Fluwer
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Fluwer reagierte auf Gaeubodenhex in Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)Übergang Böhmische Schweiz in das Osterzgebirge mit Zeroday in Děcin
1.-3. September
54 km
Nun sitze ich auf meiner Veranda auf dem Kemp in Děcin in der Morgensonne, umhüllt von Autobahnlärm, und genieße meine letzten Nescafé zum Frühstück. Natürlich beobachte ich die deutschen Nachbarinnen gegenüber, offensichtlich deutsche Lehrerinnen mit einer pubertierenden Schulkasse, deren Mitglieder alle ein Gesicht ziehen, wie wenn der 3. Weltkrieg ausgebrochen ist und durch gelangweilte Ignoranz hervorstechen. Ich habe das auf meiner bisherigen Wanderreise auch anders erlebt. Offener, freundlicher, zugänglicher.
Die Dinge zur Vorbereitung auf den letzten Abschnitt meiner Via Czechia stehen an: Einkaufen. Ob ich mir neue Schuhe leiste, weiß ich noch nicht. Erst 4 Wochen getragen und schon sind unter den Vorfüssen die meisten Stollen seitlich völlig abgelatscht. Gestern hat es mich auf einer glatten Waldrampe hingesetzt. Eigentlich ein Argument für neue Treter. Ich mach's vom Angebot abhängig. Ein Hudy-Sport oder Decathlon gibt's hier nicht.
Eigentlich schaut's noch nicht so schlimm aus, die knappen 2 Wochen Erzgebirge werden sie bestimmt noch herhalten. (Spoiler: sie sind mittlerweile zu meinen routinemässigen Gravelbike- und MTB-Schuhen mutiert).
Der Einkauf mit Speicherkarte, Gaskartusche und frischen Fressalien ist ruckzuck erledigt. Ein Einkaufszentrum liegt 10 Gehminuten entfernt. Der Weg dorthin ist abenteuerlich über Treppentürme an der Stadtautobahn entlang, dafür hat man eine passable Aussicht. Ich koche mir erstmal Vollkornspaghetti mit Pesto und Parmesan, dazu ein alkoholfreies Radler und ein anschließend Verdauungschillerchen. Über Mapy.com habe ich mir einen Děcin-Rundgang über die Stationen, die ich sehen will, zurechtgelegt. 5 km, na, das werde ich heute wohl noch schaffen.
Und es werden weit mehr als 5. Eine begeisternden Runde führt mich erst in den Zoo am Berg, dann ergattere ich noch einen Platz im Ausflugslokal mit unschlagbarer Aussicht auf Elbe und Stadt.
Dann schlendere ich in den Burghof und begrüße die dort ansässige Pfauenfamilie und zum Schluss schreite ich über eine frühgotische Steinbrücke.
Es gibt dann wieder Abendessen bei mir auf meiner Veranda, richtig, Vollkornspaghetti mit Pesto und Parmesan. Das war ein richtig schöner Chillingday für mich. Morgen gibt's dann den Rest der Böhmischen Schweiz, und dann kommt das Erzgebirge!
Ein sonniger Tag beginnt. Ich mag gar nicht gleich aufstehen, wo ich doch zuletzt gut schlummerte. Das war ja gestern Abend noch gar nicht so klar. Erst heulte Musik und ein Sprecher über den Campingplatz, also irgendeine kleine Veranstaltung, dann mischte sich plötzlich um 21 Uhr ein rhythmischer Presslufthammer in das bunte Geräusche-Potpourri nebst der üblichen Autobahnlärmkulisse. Und tatsächlich, da hat man eine Umleitung mit Leuchtpfeilen etabliert und saniert am späten Abend ein Teilstück der Autobahn! Sachen gibt's. Das hat immerhin zur Folge, dass die Musik nicht mehr Spaß macht und die Leute, die zur Veranstaltung gehören, das Kemp verlassen. Also kommen meine bewährten Ohropax in die Ohren und die ganzen Autobahnreparaturen sind mir schnuppe. In Tschechien gibt es nichts, was es nicht gibt.
Am Morgen wird zusammengepackt, der Container abgeschlossen und los geht's aus dem schönen morgendlichen Děčín über die "Schäferwand" auf zugleich dem E3 in Richtung Schneeberg. Auch die Böhmische Schweiz hat einen solchen, aber als Tafelberg gerade mal 730 m hoch. Der Weg verläuft leicht ansteigend durch den Wald und so dauert es nicht lange und an einer Útulná trifft man auf den Stezka les, dem guten alten "Forststeig", das Wandereldorado für jeden Fernwanderbeginner/in. So auch für mich vor gut 7 Jahren.
Es steilt sich der Weg steinig auf bis man das langgezogene Gipfelplateau erreicht. Die Aussichten bilden ein Highlight nach dem anderen. Ich mache mit Absicht auf einem Felsplateau meine Mittagspause, hole mir dann etwas zu trinken aus dem Gipfelrestaurant. Am daneben liegendem Bistro muss man für eine Turmbesichtigung 3€ löhnen und die Besitzerin geizt ein wenig mit ihrem Charme bzw. kennt diesen gar nicht.
Der Obulus ist aber eine gute Investition, wie ich finde, denn die Rundumsicht ist einzigartig.
Beim Abstieg vom Schneeberg bin ich unkonzentriert, bleibe mit dem Vorfuß hängen und knalle frontal mit Knie und Handfläche auf den abschüssigen steinigen Weg. Die Schürfwunden bluten ziemlich und nach der Notversorgung mit Wasser, Alkoholtupfer und den letzten beiden Pflastern ist mir erstmal blümerant und so bleibe ich 5 min sitzen.
Das Knie scheint nicht ernsthaft geprellt zu sein, aber ich nehme mir erstmal vor, den Campingplatz in Ostrov oder 1 km weiter den in Tisá in Anspruch zu nehmen. In Ostrov bin ich allerdings viel zu früh, also wandle ich staunend durch die tolle Felsenstadt von Tisá und peile den dortigen Campingplatz an.
Dieser enttäuscht in ganzer Linie, ziemlich klein, voll von deutschen Vans mit Rentnern, die sicher keine Kletterer sind. Keine Idylle zum Bleiben. Ich fülle mir noch meine Flasche mit Wasser auf und schließe wieder an die Via Czechia an. Bei Rájec, fern der ganzen Felsenlandschaften, schaue ich mich auf einer weitläufigen Hangwiese um und finde dann in einem sonnigen Birkenwäldchen einen einigermaßen ebenen Platz, den man nicht einsehen kann. Da bleibe ich. Da hab ich sogar bissi Aussicht.
Um 22 Uhr fängt meine Wunde an der Handfläche das schmerzen an. Das ist kein gutes Zeichen. Ich bin hellwach und überlege im Schein der Stirnlampe, was mit meinen begrenzten Möglichkeiten zu tun ist. Ich schnappe mir den vorletzten Alkoholtupfer, öffne das Pflaster ein wenig und säubere mit dem Tupfer die Umgebung und die aufgerissenen Hautteile. Danach verschließe ich den Verband wieder und klebe noch 2 Streifen Tape darüber. Ich brauche morgen unbedingt neues Verbandsmaterial, sonst kann die Tour noch voll in die Hose gehen. Licht aus und das Pochen der Hand hat aufgehört. OK, hat was gebracht. Gegen morgen trabselt etwas an mein Zelt ganz nah und schnüffelt. Eine Wildsau ist es nicht, und ein Reh schleicht auch ganz anders. Wieder ein Fuchs? Gottseidank habe ich meinen Fressialienbeutel fest verschlossen und mitten im Zelt. Später höre ich nichts mehr. Am frühen Morgen könnte ich noch weiter schlummern. Seit September ist, zieht es mich morgens nicht mehr so aus dem Zelt, obwohl die Nässe in dem Einwandzelt auch ohne Regen jetzt zunimmt. Der Hochsommer ist vorbei.
Ich komme erst um kurz nach 8 Uhr los und wandere durch Wiesengelände nach Petrovice. Im ersten Vietnamesenshop lässt man mich unfreundlich abblitzen, "was will die Frau mit Hut?"
Im dutyfree-Shop gibt es auch Lebensmittel. Ich kaufe gleich etwas für ein Frühstück ein und erfahre von der tschechischen Verkäuferin, dass es weiter hinten an der Hauptstraße eine Lékárna gibt. Bingo, eine Apotheke, und in der auch noch deutsch gesprochen wird und die gerade aufgemacht hat. Einfacher geht's kaum und so bin ich mit Pflaster und Desinfektionsmittel eingedeckt, was mich gerade mal 8€ gekostet hat.
Am Flugzeugrestaurant verspeise ich in der Sonne mein Frühstück und die Bedienstete des originellen Restaurants lässt mich mein Handy aufladen.
Dann kommt ein sehr schöner Wiesenwegabschnitt zum Wandern in Richtung Adolfov.
Nur 2 Motorradrowdies stören mich insgesamt 3x, ihre Nummernschilder sind hinten mit Lappen abgedeckt, da kennt man sich aus. Ich nehme ihr den Aufstieg zum Špičák vor, da es eine Aussicht auf den weiteren Verlauf gibt.
Noch ist mir nicht klar, in welche Richtung ich muss. Nach Unterquerung der Dresdner Autobahn geht es kilometerlang weiter auf schönen Wiesenwegen. Es kommt mit ein Wanderpärchen entgegen, er ganz zünftig mit einem Wanderrock.
Vor lauter Staunen verpasse ich den Abzweig und muss dann 2 km auf der Straße nach Adolfov. Die letzten 200 m stapfe ich auf der Wiese nebenan und ziehe die Aufmerksamkeit zweier Radlerinnen auf sich. Henriette und Gisela aus Pirna haben extra gewartet, um mich auszufragen, von woher ich komme und ich erzähle ihnen meine Story. Sie können es kaum glauben, erst seit dem 4. August unterwegs..... Später auf dem Mückenberg an der Kapelle lese ich es dann rot auf weiß auf einem der seltenen Via Czechia Schilder: 231 km sind übrig, 827 sind absolviert, tatsächlich habe ich noch mehr auf dem Tacho. Ich nehme mir vor, den Rest zu zelebrieren und nicht schon wieder in einer Woche durchzuhetzen.
Und so suche ich mir schon bei km 28 des heutigen Tages ein Plätzchen und finde prompt eine versteckte Stelle unter Vogelbeerenbäumchen auf einem ehemaligen Bergbaugelände. Hach, wie idyllisch.
P.S.:
Ich mache eine Schreibpause, weil ich den Oktober in Südschweden zum Wandern und Packraften unterwegs sein werde. Der Rest der Via Czechia severní kommt im November, versprochen!
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Fluwer reagierte auf Gaeubodenhex in Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)9. Lučice hory und České Švýcarsko bis Děčín
29.-31. August
88 km
Die Regennacht war gar nicht so übel wie befürchtet. Das Gewitter blieb aus, der Sturm war nicht wild und gegen das Pladdern der Regentropfen auf mein Zelt halfen Ohrenstöpsel. Kein Wunder, dass es um 6 Uhr morgens im Schlafsack am gemütlichsten ist.
Es hilft nix, ich möchte nicht zu spät los, sonst bin ich wieder in einem Trödelmodus, der den ganzen Tag her hält.
Schon gleich nach 700 m des Weges begeistert mich eine Felsenformation mit Aussicht: Vraní skály, lt. Tafel ein Kletterfels.
Dann kommt man durch die Ortschaft Petrovice, die keinerlei Einkaufsmöglichkeiten anbietet. Am Ortsrand esse ich auf einer Wiese meine letzten Reste Käse und Wurst und überlege mir eine Versorgungsstrategie. Die nächste Möglichkeit zum Resupply wäre in Hřensko, das ca. 75 km entfernt ist, also 2-3 Tagesmärsche. Hřensko will ich aber eventuell abschneiden, da die Strecke bis dahin seit der Brände 2022 zum Teil umgeleitet wird und ich die Gegend von vor 2022 kenne. Da fällt mir ein, dass ich was von einem quasi 24/7 Selbstbedienungs-Supermarkt in Oybin gelesen habe und so lasse ich die Hochwaldbaude aus und gehe schnurstracks nach Oybin hinunter. Der Weg ist gar nicht schlecht und führt an den sehenswerten Kelchsteinen und anderen Felsriesen vorbei. In dem Tante-M-Laden bekomme ich eigentlich alles, was ich so brauche. Prima, da leiste ich mir doch gleich ein Magnum und ein Radler.
Nach der Mittagspause gehe ich zurück bis nach Hain, dem Grenzübergang und genieße die Felsenstadt bei Jonsdorf, die ich eigentlich schon kenne, da dort der Oberlausitzer Bergweg entlang führt.
Ich mache Mittagspause auf einem Aussichtsfelsen mit gleichzeitiger Sicht auf Ještěd und Hochwald/Hovzd. Für den Abend ist die Lausche mein Ziel. Der letzte Anstieg zum Gipfel vergeht schnell und die Mühen haben sich gelohnt. Ein fantastischer Rundumblick!
In der Ferne sehe ich das Isergebirge, von wo ich hergekommen bin, den Turm des Ještěd, viele Pyramidenkegel, deren Namen ich nicht weiß, bis auf den Jedlová und Studenec, auf die mein Weg hinführen müssten. Und ganz in der Ferne sieht man den Fernsehturm von Děcin, den Ort, wo ich gerne einen Zeroday einlegen möchte. Der ist aber noch ganz schön weit weg. 2 km hinter der Lausche finde ich in einer wilden Wiese ein Kuhle, in der ich mein Zelt platziere. Die Unebenheiten werden mit Packsäcken ausgepolstert. Wird schon gehen für die Nacht. Es gibt schönere Plätze, aber man muss zugreifen, wenn sich etwas einigermaßen Passables ergibt.
Gerade als ich morgens aufstehen möchte, fängt es das regnen an. Na super, nasses Zelt einpacken. Doch dann geht's im Trockenen los.
Nach nicht mal 5 km vor dem steilen Aufstieg zum Tolštejn schon wieder Pause an einem Getränkeautomaten. Dort versorge ich mich mit einem Birell und einer Schokowaffel. Vor dem letzten Aufstieg zum Tolštejn mache ich in der Sonne erstmal Frühstückspause und trockne die Schlafsäcke. Schon überlege ich mir, die letzten Höhenmeter auf den Gipfel zu sparen, sehe aber einen einwandfreien Aussichtsturm. So verstecke ich meine Habe und mache mich ohne Rucksack auf den Weg zum Gipfelchen. An dem Tolštejn-Restaurace bekommt man noch umgerechnet 1,80 € für das Drehkreuz zur Aufstiegsleiter abgeknöpft. Das ist mir jetzt auch egal, das sonnige Wetter verspricht eine geniale Sicht. Und so ist es, der Wow-Effekt stellt sich prompt ein.
