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Ultraleicht Trekking

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Indi66

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    Indi66 reagierte auf merletrz in Autarke Stromversorgung in Norwegen   
    Ich wollte nochmal ein Update geben, falls sich in Zukunft jemand ähnliche Fragen stellt wie ich.
    Mein Bruder und ich hatten in Norwegen jeweils eine 10.000er Powerbank plus Ladekabel dabei. Die hat uns immer so vier Tage circa gereicht und das bei meiner Meinung nach doch hohem Stromverbrauch unserer Handys (die Abdeckung war fast überall sehr gut). In vielen Hütten gab es USB Anschlüsse zum Laden. Häufig allerdings nur einen einzigen, manchmal haben die leider nicht funktioniert und manche Hütten hatten auch gar keinen. Wir haben deshalb vorsichtshalber an jeder Hütte mit Stromanschluss auch ein bisschen geladen.
    Als Tipp würde ich mitgeben einen USB Mehrfachstecker mitzunehmen. Das habe ich bei anderen Wanderern gesehen.
  2. Gefällt mir!
    Indi66 reagierte auf Trekkerling in Üla Circuit   
    Hallo Mea,
    sagt Dir Burrito etwas? Wie weit hast Du Dich schon mit der UL-Philosophie beschäftigt?
     
  3. Danke!
    Indi66 reagierte auf wilbo in Six Moon Designs Gatewood Tarp-Poncho   
    Das ASTA 1p inner ist gestern, nach gut 14 Tagen angekommen, 375 g.
    https://de.aliexpress.com/item/ASTAGEAR-finst-schnee-2-seite-20D-silnylon-ultraleicht-ASTA-pyramide-outdoor-1-2-person-2-schicht/32970168895.html
    Hier die Maße:


    Ich habe so meine leisen Zweifel, ob dies inner gut ins Gatewood passt. Die hintere Grundfläche ist doch arg ausgestellt.
    Die Matte ist eine "Frilufts Canisp" in large.




    Vom Raumgefühl ist es für mich jetzt kein besonders großer Unterschied zum 3f inner. Im Gegenteil, irgendwie fühlte ich mich sogar etwas beengter. Wenn ich mich mit meinen 1-86 reinlege, berühren meine Füße und der Kopf schon das mesh.
    Durch den ausgeprägten catcut nach hinten hin, berüht mein Kopf auch im Sitzen das inner. Hier hätte ich mir mehr Kopffreiheit erhofft.
    Kann sein, dass meine Erwartungshaltung, im Vergleich zum 3F inner schlicht zu hoch war ...
    VG. -wilbo-
  4. Danke!
    Indi66 reagierte auf Stromfahrer in Six Moon Designs Gatewood Tarp-Poncho   
    War ja klar, das Wilbo wieder schneller ist und die schöneren Bilder liefert.
    Meines kam heute, ich habe dem Regen den Rücken gekehrt und im Keller mit Klettankern aufgebaut.
    Eckdaten:
    L215 × B67/125 cm (3F UL 72×220. Die Abweichung beim Tiefenmaß in der Mitte im Vergleich zu @wilbos Maß kommt vermutlich durch die unterschiedliche Dehnung/Aufstellung des Bathtubs zustande. Bei mir ist die Vorderkante konstruktiv gerade und fällt nur im Liegen ohne Spannung leicht aus.)
    Gewicht: 359 g (nur 8 Gramm mehr als das 3F UL rect. Inner) zzgl. 12 g Packsack. Der geringe Unterschied bei größerem Materialeinsatz liegt vermutlich am fehlenden T-Zip und den deutlich sparsamer eingesetzten, aber durchweg ordentlichen Nahttapes.
    Der Packsack ist von gleicher Güte wie bei 3F UL Gear, jedoch exakt auf Größe getrimmt und hat eine rein zylindrisch Form (keine Konusöffnung). Eine NeoAir X-Lite Regular lässt sich nicht mit dem Inner zusammen in diesem Packsack stauen, eine Uberlite schon.
    Konstruktion:
    Die Qualität ist in meinen Augen identisch mit dem 3F UL Gear und damit sehr gut. Der Bathtub ist ca. 20% niedriger als beim Inner von 3F UL Gear (im Bild das dunklere Material). Die Ecken ssind mit kurzen Struts versteift. Ich konnte in den Eckkanälen zwar keine scharfe Kanten ertasten, aber auch keine schützenden Gummiendkappen.

