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Ultraleicht Trekking

andreköln

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  1. Als wackelig kann ich das Teil nun wirklich nicht bezeichnen. Korrekt aufgebaut steht es wie eine Eins. Das Material ist sicherlich von der Optik und Haptik her erst einmal gewöhnungsbedürftig und man glaubt es anfangs kaum, aber es ist dennoch so robust, dass es in den letzten Jahren (vor allem in der Form diverser Z-Packs-Behausungen) viele Long-Distance-Hiker auf dem AT, PCT oder sonstwo zuverlässig begleitet hat. Und das in der .57er Stärke, die ja auch im StratospireLi verwendet wird. Die fehlende Zugentlastung am Reißverschluß ist mir auch aufgefallen. Hier kann aber schnell Abhilfe geschaffen werden (Danke dir, Wilbo). Fotos der Nähte in Kürze. Ich freue mich, das Teil bald im Sarek ausführlich testen zu können.
  2. Ich bin gelinde gesagt, etwas fassungslos. Direkt reklamieren. Evntl. ist es auch ein Montagszelt.
  3. Bei 1.96 m wird’s auch nicht anders gehen.
  4. Das wage ich vorsichtlich zu bezweifeln. Das dürfte aber auch für normannische Kleiderschränke bei einer ganzen Anzahl anderer UL-Zelte der Fall sein.
  5. Die Streben lassen sich zum separat verstauen entfernen. Tarptent empfiehlt ohnehin, DCF Zelte zu rollen statt zu stopfen, weil dies materialschonender sein soll.
  6. Das Solid Inner sorgt dafür, dass es nicht quer durchs Zelt zieht,- und das sehr effektiv. Der Gewichtsunterschied zum Mesh ist minimal und das Solid Inner ist in der oberen Hälfte der Seitenwände ohnehin aus Mesh, was zum Lüften völlig ausreicht (s. Foto). Im Thread hatte ich bereits ausführlich die Vorteile des SSli im Vergleich zum ZPacks Duplex erläutert.
  7. Ich weiß, Wilbo, ich weiß. Es gab ein kleines Problem mit der Zitierfunktion
  8. Ein gutes Beispiel wie individuell verschieden die Erfahrungen und Bedürfnisse sind. Nicht umsonst sagt der Kölner ja: "Jeder Jeck ist anders". Wie ich ja schon mal schrieb, erlebe ich das Duplex in windig-kalten Bedingungen als zugig. Wohlgemerkt ohne Liner. Ich mag es in rauen Bedingungen eben etwas windstiller und wärmer im Zelt. Liner sind in meinen Augen der mehr oder weniger gelungene Versuch, aus einem einwandig konzipierten Zelt zumindest partiell ein Doppeldachzelt zu machen. Nicht mein Ding. Das man sich mit einem UL-Zelt einmauert (allein das Wort impliziert ja schon fast Bunkerstatus, - von der Helligkeit in einem DCF Zelt mal ganz abgesehen), erschließt sich mir allerdings nicht unmittelbar. Darüber hinaus habe ich, wenn ich vorher tagsüber 10-12 Stunden Natur und Wildnis erlebt habe, abends oder nachts nicht zwangsläufig das Gefühl, ich würde nun irgend etwas verpassen, sonder erfreue mich nach den Anstrengungen des Tages stattdessen zu fortgeschrittenerer Stunde an einer geruhsamen Nachtruhe. Das SSli solid Inner ist übrigens kein völlig geschlossenes, sondern bietet Mesh im oberen Drittel beider Innenzelteingänge.
