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Ultraleicht Trekking

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Mattes

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    Mattes hat eine Reaktion von laufnaso13 erhalten in Grüße aus Nds & Infos zum "Jacobsweg komplett" (D - Santiago)   
    Hallo André,
    ich selbst bin nicht von zuhause aus bis Santiago gepilgert. Aber jemand aus meinem Pilgerstammtisch hat dies vor einigen Jahren gemacht. Beim nächsten Stammtisch frage ich mal nach den Erfahrungen welche er weitergeben könnte. Vielleicht würde er auch Fragen beantworten.
    Übrigens muss du nicht über Paris gehen. Es gibt tolle Pilgerwege im Osten Frankreich 🇫🇷. 
     
    vg Matthias 
  2. Gefällt mir!
    Schlappen für 20, oder gegen Spende. D.h, ich spende den Betrag unserer Obdachlosenhilfe oder dem Frauenhaus. 
  3. Danke!
    Mattes hat eine Reaktion von Lille erhalten in Camino Francés im Oktober   
    Das Zelt kannst du zuhause lassen. Wild zelten in Spanien ist ja zumindest rund um den Camino Frances nicht unbedingt gerne gesehen. Aber es lohnt sich ja auch nicht dank der vielen Herbergen. Du gehst ja fast außerhalb der Saison. Da solltest du schauen, ob welche Herbergen alle aufhaben. Schau dir mal die Website gronze.com an. Dank Übersetzer findest du da viele Informationen über Städte, Herbergen anhand des Weges. Reservierung brauchst du wahrscheinlich nicht. Ich war zweimal dort, einmal Juni/Juli 2019, einmal April/Mai 2022. Auf dem letzten Stück haben wir auch Buchungen vorher was gefunden. In Hotspots beruhigt das allerdings. 
  4. Gefällt mir!
    Mattes hat eine Reaktion von sollitom erhalten in Schmerzen beim wandern   
    Facharzt bitte,  ansonsten probiere mal Tageswanderungen mit ganz wenig Gepäck. Wenn du dann auch Schmerzen hast, bitte zum Arzt. Mit Schmerzen will uns der Körper irgendwas sagen. Und je nachdem aus welcher Ecke du kommst, sag Bescheid, vielleicht hilft dir jemand beim Ausrüstung optimieren.
    Marvin bleib gesund, bitte.
  5. Danke!
    Mattes hat eine Reaktion von dee_gee erhalten in Mehrtagestour im April   
    Ich bin zwar um diese Jahreszeit noch nicht in den Alpen gewandert, aber halt Mitte/Ende Juni mal. Und da habe ich in der Tutzinger Hütte wegen Regen und Schnee auf dem Pass abgebrochen. Wenn es nicht so hoch sein soll. Westweg oder ein Camino in Spanien .
  6. Gefällt mir!
    Mattes hat eine Reaktion von Gibbon erhalten in Neues leichtes Faltkayak   
    Ich denke der Einsatz wird anders sein als ein Packraft. Grundsätzlich muss man mit dem Boot versuchen Steinkontakt zu vermeiden. Und wahrscheinlich auch „Ich fahre mit der Spitze auf den Sandstrand (auf Bali)“. Es wird schneller sein als ein Packraft. Aber ob das Ding einen Markt hat.  Wobei wenn ich an die Origami Boote denke, die werden immer noch verkauft.
  7. Danke!
    Mattes hat eine Reaktion von visconde erhalten in Zelt gesucht: Für E4 Wanderung Spanien nach Österreich   
    Willkommen im Forum, möglichst leicht heißt wie schwer?
    Lunar Solo
    lanshan 1
    Trekker Tent Stealth
    am besten schaust du dir im Einsteiger Thread nach welche Zelte für dich in Frage kommen. Dann schreibt du das und man kann viel leichter eine Idee oder Empfehlung aussprechen. 
     
    Hört sich nach einer tollen Tour an. Ich freue mich auf den Reisebericht. 
     