    Das 3F-UL-Inner kommt perfekt ohne diese Struts aus. Ich vermute aber, dass das AstaGear-Inner diese benötigt, weil die nach hinten ausgestellte Seite in flachem Winkel gespannt wird und der Bathtubfloor dadurch nicht in gleicher Weise gespannt werden würde wird beim rechtwinkligen Inner von 3F UL Gear. Die Nahtdichtung (Tapes) sind schmaler als bei 3F UL und weniger steif. Trotz kleinerer Kurven in der Verglebung finde ich die allesamt ordenlich und vertrauenserweckend.
    Es gibt keine Innentaschen. In der Spitze befindet sich jedoch der typische offene Haken für Lampe, Hemd o.ä..
    Eignung für das Gatewood Cape:
    Klares Ergebnis: Das Inner ist nicht geeignet.
    125 cm mittlere Breite sind zuviel. Es gibt keine geometrische Lösung für einen kompatiblen Aufbau mit dem Gatewood Cape. Wenn man Kopf- und Fußende zentrisch aufbaut, passt der rechteckige Kammer sehr gut unter das Gatewood Cape, die hintere Ecke landet jedoch deutlich außerhalb der Traufkante. Wenn man den Trekkingstock schräg stellt oder durch den 2-Wege-RV senkrecht ins Inner, dann kann man das Inner weiter nach vorn holen. Da es nicht so lang wie das Inner von 3F UL Gear ist, besteht hier etwas mehr Spielraum. Dennoch steht im maximal möglichen Versatz die hintere Ecke noch immer bündig unter der Traufkante.
    Überdies kann die höhere Breite nur am Boden durch Schrägstellen des Stockes ausgeglichen werden, nicht in der Spitze. Darum lässt sich die ebenfalls längere Rückwand des Inners nicht spannen und hängt unvermeidbar durch.
    Zusammenfassend:
    Ein gutes Produkt, aber nicht für das Gatewood Cape oder ähnliche Half-Mid-Konstruktionen geeignet. Das pentagular Inner AstaGear benötigt ein halbes Lavu als Outer. Dafür wurde es ja auch entworfen. Die Platzverhältnisse im Inner finde ich gut. Es ist zwar 5 cm kürzer als das Verlgeichsinner, aber der rückwärtige Extraraum macht das ganze wieder groß. Negativ wirkt sich aber der niedrigere Bathtubfloor auf die Nutzlänge aus. Gefühlt ist es daher nicht 5, sondern 10 cm kürzer als das Vergleichsinner.
  5. Gefällt mir!
    Na dann viel Spaß!
    Dieser Thread war von 2016 und auch meine Rucksack Karriere hat sich weiter entwickelt. Ab 2017 bin ich mit dem Montane Ultra Tour 22 unterwegs gewesen. Das Gesamtgewicht ist bei etwas unter 4 kg gelandet.
    Ja, es ginge noch leichter, aber dann auf Kosten des Luxus Faktors Ich trage in Gesellschaft (oder im Restaurant, da landet man auf einem Camino auch schon mal) gern gewaschene Klamotten und nicht 5 Wochen das Gleiche......  sonst könnte ich sicher auch mit guten 3kg losgehen.....
    Einen schönen Sonntag!
  6. Witzig!
    Und Du läufst dann im zweiten Paar Socken rum, während die gewaschenen Klamotten trocknen? Dafür muß man schon sehr ansehnlich sein...
  7. Gefällt mir!
    Hallo Zusammen!
    Vorgestern bin ich vom Camino del Norte zurückgekehrt (Irun - Santiago - Finisterre).
    Danke Eurer Beratung und Unterstützung hatte ich bei meiner Abreise ein Rucksackgewicht von knapp 4kg!!! (ok, ohne Wasser.....;-)
    Auf dem Camino war ich die Attraktion!!! Selbst Leute, die schon etliche Caminos absolviert haben, schaffen es einfach nicht, ihre Rucksäcke wirklich leicht zu bekommen und schleppen einfach zu viel mit sich. Vielleicht ist das ein Jakobsweg Phänomen? Ich weiß es nicht.....
