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Ultraleicht Trekking

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  1. Moin khyal, klasse Beitrag! Genau dieser "Realitätscheck" ist wichtig, damit Leute nicht mit falschen Erwartungen (Typ "WhatsApp-Ersatz für überall") an die Sache herangehen. Aber bei einigen Punkten unterschätzt du die LoRa-Technik bzw. den nRF52-Chip ein wenig. Hier mal meine Gedanken zu deinen Szenarien: 1. Energieverbrauch: Hier liegst du theoretisch richtig, aber die Praxis sieht oft anders aus – und das hat einen technischen und einen psychologischen Grund. Technisch: Ein moderner Meshtastic-Node (nRF52 + E-Ink) läuft tagelang durch (Je nach Akku auch über ne Woche). Das Handy müsste ich dafür komplett ausschalten. Du schreibst von "alle paar Std mal schauen". Genau das ist die Falle. Sobald ich das Handy anmache, prasselt alles auf mich ein (Mails, News, Push-Nachrichten, Updates), sofern ich kurz Netz habe. Das zieht nicht nur Akku, sondern reißt mich auch mental aus der Tour. Mein Vorteil: Mit dem Meshtastic-Gerät habe ich eine erzwungene Reduktion auf das Wesentliche. Ich kann keine Mails lesen. Ich werde nicht abgelenkt. Ich bleibe im "Tunnel" meiner Tour, bin aber für den Notfall (oder Wasser-Fund) für die Gruppe erreichbar. Das spart am Ende massiv Handy-Akku, weil es wirklich tagelang tief im Rucksack bleiben kann. 2. Ebene und Schluchten Segeln/Isselmeer: Volle Zustimmung. Wasser + Masttop = Geniale Reichweite (20km+ locker möglich). Hochebene/Wandern: Du hast recht, "Boden-zu-Boden" ist LoRa keine Magie. Die Erde krümmt sich, Bäume dämpfen. Aber hier kommt der entscheidende Unterschied zum klassischen Sprechfunk: Die Mathematik (LoRa-Modulation). Beim alten analogen Funk muss die Stimme immer lauter sein als das Hintergrundrauschen, sonst versteht das Ohr nichts mehr. Meshtastic nutzt eine Technik, bei der das Signal mathematisch aus dem Rauschen 'herausgerechnet' wird (Chirp Spread Spectrum). Das Gerät kann Signale dekodieren, die physikalisch leiser sind als das Umgebungsrauschen (negativer SNR). Wo du beim Sprechfunk längst nur noch 'sssschhhhh' hörst und die Rauschsperre dicht macht, erkennt der Chip das mathematische Muster im Rauschen und setzt die Textnachricht fehlerfrei wieder zusammen. Die LoRa-Modulation arbeitet noch bei einem SNR von -20 dB stabil. Das Signal darf 100-mal schwächer sein als das Rauschen und wird trotzdem dekodiert. Das ist physikalisch so, als würdest du versuchen, dich mit jemandem in einer Diskothek zu unterhalten (lautes Rauschen). Sprechfunk: Du musst schreien, um lauter als die Musik zu sein. Meshtastic (LoRa): Du kannst flüstern. Dein Gegenüber hört dich eigentlich gar nicht, aber weil er exakt weiß, in welcher Tonhöhe und Geschwindigkeit dein Flüstern ansteigt und abfällt (Chirp), kann der Computer dein Flüstern mathematisch aus dem Bass-Gewummer der Musik herausrechnen. Das ist der Grund, warum wir mit winzigen 100mW Sendeleistung Entfernungen überbrücken, für die man früher bei Sprache 5–10 Watt gebraucht hätte. 3. Katastrophenfall & Netzabdeckung: Deine Lösung 2021: LTE-Router + Richtantenne. Das war top, funktionierte aber nur, weil der Mast noch Strom hatte. Bei einem großen Blackout haben Mobilfunkmasten Pufferbatterien für ca. 2–4 Stunden. Danach sind sie tot. Meshtastic: Das ist kein Ersatz für das Internet, sondern ein Ersatz für die "Letzte Meile". Wenn das Handynetz weg ist, kannst du mit Meshtastic zumindest in deinem Dorf/Stadtteil kommunizieren Dichte: Du hast recht, aktuell ist das Netz dünn. Das Ziel von Meshtastic ist nicht, dass du quer durch Deutschland funkst (dafür reichen die Hops nicht), sondern dass du lokale "Inseln" bildest, die sich bei Bedarf vernetzen. 4. Störungen (Smart Home, Autoschlüssel): Hier spielt LoRa seine größte Stärke aus: Chirp Spread Spectrum (CSS). Autoschlüssel und Garagentore funken oft "schmalbandig" (FSK/ASK). LoRa "verschmiert" das Signal über eine Bandbreite. Es kann, wie oben erwähnt, Signale dekodieren, die unterhalb des Rauschpegels liegen. Ein Autoschlüssel stört einen LoRa-Node fast gar nicht. Meshtastic ist kein Allheilmittel. Wer wirklich immer erreichbar sein muss, ist mit einem Satellitengerät wie Garmin inReach besser beraten. Ich sehe Meshtastic vor allem als sinnvolle Lösung für kleine Gruppen, die gemeinsam unterwegs sind: Eine Person geht Wasser holen, die anderen bleiben am Lager, man ist außer Sicht, aber weiterhin erreichbar. Meshcore ist beim Routing technisch stärker und leitet Nachrichten gezielter weiter. Für Trekking und Wandern halte ich Meshtastic jedoch für geeigneter, weil die Geräte mitgeführt werden und sich die Teilnehmer ständig bewegen. Meshcore spielt seine Stärken eher in festen, stationären Umgebungen aus.
