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Ultraleicht Trekking

Feurio

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  1. Wie sind denn deine Erfahrungen mit Kondenswasser? Bei Verwendung direkt im Regen, bei Verwendung nur mit Tau - geht es Dir ähnlich wie mir oder hast Du weniger Probleme? Wäre klasse, wenn wir hier noch was lernen können. Bei Seite 100 dieses Fadens haben wir dann @martinfarrent zum fanatischen Bivvy-Prediger bekehrt .
  2. Am Wochenende wieder mal im SF Bivvy gepennt, gab reichlich Tau bei der Wetterlage. Ich habe gemütlich und gut geschlafen unter dem Sternenzelt. Morgens aber tausende kleine Tröpfchen auf der Bivvy-Oberseite - und vermutlich ähnlich viele auf der Oberseite des Daunen-Quilts. Den zu Trocknen war bei dem guten Wetter ja kein Problem. Mit einem aus APEX wäre es sicher noch viel entspannter.
  3. Grundsätzlich hast Du natürlich recht, dass ein größeres Tarp eh mehr Komfort bedeutet. So war ich ja bisher auch immer unterwegs (nur dann ganz ohne Bivvy). Sicher ist das "amerikanische" Bivvy mit 150 g auch leichter als der Snugpak SF bivvy mit 300 g. Aber der Unterschied für die "Reserve" ist wohlgemerkt nur 150 g, nicht wie bei den Armeeschlafsäcken 900g. Das finde ich schon auch unter UL-Gesichtspunkten vertretbar, und hilft mir auch statt der "Schere im Kopf". Zum problemlosen Aufbau muss ich vielleicht sagen, dass ich häufig in den Alpen nächtige und hier hatte ich schon zwei Nächte, in denen mir bei Föhnsturm das Duomid um die Ohren geflogen ist. Es war mir einfach nicht möglich, die Heringe fest genug im Boden zu verankern (die Stellplätze waren auch in der Dämmerung und aus der Not geboren) und ich habe es dann die ganze Nacht lang festgehalten. Im Biwaksack hätte ich sicher eine angenehmere Nacht gehabt.
  4. gut, aber auch ein noch atmungsaktiverer würde gegenüber dem SF bivvy - bei trockenen Bedingungen wie unter einem Tarp - keinen Unterschied machen, schließlich bleibt hier ja wirklich gar keine Feuchtigkeit zurück. Mehr Atmungsaktivität braucht es sozusagen nicht. Ich denke der Vorteil der "richtigen" nicht-wasserdichten bivvies liegt im integrierten Bugnet und im noch geringeren Gewicht - halt zu dem Preis, dass man weniger "Reserve" hat. Im Notfall muss man sich halt dann in sein Tarp einwickeln (wobei man sich das auf steinigem Boden bei Cuben womöglich dreimal überlegt ).
  5. Leute, es gibt mal wieder neues von mir: In der Zwischenzeit konnte ich sogar einen 600 g schweren Exped eVent/PU Sack testen. Der hat ein Fliegengitter als Zip-in und eine mit Draht verstärkte und dadurch schön formbare Kapuze. Toll gearbeitet. Angenehmes Klima wenn es trocken ist. Leider im Regen trotzdem wie ein Gewächshaus . Dann habe ich tatsächlich nochmal den Gedanken verfolgt, dass ja vielleicht mein Snugpak Biwaksack echt einen Produktionsfehler gehabt haben könnte. Und mir einen neuen bestellt. Here's my findings! Der alte, als undicht zurückgeschickte war: - laut Label "coyote", aber eher ein gedecktes mintgrün - 430 g schwer anstatt den beaupteten 340 g - 20 cm kürzer geschnitten als der angeblich perfekt abgestimmte SF 1 sleeping bag - und am Wichtigsten: schon in ganz trockenen Nächten war es darin stets feucht. Der neue hingegen: - Auch "coyote", aber einfach braun - wiegt nur 325 g incl. den etwas