Reputationsaktivitäten
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Antonia2020 reagierte auf Gaeubodenhex in Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)9. Jizerský hory (Isergebirge)
26.-28. August
85 km
Ich weiß nicht, was mich am Vorabend geritten hat, aber ich wollte unbedingt ins Kloster....
Auf der Karte entdeckte ich 2 Etappen weiter den Ort Hajnice mit einem Klášter, schön gelegen im Isergebirge. Der Haken dabei, die Entfernung auf der Via Czechia mit allerdings vielen Schlaufen würde wieder auf knapp 50 km kommen. Und es regnet heute. Also lasse ich mir von Mapy.com eine direktere Route kreieren und die App spuckt mir so ungefähr 29 km aus. Das ist doch ein starker Plan, die wichtigsten Abschnitte mit drin, die Luxusschlaufen weg, und ich bin heute Abend glücklich und zufrieden im Trockenen.
Genüsslich lasse ich mir das überreichliche Hotelfrühstück schmecken, das Beste an der ganzen Unterkunft. Und so esse ich Dinge am Morgen, die ich sonst nie essen würde. Um halb neun geht es dann im Regen los. Harrachov ist eine ziemlich unidyllische Ski-Stadt und genau die Deutschen zieht es da hin. Es dauert 4 km, bis ich aus Harrachovs Dunstkreis komme und lande schließlich im Tal der Jizera, die zugleich die Grenze zwischen Tschechien und Polen darstellt. Ziemlich einsam spule ich mit Regenschirm bewaffnet die Kilometer herunter. Die Hochfläche des Ortes Jizerka begeistert trotz des schlechten Wetters.
Einem älteren Paar, Stenjek und Helena, biete ich an, von den beiden ein Foto zu machen, natürlich sind sie auch bereit für ein Selfie zu dritt. Diese netten Begegnungen sind das Salz in der Suppe.
Mein Weg zieht nach rechts in die Wälder, um am Kamm ein Felsenlabyrinth mitzunehmen. Es herbstelt ein wenig. Dann kommt ein einsamer Abstieg zwischen zwei Waldbächen.
Letztlich lande ich in Bílý Potok, einem ziemlich herunter gekommenen tschechischen Ort mit Messi-Häusen oder gar zerfallenen Gebäuden. Danach kommt dieses Hajnice mit meinem Klášter...nach endlich 31 km betrete ich die Kirche und bestaune die Fresken.
2 Betschwestern murmeln lautstark irgendwelche Gebietsmonotonien auf tschechisch herunter. Also lieber gleich zur Rezeption und erste Begutachtung meiner Zelle 217. Der Hunger treibt mich ins Klosterrestaurant und dort erwartet mich ein Abendbuffet mit Schlemmereien ohne Ende. Es werden 2 große Gänge mit Fisch, Hühnchen, Kichererbsen, Bohnen, Kartoffeln und Hranolky....naja, wer weiß, was mich wieder die nächsten Tage erwartet. Das Wetter wird nämlich besser und mein Zelt will wieder mal Frischluft tanken.
Wenn mich was nervt, dann sind es Trampeltiere in Unterkünften. Nun müsste man meinen, ein Kloster hat so dicke Mauern, daß da gar nichts Akustisches durch dringt, weit gefehlt. Die Kirchenglocken gingen ja noch, aber das Getrappel von gehbehinderten Schwergewichten, die ich schon im Klosterrestaurant begutachten konnte, zwingt mich zum Einsatz meiner Ohrenstöpsel. Vielleicht hatte ich auch deswegen nicht die allerbeste Nacht, weil ich nach dem günstigsten Abendbuffet mit zwei großen Tellern voller Leckereien überkalorisch versorgt mit vollem Bauch im Bett lag. Das Schlemmen geht morgens weiter und so komme ich erst um Viertel vor Neun aus dem Kloster raus.
Kurz nach Hejnice beginnt sogleich der Anstieg auf den Poledník und ich komme partout nicht vorwärts, da ich trödele und dann auch noch mit einer fröhlichen Jugendgruppe ein Selfie mache.
Der Weg wird nach einer Straßenquerung mit einem noch geschlossenen Gasthaus noch anspruchsvoller, weil sich ein wunderschönes Felsenlabyrinth zum Durchschreiten anbietet.
Lange schweißtreibende Stiegen führen letztlich auf den Špičák, von wo man endlich auch in der Ferne den Ještěd mit seinem futuristischen Turm ausmachen kann.
Die Via Czechia führt da leider nicht hoch, dafür kann man ihn in Folge aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Ein längeres Asphaltstück führt dann aussichtsreich über Land, man könnte hier keinesfalls Wildzelten, da alle Wiesen mit Elektrozaun umgeben sind. Nur einmal führt der Wanderweg direkt über eine Kuhweide. Mir wird schon ganz anders, weil ein paar von denen sind ganz schön gehörnt. Außer dass ich in einen frischen Kuhfladen versehentlich trete, passiert aber nichts. Später bergab in Richtung Chrastava geht es wieder auf Asphalt entlang, viele Obstbäume flankieren den Weg und so mancher Tscheche oder Tschechin rüttelt und bückt sich, um die Zwetschgen einzusammeln. In Chrastava hole ich mir aus einem Potraviny Mineralwasser, Chips und süße Waffeln. 3 km später im Zelt liegend deucht es mir, dass das wohl für mehrere Tage die letzte Einkaufsmöglichkeit war. Nun denn, dann muß halt mal wieder ein Gasthaus besucht werden, falls eines zum richtigen Zeitpunkt offen hat. Bin ja schon froh, um Wassernachschub. Und wie am Beginn meiner Reise, gut 3l Wasser schleppen, mache ich nicht mehr. Es wird sich schon was auftun unterwegs.
Der Morgen im Wald beginnt schon etwas verschlafen, ich war ab 6 Uhr morgens nochmals eingenickt und träumte irgendetwas blödes. Und so trödele ich schon beim Zusammenpacken. Keine Hochstimmung heute morgen, es ist schwül und ich studiere zum x-ten Mal die kommende Wegstrecke nach potravinys, Quellen und Hospodas. Erstere tauchen erst in gut 100 km wieder auf (Hřensko), mittlere sind wenige und mind. zu 75 % ausgetrocknet und letztere gibt es zwar, haben aber Öffnungszeiten, bei denen mehr als 50% wieder ausfallen. Jammer, wo ich doch durch meine Übernachtungsserie in Unterkünften nun vollkommen verwöhnt bin. Jetzt soll ich wieder in den survival-Modus, meine Nescafé Beutel abzählen, die snack-Rationen halbieren und Wasser vorsorglich etwas mehr schleppen....
Das erste Highlight des Tages ist nach wenigen km eine Gondelselbstzuganlage über das Flüsschen Lužická Nisa. Dann geht es ca. 3 km an der Straße entlang. Kryštovofo údolí ist so ein langgezogenes Örtchen mit überwiegend Sommerfrischehäuschen der gut betuchten Tschechen.
In Krystovofo údolí überwinde ich mich und spreche 2 Männer zum Auffüllen der Wasserflaschen an. Prima, klappt doch. Und dann kommt prompt 1,5 km später eine munter sprudelnde Quelle mit Unterstand. Beides nutze ich für einen großen Pott Nescafé und esse meine halbe Brotzeit mit Wurst, Käse und altem Brot, muss eh weg.
Eine junge Drossel schaut mich bei meiner Pause bedröppelt an.
Der weitere Weg verläuft auf dem Kammweg, den ich genau vor 7 Jahren gegangen bin. Markante Kreuzungsstellen erkenne ich wieder, aber das war's dann schon auch. Im Gegensatz zu damals sind lange Strecken des Weges durch Holzarbeiten übelst zu gehen und ich komme nur sehr langsam vorwärts. Auf 10 km kommen schon 500 hm zusammen und die Schwüle tut ihr übriges.
Ein paar Zwetschgenbäume am Wegesrand sorgen für die gesunden Snacks. Um halb drei habe ich endlich dieses Örtchen Jítrava erreicht. Ich lasse mich im der erstbesten Imbiss nieder und verzehre eine große Klobása zusammen mit einem pivo, einer Kofola und zur Nachspeise gibt es Mango-Softeis. Dinge, die ich sonst nie verzehren würde...
Der Ernegieschub bleibt aus. Zwar nehme ich mir noch eine Strecke von 9 km vor, aber als ich die elefantenähnlichen Felsen Bíle kamení passiere, deucht mir schon, dass heute echt nicht mehr viel geht.
Ich schleppe mich noch ein paar schöne Kletterfelsen entlang und bleibe dann bei einem kleinen alten Bunker endgültig hängen. Wollte ich nicht schon immer mal an so einem historischen Ort einen Overnighter machen? Gesagt, getan, ich säubere hinter der Betonhütte einen Platz und steige dem Bunker auf's Dach für's Chillen und Lage checken, ob da überhaupt jemand vorbei kommt. Es kommt keiner vorbei. Prima, dann wird das für die vorausgesagte verregnete Nacht mein Lagerplatz.
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Antonia2020 reagierte auf Gaeubodenhex in Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)4. Hruby Jeseník (Altvatergebirge) und Rychlebske hory (Reichensteiner Gebirge): Am Praděd vorbei auf den Schneeberg
13.-16. August
110 km
Ich liebe Nächte wie diese: unspektakulärer Fichtenwald, weicher Boden, Windrauschen, überwiegend eben. So geht Regeneration.
Um kurz nach 7 Uhr mache ich mich auf um just nach 600 m an der Chata na Skřítků eine Ladestation zu entdecken. 10 min Handyaufladen muss jetzt auch noch sein. Dann beginnt ein langer schöner Anstieg durch den Wald, auf dem mir 15-20 Tschechen unterschiedlichen Alters mit Rucksäcken entgegen kommen. Offenbar ist der Bergkamm wieder ein Hotspot für Sonnenunter- und aufgangsanbeter. Nach einigen Höhenmeter erwartet mich schon der erste verblockte Gipfel Ztracené kameny, auf dem ein junger Tscheche sein erstes Gipfelbier um kurz nach 8 Uhr hineinschüttet.
Ich gehe mal besser weiter. Und dann kommt in dieser Morgenstunde der mit Abstand schönste Trail in Richtung Praděd, dem Altvatergipfel mit fast 1500 hm. Aussichten mit 360°-Panorama auf einer riesigen Hochfläche, bei der es klar wird, warum so viele von ihrem Biwak kommen. An der Jelení studánka gibt es reichlich Quellwasser und einen großzügigen Unterstand, in dem viele Leute hineinpassen. Momentan ist hier keiner mehr.
