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Ultraleicht Trekking

Feurio

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  1. "Je mehr Temperaturdifferenz, desto mehr Kondensfeuchtigkeit" ist so sicherlich richtig, und dass man unter dem Blätterdach weniger Kondens hat kann man auch gut beobachten. Ich hatte allerdings immer den Eindruck, der Hauptteil vom Kondens falle vom Himmel herab, durch die abkühlenden Luftmassen und es sei deswegen im Wald trocken, weil die Blätter das von oben kommende Nass abschirmen. Auch würde ich sagen, dass mein Tarp am morgen mehr Tau auf der Außenseite hat als auf der Innenseite. Also den von unten kommenden Tau gibt es auch, klar - nur die Hauptsache habe ich immer als von oben kommend wahrgenommen. Und da ist dann eben schon die Frage, ob der Biwaksack das Wasser abperlen und den inneren Kondens verdampfen lässt, oder ob ersteres eindringt bzw. die Membran benetzt und so blockiert... Was mir noch einfällt: Temperaturmäßig bringt ein hoch aufgespanntes Tarp ja kaum etwas, aber gegen Tau hilft es trotzdem sehr gut. Auch das spricht doch dafür, dass der meiste Tau von oben herabfällt.
  2. Ich finde es sehr eng gefasst und auch etwas fragwürdig, wie Du so allgemein von "überholten" Lösungen sprichst, die nur noch "für Nischenzwecke" eine "Berechtigung" haben. So eine Pauschalisierung halte ich für unangebracht. Wenn man davon ausgeht, das UL-Trekking einfach ganz normales Komfort-Trekking nur in leicht meint (mit einem möglicherweise noch gesteigerten Leistungsimperativ "schneller, weiter, höher"), und nichts anderes, dann mag das so gelten. Für mich jedoch ist Einfachheit die wichtigste Qualität in der Ausrüstung, sogar noch mehr als ein geringes Gewicht. Mir schien das in der UL-Szene wenigstens teilweise auch immer mit vertreten zu sein (aber vielleicht bin ich hier auch einfach im falschen Forum). Was "Einfachheit" bedeuten soll, müsste ich vermutlich erstmal genauer spezifizieren, denn klar kann man sagen, es ist einfacher, einen superleichten Gaskocher anzuschmeißen und in ein freistehendes Zelt zu sitzen, als erst umständlich ein Feuer zu machen und mit einem Tarp herumzutüfteln. Mir geht es dabei eher um eine ästhetische Komponente, darum, möglichst "nah" dran zu sein an der Natur (was auch eher einen "Langsamkeitsimperativ" mit sich bringt...). Das heißt natürlich umgekehrt auch, die Komfortzone etwas einzuschränken. Ich schlafe auch gern in selbstgeschusterten Laubhütten (Was SUL ist, weil man dafür gar nichts mehr braucht! Kleidung ist aber anzuraten...), das ist aber schon sehr radikal und mit Wanderungen schwer zu kombinieren, weil der Aufbau so lange dauert. Das (2,8x1,5m) Tarp mit Schaumstoffmatte und Quilt ist für mich seit Jahren eine bewährte Lösung - nun finde ich es aber spannend, inwieweit die Kombination aus noch kleinerem (Poncho-)Tarp und wasserdichtem Biwaksack bei etwas mehr Gewicht evtl. deutlich mehr Freiheit und "Einfachheit" bietet. Btw. haben sich hier im Faden neben Erbswurst ja auch einige andere zu Wort gemeldet, die nicht so eine Aversion gegen den Biwaksack haben und damit gut zurechtkommen. ---- Konkret zum Thema: Ich habe mal eine Vergleichsnacht ohne Biwaksack im Freien verbracht. Klima im Schlafsack natürlich viel besser. und: am morgen auch trocken. Den geringen Tau, der sich ringsum niedergeschlagen hat, konnte meine Körperwärme offensichtlich verdunsten, so wie die Nacht davor vom Biwaksack. Ich bin gespannt, wie der Vergleich in den ersten kühlen Herbstnächten ausfällt. Für meinen Ansatz ist das dann die Probe aufs Exempel, denn dass im Regen der Biwaksack ungemütlich feucht bis nass wird, ist ja hinlänglich bekannt. Sollte er zufriedenstellend vor nassem Tau schützen, wäre wirklich was gewonnen. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass es mir wie in den Nächten im Frühling mit dem Snugpak SF Bivvy ergehen wird, und reichlich Restfeuchte im Schlafsack bleibt...