größeren Packsack. Das Material fühlt sich auch etwas dünner an. - ist nur 10 cm kürzer als der Schlafsack, immer noch nicht perfekt, aber o.k. - und am Wichtigsten: das Klima darin ist perfekt! In trockenen Nächten bleibt man darin fein trocken, es ist deutlich besser als beim Alpkit Hunka (wo ich ja auch trocken geblieben bin, aber anfangs es immer etwas dampfig fand), und mindestens genausogut wie beim BW Goretex oder Exped eVent Biwaksack! Woher kommt das? Ich vermute es war ein älteres Produkt und Snugpak hat umgestellt? Vergangene Nacht habe ich den neuen SF bivvy bei mittlerem Tau und Nebel getestet, und hatte etwas Feuchtigkeit auf dem Schlafsack am morgen. Also so perfekt wie Erbswurst das beschreibt geht es bei mir trotz des viel besseren Sacks nicht. Das bestätigt aber nur, was @Painhunter in seinen jüngeren Erfahrungen und @martinfarrent in seinen Älteren schon wussten: "als Stand-Alone funktioniert ein Biwaksack höchstens für Overnighter". Sobald die Membran (ganz egal welche), auf der Außenseite mit Wasser bedeckt ist, bricht die "Atmungsaktivität" ein und man hat das Tropfsteinhöhlenfeeling. Mich hat die Biwaksack-Lösung aber nie als "Stand-Alone" interessiert, sondern in Verbindung mit einem kleinen (Poncho-)Tarp. So ist die viel besungene "Einfachheit", sich bei recht stabilem Wetter einfach irgendwo hinlegen zu können, gewahrt, bei (wahrscheinlichem) Regen oder starkem Tau durch das Tarp allerdings genügend Sicherheit gewährleistet. Gegenüber einem nicht-wasserdichten bivvy wie dem MSR E-Bivy (den ich zwischenzeitlich AUCH getestet habe) sehe ich nun die Vorteile klar beim Snugpak SF bivvy. Der wiegt nur 140 g mehr als der von MSR, ist aber genauso atmungsaktiv im Trockenen, hält den Wind genauso ab und gibt eher noch mehr Wärmerückhalt. Und wenn man im Notfall das Tarp nicht aufspannen kann und im Regen ausharren muss hat man mit dem SF bivvy halt mal eine ungemütliche Nacht und einen stark feuchten Schlafsack, während man in einem nur wasserabweisenden Biwaksack richtig durchnässt und folglich ausgekühlt wird. Ich beende damit mal offiziell meine Testreihe und bin ehrlich gesagt durchaus froh, sie so hartnäckig verfolgt zu haben, habe ich dabei doch einiges gelernt. Vielleicht waren meine "Erkenntnisse" ja für jemanden anderen auch hilfreich!
  6. "Je mehr Temperaturdifferenz, desto mehr Kondensfeuchtigkeit" ist so sicherlich richtig, und dass man unter dem Blätterdach weniger Kondens hat kann man auch gut beobachten. Ich hatte allerdings immer den Eindruck, der Hauptteil vom Kondens falle vom Himmel herab, durch die abkühlenden Luftmassen und es sei deswegen im Wald trocken, weil die Blätter das von oben kommende Nass abschirmen. Auch würde ich sagen, dass mein Tarp am morgen mehr Tau auf der Außenseite hat als auf der Innenseite. Also den von unten kommenden Tau gibt es auch, klar - nur die Hauptsache habe ich immer als von oben kommend wahrgenommen. Und da ist dann eben schon die Frage, ob der Biwaksack das Wasser abperlen und den inneren Kondens verdampfen lässt, oder ob ersteres eindringt bzw. die Membran benetzt und so blockiert... Was mir noch einfällt: Temperaturmäßig bringt ein hoch aufgespanntes Tarp ja kaum etwas, aber gegen Tau hilft es trotzdem sehr gut. Auch das spricht doch dafür, dass der meiste Tau von oben herabfällt.
