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Ultraleicht Trekking

Lowtec

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  1. Lowtec

    Bikepacking Island

    Nach einer erholsamen Nacht ging es bei bestem Sonnenschein auf die Straße, nach kurzer Zeit kam der erste Ausläufer des Vatnajökul ins Blickfeld, die Luft war atemberaubend klar der Wind blies von hinten, ich kam richtig gut vorran. Es ging durch ödes Schwemmland, aber, wie gesagt, das Auge hatte am Vatnajökul mehr als genug zu sehen. (ehrlich gesagt, bei Nebel durfte es die Hölle sein). Am Skaftafell machte ich halt um mir den Wasserfall anzugucken, den ich nicht sonderlich spektakulär fand. Da das Wetter in der Region umschlagen sollte und ich sowieso nicht so Richtig einen Plan hatte, wolte ich vom Jökutsarlon weiter nach Höfn fahren, mir dort die Papageitaucher angucken und dann in den Bus nach Rekjavik steigen um dann von dort noch eine keine Runde zu starten. - So der Plan. Und dann kam ich bei Fagurholsmyri um die Ecke gebogen... und ich Stand, der Wind hatte um 180° gedreht und kam mit voller Wucht von vorne, einfach unglaublich! Ich quälte mich noch bis zur Tankstelle um mir auf den Schock ein Stück Kuchen zu gönnen. Es standen schon vier andere Fahräder an der Wand. Die anderen Radler wollten von hier us den bus nehmen. Ich überlegte hin und her, letzten Endes wollte ich es aber doch aus eigener Kraft schaffen. Fast fünf Stunden habe ich dann für die 33 Km gebraucht, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Daran weiter nach Höfn zu fahren, war jedoch nicht zu denken. Also entschied ich mich dafür zurück zum Skaftafell-Campinplatz zu fahren. Diesmal brauchte ich zurück zur Tankstelle nur eine knappe Stunde... Abends war ich dann ziemlich fertig und bekam vom „World-Scout-Treff“ kaum etwas mit.
  2. Lowtec

    Bikepacking Island

    So, dann wollen wir mal versuchen den Bericht noch vor Jahresende zuende zu bringen... Nun ging es weiter auf der F 208 in Richtung Ringstraße. Nach dem ich am Tag zuvor gewarnt worden war, war ich gespannt, was mich erwarten würde. Weil ich wieder früh unterwegs war, hatte ich zunächst die Straße für mich alleine. Es ging stetig bergan, die Wolken hingen tief und das Moos euchtete wieder wunderbar. Irgendwann war ich in den Wolken verschwunden,was etwas unangenehm war, da ich keine Rückleuche mit hatte und von hinten einige Motorradfahrer angedonnert kamen. Etliche Furten waren zu queren, mein Schuhe wurden auf jeden Fall bis Mittags nicht trocken. An der letzten und größten Furt gibt es eine Brücke für Fußgänger, die ich (zugegebenermaßen ein klein wenig enttäuscht) auch benutzte. Mittlerweile war ich wieder unter der Wolkengrenze, die Landschaft ist jetzt von grünen Wiesen geprägt und ein wilder Fluss fließt entang des Weges. Was für ein Kontrast zur eher kagen Landschaft der vergangenen Tage. Irgendwann wurde die F 208 zur 208 und ich hatte wieder Asphalt unter den Reifen. Es gab nun auch wieder Höfe und Kühe. Am letzten Hügel hat man einen tollen Blick auf das flach ausgebreitete Land vor einem. Jetzt war es nur noch ein kleines Stück bis zur Ringstraße, ein tolles Gefühl! Auf der Ringstraße kam dann schnell die Ernüchterung: Blick in die eine Richtung Blick in die andere Richtung Mann war das Zäh! Angekommen in Kirkjubaejakaustur wurde dann der Supermarkt überfallen, endlich wieder frisches Obst und Salbe für den geschundenen Hintern. Eigntich wollte ich noch ein Stück weiter nach Osten radeln, doch irgendwie war die Luft raus und ich baute mein Zelt auf dem Camingplatz auf. Letzendlich war die F 208 super zu fahren, guter Untergrund und eine tolle und abwechslungsreiche Landschaft. Die Furten sind sicherlich nicht jedermanns Sache, mir haben sie Spaß gemacht.
  3. Lowtec

