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Gibbon

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Alle erstellten Inhalte von Gibbon

  1. Hi, einige im Forum verwenden Inletts für Ihre Schlafsäcke, um die sauber zu halten. Aus Seide sind die noch einigermaßen leicht und können in der Waschmaschine gewaschen werden. Gibt es zum Beispiel bei Decathlon (SIMOND Schlafsack-Inlett Seide Trekking - MT500) oder von Cocoon (Travelsheet Seide - gibt es auch in einem Dutzend anderer Materiallien). Vorteil eines Inletts gegenüber dem Spannbettlaken wäre, dass außer der Isomatte auch der Schlafsack vor Verunreinigung geschützt wird und du zudem noch ein kleines Wärmeupgrade hast. Wobei ich die Temperaturangaben bei Cocoon mit +5,3 Grad Wärmeleistung für das Seideninlett recht viel finde (d.h. das würde ich mit Vorsicht erst testen anstatt mich blin darauf zu verlassen).
  2. Tag 3 Endspurt. Zum Glück mit weniger Höhenmetern als die Tage davor, jedoch merkte ich schon beim ersten kleinen Berg, das meine Beine einfach keine Kraft mehr haben. Also irgendwie über zwei Hügel und einem Ort nach Bödefeld geschleppt. Für so einen kleinen Ort wie Brabecke finde ich diesen gut gepflegten Bücherschrank sehr bemerkenswert. Gedanklich war ich hier schon am überlegen, ob ich mir nicht einfach ein Taxi rufe, das mich zum Auto fährt, auf noch mehr bergauf hatte ich einfach keinen Bock und keine Kraft mehr. Bödefeld ist ganz hübsch, es war Samstag Mittag und es schien ein bissl was los zu sein im Ort, der anscheinend auch viel Tourismus hat. Mitten im Ort gab es ein hübsches kleines Kaffee, das Tismes, das angenehm besucht und betriebsam war. Bei Zuckerteilchen und Kaffee überlegte ich mir dann, ob es zu Fuß über den Berg oder mit dem Taxi weiter gehen sollte. Tja, ist so eine Sache mit dem Ehrgeiz. Bin eigentlich nicht so der Typ dafür. Jedoch hat hier mein Ehrgeiz entschieden:“Steh auf und wandle! ÜBER den BERG!“. Also, dafür gebetet, dass mich Koffein + Zuckerschock wenigstens ein paar Höhenmeter hochbringen. Spoileralarm: der Koffein + Zuckerschock ist nie gekommen. Genauso isses! Hinter Bödefeld ging es ganz nett hoch zum Beginn des Kreuzweges des Dorfes. Am Startpunkt gibt es mehrere Heiligenschreine und eine kleine Kapelle. Sehr nett gemacht und Ort einer längeren Pause für mich. Danach ging es dann den Berg hoch entlang des Kreuzweges. Direkt und steil, 200 Höhenmeter am Stück. Bänke beim Startpunkt mit Blick auf Bödefeld Einer von vielen Schreinen Der Kreuzweg: 200 Höhenmeter steil den Berg rauf! An der 5. Station „Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen“ hätte ich mir auch einen Simon gewünscht, der meinen Rucksack trägt. An der 8. Station „Jesus begegnet den weinenden Frauen“ hätte ich auch gern geweint. Und an der 9. Station „Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz“ bin auch ich zum dritten mal unter dem Gewicht meines Rucksack zusammen gebrochen. Insgesamt habe ich da mit Pausen für den einen Kilometer eine Stunde gebraucht. Oben an der Kreuzkapelle erst einmal eine weitere lange Pause. Auch wenn es mörderisch anstrengend war, die Kapelle auf dem Berg mit dem Ausblick war für mich schon ein besonderer Ort und ich war froh, dass ich dorthin gelaufen bin. Kapelle oben auf dem Berg Blick ins Tal Ab jetzt gab es laut Navi nur noch kleinere Steigungen. Und tatsächlich, der Rest des Weges hat sogar wieder Spaß gemacht. An der nassen Wiese vorbei ging es flotten Schrittes weiter auf die Hunau. Nasse Wiese Der Gipfel ist jedoch komplett im Wald, also direkt weiter gelaufen. Kurze Zeit später kam dann das Skigebiet Hunau, und hier gab es die schöne Aussicht, plus Panoramaliege. Skigebiet HunauBlick auf den Fernsehturm Also lange geruht, was Warmes zu essen gemacht und den Endspurt angetreten. Mit Musik aus dem MP3-Player ging es dann noch langsam wieder zurück ins Tal und nach Holthausen. Und von dort die letzten Meter bis zum Auto, geschafft! Ein letzter Weitblick über die Berge und Täler des Sauerlandes Die Lehren der Tour… ...zu viele Höhenmeter machen mir keinen Spaß ...CoMaps als Navi-App ist viel einfacher zu bedienen als OsmAnd, wird jetzt meine neue Standart-Navi-App ...auf die OSM Karten ist nicht immer verlass, die nächste Tour plane ich nur auf Strecken von offiziellen Wanderwegen ...im Sauerland gibt es echt viele Heiligenschreine, Kapellen und Kreuze ...September ist Pilze Zeit ...das Tarptent Rainbow ist mir mit Kondens zu nass und mein Rucksack passt dank Rahmen einfach nicht mit ins Zelt ...die Zenbivy Flex Air Mattress in Wide XL ist zwar weder leicht noch preiswert, jedoch das bequemste, was ich bis jetzt als Matte hatte zum zelten
