = weniger Schwitzen. Das hängt tatsächlich zusammen, wer aber ein bestimmtes Mass an Fitness hat wird merken, dass je fitter sie/er ist, desto stärker kann sie/er schwitzen. Ich schreibe hier kann, weil man mit mehr Fitness den Körper stärker erhitzen kann. Also gilt nur bedingt: wer unfit ist schwitzt mehr.
Merino wird von vielen geliebt. Ich mags auch – für leichte Tourkost, nicht aber für anstrengende, mehrtägige Touren. Ich kann sehr stark schwitzen und trage lieber ein PES/PA/PP Gemisch. Diese Materialien nehmen weniger Feuchtigkeit auf als Merino, leiten diese schneller weiter an die nächste Schicht und trocknen schneller. Viele meiner Freunde sind ebenfalls, nach dem hiesigen Merino Hype vor wohl ca. 15 Jahren wieder bei Synthetik. Merino-Fans sagen mir auch, dass es egal ist, ob nasse Synthetik oder nasse Naturfaser – beides ist kalt. Das Argument mit dem Geruch ist für mich aus zwei Gründen haltlos: 1. nach mehreren Tagen stinken alle Kleidungsstücke in etwa gleich und 2. Das geruchsneutralste Kleidungsstück, dass ich je trug war ein Montbell Synthetik Shirt.
Schlafsystem
Ich rechne immer den Daunen/Synthetikpulli/-Jacke zur Isolation des Schlafsackes/Quilts und letztere sind somit der zu erwartenden Tieftemperatur nicht gewachsen.
Die Hüllen des Schlafsystems sind ebenso entscheidend wie die Füllung. Nicht immer ist die leichteste Hülle am geeignetsten. Ich habe ganz bewusst bei 3 Schlafsäcken (keine Quilts für mich ab ca. -10 bis -15 °C) eine Endurance Hülle, da ich viel und gerne ganz ohne Schutz im Winter biwakiere. Ich stelle meist Eisbildung auf den Innenseite der Aussenhülle fest – klar, dünnes RS Nylon innen, dann Daune, dann Endurance Pertex aussen… das dürfte jedem Wintertrekker als logisch erscheinen. Dieser sagt dann meist auch, dann musst nen VBL verwenden! Naja, muss ich vielleicht ab einer bestimmten Tourlänge, aber 3-4 Nächte passen auch ohne. Der Schlafsack wird gegen Tourende schwerer, aber richtig nass wird die Daune meist erst Zuhause beim Trocknen.
Und dann kommt das Wunderding ins Spiel. Hydrophobe Daune. Wunder!
Die Wetterfeste Hülle hält Wärme geringfügig besser zurück als dünnstes 7 oder 15 D Nylon und dadurch kann an Daune gespart werden.
Fazit: Falls die Tour 1-2 Nächte dauert, oder man gelegentlich die Möglichkeit zum Trocknen hat, kann ein Sack mit schützender Aussenhülle (z.B.: Pertex Endurance) sinnvoller sein, als einer mit leichterer, atmungsaktiverer Aussenhülle (7-20 D Nylon). Auf langer Tour nehme ich eher die atmungsaktivere Aussenhülle mit, da dann ein VBL im Einsatz ist. Ich schwöre auf einen VBL, den andere Tourpartner von mir nicht mögen. Ich rate hier einfach auszuprobieren. Einen Biwaksack braucht’s im Winter nicht. Schnee taut nicht auf einem Schlafsack/Quilt, auch nicht auf einen mit 200 g Daune. Ich hab’s schon ausprobiert. Was viele nicht glauben aber auch funktioniert ist auf dem Schlitten den Schlafsack trocknen.