    Bikepacking Island

    Bevor man Landmannalaugar erreicht, ist erst noch ein Bach zu Furten, mittendrin stehend sehe ich dann auch die Fußgängerbrücke... Als ich den Campingplatz sehe bin ich entsetzt: Eine große Schotterfläche, darauf Zelte dicht an dicht, davor parkende Autos und Busse, jede Menge Menschen und Lärm. Ich krame meine Karte hervor und suche nach einer Alternative, beschließe dann aber mir das Ganze doch aus der Nähe anzugucken, schließlich sind es Fotos von hier gewesen, die mich auf Island gebracht haben. Das sieht dann auch vielversprechend aus. Als ich auf den Campingplatz einbiege werde ich von einem Finnen angesprochen, der genau das selbe Rad hat wie ich. Wir unterhalten uns lange über unsere Touren und die Pisten usw.. Dann checke ich ein und gehe mir erst einmal den Staub im warmem Bach abspülen. Danach mache ich mich daran die Umgebung zu erkunden. Auf dem grauem Berg hat man einen tollen Überblick. Jeder Berg hat eine andere Farbe, gelb rot, grün, grau, schwarz, alles ist dabei, dazwischen sind immer noch alte Schneefelder eingestreut (Sieht übrigens auch auf Google maps beeindruckend aus). Als ich um eine Ecke biege treffe ich die Österreicher wieder, die ich schon in Laugafell getroffen habe. Zurück im Lager leiste ich mir ein paar Datteln als Wegzehrung für morgen. Abends geht es wieder in den Hotpot, wo ich den Finnen vom Nachmittag wieder treffe. Ein internationales Süppchen kocht da vor sich hin, und entspannt durch das warme Wasser kommt man wunderbar ins Gespräch. Am Ende war ich wirklich froh, dass ich doch geblieben bin.
  4. Lowtec

    Bikepacking Island

    Die Wüste ändert ich langsam, in der Ferne tauchen immer mal wieder Seen auf, zu dem Anthrazit schwarz der letzten beiden Tage gesellt sich etwas grau. Stellenweise liegen größere Blöcke in der Gegend, die als sogenanntes Trollbrot verwittern. Meine letzten Kekse und Nüsse habe ich zum Frühstück vernichtet, jetzt bleibt mir nur noch ein wenig Bitterschokolade als Snack für zwischendurch. Die Piste ist hier grade frisch planiert worden, was erst einmal gut anhört, jedoch bedeutet, dass der Untergrund jetzt total aufgeweicht ist. Als ich das Ende der Piste erreiche ist zunächst Verwirrung angesagt, offensichtlich hat sich die Wegeführung geändert. So komme ich in denn in den Genuss von ein paar km Asphalt. Dann geht es auf die F 208, in Richtung Landmannalauga. Die Piste macht extrem viel Spaß, es sind riesige Schlaglöcher auf der Straße, die Autofahrer haben ordentlich Probleme, während ich auf meinen zwei Rädern einfach durch puschen kann. Manchmal kann ich sogar die Autos überholen. Langsam werden die Berge immer bunter, zu den Grau- und Schwarztönen kommt jetzt noch Rot und Grün. Dass ich mich einem weiterem Hotspot für Touristen nähere merke ich an den vielen Autos die hier unterwegs sind. Etliche male werde ich aus dem fahrenden Auto heraus fotografiert (was extrem nervig finde). Kurz vor Landmannalauga treffe ich auf zwei Radler, die ebenfalls die Sprengisandur fahren wollten. Wir tauschen uns über die Pistenverhältnisse aus. Die beiden malen mir Horrorgeschichten von der 208. Extrem schwere Furten sollen mich erwarten und teilweise ist die Straße unbefahrbar. Ich selbst muntere die Beiden auf, denn bis jetzt fand ich es gar nicht so dramatisch (bis auf den Wind), etwas Sand, mal etwas Wellblech und manchmal etwas grober Schotter oder weicher Untergrund, aber alles recht gut fahrbar. Als ich dann den Campingplatz von Landmannalauga sehe möchte ich gleich wieder umdrehen, aber dazu später mehr...
  5. Lowtec

