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Ultraleicht Trekking

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Celine

Member.
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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    Celine hat eine Reaktion von DERHEIKO erhalten in Routentrack erstellen   
    Ich muss jetzt glaub ins Tun kommen und wenn sich dann Fragen auftun, komme ich nochmal darauf zurück  Ehrlich gesagt finde ich es jetzt am Anfang etwas überfordernd 
  2. Danke!
    Celine reagierte auf r0bin in Quilt   
    Hallo @Celine,
    anbei ein paar Anmerkungen, die mir beim Überfliegen deiner Liste aufgefallen sind. Ob und was du davon umsetzen möchtest, bleibt natürlich ganz allein dir überlassen.
    Brauchst du wirklich eine große Gaskartusche? Wenn man nur Wasser warm macht, muss es nicht zwangsläufig immer sprudelnd kochen, um Essen zuzubereiten. Meine Freundin und ich kommen mit einer 100g Kartusche circa 8-10 Tage aus um pro Tag eine warme Mahlzeit zuzubereiten.
    Bei der Powerbank könntest du circa 60 Gramm sparen mit einer Nitecore 10000.
    Tyvekplane nutze ich zwar selbst auch im Gebirge, um die Ausrüstung zu schonen, ist aber eigentlich nicht unbedingt nötig.
    Kindle ist ziemlich schwer. Musst du bewerten, ob du so viel Zeit mit Lesen verbringen möchtest, dass es sich lohnt.
    Bei Notizbuch und Stift lässt sich sicher viel optimieren. Ich habe mir mit Mini-Kugelschreiberminen und dünnen Röhren aus dem 3D-Drucker Kulis gemacht, die nur knapp über 2g wiegen. Statt 3D-Drucker kannst du aber auch einfach bisschen Pappe oder Klebeband nehmen, um es etwas zu verlängern und zu versteifen. Beim Notizbuch würde ich mir lieber ein paar lose Zettel mitnehmen, für das, was du notieren möchtest. Alternativ einfach im Handy aufschreiben.
    Brauchst du wirklich 3 USB-C Kabel? Vielleicht reichen auch 1-2 und ggf. kannst du mal nach kürzeren schauen.
    Statt 25ml Zahnpastakonzentrat würde ich Denttabs/Zahnputztabletten nehmen. Gibts im Drogeriemarkt in keinen Papiertütchen. Vermeidet Plastikmüll, kann man tagesgenau dosieren und wiegt fast nix.
    Warum Duschbrocken und Dr. Bronner? 25ml Dr Bronner hält ziemlich lange, aus meiner Sicht sollten 10ml reichen.
    Schweizer Taschenmesser ist ziemlich schwer. Ein Gerber LST Ultralight wiegt bspw. nur 17g statt 93. Falls du beim Messer bleibst, brauchst du dann wirklich zusätzlich eine separate Pinzette?
    16g Betaisodona erscheint mir auch sehr viel.
    Leucoplast würde ich keine ganze Rolle mitnehmen, falls du das vorhattest. Kannst dir einfach ein Stück auf den Labello aufwickeln.
    Zum Zecken entferenen kann man auch eine Einfädelhilfe aus dem Nähkorb nehmen (wiegt circa 0,1g). Wieso hast du Zeckenkarte und Pinzette dabei?
    Statt der Evernew und Platypus Trinkblasen kannst du auch billige PET Flaschen von stillen Wasser nehmen. Die m.W. leichtesten gibt's von Christalline, gibt aber auch leichte von der EDEKA Eigenmarke. Wiegt weniger und ist meiner Meinung nach praktischer. Christalline hat aber kein Standardgewinde, falls du die direkt an deinen Saywer Wasserfilter anschließen möchtest.
    Deine Wanderstiefel erscheinen mir sehr schwer, aber bei dem Thema scheiden sich die Geister. Ich persönlich bin mit leichten Trailrunnern glücklich, aber das ist nicht jedermanns oder -fraus Sache.
    Weiß nicht, auf welcher Höhe und zu welcher Jahreszeit du unterwegs sein möchtest, aber meines Erachtens hast du zu viel Wechselkleidung dabei. Man muss nicht immer völlig frisch riechen beim Wandern und kann ja auch zwischendurch Dinge auswaschen.
    Leggings für Pausentage wäre für mich jetzt überflüssig. Ich trage eine Patagonia Terrebonne zum Wandern, die ist so bequem wie eine Jogginghose und wiegt bei mir unter 190g in Männer XL.
    Regenjacke und Regenschirm ist für mich doppelt.
    Statt des Mikrofaserhandtuchs kannst du auch mal zuhause versuchen, dich mit einem Allzweck-Spüllappen von DM abzutrocknen. Mir reicht ein halber locker für den ganzen Körper, meiner Freundin mit langen Haaren ein ganzer. Kostet fast nichts und wiegt weniger als ein Drittel.
    Viele Grüße,
    Robin
     