15 min später stelle ich fest, dass die Besteigung eine gute Idee war, da der weitere Weg nicht auf den benachbarten Jedlová führt.
Vorbei an unzähligen Bunkern kommen die Basaltsäulen des Zlatý vrch immer näher. Das ist bereits das dritte Mal, wo ich dort bin und immer wieder bin ich beeindruckt von den Steinformationen.
Dann aber heißt es nochmals ranhalten, der Aufstieg zum Studenec ist schweißtreibend, aber auch lohnend. Und der Aufstieg auf den Aussichtsturm kostet nichts.
Es folgt ein elend langer Abstieg nach Studený. Das anvisierte Restaurant ist geschlossen, aber der Imbiss 500 m weiter hat alles, auf was ich Lust habe: gegrilltes Hermelin mit Toast und Pivo. Es schleichen sich etliche Stezka čezkem -Wanderer aus der anderen Richtung vorbei, nicht ohne einen Drink oder ein Softeis zu kaufen.
Mit dem Ehemann der Imbissbetreiberin komme ich ganz nett ins Gespräch. Er heißt Petr und hatte Verwandtschaft aus meiner Geburtsstadt und der Oberpfalz-Ecke, die ich auch meine nähere Heimat nenne. Ihm gefällt es in Tschechien nicht so gut, tja, die Regierung....ich frage, ob wir zu dritt ein Selfie machen können, ja, machen wir. Seine Frau heißt Jana.
So gestärkt geht es die letzten Kilometer durch die Kamnitz Schlucht.
Die kenne ich auch, aber vor 6-7 Jahren lagen da keine abgestorbenen Bäume an den Seiten. Da ich am späten Nachmittag unterwegs bin, ist kein Mensch dort. Das nutze ich aus und steige splitterfasernackt in die Kamnitz für ein kurzes Erfrischungsbad. Es ist wunderschön dort, aber halt Reservace und so steht fest, dass ich den Campingplatz in dem unaussprechlichen Jetřichovice ansteuere. Der ist für tschechische Verhältnisse teuer, aber fest in ostdeutscher Hand von der Kundschaft her. Obwohl, die umgerechnet 15€ inkl. Duschmarke sind gut investiert. Endlich mal wieder mit warmen Wasser Haare waschen, welch ein Luxus. Und morgen nehme ich Kurs nach Děcin, da möchte ich meinen ersten und wahrscheinlich letzten Zeroday machen.
Der Campingplatz ist im Prinzip empfehlenswert, ein sauberer Platz mit gepflegten Anlagen. Ich schlafe mit meinen Ohrenstöpsel ganz gut. Das Problem ist die Lage an der Kamnitz, das Zelt ist morgens auch ohne Regen vollkommen nass. Einmal durch die Wiese gehen und das Fußbad ist garantiert. Ich bin die erste, die zusammen packt. In einer Stunde gibt's für 2 Stunden Starkregen, ein Regengebiet zieht durch. Also ist der Verlängerungsplan über Mezní Louka hinfällig, ich mag nicht im Regen durch die Felsenstadt der Böhmischen Schweiz die Stiegen auf und ab stapfen und suche mir einen direkteren Weg nach Děcin. Dort habe ich für 2 Nächte so ein "Bungalow" auf dem Campingplatz gebucht. Es soll jetzt mal einen Pausentag für mich geben, evtl. neue Schuhe, eine neue Gaskartusche, eine neue Speicherkarte...
Durch Zufall stoße ich auf eine große Höhle und durch Zufall fängt es genau da zum Schütten an. Ich mache eine ausgedehnte Frühstückspause und bin fast am Einnicken, als der Regen durch ist. Also geht es wieder auf, der Weg verläuft über die Bunkerlinie und führt am alten Friedhof von Schemmel vorbei.
Den erkenne ich wieder, da war ich schon mal auf meiner Kammtour vor 7 Jahren und ärgerte mich damals, dass es kein Wasser gab. Wie so oft auf tschechischen Hřbitovs.
Später geht es steil eine Klamm hinauf und irgendwann stehe ich vor der Entscheidung, den Gipfel des Růžovský vrch, des Rosenbergs, mitzunehmen. Der hat aber keine Aussicht und so lasse ich es und steige lieber auf den viel niedrigeren Pastevní Vrch, der hat wenigstens eine klasse Aussicht ins Elbsandsteingebirge.
Beim Abstieg komme ich nach Rusová und dort ist ein Restaurant geöffnet. Ich esse gegrilltes Gemüse und einen Salat. Das erste Mal auf der Reise komme ich auf meine 500 g Gemüse. Dann zieht sich der Weg auf dem E3 ziemlich bis Děčín, hat aber doch noch wunderschöne Highlights zu bieten, ein toller Wegverlauf mit immer wieder Aussichten auf die Labe/Elbe.
Die letzten 2-3 Kilometer durch Děcin sind verkehrsreich und laut und die Lage des dortigen Campingplatzes auch. Obendrüber verlaufen Bahnlinien und ein Autobahnkreuz und die Bungalows sind alle belegt, an meinem tapsen ständig deutsch sprechende junge Damen vorbei. Ich sehe schon, ohne Ohrenstöpsel finde ich da keine Ruhe. Die erste Phase der Pflichten hat schon begonnen: Meine Schlafsäcke und mein Zelt trocknen bereits und die ersten Klamotten sind durchgewaschen. Morgen geht's zum Einkaufen, gegoogelt hab ich schonmal.
Wenigstens ist das Bett bequem.
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Fluwer reagierte auf Gaeubodenhex in Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)4. Hruby Jeseník (Altvatergebirge) und Rychlebske hory (Reichensteiner Gebirge): Am Praděd vorbei auf den Schneeberg
13.-16. August
110 km
Ich liebe Nächte wie diese: unspektakulärer Fichtenwald, weicher Boden, Windrauschen, überwiegend eben. So geht Regeneration.
Um kurz nach 7 Uhr mache ich mich auf um just nach 600 m an der Chata na Skřítků eine Ladestation zu entdecken. 10 min Handyaufladen muss jetzt auch noch sein. Dann beginnt ein langer schöner Anstieg durch den Wald, auf dem mir 15-20 Tschechen unterschiedlichen Alters mit Rucksäcken entgegen kommen. Offenbar ist der Bergkamm wieder ein Hotspot für Sonnenunter- und aufgangsanbeter. Nach einigen Höhenmeter erwartet mich schon der erste verblockte Gipfel Ztracené kameny, auf dem ein junger Tscheche sein erstes Gipfelbier um kurz nach 8 Uhr hineinschüttet.
Ich gehe mal besser weiter. Und dann kommt in dieser Morgenstunde der mit Abstand schönste Trail in Richtung Praděd, dem Altvatergipfel mit fast 1500 hm. Aussichten mit 360°-Panorama auf einer riesigen Hochfläche, bei der es klar wird, warum so viele von ihrem Biwak kommen. An der Jelení studánka gibt es reichlich Quellwasser und einen großzügigen Unterstand, in dem viele Leute hineinpassen. Momentan ist hier keiner mehr.
Ich bin im flow und wandere an Heidekraut vorbei mit permanenter Aussicht.
Immer auch den Blick auf den Praděd voraus dreht sich der Weg an einem Lift halbkreisartig. Das vorläufige Ziel ist das Skiörtchen Ovčárna, in dessen Restaurace ich meinen Brunch mache. Langsam bekomme ich eine smažený sýr mit hranolky -Vergiftung, aber das ist das einzige Gericht, was ich am besten aussprechen kann. Das WC eignet sich für Catwash und die Dame hinter dem Tresen lässt mich mein Smartphone aufladen.
Frisch gestärkt geht es auf Teerstraße zum Praděd.
Es ist Mittag und eine Massenprozession bewegt sich gen Gipfel. Da lasse ich den Altvater doch lieber rechts liegen und spare mir die letzten hm.
Das nächste Ziel ist eine Hütte in Švýcárna. Ich muss für mein pivo garantiert 20 min anstehen, aber mir macht das nichts. Dann folge ich dem Weg weiter, meist abwärts, dann über Bohlen, dann wieder steinig bergauf. Mit einer älteren Einheimischen komme ich auf Englisch ins Gespräch, es schaltet sich ein älterer Herr dazu, der besser Englisch kann und so fragen sie mich ein wenig aus und wünschen mir eine gute Wanderung. So macht das richtig Spaß, wenn man Kontakt zu den Leuten bekommt.
Für den Abend suche ich die Vřesová studánka auf, eine Mischung aus Quelle, Kapelle und Unterstandshütte, auf dem Dachboden könnte man nächtigen, aber da ist schon eine Familie mit Kindern. Ich suche mir etwa 50 m weiter oben ein Sonnenplätzchen zwischen Heidelbeeren und Felsen. Über mir fliegen Fichtenkreuzschnäbel. Ich glaube, ich mache heute mal wieder Cowboy Camping.
Der Biwakplatz war im Grunde nicht schlecht, unauffällige Lage, aber windige Exposition. Ein Biwak hat den Nachteil, viel anzuziehen und sich nicht ausbreiten können. Der Vorteil besteht in den Wachphasen, dass man direkt in einen gigantischen Sternenhimmel guckt und Sternschnuppen zählen kann. Und man versäumt den Sonnenaufgang nicht. Dieser hier ist wieder sagenhaft schön, wenn sich die neon-rosa Scheibe hinter den blauen Bergketten erhebt.
Ohne Frühstück geht's auch gleich los. Auf dem ersten Gipfel des Tages, dem Keprník vrchol, einem 1400er, bin ich schon nicht mehr alleine. 2 nette Burschen lassen englisch mit sich reden, und so machen wir gegenseitig von uns Gipfelfotos.
Auf dem Weiterweg nach Ramzová knurrt mir der Magen, kommt jetzt etwa der hiker-Hunger? Und so stolpere ich den sehr steinigen Weg hinab und wundere mich, dass mir immer mehr Touris um diese Zeit schon entgegen kommen. Das Rätsels Lösung ist eine Seilbahn, die alle ein paar hm nach oben schweben lässt. Am späten Vormittag bin ich in Ramzová und kaufe der Minimarket-Frau Wasser und ein paar Snacks ab. Ein gefüllter Krapfen in die Hand muss auch sofort sein. Keine 700 m weiter entdecke ich ein Hüttenresort, dessen Parkplatz mit Laternen bestückt ist, die in den Masten Steckdosen haben. Bis Mittag gibt es also für mich nochmals eine Ladepause. Dann kommt wieder ein Anstieg durch den Wald und auf schönen Trails bis zur polnischen Grenze. Ich mache einen 500 m Abstecher zu einer großen Berghütte, Horská chata Paprsek, wo ich mir Gulaschsuppe und als Nachspeise eine große Heidelbeerdampfnudel gönne. Letztere bereitet mir ein Zuckerkoma, mit dem ganzen Puderzuckertopping und der flüssigen Butter obendrauf.
Und Aussicht hat man beim Essen direkt auf den Dalimilova rozhledna einige hm weiter unten, ein Aussichtsturm bzw. eine verkleinerte Replik der Sněžník-Aussichtsplattform. Zu dem Sněžník wandere ich aber erst morgen.
Mit vollem Bauch schlendere ich nach langer Pause wieder an den Grenzsteig und nehme mir nochmals 10 km vor. Allerdings schwächle ich heute nach dem frühen Aufbruch und ungewohnt vollen Magen, so kommt es mir gelegen, bereits schon nach weiteren 8 km ein Waldstück zu entdecken, wo sich ein verschwiegenes Plätzchen auftut. Ich brauche heute wieder eine unspektakuläre Nacht.
Die Nacht wäre ganz ok, wenn da nicht immer wieder so leichte Raschelgeräusche und ein niedliches Fiepen zu hören wäre. Wahrscheinlich sind Marderchen zu Gange. Ich stecke mir mal Ohrenstöpsel ein und rette si die frühen Morgenstunden für den Schlaf. Um 7 Uhr geht's aber auf, der Sněžník (Glatzer Schneeberg) will heute bestiegen werden, und noch mehr.
So geht es erstmal die restlichen km bis zum Sattel. In dessen Chata ist um 8 Uhr erst Aufwachstimmung. Der steile Anstieg kommt erst noch nach einem flachen Gehstück. Dann geht's aber zur Sache. Die ersten Biwakierer kommen mir schon entgegen. Mit einem polnischen Männerduett komme ich sehr ausführlich ins Gespräch. Sie sprechen ausgezeichnetes Englisch, der eine, Tom, hat wohl in den USA studiert, der andere, Jan, kann Japanisch. Sie verraten mir, das kurz vor dem Gipfel eine Quelle sprudelt, somit ist mein Tag gemacht. Beide haben oben biwakiert und zeigen mir traumhafte Sonnenaufgangsfotos. Das Zelt haben sie sich nicht benutzen trauen. Wildzelten ist ähnlich wie bei uns verboten, aber Biwakieren sei eine Grauzone. Was will man denn auch schon dagegen machen, wenn z.B. auf der Schneekoppe im Riesengebirge täglich bis zu 500 Leute bei gutem Wetter dort in Schlafsäcken und Matten den Sonnenunter- und -aufgang betrachten....sagen sie.
OK, d.h. hier besser durchstarten oder eben die 501. sein.
Dann endlich ist sie da, die Quelle. Ich pumpe mir schon mal einen extra Liter rein und fülle alle Flaschen auf. Das sollte bis morgen reichen.
Den Aussichtsturmaufstieg spare ich mir, es ist mittlerweile so oder so halb Tschechien und ein Viertel Polen hier oben. Auf dem E3 geht's wieder hinunter durch den Wald. Es kommen mehrere kleine Bäche, den ersten nutze ich gleich mal für eine ausführliche Wäsche. Dann zieht sich der Abstieg. Das Käffchen Králíky, ehemals Grulich, werde ich heute nicht ganz erreichen und hebe ich mir für morgen Vormittag auf. Dort muss ich wieder nach Wasser schauen. Ein paar km davor lädt ein Waldrand mit Aussicht auf ein Kloster zum Bleiben ein. Das Zelt werde ich wohl erst ganz spät aufstellen.
Heute ist Sonntag, und da lasse ich es etwas langsamer angehen. Der Ausblick von meinem Lagerplatz auf das Kloster Hedeč Hora Matky Boží auf dem Bergerl links neben dem Örtchen Králíky wird mir heute noch genügen, denn nach gut 3 km verweile ich erstmal an dem Kircherl Panna Marie, dessen Friedhof einen funktionierenden Wasseranschluss bietet. Perfekt zum Auffüllen meiner Flaschen und zur Morgendusche, ist ja noch keiner da, um Gräber zu gießen.
