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Meshtastic: Off-Grid Kommunikation fast ohne Gewicht
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Meshtastic: Off-Grid Kommunikation fast ohne Gewicht
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Meshtastic: Off-Grid Kommunikation fast ohne Gewicht
Shabeel antwortete auf Shabeel's Thema in Ausrüstung
@khyal (Vorprogrammierte Nachrichten): Ja, das geht absolut und ist eines der genialsten Features für "nasse", kalte oder stressige Einsätze! Du definierst einfach vor der Tour in der Handy-App deine festen Sätze (z.B. "Alles okay", "Könnt nachkommen", usw.). Wenn das Gerät dann wasserdicht im Aquapac auf dem Deck klemmt oder du dicke Handschuhe trägst, bleibt das Handy sicher verstaut. Du nutzt dann einfach den Button am Meshtastic-Gerät, um durch diese Nachrichten zu zappen und sie per Knopfdruck abzusenden. Wer selber basteln kann dafür auch einen Drehregler nehmen, in der Software ist dieser schon programmiert, man muss nur angeben an welchen Pins er gelötet ist und schon funktioniert er. @6feet10 Ganz klare Antwort: Nein, langes Warten lohnt sich eigentlich nicht. Die grundlegende Hardware ist weitgehend "ausentwickelt". Es gibt in der EU einen gesetzlichen Höchstwert für die Sendeleistung auf diesen Frequenzen. Dieser Maximalwert wurde von der aktuellen Hardware bereits erreicht – da kommt in Zukunft also nicht plötzlich ein Gerät, das legal zehnmal stärker funkt. Auch die Einzelteile für das perfekte Gerät sind schon längst auf dem Markt: - Es gibt extrem stromsparende Boards (mit nRF52-Chip). - Es gibt leistungsstarke Sender (wie beim Heltec V4 oder dem E22-Modul). - Es gibt extrem sparsame E-Ink Displays. Was aktuell als fertiges kommerzielles Produkt im Laden noch fehlt, ist schlichtweg die Kombination aus allem: Ein stromsparender Chip gepaart mit einem starken Sender und einem E-Ink Display. Genau das gibt es momentan nur als Community-Lösungen zum Selbstbauen. Hier kann man durchaus erwarten, dass in nächster Zeit mal etwas Fertiges von den Herstellern rauskommt. Aber abgesehen davon gibt es hardwareseitig schon alles. Die wirklichen Sprünge in den nächsten 5–10 Jahren werden bei der Software (dem Mesh-Routing und der App) passieren – und die Updates ziehst du dir dann einfach kostenlos per USB-Kabel oder Bluetooth auf dein jetziges Gerät. -
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Meshtastic: Off-Grid Kommunikation fast ohne Gewicht
Shabeel antwortete auf Shabeel's Thema in Ausrüstung
@khyal Da liegst du mit 15 Sekunden zum Glück vieeeel zu hoch! Das ist die gute Nachricht. Bei den Standard-Einstellungen von Meshtastic ("Long Fast") dauert das Senden eines Positionspings oder einer Textnachricht nur ca. 0,5 bis 1,5 Sekunden. Das Gerät funkt aber nicht nur wenn du aktiv etwas schickst. Im Hintergrund sendet das Meshtastic-Protokoll regelmäßig von ganz alleine kleine Datenpakete (sogenannte "NodeInfos" mit Akkustand, Gerätenamen und Routing-Daten), um das Netzwerk am Leben zu halten. Unterm Strich gibt es über den Tag verteilt also deutlich mehr Sende-Impulse (Traffic), als man als User aktiv mitbekommt. Da diese Pakete aber extrem winzig und schnell gesendet sind, reißt der hohe Sendestrom (500-750 mA) am Ende des Tages trotzdem kein riesiges Loch in den Akku. Hier kommt die kleine schlechte Nachricht: Das Datenblatt sagt 75 mA für den ESP32. Das stimmt für den nackten Chip. Auf dem Heltec V4 hängen aber noch der Spannungsregler, die Ladeschaltung, der USB-Chip und das Display (selbst wenn es aus ist). In der Realität zieht das gesamte Board beim reinen Lauschen permanent eher 100 bis 120 mA. (Zum Vergleich: Ein nRF52-Board zieht im Dauer-Lausch-Modus (Bluetooth im Hintergrund an, LoRa-Chip permanent auf Empfang) nur ca. 5 bis 10 mA) Wenn ihr das wirklich auf 8 Stunden am Tag limitiert, ziehst du knapp 1 Ah pro Tag aus dem Akku. Das heißt, deine Rechnung mit der NB10000 Powerbank (umgerechnet ca. 30g Gewichtsanteil