  3. Danke!
    Celine reagierte auf Gibbon in Quilt   
    @Celine
    Du wirst mehr Feedback haben, wenn du für deine Packliste zur Optimierung einen eigenen Faden aufmachst. Hier meine ersten Bemerkungen:
    Die Alpentour ist wie geplant? Komplett mit Camping im Zelt? Habe selber keine Erfahrung mit Zelten in den Alpen, ist jedoch nicht überall erlaubt. Da können dir andere hier im Forum mehr Rat zu geben.
    Titanium Mug zum Trinken ist eine Luxusartikel (nimm mit wenn du Kaffee/Tee-Liebhaber bist)
    Notizbuch und Stift nötig?
    25ml Sonnencreme wird wie lange reichen in den drei Monaten? Resupply einplanen.
    Schweizer Taschenmesser nötig?
    Was bedeutet das Fragezeichen hinter der Daunenjacke? Als Pausen-, Lager- und Schlafjacke mitnehmen!
    Regenschirm -> du hast bereits Regenhose und -Jacke dabei, reicht das nicht? Hast du das Setup im Regen schon ausprobiert? Wenn nicht, unbedingt testen vor der Tour!
    Zwei Paar Handschuhe?
    Telefon ist nicht in der Liste drin
  4. Gefällt mir!
    Celine reagierte auf r0bin in Quilt   
    Ich bin zwar erst 3 Jahre in der "UL-Szene" unterwegs aber meiner Meinung nach wird das Thema Volumen auch ein bisschen überbewertet. Ich hab nen zpacks Arc Haul in der 70 Liter Variante (ist inklusive Seitentaschen und Mesh gerechnet). Der Rucksack selbst wiegt dabei kaum mehr als seine kleineren Varianten:
    Arc Haul 40l = 545g
    Arc Haul 50l = 584g
    Arc Haul 60l = 592g
    Arc Haul 70l = 602g
    Durch das größere Volumen kann ich aber auf die ganzen Kompressionssäcke und deren Gewicht verzichten. Schaummatte (Z-Lite Sol), Apex Quilt, Kunstfaser-Puffy-Jacke etc. passen einfach so ins innere des Rucksacks und man hat auch genug Puffer für Resupply. Nicht falsch verstehen: Natürlich ist ein geringeres Volumen besser als ein höheres aber es ist aus meiner Sicht keine Voraussetzung zum Gewichtsparen. Und Daune käme für mich persönlich nicht in Frage.
  5. Danke!
    Celine reagierte auf York in Quilt   
    Für die bereits empfohlenen gramxpert-quilts gibt es eine sehr gute Übersicht bzgl. den Größenoptionen und der zugehörigen komprimierten Größe in Litern. Dann kannst du zumindest besser planen. Aber ja, geringeres Packmaß als Daune wird schwierig.
  6. Danke!
    Celine reagierte auf paff in Quilt   
    Da bin ich gerade auch drüber gestolpert. Kenne den Schlafsack nicht, finde im Netz aber auf die schnelle nur die KuFa-Version im 17l-Packsack.
    Falls es ne Daunenvariante davon gibt und die auch kompremiert "viel zu groß" für deinen Rucksack ist, würde ich eher zu nem größeren Rucksack tendieren als zu nem anderen Schlafsystem. Weiß nicht wie konservativ du ansonsten beim Volumen geplant hast, aber ein bisschen Spielraum wäre mir für nen Zeitraum von drei Monaten wichtig.