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  2. Ich habe mich nur mal 1/2 std eingelesen, da ich das prinzipiell klasse finde, erinnert an die alten Zeiten, z.B. als die Funkamateure von einem Prof in Tschernobyl die reellen Werte bekommen hatten, als die Politiker in D noch die Nummer "alles nicht so schlimm" abgespult haben. Oder wir uns früher CB-Geräte auf´s MRD gebaut hatten, um uns auf Tour abzustimmen. Und nicht von Grosskonzernen kontrollierte Kommunikationsnetze finde ich eh klasse, wenn ich mal an die alte Modem / Mailbox-Zeit zurückdenke. Jetzt geht es mir aber ein bisschen um Realitätscheck, ich spiele mal verschiedene Situationen durch, in denen ich mir dadurch, wenn es denn funktioniert, einen Gewinn vorstellen könnte... @Shabeel ich habe nur ganz fix quergelesen, da habe ich dadurch bestimmt viel übersehen, entsprechend bestimmt Fehlannahmen getroffen, bitte ergänz / korrigier mich... Grundsätzlich dürfte es ja gegenüber einem Smartphone im Energieverbrauch ein Nachteil sein, gegenüber dem Setting, daß ich das Smartphone aus habe und eben nur alle paar std mal schaue, ob ne Message via Threema, Signal, Email, SMS rein gekommen ist (halt so wie ich das ja auch mit dem Teil machen würde), also ist schon mal nicht Energiesparen das Ziel. Nun zur Kommunikation, da wo kein Mobilnetz ist...da würde ich unterscheiden zwischen größeren ebenen Flächen, die durch zu weit entfernt stehende Mobilnetzmasten nicht abgedeckt sind und zerklüftete Geländerformationen, wie z.B. Schluchten oder häufiger kleinere Flußtäler usw Fangen wir mit den ebenen Flächen an : 1. Isselmeer beim Segeln, da wäre es vermutlich echt gut zu benutzen, man könnte die Teile mit ner Repschnur ins Masttop ziehen, da wäre die Reichweite super, auch wenn die Boote ein paar km auseinander sind. 2. z.B. im Bereich GR247 in SP gibt es eine Hochebene, auf der mehrere Etappen laufen und auf der kein Mobilempfang ist. Da müßte man schon, da die Teile knapp über dem Boden im Rucksack wären, recht nah beeinander sein, damit es funktioniert, naja und dann kann man gleich zusammen laufen, aber es könnte natürlich er Erste auch Repeater abwerfen, die der Letzte wieder aufsammelt. Nun zu den Schluchten, Flußtälern usw Mit knapp 1 GHz wird eine Verbindung damit in gewundenen Schluchten genauso wenig klappen, wie mit dem Smartphone. Flußtäler, bei denen in einzelnen Talbereichen keine Mobilfiunk-Andeckung ist. Da könnte es zwar technisch klappen, aber wie würde das praktisch funktionieren ? Während des Paddelns will man ja normalerweise nicht mit dem Smartphone rummachen. Klassiker wäre ja, daß jemand früher lospaddelt und dann nachmittags schon mal nach dem Übernachtungsplatz schaut. Überwiegend haben wir das bis jetzt so gehalten (da es ja auf einem Fluß nicht so viele Möglichkeiten für andere Routen gibt ) daß derjenige dann ca 200 m vor dem Ausstiegsplatz seine Weste in Signalfarbe in einen Baum am Ufer gehängt hat. Dann sähe ich evtl das noch als Backup im Katastrophenfall z.B. beim Hochwasser 21 war mein Tal durch die Sülz überflutet, damit auch die Stromversorgung, mehrere Tage kein Strom von aussen, entsprechend kein Festnetz und auch der nächste Mobilmast war ausgefallen. Für mich war das mit autarker Stroversorgung nicht so ein Problem, Simkarte in eine leistungsstarken LTE-Router gepackt, draussen zu einem entfernterem Mobilmast ausgerichtet, mit den Geräten drauf mit WLan eingeloggt, fetig. Nun nehmen wir mal an, es wäre ein großflächigerer Stromausfall, dann wäre ja Mobil und Festnetz weg, da wäre ein Backup-Gridnetz für zumindest Text-Nachrichten nicht schlecht. Da gerate ich jetzt aber auch rel schnell ins Stolpern, wenn ich dann in die Karte schaue, sehe ich in 20 km Umkreis nur einen einzigen Knot im Bergischen (ok der ist rel hoch, ich auch, könnte evtl klappen), wenn ich dann bei dem reinschaue, sehe ich, daß der vor nem Monat das erste Mal verbunden war und vor 3 Tage das letzte Mal. Wenn ich dann noch an das Thema strategisch schlecht plazierte Router, dadurch Hop-Verbrauch und dadurch Beenden der Weiterleitungen der Pakete, denke, habe ich so meine Zweifel, ob da irgendwas zustande käme. Generell seh ich in den defaultmäßig niedrigen Hop-Werten (schon klar, warum das so eingestellt wird) das Hauptproblem, da ist der Zähler ja fix auf 0... Naja und dann ist es halt so, daß durch die starke Zunahme an autarker Energieversorgung und das Heizungsgesetz und damit Umstieg auf Wärmepumpen usw auch das Rumspielen mit Smart Home Kram zugenommen hat und da läuft dann auch häufig viel über dasselbe Frequenzband, was der Reichweite nicht gerade förderlich ist, dazu kommen dann Funkalamanlagen, Autoschlüssel, Garagenöffner usw... Ich fürchte mit einem Off-Grid-Netz wird schwierig...wäre es nicht besser dafür das "verwandte" Meshcore zu benutzen ?
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  3. Konradsky