  3. Campingplatz Valmetal Beide Daumen hoch für den Campingplatz Valmetal. Nach dem mörderisch anstrengenden Tag war die Aussicht auf eine heiße Dusche das, was mich die letzten Meter weiter getrieben hat. Bis zur Deadline, 18:00 Uhr, hatte ich sogar noch eine Stunde Puffer. Empfang war sehr freundlich, außer dem Schlüssel zum Sanitärgebäude wurde mir direkt ein Hammer für den Zeltplatz angeboten. Das nenne ich aufmerksam. Duschmarken habe ich direkt mehrere mitgenommen, alle die übrig waren, konnte ich am nächsten Tag zurück geben. Auch das sehr vorbildlich für einen Campingplatz. Fürs Zelten hatte ich eine ganze Terrasse für mich allein. Das Beste: Die Hütte. Für Zeltgäste steht dort eine kleine Gartenhütte zu Verfügung. Die Einrichtung ist zwar spartanisch (Sitzen, Tisch und Licht), jedoch wäre das bei schlechtem Wetter ein echter Game Changer gewesen. Aufrecht im trockenen Essen, lesen, etc. zu können ist schon Luxus. Der Campingplatz ist fest in der Hand von Dauercampern, von denen jedoch so gut wie keine da waren. Insgesamt habe ich nur eine Handvoll Gäste gesehen. Die sanitären Anlagen sind sauber und in Ordnung, die warme Dusche habe ich ausgiebig genossen. Danach Essen, nach Hause telefonieren und dann fielen mir schon die Äuglein zu. Am nächsten Morgen wurde ich im Zelt vom allmorgendlichen Tropfen des Kondenswassers begrüßt. Schnell noch eine warme Dusche und dann ging es wieder in die inzwischen stinkigen und schwitzigen Wanderklamotten (mal wieder: „Embrace the Suck“). Bezahlt habe ich übrigens für den Campingplatz inklusive Duschmarken weniger als auf dem Trekkingplatz. Die Zelt-Terasse Die Hütte
  4. Tag 2 - Fortsetzung Blick vom Ohlenberg - links am Bildrand von den Bäumen verdeckt befindet sich Fort Fun Dann kam das zweitschönste nach bergauf. Ich musste den gleichen steilen Weg bergab. Hurra, ohne Trekkingstöcke wären meine Knie wahrscheinlich auseinander gefallen. Angekommen an der Waldautobahn von vorher Blick auf die Navi App. Und wieder Freude über die OSM Karten. Nicht nur, dass ich weiter genau so steil den Berg herunter musste. Zudem hatten Harvester das gesamte Gebiet platt gemacht und der Weg war nicht existent. Kurz nach einer Alternative geschaut, jedoch hätte ich da mehrere Extra-Kilometer laufen müssen. Also, Embrace the Suck, und die hundert Meter einmal durch Harvestergebiet abgestiegen auf die nächste Waldautobahn. Da die Überraschung, der OSM Weg war tatsächlich noch da, wenn auch sehr versteckt. Endlich angekommen Tal mit schmerzenden Knien, ging es ca. 200m durch die Ebene, dann hieß es wieder bergauf. Hier soll ein OSM-Weg hergehen Der Weg Wann hier wohl das letzte mal ein Mensch durch ist? Auf zum Wasserfall. Theoretisch läuft dieser Weg an Fort Fun vorbei. Praktisch läuft man Kilometer weit über einen Schotterweg im Wald und sieht nichts außer Wald. Nicht so schön, da es oft bergauf geht. An dem Punkt war ich schon jenseits meiner Leistungsgrenze. Dann eine Gabelung: Ein Weg nach oben in den Ort Wasserfall, der andere Bergab zum richtigen Wasserfall. Kurzer Blick in die NaviApp: Ich muss also Bergab und wieder bergauf um zum Wasserfall zu kommen? Und weil das eine Sackgasse ist, wieder zurück?! Fast hätte ich den Wasserfall links liegen lassen. Fast. Dann wieder der Ehrgeiz und der Gedanke, „die Route führt hierher wegen genau dem Wasserfall“. Also doch den Umweg gemacht. Der Platz ist schön, eine kleine Schlucht. Leider war der Wasserfall (der größte natürliche in NRW), genau wie die Quelle am morgen, nahezu trocken. Naja, immerhin war ich jetzt mal da gewesen. Suchbild: Wo ist der Wasserfall? Weiter ging es mit letzter Kraft den Berg hinauf in den Ort Wasserfall und von da aus dann die letzten Kilometer humpelnd und absolut fertig zu meinem nächsten Ziel, dem Campingplatz Valmetal. Letzter Blick zurück, der Gipfel im Bild ist der Ohlenberg, ganz schön weit weg sieht der aus.