Ich schlafe jeweils immer (auf Trekkingtour im Winter) auf der NeoAir X-Lite, Grösse S, dann ergänzt mit einer 70 g EVA (bis ca. -10 °C), 170 g EVA (bis -30 °C) oder 300 g EVA (bis jenseits von Gut und Böse). Je nach Temperatur. Im Extremfall benutze ich nur noch EVA im Schnee. Extremfall -> Extrem kalt (wo 1400 g Daune auch für den Warmschläfer ausgenutzt werden und insgesamt 3 Matten mit Total 640 g EVA von Nöten sind) oder extrem leichtgewichtig. Die NeoAir ist für mich vorallem bequem. Die NeoAir X-Therm braucht bei zivilisationsfernen Touren ebenfalls eine EVA für Redundanz und kommt bei mir nicht in Frage.
Biwaksack
Lasst ihn zuhause. Im Ernst, ich benutze nur einen, wenn ich ohne Schlafsack raus gehe. Was ich hingegen als sinnvoll empfinde, ist wenn der Biwaksack (je nach Körpermasse natürlich) beim Kopf ca. 70 x 70 cm und bei den Füssen ca. 40 x 50 cm aufweist, fast komplett aus RS Nylon ist, einen Chikara Boden hat und im Firstbereich Moskitonetz – also eher ein Mini-Innenzelt ist. Am besten verschliessbares Moskitonetz. Das Mini-IZ (einige hier können es auch „micro winter inner tent“ oder „macro snow bivy“ nennen ) hält leichten Wind draussen und ist klein genug um ein wenig aufgewärmt zu werden. Ideal für Touren, wo man die Nacht in/unter der Baumgrenze verbringen kann, denn auch bei Sturm windet‘s im (lichten) Wald noch, aber nicht so stark, dass ein mit zwei Stöcken aufgehängtes Mini-Innenzelt kollabiert. In anderen Jahreszeiten in Mückenversuchten Gebieten hat man dann ein ebenso dienliches Teil, das einfach unter dem Tarp hängen kann. Gewichte, je nach verwendetem Stoff und Massen 210 – 250 g. Das Kondensproblem ist ungleich einem Biwaksack und eher mit einem regulären IZ vergleichbar (leise rieselt der gefrorene Kondens), der Wind zieht einem nicht die letzte Wärme aus den Händen, wenn man mit dem Kocher hantiert und man gewinnt ein paar wenige Grade isolation. Eine Verschiebung des Gefrierpunktes nach aussen (weg von Daune/Synthetik) besteht hier ebenfalls.
Zelt
Nehmt ein Mid. Oder ein Kuppel/Geodät (oder Tunnel wie Lightwave Arctic, wo das Gestänge in einen Spitzen Bogen zuläuft) wenn grosse Schneelasten zu erwarten sind. Mid’s einzige Schwachpunkte sind: 1. Schneelasten und 2. Nicht-Freistehend. Der zweite Punkt ist bei meinen Trekkingtouren vermutlich nur 1 mal von 20 Wintertouren ein (lösbares) Problem. Geht man richtig hoch hinaus (kein Trekking mehr) sind Mids kacke. Ich kann’s nicht anders sagen. Aber bleiben wir in typischem Trekking Gelände; Mids müssen meist eh abgebaut werden, wenn man das Zelt verlässt, da es oft mit Trekkingstöcken aufgestellt wird. Nimmt man aufgrund hohen Winde und Schneelasten eine starke Stange mit (und Stöcke nur zum Wandern), rate ich, dass Zelt beim Verlassen immer Abzubauen. Wenn starker Schneefall einsetzt, können Mid’s unbeaufsichtigt schnell überfordert sein. Zur Windstabilität von Pyramiden mit 4 und 6 Ecken habe ich schon genügend in diesem Forum geschrieben und es freut mich, dass andere darauf einstimmen – Gewicht/Raum/Windstabilität sind m.E. bei unübertroffen und selbst Stürme mit 160 km/h wurden überstanden mit nur sehr geringfügigem Schaden (der bei gleichen Windgeschwindigkeiten auch bei Kuppeln und Geodäten auftauchte).