Ich bin im flow und wandere an Heidekraut vorbei mit permanenter Aussicht.
Immer auch den Blick auf den Praděd voraus dreht sich der Weg an einem Lift halbkreisartig. Das vorläufige Ziel ist das Skiörtchen Ovčárna, in dessen Restaurace ich meinen Brunch mache. Langsam bekomme ich eine smažený sýr mit hranolky -Vergiftung, aber das ist das einzige Gericht, was ich am besten aussprechen kann. Das WC eignet sich für Catwash und die Dame hinter dem Tresen lässt mich mein Smartphone aufladen.
Frisch gestärkt geht es auf Teerstraße zum Praděd.
Es ist Mittag und eine Massenprozession bewegt sich gen Gipfel. Da lasse ich den Altvater doch lieber rechts liegen und spare mir die letzten hm.
Das nächste Ziel ist eine Hütte in Švýcárna. Ich muss für mein pivo garantiert 20 min anstehen, aber mir macht das nichts. Dann folge ich dem Weg weiter, meist abwärts, dann über Bohlen, dann wieder steinig bergauf. Mit einer älteren Einheimischen komme ich auf Englisch ins Gespräch, es schaltet sich ein älterer Herr dazu, der besser Englisch kann und so fragen sie mich ein wenig aus und wünschen mir eine gute Wanderung. So macht das richtig Spaß, wenn man Kontakt zu den Leuten bekommt.
Für den Abend suche ich die Vřesová studánka auf, eine Mischung aus Quelle, Kapelle und Unterstandshütte, auf dem Dachboden könnte man nächtigen, aber da ist schon eine Familie mit Kindern. Ich suche mir etwa 50 m weiter oben ein Sonnenplätzchen zwischen Heidelbeeren und Felsen. Über mir fliegen Fichtenkreuzschnäbel. Ich glaube, ich mache heute mal wieder Cowboy Camping.
Der Biwakplatz war im Grunde nicht schlecht, unauffällige Lage, aber windige Exposition. Ein Biwak hat den Nachteil, viel anzuziehen und sich nicht ausbreiten können. Der Vorteil besteht in den Wachphasen, dass man direkt in einen gigantischen Sternenhimmel guckt und Sternschnuppen zählen kann. Und man versäumt den Sonnenaufgang nicht. Dieser hier ist wieder sagenhaft schön, wenn sich die neon-rosa Scheibe hinter den blauen Bergketten erhebt.
Ohne Frühstück geht's auch gleich los. Auf dem ersten Gipfel des Tages, dem Keprník vrchol, einem 1400er, bin ich schon nicht mehr alleine. 2 nette Burschen lassen englisch mit sich reden, und so machen wir gegenseitig von uns Gipfelfotos.
Auf dem Weiterweg nach Ramzová knurrt mir der Magen, kommt jetzt etwa der hiker-Hunger? Und so stolpere ich den sehr steinigen Weg hinab und wundere mich, dass mir immer mehr Touris um diese Zeit schon entgegen kommen. Das Rätsels Lösung ist eine Seilbahn, die alle ein paar hm nach oben schweben lässt. Am späten Vormittag bin ich in Ramzová und kaufe der Minimarket-Frau Wasser und ein paar Snacks ab. Ein gefüllter Krapfen in die Hand muss auch sofort sein. Keine 700 m weiter entdecke ich ein Hüttenresort, dessen Parkplatz mit Laternen bestückt ist, die in den Masten Steckdosen haben. Bis Mittag gibt es also für mich nochmals eine Ladepause. Dann kommt wieder ein Anstieg durch den Wald und auf schönen Trails bis zur polnischen Grenze. Ich mache einen 500 m Abstecher zu einer großen Berghütte, Horská chata Paprsek, wo ich mir Gulaschsuppe und als Nachspeise eine große Heidelbeerdampfnudel gönne. Letztere bereitet mir ein Zuckerkoma, mit dem ganzen Puderzuckertopping und der flüssigen Butter obendrauf.
Und Aussicht hat man beim Essen direkt auf den Dalimilova rozhledna einige hm weiter unten, ein Aussichtsturm bzw. eine verkleinerte Replik der Sněžník-Aussichtsplattform. Zu dem Sněžník wandere ich aber erst morgen.
Mit vollem Bauch schlendere ich nach langer Pause wieder an den Grenzsteig und nehme mir nochmals 10 km vor. Allerdings schwächle ich heute nach dem frühen Aufbruch und ungewohnt vollen Magen, so kommt es mir gelegen, bereits schon nach weiteren 8 km ein Waldstück zu entdecken, wo sich ein verschwiegenes Plätzchen auftut. Ich brauche heute wieder eine unspektakuläre Nacht.
Die Nacht wäre ganz ok, wenn da nicht immer wieder so leichte Raschelgeräusche und ein niedliches Fiepen zu hören wäre. Wahrscheinlich sind Marderchen zu Gange. Ich stecke mir mal Ohrenstöpsel ein und rette si die frühen Morgenstunden für den Schlaf. Um 7 Uhr geht's aber auf, der Sněžník (Glatzer Schneeberg) will heute bestiegen werden, und noch mehr.
So geht es erstmal die restlichen km bis zum Sattel. In dessen Chata ist um 8 Uhr erst Aufwachstimmung. Der steile Anstieg kommt erst noch nach einem flachen Gehstück. Dann geht's aber zur Sache. Die ersten Biwakierer kommen mir schon entgegen. Mit einem polnischen Männerduett komme ich sehr ausführlich ins Gespräch. Sie sprechen ausgezeichnetes Englisch, der eine, Tom, hat wohl in den USA studiert, der andere, Jan, kann Japanisch. Sie verraten mir, das kurz vor dem Gipfel eine Quelle sprudelt, somit ist mein Tag gemacht. Beide haben oben biwakiert und zeigen mir traumhafte Sonnenaufgangsfotos. Das Zelt haben sie sich nicht benutzen trauen. Wildzelten ist ähnlich wie bei uns verboten, aber Biwakieren sei eine Grauzone. Was will man denn auch schon dagegen machen, wenn z.B. auf der Schneekoppe im Riesengebirge täglich bis zu 500 Leute bei gutem Wetter dort in Schlafsäcken und Matten den Sonnenunter- und -aufgang betrachten....sagen sie.
OK, d.h. hier besser durchstarten oder eben die 501. sein.
Dann endlich ist sie da, die Quelle. Ich pumpe mir schon mal einen extra Liter rein und fülle alle Flaschen auf. Das sollte bis morgen reichen.
Den Aussichtsturmaufstieg spare ich mir, es ist mittlerweile so oder so halb Tschechien und ein Viertel Polen hier oben. Auf dem E3 geht's wieder hinunter durch den Wald. Es kommen mehrere kleine Bäche, den ersten nutze ich gleich mal für eine ausführliche Wäsche. Dann zieht sich der Abstieg. Das Käffchen Králíky, ehemals Grulich, werde ich heute nicht ganz erreichen und hebe ich mir für morgen Vormittag auf. Dort muss ich wieder nach Wasser schauen. Ein paar km davor lädt ein Waldrand mit Aussicht auf ein Kloster zum Bleiben ein. Das Zelt werde ich wohl erst ganz spät aufstellen.
Heute ist Sonntag, und da lasse ich es etwas langsamer angehen. Der Ausblick von meinem Lagerplatz auf das Kloster Hedeč Hora Matky Boží auf dem Bergerl links neben dem Örtchen Králíky wird mir heute noch genügen, denn nach gut 3 km verweile ich erstmal an dem Kircherl Panna Marie, dessen Friedhof einen funktionierenden Wasseranschluss bietet. Perfekt zum Auffüllen meiner Flaschen und zur Morgendusche, ist ja noch keiner da, um Gräber zu gießen.
Eine halbe Stunde später gibt es den nächsten verlängerten Stopp. Am Besucherzentrum des Hauptbunkers aus dem 2. Weltkrieg bzw. schon aus der Zeit davor, als die Tschechen ihre Verteidigungslinie aufbauten, kann ich zum einen einen Kaffee trinken und meine Powerbank ein bisschen laden. Am Vortag fand nämlich eine militärische Übung mit sämtlichen tschechischen Organisationen statt und so konnte ich all diese Militärgrößen, die neben mir ihren Morgenkaffee gekrenzt bekommen, beobachten. Nur, dass ich halt leider kein Wort verstehe.
Nach einer weiteren 3/4 h der nächste Boxenstopp, namens COOP. Der hat auch am Sonntag auf, und so kann ich wieder Proviant nachkaufen und gebe mich auf der Wiese davor einem ausgiebigen Brunch hin. Da es nun schon später Vormittag ist, spar ich mir die Schlaufe zum Kloster und zu einem Aussichtsturm. Beide Lokalitäten liegen auf einem Hügel und tja, mit vollem Rucksack und Bauch in der Mittagshitze....
Trotzdem blüht mir noch ein Anstieg auf den Suchý Vrch, der knapp unter 1000 m hoch ist. Dahinter liegt ein etwas feineres Restaurant, in dem ich Saláty mit Pute erstehe und mein Handy komplett aufladen kann. Diese 4. Pause zerschießt mein Zeitfenster zum Vorankommen. Egal, ich schalte heute einen Gang zurück und fasse die Útulná U mladkovske školky als Abendziel ins Auge. Wenn die leer sein sollte...immerhin wollte ich ja auch mal in so einer Útulná nächtigen.
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Antonia2020 reagierte auf Gaeubodenhex in Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)Nízký Jeseník, "Niederes Gesenke", 10.-12. August, 90 km
Um kurz nach sechs habe ich alles eingepackt und es geht los im Pullover, denn es hat nur 10° C am Morgen. Kaum vorstellbar, dass es in kurzer Zeit wieder unerträglich heiß sein wird.
Der grobschottrige Weg rechts des Flüßchens Budišovká wechselt auch mal in schönere Beläge. Ich wandere vorbei an vielen kleinen Zeltlager, aus denen fröhliche Kinderstimmen zu hören sind. Ich biege vor lauter Begeisterung über die tschechische Mentalität, mit wenig Bespassungsmodalitäten vollkommen zufrieden zu sein, fälschlicherweise in ein anderes Tälchen ab, merke es aber noch rechtzeitig und drehe um.