  7. Ich finde es sehr eng gefasst und auch etwas fragwürdig, wie Du so allgemein von "überholten" Lösungen sprichst, die nur noch "für Nischenzwecke" eine "Berechtigung" haben. So eine Pauschalisierung halte ich für unangebracht. Wenn man davon ausgeht, das UL-Trekking einfach ganz normales Komfort-Trekking nur in leicht meint (mit einem möglicherweise noch gesteigerten Leistungsimperativ "schneller, weiter, höher"), und nichts anderes, dann mag das so gelten. Für mich jedoch ist Einfachheit die wichtigste Qualität in der Ausrüstung, sogar noch mehr als ein geringes Gewicht. Mir schien das in der UL-Szene wenigstens teilweise auch immer mit vertreten zu sein (aber vielleicht bin ich hier auch einfach im falschen Forum). Was "Einfachheit" bedeuten soll, müsste ich vermutlich erstmal genauer spezifizieren, denn klar kann man sagen, es ist einfacher, einen superleichten Gaskocher anzuschmeißen und in ein freistehendes Zelt zu sitzen, als erst umständlich ein Feuer zu machen und mit einem Tarp herumzutüfteln. Mir geht es dabei eher um eine ästhetische Komponente, darum, möglichst "nah" dran zu sein an der Natur (was auch eher einen "Langsamkeitsimperativ" mit sich bringt...). Das heißt natürlich umgekehrt auch, die Komfortzone etwas einzuschränken. Ich schlafe auch gern in selbstgeschusterten Laubhütten (Was SUL ist, weil man dafür gar nichts mehr braucht! Kleidung ist aber anzuraten...), das ist aber schon sehr radikal und mit Wanderungen schwer zu kombinieren, weil der Aufbau so lange dauert. Das (2,8x1,5m) Tarp mit Schaumstoffmatte und Quilt ist für mich seit Jahren eine bewährte Lösung - nun finde ich es aber spannend, inwieweit die Kombination aus noch kleinerem (Poncho-)Tarp und wasserdichtem Biwaksack bei etwas mehr Gewicht evtl. deutlich mehr Freiheit und "Einfachheit" bietet. Btw. haben sich hier im Faden neben Erbswurst ja auch einige andere zu Wort gemeldet, die nicht so eine Aversion gegen den Biwaksack haben und damit gut zurechtkommen. ---- Konkret zum Thema: Ich habe mal eine Vergleichsnacht ohne Biwaksack im Freien verbracht. Klima im Schlafsack natürlich viel besser. und: am morgen auch trocken. Den geringen Tau, der sich ringsum niedergeschlagen hat, konnte meine Körperwärme offensichtlich verdunsten, so wie die Nacht davor vom Biwaksack. Ich bin gespannt, wie der Vergleich in den ersten kühlen Herbstnächten ausfällt. Für meinen Ansatz ist das dann die Probe aufs Exempel, denn dass im Regen der Biwaksack ungemütlich feucht bis nass wird, ist ja hinlänglich bekannt. Sollte er zufriedenstellend vor nassem Tau schützen, wäre wirklich was gewonnen. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass es mir wie in den Nächten im Frühling mit dem Snugpak SF Bivvy ergehen wird, und reichlich Restfeuchte im Schlafsack bleibt...
  8. Painhunter, in den Biwaksack atmest du nicht rein. Zumindest nicht in solche wie den Snugpak. Hat Erbswurst ja alles sehr ausführlich geschildert. Bei mir hat es trotzdem nicht funktioniert.
  9. Da schreibt er nichts von Hostel. Aber ich kann es ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, wie das gehen soll...
  10. Im Ernst? Ich war mit dem Snugpak ja nach einer Nacht im Regen klatschnass. Nicht nur Kondensfeuchte, richtige Nässe. Sowas hast Du nie erlebt? oder heißt verschiedene Wetterkonditionen nur variable Luftfeuchtigkeit/Temperatur?
  11. Leute, es wundert mich etwas, dass keiner etwas zu meiner Abwägung zwischen den beiden Bivvyarten in meinem langen Post auf der letzten Seite sagt. Jetzt ist nur wieder von der alten Gegenüberstellung die Rede. Ich bin zwar auch nicht felsenfest überzeugt, aber ich halte den richtigen Biwaksack (nicht das teure US-amerikanische Mini-Innenzelt) durchaus für Trekking-würdig - in Kombination mit einem kleinen (Poncho-)Tarp. Vielleicht nicht in Schottland oder Skandinavien, aber in eher ariden Regionen und natürlich beim Bergsteigen. Bzw. für kürzere Trips bei denen das Wetter absehbar gut ist: Die ganzen Kondensprobleme und die Ungemütlichkeit hat man ja nur bei Regen.
