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Praxistest Solarpanel LEAF mini
Ein.Plattfüssler antwortete auf Ein.Plattfüssler's Thema in Ausrüstung
Ergänzung: Die Solarpanele von Sunnybag verfügen über eine dreifarbige LED zur (ungefähren) Anzeige betreffs der Höhe des fließenden Stromes. Rot - 5 V Betriebsspannung erreicht; Rot - Strom unter 500 mA; Grün - Strom über 500 mA; Blau - Strom über 800 mA... immer auf 5 V bezogen... Diese LED-Anzeige stimmte bei meinen Test mit der Anzeige auf dem USB-Tester überein. Wobei die Farben etwas leicht höhere Stromwerte implizierten... na ja... Sollte die mittels USB-Tester ermittelten Werte also nicht stimmen, müßte auch die Anzeige mittels farbiger LED falsch sein... Für mich eher unwahrscheinlich... Sunnybag gibt für das LEAF mini einen (theoretischen oder ermittelten ?) Maximalwert für den Strom von 1 A an... Deshalb meine Aussage 'nicht allzuviel gemogelt' ... Für mich sind auch die mittels USB-Tester ermttelten Stromwerte ganz nett, aber für die Praxis recht irrelevant. Der Praxistest mit der Aussage 'innerhalb dreier, auch schattiger Tage ist das Aufladen zweier AA-Akkus / wiederaufladbarer Batterien möglich' das Ausschlaggebende... In der Praxis gibt es selten optimale Bedingungen wie zuhause oder in der Theorie... -
Grundthread autarke Stromversorgung "zuhause"
Ein.Plattfüssler antwortete auf khyal's Thema in OT-Bereich
Also meine Stromverbraucher habe ich ja bereits alle benannt... Zur Kühlung gibts einen Keller. Als Zusatz darin eine Kühltasche auf 12 V- Basis mit elektronischer Steuerung. Kaum in Gebrauch, klappt im Sommer jedoch stets ohne Probleme. Im Winter müßte ich im Keller eher heizen... 😉 Bezüglich der Autarkie habe ich ja bereits geschrieben, daß ich im Notfall (aller paar Jahre, insbesondere bei Defekt einer der Solarbatterien und daraus bedingten Spannungsabfall ) ein Nachladen der Solarbatterien mittels 800 W - benzinbetriebenen Stromerzeuger vornehmen kann... Aber wie gesagt selten... Vor Nutzung einer Soalarinselanlage ist eine Beschränkung auf wenige, für sich essentielle Stromverbraucher, möglist ohne Nutzung eines Wechselrichters, unabdingbar... 🙃 -
Praxistest Solarpanel LEAF mini
Ein.Plattfüssler antwortete auf Ein.Plattfüssler's Thema in Ausrüstung
Ich versuche, immer anzugeben, wie die Werte entstehen. Also erwähne ich, daß ich mittels eines zwischengehängten USB-Testers von X-Dragon die Werte ermittle. Diese Mal wohl ergessen ? Der Tester ist kein genau kalibriertes Meßgerät. Da ich das aber bei allen meinen Tests verwende, dürfte zumindest ein Fehler zumindest immer der gleiche sein. Ja, die Spannung ist bei meines Test immer nahe 5 V (4,85...4.9 V oder auch mal 5 V), je nach Stärke der Sonneneinstrahlung... Ich war selbst über diese Stromausbeute erstaunt. Da hat der Hersteller bei seiner Angabe ja nicht allzuviel 'gemogelt'... -
Hallöchen allen, … danke für die vielen interessanten Beiträge… Erst mal noch genannt, was ich bisher unterschlagen / vergessen habe. Früher mußte ich öfters ‚Behördenbriefe‘ schreiben. Daher nenne ich auch einen Drucker/ Scanner/ Kopierer mein eigen. Der ließ sich für mich, nicht auf 12 V umrüsten. Beim Vorgänger ging das… Also nutze ich kurzzeitig auch einen Konverter/ Spannungswandler auf 220 V mit einer Leistung von 600 W… Als ich noch eigenes Brot gebacken (Lehmofen) habe, nutze ich den auch einmal wöchentlich für die Kornmühle zum Mahlen von ca. 2,5 kg Roggen… Sollte ich mal Lust (nur) auf eine Tasse Tee oder Kaffee haben, geht das Kochen auch mal mit dem 0,5 l Kelly-Kettle (holzbefeuert). Auch der Trangia, normalerweise genutzt für Radreisen, kommt gelegentlich zum Einsatz (Bequemlichkeit meinerseits)… Mein Leben scheint aber dennoch unbequem. Doch für Bequemlichkeit müsste ich zahlen. Und für das Zahlungsmittel arbeiten (auch unbequem und bedingende Abhängigkeit) oder Lotto spielen und gewinnen. Mache lieber aus dem, was ich hab, das mir Nützende… Über einen Windgenerator habe ich auch schon nachgedacht. Kenne auch die Selbstbauanleitungen aus diesen benannten Heftchen. Doch mein Wohnort ist zu wenig windexponiert, weil halbe Tallage. Der Hang gegenüber wäre nach meinen Beobachtungen geeignet… Auch scheinen derzeit solche Kleinstanlagen nicht käuflich zu erwerben sein... Sonst würde ich meinem Motto 'Probieren geht über Studieren' mal frönen... Habe mir aber mal einen Wassergenerator für den Bach im Tale gebastelt. Grundlage war ein Nabendynamo vom Fahrrad. Dazu Spannungswandler und Spannungsstabilisator. Sicher nur max. 0,5 A, aber Kleinvieh macht in 24 h auch Mist. Im Winter vereist das Ding dann… Stabilitätsprobleme... Hab ich aufgegeben… In der c’t war mal ein Wassergenerator vorgestellt. Aber offensichtlich nie in Serie gefertigt… Als Solarbatterien nutze ich GEL-Batterien, also wartungsfrei und auslaufsicher gekapselt. Inzwischen gibt es auch Li-Ion-Solarbatterien. Dazu müßte der Solar-Laderegler aber passend sein. Gibt es die ?... Generell gehen alle 12 V – Batterein, auch die aus dem KFZ-Bereich. Nur ist die Nutzung eine verschiedene und somit die innere Bauart. KFZ-Batterien garantieren hohe Ströme für kurze Zeit (Anlasser), Solar-Batterien gleichbleibend lange vergleichsmäßig geringe Ströme… Ja, die gesamte angegebe Kapazität auch einer Solar-GEL-Batterie ist nie voll nutzbar. Das ist auch bei Powerbanks u.ä. so… Muß man bei der Dimensionierung von Wp und Laderegler eben berücksichtigen… durch Probieren… und Erweitern der Anlage… Viel Sonne auf die Solarplatte wünscht sich Ein.Plattfüssler
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Guten Tag allesamt, … tzzz… da habe ich ja was angezettelt… 🙂 Auf mehrfachen Wunsch einige Erläuterungen zu meiem Leben in Einfachheit und mit weitgehender Eigenversorgung, auch beim Strom. Ausgangspunkt ist für mich unabhängig und mit dem, was ich tatsächlich brauche, zu leben… Brauchen tue ich für meinem Körper Nahrung, Kleidung, Unterkunft. Das ist nicht anders als beim UL-Trekking. Dabei will ich weder von meiner eigenen Gier, als auch nicht von der Gier von anderen (wie z.B. Stromanbietern) abhängig sein… Also war der erste Schritt, alles wegzulassen, was ich nicht oder kaum brauche. Sowie zu überlegen, wie ich das Wenige mit geringstem Aufwand realisieren kann… In der Stromversorgung war und ist für das Wenige für mich eine 12V-Solaranlage. Ich begann im Jahre 1998 mit einer 50 Wp-Anlage, erweiterte bald auf 100 Wp, dann auf jetzt ca. 200 Wp. Der Strom wird in zwei 100 Wh-Solarbatterien gespeichert. Als Überbrückung der dunklen Abschnitte im Winter (etwa Mitte Dezember bis Mitte Januar, abhängig von der Anzahl der dennoch auftretenden Sonnentagen) gibt es noch eine 30 Wp-Anlage mit zwei 100 Ah-Autobatterien. Die 30 Wp ermöglichen insbesondere eine Erhaltungsladung der Autobatterien und den Betrieb eines Netbooks (wie gerade jetzt)… Als Strom-Verbraucher habe ich Akkulampen (mittels USB aufladbar), Stirnlampen, Mini-Staubsauger, Handy, Diskman, Taschenradios, MP3-Player, mobilen DVD-Player… Also keine Großverbraucher… Im Bereich des Handwerkerns gibt es bei mir Handarbeit (HANDwerk hat ja goldenen Boden, oder... 😉 ) ... Heizung mittels Holz aus dem eigenem Wald (Benzinkettensäge, Spaltung per Axt und Keil)… Trinkwasser aus einer Quelle (in Kanister tragen)… Regenwasser als Brauchwasser (im Winter auch mal aus dem Bach wegen Einfrierens der Regentonnen, Transport in 60 l-Behälter mittels Schubkarre)... Lebensmittel-Kühlung (oder auch für Powerbanks) im Keller (im Sommer max. 10 Grad)… Kochen mittels Küchenhexe (Oma’s Holzofen, mal fragen... 🙃 )… Eine 12 V- Sufflopumpe (Bootszubehör) gibt es auch (kaum im Einsatz, derzeit sowieso defekt)… Einige Powerbanks mit 10.000 mAh, 20.000 mAh, 26.400 mAh (im Sommer mittels der Solaranlage geladen) garantieren eine Winter-Reserve für Kleinverbraucher wie Handy u.a. (s.o.)… Sollte es (alle paar Jahre im Winter mal vorkommend) zu wenig Nachlade-Strom aus der Solaranlage geben, kommt ein kleines Notsromaggregat/ Stromerzeuger (800 W, benzinbetrieben) zum Nachladen der Solarbatterien (Kfz-Ladegerät 10 A) zum Einsatz… Die ätesten Solarpanele sind jetzt 27 Jahre im Einsatz, noch funktionsfähig. Im Sommer, will ich mal nachmessen, was jedes einzelne an Spannung und Strom noch so bringt… Solarbatterien halten 10 Jahre etwa, oder etwas länger, je nach Nutzung (Lade-Entladetzyklen)… Mehr fällt mir derzeit nicht ein… Zu meiner Motivation sei noch gesagt: Antrieb für mich ist SEIN… nicht nur DASEIN….... LEBEN eben... 😇 Alles nix Besonderes sagt sich Ein.Plattfüssler