    Jedenfalls wurde ich schwer beneidet und sogar bewundert - da sich kaum einer vorstellen konnte, wie man es schaffen kann mit "so wenig auszukommen". In Herbergen kamen Leute auf mich zu und fragen: Ach - bist Du die Frau mit dem 4kg Rucksack??? Wir haben schon von Dir gehört!
    Ich hab das durch Euch geschafft und möchte mich nochmal herzlich für Eure vielen Tipps und Hilfestellungen bedanken!
    Mein Camino war dadurch NOCH VIEL SCHÖNER!!!
    AnnK
  8. Gefällt mir!
    Indi66 reagierte auf andreköln in Äußere Bekleidungsschicht (Jacke, Hose, Schuhe)   
    Ich kann Truxx nur vollumfänglich zustimmen.
    Ultraleicht ist ein Prozeß, eine Philosophie und ein System. Dabei spielen sowohl Erfahrungswerte, als auch der Mut, sich von (gerade in anderen Foren oft praktiziertem überzogenen) Sicherheitsbedenken zu verabschieden eine große Rolle. 
    Diese Erfahrungen musst du jedoch selber machen. Da führt kein Weg dran vorbei.
    Will heißen: Du kannst z.B. den (ziemlich breit ausgetretenen) Kungsleden auch in FlipFlops laufen, wenn deine Füße daran gewöhnt sind. Es ist ja deine erste Tour und als Anfänger solltest du die Meßlatte "Ultraleicht" wirklich nicht zu hoch legen.
    Schau einfach NACH der Tour, was gut und nützlich war und was nicht. Denn die Ausrüstung, die du eh nicht brauchst, musst du auch nicht tragen. Wie oben geschrieben, ein Prozeß, der auch schon mal Jahre dauern kann.
  9. Gefällt mir!
    Indi66 reagierte auf truxx in Äußere Bekleidungsschicht (Jacke, Hose, Schuhe)   
    Ich weiß was Du meinst. Es passt aber trotzdem nicht zusammen. Weil es hier nicht um einzelne Ausrüstungsgegenstände geht, sondern um verschiedene Systeme/Ansätze.
    Nehmen wir Dein Beispiel mit den Trailrunnern vs Wanderstiefeln. Im ODS werden Dir wahrscheinlich überwiegend Wanderstiefel empfohlen. Warum? Weil Du dadurch Stabilität im Fuß bekommst, die Du auch dringend brauchst, weil Du ja ein doch recht ordentliches Gewicht mit Dir schleppst. Hier sind fast alle so leicht unterwegs, dass sie diese Stabilität einfach nicht brauchen und deshalb mit den deutlich angenehmeren Trailrunnern unterwegs sein können.
    Ähnlich sieht es mit der Regenjacke aus. Wenn der Rucksack schwer ist, braucht es eine massive Hardshell, die die Reibung der Schultergurte abkann. Bist Du hingegen leicht unterwegs, reicht eine 180 Gramm Regenjacke locker aus.
    Und so zieht sich das (fast) durch die komplette Ausrüstung. Keine der beiden Varianten ist falsch oder richtig - sie harmonieren nur einfach nicht gut miteinander. Nur das wollte ich zum Ausdruck bringen.
  10. Gefällt mir!
    Indi66 reagierte auf Mittagsfrost in Äußere Bekleidungsschicht (Jacke, Hose, Schuhe)   
    Genau das ist das Problem. Wenn Du ein Auto kaufen möchtest, liest Du sicher keine Fahrradmagazine. 
    Es ist für den Beratenden im UL-Forum eine sehr hilfreiche Information, wenn der Ratsuchende angibt, wo er noch gefragt hat. Wer im Harte-Kerle-Einzelkämpfer-Survival-Forum nach einer Tarnjacke fragt, sich aber auch im Pariser Modeforum nach den Jackentrends für den Herbst erkundigt, möchte wohl eher modisch schick rumlaufen als nicht gesehen werden. Wenn der Beratende das weiß, empfiehlt er eher die tailliert geschnittene Tarnjacke mit den schönen Brusttaschen als die sackförmig geschnittene mit der Spezialtarnwirkung.
    Bist Du bereit, etwas langsamer, bedachter und vorsichtiger zu wandern und sehr sorgsam mit der empfindlicheren UL-Ausrüstung umzugehen? Oder sind Dir die paar Gramm egal - Hauptsache robust?