  8. Danke!
    Mattes reagierte auf khyal in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    Eigentlich ist des hier OT, aber ich wußte nicht so recht, wo ich es sonst hin packen sollte...
    Ich nehme aber sinnvolle Verschiebungsvorschläge gerne an

    Bernd (Tesch) hat sein neues Australien Buch fertig...

    Er ist ja das Urgestein, in der Fernreisen-Szene, seit ca 50 Jahren dabei, viele, die auch lange dabei sind und / oder die "Eifelszene" kennen, werden ihn auch kennen.
    Auch wenn bei seinen Reisen das Schwergewicht auf Motorradreisen lag und liegt, geht es auch immer viel um Fuss, Fahrrad, Karawanenreisen mit Kamel usw usw

    Da steckt echt viel Herzblut drin und er bringt die Bücher m Eigenverlag raus, muß also eine gewisse Anzahl verkaufen, dmit er damit nicht im Minus ist, das möchte ich gerne unterstützen...

    btw hat er mit externen Kräften eine Riesen-Datenbank über Reisebücher zusammengetragen, toll zum drin nachschauen oder natürlich selber noch etwas beitragen, ob jetzt Inhalt oder Spende.
  9. Danke!
    Mattes hat eine Reaktion von HelgaUnterwegs erhalten in Deutschlands bester Weitwanderweg?   
    Die Frage an sich ist ja einfach. 
    Wenn ich deine Frage richtig verstehe, dann ist es wichtig zu begründen warum dies der beste Weg ist. Das wäre zum Beispiel in meinen Fall der Rothaarsteig, da ich in schnell innerhalb von 2 Stunden mit der Bahn erreichen kann. Die Anzahl der Schutzhütten und Wasserquellen ist auch in Ordnung. Zudem ist er technisch nicht anspruchsvoll und als Einsteiger kommt man an einer überschaubaren Anzahl von alternativen Verpflegungsmöglichkeiten und Unterkunften wie Hotel, Campingplatz und ähnlichen vorbei. Das gleiche gilt für mich auch für den Hermannshöhenweg. Wobei da die Wasserquellen etwas weniger zahlreich waren. Aber wie bei allen gibt es nicht den „besten“ Weg, sondern nur den Weg welcher den eigenen Ansprüchen am besten entspricht. 
     
    Für mich sind das wichtige Kriterien, wobei ich von den bisher gegangenen Wege den Westweg insgesamt am besten fand. Er hatte reichlich Wasserquellen, war abwechslungsreich und bot hervorragende Schutzhütten. 
  10. Gefällt mir!
    Mattes hat eine Reaktion von martinfarrent erhalten in Wie habt Ihr euch verändert?   
    In der Tat hat sich viel verändert. Unabhängig sogar davon dass ich früher für drei Tage mit über 20 Kilo auf dem Rücken unterwegs war. Alleine schon durch das Ul denke ich darüber nach was ich wirklich brauche. Beim Bergwandern z.b. früher 70 Liter Rucksack, aber keine kurze Hose und Hüttenschuhe. 
    Ich komme eigentlich vom Kanuwandern, da war Gewicht immer das was ins Kanu passte. Und wir haben die Boote immer voll gekriegt. Zum Teil haben wir eine Biertischgarnitur mitgenommen. Anreise erfolgte dann mit zwei Autos. Im Vergleich zu heute reise ich fast ausschließlich mit Bus und Bahn, hab Essen für zwei Tage mit, der Perkolator bleibt zuhause und im Gepäck sind nur Sachen die ich brauche. Bei der letzten Kanutour habe ich unseren neu erstandenen Faltkanadier benutzt. Da wäre ich vor 20 Jahren nicht drauf gekommen. Und wir haben da noch nicht mal die Hälfte des Bootes gefüllt. Und es hat genau soviel Spaß gemacht.
  11. Gefällt mir!
    Mattes reagierte auf J_P in Wie habt Ihr euch verändert?   
    Ich kam hier 2018 mit UL -  Wandererfahrung aber als XC-Mountainbiker ins Forum.
    Im folgenden Jahr kam auch ein Rennrad in meinen Räderstall..seitdem kamen und gingen selbstgebaute Stahl-Crosser, die fürs Bikepacking oder für die klassische 6-Bag-Radreise dienten. Eines der Räder habe ich hier im Forum auch schon vorgestellt.