Eine halbe Stunde später gibt es den nächsten verlängerten Stopp. Am Besucherzentrum des Hauptbunkers aus dem 2. Weltkrieg bzw. schon aus der Zeit davor, als die Tschechen ihre Verteidigungslinie aufbauten, kann ich zum einen einen Kaffee trinken und meine Powerbank ein bisschen laden. Am Vortag fand nämlich eine militärische Übung mit sämtlichen tschechischen Organisationen statt und so konnte ich all diese Militärgrößen, die neben mir ihren Morgenkaffee gekrenzt bekommen, beobachten. Nur, dass ich halt leider kein Wort verstehe.
Nach einer weiteren 3/4 h der nächste Boxenstopp, namens COOP. Der hat auch am Sonntag auf, und so kann ich wieder Proviant nachkaufen und gebe mich auf der Wiese davor einem ausgiebigen Brunch hin. Da es nun schon später Vormittag ist, spar ich mir die Schlaufe zum Kloster und zu einem Aussichtsturm. Beide Lokalitäten liegen auf einem Hügel und tja, mit vollem Rucksack und Bauch in der Mittagshitze....
Trotzdem blüht mir noch ein Anstieg auf den Suchý Vrch, der knapp unter 1000 m hoch ist. Dahinter liegt ein etwas feineres Restaurant, in dem ich Saláty mit Pute erstehe und mein Handy komplett aufladen kann. Diese 4. Pause zerschießt mein Zeitfenster zum Vorankommen. Egal, ich schalte heute einen Gang zurück und fasse die Útulná U mladkovske školky als Abendziel ins Auge. Wenn die leer sein sollte...immerhin wollte ich ja auch mal in so einer Útulná nächtigen.
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Fluwer reagierte auf Gaeubodenhex in Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)Nízký Jeseník, "Niederes Gesenke", 10.-12. August, 90 km
Um kurz nach sechs habe ich alles eingepackt und es geht los im Pullover, denn es hat nur 10° C am Morgen. Kaum vorstellbar, dass es in kurzer Zeit wieder unerträglich heiß sein wird.
Der grobschottrige Weg rechts des Flüßchens Budišovká wechselt auch mal in schönere Beläge. Ich wandere vorbei an vielen kleinen Zeltlager, aus denen fröhliche Kinderstimmen zu hören sind. Ich biege vor lauter Begeisterung über die tschechische Mentalität, mit wenig Bespassungsmodalitäten vollkommen zufrieden zu sein, fälschlicherweise in ein anderes Tälchen ab, merke es aber noch rechtzeitig und drehe um.
Dann führt der Weg hinauf in die mährische Agrar-Landschaft, die durch weitläufige Wiesen mit Heuballen und glücklich grasenden Tieren geprägt ist. In Podlesí hat eine Hospoda geöffnet, an der ich mir ein kaltes Birell - mein neues Kultgetränk - gönne. Dann entlang durch weitere weite Wiesen mit einer immer bombastisch werdender Aussicht. Der kleine Abstecher auf den Červená Hora beschert mir eine gigantische Aussicht bis zum fernen Altvatergebirge, das nächste Ziel in einigen Tagen. Mittlerweile wird die Hitze durch kräftigen Wind etwas erträglicher, wie wenn jemand einen riesigen Fön angestellt hat.
Vorbei an der Kapelle Sv. Jan Nepomucký bestaune ich zugleich die Cesta Česko-německého porozumění, die tschechisch-deutsche Verständnisstrasse, ein Projekt, bei dem immer noch mit dem Land besonders Verbundene ihre eingravierten Granitplatten hinterlegen können.
Dann führt der Weg durch eine Windparkanlage mit Siemensrotoren, eine davon scheppert metallisch, was man dann noch kilometerweise hören kann.
Ein junger Fuchs quert auf der Suche nach etwas für ihn Interessantem die Straße und bemerkt mich erst gar nicht.
Ich biege nach links ab und mache noch 2 km über lange Wiesenwege, bevor ich in einer kleinen Schneise im höheren Gras einen geeigneten, weil versteckten Lagerplatz entdecke.
In meinem Zeltlager ist es so kuschelig, dass ich gar nicht so recht aufstehen mag. Ich ködere mich innerlich mit der Vorstellung auf ein Frühstück mit frischen Lebensmitteln in der gut 5 km entfernten Stadt Moravský Beroun, die ich ja schon gestern erreicht haben wollte. Aber das zündet auch nicht so richtig, da ich keinen Kohldampf habe. Also bleibt es beim gemächlichen Aufstehen und Zusammenpacken. Das Städtchen kommt nur langsam näher. Um 8:30 dann taucht der grüne "Tempo potraviny" Markt auf, in dem ich erstmal ausgiebig schauen muss, weil der so gut sortiert ist. Natürlich habe ich wieder mal zu viel im Einkaufskorb, mein Rucksack platzt eh schon bald. Auf dem großen Marktplatz breite ich meine frisch erstandenen Schätze auf einer schattigen Bank aus, und verleibe mir Salami auf Mehrkornsemmel, rote Paprika, Tomaten, Kefir und ein Birell ein. Der Rest wird irgendwie in und an den Rucksack gestopft. Das mit dem Wasser muss noch warten, denn ich komme in weiteren 2 km direkt an der Mineralwasserfabrik Ondrášovka vorbei, wo eine frei zugängliche Quelle sprudelt. Ab da ist der Rucksack wieder maximal schwer und das heißt, ich werde stündlich eine Rückenpause brauchen. Der muckt schon seit dem Vortag.
Der Weiterweg führt an der Bystřice entlang, die nur sehr wenig Wasser führt. An geeigneter Stelle gibt es für mich die nächste Pause zum ausgiebigen Waschen und Zähneputzen. Das tut gut. Mittags habe ich dann meine knapp 15 km auf dem Tacho, und die nächste verlängerte Mittagspause steht an.
Ich liebe es, in einer mährischen Wiese im Schatten zu fläzen und nur den Wind, das Fliegengesumse und die Grillen im Hintergrund zu hören.
Nach der Pause führt mich der Weg kilometerweise durch einen noch sehr jungen Mischwald, offenbar ein Wiederaufforstungsprojekt.
In der Senke liegt das Dörfchen Husová. Dessen Kirche ist zwar veschlossen, da hier jedoch eine Sanierung durchgeführt wird, die aktuell aber ruht, bin ich entzückt über den Stromkasten, über den ich mein Smartphone wieder zu 90% aufladen kann.
Das übernächste Dörfchen ist Sovinec, in dem eine Burg thront. Mich interessiert nur das WC für eine schnelle Wäsche. Dann geht es ziemlich lang hinunter in ein Tal, um dann wieder steil durch Buchenhänge aufzusteigen. Nach bereits 30 km halte ich Ausschau und finde prompt eine versteckte ebene Fläche im Wald, ideal zum Übernachten.
Die Nacht in meinem Buchenwald verläuft schleppend, ich wache oft auf durch das Rascheln der Bäume. Ständig fällt etwas von den Bäumen und im Laub raschelt es öfters. Die Abhilfe kommt durch meine kleinen Ohrenstöpsel. Und am morgen mag ich gar nicht gleich in die Pötte kommen. Ich verzichte wieder auf Frühstück und stapfe als um Viertel nach 7 durchs Laub auf den Wanderweg zurück. Ein paar km noch auf dem Bergkamm, dann ist dieses Řešov erreicht. Von da ab geht ein Weg direkt in eine Schlucht. Es ist erst 8:15, und so nutze ich die Morgenstunde bei nächstbester Gelegenheit für einen Catwash.
Ein paar Minuten später käme ich nicht mehr dazu, da sich schon die ersten tschechischen Urlauber nach unten bewegen. Denn da wartet das erste Highlight des Tages: Rešovské vodopády, der Wasserfall der Huntava.
Steil über Holztreppen und Steinblöcken führt der Weg weiter an der Huntava entlang, um sich dann später in einen Weg mit geschnitzten Märchenfiguren am Rande fortzusetzen.
Es kommen noch ein paar tschechische Dörfer, in denen männliche Einzelpersonen versteckt misstrauisch ein dobrý murmeln. Tschechische Frauen sind vergleichsweise mir gegenüber offener. Nach einem Asphaltstück, das an einem leider nicht mehr in Betrieb genommenen Stromkasten mit Steckdosen entlang geht, biege ich dann links ab und nehme die Höhenmeter zum Rabštejn in Angriff. Dort befinden sich eine Burg, Kletterfelsen und das Beste: ein Restaurace, an dem ich mir ein Huhngericht und 2 Birell genehmige. Eigentlich könnte ich dort für einen schmalen Taler bei den Kletterern zelten, es ist aber erst 14 Uhr, und ein paar km möchte ich noch machen.
Das nächste Highlight kommt mit den kleinen Felsengipfeln Černé Kamený und Bílý kámen, knapp unter 1000 hm, aber eine fantastische Aussicht zum Altvatergebirge und in der Ferne vermeine ich auch die Schneekoppe zu sehen, ist sie aber noch lange nicht. Erst kommt der "Schneeberg"!
Dann stellt sich die Frage nach einem geeigneten Platz für die Nacht. Ab Skřítek am Sattel würden dann die ganzen hm noch gemacht werden wollen und dann ist man in der absoluten Kernzone. Die einzige Möglichkeit wäre die Útulná Jeleny studánka, die ist zum einen noch ziemlich weit weg und kann dann später am Abend bereits voll belegt sein. Außerdem liegt die auf 1300 hm an einem Aussichtspunkt. Das ist mir zu riskant. Ich bleibe heute einsam in dem ebenen unspektakulären Wald auf 850 hm und nutze die Zeit für eine kleine Näharbeit an meiner Wanderhose.
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Fluwer reagierte auf Gaeubodenhex in Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)Servus Moravskoslezské Beskydy, ahoj Moravská brána a Podbeskydská pahorkatina (Mährisches Tor)
8.-9. August, 59 km
Heute heißt es Abschied nehmen von den Beskiden, der herrliche Kammweg führt hinab nach Hodslavice. Am Bahnhof leiste ich mir 2 Birell und salzige Chips, mir war danach bei literweise Quellwasser. Dann geht es durch mehrere tschechische Käffer, viel auf Straße, allerdings wartet schon das nächste Highlight mit dem Svinec als Aussichtsberg in alle Richtungen.
Ein sehnsüchtiger Blick zurück in die Berge der Beskiden, ganz weit hinten kann man den Lysá Hora ausmachen. Vor mir Starý Jičín und die gleichnamige Burg (Hrad) auf dem Bergerl daneben.
Ich spar mir den Aufstieg und wandere rechts des Burgberges über's Land. Eine Storchengruppe grast ein Feld nach etwas Essbaren ab. In Bernatice nad odra lädt ein Restaurant zum 3. Birell des Tages und zum Aufladen des Smartphones ein. Anschließend geht es ein paar wunderschöne Kilometer durch die Oderauen. Am Ende der Auen angelangt suche ich mir in einem verschwiegenen Waldstück ein weiches Plätzchen. Heute ist Cowboy Camping angesagt.
Die Cowboy Camping Nacht war nicht ganz so flowig, wie gedacht. Die anrauschenden Züge von und in den nicht allzuweit liegenden Bahnhof von Suchdol können erfolgreich mittels Ohrenstöpsel gedämpft werden. Mehr zu schaffen macht mir die nächtliche Kriechfeuchte, die sich auf alles legt, was ich ausgebreitet habe, inkl. Schlafsäcke. Trotz fehlendem Zeltabbau komme ich erst nach 7 Uhr los, um exakt in einem guten km im großartigen Bahnhofsgebäude von Suchdol zu landen. Und das ist feudal. Mit 10 Kč bekomme ich alles fürs Hikerglück: ungestörten Klogang, Kurzwäsche mit warmen Wasser, Wasser zum Mitnehmen, Seife, eine Haarwäsche und Papierhandtücher. Perfekte Einrichtung.
Der weitere Hadsch wird ein Asphalthadsch durch das tschechische Örtchen, ein Coop hätte sogar offen, ich brauche noch nix. Dann geht es über abgemähte Wiesen beschaulich durchs mährische Land. Ich nutze die mittlerweile 10 Uhr Sonne zum Frühstück mit Klobása und zum Schlafsacktrocknen. Um 11 Uhr ist Fulnek erreicht.
Das hat eine große Dreifaltigkeitskirche, die mir eine Zwichenaufladung von Handy und Powerbank ermöglicht. Ich bestaune als einzige Besucherin zwischenzeitlich die Fresken und bedanke mich mit einem kleinen Kronenobulus.
Am Marktplatz hat ein Vietnamesen-potraviny offen, wo ich mir 2 Dosen Birell und Cracker besorge. Die Dosen werden sofort auf einer Bank am Marktplatz geleert.
Dann kommt für mich die anstrengendste Tageszeit. Temperaturen bis 28°C. Es überwiegt das Agrarland und die Feldwege gehen gefühlt meist bergauf und haben groben Schotter. Kein Kindergeburtstag. Die Zwischensnacks aus Minipflaumen schmecken, aber Hunger habe ich in der Hitze keinen. Dafür gibt's grandiose Aussichten zurück nach Fulnek auf das Kloster und dahinter die Beskidenbergkette.
Komischerweise kommen mir mind. 4 Motorräder auf dem Wanderweg entgegen, mit den Straßenmaschinen ist es schon fast eine Kunst, die Teile hinunter zu manövrieren. Eine Horde Kühe ist am obersten Punkt hier Zuhause. Deren Fliegenmakrobiom wechselt die Besitzer und begleitet mich fortan kilometerweise als sirrende Wolke bis zum nächsten Wald.
Dann gibt's noch paar Straßenkilometer, bis ich mich dazu entschließe, mal auf einem der wenigen auf dem Weg liegenden Camping Plätze nieder zu lassen. Es sind natürlich Ferien und der Platz ist zu 2/3 gefüllt mit Schülergruppen unterschiedlichen Alters. Mir heute egal, ich habe Ohrenstöpsel und gebe mir heute Abend die Powerbombe aus Syr, hranolky und pivo
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Fluwer reagierte auf traveloors in 10 Tage Packrafting in NordschwedenHallo liebe Mitlesende,
als einer meiner ersten Beiträge steige ich mal mit einem Tourbericht ein. Auch wenn es sich nicht um eine UL- Tour handelt, so hat sie uns doch inspiriert, mal unsere Packliste unter die Lupe zu nehmen und zumindest ein bisschen gewichtsoptimierter zu verbessern, daher hier eine Zusammenfassung unserer Packrafting- Tour durch Nordschweden.
Gestartet sind wir mit unserem Bulli im Schwabenland mit dem Ziel, möglichst zügig das 2800km entferne Gällivare zu erreichen. Nach einem kurzen Stopp an der Bergstraße, um bei meinen Eltern ein e-Bike einzusammeln (dazu später mehr), sind wir dann gen Norden „gerauscht“. So richtig empfehlen kann ich das nicht, denn wenn man nach langer Fahrt mit der Fähre nach Schweden übersetzt und das Navi zeigt immer noch 1500km, dann kann das die Stimmung schon drücken.