    Reparatur von Isomatte

    Du musst schon ordentlich Druck machen, sonst sieht man die Blasen nicht. Ziemlich stark aufblasen und dann in eine Badewanne lauwarmes Wasser einfüllen und die Matte unter Wasser drücken. Wenn die Matte morgens platt ist, siehst du mit Sicherheit wie an einer Perlenkette aufgereite Luftbläschen im Wasser aufsteigen. Man hört sogar die austretende Luft, wenn die Matte aus dem Wasser kommt. Gruß Konrad
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  4. OT: Thema Rock: Der gute Soulboy hat mal kurz einen Wanderrock (Modell für Herren) (ab ca. Minute 24:25) vorgestellt. Finde ich interessant.
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  5. khyal

    Vorstellungsthread

    Es gibt eine gute Definition für UL "UL ist die leichteste Ausrüstung, die den Einsatzzweck erfüllt" entsprechend halte ich rel wenig von irgendwelchen UL-Definitionen, die sich an einer absoluten kg-Grenze orientieren, jede Tour bzw Einsatzzweck ist anders, für eine schlanke Frau von 1,55 m ist die Ausrüstung leichter als für einen stämmigen 2 m Mann. Letztendlich geht es ja in UL darum, die Ausrüstung möglichst leicht zu halten, um komfortabler und mit mehr "Freiraum" unterwegs zu sein, der UL-Weg hört imho nie auf, alle Ausrüstung immer wieder in Frage stellen, keine Schere im _Kopf, an "don´t pack your fears" denken, dann kommt man natürlich auch mal in "stupid light" rein, geht einen Schritt zurück, findet den eigenen UL-Weg...
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