    Der Radsport hat seitdem einen größeren Stellenwert im Alltag als das UL-Trekking.

    Allerdings versuche ich ebenfalls zumindest zwei lange Trekkingtouren im Jahr zu machen. Die Ausrüstung hat sich seit 2014/15 immer mal wieder gewandelt.. Sehr viel MYOG ausprobiert (besonders im UL-Küchenbereich) und viiele Rucksäcke ausprobiert und wieder verkauft.

    Mittlerweile schätze ich auch wieder klassischere Ausrüstung: Je nach Jahreszeit.. Insbesondere nicht allzu schwere Rucksäcke, die man unterwegs gut spontan mit Lebensmitteln beladen kann ohne sich über eine Maximalbeladungsgrenze Gedanken machen zu müssen.

    Auf dem GR5 jetzt im Herbst war ich bspw. mit einem Osprey Kestrel mit 38 Ltr. anstelle meines ZPacks Arc Haul mit 40 Ltr. unterwegs..
    Bushcrafting oder Walden bzw. Pfadfinderei hat mich schon als Kind begeistert und kommt gedanklich gerade zu mir zurück. Vlt.schon erste Anzeichen einer nahenden Krise des mittleren Lebensalters.. 😆 (Bin 42).

     
  12. Gefällt mir!
    Mattes reagierte auf martinfarrent in Wie habt Ihr euch verändert?   
    Nein, die Frage gilt ausnahmsweise nicht der Genese eures Gepäckgewichts.  

    Sondern eurer Outdoor-Interessen.

    Ich, zum Beispiel, kam hier 2016 als reiner Bikepacker an (übrigens zu einem Zeitpunkt, als Bikepacking im Forum ein ziemlich kontroverses Thema war). 

    Seither habe ich mir aber längst auch eine Wanderausrüstung zugelegt und die eine oder andere Tour zu Fuß gemacht. Und Bikepacking steht für mich zwar immer noch an erster Stelle, aber an Packrafttouren kann ich ebenfalls viel Spaß haben. Ebenso inzwischen an eher stationärem Camping mit Tagespaddeltouren im leichten bis mäßigen Wildwasser (auch das erfordert bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln übrigens eine möglichst leichte Ausrüstung). Immer noch schnupperweise interessiert mich auch seit ein paar Jahren das Thema Backcountry-Ski.