In der Vorbereitung hatte ich mich mal über die typischen Temperaturen im Juli in Abisko schlau gemacht und bei durchschnittlich 17 Grad entsprechend auch Mütze, Handschuhe und Daunenjacke eingepackt. Kurzfristig waren dann aber für den Tourstart 27 Grad in Abisko prognostiziert, die sich über die geplanten 10 Tage auf 16 Grad und Regen reduzieren sollten. Letztendlich haben wir also Mütze und Handschuhe ausgepackt und dafür ein kurzes Tshirt ein. Daunenjacke und Regenkleidung haben wir aber mitgenommen.
Von Gällivare ging es mit dem Auto noch für einen "kurzen" Abstecher nach Kaitum, um das e-Bike abzustellen. Normalerweise fährt von Kaitum nach Gällivare ein Zug, aber im Sommer 2025 ausgerechnet nicht. Nach Deponie des Fahrrads sind wir dann für eine Nacht auf dem Campingplatz in Gällivare eingecheckt, haben unsere letzten frischen Lebensmittel verbraucht und unsere Rucksäcke fertig gepackt.
Tag 1: Über den Kungsleden durch den Abisko Nationalpark
Am nächsten Morgen ging es dann endlich los, und zwar zu Fuß zum Bahnhof. Das Auto kann man gegen kleines Geld auf dem Campingplatz stehen lassen. Mit dem Zug ging es dann in ca. 2,5h nach Abisko, wo man direkt am Eingang zum Nationalpark ausgespuckt wird.
Hier war die Laune noch sehr gut, auch wenn sich der schwere Rucksack bemerkbar gemacht hat. Startgewicht mit Packraft und Verpflegung für 12 Tage waren knapp 28kg pro Person. So schwer waren unsere Rucksäcke ziemlich sicher noch nie, aber auch wenn hier noch Luft nach unten ist, wiegen WW-Packraft-Equipment und Verpflegung einfach viel.
Im Abisko NP darf man nicht campen, deshalb muss dieser am ersten Tag komplett durchwandert werden. Mit knapp 16km ist das aber auch völlig okay. Nach der NP Grenze haben wir dann zusammen mit vielen anderen unser erstes Camp aufgeschlagen. Das Tarp, ursprünglich für potenzielle Regentage im Gepäck, hat sich hier als wertvoller Schattenspender erwiesen.
Tag 2: zur Fjällstation Alesjaure
Am zweiten Tag ging es weiter entlang des Kungsleden bis zur Fjällstation Alesjaure. Der Trail verläuft ziemlich flach, zum Teil entlang eines Sees. Schatten gibt es nicht viel, aber regelmäßig Bäche, um das Kopftuch abzukühlen.
Unser Zelt haben wir dann knapp unterhalb der Fjällstation Alesjaure aufgebaut. Hier gibt es auch Toiletten. Völlig unterschätzt hatten wir die Kombi aus Hitze und Mücken. Ich hatte als lange Hosen nur eine Wanderleggings und eine Fleeceleggings dabei. Abgesehen davon, dass ich die bei 25 Grad und mehr nur ungern anziehen wollte, haben die Mücken auch einfach durchgestochen.
Tag 3: Tschüss Kungsleden
Tag 3 führte uns weg vom Kungsleden. Nach dem Fluss führt der Kungsleden weiter nach Süden. Wir sind stattdessen links abgebogen und sind dem Trail Richtung Vista-Tal gefolgt. Oben auf dem Sattel gibt es einen schönen Bergsee, ideal für eine Badepause. Vom See ging es dann abwärts ins Vistas-Tal, wo auch bald der Vistasälven in Sicht kommt. Aufgrund der warmen Temperaturen war wohl die Schneeschmelze ganz besonders stark und wir konnten schon ein ganzes Stück oberhalb der avisierten Stelle unsere Boote einsetzen. Los ging es auf einem wild bewachsenen Stück durch erste kleine Stromschnellen den Vistasälven runter.
Eigentlich waren wir noch früh dran und hätten noch ein ordentliches Stück auf dem Fluss zurücklegen können, aber zwei Dänen, die uns früher am Tag auf dem Sattel begegnet sind, haben wir uns von der Sauna an der Vistasstugan erzählt. Also haben wir ausnahmsweise an einer kostenpflichtigen Hütte das Zelt aufgebaut. Der nette Besitzer hat uns dann erlaubt, zum Kochen eine der Hütten zu nutzen und anschließend die Sauna für uns aufgeheizt. Abkühlung gibt’s direkt daneben im Vistasälven. Und die Sauna fungiert auch gleichzeitig als Dusche, in dem man einfach einen Eimer Wasser zum Aufwärmen mit reinstellt. Obwohl wir erst drei Tage unterwegs waren, wollten wir uns das nicht entgehen lassen.
Tag 4: Weiter entlang des Vistasälven
Wer auf Flüssen unterwegs ist, weiß dass hier Gefahren lauern, insbesondere wenn Wildwasser im Spiel ist. Wir waren entsprechend gut ausgerüstet und vorbereitet. Nicht auf dem Schirm hatte ich aber die offensichtlich durchaus reale Gefahr eines Zusammenstoßes mit einem großen vierbeinigen Tier! Zum Glück wollte der Elch das genauso wenig und hat sein Bad verfrüht abgebrochen. Nicht die letzte, aber sicherlich die Beste Elch-begegnung auf dieser Tour! Weiter unten wird der Vistasälven schwieriger und wir mussten für eine erste Umtragung einer WW-V-Stelle aussteigen. Danach geht es mit WW II/III spaßig weiter, gefühlt aber nie gefährlich, sondern gut einsehbar und ohne Unterströmungen o.ä.
Für die Mittagspause haben wir an der Lisasstugan Halt gemacht, einer kleinen Hütte für Jäger und andere. Mein Partner hat sich erfolgreich am Angeln versucht und so stand Äsche auf der Speisekarte. Leider hat sich zu diesem Zeitpunkt unser Benzinkocher verabschiedet und wollte partout keinen Mucks mehr tun. Bei gemütlichen 27 Grad haben wir also in der Lisasstugan ein Feuer im Ofen gemacht, um unseren Fisch auf dem Ofen zu garen.
Im Anschluss haben wir gleich noch Wasser für unser Abendessen gekocht. Die Nacht haben wir dann etwas weiter flussabwärts in Gesellschaft von drei netten Schweden verbracht, die wir tagsüber am Fluss getroffen hatten. Unsere Hoffnung, am Morgen hier ein bisschen Kochergas für einen warmen Kaffee zu schnorren, hat sich vollauf erfüllt.
Tag 5 und 6: Nikkaluokta
Der letzte Abschnitt des Vistasälven schlängelt sich gemütlich bis nach Nikkaluokta. Hier gibt es kaum mehr Stromschnellen und besonders auf dem letzten Stück muss man tatsächlich auch mal paddeln, um vorwärtszukommen. In Nikkaluokta gibt es eine große Fjällstation, die außerdem mit dem Auto erreichbar ist. Ein Ersatzkocher war dort aber leider nicht zu bekommen. Also haben wir einen Pausentag eingelegt, mein Partner ist nach Kiruna getrampt und hat den einzigen verfügbaren Gaskocher (zum Aufschrauben 🫠 und dann auch noch der gleiche, der schon zuhause liegt) gekauft. So konnten wir unsere Tour aber zumindest fortsetzen.
Tag 7: Von Nikkaluokta Richtung Kaitumälven
Vom Campingplatz in Nikkaluokta sind wir Richtung Kaitumälven aufgebrochen, unser zweiter Rafting-Fluss. Auf halber Strecke etwa liegt ein Shelter, das wir uns für die Übernachtung ausgesucht hatten. Weil wir ganz allein waren, haben wir uns spontan entschieden das Zelt nicht auszupacken und im Shelter zu übernachten. Groooooßer Fehler! So ein Zelt hat den immensen Vorteil, dass man den kleinen Raum ganz ausgezeichnet von Mücken befreien kann, bevor man schlafen geht. Das ging im Shelter überhaupt nicht und ich war am nächsten Morgen komplett zerstochen.
Tag 8: Ankunft am Kaitumälven
Früher als erwartet, waren wir schon kurz nach Mittag am Kaitumälven und haben uns deshalb entschieden, direkt noch die ersten Kilometer zurückzulegen. Der Kaitumälven fließt wesentlich gemächlicher als der Vistasälven und lässt sich zumindest auf diesem Abschnitt eher als große Seen charakterisieren, die über kurze Stromschnellen miteinander verbunden sind. Als Zeltplatz haben wir eine gemütliche kleine Insel gefunden.
Tag 9: Lange Umtragung
Am nächsten Tag ging es weiter den Kaitumälven entlang. Schon kurz nach dem Start mussten wir uns entscheiden, ob wir die für uns schwierigste Stromschnelle fahren wollen oder nicht. Mein Partner war ein bisschen unsicher, wollte dann aber doch nicht alleine umtragen, also haben wir uns getraut. Die Stromschnelle entspricht der Schwierigkeit III und ist ordentlich wuchtig, für uns zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall noch eine mentale wie technische Herausforderung.
Auf diesem Abschnitt kommt später außerdem eine WW-V und kurz darauf eine WW-IV-Stelle, die wir auf jeden Fall umtragen wollten. Anlässlich eines Tourberichts, den wir gelesen hatten, haben wir mit knapp 4km Umtragung gerechnet. Erstmal war es aber richtig schwer, überhaupt vom Fluss zum parallel verlaufenden Trail zu kommen. Die große schwarze Linie auf der Karte hat sich nämlich als Rentierzaun herausgestellt. Also haben wir es gemacht wie die Rentiere: so lange den Zaun entlang, bis ein ausreichend großes Loch kommt. Weil wir mit einer vergleichsweise kurzen Umtragung gerechnet haben, haben wir uns entschieden die Trockenanzüge anzubehalten. Aus Perspektive der Mückensituation sicherlich eine gute Entscheidung. Aufgrund der immer noch hohen Temperaturen aber auch eine ziemliche Tortur. Von den angesagten 16 Grad war überhaupt nichts zu merken. Wir hatten weiterhin den ganzen Tag Temperaturen in den hohen Zwanzigern und das aufgrund der langen Tag von sehr früh bis sehr spät. Die Umtragung war dann eher 6km lang und wir mussten uns ziemlich durch die Büsche schlagen. Ich sags mal so, nach Ankunft an unserem Wunsch-Camp war definitiv Klamottenwaschen und Trockis auslüften angesagt. Auf diesem Abschnitt war es tatsächlich gar nicht mehr so einfach einen passenden Campingspot zu finden, aber irgendwann waren wir dann doch erfolgreich.
Tag 10: Ankunft in Kaitum
Ursprünglich hatten wir mal angedacht, kurz vor Kaitum nochmal das Zelt aufzuschlagen. Aber die Hitze und die Mücken haben uns so langsam wirklich geschlaucht und entsprechend sind wir die letzten 17km bis Kaitum durchgepaddelt. Mein Partner hat das metaphorische Schnick-Schnack-Schnuck verloren und wurde von mir zusammen mit seiner Angel den Mücken zum Fraß vorgeworfen. Ich hab mich aufs e-Bike gesetzt und bin die 94km nach Gällivare geradelt.
Dort bin ich dann umgehend ins Auto gestiegen und zurück nach Kaitum gefahren, um meinen Partner und das restliche Gepäck aufzusammeln. Zurück am Campingplatz haben wir es tatsächlich bis zum folgenden Mittag geschafft, sämltiches Equipment zu säubern und zu trocknen, bevor dann tatsächlich der angesagte Regen eingesetzt hat.
- TOUR ENDE –
Anbei noch unsere Packliste. Bitte zerreißt mich nicht, wir haben seitdem schon ordentlich nachgebessert und ich weiß auch nicht, warum wir Stirnlampen dabei hatten: Packliste Schweden
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Fluwer reagierte auf Eli Sabeth in Angebot Übernachtungsplatz Bonn & Nähe Köln für Einkäufe Walkies, Sack&Pack, Bergischer WegHallo zusammen, ich lese hier immer wieder Beiträge, besonders bei Rucksäcken, bei denen es um Ausprobieren/Anpassen von Ausrüstung geht, bzw. das Problem, dass man keinen Laden in der Nähe hat. Hier darum ein Angebot: Ich wohne in Bonn und man kann mir gerne eine Nachricht schicken, wenn man bei Walkon mal life was anprobieren/anschauen möchte und einen Übernachtungsplatz braucht.
Viele Grüße
Elisabeth
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Fluwer reagierte auf Lolaine in Fünf Tage auf dem GR221 (Mallorca) im April 2026Hallo zusammen,
ich bin den Weg letzte Woche klassisch NoBo gelaufen und kann somit aktuelles berichten. Dabei hatte ich perfektes Wetter und somit immer glasklare Sicht - das machte den Weg für mich zu eines der besten Kurzausflüge der letzten Jahre - auch, weil ich ziemlich wenig erwartet hatte.
Übernachtung: Um mal mit einem Mythos aufzuräumen: Der Weg ist Wildcampers Paradise. Ich kann mich nicht erinnern, auf einer Insel jemals so viele Camp-Möglichkeiten pro km entdeckt zu haben. Das kommt nicht zuletzt auch dadurch zustande, dass es viele historische Kohlemeiler-Plätze gibt, die in den (ehemaligen) Wäldern topfeben angelegt wurden. Somit trampelt man auch nichts kaputt, wenn man sein Zelt dort platziert. Man sieht auch morgens einige Zelter, die direkt am Wegesrand aufgebaut haben. Anscheinend juckt es dort keinen trotz allgemeinem Verbot, anders kann ich mir das nicht erklären. Ich selbst habe sieben Nächte im Zelt verbracht und das war auch am An-und Abreisetag kein Problem. Einen Hinweis möchte ich hierzu geben: Der Abschnitt Sant Elm bis zur Vogelwarte/Mühle hoch würde ich wegen der Verbotsschilder und dem angeblich unangenehmen Besitzer der Warte nicht als Zeltrevier einplanen.
Verpflegung: Hier war ich das erste Mal ohne Kocher unterwegs. Grund dafür ist, dass es so wenige natürliche Quellen gibt. Um nicht literweise Wasser mitzuschleppen, habe ich jedes Dorf angesteuert, um welches zu kaufen. Somit kann man auch gleich für den Tag einkaufen gehen bzw. ein Resto besuchen. Preise in kleinen Läden höher, sonst ca. 1/1 wie in D. Da die Läden auch Sonntags geöffnet sind, war das logistisch kein Problem.