  5. Tag 2 Heute war der schwierigste Tag mit den meisten Höhenmeter, 900 rauf und 1200 wieder runter. Dazu hatte ich ein Zeitlimit, da ich vor 18 Uhr auf dem Campingplatz sein sollte zum einchecken. Daher früh gestartet. Zuerst wollte ich mein Wasser auffüllen an einer Quelle, die auf den Karten in der Nähe des Trekkingplatzes eingezeichnet war. Vor Ort war da jedoch kein sprudelndes Wasser, noch nicht einmal Pfützen. Da hätte man höchstens die Feuchtigkeit von den Steinen lecken können. Das brachte meine Wasserplanung etwas durcheinander, meine Hoffnung lagen daher auf dem nächsten Ort. Die Sonne schien und es ging nicht bergauf eine ganze Weile, so gings dann sehr beschwingt einen sehr schönen Weg entlang nach Brunskappel. Der Weg ins Tal Brunskappel selber ist klein, jedoch sehr gepflegt und verfügt sogar über ein kleines Schloss (in privater Hand). Hinter der Kirche gab es einen Zapfhahn für Wasser für den angrenzenden Friedhof, also Flaschen alle aufgefüllt und zur Sicherheit noch überall ne Micropur Forte rein geworfen. Hinter Brunskappel ging es dann erst einmal laaange bergauf. Der Vortag steckte mir noch in den Knochen, ich habe um jeden Höhenmeter gekämpft. Tretbecken im Fluß Das Schloß in Brunskappel Nettes Plätzchen beim verlassen des Dorfes über den Kaiser-Otto-Weg Ab einem bestimmten Punkt ging es Kilometer lang nur über Schotterstrassen unter neu gebauten Windrädern her. Nicht schön. Windräder soweit das Auge reicht Super! Bin eher Typ Angsthase/Hypohonder. Ich freue mich immer, wenn ich neue Gründe für neue Ängste finde... Kleiner Lichtblick war dann nach einiger Wanderzeit der erste kleine Gipfel, Birkegge, wo ich dann auch länger Pause gemacht hab. Als ich mich den Ohlenberg Gipfel näherte, fiel mir auf, dass die Waldautobahn auf der ich unterwegs war, irgendwie viel zu weit unten war. Tja, meine Freestyle Route führte dann von diesem Weg aus sehr steil den Berg zwischen Büschen hindurch. An der Stelle habe ich zehn Minuten lang überlegt, ob ich den Gipfel sausen lasse, weil ich einfach fertig war und keinen Bock mehr hatte auf bergauf. Dann jedoch doch hoch gegangen, weil für den Gipfel war ich ja hier. Was habe ich den Abschnitt gehasst. Der Gipfel selber ist ganz hübsch + schöne Aussicht und genügend Bänken für Pause, die ich dann auch brauchte. Da gehts vorm Waldrand rechts steil den Berg hoch zum Gipfel Der Weg Der Gipfel
  6. Trekkingplatz Siedlinghausen Für den Trekkingplatz gibt es beide Daumen hoch. Direkt am Weg, doch etwas geschützt durch die Büsche. Saubere neue Toilette, sogar eine Panorama-liege, die sich drehen kann. Einzig und allein ein überdachter Bereich fehlt, dank gutem Wetter ist mir das jedoch egal. Ich hole mein Zelt heraus, breite es aus und muss dann an einen Foreneintrag hier im Forum denken, wo ich meinte, dass ein Zeltaufbau auf den Plattformen easy ist für nicht selbstehende Zelte, mit extra Schnüren oder Plattformheringen geht das schon. An dieser Stelle fällt mir auf, dass ich weder Plattformheringe noch extra Schnüre dabei habe...hm, clever von mir. Zum Glück hat das Tartptent Rainbow so was wie einen selbststehenden Modus mittels Trekkingstöcken (mehr schlecht als recht) und ich hab noch die Windschnürre dran. Klappt irgendwie. Nach dem Aufbau bleibt ein Mountainbiker, ein Mittfünziger stehen, und ruft mir ein freundliches „Weiß das Forstamt, was sie da machen!?!“ zu, ganz in Blockwart Manier. Jedoch ist die Situation schnell entspannt, als ich ihm erkläre, dass man das hier ganz legal buchen kann. Daraus entwickelt sich ein nettes Gespräch und zehn Minuten und eine Lebensgeschichte später wünscht er mir noch eine angenehme Nacht auf der Plattform. Essen, nach Hause telefonieren, noch vor neun Uhr bin ich eingeschlafen. Nachts regnet es dann längere Zeit, ich bleib jedoch trocken. Bis zum nächsten Morgen. Das Rainbow kann sich zu einer wahren Tropfsteinhöhle entwickeln und genau das hat es getan. Bis ich aus dem Zelt raus bin, habe ich schon eine gratis Kondenswasserdusche bekommen. Der Morgen ist windig und bewölkt, jedoch soll es heute trocken bleiben. Ich bin schon früh unterwegs, denn heute steht die härteste Etappe an, rauf auf den Ohlenberg. Nicht direkt sichtbar, der TrekkingplatzAusblick Super sauberes Kompostklo Am nächsten Morgen nach dem Regen