    Wie ist es bei euch?
  13. Gefällt mir!
    Mattes hat eine Reaktion von Susanne erhalten in Gotland/Fårö August 2024   
    Ein Bericht bei dem man die Idee hat, diesen nach zu wandern. Danke dafür.
  14. Gefällt mir!
    Mattes hat eine Reaktion von croco erhalten in Gotland/Fårö August 2024   
    Ein Bericht bei dem man die Idee hat, diesen nach zu wandern. Danke dafür.
  15. Gefällt mir!
    Mattes reagierte auf Susanne in Gotland/Fårö August 2024   
    Fast traue ich mich gar nicht, bei den beeindruckenden Reisen, von denen hier berichtet wird, von meiner ersten kleinen und harmlosen Trekkingtour zu berichten. 
    Und eigentlich könnte ich es ganz kurz machen: es war traumhaft schön. Aber damit würde ich’s s euch ja zu einfach machen 😉
    Zuallererst sei zugegeben-die Bedingungen waren fürs erste Mal besser eigentlich gar nicht möglich! 23-25 Grad am Tage, in der Sonne deutlich wärmer, immer ein Lüftchen, immer Bademöglichkeiten in einer 22-24 Grad warmen Ostsee und nachts nie unter 16-18 Grad. Kein einziger Tropfen Regen, stets blauer Himmel, wenige, aber ausschließlich nette und interessierte Schweden, die wir tragen und mit denen wir plauderten. Die Wege waren super und meist direkt am Wasser. Mücken so gut wie keine, lästig waren nur einmal abends fliegende Ameisen und einmal Fliegen. Dort, wo wir direkt einen Trail gegangen sind, war der super ausgewiesen. Sonst sind wir nur nach Karte losgestolpert. Insgesamt waren es in 4 Tagen knapp 70km. Überarbeitet haben wir uns also nicht, das war aber auch nicht vorgesehen. 
    Mit der Ausrüstung waren wir sehr zufrieden. Mit 4 l Wasser und Essen für vermeintliche 4 Tage lag ich bei 13,5 kg Rucksackgewicht. Meine Tochter bei ca. 12 kg. 
    Wo ich dringend üben oder nachbessern muss (zumindest, wenn ich mit Töchterchen unterwegs bin):😁
    1. Beim durchgerechneten Essen haben wir uns dezent verplant: Es war viel zuwenig. Meine Tochter hatte ständig Hunger😂, ich eigentlich gar nicht. (Sie fragte schon am ersten Abend eine halbe Stunde nach einer klassischen fertigen Tüte Trailnahrung, wer eigentlich davon satt werden soll). Alle Riegel waren am zweiten Tag weggeputzt… Es hieß also zwischendurch: mit dem Kind irgendwo Essen gehen und es erstmal sattfüttern. Und dann im einzigen ICA auf Fårö Essen nachladen. 
    2. Meinen Rucksack packen. Der saß nie schlecht oder unbequem, aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl, ich könnte das Packen optimieren. Und habe daher gern mal den Rucksack zwischendrin vollkommen aus-und umgepackt. Und morgens alles eingepackt, um es dann prompt nochmal umzupacken. Meine Tochter nannte es dann schon bald: „einen Mama machen“. Lag aber auch daran, dass ich bis zum Scjouss keine wirklich gute Lösung mit dem Zelt für mich gefunden habe. Es als schwerstes ganz nach unten zu packen war logistisch blöd, weil es als letztes fertig zum Abbau und ggf. abgetrocknet war. Es als letztes obendrauf zu packen war auch blöd, weil ich’s s dann immer auspacken musste, um anderes rauszuholen und es als schwerstes oben auch ungünstig verteilt war. 
    3. Die abendliche Zeltplatzsuche. Hundert tolle Zeltspots habe ich während der Wanderung am Tage gesehen. Wenn wir uns ernsthaft umgesehen haben, fanden wir keinen. Zumindest keinen, der Gnade vor meinen Augen fand. Zu nah an irgendwas, zu einsam, zu einsehbar, zu verwunschen, zu steinig, zu dicht unter Ästen, die runterfallen könnten, zuviel pralle Hitze wahrscheinlich am Morgen, zu wenig Sonne am Abend. Jeden Abend wurde ich schwierig.😅 Und das, wenn das Kind schon wieder auf dem Hungerast saß. Irgendwann hat sie dann spätestens beim 4. oder 5. ein Machtwort gesprochen: „Mama, den nehmen wir jetzt. Und wenn uns jemand sieht, grüßen wir nett“. Einmal sind wir sogar 1,5 km nach dem Abendessen zurückgelaufen, weil es danach so steinig wurde, dass wir keine Chance mehr gehabt hätten, einen angenehmen zu finden und schon bald wieder innerhalb einer Ortschaft gelandet wären. In der letzten Nacht hat sie gleich angekündigt, dass sie aussucht. Und so hatten wir schnell einen und der war wunderbar. 
    4. Abends mit Sonnenuntergang müde werden… Ich schlafe normalerweise nicht vor 2 Uhr. Aber was macht man, wenn es gegen 22:30 dunkel ist? Man kann nicht mehr lesen, Daddeln frisst unnötig Strom…. Also liegt man da und lauscht den unbekannten Geräuschen und hofft, man schläft vorher ein, bevor die einen beunruhige. 🫣Gestartet sind wir mit der Fähre in Oslershamn. 

