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Antonia2020

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  1. Ich hab auch, wie schon von @mochileroempfohlen, das Abisko-Schnittmuster von Shelby genommen. Man bestellt es als Papiermuster, aber das hat auch den Vorteil, dass man es nicht selbst ausdrucken muss. Ich fand das Schnittmuster super. Man kann es auch vereinfachen und es gibt viele Anpassungsmöglichkeiten.
  2. Ach ja, die alte Debatte... Ich zB wähle nicht die Partei, von der ich mir das meiste in der Tasche verspreche, sondern die Partei, von der ich mir erhoffe, dass sie eine gerechte Verteilung von Ressourcen und Chancen ermöglicht. Und da nicht alle das Glück haben, in eine privilegierte Familie (oder ein privilegierte Gesellschaft) hineingeboren zu werden, ist nunmal Staat und Umverteilung notwendig. Und wie gut oder schlecht das mit der Eigenverantwortung bei gleichzeitiger Achtung der Rechte anderer Lebewesen, klappt kann man ja oft beobachten. ZB wenn es um das Zurückstellen eigener Interessen (will nach NZ fliegen) zugunsten eines globalen Ziels (Erwärmung auf 1,5 Grad begrenzen) klappt. Nut so am Rande: der Ruf nach Deregulierung und Minimierung des staatlichen Handelns erinnert mit an die Debatte, die gerade in England geführt wird. Ich bin jedenfalls froh in einem Land wie Deutschland und in einer Staatengemeinschaft wie der EU leben zu dürfen, wo vieles, nicht alles, dank staatlicher Regulierung gut funktioniert. Man denke nur an das Gesundheitssystem in den USA... Oder den Umgang mit dem Regenwald in Brasilien.
  3. Sie eignen sich aber auch hervorragend dafür, Tendenzen zu korrigieren, wenn der Markt allein versagt. Ob es in der Praxis klappt, ist ein anderes Thema. Ich bin keine Wirtschaftswissenschaftlerin. Aber was ich sehe, ist Folgendes. Die Kosten für bestimmte Dinge enthalten nicht immer das, was sie eigentlich wert sind. Wenn wir zB so günstig Fliegen, Fleischessen und große Autos fahren können, wie es jetzt der Fall ist, und dann das Klima dadurch nachhaltig geschädigt wird, kann das nicht im Sinne des Steuerzahlers (oder seiner Kinder) sein. Denn die wahren Kosten dieser Dinge zeigen sich erst im Nachhinein. Mal davon abgesehen finde ich, dass eine Allokation der Mittel dann "korrekt" ist, wenn nicht nur die Interessen der Steuerzahler bedient werden, sondern auch das Erreichen einer national und international gerechten Verteilung von Ressourcen im Fokus steht. Ist ja schön, wenn es es dem deutschen Steuerzahler gut geht, aber wenn woanders die Hütte brennt (oder überflutet wird), weil der deutsche Steuerzahler gerne günstig fliegt - hm, da läuft was falsch.
  4. Ich würde sagen: Es kann ein Problem sein, muss es aber nicht. Denn die politische Steuerung ist ja möglicherweise genau das Gewünschte. Und sie ist dann auch demokratisch legitimiert. Die Frage ist ja auch: Was heißt überhaupt "korrekt"... Natürlich können Subventionen und Steuern auch sehr fragwürdig gestaltet sein. Aber sie sind eben auch ein Teil der politischen Willensbildung.
  5. @zopiclon Ich bin mir nicht sicher, ob ich Dich richtig verstehe. Die Frage, wie man das eigene Handeln im Hinblick auf die die CO2-Emissionen beurteilen soll, finde ich selbst total schwer. Und ich halte auch absolut nix davon, sich alles zu verbieten, was Emissionen zur Folge hat. Für mich persönlich schaue ich, wo ich im Alltag (und damit meine ich auch die jährliche längere Urlaubsreise) möglichst wenig Schaden in diesem Sinne anrichte, ohne Lebensqualität zu stark einzubüßen. Und mit Lebensqualität meine ich: Das was man wirklich braucht, um ein gutes Leben zu führen - Gesundheit, Liebe, Freunde, Entfaltungsmöglichkeiten... Die kann man halt auf die ein oder andere Weise erreichen. Da ist Fantasie gefragt, wenn man von alten Mustern abweichen will. Die größten Stellschrauben sind meines Wissens: Wohnen (v.a. die Größe bzw. die damit verbundene Energie zum Heizen), Mobilität und Essen. Und da muss jede/r selbst wissen, was er/sie bereit ist zu "geben", damit mehr für alle übrigbleibt vom CO2-Kuchen. Ich persönlich finde es z. B. im schwer nachzuvollziehen, wenn jemand zu mir (als Veganerin) sagt: "Find ich gut, was Du machst, aber auf Käse könnte ich nie verzichten". Ich denk dann immer: Naja, klar kann man verzichten, man muss es halt wollen. Und das Wollen ist das Entscheidende. Ein möglicher Maßstab beim Essen könnte z. B. die von Wissenschaftlern vieler Disziplinen entwickelte Planetary Health Diet sein. Das ist ein superinteressanter Ansatz, der sowohl die langfristige Gesundheit des Planeten (unter Einbezug der Bevölkerungsentwicklung) als auch des Individuums mit einbezieht.