  11. Gefällt mir!
    Indi66 reagierte auf notenblog in Einsteiger Wandern Ausrüstung   
    Ob Tagestour oder ThruHike (=monatelanges Trekking auf den großen Trails), abgucken kann man sich immer etwas!
    Z. B. was man wirklich für eine Tour braucht. Für eine Tagestour im Mittelgebirge braucht es entgegen der Meinung einiger Outdoorhops nämlich keine Ausrüstung auf Expeditionsniveau; und dann hat man ruckzuck sehr wenig Zeug dabei und das meiste bereits zu Hause: Rucksack, einfache Regenjacke, evtl. Fleece gegen Kälte, Schuhe, in denen man lange laufen kann. Der Rest ist, wie oben erwähnt, Erfahrung.
    Auch, wenn man hier viel über Zelte o. ä. liest, kann man die Grundidee des UL (Klick) auf alles übertragen.
  12. Gefällt mir!
    Indi66 reagierte auf J_P in Einsteiger Wandern Ausrüstung   
    In diesem Forum geht es primär um das Wandern oder das mehrtägige/mehrwöchige/mehrmonatige Trekking mit leichtem/ultraleichtem Gepäck/Ausrüstung...
    Wenn du sporlich bist (denn auch darum geht es!), würde ich erst mal loslaufen ohne mir groß Gedanken um irgendwelche Ausrüstung zu machen. Packe in deinen Rucksack Dinge von denen du denkst, dass du sie draußen brauchst und mache damit Erfahrungen..
    Diese Erfahrungen kannst du hier teilen und die Leute werden dir dann dazu Tipps geben können...
  13. Danke!
    Indi66 reagierte auf J_P in 5g Kocher für 99 Cent - mein erstes MYOG   
    @Thomas-TTDen doppelwandigen Topburner nach dem Trangiaprinzip habe ich auch schon oft gebaut (liegt bei mir bei 6g momentan)
    Zusammen mit einem selbstgebauten Cone wird die gesamte Energie des Kochers wunderbar genutzt... 450ml kochen in 1:20 min mit 20ml Spiritus und bei Minusgraden in 4:30 min mit ca. 35ml Spiritus.
  14. Gefällt mir!
    Indi66 reagierte auf Stromfahrer in Rucksack Berghaus Fast Hike 45 (Testbericht)   
    Ich poste hier mal meine Eindrücke vom
    Rucksack Berghaus Fast Hike 45 (529-922 g)
    OT: Disclaimer: Ich habe den Rucksack aus reiner Neugier/zum Testen selbst gekauft und von eigenem Geld bezahlt, stehe in keinerlei Verbindung zu dem Hersteller und habe über den Kauf des Rucksacks hinaus auch keinerlei Beziehung zu dem Outdoorladen, der den Rucksack geliefert hat. Ich werde den Rucksack nach dem Test wieder verkaufen (um Geld für den nächsten Rucksack zu haben) und hätte den Bericht auch in die Anzeige schreiben können. Aber ich fand die Infos unter Ausrüstung besser aufgehoben. Und in mein Blog passt er thematisch (mangels Modifikation) nicht.
    Die englische Firma Berghaus ist hier im Forum eher für Bekleidung bekannt. Berghaus entwickelt jedoch auch Rucksäcke und hat seit jeher eine hohe Affinität zum UL-Bereich (Stichwort Berghaus Hyper).
    Im letzten Jahr hat Berghaus die Rucksäcke Fast Hike 32 und Fast Hike 45 angekündigt, die inzwischen erhältlich sind. Bislang scheint es im Internet dazu kaum Informationen zu geben:
    Website von Berghaus Review auf TGO Da ich für die nächste Lappland-Tour schaue, wie ich 15 bis 16 kg Startgewicht für 3 Wochen autarkes Wandern anders oder besser transportiere, habe ich mir den 45er gekauft, genau angesehen und mit 14 kg beladen auf meiner 10 km Geländerunde getestet. (Mir ging es nicht primär um diesen Rucksack, sondern um das Tragesystem als solches. Dieser Testbericht ist also ein Abfallprodukt meines „Forschungsdrangs“ .)
     