    Bikepacking Island

    Das wird es sein, eine bessere Erklährung fällt mir auch nicht ein
  6. Lowtec

    Bikepacking Island

    Gegen sechs Uhr weckte mich der Hunger, zum Frühstück gab es Nudeln mit Käse und zum Nachtisch Kekse mit Erdnussbutter. Da ich Kopfschmerzen hatte nahm ich eine Schmerztablette und beschloss noch etwas zu schlafen. Als ich wieder aufwachte hatte ich immer noch Kopfschmerzen. Einen Pausentag wollte ich aber lieber nicht einlegen, weil meine Vorräte hauptsächlich aus Nudeln und Kartoffelbrei bestanden und ich mir nicht sicher war, wie lange meine Gasvorräte halten würden. Also beschloss ich mich wenigstens bis zur nächsten Hütte, die ca. 55 km entfernt lag durch zu schlagen. Nach 500 m auf der Piste kam dann eine Minifurt und ich hatte erst einmal nasse Füße, zu allem Überfluss ging es auch noch Berg auf und mein Freund, der Wind war auch noch da. Ich zwang mich ruhig zu bleiben und mich damit abzufinden, dass es nur schleppend voran ging. Ruhig und kontinuierlich tretend und schiebend erreichte ich dann irgendwann die Passhöhe. Die Landschaft wurde wieder weit und gab den Blick auf den Hofsjökull und später auch den Vatnajökull frei. Das änderte meine Stimmung schlagartig und auch die Kopfschmerzen verschwanden langsam. 4,5 h habe ich letztendlich für die 31 km zurück zur Strengisandur gebraucht. Kurz vor Ende der F 752 hatte ich dann meine erste richtige Furt zu bewältigen. Vor der nächsten Furt stand dann die Hüttenwirtin vom Laugarfell (wo ich letzte Nacht war) mit ihrem Pickup um ein paar Endurofahrer und mich vor der darauf folgenden Furt zu warnen (schwierig aber machbar) und den richtigen Weg dadurch zu beschreiben. Ich ließ den Motorradfahrern den Vortritt beim Furten, das Wasser war eiskalt. Der nächste Fluss floss um einiges schneller, man konnte den Grund in dem trüben Wasser nicht sehen, die Furt war dann aber doch nicht so schwierig, wie erwartet. Auf der anderen Seite war dann die ersehnte Hütte. Hier gab es sogar Kaffee und in der „Hikerbox“ fand sich noch eine volle Gaskartusche. Frohen Mutes machte ich mich dann wieder auf den Weg, der Wind hatte deutlich nachgelassen, das Wetter war bombig und ich war einfach nur zufrieden hier entlang zu radeln. Am Ende waren es dann doch ca. 100 km an diesem Tag (da hätte ich am Morgen nie mit gerechnet). Abends hatte ich dann diesen grandiosen Zeltplatz.
  7. Lowtec

