Kommt sehr darauf an, welchen Temperaturbereich du abdecken willst und wie viel Gewicht du bereit bist mitzuschleppen.
Wenn du einen Thru-Hike machst, musst du meistens mit allem rechnen. Bei mir war das z. B. der Te Araroa in Neuseeland über Frühjahr, Sommer und Herbst. Da war temperaturmäßig grob alles von 0 bis 30 °C dabei, und das Wetter war nicht wirklich verlässlich vorhersehbar.
Meine Default-Kombi war Sunhoodie, bei mir der Zpacks Mirage, der eher etwas dicker ist als andere, plus lange Hose. Zusätzlich hatte ich einen Alpha-Hoodie und einen Kunstfaser-Puffy dabei, falls es wirklich kalt wird. Mein Puffy ist außerdem ziemlich winddicht. Der Alpha-Hoodie dagegen ist extrem winddurchlässig. Das ist je nach Situation gut oder schlecht: gut, wenn man sich bewegt und schwitzt, schlecht, wenn der Wind durchpfeift und die ganze Wärme direkt wieder weg ist.
Als Regen- und Windschutz hatte ich eine Montbell Storm Cruiser 3L dabei. Die ist sehr winddicht und hält Regen gut ab. Aber klar: Wenn es warm ist oder die Luftfeuchtigkeit hoch ist, bist du bei einer Membranjacke irgendwann trotzdem von innen nass. Ist halt Physik und kein spezielles Problem der Jacke.
Für warmes Wetter hatte ich noch Shorts und ein T-Shirt dabei. Das war auch praktisch als zweite Garnitur im Camp, in der Stadt oder beim Waschen. Oder eben einfach zum Laufen, wenn es richtig heiß war.
Zum Alpha Hoodie und Windschutz: Gerade Alpha braucht meiner Meinung nach irgendwas drüber, sobald Wind ins Spiel kommt. Ob das dann Windjacke, Regenjacke oder ein halbwegs winddichter Puffy ist, hängt vom restlichen Setup ab.
Dein Layering klingt grundsätzlich schon schlüssig: Shirt/Sunhoodie zum Laufen, Alpha als aktive Isolation oder Schlafschicht, Puffy für Pausen/Camp/kalt, FroggToggs als Regen- und Windschutz. Ich würde nur aufpassen, dass du dir nicht zu viele Kältereserven doppelt einpackst. Alpha, Puffy, lange Unterhose, zweites Shirt und dann noch Merino kann je nach Tour schnell redundant werden.
Wenn du nur kurz unterwegs bist, der Temperaturbereich halbwegs klar ist und ein Abbruch/Exit problemlos möglich wäre, kannst du natürlich viel spezieller packen und Gewicht sparen. Dann würde ich als Erstes überlegen, ob der Alpha-Hoodie wirklich mit muss, wenn der Puffy den Bereich schon abdeckt und zusätzlich winddicht ist. Oder umgekehrt, wenn es eher warm ist: Alpha plus irgendeine Wind-/Regenschicht kann reichen, und der Puffy bleibt zuhause.
Am Ende wie immer: kommt drauf an. Für lange, wechselhafte Touren lieber etwas breiter aufstellen. Für kurze Touren mit guter Vorhersage kann man deutlich konsequenter weglassen.