Dann führt der Weg hinauf in die mährische Agrar-Landschaft, die durch weitläufige Wiesen mit Heuballen und glücklich grasenden Tieren geprägt ist. In Podlesí hat eine Hospoda geöffnet, an der ich mir ein kaltes Birell - mein neues Kultgetränk - gönne. Dann entlang durch weitere weite Wiesen mit einer immer bombastisch werdender Aussicht. Der kleine Abstecher auf den Červená Hora beschert mir eine gigantische Aussicht bis zum fernen Altvatergebirge, das nächste Ziel in einigen Tagen. Mittlerweile wird die Hitze durch kräftigen Wind etwas erträglicher, wie wenn jemand einen riesigen Fön angestellt hat.
Vorbei an der Kapelle Sv. Jan Nepomucký bestaune ich zugleich die Cesta Česko-německého porozumění, die tschechisch-deutsche Verständnisstrasse, ein Projekt, bei dem immer noch mit dem Land besonders Verbundene ihre eingravierten Granitplatten hinterlegen können.
Dann führt der Weg durch eine Windparkanlage mit Siemensrotoren, eine davon scheppert metallisch, was man dann noch kilometerweise hören kann.
Ein junger Fuchs quert auf der Suche nach etwas für ihn Interessantem die Straße und bemerkt mich erst gar nicht.
Ich biege nach links ab und mache noch 2 km über lange Wiesenwege, bevor ich in einer kleinen Schneise im höheren Gras einen geeigneten, weil versteckten Lagerplatz entdecke.
In meinem Zeltlager ist es so kuschelig, dass ich gar nicht so recht aufstehen mag. Ich ködere mich innerlich mit der Vorstellung auf ein Frühstück mit frischen Lebensmitteln in der gut 5 km entfernten Stadt Moravský Beroun, die ich ja schon gestern erreicht haben wollte. Aber das zündet auch nicht so richtig, da ich keinen Kohldampf habe. Also bleibt es beim gemächlichen Aufstehen und Zusammenpacken. Das Städtchen kommt nur langsam näher. Um 8:30 dann taucht der grüne "Tempo potraviny" Markt auf, in dem ich erstmal ausgiebig schauen muss, weil der so gut sortiert ist. Natürlich habe ich wieder mal zu viel im Einkaufskorb, mein Rucksack platzt eh schon bald. Auf dem großen Marktplatz breite ich meine frisch erstandenen Schätze auf einer schattigen Bank aus, und verleibe mir Salami auf Mehrkornsemmel, rote Paprika, Tomaten, Kefir und ein Birell ein. Der Rest wird irgendwie in und an den Rucksack gestopft. Das mit dem Wasser muss noch warten, denn ich komme in weiteren 2 km direkt an der Mineralwasserfabrik Ondrášovka vorbei, wo eine frei zugängliche Quelle sprudelt. Ab da ist der Rucksack wieder maximal schwer und das heißt, ich werde stündlich eine Rückenpause brauchen. Der muckt schon seit dem Vortag.
Der Weiterweg führt an der Bystřice entlang, die nur sehr wenig Wasser führt. An geeigneter Stelle gibt es für mich die nächste Pause zum ausgiebigen Waschen und Zähneputzen. Das tut gut. Mittags habe ich dann meine knapp 15 km auf dem Tacho, und die nächste verlängerte Mittagspause steht an.
Ich liebe es, in einer mährischen Wiese im Schatten zu fläzen und nur den Wind, das Fliegengesumse und die Grillen im Hintergrund zu hören.
Nach der Pause führt mich der Weg kilometerweise durch einen noch sehr jungen Mischwald, offenbar ein Wiederaufforstungsprojekt.
In der Senke liegt das Dörfchen Husová. Dessen Kirche ist zwar veschlossen, da hier jedoch eine Sanierung durchgeführt wird, die aktuell aber ruht, bin ich entzückt über den Stromkasten, über den ich mein Smartphone wieder zu 90% aufladen kann.
Das übernächste Dörfchen ist Sovinec, in dem eine Burg thront. Mich interessiert nur das WC für eine schnelle Wäsche. Dann geht es ziemlich lang hinunter in ein Tal, um dann wieder steil durch Buchenhänge aufzusteigen. Nach bereits 30 km halte ich Ausschau und finde prompt eine versteckte ebene Fläche im Wald, ideal zum Übernachten.
Die Nacht in meinem Buchenwald verläuft schleppend, ich wache oft auf durch das Rascheln der Bäume. Ständig fällt etwas von den Bäumen und im Laub raschelt es öfters. Die Abhilfe kommt durch meine kleinen Ohrenstöpsel. Und am morgen mag ich gar nicht gleich in die Pötte kommen. Ich verzichte wieder auf Frühstück und stapfe als um Viertel nach 7 durchs Laub auf den Wanderweg zurück. Ein paar km noch auf dem Bergkamm, dann ist dieses Řešov erreicht. Von da ab geht ein Weg direkt in eine Schlucht. Es ist erst 8:15, und so nutze ich die Morgenstunde bei nächstbester Gelegenheit für einen Catwash.
Ein paar Minuten später käme ich nicht mehr dazu, da sich schon die ersten tschechischen Urlauber nach unten bewegen. Denn da wartet das erste Highlight des Tages: Rešovské vodopády, der Wasserfall der Huntava.
Steil über Holztreppen und Steinblöcken führt der Weg weiter an der Huntava entlang, um sich dann später in einen Weg mit geschnitzten Märchenfiguren am Rande fortzusetzen.
Es kommen noch ein paar tschechische Dörfer, in denen männliche Einzelpersonen versteckt misstrauisch ein dobrý murmeln. Tschechische Frauen sind vergleichsweise mir gegenüber offener. Nach einem Asphaltstück, das an einem leider nicht mehr in Betrieb genommenen Stromkasten mit Steckdosen entlang geht, biege ich dann links ab und nehme die Höhenmeter zum Rabštejn in Angriff. Dort befinden sich eine Burg, Kletterfelsen und das Beste: ein Restaurace, an dem ich mir ein Huhngericht und 2 Birell genehmige. Eigentlich könnte ich dort für einen schmalen Taler bei den Kletterern zelten, es ist aber erst 14 Uhr, und ein paar km möchte ich noch machen.
Das nächste Highlight kommt mit den kleinen Felsengipfeln Černé Kamený und Bílý kámen, knapp unter 1000 hm, aber eine fantastische Aussicht zum Altvatergebirge und in der Ferne vermeine ich auch die Schneekoppe zu sehen, ist sie aber noch lange nicht. Erst kommt der "Schneeberg"!
Dann stellt sich die Frage nach einem geeigneten Platz für die Nacht. Ab Skřítek am Sattel würden dann die ganzen hm noch gemacht werden wollen und dann ist man in der absoluten Kernzone. Die einzige Möglichkeit wäre die Útulná Jeleny studánka, die ist zum einen noch ziemlich weit weg und kann dann später am Abend bereits voll belegt sein. Außerdem liegt die auf 1300 hm an einem Aussichtspunkt. Das ist mir zu riskant. Ich bleibe heute einsam in dem ebenen unspektakulären Wald auf 850 hm und nutze die Zeit für eine kleine Näharbeit an meiner Wanderhose.
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Antonia2020 reagierte auf Gaeubodenhex in Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)Kleine Korrektur: der 1. Abschnitt (Beskiden) war vom 4.- 7. 8. (nicht 8.8.), nur so als Größenordnung für diejenigen, die vielleicht für eine eigene Tour nachrecherchieren möchten.
Es waren in den 3,5 Tagen gleich mal 4500 Auftakt-hm🫣🥵
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Antonia2020 reagierte auf Splash in Ki generierte Inhalte mit welchen Ausnahmen verbieten ?Macht in meiner Firma gerade die Runde:
https://noslopgrenade.com/de/
bzw: https://dontpastetheai.com/angry/
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Antonia2020 reagierte auf doast in Leichtester euch bekannter Sun Hoodie/Shirt ?Das neue Above & Beyond Trail Shirt erfüllt diese Anforderungen. Ist ein Hybrid aus UV Sun Hoodie und Wanderhemd. Disclaimer: Das Shirt stammt von meiner kleinen Marke selbst. Ohne Eigenwerbung machen zu wollen. Es erfüllt aber die von dir geforderten Kriterien.
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Antonia2020 reagierte auf Sjeanmarc in Spanien -> Valencia/Castellón/Aragón: Erfahrungen mit dem GR 7 oder GR 8?Not exactly GR8 but this spring, I hiked through Spain and from Aliaga to Peniscola, there are some spectacular places. I put details and GPS track on the page North Iberian Cordillera
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Antonia2020 reagierte auf waldhummel in Hebridean Way Mai 2026Tag 13: Do 21.05. (15km)
Achmore – Stornoway
Da wir nur knapp 15 km bis Stornoway vor uns haben, die zudem auch komplett auf alten Straßen verlaufen, können wir ganz bequem den Vormittag in unserer gemütlichen Unterkunft abwarten, bis der Regen endlich abgezogen ist. Die erste Hälfte des Weges nach Stornoway ist landschaftlich noch ganz schön, die zweite Hälfte dann nur noch dröge. Umso schöner, wenn man dann endlich Lews Castleground erreicht hat – den einzigen richtigen Wald mit Laubbäumen auf den Inseln! Für die Nacht haben wir uns im legendären Heb Hostel eingebucht.
Tag 14: Fr 22.05. (28 km)
Stornoway - Tolsta (Garry Beach)
28km komplett auf Asphalt, dazu noch an einer auf der ersten Hälfte überraschend stark befahreren Straße… das Wetter kühl, windig, immer mal wieder leichter Nieselregen. Das in der Mitte der Strecke sehnsüchtig erwartete Café entpuppt sich als Takeaway. Wir flüchten uns mit unserem Kaffee in den Shop der Tankstelle, wo wir ihn im Stehen schlürfen. Immerhin finden wir kurz darauf eine offene Kirche, die gerade renoviert wird. Man gestattet uns freundlich, auf den Treppenstufen im Eingangsbereich zu rasten. Immerhin mal sitzen und kurz drinnen sein. Je weiter wir gehen, desto weniger Verkehr gibt es. Schließlich ist es ja auch eine Sackgasse. Das Wetter klart endlich auf. Im letzten Dorf New Tolsta kaufen wir noch ein paar Snacks im Community Shop und füllen unser Wasser auf. Nun geht es hinunter zum letzten Strand, der per Straße erreichbar ist. Dort schlagen wir auf der Wiese unser Zelt auf, inmitten von friedlich grasenden Schafen.
