Reputationsaktivitäten
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von wechsel-wild erhalten in Nordkalottleden 2027Hallo Gerd,
ich bin den Nordkalottleden Solo teilweise von Kilpisjärvi bis Abisko, also den Mittelteil, in den ersten beiden Septemberwochen 2024 gelaufen. Ich bin nach Tromsö geflogen und von dort mit dem Bus nach Finnland gefahren, die Rückreise erfolgte dann per Zug ab Abisko.
Auf diesem Abschnitt gibt es 7 eingerichtete Brücken, die auch jeweils notwendig sind. Diese waren bei mir alle noch installiert und problemlos begehbar. Dazu gesellen sich einige flache Flussquerungen, für die man dringend brauchbare Watschuhe mitführen sollte - zwischen der Daerta- und der Dividalshytta quert man beispielsweise ein sehr weitläufiges Sumpfgebiet zwischen zwei Seen und danach den knapp 50 Meter breiten Skaktarelva-Fluss. Und auch sonst gibt es einige Stellen auf dem Trek, wo man die Wanderschuhe zum Durchwaten unweigerlich ausziehen muss.
Bis auf die am Anfang hinter der schwedischen Grenze liegende Pältsastugan- und die am Altevatnet gelegene Altevasshytta hatten alle anderen Versorgungshütten Anfang September bereits geschlossen bzw. die unbewirtschafteten Hütten wären wie bekannt nur mit dem jeweiligen Schlüssel begehbar gewesen. Da ich mit Zelt und in kompletter Selbstversorgung unterwegs war, hat mich das nicht tangiert.
Wettertechnisch hatte ich alle denkbaren Aggregatszustände zwischen bratender Sonne, Dauerregen, leichtem Schneefall und Sturmböen. Aber immerhin wird man so spät im Jahr nicht mehr von Mücken zerfressen, da die Nachttemperaturen teilweise stark anziehen. Ich hatte eine Basisausrüstung mit Komforttemperatur von 0 Grad dabei und bin damit sehr gut gefahren.
Da ich eher entspannt unterwegs bin, hatte ich in der Regel Etappenlängen zwischen 22 bis 27km. Zusammen mit Wind und Wetter hat mir das aber auch gereicht, da mir allabendliche Erholung, der Blick auf die Nordlichter und das ein oder andere Lagerfeuer schon wichtig gewesen sind.
Wie bereits erwähnt ist der Trek sehr einsam, ich habe selten mehr als ein oder zwei andere Trekker pro Tag gesehen. Der Hauptanteil sind eher Tageswanderer, welche an den größeren Selbstversorgerhütten mit Straßenanbindung kleinere Wanderungen durchführen - so fand zB. an der Rostahytta noch ein größeres Jugendzeltcamp statt.
Zu den möglichen Wegvarianten kann ich nichts beitragen, da diese insbesondere im südlichen Teil entscheiden, wo du enden willst! Auf meinem Abschnitt gab es nur den Hauptweg und dem bin ich gefolgt, da meine Rückreise ab Abisko erfolgte.
Nichtsdestotrotz kann ich dich aus meiner Erfahrung darin bestärken, dass du dir einen der vermutlich schönsten, da einsamsten Wanderwege in Nordeuropa ausgesucht hast - ich habe die wundervollen Weitblicke auf die Berge und Gletscher, die unzähligen, nicht scheuen Rentierherden und den wenigen, aber herzlichen Kontakt mit den Einheimischen sehr genossen. Und die Einsamkeit. Und die Blicke auf die Nordlichter. Und die Lagerfeuer an den Seen.
Falls du fragen zu diesem speziellen Abschnitt hast, egal ob zu Kartenmaterial, speziell zu den Brücken oder was auch immer, dann melde dich gerne!
Das Bild zeigt das Rostadalen kurz vor der Rostahytta mit Blick in westlicher Richtung auf den kleinen Gletscher unterhalb des Hoglikka. Allein für dieses kurze Erlebnis lohnt es sich, den Weg auf sich zu nehmen...
Liebe Grüße
Hannes
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von Gerd1890 erhalten in Nordkalottleden 2027Hallo Gerd,
ich bin den Nordkalottleden Solo teilweise von Kilpisjärvi bis Abisko, also den Mittelteil, in den ersten beiden Septemberwochen 2024 gelaufen. Ich bin nach Tromsö geflogen und von dort mit dem Bus nach Finnland gefahren, die Rückreise erfolgte dann per Zug ab Abisko.
Auf diesem Abschnitt gibt es 7 eingerichtete Brücken, die auch jeweils notwendig sind. Diese waren bei mir alle noch installiert und problemlos begehbar. Dazu gesellen sich einige flache Flussquerungen, für die man dringend brauchbare Watschuhe mitführen sollte - zwischen der Daerta- und der Dividalshytta quert man beispielsweise ein sehr weitläufiges Sumpfgebiet zwischen zwei Seen und danach den knapp 50 Meter breiten Skaktarelva-Fluss. Und auch sonst gibt es einige Stellen auf dem Trek, wo man die Wanderschuhe zum Durchwaten unweigerlich ausziehen muss.
Bis auf die am Anfang hinter der schwedischen Grenze liegende Pältsastugan- und die am Altevatnet gelegene Altevasshytta hatten alle anderen Versorgungshütten Anfang September bereits geschlossen bzw. die unbewirtschafteten Hütten wären wie bekannt nur mit dem jeweiligen Schlüssel begehbar gewesen. Da ich mit Zelt und in kompletter Selbstversorgung unterwegs war, hat mich das nicht tangiert.
Wettertechnisch hatte ich alle denkbaren Aggregatszustände zwischen bratender Sonne, Dauerregen, leichtem Schneefall und Sturmböen. Aber immerhin wird man so spät im Jahr nicht mehr von Mücken zerfressen, da die Nachttemperaturen teilweise stark anziehen. Ich hatte eine Basisausrüstung mit Komforttemperatur von 0 Grad dabei und bin damit sehr gut gefahren.
Da ich eher entspannt unterwegs bin, hatte ich in der Regel Etappenlängen zwischen 22 bis 27km. Zusammen mit Wind und Wetter hat mir das aber auch gereicht, da mir allabendliche Erholung, der Blick auf die Nordlichter und das ein oder andere Lagerfeuer schon wichtig gewesen sind.
Wie bereits erwähnt ist der Trek sehr einsam, ich habe selten mehr als ein oder zwei andere Trekker pro Tag gesehen. Der Hauptanteil sind eher Tageswanderer, welche an den größeren Selbstversorgerhütten mit Straßenanbindung kleinere Wanderungen durchführen - so fand zB. an der Rostahytta noch ein größeres Jugendzeltcamp statt.
Zu den möglichen Wegvarianten kann ich nichts beitragen, da diese insbesondere im südlichen Teil entscheiden, wo du enden willst! Auf meinem Abschnitt gab es nur den Hauptweg und dem bin ich gefolgt, da meine Rückreise ab Abisko erfolgte.
Nichtsdestotrotz kann ich dich aus meiner Erfahrung darin bestärken, dass du dir einen der vermutlich schönsten, da einsamsten Wanderwege in Nordeuropa ausgesucht hast - ich habe die wundervollen Weitblicke auf die Berge und Gletscher, die unzähligen, nicht scheuen Rentierherden und den wenigen, aber herzlichen Kontakt mit den Einheimischen sehr genossen. Und die Einsamkeit. Und die Blicke auf die Nordlichter. Und die Lagerfeuer an den Seen.
Falls du fragen zu diesem speziellen Abschnitt hast, egal ob zu Kartenmaterial, speziell zu den Brücken oder was auch immer, dann melde dich gerne!
Das Bild zeigt das Rostadalen kurz vor der Rostahytta mit Blick in westlicher Richtung auf den kleinen Gletscher unterhalb des Hoglikka. Allein für dieses kurze Erlebnis lohnt es sich, den Weg auf sich zu nehmen...
Liebe Grüße
Hannes
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sirm3rl1n reagierte auf cozy in Nordkalottleden 2027Der Nordkalottleden ist toll, ich bin 2022 im Rahmen meiner Nordkapp Wanderung, den Abschnitt von Absiko nach Kautokeino gewandert. Wir sind Ende August gestartet und hatten keine Probleme mit Brücken. Ich fand ihn im Vergleich zum Kungsleden nicht wirklich anspruchsvoller. Tatsächlich überlege ich ihn auch nächstes Jahr nochmal Richtung Süden zu wandern und auch relativ spät im Jahr. Gerade wegen den Herbstfarben und den Mücken ist Anfang September sicherlich der beste Zeitraum.
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von Jeha erhalten in Nordkalottleden 2027Hallo Gerd,
ich bin den Nordkalottleden Solo teilweise von Kilpisjärvi bis Abisko, also den Mittelteil, in den ersten beiden Septemberwochen 2024 gelaufen. Ich bin nach Tromsö geflogen und von dort mit dem Bus nach Finnland gefahren, die Rückreise erfolgte dann per Zug ab Abisko.
Auf diesem Abschnitt gibt es 7 eingerichtete Brücken, die auch jeweils notwendig sind. Diese waren bei mir alle noch installiert und problemlos begehbar. Dazu gesellen sich einige flache Flussquerungen, für die man dringend brauchbare Watschuhe mitführen sollte - zwischen der Daerta- und der Dividalshytta quert man beispielsweise ein sehr weitläufiges Sumpfgebiet zwischen zwei Seen und danach den knapp 50 Meter breiten Skaktarelva-Fluss. Und auch sonst gibt es einige Stellen auf dem Trek, wo man die Wanderschuhe zum Durchwaten unweigerlich ausziehen muss.
Bis auf die am Anfang hinter der schwedischen Grenze liegende Pältsastugan- und die am Altevatnet gelegene Altevasshytta hatten alle anderen Versorgungshütten Anfang September bereits geschlossen bzw. die unbewirtschafteten Hütten wären wie bekannt nur mit dem jeweiligen Schlüssel begehbar gewesen. Da ich mit Zelt und in kompletter Selbstversorgung unterwegs war, hat mich das nicht tangiert.
Wettertechnisch hatte ich alle denkbaren Aggregatszustände zwischen bratender Sonne, Dauerregen, leichtem Schneefall und Sturmböen. Aber immerhin wird man so spät im Jahr nicht mehr von Mücken zerfressen, da die Nachttemperaturen teilweise stark anziehen. Ich hatte eine Basisausrüstung mit Komforttemperatur von 0 Grad dabei und bin damit sehr gut gefahren.
Da ich eher entspannt unterwegs bin, hatte ich in der Regel Etappenlängen zwischen 22 bis 27km. Zusammen mit Wind und Wetter hat mir das aber auch gereicht, da mir allabendliche Erholung, der Blick auf die Nordlichter und das ein oder andere Lagerfeuer schon wichtig gewesen sind.
Wie bereits erwähnt ist der Trek sehr einsam, ich habe selten mehr als ein oder zwei andere Trekker pro Tag gesehen. Der Hauptanteil sind eher Tageswanderer, welche an den größeren Selbstversorgerhütten mit Straßenanbindung kleinere Wanderungen durchführen - so fand zB. an der Rostahytta noch ein größeres Jugendzeltcamp statt.
Zu den möglichen Wegvarianten kann ich nichts beitragen, da diese insbesondere im südlichen Teil entscheiden, wo du enden willst! Auf meinem Abschnitt gab es nur den Hauptweg und dem bin ich gefolgt, da meine Rückreise ab Abisko erfolgte.
Nichtsdestotrotz kann ich dich aus meiner Erfahrung darin bestärken, dass du dir einen der vermutlich schönsten, da einsamsten Wanderwege in Nordeuropa ausgesucht hast - ich habe die wundervollen Weitblicke auf die Berge und Gletscher, die unzähligen, nicht scheuen Rentierherden und den wenigen, aber herzlichen Kontakt mit den Einheimischen sehr genossen. Und die Einsamkeit. Und die Blicke auf die Nordlichter. Und die Lagerfeuer an den Seen.
Falls du fragen zu diesem speziellen Abschnitt hast, egal ob zu Kartenmaterial, speziell zu den Brücken oder was auch immer, dann melde dich gerne!
Das Bild zeigt das Rostadalen kurz vor der Rostahytta mit Blick in westlicher Richtung auf den kleinen Gletscher unterhalb des Hoglikka. Allein für dieses kurze Erlebnis lohnt es sich, den Weg auf sich zu nehmen...