  12. ...habe nochmal im Biwaksack ohne Regen genächtigt. War allerdings anfangs etwas warm und ist dadurch etwas ungemütlich dampfig geworden. Das hat sich aber beruhigt und insgesamt war die Nacht gut, das Klima ok. Und wieder: der Schlafsack war ganz trocken am morgen. Ich habe sogar Wilbos Hinweis beherzigt und nachgewogen. Schlafsackgewicht vorher: 1032 g; nachher: 1039 g. Also mit 7 ml Kondenswasser kann ich leben :-)
  13. Hm, ich verstehe nicht, wo und wie Du Dich da auch meinen Post beziehst. 1. beschreibe ich doch, dass der Biwaksack als "stand alone" bei leichter Feuchtigkeit durchaus funktioniert hat. 2. würde ich ja bei Nässe auch auf jeden Fall ein Tarp dazu nehmen. Dass "Stand alone wenns feucht ist" (wohl eher "nass") nicht funktioniert habe ich ja in meinem Post auch genau so bestätigt.
  14. So, ich hab wieder was Neues: habe mir den ziemlich günstigen ALPKIT HUNKA Biwaksack besorgt. 340g. 60 €. Sehr simples Design ohne Reißverschluss, die Öffnung ist aber so groß, das man ganz ok rein und rausschlüpfen kann. Hab gleich die erste Nacht im Dauerregen auf der Terrasse getestet . Es wurde merklich dampfig innen aber alles noch ok. Als ich am Morgen den Schlafsack rausgeholt habe, war dessen Außenseite allerdings nicht nur feucht sondern richtig nass. Fast so schlimm wie mit dem Snugpak SF Bivvy. Es bestätigt damit die Binsenweisheit, dass ein von Regen benetzter Biwaksack auch nicht richtig "atmen" kann. Für mehrere Nächte im Regen liegend also kein Thema (aber dafür taugt ein Biwaksack i.d.R. ja eh nicht). Dann, die zweite Nacht nochmal auf der Terrasse, diesmal gab es nur leichten Tau. Auf dem Biwaksack war keiner, den hat meine Restwärme offensichtlich verdampfen lassen. Und hey: der Schlafsack war komplett trocken, nichtmal ein bisschen feucht! Das Schlafklima war auch prima. Auch wenn ich mir vielleicht eine bessere Performance bei Regen erhofft hatte, hat sich der Bivvy wie erwartet verhalten, sogar etwas besser in der zweiten Nacht. Für mich stellt sich nun die Frage, was groß der Vorteil der "amerikanischen" Bivvies gegenüber diesem sein soll. Klar verwende ich bei Regen ohnehin mein Tarp. Und wo der wasserdichte Hunka so gut transpiriert, dass ich darin unterm Tarp richtig trocken bleibe, spricht IMO nichts gegen dessen Dauernutzung. Gegenübergestellt kann man vielleicht das Ganze so zusammenfassen: amerikanischer bivvy: + leichter (150-200 g statt 300-400 g), + mehr "Features" (Moskitoschutz, evtl. mehr Raum, Reißverschlüsse etc.). leichter britischer bivvy: + zusätzliche Sicherheit weil wasserdicht. + deutlich billiger zu haben. Für mich geht die Gleichung im Moment klar zugunsten des britischen bivvies aus. Das kann sich allerdings verschieben, wenn man feststellt, dass ein Daunenschlafsack z.B. im Hunka auch bei klaren Nächten doch etwas Feuchtigkeit zurückbehält (was wahrscheinlich der Fall ist). Oder wenn bei kälteren Temperaturen die morgendliche Restfeuchte im Schlafsack sprunghaft ansteigen sollte; auch das kann ich mir vorstellen. Gewichtstechnisch ist wohl nicht viel zu holen. Mein bisheriges Setup: Apex Quilt mit Eva direkt auf Wald/wiesenboden und ein 2x3m Tarp war ziemlich sicher leichter - zumindest nicht schwerer- , auch wenn man mit dem Bivvy ein Poncho-Tarp nehmen kann. Aber den Vorteil, bei gutem Wetter einfach auf das Aufbauen verzichten zu können, ist mir das einstweilen wert!
  15. Und das beeinträchtigt nicht die ohnehin geringe Dampfdurchlässigkeit? Nutzt du Hard- oder Softstructure? die beschichtete Seite innen?
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