Tag 15: Sa 23.05. (29km, 670 Hm)
Tolsta (Garry Beach) - Butt of Lewis
Nach der „Bridge to Nowhere“ endet die Asphaltstraße und kurz darauf auch der geschotterte Weg. Gut 10 km wegloses Moor liegen vor uns. Wir folgen zunächst dem „Heritage Trail“, der jedoch sehr nah an der Steilküste entlang führt (mir zu gruselig). Der Wanderführer schlägt auch eine etwas direktere Route im Landesinneren vor. Manchmal sehen wir Markierungspfosten, manchmal nicht. Es geht ordentlich rauf und runter, zwei Mal durchklettern wir Schluchten und balancieren auf Steinen über das Wasser. Ein besonders buckliges Terrain zwingt uns dazu, immer wieder ein bis zwei Meter hochzuklettern, um dann wieder kleine Wasserflächen zu überqueren. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir wieder einen befestigten Weg. Die Aussicht auf Essen im „Wobbly Dog of Lewis“ treibt uns auf dem monotonen Wirtschaftsweg und später auf dem Asphaltsträßchen weiter. Im Café angekommen, bestellen wir das größte Frühstück auf der Karte! Frisch gestärkt und mit neuer Energie nehmen wir die letzten 5 km in Angriff. Zunächst auf Straße, dann auf einem angenehmen Wiesenweg entlang der Küste geht es zum Leuchtturm. Nach offiziellen 307 Trailkilometern haben wir es geschafft, wir sind den kompletten Hebridean Way inklusive der beiden Verlängerungsetappen und Rhenigidale-Variante gegangen!
Wanderführer:
Richard Barret: Hiking the Hebridean Way (Cicerone Verlag)
The Offcomers: The Official Guide - Walking the Hebridean Way
https://www.walkhighlands.co.uk/outer-hebrides/hebridean-way.shtml
Der Official Guide nennt sogenannte „PitStops“, bei denen Wanderer Wasser und andere Unterstützung bekommen können.
Fazit, Erkenntnisse:
Ich finde, wir hatten echt Glück mit dem Wetter – wir sind nur einmal richtig nass geworden. Ansonsten hat es gerne mal abends, nachts oder früh morgens geregnet und da waren wir immer irgendwo drinnen. Der krasse Nordwind in der ersten Woche war natürlich schon eine Herausforderung. Da war ich mit unserer Entscheidung, hauptsächlich in Hostels zu übernachten, sehr einverstanden, zumal sich unser Zelt eher als Schönwetterzelt entpuppt hat.
Mit meiner Ausrüstung war ich prinzipiell zufrieden, mit der Kleidung kam ich gut zurecht. Wenn es sehr windig war, habe ich noch die Regenjacke übergezogen. In den ersten Nächten war mir kalt an den Beinen und Füßen, aber da hatte es auch nur 4 Grad. Später war mir dann warm genug. Mit meinen Schuhen (knöchelhohe Kunstlederschuhe mit Membran) war ich auch sehr zufrieden. Bis auf die letzten zwei Mooretappen hielten sie gut trocken. In nassem Zustand waren meine Füße immerhin noch warm. Auch die Merino-Socken haben sich sehr bewährt.
Was wir nicht gebraucht hätten: Kopfnetz (keine Midges), eine ganze Rolle Toilettenpapier, Powerbank.
Was wir gut gebrauchen konnten: Sonnenbrille und Sonnencreme, die Healing Salve (Füße, aufgeplatze Lippen), Schlafbrille (es ist fast nie dunkel) und Ohrstöpsel. Sehr dankbar war ich auch über meine „Campschuhe“.
Meine Packliste: https://lighterpack.com/r/wq5qi8
Busfahren kostet auf den Hebriden übrigens nur noch 2 Pfund pro Person und Fahrt (bezahlbar mit Karte). Man kann den Bus überall anhalten. Die Busfahrer sind sehr freundlich und hilfsbereit.
Lebensmittel bekommt man auch in Tankstellen und Community Shops, oft sehr gut sortiert.
Tesco und Coop liefern sogar Lebensmittel (haben wir aber nicht selbst ausprobiert)!
Die Gatliff Trust Hostels (Howmore, Berneray, Rhenigidale) haben die Besonderheit, dass man sie nicht reservieren kann. Man kann jederzeit dort „einchecken“ und solange man ein Bett hat, kann man bleiben. Auch wenn kein Bett mehr frei ist, muss man nicht wieder gehen, man findet auf jeden Fall Obdach: https://gatliff.org.uk/
In den Wartehäuschen der kleinen Ferry Terminals auf den südlichen Inseln kann man auf jeden Fall auch übernachten (bin nicht sicher, wie es danach aussieht).
Es gibt an zwei Orten am Weg Shelter, in denen man auch übernachten kann: im Langass Woodland und im Aline Woodland.
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Antonia2020 reagierte auf waldhummel in Hebridean Way Mai 2026Tag 9: So 17.05. (12km)
Horgabost Campground - Lickisto Campsite
Ursprünglich hatten wir geplant, in Tarbert im Hostel unterzukommen, doch wir stellen voller Entsetzen fest, dass dieses seit letztem Herbst für immer geschlossen hat! Damit bietet Tarbert überhaupt keine bezahlbaren Übernachtungsmöglichkeiten an, denn es gibt dort auch keinen Campingplatz, nur noch teure Hotels und B&Bs. Nach kurzem Nachdenken finden wir das gar nicht so schlimm, denn 8 km hinter Tarbert gibt es das Rhenigidale Hostel, das wir am Montag Abend erreichen können, wenn wir an diesem Tag vom Lickisto Campsite starten. Zudem ist für den Montag Sonne angesagt und auf uns warten heute noch ein paar Kilometer Bergflanke… erneut ist es kein Vergnügen für mich, aber immerhin bin ich morgens noch frisch und so kann ich wenigstens die fantastischen Ausblicke genießen. Es geht nochmal ordentlich rauf und dann steil wieder runter, natürlich weglos und mit nur wenigen Markierungspfosten. „Hike your own hike“ wird hier zum gelebten Prinzip. Der zweite Teil des Weges führt uns über die berühmte Coffin Road. Der Weg ist anfangs sehr gut befestigt, später wird der Pfad schmal und felsig, teilweise auch etwas nass (aber nicht sumpfig). Man geht durch ein wildes Hochtal, umgeben von mächtigen Felsen.
Lickisto Campsite ist ein einzigartiger Ort: der Campingplatz liegt terrassiert an einem Hang und ist komplett mit Büschen und Bäumen bewachsen. Eine grüne Oase! Zudem gibt es ein ehemaliges Blackhouse als Gemeinschaftsraum mit Küche und Wohnzimmer (Sofas, Feuerstelle). Dort verbringen wir einen gemütlichen Nachmittag und waschen unsere Wäsche.
Tag 10: Mo 18.05. (30km, 1100 Hm)
Lickisto - Rhenigidale Hostel
Die Sonne scheint den ganzen Tag und der Trail hält die schönsten Strecken für uns bereit! Es gibt noch ein paar Kilometer Coffin Road, den grasbewachsenen Scholars Path zwischen eindrucksvollen Felsen und einen Pfad an der Steilküste. Zwischendurch geht man auf der ruhigen „Golden Road“, auf der man schließlich Tarbert erreicht. Für ein Mittagessen im Hotel sind wir zu spät, aber im Deli ergattern wir noch ausgezeichnete Pies, die wir mit Kaffee (exzellent) und Kuchen abrunden. Nach 2 km Straße erreichen wir den Postmans Trail, der uns nach Rhenigidale führen soll – das ist eine Variante, die der Wanderführer explizit vorschlägt. Da wir die Original-Strecke hier bereits 2022 gegangen sind, passt das für uns gut. Der Postman Trail führt zunächst auf einem gut zu gehenden Schotterpfad zu einem Pass hinauf – und anschließend mit atemberaubender Aussicht auf das Meer einen steilen Zickzack-Weg hinunter zu demselben. Über ein paar weitere Hügel erreichen wir das Dorf Rhenigidale. Es ist eine Sackgasse! Strom gibt es hier seit 1980, die Straße seit 1990. Das Hostel finden wir verlassen vor, wir werden die einzigen Gäste in dieser Nacht sein. Aus den zurückgelassenen Lebensmitteln zaubern wir uns ein üppiges Abendessen, es gab sogar frisches Gemüse!
Tag 11: Di 19.05. (21km, 600 Hm)
Rhenigidale - Aline Shelter
Da für den Tag Regen angesagt ist und wir nur 20 km geplant haben, gammeln wir noch bis 11 Uhr im Hostel herum. Die Straße führt ebenfalls steil einen Pass hinauf und anschließend wieder hinunter zum riesigen Meeresarm „Loch Seaforth“. Wir begegnen zwei Wanderinnen, die mit dem Bus von Tarbert bis zum Abzweig der Straße gefahren sind und nun auf dem Weg nach Rhenigidale sind. Der Regen ist nicht allzu stark, zwischendrin ist es sogar einige Zeit trocken. Das Wandern entlang der Hauptstraße macht keinen Spaß, da die Autos auf der zweispurigen Straße sehr schnell fahren. Immerhin gibt es zwischendrin noch eine schöne Passage über einen Pass (sehr nasser Wiesenweg) und am Ende geht es durch das Aline Community Woodland. Der Weg führt aber nicht richtig durch Wald, dafür nochmal steil über einen Hügel. Zelten kann man hier nicht wirklich gut – es ist entweder steil oder sumpfig.
Unser Ziel ist der Shelter mit Toilette (es gibt zwei Shelter: einer ist direkt vorne an der Straße, der zweite mit der Toilette ist ein paar Hunter Meter weiter neben einem Spielplatz ab von der Straße). Den Shelter erreichen wir gerade, bevor es richtig anfängt zu regen, perfekt. Drinnen haben es sich bereits zwei junge Radfahrer gemütlich gemacht, draußen wird sogar auch gezeltet (ebene Wiese!). Der Shelter hat eine Regenwasser-Toilette und bietet meiner Einschätzung nach Platz für bis zu 6 Personen. Die beiden Radfahrer schlafen in einem kleinen Nebenraum, wir beide im Hauptraum. Es ist überraschend warm in der Nacht.