    Nach 3,5h Fähre, Durchwandern von Visby (von der Fähre unten nach oben zur Busstation) und 2h Busanfahrt auf Fårö sind wir 17:40 in Stora Gåsemora losgelaufen.

    der erste Morgen…begann unruhig… Wir hatten direkt am Strand gezeltet. Punkt 6 wurden wir geweckt, weil der Strand gebügelt wurde 🫣 Ein Traktor ist einen Strandabschnitt von etwa 1,5 km hoch und runter gefahren und hat den Sand geglättet 🤪… und konnte über die Böschung direkt ins Zelt schauen 😱 damit hat er uns schnell vertrieben und wir sind nach einem kurzen Morgenbad in der spiegelglatten Ostsee schnell weitergezogen und haben Frühstück am Wegesrand gemacht. 

    Danach ging es herrliche Wanderwege an der Südostseite von Fårö entlang. 

    Das Ziel des ersten richtigen Wandertages: Norsta Auren. Ein kleines Paradies. Blauer Himmel, heller feinster Sand, strahlende Sonne und warmes Wasser, etwa 100m ins Wasser knietief. So gut wie keine Menschenseele, kein Handyempfang (war auch der Grund, weshalb ich dort nicht zelten wollte…)

    Nach 23 km und viel getankter Sonne waren wir dann an dem Tag nicht mehr bereit, auch nur noch einen Schritt zu tun. Da wir aber im Norden im Naturschutzgebiet gelandet waren, haben wir uns brav für den dort vorhandenen Zeltplatz entschieden. 12,99€ hat‘s gekostet und wer, wir wir kalt duschen kann, muss auch nichts fürs Duschen zahlen😉. Wasser konnten wir auch umsonst auffüllen und Handys und Powerbanks laden auch. Platz war mehr als genug. 

    erstes Abendessen 18:30

    zweites Abendessen 21:30😂
    Am zweiten Tag ging’s dann erstmal 2km weiter, um ausgiebig zu frühstücken (ich kannte das Café und habe mich schon zwei Jahre danach gesehnt). Wir saßen 3h dort und haben geschlemmt, die Hitze lud sowieso nicht zum Weiterlaufen ein, denn nach reichlicher Strecke Straße ohne Schatten ging es zwar landschaftlich schön, aber genauso sonnig weiter…
    …bis wir die Insel von Norden nach Süden durchquert hatten.
    Und uns nach vielem Vor- und Zurücklaufen, erstmal schwimmen und dann Abendessen😁 für diesen Zeltplatz entschieden haben. 
    An sich idyllisch, aber wir wissen jetzt: Vereinzelte große und sichtbare Steine in der stillen Ostsee sind kein guter Platz um in der Nachbarschaft zu zelten. 4:46 wachte die erste Möwe auf und dann war’s wie auf Klassenfahrt in der Jugendherberge: einer ist wach, weckt die anderen auf und dann machen alle Krach, bis der Erzieher mit verquollenen Augen und zerzausten Haaren (in dem Fall ich) wie Luzifer in der Tür steht. Also aufstehen und der Sonne beim Aufgehen zugucken, die Möwen beschimpfen und staunen, dass die nach 20‘ wieder still waren 🤔


    Es folgte das Zusammenpacken: it‘s a mess. Jeden Morgen. Einpacken… Kann man da System reinkriegen oder braucht es schlechtes Wetter, dass man lernt, schnell und effektiv zu packen?

    Dann erstmal wieder Kind motivieren: ohne Frühstück loslaufen, 1,5 km zur Badestelle und dann noch erst schwimmen und danach erst frühstücken… Ganz dünnes Eis😁 Fürs Kind ist Frühstück die heilige Mahlzeit (von mir ham‘ses nicht, ich kann Stunden vor dem Frühstück arbeiten, laufen…), aber die Vorräte…, naja, siehe 1. oben im Text. Es gab noch Haferflocken, kaltes Wasser und Tranbären. Und Krümelkaffee…, wir wollen es nicht vertiefen. Jedenfalls motivierte sie die Entschweidung, die wir am Abend vorher getroffen haben: wir verlassen Fårö und wagen uns zum Abschluss an einen Abschnitt des Klintküstledens auf Gotland direkt. Und da die Busverbindungen bisschen blöd waren, sind wir erst bis Visby zurück, haben dort Essen eingekauft 😂, Kind wurde wieder sattgefüttert und danach sind wir mit dem Bus wieder gen Norden zurück. Wir mussten ca. 2km wieder mit 4 l Wasser und Essen bis zum Trail laufen und dann ordentlich bergauf, bis wir im Wald waren und es dort sehr abwechslungsreich, aber schön, leicht auf und ab ging.

