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Da ich krank auf dem Sofa rumliege, kann es hier nun weiter gehen. Am Morgen von Tag Sechs war die Situation folgende: Den Weg mit der nächsten offiziellen Sörmlandsleden Etappe fort zu setzen, war keine Option, da ich mich wegen des nahenden Endes der Tour nicht viel weiter vom Ausstiegsbahnhof entfernen wollte. Also beschloss ich, zurück zur Skottvångs Gruva zu laufen und dort in der Windschutzhütte, die ich am Vortag bereits inspiziert hatte, zu nächtigen, und an Tag Sieben dort einen Herumlunger-Tag ein zu legen, zumal das Wetter auch wieder regnerisch angekündigt war. Am Abend zuvor hatte ich gemerkt, dass ich gerade ein bisschen genug von dichtem Wald und schmalen Pfaden hatte und beschloss daher, zur Abwechslung mal Schotter-Waldstraße zu laufen. Was in der Regel eher nervt und langweilig ist, fand ich heute mal ganz nett. Am Wegesrand sah ich nicht nur absurd viele Fliegen- und Steinpilze, sondern auch einen offenbar dort entsorgten Haufen alter Äpfel, von denen ich mir einen schönen raussuchte und freudig verspeiste. Endlich mal wieder frisches Obst! Als ich an der angepeilten Windschutzhütte ankam, war es gerade mal später Vormittag, also beschloss ich, noch eine Schleife zum Mellan Mårviken zu laufen. Der Weg dorthin führte vorbei an einem Geflügelhof (das Geflügel war "natürlich" gut weg gesperrt und nur zu hören, aber nicht zu sehen) und ein paar wenigen Wohnhäusern auf großen Grundstücken, netten Gärten und kleinen Nebengebäuden, unter anderem auch einem Bed and Breakfast. Kurz vor dem See bewunderte ich eine kleine Herde Landschaftspflege-Rinder, die das Glück hatten, im Familienverband leben zu dürfen. Ein eher seltener Anblick. Hier ein Bild der durch die Beweidung erhaltenen Landschaft: Am See angekommen planschten Hund und ich ein wenig herum (waschen musste mal wieder sein...) und suchten uns dann ein sonniges Plätzchen mit schönem Ausblick, um einen Mittags-Snack zu verspeisen. Da ging er hin, der letzte Rest Schokolade. Auf dem Rückweg widmete ich mich der Mission Pilzfotografie. Die Pilzvielfalt gehört zu den Aspekten der Tour, die mich am meisten erfreuen. Festgehalten habe ich davon nur einen Bruchteil. Außerdem führte uns der Weg durch ein kleines Bachtal, in dem Unmengen von riesigem Schachtelhalm wachsen. Es fehlten nur noch die Dinosaurier. Stattdessen traf ich einen Trupp melancholisch flötender Dompfaffen. Gegen Abend war wieder Regen angesagt, also richtete ich mich gemütlich in der Schutzhütte ein und sammelte einen kleinen Vorrat trockenes Feuerholz. Zum Abendbrot gab es einen kleinen kulinarischen Fail: Nudeln mit Maggi-Fix für Schinken Sahne Gratin. Das Zeug hat eine komische Farbe und schmeckt künstlich nach Schinken. Den echten hatte ich leider zuhause vergessen... Dieses Experiment muss nicht unbedingt wiederholt werden.3 Punkte
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Via Apsyrtides - 150 Kilometer Cres / Kroatien
matt.swift und ein anderer reagierte auf scissorsmountain für Thema
So, die Computerprobleme sind endgültig behoben und ich habe mir vorgenommen den Bericht auf jeden Fall noch zu Ende zu schreiben. Dritte Etappe: VALUN - MARTINŠĆICA (ca. 15 Km) Nach einer guten Portion Schlaf haben wir gemütlich am Strand gefrühstückt und sind relativ früh aufgebrochen, da der Schlafplatz an einem beliebten Strand doch etwas zu offen für meinen Geschmack war und ich niemanden stören will. Die ersten Meter gehen mal wieder relativ steil nach oben, führt aber durch einen sehr schönen Wald und wird dann bald auch wieder flacher. Mir hat die Etappe richtig gut gefallen, da sie eine richtig