Liebe Grüße
Hannes
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von Steintanz erhalten in Nordkalottleden 2027Hallo Gerd,
ich bin den Nordkalottleden Solo teilweise von Kilpisjärvi bis Abisko, also den Mittelteil, in den ersten beiden Septemberwochen 2024 gelaufen. Ich bin nach Tromsö geflogen und von dort mit dem Bus nach Finnland gefahren, die Rückreise erfolgte dann per Zug ab Abisko.
Auf diesem Abschnitt gibt es 7 eingerichtete Brücken, die auch jeweils notwendig sind. Diese waren bei mir alle noch installiert und problemlos begehbar. Dazu gesellen sich einige flache Flussquerungen, für die man dringend brauchbare Watschuhe mitführen sollte - zwischen der Daerta- und der Dividalshytta quert man beispielsweise ein sehr weitläufiges Sumpfgebiet zwischen zwei Seen und danach den knapp 50 Meter breiten Skaktarelva-Fluss. Und auch sonst gibt es einige Stellen auf dem Trek, wo man die Wanderschuhe zum Durchwaten unweigerlich ausziehen muss.
Bis auf die am Anfang hinter der schwedischen Grenze liegende Pältsastugan- und die am Altevatnet gelegene Altevasshytta hatten alle anderen Versorgungshütten Anfang September bereits geschlossen bzw. die unbewirtschafteten Hütten wären wie bekannt nur mit dem jeweiligen Schlüssel begehbar gewesen. Da ich mit Zelt und in kompletter Selbstversorgung unterwegs war, hat mich das nicht tangiert.
Wettertechnisch hatte ich alle denkbaren Aggregatszustände zwischen bratender Sonne, Dauerregen, leichtem Schneefall und Sturmböen. Aber immerhin wird man so spät im Jahr nicht mehr von Mücken zerfressen, da die Nachttemperaturen teilweise stark anziehen. Ich hatte eine Basisausrüstung mit Komforttemperatur von 0 Grad dabei und bin damit sehr gut gefahren.
Da ich eher entspannt unterwegs bin, hatte ich in der Regel Etappenlängen zwischen 22 bis 27km. Zusammen mit Wind und Wetter hat mir das aber auch gereicht, da mir allabendliche Erholung, der Blick auf die Nordlichter und das ein oder andere Lagerfeuer schon wichtig gewesen sind.
Wie bereits erwähnt ist der Trek sehr einsam, ich habe selten mehr als ein oder zwei andere Trekker pro Tag gesehen. Der Hauptanteil sind eher Tageswanderer, welche an den größeren Selbstversorgerhütten mit Straßenanbindung kleinere Wanderungen durchführen - so fand zB. an der Rostahytta noch ein größeres Jugendzeltcamp statt.
Zu den möglichen Wegvarianten kann ich nichts beitragen, da diese insbesondere im südlichen Teil entscheiden, wo du enden willst! Auf meinem Abschnitt gab es nur den Hauptweg und dem bin ich gefolgt, da meine Rückreise ab Abisko erfolgte.
Nichtsdestotrotz kann ich dich aus meiner Erfahrung darin bestärken, dass du dir einen der vermutlich schönsten, da einsamsten Wanderwege in Nordeuropa ausgesucht hast - ich habe die wundervollen Weitblicke auf die Berge und Gletscher, die unzähligen, nicht scheuen Rentierherden und den wenigen, aber herzlichen Kontakt mit den Einheimischen sehr genossen. Und die Einsamkeit. Und die Blicke auf die Nordlichter. Und die Lagerfeuer an den Seen.
Falls du fragen zu diesem speziellen Abschnitt hast, egal ob zu Kartenmaterial, speziell zu den Brücken oder was auch immer, dann melde dich gerne!
Das Bild zeigt das Rostadalen kurz vor der Rostahytta mit Blick in westlicher Richtung auf den kleinen Gletscher unterhalb des Hoglikka. Allein für dieses kurze Erlebnis lohnt es sich, den Weg auf sich zu nehmen...
Liebe Grüße
Hannes
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von khyal erhalten in Nordkalottleden 2027Hallo Gerd,
ich bin den Nordkalottleden Solo teilweise von Kilpisjärvi bis Abisko, also den Mittelteil, in den ersten beiden Septemberwochen 2024 gelaufen. Ich bin nach Tromsö geflogen und von dort mit dem Bus nach Finnland gefahren, die Rückreise erfolgte dann per Zug ab Abisko.
Auf diesem Abschnitt gibt es 7 eingerichtete Brücken, die auch jeweils notwendig sind. Diese waren bei mir alle noch installiert und problemlos begehbar. Dazu gesellen sich einige flache Flussquerungen, für die man dringend brauchbare Watschuhe mitführen sollte - zwischen der Daerta- und der Dividalshytta quert man beispielsweise ein sehr weitläufiges Sumpfgebiet zwischen zwei Seen und danach den knapp 50 Meter breiten Skaktarelva-Fluss. Und auch sonst gibt es einige Stellen auf dem Trek, wo man die Wanderschuhe zum Durchwaten unweigerlich ausziehen muss.
Bis auf die am Anfang hinter der schwedischen Grenze liegende Pältsastugan- und die am Altevatnet gelegene Altevasshytta hatten alle anderen Versorgungshütten Anfang September bereits geschlossen bzw. die unbewirtschafteten Hütten wären wie bekannt nur mit dem jeweiligen Schlüssel begehbar gewesen. Da ich mit Zelt und in kompletter Selbstversorgung unterwegs war, hat mich das nicht tangiert.
Wettertechnisch hatte ich alle denkbaren Aggregatszustände zwischen bratender Sonne, Dauerregen, leichtem Schneefall und Sturmböen. Aber immerhin wird man so spät im Jahr nicht mehr von Mücken zerfressen, da die Nachttemperaturen teilweise stark anziehen. Ich hatte eine Basisausrüstung mit Komforttemperatur von 0 Grad dabei und bin damit sehr gut gefahren.
Da ich eher entspannt unterwegs bin, hatte ich in der Regel Etappenlängen zwischen 22 bis 27km. Zusammen mit Wind und Wetter hat mir das aber auch gereicht, da mir allabendliche Erholung, der Blick auf die Nordlichter und das ein oder andere Lagerfeuer schon wichtig gewesen sind.
Wie bereits erwähnt ist der Trek sehr einsam, ich habe selten mehr als ein oder zwei andere Trekker pro Tag gesehen. Der Hauptanteil sind eher Tageswanderer, welche an den größeren Selbstversorgerhütten mit Straßenanbindung kleinere Wanderungen durchführen - so fand zB. an der Rostahytta noch ein größeres Jugendzeltcamp statt.
Zu den möglichen Wegvarianten kann ich nichts beitragen, da diese insbesondere im südlichen Teil entscheiden, wo du enden willst! Auf meinem Abschnitt gab es nur den Hauptweg und dem bin ich gefolgt, da meine Rückreise ab Abisko erfolgte.
Nichtsdestotrotz kann ich dich aus meiner Erfahrung darin bestärken, dass du dir einen der vermutlich schönsten, da einsamsten Wanderwege in Nordeuropa ausgesucht hast - ich habe die wundervollen Weitblicke auf die Berge und Gletscher, die unzähligen, nicht scheuen Rentierherden und den wenigen, aber herzlichen Kontakt mit den Einheimischen sehr genossen. Und die Einsamkeit. Und die Blicke auf die Nordlichter. Und die Lagerfeuer an den Seen.
Falls du fragen zu diesem speziellen Abschnitt hast, egal ob zu Kartenmaterial, speziell zu den Brücken oder was auch immer, dann melde dich gerne!
Das Bild zeigt das Rostadalen kurz vor der Rostahytta mit Blick in westlicher Richtung auf den kleinen Gletscher unterhalb des Hoglikka. Allein für dieses kurze Erlebnis lohnt es sich, den Weg auf sich zu nehmen...
Liebe Grüße
Hannes
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von dee_gee erhalten in Harz übernachtenHallo F70k1,
ich bin den Steig im März 2024 in vier Etappen in Ost-West-Richtung mit Zelt gelaufen.
Meinen ersten Anlauf im Oktober 2017 musste ich aufgrund von Sturmtief Xavier abbrechen, ich war vermutlich einer der letzten, der die Steile Wand bei Torfhaus am Morgen des 06.10. über einen halben Kilometer umgefallene Fichten hinter sich gebracht hat, das war anders wild und ein Stück weit lebensmüde... Der Weg ist ja seit kurzer Zeit endlich wieder frei. Aufgrund meines dem Ortsnamen alle Ehre machenden Allgemeinzustandes und der ganzen gefällten und im Weg rumliegenden Botanik habe ich damals allerdings in Elend abbrechen müssen...
Wenn das klimabedingte Waldsterben neben den neuen Sichtachsen etwas Gutes hat, dann den Umstand, dass sich die kahlen Waldflächen durch Pionierbewuchs in jedem Frühjahr immer besser erholen, das klappt besonders im Harz erstaunlich gut. Es gibt auf dem ganzen Weg mittlerweile wieder viele Flächen, die durch kleine Tannen, Buchen oder Birken gut abgeschirmt werden und damit hervorragenden Sichtschutz für Zelte bilden.
Die erste Nacht habe ich in so einer Fläche zwischen dem Stemberghaus und Hasselfelde verbracht, die zweite dann zwischen Schierke und dem Brocken nahe den Schlungsklippen im Fichtenbestand. Die dritte Nacht lag ich wieder in einer neu bewachsenen Fläche nordwestlich des Sperberhaier Damms. Ich habe ein unscheinbares Zelt und lebe einen minimalinvasiven Wanderethos, damit hatte ich hier absolut keine Probleme. Auch als ich um kurz vor 7 der erste Tageswanderer auf dem Brocken mit schwerem Rucksack war, hat das die erste dort rumfahrende Rangerpatrouille nicht interessiert.
Wenn man lieber nicht im Zelt schlafen möchte: Bei meinem ersten Versuch habe ich im Hotel "Zum Forsthaus" in Altenau und danach in der Jugendherberge in Schierke übernachtet. Und mit Sicherheit findet sich auch noch irgendwas Passendes nahe Hasselfelde...
Gutes Gelingen!
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sirm3rl1n reagierte auf F70k1 in Harz übernachtenHi,
ich möchte nach Pfingsten den Hexensteig gehen.
Jetzt mache ich mir über die Übernachtungen Gedanken.
ich weiß dass es dort (und generell)verboten ist wild zu zelten und suche nach Möglichkeiten.
ich vermute dass auch die Schutzhütten keine legale Option darstellen, aber frage mich ob ich es riskiere.
Wanderfreund App zeigt ja die Schutzhütten auf dem Weg an.
ich habe versucht mich zu informieren.
Hat jemand schon Erfahrungen mit den Schutzhütten ?
Suchfunktion habe ich genutzt, ich hoffe ich war nicht zu blöd.
Happy Trails
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sirm3rl1n reagierte auf Lolaine in Fünf Tage auf dem GR221 (Mallorca) im April 2026Hallo zusammen,
ich bin den Weg letzte Woche klassisch NoBo gelaufen und kann somit aktuelles berichten. Dabei hatte ich perfektes Wetter und somit immer glasklare Sicht - das machte den Weg für mich zu eines der besten Kurzausflüge der letzten Jahre - auch, weil ich ziemlich wenig erwartet hatte.
Übernachtung: Um mal mit einem Mythos aufzuräumen: Der Weg ist Wildcampers Paradise. Ich kann mich nicht erinnern, auf einer Insel jemals so viele Camp-Möglichkeiten pro km entdeckt zu haben. Das kommt nicht zuletzt auch dadurch zustande, dass es viele historische Kohlemeiler-Plätze gibt, die in den (ehemaligen) Wäldern topfeben angelegt wurden. Somit trampelt man auch nichts kaputt, wenn man sein Zelt dort platziert. Man sieht auch morgens einige Zelter, die direkt am Wegesrand aufgebaut haben. Anscheinend juckt es dort keinen trotz allgemeinem Verbot, anders kann ich mir das nicht erklären. Ich selbst habe sieben Nächte im Zelt verbracht und das war auch am An-und Abreisetag kein Problem. Einen Hinweis möchte ich hierzu geben: Der Abschnitt Sant Elm bis zur Vogelwarte/Mühle hoch würde ich wegen der Verbotsschilder und dem angeblich unangenehmen Besitzer der Warte nicht als Zeltrevier einplanen.