Ein Innenzelt für zwei kann durchaus nur um 380 g wiegen (ca. 180 und 170 cm grosse Bewohner) und bei wenig Wind für eine spürbare Temperaturdifferenz zwischen IZ und Aussen sorgen. Auch hier: leichtes DIY IZ gewinnt (Masse) gegenüber Bodenplane und Biwaksack.Ein IZ für die längere Wintertour kommt bei uns aber auf 525 g (für SL3).
Snowflaps sind m.E. überbewertet. Ohne geht’s wunderbar.
Heringe
Ich benutze Alu-Schneeheringe. Verschiedene Bastlereien und Nylon-Schneeanker führten nur zurück zu (meist) MSR Blizzard. Bisher kam ich praktisch immer um Eisböden rum um fand eine geeignete Stelle für die Schneeheringe. Mit ein wenig Einfallsreichtum kann die Ausrüstung zum Abspanne benutzt werden. Sogar ein Handschuh. Als jemand der im Sommer-Halbjahr immer ein paar Heringe zu viel mitnimmt (das Mid steht und fällt mit der Qualität der Verankerung und oft variieren Böden sehr stark auf meinen Touren), komme ich interessanterweise gut klar mit nur einem Typ Hering im Winter.
Tarps
Das Thema Tarp im Winter ist für mich nicht relevant. Früher hatte ich bei Touren mit bestimmtem Charakter immer wieder mal eines dabei, aber es dann praktisch nie benutzt. Wenn das Wetter und die Lage ein Tarp erlauben, kann ich gleich ohne losgehen. Gehe ich auf längere Tour in den Wald mit einigen Ausflügen über der Baumgrenze (z.B. Pallas-Yllästunturi-Nationalpark) verzichte ich ganz auf das Tarp und nehme nur das Mini-IZ (bei bis ca. 5 tägigen Touren oftmals nicht einmal das). Bisher fand ich immer ein ruhiges Plätzchen im Wald, auch bei Sturm. Dann gibt’s ja auch notfalls Hütten. Wenn ich auf Tour gehe, wo ich meine Schutz zu gebrauchen, kommt gleich das Mid mit.
Kocher
Alkohol mag ich im Winter nicht. Das dauert mir einfach zu lange. Viel zu lange. Remote Gas (Alpkit) auf kürzeren Touren. Auf längeren Benzin (Whisperlite Universal). Falls mit Schlitten unterwegs, bleibt der Kocher immer mit der Pumpe verbunden. Berge + Winter ≠Holz. Ich bin lieber über der Baumgrenze…
Wer nun sagt, das Benzin zu schwer ist, soll doch mal bitte eine Rechnung mit Brennstoff und Setup für eine 14 tägige Wintertour ohne Hütten machen. Und bitte aus der Praxis, unrealistische Theorien gibt’s hier schon zu genüge. Ich kenne niemand, der bei zwei Wochen in -10 - -35 °C weniger als 3 L täglich schmilzt (inkl. Tricks).
Kleidung
Die vorletzte Tour sah Knöchel – Knietiefen Schnee (Alaska), -6 °C und Trailrunning Schuhe. Bei konstant -15 bis -25°C und Knie – Hüfttiefen Schnee ist das aber Quatsch. Trailrunners tagelang in Schneeschuhbindungen sind, auch wenn mit EVA die Riemen gepolstert werden, nicht bequem. Wer’s nicht glaubt soll mal 3 x 6-12 h Schneeschuhwandern gehen. Im Mittelgebirge, in den Voralpen – überall wo’s auf und ab geht, passt’s nicht. Der Trailrunner ist zu dünn, als dass Riemen zuverlässig gesichert werden können ohne den Fuss in einem Mass zu quetschen, dass Kälte schnell eindringt und Schmerzen einsetzen – wenn man aber nicht feste anzieht, rutscht in steilem Gelände der Schneeschuh.