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Praxistest Solarpanel LEAF mini
Ein.Plattfüssler antwortete auf Ein.Plattfüssler's Thema in Ausrüstung
... Mißverständnis ? Genau das mache ich ja. Die Powerbank wird mittels des Solarpanels geladen... Doch für die Nutzung eines GPS-Gerätes benötige ich aller drei Tage zwei voll geladene AA-Batterien, AA-Akkus oder AA-wiederaufladbare Li-Ion-Batterien. Die beiden letzteren aufladbaren AA's werden aus der Powerbank mittels eines AA-Ladegerätes, wenn sie entleert sind, wieder aufgeladen. Direktes Laden der AA's aus dem Solarpanel scheint mir auf Grund des schwankenden Stromes (ggf. bis auf Null = Unterbrechung des Ladevorgangs) nicht sinnvoll/ machbar... Ich nutze auch manchmal bei entsprechender Sonneneinstrahlung das sogenannte 'Durchladen'. D.h. gleichzeitiges Laden der Powerbank durch das Solarpanel und Laden der AA's aus der Powerbank mittels des AA-Ladegerätes... Na denn... alles geklärt, hoffe ich... 🙂 -
Hallöchen, … es ist Winter. Bei mir eher eine Saure-Gurken-Zeit für’s Rumlatschen. 😕 So war das auch letztes Jahr… Grübeln: Ausrüstung optimal, besser zu machen, vielleicht sogar leichter ? Oder ist das nur Sucht nach erfreulichen Ereignissen ? Keine Ahnung… 🤔 Bin ich länger unterwegs, steht die Frage der unabhängigen Stromversorgung. Ich nutze da Solarpanel und Powerbank, das Sunnybag Leaf pro 7,5 W mit 10.000-er Powerbank. Das Ding ist nur mit 365 g relativ schwer, weil biegsam ausgelegt. Für meinen Haupt-Strombedarf zum Nachladen von zwei 2.500 mAh-Eneloop-Akkus aller drei Tage ggf. überdimensioniert ? Mit dem Leaf Mini 5 W ließen sich immerhin 180 g an Gewicht sparen… Da ich die Panele auch zuhause zur Stromerzeugung insbesondere im Winter nutze (Nutzung auch bei Touren mit erhöhten Strombedarf oder jahreszeitlichen oder witterungsbedingten geringerer Sonnen-/ Lichteinstrahlung), wäre die Weiternutzung des Leaf pro auf jeden Fall gesichert. Erzeuge den gesamten zuhause genutzten Strom über eine 12 V – Solaranlage mit Batteriespeicherung. Im tiefsten Winter wird’s manchmal knapp. Da nutze ich dann für kleine Stromverbraucher eben auch portable Solarpanele… Bei voelkner gab’s das kleine Sunnybag-Leaf mini 5 W… Es ist Februar. Dennoch gleich mal ausprobiert… 🙂 Für mich überraschend, erzeugt das Panel bei diesig verhangener, tief stehender Sonne mit zum Laden angeschlossenem Smartphone in der Spitze einen Strom von 700 mA. Im April waren es dann sogar 790 - 800 mA. Der Hersteller gibt einen Maximalstrom von 1 A an, Voelkner dagegen 800 mA. Mit der ermittelten Stromausbeute kann ich also zufrieden sein. Aber im Sommer erreichte das Panel sogar 900 mA. ! Alles natürlich bei halbwegs optimaler Ausrichtung zur Sonne… 😎 Blieb also noch die Probe unter Praxisbedingungen des Rumlatschens… Die Tour durch den Müritz-Nationalpark und die angrenzenden Seengebiete erschien dafür optimal. Die Wege dort führen oft durch Baumbestände, also bei wenig direkter Sonneneinstrahlung. Leider versagte auf der Tour mein AA-Ladegerät. Wohl die micro-USB-Buchse. Reparatur ohne Schaltplan kaum möglich. Kalte Lötstelle war’s nicht… Also Neubeschaffung… Kein passendes Ladegerät für AA-MiMH-Akkus gefunden (außer das doch recht sperrige 2-er von Ansmann). Daher erzwungene Umstellung auf Li-Ion. Das 2er-Ladegerät mit 17 g nur halb so schwer wie das für MiMH, die Li-Ion-wiederaufladbaren Batterien (18 g/ Stück) leichter wie MiMH-Akkus (30 g/ Stück). Gewicht gespart, juchhuuu… 🙃 Auf dem Kammweg Erzgebirge-Vogtland dann endlich der Praxistest. Ähnliche Bedingungen mit viel Baumbestand, also viel Schatten… Ergebnis: Das Nachladen der aus der Powebank für das Laden der beiden entleerten Li-Ion- wiederaufladbaren Batterien entnommenen Strommenge ist innerhalb der drei Tage auch im überwiegend Schattenbetrieb mit dem Leaf mini und seinen (nur) 5 W möglich… Na ist doch was… oder ? Freude am Probieren wünscht Ein.Plattfüssler
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Guten Tag allen, … heikles Thema ? Scheint zumindest eher unbeliebt… Versuche dennoch mal meinen Senf dazu zu geben… Erfahrung meinerseits: Immer, wenn ich vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse nasche, wird es glatt. Und ich falle auf die Schnauze… Warum ? Mein Quark dazu: In unserer Welt ist nur eines beständig - die beständige Veränderung. In jedem Moment… oder ? 😮 Wie könnte ich da sagen, das Eine ist gut, das Andere böse (schlecht) ? Dennoch hat mein Handeln Folgen für unsere Welt und auch für mich ganz persönlich. So habe ich mich entschlossen, meine Ausrüstung im Fachhandel zu erwerben. Dort ist meiner Erfahrung nach meist gute Qualität auch bezüglich der Haltbarkeit zu erwarten. Daher nicht unbedingt teuerer als anderswo. Für den UL-Bereich sind das vor allem ‚walkonthewildside’ und ‚sackundpack‘. Sollte es das Gewünschte dort nicht (mehr) geben, auch mal ‚outdoortrends‘ oder ‚globetrotter‘. Bei den Genannten werden Produkte westlicher Firmen angeboten. Leider nicht auszuschließen ist aber, dass diese Firmen in China produzieren (Immerhin benötigen auch chinesische Arbeiter ein Einkommen, um zu überleben...). Bei ‚sackundpack‘ ist dies angegeben… Ich kaufe nicht auf chinesischen Plattformen (Generell sind für mich ausländische Firmen wegen der Angabe perönlicher Daten, bis hin zu Kontodaten, sowieso problematisch.). Nur in Ausnahmefällen auf dem Marktplatz von ‚amazon’. Obwohl der Preis für mich eine Rolle spielen sollte. Mein Einkommen liegt weit unterhalb der offiziellen Armutsgrenze. Daher lasse ich eine Ausrede ‚Preis‘ nicht gelten. Wer billig kauft, kauft zweimal (oder mehrmals und öfter) – ein Sprichwort… Manchmal stimmt’s sogar... 🙁 Generell überlege ich vor dem Kauf, ob ich das Produkt WIRKLICH brauche. Ist meine Ausrüstung nicht schon vollständig ? Ich kaufe daher erst, wenn Ersatz auf Grund eines nicht reparablen Defektes nötig ist… So gehandelt, darf es auch mal etwas teuerer sein… Auch das gehört für mich zum UL-Trekking. Wenig (zu kaufen) ist mehr… 😀 Doch jeder entscheidet gemäß seiner Ansichten, Vorstellungen, Meinungen u.ä. mehr… 😎 Kein Grund für Streit also… meint Ein.Plattfüssler
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Rucksack für Wintertouren Exped lightning 45/60
Ein.Plattfüssler antwortete auf Frankenstein's Thema in Schwerer als UL
... und nicht nur bei Rucksäcken mit Gestell, sofern man alle Geräuscharten einbezieht. Also auch Knarzen etc. Selbst mein G4-20 oder Kumo (beide Gossamer Gear) haben so manches Mal so einiges zu erzählen... 😉 Ich selbst habe den Lightening 60 bei einigen Touren mit mehr notwendiger Ausrüstung genutzt. Und ja, er quietschte auch mal. Habe versucht, die Stellen des Quietschens ausfindig zu machen. M.E. entseht das Quietschen durch die Reibung der Gestell-Schiene und des Rucksackstoffes miteinander. Daher hab ich an den entsprechenden Stellen des, nur aus einer Flachaluminium-Schiene bestehenden Gestells, eine extra dünne Isomatte/ Gymnastikmatte (1 mm) angebracht. Letztendlich habe ich dann die gesamte Schiene damit umwickelt und mit etwas Tape fixiert. Das Quietschen verschwand in die Weiten des Universiums... 🙃 Möglicherweise hilft auch das Umwickeln (nur) mit Tape... Generell können meiner Erfahrung nach auch Geräusche durch die Reibung von Rucksackstoff und dem Inhalt des Rucksackes entstehen (Rascheln, Knarren u.ä.). Hier hilft strammes, nach den bekannten Regeln erfolgendes Packen... Spasseshalber hier noch ein Tipp: Achte mal auf all die anderen Geräusche, die du beim Latschen so verursachst. Die Kleidung raschelt, die Stöcke klacken, die Schuhe schmatzen oder knirschen oder... Wir sind wohl ganz schöne Krawallquellen... für manch Wesen, das bessere Ohren hat, als wir... 😇 Eine quietschfreie Tour dir und uns allen wünscht Ein.Plattfüssler -