    Falls es die KuFa-Version ist, wird nen Daunenquilt natürlich deutlich Platz einnehmen. Auch da würde ich aber vor einem weiteren Kauf sicherstellen, dass er in den vorhandenen Rucksack passen wird.

    Abschließend noch meine persönliche Meinung:
    Vielleicht meiner fehlenden Erfahrung mit Fernwanderungen durchs Gebirge geschuldet, aber ich würde nicht ausgerechnet für dieses Vorhaben auf nen Quilt umsteigen, ohne zu Wissen, wie gut das bei Temperaturen um bzw. unter dem Gefrierpunkt und widrigen Witterungsbedingungen für mich funktioniert. Vielleich wär ne Kombi aus nem Schlafsack und nem Quilt oder Linern ne Variante, gerade weil die Temperaturen in den Tälern ja deutlich höher liegen werden.
  7. Gefällt mir!
    Celine reagierte auf Linnaeus in Quilt   
    Das Volumenproblem!
    Gilt ja nicht nur für das genannte Rucksackmodell. Leider wird man bei UL zum Missbrauch des Daunenschlafsacks durch Kompression genötigt. 
    Du könntest versuchen, den Schlafsack in einem separaten Packsack außen zu befestigen, z.B. oben draufzuspannen. (Weiß nicht, ob das beim Agilist geht.)
    Kunstfaser ist keine Lösung für dein Problem! Auch als Quilt nicht!
  8. Danke!
    Celine reagierte auf r0bin in Quilt   
    Hi, bei Modellen aus Apex solltest du 200, 233 oder 267g / m² gehen, je nachdem wie viel Kleidung du dabei hast und  trägst und ob du ein Inlay verwendest. Ich habe einen von Hyberg (https://hyberg.de/de), bin grundsätzlich zufrieden, war aber etwas enttäuscht, da er leider deutlich schwerer war als auf ihrer Website angegeben. Da ich damals aber nicht mehr viel Puffer hatte, habe ich ihn dennoch behalten. Sehr beliebt sind die Quilts von GramXpert (https://www.gramxpert.eu/). Wenn ich nochmal einen bestellen würde, wäre das vermutlich meine erste Wahl.
  9. Witzig!
    Celine reagierte auf Biker2Hiker in Quilt   
    Falls Du im Forum mit der Suchfunktion nichts gefunden hast! Es heißt Quilt, nicht Quillt!
  10. Gefällt mir!
    Celine reagierte auf martinfarrent in Wien - Nizza. In 78 Tagen durch die Alpen.   
    Das geht für mich Hand in Hand... wie Tauchen und Auftauchen, beides gleichermaßen spannend bzw. erlösend. Und wenn das Timing stimmt: perfekt.
  11. Danke!
    Einfach die Müslimischung Variieren?
    Wenn du für 2 Wochen Müsli mitschleppst, dann mische dir doch einfach 4 verschiedene.
    Dann wechselst du einfach ab.
    Ich habe z.B. eine Mischung, wo ich pulverisierte Butterkekse mit rein tue. Ähnlicher Effekt für Kalorien, wie auch Geschmack wie Babybrei, nur günstiger!
    Eine Variante, die ich benutze ist mit recht viel Bananen Chips, ne Andere eher ohne Obst, aber dafür mit Bergen von Nussmix….
    Während ich hier schreibe, kommt mir gerade eine unglaubliche Idee, die ich hier noch nie gelesen hab.
    Es gibt ja auch Erdbeermilch Pulver, oder Vanille, Bananen oder Schokomilch Pulver (auch Kakao genannt, hihihi).
    Das könnte man auch mit reinmixen!
    Das werde ich doch gleich in den nächsten Tagen ausprobieren…
  12. Witzig!
    Celine reagierte auf khyal in An die Frauen: Pinkeln on Trail   
    OT: Aber hart dran, das von mir schon häufiger erwähnte Lightload Towel  19,2 g bei ca 27,5 * 53 cm, ich nutze 2 Aneinandergenähte damit ich mir bequem ohne Verrenkungen den Rücken abtrocknen kann (ja ich weiß verwerflicher Luxus von 19,2 g zusätzlich )