    Bikepacking Island

    Heute morgen waren es Heerscharen an Mücken, die mich weckten, ulkiger weise fanden sie das Zeltdach wesentlich interessanter als mich. Es klang als würde es Nieseln. Draußen schien schon die Sonne. Meine Sachen hatte ich schnell zusammengepackt und war es erst kurz nach sechs, als ich auf der Piste mein Navi einschaltete. Der Wind hatte leider um 180 Grad gedreht und kam jetzt leicht von vorne. Zunächst ging es durch blühende Lupinen, dann wurde die Landschaft immer karger. Sobald ich anhielt, kamen die Mücken, also fuhr ich stetig tretend weiter. Mit zunehmender Höhe, nahm auch der Wind zu. Der markante Berg Herdubreit kam ins Blickfeld. In der ferne war auch schon der Vatnajökul Gletscher zu sehen. Immer wieder machte ich Pausen, um die Landschaft zu genießen und um zu fotografieren. Auf Grund des Windes kam ich nun sehr langsam voran, entdeckte am Wegesrand Schönes und Schräges (Hat einer eine Ahnung, warum der Hydrant mitten in der Wüste steht?) Der Wind wurde immer stürmischer, er blies genau von Vorne, zu allem Überfluss war die Straße auch noch mit Sand überdeckt. Hier konnte ich nur noch schieben. Unter diesen Bedingungen wollte ich nicht wild campen, ich war mir aber auch nicht sicher ob ich es auf der Sprengisandur bis zur nächsten Hütte schaffen würde. An der Kreuzung mit der F881 traf dann letztlich wieder der Wind die Entscheidung, Seitenwind ist besser als Gegenwind. Die Hütte am Laugafell sollte mein neues Ziel sein. Ich merkte schnell, dass die F 881 eine Nebenpiste ist, sie ist in einem viel schlechterem Zustand und hat viele steile Rampen. Das wahren noch einmal 24 km harte Arbeit, aber ich freute mich schon auf Kaffee und Kuchen in der Hütte. Kurz vor Laugafell kam mir dann ein normaler PKW entgegen, der Fahrer fragte mich, wie denn der Weg wäre, er ließ sich aber durch mein „very bad“ nicht von seinem Weg abbringen.(ich glaube nicht, dass er durchgekommen ist). Am Laugafell dann Ernüchterung, kein Kuchen, kein Kaffee, kein Gas... Nur ein paar Hütten, ein Matratzenlager und eine Zeltwiese und natürlich den warmen Bach zum Baden. Den Hotpot musste ich mir nur mit einem Pärchen aus Österreich teilen, mit dem ich lange plauderte. Mit aufgeweichten Fingern baute ich dann mein Zelt auf, der Zeltplatz bietet keinen Windschutz, drinnen war es aber auszuhalten. Abends durfte ich mich in der Gemeinschaftsküche aufwärmen, dort unterhielt ich mich lange mit Auswanderern aus Rumänien. Die beiden hatten reichlich Schnaps und Bier dabei und drückten auch mir eine Dose in die Hand. Nach dem Bier konnte ich wunderbar schlafen.
  8. Lowtec

    Bikepacking Island

    Über Nacht regnete es ein wenig und morgens sah es trübe aus. Frühstück gab es erst ab acht, so dass ich nah dem Packen noch etwas Zeit im Aufenthaltsraum tot schlagen musste. Das Essen war lecker, selbst gebackenes Brot (sieht aus wie Kuchen), frische Waffeln, Käse, Marmelade und Eier, alles vegetarisch, aber dafür `organic` und selbst zubereitet. Heute sollte es zum Myvatn gehen, aber vorher wollte in Akureyri noch die Vorräte aufstocken und den botanischen Garten besichtigen. Da ich etwas hungrig in den `Bonus` rein gegangen bin, musste ich mich beim Packen ganz schön anstrengen, irgendwie habe ich es dann aber doch geschafft. Den botanischen Garten fand ich schon beeindruckend, so weit im Norden habe ich nicht mit solch prächtigen Staudenbeeten gerechnet (die Tageslänge gleicht die niedrigen Temperaturen anscheinend wieder aus). Ein paar bekannte Gesichter vom Wale-Watching traf ich hier auch wieder. Dann ging es weiter auf der Ringstraße Richtung Osten, Freitag Mittag bei gutem Wetter, Berg hoch, vollbeladen bis zum Anschlag, neben mir ein Wohnmobil nach dem anderen – Die Stimmung war im Keller! - Die Straße zog sich und die Landschaft war auch irgendwie langweilig. Einen Kilometer vor dem Godafloss dann dieses Hinweisschild: Sprengisandur, F 26, 200 km durch Niemandsland, die längste Piste Islands... Weiter ging es zum Godafloss, wieder ein toller Wasserfall. Die norwegische Reisegruppe, die ich schon in Akureyri getroffen hatte, traf ich auch wieder, dass passiert auf Island öfter. Der ganze Rummel ging mir auf die Nerfen, ca. 50 km auf der viel befahrenen Ringstraße sind es von hier aus noch zum Myvatn, dort dürfte es dann mindestens genau so voll sein, wie hier, irgendwie reizte mich die Strengisandur immer mehr. Im Soveniershop überdachte ich meine Lage, essen für mindestens 5 Tage hatte ich mit, leider gab es keine Gaskartuschen zu kaufen, aber ich rechnete damit diese an einer der Hütten im Hochland kaufen zu können. Gegen fünf Uhr Nachmittags bin ich dann nach Süden auf die Piste abgebogen. Die Stimmung wurde schlagartig besser (der Rückenwind trug sicher dazu bei). Ich hatte die Straße wieder für mich alleine und es lief richtig gut. Kurz nach beginn der F 26 fand ich an einem See ein schönes Plätzchen zum Zelten.
  9. Lowtec