schöne Mischung aus Anstieg, entspannte Waldpassagen, Sehenswürdigkeiten und Aussichten hat. Erste kurze Abstecher ging zu einem Wasserloch, bei dem wir Hoffnung hatten unser Wasser wieder aufzufüllen. Bei dem Anblick haben wir uns dann aber doch dagegen entschieden und einfach dem lauten Froschkonzert gelauscht. Nach weiteren entspannten Metern ging es nach LUBENICE. Ein kleines, sehr schönes Dorf auf einem Gipfel. Der Ausblick von hier ist wirklich toll und wir waren fast alleine dort. Es lohnt sich das kleine Dorf anzuschauen! Hier gab´s dann auch die erhoffte Wasserstelle und einen kleinen Kiosk, der aber in der Nebensaison scheinbar geschlossen ist. Ein paar Meter hinter dem Dorf haben wir ein weiteres Highlight entdeckt! Und zwar einen Wiener Nachtpfauenauge. lst wohl der größte Falter Europas und ist ungefähr so groß wie eine Hand. Die Größe kann man hier nur erahnen, er sitzt auf dem Oberarm meiner Freundin. Der war wirklich beeindruckend und wollte gar nicht mehr weg, wir mussten ihn dann vorsichtig auf eine Mauer setzen. Im Laufe der Tour haben wir noch einige entdeckt. Nach der Falterablenkung ging es weiter Richtung HELM (höchster Punkt der Etappe). Der Weg dahin war wieder toll, steinig, aber schön zu gehen. Es gab noch einen kleinen Abstecher in eine Höhle (sollte nicht die letzte sein), in der es auch eine kleine Lagerstelle gab. Bisschen gruselig, aber bei Regen und Sturm vielleicht eine gute Möglichkeit zum Übernachten. Von Helm gabs wieder eine schöne Aussicht und eine kleine Stärkung. Von da aus gings dann bergab Richtung Vidovići und den Zielort Martinscica. In der Nebensaison ein kleines verschlafenes Dörfchen. Hier haben wir uns ein kleines, aber richtig schönes Zimmer in der super gemütlichen Unterkunft "Torre del Mar 1924" gebucht. Mutter und Sohn haben das alte Haus mit viel Liebe saniert und hergerichtet und sind ganz herzliche Menschen. Die Unterkunft liegt auch quasi direkt auf dem Wanderweg und bietet sich perfekt an. Für den nächsten Tag war ein starkes Unwetter angesagt und so haben wir uns entschlossen hier einen Ruhetag einzulegen. So konnten wir das gute Essen in den Restaurants genießen und haben die kurze Lücke in den Wolken für eine kleine Tagestour genutzt. Fortsetzung folgt ...2 Punkte -
So nicht geplant, aber trotzdem schön: 7 Tage auf dem Sörmlandsleden
Antonia2020 reagierte auf Maalinluk für Thema
Seit April stand fest: Dieses Jahr nehme ich mir gigantische drei Wochen am Stück Urlaub und reise in aller Ruhe nach Grövelsjön um dort (vielleicht mit Abstechern) auf dem südlichen Kungsleden nach Fjällnäs oder weiter zu laufen. Eine Woche vor der geplanten Abreise geschah dann das, was niemand möchte: Eins meiner Haustiere wurde krank und pflegebedürftig und hinzu kam eine fiese Entzündung am Zahn bei mir selbst, sowie allgemeine Erschöpfung. Nach ein paar Tagen des inneren Ringens beschloss ich, den Aufbruch eine Woche zu verschieben. Dummerweise änderte sich das Wetter in der Zielregion innerhalb dieser Zeit zum Schlechteren: Von trockenen Tagestemperaturen um die 15 Grad zu mehreren auf einander folgenden Regentagen um die 10 Grad. Also nochmal umentschieden: Dieses Jahr wieder keine Rentiere, sondern im südlicheren Schweden bleiben. Also auf den Sörmlandsleden. Etwas weniger ab vom Schuss, aber egal. Die finale Entscheidung darüber wurde einen Tag vor der Abreise getroffen. Egal, es lebe die Spontanität und Flexibilität. An einem schönen Dienstag Mittag ging es mit dem Zug nach Hamburg und von dort nach ein paar Stunden Puffer-Aufenthalt (besser ist das, wenn man mit der Bahn reist) mit dem Nachtzug nach Stockholm. Da ich mit vierbeiniger Begleitung (meiner Hündin Ola) reise, bedeutet das: 12 Stunden im Sechser-Sitzplatzabteil. Liegewagen mit Hund geht eher nicht. Das Glück war mit mir, denn teilen musste ich mir das Abteil nur mit einer Chilenin und deren netten Mops(Mix?), sodass genug Platz zum Ausstrecken auf den freien Sitzen war. Meine Hündin hat die nächtliche Zugfahrt prima gemeistert und nach dem Abendbrot sehr entspannt durchgeschlafen. Die Abteilgenossin und der nette Mops auch. Ich selbst...jo, ein paar Stündchen so einigermaßen. 