Guten Tag 7even, … ich bin bei der Lösung des Problems mit der Schuhgröße wie folgt vorgegangen: 1. Ermittlung der Eigenschaften meiner Füße - Ich habe Knick-, Spreiz- und Plattfüße. Sowie einen hohen Spann. Also u.a. einen breiten Vorderfuß (Entenfüße). 2. Ermittlung des Verhalten meiner Füße bei Belastung und Einflüssen des Wetter – Belastungen mit oder ohne Gepäck, steigende Temperaturen vergrößern meine Füsse in Breite und Länge. Im Laufe des Tages geschieht das ebenso. 3. Schlußfolgerungen – Ich benötige Schuhe mit einem breiten Vorderfußteil (Zehenbox). Gut wäre ein elastisches, sich dem Fuß anpassendes Fußbett. Notwendig auch genügend Raum für die Ausdehnung der Füße durch Belastung und Temperatur. 4. Merkmale der auszuwählenden Schuhe – Breite Zehenbox/ breiter Vorderfuß mit genügend ‚Luft‘ der Zehen auch nach vorn, elastisches Fußbett, gute Durchlüftung, geeignet für hohen Spann, dennoch ausreichen Schutz der Füsse. 5. Wahl der Schuhe – Gewählt habe ich weder leichte Wanderschuhe, noch Trailrunner. Ich setze auch bei Schuhen auf Haltbarkeit und angemesssenen Preis. So fiel meine Wahl auf eine Keen- Sandale: Newport H2. Diese fersenoffene Sandale (es gibt auch welche mit geschlossene Ferse) erfüllt meine Anforderungen: breit, gut durchlüftet, ausreichend Schutz, elastisches anpassendes Fußbett, relativ haltbar, guter Schutz des Fusses gegen äußereren mechanischen Belsatungen (Zehenkappe, breite feste Stoffriemen), durch stabile Gummischnurschnürung sehr gut an die Füsse anpassungsfähig, im Vergleich günstiger Preis. Ich wähle dabei eine Schuhgröße, die für die Zehen nach vorn einen Raum von etwa einer Daumenbreite (bei jedem sicher unterschiedlich) lässt… Für die letztendliche Wahl hilft m.E. nur (An-) Probieren… (Bei Keen bitte sowieso schon ohne Berücksichtigung der Zehenfreiheit eine Nummer größer wählen. Fallen klein aus. US-Größen)… Sollte es mal feucht werden (Tau, Regen etc.), helfen mir wasserdichte Socken (ohne Menbran, nur Latex- Dichtung). Oder 6...8 Liter Gefriertüten. Die sind aber nicht allzu lange haltbar. Reiben sich gern unterm Hacken durch. Aber immerhin recht einfach beschaffbar… Sicher ist das relativ geringe Profil nicht jedermanns Sache. Im Mittelgebirge bei mir aber kein Problem (Ohnehin gibt es Modelle mit mehr Höhe im Profil). Ich gehe mit diesem Schuh bei Temperaturen bis etwas unter Null Grad (für mich das Ende von UL) ohne kalte Füsse zu haben. Kaum zu glauben ? Ein bissel (mehr) Stoff am Schuh bringt bezüglich warmen Füssen scheinbar auch nicht viel... Eine erfolgreiche, weil passende Wahl wünscht Ein.Plattfüssler
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Wanderstiefel für feuchte Gebiete im Norden
Ein.Plattfüssler antwortete auf SvenW's Thema in Schwerer als UL
... nutze, wenn es nass wird/ werden kann bei Radreisen und auch bei Tagestouren in der Umgebung per Pedes den Keen Tharghee Mid WP (ist die Stiefelform). Bin eigentlich kein Freund von Membranen. In diesem Schuh funktioniert die bisher aber. Und erspart mir für Radreisen die Überschuhe. Habe trockene Füsse... Gewicht nicht ganz ohne. In der Größe 12 beträgt das bei meinen Exemplar ca. 1435 g. -
So, so... sehr schön die zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten eines Schirmes. Habe auch schon überlegt, mir einen zuzulegen. Ist aber zusätzliches Gewicht. Und bringt es mir etwas ? ... Ich gehe mit dem Gatewood-Cape (GTW). Habe also einen Tag- und Nacht- Wetter-/ Regenschutz. Die Ponchofunktion funktioniert in Kombination mit Beinlingen (Chaps) gut. Bei Wind hilft Erfahrung, wie das Ding zu handhaben ist. Ein Problem gibt es nur, wenn es zum Zeitpunkt des Lageraufbaus lang anhaltend schüttet. Zum Lageraufbau muß ich das GTW (Poncho) ja ausziehen. Für diesen Fall habe ich bisher einen Einweg-Poncho dabei... Könnte ein Schirm hier besser sein ? Wer hält den dann ? Brauche ja beide Hände... Ein Schirm könnte meine Faulheit zum Überziehen des GTW (Ponchos) unterstützen. Insbesondere bei leichten und nur gelegentlichen Schauern. So bliebe das GTW für die Nacht trocken... Aber die Cabrio-Technik ist auch nicht schlecht. Dabei befestige ich das GTW (Poncho) am Tragebgriff des Rucksackes, lege ihn über denselben und streife es entsprechend der Regensituation über den Kopf nach vorn, oder nach hinten, dann wieder lagernd auf dem Rucksack... Bei Nutzung eines Schirmes ist nur eine Hand frei. Also kann ich nur mit einem Trekkingstock laufen. Zumindest bei Schirmen von Montbell. Es gibt auch Schirme, die an den Rucksackträger befestigt werden können. da wären beide Hände frei. Aber stabil scheint mir das nicht zu sein. Eine Korrektur der Schirmhaltung entsprechend der wechselnden Wind-regenrichtung scheint mir dabei schwierig... Ich selbst nutze einen zu den Montbell-Modellen in Gewicht und Durchmesser (nicht aber in der Stabilität) vergleichbaren Schirm für Tageswanderungen. Dabei werde ich an irgendwelchen Stellen der Kleidung immer (ertragbar) nass. Zusätzlich sowas wie eine Regenjacke würde dem abhelfen. Dennoch bleiben die Beine weitgehend ungeschützt. Werden also nass. Sollte mensch beachten und abwägen...
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... ja die habe ich vor einigen Jahren auch entdeckt. Da war ich auf der Suche nach einer preiswerten (billigen ?) Powerbank für den Hausgebrauch. Für unterwegs setze ich grundsätzlich auf Ausrüstung von namhaften (westlichen) Herstellern... Billig war die Powerbank. Angegeben mit 10.000 mAh/ 37 Wh. Mein Test (keine Messung !) ergab allenfalls etwas mehr als die Hälfte davon. Warum ? Normalerweise kann ich mit einer 10.000 mAh Powerbank ein Paar (2 Stück) 2.500 mAh AA-Akkus (eneloop) zweimal nachladen. Danach bleibt noch genügend Kapazität, um weitere Verbraucher (Stirnlampe, Telefon etc.) nachzuladen. Bei der INUI BI-B5 konnte ich nur einmal das Paar der besagten AA-Akkus nachladen. Danach blieb kaum noch Kapazität für weiteres Laden... Schätze die Kapazität der BI-B5 auf nicht viel mehr als 5.000 bis 6.000 mAh... Unterwegs nutze ich die 10.000 mAh Powerbank von Sunnybag, weil ich die bei Reisen über drei Wochen dann auch mit einem Sunnybag Solarpanel LEAF Pro (7,5 W) bzw. LEAF Mini (5 W) komplettieren kann. Auch eine VEGER 20.000 mAh ist manchmal an Bord. Über Testergebnisse kann ich aber nichts so rechtes sagen, weil nicht genau getestet von mir. Mehr als 10.000 mAh sind aber sicher... Ansonsten: Probieren soll besser sein als Studieren 😎
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.... meiner Erfahrung nach, dürfte das knapp werden. Bei Temperaturen von Null Grad (meist ist es da auch noch sehr feucht und so vom Körper gefühlt kälter) und evtl. leicht darunter besagt die für mich, der R-Wert sollte bei 4,0 liegen. Bin mit Daunenquilt unterwegs. Bei der angesprochenen Temperatur sogar zusätzlich mit einer Daunendecke (als Quilt formbar). Schlafkleidung ist bei mir Merino-Langwäsche... Die Luft in sogenannten Luftmatten hat die Eigenschaft ihr Volumen bei Kälte zu verringern ! Das heißt sicher weniger Isolation (Bodenkontakt des Körpers durchaus möglich) ! Eine zusätzliche Evazote-Matte könnte den guten Schlaf sichern helfen... 😀 Ob da aber 5 mm (R-Wert etwa 0,4 bis 0,5) reichen ?
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... generell: Die bewanderten Großschutzgebiete sind zu einer Zeit ausgewiesen worden, als die Infrastruktur wie Campingplätze, Badestellen, Pensionen, Wasserwander-Biwak- oder Rastplätze, Marinas etc. bereits bestanden. Sie sind in die Schutzgebiete integriert worden. Dürfen also weiterhin genutzt werden... Hier eine Auswahl von Campingplätzen im Müritz-Nationalpark: Waren (Ecktannen), Kratzeburg, Boek, Boeker Mühle, Klockow, Wesenberg (Weißer See, Kanu Mühle), Camping und Ferienpark Havelberge (Woblitzsee), Ferienpark Kleiner Labussee. Im Bereich der Rheinsberger sowie Feldberger Seen ist die Auswahl groß. Eine Aufzählung spare ich mir. Hier ist eine Wahl der Plätze entsprechend der gewählten Route sicher kein Problem... Nachfragen bei Marinas ist sicher auch kein Problem. Wasserwander-Biwakplätze dagegen sind Wasserwanderern vorbehalten. Wie der Name ja sagt... Sonst: Mal in die entsprechenden Wanderkarten schauen.... 😉
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... also... es besteht bei einer Tour durch den Müritz-NP immer die Möglichkeit diesen zur Übernachtung im Zelt zu verlassen (im Land Brandenburg/ Meck-Pomm ist eine Nacht zelten für Fußgänger, Radfahrer erlaubt...es sei denn....). Da der Müritz-NP-Weg fast immer sehr nahe am Rand des Schutzgebietes verläuft, ist das Verlassen für die Nacht auch kein Problem. Es gibt auch Campingplätze. Z.B. in Waren, sowie Privat-Unterkünfte etc. Ebenso in den Seengebieten von Fürstenberg und Rheinsberg. Hier wimmelt es nur so von Campingplätzen...
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Hat jemand Maße von einem Exped Pack Poncho UL?