Es geht hier um Trekking, nicht um die 6-8 h Eintagestour (bevor Trailrunner-Schneeschuhläufer mit Gegenargumenten kommen). Also einen dickeren (muss nicht gefüttert sein, dass können dicke Socken erledigen, die wechselbar sind) Schuh, mit möglichst weicher Sohle. Ein erstaunliches Teil ist der Salomon S-Lab X Alp Carbon GTX. Zu Schuhen wie Sorrel etc. kann ich nicht’s sagen. Ich bin mehr mit Bikeschuhen und Skitourenschuhen auf mehrtägigen Touren im Winter. Mit Salewa und La Sportiva habe ich gute Erfahrungen bei den Bergschuhen, aber eben, die harte Sohle von Bergschuhen wirkt sich sehr negativ auf die Kälte an den Füssen aus aufgrund sehr geringer Mobilisation der Zehen.
Leichte Daunenjacke:
Leichte Daunenjacke: Ghost Whisperer mit hydrophober Daune (bis ca -5 °C in längeren Pausen)
Dicke, aber leichte Daunenjacken: Montbell Mirage – unglaublich was die kann. Peter Hutchinson schmeisst auf Anfrage sicher auch HydroDown in die Kammern eines PHD Yukon Down Pullover. Auch ein super Kleidungsstück (Mirage und Yukon so gegen -15 °C in längeren Pausen)
Dicke Expedtaugliche Daunenjacke:
Montbell Permafrost (bis zu Temperaturen wo man schlicht einfach keine Pausen mehr macht…)
Isohosen: manchmal obsolet, manchmal ganz praktisch. Bei mir kommen sie selten mit, meist wenn ich mit neulingen unterwegs bin und für sie Redundanz schaffen will. Hier braucht’s kein RV. Sonst ist ein RV extrem praktisch. Selbst mit warmen Schuhen, kann man den Schnitt der Hose so wählen, dass nur ein RV ab Kniehöhe nötig ist um über die Schuhe anzuziehen. 220 – 400 g Total für die Isohose reichen m.E. für alles. Also praktisch nur auf langer Tour. Dann aber auch ca. 95 g Booties.
Ich bin ein grosser Fan von Polartec Windpro, wenn’s kalt genug für diesen Faserpelz ist.
Von -10 bis -25 °C trage ich ein dünnes PES/PP kurzarm-shirt, darüber ähnliches lang-arm, einen dünnen Faserpelz (oft Mountain Equipment Eclipse mit Kapuze, manchmal ein Rab Another Layer [AL] Pulli) und darüber das geilste und wohl meist unterschätzte Kleidungsstück der Welt und Universum (mindestens! ).
Rab Boreas
Wer es nicht ausprobiert hat im Winter, Frühling und Herbst hat was verpasst. Für warme Klimate ist m.E. dieser Kleidungstyp nicht ideal. Aber für alles andere einfach perfekt. Ich verbringe manchmal Wochen darin, ununterbrochen.
Manchmal trage ich nur dünne und einlagige Basisschicht am Oberkörper , dann aber ein Windpro Pulli drüber.
An den Beinen trage ich eine membranfreie Softshell-Hose (Powershield) und bei -5 bis -25°C eine dreiviertellange Unterhose.
Mit und auch ohne Wind.
Am Oberkörper steuere ich dann ab 30 - 40 km/h Wind ein 7D Windsmock dazu (Tachyon), auf grosser Tour ein Smock aus Pertex Equilibrium (Rab).
Von Plastikbeutel als VBL in den Schuhen bin ich nicht begeistert. Ich vermisse dabei ein direktes Fussgefühl und oft verrutschen die Beutel und enden halb abgezogen. Ich greife hier auf Neoprensocken von Camaro (Ti-Linie) zurück. PP Socken darunter und grosse Wollsocken darüber. PP und Wollsocken sind als Ersatz dabei.
Handschuhe variieren. Bei oben genannten Temperaturen einen ganz dünnen Handschuh und einen Softshell-mässigen oder sehr leichten Fäustling (vorallem Witterungsabhängig). Wenn’s Gelände zur Sache geht, den MH HydraPro. Ein genialer Handschuh. Wenn’s einfaches Trekking ist, ein puffiger Fäustling oder eben der Softshell Handschuh (Powershield).