    Zunächst: Passt der Rucksack in dieses Forum?
    Mit Blick auf Touren mit langer Resupply-Zeit finde ich eindeutig: Ja. Nicht, dass es nicht leichtere Auswahl mit Tragegestell gäbe. Aber nicht jeder kann oder will sich einen Zpacks ArcBlast für 480 Euro leisten. Das der Fast Hike 45 durchaus seine Berechtigung im UL-Bereich haben kann, ist gut im Vergleich mit dem Gossamer Gear Gorilla 40 zu sehen, einem hier im Forum häufiger genannten, ähnlich flexiblen Pack. (Ich vergleiche die am ehesten entsprechende Rückenlänge L des Gorilla, der in S, M, L und XL erhältlich ist.):
    Rucksack
    Berghaus Fast Hike 45 (2018, eigene Messung)
     
    Gossamer Gear Gorilla 40
    (2017, Größe L, Quelle: TLS)
     
    Volumen
    45 l
    40 l + ca. 7 l ext.
    Rückenlänge
    Ca. 46-56 cm (eigene Messung und Versuchspers., Min.-Wert ab Mitte Hüftgurt)
    48-56 cm
    Gewichte
     
     
    Packsack
    529 g (bereits mit Mesh-Rücken)
    568 g
    Dokumententasche
    30 g (entnehmbar)
    (Fest verbaut)
    Kompressionsriemen
    12 g (4 x 3 g, abnehmbar)
    (Fest verbaut)
    Brustgurt
    12 g (abnehmbar)
    (Fest verbaut)
    Trekkingstockhalterungen
    10 g (2 x 5 g, abnehmbar)
    (Fest verbaut)
    Tragegestell (U-Bügel)
    134 g (entnehmbar)
    94 g (entnehmbar)
    Sitpad/Rückenpolster
    63 g (entnehmbar)
    70 g (entnehmbar)
    Hüftgurt
    130 g (abnehmbar)
    266 g (abnehmbar)
    Gesamtgewicht ab Werk
    910 g (Gesamtgewicht auf meiner Waage, Summe obiger Einzelgewichte ist 922 g)
    976 g (L, als M 922 g, die Angabe lt. TLS, Summe obiger Einzelgewichte ist 998 g)
     
    Konfigurierbarkeit
    Man bekommt mit dem Fast Hike 45 also einen ähnlich großen Rucksack wie den Gorilla, ebenso mit entnehmbaren Innengestell, mit ähnlichem Gewicht und Traglast, aber noch flexiblerem Aufbau. Praktisch alles am Fast Hike kann völlig schadlos entfernt oder durch etwas anderes ersetzt werden:
    Die Dokumententasche ist mit Kam-Snaps eingehängt. Man kann sie entfernen und statt dessen z. B. einen Schlüssel-Clip basteln und an-snappen. Oder irgendeinen anderen Gegenstand mit einem Kam-Snap versehen, den man ordentlich im Rucksack fixieren möchte.
      Die Kompressionsriemen finde ich sehr durchdacht. Sie liegen auf den Seiten und haben gegenläufige Schnallen. Man kann sie wahlweise zur Seitenkompression einsetzen oder aber die vorderen Enden verbinden und so um den ganzen Rucksack führen (Vollkompression) oder nur auf der Front verwenden (Schneeschuhbefestigung). Fand ich im Handling tatsächlich sehr einfach und friemelfrei. Die unteren Kompressionsriemen konfigurieren bei Bedarf auch die Seitentasche um (siehe unten).
      Das Rückenpolster ist trapezförmig geformt und hinter 3D-Mesh in einer eigenen Tasche eingesetzt. Zwischen Polster und Rucksack ist Platz für eine Trinkblase.

    Das Rückenpolster kann leicht entnommen werden, ist aber etwas schwierig in seinen ursprünglichen Platz wieder einzusetzen. Konstruktiv ist dies aber intelligent gelöst: Wenn man keine Trinkblase benutzt, schiebt man das Rückenpolster einfach in den Trinkblasenschacht. Das gelingt mit einem schlichten Handgriff und ist auch in einer 5-Minuten-Pause nicht lästig. Nur, wenn man eine Trinkblase benutzt, ist es empfehlenswert das Sitzpolster an seinen angestammten Platz vor die Zwischenwand zu schieben, der durch eine Abdeckleiste nicht ganz so einfach zu benutzen ist.

    Man kann das Polster aber auch ganz entnehmen und statt dessen zwei Z-Lite-Segmente in das Trinkblasenfach einsetzen, diese allerdings als gefaltetes Element (Breite nur 1 Segment). Vom Tragen her wird der Rucksack dadurch geringfügig beweglicher in seitlicher Richtung. Ich finde das aber kaum merklich. Man kann bei entsprechender Packweise auch ganz auf das Polster verzichten. Wenn dann etwas durch das 3D-Mesh hindurch stört, dann ist das durch anderes Packen zu beheben. Der Rucksack selbst hat dort keine störenden Elemente.