Verpflegung: Hier war ich das erste Mal ohne Kocher unterwegs. Grund dafür ist, dass es so wenige natürliche Quellen gibt. Um nicht literweise Wasser mitzuschleppen, habe ich jedes Dorf angesteuert, um welches zu kaufen. Somit kann man auch gleich für den Tag einkaufen gehen bzw. ein Resto besuchen. Preise in kleinen Läden höher, sonst ca. 1/1 wie in D. Da die Läden auch Sonntags geöffnet sind, war das logistisch kein Problem.
Wegführung: Der GR ist weitestgehend gut ausgeschildert, man muss sehr wenig aufs Navi schauen. Bei ein paar Bergpassagen war es dennoch hilfreich. Ein paar Berge habe ich am Wegesrand mitgenommen. Man muss sich nicht stur an den Weg klammern. Mein Weg ging strenggenommen von Peguera bis kurz vor Pollenca mit einem Abstecher zum Deia Strand. Warum man den Abschnitt Pollenca zum Meer laufen will, erschließt sich mir nicht. Würde ich nicht machen. Der berüchtigte Abstieg vor Lluc war für mich machbar, obwohl ich ein ziemlicher Angsthase bin. Von der Zeit her hätte auch die Route über den Puig Tomir gepasst, aber für mich mit meiner Höhenangst nicht machbar, bin wieder abgestiegen.
Einsam ist man nicht auf den Wegen, aber überlaufen ist er ebenfalls nicht. Anfangs habe ich sechs Tage angepeilt, aber es ging sehr gut in fünf Tagen in jeweis ca 27km-Abschnitten.
Ausrüstung: Mir hat mein 35L Atom locker gereicht. War mit einem Schlafsack bis -2 Grad unterwegs, den es niemals gebraucht hat. Kocher blieb zuhause und den habe ich nicht vermisst. Da ich keinen Wind hatte, konnte ich mein Trekker-Zelt auch exponiert aufbauen.
Öffis: Sehr gutes Bussystem auf der Insel. Man zahlt einfachsterweise mit Karte vorn am Busfahrer und beim aussteigen hält man die Karte wieder an einen Leser. Somit wird die Strecke automatisch ermittelt. Die Verbindungen sind hier einsehbar, aber die Zeiten stimmen nicht. Lokal an der Haltestelle sind die Zeiten dann korrekt ausgezeichnet. Man braucht kein Taxi vom Flughafen in die Stadt, es geht alles mit dem Bus. Selbst bei Abbruch entlang des Weges ist die Chance hoch, dass es eine Busverbindung vom nächsten Kaff nach Palma gibt.
Andere Berichte von mir gibt es hier:
Korsika
La Gomera
Norwegen
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sirm3rl1n reagierte auf Micha_L. in VorstellungsthreadHallo Liebe Forengemeinde,
nach langen stillen mitlesen habe ich mich nun auch mal dazu durchgerungen mich anzumelden. Ich heiße Michael, bin 48 Jahre alt und nach einen wechselhaften Werdegang mittlerweile Berufsschullehrer. Nach einer Jugend die geprägt war von der Natur und sich darin aufhalten habe ich gegen 2018 leicht ergraut langsam wieder angefangen mich fürs Trekking im Allgemeinen und der Ultraleichten Ausrüstung im speziellen zu interessieren. Mittlerweile habe ich einige Etappen des Schluchtensteigs, Trekkingcamps in der Eifel, Wanderungen in der Lüneburger Heide, mehrere Urlaube auf den Lofoten und er Sächsischen Schweiz hinter mir. Die perfekte Ausrüstung bisher nicht gefunden aber fleißig mit Hilfe von Lighterpack und dem Try- und Error Prinzip am optimieren...
Falls die eine oder andere Information hier fehlt, einfach fragen! Bin ganz umgänglich es sei denn mir geht der Kaffee mitten auf einer Mehrtageswanderung in Jothunheimen aus. Aber auch da gibt es keinen einzigen lebenden Zeugen der behaupten kann das ich nicht freundlich wäre. 😇
Liebe Grüße Micha
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sirm3rl1n reagierte auf Schnecke77 in VorstellungsthreadHallo zusammen,
ich bin Marcus Marcus Ende 40 und komme vom linken Niederrhein. Ich beginne gerade erst mich mit dem Fern- und Ultraleichtwandern zu beschäftigen. In den letzten Jahre bin ich überwiegend in Kroatien gewandert.
Im Mai werde ich zum ersten Mal mit Zelt und Schlafsack unterwegs sein. Ich bin dann mit Freunden im Velebit Gebirge an der Kroatischen Adria unterwegs.
Ich freue mich auf Austausch und Informationen.
Viele Grüße
Marcus
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von elwollo erhalten in Vorstellungsthread@Macbain Danke für dein „Outing“ hier, dein Beitrag unter meiner letzten Veröffentlichung führte mich dazu, mich mal ein wenig mehr mit dem Forum und den netten Menschen hier zu befassen… Verrückt und schön zu lesen, wer hier alles so unterwegs ist!
Auch ich muss mich dann als bislang stiller Mitleser outen, wie das offensichtlich der Großteil von euch auch hier getan hat – trotzdem schön von euch und euren Erfahrungen und eurer persönlichen Wandermotivation zu lesen!
Mein Name ist Hannes, ich bin 36 Jahre alt und wohne quasi genau auf der Hälfte des Rothaarsteigs in NRW.
(@ChrisK Meld dich, wenn du nen Zeltplatz brauchst!)
Als Kind durch meine Eltern zum Wandern im Harz genötigt, fand ich meine Liebe zum bedingungslosen Wandern im Alter von 23 Jahren nach einem gesundheitlichen Schicksalsschlag. Nach dem Motto „Nichts mehr zu verlieren und wer weiß, was noch kommt!“, führte mich meine erste Weitwanderreise auf die Falklandinseln und nach Chile mit einem viel zu schweren Rucksack und einem etrex-Gerät ohne übertragene Karte und vorherige Routenplanung. Hat trotzdem geklappt und war eine prägende Erfahrung!
Nach der unbeabsichtigten „Invasion“ des Mount Pleasant Airport und dem Besuch der völlig wolkenverhangenen und damit nicht sichtbaren Torres del Paine wanderte ich die letzten 12 Jahre zu Fuß durch etliche Länder dieser Erde. Aus Prinzip immer individuell, egal ob in Nepal, Südafrika, Kanada oder Kolumbien.
Der Weg in dieses Forum führte mich tatsächlich nur über die Suche nach einer Schraubgaskartusche für den Jordan Trail. Und die habe ich wegen euch da unten auch gefunden, danke nochmal!
Daher die vermutlich wichtigste Erkenntnis dieses Forums: Es ist schön zu wissen, dass man immer denkt, man ist für sich alleine so bekloppt, diese Projekte in Angriff zu nehmen und dann auch noch umzusetzen, aber hier zu lesen, dass genug andere Irre diesen Spirit leben, erfüllt mich mit Freude.
Ich bin bisweilen kein Ultralightpacker – in meinen Rucksack gehört zum müde werden in Richtung Einschlafen auf jeden Fall ein eBook-Reader und für etwaige Glücksgefühle auch ein Flachmann mit Wittgensteiner Schnaps – aber ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.
Das stille Stöbern und der wenige Austausch mit euch sprengt die persönliche Löffelliste regelmäßig in nicht erreichbare Dimensionen – daher ist es schön von euren Projekten zu lesen, die man selbst nicht in Angriff nehmen kann. Und sich für einige wenige machbare Wanderungen wirklich inspiriert zu fühlen. Danke, dass ihr alle eure Erfahrungen teilt! Das ist so viel wert!
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sirm3rl1n reagierte auf weberli in VorstellungsthreadHallo zusammen,
ich mach mal weiter.
Ich bin Rike, Ende 40, und lebe mit meiner Familie in Köln.
Ich bin schon lange aktiv unterwegs und seit letztem Jahr möglich oft mehrtägig und ultraleicht. Ich sammle noch meine Erfahrungen und habe gerade mein Setup nochmal optimiert - was man im Winter halt so macht.
Letztes Jahr war ich je 1 Woche auf dem Saar-Hunsrück-Steig und dem Salzalpensteig unterwegs, neben etlichen kurzen Wanderungen.
Grad warm ich auf Madeira, im Juni geht's nach Schweden ne Woche auf den Roslagsleden, im August nach Slowenien und dazwischen will ich die Trekkingplätze in Eifel und Sauerland testen.
Ich lese schon länger still mit und freue mich über Eure Reiseberichte sowie Kontakte mit Gleichgesinnten.
Liebe Grüße aus Köln!
Rike
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von Macbain erhalten in Vorstellungsthread@Macbain Danke für dein „Outing“ hier, dein Beitrag unter meiner letzten Veröffentlichung führte mich dazu, mich mal ein wenig mehr mit dem Forum und den netten Menschen hier zu befassen… Verrückt und schön zu lesen, wer hier alles so unterwegs ist!
Auch ich muss mich dann als bislang stiller Mitleser outen, wie das offensichtlich der Großteil von euch auch hier getan hat – trotzdem schön von euch und euren Erfahrungen und eurer persönlichen Wandermotivation zu lesen!
Mein Name ist Hannes, ich bin 36 Jahre alt und wohne quasi genau auf der Hälfte des Rothaarsteigs in NRW.
(@ChrisK Meld dich, wenn du nen Zeltplatz brauchst!)
Als Kind durch meine Eltern zum Wandern im Harz genötigt, fand ich meine Liebe zum bedingungslosen Wandern im Alter von 23 Jahren nach einem gesundheitlichen Schicksalsschlag. Nach dem Motto „Nichts mehr zu verlieren und wer weiß, was noch kommt!“, führte mich meine erste Weitwanderreise auf die Falklandinseln und nach Chile mit einem viel zu schweren Rucksack und einem etrex-Gerät ohne übertragene Karte und vorherige Routenplanung. Hat trotzdem geklappt und war eine prägende Erfahrung!
Nach der unbeabsichtigten „Invasion“ des Mount Pleasant Airport und dem Besuch der völlig wolkenverhangenen und damit nicht sichtbaren Torres del Paine wanderte ich die letzten 12 Jahre zu Fuß durch etliche Länder dieser Erde. Aus Prinzip immer individuell, egal ob in Nepal, Südafrika, Kanada oder Kolumbien.
Der Weg in dieses Forum führte mich tatsächlich nur über die Suche nach einer Schraubgaskartusche für den Jordan Trail. Und die habe ich wegen euch da unten auch gefunden, danke nochmal!
Daher die vermutlich wichtigste Erkenntnis dieses Forums: Es ist schön zu wissen, dass man immer denkt, man ist für sich alleine so bekloppt, diese Projekte in Angriff zu nehmen und dann auch noch umzusetzen, aber hier zu lesen, dass genug andere Irre diesen Spirit leben, erfüllt mich mit Freude.
Ich bin bisweilen kein Ultralightpacker – in meinen Rucksack gehört zum müde werden in Richtung Einschlafen auf jeden Fall ein eBook-Reader und für etwaige Glücksgefühle auch ein Flachmann mit Wittgensteiner Schnaps – aber ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.
Das stille Stöbern und der wenige Austausch mit euch sprengt die persönliche Löffelliste regelmäßig in nicht erreichbare Dimensionen – daher ist es schön von euren Projekten zu lesen, die man selbst nicht in Angriff nehmen kann. Und sich für einige wenige machbare Wanderungen wirklich inspiriert zu fühlen. Danke, dass ihr alle eure Erfahrungen teilt! Das ist so viel wert!
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von RaulDuke erhalten in Vorstellungsthread@Macbain Danke für dein „Outing“ hier, dein Beitrag unter meiner letzten Veröffentlichung führte mich dazu, mich mal ein wenig mehr mit dem Forum und den netten Menschen hier zu befassen… Verrückt und schön zu lesen, wer hier alles so unterwegs ist!
Auch ich muss mich dann als bislang stiller Mitleser outen, wie das offensichtlich der Großteil von euch auch hier getan hat – trotzdem schön von euch und euren Erfahrungen und eurer persönlichen Wandermotivation zu lesen!
Mein Name ist Hannes, ich bin 36 Jahre alt und wohne quasi genau auf der Hälfte des Rothaarsteigs in NRW.
(@ChrisK Meld dich, wenn du nen Zeltplatz brauchst!)
