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Einsteigerin resümiert erste Erfahrungen
scissorsmountain und ein anderer reagierte auf Epiphanie für Thema
Ich bin etwas verwundert dass her keiner rein grätscht, aber mit Schmerzen zeigt Dir Dein Körper seine Grenzen auf. Schmerzen ignorieren heißt sich selbst zu ignorieren. Es gibt ggf Momente wo man da durch muss - weil mans verpeilt hat. Wegen dem Wetter. Weil man zu doof ist Karten zu lesen. Oder whatever. Aber grundsätzlich ist sicher meine Motivation SCHMERZFREI meine Tour durch zu ziehen. Wie ich das hin bekomme? Ich habe grob Erfahrung wie viel Strecke + Höhenmeter ich so hin bekomme Wie mache ich das? ICH rechne das so: ich schaffe grob 400hm die Stunde ODER 5km pro Stunde. Bei 1000hm und 20km brauche ich 2,5h für die Höhe und 4h für die Länge, also im Beispiel 6,5h Stunden. Grob. Alles um die 6h sind ok bis chillig (für mich), alles über 8h wird eher RICHTIG Arbeit. Wenn ich um 8 los laufe und um 18:00 das Handtuch schmeißen kann - mit einigem an Pause wohlgemerkt. Das heißt noch nicht das ich TATSÄCHLICH die Zeit brauche, aber ich habe einen Zahlenwert als Anhaltspunkt für diesen Zeitframe - für meinen Fitnesslevel. 6 is ok, deutlich mehr wie 8 is doof. Aber ja, je nach Topografie und Fitnesslevel Inwieweit das auf Deinen Körper passt, musst Du selber raus finden. Ich habe bei meinen Hikes allerdings NIE Schmerzen (Mückenstiche nicht mit eingerechnet) und würde mir mein Wanderverhalten überdenken falls doch 1/10 is easy 1/20 geht auch noch. Hier, im UL wären 5kg grob das Ziel. Abhängig von der Tour und Klimazone ist das normalerweise machbar. Hast halt kaum Wechselwäsche 😉 . Von meinem ehemaligem 15kg Equipment ist allerdings kaum was übrig geblieben (Equipment im Wert von NP 50€). Man muss nicht zwangsläufig reich sein (aber es hilft) - aber wenn nicht MYOG - gehts nicht ohne shopping. Konzerntrier Dich darauf deine Isomatte + Schlafsack Zelt (oder Tarp + Footprint + Bugnet) und Deinen Rucksack auf unter 3kg zu bekommen. Der Rest kommt mit etwas Disziplin und einer gepflegten Gear List --- und Support durch ein Forum wie dieses - automatisch. Nimm einfach immer so wenig wie möglich mit und dann immer nur das leichteste. Happy Trails!2 Punkte -
Einsteigerin resümiert erste Erfahrungen
laufnaso13 reagierte auf Seph für Thema
Hallo zusammen! Ich schreibe ehrlich gesagt eigentlich nicht wirklich in Foren, aber habe nach nach meiner zweiten Mehrtagestour (vier reine Wandertage Tage E9 in Polen, sehr sehr spontan entschieden) einige Fragen. An der Stelle vielleicht ein kurzer genereller disclaimer zu mir, ich bin 36, starte eher ungeplant und mit großer Euphorie in Abenteuer und bin auch sehr gut darin über meine Grenzen zu pushen. Das richtige Mindset ist von all den möglichen Problemen sicher nicht meins 😅. 1. Da komme ich auch schon zu meiner ersten Reflexion bzw. Frage an euch. Ich bin schon eine puscherin, was Etappen und Strecken angeht. Klar alles nicht auf krassem Niveau weil Einsteigerin, aber ich weiß wie ich mich fühle:). In Polen bin ich jetzt insgesamt 115 km in vier Tagen gelaufen. Dabei ist es doch normal das man Muskelkater und Schmerzen hat. Da pushe ich mich stur durch. Ich frage mich aber manchmal, ob ich zu sturr bin. Wirauf achtet ihr da so, dass ihr nicht in so blöde Konsequenzen wie Schleimbeutel Entzündungen im der Hüfte oder was weiß ich Erschöpfungsbrüche geratet? Oder besteht diese Gefahr garnicht? Ich mag dieses Gefühl über die Grenzen zu gehen halt schon, aber will auch nicht unverantwortlich sein, wenn ihr versteht. Ausdauer war schon immer meine stärke. Sonst Ich bin so durchschnittlich gut sportlich würde ich sagen, gehe einmal pro Woche ne halbe Stunde joggen, mache 2-3 mal ne halbe Stunde Krafttraining. bereitet ihr euch mit bestimmten Trainings extra vor? 2. Ganz ganz sicher muss ich das Gewicht meiner Ausrüstung reduzieren. Ich war jetzt in Polen bei 13-14 kg 🫠😅- je nachdem wie viel Wasser ich mitgenommen habe. Vor der Reise dachte ich mir, “ach, let’s Go, dann ist es eben etwas anstrengender”. Ich glaube auch fest, man muss erst Erfahrungen machen, ehe man weiß was man braucht oder sich eventuell für teures Geld anschafft, naja… hat mich aber auch schon genervt 😅 Ich habe mal so die Faustregel gehört, dass der Rucksack insgesamt so 1/10 des Körpergewichtes wiegen soll. Ist das für euch ein realistisches Ziel? Das wären bei mir dann circa 6,3kg. Also mehr als die Hälfte???? Ist das möglich?? Was sind da eure Richtwerte? Oder macht es überhaupt Du Dich an sowas zu orientieren? Kenne mich wie gesagt mit UL nicht so gut aus, ich hab halt das Trekkingwandern sehr für mich entdeckt:). Und das will ich sehr gerne weitermachen. An der Stelle will ich gar n Uhr so in die Detail gehen. Dazu gibt es hier ja auch viele konkretere threads. Aber fyi. Dabei hatte ich auch ein nicht UL-Biwak-setup, aus einer decathlon Hängematte, isomatte exped, mountain Equipment Schlafsack Kunststoff und ein diy tarp aus meinem Dusch Vorhang :D. Sowie halt Kocher. Bin gespannt auf eure Antworten! Beste Grüße! seph1 Punkt -
Impressionen unserer letzten Tour um Bergen, Norwegen. Oberhalb 700hm lag doch noch recht viel Schnee, darunter kam einem das Schmelzwasser entgegen. Dazu regnet es in Bergen auch an 240 Tagen im Jahr. Augen auf beim Wanderziel! Im Flieger gab es sogar noch 2 Flaschen ultraleichten Wein in der roten Hütte konnte wir eine Nachtverbringen und am Ofen alle trocknen. Die Hütte ist aus den 60ern und scheinbar ist der Betreiber in den 80ern gestorben, jedenfalls war die gesamte Einrichtung, also auch Putzmittel, Zeitungen, Nahrung usw. aus den 80ern. Letzter Gästebucheintrag war von 2018.1 Punkt
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Zelt für Laugavegur/Island - Hilleberg Enan?