    Bikepacking Island

    Bombenfest sitzt die Tasche jetzt nicht, aber es geht schon, hängt wohl auch ein bisschen vom Winkel Oberrohr zu Unterrohr ab.
  10. Lowtec

    Bikepacking Island

    Wieder was dazu gelernt, danke, habs geändert.
  11. Lowtec

    Bikepacking Island

    Naja, bei manchen Motiven kann man nicht viel falsch machen... (was nicht heißt, dass es nicht besser ginge)
  12. Lowtec

    Bikepacking Island

    Naja, gefühlt kann man die hiesigen Preise schon mal 2-3 nehmen, man sollte halt nicht zu knapp planen, sich aber auf keinen Fall deshalb von einer Reise in dieses schöne Land abschrecken lassen. (Im Hochland hat man sowiso kaum Möglichkeiten sinnlos Geld auszugeben).
  13. Lowtec

    Bikepacking Island

    Ach so, Wale gab es übrigens auch zu sehen...
  14. Lowtec

    Bikepacking Island

    Am nächsten Morgen hatte der Wind ordentlich nachgelassen, zum Frühstück gab es Schokokechse und bröseligen Pumpernickel mit Salami. Danach wollte ich noch einmal kurz baden gehen, aber als meinen Fuß ins Wasser hielt überlegte ich es mir ganz schnell anders. Über Nacht hat sich die Temperatur so erhöht, dass ich mir die Füße verbrannte. Gegen acht Uhr machte ich mich wieder auf den Weg in Richtung Norden. Leicht hügelig zieht sich die Landschaft durch grünes Grasland, ab und zu mal ein Schaf und sonst nichts. - Ganz nett, aber auch nicht spektakulär. - Verkehr war so früh am Morgen noch nicht. Irgendwann entdeckte ich auf der Straße frische Radspuren und nach einiger Zeit überholte ich an einem Anstieg einen netten Italiener, mit dem ich den Rest des Tages zusammen fuhr. Als wir an einer Hütte zum Kaffee trinken anhielten, trafen wir noch vier weitere Radfahrer, die in südlicher Richtung auf den Weg machten (Engländer und ebenfalls Italiener meine ich). Mit Unterhaltung verging die Zeit schnell, die Landschaft fand ich jetzt ein wenig langweilig. Irgendwann hatten wir dann wieder Asphalt unter den Rädern. Mit einer rasanten Abfahrt ging es in das Tal des Flusses Blanda. Bald hatten wir die Ringstraße erreicht, auf der es Richtung Osten weiter ging. Der Verkehr auf der Ringstraße war auszuhalten. Mein italienischer Partner wollte noch bis Varmahlith fahren und dort auf dem Zeltplatz übernachten. Ich selbst wollte heute noch etwas weiter kommen. Doch dann kam der nicht enden wollende Pass nach Varmahlith und mitten drin erwischte mich der Mann mit dem Hammer... Irgendwann hatten wir den Anstieg dann endlich geschafft und es ging in einer rasanten Abfahrt hinunter. Auf einem Parkplatz hielten wir an um die Aussicht zu genießen. In der Ferne konnte man das Meer sehen. Unten in Varmahlith stürmte ich ich in die Tankstelle um meinen Zuckerhaushalt mit Kaffee und Kuchen wieder auszugleichen. Immer noch leicht hungrig ging es zum Einkaufen. (Wie immer eine gute Idee...). Schwer bepackt mit frischem Obst, Skyr