Als Kind durch meine Eltern zum Wandern im Harz genötigt, fand ich meine Liebe zum bedingungslosen Wandern im Alter von 23 Jahren nach einem gesundheitlichen Schicksalsschlag. Nach dem Motto „Nichts mehr zu verlieren und wer weiß, was noch kommt!“, führte mich meine erste Weitwanderreise auf die Falklandinseln und nach Chile mit einem viel zu schweren Rucksack und einem etrex-Gerät ohne übertragene Karte und vorherige Routenplanung. Hat trotzdem geklappt und war eine prägende Erfahrung!
Nach der unbeabsichtigten „Invasion“ des Mount Pleasant Airport und dem Besuch der völlig wolkenverhangenen und damit nicht sichtbaren Torres del Paine wanderte ich die letzten 12 Jahre zu Fuß durch etliche Länder dieser Erde. Aus Prinzip immer individuell, egal ob in Nepal, Südafrika, Kanada oder Kolumbien.
Der Weg in dieses Forum führte mich tatsächlich nur über die Suche nach einer Schraubgaskartusche für den Jordan Trail. Und die habe ich wegen euch da unten auch gefunden, danke nochmal!
Daher die vermutlich wichtigste Erkenntnis dieses Forums: Es ist schön zu wissen, dass man immer denkt, man ist für sich alleine so bekloppt, diese Projekte in Angriff zu nehmen und dann auch noch umzusetzen, aber hier zu lesen, dass genug andere Irre diesen Spirit leben, erfüllt mich mit Freude.
Ich bin bisweilen kein Ultralightpacker – in meinen Rucksack gehört zum müde werden in Richtung Einschlafen auf jeden Fall ein eBook-Reader und für etwaige Glücksgefühle auch ein Flachmann mit Wittgensteiner Schnaps – aber ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.
Das stille Stöbern und der wenige Austausch mit euch sprengt die persönliche Löffelliste regelmäßig in nicht erreichbare Dimensionen – daher ist es schön von euren Projekten zu lesen, die man selbst nicht in Angriff nehmen kann. Und sich für einige wenige machbare Wanderungen wirklich inspiriert zu fühlen. Danke, dass ihr alle eure Erfahrungen teilt! Das ist so viel wert!
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von Sanil erhalten in Vorstellungsthread@Macbain Danke für dein „Outing“ hier, dein Beitrag unter meiner letzten Veröffentlichung führte mich dazu, mich mal ein wenig mehr mit dem Forum und den netten Menschen hier zu befassen… Verrückt und schön zu lesen, wer hier alles so unterwegs ist!
Auch ich muss mich dann als bislang stiller Mitleser outen, wie das offensichtlich der Großteil von euch auch hier getan hat – trotzdem schön von euch und euren Erfahrungen und eurer persönlichen Wandermotivation zu lesen!
Mein Name ist Hannes, ich bin 36 Jahre alt und wohne quasi genau auf der Hälfte des Rothaarsteigs in NRW.
(@ChrisK Meld dich, wenn du nen Zeltplatz brauchst!)
Als Kind durch meine Eltern zum Wandern im Harz genötigt, fand ich meine Liebe zum bedingungslosen Wandern im Alter von 23 Jahren nach einem gesundheitlichen Schicksalsschlag. Nach dem Motto „Nichts mehr zu verlieren und wer weiß, was noch kommt!“, führte mich meine erste Weitwanderreise auf die Falklandinseln und nach Chile mit einem viel zu schweren Rucksack und einem etrex-Gerät ohne übertragene Karte und vorherige Routenplanung. Hat trotzdem geklappt und war eine prägende Erfahrung!
Nach der unbeabsichtigten „Invasion“ des Mount Pleasant Airport und dem Besuch der völlig wolkenverhangenen und damit nicht sichtbaren Torres del Paine wanderte ich die letzten 12 Jahre zu Fuß durch etliche Länder dieser Erde. Aus Prinzip immer individuell, egal ob in Nepal, Südafrika, Kanada oder Kolumbien.
Der Weg in dieses Forum führte mich tatsächlich nur über die Suche nach einer Schraubgaskartusche für den Jordan Trail. Und die habe ich wegen euch da unten auch gefunden, danke nochmal!
Daher die vermutlich wichtigste Erkenntnis dieses Forums: Es ist schön zu wissen, dass man immer denkt, man ist für sich alleine so bekloppt, diese Projekte in Angriff zu nehmen und dann auch noch umzusetzen, aber hier zu lesen, dass genug andere Irre diesen Spirit leben, erfüllt mich mit Freude.
Ich bin bisweilen kein Ultralightpacker – in meinen Rucksack gehört zum müde werden in Richtung Einschlafen auf jeden Fall ein eBook-Reader und für etwaige Glücksgefühle auch ein Flachmann mit Wittgensteiner Schnaps – aber ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.
Das stille Stöbern und der wenige Austausch mit euch sprengt die persönliche Löffelliste regelmäßig in nicht erreichbare Dimensionen – daher ist es schön von euren Projekten zu lesen, die man selbst nicht in Angriff nehmen kann. Und sich für einige wenige machbare Wanderungen wirklich inspiriert zu fühlen. Danke, dass ihr alle eure Erfahrungen teilt! Das ist so viel wert!
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von wechsel-wild erhalten in Vorstellungsthread@Macbain Danke für dein „Outing“ hier, dein Beitrag unter meiner letzten Veröffentlichung führte mich dazu, mich mal ein wenig mehr mit dem Forum und den netten Menschen hier zu befassen… Verrückt und schön zu lesen, wer hier alles so unterwegs ist!
Auch ich muss mich dann als bislang stiller Mitleser outen, wie das offensichtlich der Großteil von euch auch hier getan hat – trotzdem schön von euch und euren Erfahrungen und eurer persönlichen Wandermotivation zu lesen!
Mein Name ist Hannes, ich bin 36 Jahre alt und wohne quasi genau auf der Hälfte des Rothaarsteigs in NRW.
(@ChrisK Meld dich, wenn du nen Zeltplatz brauchst!)
Als Kind durch meine Eltern zum Wandern im Harz genötigt, fand ich meine Liebe zum bedingungslosen Wandern im Alter von 23 Jahren nach einem gesundheitlichen Schicksalsschlag. Nach dem Motto „Nichts mehr zu verlieren und wer weiß, was noch kommt!“, führte mich meine erste Weitwanderreise auf die Falklandinseln und nach Chile mit einem viel zu schweren Rucksack und einem etrex-Gerät ohne übertragene Karte und vorherige Routenplanung. Hat trotzdem geklappt und war eine prägende Erfahrung!
Nach der unbeabsichtigten „Invasion“ des Mount Pleasant Airport und dem Besuch der völlig wolkenverhangenen und damit nicht sichtbaren Torres del Paine wanderte ich die letzten 12 Jahre zu Fuß durch etliche Länder dieser Erde. Aus Prinzip immer individuell, egal ob in Nepal, Südafrika, Kanada oder Kolumbien.
Der Weg in dieses Forum führte mich tatsächlich nur über die Suche nach einer Schraubgaskartusche für den Jordan Trail. Und die habe ich wegen euch da unten auch gefunden, danke nochmal!
Daher die vermutlich wichtigste Erkenntnis dieses Forums: Es ist schön zu wissen, dass man immer denkt, man ist für sich alleine so bekloppt, diese Projekte in Angriff zu nehmen und dann auch noch umzusetzen, aber hier zu lesen, dass genug andere Irre diesen Spirit leben, erfüllt mich mit Freude.
Ich bin bisweilen kein Ultralightpacker – in meinen Rucksack gehört zum müde werden in Richtung Einschlafen auf jeden Fall ein eBook-Reader und für etwaige Glücksgefühle auch ein Flachmann mit Wittgensteiner Schnaps – aber ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.
Das stille Stöbern und der wenige Austausch mit euch sprengt die persönliche Löffelliste regelmäßig in nicht erreichbare Dimensionen – daher ist es schön von euren Projekten zu lesen, die man selbst nicht in Angriff nehmen kann. Und sich für einige wenige machbare Wanderungen wirklich inspiriert zu fühlen. Danke, dass ihr alle eure Erfahrungen teilt! Das ist so viel wert!
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von khyal erhalten in Vorstellungsthread@Macbain Danke für dein „Outing“ hier, dein Beitrag unter meiner letzten Veröffentlichung führte mich dazu, mich mal ein wenig mehr mit dem Forum und den netten Menschen hier zu befassen… Verrückt und schön zu lesen, wer hier alles so unterwegs ist!
Auch ich muss mich dann als bislang stiller Mitleser outen, wie das offensichtlich der Großteil von euch auch hier getan hat – trotzdem schön von euch und euren Erfahrungen und eurer persönlichen Wandermotivation zu lesen!
Mein Name ist Hannes, ich bin 36 Jahre alt und wohne quasi genau auf der Hälfte des Rothaarsteigs in NRW.
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Als Kind durch meine Eltern zum Wandern im Harz genötigt, fand ich meine Liebe zum bedingungslosen Wandern im Alter von 23 Jahren nach einem gesundheitlichen Schicksalsschlag. Nach dem Motto „Nichts mehr zu verlieren und wer weiß, was noch kommt!“, führte mich meine erste Weitwanderreise auf die Falklandinseln und nach Chile mit einem viel zu schweren Rucksack und einem etrex-Gerät ohne übertragene Karte und vorherige Routenplanung. Hat trotzdem geklappt und war eine prägende Erfahrung!
Nach der unbeabsichtigten „Invasion“ des Mount Pleasant Airport und dem Besuch der völlig wolkenverhangenen und damit nicht sichtbaren Torres del Paine wanderte ich die letzten 12 Jahre zu Fuß durch etliche Länder dieser Erde. Aus Prinzip immer individuell, egal ob in Nepal, Südafrika, Kanada oder Kolumbien.
Der Weg in dieses Forum führte mich tatsächlich nur über die Suche nach einer Schraubgaskartusche für den Jordan Trail. Und die habe ich wegen euch da unten auch gefunden, danke nochmal!
Daher die vermutlich wichtigste Erkenntnis dieses Forums: Es ist schön zu wissen, dass man immer denkt, man ist für sich alleine so bekloppt, diese Projekte in Angriff zu nehmen und dann auch noch umzusetzen, aber hier zu lesen, dass genug andere Irre diesen Spirit leben, erfüllt mich mit Freude.
Ich bin bisweilen kein Ultralightpacker – in meinen Rucksack gehört zum müde werden in Richtung Einschlafen auf jeden Fall ein eBook-Reader und für etwaige Glücksgefühle auch ein Flachmann mit Wittgensteiner Schnaps – aber ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.
Das stille Stöbern und der wenige Austausch mit euch sprengt die persönliche Löffelliste regelmäßig in nicht erreichbare Dimensionen – daher ist es schön von euren Projekten zu lesen, die man selbst nicht in Angriff nehmen kann. Und sich für einige wenige machbare Wanderungen wirklich inspiriert zu fühlen. Danke, dass ihr alle eure Erfahrungen teilt! Das ist so viel wert!
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sirm3rl1n reagierte auf Macbain in Tourenvorschlag Lemnos InseltrekkingEcht schöne Reise über Altis
Hatte ich auch mal vor und werde mich definitiv inspirieren lassen.
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sirm3rl1n reagierte auf khyal in Tourenvorschlag Lemnos Inseltrekking@sirm3rl1nDeinen tollen Bericht muß ich doch nochmal hochpuschen, einfach klasse, schöne Bilder und ich fände echt super wenn Du ein paar User damit für GR anfixed.
Du hast ja so schön detailiert dazu gheschrieben, daß ich nur ein paar allgemeine Tips zu GR geben möchte.
Gr ist ungeheuer vielseitig und wenn man sich mit dem nötig Takt und in Augenhöhe gegenüber den Bewohnern verhält, gibt es auch keinen Ärger beim freien Übernachten.
Im Laufe der Jahre war ich dort schon häufig mit dem Surftbrett oder Segeljolle zwischen den Inseln und/oder, mit dem Rucksack oder Enduro auf den Inseln / Festland unterwegs.
Zeitweise können gerade in den "Hinterstrandsgebieten" die Ziegenherden nerven, die dir auf die Zeltränder latschen, aber ok, die waren zuerst da.
Auf den Inseln ist häufig in den Sommermonaten das Wasser extrem knapp, Wasser ist in GR heilig, wenn man nett fragt, wird man auch immer etwas aus den privaten Zisternen bekommen,. aber dann sollte man auch sparsam damit umgehen und z.B. nicht eine Duschorgie damit veranstalten.