20250910_070913.mp4 In Stockholm angekommen gab es eine Begrüßungs-Zimtschnecke und dann Hopphopp ab in den Zug nach Mölnbo, von wo aus wir (so gegen 14 Uhr) endlich loslaufen konnten. Tagesziel war eine Schutzhütte am Lilla Horsjön. Infos und Kartenmaterial hatte ich mir im Voraus bzw unterwegs bei sormlandsleden.se gegen eine Jahresbeitrag heruntergeladen. Müsste man nicht, um sich die Routen zu machen, da man den Weg auf Komoot oder Mapy auch so findet, aber ich finde die Sache toll und unterstütze mit meinem Veitrag gerne das Pflegen der tollen Infrastruktur. Vom Bahnhof Mölnbo aus ist man wirklich sehr sehr schnell Waldpfaden unterwegs- ein toller Einstieg! Da ich vor 11 Jahren schonmal dort unterwegs war und die Etapoe damals als letzte gelaufen bin, wusste ich das noch verschwommen und hatte sie bewusst an den Start gesetzt. Schon bald kam die Freude an Wald und Seen auf. Nicht nur bei mir, sondern auch bei Ola, die ein paar ordentliche Urlaubszoomies am See hinlegt. Kurz vor dem Ziel gab es die erste coole Tierbegegnung: Eine das Seeufer entlang schwimmende Ringelnatter. Toll! An der Schutzhütte angekommen haben wir uns sehr gefreut, weil der Ort so schön ist. Ola hat gleich den größten Felsen zum Ausguck erkoren und sich dort positioniert (passionierte Wachhündin). Nach dem selbst gedörrten Abendmahl (Nudeln mit Tomatensauce und Sojahack) ging es früh ins Bett und wir wurden von Regenrauschen auf dem Dach in den Schlaf begleitet.1 Punkt -
Kann ich so bestätigen. Bei uns hier gibt es viele Tageswanderungen die zwischen 10-25 km liegen und dann ein paar bekanntere Wandersteige, wie den Pandurensteig oder gläsernen Steig oder oder oder. Selbst auf den Rundwanderwegen hier, treffe ich praktisch Niemanden. Nur an Stellen, wo sich die Wege mit anderen bekannteren Zielwanderwegen vereinen, trifft man auf das klassische Klientel. Auf den langen Etappenwanderung habe ich bis heute vielleicht nur ein Handvoll Gleichgesinnte getroffen. Man muss aber auch sagen, dass es immer schwieriger wird diese Wege tatsächlich auch zu bestreiten, denn nicht jeder ist in der Lage oder Willens nur mit Rucksack und Zelt unterwegs zu sein, denn in vielen Ortschaften hier, gibt es praktisch keine Unterbringung oder Gasthäuser mehr, so dass die Etappen schon mal überlang werden können oder bis in die Dämmerung und darüber hinaus gegangen werden müssen. Oder eben das Gegenteil, das Etappen manchmal sehr kurz ausfallen würden.1 Punkt
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Sammelthread - myog kleine Basteleien
sevenfifty reagierte auf StillerMitleser für Thema
Klar, warum nicht? Wer sowas haben möchte, kann sich gerne bei mir melden. Das dauert ja nicht lange, so einen zu drucken und die Kosten für das Material bewegen sich im niedrigen Cent-Bereich. Da ist dann der Briefumschlag schon ein vielfaches teurer.1 Punkt -
Sammelthread - myog kleine Basteleien
StillerMitleser reagierte auf Blickpunkt für Thema
Ich meine „Tent Stake Pusher“ im englischen ☺️1 Punkt -
Sammelthread - myog kleine Basteleien
Maalinluk reagierte auf StillerMitleser für Thema