    Hier nochmal kurz, was ich an anderer Stelle im Forum drüber geschrieben habe :
    "..Gewicht mit genauer Waage gewogen, Länge / Breite, nicht strammgezogen, gemessen...Lightload Towel wiegt 19,2 g bei 27,5*53=1458 cm² -> 1,3 g / 100 cm² ...Lightload Towl  Wasseraufnahme 99 ml, davon liessen sich 73 ml (74%) auswringen -> 5,2 ml / g..."

     
    Vielleicht überseh ich ja was, aber mir erscheint das suboptimal....bei jedem Pinkeln was wegwerfen, statt ein Pee Rag jahrelang zu benutzen und dann jedesmal beim Pinkeln extra nen Loch graben, oder habe ich da was missverstanden ?
     
    Geile Idee, ich finde das sollten viel mehr Hersteller machen, statt immer nur, "ich habe das tollste, beste, grossartigste XY" bei einem Zeltvergleich könnte man dann die Hersteller zum Battle-Rap einladen...
    OT: Es gab früher mal von einem Stammtisch, nachdem wir auf Eifeltour waren und dann nachts Starkwind war, wobei den ganzen Mid-Usern die Heringe rausgeflogen sind hinterher ein Gedicht "Was hämmert da bei Nacht und Wind.."

     
     
  13. Danke!
    Celine reagierte auf hiker in An die Frauen: Pinkeln on Trail   
    Genau. Es genügt ein Stück Stoff, einfach ein Stück eines alten Kleidungsstücks, kostet nix, wischt auch trocken 😉 Loch durchstechen und mit Karabiner oder Stück Schnur aufhängen.
  14. Danke!
    Celine reagierte auf Patirou in An die Frauen: Pinkeln on Trail   
    OT: Sonst gäbe es auch noch die Urinella, was sogar das stehend pinkeln ermöglichen würde. Laut meiner Frau der Mittelfinger, den Sie schon immer der Evolution zeigen wollte.
  15. Gefällt mir!
    Celine reagierte auf Kaylee in An die Frauen: Pinkeln on Trail   
    Kann dem bisher Gesagten nur zustimmen.
    Zum letzten Punkt: SheWee! Muss man üben, aber bei kalt / dicke Klamotten / fehlende Deckung super praktisch. Und bei guter Passform bleibt hier von vornherein weniger am Körper, was abgewischt werden muss. Das Teil selbst kann man ausschütteln und mit klarem Wasser abspülen.
    Ergänzend vielleicht noch: Tempos gehören auf keinen Fall in die Natur, richtig, für "Großes" daher lieber Klopapier. Löst sich leichter auf und je nach Gelände kann es akzeptabel sein das zu verbuddeln.
    Nicht nur nützliches, sondern auch sehr unterhaltsames Buch zu diesem und ähnlichen Themen: "How to sh.. in the woods". Spielt für Gesundheit und Umweltschutz eine Rolle, das richtig zu machen. Insofern sollte man auch drüber reden.
  16. Danke!
    Celine hat eine Reaktion von Blickpunkt erhalten in An die Frauen: Pinkeln on Trail   
    Ihr seid der Hammer! Das ist das wonach ich gesucht habe 🥰🥰 und das Einhorn-Gedicht ist wirklich Klasse 🤣🤣
  17. Gefällt mir!
    Celine hat eine Reaktion von khyal erhalten in An die Frauen: Pinkeln on Trail   
    Ihr seid der Hammer! Das ist das wonach ich gesucht habe 🥰🥰 und das Einhorn-Gedicht ist wirklich Klasse 🤣🤣
  18. Witzig!
    Celine reagierte auf Blickpunkt in An die Frauen: Pinkeln on Trail   
    OT: Ich finde ja, allein das Erklärvideo „How to Kula - Ein Gedicht eines Einhorns“ wäre für mich schon ein Grund, das Teil zu kaufen. Unbedingt anschauen 🦄 Mega sympathisch.
    Einhorn Gedicht
  19. Danke!
    Celine reagierte auf Blickpunkt in An die Frauen: Pinkeln on Trail   
    Ich habe übrigens auch eins (muss man ja nicht zwangsläufig als Pinkeltuch benutzen, nur weil es so heißt 🤓). Vielleicht nicht ganz unwichtig für deine Entscheidung: 13 g 🥳🥳🥳 Das schaffen nicht mal div. UL-Handtücher.
  20. Danke!
    Celine reagierte auf Frankie in An die Frauen: Pinkeln on Trail   
    Hey Celine,
    ich nutze seit einiger Zeit das Kula Cloth Pee Rag und liebs total. Endlich kein Papiermüll mehr, den ich mit mir rumtragen muss. Es hängt immer außen am Rucksack, so ist es jederzeit griffbereit und kann auch schön trocknen. Ich wasche es dann abends einmal aus. 
    Gibt es in vielen fancy Farben und Mustern. ;)
  21. Danke!
    Celine reagierte auf Blickpunkt in An die Frauen: Pinkeln on Trail   
    Bin zwar ein Mann, hab aber ne Frau und die nutzt (ich denke mal) das bekannteste Modell für diese Fälle. Haben aber auch div. andere Frauen, die sich im Outdoor Bereich auf z.B. YouTube tummeln.
    https://kulacloth.de/
    Gibt aber natürlich auch andere Bezugsquellen, das ist nur ein Beispiel.
  22. Danke!
    Celine reagierte auf khyal in An die Frauen: Pinkeln on Trail   
    Bin zwar keine Frau, antworte aber trotzdem mal...