pro Tag für 2 Geräte) kommt in der Praxis trotzdem verdammt gut hin! Und was das Ganze für UL noch genialer macht: Wenn man ohnehin die dicke Powerbank zum Nachladen nutzt, braucht man am Heltec selbst gar keinen schweren 3000mAh Akku mehr mitzuschleppen. Ein kleiner 800mAh oder 1000mAh Lipo reicht als Tages-Puffer völlig aus, was das Basisgewicht des einzelnen Geräts nochmal spürbar drückt. Der neue Heltec V4 hat tatsächlich als eines der wenigen Boards einen eigenen Anschluss, nur für ein "nacktes" Solarpanel (4,7 - 6V). Für einen festen DIY-Einbau auf dem Hausdach oder einer Hütte ist das genial. Für uns Trekker macht dieser extra Ladeanschluss in der Praxis aber eigentlich wenig Sinn. Warum? Weil wir auf Tour ohnehin meistens ein handelsübliches Solarpanel mit normalem USB-Ausgang (für die Powerbank oder das Handy) dabei haben. Ein nacktes Spezial-Panel extra für das Heltec-Board mitzuschleppen, wäre totaler Quatsch. Man steckt das Board einfach über seinen normalen USB-C Port direkt an das vorhandene USB-Panel! Die Ladeelektronik auf dem Board kümmert sich dann genauso autark darum, den kleinen LiPo-Akku wieder vollzupumpen. -
Meshtastic: Off-Grid Kommunikation fast ohne Gewicht
Shabeel antwortete auf Shabeel's Thema in Ausrüstung
@Sigger CB-Funk (27 MHz) braucht eigentlich riesige Antennen (ca. 2,70 Meter), um effizient zu sein. Die kurzen Stummelantennen an Handgeräten vernichten extrem viel Leistung. Zudem prallen diese langen Wellen an Fels oft einfach dumm ab. Meshtastic hat da schon wegen der viel kürzeren Wellen (868 MHz) einen echten Vorteil: Sie beugen und streuen sich besser an Kanten. Allerdings können auch sie keinen massiven Fels oder große Erdmassen komplett durchdringen. Ich empfange hier zum Beispiel seit Kurzem einen ca. 20 km entfernten Node, zu dem ich absolut keinen Sichtkontakt habe, da ein großer Hügel im Weg ist. Die Signale bekomme ich gerade noch so mit ca. -19 dB SNR rein – Meshtastic fischt das buchstäblich auf dem letzten Loch aus dem Rauschen. Bei richtig schlechtem Wetter bricht diese grenzwertige Verbindung dann aber auch ab. (Der entfernte Node hat aber auch nur 160mw Sendeleistung, wäre es ein Heltec V4, wäre die Verbindung bei Schlechtwetter sicherlich auch möglich) Zu deinen konkreten Fragen: 1. Du brauchst keinen Schalter am Gerät, um Bluetooth auszuschalten. Das Bluetooth-Modul am Meshtastic-Node verbraucht im Standby (wenn kein Handy verbunden ist) extrem wenig Strom. Der wahre Stromfresser ist dein Handy! Der UL-Workflow sieht in der Praxis so aus: Das Handgerät (Node): Bleibt 24/7 eingeschaltet tief im Rucksack. Es lauscht permanent und speichert alle Nachrichten, die für die Gruppe reinkommen. Dein Handy: Ist im Flugmodus (Bluetooth aus). Das spart massiv Handy-Akku. Die Nutzung: Du machst Pause oder kommst an eine Wasserstelle. Du schaltest am Handy kurz Bluetooth ein und öffnest die Meshtastic-App. Innerhalb von 2-3 Sekunden verbindet sich die App mit dem Node im Rucksack und lädt alle ungelesenen Nachrichten der letzten Stunden auf den Bildschirm. Du tippst: "Wasserstelle bei Koordinate XY ist trocken, nehmt was vom Bach mit", drückst auf Senden und machst das Handy-Bluetooth wieder aus. Das ist extrem stressfrei und kostet kaum Akku. 2. Stromverbrauch: Ein Heltec V4 und "stromsparend" schließen sich leider aus. Mit einem 3000mAh Akku kommst du da vermutlich nur auf ca. 1,5 Tage. Wirklich stromsparend sind eigentlich nur Boards mit dem nRF52840 Chip. Alles, was auf dem ESP32 basiert (wie Heltec V3 oder V4), braucht einfach viel Strom. Das Problem: Es gibt aktuell nichts Fertiges auf dem Markt mit dem nRF52840, das mit kräftigen 500 mW sendet. Die haben ab Werk "nur" so viel Sendeleistung wie ein Heltec V3 (ca. 160 mW). Dafür hält ein 3000mAh Akku an so einem nRF52-Board dann aber vermutlich eine ganze Woche oder länger. 3. Die Lösung (DIY mit 1 Watt) Ich kenne leider kein fertiges kommerzielles Produkt mit stromsparendem Board und über 500 mW Ausgangsleistung. Eine Möglichkeit für Bastler wäre also: Sich ein sparsames nRF52840-Board holen, einen E22-900M30S Transceiver anlöten und ein Gehäuse drucken. Der E22 hat nämlich sogar brachiale 1000 mW (1 Watt) Sendeleistung 😉. Ich hab mir den bestellt, allerdings bisher "nur" an ein ESP32-Board gelötet. Wenn du dich dafür interessierst, es gibt dazu coole Community-Projekte, wie z.B. diese hier: Reddit: GitHub: Ebytastic -