Hab mal so Tentpegger (mir ist kein besserer Name eingefallen) für die MT900 Heringe vom Decathlon erstellt. Manchmal findet man auf Campingplätzen keinen guten Stein oder so und dann kann das ja ne Qual sein, die ollen Heringe in den Boden reinzubekommen (außerdem brauche ich eine Ausrede dafür, nen 3D-Drucker zu besitzen). Nimmt man in die Hand und drückt den Hering in den Boden, fertig! Gewicht: 10g. Zu finden auf Thingiverse auf: https://www.thingiverse.com/thing:7168262 Ist Public Domain License CC0, d.h. jeder kann damit alles anstellen. Sogar auf Etsy verkaufen oder so.1 Punkt -
Schlafsack-Set-Up für 4 Tage Vogesen Anfang Oktober
Alpinwandern reagierte auf Blickpunkt für Thema
Oder mal das hier als Alternative für die Füße. Sind nur Beispiele (die ich aber empfehlen kann, weil ich sie selbst habe). Solche Booties gibt es auch in Daune und auch von anderen Herstellern. Auch Zelt- oder Schlafsocken gibt es ähnlich auch von anderen Herstellern. Grade spezielle Schlafsocken wärmen nochmal besser als eine Kombi aus mehreren normalen Socken (weil sie mehr Luft einschließen, gerade wenn sie aus Alpha sind oder wie die von OMM aus einem Alpha ähnlichen Material). Achtung: Diese speziellen Schlafsocken sind nicht zum Wandern gedacht. https://hyberg.de/products/warm-booties https://theomm.com/de/product/core-tent-sock/1 Punkt -
Hallo zusammen , Ich bin Bernd gebürtig aus NRW. lebe mittlerweile in Brandenburg , wandern war schon immer ein großes Thema. Teilnahme an Organisierten Trekkingtouren in Jordanien oder auch in Patagonien seit einigen Jahren auch mehrtägige Wandertouren. Letzes Jahr mit einer ersten Alpenüberquerung von Garmisch nach Meran in 8 Tagen, dieses Jahr dann den Halben Malerweg, unsere zweite Alpenüberquerung in 12 Tagen vom Tegernsee nach Toblach und bin letzte Woche vom Camino Primitivo zurückgekommen. lese hier seit nen paar Monaten mit , habe sukzessive meine Ausrüstung optimiert und optimiere noch. Ziel ist es so bei 6kg ( inkl. Rucksack ) rauszukommen. Da bin ich noch so 2,5 kg entfernt Laufe zur Zeit mit nem 45 l Bachrucksack der mich auf dem Camino in den Wahnsinn getrieben hat. Eigentlich habe ich gedacht der Rucksack ist es, hat nen super bequemes tragesystem ist nicht zu schwer (1200g). Na ja geht die Suche wieder los. Werde mir jetzt doch mal nen Gossamer und andere anschauen. Der Preis hat mich bis jetzt abgeschreckt. liebe Grüsse Bernd1 Punkt
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Ich weiß ja nicht ob es an mir liegt, aber Platypusflaschen oder die Beutel für den Sawyer in Bächen oder Seen zu füllen, um danach das Wasser zu filtern ist ultra nervig und dauert ewig. Deshalb habe ich das Prinzip der CNOC Wasserbeutel in leichter und billiger kopiert. Mit Schere und Turbo-Clip. Man kann den Beutel nun also durch die große Öffnung flott befüllen. Hatte das Konstrukt auf Tour mit dem kleinen Sawyer Wasserbeutel erfolgreich im Einsatz und diesen nun durch einen 2l Beutel ersetzt. Wiegt 31g.1 Punkt
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Und Zack, schon Tag vier, also Halbzeit. Eingeläutet wurde der Tag in den frühen Morgenstunden vom Gejodel eines Elchs auf der anderen Seite des Sees. Wenigstens mal einen gehört, wenn schon nicht gesehen. Für heute war eine etwas längere Strecke als am Vortag geplant. Bis zur nächsten Schutzhütte, für den Fall eines verregneten Abends. Wieder über felsige Höhen mit tollen Ausblicken auf Seen. Wetter toll, ein paar Wolken, Sonne, etwas Wind. Man merkte das Wochenende: Es waren deutlich mehr Menschen unterwegs als am Vortag. Gegen späten Vormittag machen wir Rast mit tollem Ausblick auf das Westufer des Mellan Mårviken, unser Etappenziel. Ola-Hund macht sich