Tag 12: Mi 20.05.
Aline - Achmore (Westend B&B), 31km, 850 Hm
Auch die heutige Etappe bietet zwei lange Moorpassagen. Die erste (ca. 11 km) führt auf meist ganz guten Pfaden bis nach Balallan. Zwischendrin ist es schon mal nass und matschig, aber immer wieder gibt es auch gute Pfadabschnitte. Unterwegs bewundern wir wieder Seen und die mächtigen Berge, die uns umgeben. Wir scheuchen ein paar Moorhühner auf, die so gut getarnt sind, dass man sie wirklich kaum sehen kann. In Balallan haben wir Glück und können im Community-Bistro zu Mittagessen. Es gibt Suppe und Sandwiches. Danach geht es ein Stück an der Straße entlang, bis der Weg bei Laxay wieder ins Moor abbiegt. Einige Zeit ist es ein zunächst ein guter Wirtschaftsweg, dann ein felsiger Damm. Es wird hügelig, und je weiter man vorankommt, desto schlechter wird der Weg. Das Auf- und Ab macht das Gehen im Matsch nicht einfacher. Irgendwann fängt es dann auch noch an zu regnen, und diesmal richtig. Die letzten 2,5km geht es durch eine riesige Senke, in der der Weg dann komplett verschwindet. Hier gibt es auch keine Chance mehr auf trockene Füße… Völlig durchnässt erreichen wir die Straße und kurz darauf unser B&B in Achmore. Diesen Luxus hatten wir in weiser Vorraussicht des Wetters schon einige Tage zuvor gebucht. Unsere Gastgeberin Maggie empfängt uns warmherzig, gibt uns extra Handtücher zum Trocknen und Zeitungspapier für die Schuhe. Das ganze Haus ist mit einem dicken Teppich ausgelegt und bietet Wärme und Gemütlichkeit.
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Antonia2020 reagierte auf waldhummel in Hebridean Way Mai 2026Tag 5: Mi 13.05. (20km)
Moorcroft - Lochmaddy (Bus nach Berneray, John's Bunkhouse)
Nachdem der Wind noch weitere zwei Tage kräftig aus Norden kommen soll, planen wir weitere Hostelübernachtungen und einen Ruhetag ein. So haben wir heute nur angenehme 20km vor uns, die wir bei Sonnenschein beschwingt beginnen. Es geht auf schönen Pfaden durchs Moor und wir sehen Rotwild, das sich aber schnell verdrückt. Der Weg führt an einer kleinen Galerie vorbei, wo uns die freundliche Besitzerin und die wunderschönen Bilder sehr begeistern. Wir erwerben eines davon, welches uns nach unserer Rückkehr direkt nach Hause geschickt wird! Im gemütlichen Langass Lodge Hotel genehmigen wir uns Tee und Kuchen. Wir sehen einen Steinkreis und laufen tatsächlich durch einen kleinen Wald. Hier gibt es einen kleinen Shelter, in dem man auch übernachten kann (Platz für zwei Personen). Der Wald ist dafür leider nicht geeignet (Bäume stehen eng, es ist hügelig und teilweise auch sumpfig). Die anschließenden 8 km Straße geht man angenehmerweise ohne Autoverkehr auf der „old road“, parallel zur neuen Straße. Die Landschaft ist angenehm anzusehen. Der Nachmittagsbus bringt uns dann nach Berneray, wo wir ein Doppelzimmer im gemütlichen John’s Bunkhouse (Preis-Leistungssieger!) bekommen haben. Der Berneray Shop ist gut sortiert und wir kaufen gut ein. Zum Shop gehört auch noch ein Bistro, in dem man sowohl Kaffee trinken als auch Essen kann.
Tag 6: Do 14.05.
Ruhetag auf Berneray, Berneray Hostel
Leider können wir nur eine Nacht in John’s Bunkhouse bleiben. Also warten wir im Bistro auf den Mittagsbus, der uns zum Berneray Hostel bringt, welches ca. 4km entfernt ist. Wir genießen einen sonnigen Nachmittag am windgeschützten Strand und einen ruhigen Abend im Hostel. Außer uns sind nur noch zwei weitere Gäste da, wir haben unser Zimmer für uns allein.
Tag 7: Fr 15.05. (18km)
Lochmaddy – Berneray
Der Busfahrer amüsiert sich darüber, dass er uns nach Lochmaddy bringt, nur damit wir zurück nach Berneray laufen können… Der Wind ist immer noch da, aber immerhin nicht mehr in Sturmstärke und wir freuen uns über zwei landschaftlich sehr schöne und gut zu gehende Moorpassagen mit fantastischen Aussichten. Am Berneray Ferry Terminal angekommen nutzen wir den Fish&Chips Takeaway (das Bistro ist nur 500m entfernt) für das Abendessen und treffen Lynn wieder (und zum letzten Mal). Das Wartehäuschen ist so geräumig, dass wir dort einfach unsere Isomatten hinlegen und windgeschützt schlafen. Entgegen des an der Tür angebrachten Hinweises wird die Tür weder automatisch noch manuell abgeschlossen.
Tag 8: Sa 16.05. (19km)
Leverburgh - Horgabost Campsite
Die Morgenfähre bringt uns rüber nach Harris. Dort bietet der „Butty Bus“ bereits frischen Kaffee und Frühstück an. Im Community Shop kaufen wir sicherheitshalber Vorräte für 4 Tage ein, denn zwischen Leverburgh und Stornoway gibt es lediglich noch in Tarbert einen Supermartk, und der hat sonntags geschlossen. Der Weg führt in ein weites Tal, umgeben von beeindruckenden Bergen. Hier kommt Highland-Feeling auf! Durch das Moor führt aber leider kein gut angelegter Schotterdamm mehr, sondern lediglich ein Torfpfad mit Entwässerungsgräben. Es ist recht matschig, lässt sich aber noch ganz gut gehen. Der Weg führt über einen Pass wieder hinunter zum Meer – Ausblick auf Traumstrände! Nach einem kurzen Straßenstück geht es wieder hinauf auf den Berg. Die nun folgende Passage empfinde ich als die schwierigste des ganzen Trails. Es geht weglos über sehr unebenes, sumpfiges Gelände an der steilen Bergflanke entlang. Da ich weder trittsicher noch schwindelfrei bin, zudem kurze Beine und ein kaputtes Knie habe, ist das sehr anstrengend und stressig für mich. Die 6km ziehen sich wie Kaugummi. Ich bin erleichtert, als wir zum Horgabost Campsite absteigen können. Dieser Campingplatz ist sehr schlicht, die Küche ist winzig. Immerhin kann man zu Büroöffnungszeiten ein paar Nahrungsmittel erwerben. Der Wind ist mittlerweile tatsächlich wieder moderat und kommt aus südlicher Richtung. Als wir unser Zelt aufstellen, beginnt es zu regnen.
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Antonia2020 reagierte auf waldhummel in Hebridean Way Mai 2026Wanderzeitraum: 09.-23.05.2026
Anreise aus dem Ruhrgebiet mit dem Eurostar über Brüssel nach London, Caledonian Sleeper nach Glasgow, Regionalzug nach Oban, Fähre nach Castlebay
Rückreise von Stornoway über Ullapool, Inverness, Aberdeen, Caledonian Sleeper nach London, Eurostar nach Brüssel und Ruhrgebiet
Hintergrund: 2022 sind wir bereits die Strecke von Tarbert nach Stornoway gewandert.
Tag 1: Sa 09.05. (25km, 850 Hm)
Vatersay - Eriskay, Camping am Strand
Wir starten bei bestem Wetter, es ist sonnig und bleibt auch den ganzen Tag trocken. Der Wind ist teilweise kräftig. Ein perfekter Einstieg in unsere Wandertour. Gleich der erste Anstieg ist der höchste der ganzen Tour, aber gut zu gehen. Die Pfade sind alle trocken und die Aussicht begeistert uns einfach restlos. Der erste Tag bietet gleich alles im Paket: Traumstrände, Berge, Aussicht, Moor, Einsamkeit, Wiesen mit Schafen und Kühen – nicht zu Unrecht wird Barra als „die Hebriden en miniature“ bezeichnet. Wir erreichen noch die (vermeintlich) letzte Fähre des Tages und setzen gleich nach Eriskay über – drei Inseln an einem Tag! Das Wartehäuschen im Eriskay Ferry Terminal nutzen wir zum wingeschützten Kochen, praktisch sind auch die Toilette und der Wasseranschluss draußen. Anschließend gehen wir nur noch rüber zum Strand und schlagen dort zum Sonnenuntergang unser idyllisches Lager auf. Die Nacht ist recht frisch, nur ca. 4 Grad. Beine und Füße sind kalt, brrr.
Tag 2: So 10.05. (42km)
Eriskay - Howmore Hostel
Der Tag beginnt mit ca. 8 km auf Asphalt. Autos sind an diesem Sonntag morgen fast keine unterwegs, so dass wir den nächsten Causeway nach South Uist und die Aussicht zurück nach Barra genießen können. Danach geht es den ganzen Tag entweder auf Wiesen- oder Wirtschaftswegen oberhalb des Strandes oder auch mal etwas weiter im Landesinneren, oder direkt auf dem Strand. Es ist flach und angenehm zu gehen. Wir sehen wieder viele Schafe mit kleinen Lämmchen, einfach eine große Freude. Der Wind kommt uns jetzt frontal entgegen – Nordwind ist eigentlich untypisch für die Hebriden (er wird uns allerdings noch ein paar weitere Tage erhalten bleiben!). Wir machen einen Abstecher nach Daliburgh um einzukaufen (der dortige Coop hat Sonntag Nachmittags geöffnet). Spontan kehren wir dabei noch im Borrodale Hotel zum Mittagessen ein – und bekommen das beste Essen, das ich seit langem in einem Restaurant zu mir genommen habe! Vor allem der Sticky Toffee Pudding zum Nachtisch ist der Hammer.