  6. Dazu fehlen mir die Ideen, kann mir da wer auf die Sprünge helfen?? z. B. über individuelle Konsumentscheidungen, wie @skullmonkeyes beschrieben hat. Aber natürlich auch über Engagement, z. B. die Teilnahme an Demonstrationen, die Mitgliedschaft in Parteien, Vereinen, etc. Die Dichotomie besteht zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Zwischen dem was ist bzw. dem was kommen wird und dem was wir uns wünschen. Jedenfalls wenn wir unser Land nicht abgekoppelt von der Wirtschaft der restlichen Welt denken. Aber auch das ist ja nicht realistisch. Ich glaube, da schreiben wir aneinander vorbei. Deine Texte lesen sich z. T. so, als wäre das Eintreten für einen nachhaltigeren Lebensstil nur etwas für Idealisten. Das sehe ich absolut nicht so. Ich denke, dass ein Wandel (egel wie schnell er jetzt vonstatten geht) zwingend notwendig ist für den langfristigen Erhalt eines funktionierenden Wirtschaftssystem. Nur als Beispiel: Wenn die Industrienationen es nicht schaffen, den Klimawandel zu begrenzen, dann wird es immer mehr Fluchtbewegungen geben, die massiven Druck auf die noch reicheren Nationen ausüben. Ein anderes Beispiel: Nur wenn wir es schaffen, den Klimawandel langfristig zu begrenzen, werden die die sowieso schon explodierenden Kosten für Gesundheit (oder auch Versicherungen gegen Flutkastastrophen) nicht ins Unermessliche steigern. Es sollte also in unser Aller wirtschaftlichen Interesse sein, so schnell wie möglich etwas zum Bremsen des Klimawandels zu tun. Die Debatte um eine gerechte Verteilung der Kosten einmal außen vor gelassen. Verteufeln braucht man gar nix, schlechter Stil und sinnlos, was das Ergebnis angeht. Aber: Die Menschheit bestet nun einmal aus zig Milliarden Exemplaren und selbst wenn der Einfluss jedes Einzelnen gering sein mag: Ohne den Einzelnen geht es nicht. Und zu dem Beispiel "Flug nach NZ nach der Schule": Ich bin der Meinung, dass auch das ein Luxus ist, den diese glückliche Person auf Kosten anderer auslebt. Nämlich derjenigen, die unter den ausgestoßenen Emissionen leiden, wie z. B. jetzt schon die Menschen in Bangladesch unter unseren früheren Emissionen. Ein Flug nach NZ emittiert ein Vielfaches dessen, die man pro Person und Jahr rauspusten dürfte, will man die für das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels verbleibenden Emissionen global gerecht aufteilen. Gegen den Flug spricht darüber hinaus , dass die Emissionen, die man für diesen Luxus 'ausgibt', an anderer Stelle fehlen, z. B. dem Bau von Infrastruktur in ärmeren Regionen. Ich bin also der Meinung, dass die obige Person eben nicht verantwortlich handelt, obwohl sie nicht jeden Monat ne Fernreise plant. Sprich: Meiner Auffassung nach sollten wir uns wirklich davon verabschieden, auf so großem Fuß zu leben, nur weil wir es vorgelebt bekommen und es uns leisten können. Denn: Diese Person hat keine wirkliche Einbuße an Lebensqualität, wenn sie nach der Schule nicht nach NZ fliegt. Und damit die Wirtschaft nicht zum Erliegen kommt, fällt dem/der Schuabgänger/in bestimmt was ein, wo der Einsatz eigener Ressourcen nicht zum Schaden anderer erfolgt.