Wegführung: Der GR ist weitestgehend gut ausgeschildert, man muss sehr wenig aufs Navi schauen. Bei ein paar Bergpassagen war es dennoch hilfreich. Ein paar Berge habe ich am Wegesrand mitgenommen. Man muss sich nicht stur an den Weg klammern. Mein Weg ging strenggenommen von Peguera bis kurz vor Pollenca mit einem Abstecher zum Deia Strand. Warum man den Abschnitt Pollenca zum Meer laufen will, erschließt sich mir nicht. Würde ich nicht machen. Der berüchtigte Abstieg vor Lluc war für mich machbar, obwohl ich ein ziemlicher Angsthase bin. Von der Zeit her hätte auch die Route über den Puig Tomir gepasst, aber für mich mit meiner Höhenangst nicht machbar, bin wieder abgestiegen.
Einsam ist man nicht auf den Wegen, aber überlaufen ist er ebenfalls nicht. Anfangs habe ich sechs Tage angepeilt, aber es ging sehr gut in fünf Tagen in jeweis ca 27km-Abschnitten.
Ausrüstung: Mir hat mein 35L Atom locker gereicht. War mit einem Schlafsack bis -2 Grad unterwegs, den es niemals gebraucht hat. Kocher blieb zuhause und den habe ich nicht vermisst. Da ich keinen Wind hatte, konnte ich mein Trekker-Zelt auch exponiert aufbauen.
Öffis: Sehr gutes Bussystem auf der Insel. Man zahlt einfachsterweise mit Karte vorn am Busfahrer und beim aussteigen hält man die Karte wieder an einen Leser. Somit wird die Strecke automatisch ermittelt. Die Verbindungen sind hier einsehbar, aber die Zeiten stimmen nicht. Lokal an der Haltestelle sind die Zeiten dann korrekt ausgezeichnet. Man braucht kein Taxi vom Flughafen in die Stadt, es geht alles mit dem Bus. Selbst bei Abbruch entlang des Weges ist die Chance hoch, dass es eine Busverbindung vom nächsten Kaff nach Palma gibt.
Andere Berichte von mir gibt es hier:
Korsika
La Gomera
Norwegen
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Fluwer reagierte auf Gerd1890 in Fischerweg / Fishermen's TrailHallo,
hier nur ein kurzer Abriss der Wanderung mit ein paar konkreten Tipps von mir. Berichte gibt es ja sonst schon genug....
An- und Abfahrt:
Hin: Flug von München nach Lissabon um 6:00 Uhr, dann S-Bahn vom Flughaften zur Station Oriente, dann Flixbus nach Sines, dann ein Bolt-Taxi (8 €) zum Startpunkt am Strand. Um 13:00 Uhr war ich am Wandern. Das hat alles wunderbar geklappt.
Zurück: Rede Express-Bus von Sagres nach Lissabon um 8:45 Uhr, habe mir Lissabon angesehen und einmal übernachtet, dann Rückflug am nächsten Tag. Würde ich so aber nicht wieder machen, weil nach einer Woche auf dem Trail hat mich das Treiben in Lissabon wirklich extrem genervt (kleiner Anflug von Trail-Depression).
Zum Trail:
Ich bin vom 16.03. bis zum 22.03. von Sines nach Sagres gewandert und bin dabei immer auf dem eigentlichen Fischerweg geblieben. Der Trail ist insgesamt sehr schön, tolle Landschaft, viele Single-Trails, wenig Straßen (auch die "unschönen" Etappen waren für meinen Geschmack durchaus ok, kein Grund diese zu skippen). Ich war das erste Mal am Meer wandern, das hat mir sehr gefallen. Das Wetter war eher schlecht (viel Regen, viel starker Wind, teilweise Sturm), dafür waren die Wellen wohl recht stark, was den teilweise schon gewaltigen Eindruck der Küste noch verbessert hat. Kann ich wirklich empfehlen!
Wegen starker Regenfälle in den Wochen und Monaten davor waren ein paar Brücken/Übergänge in Mitleidenschaft gezogen. Gelegentlich musste man deshalb durch ins Meer fließende Bäche waten, die wegen der aktuellen Regenfälle in einem Fall auch mal ca. 1 m tief waren. Sonst ist der Trail aber m. E. recht einfach und auch für Einsteiger gut wanderbar.
Ich habe allgemein gewisse Knieprobleme, hier aber keine Probleme, weil der ständige Wechsel zwischen Auf und Ab deutlich besser für meine Knie ist als 4 Stunden hoch und dann 4 Stunden runter. Auch der weiche Sand war mit den Stöcken kein Problem. Ich war aber einer der wenigen, die Stöcke dabei hatten.
Ich habe wild gecampt, was sehr schön war und im Wesentlichen auch gut möglich (schwierig vielleicht nur im Abschnitt Vila do Bispro - Sagres, da dort nur offene Landschaft). Das hatte auch den Vorteil, dass wenn ich jeweils hinter den typischen Abschnitts-Ortschaften übernachtet habe und entsprechend früh losgelaufen bin, manchmal über Stunden keine anderen Wanderer getroffen habe. Wenn ich das anders gemacht habe, also vor den jeweiligen Ortschaften übernachtet und dann morgens mit den anderen Wanderern so um 9 oder 10 Uhr hinter den Orten zusammen getroffen bin, war schon deutlich mehr los. Insgesamt ging es aber zu dieser Jahreszeit, es war nicht wirklich überlaufen. Ich hatte den Eindruck dass die allermeisten Wanderer jeweils die offiziellen Etappen-Tagestouren gehen, weshalb der Trail dann am Nachmittag auch zunehmend leer war.
Versorgung ist alle 10 bis 15 km durch kleine Ortschaften mit Minimarkt problemlos möglich.
Ausrüstungstipps:
Wie gesagt, das Wetter war eher schlecht. Ich hatte nur einen Regenschirm dabei, sonst kein Regenzeug. Das war ein Fehler, Regenschirm bei starkem Wind ist für den A.... Bin also regelmäßig ziemlich nass geworden, einmal auch pitschpatschnass (bei Tagesniederschlagsmenge von 28 mm), so dass ich dann doch mal auf einen Campingplatz gegangen bin, für Waschmaschine und Trockner. Das nächste mal also wieder normales Regenzeug. Ansonsten hatte ich einem 250-er Daunen-Quilt, das war völlig ausreichend, könnte man ggf. auch was leichteres mitnehmen. Kritisch waren die Heringe, ich hatte Swiss Piranhas dabei (weil ich gemeint habe ich komme mit anderen nicht durch die Handgepäck-Kontrolle), habe aber nicht berücksichtigt, dass dort alles praktisch ausschließlich äußerst leichter Sandboden ist. In Kombination mit dem Wind (eine Nacht gab es offizielle Sturmwarnung) waren die Heringe dann im Wesentlichen untauglich und ich musste mir mit eingegrabenem Strandmüll abhelfen, bevor ich dann in einem Ort in so einem Chinesen-Allroundladen massive Stahlheringe (das waren die einzigen, die sie hatten) gekauft habe. Nix mehr mit Ultraleicht ab dann. Empfehlung: Sandheringe mitnehmen!
In diesem Zusammenhang ein Tipp: Bin ja ein Sparfux und buche daher allgemein eigentlich nur Handgepäck, habe dann aber immer das Problem, dass ich nicht weiß, ob ich mit meinen Wanderstöcken durch die Sicherheitskontrolle durchkomme und wie es mit Heringen ist. Jetzt hatte ich kurz vor dem Abflug ein SMS der Fluggesellschaft bekommen, man möge doch bitte sein Handgepäck aufgeben, weil der Flug recht voll sei. Die Dame bei der Gepäckaufgabe meinte zu mir, dass man bei den allermeisten Fluggesellschaften immer sein Handgepäck auch kostenlos als normales Gepäck aufgeben könne. Somit entfällt dann der Ganze Stress mit Wanderstücken, Heringen, Messer das man sich vor Ort erst noch wieder kaufen muss.
Der Weg ist exzessiv beschildert. Ich hatte mir noch eine Karte auf Osmand heruntergeladen, damit ich ohne Internet immer eine gute Übersicht hatte, das war völlig ausreichend. Ich hatte zum Testen auch eine Smartwatch mit Navigation dabei (Amazfit Active Max, kurz vorher gekauft) und hatte mir dafür von irgendsoeiner schwindligen Seite die gpx-Datei heruntergeladen, ohne die genauer vorher angesehen zu haben. Offenbar sind die dafür häufiger auf anderen Wegen des Wegenetztes gewandert, jedenfalls nicht auf dem original Fischerweg, weshalb das dann nicht wirklich geklappt hat. Hatte aber auch keine Not das noch zu ändern, weil der Wege ja ohnehin super ausgeschildert war.
Fazit: Hat mir sehr gefallen, kann ich wirklich weiterempfehlen!
Gerd
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Fluwer reagierte auf khyal in WHW März statt Mai - neues Zelt?Bei Dir geht es ja nun bald los...
3 Tips :
Gute Heringe, die auch in durch Regen aufgeweichten Böden gut halten, ich habe es in sehr feuchtem Wetter schon erlebt, daß es manche Heringe durch den Boden gezogen hat, meine Empfehlung 18 cm Y-Heringe
Zpacks Sonic7", HB Y-Heringe, MSR Groundhogs
Durch Deine Körpergröße has Du ja gut Abstand zu den Zeltwänden, da Du wahrscheinlich häufiger um die Jahreszeit das Zelt da oben von innen / aussen nass haben wirst, ist es gut, wenn das Zelt nicht im Wind zu sehr schlagen kann, um Wassertropfen abzuschleudern, ich würde also für die 2 Flächenabspanner 2 lange Spannleinen & Heringe mitnehmen.
Wenn das Zelt klatschnass abgebaut wurde, wird es während der Zeit im Packsack gut durchfeuchtet, dann reicht evtl auch schon ein Platzregen von aussen drauf, damit innen dadurch überall Tropfen abgeschleudert werden, da kann ein Stück Polycro o.A., was man in Kombi mit der Regenjacke über den Schlafsack legen kann, Diesen gut schützen.
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Fluwer reagierte auf khyal in Revierbeschreibungen zu WW-Packraftflüssen überwiegend Alpen - bis jetzt Enns, Steyr, Mur, Weitere folgen - neu Sülz, Agger, Eifel-Rur, Rursee...Steyr
Man sollte sicher das Paddeln bis WW3- beherschen, die höchsten Schwierigkeitsgerade im Fluß sind WW2+, rel einfach zu bewältigen, da es nur darum geht, mit genüghend Eigengeschwindigkeit durch die Schwälle bzw eine 3/4 m Stufe durchzupaddeln.
An Ausrüstung braucht jedes Boot min eine min 3 m lange Landleine und man sollte entweder ein >= 4 mm 15 m Reepschnur oder einen entsprechenden Wurfsack bei haben (aber den haben wir ja sicher alle beim Paddeln bei, oder ?😎)
Da die Steyr zum großen Teil in einem Naturschutzgebiet läuft und ausserhalb manche zum Zelten mögliche Stelle Privatbesitz ist (die zwar nicht unbedingt überall was dagegen haben, daß man da auch übernachtet, aber da häufiger lautstark mit Anlage Party machen) ist meine Empfehlung den Camping am südlichen Ende des Stausees zu benutzen (btw leckere Pizza & alkfreies Weizen, meine hies Obermayr) und dann entweder mit ÖNV oder Auto zum Einsatzplatz unterhalb der Staumauer zu fahren oder eben ab dem Camping über den Stausee paddeln (auch schön) und die Staumauer zu umtragen.
Evtl kann man dann an einem anderen Tag, wenn genug Pegel und man im 3er Bereich sicher ist, noch den Stausee-Zulauf Techl "mitnehmen".
Dann ist die Steyr auch locker als Tagestour mit ÖNV machbar, die Paddelstrecke ist zwar nur ca 20 km, aber man sollte das zeitlich nicht unterschätzen, da 2 Umtragen und die Staumauer-Boot-Abseilaktion dazu kommt und die Steyr auch derartig klar ist, daß es auch einfach Spaß macht, rumzuchillen.
Für die Angelfreunde, die Steyr ist voll mit Fischen, aber keine Ahnung, wo man nenm Angelschein bekommt, bin kein Angler.
Mir macht die Steyr trotz des rel hohen logistischen Aufwands (für die kurze Strecke zu dem Fluß anreisen) immer wieder Spaß, alleine die Abseilaktion ist schon nett
Der übliche Einstieg ist 100 m unterhalb der Staumauer rechts die Betonrampe, dort unten kein Auto parken, etwas oberhalb in der Zufahrt bei der Feuerwehr und dem Anwohnergebiet gibt es genügend Parkplätze.
Bis zur ersten Wehrumtrage geht es rel ruhig zu, max 2-, nach ca 5 km kommt dann der Ausstieg via Holzplattform links ca 1,30 m über Wasser mit Treppe, manchmal teilweise von Anglern belegt, dann relaxed bleiben, die machen schon etwas Platz und nehmen auch gerne Sachen an, wenn nötig...
Jetzt kommt das netteste Stück, man läuft bis zur Staumauer, dort ist ein Seil befestigt, was aber manchmal unten fest hängt, deswegen lieber eben für den Fall die Reepschnur bzw den Wurfsack nutzen.
Man hebt das Boot mitsamt Paddel, Gepäck über das Geländer und läßt es mit dem Seil eine Holzrutsche runter, wenn man mit Mehreren ist, macht es Sinn, daß einer schon runter klettert, um die Boote anzunehmen, Seil abzuknotten.
Runter geht es über 2 Leitern mit Schutzkäfig drumherum, deswegen ist es nicht möglich, auf der Leiter z.B. einen größeren Rucksack zu tragen.
Je nach Pegel ist unten der Wasserstand bis ca 1,5 m unterhalb des Betonpodest, dann steigt man über ein Leiter ins Boot, deswegn der min 3 m Festmacher, alles gut machbar, man muß kein Kletterer sein, aber sollte das konzentriert machen und einen sicheren Tritt auf längeren Leitern haben.
Ein paar hundert m nach dem wiedew lospaddeln kommt die "Schlüsselstelle", die Strömung zieht in einer leichten Rechtskurve zuerst nach links auf die Felswand zu, leicht mit ein bisschen Vorlage zu kontrollieren, auf dem anschliessenden Geradeausstück kommt die 3/4 m Stufe, da machen höchstens Paddler einen Schwimmer, wenn sie zögerlich rumhampeln, mit genügend Eigengeschwindigkeit und Boot gerade ausgerichtet kein Prob, ansonsten gibt es abre auch unterhalb genügend Kiesbänke, um nach einem Schwimmmer wieder den Kram zu sortieren.