    Dafür gibt es halt die Pee Rags, üblicherweise eine Seite wasserdicht, damit die Finger trocken bleiben und die andere Seite weiches saugfähiges Material, das Bekannteste ist wahrscheinlich das Wonder Woman Gear Pee Rag Link für D, daneben gibt es noch Andere wie das Kula Cloth Pee Rag link in D
    Es haben sich aber auch schon Frauen z.B. aus ein paar Lagen Lightload Towel o.A. und ner Schicht Zeltstoff zusammengenäht.

    Irgendwo in den Tiefen des Forums gibt es auch einen Thread über das Selbernähen, aber ich bin unterwegs da geht das gerasde nicht so gut zu Suchen
  23. Gefällt mir!
    Celine reagierte auf khyal in Routentrack erstellen   
    Aber klar, Overath, 20 km östlich Köln oder in meinem Südzuhause TerraNonna Südtoskana
  24. Gefällt mir!
    Celine reagierte auf berghutze in Wien - Nizza. In 78 Tagen durch die Alpen.   
    Tag 9 (23.06.) Eisenerz bis Hartelsgraben Jagdhütte, 28 km (1.900 hm auf)
    Von Eisenerz führte der Weg weiter nach Radmer an der Stube. Nur total langweilige Forstwege, die Wanderwege hatte man wieder zuwachsen lassen – das war der bisher mit Abstand unattraktivste Wegabschnitt. Einzig lohnenswert war die Aussicht auf den Lugauer.