Beschwingt gehen wir den ganzen Nachmittag direkt auf dem Strand. Hier erfreuen uns Hunderte von Vögeln, hauptsächlich die lärmenden Austernfischer und Sandregenpfeifer, die aussehen als ob sie über den Sand schweben! Gegen Abend geht es dann nochmal einige Kilometer durch Croftland. Zwei Mal geht es durch Kuhherden mit Kälbchen – wir sind froh, dass die Kühe gelassen bleiben und uns passieren lassen. Entgegen unserer Hoffnung macht der Wind keine Anstalten, schwächer zu werden, im Gegenteil. Uns dämmert, dass zelten hier wohl nicht möglich sein wird: die Landschaft bietet keinerlei Schutz, keine Bäume, keine Hügel oder Felsen, nichts… das wäre mit unserem Zelt wohl keine gute Idee. Zudem fängt es auch noch an zu regnen. Also auf nach Howmore, ins Hostel! Wir gehen die letzten drei Stunden ohne Pause, Abendessen fällt aus (dafür war es also gut, dass wir ins Hotel eingekehrt sind!). Ausgerechnet jetzt macht der Weg wieder einen idyllischen Schlenker zurück zur Küste, puh… gegen 21:30 Uhr erreichen wir endlich das Hostel, wo wir die letzten beiden Betten ergattern. Sofort hinlegen und schlafen.
Tag 3: Mo 11.05. (28km)
Howmore Hostel - Otters Edge Campground
Der Morgen ist sonnig und windstill. Nach einem gemütlichen Frühstück im Hostel (alle anderen Gäste waren Radfahrer und sind längst unterwegs) brechen wir auf. Heute steht zum ersten Mal Moor auf dem Programm! Beide Moorpassagen machen großen Spaß zu gehen. Größtenteils verlaufen sie jeweils auf gut angelegten Wegen (geschotterte Dämme) und sind recht trocken. Brücken führen über größere Wasserflächen (teilweise kollabiert, aber noch passierbar). In der Mitte gibt es jeweils eine Strecke ohne Damm, da kann es teilweise nasser werden. Meist kann man die Stellen aber entweder umgehen oder drüberhüpfen. Ein Traum wird wahr, als wir tatsächlich eine Herde wilder Ponys sehen!
Über einen weiteren Causeway erreichen wir die nächste Insel Benbecula. Das Liniclate Leisure Center beeinhaltet eine Schule und eine Schwimmhalle. Das Center ist noch geöffnet, als wir um 18 Uhr dort ankommen, die Cafeteria hat aber leider schon geschlossen.
Wir steuern den Campingplatz Otters Edge an in der Hoffnung, dort etwas Windschutz zu finden. Vor Ort sind wir schnell ernüchtert: es ist brettflach und die Gebäude in Windrichtung sind recht weit weg. Schon unter gewissen Mühen bauen wir unser Zelt auf. In der geräumigen Küche können wir kochen und treffen die erste andere Wanderin, Lynn aus England. Gegen Mitternacht wachen wir auf, weil etwas auf unsere Beine drückt – das Zelt! Der angekündigte Sturm ist da. Schnell wird uns klar, dass es keine gute Idee ist, weiter im Zelt zu bleiben. Wir packen unsere Sachen und bringen sie in die Küche, das Zelt tragen wir ebenfalls dort hinein. Wir legen uns dann einfach mit unseren Isomatten auf den Boden und schlafen dort.
Tag 4: Di 12.05. (28km)
Otters Edge Campground - Moorecroft Bunkhouse
Am Morgen warten wir noch einen Regenschauer ab und werfen uns dann dem Sturm entgegen. Wieder geht es einige Kilometer direkt auf dem Strand. In Balivanich machen wir einen Abstecher zum Supermarkt. Danach folgt das nervendste Wegstück des ganzen Trails: es geht ca. 6 endlose Kilometer schnurgeradeaus auf einer kleinen Straße auf den Berg Ruaval zu, der scheinbar überhaupt nicht näher kommt. Es gibt nicht mal Schafe zur Ablenkung… (hier könnte es lohnensweter sein, weiter durch Balivanich zu gehen und dann von dort aus auf einem Sträßchen zurück zum Trail, vor allem wenn man sowieso den Abstecher zum Supermarkt plant). Der Aufstieg auf den Ruaval auf einem trockenen Pfad macht Spaß. Oben angekommen nimmt uns der Sturm fast den Atem – und die Aussicht auch! Wir machen uns sofort wieder an den Abstieg, der uns in eine sumpfige Senke führt. Ein Weg ist nicht mehr zu erkennen, Markierungspfosten sind an eher merkwürdigen Orten aufgestellt. Aber wir finden ohne Schwierigkeiten den Weg zurück zur Straße. Anschließend geht es auf den nächsten Causeway, der uns von Benbecula über die Insel Grimsay nach North Uist führt. Auf diesen 8 km Straße kann man immerhin die Aussicht auf das Meer, kleine Inseln und Schafe genießen! Direkt nach dem Causeway gelangen wir zu Moorcroft Holidays, wo man campen kann und wo es auch ein kleines Bunkhouse mit drei Doppelzimmern gibt. Wir bekommen noch das letzte davon! Hier treffen wir auch zwei weitere Wanderer, Daniel aka „Englishman just walking“ und seine Frau Caroline aus Cambridge.
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Antonia2020 hat eine Reaktion von Sebastiaan erhalten in Erste Schlaferfahrung in der Eifel gemacht, Billiger Kufa - suche Empfehlungen für den "richtigen" SchlafsackKlar, ich nutze in gerade auf dem Pieterpad in Holland. Da waren es zunächst nur 10 Grad nachts und zusammen mit dem 100er Apex-Quilt ging es gut.
Der Rock sieht so seltsam aus, weil ich ihn aus Resten genäht habe, mehr Alpha war einfach nicht da. Oben ist ein Gummizug drin und der Rock (mit der komischen Öffnung vorne, die keinerlei Sinn hat), geht mir so bis zwischen Hüfte und Knie. Genau da friert es mich sonst, wenn ich auf der Seite liege und die Hüfte so nach oben ragt.
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Antonia2020 hat eine Reaktion von Sebastiaan erhalten in Erste Schlaferfahrung in der Eifel gemacht, Billiger Kufa - suche Empfehlungen für den "richtigen" SchlafsackIch kenn das, dass man beim Einschlafen schwitzt und irgendwann nachts friert. Daher habe ich meist einen selbstgenähten knielangen "Rock" (super simpel) aus Alphadirekt an. Der wiegt kaum was, und ich kann ihn beim Einschlafen Richtung Hüfte hochschieben und beim Frieren runterziehen.
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Antonia2020 hat eine Reaktion von traveloors erhalten in Erste Schlaferfahrung in der Eifel gemacht, Billiger Kufa - suche Empfehlungen für den "richtigen" SchlafsackKlar, ich nutze in gerade auf dem Pieterpad in Holland. Da waren es zunächst nur 10 Grad nachts und zusammen mit dem 100er Apex-Quilt ging es gut.
Der Rock sieht so seltsam aus, weil ich ihn aus Resten genäht habe, mehr Alpha war einfach nicht da. Oben ist ein Gummizug drin und der Rock (mit der komischen Öffnung vorne, die keinerlei Sinn hat), geht mir so bis zwischen Hüfte und Knie. Genau da friert es mich sonst, wenn ich auf der Seite liege und die Hüfte so nach oben ragt.
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Antonia2020 hat eine Reaktion von schwyzi erhalten in Erste Schlaferfahrung in der Eifel gemacht, Billiger Kufa - suche Empfehlungen für den "richtigen" SchlafsackKlar, ich nutze in gerade auf dem Pieterpad in Holland. Da waren es zunächst nur 10 Grad nachts und zusammen mit dem 100er Apex-Quilt ging es gut.
Der Rock sieht so seltsam aus, weil ich ihn aus Resten genäht habe, mehr Alpha war einfach nicht da. Oben ist ein Gummizug drin und der Rock (mit der komischen Öffnung vorne, die keinerlei Sinn hat), geht mir so bis zwischen Hüfte und Knie. Genau da friert es mich sonst, wenn ich auf der Seite liege und die Hüfte so nach oben ragt.
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Antonia2020 reagierte auf kraxelmaxel in Entstehung meines ersten RucksacksBisher war ich auf all meinen Touren immer mit einem Deuter Glide 35+10 Schitourenrucksack unterwegs. Super robust und zuverlässig, für mich optimal in der Größe, aber einerseits mit rund 1,5kg richtig schwer, und dazu auch noch nicht optimal vom Tragekomfort. Trotz minimalistischem Tragegestell (Kunststoffplatte) und recht stark gepolsterten Trägern und Hüftgurt hatte ich meist mit Druckstellen zu kämpfen, außerdem ist das Gewicht relativ weit entfernt von der Hüfte "gehangen" - die Passform wars einfach nicht ganz.
Ich habe die zahlreichen Beiträge hier im Forum zu unterschiedlichsten tollen Rucksack-Projekten durchgearbeitet, und war gleichzeitig sehr inspiriert vom Tragekomfort meiner Laufweste (Black Diamond Distance 25). Entsprechend hat mich auch der Betalight von Black Diamond sehr inspiriert.
Trotzdem habe ich mich dann sukzessive an das Endprodukt herangetastet. Vielleicht macht das auch der oder dem Nächsten Mut, langsam an das Thema heranzugehen.
Die erste Station war das Nachnähen meines Ortlieb Commuter-Daypacks, allein um mich einmal an die Fertigungsschritte eines Rucksacks heranzutasten. Extrem simpler Schnitt, hier habe ich zum ersten Mal Schulterträger genäht - in dem Fall doppelt mit X-Pac (erstaunlich bequem).
Als nächstes habe ich mich an einer rudimentären Laufweste probiert, um mehrere Dinge zu probieren: wie funktionieren Laufwesten-Träger vom Schnitt und Material, wie könnte ein Top-Verschluss aussehen (Rolltop hat mich initial nicht überzeugt), und wie sieht es mit Stretch-Taschen aus.
Fazit war, dass ein sauberer Schnittmuster- und Materialmix gar nicht so trivial war, das Stretch-Material unerfreulich in der Verarbeitung, und der Top-Verschluss solala.
Anschließend habe ich mich an das tatsächliche Werkstück getraut, auch hier habe ich mehrere Runden gedreht. Als erstes mit Trägern im Laufwesten-Stil und nur aus Spacer-Mesh, einem testweise improvisierten Drawcord-Verschluss und einem abnehmbaren Hüftgurt mit Kurve aus X-Pac mit EVA gefüllt.