Es gibt deswegen auch viele Newbies oder Paddler die erst ein Stück unterhalb dieser Schlüsselstelle einsteigen, ich bin auch schon mal mit Anwohnern zusammen gepaddelt, die mit Grabner oder nem Scubi (ok das war bei einem newbiefreundlichen Pegel und der hat überall an den Schwällen den Chickenway genommen) unterwegs waren.
Ich empfehler aber ein richtiges WW-Packraft, macht einfach mehr Spaß.
Auch der Austieg des 2.Wehrs wird lange vorher durch große Schilder angekündigt, nicht zu übersehen, links ein Rampe, auch ein guter Platz Pause zu machen, ein paar Hundert m Laufen, beim Wiedereinsetzen nicht den Fehler machen, den ich gemacht habe, noch im Kraftwerksbereich die Treppe benutzen, dort unten gibt es absolut fiese Strömungen, Sog usw, echt gefährlich, nochmal etwas weiter runter laufen und wo dann links der Strasse das erste Wohnhaus ist, geht rechts eine Betontreppe ans Wasser.
Im weiteren Verlauf nach der Schlüsselstelle zwischen den Wehren und unterhalb des 2. sind einige Schwälle, immer schön daher, wo das meiste Wasser fließt, paddeln, statt dessen die kleineren schmalen Bogenumfahrungen nur wählen, wenn man sich in WW3 sicher fühlt.
An der großen Brücke vor Obergrünburg ist dann Schluß, Austieg rechts direkt vor der Brücke, über die Brücke laufen, dann zur Hauptstr oberhalb, dort ist 100 m weiter "Flußaufwärts" die Bushalte.
Nun noch ein paar Pics...
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Fluwer reagierte auf khyal in Revierbeschreibungen zu WW-Packraftflüssen überwiegend Alpen - bis jetzt Enns, Steyr, Mur, Weitere folgen - neu Sülz, Agger, Eifel-Rur, Rursee...Wildwasserflüsse für min Tages oder Mehrtagestouren
Angeregt durch den tollen Packraft-Reisebericht von @ultraleichtflo aus Laos, dachte ich mir, ich nehme auch mal den Hinter hoch ein bisschen über verschiedene Flüsse „zu erzählen“...
Ich möchte den Fokus eher darauf legen, (nur) einen Eindruck von dem, jeweiligen Fluß zu geben, eine Einschätzung welche WW-Stufen, für was für Packrafts geeignet, wie es mit Übernachtungen aussieht, welche Besonderheiten, Gefahren und natürlich jeweils ein paar Pics zum Antörnen dazu
Mit den „Ausnahmen“ Ombrone & Schwarzer Regen alles Flüsse in den Alpen
Drau
Enns
Gail
Kössener Ache bzw Entenlochklamm
Lech
Mur
Salza
Salzach
Schwarzer Regen
Soca
Steyr
Ziller
Schon mal 3 Kartentips
Was sehr nützlich für die Planung in A bzw für die Planung der Fahrtrouten von einem Fluß zum Andern ist → Jüberman Österreich, bei jedem Fluß steht so grob der WW-Grad und zu welcher Zeit befahrbar, unbedingte Kaufempfehlung
Für den (Schwarzen) Regen → Jübermann D-Südost mit u.A. Regen
Für die Soca, falls Ihr sie noch irgendwo bekommt → Soca Bild und Erlebniskarte
2 Buchtips
Luc Mehl Packraft-Handbook, english, ein absolutes Muß für jeden WW-Packrafter, bekommt Ihr u.A. beim Packrafting-Store, Sack & Pack und Packrafting Europe
Kajakparadies Nordalpen
Klasse Buch, wenn man auch mal neue ½ bis Tagestouren dort paddeln will, sehr zutreffende Beschreibungen, viele Pics, zutreffende WW-Einschätzung
Noch eine Sache, die mir sehr am Herzen liegt, einige Flüsse liegen mit ihren interessanten Parts in Naturschutzgebiete und es wird recht deutlich darauf hingewiesen, daß dort Zelten, Campierewn usw verboten bzw nicht erwünscht ist.
Bitte benutzt dort die Campings (sind meist recht preisgünstig und viele Paddelverrückte ) macht von da aus Tagestouren und neben Naturschutz liefert ihr dann denen, die gerne ein komplettes Paddelverbot durchsetzen wollen, keine „Munition“, dasselbe gilt sinnmgemäß für Uferbetretungsverbote oder die Westen & Helmpflicht auf Teilen des Schwarzen Regen.
Natürlich ist es toll, wenn Andere, die dann den jeweiligen Fluß auch gepaddelt sind, ergänzen bzw schildern was sie völlig anders als ich sehen / einschätzen.
So das war der Einleitungstext, da sich das über etwas Zeit ziehen wird, könnt Ihr gerne drunter oder mir via PN schreiben, wenn jemand gerne hätte, daß ich möglichst bald über einen bestimmten Fluß schreibe.
Mal schauen, je nach dem, wie sich das entwickelt, wird es auch Sinn machen, evtl bei manchem Fluß einen eigenen Thread draus zu machen.
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Fluwer reagierte auf nitram in Impressionen von TourenNationalpark Thy, Dänemark Ydby bis Sjorring 01.01. – 05.01.2026
Mittlerweile im sechsten Jahr machen Stephan und ich uns gemeinsam in den Morgenstunden des Neujahrstages in Richtung Bahnhof auf, um das beginnende Jahr mit einer Mehrtageswanderung zu begrüßen. Die Zugfahrt ist fest eingeplant zum Schlafnachholen und Ausnüchtern nach der jeweils abgefeierten Silvestersause. Dieses Mal haben wir uns den Nationalpark Thy in Dänemark herausgesucht, wo 2020 alles seinen Anfang nahm. Nach 1,5 Stunden Schlaf ging der Zug um 6:37 Richtung Norden wo wir gegen 19:30 unser Ziel Ydby erreich haben. Nach den ersten 500 Metern in die falsche Richtung hat dann alles mit der Navigation perfekt geklappt (Danke Stephan!), sodass wir nach ca. einer Stunde bei Schneefall und kühler Prise unseren ersten Shelterplatz erreichet haben. Schön geschützt in einem Wäldchen gelegen mit überdachtem Unterstand, einer Schlafhütte (wohl eher als Picknickhütte gedacht) und einem Toilettenhäuschen. Nach kurzem Abendessen aus der Tüte und warmem Tee haben wir eine erholsame Nacht verbracht. Der Wetterbericht hatte Temperaturen unter Null, Schneefall und starken Wind für die kommenden Tage vorhergesagt und Recht behalten. Der Wind blies uns immer schön von Norden heftig ins Gesicht und unsere kälteste Nacht lag bei-5 Grad. Wir waren vorbereitet und kamen gut zurecht. Der zweite Tag ging nach Hurup, wo wir eine kurze Buspassage ans Meer nach Agger eingelegt haben und ja, wir waren die einzigen Fahrgäste. Von hier, begleitet vom besagten Wind, sind wir teils am Strand teils in den Dünen Richtung Lyngby mit einer kurzen Pause am Lodbjerg Leuchtturm gewandert, um dort im Redningshus, einem umgenutzten Gebäude, in welchem früher das Rettungsboot gelagert wurde, zu nächtigen. Dort finden sich neben Tisch und Stühlen 4 Doppelstockbetten und ein Elektrokocher zum Wasserkochen. Wer sich das gemütlich und wohlig vorstellt, liegt falsch, es war saukalt. Als Zuckerle allerdings gibt es einen Waschraum mit Toilette und kleiner Elektroheizung. Der folgende Tag, nach einer echt kalten Nacht, hat uns nach Norre Vorupor geführt, wo wir zur Abenddämmerung gegen 16:00 Uhr eintrafen, um uns geplanter Weise in der einzig geöffneten Gastronomie, dem Vesterhavscafeen, die Zeit tot- und die Bäuche vollzuschlagen, begleitet von einem zunehmend mulmigen Gefühl bei Anblick des zunehmenden Schneefalls und Windes. Schnell recherchiert man da nochmal den Windchilleffekt bei vorausgesagten -5 Grad. Gegen 19:00 ging es dann gut eingepackt und mit einer nötigen Prise Humor raus in die Elemente und die etwa eine Stunde dauernde Wanderung zum nächsten Shelter war herrlich, teils mit Stirnlampen, teils ohne durch schöne Natur zu einem tollen Übernachtungsplatz, wo wir die Nacht gut geschützt verbringen konnten. Die nächste Etappe hat uns nach Klitmöller geführt, bekannt auch als Cold Hawai, da hier offensichtlich schöne Wellen zum surfen zu finden sind. Wir haben vier Surfer, mit dicken Neoprens ausgestattet, gesehen, was uns großen Respekt eingeflößt hat. Kleineren orthopädischen Unpässlichkeiten und dem Umstand, dass wir in Klitmöller keine gemütliche Gastronomie finden konnten, wo wir die Zeit abhängen hätten können, geschuldet, haben wir uns spontan gegen eine letzte Nacht draußen und für eine Nacht in einer günstigen und entspannten Unterkunft entschieden. Selten hat warm duschen so gut getan. Der letzte Tag hat uns bei schönem Wetter (kalt war’s trotzdem) zu unserem Ziel Sjorring geführt, von wo aus wir mit dem Zug nach Fredericia gefahren sind, um nach einer weiteren Hotelübernachtung am 06.01.26 wieder über Hamburg zurück nach Karlsruhe zu reisen. Das sechste Mal in Folge und dann noch an einem schon bekannten Ort, ist das nicht langweilig? Sowas von Nein!
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Fluwer reagierte auf Sanil in Petzl Bindi vs. Petzl Swift LTich bin ein großer fan der stirnlampe petzl bindi (offiziell: 35g nachgewogen: 34g) weil sie für mich die sinnvollste bedienung, die passensten leuchtstärken und lichtmodi sowie ein gutes gewicht/akkuausdauer verhältnis besitzt.
nun warte ich schon seit jahren sehnsüchtig auf ein update von micro-usb auf usb-c, da dies für mich das einzig große manko der stirnlampe ist. am 01.12.25 kam nun die ablöse für die bindi raus und trägt den namen petzl swift lt (offiziell und nachgewogen: 43g), es handelt sich aber nicht nur um ein update sondern um eine ganz neue stirnlampe die leider ein paar verschlechterungen beinhaltet die sie für mich leider unbrauchbar macht.
folgende unterschiede gibt es:
verbesserungen:
- usb-c anschluss
- bessere 3. helligkeitsstufe
- kopfband individuell austauschbar
neutral:
- neigung nicht mehr stufenlos verstellbar
verschlechterungen:
- das rotlicht geht nicht mehr an ohne dass vorher das weiße an war
- das rotlicht streut nicht mehr so gut und ist jetzt ein zu hellerer spot
- 9g schwerer mit originalband
- größer und schlechteres design
- die akku LED, die nach dem aus machen nachleuchtet, ist heller
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Fluwer reagierte auf Shabeel in Meshtastic: Off-Grid Kommunikation fast ohne GewichtMan muss unterscheiden zwischen Senden (kurze Impulse) und Empfangen/Lauschen (Dauerzustand). Da das Gerät 99% der Zeit lauscht, ist dieser Wert der Batteriekiller.
Ich habe gelesen, dass die günstigen ESP32-Boards mit einem kleinen 500 mAh Akku oft nur ca. 5-6 Stunden halten. Wenn man einen dicken 3000mAh Akku dranhängt (was wieder wiegt), kommt man auf 1 bis 1,5 Tage.
Die Boards auf Basis des nRF52-Chips sind da eine andere Liga: Die sollen wohl 3-5 Tage mit einem kleinen 850 mAh Akku halten.
Interessant wäre da z.B. das Lilygo T-Echo https://www.amazon.de/LILYGO-NRF52840-Funkmodul-Entwicklungsboard-Arduino/dp/B099VVFLVW/ref=asc_df_B097T583WD?mcid=6ecd77943e84365b99a1167e3ff3758a&th=1&tag=googshopde-21&linkCode=df0&hvadid=697141436093&hvpos=&hvnetw=g&hvrand=7454858752286422037&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9115346&hvtargid=pla-2301262726309&hvocijid=7454858752286422037-B097T583WD-&hvexpln=0 . Das hat eingebautes GPS und ein sparsames E-Ink Display (wie ein eBook-Reader, in der Sonne super lesbar).
Zwei Tipps dazu:
Antenne: Ab Werk ist oft nur ein kleiner „China-Stummel“ verbaut. Ich würde da eine Soft Whip Antenne für 868 MHz dranschrauben. Das ist ein Standard-SMA-Anschluss, kann man einfach wechseln (und bringt deutlich mehr Reichweite).
Gewicht: Bei Amazon stehen oft 130g+, das ist aber mit Verpackung. Das Gerät selbst wiegt laut Specs eher um die 75g. Das ist für viele ULer sicher verkraftbar und weit leichter als jedes Walkie-Talkie.
Kommt eben immer drauf an, was man macht. Für Solo-Touren würde ich es vermutlich auch nicht mitnehmen. Da ich aber bei gemeinsamen Touren nicht der Typ bin, der stundenlang Händchen haltend im gleichen Schritttempo laufen will, wäre es da sehr interessant um sich wiederzufinden.
Ich hab selbst 3 Boards auf Basis des ESP32, davon eines fest verbaut in meinem Camping-Bus mit externer Dachantenne. Da die Boards noch massig freie Pins haben, plane ich evtl. mal die Standheizung damit zu steuern oder die Wegfahrsperre zu aktivieren – im Moment ist es aber ehrlich gesagt nur ein schönes Winter-Spielzeug in der dunklen Dezemberzeit. 😁
Wer nicht basteln will, für den ist das verlinkte Handgerät (T-Echo) eigentlich perfekt. Beachten sollte man nur, dass da evtl. ab Werk eine andere LoRa-Firmware drauf ist, aber Meshtastic lässt sich sehr einfach per Browser installieren (Anleitung gibts direkt auf der Meshtastic-Seite).
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Fluwer reagierte auf Shabeel in Meshtastic: Off-Grid Kommunikation fast ohne GewichtDie Handgeräte verbinden sich per Bluetooth mit deinem Handy, du kannst dann mit der (Open Source) App schreiben.
Zum Thema Strom & Bluetooth:
Du hast da einen Denkfehler: Das „Netz“ besteht zwischen den kleinen Platinen im Rucksack, nicht zwischen den Handys.
Du brauchst gar nicht permanent per Bluetooth verbunden sein. Das Handgerät funktioniert autark.
Szenario: Ihr habt beide das Handy im Flugmodus. Dein Handgerät im Rucksack empfängt trotzdem meine Nachricht und speichert sie. Wenn du dann bei der Pause dein Handy-BT einschaltest und die App öffnest, werden die ungelesenen Nachrichten einfach vom Gerät aufs Handy synchronisiert. Das Netz bricht also nicht zusammen, nur weil die Handys aus sind. Die Nodes (Platinen) müssen aber natürlich an sein.
