Ich habe mich nur mal 1/2 std eingelesen, da ich das prinzipiell klasse finde, erinnert an die alten Zeiten, z.B. als die Funkamateure von einem Prof in Tschernobyl die reellen Werte bekommen hatten, als die Politiker in D noch die Nummer "alles nicht so schlimm" abgespult haben.
Oder wir uns früher CB-Geräte auf´s MRD gebaut hatten, um uns auf Tour abzustimmen.
Und nicht von Grosskonzernen kontrollierte Kommunikationsnetze finde ich eh klasse, wenn ich mal an die alte Modem / Mailbox-Zeit zurückdenke.
Jetzt geht es mir aber ein bisschen um Realitätscheck, ich spiele mal verschiedene Situationen durch, in denen ich mir dadurch, wenn es denn funktioniert, einen Gewinn vorstellen könnte...
@Shabeel ich habe nur ganz fix quergelesen, da habe ich dadurch bestimmt viel übersehen, entsprechend bestimmt Fehlannahmen getroffen, bitte ergänz / korrigier mich...
Grundsätzlich dürfte es ja gegenüber einem Smartphone im Energieverbrauch ein Nachteil sein, gegenüber dem Setting, daß ich das Smartphone aus habe und eben nur alle paar std mal schaue, ob ne Message via Threema, Signal, Email, SMS rein gekommen ist (halt so wie ich das ja auch mit dem Teil machen würde), also ist schon mal nicht Energiesparen das Ziel.
Nun zur Kommunikation, da wo kein Mobilnetz ist...da würde ich unterscheiden zwischen größeren ebenen Flächen, die durch zu weit entfernt stehende Mobilnetzmasten nicht abgedeckt sind und zerklüftete Geländerformationen, wie z.B. Schluchten oder häufiger kleinere Flußtäler usw
Fangen wir mit den ebenen Flächen an :
1. Isselmeer beim Segeln, da wäre es vermutlich echt gut zu benutzen, man könnte die Teile mit ner Repschnur ins Masttop ziehen, da wäre die Reichweite super, auch wenn die Boote ein paar km auseinander sind.
2. z.B. im Bereich GR247 in SP gibt es eine Hochebene, auf der mehrere Etappen laufen und auf der kein Mobilempfang ist. Da müßte man schon, da die Teile knapp über dem Boden im Rucksack wären, recht nah beeinander sein, damit es funktioniert, naja und dann kann man gleich zusammen laufen, aber es könnte natürlich er Erste auch Repeater abwerfen, die der Letzte wieder aufsammelt.
Nun zu den Schluchten, Flußtälern usw
Mit knapp 1 GHz wird eine Verbindung damit in gewundenen Schluchten genauso wenig klappen, wie mit dem Smartphone.
Flußtäler, bei denen in einzelnen Talbereichen keine Mobilfiunk-Andeckung ist.
Da könnte es zwar technisch klappen, aber wie würde das praktisch funktionieren ?
Während des Paddelns will man ja normalerweise nicht mit dem Smartphone rummachen.
Klassiker wäre ja, daß jemand früher lospaddelt und dann nachmittags schon mal nach dem Übernachtungsplatz schaut. Überwiegend haben wir das bis jetzt so gehalten (da es ja auf einem Fluß nicht so viele Möglichkeiten für andere Routen gibt ) daß derjenige dann ca 200 m vor dem Ausstiegsplatz seine Weste in Signalfarbe in einen Baum am Ufer gehängt hat.
Dann sähe ich evtl das noch als Backup im Katastrophenfall z.B. beim Hochwasser 21 war mein Tal durch die Sülz überflutet, damit auch die Stromversorgung, mehrere Tage kein Strom von aussen, entsprechend kein Festnetz und auch der nächste Mobilmast war ausgefallen.
Für mich war das mit autarker Stroversorgung nicht so ein Problem, Simkarte in eine leistungsstarken LTE-Router gepackt, draussen zu einem entfernterem Mobilmast ausgerichtet, mit den Geräten drauf mit WLan eingeloggt, fetig.
Nun nehmen wir mal an, es wäre ein großflächigerer Stromausfall, dann wäre ja Mobil und Festnetz weg, da wäre ein Backup-Gridnetz für zumindest Text-Nachrichten nicht schlecht.
Da gerate ich jetzt aber auch rel schnell ins Stolpern, wenn ich dann in die Karte schaue, sehe ich in 20 km Umkreis nur einen einzigen Knot im Bergischen (ok der ist rel hoch, ich auch, könnte evtl klappen), wenn ich dann bei dem reinschaue, sehe ich, daß der vor nem Monat das erste Mal verbunden war und vor 3 Tage das letzte Mal.
Wenn ich dann noch an das Thema strategisch schlecht plazierte Router, dadurch Hop-Verbrauch und dadurch Beenden der Weiterleitungen der Pakete, denke, habe ich so meine Zweifel, ob da irgendwas zustande käme.
Generell seh ich in den defaultmäßig niedrigen Hop-Werten (schon klar, warum das so eingestellt wird) das Hauptproblem, da ist der Zähler ja fix auf 0...
Naja und dann ist es halt so, daß durch die starke Zunahme an autarker Energieversorgung und das Heizungsgesetz und damit Umstieg auf Wärmepumpen usw auch das Rumspielen mit Smart Home Kram zugenommen hat und da läuft dann auch häufig viel über dasselbe Frequenzband, was der Reichweite nicht gerade förderlich ist, dazu kommen dann Funkalamanlagen, Autoschlüssel, Garagenöffner usw...
Ich fürchte mit einem Off-Grid-Netz wird schwierig...wäre es nicht besser dafür das "verwandte" Meshcore zu benutzen ?