    Zwischenzeitlich stand ein Schuhtausch an, denn meine Tochter hatte mit ihren gut eingelaufenen knöchelhohen Wanderschuhen Probleme mit der Achillessehne, während ich mit meinem Trailrunnern trotz größter Bedenken wirklich immer noch wie auf Wölkchen lief. Kaum hatte sie meine an, konnte sie schon wieder ordentlich das Tempo anziehen-der Hunger trieb🤪

    Zum Schluss des Tages mussten wir natürlich wieder runter von den Klippen und das war ein halber Klettersteig…

    Am Strand gab es nach kurzer und entschlossener Zeltplatzwahl meiner Tochter bald Abendbrot. Das Schwimmen haben wir im nur knietiefen Wasser, aber durchgängig großen Steinen im Wasser sowieso schnell aufgegeben. 
    Danach war Abendprogramm: Sonnenuntergang aus dem Zelt angucken

     


    Mal nächsten Tag war dann schon der Tag der letzten Etappe. Wieder Challenge fürs Kind: Loslaufen ohne Frühstück (außer Riegel und Smoothie😂), nach 2 km erstmal schwimmen, dann 8 km fast schnurgerade geradeaus

    weiterlaufen bis zu einer Créperie, die mich auch seit zwei Jahren nach Wiederholung lechzen ließ. Und diesmal mussten wir sogar einen Zeitplan einhalten. 11:30 machte die Créperie auf, 12:30 mussten wir den Bus 1 km entfernt erreichen. Denn sonst kriegten wir die Fähre nicht, weil der nächste Bus erst Stunden später fuhr. Und wie wir lernten, sind die Entfernungsangaben der Schweden offenbar Richtwerte. Der angezeigte 1 km entpuppte sich schon beim Hinlaufen als 1,7 km, was den Puffer beim Essen vor dem Zurücklaufen eindampfte. Wie entschieden uns für to go, was eine gute Entscheidung war. 
    Den Bus haben wir bekommen und in Visby angekommen haben wir noch Eis gegessen, waren nochmal im Strandbad schwimmen und sind dann zur Fähre,

    um 3,5h später glücklich und braun gebrannt (und ich mit rutschender Hose😅) in Oskershamn wieder anzukommen.

     
    Ich danke euch allen, die mir direkt gute Tipps gegeben haben oder indirekt durch andere Beiträge und Bericht dazu beigetragen haben, dass ich manchen Fehler nicht gemacht habe und dieser erste Versuch mit Netz und doppeltem Boden ein wirklich schönes Erlebnis wurde. Nächstes Jahr werden wir zwei eine größere Strecke angehen und auch ein bisschen mehr nördlich unterwegs sein. Am Equipment müssen wir nur ein paar Kleinigkeiten anpassen, womit ich sehr zufrieden bin. 
    LG Susanne
     
  16. Gefällt mir!
    Mattes reagierte auf Ameisenigel in Massif Central   
    Am nächsten Tag ging es nach kurzem Anmarsch über eine schier endlose Hochebene langsam bergauf - erst einen Schotterweg entlang mit Kühen rechts und links. Dann war es nur noch ein mit Steinen markierter Trampelpfad, immer wieder im Regen. Da gab es dann eine für mich neue Rasse von Kühen, in einer Herde von 60 bis 70. Die standen wie ein Mann bzw. wie eine Kuh auf und galoppierten auf mich zu. Ich kroch so schnell wie nie unter dem nächsten Zaun durch. Bei Ankunft am Zaun waren sie aber selbst eher schüchtern. Irgendwann stand ich im Nebel auf dem Puy de Niermont.
    Kurz danach kam ein Pass, drei km weiter wieder ein Git d'Etape, diesmal ohne Elektrizität, einfach ein Häuschen in den Bergen. Nachts kam ein Sturm mit viel Regen, gut ein Dach über dem Kopf zu haben.
    31,4 km - 930 Hm