sofort auf dem Felsen lang und schläft, während ich meine Mittagsnüsschen verspeise und auf der gegenüberliegenden Seite des Sees und einige Meter tiefer eine Gruppe Wandernder das Gleiche tut. Es geht weiter durch Kiefernwald mit vielen Blau- und Preiselbeersträuchern. Je näher wir dem Windschutz am See kommen, desto "voller" wird es und wir begegnen einigen Tageswandernden. Auf dem See gibt es einige Menschen mit Kajak, Kanu oder SUP - auch ich hätte Lust, dort zu paddeln. Ein anderes Mal vielleicht. Am Etappenziel angekommen bin ich baff: Hier sind wirklich viele Leute unterwegs. Es führt ein Rundwanderweg an den Windschutzhütten vorbei. Eine Hütte ist schon belegt mit Gepäck, das offenbar aus einem Kanu das am Ufer liegt, stammt. Die dazu gehörigen Menschen kann ich leider nicht ausfindig machen. Irgendwie habe ich keine Lust auf Gesellschaft und mache mich in der Nähe auf die Suche nach einem Plätzchen. Versuch 1 scheitert (leider Waldameisenrevier), aber dann finde ich direkt am Weg zwar, aber wieder mit einer kleinen "Privatinsel" nebst Feuerstelle ein Plätzchen. Ich überprüfe noch einmal den Wetterbericht bezüglich Wind, denn es stehen hier viele tote Bäume (Borkenkäfer...)in der Nähe. Soll aber alles Ruhig bleiben. Ein weiteres Mal bin ich froh um den überschaubaren Platzbedarf meines Zeltchens. Lustigerweise reißt der Strom an Tageswanderern ab, sobald ich mich für meinen Schlafplatz entschieden habe und es kommen nur noch einmal meine Nachbarn, die im Windschutz residiern an mir vorbei. Offensichtlich waren sie Pilze sammeln. Es folgt das Abendprogramm: Lagerfeuerchen, Abendessen, Tee, bisschen in die Landschaft gucken, Bett. Ich freue mich, dass ich zwei Eistauchern beim erfolgreichen Jagen zusehen kann. Im See herrscht ordentliche Fischaktivität. Es wird hier und da ordentlich gehoppst und geplatscht.1 Punkt
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So nicht geplant, aber trotzdem schön: 7 Tage auf dem Sörmlandsleden
Antonia2020 reagierte auf Maalinluk für Thema
Wandertag drei begann etwas grau und verregnet, aber immerhin ohne starken Wind. Also keine Eile beim Packen. Und dann kam ein bisschen Sonne, sodass das Frühstück auf einem Stein im See eingenommen werden konnte. Mitgefrühstückt hat ein Grashüpfer, der einen winzigen Grashalm vor meinen Augen verspeist hat. Happs happs... Los ging es durch teils unglaublich grüne, moosige Täler. Überall Pilze in verschiedensten Farben und Formen. Sogar weißer Schimmelpilz, der andere Pilze flaumig und gespenstisch umhüllte. Irre. Auf einer Schotterstraße erschien plötzlich ein Tier hinter einer Kurve. Meine Hündin total erschrocken zu mir gerannt... Dabei war es nur ein kleiner Hund, der zu zwei älteren Schweden auf Spaziergang gehörte. Der Mann fragte mich, ob ich denn die Wölfe schon gehört habe. Hier gäbe es nämlich seit etwa 6 Jahren welche. Und die hätten auch mal zwei Camperinnen nachts am Zelt besucht, am Djupsjön (da, wo ich gerade genächtigt hatte). Soso. Nach diesen interessanten Informationen ging weiter. Einmal auf den Aussichtsturm auf dem Fräkesjöberget steigen. Man sieht: Wald. In alle Richtungen. Weiter zum Stora Kvarnsjön, an der dortigen Quelle Wasser auffüllen. Und eine riesige Krause Glucke (ein Speisepilz) sehen. Hätte ich doch nur Butter und eine Pfanne. Ein täglicher Pilzeschmaus wäre kein Problem gewesen. Dann weiter direkt am Seeufer entlang spaziert und neugierig über einen stark angegammelten Steg vom Weg ab auf ein kleines Inselchen gestromert. Ui, das gefiel mir aber gut! Eigentlich nicht viel mehr als ein großer Felsen mit ein paar Bäumen drauf. Ob man hier den (noch großen) Rest des Tages