Meshtastic: Off-Grid Kommunikation fast ohne Gewicht
Shabeel antwortete auf Shabeel's Thema in Ausrüstung
Dein Szenario mit den "Helikoptereltern" und den Kids im Camp ist das absolute Paradebeispiel für Meshtastic! Wenn du ein Board mit eingebautem Hardware-GPS nimmst (wie das LilyGO T-Echo oder den Tracker, den ich neulich verlinkt habe), braucht das Gerät kein Smartphone. Du schaltest das kleine Kästchen ein, steckst es dem Kind in den Rucksack, und das war's. Das Gerät holt sich selbst den GPS-Fix und funkt seine Position in einem von dir festgelegten Intervall (z.B. alle 15 Minuten) ins Mesh. Es gibt sogar eine "Smart Position"-Einstellung, die nur dann funkt, wenn sich das Gerät auch wirklich bewegt, um Akku zu sparen. Ja, absolut! Du brauchst dafür nicht mal eine Drittanbieter-App. Die offizielle Meshtastic-App (für Android und iOS) hat einen eigenen Reiter namens "Karte". Wenn dein Smartphone per Bluetooth mit deinem Node verbunden ist, siehst du dort alle anderen Nodes im Netzwerk als kleine Punkte (auch offline, wenn du die Karten vorher lädst). Für extrem anspruchsvolle Szenarien gibt es das ATAK (Android Team Awareness Kit). Das ist eine taktische Karten-App, die sich per Plugin direkt mit Meshtastic koppeln lässt und extrem detaillierte Offline-Karten und Tracking-Funktionen bietet. (Hab ich aber noch nie probiert). LoRa nutzt das Chirp Spread Spectrum (CSS). Das Signal funkt nicht stur auf einer einzigen Frequenz, sondern "fegt" als ansteigender oder abfallender Ton (wie das Zwitschern eines Vogels, daher "Chirp") über ein breiteres Frequenzband. Wenn jetzt der Wasserspiegel (oder ein Wald) eine bestimmte Frequenz durch Reflexion auslöscht, fehlt nur ein winziger Teil dieses Chirps. Der Rest des "Zwitscherns" kommt problemlos durch. Der LoRa-Chip rechnet die fehlenden Stücke einfach heraus und setzt das Datenpaket fehlerfrei zusammen. Deshalb ist LoRa über Wasserweiten (und auch im dichten Wald mit vielen Reflexionen an Bäumen) extrem robust und herkömmlichem Funk haushoch überlegen. Für deine Boots-Szenarien ist das System also wie gemacht! Ein kleines Update aus meiner eigenen Praxis: Ich habe mir mittlerweile den neuen Heltec V4 besorgt, der mit kräftigen 500 mW sendet (der Vorgänger V3 hatte nur knapp 160 mW). Das macht in der Praxis einen gewaltigen Unterschied: Ich konnte damit eine direkte Verbindung zu einem Node in 120 km Entfernung aufbauen. Für meine alten Meshtastic-Geräte war der komplett außer Reichweite. Noch spannender ist mein Test hier lokal im Dorf. Ich habe hier zwei V4-Geräte, die absolut keinen Sichtkontakt haben. Wir befinden uns an zwei verschiedenen Flanken desselben Berges (quasi im 90-Grad-Winkel zueinander), sodass die massive Bergkuppe genau zwischen uns liegt. Mit den alten V3-Geräten ging hier absolut gar nichts. Die beiden neuen V4 können aber problemlos miteinander kommunizieren! (der alte V3 kann den V4 natürlich auch hören, aber ist eben zu schwach um ihn zu erreichen) Dass die Verbindung zwischen den beiden starken V4-Geräten überhaupt klappt, liegt vermutlich daran, dass die LoRa-Funkwellen an gegenüberliegenden Hängen reflektiert oder an der Bergkante "gebeugt" werden. Wir haben exakt dasselbe Szenario (um den Berg herum) mit klassischen Handsprechfunkgeräten getestet: Da herrschte absolut tote Hose, nicht mal ein Rauschen kam durch. Das zeigt wirklich eindrucksvoll, was die Technik leisten kann! Noch eine witzige Beobachtung zum Schluss: In letzter Zeit sind hier einige neue Geräte aufgetaucht. Noch im Dezember habe ich nie etwas empfangen und war funktechnisch völlig alleine. Jetzt kommen sogar ständig mal Nachrichten rein wie 'Hallo from flight LH1370 FRA to KRK' oder von anderen Flugrouten über mir. (Obwohl die Meshtastic-Geräte im Flieger streng genommen natürlich auch ausgeschaltet sein müssten 😉). -