Das Netz ist „sofort“ da. Meshtastic nutzt ein Prinzip namens „Managed Flooding“. Jedes Gerät, das eine Nachricht hört, plärrt sie einfach weiter (Repeater). Das Netz ist also in dem Sinne „dumm“ (oder simpel robust) und muss keine Routen berechnen. Es flutet die Nachricht in alle Richtungen, bis ein Zähler abgelaufen ist (Standardmäßig 3 Sprünge/Hops, maximal 7). Du musst also niemanden „anmelden“ oder koppeln – einschalten und es läuft.
Die gängigen Boards (Heltec V3, T-Beam) basieren auf dem ESP32-Chip. Der braucht relativ viel Strom.
Für Ultralight-Zwecke wäre ein Board auf Basis des nRF52 (z.B. RAK Wireless oder T-Echo) viel besser. Die sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, verbrauchen aber nur einen Bruchteil an Energie und halten mit einem winzigen Akku tagelang.
Reichweite:
Das hängt extrem von der Sichtlinie ab.
Stadt/Wald: 0,5 – 1 km sind realistisch.
Freie Sicht (Berg zu Berg): Ich habe selbst Tests gemacht: Von meinem Haus zum weitesten sichtbaren Punkt (6 km) hatte ich mit einfachen Antennen noch super Werte (+1 bis +2db SNR). Da wäre also noch viel Luft nach oben gewesen (technisch ist bis -20db Empfang möglich). Andere Nutzer schaffen bei freier Sicht in den Alpen auch mal 30–100 km. Wenn in den Alpen theoretisch alle 50 km jemand auf einem Gipfel steht (was bei Sichtverbindung absolut realistisch ist), könnte eine Nachricht mit dem maximalen Limit von 7 Hops so eine gewaltige Strecke von 350 km quer durchs Gebirge zurücklegen.
Noch zur Technik: In der EU ist 868 MHz der Standard für Meshtastic (während in den USA 915 MHz genutzt wird).
Das Schöne am System ist der Community-Gedanke: Jeder, der Meshtastic nutzt, stärkt automatisch das Netzwerk. Wenn euch also zufällig andere Wanderer mit so einem Gerät begegnen, fungieren deren Geräte automatisch als „blinde Briefträger“ und leiten eure Nachricht weiter, ohne dass ihr euch kennen oder koppeln müsst.
Keine Sorge wegen der Privatsphäre: Die Nachrichten sind (AES256) verschlüsselt. Der fremde Wanderer-Knoten leitet euer Datenpaket zwar weiter, kann es aber technisch nicht entschlüsseln oder lesen – es sei denn, ihr schreibt bewusst im „öffentlichen Kanal“, um allgemein Hallo zu sagen.
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Fluwer reagierte auf Shabeel in Meshtastic: Off-Grid Kommunikation fast ohne GewichtMoin zusammen,
ich wollte mal ein Thema in die Runde werfen für alle, die in Gruppen abseits vom Handynetz unterwegs sind und keine Lust auf schwere Walkie-Talkies haben.
Es geht um Meshtastic. Das Prinzip ist genial: Kleine, leichte Platinen, die ihr einfach in den Rucksack werft. Sie verbinden sich per Bluetooth mit eurem Smartphone. Über eine App schreibt ihr dann Textnachrichten (wie WhatsApp), die per LoRa-Funk übertragen werden. Ihr braucht also kein Mobilfunknetz.
Der Clou: Die Nachrichten „hüpfen“
Das System baut ein eigenes Netzwerk auf. Das Geniale dabei ist das „Mesh“ (Verkettung): Wenn Person A und Person C zu weit auseinander sind (z.B. hinter einem Bergkamm), aber Person B oben auf dem Grat steht, empfängt B das Signal und leitet es automatisch an C weiter. Die Nachricht hüpft also von Gerät zu Gerät (Multi-Hop), um ans Ziel zu kommen. Jeder in der Gruppe ist automatisch auch ein Repeater für die anderen.
Man kann auch einstellen das der Standort direkt mit übertragen wird, entweder der vom Handy, oder man kauft ein Board mit eingebauten GPS.
Für mich ist das die spannendste UL-Alternative, um in der Gruppe („Wo bist du?“, „Lagerplatz ist hier“) in Kontakt zu bleiben, ohne schwere Funkgeräte zu schleppen.
Hat das schon jemand getestet? Hier bei mir im Dorf finde ich leider keine anderen Geräte, in der nächst größeren Stadt waren nur wenige Geräte online, ich konnte keine Nachricht vom einem ende an das andere übertragen.
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Fluwer reagierte auf Ein.Plattfüssler in Abenteuer (?) VPWVorbenerkung: Den VPW bin ich im letzten Jahr gegangen. Den Reisebericht aber nicht fertiggestellt. Hier nun einen ersten Teil… Ggf. folgt ein weiterer… Sofern ich meine Faulheit überwinden kann… oder ich beabsichtige euch zu nerven...
VPW – Vogtland Panorama Weg
Gestern ist Jesus in den Himmel gefahren. Ich fahre heute ins Vogtland. Vogtland ? Was’n das ? Weißer Fleck ! Also nichts wie hin !
Der Zug rollt pünktlich in Reichenbach am oberen Bahnhof ein.
Kaum bin ich raus, düst er wieder ab. Tzzz… halt nicht die Deutsche Bahn…
Hinter dem verlassenen großen Bahnhofsgebäude wird ein Supermatkt sichtbar. Das späte Mittagessen mit Cola und Kuchen ist also gesichert.
Dann geht’s richtig los. Zum VPW, dem Vogland Panorama Weg…
Reichenbach geht in Mylau über. Dort nach rechts zum Friedhof abgebogen. Er hat mich… – der VPW…
Und der offeriert gleich mal eines seiner Merkmale: Es geht immer bergan ! Weiteres später…
Die Höhe habe ich auf einem schmalen Trampelpfad erklommen. Der Weg führt durch Feldhecken hindurch zum zweiten Merkmal: Es gibt jede Menge Aussichten ! Auf Hügel (oder sind das schon (Mittelgebirgs-) Berge ?), auf Täler, auf Dörfer, auch mal auf ein Flüsschen…
Eine Bank steht da. Draufsetzen und die restliche Cola reinschütten.
Das dritte Merkmal des VPW offenbart sich: Es geht immer bergab ! Wenn es nicht bergan geht !
Weiter zwischen piepsenden und trällernden Feldhecken. Auf halber Höhe öffnen diese sich. Ein knallgelbes Rapsfeld unter knallblauen Himmel mit einigen Haufen an Wolken rückt ins Sichtfeld. Kitschig wie manche Postkarten, sofern mensch die noch kennt…
Ich biege, ganz besoffen von soviel Idylle, nach rechts ab. Falsch ! Bemerke es. Aber auch ein anderer Wanderer tut das. Wie peinlich ! Schnell kaschiert mittels fingierter Fotoknipserei…
Das vierte Merkmal des VPW: Er ist deutlich markiert ! Ausser für von Idylle Besoffene…
Der schmale Weg schlängelt sich in Richtung in der Landschaft herumstehender Bäume. Schon bald gibt’s dennoch einen ersten Blick auf die ‚Göltzschtalbrücke‘. Ein geradezu irrwitziges und monumentales Bauwerk nur aus Ziegelsteinen und Mörtel in unzähligen übereinander stehenden Rundbögen. Und noch heute fahren Züge da drüber. Kann der Wanderer auch, sofern er mal kurz in die Vogtlandbahn hüpft. Die ist übrigens häufig mehr oder weniger wegbegleitend verfügbar. Zum Füsse ausruhen, Blasen abheilen lassen, Schneestürme und Orkane aussitzen…
Der Weg lässt mich unter der ‚Göltzschtalbrücke’ hindurch. Auch der Blick von unten hinauf ist beeindruckend. Die riesige Brücke und das schmale Göltz-Flüsschen, ein Kontrast. Das Tal aber ist weit und so die Brücke daher lang und riesig… und haltbar, wie es scheint...
Nun geht’s auf schmalen Pfaden auf halber Höhe an baumbestockten Hängen und Felsen entlang. Das fünfte Merkmal des VPW: Die (Trink-) Wasserversorgung aus kleinen Rinnsalen und Bächen ist eher kein Problem. Ein Blick auf die Karte ist dennoch immer hilfreich…
An den Felsen treffe ich auf Kletterer. Da entlang in die Höhe würde mich keiner bringen. Bröckliges Schiefergestein ist eher was für Todessüchtige, oder ?
Bei Göltzhammer begrüße ich die ‚Weiße Elster’, deren Verlauf ich nun ebenso wie dem der Vogtlandbahn folgen werde. Ich erst mal in der Höhe, die Bahn eher im Tal außer Sicht- und Hörweite.
Bin nun auf etwa 350 m in der Höhe. Der Abend rückt heran, der Magen meldet sich. Der Kuchen ist verdaut. Am Ende einer Gartenanlage steht eine Bank in der Abendsonne. Und schon sitze ich drauf. Müsli mischen, Apfel schnippeln, mampfen, mit Wasser nachspülen… Schokalade … Auf der Karte entdecke ich eine grüne Fläche. Da müßte doch ein Schlafplatz zu finden sein… Denke ich…
An der grünen Fläche angekommen, denke ich: Wird schwierig werden. Lichte Gehölze, der Boden in Schräglage, viele Wege. Nach dem Abklappern einiger potentieller Ecken ist die Wahl gefallen. Eigentlich für mich ein wenig nah am Gehölzrand, aber eben, ohne Hochstand eines Jägers in der Nähe. Ich mag niemanden in der Wahrnehmung seiner Interessein stören, egal ob Mensch, Tier, Pflanze und was es sonst noch geben mag…
Ein Bauer lärmt noch mit Trekker und Stapler oder sonst was auf seinen Acker… Bei Dämmerung wage ich den Aufbau… Als es dunkel ist, wackelt ein Irrlicht über einen nahen Weg. Undefinierbar, was da geschieht… Irgendwann taucht es Richtung Tal ab… Ruhe… bis zum Morgen. Falsch gedacht ! Die Vogtländer sind echte Knaller. Der Grund der Ballerei bleibt mir verborgen. Soweit ich weiß, gilt auch im Vogtland der mitteleuropäische Kalender.
Morgens bei beginnender Dämmerung dann die Brüllerei der Gefiederten. Ziemlich durcheinander das Morgenkonzert…
In der Nacht gelernt. Sechstes Merkmal des VPW: Biwakplätze fallen nicht vom Himmel, sind aber ziemlich nahe, wollen dennoch sorgfältig ausgesucht sein…
Praktisches am Morgen, da steht doch am Wegesrand gleich eine Bank. Frühstück, selten so früh. Habe noch etwas Zeit bis zum notwendigen Einkauf. Den Supermarkt wecken wohl keine Vögel... Bereiten des Morgenkaffees. Dazu wieder Müsli…
Abstieg nach Elsterberg. Praktisch so ein schlaues graues Kästchen mit dem kleinen Bildschirm. Das weiß immer, wo es was zu futtern gibt… Kuchen und Cola als zweites Frühstück… Wandern ist echt super...
Danach wieder hoch in den Hang, um gleich mal wieder runter zu gehen. Vorher noch einen Blick vom ‚Kriebelstein‘. Viel Landschaft, ein Blick ins Tal…
Unten angekommen, begrüßt mich die ‚Weiße Elster‘. So nah, ist ein Kennenlernen möglich. Hier darf sie doch tatsächlich natürlich fließen. Im Flußbett liegen abgestürzte Felbrocken, links und rechts erheben sich Felsen. Munter plätschert, strömt und gurgelt es. Um die Felsbrocken mit bizarr aber natürlich geformten ‚Holzskulpturen‘. Ich höre, auf einer Bank sitzend, gerne zu…
An den Ufern, neben dem Pfad blühen wilde Stauden und Kräuter. Hin und wieder kommt was vorbeigesummt und gebrummt. Manchmal kreuzt auch die begleitende Vogtlandbahn den Fluß. Störend ist die nicht…
Weiter geht’s. Die Elstertalbrücke hat ein eisernes Korsett. Hier wird instandgehalten. Weg gesperrt… Aber doch nicht für mich ! Die Bahn fährt ja auch drunter durch, tzzz… Ich komme trotz der am Wochenende laufenden Arbeiten ungeschoren durch. Doch leider auf der verkehrten Flußseite. Hier hgeht’s als Abstecher zur Talsperre Pöhl. Keine Lust auf ein Bad. Also zurück. Neuer Anlauf und zum dritten Mal durch die Bögen der Brücke… geschafft. Niemand hat mich aufhalten wollen. Nichts ist mir auf die Birne gefallen. Glück muß mensch haben. Die Bahn pfeift drauf…
Schmaler Pfad, steiler felsiger Aufstieg und ich bin im Nymphental. Hier plätschert ein Bach und es stehen Bänke. Sogar ein Papierkorb aus Waschbeton (Nostalgie ?) ist vorhanden. Mittagsrast. Nudeln, wie (fast) immer. Dieses Mal yum-yum mit ostasiatischem Geschmack. Als Nachtisch dazu etwas Schokolade. Was sonst...
An der Pfaffenmühle zweigt eine Weg-Alternative zur Syrauer Drachenhöhle, zur einzigen Holländermühle des Vogtlandes, zur Schaudestillation und Absinth-Ausstellung (was es nicht alles so gibt ! Prost !) ab. Der Weg liegt in praller Soone, birgt viel Aspahlt und Bebauung. Die Höhle kenne ich aus Kindheitstagen und der Drache ist sowieso längst ausgezogen. Alkohol bei der Hitze ist auch nicht anzuraten. Die Mühle wird mich ohne Wind auch nicht kühlen. Also geht’s die Hauptroute in Richtung Stadtrand Plauen weiter… Der Plauener Stadtwald ist am Sonntag Nachmittag recht gut besucht. Es wird lauter. Hört sich an wie eine Horde Urzeitlicher auf’m Kriegspfad. Doch gefehlt, im Sportpark spielt irgendwer gegen irgendwen Fußball. Nicht gerade leise...
Bis Zwoschwitz dann Asphalt. Die Sonne knallt noch immer vom Himmel. Dann steht auch noch ein Bus eines nach Selbstaussage freundlichem Reisebusunternehmen vor dem briefmarkengroßen wegweisenden VPW-Aufkleber an der Laterne und ich laufe in praller Sonne einen Umweg. Egal, Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Fehler bemerkt und zurück. Über einen schattenlosen fußtraktierenden Geröllweg geht’s zum ‚Neuteich‘. Viel Betrieb, eine schattenwerfende Hecke. Ufff… erst mal hinstrecken… trinken, futtern…
Auf zum NSG Großer Weidenteich. Es knallt schon wieder, am hellichten Tag, im Wald. Räuber ?