  7. Warum nicht versuchen, als einzelne Person im eigenen Wirkungskreis ethisch verantwortlich im Sinne globaler Gerechtigkeit seinen Alltag zu gestalten und gleichzeitig im Rahmen des Möglichen auf einen Wandel des Wirtschaftsystems hinzuwirken, der auch außerhalb des eigenen Wirkungskreises Änderungen möglich macht? Ich sehe immer noch nicht die von @mochilero beschriebene Dichotomie zwischen einer das 1,5-Grad-Ziel achtenden Lebensgestaltung und Politik und einer funktionierenden Wirtschaft, die auch ein soziales Sicherungssystem und Wohlstand ermöglicht. M.E. kommt es darauf, wofür Geld ausgegeben wird und womit Wohlstand generiert wird. Durch entsprechende Prioritätensetzungen in der Politik könnten durchaus Industriezweige so gewandelt werden, dass diese Industrien nachhaltig wirtschaften. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen, aber man muss irgendwann anfangen. Und ich als einzelne Person bin auch in der Lage, meinen Arbeitslohn so auszugeben, dass damit im Sinne des 1,5-Grad-Zieles möglichst wenig geschadet wird und im beste Fall positiver Wandel gefördert wird. Es macht ja einen Unterschied, wie ich zB die gleiche Menge an Geld für den Urlaub ausgebe. Ich könnte damit nach Thailand fliegen und dort backpacken oder halt auch Ferien in der Nähe machen, lokal und Bio essen gehen und in einem nachhaltig wirtschaftenden Hotel schlafen. Kostet wahrscheinlich sogar mehr und generiert den Wohlstand vor Ort.
  8. Ich finde es irgendwie schwierig, die gesellschaftspolitische Wende hin zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen gegen wirtschaftlichen Wohlstand auszuspielen. Denn was bedeutet Wohlstand überhaut und wer soll ihn genießen dürfen? Habe ich das Recht auf mehr Wohlstand, weil ich mit einem deutschen Pass geboren bin und mir mehr leisten kann als andere Menschen auf der Welt? Was sollten Prioritäten bei der Verteilung global knapper Ressourcen sein? Meines Erachtens wären das Gesundheitsversorgung, Bildung und Ernährung. Und eben nicht, dass ich mir hier in Deutschland mit meinem Geld etwas kaufen kann, das anderen Menschen Lebensgrundlage entzieht. Vielmehr braucht man doch eigentlich nicht. Und das sollte doch drin sein bei all der Innovationskraft, die in uns Menschen steckt. Aber ich hab gar nicht mehr so viel Kraft daran zu glauben, dass sich eine Wende hin zu einer freundlicheren zukunftsfähigen Welt irgendwann vollziehen wird. Ich lese gerade das Buch "Kollaps" von dem US-amerikanischen Geographie-Prof Jared Diamond. Darin beschreibt er anhand der historischer Beispiele die Hintergründe und Muster gesellschaftlicher Zusammenbrüche. Megaspannend. Aber auch ganz schön gruselig. Immerhin ist und bleibt es wunderbar, raus in den Wald gehen zu können!
  9. Danke für diese supercoole Diskussion, hab voll viel gelernt! Wirklich ein tolles Forum.
  10. Es ist ja alles eine Frage der Prioritäten. Für mich persönlich hat sich, innerhalb meines wahrscheinlich viel zu engen Blicks, seit einigen Jahren einiges verschoben. Und zwar dadurch, dass ich Stück für Stück Dinge geändert habe. Klar kann ich nicht auf die 2.5 Tonnen kommen. Ich lebe ja in einem Land, in dem es im Winter kalt wird zur Miete und mein Vermieter hat ne olle Ölheizung im Keller. Aber einige Sachen gehen doch ganz gut: keine tierischen Produkte essen, kleine Wohnung, kein Auto, Arbeit in der Nähe, kein Fliegen, wenig neu kaufen. Das sind so die Eckdaten. Es geht sicher noch mehr, zB weniger Plastik. Ich hab halt versucht zu überlegen, wo in meinem kleinen Universum die größten Stellschrauben in Richtung weniger klimaschädlich sind. Vielleicht liest sich das sehr spaßbefreit, aber so fühlt es sich nicht an. Ganz im Gegenteil, keine Ahnung warum. Ich vermisse kaum was und es ist irgendwie erleichternd. Nur meine Schwester, die in NZ lebt, will ich irgendwann mal besuchen. Ich will auch hier niemandem irgendeinen Lebensstil näherlegen, jede und jeder kommt auf eigene Lösungen für sich. Ich zB hab mit dem Fleisch nach einem Polenurlaub aufgehört. Ich hatte das Gefühl danach, zur 90% aus Wurst zu bestehen und als wir dann im Bus von einem Schweinelaster überholt würden, wollte ich einfach nicht mehr. Oft spielt, bei mir zumindest, bei solchen Entscheidungen der Zufall eine große Rolle (hier: Schweinallaster plus Gefühl der Übersättigung). Dann stellt sich so eine innere Dringlichkeit ein. Das ist sicher bei allen Menschen anders.