  9. Der Grund für die reduzierte Innenzeltbreite ist zuschnittbedingt und liegt in der erhöhten Windstabilität im Unterschied zum „regulären“ StratoSpire. Das in starkem Wind schon eher an seine Grenzen kommt (s. Video von „DerSchorsch“ hier). Das SSpire li hat nunmehr die Form eines ziemlich gleichmäßigen Hexagons, welches die Windkräfte im Gegensatz zum SilNylon Kollegen entsprechend optimal auf der Aussenzeltoberfläche verteilt. Genau das, was du als kleinteilig bezeichnest. Schau mal auf der TarpTent Webseite, dort ist der veränderte Grundriss recht gut zu erkennen. Vergleich zum Duplex: Klassisches Doppelzelt, damit nicht so zugig bei kalter Witterung (in der Ausführung mit solid Inner), das leidige Kondensproblem ist passé und man muss nicht stets aufpassen, mit dem Schlafsack an die feuchte Aussenzeltwand zu kommen. Dazu die erhöhte Windstabilität. Klar ist das Innenzelt knapp geschnitten. Und der Boden ist,- soweit ich das erkennen kann,- betrüblicherweise nicht absenkbar (wohl der Innenzeltaufhängung geschuldet). Das nehme ich und meine Trekkingbegleiterin aber für die genannten Vorteile gerne in Kauf, da ich das Teil in Nordeuropa einsetze, dort eine stabile, wetterfeste Burg brauche und dafür eben auch Kompromisse eingehe. Als Notzweier würde ich’s deshalb auch nicht bezeichnen. Aber jeder hat natürlich seine individuellen Platzbedürfnisse. Aufbau, wie schon beschrieben in meinen Augen simpel und logisch. Keine Fummelei. Stand bei mir in drei Minuten beim Erstaufbau. Die Apsiden sind eine ganze Nummer größer als beim Duplex. Das ist gerade bei Sauwetter wichtig, wenn ich im Zelt Sachen trocknen muss und das Geraffel dann teilweise ins Innenzelt muss, weil es in der Apsis einfach zu eng wird. Das Duplex ist ein feines Teil, jedoch in meinem Erleben eher etwas für wärmere Gefilde wie zb Kalifornien oder die Mittelmeerregion. Kritisch bleibt seine Zugigkeit in feuchtkalten Wetterbedingungen, die nicht immer ausbleibende Kondensbildung und in staubigen, windigen Bedingungen bläst es dir den Sand ins Innenzelt. Auch bei der Windstabilität würde ich Abstriche machen. In deinem Thread „möglichst teuer“ hatte ich mich hier darüber bereits ausgetauscht . Mein Fazit: Das SSpire li ist verdammt viel Zelt für verdammt viel Geld. Keine Frage. Jedoch kommt es in puncto Ausstattung, Funktionalität und dem geringen Gewicht meiner Vorstellung eines „idealen UL-Zeltes“ schon sehr nahe. Und dafür bin ich auch gerne bereit, ein paar Euros mehr zu investieren. Bei Interesse kannst du das Teil bei mir in der Domstadt gerne mal in Augenschein nehmen. PN genügt.
  10. PS: Ich habe die Ausführung mit dem Solid Inner.
  11. Jep. Hab mir eins zollsparend aus Kanada mitbringen lassen und mal im Garten aufgebaut. Erster Eindruck: - Den Aufbau erlebe ich sowohl logisch als auch simpel. Cuben empfinde ich nicht als hinderlich (Bin es aber auch schon vom Duplex her gewohnt). - Das Teil steht wie eine Eins. - Innenzeltbreite wie beim Duplex 114 cm. Passen aber zwei Matten a' la TAR X-Lite gut nebeneinander. Insgesamt aber ein unklaustrophobischer Ersteindruck. - Die beiden Apsiden sind gegenüber dem Duplex deutlich größer und damit geräumiger. Ein Ausgleich zur knappen Innenzeltbreite. - Die mitgelieferten Heringe (runde Easton Nanos) habe ich gegen MSR Groundhogs ausgetauscht und teilweise die für die Nanos konzipierten Kunststoffösen mit Dyneemaschnur verlängert, bzw. vergrößert. - Gewicht ziemlich exakt wie von TarpTent angegeben rund 880 g. inkl. Originalheringen und Packsack. Erster "richtiger" Einsatz im August im Sarek. Werde davon berichten.