Da mache ich doch gern einen Bogen drum. Trete ein in ein Meer aus Gelb. Der Ginster ist auf riesigen Flächen in voller Blüte. Darin bade ich doch gern… und verlaufe mich… wegen der Idylle (siehe viertes Merkmal des VPW)… Da mache ich gleich mal ein abendliches idyllisches Picknick… und verlaufe mich schon wieder. Links wäre die rechte Wahl. Geradeaus ist’s auch nicht schlecht… Immerhin komme ich so an der einzigen gastronomischen Versorgungsmöglichkeit weit und breit vorbei: ein Imbisswagen, geöffnet an späten Nachmittag, fast Abend !!!
Abend ist das Stichwort. Schlafplatzsuche angesagt.Hinterm nächsten Ort geht es stramm beran. Die lang schon sichtbare querende Strasse ist leergedegt. Keine Fahrzeuge. Gequert. Hier müßte ich doch fündig werden. Ein Bestand an jungen Laubhölzern bietet sich an. Doch der steht an einer Wegkreuzung und davor steht eine einsame Bank… Egal, hier ist ‚tote Hose‘. Also rein da, ein paar Meter hinter der Bank… Tote Hose ? Mitten im Aufbau kommt ein Auto aus Richtung Wald, fährt vorbei. Ist sicherlich die Ausnahme. Wenig später ein Auto aus Richtung Straße. Hält an der Wegkreuzung, Türen klappen mehrfach, dreht um, Türen klappen, fährt von dannen. Uff, Aufatmen. Das war’s hoffentlich… Irren ist menschlich. Aufbau fertig, da höre ich Stimmen. Spinne ich ? War’s zuviel Sonne heute ? Keinesfalls, da Kommen Fußgänger. Es ist schon dunkel, im Wald. Und setzen sich auf die Bank. Ohje, was jetzt ? Sehen können sie mich nicht. Lampe brauche ich nicht. Hören auch nicht. Ich mache keinen Lärm… Abwarten ? Ich entscheide Abzubauen… Bin fertig. Da erheben sich die Personen und ziehen weiter… Ich auch. Ein paar Meter weiter in den Busch. Doch viel ist’s nicht. Mit Brombeeren stehe ich auf Kriegsfuß… Immerhin schlafen heute all die Knaller schon…
Heute morgen geht’s mit den Liedern der Gefiederten Richtung Oelsnitz. Mal in der Höhe, mal an der Weißen Elster, durch die auch recht imposante Autobahnbrücke Pirk. Eine Bank wäre jetzt nett. Nicht’s Neues. Wenn man solche haben möchte, ist kilometerlang keine in Sicht. Ein umgetürzter Baum tut es auch. Etwas Kulinarisches, kreiert von Chefkoch Knorr, in den Topf rühren (Überraschung: Nudeln, mit Spinat !), Blubbern, Ziehen, Abkühlen lassen, Futtern… Die Beine lang machen. Da kommen doch tatsächlich zwei (noch ältere) Wanderer mit Rucksack daher. Sind einige Tagesetappen auf dem VPW unterwegs, von Pension zu Pension. Auch mal zurück mit der Bahn in die vorherige Unterkunft… Sie haben den VPW umgetauft In VHW – Vogtland Hunger Weg. Gaststätten, zumindest vor dem Abend geöffnete, mit Speisenangebot sind wohl Mangelware… Tzzz, da liebe ich doch meine Nudeln !!!
Nach der Siesta treffe ich nicht nur die beiden Wanderer wieder, sondern vorher drei Bänke im Abstand von wenigen Metern. Die beiden Herrschaften, wollen nach Oelsnitz. Ich nehme eine abkürzende Variante und sitze bald an einem kleinem Weiher unter einem uralten Baum, auf einer Bank (!) und lass es mir gutgehen…
Irgendwann ist auch völlig unaufregend ein Lagerplatz gefunden. Auch mal nett…
Hase und Fuchs haben mir nicht ‚Gute Nacht‘ gewünscht. Aber ‚Guten Morgen‘. Der Hase mümmelt seine Frühstückskräuter, der Fuchs versucht sich im Mäusefangen.
Der Wind hat stark aufgefrischt. Schwierig einen ruhigen Platz für meinen Frühstückskaffee und Müsli zu finden. Der Platz hier am Waldrand ist schön sonnig. Ich befürchte nur, das mir der den Kaffe aus der Tasse gepustet wird. Es gelingt mir mit Deckel drauf, den Kaffee doch allein zu trinken…
Der nächste Einkauf steht an. Bad Elster. Königliches Kurbad. Kurbetrieb noch heute… der nächste Supermarkt aber knapp vier Kilometer entfernt (!). Doch siehe da, es gibt noch ein ‚nah und gut‘ o.s.ä., wo es alles für mich Rumtrampler für ein morgendliches Dinner gibt.
Ein Kinderspielplatz mit viel Spielzeug, aber ohne Kinder und einer Bank. Ideal zum Futtern und stören werde ich wohl niemanden. Die Kinder sind bestimmt in ihren Gärten oder in der Schule. Höchst amüsant, wie ein gewerblicher Rasenmäher viele viele Male mähend über ein briefmarkengroßes Rasenstück düst…
Ich gehe weiter. Bestaune die Königliche Bäderarchitektur. Schön anzusehen. Viel Schnörkel, viel weiß. Viel Tourismuskram…
(Vielleicht gibt’s eine Fortführung….)
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Fluwer reagierte auf Maalinluk in So nicht geplant, aber trotzdem schön: 7 Tage auf dem SörmlandsledenTag 5 begann mit einer Wetter-Überraschung: Gewitter! Erfreulicherweise nicht ganz über mir, sondern etwas entfernt, sodass ich mich nicht fürchten musste, sondern einfach wieder eingeschlafen bin. Gegen 7 Uhr morgens war das Spektakel schon wieder vorbei und die Sonne ließ den Wald grün leuchten und den Regen glitzern. Schön! Für den weiteren Verlauf des Tages und den Abend war wieder Regen angekündigt und ich war mir noch nicht ganz sicher über das endgültige Ziel der Wanderung. Also erstmal los gelaufen in Richtung Skottvångs Gruvan, ein Gruben-Freilichtmuseum, in dessen direkter Nachbarschaft sich zwei Windschutzhütten befinden sollten. Nach ca. 1,5 Stunden waren wir schon dort. Unterwegs: Beeren, Pilze, hier und da mal der Hinweis auf Überreste von alten Kohlenmeilerplätzen. Am Freilichtmuseum angekommen (und auf dem Weg dorthin) merkte man wieder, dass Wochenende war: Ich traf vereinzelt Menschen. Ich entdeckte ein Gebäude mit Vordach und Tisch, das vielleicht eine Art Imbiss war - leider geschlossen. Und während ich noch dort stand und mir eine Infotafel zum Kohlenmeiler ansah, fing es ordentlich an zu schütten. Und hörte eine Stunde lang nicht auf. Also wurde eine Mittagspause draus. Die nutzte ich, um mir einen Pudding zu machen und mal die Lage bezüglich Heimreisetickets zu prüfen. Diecwaren nämlich wegen mangelnder Entscheidungsfreude noch nicht gebucht. Die Prüfung ergab, dass ich nur noch zweieinhalb Wandertage haben würde, weil es leider zum Wochenende keinen hundekompatiblen Platz mehr im Zug gab. Zumindest nicht zu einem annehmbaren Preis. Sehr schade! Zumal das Wetter gegen Ende der Woche nochmal netter werden sollte. Aber immerhin hatte ich das Glück, jetzt gerade zufällig unter einem Dach im Trockenen zu sitzen, während es regnete. Und dann entdeckte ich auch noch funktionierende Außensteckdosen, an denen ich frech Handy und Powerbank laden konnte. Super! Nachdem der Regen sich verzogen hatte, wanderte ich zur nächsten Schutzhütte ( wieder an einem See). Dort verbrachte ich den Abend mit Feuermachen, Hörbuchhören und Lesen. Und mit Mac and Cheese von Trek and eat, was ich eindeutig nicht lecker fand - dann doch lieber das selbst gebastelte Essen. Fairerweise muss man auch sagen, dass ich deutsche wie amerikanische Käsenudeln einfach nicht gerne mag, obwohl ich immer wieder denke, dass sie doch eigentlich lecker sein müssten. In regelmäßigen Abständen vergewissere ich mich, dass das Gegenteil der Fall ist.
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Fluwer reagierte auf Maalinluk in So nicht geplant, aber trotzdem schön: 7 Tage auf dem SörmlandsledenUnd Zack, schon Tag vier, also Halbzeit. Eingeläutet wurde der Tag in den frühen Morgenstunden vom Gejodel eines Elchs auf der anderen Seite des Sees. Wenigstens mal einen gehört, wenn schon nicht gesehen. Für heute war eine etwas längere Strecke als am Vortag geplant. Bis zur nächsten Schutzhütte, für den Fall eines verregneten Abends. Wieder über felsige Höhen mit tollen Ausblicken auf Seen. Wetter toll, ein paar Wolken, Sonne, etwas Wind. Man merkte das Wochenende: Es waren deutlich mehr Menschen unterwegs als am Vortag. Gegen späten Vormittag machen wir Rast mit tollem Ausblick auf das Westufer des Mellan Mårviken, unser Etappenziel. Ola-Hund macht sich sofort auf dem Felsen lang und schläft, während ich meine Mittagsnüsschen verspeise und auf der gegenüberliegenden Seite des Sees und einige Meter tiefer eine Gruppe Wandernder das Gleiche tut.
Es geht weiter durch Kiefernwald mit vielen Blau- und Preiselbeersträuchern. Je näher wir dem Windschutz am See kommen, desto "voller" wird es und wir begegnen einigen Tageswandernden. Auf dem See gibt es einige Menschen mit Kajak, Kanu oder SUP - auch ich hätte Lust, dort zu paddeln. Ein anderes Mal vielleicht. Am Etappenziel angekommen bin ich baff: Hier sind wirklich viele Leute unterwegs. Es führt ein Rundwanderweg an den Windschutzhütten vorbei. Eine Hütte ist schon belegt mit Gepäck, das offenbar aus einem Kanu das am Ufer liegt, stammt. Die dazu gehörigen Menschen kann ich leider nicht ausfindig machen. Irgendwie habe ich keine Lust auf Gesellschaft und mache mich in der Nähe auf die Suche nach einem Plätzchen. Versuch 1 scheitert (leider Waldameisenrevier), aber dann finde ich direkt am Weg zwar, aber wieder mit einer kleinen "Privatinsel" nebst Feuerstelle ein Plätzchen. Ich überprüfe noch einmal den Wetterbericht bezüglich Wind, denn es stehen hier viele tote Bäume (Borkenkäfer...)in der Nähe. Soll aber alles Ruhig bleiben. Ein weiteres Mal bin ich froh um den überschaubaren Platzbedarf meines Zeltchens. Lustigerweise reißt der Strom an Tageswanderern ab, sobald ich mich für meinen Schlafplatz entschieden habe und es kommen nur noch einmal meine Nachbarn, die im Windschutz residiern an mir vorbei. Offensichtlich waren sie Pilze sammeln. Es folgt das Abendprogramm: Lagerfeuerchen, Abendessen, Tee, bisschen in die Landschaft gucken, Bett. Ich freue mich, dass ich zwei Eistauchern beim erfolgreichen Jagen zusehen kann. Im See herrscht ordentliche Fischaktivität. Es wird hier und da ordentlich gehoppst und geplatscht.
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Fluwer reagierte auf Maalinluk in So nicht geplant, aber trotzdem schön: 7 Tage auf dem SörmlandsledenWandertag drei begann etwas grau und verregnet, aber immerhin ohne starken Wind. Also keine Eile beim Packen. Und dann kam ein bisschen Sonne, sodass das Frühstück auf einem Stein im See eingenommen werden konnte. Mitgefrühstückt hat ein Grashüpfer, der einen winzigen Grashalm vor meinen Augen verspeist hat. Happs happs... Los ging es durch teils unglaublich grüne, moosige Täler. Überall Pilze in verschiedensten Farben und Formen. Sogar weißer Schimmelpilz, der andere Pilze flaumig und gespenstisch umhüllte. Irre. Auf einer Schotterstraße erschien plötzlich ein Tier hinter einer Kurve. Meine Hündin total erschrocken zu mir gerannt... Dabei war es nur ein kleiner Hund, der zu zwei älteren Schweden auf Spaziergang gehörte. Der Mann fragte mich, ob ich denn die Wölfe schon gehört habe. Hier gäbe es nämlich seit etwa 6 Jahren welche. Und die hätten auch mal zwei Camperinnen nachts am Zelt besucht, am Djupsjön (da, wo ich gerade genächtigt hatte). Soso. Nach diesen interessanten Informationen ging weiter. Einmal auf den Aussichtsturm auf dem Fräkesjöberget steigen. Man sieht: Wald. In alle Richtungen. Weiter zum Stora Kvarnsjön, an der dortigen Quelle Wasser auffüllen. Und eine riesige Krause Glucke (ein Speisepilz) sehen. Hätte ich doch nur Butter und eine Pfanne. Ein täglicher Pilzeschmaus wäre kein Problem gewesen. Dann weiter direkt am Seeufer entlang spaziert und neugierig über einen stark angegammelten Steg vom Weg ab auf ein kleines Inselchen gestromert. Ui, das gefiel mir aber gut! Eigentlich nicht viel mehr als ein großer Felsen mit ein paar Bäumen drauf. Ob man hier den (noch großen) Rest des Tages einfach rumgammeln und hier übernachten könnte? Tatsächlich ließ sich ein winziges Fleckchen finden, auf das mein Lanshan 1 gerade so eben passte. Und sogar genug weicher Boden für Heringe! Also schön auf Kilometer gepfiffen und den Rest des Tages mit Rumlungern, Baden, Socken und Unterhose Waschen und rucksacklosem Erkunden der Umgebung verbracht. An diesem Tag gab es auch das leckerste (selbstgemachte) Urlaubsessen: Reis mit Möhrengemüse, Sojageschnetzeltem und Maggi-Saucenfix für Huhn in Currysauce sowie etwas Milchpulver vermischt. Heißes Wasser dazu und beim Essen gestaunt, wie gut das war. Wie zuhause frisch gekochtes Curry, gar nicht wie Tütenfraß. Leider war ich so müde, dass ich kurz nach dem Verschwinden der Sonne ins Zelt musste, statt dem Hereinbrechen der Nacht zu zu sehen. Dafür konnte ich in der Nacht beim Pinkeln Sternenhimmel und Halbmondsichel bewundern. Auch schön!
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