Ein.Plattfüssler antwortete auf karlk21's Thema in Ausrüstung
... ???... er hält auf jeden Fall dicht. 😉 Ich habe mit dem Poncho keine Probleme, auch nicht bei Wind... es sei denn beim Überziehen mit falscher Methode... sollte für allein Rumlatschende klar sein: den Poncho zuerst über den abgesetzten Rucksack über dessen Rückseite ziehen, die Vorderseite des Ponchos zusammengerafft auf die Oberseite de Rucksacks legen, Rucksack aufsetzen, die zusammengeraffte Vorderseite des Ponchos über den Kopf ziehen, Arme durchstecken, Stöcke grabschen... So gibts keine Probleme... bei mir... auch nicht beim Anziehen des Ponchos ... oder beim Laufen im Regen ... 😇 Hinsichtlich Windanfälligkeit gibt es bei meinen Ponchos, ob UL, schwer oder Gatewood-Cape keine problematischen Unterschiede. Der Wind drückt den Poncho ggf. gegen den Körper oder die Ausrüstung. Hochgeweht wurde er bei mir nicht, egal wie stark der Wind war. Der schwere WÄFO-Poncho hat diesbezüglich ohnehin eine zwischen den Beinen hindurchzuführende Leine. Vorderseite und Rückseite des Ponchos können so mittels Knebelknopf verbunden werden, um ein ggf. zu befürchtendes Hochwehen zu verhindern. Beim Gatewood-Cape ist derartiges ebenso mittels vorhandenen Karabinerhaken möglich... Ansonsten ist das Tragen von Beinlingen (neu-deutsch Chaps genannt) empfehlenswert. Damit bleiben auch die Beine trocken. Meine Beinlinge sind uralt und schwer. Meines Wissens nach bietet mont-bell solche Chaps aber in UL an. Etwas schwerere sind im Handel für Anglerbedarf zu finden... Immer trocken im Draußensein wünscht Ein. Plattfüssler 😎 -
... welchen Kammweg meist du ? Ich bin dieses Jahr den KAMMweg Erzgebirge-Vogtland gelaufen (siehe dazu mein Reisebericht 'Mit KAMM auf Tour') und da gab es mindestens jeden 2.Tag eine Einkaufsmöglichkeit. Sofern du den (von mir so benannten) 'historischen' Kammweg meinst, der ja fast ausschließlich in Böhmen verläuft, stimmt das mit der Schwierigkeit zum Einkaufen mit meiner Erfahrung überein. Die hatte ich selbst als Reiseradler, der ja schneller mal irgendwo hindüsen kann... Der (neue) KAMMweg Erzgebirge-Vogtland' verläuft von Geising nach Blankentein (oder umgkehrt) nur auf deutschem Territorium (wegen der Förderrichtlinien) und ist eigentlich kein Kammweg... Eine kurze Strecke sind KAMMweg und VPW im Streckenverlauf identisch. So ist es möglich, den KAMMweg zu laufen, dann auf den (Rundweg !) VPW abzubiegen, die Runde zu drehen und an (fast) gleicher Stelle den KAMMweg fortzusetzen... Wird nur ein wenig länger... 🙃
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Es regnete den ganzen Tag. Also Zeit für eine Fortführung… Teil 2 Abenteuer (?) VPW (Fortführung): Ich wandle durch den Kellergrund zurück auf den VPW, verpasse also die Bayernbuche und einen Rückblick auf den Kurort. Nächste Station ist der denkmalgeschützte Ort Raun. Zu dem führt der Rauner Kirchsteig. Warum der gesamte Ort denkmalgeschützt ist, erschließt sich mir nicht. Es gibt ein Ensemble z.T. windschiefer mit viel Holz gebauter Höfe. Die sind durchaus interessant und sehenswert, wenn auch teilweise dem Verfall preisgegeben. Schade drum, nichts ist beständig… Über Schimmel und Frauengrün, zwei kleine Weiler, erreiche ich früh am Morgen Bad Brambach. Kurgäste kaufen wohl nicht ein. Finde aber doch noch einen kleinen Lebensmittelladen. Alles da, sogar Zulieferung vom Bäcker und Fleischer, aber ohne allzu große Wahl bei Müsli, Joghurt, Schokolade und Co.. Heute nachmittag werde ich Bad Brambach ein zweites Mal passieren, nur etwas weiter östlich. Der südliche Umkehrpunkt der Wanderung ist bald erreicht. Ab dort latsche ich wieder gen Norden… Auf zum Kapellenberg, dem südlichsten Punkt des VPW. Vorher darf ich mich noch an zwei witzigen Wegeführungen erfreuen. Um mir 100 m Straße zu ersparen, dürfen es je 500 m Weg in U-Form sein… Spass soll eben sein… Der Anstieg selbst ist sehr moderat und schon lugt der Aussichtsturm durch die Bäume. Ich erreiche den Kapellenberg mit seinen 757 m Höhe ohne große Anstrengung. Aber vor Ersteigen des Turmes lieber noch ein paar Kalorien eingeworfen. Sonst wird es zu schnaufend… Doch Pech gehabt. Der Turm steht zwar intakt da. Doch nur geöffnet, sofern Ostern und Weihnachten gemeinsam auf einen Sonntag zur Sommersonnenwende fallen… So kann Tourismus auch gehen… Na ja… Sonst ist nicht viel zu sehen, außer grünes Geäst ringsum und eine Picknickgarnitur. Also Futtern… Nudeln… Ach nee, da steht ja noch eine Tafel. Der Text erläutert, was hier zu sehen ist, wenn denn was zu sehen wäre... (nachfolgende zwei Fotos stammen von der besagten Tafel) Am Nachmittag passiere ich tatsächlich wieder Bad Brambach und kämpfe mich auf den Geiersberg (637 m) hoch. Keine Geier da. Bin ja auch nicht zum Fressen gedacht… Natürlich geht es danach wieder runter. So sind die Berge halt. Schließlich wartet der Saugrundbach auf meinen Besuch. Irgendwo gibt es einen Viertelmeilenstein, später Ganzmeilenstein, ein Kulturdenkmal Triangulare Säule und viel viel Weg… Es gibt immer was zu entdecken... Ich kämpfe mich Richtung Markneukirchen (dort Musikinstrumentenmuseum) durch oder auch vorbei. Danach im Zick-Zack wie ein Hase durch die Landschaft geschlagen, am Holunderbusch und einer ehemaligen Richtstätte vorbei. Nun nochmals kurz gen Süd, eine Schlaufe schlagend und wieder gen Nord. Weiche mal vom Weg ab, um einige gegenüber einer Forststraße interessantere Teiche zu besuchen. Da ist Leben drinn. Es wimmelt vom Kaulquappen… Dafür steige ich nun wieder auf, quere gegenüber dem VPW eigenmächtig die Forststraße. Direkt an der Grenze ist ein kleiner Wanderpfad verlockender. Ein netter Mensch hat hier sogar ein kleines Schild mit dem Hinweis auf eine Quelle 50 m nach rechts aufgestellt. Ich muß nach links, die Quelle lasse ich dennoch nicht links liegen… Wassernachschub gesichert... An den beiden Kegelbergen lümmelt der Juliusstein rum. Und auch ein schwer Arbeitender von der Wasserversorgung, schnarchend in seinem Geländewagen. Egal, ich geh weiter… Irgendwo biege ich rechts ab. Meine Karte zeigt es so. Auch die schlaue kleine graue Kiste meint, dies sei rechtens. Keine VPW-Zeichen mehr. Aber ein obstbaumgesäumter Feldweg und sogar bergab. Was will der Wanderer mehr. Doch ich ahne schon, warum hier kein VPW mehr ist. Im Tal am Bach zeigt sich ein Bauerhof genau dort, wo ich nach links abbiegen müßte. Privatgelände ? Kurz darauf ein Schild mit Warnung vor den grimmigen menschenfressenden Hunden. Die machen sich auch bald bemerkbar. Hunde, die bellen, beißen nicht. Zumindest solange sie bellen. Diese beiden wolligen Kumpel jedenfalls beißen nicht, wedeln nur mit ihren Schwänzen wie ein Propeller. Sie fordern einen Wegezoll in Form von Krauleinheiten. Nicht nur einmal, sondern alle paar Meter. Die gebe ich doch gern, dauert nur etwas. Der Weg ist von Traktoren arg zerfahren. Dann mit sechs (!) übereinander gespannten Weidezaundrähten abgesperrt. Die Hunde kennen sich aus. Durchgeschlüpt sie, ich darüber. Kein Strom drinn. Kurz hinter diesem Hindernis wird dann eine letzte Krauleinheit eingefordert. Hier scheint die unsichtbare Reviergrenze zu sein. Die beiden netten und nicht menschenfressenden Ungeheuer drehen um und ich ziehe nun wieder allein weiter… Links von mir, ein Bächlein fließend, erreiche ich bald einen Wegweiser. Hier ist tatsächlich die Verlegung des VPW angezeigt. Bloß gut, dass ich den obigen Hinweis darauf wohl übersehen habe. Sonst hätte ich die beiden bellenden Schwanzrudermaschinen gar nicht kennengelernt… Schon wieder Steine: Dreirainsteine. Ich zähle nur bis zwei… Na wenigstens eine etwas kurz geratene Ein-Brett-Bank. Die muß dennoch für ein Nickerchen reichen... An der nicht gesehenen Eisen-Moorquelle vorbei latsche ich auf dem Hüttenbachweg weiter Richtung