    Vermutlich aus Gewichtsgründen ist das Rückenpolster stark perforiert. Man kann zwar sehr bequem darauf sitzen, aber auf nassen Gras kommt man dennoch eine nasse Hose. Man kann sich allerdings leicht aus EVA eine Alternative schneiden.
      Das Gestell aus biegefestem Draht lässt sich sehr einfach entnehmen. Ein kleiner Klettverschluss ist zu öffnen, dann die Ecken herunterziehen, schon hält man den Drahtbügel in der Hand. Beim Wiedereinsetzen ist beim letzten Handgriff eine ausgediente Kundenkarte und maßvoll dosierte Kraft hilfreich, um die zweite Ecke des Gestells unter das Hepalon-Dreieck zu schieben.
     
    Wie die meisten Gestellrucksäcke macht auch der Fast Hike 45 bei voller Beladung das ein oder andere knarzende Geräusch, jedoch deutlich weniger und leiser, als z. B. der Osprey Exos.
      Der Hüftgurt wird wie üblich durch eine Klettlage hinter dem Steißpolster festgehalten und kann recht einfach entnommen werden. Er ist breit, aber nicht sehr dick. Ich fand den bei 14 kg über 6 km (den Rest der Strecke habe ich ohne Hüftgurt absolviert) aber bei weitem ausreichend. Tragesystem
    Durch das recht feste Rückenpolster hinter dem Meshrücken ist der Rucksack auch ohne Drahtbügel ein gut zu tragender Körperkontaktrucksack ohne allzustarkes Ausrunden. Im direkten Vergleich fand ich das Tragegefühl mit Bügel aber spürbar ausgeglichener, nicht zuletzt durch die bessere Lastübertragung auf die Hüfte.
      Die Schultergurte sitzen am besten mit Brustgurt. Dann sind sie überaus bequem. Ohne Brustgurt kommt die spezielle Form der Gurte nicht so gut zur Wirkung. Die Schultergurte sind im oberen Bereich deutlich fester, während die untere Hälfte auf Brusthöhe sehr dünn, weich und seitlich dehnbar ist. Der feste obere Teil sorgt dafür, dass der Rucksack sich recht direkt trägt und seitlich weniger schwingt, als ich das konstruktiv erwartet hätte. Der unterere weiche Teil liegt sehr angenehm an und ich habe den auf meiner Testrunde praktisch nicht gespürt. Ich kann mir darum gut vorstellen, dass die Gurte trotz der Breite der Konstruktion auch für Frauen angenehm zu tragen sind. Überdies kann der Brustgurt in Stufen über einen sehr weiten Bereich vom Bauch bis fast direkt unter dem Hals positioniert werden.
      Der Hüftgurt lässt sich in einem weiten Größenbereich benutzen. Ich bin sehr schlank, da war aber noch genug Spiel für dünnere Personen. Bei welchem größeren Hüftumfang Ende ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber verlängern lässt sich ein Hüftriemen ja recht leicht. Taschen und Fächer
    Das Hauptfach ist ein klassischer Rolltop mit Quer- und Längsband, sehr gut geschnitten und der Verschluss durch das beidseitige Querband sehr gut und dicht zu benutzen. Ein Hilfsverschluss im Querband (Kam-Snaps, Magnete, Schnalle) fehlt jedoch, ich habe den auch nicht vermisst.
      Das Frontfach aus dehnbarem Mesh ist einen Ticken zu schmal für meinen Geschmack und dadurch geringfügig kleiner als das des Gorilla. Dafür sind die Seiten des Frontfachs aus geschlossenem Material und somit robuster.
      In die beiden Brusttaschen auf den Schultergurten passen keine normalen PET Flaschen (0,5 oder 0,75 l). Die schlanken runden Smoothie-Flaschen (0,25 bis 35 l) passen hingegen perfekt, sitzen sicher und stören auch nicht beim Tragen. Diese Fächer habe vor allem auch die richtige Größe, um ein Smartphone, GPS etc. vernünftig zu platzieren. Wem die Fächer anderer Hersteller zu eng oder flach sind, wird den Unterschied positiv feststellen.
      Von den beiden Hüftgurttaschen ist die rechte als offene dehnbare Mesh-Lasche gestaltet, die linke ist eine klassische Reißverschlusstasche, ebenfalls aus dehnbarem Mesh-Gewebe. Während man die offene Tasche sehr leicht benutzen kann, leidet die Reißverschlusstasche etwas daran, dass der Reißverschluss nicht sich nicht mit dem Mesh-Gewebe dehnen kann. Dadurch bleibt die Öffnung bei geschlossenem Hüftgurt am schlanken Körper etwas zu eng für eine komfortable Benutzung. Die Tasche an sich ist nicht sehr groß, aber ausreichend und dehnbar.
      Sehr gut finde ich die vier (!) Seitentaschen aus dehnbarem Mesh. Die jeweils untere ist so, wie man es von einer gerade geschnittenen Seitentasche erwartet. Nicht ideal mit der Hand erreichbar, aber dank der großen Dehnbarkeit problemlos mit Flaschen beliebiger Größe zu beladen.
     