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Die Innenkehr, das Leben in Integrität - Longevity
Shabeel antwortete auf KletterTrekker's Thema in Philosophie
Spannendes Thema. Als jemand, der fast ausschließlich solo unterwegs ist und auch Zeit in buddhistischen Klöstern verbracht hat (wo man bis auf die Vormittage den restlichen Tag in Stille und allein verbringt), sehe ich das ähnlich, aber mit einer wichtigen Einschränkung. Solange man alleine draußen ist, keine Nachrichten checkt und es "nichts zu tun" gibt, fällt es leichter, eine gewisse Achtsamkeit zu entwickeln. Der Geist schweift nicht mehr so leicht in Sorgen, Trauer, Wut oder Verzweiflung ab. Alles wird leichter, der gewohnte Alltag tritt in den Hintergrund und das unmittelbare Erleben in den Vordergrund. Da beginnt genau die angesprochene "Innenkehr". Aber: Das Problem ist die Rückkehr. Sobald man wieder zu Hause ist, verfällt diese Stille extrem schnell. Die Achtsamkeit schwindet, und die gewohnten Ansichten und Gefühle kehren zurück. Am Ende bleibt oft wenig bis nichts übrig, denn die Gewohnheit ist stark (Gewohnheit = da, wo der Geist wohnt). Unser Erleben wird dadurch bestimmt, was durch die "Pforten der Wahrnehmung" (Sehen, Hören, Riechen etc.) eintritt. Wenn dort wieder der Alltag einzieht, passt sich das Erleben dementsprechend an. Meiner Erfahrung nach kann man keinen dauerhaften Gewinn aus dem Trekking ziehen, wenn man danach genauso weiterlebt wie bisher. Man muss bestimmen, was das gewohnte Erleben füttert – also die Wahrnehmung im Alltag ändern. Das heißt konkret: - Fernseher weg oder Konsum drastisch reduzieren. - Nachrichten begrenzen. - Nicht ständig auf Social Media hängen. - Nicht jedes "lustige Video", das herumgeschickt wird, ansehen und weiterleiten. - Bewusst anders auf Missachtung oder Stress reagieren. -Usw. Der einsame Trip in die Natur (oder ins Kloster) dient eigentlich nur als Referenz: Er zeigt dir, wie schön und leicht es mit weniger sein kann. Aber solange man im Alltag an den Inputs (Medien, Reize) nichts ändert, bleibt vom "Longevity"-Gefühl nichts dauerhaftes. -
Ich hab den hier von meinen Eltern quasi als Dauerleihgabe mitgenommen: https://www.knivesandtools.de/de/pt/-work-sharp-professional-precision-adjust-wsbchpaj-pro-i-schleifsystem.htm?cectid=1-22426-1&gad_source=1&gad_campaignid=23095197524&gbraid=0AAAAADt1sev_shaQQIv0q7Azpc9f0pYK9&gclid=Cj0KCQiAy6vMBhDCARIsAK8rOgmAIqG21s0d0nx88XNlqMx22VEL1qJJ_gUE3WWCEp9gC58T_LzZsrMaAlzJEALw_wcB Ich hab direkt alle Küchenmesser damit geschliffen, jedes davon rasiert jetzt, und sieht aus wie vom Profi. Hab damit mein geschenktes Böker auf 25 grad umgeschliffen (War vorher ab Werk fast 30 grad, schrecklich damit zu arbeiten) Das ist schon top, der Schliff sieht gleichmäßig und astrein aus wie ab Werk, man kann sich damit rasieren. (Wobei die Rasierschärfe ja bei keinem Stahl lange halten soll, hab ich gelesen, bei jedem Stahl kommt es nur auf die Gebrauchsschärfe an) Allerdings ist die Klinge oben halt einfach extrem dick, dadurch kann man nicht wirklich schnitzen damit. Würdest du also den Magnacut Stahl empfehlen, oder einen anderen "Superstahl" wie M390 oder Elmax, oder was es sonst so gibt? M390 soll ja schon noch schnitthaltiger sein, aber eben auch leichter ausbrechen. Rostträge (Oft fälschlicherweise als Rostfrei bezeichnet) sind ja eigentlich alle der von mir genannten, der Magnacut am meisten, aber da ich damit nicht im Meer tauchen will, ist das vernachlässigbar. Mein Ziel ist schon mir einmal was gutes zuzulegen und dann jahrelang Spaß damit zu haben. Hab ich mit meinem restlichen Equipment eig. auch so gemacht. Ich bin ja auch öfters im Jahr unterwegs, lange rumliegen würde das bei mir nie.