Buff und Fleecemütze sind dann oftmals im Rucksack, da das Eclipse für alles sorgt. Abends dann Buff und Fleecemütze unter dem Eclipse.
Ersatzkleidung neben den bereits erwähnten Socken und Buff/Mütze, 180 – 200 g leichter Fleece, 80 g T-Shirt, Schlafsocken.
Windschutz vs. Isolation. Anstatt die dicke warme Jacke einfach die dünne Windjacke/-gilet mitnehmen. Dicke Isolation braucht man nur in Pausen.
Viele Kleidungsstücke aus dem Alpinbereich haben hoch angesetzte Reissverschlüsse (wegen dem Kletter-/Rucksackgurt) und können über diese Belüftet werden, muss also nicht immer „pit zip“ sein (bin selber seit nun mehr 10 Jahren pit zip frei)
Carbon benutzen. Das ist in der Kälte viel angenehmer anzufassen – auch mit Handschuhen.
Der Schnee, auch wenn pulvrig und trocken, kann an den Hosen zu kleben beginnen und vereisen bei vielen verschiedenen Bedingungen (Körperwärme an Hosenbeinen). Wer dann nach einem langen Tag mit vereister Hose ins Zelt kriecht, kriegt dann bald eine feuchte Überraschung. Ich empfehle für mehrtägige Touren und Schneeschuhwandern praktisch immer Gamaschen.
Snowclaw hat mit einer Lawinenschaufel nicht viel gemeinsam. Oft sind Lawinenkegel beinhart. Ich habe in meinem Leben drei als unzerstörbar geltende Orthovox Schaufeln zerstört. Diese wurden ungefragt ersetzt und konnten trotz Bruch (immer oben am Blatt, wo man oft mit Kraft drauftreten muss) noch eingesetzt werden, aber wo eine solche Schaufel bricht, nützt eine Snowclaw nun zu wirklich gar nichts mehr. Einsatzzweck für Snowclaw: Hardangervidda, Padjelanta, Finnmarksvidda, Jura, Bathurst Island etc. Alles Gebiete in denen der erfahrene Wintertrekker auch bei ungünstigen Lawinenverhältnissen ohne Lawinenschaufel los kann (weil Ausweichmöglichkeiten). Anders wie in Gebieten wo man manchmal gute Verhältnisse hat beim Eintreten in ein Tal/Gebirgszug, diese sich aber ändern, während man dort Tourt und man nicht einfach so mal die höher gefährdeten Stellen umgehen kann, um wieder raus zu kommen. Da will man mehr dabei haben, als eine Snowclaw, die für den Lageraufbau gute Dienste leistet.
Für die Skitour
Bindung, Schuhe und Ski von Dynafit. Kurz und leicht. Der PDG ist toll zum Bergsteigen, der TLT6 etwas härter als der alte TLT5 und dabei mit einem geringfügig kleineren Einsatzgebiet, aber super wenn’s vorallem um’s Skifahren geht. Alpinski-Schuhe sind keine der genannten. TLT Speed Rad (ich glaube? Das wechselt häufig…) auf Cho Oyu, diese Kombination kann ich aber nicht für alle empfehlen, macht aber unglaublich viel mit. Der wohl beste Allrounder von Dynafit, guter Performer und dennoch gutmütig ist der Seven Summit (wieder… zum Glück). Mein Setup geht auch gut für mal einen (oder auch mehrere) Tag Distanz zu machen. Was im Sommer von Trekkingstöcken her passt, ist mir zu weich, knickfreudig für Skitouren. Der Verschluss ist Kacke, aber sonst mag ich die Exped Alpin Lite.
Denkt daran, dass alte LVS ersetzt werden müssen. Wer – wie es immer bei Tourbeginn gemacht werden sollte – sich und seine Partner kontrolliert wird sicher schon bemerkt haben, dass gewisse alte Geräte auf neuen nicht mehr funktionieren -> Ersetzen! Wer praktisch nur alleine geht, soll in den Laden seines Vertrauens und dies kontrollieren lassen.