Nacktbaden ist auch so ein Thema, häufig sind die kleinen Buchten, in denen man sich auf hält, die Bade/Spielbuchten für die Dorfkiddies aus den "Gebirgsdörfern", wenn die Anwohner aber mitkriegen, daß da Touris nackt baden, dürfen deren Kindern da nicht mehr hin und ich finde, da kann man sich lieber eben das bisschen Textil überstreifen.
Häufig sind die Strände eigentlich in Privatbesitz, bei den kleineren Inseln hat dann häufiger der Besitzer eine Taverne dahinter gebaut und dann gilt halt, eine Hand wäscht die Andere, man hat nen prima Platz zum Zelten und dafür macht man was Umsatz in der Taverne.
Falls man vom Festland mit der Fähre kommt, nie die Rückreise auf den letzten Drücker planen, wenn der Meltemi richtig bläst, fahren keine Fähren, ich habe auf kleineren Inseln schon erlebt, daß man dann bis eine Woche länger auf der Insel war.
Bisschen griechisch sollte man können, daß man z.B. weiß wann cherete und wann eher kalimera/kalispera angemessen ist usw
Ach ich glaube das reicht erstmal
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von jimaras08 erhalten in Tourenvorschlag Lemnos Inseltrekking0 Einleitung
Hallo an die Community,
ich möchte euch heute eine knapp 190 Kilometer lange Trekkingtour vorstellen, welche ich selbst ausgearbeitet habe und im Oktober 2025 Solo in dieser Form innerhalb von 8,5 Tagen mutmaßlich „erstbegangen“ bin.
Ich hoffe, dass dieser Bericht den ein oder anderen hier anspricht und dazu inspiriert, auch mal solch ein (Planungs-)Abenteuer oder vielleicht meine Route zu wagen. Ich entschuldige mich vorab schonmal für die Länge der Posts, neben dem Wandern ist mein zweitliebstes Hobby das Schreiben.
Ich teile diesen Routenvorschlag so ausführlich, weil es mich selbst bei meinen Recherchen oft extrem nervt, wenn man sich alle Infos aus gefühlt 349 verschiedenen Quellen ziehen muss und dann doch nicht weiß, ob die Reise nachher aufgeht. Daher hier eine hoffentlich ganzheitliche Zusammenfassung für jeden, der das auch mal machen möchte.
Ich hoffe, euch ein wenig Fernweh machen zu können und würde mich dabei über jede Art der Rückmeldung freuen.
Den zugehörigen GPX-Track habe ich bei Outdooractive unter folgendem Link veröffentlicht: https://www.outdooractive.com/de/track/lemnos-inseltrekking/334117623/
1 Schnelle Infos
- Ziel: Lemnos, nördliche Ägäis, Griechenland
- Stil: Inseltrekking von Küste zu Küste
- Routenlänge: ca. 190 Kilometer, davon 180 per GPS geplant plus ungefähr 10 Serpentinen- und Kamerastativ-Aufschlag
- Dauer: 8,5 Tage
- Durchschnittliche Tageskilometerlänge: ca. 22km, letzte Rauslaufetappe allerdings nur 10km
- Gelaufene positive Höhenmeter: ca. 4.500 nach GPS-Tracking, 800 mehr als per Tool berechnet
- Planung: Per Hand und Luftbildkarte, als Quellen lediglich WikiVoyage und ein Computerspiel
- Navigation und Tracking: Garmin Epix 2 am Handgelenk, Garmin Explore App auf dem Telefon und inReach mini am Rucksack, allesamt bespielt mit OSM-Kartenmaterial
Ziel:
Meine Wanderung führte mich auf die achtgrößte griechische Insel namens Lemnos, welche in der nördlichen Ägäis vor der türkischen Küste und der Einfahrt zu den Dardanellen liegt. Falls sie überhaupt jemand kennt, dürfte einigen von euch diese genauso wie mir lediglich aus einem böhmischen Computerspiel aus dem Jahr 2013 bekannt sein, wo sie in einer um den Faktor 25 verkleinerten Version namens Altis komplett digital 1 zu 1 nachgebaut und für einen zukunftsfiktiven Militärkonflikt missbraucht wurde.
Kurzer sprachlicher Einschub: Die deutsche Schreibweise ist Limnos, da man aber direkt nach dem ersten Tag vor Ort selbst nur noch die griechische Schreibweise Lemnos benutzen wird, bleibe ich auch hier im Reisebericht dabei.
Die echte Lemnos ist knapp 500 Quadratkilometer groß und misst in ihren Ausmaßen knapp 30 x 35 Kilometer, wobei die Insel aufgrund ihres bereits sehr weit erodierten Vulkancharakters eine sehr differenzierte Landschaftsform mit etlichen Stränden, tief eingeschnittenen Buchten und einem relativ weich gezeichnetem Hügelrelief besitzt. In der Vergangenheit wurde das Aussehen der Insel als „im ägäischen Meer schlafender Schmetterling, der seinen Kopf unter Wasser hält“ beschrieben – wer auf die Karte schaut wird merken, dass diese Beschreibung recht passend ist.
Warum die Wanderung auch bei entspannt geschwungener Oberfläche – der höchste Berg Vigla ist lediglich 430 Meter hoch – anspruchsvoll und herausfordernd bleibt, die Insel aus meiner Sicht gerade für Individualtrekker ein Paradies ist, man während der Wanderung mit Blick auf die Landschaft manchmal Vergleiche mit Schottland, Südafrika, Jordanien und den Falkland-Inseln zieht, man fast jeden Abend im Meer baden kann, man von der wunderbaren Tierwelt und der ältesten Besiedlungsgeschichte Europas im Hinblick auf die zahlreichen archäologischen Stätten begeistert sein und als Weitwanderer quasi von allen Einwohnern herzlich empfangen wird – und manchmal auch umarmt – das erkläre ich im Weiteren. Und wie unfassbar gut wilder Thymian duften kann.
2 Hinweise zur Schwierigkeit, den persönlichen Anforderungen und Rechtliches zum Wege- und Campingrecht
Vorab: Es handelt sich ausdrücklich NICHT um eine existente, NICHT um eine offizielle und erst recht NICHT um eine ausgeschilderte Route! Den von mir gelaufenen Trail gibt es so nur in meiner GPS-Version!
Verlauf und Markierungen: Es gibt auf Lemnos keinen markierten Weitwanderweg – überhaupt gibt es so gut wie keine markierten Wege auf der Insel! Insgesamt bin ich nur an zwei Touristen-Hotspots auf zusammengenommen vielleicht 800 Metern über sowas wie markierte Routen gelaufen, die dabei über sehr ausgesetzten Felsen verliefen und nur deshalb markiert wurden. Ich habe diese Route tatsächlich relativ spontan innerhalb von einer Woche per Luftbild und GPS-Routentool geplant, mehr dazu unter Punkt 8. Die Route ist in dieser Version also ausdrücklich nur mit GPS ablaufbar.
Wegbeschaffenheit: Ich habe so wenig Teerstraße wie möglich verplant. Viele Abschnitte führen über Schotterstraßen, welche auch mit Abstand den größten Teil des Straßen- und Wegenetzes der Insel darstellen. Ein weiterer Teil führt lediglich über inoffizielle Wege und teilweise vorbei an oder sogar über Privatgelände wie zum Beispiel Weizenfelder oder Schafwiesen und in drei Fällen auch unmittelbar über Bauernhöfe. Und einige Kilometer sind tatsächlich lediglich Durschlageübungen querfeldein, welche größtenteils aus vorgetretenen Trails von Ziegen und Schafen bestehen, in kurzen Abschnitten aber tatsächlich nur durch das zugewucherte Buschwerk führen!
Ich habe es mal grob ohne Berücksichtigung von Serpentinen überschlagen, dabei teilen sich die 180 Kilometer der GPS-Route auf in ca.:
- 50% Schotterstraßen und Feldwege,
- 15% Asphalt- oder Betonstraßen sowie gepflasterte Wege in und um Ortschaften,
- 35% Querfeldein-Abschnitte, auf denen größtenteils die genannten Trampelpfade der Ziegen genutzt werden können und damit problemlos ein Single-Trail-Eindruck entsteht – wenngleich es auch einige kurze Abschnitte ohne jeden Weg durch die Botanik gibt, mehr dazu im zweiten Post mit den Etappenbeschreibungen.
Schwierigkeit:
Wegbeschaffenheit: Einfach
Gesamtschwierigkeit: Eher schwer.
Warum das?
Zu zwei Dritteln sind die Wegbeschaffenheit und die Höhenmeter wie oben beschrieben eher einfach bis mittelschwer und technisch leicht einzuordnen. Nichtsdestotrotz würde ich die Gesamtschwierigkeit als eher schwer bezeichnen, da:
1. Der Trek in dieser Form nur als GPS-Route existiert,
2. die genannten Querfeldein-Abschnitte steil bergauf und -ab, über ausgesetzte Felspassagen, über Sanddünen und über stacheliges Buschwerk führen, und
3. Erfahrungen im Management mit Wasser und Nahrungsmitteln, also das Rucksackgewicht betreffend, aufgrund des Fehlens von Nachschubquellen unerlässlich sind.
Trinkwasser und Nahrungsnachschub: Pumpfilter ist Pflicht! Nahrungsnachkauf ist bei einem teilweise recht eingeschränkten Sortiment und unsicheren Öffnungszeiten möglich. Weiteres unter Punkt 9 bzw. im zweiten Post.
Unterkünfte: Es handelt sich ausdrücklich um eine reine Zeltroute! Es gibt praktisch keine buchbaren Schlafmöglichkeiten auf der Route.
Jedermannsrecht: Es gibt in Griechenland kein Jedermannsrecht, im Gegenteil, die Freiheiten im Hinblick auf Camping und Zelten sind in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt worden. Dies gilt aus meiner Erfahrung allerdings nur für das Festland und nicht für Lemnos. Beinah die ganze Insel wird als Weidefläche für Schafe und Ziegen genutzt, weshalb es etliche Weidezäune aus lediglich aufrecht gestellten Stahlmatten gibt, die sich kilometerweit über die gesamte Insel ziehen. Fast alle Sehenswürdigkeiten der Insel lassen sich jedoch nur erreichen, wenn man diese Zäune an Toren bzw. offenen Stellen durchschreitet oder die Zäune einfach übersteigt. Daher gibt es so etwas wie ein erweitertes Wegerecht, was durch jeden Anwohner toleriert wird. Ich habe auf der Wanderung ca. 60 Zäune überstiegen und mindestens genauso viele offene oder verschlossene Tore überwunden, häufig wurden mir diese auch durch Schäfer auf deren Höfe geöffnet, welche ich teilweise über deren Privatgrund und Ackerflächen begangen habe. Dies hat nie ein Problem dargestellt, im Gegenteil, ich wurde stets freundlich empfangen und es schien, als sei dies einfach normal bei ihnen. Wichtig ist hierbei nur, den Zaun so zu hinterlassen, wie man ihn vorgefunden hat.
Militäranlagen: Die Route verläuft teilweise unmittelbar an geschützten Militäranlagen vorbei, welche in Griechenland zur kritischen Infrastruktur gehören und an denen besondere Regeln gelten, insbesondere im Hinblick auf das Fotografieren und Filmen derselben. Ich hatte dort absolut keine Probleme, habe meine Routenwahl aber daran angepasst. Näheres siehe unter 13 und im zweiten Post.
In der Gesamtschau aller Punkte kann ich die Route daher nur Wanderern empfehlen, die nicht davor scheuen, einen Trek lediglich querfeldein per GPS abzulaufen, die bereits Erfahrungen in eher wasserarmen Regionen haben, die kein Problem darin sehen, vom Rucksackgewicht ohne Nachkauf gegen sich zu gehen und die damit klarkommen, auch mal Privatgrund sowie Zäune überschreiten zu müssen und daher auch zwingend mit Einheimischen in Kontakt kommen werden!
Mein Vergleich: Wer in seiner Trekkingkarriere bislang nur ausgeschilderte Pilgerpfade mit Tagesrucksack und allabendlicher Unterbringung in einem Hotel mit Vollverpflegung beschritten hat, sollte diesen Trek besser sein lassen. Wer schonmal den Arctic Circle Trail in Eigenverantwortung gelaufen ist: Feuer frei!