Hieraus entstanden mehrere Learnings:
- ein abnehmbarer Hüftgurt ist mäßig sinnvoll, wenn man ihn extra an sich anpasst.
- EVA einschieben ist furchtbar mühsam
- Spacer-Mesh dehnt sich im Vergleich zu Beladungsgewichten von Laufwesten bei einem großen Rucksack zu stark
- ich bekomme die Form der Träger nicht zufriedenstellend hin, die diagonale Aufnahme der Träger ist aufwändiger in der Verarbeitung und zieht sich beim Tragen komisch am Rucksack-Rücken
- der Verschluss ist nicht praktisch da nicht kompressionsfähig, und wohl auch optisch nicht hinzubiegen
Entsprechend habe ich ziemlich viel wieder aufgetrennt und neu gemacht:
- Hüftgurt aus X-Pac und Spacer-Mesh ohne EVA, dafür aber "auf Maß": Ich habe mit Maler-Krepp die perfekte Form auf meine Hüften geklebt, alles angezeichnet, runtergezogen und genau diese Form als Schnittmuster verwendet
- Rucksackträger im klassischen Stil (vom 1. Ortlieb-Versuch übernommen), aus X-Pac und Spacer-Mesh. Die Aufnahme ist eine gerade horizontale Linie, den schrägen Anfangsverlauf erreiche ich über das Schnittmuster der Träger und nicht über die Aufnahme
- Rolltop-Verschluss, welcher für die Form und das Handling beim Rollen mit Gurtband (extra stark) hinterlegt ist
Nun habe ich meine erste zweitägige Bergtour damit bestritten und bin grundsätzlich begeistert:
- das Handling mit Rolltop ist angenehm
- die Mesh-Außentasche ist extrem praktisch (hatte ich vorher nicht)
- der Tragekomfort ist stark verbessert, der Schwerpunkt ist viel näher am Rücken, der Hüftgurt passt wie angegossen ohne irgendwelche Druckstellen
- ich habe knapp 1kg Rucksackgewicht gespart (von 1,5kg auf ca. 500g)
Was noch verbesserungswürdig ist:
- die Mesh-Taschen sind wesentlich zu klein, man muss ziemlich quetschen
- Loadlifter würden wahrscheinlich noch sehr helfen, das Gewicht kompakt am Körper zu halten und die Schultern zu entlasten
- der Rolltop ist zu kurz und schon bei Sommer-Beladung ziemlich am Anschlag
- Softflask-Aufnahmen an den Trägern, sowie Zipp-Taschen für Snacks
Außerdem frage ich mich, ob ich noch von irgendeiner Art von minimalistischem Tragegestell profitieren würde - ob Stangenkanal, HDPE-Platte, EVA, ...; und, ob nicht doch optimierte Laufwesten-Träger noch angenehmer wären.
Hier jedenfalls einmal zwei Bilder vom vorläufigen Letztstand auf Tour:
Danke an dieser Stelle jedenfalls einmal für die ganzen Inspirationen hier im Forum, vielleicht ermutigt der Beitrag ja jemanden, sich einem ähnlichen Projekt zu widmen und sich von Testläufen und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen! 😊
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Antonia2020 reagierte auf Lolaine in Fünf Tage auf dem GR221 (Mallorca) im April 2026Hallo zusammen,
ich bin den Weg letzte Woche klassisch NoBo gelaufen und kann somit aktuelles berichten. Dabei hatte ich perfektes Wetter und somit immer glasklare Sicht - das machte den Weg für mich zu eines der besten Kurzausflüge der letzten Jahre - auch, weil ich ziemlich wenig erwartet hatte.
Übernachtung: Um mal mit einem Mythos aufzuräumen: Der Weg ist Wildcampers Paradise. Ich kann mich nicht erinnern, auf einer Insel jemals so viele Camp-Möglichkeiten pro km entdeckt zu haben. Das kommt nicht zuletzt auch dadurch zustande, dass es viele historische Kohlemeiler-Plätze gibt, die in den (ehemaligen) Wäldern topfeben angelegt wurden. Somit trampelt man auch nichts kaputt, wenn man sein Zelt dort platziert. Man sieht auch morgens einige Zelter, die direkt am Wegesrand aufgebaut haben. Anscheinend juckt es dort keinen trotz allgemeinem Verbot, anders kann ich mir das nicht erklären. Ich selbst habe sieben Nächte im Zelt verbracht und das war auch am An-und Abreisetag kein Problem. Einen Hinweis möchte ich hierzu geben: Der Abschnitt Sant Elm bis zur Vogelwarte/Mühle hoch würde ich wegen der Verbotsschilder und dem angeblich unangenehmen Besitzer der Warte nicht als Zeltrevier einplanen.
Verpflegung: Hier war ich das erste Mal ohne Kocher unterwegs. Grund dafür ist, dass es so wenige natürliche Quellen gibt. Um nicht literweise Wasser mitzuschleppen, habe ich jedes Dorf angesteuert, um welches zu kaufen. Somit kann man auch gleich für den Tag einkaufen gehen bzw. ein Resto besuchen. Preise in kleinen Läden höher, sonst ca. 1/1 wie in D. Da die Läden auch Sonntags geöffnet sind, war das logistisch kein Problem.
Wegführung: Der GR ist weitestgehend gut ausgeschildert, man muss sehr wenig aufs Navi schauen. Bei ein paar Bergpassagen war es dennoch hilfreich. Ein paar Berge habe ich am Wegesrand mitgenommen. Man muss sich nicht stur an den Weg klammern. Mein Weg ging strenggenommen von Peguera bis kurz vor Pollenca mit einem Abstecher zum Deia Strand. Warum man den Abschnitt Pollenca zum Meer laufen will, erschließt sich mir nicht. Würde ich nicht machen. Der berüchtigte Abstieg vor Lluc war für mich machbar, obwohl ich ein ziemlicher Angsthase bin. Von der Zeit her hätte auch die Route über den Puig Tomir gepasst, aber für mich mit meiner Höhenangst nicht machbar, bin wieder abgestiegen.
Einsam ist man nicht auf den Wegen, aber überlaufen ist er ebenfalls nicht. Anfangs habe ich sechs Tage angepeilt, aber es ging sehr gut in fünf Tagen in jeweis ca 27km-Abschnitten.
Ausrüstung: Mir hat mein 35L Atom locker gereicht. War mit einem Schlafsack bis -2 Grad unterwegs, den es niemals gebraucht hat. Kocher blieb zuhause und den habe ich nicht vermisst. Da ich keinen Wind hatte, konnte ich mein Trekker-Zelt auch exponiert aufbauen.
Öffis: Sehr gutes Bussystem auf der Insel. Man zahlt einfachsterweise mit Karte vorn am Busfahrer und beim aussteigen hält man die Karte wieder an einen Leser. Somit wird die Strecke automatisch ermittelt. Die Verbindungen sind hier einsehbar, aber die Zeiten stimmen nicht. Lokal an der Haltestelle sind die Zeiten dann korrekt ausgezeichnet. Man braucht kein Taxi vom Flughafen in die Stadt, es geht alles mit dem Bus. Selbst bei Abbruch entlang des Weges ist die Chance hoch, dass es eine Busverbindung vom nächsten Kaff nach Palma gibt.
Andere Berichte von mir gibt es hier:
Korsika
La Gomera
Norwegen
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Antonia2020 reagierte auf rajatas in MYOG Nähkoffer - nützliches Zubehör und WerkzeugIch bin vor einer Weile in ein Rabbithole rund um 3M Klebefilme gefallen, angefangen mit Abspannösen für Tyvek bis hin zu DCF Reparaturen. Habe mir dann ein paar Sheets 9472LE gekauft (was am Ende 300LSE, der Low Surface Energy Kleber ohne Trägermaterial ist) und einen dünnen Ripstop-Layer aufgeklebt. Als Repair Patch für die Daunenjacke hält er schon mal super, für Tyvek und Dyneema sollten die auch funktionieren, bei PU-beschichteten Stoffen auch, werde mal welche in mein Toolkit packen. Am meisten bin ich gespannt, ob man damit ein Loch in der Isomatte flicken kann.
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Antonia2020 hat eine Reaktion von khyal erhalten in Tips zur Nutzung von Tarptent Rainbow / Double RainbowExakt so isses, nur Schlaufen, keine Täschchen. Dein Tipp hört sich gut an, danke.
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Antonia2020 reagierte auf khyal in Tips zur Nutzung von Tarptent Rainbow / Double RainbowUps übersehen...
Ich geht jetzt mal davon aus, daß Du ein Modell hast, wo nicht nur auf der Griffseite nur noch die Schlaufe ist, sondern auch auf der Spitzenseite nur noch eine Schlaufe ist ?
Dann brauchst du nur irgendwas, was Du in das Verlängerungs-Röhrchen stecken kannst und was eine Bohrung für die Schnur hat, z.B. kurzes Stück runder Holzstab, Holzdübel o.A. etwas von einem Ende weg Bohrung 3 mm durch, Heringschlaufe am Zelt aufknoten, Schnur durch Holz schieben, wieder zuknoten, fertig.
Man kann sich natüerlich auch einen Draht als Haken zurechtbiegen, oder in den Holzdübel einen dünnen Querstift einsetzen, dann kann man die Heringsschlinge einfach drüberhängen, Andere haben da bestimmt noch viele andere Ideen...
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Antonia2020 reagierte auf doast in Rucksack - Wasserdichter Inner Liner gesuchtSchön, dass du letztendlich einen Liner für dich gefunden hast.
Bzgl. den Linern von Tidy Gear möchte ich das nicht unkommentiert stehen lassen, sondern als Betreiber des Webshops etwas ergänzen.
Ich biete die Liner vorwiegend als zusätzliches Produkt an, für Leute die ohnehin bestellen. Einen einzelnen Liner gibt es ab 4,90€, ein 3er Set macht 12,00€. Der Versand beginnt nach Deutschland ab 8,50€ (ich versende aus Österreich). Ab dem Versand verdient in der Regel ein Versender gar nichts, sondern deckt (wenn überhaupt) die Kosten des tatsächlichen Versands. Zusätzlich fallen Gebühren für die Bezahlung an (an Paypal, Kreditkartenanbieter, etc), die der Käufer so gar nicht mitbekommt. Die Ware muss außerdem beschafft und eingekauft werden. Ich behaupte die meisten würden die Stückkosten eines einzelnen Rucksackliners im Einkauf definitv unterschätzen. Die letzten Jahre haben dramatische Preissteigerungen in allen Bereichen mit sich gebracht.