Klingenthal. Steige ab, um einzukaufen, dann wieder steil bergan. Da est spät ist, die Dämmerung einsetzt, wähle ich den Übernachtungsplatz auf halber Höhe an einer Bank. Weiter komme ich heute nicht. Vor der Bank ist gerade ausreichend Platz, um das Lager aufzuschlagen. Bebauung über mir, Bebauung unter mir. Mein Platz aber davon nicht einsehbar. Starker Wind ist aufgekommen. Die halbhohen Bäume knarzen, aber schützen mich vor dem Wind. Ebenso die Heckensträucher. Keiner der Bäume ist in dieser stürmischen Nacht umgebrochen. Wie das Schreiben dieses Berichtes ja beweist... Am nächsten Tag verlasse ich mal wieder den VPW. Ein Blick auf die Karte: Der Pyratalweg erscheint mir abwechslungsreicher. Ich laufe etwas oberhalb der Großen Pyra und direkt am Hammergraben entlang. Dieser schmale, wasserführende, kaum merklich fließender, künstliche Bach ist Zeuge der früheren Bergbaus. Schon kurz danach laufe ich im Weltraumbahnhof Rautenkranz ein. Leider geht grad kein Raumschiff in meine Richtung ab. So schleiche ich per pedes weiter, weiter und weiter… Hinter Schönheide auf dem Kuhberg noch der Prinz-Georg-Turm. In Wernesgrün kommt der Biertrinker auf seine Kosten… Der VPW führt nun durch etwas offenere hüglige Landschaft. Es gibt mehr Aussichten. Auf der Wilhelmshöhe schon wieder ein Turm: Perlaser Turm. Die letzte Nacht der Tour verbringe ich in einem Waldstück, welches bei den vierbeinigen Steckdosen wohl sehr beliebt ist. Zumindest haben die hier ganze Grabungsarbeit geleistet. Die Grünröcke dagegen haben überall Hochsitze aufgestellt. Da mag ich aber nicht ins Schußfeld kommen… Suchen angesagt… Schlußendlich finde ich ein geeigneten Platz. Dreiseitig blickdicht. Nur unterm Laub eine Höhle von Ameisen. Also etwas zur Seite gerückt… Zum Glück interessiert sich keine Sau in dieser Nacht für mich... Hinter dem Lohberg (451 m) beschließe ich, ab Weißensand quer durch die Landschaft zurück zum Ausgangspunkt Reichenbach zu laufen. Auch ein recht schöner mit Bäumen gesäumter Weg… So treffe ich an einem Vormittag wieder in Reichenbach ein. Ich nehme nochmal ein Ku-Co (Kuchen-Cola)-Frühstück zu mir und lenke dann meine Schritte Richtung Bahnhof. Das Wetter ist am Umschlagen, meine Tour zu Ende, wird auch Zeit, denn Pfingsten steht vor der Tür. Da wird es für mich zu unruhig auf den Wegen... Hinweise: - Als Kartenmaterial habe ich ‚Vogtland Panorama Weg‘ 11-teiliges Wanderkartenset, ISBN-Nr. 978-3-86843-088-2, 6,50 Eus genutzt. GPX-Datei von der Seite ‚ich-geh-wandern’. Das Kartenset enthält auf den 11 einzelnen Karten auf der jeweiligen Rückseite Hinweise zur Wegstrecke/ Weglänge, Gehzeit, Schweregrad der Strecke, Sehenswertes, Anfahrt, Parkplätze, Tourismusinformationen - Der VPW ist mit einer Länge (ohne erweiternde Varianten) von ca. 225 km und mit ca. 5.600 Hm angegeben Beschwerdefreien VPW wünscht Ein.Plattfüssler
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Sorry, für das Weglassen der Endung... 😇 Freue mich, wenns gefallen hat... Anbei dann noch mehr... Alle Tippfehler sind gewollt ! 😉
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Vorbenerkung: Den VPW bin ich im letzten Jahr gegangen. Den Reisebericht aber nicht fertiggestellt. Hier nun einen ersten Teil… Ggf. folgt ein weiterer… Sofern ich meine Faulheit überwinden kann… oder ich beabsichtige euch zu nerven... VPW – Vogtland Panorama Weg Gestern ist Jesus in den Himmel gefahren. Ich fahre heute ins Vogtland. Vogtland ? Was’n das ? Weißer Fleck ! Also nichts wie hin ! Der Zug rollt pünktlich in Reichenbach am oberen Bahnhof ein. Kaum bin ich raus, düst er wieder ab. Tzzz… halt nicht die Deutsche Bahn… Hinter dem verlassenen großen Bahnhofsgebäude wird ein Supermatkt sichtbar. Das späte Mittagessen mit Cola und Kuchen ist also gesichert. Dann geht’s richtig los. Zum VPW, dem Vogland Panorama Weg… Reichenbach geht in Mylau über. Dort nach rechts zum Friedhof abgebogen. Er hat mich… – der VPW… Und der offeriert gleich mal eines seiner Merkmale: Es geht immer bergan ! Weiteres später… Die Höhe habe ich auf einem schmalen Trampelpfad erklommen. Der Weg führt durch Feldhecken hindurch zum zweiten Merkmal: Es gibt jede Menge Aussichten ! Auf Hügel (oder sind das schon (Mittelgebirgs-) Berge ?), auf Täler, auf Dörfer, auch mal auf ein Flüsschen… Eine Bank steht da. Draufsetzen und die restliche Cola reinschütten. Das dritte Merkmal des VPW offenbart sich: Es geht immer bergab ! Wenn es nicht bergan geht ! Weiter zwischen piepsenden und trällernden Feldhecken. Auf halber Höhe öffnen diese sich. Ein knallgelbes Rapsfeld unter knallblauen Himmel mit einigen Haufen an Wolken rückt ins Sichtfeld. Kitschig wie manche Postkarten, sofern mensch die noch kennt… Ich biege, ganz besoffen von soviel Idylle, nach rechts ab. Falsch ! Bemerke es. Aber auch ein anderer Wanderer tut das. Wie peinlich ! Schnell kaschiert mittels fingierter Fotoknipserei… Das vierte Merkmal des VPW: Er ist deutlich markiert ! Ausser für von Idylle Besoffene… Der schmale Weg schlängelt sich in Richtung in der Landschaft herumstehender Bäume. Schon bald gibt’s dennoch einen ersten Blick auf die ‚Göltzschtalbrücke‘. Ein geradezu irrwitziges und monumentales Bauwerk nur aus Ziegelsteinen und Mörtel in unzähligen übereinander stehenden Rundbögen. Und noch heute fahren Züge da drüber. Kann der Wanderer auch, sofern er mal kurz in die Vogtlandbahn hüpft. Die ist übrigens häufig mehr oder weniger wegbegleitend verfügbar. Zum Füsse ausruhen, Blasen abheilen lassen, Schneestürme und Orkane aussitzen… Der Weg lässt mich unter der ‚Göltzschtalbrücke’ hindurch. Auch der Blick von unten hinauf ist beeindruckend. Die riesige Brücke und das schmale Göltz-Flüsschen, ein Kontrast. Das Tal aber ist weit und so die Brücke daher lang und riesig… und haltbar, wie es scheint... Nun geht’s auf schmalen Pfaden auf halber Höhe an baumbestockten Hängen und Felsen entlang. Das fünfte Merkmal des VPW: Die (Trink-) Wasserversorgung aus kleinen Rinnsalen und Bächen ist eher kein Problem. Ein Blick auf die Karte ist dennoch immer hilfreich… An den Felsen treffe ich auf Kletterer. Da entlang in die Höhe würde mich keiner bringen. Bröckliges Schiefergestein ist eher was für Todessüchtige, oder ? Bei Göltzhammer begrüße ich die ‚Weiße Elster’, deren Verlauf ich nun ebenso wie dem der Vogtlandbahn folgen werde. Ich erst mal in der Höhe, die Bahn eher im Tal außer Sicht- und Hörweite. Bin nun auf etwa 350 m in der Höhe. Der Abend rückt heran, der Magen meldet sich. Der Kuchen ist verdaut. Am Ende einer Gartenanlage steht eine Bank in der Abendsonne. Und schon sitze ich drauf. Müsli mischen, Apfel schnippeln, mampfen, mit Wasser nachspülen… Schokalade … Auf der Karte entdecke ich eine grüne Fläche. Da müßte doch ein Schlafplatz zu finden sein… Denke ich… An der grünen Fläche angekommen, denke ich: Wird schwierig werden. Lichte Gehölze, der Boden in Schräglage, viele Wege. Nach dem Abklappern einiger potentieller Ecken ist die Wahl gefallen. Eigentlich für mich ein wenig nah am Gehölzrand, aber eben, ohne Hochstand eines Jägers in der Nähe. Ich mag niemanden in der Wahrnehmung seiner Interessein stören, egal ob Mensch, Tier, Pflanze und was es sonst noch geben mag… Ein Bauer lärmt noch mit Trekker und Stapler oder sonst was auf seinen Acker… Bei Dämmerung wage ich den Aufbau… Als es dunkel ist, wackelt ein Irrlicht über einen nahen Weg. Undefinierbar, was da geschieht… Irgendwann taucht es Richtung Tal ab… Ruhe… bis zum Morgen. Falsch gedacht ! Die Vogtländer sind echte Knaller. Der Grund der Ballerei bleibt mir verborgen. Soweit ich weiß, gilt auch im Vogtland der mitteleuropäische Kalender. Morgens bei beginnender Dämmerung dann die Brüllerei der Gefiederten. Ziemlich durcheinander das Morgenkonzert… In der Nacht gelernt. Sechstes Merkmal des