  12. Ach. Da rate ich zu etwas mehr Gelassenheit. Schließlich betreiben wir hier ja keine Majestätsbeleidigung. Ich stelle weder die Kompetenz der Herren bei Z-Packs oder Tarptent, noch die Erfahrungen anderer in Frage. Es sind halt immer sehr subjektive Betrachtungsweisen und Erfahrungen, die jeder eben genauso subjektiv individuell anders erlebt. Es gibt sicherlich Leute, die das Duplex in allen Wetterbedingungen für völlig auseichend halten und es gibt eben auch Erfahrungen von Leuten, die eben nicht ganz so zufrieden mit der Performance des Zeltes in kalten und zugigen Verhältnissen sind. So wie ich. Das Web ist ja inzwischen voll mit unterschiedlichen Erfahrungsberichten. Es ist ja auch egal, aus welchen Gründen Z-Packs den Liner nun aus dem Programm genommen hat. Ich kann nur feststellen, dass ich einfach kein Interesse daran habe, ein derart hochpreisiges Produkt wie das Duplex im Nachhinein mit Liner und Türabdeckung behelfsmässig selbst nachrüsten zu müssen, damit das Zelt unter rauen Bedingungen in Nordeuropa dann auch annähernd sinnvoll und streßfrei eingesetzt werden kann. Genau das meinte ich mit dem Wort "Gefrickel".
  13. Nun, ob es kalt reinzieht ist mir ganz und gar nicht egal. Und das ist auch gut so. Frickeleien mit Linern, bzw. Windabdeckungen an den Türen sind nicht so im Sinne des Erfinders. Nicht umsonst hat Z-Packs die Liner inzwischen aus dem Programm genommen. Gerade in nördlichen Gefilden ist man öfter sich häufig drehenden Winden ausgesetzt und da möchte ich das Duplex nicht gleich umsetzen müssen. Da nützen auch die Toggles nichts,- sie halten ja nur in Ermangelung eines Reißverschlusses den Zelteingang im Wind zu. Der Unterschied zu anderen ÄHNLICH geschnittenen Zelten liegt ganz klar erst einmal im Material. Dyneema gibt wirklich keinen Millimeter nach. Einmal gut abgespannt und da flattert wirklich gar nichts mehr. Hinzu kommen die wirklich gut platzierten Abspannpunkte und die excellence Verarbeitung. Was bei einer Behausung dieser Preisklasse natürlich auch erwartet werden sollte. Hier sind es eben die kleinen, aber nichtsdestotrotz entscheidenden Unterschiede zu vermeintlich identisch designten Zelten: Material, Konstruktionswinkel/Zuschnitt und die Verarbeitung.
  14. Das sehe ich anders. Das Duplex ist ganz klar ein feines Teil. Aber definitiv nichts für wirklich windige Bedingungen. Korrekt aufgebaut steht es wirklich wie eine Eins. Jedoch: Es ist einfach zu luftig konstruiert, was rein lüftungstechnisch wg. Kondens natürlich sinnvoll, bzw. notwendig ist. So hatte ich in meinem Duplex nächtens in einer sandigen Gegend mit viel Wind bei jedem Windstoß jeweils eine gefühlte Schippe Sand im Innenzelt, was nicht so erfreulich war. Auch zieht es hier ebenfalls wie Hechtsuppe kalt herein, so dass ich mir einen Biwi Überzieher für den Schlafsack gewünscht habe. Was aber dann den Gewichtsvorteil gegenüber anderen Zelten wieder etwas einebnen würde. So gilt es, bei widrigen Bedingungen (Sturm, Regen) die goldene Mitte zwischen Kondensvermeidung und Wetterschutz zu finden, bzw. zu halten. Was nicht immer einfach ist. Denn das Duplex tendiert in feuchten Bedingungen gerne mal in Richtung Tropfsteinhöhle, was wiederum mehr Lüftung erfordert. Wenn es naßkalt ist, macht das Lüften dann nicht so wirklich Spaß. Mein Fazit: Das Duplex ist ein sehr durchdachtes und wirklich leichtes Zelt, aber meiner Erfahrung nach eher etwas für Gegenden mit moderaten Temperaturen und moderatem Wetter. In Skandinavien oder Schottland würde ich es nicht einsetzen.
  15. Die Sierra del Cazorla in Andalusien. Herrlich im Frühjahr und garantiert nicht überlaufen. http://wandern-in-andalusien.de/html/sierra_de_cazorla.html
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