und allerlei Süßkram beschloss ich den Tag ebenfalls am örtlichen Campingplatz zu beenden. Der Campingplatz sieht hier richtig Mitteleuropäisch aus, die Parzellen sind mit Hecken und Bäumen gegliedert, es gibt ein kleines Wäldchen und es ist recht voll gewesen. Spätestens beim Duschen merkt man allerdings wieder, dass man auf Island ist, es gibt wechselwarmes, leicht schwefeliges Geotermalwasser. Bei Lightbier und netten Gesprächen ließ ich den Tag ausklingen. Am nächsten morgen war ich früh wach, auf dem Campingplatz war es jetzt ruhig. Eine Rotdrossel pickte die Krümel meines Frühstücks auf. Nach dem Einbruch von gestern wollte ich es heute ruhig angehen lassen. Am Büro des Campingplatzes hatte ich mir einen Flyer für Walewatching in Hauganes, einem Ort Nördlich von Akureyri, geschnappt, das sollte mein Ziel für heute sein. Nach dem ich meine Sachen zusammen gepackt hatte, verabschiedete ich mich von meinem Begleiter, ich rechnete damit ihn am Myvatn wieder zu treffen. Nach Varmahlith ging es zunächst entlang eines Flusses stetig leicht bergauf, ich genoss die Ruhe, nur ganz selten überholte ein Auto. Wenn ich Pause machen wollte, machte ich Pause, wenn ich etwas essen wollte, dann aß ich und wenn ich etwas trinken wollte, dann trank ich etwas aus einer der zahlreichen Quellen entlang der Straße. Nach dem der Fluss sich gabelt, werden die Steigungen kurz mal heftiger, die Landschaft wird alpiner Altschneefelder kleben an den Flanken der Berge, moosgrün heben sich die Bachläufe vom grau der Felsen ab.- Ein richtig schöner Abschnitt der Ringstraße! - Später fällt das Gelände dann wieder Richtung Eyjafjord ab. Im Tal wird es wieder Landwirtschaftlicher (Grünland und Pferdehaltung) schnell komme ich jetzt voran und erreiche schnell die Abfahrt in Richtung Hauganes. Ab jetzt ist wieder Gegenwind angesagt. An einem kleinen Gehöft nahe des Fjordes finde ich einen Zeltplatz mit Frühstücksbuffet. Nach dem ich das Zelt aufgebaut habe, mache ich mich nur mit Rucksack bewaffnet auf nach Hauganes, um zu gucken, wann das Walewatching startet und um meine Vorräte wieder aufzufüllen. Leider gibt es hier keinem Laden, im Nachbarort finde ich auch nur eine Automatentankstelle und eine Brauerei, aber keinen Laden. Schlussendlich muss ich bis Dalvik fahren, bis ich endlich einen Laden finde. Danach muss ich mich dann beeilen, um noch rechtzeitig zum Hafen zu kommen.
  15. Lowtec

    Bikepacking Island

    Die aspaltierten Straßen sind ziemlich gut, kaum Schlaglöcher, jedoch teilweise recht rauer Asphalt. Die Pisten die ich gefahren bin sind eigentlich mit unseren Feldwegen vergleichbar, oft geschottert, mal etwas sandig, mal etwas Lehmig aber gut fahrbar. Wellblech nerft manchmal etwas und Furten kennt man von hier auch nicht so... gerne! Wenn ich wieder Zeit und Muße finde geht es weiter.
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