  7. Tag 1 - Fortsetzung Weiter geht es durch das Sorpetal, der Rothaarspur folgend. Bei einer Pause mit Blick auf meine Navi-App wird mir klar, dass ich vor einem halben Kilometer schon den Berg hoch gemusst hätte. Also neue Route auf den Berg gesucht und weiter gehts. Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich auf dem Höhenkamm gelaufen bin. Der ist leider komplett bewaldet mit Null Sicht. Hier empfehle ich jedem Wanderer im Sorpetal unten zu bleiben bis zum großen Bild. Jesus-Schrein neben einem Elfen-Aufhänger an einem Schuppen im Wald, wieso nicht. Einziger Lichtblick auf dem Höhenkamm, das kleine Bildchen: Jesus-Bildstock, mehrere Sitzbänke, ein schöner Ausblick, Kühe mit Kälbern direkt nebenan auf der Weide und eine respektable Schutzhütte. Hier habe ich nur zu gerne Pause gemacht. Der kleine Bildstock Später im Wald kommt mir dann der erste Mensch seit Beginn der Tour entgegen, eine ältere Dame die spazieren geht. Bis jetzt war ich über 3 Stunden unterwegs, ohne einen Menschen gesehen zu haben. Das war wohl auch ihr Gedanke, nach einem freundlichen Hallo spricht sie mich direkt an und meint „Sie sind der erste Mensch den ich hier sehe!“. Das kann ich nur bestätigen, man quatscht kurz ganz nett und wünscht sich einen schönen weiteren Weg. Nach dem Parkplatz direkt an der Hauptrasse und dem großen Bildchen geht es in den Wald hinein. Nach einiger Zeit jedoch sehe ich, das meine Freestyle Strecke auf ein mir schon bekanntes OSM-Karten-Problem trifft: Es gibt Wege, die sind in OSM markiert, in der Realität jedoch kaum noch existent. So auch hier. Vor mir ist ein zugewachsener Waldwirtschaftsweg, der schon seit Jahren nicht mehr befahren wurde. Aus der Erfahrung früherer Touren heißt das meistens, Sträucher, die fast brusthoch sind und zum Teil voll mit Zecken sind, oder Gräser, zwischen denen fiese Spinnen ihre Netze Spinnen (Ja, Spinnen sind nützlich, und zuhause werden sie auch mit dem Glas nach Hause gebracht, ekeln tue ich mich trotzdem). Kurzer Blick auf die Karte zeigt mir, dass das der einzige direkte Weg ist, also durch in der Hoffnung, das der Weg besser wird. Wird er nicht. Nach einem Kilometer durchs hohe Gräser und Sträucher ist der Weg so gut wie weg. Keine Ahnung ob ich einem Wildwechsel oder einem Trampelpfad folge, nur ein Salzblock auf einem Baumstamm verrät, dass hier schon mal Menschen waren. Etwas entnervt und erschöpft gelange ich dann wieder auf einen Waldwirtschaftsweg. Ganz recht, hier geht laut OSM-Karte ein Weg durch! Etwas später höre ich dann auf dem Waldweg ein Auto hinter. Ich bleibe stehen und gucke, das Auto bleibt auch stehen, sobald mich der Fahrer sieht. Okay…? Ich laufe einfach mal weiter. Ein paar Minuten später überholt mich das Auto. Irgendein Pickup, komplett in mattfarben Armee Grün, sieht auch aus wie ein Armee-Fahrzeug. Jedoch mit Niederländischem Kennzeichen und niederländischen Flagge drauf. Okay…? Na gut, die Niederländer sind ein nettes Völkchen, also lächeln und dem Fahrer freundlich zunicken. Und ja, der nette junge Mann in seinem Armee-Tarnanzug hinterm Steuer lächelt zurück und nickt mir zu. Inzwischen wird es schon was später und die Strecke und die Höhenmeter spüre ich ganz schön in meinen Knochen. Jedoch ist der nächste Berg der Anstieg zum Bergsee. Die Fotos auf Google Maps waren sehr vielversprechend. Vor Ort dann die Ernüchterung: Der ganze See ist rundherum von steilen Klippen umgeben und die sind mit Meter hohen Bäumen zugewachsen. Null Sicht! Selbst der offizielle Aussichtspunkt lässt den See nur erahnen. Kurz der Gedanke, ob ich an den Klippen entlang laufe, um einen guten Photospot zu finden – jedoch lieber nicht. Laut einer Statistik einer weltweiten Versicherung über Todesfälle bei Selfies, sind die Hauptgruppe der Todeskandidaten Männer (Geschlecht männlich - check), die bei einem Selfie zu Tode stürzen (hohe Klippen – check). Also spare ich mir lieber ein „Killfie“ und laufe dem letzten großen Höhepunkt des heutigen Tages entgegen: Dem Netto in Siedlinghausen. Blick auf den Bergsee In den Ort zu laufen unter Menschen ist nach Stunden der Einsamkeit erst einmal etwas komisch. Der Netto kann jedoch sämtliche meiner kulinarischen Bedürfnisse erfüllen (Wasser Refill, kalter Kaffee, Chips, etc.). Jetzt muss ich das Zeug nur noch bis zur Trekkingplattform schleppen. Inzwischen habe ich keinen Lust mehr, auch nur einen Höhenmeter zu gehen und will nur noch ankommen, Zelt aufbauen, essen und umfallen. Jedoch weiß ich, dass ich nochmal 200 m Aufstieg habe. Wird wohl nicht so schlimm werden...denkste. Im Wald geht der weg auf einmal steil gerade den Berg hoch. Sehr steil. Es gibt garantiert Klettersteige in den Alpen, die nicht so steil sind. Das ist das erste mal, dass ich die Routenwahl so richtig verfluche. Ich brauche ewig den Berg hoch und muss alle paar Meter Pause machen. Oben auf dem Berg mach ich eine lange Pause auf einer Bank, obwohl es nur noch 10 Minuten bis zum Ziel sind. Hier kommen mir auch ein paar Mountainbiker auf ihrer Abendrunde entgegen. Weiter gings und endlich das Tagesziel, der Trekkingplatz Siedlinghausen! Grandioser Abendausblick auf der letzten Bank vorm Trekkingplatz