    Auch Radmer an der Stube fand ich nicht besonders attraktiv, so dass ich dort nur eine längere Mittagspause im Schatten einlegte (immerhin gab es einen Bach, in dem man die Füße kühlen konnte), bevor ich mich an den nächsten Aufstieg über eine Flanke des Lugauer machte. Eine völlig unzutreffende Wegbeschreibung bei outdooractive („Forststraße bis zum Schoderkreuz“) hatte mich zu der Annahme veranlasst, dass der Weg nach oben praktisch ein Spaziergang werden würde (schon ein genauerer Blick auf die Karte hätte mich eines besseren belehrt). Den Wegabschnitt, der dann kam, habe ich ziemlich verflucht, es ging nämlich über völlig zugewachsene Pfade durch Wald und Wiesen. Im untersten Abschnitt zog ich in Anbetracht zahlreicher Brennesseln und Brombeerbüsche trotz der Hitze meine Regenhose an, die mir als das kleinere Übel erschien. Oberhalb der Baumgrenze ging es dann durch Fels und Geröll weiter und stellenweise wurde es ordentlich steil. „Forststraße“, sehr witzig, kann ich da nur sagen (oder komisches Verständnis davon, was eine Forststraße ist). Als ich oben ankam, war ich ziemlich erledigt.
    Das war der letzte Teil der "Forststraße" (wie steil es nach oben ging ist leider nicht zu erkennen):

    Dort oben konnte ich aber nicht bleiben (kein Wasser, kein Zeltplatz – zumal es in den Nationalpark Gesäuse ging), so dass ich wohl oder übel den Abstieg querfeldein über eine Wiese begann. Dort legte ich, weil ich aus Erschöpfung/Unkonzentriertheit ein Loch in der Wiese übersehen hatte, meinen zweiten Sturz hin, der aber zum Glück ebenfalls keine schlimmeren Folgen hatte. Auch der weitere Wegverlauf war nicht geeignet, meine Begeisterung für diesen Wegabschnitt zu wecken. In zahlreichen Kehren ging es eine Forststraße hinunter, die man zwar laut Wanderkarte abkürzen konnte. Die Einstiege waren aber so zugewachsen, dass mir unklar war, ob dieser Wanderweg überhaupt noch existiert. Ob meiner Verfassung wählte ich lieber den sichereren (aber längereren) Weg. Aufgrund des Zustandes der Wege hatte ich irgendwie das Gefühl, dass Wanderer hier unerwünscht sind.
    Da ziemlich klar war, dass ich es an diesem Tag nicht mehr bis zur nächsten Hütte (das wäre die Hess-Hütte gewesen) schaffen würde, begann ich mich nach einer Übernachtungsgelegenheit umzusehen. Ich hatte dabei zwar nicht das allerbeste Gefühl, entschied mich dann aber - auch in Ermangelung besserer Optionen - bei der Hartelsgraben Jagdhütte zu bleiben. Gegenüber der Hütte gab es einen Picknicktisch mit Brunnen und in der Nähe auch einen Bach, indem man sich waschen konnte (ist das schon #glamping?). Nachdem ich mich dort längere Zeit herumgetrieben und gewaschen und gegessen hatte, ohne dass sich auch nur eine Menschenseele hatte blicken lassen, entschied ich mich, auf der überdachten Veranda der Hütte zu schlafen und mein Zelt nicht aufzubauen – einerseits war ich dazu zu faul, andererseits dachte ich, dass ich so weniger auffalle und mich schneller aus dem Staub machen kann (ich wurde unterwegs ständig gefragt, ob ich so alleine nicht Angst habe – meine größte Angst ist tatsächlich, irgendwann mal morgens, von einem Jäger mit der Flinte in der Hand geweckt zu werden ).
    Nachts lernte ich dann, solche Entscheidungen in Zukunft besser zu überdenken... Über die Jagdhütte zog ein nicht angekündigtes Gewitter her, geweckt wurde ich vom Regen, der unter das Verandadach geweht wurde und bei genauerer Betrachtung war ich mir nicht sicher, wie dicht das Dach wohl ist. Zum Glück regnete es nur wenig, so dass ich nochmal mit einem blauen Auge davon kam.