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So, kleines Update von meiner Seite! Ich habe jetzt mal verschiedene Messer in die Finger bekommen und konnte (teilweise durch Leihen im Bekanntenkreis) ein bisschen vergleichen. Kandidaten waren: - Böker Plus Cataclyst (440C, nachgewogen 79g) - FOX Vulpis (M390, Klingenlänge 5,5cm, nachgewogen 35g) - Fällkniven U2 (Elmax, nachgewogen 41g) Hier mein kurzes Fazit aus der Praxis (habe hauptsächlich getestet, wie sie sich beim Schnitzen von Feuerholz schlagen): Das Böker (440C): Fällt für mich raus. Die Klinge ist am Rücken sehr dick und der Schneidwinkel ab Werk scheint mir viel zu stumpf. Für Holzarbeiten war das ein ziemlicher Krampf. Zudem wiegt es fast das Doppelte der anderen. Rechtlich ist es auch schwierig: Mein Exemplar verriegelt fest (Framelock), lässt sich aber dank Flipper einhändig öffnen -> Fällt also theoretisch unter das Führungsverbot (§42a WaffG). Das FOX Vulpis (M390): Ein schönes Teil und der Stahl (M390) soll ja extrem schnitthaltig sein. Es schneidet auch super ("Laserschwert"), ist mir aber ergonomisch einfach zu klein. Wenn man mal wirklich Kraft aufwenden muss, fehlt mir Griffvolumen. Das sehe ich eher als Backup oder für SUL-Touren. Rechtlich safe, da Zweihandöffnung und Slipjoint (klemmt nur, verriegelt nicht). Das Fällkniven U2 (Elmax): Das ist mein Gewinner. Mit 41g ist es absolut UL-tauglich, liegt aber durch den etwas dickeren Griff deutlich besser in der Hand als das flache Fox. Es hat einen Nagelhau (Zweihand) und verriegelt fest (Backlock) – damit habe ich Sicherheit beim Arbeiten und darf es trotzdem legal führen (§42a konform). Die Klinge schnitt im Test sehr aggressiv. Soweit ich gelesen habe, spielt der Stahl ja in der gleichen Liga wie M390/MagnaCut, soll aber eine sehr gute Balance aus Zähigkeit (bricht nicht so leicht wie M390) und Schnitthaltigkeit bieten. Einige beschreiben ihn sogar schnitthaltiger als Magnacut. Hat jemand noch andere Vorschläge oder Einwände? Es soll für Touren sein wo man das Messer auch braucht z.b. für Anzünder, das es mit viel weniger Gewicht geht weis ich, für die Alpen würde ich jederzeit nur ein 4g Skalpelmesser mitnehmen.