  8. Einleitung: Im Sommer war ich mit der Familie in Fort Fun, einem Vergnügungspark im tiefsten Sauerland. Vom Riesenrad aus hat man einen wunderschönen Blick auf die umgebenden Hügel und Berge, da dacht ich mir, hier will ich wandern gehen. Da es keinen existierenden Wanderweg gab, der alle meine gewünschten Ziele ansteuert, hab ich letztendlich Freestyle mit Garmin Base Camp selber eine Route erstellt. Bei den Höhenmetern dachte ich mir, ganz gemäß dem Motto unser Altkanzlerin Merkel, „Wir schaffen das“, gehst halt ein paar Kilometer weniger in der Weite. Das sollte ich noch bereuen... Jetzt Mitte September war es dann soweit, Überstunden abbauen und los gings von Donnerstag bis Samstag auf eine Drei-Tages-Tour durch das wilde Sauerland. Gesamte Tour: ca. 63.5 km bergauf: 2500m bergab: 2500m Tag 1: Wanderparkplatz Holthausen – Skulpturenpark Waldemai – Sorpetal – Großes Bildchen – Himmelskrone -Bergsee - Siedlinghausen Netto – Trekkingplattform Siedlinghausen Distanz: ca. 22 km bergauf: 900m bergab: 700m Empfehlung: Teilweise – Das Sorpetal mit dem Skulpturenpark ist schön, der Weg nach Siedliengshausen danach war nichts besonderes. Der Trekkingplatz Siedlinghausen ist eine klare Empfehlung! Tag 2: Trekkingplattform Siedlinghausen – Brunskappel – Birkegge – Ohlenberg – Plästerlegge/Wasserfall – Campingplatz Valmetal Distanz: ca. 22 km bergauf: 900m bergab: 1200m Empfehlung: Nein, mit Ausnahme des Campingplatz Valmetal. Der Weg auf den Ohlenberg geht zum größten Teil nur über breite geschotterte Waldege unter Windrädern lang. Der Gipfel ist nett, entschädigt jedoch nicht für den harten Anstieg. Der Wasserfall Plästerlegge ist schön, der Weg dahin nicht. Beide Daumen hoch für den Campingplatz Valmetal. Tag 3: Campingplatz Valmetal – Trekkingplatz Sauerland – Brabecke – Bödefeld – Kreuzweg - Kreuzweg Kapelle - Nasse Wiese – Hunau (818m) – Skigebiet Hunau – Holthausen - Wanderparkplatz Holthausen Distanz: ca. 19.5 km bergauf: 700m bergab: 600m Empfehlung: Ja! Bödefeld ist ganz hübsch, der Weg über den Kreuzweg, die Kapelle zur Hunau und dem Skigebiet sind meiner Meinung nach lohnenswert. Tag 1 Anfahrt mit dem Auto zum Wanderparkplatz Holthausen. Das Wetter war besser als erwartet, blauer Himmel mit Wolken und Sonne, jedoch nicht zu warm. Schon die Anfahrt durchs Sauerland machte Lust auf die Tour. Der Wanderparkplatz ist mit Karten-Tafel, Tischen und sogar einem Mülleimer ausgestattet, was will man mehr. Also Schuhe gewechselt, Rucksack auf und los Richtung Sorpetal. Die Maria in diesem Bildstock hat irgendwie einen beunruhigenden Gesichtsausdruck. Auf dem ersten Berg dann ein unerwartetes Hindernis. Ein geschlossenes Tor mit Zaun soweit das Auge reicht. Konnte man zum Glück einfach selber öffnen und hindurch, die Aufklärung gab es etwas später: Die Schweinepest. Welche Seite jetzt „drin“ bzw. „draußen“ war, konnte ich nicht feststellen. Jedoch nehmen die Sauerländer es sehr Ernst mit der Schweinepest, der Wald ist Kilometerlang eingezäunt. Oben auf dem Berg dann der erste Blick ins Sorpetal und den Skulpturenpark Waldemai. Ich freue mich schon auf diesen Abschnitt. Als ich noch jung war, sind wir hier öfters durchgefahren um Diskotheken bzw. Konzerte zu besuchen. Wenn man im Dunkeln von Schmallenberg ins Sorpetal abbog, hatte man immer das Gefühl, man verlässt die Zivilisation. Der Skulpturenpark ragte dann immer als großes, gut beleuchtetes Anwesen aus der Dunkelheit hervor, ich habe es damals immer das „James-Bond-Anwesen“ genannt, weil es der perfekte Wohnsitz für einen der Bond-Bösewichte gewesen wäre. Unten im Tal vor dem Skulpturenpark dann ein kleiner Dämpfer. Der Park ist aus Altersgründen geschlossen, der Weg durch den Park ist nur noch für Wanderer offen (zum Glück bin ich einer). Über Kunst kann man streiten und es muss nicht jedem alles Gefallen. Jedoch sieht man an dem Skulpturenpark deutlich, das dieser Park das gesamte Lebenswerk eines Künstlers ist. In diesem Sinne ist dies ein besonderer Ort. Blick ins SorpetalSkulpturenpark Waldemai
  9. Hi, in Deutschland wird das in den meisten Regionen (außer vielleicht Alpen) auch mit dem leichten Gestänge passen. Für Trekkingplattformen gibt es zum einen extra Heringe, wenn du im Netz nach Anker Heringe oder Fishbone Heringen suchst, wirst du fündig. Zum anderen habe ich auch mit Trekkingstockzelt immer eine Möglichkeit zum festmachen gefunden. Einige Plattformen haben Ösen, wo man die Zeltschnüre dran festmachen kann. Und je nach frequentiertheit der Plattform findet man eh direkt darum herum ein Sammelsorium an Steinen und selbst-geschnitzten Anker Heringen, da viele der vorherigen Wanderer auch schon genau dieses Problem hatten. Sieht ungefähr so aus: Daher würde ich jetzt nicht die Zeltauswahl unbedingt davon abhängig machen.