    Die jeweils obere ist tatsächlich eine zweite Lage, die hinter der unteren Tasche bis zu Rucksackboden hinunter reicht. Man kann dort also sehr einfach und sicher eine breit aufgerollte NeoAir oder dünne EVA reinschieben oder ein Zeltgestänge, Trekkingstöcke etc. Zieht man den unteren Kompressionsgurt jedoch leicht an, dann verhindert der das Durchrutschen der Gegenstände in den unteren Bereich. In dieser Konfiguration geht die Ausdehnung der oberen Seitentasche nicht zu Lasten der unteren (vgl. Flaschenbild). Die obere Tasche „endet“ quasi über der unteren. Finde ich eine pfiffige und flexible Umsetzung.
      Zwiespältig finde ich die Dokumententasche. Sie hat mit 17 × 21 cm eine hinreichende Größe, z.B. für einen eBock-Reader (vgl. Bild), hängt aber für meinen Geschmack zu tief unten im Rucksack. Sicher, wenn ich den Rucksack nicht voll mache und den Rolltop schließe, darf die auch nicht im Weg sein. Aber für einen schnellen Zugriff ist das keine wirkliche Alternative. Leichter wäre da, einen Ziploc-Beutel statt dessen in den Rucksack zu legen. Fazit
    Alles in allem: Insgesamt fand ich den Fast Hike (mit 14 kg über 10 km) sehr bequem zu tragen. Trotz des Gestells bleibt es aber ein Kontaktrücken mit eher durchschnittlicher Belüftung.
    Dennoch ist das einer der wenigen „Big-Brand“-Rucksäcke, die ich tatsächlich berichtenswert finde, weil …
    noch wenig bekannt flexibel zwischen 529 und 922 g konfigurierbar durch die Vielseitigkeit der Kompressionsriemen auf nahezu jede Nutzgröße anpassbar. Im runter konfiguriertem „nackten“ Zustand ohne alle Optionen ist der Fast Hike zwar, wie auch der Gorilla, nicht Hardcore-UL. Da müsste er klar unter 400 g wiegen und weniger Features haben. Im oberen Bereich ist er dafür aber auch mal als Backcountry-Rucksack mit 12 kg Lebensmitteln gut erträglich. Dann ist er zwar 100 g schwerer als ein ähnlich tragfähiger Osprey Levity 45, dafür aber weniger steif und sperrig und aus dickerem Material.
    Die gesamte Verarbeitung des Packs scheint mir makellos und sehr robust zu sein. Trotz der vielen Features ist der Pack überraschend leicht zu konfigurieren. Er funktioniert. Die Schlichtheit, mit der die Kompressionsriemen den Rucksack umkrempeln (oder entnehmbar) sind, gefällt mir.
    Für wen ist der Fast Hike also geeignet?
    Das ist natürlich eine persönliche Entscheidung. Ich würde ihn am ehesten Leuten empfehlen, die …
    UL nicht zum äußersten treiben wollen, lieber kaufen als nähen, trotz UL-Ansprüchen viele Fächer haben mögen, gelegentlich längere Backcountry-Touren mit hohem Startgewicht unternehmen, die nicht für jede Art von Unternehmung einen anderen Rucksack anschaffen wollen, sondern einen einzigen, der sich in einem weitem Gewichts- und Volumenbereich konfigurieren lässt. OT: Warum verkaufe ich den Rucksack nach dem Test wieder?
    Weil ich ihn nur zum Test angeschafft habe. Ich habe in den letzten 18 Monaten 11 Rucksäcke neu oder gebraucht gekauft, getestet, modifiziert, auf Tour(en) mitgenommen, eingelagert und/oder wieder verkauft. Rucksäcke machen mir Spaß. Aber behalten kann ich nicht alle. Und für den Zweck einer langen autarken Tour besitze ich bereits einen MYOG-Pack mit Gestell und fast halbem Gewicht, der mir lieber ist.