Orthovox Badger ist wohl meine Lieblingsschaufel für alles. Bei sicheren Verhältnissen kommt manchmal eine gebeutelte Arva Ovo Light mit. Finger weg von Polycarbonat. Meine Sonde ist eine alte Carbonsonde mit goldenen Eloxalteilen. Hersteller…? Wohl Orthovox.
Ein weiterer Tipp für Alpine Skitouren: Rotauf Lawinenboie. Je nach Tour trage ich den Kletterhelm (Camp) – aber da sind dann auch div. Kreationen von Steigeisen im Spiel und Pickel und wenn ich darauf eingehe kann ich gleich auch beginnen meine Seilwahl zum Winterbergsteigen zu erklären und dann Köpft ihr mich, weil ich nicht mehr über Trekking UL schreibe. Sorry Sakima. Ich stoppe hier
BC-Skitouren auf Fischer E99 Crown Xlite und Alfa Polar. Achtung, der Polar ist wirklich sehr warm. Quest dürfte einen breiteren Temp-Bereich abdecken.
Schneeschuhe
Seit 11! Jahren auf MSR Lightning Ascent. Die gingen zum Einstand gleich mit auf eine Expedition im spätherbstlichen Himalaya – ich dachte, dass ich die Kaputt mache. Nun benutze ich sie immernoch…
Navigation unterscheidet sich insofern, dass sie schwieriger wird und alles mit Handschuhen bedienbar sein sollte. GPS-Geräte (Garmin), aber auch Schlaufons (Galaxy S5 mini) packen die Kälte recht gut. Die Akku-Entladung der dünnen Smartphones scheint dem Display genügend Wärme zu geben, dass es auch bei tieferen Minusgrad funktioniert. Touchscreens der modernen GPS-Geräte (von Touchscreen-GPS habe ich nur Erfahrung mit dem EDGE 810) gehen mit Handschuhen gut und bei einigen Smartphones lässt sich die Empfindlichkeit so einstellen, dass selbst mit Handschuhen gearbeitet werden kann. (Das Display reagiert dann natürlich auch empfindlicher auf Regen und gewisse Dinge machen sich dann selbstständig, da Wasser eine hohe Leitfähigkeit hat, aber wir sind ja im Schnee )
Bitte entschuldigt, dass ich keine Links eingesetzt habe. Es wäre nur unvollständig machbar gewesen.
Ein letzter Tipp für sehr erfahrene Outdoorsportler:
Ein erfahrener und fitter Outdoorsportler kann die Nahrung als Isolation sehen;
Solange Energie zugeführt wird, kann diese in Bewegung umgewandelt werden.
Das ist (je nach Gebiet sehr) riskant (Immobilisation), kann aber, wenn korrekt eingesetzt, zu ganz schönen Erlebnissen und hoher Effizienz (somit erfolgreiche Tour/Rennen) führen.
So viel von mir aus der Praxis zum Thema Winter und Trekking.
Edit: Habe ein paar Schreib-/Formatfehler korrigiert.
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T67M reagierte auf Sakima in Børgefjell 9/2015 - meine erste gewichtsorientierte Tour - viele Bilder!Noch ein paar Worte zur Packliste, war ja quasi meine erste "größere" Tour mit einem Haufen neuer, leichterer Ausrüstung. Habe zwar alles auf kürzeren Touren in den Alpen testen können, jedoch nicht über einen "längeren" Zeitraum.
http://lighterpack.com/r/e0my68
- ÜLA Ohm 2, passt mir sehr gut, auch ist er recht robust, super Teil
- die Cuben Packsäcke von Zpacks fand ich auch super, Mülltüten hatte ich in den Alpen ausprobiert, waren bei mir relativ schnell gerissen
- Laufbursche Brusttasche in M hat auch gehalten, habe sie viel auf und zu gemacht, war ja die Sony drin.