3 Warum Lemnos?
Als ich dieses Computerspiel damals spielte, hatte ich direkt den Drang, irgendwann mal das echte Vorbild zu besuchen und mir einen Eindruck davon zu machen, ob die Landschaft eben nicht nur als Bühnenbild für einen fiktiven militärischen Konflikt in mittelfristiger Zukunft herhalten kann, sondern vielleicht auch als erfüllendes Wanderziel dienen könnte.
Nachdem ich jetzt selbst da war, habe ich den unweigerlichen Eindruck, dass Lemnos aus meiner Sicht das perfekte Reiseziel für Individualtrekker ist. Warum?
1. Optimales Wetter mit angenehmen Tages- und Nachttemperaturen insbesondere auch in der Nebensaison.
2. Ein ausreichend hohes, aber sehr differenziertes Relief - man sieht von fast jedem hohen Punkt auf der Wanderung, wo man schon war oder wo es noch hingeht.
3. Geringe Reisekosten in Bezug auf so gut wie alle Posten: An- und Abreise, Unterkünfte, Herumkommen, Essen und Trinken, Eintrittspreise und Mietwagen.
4. Große Dichte an antiken Sehenswürdigkeiten im Kontext der griechischen und europäischen Geschichte.
5. Reiche Artendiversität insbesondere bei der Fauna, mit hoher Wahrscheinlichkeit, auch eher seltene Arten in direkter Nähe zu sehen.
6. Trekkingtechnisch absolute Abgeschiedenheit mit Wildnis-Charakter bei durchaus ausreichender Versorgungsstruktur – sofern dies gemäß Individualurlaub-Ethos gelebt wird.
4 Warum kennt man Lemnos nicht? Und warum sollte man das ändern?
Gute Frage. Warum kennen die meisten Westeuropäer (meiner 90er-Generation) Lemnos nur aus einem Computerspiel? Weil die Insel touristisch bislang vollkommen am Leben vorbeigelaufen ist. Lemnos wird in den wenigen Reiseführern, die sie thematisieren, als verschlafene griechische Perle beschrieben. Trotz ihrer Größe hat die Insel nur knapp 16.000 Einwohner, aber ungefähr fünfmal so viele Schafe und Ziegen. Große, ausgebaute Ferienkomplexe für Pauschalurlaube gibt es überhaupt nicht, sondern nur einige kleine, aber mit hohem Standard geführte Familienhotels.
Die meisten Urlauber sind selbst Griechen, welche Lemnos aufgrund ihrer über 200 Sandstrände in den Sommermonaten zur griechischen Ferienzeit besuchen und die Zeit mit Baden und Partys an den etlichen kleinen Strandbars verbringen. Dazu gesellt sich eine kleinere Anzahl von Touristen aus Osteuropa sowie per Fähre übergesetzte Camper – tatsächlich auch aus Deutschland! – welche die hier im Vergleich sehr günstigen Preise schätzen.
Denn auf Lemnos läuft das Leben tatsächlich noch so ab, wie es sich in den ländlichen griechischen Regionen in den letzten 150 Jahren eingependelt hat. Die meisten Einheimischen leben entweder vom Fischfang, der Viehhaltung oder dem Anbau von Hartweizen. Die Vulkanerde auf Lemnos hat nämlich nicht nur eine in den Sagen über Odysseus überlieferte heilende Wirkungen, sondern sorgt auch für eine große landwirtschaftliche Fruchtbarkeit, welche sich dem Urlauber vor allem durch den charakteristischen zitrusartigen Geschmack des auf Lemnos gekelterten Weines erschließen dürfte.
Ich bin froh, Lemnos kennengelernt zu haben. Und das bei mir ausnahmsweise mal nicht nur wandertechnisch, sondern auch in dieser sehr charmant verschlafenen, griechischen Glückseligkeit, die das Einfach-so-vor-sich-hinplätschern mit sich bringt. Wer nach der Wanderung alles in Myrina gesehen hat und bei einem Tag ohne Programm einfach mal bei einem oder mehreren Gläsern Lemnoswein 3 Stunden lang am Strand in den beginnenden Sonnenuntergang glotzt, wird verstehen, was ich damit meine.
5 Warum teile ich diese Route?
Ich habe tatsächlich etwas länger überlegt, ob ich diesen Trek wirklich teilen soll, da ich von dem einzigartig verschlafenen Charakter der Insel bei der gleichzeitig grandiosen Landschaft einfach begeistert war. Dieser Umstand rührt vermutlich nur genau daher, weil kaum jemand diese Insel kennt und dort wandern geht. Und genau deswegen hat mich der Spirit dort auch so sehr abgeholt.
Ich habe bei meiner Internetrecherche im Voraus überhaupt keinen Bericht darüber gefunden, dass jemand dort schonmal auf diese Art wandern war. Falls das irgendwer liest und das in der Vergangenheit schonmal gemacht hat: Meldet euch bitte hier! Der Umstand der vermeintlichen Erstbegehung hat mich in meiner Planung und Umsetzung auf jeden Fall nochmal mehr motiviert. Im ausgelegten Feedback-Buch im Amphitheater haben Menschen aus etlichen Ländern dieser Erde bescheinigt, dass Lemnos der vermutlich friedlichste Ort auf diesem Planeten ist, dass jemand dort wandern war, hat aber niemand verewigt.
Zum Teilen der Route hier habe ich mich aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen der einheimischen Bevölkerung während meiner Wanderung entschieden. Der ein oder andere wird diese Gefühle kennen, wenn man als Trekker Länder bereist, in denen irgendwie alle ehrlich froh sind, dass man in ihrem Land wandern geht. Den häufigsten Kontakt hatte ich aufgrund der Abgeschiedenheit der Route mit lokalen Bauern, die selbst größtenteils noch in alten Steinhäusern leben und von denen kaum jemand Englisch spricht. Per Übersetzungs-App und mit Händen und Füßen habe ich aber ausnahmslos positive Rückmeldungen zu meinem Projekt erhalten. Irgendwie waren alle Menschen, die ich dort getroffen haben, wirklich glücklich darüber, dass es Menschen wie uns Wanderer gibt, welche ihre Heimat und ihre Lebensweise auf die grundlegendste aller Arten kennenlernen wollen.
Bei meiner stinkenden, aber glückseligen Rückkehr nach 9 Tagen Wanderung in mein erstes Hotel in Myrina hat mich meine Hotelmama trotz der Umstände umarmt und ich musste ihr vor dem Duschen erstmal eine halbe Stunde lang Fotos von der Wanderung auf meinem Mobiltelefon präsentieren, wobei sie sich teilweise gefreut hat wie ein kleines Kind, weil sie seit Jahren nicht mehr an den tollen Orten gewesen ist, die ich auf dieser Wanderung sehen durfte. Ohne mein Zutun sagte sie von selbst, dass ich das irgendwo in Deutschland veröffentlichen solle, damit mehr Menschen die Schönheit ihrer Heimat kennen lernen können.
Was soll ich sagen, den Bericht lest ihr jetzt gerade.
Daher kurzer Einschub: Ich empfehle das Arxontiko Hotel in Myrina! Gute Preise, wunderbare Inhaberin!
6 Anforderungen an mein Ziel und den Routenverlauf
Die Ideen für diesen Urlaub:
- Routenlänge zwischen 150 und 200 Kilometern
- machbar in zwei Wochen, wobei Puffertage für organisatorische und genusstechnische Erlebnisse vor und danach möglich sein müssen
- An- und Abreise per vergleichbar günstigem Flug
- möglichst homogener Verlauf durch alle wichtigen Naturregionen, wobei man im besten Fall alle wichtigen touristischen Highlights mitnimmt
Dieses Jahr war ich planungsfaul und hatte mir lange Zeit keine Gedanken zu meinem Herbsttrekking gemacht. Alle meine bisherigen Wanderpartner waren in anderen Verpflichtungen gebunden, womit eine Solo-Tour anstand, deren Planung mich nur für mich selbst verantwortlich machte und meine Motivation nochmal schmälerte. Vier Wochen vor dem Urlaub musste dann irgendein Ziel her, weshalb ich mir Lemnos von der Löffelliste gefischt habe und siehe da, die Flüge waren vergleichsweise günstig. Daher habe ich, ohne groß über die Konsequenz nachzudenken, die An- und Abreise vor der Planung gebucht, was mich in den nötigen Zugzwang versetzte.
Die Planung gestaltete sich dann aufgrund fehlender Quellen tatsächlich recht schwierig, ich habe lange gesucht, aber einfach nichts zu Trekkingreisen auf Lemnos gefunden. Ich habe daher etwas gemacht, was ich zuvor noch nie getan habe, nämlich mir die spannendsten Sehenswürdigkeiten der Insel aus der englischen WikiVoyage rausgesucht und per Hand über eine GPX-Anwendung eine vermeintliche Route in einem Luftbild zusammengestrickt.
Erstaunlicherweise kam ich auf die ungefähr gewünschte Routenlänge, die im GPX-Trek 180 Kilometer lang war. Da ich hierbei keinen Serpentinenzuschlag oder das Zurücklaufen von Kamerastativen mit eingerechnet habe, konnte ich aus Erfahrung von knapp 3 bis 8% zusätzlicher Strecke ausgehen. Dies ist auch so aufgegangen, am Ende hatte ich getrackte 190 Kilometer auf dem Tacho.
Die von mir vorgeplante Route nimmt die aus meiner Sicht sechs wichtigsten und höchsten Berge, alle eingerichteten Naturschutzgebiete sowie alle geologisch und archäologisch interessantesten Sehenswürdigkeiten mit, wobei sie so verläuft, dass man bis auf zwei Ausnahmen eigentlich jeden Abend im Meer schwimmen kann. Zusätzlich habe ich versucht, nach Möglichkeit besondere Zeltplätze in die Route einzuweben.
Was für mich am Erstaunlichsten ist: Obwohl die Route nur per Luftbild geplant war, ist sie fast ohne Abweichungen genauso und damit gefühlt perfekt aufgegangen. Ich habe sie vor Ort lediglich in Abschnitten angepasst, wenn bestimmte Relieflinien oder Felder einfacher zu begehen gewesen sind.
Was auf der Route fehlt: Die mutmaßlich interessanten Zentralbereiche rund um den alten Vulkankegel von Vouni bei Katalakko sowie die grünen Hügel von Agios Dimitrios. Die haben schlicht und ergreifend nicht in die Routenvoraussetzungen gepasst. Man kann sie auf der fünften Etappe von den Höhen sehen, wer sie aber wirklich erleben will, dem empfehle ich den Besuch nach der Wanderung per Mietwagen.
7 Reisezeit und Wetter
Meine persönlichen Präferenzen sind entspannte Tagestemperaturen ohne großartiges Geschwitze bei moderaten Nachttemperaturen, welche eine leichte Ausrüstung ermöglichen. Aufgrund meiner beruflich vorgeplanten Urlaubszeit hatte ich keine andere Wahl als den Zeitraum in den letzten beiden Oktoberwochen.
Auf der Insel wurde mir von allen Einheimischen tatsächlich die Haupturlaubszeit zwischen August und September empfohlen – ich sollte dann nochmal wieder kommen, weil dann so richtig was los sei auf der Insel. Spätsommerliche Temperaturen über 30 Grad und überfüllte Strände brauche ich aber nicht, der Osram von oben hat mir auch so schon gereicht.
In meinen zwei Wochen Ende Oktober hatte ich entspannte Tagestemperaturen von 22 Grad, welche sich in der Nacht auf minimal 13 Grad abkühlten. Bei neun Tagen Wanderung hat mittags viermal die Sonne ohne Wolken auf mich runtergebrannt – da habe ich insbesondere in den Aufstiegen gut geschwitzt und dementsprechend viel aus der Trinkblase getrunken. Weitere vier Tage hatte ich eine dankbare Wolkendecke. Auf der siebten Etappe hatte ich kurzfristig für knapp eine Stunde richtig Platzregen am Strand von Keros, wobei dann wirklich regentechnisch einmalig die Welt untergegangen ist.
Denn ab Ende Oktober beginnt die Regenzeit auf Lemnos. Der kurzzeitige Starkregen an Tag 7 war der Einzige während der Wanderung, wobei es in weiteren drei Nächten leichten Nieselregen während der Nachtstunden gab, allerdings immer erst spät, als ich schon im Zelt lag. Davon hat man aber tagsüber nichts mehr wahrgenommen, das Zelt war beim Aufstehen immer trocken.