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Ich tue mir mit der harten strafrechtlichen Keule schwer. Beide waren volljährig. Wenn man als "Stärkerer" in einer privaten Seilschaft automatisch mit einem Bein im Gefängnis steht, sobald der Partner sich überschätzt (oder wie hier vielleicht durch eine Krankheit geschwächt ist), macht das das gemeinsame Bergsteigen unter Freunden rechtlich zu einem ziemlichen Minenfeld. Ich war selber schon in kritischen Situationen, als ich mit Kumpels in den Alpen genächtigt habe. Wenn ich mir vorstelle, dass man mir im Nachhinein eine Verantwortung untergeschoben hätte, falls wirklich was passiert wäre – nur weil man anhand späterer Auswertungen feststellt, dass ich '4 mal mehr' in den Bergen wandern war als die anderen – dann vergeht mir der Spaß. Da bekomme ich plötzlich wieder Lust, nur noch alleine wandern zu gehen, um diesem Risiko zu entgehen. Nur meine Gedanken zur rein rechtlichen Seite (auf den konkreten Fall hier will ich gar nicht im Detail eingehen)
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Lieber nicht, ich hab ungern alles doppelt und dreifach rumliegen. Ich will nicht das Sammeln anfangen 😄 Doch doch, ihr könnt mir sagen was Sinn macht und was einfach nur teuer ist und nur auf dem Papier gut klingt. Ich bekomme die Woche ein "Böker Plus Cataclyst Flipjoint" geschenkt. Leider wiegt es 77g und ist damit nicht wirklich ultraleicht, aber man kann ja Erfahrung draus sammeln. Die Klinge ist aus 440C Stahl, vielleicht reicht mir das ja. Auf Dauer wirds das aber vermutlich wegen des Gewichts nicht, aber vielleicht liegt es ja so gut in der Hand das ich es doch behalte?
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@icefreak Cool, dass noch ein Metaller am Start ist! 😉 Ich komme aus dem Maschinenbau und bin da ganz bei dir: Die Wärmebehandlung ist das A und O. Ich habe selber oft genug Werkzeuge hergestellt, gehärtet und angelassen – und auch schon Ausschuss produziert, weil ich es mit der Härte zu gut gemeint habe und die Zähigkeit auf der Strecke blieb. Lehrgeld eben. Aber genau wegen diesem Hintergrund sehe ich das Thema "Wunderstähle" (Pulvermetallurgie / CPM) etwas anders, nämlich genau wie den Unterschied zwischen HSS und Sinterblättchen (HM-Wendeschneidplatten) an der Drehmaschine: Klar, mit HSS kommt man auch ans Ziel. Aber da käme ja heute auch keiner mehr auf die Idee zu sagen: "Ach, Hartmetall kocht auch nur mit Wasser". Es ist eben gepresster Metallstaub (Sintertechnik), der durch das Verfahren ganz neue Gefügestrukturen und Legierungen ermöglicht, die wir mit dem klassischen Schmelzen früher physikalisch gar nicht hinbekommen haben. Die Vorteile gegenüber HSS bei Standzeit und Verschleiß sind ja unbestritten. Was ich 2010 in der Berufsschule gelernt habe, ist teilweise schon wieder Geschichte – die Materialforschung hat da riesige Sprünge gemacht. Deswegen reizt mich der MagnaCut auch so: Ich suche quasi die "moderne HM-Platte" für die Hosentasche. Ich verstehe deinen Ansatz absolut, das Messer als reines Verschleißwerkzeug zu sehen (wenn das 25€ Teil weg ist, ist es weg). Aktuell frage ich mich daher, ob ich dem "Technik-Nerd" nachgeben und Geld für ein Messer ausgeben soll, das ich zwei- bis dreimal im Jahr wirklich brauche – oder ob die Vernunft siegt und ich einfach was Günstiges um die 30€ kaufe und halt nach jeder Tour nachschleife. Wird wahrscheinlich auch funktionieren. 😅 Für die Alpen-Touren, wo ich wirklich richtig wenig Gewicht haben will, werde ich mir auf jeden Fall so ein Skalpell-Messer besorgen, wie hier im Thread empfohlen wurde. Für Skandinavien fehlt mir einfach die Erfahrung, um zu wissen, was ich da wirklich brauche. Bei meiner letzten (kurzen) Tour habe ich vielleicht einmal Feuer gemacht und ein bisschen geschnitzt. Als Messer-Neuling kann ich die Standzeit üblicher Stähle null einschätzen: Merkt man da draußen beim Stöckchen-Schnitzen wirklich einen Unterschied, oder ist das eher akademisch?