  10. Hi, erste Frage: Wie groß bist du? So ab 1,85m wird die Zeltauswahl etwas schwieriger. Da TT Moment zum Beispiel wird nicht für Personen über 1,93m empfohlen. Also Wind hat man auch im Sommer, reichen ja Sturmböen bei Gewitter. D.h. ich würde mich einmal festlegen beim Gestänge und dann damit immer auf Tour gehen. Gewichtsunterschied zwischen Carbon und Aluminium beträgt bei z.B. Zelten von Tarptent bis zu 120g. Für dein Einsatzgebiet, Skandinavische Länder, würde ich, ohne ein Skandinavien-Experte zu sein, immer das stabilste Gestänge mitnehmen. Aus Zwei Gründen: Zum einen ist man je nach Landschaft sehr exponiert; zum anderen sind das Länder, wo du im Gegensatz zu Deutschland, beim Versagen des Zeltes eventuell eben nicht mal eben Zwei Stunden ins nächste Dorf läufst. D.h. da hast du durchaus Situationen, wo du dich auf dein Zelt verlassen können must. Das wären mir 120g Mehrgewicht wert. Ist jedoch letztendlich deine Entscheidung. Das TT Notch mit Mesh hatte ich mal, war mir bei meinen 1,95m zu schmal, d.h. ich hab mich zwischen den beiden Stangen zu eingezwängt gefühlt. Sonst ein gutes Zelt. Ich besitze jetzt das normale TT Rainbow, das mag ich sehr, für Skandinavien würde ich mich wohl jedoch nach einem Zelt umschauen, dass etwas mehr für den Einsatz bei starkem Wind gebaut ist. Das Durston X-Mid besitze ich nicht, hatte jedoch im Sommer auf nem Zeltplatz bei leichten Sturmböen eines neben mir stehen gehabt (Solid Version) und war sehr von der Performance bei den Windböen beeindruckt. Weitere Zeltideen: @khyal hat in einem Faden das SIX MOON DESIGNS Lunar Orbiter reviewed. Das ist zwar nicht doppelwanding, jedoch laut dem Review robust, groß und nicht zu teuer (aktuell 357€(!) bei Outdoorline): Eine andere Idee wäre das TT Scarp 1 bzw. heißt es ja jetzt Scarp 1+. Groß und robust, gibt sowohl eine Mesh als auch ein Solid Inner, hab jedoch keine Erfahrung mit dem Zelt. Generell, wenn du Zelte von Tarptent kaufen willst, Outdoorline hat da als europäischer Online-Händler schon mal gute Angebote.
  11. Hi, ich hab ein paar Nächte in Schutzhütten mit Bivy verbracht, hier meine Meinung: Der OR Helium ist quasi ein Zeltersatz, d.h. den benutzt man im freien ohne Zelt. Wäre für Schlafen in Schutzhütten, Bushaltestellen, etc. wahrscheinlich Overkill. Mit dem Hunka habe ich keine Erfahrung. Konzeptionell finde ich den jedoch schwierig: Ohne Dach/Tarp wird der Kopf nass. Mit Dach benötigt man eigentlich keinen wasserfesten Bivy sondern nur einen, der Spritzwasser abhält. Und ein Insektenschutznetz gegen Mücken und vor allem Zecken hat der auch nicht. Eventuell passt eine der folgenden Möglichkeiten besser für dich: - Ohne Bivy Schlafen, wie @cozy vorgeschlagen hat. Wenn du nicht im Matsch liegen willst, dann nimm ein Groundsheet mit, entweder aus Tyvek oder aus Plastik (Polycro, XFoil, etc.). Nachteil: Kein Schutz gegen Spritzwasser und Insekten. Und ist dein Schlafsack winddicht? Wenn nicht, dann kann ohne Bivy nur mit Schlafsack Windchill ein Problem werden. - Ein Tyvek-Bivy von 3F UL Gear. Der ist ähnlich wie der Hunka, jedoch preiswerter und vor allem mehr als halb so leicht! Nachteil: Kein Insektenschutz. - Ein Bivy mit Insektenmesh, der Spritzwasser abweisend ist, wie z.B. der Borah Gear Ultralight Bivy (besitze ich) oder der GramXpert Ultralight Bivy. Die jedoch in Kombi mit einem Groundsheet. Da hat man dann den Spritzwasser- und Insektenschutz. Mit der Kombi war ich zusammen mit Tarp unterwegs und hab dann wahlweise in Schutzhütten oder unterm Tarp geschlafen. - MYOG bivy: einfach deinen Bivy selbst nähen. Ist ein einfaches Nähprojekt und du kannst selber Material und Größe wählen. Noch als Hinweis: In einem geschlossenen Bivy mit Insektennetz zu schlafen ist nicht jedermanns Sache. Anderseits bin ich auch schon abends an einer Schutzhütte angekommen und über den Boden ist im Schein der Taschenlampe erst einmal ne riesengroße Hauswinkelspinne in Voll Speed gelaufen 😱 Ohne Bivy mit Insektenschutz schlaf ich daher auf keinen Fall auf dem Boden.
  12. Mein Vorschlag wäre der Osprey Eja 58L (nicht Pro), wiegt ohne Deckelklappe etwas über einem Kilogramm. Die Deckelklappe kannst und solltest du bei den Exos/Eja Modellen abnehmen können, auch bei den Pro Modellen. Ich besitze ein älteres Modell des Osprey in der Version für Männer, den Exos 58. Lässt sich gut tragen, auch mit 13 kg am Rücken. Aufgrund des Rahmens jedoch unmöglich als Handgepäck verwendbar.