Wichtiger Hinweis: Trotzdem wird die von mir vorgeplante GPS-Route so nur vom Beginn des Sommers im Juli bis zum dauerhaften Eintritt der Regenzeit Anfang November funktionieren. Das liegt daran, dass ich einige Abschnitte verplant habe, in denen man entweder a) nur in der Trockenzeit durch Bachtäler schreiten kann oder b) über so spät im Jahr nicht mehr bestellte Felder laufen muss.
8 Hin- und herumkommen
Schnelle Preisliste:
- Flug von und nach Deutschland: ca. 350 Euro
- Taxifahrten: Flughafen nach Myrina ca. 28 Euro, Fahrt über die komplette Insel von Plaka nach Myrina ca. 55 Euro
- Mietwagen: Je nach Saison 20 bis 40 Euro pro Tag (deutscher Kartenführerschein in Verbindung mit Personalausweis reicht aus, Umschreibung auf EU-Führerschein ist nicht nötig)
Flüge:
Direktflüge aus Deutschland gibt es nicht. Da ich in der Nebensaison da war, gab es auch nicht so viele Tagesflüge vom griechischen Festland wie sonst. Ich bin ab Frankfurt mittags mit Lufthansa nach Athen und von dort zwei Stunden später mit Olympic nach Limnos geflogen, Ankunft dort war um 20:45 Uhr Ortszeit. Durch die späten Rückflüge hatte ich auf der Rückreise eine Nacht von 22 Uhr bis 6:45 Uhr Stopover am Flughafen Athen. Der Flugpreis betrug inklusive 23kg Aufgabegepäck für Hin- und Rückflug insgesamt 350 Euro, in der Hauptsaison dann vermutlich dementsprechend teurer.
Busfahrplan:
Ein zusammenhängendes Bussystem mit Linien gibt es auf der Insel nicht. Oft fährt ein Bus morgens früh mit den Schulkindern aus dem jeweiligen Dorf in die Hauptstadt Myrina und von dort am Nachmittag wieder zurück. Ich habe keinen davon genommen und mir wurde bei meinen Rückfragen in den Ortskernen auch immer mitgeteilt, dass es eigentlich keinen festen Fahrplan gibt, sondern man mal so, und dann auch mal so fährt.
Taxis:
Besser klappt es mit den Taxis. Es gibt ein offizielles System per Taxameter, wobei man erwartungsgemäß zu Fahrtbeginn vom Fahrer immer nach einem schwarzen Festpreis gefragt wird. Für die erste Nachtfahrt vom Flughafen nach Myrina habe ich den Festpreis von 30 Euro genommen, bei meiner Rückfahrt mit Taxameter von Plaka hätte die Strecke vom Flughafen dann 28,50 Euro gekostet. Hab allerdings bei der zweiten Fahrt die Anfahrt nach Plaka nicht berechnet bekommen, da ich den gleichen Taxifahrer angerufen habe… Muss jeder für sich selbst entscheiden.
9 Details zu Nachschub und Quellen
Wasser: Lemnos verfügt nur über eine Handvoll natürlicher Süßwasserquellen, welche insbesondere außerhalb der Regensaison häufig in nicht erreichbaren Lagen entspringen und nur selten am Ende das Meer auch erreichen.
Als Erstbegeher der Route ohne genaue Kenntnisse über Quellen oder Bachläufe ergab sich daher für mich die Besonderheit, immer mit dem Unbekannten und damit mit Wasserknappheit rechnen zu müssen.
Ich bin leider jemand, der durch Transpiration sehr viel Wasser verliert und dementsprechend intensiv ist mein Durst und damit Wasserverbrauch. Daher habe ich zu Beginn jedes zweiten Tages die Wassermenge von zwei Tagen geschleppt, das waren in der Regel so zwischen 5 und 6 Litern.
Nach dem Trek kann ich sagen: Wer einen gescheiten Wasserfilter mitführt, kann fast an jedem Tag irgendwo Wasser zapfen oder kaufen! Fast.
Ausnahmen: Lediglich für Etappe 2 (Fako-Halbinsel) und Etappe 8 (Überführung vom Salzsee Richtung Plaka) sollte man für zwei Tage Wasser mitschleppen.
Die genauen Details zu den jeweiligen Wasserquellen sind den Etappenbeschreibungen im nachfolgenden Post zu entnehmen.
Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass das Leitungswasser in Myrina ausdrücklich nicht zum Trinken geeignet ist, da es aufgrund der alten Leitungen mit Chlor versetzt wird. Alle anderen Ortschaften auf dem Trek nutzen eigens angebohrte Grundwasserreservoirs, weshalb die Wasseraufnahme an den jeweiligen Hähnen auch ohne Filter kein Problem darstellt. Ich habe auch an den Tiertränken – sofern das Wasser nicht mit Kot verunreinigt sein konnte und frei floss! – teilweise ohne Filter getankt und hatte keinerlei Probleme, näheres siehe im zweiten Post.
Nahrung: In Bezug auf den Nahrungsnachschub sieht der Trek leider relativ mau aus. Da ich in der Nebensaison gelaufen bin, hatten eigentlich alle Strandbars und die außerhalb gelegenen Restaurants bereits geschlossen. Ein zielführender Nahrungsmittelnachkauf während des Treks ergab sich bei mir daher nur auf folgenden Etappen an folgenden Stellen:
- Etappe 3 in Kontias: Im Ortskern gibt es die Sariklis-Bäckerei. Der Inhaber Teo war einer der wenigen Kontakte auf der Wanderung, der perfektes Englisch sprach und mir, nachdem ich ihm von meinem Projekt erzählt habe, die komplette Getränkerechnung erlassen hat… Neben allerlei superleckeren griechischen Backwaren – unbedingt die gefüllten Blätterteigrollen mit Philadelphia-Frischkäse mitnehmen! – gibt es auch ein kleines Supermarktsortiment mit allerlei Säften, Bieren, Sprudeln, Nüssen, Keksen, Knabbersachen und sogar Tiefkühlware. Die Öffnungszeiten haben sich mir nicht so ganz erschlossen, er hat mir aber seine Mailadresse gegeben – fragt also im Zweifel unter teosariklis@gmail.com nach, ob er offen hat bzw. falls nicht, für euren Ankunftstag ein Carepaket bereithalten kann.
- Etappe 4 an der Hauptstraße hinter Therma: Hier könnte man zum Trinkwasser- und Nahrungsmittelkauf ein paar hundert Meter auf der Hauptstraße Richtung Myrina laufen, dort befinden sich mehrere Tankstellen und ein Supermarkt, wobei man dann über Umwege wieder (auf eigener Routenfindung!) auf den Trek gelangen müsste.
- Etappe 6: Am Ziel in Moudros, der zweitgrößten Stadt auf der Insel, gibt es eine Handvoll Supermärkte und Bäckereien, wo sich eigentlich so gut wie alles kaufen lässt.
Abseits davon gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten. Da ich seit jeher mit Tütennahrung arbeite, hatte ich keine grundsätzlichen Probleme, habe mich aber an jeder verfügbaren Bäckerei mit Backwaren eingedeckt. Ich bin selbst noch nie nahrungstechnisch komplett „blank“ gewandert, glaube aber, dass Hardcore-Ultralightpacker auch mit dem kleinen Sortiment in diesen Läden klarkommen werden. Blöd wäre nur, wenn die zuhaben… Ruft also besser vorher an bzw. schreibt eine Mail.
Und daher ebenfalls nice to know: Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind an die Entspanntheit auf der Insel angepasst. Die meisten Läden öffnen morgens um 9 Uhr und schließen zwischen 12:30 Uhr und 14:30 Uhr wieder, um dann gegen Abend um 18 Uhr nochmal bis ca. 21 Uhr zu öffnen. In der Zwischenzeit haben nur die großen Supermärkte in Myrina (LIDL, etc.) oder die wirklich kleinen Kioske, in denen man nur Getränke oder Süßigkeiten bekommt, offen.
10 Gaskartusche, Kartenmaterial und Ausrüstung
Gaskartusche: Egal ob zum Stechen oder Schrauben, diese bekommt man direkt in Myrina tatsächlich relativ einfach. Fast jeder kleine Mini-Markt in der Altstadt führt ein großes Sortiment. Ich habe zwar am ersten Morgen etwas suchen müssen, werde euch aber auf der folgenden Karte zwei Märkte markieren, die definitiv beide Typen in verschiedenen Größen führen. Der Preis für meine 500 Gramm Schraubgaskartusche lag bei 4,80 Euro. Markt Nr. 1 liegt unmittelbar neben dem kleinen Marktplatz im griechischen (nördlichen) Altstadtviertel, Markt Nr. 2 am Ende der einspurigen Ampelregelung im türkischen (südlichen) Altstadtviertel.
Kartenmaterial: Ich habe insgesamt vier ausprobiert und kann nun ausnahmslos die Karte vom Verlag Anavasi aus Athen empfehlen, diese lässt sich auch in Deutschland bestellen. Mal abgesehen vom schönen Werbslogan „Waterproof & Tearproof“ ist dies die aktuellste Karte, Stand bei mir war Ende 2024. Außerdem lässt sich diese wohl in einer App nutzen, die ich allerdings selbst nicht getestet habe. Hinweis: Trotzdem enthält die Karte nur alle offiziellen Straßen und Wege, die Querfeldeinabschnitte sind wie erwähnt nur per GPS machbar.
Ausrüstung: Auf die persönliche Ausrüstung möchte ich nicht intensiv eingehen, jeder hat da seine eigenen Präferenzen. Ich habe aufgrund der Wettervorhersage eine Basisausrüstung im Komfortbereich von 10 Grad Schlaftemperatur ausgewählt, damit bin ich sehr gut gefahren. Ich hatte einmalig an Tag 7 eine Stunde tagsüber richtig starken Regen, wo mir die Regenjacke gute Dienste geleistet hat. Nachts hat es mehrfach geregnet, weshalb die Mitnahme des Außenzeltes die richtige Entscheidung gewesen ist.
Aufgrund der Bodenbotanik empfehle ich allerdings dringend vernünftige Wanderschuhe mit Schaft sowie das Mitführen eines Wanderstocks für die steilen Abschnitte. Und leichte Aquaschuhe haben mir beim Baden sehr gute Dienste erwiesen, insbesondere im Hinblick auf die vorhandenen Seeigel. Zu beidem mehr im Post mit den Etappenbeschreibungen.
11 Kontakt mit den Einheimischen – Mobilfunkempfang - Naturschutzgebiete
Kontakt mit Einheimischen: Auf dieser Route wird man aufgrund der örtlichen Begebenheiten unweigerlich insbesondere mit den örtlichen Bauern in Kontakt kommen. Ich habe, wie bereits teilweise beschrieben, ausnahmslos positive Erfahrungen gemacht. Mir wurden alle Tore geöffnet und immer wurde gefragt, was ich mache und warum es ausgerechnet ihre Heimat Lemnos zum Wandern geworden ist. Oft wurde lachend mit dem Kopf geschüttelt, mehr als einmal hat man mich als Helden bezeichnet oder mich umarmt.
Am ersten Abend habe ich mich tatsächlich kurz etwas unwohl gefühlt, weil zwei Jäger – die Vogeljagd ist auf der Insel noch weit verbreitet – vor der Dämmerung mit ihren Flinten und ihren Jagdhunden im Bereich meines Zeltes unterwegs waren und diese mich auch definitiv gesehen haben mussten. Sie kamen gegen ca. 19 Uhr Ortszeit, also bereits im Dunklen, zurück und leuchteten erneut mit einem großen Scheinwerfer ihres Pickups die Brackwasserlagune ab. Einen direkten Kontakt gab es nicht, mein Unwohlsein war im Nachhinein unbegründet.
Im Gegenteil hatte ich keinerlei negative Erfahrungen. Mehrfach bin ich direkt über Höfe und privates Besitztum gelatscht, aber das gehört wie erwähnt bei der lokalen Bevölkerung einfach dazu. Man hat mich dabei sogar mehrmals gefragt, ob man mich mitnehmen oder mir anderweitig helfen könne. Die Hilfsbereitschaft hat mich ehrlich begeistert.
Verständigung: Außerhalb von Myrina kann auf Lemnos eigentlich niemand Englisch sprechen. Daher empfehle ich, vorab die griechischen Sprachpakete einer Übersetzungsapp auf das eigene Telefon zu laden, um immer kommunizieren zu können.