VPW: Biwakplätze fallen nicht vom Himmel, sind aber ziemlich nahe, wollen dennoch sorgfältig ausgesucht sein… Praktisches am Morgen, da steht doch am Wegesrand gleich eine Bank. Frühstück, selten so früh. Habe noch etwas Zeit bis zum notwendigen Einkauf. Den Supermarkt wecken wohl keine Vögel... Bereiten des Morgenkaffees. Dazu wieder Müsli… Abstieg nach Elsterberg. Praktisch so ein schlaues graues Kästchen mit dem kleinen Bildschirm. Das weiß immer, wo es was zu futtern gibt… Kuchen und Cola als zweites Frühstück… Wandern ist echt super... Danach wieder hoch in den Hang, um gleich mal wieder runter zu gehen. Vorher noch einen Blick vom ‚Kriebelstein‘. Viel Landschaft, ein Blick ins Tal… Unten angekommen, begrüßt mich die ‚Weiße Elster‘. So nah, ist ein Kennenlernen möglich. Hier darf sie doch tatsächlich natürlich fließen. Im Flußbett liegen abgestürzte Felbrocken, links und rechts erheben sich Felsen. Munter plätschert, strömt und gurgelt es. Um die Felsbrocken mit bizarr aber natürlich geformten ‚Holzskulpturen‘. Ich höre, auf einer Bank sitzend, gerne zu… An den Ufern, neben dem Pfad blühen wilde Stauden und Kräuter. Hin und wieder kommt was vorbeigesummt und gebrummt. Manchmal kreuzt auch die begleitende Vogtlandbahn den Fluß. Störend ist die nicht… Weiter geht’s. Die Elstertalbrücke hat ein eisernes Korsett. Hier wird instandgehalten. Weg gesperrt… Aber doch nicht für mich ! Die Bahn fährt ja auch drunter durch, tzzz… Ich komme trotz der am Wochenende laufenden Arbeiten ungeschoren durch. Doch leider auf der verkehrten Flußseite. Hier hgeht’s als Abstecher zur Talsperre Pöhl. Keine Lust auf ein Bad. Also zurück. Neuer Anlauf und zum dritten Mal durch die Bögen der Brücke… geschafft. Niemand hat mich aufhalten wollen. Nichts ist mir auf die Birne gefallen. Glück muß mensch haben. Die Bahn pfeift drauf… Schmaler Pfad, steiler felsiger Aufstieg und ich bin im Nymphental. Hier plätschert ein Bach und es stehen Bänke. Sogar ein Papierkorb aus Waschbeton (Nostalgie ?) ist vorhanden. Mittagsrast. Nudeln, wie (fast) immer. Dieses Mal yum-yum mit ostasiatischem Geschmack. Als Nachtisch dazu etwas Schokolade. Was sonst... An der Pfaffenmühle zweigt eine Weg-Alternative zur Syrauer Drachenhöhle, zur einzigen Holländermühle des Vogtlandes, zur Schaudestillation und Absinth-Ausstellung (was es nicht alles so gibt ! Prost !) ab. Der Weg liegt in praller Soone, birgt viel Aspahlt und Bebauung. Die Höhle kenne ich aus Kindheitstagen und der Drache ist sowieso längst ausgezogen. Alkohol bei der Hitze ist auch nicht anzuraten. Die Mühle wird mich ohne Wind auch nicht kühlen. Also geht’s die Hauptroute in Richtung Stadtrand Plauen weiter… Der Plauener Stadtwald ist am Sonntag Nachmittag recht gut besucht. Es wird lauter. Hört sich an wie eine Horde Urzeitlicher auf’m Kriegspfad. Doch gefehlt, im Sportpark spielt irgendwer gegen irgendwen Fußball. Nicht gerade leise... Bis Zwoschwitz dann Asphalt. Die Sonne knallt noch immer vom Himmel. Dann steht auch noch ein Bus eines nach Selbstaussage freundlichem Reisebusunternehmen vor dem briefmarkengroßen wegweisenden VPW-Aufkleber an der Laterne und ich laufe in praller Sonne einen Umweg. Egal, Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Fehler bemerkt und zurück. Über einen schattenlosen fußtraktierenden Geröllweg geht’s zum ‚Neuteich‘. Viel Betrieb, eine schattenwerfende Hecke. Ufff… erst mal hinstrecken… trinken, futtern… Auf zum NSG Großer Weidenteich. Es knallt schon wieder, am hellichten Tag, im Wald. Räuber ? Da mache ich doch gern einen Bogen drum. Trete ein in ein Meer aus Gelb. Der Ginster ist auf riesigen Flächen in voller Blüte. Darin bade ich doch gern… und verlaufe mich… wegen der Idylle (siehe viertes Merkmal des VPW)… Da mache ich gleich mal ein abendliches idyllisches Picknick… und verlaufe mich schon wieder. Links wäre die rechte Wahl. Geradeaus ist’s auch nicht schlecht… Immerhin komme ich so an der einzigen gastronomischen Versorgungsmöglichkeit weit und breit vorbei: ein Imbisswagen, geöffnet an späten Nachmittag, fast Abend !!! Abend ist das Stichwort. Schlafplatzsuche angesagt.Hinterm nächsten Ort geht es stramm beran. Die lang schon sichtbare querende Strasse ist leergedegt. Keine Fahrzeuge. Gequert. Hier müßte ich doch fündig werden. Ein Bestand an jungen Laubhölzern bietet sich an. Doch der steht an einer Wegkreuzung und davor steht eine einsame Bank… Egal, hier ist ‚tote Hose‘. Also rein da, ein paar Meter hinter der Bank… Tote Hose ? Mitten im Aufbau kommt ein Auto aus Richtung Wald, fährt vorbei. Ist sicherlich die Ausnahme. Wenig später ein Auto aus Richtung Straße. Hält an der Wegkreuzung, Türen klappen mehrfach, dreht um, Türen klappen, fährt von dannen. Uff, Aufatmen. Das war’s hoffentlich… Irren ist menschlich. Aufbau fertig, da höre ich Stimmen. Spinne ich ? War’s zuviel Sonne heute ? Keinesfalls, da Kommen Fußgänger. Es ist schon dunkel, im Wald. Und setzen sich auf die Bank. Ohje, was jetzt ? Sehen können sie mich nicht. Lampe brauche ich nicht. Hören auch nicht. Ich mache keinen Lärm… Abwarten ? Ich entscheide Abzubauen… Bin fertig. Da erheben sich die Personen und ziehen weiter… Ich auch. Ein paar Meter weiter in den Busch. Doch viel ist’s nicht. Mit Brombeeren stehe ich auf Kriegsfuß… Immerhin schlafen heute all die Knaller schon… Heute morgen geht’s mit den Liedern der Gefiederten Richtung Oelsnitz. Mal in der Höhe, mal an der Weißen Elster, durch die auch recht imposante Autobahnbrücke Pirk. Eine Bank wäre jetzt nett. Nicht’s Neues. Wenn man solche haben möchte, ist kilometerlang keine in Sicht. Ein umgetürzter Baum tut es auch. Etwas Kulinarisches, kreiert von Chefkoch Knorr, in den Topf rühren (Überraschung: Nudeln, mit Spinat !), Blubbern, Ziehen, Abkühlen lassen, Futtern… Die Beine lang machen. Da kommen doch tatsächlich zwei (noch ältere) Wanderer mit Rucksack daher. Sind einige Tagesetappen auf dem VPW unterwegs, von Pension zu Pension. Auch mal zurück mit der Bahn in die vorherige Unterkunft… Sie haben den VPW umgetauft In VHW – Vogtland Hunger Weg. Gaststätten, zumindest vor dem Abend geöffnete, mit Speisenangebot sind wohl Mangelware… Tzzz, da liebe ich doch meine Nudeln !!! Nach der Siesta treffe ich nicht nur die beiden Wanderer wieder, sondern vorher drei Bänke im Abstand von wenigen Metern. Die beiden Herrschaften, wollen nach Oelsnitz. Ich nehme eine abkürzende Variante und sitze bald an einem kleinem Weiher unter einem uralten Baum, auf einer Bank (!) und lass es mir gutgehen… Irgendwann ist auch völlig unaufregend ein Lagerplatz gefunden. Auch mal nett… Hase und Fuchs haben mir nicht ‚Gute Nacht‘ gewünscht. Aber ‚Guten Morgen‘. Der Hase mümmelt seine Frühstückskräuter, der Fuchs versucht sich im Mäusefangen. Der Wind hat stark aufgefrischt. Schwierig einen ruhigen Platz für meinen Frühstückskaffee und Müsli zu finden. Der Platz hier am Waldrand ist schön sonnig. Ich befürchte nur, das mir der den Kaffe aus der Tasse gepustet wird. Es gelingt mir mit Deckel drauf, den Kaffee doch allein zu trinken… Der nächste Einkauf steht an. Bad Elster. Königliches Kurbad. Kurbetrieb noch heute… der nächste Supermarkt aber knapp vier Kilometer entfernt (!). Doch siehe da, es gibt noch ein ‚nah und gut‘ o.s.ä., wo es alles für mich Rumtrampler für ein morgendliches Dinner gibt. Ein Kinderspielplatz mit viel Spielzeug, aber ohne Kinder und einer Bank. Ideal zum Futtern und stören werde ich wohl niemanden. Die Kinder sind bestimmt in ihren Gärten oder in der Schule. Höchst amüsant, wie ein gewerblicher Rasenmäher viele viele Male mähend über ein briefmarkengroßes Rasenstück düst… Ich gehe weiter. Bestaune die Königliche Bäderarchitektur. Schön anzusehen. Viel Schnörkel, viel weiß. Viel Tourismuskram… (Vielleicht gibt’s eine Fortführung….)