einfach rumgammeln und hier übernachten könnte? Tatsächlich ließ sich ein winziges Fleckchen finden, auf das mein Lanshan 1 gerade so eben passte. Und sogar genug weicher Boden für Heringe! Also schön auf Kilometer gepfiffen und den Rest des Tages mit Rumlungern, Baden, Socken und Unterhose Waschen und rucksacklosem Erkunden der Umgebung verbracht. An diesem Tag gab es auch das leckerste (selbstgemachte) Urlaubsessen: Reis mit Möhrengemüse, Sojageschnetzeltem und Maggi-Saucenfix für Huhn in Currysauce sowie etwas Milchpulver vermischt. Heißes Wasser dazu und beim Essen gestaunt, wie gut das war. Wie zuhause frisch gekochtes Curry, gar nicht wie Tütenfraß. Leider war ich so müde, dass ich kurz nach dem Verschwinden der Sonne ins Zelt musste, statt dem Hereinbrechen der Nacht zu zu sehen. Dafür konnte ich in der Nacht beim Pinkeln Sternenhimmel und Halbmondsichel bewundern. Auch schön!1 Punkt -
So nicht geplant, aber trotzdem schön: 7 Tage auf dem Sörmlandsleden
Antonia2020 reagierte auf Maalinluk für Thema
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So nicht geplant, aber trotzdem schön: 7 Tage auf dem Sörmlandsleden
Antonia2020 reagierte auf Maalinluk für Thema
Für Tag zwei war schon klar: Heute gibt es Regen. So ab Mittag. Bis dahin wollte ich also an der nächsten Schutzhütte sein, was kein Problem sein sollte, da es bis dort nicht weit war und ich früh (gegen 8:00) nach einem gemütlichen Frühstück losgelaufen bin. Ach so, noch was zur Länge der Etappen: Sportliche Ambitionen in Sachen Geschwindigkeit oder Etappenlänge hatte ich gar nicht. So drei bis vier Stunden Wanderzeit maximal pro Tag waren angesetzt. Mir ging es im Urlaub ums Draußen sein und Natur und Einfachheit und Ruhe genießen. Rumgucken, mit Hund Spaß haben, Essen, Lesen, Ausruhen. Es war zu Beginn erstaunlich schüler Wetter und ich schnell verschwitzt. Zwischendurch kleine Regenschauer, für die der mitgeführt Schirm angenehm war. Das Mitführen eines Schirmständer war Premiere - im letzten Winter habe ich Schirme schätzen gelernt. Für mich als Brillenträgerin toll, weil klare Sicht erhalten bleibt. Leider regnete es sich etwa eine Stunde vor dem Ziel ein, also kurz den Hund unterm Regenschirm geparkt und die Schlechtwettermontur aus Regenjacke und Regenrock (aka Groundsheet vom Lanshan 1) angelegt und weiter gestapft. Ca. 1km vor der Hütte gab es leider eine Rodung, durch die sich zu kämpfen etwas nervig war, da überall noch Stämme lagen. Dann erschien auch noch ein Maschine zum Einsammeln der Bäume hinter uns und erschreckte den Hund etwas. Im strömenden Regen freuten wir uns sehr über die Schutzhütte, in der wir uns gemütlich einrichteten. Es regnete nicht nur den ganzen Tag weiter, sondern es kam noch Wind dazu, der den Regen bis zur Hälfte in die Hütte trieb und unangenehm zog. Also schnell das Innenzelt in die Hütte gebastelt, in dem wir warm und geschützt waren. Im Wald hörte man den ein oder anderen Ast brechen und sogar zweimal einen Baum in der Umgebung fallen. Große Dankbarkeit für die tolle Trail-Infrastruktur! Der restliche Tag bestand aus Essen, Lesen und Schlafen oder dem Wetter Lauschen. Herrlich!1 Punkt -
So nicht geplant, aber trotzdem schön: 7 Tage auf dem Sörmlandsleden
Antonia2020 reagierte auf Maalinluk für Thema
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So nicht geplant, aber trotzdem schön: 7 Tage auf dem Sörmlandsleden
Antonia2020 reagierte auf Maalinluk für Thema
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So nicht geplant, aber trotzdem schön: 7 Tage auf dem Sörmlandsleden
Antonia2020 reagierte auf Maalinluk für Thema
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