  15. Gefällt mir!
    Danke Dani für die Rückmeldung.
    Klar, es ist nicht der PCT oder der AP mit tagelanger Wildnis ohne Siedlungen. Aber der Weg in den Bergen ist schon recht einsam. Es gab schon Tage wo ich niemanden begegnet bin und Etappen wo eben auch am Ende nur eine Berghütte oben auf dem Kamm war. Aber für meine Art des Reisens war es gut und wichtig Übernachtungsmöglichkeiten zu haben. Es geht natürlich auch mit draußen schlafen usw. Im Moment ist eine Heike unterwegs mit der ich in Kontakt bin und die meistens wild zeltet (und gaaanz viel Gepäck mit hat)
    Ja, der erste Teil war flach aber es war eben "mein" Weg, der Weg von der Haustüre weg. Und wenn die in Hamburg ist, ist es halt immer erst mal flach...
    Aber 900km zum einlaufen ist auch ne coole Sache...
  16. Gefällt mir!
    Indi66 reagierte auf Bornheimer in Appalachain Trail   
    Vor  einem Jahr habe ich mich viel im Forum aufgehalten, viel Wissenswertes über ULT erfahren und konnte mir auf einem Forumstreffen in Köln auch einiges ansehen.
    Am 12. April bin für 4 1/2 Monate in die USA geflogen. Mit 6,9 Kilo ohne Verpflegung war mein Gepäck, mit einer Ausnahme, das Leichteste auf dem Trail. Um meinen "Huckepack" bin ich immer beneidet worden.
     
    Wegen einer angegriffenen Achillesehne, bin ich nur ein mal, ein Jahr vorher, 4 Tage gewandert; ansonsten 2 1/2 Stunden in der Woche gejoggt und mich sonst geschont.( auch vorher bin ich die letzten 30 Jahre nie wandern gewesen)
     
    Ich war sehr froh, nur mit wenig Gepäck unterwegs zu sein, denn es ging von Beginn an heftig auf und ab. Nicht umnsonst sollen nach einer Woche schon 1/3 der Hiker den Trail abgebrochen haben.
    Den tollen AT-Guide hatte ich mir auf mein Fairphone abfotografiert.
    Überrascht war ich, dass ich doch sehr oft Handyempfang hatte, was das Surfen und Mailen sehr vereinfacht hat.
     
    Meinen angepeilten Schnitt von 20 Meilen/Tag (32 km) hatte ich trotz einiger Zerodays nach 3 Wochen erreicht und dann noch leicht gesteigert. Dummerweise hat sich schon am zweiten Tag meine Achillesehne schmerzhaft gemeldet. Ob Ruhetag, kurze oder lange Pausen, oder 14 Std. durchwandern: die Schmerzen wurden immer heftiger, so dass ich nach 1800 km, an meinem 51. Tag, am Halfwaypoint, mich entschloss nach Deutschland zurückzukehren, um meine Schmerzen abklären zu lassen. Erst das MRT hat ergeben, dass 50 % der Sehne durch einen oberern Fersensporn durchgescheuert  war.
    Nach meiner OP hoffe ich doch irgendwann mir wieder mal eine Auszeit zu gönnen und dann gesund den ganzen Trail noch mal in Angriff zu nehmen.
    Die Erfahrungen mit den Mithikern, die unglaublichen Gastfreundschaft mit all den Trailmagics und Trailangels waren einfach zu schön, um es nicht noch einmal zu probieren. Ob Huckepack, tarp tent Contrail, Neo Air, Sawyer Filter etc., ich würde alles wieder genau so machen. Allerdings würde ich erst Anfang Mai starten, um den anfangs eiskalten( -5° Celsius) Nächten aus dem Weg zu gehen.
     
    BORNHEIMER

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