  3. Painhunter, in den Biwaksack atmest du nicht rein. Zumindest nicht in solche wie den Snugpak. Hat Erbswurst ja alles sehr ausführlich geschildert. Bei mir hat es trotzdem nicht funktioniert.
  4. Da schreibt er nichts von Hostel. Aber ich kann es ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, wie das gehen soll...
  5. Im Ernst? Ich war mit dem Snugpak ja nach einer Nacht im Regen klatschnass. Nicht nur Kondensfeuchte, richtige Nässe. Sowas hast Du nie erlebt? oder heißt verschiedene Wetterkonditionen nur variable Luftfeuchtigkeit/Temperatur?
  6. Leute, es wundert mich etwas, dass keiner etwas zu meiner Abwägung zwischen den beiden Bivvyarten in meinem langen Post auf der letzten Seite sagt. Jetzt ist nur wieder von der alten Gegenüberstellung die Rede. Ich bin zwar auch nicht felsenfest überzeugt, aber ich halte den richtigen Biwaksack (nicht das teure US-amerikanische Mini-Innenzelt) durchaus für Trekking-würdig - in Kombination mit einem kleinen (Poncho-)Tarp. Vielleicht nicht in Schottland oder Skandinavien, aber in eher ariden Regionen und natürlich beim Bergsteigen. Bzw. für kürzere Trips bei denen das Wetter absehbar gut ist: Die ganzen Kondensprobleme und die Ungemütlichkeit hat man ja nur bei Regen.
  7. ...habe nochmal im Biwaksack ohne Regen genächtigt. War allerdings anfangs etwas warm und ist dadurch etwas ungemütlich dampfig geworden. Das hat sich aber beruhigt und insgesamt war die Nacht gut, das Klima ok. Und wieder: der Schlafsack war ganz trocken am morgen. Ich habe sogar Wilbos Hinweis beherzigt und nachgewogen. Schlafsackgewicht vorher: 1032 g; nachher: 1039 g. Also mit 7 ml Kondenswasser kann ich leben :-)
  8. Hm, ich verstehe nicht, wo und wie Du Dich da auch meinen Post beziehst. 1. beschreibe ich doch, dass der Biwaksack als "stand alone" bei leichter Feuchtigkeit durchaus funktioniert hat. 2. würde ich ja bei Nässe auch auf jeden Fall ein Tarp dazu nehmen. Dass "Stand alone wenns feucht ist" (wohl eher "nass") nicht funktioniert habe ich ja in meinem Post auch genau so bestätigt.
  9. So, ich hab wieder was Neues: habe mir den ziemlich günstigen ALPKIT HUNKA Biwaksack besorgt. 340g. 60 €. Sehr simples Design ohne Reißverschluss, die Öffnung ist aber so groß, das man ganz ok rein und rausschlüpfen kann. Hab gleich die erste Nacht im Dauerregen auf der Terrasse getestet . Es wurde merklich dampfig innen aber alles noch ok. Als ich am Morgen den Schlafsack rausgeholt habe, war dessen Außenseite allerdings nicht nur feucht sondern richtig nass. Fast so schlimm wie mit dem Snugpak SF Bivvy. Es bestätigt damit die Binsenweisheit, dass ein von Regen benetzter Biwaksack auch nicht richtig "atmen" kann. Für mehrere Nächte im Regen liegend also kein Thema (aber dafür taugt ein Biwaksack i.d.R. ja eh nicht). Dann, die zweite Nacht nochmal auf der Terrasse, diesmal gab es nur leichten Tau. Auf dem Biwaksack war keiner, den hat meine Restwärme offensichtlich verdampfen lassen. Und hey: der Schlafsack war komplett trocken, nichtmal ein bisschen feucht! Das Schlafklima war auch prima. Auch wenn ich mir vielleicht eine bessere Performance bei Regen erhofft hatte, hat sich der Bivvy wie erwartet verhalten, sogar etwas besser in der zweiten Nacht. Für mich stellt sich nun die Frage, was groß der Vorteil der "amerikanischen" Bivvies gegenüber diesem sein soll. Klar verwende ich bei Regen ohnehin mein Tarp. Und wo der wasserdichte Hunka so gut transpiriert, dass ich darin unterm Tarp richtig trocken bleibe, spricht IMO nichts gegen dessen Dauernutzung. Gegenübergestellt kann man vielleicht das Ganze so zusammenfassen: amerikanischer bivvy: + leichter (150-200 g statt 300-400 g), + mehr "Features" (Moskitoschutz, evtl. mehr Raum, Reißverschlüsse etc.). leichter britischer bivvy: + zusätzliche Sicherheit weil wasserdicht. + deutlich billiger zu haben. Für mich geht die Gleichung im Moment klar zugunsten des britischen bivvies aus. Das kann sich allerdings verschieben, wenn man feststellt, dass ein Daunenschlafsack z.B. im Hunka auch bei klaren Nächten doch etwas Feuchtigkeit zurückbehält (was wahrscheinlich der Fall ist). Oder wenn bei kälteren Temperaturen die morgendliche Restfeuchte im Schlafsack sprunghaft ansteigen sollte; auch das kann ich mir vorstellen. Gewichtstechnisch ist wohl nicht viel zu holen. Mein bisheriges Setup: Apex Quilt mit Eva direkt auf Wald/wiesenboden und ein 2x3m Tarp war ziemlich sicher leichter - zumindest nicht schwerer- , auch wenn man mit dem Bivvy ein Poncho-Tarp nehmen kann. Aber den Vorteil, bei gutem Wetter einfach auf das Aufbauen verzichten zu können, ist mir das einstweilen wert!