Silberdistel reagierte auf trekkman für Thema
Noch mal `ne Info zum Enan. Durch die Leichtgewichts-Einbogen-Konstruktion drücken starke Böen schon mal die Zeltwände in die Knie. Es wird dann so richtig gebeutelt im Vergleich z. B. zu anderen Hillebergs. Von daher sollte das Enan richtig "hart" abgespannt sein (dafür gemacht!). Und: An den Enden sind noch zusätzlich 4 Befestigungspunkte von Hilleberg mit eingeplant. Man muss daher noch zusätzliche 4 kurze Abspannleinen plus 4 Heringe einsetzen (die werden nicht mit geliefert). Das sorgt dann noch mal für mehr Stabilität bei Sturm. Dann hat man ein komfortables, nicht zügiges, sicheres und noch so einigermaßen leichtes Zelt.1 Punkt -
Zelt für Laugavegur/Island - Hilleberg Enan?
Silberdistel reagierte auf wiederfrei für Thema
Hoi Ich weiss, ich bin mit meiner Antwort spät dran. ich hoffe es hilft trotzdem. Eines habe ich beim Zelten in Island gelernt: Du musst damit leben, dass dein Zelt Schaden nehmen wird. Es muss nicht der befürchtete Totalverlust wegen Sturm sein. Es ist aber trotzdem ärgerlich .... . Das erste Mal war ich vor etwa 35 Jahren mit dem Fahrrad dort. Mein Zelt (Geodät) hat Stürme überlebt, welche die umliegenden Zelte nicht ertragen konnten. Aber eine Unachtsamkeit beim Abbau und schon war es geschehen ... . Da habe ich die zweite Lektion gelernt: Wenn man in der Jugendherberge auf ein Ersatzteil aus Reykjavík warten muss, so kostet die Unterkunft schnell mehr als jedes Zelt. Ich konnte da zum Glück auf einem Bauernhof bei einer Kollegin unterkommen. Letztes Jahr ging alles problemlos. Aber bei Dreki (Askja) hat es uns den Boden durchgescheuert. Dies trotz Footprint. Die Steine sind halt erbarmungslos! Fazit: 1. Kauf ein gutes Zelt, 2. Plane dein Budget so, dass du einen Defekt verschmerzen kannst. 3. Hotels; Hütten und Herbergen sind teuer! Jede Nacht die du im Zelt verbringst kannst du in Gedanken die Differenz zur Hütte/Hotel ins virtuelle Sparschwein legen. So ist ein Verlust kein Problem. Nach wenigen Nächen wird dein Zelt amortisiert sein. Notfallmässig kriegst du nur noch die teuren Hotels in Reykjavik! Im Notfall Platz in der Hütte zu kriegen wird schwierig. Aber einer deiner Camping-Nachbarn wird schon Erbarmen haben. PS1: solid inner ist kein Fehler. PS2: Sollte es dir das Zelt abräumen. In Island werden auch Zelte vermietet (nicht UL). Das kann sich rentieren.1 Punkt -
Einsteigerin resümiert erste Erfahrungen
laufnaso13 reagierte auf Ameisenigel für Thema
Das ist auch eine Frage des Alters. Mit 36 ging bei mir so Einiges, was jetzt mit 63 nicht mehr geht. Ich habe mich erst im Laufe der Jahrzehnte gut genug kennen gelernt. Warum entstehen bei mir Blasen und was hilft dagegen? Hier wird nämlich oft gesagt, Schuhe seien individuell. Ok, aber Blasen sind es auch. Was halten meine Gelenke aus? Welche Schwachpunkte habe ich sonst? Bei der Planung gilt mich nicht: Wie viele km kann ich am Tag laufen? Sondern: Wie viel laufe ich am besten, um das ein paar Wochen durchzuhalten? Und was muss ich dafür noch beachten? Geringes Gewicht hat mir enorm geholfen. Aber da gibt es hier schon sehr viele unterschiedliche Meinungen und Du musst Deinen eigenen Weg finden. Ich betrachte nur das skin-out Gewicht - da nähere ich mich den 5 kg.1 Punkt