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@schwyzi Danke für die Klarstellung! Da war ich tatsächlich auf dem Holzweg. Stimmt, das Opinel ist ja Zweihand-Bedienung (Nagelhau), damit ist die Arretierung egal. Gut zu wissen, dass ich mich da bisher doch legal bewegt habe. Dass in den "Waffenverbotszonen" (Bahnhof/HH) sowieso fast alles verboten ist, ist ein wichtiger Punkt – da bleibt für die Anreise also so oder so nur: ab in den Rucksack Es gibt aber Griffschalen zu kaufen, bzw. auch ein Komplettpaket mit Griffschalen hier. Wobei, da kostet das Stück Plastik 40€ Aufpreis, finde ich schon teuer. @icefreak Die beiden Sanrenmu sehen auch nicht schlecht aus und würden vermutlich rein von der Funktion her reichen. Aber meine Überlegung war: Einmal das Geld richtig investieren, lange haben und dann auch nichts anderes mehr kaufen. Ich bin gar kein "Messerfreak" oder Sammler. Ich hab nur das übliche Schweizer Taschenmesser im VW Bus (sehr praktisch – hab damit mal, als die Seitenscheibe gesprungen ist, ein Plexiglas aus dem Baumarkt gesägt und die Ecken rund gefeilt, damit es für den restlichen Norwegentrip gepasst hat!), dazu das kleine Victorinox Classic SD und eben das Opinel No7. @fettewalze Danke für die Links! Für meine Alpen-Touren bin ich durchaus nicht abgeneigt, mir so ein Mini-Skalpell anzuschaffen. In der Regel brauche ich da eh nie ein Messer, aber zur Not eines zu haben (auch wenn man die Tütensuppe auch mit den Zähnen aufbekommt), ist einfach besser. Meine jetzige Suche nach einem "richtigen" Messer, mit dem man auch mal Anzündholz schnitzen kann, bezieht sich wirklich primär auf die Touren nördlich von Deutschland. @TheRebelDanke für deine Erfahrung. Vielleicht reicht es mir ja für meine Zwecke, ich meine, ich rasier mich damit ja nicht. Solange die (etwas-weniger-als-Rasiermesser-)Schärfe sehr lange bestehen bleibt, wäre das ja schon ein Gewinn. Was ist also zu tun? Ein günstiges Messer kaufen und öfter schärfen – oder einmal richtig Geld auf den Tisch legen und auf lange Frist seine Ruhe haben? Oder hat man damit auch nicht seine Ruhe? Kenne mich mit den ganzen Messerstählen nicht so aus, ich such ein bisschen die "Eierlegendewollmilchsau" die noch dazu kaum was wiegt.
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Shabeel reagierte auf Beitrag im Thema:
Welches Ultralight Messer?
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Shabeel reagierte auf Beitrag im Thema:
Welches Ultralight Messer?
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Das hab ich auch noch hier liegen. Ist eigentlich in den meisten fällen sogar ausreichend. Bei meinen mehrtägigen Alpenwanderungen hab ich oftmals sogar garkein Messer gebraucht, letztes Jahr war ich aber auch mal in Dänemark und Schweden, gerade wenn man sich Anzünder für das Feuer machen will oder sich nen Stock schnitzen will braucht man dann doch was besseres. Aber für die Alpen würde ich jederzeit nur das kleine Victorinox nehmen. Danke für deine Erfahrung. Also soweit ich gelesen habe, bekommt man den Stahl genauso Rasiermesserscharf wie die "rostenden", und die Schärfe soll dann auch recht lange halten. Nur das Schleifen soll schwieriger sein. Denkst du den Stahl bekommt man einfach nicht so scharf, oder liegt es am schliff? Da hast du natürlich recht, der finanzielle Schmerz ist bei 100€ Verlust deutlich größer als bei einem 10€ Opinel. Das Risiko habe ich auch im Kopf. Aber tatsächlich ist die Rechtslage ("Beschlagnahmung") für mich sogar eher ein Argument FÜR das Böker BFF und gegen das Opinel: In Deutschland: Mein Opinel (feststellbar) fällt theoretisch unter das Führungsverbot (§42a), wenn man es genau nimmt. Das Böker BFF (feststehend <12cm) darf ich hingegen völlig legal führen. Ich bewege mich damit also rechtlich auf sichererem Boden als mit dem Klappmesser. Auf Reisen (Bahnhof): Hier muss man aufpassen. Da hilft nur: Messer tief in den Rucksack und ein kleines Vorhängeschloss an den Reißverschluss. Dann ist es ein "verschlossenes Behältnis" (Transport) und rechtlich sicher – egal ob 10€ oder 100€ Messer. Mit dem Vorhängeschloss geht man auf Nummer sicher, vermutlich bräuchte man es aber nicht mal. (In Spanien oder auch UK hilft diese Methode natürlich nicht, aber in DE oder nördlich davon sollte man damit sicher sein)