  11. Superinteressante Diskussion, die mich schon sehr und lange bewegt Meine Haltung: Ich fliege gar nicht mehr. Denn jeder Flug, egal ob Kurztrip oder längerer Aufenthalt, belastet mein sowieso schon viel zu hohes CO2-Budget über die Maßen. Es gibt Berechnungen, die sagen: Wenn man das globale CO2-Budget, das gerade noch vertretbar für die Erreichung des 1.5 Grad-Zieles ist, durch alle Erdenbewohner teilt, kann jede und jeder 2.5 Tonnen pro Jahr verbrauchen. Da ist ein Flug einfach nicht drin. Egal ob alt oder jung, früher haben die Menschen auch kein doofes Leben gehabt, nur weil sie nicht irgendwo in der Ferne mit dem Flugzeug waren. Unser Problem in den reichen Industrienationen ist es, dass wir mit unserem Wohlstand und unseren scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten die Lebensgrundlage anderer Menschen zerstört haben und weiter zerstören. Dabei will ich nicht mitmachen, Systemfrage hin oder her. Ich plädiere also stark für ein Nachdenken über den eigenen Beitrag, den man leistet für eine gerechtere Welt. Und ein Nachdenken darüber, was das Leben eigener Träume für einen Impact auf andere Lebewesen hat.
  12. Ich hab auch ein kleines Baumwolltuch dabei, an das ich mir die Befestigung mit Druckknopf (kam snaps) drangenäht hab. Das hängt dann am Rucksack hinten dran. Und manchmal finde ich es schon peinlich, wenn da nach dem kleinen Ausflug ins Gebüsch dunkle Flecken dran sind. Ich hab auch noch nicht den Stoff gefunden, wo es nicht so wäre. Allerdings Frage ich mich beim Kula Cloth, wie die desinfizierende Wirkung der UV-Strahlen zustandekommt, wenn man die Problemstellen wegklappt. Auch wenn Silber im Spiel ist - es trocknet ja dann auch weniger schnell. Daher bleib ich bei meiner Lösung.
  13. @mochilero Ich hab mir eine Regenjacke nach dem Schnittmuster Abisko von Shelby gemacht und bin sehr zufrieden. Die Kapuze sitzt super, es gibt die Option, Reißverschlüsse unter die Ärmel zu nähen, sie ist hinten länger und die Taschen sitzen so, dass der Hüftgurt sie nicht verdeckt. Man kann den Schnitt auch gut anpassen und Sachen weglassen, die man nicht braucht. Z.B habe ich die Ärmel einfacher genäht und nicht den Knick im Ellenbogen modelliert.
  14. Sehr cool! Darf ich fragen, aus welchen Stretchmaterial die Außentaschen sind und warum die vordere Tasche oben mit dem darunterliegenden Material vernäht ist (falls ich das richtig deute)?
  15. Gerade bin ich vom Coast to Coast Trail in Nordengland wiedergekommen (Bericht folgt). Die Anreise war superschön. Von Köln nach Amsterdam mit dem Flixbus, dann mit der Fähre über Nacht nach Newcastle (DFDS) und von dort mit dem Zug (Nothern) nach St Bees, dem Startort. Zurück vom Zielort Robin Hoods Bay mit dem Bus nach Scarborough (Arriva), weiter mit dem Zug nach Hull (Nothern), von dort mit der Fähre über Nacht nach Rotterdam (P & O) und mit dem Zug nach Köln. Es dauert alles seine Zeit, weil noch Zubringerbusse vom und zum Hafen involviert sind und man relativ früh auf die Fähre eincheckt. Insgesamt ist die An- und Abreise so für uns schon ein echter Teil des Urlaubs gewesen. Es war z. B. ganz fantastisch, abends aus Amsterdem mit der untergehenden Sonne und einem Eis in der Hand auszulaufen und mit Wellenschaukeln einzuschlafen.
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