  10. Und das beeinträchtigt nicht die ohnehin geringe Dampfdurchlässigkeit? Nutzt du Hard- oder Softstructure? die beschichtete Seite innen?
  11. ...und schwarz ist halt auch keine gedeckte Farbe... aber danke für den Hinweis!
  12. gibt es nicht ein slowenisches oder slowakisches Cottage? Und Cumulus hat doch auch einen "UL Bivvy" der nicht wasserdicht ist...
  13. Dummerweise gibt es Tyvek halt nur in weiß, und es lässt sich auch nicht in gedeckte Farben färben, oder? Gibt es eigentlich irgendwo eine gute Übersicht über die (ja recht überschaubaren) Angebote an nicht-wasserdichten Biwaksäcken? ... den Faden hier habe ich ja sehr erfolgreich wieder in Schwung gebracht! ^^
  14. Das stimmt, wenn es rein um das Nächtigen mit Biwaksack als Standard (also auch für beliebig viele Nächte) geht. Vielleicht sollte man hier aber deine Gegenüberstellung zwischen "britischem" und "amerikanischem" Biwak-Stil doch noch etwas weiter differenzieren. Für mich ist nämlich das "optionale" Tarp beim britischen Stil auch notwendig: Diese amerikanischen Biwaksäcke, die nur wasserabweisend aber nicht -dicht sind, sollen doch auch gegen Tau ausreichend schützen. "Cowboy Camping" sei darin kein Problem. Was aber wenn unerwartet Regen aufzieht? Mitten in der Nacht noch das Tarp aufspannen? Geht alles, ist aber eher mühsam. Ich denke deshalb, dass in der "amerikanischen" Variante die wenigsten bei durchwachsenem Wetter cowboy camping betreiben. Die von Erbswurst skizzierte Verwendung sieht ja so aus: bei Regen oder hoher Regenwahrscheinlichkeit das kleine (Poncho)Tarp aufspannen, bei niedriger Regenwahrscheinlichkeit nur den Biwaksack ausrollen. Wenn es dann doch zu regnen beginnt kann man einfach liegen bleiben und hat ggf. eine etwas ungemütliche Restnacht. Kondens wäre dann nicht die Konstante, sondern nur im Falle des unvorhergesehenen Regens ein Thema. So würde es für mich Sinn machen. Das Problem ist hierbei nur, dass der einzige Biwaksack, in dem Kondens kein/kaum ein Problem war, der schwere BW Sack war, und die leichteren mit vergleichbarer Atmungsaktivität (Exped, RAB) astronomisch teuer sind. Wenn ich für den Biwaksack 1kg trage ist das schon sehr viel Zusatzgewicht für ein eigenartiges Verständnis von Luxus .