Mobilfunkempfang: Der ist grundsätzlich fast überall vorhanden, aber eben nur fast. Auf der Fako-Halbinsel und dem kompletten nordwestlichen Inselbereich gibt es einige blinde Flecken, in denen man keinerlei Verbindung hat. Ich habe standardmäßig ein InReach-Gerät mitgeführt und würde dieses zumindest für Solobegehungen insbesondere für etwaige Notfälle in diesen Bereichen empfehlen. Ansonsten findet man ein Mobilfunknetz ohne Probleme jederzeit innerhalb einer Halbtagesetappe.
Naturschutz: Die Halbinsel von Fako, Teile rund um den höchsten Berg Vigla, die Dünen und der geologische Park an der Nordküste und auch die Salzseen an der Ostküste sind teilweise als Naturschutzgebiete gemäß den Habitat-Richtlinien „Natura 2000“ der europäischen Union ausgewiesen. Das sieht man auf etlichen, auch aktuellen Wanderkarten wie von Anavasi leider nicht.
Zur Erklärung: Diese EU-Naturschutzgebiete werden zwar als für Vögel und Flora besonders schützenswert ausgewiesen, unterscheiden sich aber in ihrer Beschaffenheit extrem, oft ist ein generelles Betreten durch den Menschen erlaubt, auch querfeldein. Eine gemeinsame Nutzung von Natur und Mensch schließt sich also nicht grundsätzlich aus, Betretungsverbote sind eher die Ausnahme.
So ist es auch auf Lemnos. Die genannten Orte sind zwar als Naturschutzgebiete ausgewiesen, werden hier aber sehr intensiv mit Ziegen und Schafen beweidet und daher auch mit deren Trails belaufen.
Jeder sollte das für sich selbst entscheiden, wie er mit der Natur umgeht. Die von mir hier bereitgestellte Tour führt durch den Lebensraum von seltenen Pflanzen, Tieren, durch Dünenlandschaften und über einen der letzten Salzseen Europas. Ich selbst folge dem Eindrücke-Fußspuren-Kodex und hatte damit auf dieser Wanderung wunderbare Begegnungen mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt – mit griechischen Landschildkröten, Gottesanbeterinnen, Fledermäusen, der ein oder anderen Schlange und mehreren Scheltopusiken (ja, den kannte ich vorher auch noch nicht, sucht selbst nach dem Begriff, mehr dazu unter Punkt 14). Und von dem Duft des wilden Thymians will ich gar nicht sprechen – wer aber damit Probleme hat, durch den Lebensraum dieser Tiere und Pflanzen zu laufen, sollte die Route vielleicht besser bleiben lassen.
Es besteht übrigens auf jeder Etappe die Möglichkeit, den selbst verursachten und mitgetragenen Müll in Sammelbehältern zu entsorgen. Es gibt nämlich an den Straßen stehende Sammelmülltonnen, die in regelmäßigen Abständen geleert werden.
12 Militäranlagen
Aufgrund ihrer Lage nahe der türkischen Küste verfügt Lemnos über mehrere militärische Anlagen und Stützpunkte, welche insbesondere eine Infrastruktur für die griechische Luftwaffe bereitstellen. Es ist in Griechenland unter Strafe verboten, Fotos von militärischen Anlagen zu machen oder diese im umzäunten Sicherheitsbereich zu betreten. Im Gespräch mit der örtlichen Polizei wurde mir bestätigt, dass insbesondere von Touristen angefertigte unberechtigte Fotos alle Jubeljahre mal vorkommen, die Strafen reichen dabei von Geld- bis hin zu tatsächlichen Gefängnisstrafen. Die Polizei und auch die Wachsoldaten sind berechtigt, bei der Kontrolle von Personen die mitgeführten Mobiltelefone und sonstigen Kameras anzusehen und diese auf unberechtigte Fotos zu durchsuchen. Nach meiner Recherche wurde das in der Vergangenheit auch tatsächlich gemacht.
Auf Etappe 1 (Stützpunkt unmittelbar hinter dem Ortsausgang von Myrina), Etappe 4 (Überschreitung des höchsten Berges Vigla), Etappe 5 (Stützpunkt vor Moudros) und Etappe 9 (Nordostkap) hat man auf dieser Route unweigerlich Berührungspunkte mit dem Militär.
An allen Stützpunkten sind bereits ca. 200 Meter vorher große Schilder aufgestellt, die Fotos und Drohnenflüge untersagen.
Aus meiner Sicht am kritischsten ist hierbei die Überschreitung des höchsten Berges Vigla bei Etappe 4, da auf diesem die Radardome für die Luftraumüberwachung der nördlichen Ägäis liegen und der eigentliche Gipfelbereich damit hinter dem Zaun militärisches Sperrgebiet ist. Zusätzlich erreicht man den Gipfel querfeldein und läuft unmittelbar an der Straße bzw. dem Einfahrtstor zum Stützpunkt vorbei, wo normalerweise niemals ein Tourist einen Fuß hin verliert. Ich bin da ehrlich gesagt einfach dran vorbei gelatscht, bis auf drei zivile Autos innerhalb der Umzäunung habe ich keinerlei Aktivitäten geschweige denn Wachsoldaten gesehen. Von mir hat auch trotz der dort installierten Kameras offensichtlich niemand Notiz genommen, wie auch auf dem Rest der Wanderung nicht.
Im Gespräch mit der örtlichen Polizei wurde mir gesagt, dass man sich im Falle einer Kontrolle einfach kooperativ verhalten und seine Wanderabsichten äußern soll. Im Zweifel soll man das Mobiltelefon oder die Kamera vorzeigen und beweisen, dass man keine direkten Aufnahmen der Anlagen gemacht hat. Ich hatte keinerlei Kontakt mit Wachsoldaten, habe mich aber an die Regeln gehalten und niemals direkte Aufnahmen der Militäranlagen gemacht.
In der Gesamtschau war dieser Punkt sehr entspannt. Nichtsdestotrotz möchte ich dies erwähnen, da ich nach meiner vorhergehenden Internetrecherche etwas Bammel hatte, der im Nachhinein aber völlig unbegründet gewesen ist. Macht euch also nicht unnötig Stress mit den Gedanken darüber.
Und dazu noch historisches Nice-to-know: Unabhängig davon hat Lemnos militärisch gesehen eine sehr lange und aus meiner Sicht interessante Geschichte durch ihre besondere Lage vor den Dardanellen. Man sieht auf der Wanderung immer wieder Bunkeranlagen und Küstenbefestigungen aus den beiden Weltkriegen, teilweise nebeneinanderstehend sowohl aus dem britischen Gallipoli-Feldzug im ersten als auch von der Besatzung durch Nazi-Deutschland im zweiten Weltkrieg. Ein oder zwei meiner Zeltplätze liegen auch unmittelbar an alten Küstenbunkern oder Strandbatterien.
13 Was euch vom Trek abhalten könnte
Kurz und schmerzvoll:
1. Dornige Birbanelle und andere Stachelpflanzen: Die komplette Insel ist in den Querfeldeinabschnitten von diesem kleinen, äußerst stacheligen Busch und anderem Kraut überwuchert, welches durch das konsequente Wachstum von Stacheln versucht, dass wenig vorhandene Wasser gegen Fressfeinde zu verteidigen. Obwohl ich die Büsche nicht verzehren möchte, gelangen die Stacheln ohne zu fragen problemlos durch jede Hose, sodass ich bereits nach zwei Tagen den Kampf aufgegeben und einfach mit kurzen Beinen weitergelaufen bin. Die Schienbeine sahen jeden Abend aus, als hätte man ein Jugend-forscht-Projekt im Hauptfach Akupunktur an mir durchgeführt. Die Stacheln nerven, tun aber nicht wirklich stark weh. Ich empfehle, vernünftige Schaftschuhe auf der Wanderung anzuziehen, damit man die Büsche in den Bereichen platttreten kann, in denen man die Ziegentrails verliert.
2. Der Geruch von Schaf- und Ziegenexkrementen: Die gesamte Insel wird intensiv für die Beweidung mit den genannten Tieren genutzt, welche dementsprechend häufig ihre Köttel in die Landschaft ablassen. Mich persönlich hat das nicht gestört, aus Erfahrung mit unserer damaligen Jordanien-Planung weiß ich aber, dass es Wanderer gibt, die sich explizit daran stören.
14 Was euch für den Trek motivieren könnte
1. Das Einlassen auf das Abenteuer. Mal wirklich ein ganzheitliches Abenteuer ohne bestehende Route. Was aber trotzdem wunderbar klappen wird.
2. Völlige Abgeschiedenheit auf einem Wanderweg, den es so nicht gibt. Niemand geht einem auf den Senkel, man kann tun und lassen, was die persönliche Auseinandersetzung mit der Natur hergibt.
3. Intensive Begegnungen mit der örtlichen Fauna. Man fängt plötzlich völlig sinnbefreit an, mit Schildkröten zu sprechen und fragt sich dauerhaft, was sich die Evolution bei der Entwicklung von Scheltopusiken da eigentlich so gedacht hat. Der Moment, wenn die Gottesanbeterin mit ihren beiden Fangarmen in deine Richtung argumentiert und sich offensichtlich darüber beschwert, dass du ihr die Sonne genommen hast. Und der Moment, wenn am Ende von Tag 5 bei Faraklos beim Abendessen tatsächlich Delfine in der Bucht herumhüpfen.
4. Der Genuss einer wunderbaren Landschaft, die einen als Beobachter in Ruhe lässt. Einer Landschaft, die eigentlich völlig flach und gleichzeitig ziemlich anstrengend ist. Und bei der einem aber trotzdem ständig die Kinnlade runterfällt, wenn man doch mal in die Ferne schaut.
5 Die für mich neue Möglichkeit, beinahe jeden Abend im Meer schwimmen gehen zu können. Gegen diese Form des Waschens kommt keine auch noch so intensive Deo-Dusche an.
5. Die ehrliche Dankbarkeit der auf Lemnos lebenden Bevölkerung. Das kann ich nicht beschreiben, dass muss man vor Ort selbst erleben.
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von Steintanz erhalten in Tourenvorschlag Lemnos InseltrekkingBild 21, Etappe 7: Das echte, durch verschiedene archäologische Projekte ausgegrabene Poliochni.
Bild 22, Etappe 8: Der Eintrag im Besuchertagebuch, der mich abgeholt hat.
Bild 23, Etappe 8: Höhle des Philoktetes an der Nordküste.
Bild 24, zurück in Myrina: Blick auf den auf dem griechischen Festland in westlicher Richtung liegenden Berg Athos im Sonnenuntergang.
Bild 25, Myrina: Festung von Myrina mit Blick in südlicher Richtung auf die Bucht und das alte türkische Viertel.
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von Steintanz erhalten in Tourenvorschlag Lemnos InseltrekkingBild 16, Etappe 5: Zeltplatz an der Bucht nahe der Kapelle Agios Nikolaos.
Bild 17, Etappe 6: Detailaufnahme des Faraklo-Geologieparks.
Bild 18, Etappe 6: Der Aufstieg aus den Wasserkatakomben.
Bild 19, Etappe 6: Eines der Weingüter kurz vor Moudros.
Bild 20, Etappe 7: Das antike Modell von Poliochni im Museum.
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von Steintanz erhalten in Tourenvorschlag Lemnos InseltrekkingBild 11, Etappe 4: Kurz hinter Quelle Nr. 6 mit Mourtezeflos im Hintergrund.
Bild 12, Etappe 5: Detaillierter Blick zurück in westliche Richtung auf den Isthmus und die Insel Mourtezeflos, rechts die kleine Kapelle mit dem Zeltplatz.
Bild 13, Etappe 5: Kurz vor der Vigla-Überschreitung mit erneutem westlichen Rückblick auf den Kamm.
Bild 14, Etappe 5: Blick in nördlicher Richtung auf die Sanddünen von Ammotines und die vorgelagerte Felseninsel von Sideritis.
Bild 15, Etappe 5: Das beschriebene französisch anmutende Tal mit den vielen bunten Blumen.
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sirm3rl1n hat eine Reaktion von Steintanz erhalten in Tourenvorschlag Lemnos InseltrekkingFoto 6, Etappe 3: Rekonstruierte Windmühlen kurz hinter Kontias.
Foto 7, Etappe 3: Wasserquelle neben dem trockenen Stausee.
Foto 8, Etappe 3: An die Falklands erinnernde Mondlandschaft im Aufstieg ins Kakavos.
Foto 9, Etappe 3: Die beschriebene Kapelle Panagia Kakaviotissa in der Höhle.
Foto 10, Etappe 4: Blick in nördlicher Richtung gen Mourtezeflos, kurz vor dem ersten Aufstieg nach Agios Ioannis.