  13. Gibbon antwortete auf Jeha8's Thema in Ausrüstung
    Meine Empfehlung wäre der Poncho von 3F UL GEAR mit Ärmeln und Reißverschluss. Gibt es in Orange und Blau. Vorher habe ich einen Ultra-Sil Nano Poncho von Sea-to-the-Summit verwendet. Doch bei sehr starkem Wind hat es mir mehrmals entweder die Ärmel aufgeweht (aufgegangener Drucknopf) oder der Poncho hat sich mangels Bauchgurt über meinen Kopf gestülpt. Mit dem Poncho von 3F mit Ärmeln und Bauchgurt gab es das Problem nicht. Mit Ärmeln ist natürlich schwitziger als ohne. Anmerkung: Das sind beides Ultra Leicht Ponchos. Für Open Air und Alltag tut es natürlich auch ein preiswerter Poncho für 10€ ausm Bundeswehrshop oder von Decathlon.
  14. Weil ich gerade drüber gestolpert bin: Am Kellerwaldsteig sind jetzt 8 Trekkingplätze nutzbar, meißt mit überdachter Sitzgruppe + Klo. Wenn das mal kein Luxus ist Ein Platz ist sogar mit Biwakschachtel also überdachter Plattform, bei der man kein Zelt benötigt. Die Südschleife bin ich vor ein paar Jahren gegangen, ist eine klare Empfehlung meinerseits. https://www.naturpark-kellerwald-edersee.de/wandern/trekkingplaetze Außerdem gibt es jetzt ein paar Trekkingplätze im Siegerland, die nicht direkt an einen Themenweg gebunden sind, jedoch liegen einige davon in der "Nähe" zum Rothaarsteig. Bei allen wird auch die gute Anfahrt mit dem Auto angepriesen, also vielleicht mal was, wo man die Familie mal mit dem eigenen Hobby nötigen kann 😁 Kleine Anmerkung zur Plattform Ginsburg: Hier würde ich mit viel Personenverkehr rechnen, da die Ginsburg und die Ginsburger Heide (zurecht) ein beliebtes Ausflugsziel sind: https://www.siegen-wittgenstein.info/trekkingplaetze#/erlebnisse
  15. Was verwendest du denn für einen Biwaksack? Es gibt leichte Bivys, wie z.B. den erwähnten Borah Gear, der Schützt dich vor Wind und Spritzwasser, jedoch nicht vor richtigem Regen und auch nicht vor spitzen Steinen am Boden. Unter dem Begriff Biwakcsack laufen auch jede Menge robustere Varianten bis hin zum Mini-tunnel mit eigenem Gestänge in Tarnfarben. Die wiegen dann jedoch 1.5Kg+ anstatt 250g wie ein Spritzwasserbivy. Ansonsten probier das mit Tarp einfach mal aus. Das SMD Gatewood Cape braucht zwingend einen Stock/Tarpstange und würde ich auch nur für Personen bis 1,85m empfehlen. Du sparst dir zwar dann eine Regenjacke, jedoch ist ein rechteckiges Tarp flexibler. Für erste Ausprobieren würde ich mir wohl entweder ein DD Tarp S superleicht 2,8 x 1,5m (ca. 260g) oder ein Bushmen Ultralight Tarp 3 x 2m (ca. 300g) holen. Beide sind für unter 100€ zu bekommen. Als Unterlage beim Tarp würde ich immer noch eine Plane mitnehmen. Mit Tyvek habe ich keine Erfahrung, ich verwende Plastikfolie aus dem Abfallcontainer. Ich bin kein Berg Experte, kann mir jedoch vorstellen, dass es genügend Situationen gibt, wo der Regen da ist, bevor du weit genug absteigen kannst. D.h. ich würde mich nicht darauf verlassen wollen, dass ich immer absteigen kann bei Regen sondern wäre lieber mit einem Setup unterwegs, dass im Notfall auch in höheren Lagen mich einigermaßen warm und trocken hält.
  16. Das Rainbow hat mich bei starkem Wind nicht überzeugen können:
  17. @khyal Danke für deine ausführliche Antwort. Wind war laut Wetter App tagsüber und Nachts mit Böen zwischen 39 und 59 km/h: Das halte ich auch für realistisch, der Regen kam teilweise ohne zu übertreiben waagerecht an einem vorbei. Abgespannt habe ich wie in diesem Faden im Bild dargestellt. Bzw. nach vorne habe die Abspann-Schnüre nicht zusammen laufen lassen und zwei Heringe verwendet, damit der Eingang frei bleibt. Abgespannt habe ich die Abspann-Schnpre mit Y-Heringen. Die Stange saß auch bombenfest. Für die normalen Zeltecken habe ich die mitgelieferten runden Heringe benutzt, davon hat sich einer raus gerüttelt über Nacht (der am Eingang).
  18. Unter die Thera-Rest nicht, jedoch hatte ich ja schon die etwas dünnere Nemo mit der Flexmat Plus kombiniert und das war super. Nur für die Hüfte noch ein kurzes Stück Eierkarton-Matte mitzunehmen ist eine sehr gute Idee, genug Sitzkissen von verschiedenen Herrstellern fliegen hier rum. Danke!
  19. Kurzer Nachtrag. Ich war mit der Kombi aus Therm-a-Rest Torsomatte und einer 4mm Evazotte in Volllänge drei Nächte unterwegs. Dachte eigentlich, das reicht für mich von der Dicke. War jedoch nicht der Fall, ab Mitternacht war ich alle halbe Stunde wach, um mich wegen Druckschmerz an der Hüfte auf die andere Seite zu drehen. Jemand anderes (leichteres) hat mit der Kombi vielleicht mehr Glück. Warm und schnell aufgebaut war es.