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Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread
Ein.Plattfüssler antwortete auf fettewalze's Thema in Leicht und Seicht
Die einfachste Alternative, auch unterwegs nachholbar, ist ein gutes Tape, das man immer mal erneuert. Klebt ja nicht ewig. Ein bissel Tape hat ja wohl jeder dabei, oder ? Neben Stopfen für die Buchse sind auch wasserdichte Handyhüllen keine Hexerei. Dabei sind die Funktionen des Handy (meistens) weiterhin gegeben... -
Ich hab's gemessen. Mit dem Aufbewahrungs-Etui sind es 5 g. Nehme ich die Brille raus, sind es noch 3 g. Damit sollte dese Mini-Brille 2 g wiegen. Solo gemessen, zeigt auch meine Waage 0,00 g... Sozusagen Super UL. Man muß aufpassen, daß das Ding nicht von selbst zu fliegen anfängt... 😉 Habe mir die diese Mini-BrilleBrille gekauft, weil ich 'ne Macke für kleine Dinge hab... Na ja und für die Sicht brauchen tu ich sie auch... Das Ding gibt's bei der Amazone im Dreierpack jeweils in einem Aufbewahrungs-Etui für etwa 17 Eus (plus Versandkosten, sofern Gesamtbestellung mit Lieferung über die Amazone nicht mindestens 49 Eus). Eine der Mini-Brillen befestige ich mitsamt dem Aufbewahrungs-Etui mittels zweier kleinen Aktenklemmen direkt an der immer mitgeführten Karte, die zweite kommt in die Neoprentasche zu der kleinen Knippskiste, die dritte in eine Tasche des Trekkinghemdes. So sind die Dinger, wo ich sie brauche... Handling ist anfangs etwas fummling. Lernt man aber schnell. Drei Finger einer Hand braucht's... Auf meiner Nase sitzt die Mini-Brille gut. Sturm sollte aber vielleicht besser nicht sein. Dafür wäre ggf. irgendwo eine Fixierung z.B. mittels Zahnseide sinnvoll. Das Sehfeld ist mir zur Betrachtung einer Karte oder eines Displays ausreichend groß... Immer gute Sicht wünscht Ein.Plattfüssler
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... bitte... ... falls Du die Gegend noch ein bißchen mehr erkunden willst: Der KAMMweg geht auf ein paar Metern identisch mit dem VPW (Vogtland Panorama Weg). Der ist ein Rundweg. Also Abbiegen, ca. 245 km laufen und wieder am Abbiegepunkt ankommen. Damm weiter auf dem KAMMweg. Ggf. ist ein Abkürzen auf dem VPW dank Vogtlandbahn meist sehr einfach... Der KAMMweg ist schließlich nur etwa 9 und ein bissel Tage lang... 😄 Jedenfalls bei mir... 🤔
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Mit Kamm auf Tour Ich gebe zu, ich hatte einen Kamm dabei. Satte 11,2 g Ultraleicht-Übergewicht !!! Aber so bestand die Chance nicht als Auerochse angesehen zu werden, auch wenn man nach ein paar Tagen schon genau so stinkt… Den anderen Kamm hab ich eher nicht gesehen. Der Kammweg Erzgebirge-Vogtland ist nämlich kein Kammweg, sondern eine Erfindung der örtlichen Tourismusbranche zur Erhöhung des Bruttosozialproduktes von Wirten und Gastgebern. Dafür gibt es dann für den Wanderer aber auch was: Er geht in der Länge von ca. 285 km mit ca. 8.000 (!) Höhenmetern gehörig auf und ab. Für einen Kammweg eher untypisch. Der ‚historische’ Kammweg liegt vorwiegend in Böhmen. Ortschaften sind dort wegen der geschichtlichen Ereignisse ziemliche Mangelware. Somit ist also die Versorgung von Fußlatschern nicht gesichert, wie ich sogar auf einer Tour per Fahrrad feststellen durfte. Landschaftlich erlebte ich den Kammweg recht abwechslungsreich. Zu erleben sind Laub-, Nadel- und Mischforste, Felder, blühende Wiesen, Weiden, verschwiegene Moore, murmelnde Bäche, Talsperren, im Wald versteckte Teiche, markante Felsen… und natürlich so mancher Berg. Sowie die Zeugnisse des Bergbaus, des Instrumentenbaus und für Eisenbahnfans die Schmalspurbahnen… Somit ist der Kammweg weit abwechslungsreicher als sein thüringer Verwandter, der Rennsteig… Ich renne ungern auf’m Steig, also nix Rennsteig sondern Kammweg. Mein Gehstil ist das Schleichen. Da seh ich mehr (und kann besser Schnaufen). Anreise nach Geising per Bahn. Für mich nur ein Katzensprung… Aussteigen… Und die Tour beginnt direkt am Bahnhof. Und noch besser, dort befindet sich ein Supermarkt. Kuchen und Cola-Tankstelle also… Es geht auch gleich zur Sache. Hinauf auf den Geising. Schwitzen sogleich garantiert… Auf dem Geising ein Schild mit der Vorschrift: Eigener Proviant bleibt im Rucksack ! So, so… Ist ja ein ganz netter Kneiper hier oben... Und nicht mal was zu sehen außer Bäume, Buschwerk und Picknickbänken. Ob es vom 18 m hohen Aussichtsturm für eine Rundsicht reicht, ist ungewiß. Grünzeug wächst ja mancherorts in den Himmel. Eine Euro Aufstiegsgebühr gespart an diesem für mich doch eher ungastlich empfundenen Ort… Ein paar Meter unterhalb des Gipfels steht (m)eine Bank. Mitgebrachten Proviant raus und futtern. Etwas Blick durch die Bäume als Zugabe... Abstieg nach Altenberg. Am Fuße der Sommerrodelbahn eine Quelle. Ein Einheimischer tankt dort auf. Somit auch ich. Etwas weiter am Weg eine weitere, stark sprudelnde, gefaßte Quelle. Auf dem Kammweg sollte man die Möglichkeiten zum Wasser fassen stets nutzen. Die Möglichkeiten dazu sind unregelmäßig verteilt. Nicht alle in der Karte eingezeichnete Wasserläufe, Quellen führen im Sommer zuverlässig Wasser. Ich mußte deshalb einmal stark eisenhaltiges Wasser für den Morgenkaffee nutzen. Dabei fiel zumindest dessen Färbung nicht auf… Auf dem 905 m hohem Kahleberg mit Moos und Flechten bewachsene Blockfelder. Das Heidekraut beginnt zu blühen, Glockenblume und Co. Blühen noch. Die Bäume schon fast alpin mit reichlich Flechten besetzt und im Zwergenwuchs. Alpin auch der Charakter des Pfades. Und das auf gerade mal 905 m… Dummerweise bleibt der Weg nicht da oben. Der Hirschbach fließt im Tale entlang der Grenze zu Tschechien. Bergab geht’s… Munteres Geplätscher... In dieser bergigen Gegend ist’s nicht ganz leicht einen ebenen Platz für das Lager zu finden. Etwas Klebstoff auf und unter der Isomatte wär nicht schlecht. Aber das Moos ist weich und der Schleicher müde. Und gleich neben dem Bach braucht’s doch keinen Klebstoff… Am Morgen wird nach dem Packen weiter geschlichen. Am Bach oder hinauf und hinunter. Hinter Rechenberg führt der Weg über eine historische Bogenbrücke. Sie ist Teil des Naturdenkmals Floßgrabensystem. Unsere Vorfahren haben ganz schön viel gebuddelt, um das Holz aus dem Wald zu kriegen... Wer will, kann in Neuhausen (Friedhof) einiges besichtigen: Schloß Purschenstein, Nussknackermuseum. In Seiffen (Friedhof) nicht anders (Spielzeugmuseum). Vorher die Aussicht vom Schwartenberg (787 m). Die Bergbaude ist geschlossen, Urlaub… Ich latsche vom Wind gepustet weiter… In Olbernhau wird ein Einkauf fällig. Wer vorher den Weg mit seinem hier irrsinnigen Anstieg am Ortseingang abkürzen will, sollte anfangs kurz auf den stillgelegten Bahngleisen wandeln. Später Fußweg vorhanden… Nach der Saigerhütte (Museum Buntmetallurgie) gehts entlang der Natschung und deren Tal beständig nach oben zum Aussichtspunkt Stößerfelsen. So mancher Fels ist zu sehen… Kaffepause mit Blick ins Tal. Das Frühstück am Supermarkt war mit Kuchen und Cola dann doch nicht ganz so gehaltvoll… Nach Umgehung von Rübenau mache ich am Lehmheider Teich Kochpause. Nudeln, was sonst. Es schmeckt dennoch. Schokolade als Nachtisch, der Energie wegen… Hier am Teich gibt’s eine Bademöglichkeit. Die Enten nutzen die auch… Ich bleibe Beobachter... Auf nach Kühnhaide, dem (oft) kältesten Ort im Erzgebirge. Vorher weist ein massives Schild des Staatsbetriebes Sachsenforst auf die Sperrung des Weges hin. Nichts zu hören, nichts zu sehen. Holz wurde bereits abgefahren. Schnittflächen der restlichen verbliebenen Stämme sind schon einiges alt. Solche Sperrungen sollten noch öfter, nämlich sechsmal folgen. Nur einmal waren Forstarbeiten zu bemerken. Und da hatten die Forstarbeiter das Absperrbanner sogar selbst zur Seite gelegt. Nahe am Weg waren keine Arbeiten im Gange. Kein Murren der von mir gegrüßten Forstarbeiter, als ich vorbeilief… Bei Kühnhaide ist der Grüne Graben recht interessant. Hier entlang schlängelt sich ein mit Holzplanken eingefasster Wasserlauf mit leichtem Gefälle für den ehemaligen Bergbau. Wie viel Mühe kostete wohl der Bau so ohne Bagger & Co … An Kühnhaide vorbei betrete ich einen Moorlehrpfad. Das Moor befindet sich in der Phase der Regeneration. Bis Anfang der neunziger Jahre wurde hier Torf abgebaut… In Schmalzgrube biege ich ins Tal des Schwarzwassers ein. Hier schnauft die von einem Verein betriebene Preßnitztalbahn entlang. Zumindest an Wochenenden. Heute also leider nicht. Als Überraschung entdecke ich hier aber dafür so etwas wie Trailmagic: Einen mit Balkonplumen geschmückten Rastplatz mit Wasseranschluß. Über eine Holzleitung wird quellnahes Bachwasser in einen Holztrog geleitet. Das Wasserrad ist leider außer Betrieb. Nix mit Telefon aufladen… Eine Gießkanne ist auch da. Wer will, kann also auch duschen… Wundervoll das alles. Hier gibt es Menschen, denen Wanderer nicht gleichgültig sind. Ich sollte solch blumengeschmückte Rastplätze noch mehrfach finden… Danke ! Am nächsten Morgen klettere ich rauf zum Bärenstein. Hier oben fläzen sich Menschen, die mit Behindertengestellen aufgetiegen sind, auf den Bänken rum. Allgenmein nicht viel zu sehen, es sei denn man nutzt den Aussichtsturm. Nach Westen hin, kann man kurz vor dem Gipfel auf die Talsperre Cranzahl sehen. Zu der geht es nun hinunter. Über die Sperrmauer und schon ist wieder Ruhe vor Zweirädern… An der Toscabank (Fels) hat eine Gruppe von Wanderen alle