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Moin zusammen! Ich bin gerade am Optimieren meiner Packliste für die nächste Tour (evtl. Kungsleden im Sommer) und hänge aktuell beim Thema Messer fest. Status Quo: Bisher war bei mir immer der Klassiker dabei: Ein Opinel No. 7. Das wiegt ca. 36g, kostet fast nichts und hat für die typischen Aufgaben (Salami, Käse, mal eine Verpackung öffnen) eigentlich auch immer "gereicht". Aber der Stahl wird recht schnell stumpf und in den Ritzen sammelt sich Dreck. Die Überlegung: Ich spiele mit dem Gedanken, auf ein feststehendes UL-Messer umzusteigen und habe das Böker BFF Packlite (Skeleton Version) im Auge. Die Specs klingen fast zu gut: Gewicht: Das Messer selbst wiegt "nackt" wohl nur ca. 30–31g (also sogar leichter als das Opinel!). Mit Kydex-Scheide kommen natürlich noch ein paar Gramm dazu, aber das Systemgewicht bleibt extrem niedrig. Der Stahl (CPM MagnaCut): Das ist eigentlich der Hauptgrund, warum ich wechseln will. Soweit ich mich eingelesen habe, soll MagnaCut aktuell der "Heilige Gral" sein. Er verbindet Eigenschaften, die sich früher eigentlich ausgeschlossen haben: - Extrem Rostträge: Fast auf dem Niveau von H1/Tauchermessern. - Schnitthaltigkeit: Hält die Schärfe wohl ewig. - Zähigkeit: Bricht nicht so leicht aus wie andere hochgehärtete Stähle. Meine Frage an euch: Hat jemand das BFF Packlite (oder generell MagnaCut) im UL-Einsatz? Lohnt sich das Upgrade von ca. 10€ (Opinel) auf ca. 100€ (Böker)? Und kommt man mit dem nackten Skelett-Griff klar, oder schneidet der bei der erstbesten Holzarbeit sofort in die Handfläche ein? Würde mich über Erfahrungen oder Alternativen in der Gewichtsklasse freuen! Grüße!
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Meshtastic: Off-Grid Kommunikation fast ohne Gewicht
Shabeel antwortete auf Shabeel's Thema in Ausrüstung
Da hast du natürlich recht: Im Auto spielt Gewicht keine Rolle, und beim Fahren ist Sprechfunk intuitiver und sicherer als Tippen. Meshtastic sehe ich dort eher als ergänzende Sicherheitsebene durch das automatische GPS-Tracking, falls man sich im Gelände doch mal aus den Augen verliert, oder per Sprechfunk nicht mehr erreicht. Was die Reichweite beim Segeln angeht: Wie viel braucht man dort tatsächlich? Ich war erst kürzlich auf dem Schneeberg (dem höchsten Berg hier im Fichtelgebirge) und konnte im allgemeinen Kanal Antworten von Nodes empfangen, die 45 km entfernt waren – und das im direkten Funkweg ohne Zwischenknoten. Das wurde mit einem Standard-Heltec V3 erreicht, der nur knapp 160 mW leistet. Der Heltec V4 hat 500mw Sendeleistung, also über 3x soviel, damit wären 100km oder mehr sicher problemlos möglich, sofern die Antenne weit genug oben angebracht ist, ansonsten wird die Erdkrümmung der limitierende Faktor sein. Auf offener See könnte man natürlich auch mit mehr Leistung senden, da ist ja niemand der die Einhaltung der Grenzwerte kontrolliert. Für meine Wanderungen in den Alpen wäre es auf jedenfall schon ein paar mal interessant gewesen, für meine Wüstenfahrten evtl. nur als Backup Lösung. Dort kommt man damit bei schwieriger Topografie oft noch durch, wenn das Funkgerät nur noch Rauschen von sich gibt. Es gibt schon etliche Solar-nodes, diese sind ja nichtmal so teuer. https://www.amazon.de/KEEPTEEN-Meshtastic-Repeater-Buletooth-Controller/dp/B0F1CQ5CG1/ref=asc_df_B0F1CQ5CG1?mcid=a278871f30c430eca30b0e5fc443c302&th=1&psc=1&tag=googshopde-21&linkCode=df0&hvadid=755562024451&hvpos=&hvnetw=g&hvrand=5535466943269176819&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=2276&hvtargid=pla-2428543850805&psc=1&hvocijid=5535466943269176819-B0F1CQ5CG1-&hvexpln=0 Gibt zig verschiedene Firmen die Solar Geräte anbieten, einige stehen auch schon auf Bergen oder Hütten. Abseits der Technik ist es für mich aber auch eine persönliche Vorliebe: Ich bin nicht der Typ, der gerne viel spricht oder sofort auf Knopfdruck antworten möchte. Bei Meshtastic kann ich eine Nachricht lesen und erst 5 Minuten später antworten, wenn es mir gerade passt. Diese asynchrone Kommunikation ist deutlich entspannter als der 'Zwang' zum sofortigen Gegensprechen beim Funk – auch wenn das den meisten anderen vermutlich nicht so gehen wird.