  20. Hatte jetzt das Vergnügen mit dem Tarptent Rainbow(1-Personen-Version, Silpoly 2025, Aluminium-Gestänge) eine Nacht auf offener Fläche bei starkem Wind mit Sturmböen Stärke 4 bis 5 zu verbringen. Meine Erfahrung war jetzt eher "durchwachsen". Für windige Regionen würde ich mir definitiv ein anderes Zelt besorgen: Ich hatte zusätzliche Heringe und Abspannleinen dabei und habe die Abspannpunkte an der Zeltstange nach vorne und nach hinten abgespannt. Das Gestänge war dann auch stabil die gesamte Nacht. An der Tür hatte ich nach Abspannpunkten geschaut, jedoch keine identifizieren können. Zusätzlich habe ich das Zelt mit meinen Trekkingstöcken unterstützt, da gibt es eine Öse unterhalb der Belüftung. Leider mit der Spitze nach oben in die Öse - das hat nicht so gut funktioniert. Als ich Wasser holen war, hat in der Zeit der böige Wind am Eingang den Trekkingstock aus der Öse gerüttelt und der Stock hat den Stoff der Lüftung mehrfach perforiert. Muss ich noch flicken. Habe danach die Stöcke umgedreht, die Unterstützung hat das Zelt bei dem Wind gebraucht. Der Wind hat immer wieder gedreht um 60 Grad, größter Schwachpunkt war dann der Eingang, dessen Stoff stark eingerückt bzw. hin- und her geweht wurde. Hab ein paarmal versucht das besser abzuspannen, hat trotzdem die ganze Nacht geschlackert und einmal den Hering komplett rausgerüttelt. Zelt und ich haben die Nacht überlebt, schön war es nicht. Direkt 3m weiter hatte einer ein X-Mid Solid 1 oder 2, das Stand dagegen mit zusätzlichen Abspannleinen wie nen Sturmbunker...
  21. Dann schau dir mal in diesem Video von Robert Klink das Decathlon Forclaz MT500 Trekking Kissen in Kombination mit dem Sitzkissen an. Habe ich ausprobiert, war mir jedoch immer noch zu bouncy als Luftkissen, von der Höhe jedoch gut. Das Sitzkissen passte tatsächlich oberhalb sowie unterhalb des Luftkissens, d.h. da sollte auch unterhalb des Luftpolsters Platz für ein nicht zu großes Kleidungsstück sein (im Video wird nur oberhalb des Luftpolsters gezeigt).
  22. Tja, ich bin inzwischen beim Thermarest Compressible Pillow in Medium gelandet. Gibt es auch kleiner und leichter in S. Da muss ich bei mir leider noch was drunter stopfen, damit mir das hoch genug ist. Darauf liege ich jedoch besser als bei allen aufblasbaren Kissen, die ich bisher hatte. Habe schon überlegt, mir irgendwo einen Block festen Schaumstoff (Yogablock, Styropor, etc.) zu besorgen, um die paar Zentimeter höhenausgleich für die Schulter-Lücke zu haben.
  23. Danke für die Klarstellung!
  24. Hi, ich bin über folgenden Beitrag bei den Nachrichten gestolpert: https://home.1und1.de/magazine/reise/gefaehrlicher-trend-wandern-42530912 oder auch https://www.chip.de/news/hobby-freizeit/vorsicht-wanderer-nach-neuen-vergiftungen-warnen-hochgebirgsretter-wasser-aus-baechen-und-seen-zu-trinken_5131e438-9441-4cdc-b121-e2d2e618eade.html In den Pyrenäen kam es wohl jetzt wiederholt zu Rettungseinsätzen wegen Brechdurchfall, weil Wanderer aus Quellen und Bächen getrunken haben. Ich wäre jetzt eigentlich naiv davon ausgegangen, dass in fließenden Gewässern ein vernünftiger Wasserfilter Bakterien und größeres heraus Filtert und Viren nicht so ein Thema sind (Chemikalien werden natürlich nicht heraus gefiltert, die würde ich in den Bergen jedoch nicht erwarten). Was meint Ihr?
  25. Hi, Kurzbericht zum 3F UL GEAR Regen Poncho mit Reißverschluss und Ärmeln. Der Poncho Für meinen letzten Wanderurlaub hatte ich mir den Regen Poncho Größe L geholt. Gewicht entspricht ungefähr den Herstellerangaben (mein Küchenwaage ist leider kaputt...). Mit Größe L passt er mir mit 195cm und am Rücken sogar noch über den 58L Rucksack. Mit dem Bauchgurt kann man den Poncho mit und ohne Rucksack gut fixieren. Das Orange ist ziemlich auffällig. Erfahrung Eigentlich war für die Tour nicht viel Regen angesagt. Die Vorhersage hat das Wetter jedoch nicht besonders interessiert, an Tag Zwei gab es Regen bis Starkregen bei Wind und Sturmböen zwischen Windstärke 4 und 5 (Dänische Ostseeküste). Bei dem Wind war der Poncho schwer anzulegen. Hat man den Poncho endlich an und über den Rucksack und das ganze mit dem Bauchgurt fixiert, dann sitzt der Poncho selbst bei starkem Wind wie ne eins. Regenschutz Top. Auch die Kapuze sitzt und erfüllt ihren Zweck. 6 Stunden Regen + Starkwind war in Kombination mit ner Regenhose kein Problem. Atmungsaktivität ist natürlich eingeschränkt, da würde ich bei dem Preis jedoch auch nichts anderes erwarten. Der Reißverschluss ist praktisch zum Lüften und vor allem um an Seiten-, Schulter und Hüfttaschen zu kommen, was bei einem normalen Poncho nicht möglich ist. Insofern hat der Poncho meine Erwartungen übertroffen und ist jetzt mein Go-To Regenschutz. Klare Empfehlung meinerseits! Poncho im Einsatz

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