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    Mattes reagierte auf Ameisenigel in Massif Central   
    Dann wurde es wellig und wieder trocken. An einem Bauernhof hielt ich zum trocknen von Füßen, Socken und Schuhen. Eine ansässige Oma lud mein Handy auf, gab mir Wasser und erzählte von ihren fünf Enkeln, die im Sommer zu Besuch kommen. Außerdem lernte ich einen französischen Zungenbrecher, den wir gemeinsam ins Deutsche übersetzten: "Die Erzherzogin hat nasse Strümpfe". Einer meiner Söhne behauptete nach Ansicht des Photos auf Whatsapp, die Socken röchen bis nach Deutschland.
    Im nächsten Dorf gab es dann Frühstück. Mir ist der französische Kaffee übrigens zu dünn. Ein Dorfhund wollte mit mir laufen und musste zurückgerufen werden.
    Am späten Nachmittag fand ich dann ein Git d'Etape. Ein einfaches Gebäude mit gemischten Mehrbettzimmern und Gemeinschaftsdusche, Anmeldung und Zahlung in der Kneipe gegenüber für € 13. Da war auch ein ziemlich schräger Vogel abgestiegen. Er reiste mit Katze. Dafür hatte er ein Doppelzimmer gebucht. Er erzählte mir, Katzen müsse man wie Menschen behandeln, er habe schon einen Selbstmordversuch begangen und brauche die Katze, um weitere zu verhindern. Er hat noch mehr gesagt, aber dafür reichten dann weder mein Französisch noch mein Interesse.
    31,1 km - 630 Hm



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    Mattes reagierte auf Ameisenigel in Massif Central   
    Am nächsten Tag war erst mal Schluss mit Regen, aber nass und neblig. Erst auf den Puy de la Tache, dann Puy d'Angle; halt ohne Aussicht. Da gibt es übrigens viele Kühe, die gern auf dem Weg stehen oder liegen: eine hellbraune Rasse mit langen Hörnern und eine dunkelbraune Rasse. Ich habe erst vorsichtig Umwege gemacht. Aber die Franzosen laufen einfach dazwischen durch. Das habe ich dann auch so gemacht. Die Viecher haben sich kaum dafür interessiert. Einmal lagen sie direkt hinter einem Zaunübergang dicht an dicht - kein Durchkommen. Als ich kam standen sie auf, haben sich aber sonst nicht bewegt. Nach lautem Klappern mit den Wanderstöcken machten sie eine Gasse frei. Später gab es dann ein bisschen Aussicht.
    Dann kam Super Besse. Eine irre Kirmes mit Freizeitbeschäftigungen, die mir nicht alle vorher bekannt waren. Jedenfalls hatte der Laden auf.
    Danach wurde es flach und sumpfig. Ich habe im Wald biwakiert, was wegen der Feuchtigkeit nicht einfach war. Als ich morgens aus dem Zelt kroch brach es über mir zusammen.
    40,4 km - 1.290 Hm
     



  19. Gefällt mir!
    Mattes reagierte auf Ameisenigel in Massif Central   
    Am zweiten Tag ging es wegen des Meetings erst um 13:00 Uhr los. Da startete auch wieder der Regen. Nach 12 km traf ich in einer Bar 6 nasse Franzosen, die zu einer Familie gehörten und jedes Jahr gemeinsam etwas wanderten. Die haben mir dann telefonisch in Ihrer Unterkunft noch ein Bett in einem Sechsbettzimmer organisiert. Dazu gab es ein Top Abendessen. Mit vielen nassen Wanderern in einem kleinen Gebäude waren die Klamotten am nächsten Morgen immer noch nass.
    19,1 km - 500 Hm