  15. Also, dann will ich diesen interessanten Faden mal wieder beleben. Ich habe einfach mal Erbstwursts Hohelied auf das Snugpak SF System beherzigt und das ganze ausprobiert. Mit reichlich Skepsis, denn außer von diesem einen Forums-User habe ich noch von niemandem ein solches Lob des Biwaksacks vernommen. Der Eindruck nach knapp zehn Nächten ist leider äußerst ernüchternd. Der Schlafsack SF1, zu dem ich mich hier im Nachbarast durchgerungen habe, ist o.k. Das Temperaturrating kommt wohl hin, wenn man ihn mit dem Biwaksack zusammen nimmt. Nur Schlafsack habe ich noch nicht ausprobiert. Gewicht ohne Packsack ist tatsächlich 1026 g bei mir. Ich habe drei Nächte damit bei ca. -4 °C zugebracht (lange Unterwäsche, dicker Wollpulli und dünne Lodenjacke) und gefroren wie ein Schneider, weshalb ich mir für die beiden weiteren trockenes Gras zwischen Hose bzw. Pulli und lange UNterwäsche gestopft habe. Das hat sehr gut funktioniert! Und ist auch ziemlich ultralight, nur FYI Weiters habe ich einige Nächte um den Gefrierpunkt darin verbracht (auf einer sehr dünnen Isomatte, genauer der Mammut UL alpine Mat oder wie das Teil heißt), ebenfalls mit sämtlichen Kleidern am Leib. Es war frisch, aber ok. Ich habe auch bei 5 °C und Regen genächtigt, hier war mir mit einem Pulli und Jeans bereits gemütlich warm. Der SF Bivvy Bag wiegt bei mir erst mal 402 g. Warum der von Erbswurst nur 340 g wiegt weiß ich nicht, aber das ist schon ein ziemlicher Unterschied. Dann kann ich weiters leider keine einzige der Beschreibungen von E. bestätigen, wie dass es sich hierbei um ein tolles, ausgefeiltes System handelt. Schnitt: Zunächst einmal ist der Biwaksack in Normallänge einmal mindestens 10 cm KÜRZER als der Schlafsack, weshalb man immer irgendwo eine große Falte hat, ihr könnt es Euch ausmalen. Dampfdurchlässigkeit: Dass man im Biwaksack feuchte Sachen trocknet, weil er so gut die Feuchtigkeit nach außen transportiert kann ich mir nicht vorstellen. Bei mir ist es (wie bei jeder billigen Biwaksacktüte, die ich bisher ausprobiert habe) umgekehrt: ich gehe trocken rein, und selbst bei komplett niederschlagsfreien Nächten (die wir in diesem trockenen Frühjahr ja zu genüge hatten) wache ich unangenehm klamm und feucht auf. Außen ist der Sack einigermaßen trocken, den Raureif habe ich durch meine Körperwärme verdunstet. Dafür ist es drinnen unangenehm klamm und lässt sich wohl nur durch meine überwiegend aus Wolle bestehende Kleidung noch o.k. aushalten. Der Schlafsack ist merklich feucht an einigen Stellen und sollte getrocknet werden. Wasserdichtigkeit: Schließlich, und das ist das größte Übel, hält dieser Biwaksack nicht einmal dicht. Eine Nacht im Nieselregen gelegen, brav wie von Erbswurst empfohlen auf die linke Seite gerollt, damit die Reißverschlussabdeckung zum Tragen kommt. Versucht, trotz Tropfen auf die Nase mir den feuchten Plastikstoff irgendwie samt Schlafsack so im Gesicht hinzurichten, dass es ein Vordach bildet, ich zugleich aber nicht in den Sack hinein atme. Gescheitert und das nasse Gesicht akzeptiert. Und dann am Morgen die hohe Feuchtigkeit im Sack bemerkt. Entlang der gesamten Reißverschlussnaht aber auch weiter unten ist Wasser eingetreten. Es sieht so aus, als wären die Nähte nicht gescheit abgedichtet gewesen, und dort, wo keine Nähte sind, ist vermutlich kein Wasser von außen eingetreten, aber die ohnehin geringe Dampfdurchlässigkeit ist völlig zum Erliegen gekommen. Ich habe den Biwaksack nun reklamiert und zurückgeschickt. Ob es nur ein Mängelexemplar war? Das könnte im Falle der Nahtabdichtung vielleicht sein, aber die Punkte 1 und 2 sind wohl kaum auf eine solche Ursache zurückzuführen. Gibt es sonst noch jemanden, der versucht hat, E.s leidenschaftlichen Empfehlungen zu folgen? (und dem es dabei vielleicht besser ergangen ist?) Fazit: angesichts dieser Enttäuschung mag es überraschen, aber ich muss sagen, dass ich die "britische Version" des Bivvy-Camping, wie Martin sie hier eingeführt hat, noch nicht aufgeben will. Gerade für zivilisationsnahes Stealth-Camping, aber nicht nur, finde ich es einfach großartig, wenn man sich nur ein flaches Plätzchen suchen muss und im Prinzip einfach auf dem Wanderweg schlafen kann. Auch für Sturm ist das ein tolles Setup. Und für all die Abende bei schönem Wetter. Ausrollen, fertig. Kein Gefummel mit dem Tarp, einfach nur hinlegen und entspannen. Also all das was Erbswurst beschrieben hat, kann ich nun in seinem Reiz noch mehr als zuvor nachvollziehen. Bleibt nur das große ABER des klumperten Biwaksacks.... und ich muss mich wieder nach entsprechendem Equipment umsehen...
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