- Locus Khufu, hatte in zwei Nächten Wind, der wenn man kein guten Stand hatte einen aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Habe mich zu 100% sicher gefühlt, an seiner Grenze war es noch nicht
- Locus A-Konfigurationsadapter, habe ich nur 2x benutzt da das Gefummel bei Wind nervig war, Bei meinen 1,73m mit Hund und Ausrüstung war auch so genügend Platz vorhanden, an die Stange hatte ich mich schnell gewöhnt. Kommt zukünftig nicht mehr mit.
- die Cuben Bodenunterlage habe ich nie benutzt. Hatte sie für Dauerregen wo der Boden schon kein Wasser wehr aufnehmen kann mit
- die MSR Groundhogs waren super und für mich persönlich ihr Gewicht absolut Wert. Hatte oft steinigen Untergrund, verbogen haben sie sich aber nicht.
- mit der MLD Spirit Quilt/Balaclava Kombi war ich auch zufrieden, jedoch ist die angegebene Komfortgrenze von -2°C sehr optimistisch. Körperlich nicht erschöpft und mit gut gefüllten Magen, würde ich für mich persönlich für einen kuschelig warmen Schlaf, +1-2°C angeben. -2°C würden schon gehen, aber eben nicht mehr kuschelig warm.
- TAR X-Lite in regular fand ich bei meiner Größe von 1,73Meter auch gerechtfertigt. In den Alpen bei kurzen Touren habe ich von Frühjahr-Herbst oft nur die small, aber bei 11 Tagen wollte ich persönlich auf den Komfort einer langen Matte nicht verzichten.
- die Grisport Speedhiker haben äußerlich gut gehalten und würden noch einige Touren mitmachen, jedoch hat das Sohlenprofil recht glitten
- die Arc'teryx Palisade war ausreichend robust
- das Arc'teryx Squamisch Hoody hat mich auch überzeugt, robust, nicht vollkommen winddicht und somit recht atmungsaktiv, trocknet auch sehr schnell
- die Artikel von Xbionic haben mich auch total überzeugt, hätte eigentlich nur das dünne Shirt gebraucht, da es immer extrem schnell trocken war. Um ein zweites Paar trockene Socken war ich allerdings dankbar. 1x habe ich die Socken und das Shirt, die Unterhose jedoch 3x, gewaschen. Alles ist wirklich sehr schnell trocken gewesen.
- um die schweren Leki war ich auch froh, ging es doch einen großen Teil von Stein zu Stein. Jedoch habe ich es geschafft bei einem die Spitze abzubrechen. War zügig unterwegs und habe den Stecker nicht rechtzeitig raus bekommen, da war sie dann auch schon ab.
- ohne den Faltbecher gehe ich auf keine Tour!
- die AsTucas Artikel waren auch super, die Otal Regenhose ist absolut dicht und hat sich bei den Temperaturen im September überhaupt nicht schwitzig angefühlt, herrlich leicht, fand sie auch ausreichend robust, hatte sie oft an. Der Der Apex Pullover und die MLD Balaclava passen perfekt zusammen, ist auch sehr warm. Die Hose war auch sehr angenehm. Abends hatte es oft so um die 2°C, da war ich froh was warmes zu haben, ohne sofort in den warmen Quilt zu müssen.
- um die Daunen Booties war ich auch froh, war man doch den gesamten Tag in den nassen Schuhen.
- den Montane Minimus Smock hate ich auch oft an, hat mich auch überzeugt. War dicht und nicht schwitzig.
- Esbit ist zwar praktisch, jedoch schon eine rechte Sauerei! Hatte sie in den Hüftgurttaschen verstaut, da diese natürlich immer unter Spannung stehen, sind die Verpackungen aufgegangen und die Würfel sind herausgefallen. Klar, meine Schuld, hätte wo anders unterbringen sollen, event. alle auspacken in einem Beutel im inneren des Rucksacks. Auch die schmierige Ablagerung war auf einer mehrtägigen Tour nervig, dass ging mit am Boden abwischen fast nicht weg. Man musste permanent aufpassen das man keine dreckigen Pfoten bekommt.
Das sollen nur ein paar persönliche Gedanken zu bestimmten Sachen sein, vielleicht hilft es ja jemanden?