Lange Rede, kurzer Sinn: die Liner dienen nicht der persönlichen Bereicherung, müssen aber natürlich kostendeckend und zumindest halbwegs wirtschaftlich rentabel an den Mann/die Frau gebracht werden. Ich hatte für mich einen Mangel an Angebot am Markt festgestellt und wollte die Lücke schließen. Die meisten Kund_innen nehmen wenn dann den Liner im Warenkorb eben mit, wenn sie ohnehin bestellen. Als Einzelprodukt muss man tatsächlich abwägen ob sie einem den Preis inkl. Versand wert sind. Andererseits was gibt man heute für zwei schnelle Feierabendbier inkl. Trinkgeld aus?
Dieser Beitrag soll nur der allgemeinen Aufklärung dienen, nicht dass der Eindruck entsteht das persönliche Berreicherung ab überzogener Preise im Vordergrund steht.
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Antonia2020 reagierte auf Clumsiness in 0°C 900Cuin Daunenquilt <400g - Cumulus StyleHallo zusammen,
ich möchte euch hier mein letztes Projekt vorstellen und damit dem Forum sowie denjenigen danken, deren Beiträge mich dazu inspiriert haben – und gleichzeitig ein bisschen etwas zurückgeben.
Da ich überhaupt erst seit September 2025 nähe und MYOG-Projekte umsetze, bin ich jederzeit offen für Verbesserungen und Tipps, um die Verarbeitungsqualität weiter zu verbessern, vorallem im Bezug auf die Haltbarkeit.
Mein erstes Projekt in diesem Jahr war ein Daunenquilt, der einen ähnlichen Schnitt wie mein Cumulus 250 haben sollte, jedoch mit etwas mehr Loft und aus leichterem Material gefertigt ist.
Verwendete Materialien:
22 g/m² 10D Taft von AdventureExpert in Blau und Schwarz 250 g 900 cuin Daune von ExTex 25 g/m² Moskitonetz von ExTex 2,5 m 2 mm elastische Kordel mit 4 Kordelstoppern von AdventureExpert 3 × 15 mm Flachverschlüsse von ExTex Alterfil S150 mit Microtex-70-Nadeln Die Form des Quilts ähnelt vielen gängigen Modellen und wurde – wie erwähnt – vom Cumulus 250 inspiriert. Es handelt sich also um einen eckigen Quilt, der im Fußbereich (ca. 80 cm) zu einem Trapez zusammenläuft. Die Maße betragen 140 cm oben, 110 cm unten bei einer Länge von 190 cm.
Als Änderung gegenüber dem Cumulus habe ich einen versetzten Kordelkanal am Halsbereich eingearbeitet, um eine Art Wärmekragen zu erzeugen.
Nach einiger Recherche und vielen Überlegungen habe ich mich von @Capere inspirieren lassen und mich für Unterbrechungen in den Baffle-Kanälen entschieden. Die Bafflestücke sind 5 × 4 cm groß (+2cm Nahtzugabe), und mit einem Overfill von 15 % wollte ich eine Komforttemperatur von etwa 0 °C erreichen. Die Lücken zwischen den Bafflestücken sind jeweils 5 cm breit.
Die finalen Maße des Quilts stimmen auf ± 1 cm. Der Loft beträgt im Durchschnitt etwa 6,5 cm, was rechnerisch einer Komforttemperatur von knapp –5 °C entspricht, wenn ich es richtig verstanden habe. Das muss natürlich noch in der Praxis getestet werden!
Für Interessierte: Die Arbeitszeit (ohne Planung etc.) betrug rund 12 Stunden.
Der fertige Quilt wiegt mit 250 g 900cuin Daune beeindruckende 399 g und ist somit ca. 140 g leichter als mein Cumulus-Quilt – bei etwa doppeltem Loft!
Hier der fertige Quilt und nochmal neben seinem Vorbild - Cumulus 250.
Zum Schluss habe ich noch eine Frage an die erfahrenen Leute hier im Forum: Der untere Teil (80 cm) des Quilts ist noch nicht geschlossen, da ich zwischen zwei Optionen schwanke:
Einen 3 mm-Reißverschluss (80 cm) einnähen und den Quilt so optional auch als Decke nutzbar machen – gerade bei Touren, bei denen die Temperaturen stärker schwanken und auch wärmere Nächte dabei sind. Die 80 cm vernähen und den Quilt unten dauerhaft schließen. Dabei bliebe er zwar die Kopfseite offen, ließe sich aber per Kordelzug schließen, hätte also zugleich eine kleine Lüftungsoption. Welche Variante bevorzugt ihr – und was spricht eurer Meinung nach dafür beziehungsweise dagegen?
Beste Grüße
Joschua
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Antonia2020 reagierte auf FlorianHomeier in 0°C 900Cuin Daunenquilt <400g - Cumulus StyleIch habe bei meinen etwas anders geformten quilts Kamsnaps zusätzlich zum Kordelzug verwendet. Sowohl oben wie unten.
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Antonia2020 hat eine Reaktion von fettewalze erhalten in Just another MYOG-APEX-Quilt (mit detaillierter Beschreibung des Vorgehens)Material
(Material für Lochgummi-Befestigung ist nicht dabei).
Oberseite und Unterseite: je 150 cm x 210 cm Stoff (Micro-Ripstop-Polyester, 20 den, 40 g/qm) Füllung: 150 cm x 210 cm Apex (133) Kordelkanal oben: 2x 75 cm x 5 cm Stoff für Kanal 7 cm x 5 cm Stoff für Hinterlegung der Oberseite an der Stelle, wo in der Mitte des Quilts die Kordel den Kanal verlässt. 5 cm x 5 cm Folie zum Aufbügeln der Hinterlegung Kordelhalterung oben: 4 cm x 10 cm Stoff für die Halterung selbst 6 x 12 cm Hinterlegung der Oberseite 6 x 12 cm Folie zum Aufbügeln der Hinterlegung Kordelkanal unten: 108 x 5 cm Stoff Kordel oben: 200 cm x 3 mm elastische Kordel Kordel unten: 125 cm x 3 mm elastische Kordel Kordelstopper: 3 Stück Befestigung Iso-Matte: 4 Stück T-Stopper 3 cm mit 10 mm Öffnung 4 Stück Ripsband 10 mm x 6 cm Knöpfe: 5 Paar Druckknöpfe mit 15 mm Durchmesser (Metall von Prym) 10 Stück Ripsband 20 mm x 7 cm Reißverschluss: 50 cm (5C YKK, teilbar) Hinweis: Der Quilt wird natürlich kleiner als die obigen Maße bzw. die Angaben auf der Zeichnung: Grund: Nahtzugaben sind beim Stoff schon mit einberechnet. Außerdem muss der Außenstoff dass Füllmaterial umhüllen. Dadurch „schrumpft“ er in der Länge und Breite.
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Antonia2020 reagierte auf Maalinluk in So nicht geplant, aber trotzdem schön: 7 Tage auf dem SörmlandsledenDa ich krank auf dem Sofa rumliege, kann es hier nun weiter gehen.
Am Morgen von Tag Sechs war die Situation folgende: Den Weg mit der nächsten offiziellen Sörmlandsleden Etappe fort zu setzen, war keine Option, da ich mich wegen des nahenden Endes der Tour nicht viel weiter vom Ausstiegsbahnhof entfernen wollte. Also beschloss ich, zurück zur Skottvångs Gruva zu laufen und dort in der Windschutzhütte, die ich am Vortag bereits inspiziert hatte, zu nächtigen, und an Tag Sieben dort einen Herumlunger-Tag ein zu legen, zumal das Wetter auch wieder regnerisch angekündigt war. Am Abend zuvor hatte ich gemerkt, dass ich gerade ein bisschen genug von dichtem Wald und schmalen Pfaden hatte und beschloss daher, zur Abwechslung mal Schotter-Waldstraße zu laufen. Was in der Regel eher nervt und langweilig ist, fand ich heute mal ganz nett. Am Wegesrand sah ich nicht nur absurd viele Fliegen- und Steinpilze, sondern auch einen offenbar dort entsorgten Haufen alter Äpfel, von denen ich mir einen schönen raussuchte und freudig verspeiste. Endlich mal wieder frisches Obst! Als ich an der angepeilten Windschutzhütte ankam, war es gerade mal später Vormittag, also beschloss ich, noch eine Schleife zum Mellan Mårviken zu laufen. Der Weg dorthin führte vorbei an einem Geflügelhof (das Geflügel war "natürlich" gut weg gesperrt und nur zu hören, aber nicht zu sehen) und ein paar wenigen Wohnhäusern auf großen Grundstücken, netten Gärten und kleinen Nebengebäuden, unter anderem auch einem Bed and Breakfast. Kurz vor dem See bewunderte ich eine kleine Herde Landschaftspflege-Rinder, die das Glück hatten, im Familienverband leben zu dürfen. Ein eher seltener Anblick. Hier ein Bild der durch die Beweidung erhaltenen Landschaft:
Am See angekommen planschten Hund und ich ein wenig herum (waschen musste mal wieder sein...) und suchten uns dann ein sonniges Plätzchen mit schönem Ausblick, um einen Mittags-Snack zu verspeisen. Da ging er hin, der letzte Rest Schokolade. Auf dem Rückweg widmete ich mich der Mission Pilzfotografie. Die Pilzvielfalt gehört zu den Aspekten der Tour, die mich am meisten erfreuen. Festgehalten habe ich davon nur einen Bruchteil. Außerdem führte uns der Weg durch ein kleines Bachtal, in dem Unmengen von riesigem Schachtelhalm wachsen. Es fehlten nur noch die Dinosaurier. Stattdessen traf ich einen Trupp melancholisch flötender Dompfaffen.
Gegen Abend war wieder Regen angesagt, also richtete ich mich gemütlich in der Schutzhütte ein und sammelte einen kleinen Vorrat trockenes Feuerholz. Zum Abendbrot gab es einen kleinen kulinarischen Fail: Nudeln mit Maggi-Fix für Schinken Sahne Gratin. Das Zeug hat eine komische Farbe und schmeckt künstlich nach Schinken. Den echten hatte ich leider zuhause vergessen... Dieses Experiment muss nicht unbedingt wiederholt werden.