verfügbaren Plätze besetzt. Zur Seite gerutscht wird nicht. Wer zuerst kommt, sitzt zuerst. Ich verlasse diesen lauten, unfreundlichen Ort gleich wieder… Bald komme ich zum Kreuzbrückfelsen, auf gesperrten völlig von Holzerntemaschinen zerrammelten Forstweg. Hochklettern, nur in eine Richtung Schneisenblick... Weiter und runter und rauf. Als nächstes auf den Fichtelberg. Heute wohl nicht mehr zu schaffen. Kurze Pause, etwas futtern. Und dann noch die ersten Meter hoch. Der Weg zum Gipfel schleicht sich mit moderater Steigung diesem von Norden her an. Da es bereits dämmert, suche ich mir einen Lagerplatz. Zwischen einigen halbwüchsigen Fichten eine halbwegs ebene Fläche. Reicht gerade zum Cowboy-Camping. Da sich die abendlich obligatorische Mücke sirrend anschleicht, spanne ich mal lieber das Netz auf. Schon ist die Mücke entschwunden... Am Morgen sogleich eine gefasste Quelle… und etliche ebene Lagerplätze weiter oben... Oben am Gipfel (1215 m) ist so früh am Morgen noch wenig los. Einige Hotelgäste steigen in ihre Autos. Die erste Schwebebahn schwebt aus dem Tal herauf. Viel Interessantes gibt es hier oben aber nicht zu sehen. Vielleicht die Friedensglocke, mit viel Stacheldraht ringsum auch am Klöppel gesichert. Wundersam solch Frieden… Gegenüber schon in Tschechien der Keilberg (1244 m)… Kurz unterhalb des Gipfels eine sonnige Picknickgarnitur mit Aussicht gen Westen. Da mach ich doch glatt Frühstück: Müsli und Kaffee. Kraft auf den weiteren Weg oder besser der Skiloipe. Da ist mehr weiches Gras als auf dem parallel verlaufenden Weg. Treffe hier auf eine tolle Schutzhütte... Nun wieder viel Weg bis zum Wettin Brunnen. Wer mag, kann das Besucherbergwerk Fuchslochstollen besuchen… Etwas weiter soll der Himmelsstein zu sehen sein. Ein hier niedergegangener Meteorit. Nichts wie hin… Doch den hat wohl jemand geklaut. An Ort und Stelle steht nur noch eine Hinweistafel mit viel aufgedrucktem Wissen über den Klumpen… Der bald folgende Aufstieg zur Himmelswiese macht deren Namen alle Ehre. So steil und lang der Anstieg; da kann diese Wiese tatsächlich nur im Himmel liegen. Dazu hat der Staatsbetrieb Sachsenforst (nicht nur) diesen Forstweg (im Staatsforst) reichlich dick mit losem (!) Schotter frisch belegt. Steuergelder kann man m.E. auch sinnvoller verschwenden, oder ? Daher hier mal ein Wort zu Wegebeschaffenheit: Für den Geschmack eines Weitwanderers, wie mich, gibt es auf dem Kammweg zu viele Forststraßen und Forstautobahnen. Das mag zur Zeit der Einweihung des Weges anders gewesen sein. Aber der Wahnsinn des Staatsbetriebes Sachsenforst, Forstwege zu Forstautobahnen auszubauen, scheint unbegrenzt. Das durfte ich auf dem Kammweg mehrfach beobachten. Damit könnte der Kammweg Erzgebirge-Vogtland als Weitwanderweg bald tot sein… Schade… Leider ist die Himmelswiese mit ihrem wertvollen Bestand an Blühpflanzen bei meinem Eintreffen schon gemäht. Es ist ja bereits fortgeschrittener Sommer… Eine Bank für die Pause und für’s Zubereiten des Mittagsmahls steht aber noch... In Johanngeorgenstadt ist ein Schaubergwerk und ein Pferdegöpel zu bestaunen. Ich gehe lieber Lebensmittel tanken… und schon bald schlafen... Über die Sauschwemme latsche ich auf den Auersberg mit Aussichtsturm hoch. So früh am Morgen ist das Drehkreuz am Eingang des Turmes (Eintritt) noch nicht in Betrieb. Ich bleibe dennoch am Boden. Als Frühstücksplatz ist es mir hier aber zu zugig… In Sepentinen runter nach Wildenthal. Am Weg oberhalb findet sich eine Bank mit Sonne, Aussicht und Wasseranschluß eines kleinen Baches. Perfekt… Nach dem Kaffee bin ich nach der zu kurzen Nacht gut munter. Ab jetzt mal wieder viel Weg: Vorbei an Weitersglashütte, Carlsfeld. Morgenröthe wird gestreift, der Pyratalweg unter die Sohlen genommen. Dort wieder ein künstliches Fließ für den ehemaligen Bergbau. Hinter Mühlleithen befindet sich das ND Arnikawiese. Blühen tut die Arnika derzeit nicht mehr. Am Wegesrand dagegen reichlich der Alant… und die Phantasie eines wohl Jägers. Der warnt per Plakaten vor dem Wolf. Dabei ist doch allgemein bekannt, dass der Wolf nur Großmütter (bin ich nicht), Mädchen mit roten Kappen (hab ich nicht) und bevorzugt Jäger (bin Rumlatscher) frisst, tzzzz… Der Topasfelsen Schneckenstein ist leider eingezäunt. Er ist Objekt wissenschaftlichenr Forschung, nur mittels Führung begehbar. Das Besucherbergwerk ebenso. Den Schneckenstein selbst finde ich nicht. Wohl falsch abgebogen. Verwirrende Ausschilderung hier. Auf der ersten Halde der Wismut AG ist keine Aussicht mehr gegeben. Zugewachsen mit vielerlei Laubgehölzen. Die Däämerung schreitet voran. Da besteige ich die zweite Halde besteige dann nicht mehr. Finde aber die Beschilderung am Weg wieder… Zum Abend hin, komme ich an die Talsperre Muldenberg. Wie alle Talsperren der Tour eine für Trinkwasser. Hier wird also kein als geklärt deklariertes Abwasser eingeleitet. Dieser Hinweis für Wanderer, die auf dem Trockenen sitzen… Am nächsten Morgen ist mal wieder ein Einkauf fällig. Schöneck bietet die Möglichkeit dazu (Friedhof vorhanden). Der ‚Alte Söll‘ als markanter Aussichtspunkt direkt im Ort ist leider wegen Bauarbeiten abgesperrt. Also wieder auf den Weg. Adorf durchquere ich nur. Am Weg als Abwechslung ein Teich. Hier ist Leben. Blüten am Teichrand. Die Libellen sausen durch die Luft, es platscht und quakt mal… Auf dem Platzerberg (629 m) kommt bei mir kein Gipfelgefühl auf. Der Berg ist als solcher kaum erkennbar. Überall um mich herum gemischte dichte Bestockung und kaum eine Erhöhung zu erkennen… In Bobenneukirchen erreiche ich die nächste Talsperre. Allzuviel los ist auf so einer Talsperre ja nicht. Das Wasser glatt, kaum Vögel… Mein Wasservorrat ist nicht allzu reichlich. Tanke daher ein Liter Talsperrenwasser, was ich später aber nicht nutzen muß… Auf dem Burgstein stehen die Ruinen zweier Kirchen. Hier konnten sich die hier mal Herrschenden nicht einigen, in welchem Herrschaftsgebiet die erste Kirche stand. Also baute man eine zweite daneben. Heute sind beide Ruinen Orte mit friedlicher Ausstrahlung. Gut für eine Pause... Bei Gutenfürst schon wieder eine Pause. Dieses Mal am Forstteich… Am in Drei-Staaten-Stein umbenannten Drei-Fürsten-Stein laufe ich vorbei. Also nochmal rückwärts... Heute geht es dann noch, dem Verlauf der jetzt innerdeutschen Grenze sich wieder nähernd, durch Gerbersreuth. Am nächsten frühen Vormittag ist sie erreicht, die ehemalige Staatsgrenze. Das Deutsch-Deutsche-Freilicht-Museum (Eintritt) lasse ich (örtlich) links liegen und gehe dann auf dem ehemaligen Kolonnenweg weiter gen West. Hier auf dem Grünen Band wächst und wuchert die Natur nach ihren eigenen Gesetzen. Darüber staunend, verpasse ich das nach rechts Abbiegen. Bin aber baldigst wieder auf dem von rechts einbiegenden Kammweg. Ein landschaftlich nettes Wiesental am Tannbach folgt und ehe ich mich versehe, stehe ich an der Saale, der Sächsischen. Schattiger Mittagspausenplatz direkt am Ufer. Es fließt… Ich bleibe an der Saale, passiere dabei Hirschberg, um nach Sparnberg zu kommen. Hier die Saale zu überschreiten, scheitert. Die Bayern haben die Grenze dicht gemacht… Also die Straße nach Pottiga als Alternative… Nach diesem anstrengenden Umweg ruhe ich mich auf der Saalebank aus. Bei dreißig Metern Länge ist neben mir noch für weitere 69 Wanderer Platz. Doch nach wie vor sind keine dieser Spezies zu sehen... Immer etwas oberhalb der Saale entlang, wäre Blankenberg bald erreicht. Ich wähle jedoch den Weg direkt an der Saale neben den Gleisen der (fast stillgelegten) Schmalspurbahn der ehemaligen Papierfabrik. In die Höhe gelatscht, bin ich ja nun schon reichlich… So treffe ich am Nachmittag in Blankenstein ein. Der Weg endet praktischerweise sehr nah an einem Supermarkt. So steht der Siegesfeier mit Sekt und Kavier nichts mehr im Wege… Wo der Rennsteig beginnt und zwei andere (fränkische) Wege beginnen, endet der Kammweg Erzgebirge-Vogtland… Fazit: Der Kammweg Erzgebirge-Vogtland ist ein landschaftlich und kulturhistorisch abwechslungsreicher Weg ohne dabei ungemein spektakulär zu sein. Durch die vielen Höhenmeter ist er durchaus ansruchsvoll. Wasser- und Lebensmittelversorgung stellen i.d.R. kein Problem dar. Die Ausschilderung/ Markierung insbesondere im Vogtland ist an wenigen Stellen lückenhaft. Manche Markierungen sind deutlich verblasst. Augen auf ! Eine (Streifen-) Karte empfehlenswert (vom Dr.-Barthel-Verlag oder puplicpress Leporello Wanderkarte) Selbstverständlich gibt es auch eine GPX-Datei vom Weg (z.B. im Netz bei ich-geh-wandern). Auf längere oder häufigere kurze Abschnitte auf Forststraßen (gut zu laufender, gebundenen Feinsplitt) der sogar Forstautobahnen (loser Schotter jeder Größe) sollte man sich vor der Reise einstellen… DENNOCH: Der Kannweg Erzgebirge-Vogtland ist (noch) des Gehens wert ! Viel Freude drann ! PS: Ich laufe von Blankenstein weiter an der Saale entlang, bis Saalfeld erreicht ist. Wahlweise auf dem Saale-Orla-Weg, dem EB, dem E3, den Hohenwarte-Stausee-Weg. Die gelatschten und geschlichenen Gesamtkilometer dieser Tour summieren sich dadurch auf ca. 400 km und 10.000 Hm… Diese Verlängerung des Weges kann ich jedoch nicht empfehlen. Ständiges (steiles) Bergauf und Bergab mit nur sehr wenigen lohnenden Aussichten auf Saale und deren (Hochwasser-) Talsperren, mit nur kurzen Abschnitten direkt an der Ufer der Saale… Freude am durch die Gegend Latschen wünscht Ein.Plattfüssler