  20. Gefällt mir!
    Mattes reagierte auf Ameisenigel in Massif Central   
    Ursprünglich wollte ich zuerst mit meiner Frau da urlauben und anschließend in Murat starten. Aber ein Kunde (ich bin selbständig) wollte mich bei einem Projekt dabei haben. Also erst Urlaub mit Frau, dann Projekt, danach mit dem Zug nach Clermont-Ferrand. Deshalb bin ich auch dort gestartet. Im Rückblick ist das eine klare Verbesserung. Am ersten Tag kam ich um 5:30 an, der erste Laden öffnete um 7, danach ging es auf den Puys de Dome. Da oben herrscht - wie bei allen Publikumsmagneten mit eigener Seilbahn - viel Trubel. Doch An- und Abmarsch waren recht einsam. Nachmittags goß es dann. Aber ich hatte wegen eines online Meetings am nächsten Vormittag ohnehin eine Unterkunft gebucht. Schreck in der Abendstunde: das Mobiltelefon beschwerte sich über einen Kurzschluss in der Ladebuchse. Es war nasser Staub, den ich mit dem Messer herausfummeln konnte.
    33,2 km - 1.190 Hm


  21. Gefällt mir!
    Mattes reagierte auf khyal in Schnäppchen-Thread 2.0   
    Yes, da normalerweise HMG Rahmenrucksaecke neu > 400 bis deutlich mehr, liegen, finde ich dass 200 € fuer Versandruecklauferextrem guenstig ist und wenn die Teile in mein Beuteschema passen wuerden, haette ich mich laengst auf´s Motorrad gesetzt, waere eben rueber gefahren und die Beiden waeren weg.
    Da rollt es mir als Messer-Liebhaber eh die Zehennaegel hoch, wer moeglichst schnell seine Klingen stumpf haben will, darf natuerlich gerne so etwas oder zuhause ein Glas-Schneidbrett benutzen, ansonsten empfehle ich eher, wenn denn fuer umfangreicheres Kochen unterwegs ueberhaupt noetig, ein Kunststoff oder leichtes Holz-Schneidbrett...
    Ach das kennen wir gut aus der Mod-Arbeit, am spaeteren Abend nehmen schon mal die "Ausfaelle" zu, ich habe da schon mal den Eindruck, dass das bei Manchen auch evtl etwas mit dem uebermaessigen Genuss von Hopfen-Kaltschale zu tun hat und wenn das Andere dann bierenrst nehmen, bevor wir ne Chance hatten, evtl Provokationen aufzuraeumen, geht evtl die Klopperei los...
    Aber hier isses ja noch friedlich und fuer den Schnaeppchenthread gibt es ja auch etwas mehr "Freiraum" was OT betrifft...
  22. Gefällt mir!
    Mattes reagierte auf schwyzi in Schnäppchen-Thread 2.0   
    Ohauerha... Sorry, sorry, sorry!
    Natürlich ist ein Rucksack, der "regulär" so roundabout 500 Ocken kostet, für 200€ dann ein Schnäppchen. OT: ( @Gamblex war absolut nicht gegen dich gerichtet, auch sorry!)
    Manchmal, wenn es spät geworden ist, dann vergesse ich schlicht, in welchem Forum ich gerade lese 😉 , und dann triggert mich etwas, Gedankenfetzen treten auf, Assoziationen wie "Titan-Schneidbrett" oder "es muss DCF für den Quadratmeterpreis von Blattgold sein" - und ich schreibe was. Schiebt das einfach auf Alterssenilität😄
     
  23. Gefällt mir!
    Mattes reagierte auf RaulDuke in Schnäppchen-Thread 2.0   
    @kai, @Trinolho, @yoggoyo
    Echt jetzt? Eine Diskussion, über Rassismus oder den Begriff Schnäppchen, an dieser Stelle?
    So wie ich Kollege @schwyzi kenne, hat er es lediglich witzig gemeint!
     
  24. Danke!
    Mattes hat eine Reaktion von yoggoyo erhalten in Alpha Direct Hoodie von Outliteside   
    Moin,
    ich habe grad nachgeschaut, ich konnte die Seite öffnen, sogar die Produkte anschauen.
  25. Gefällt mir!
    Mattes hat eine Reaktion von teejex erhalten in Stammtisch Ruhrgebiet   
    Natürlich sind unsere Nachbarn aus dem Münsterland willkommen. September wäre auch in Ordnung. 

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