    Tag 10 (24.06.) Hartelsgraben Jagdhütte bis Oberst-Klinke-Hütte, 24 km
    Nach dieser wenig erholsamen Nacht lief ich morgens schon mit müden Beinen los. Es folgte ein längerer Aufstieg durch die Sulzkaralm (700 hm, die ich zu diesem Zeitpunkt als „ordentlichen Aufstieg“ bezeichnete – worüber ich zwei Monate später nur müde lächeln konnte und mich wunderte, was für ein Weichei ich zu dieser Zeit noch war ), vorbei an einer beeindruckenden Felswand, die noch im morgendlichen Nebel hing. Ich traf auf einen Senn, der erzählte, dass er gerade alles für die Kühe fertig mache, die am nächsten Wochenende auf die Alm getrieben werden sollten. Das letzte Stück bis zum Sulzkarhund ging es ordentlich steil nach oben und schon um 8:00 Uhr lief der Schweiß in Strömen. Dafür wurde ich allerdings durch eine Gruppe Gemsen, die mit ihren Jungen unterwegs war, entschädigt.
    Alles was ich hoch gelaufen war, ging es dann auf der anderen Seite wieder runter. Im Tal wartete allerdings erstmal eine Naturkneippanlage auf mich, bei der ich länger rastete. Der Versuchung, in Johnsbach gleich die nächste Pause einzulegen, widerstand ich und machte mich an den nächsten Aufstieg zur Mödlinger Hütte (750 hm). Die Hütte fand ich irgendwie wenig einladend. Wenn ich noch bis zur Oberst-Klinke-Hütte weiterliefe, wäre außerdem der nächste Tag, an dem es bis Rottenmann gehen sollte, schön kurz. Daher legte ich nur ein kleines Päuschen ein, das sich zudem wenig gemütlich gestaltete, da ein starker Wind aufkam und unklar war, ob das Wetter hält. So brach ich schneller als gedacht zum letzten Stück Weg (nochmal 300 hm ab und dann wieder 300 hm auf) vor beeindruckender Felskulisse (müsste der Admonter Kalbling gewesen sein) zur Oberst-Klinke-Hütte auf. Die Kässpätzle dort kann ich nur wärmstens empfehlen und nachts schlief ich wie ein Stein.

     
    Tag 11 (25.06.) Oberst-Klinke-Hütte bis Rottenmann, 16 km
    Richtung Rottenmann lief ich die letzten Kilometer auf dem Nordalpenweg, den ich nach gut 260 km schon wieder verließ (was sich gut traf, da der nächste Abschnitt wegen Baumfällarbeiten gesperrt war). Schon gegen 10 Uhr morgens lief ich in Rottenmann ein und hatte fast so etwas wie einen Pausentag (neudeutsch auch Nearo genannt ;-)). Ich freute mich über ein ausgiebiges zweites Frühstück und fühlte mich wie im Paradies, denn in Rottenmann gab es vier (!) Supermärkte, in denen ich meine Vorräte aufstocken konnte (dabei war mein Rucksack gerade so schön leicht).
     
    Kleines Fazit zum Nordalpenweg:
    Der Nordalpenweg war ein wunderbarer Start für diese Wanderung, den ich jederzeit wieder wählen würde. Einerseits fand ich es toll, an den ersten beiden Tagen gemütlich aus dem flachen Wien über die Hügel des Wienerwaldes in die Berge zu laufen, andererseits war ich überrascht, wie schnell man dann so richtig in den Alpen ist. Mit dem Aufstieg auf den Schneeberg und über die Wachthüttelklamm und dem Abstieg von der Heukuppe geht es zwar ziemlich schnell zur Sache – wenn man dieses Stück Weg hinter sich gebracht hat, kommt aber lange nichts mehr, was einem Sorgen bereiten muss. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass gleich mehrere Gipfel (Schneeberg, Hohe Veitsch und Hochschwab) auf dem Weg liegen. Da es relativ schnell relativ hoch hinaus geht, sollte man allerdings nicht zu früh im Jahr starten.
  25. Gefällt mir!
    Celine reagierte auf khyal in Routentrack erstellen   
    Joo ist am Anfang so, solltest Du aus meiner Gegend sein, können wir uns gerne mal treffen bzw Du auf nen Kaffee vorbei kommen und ich kann Dich darin unterstützen, daß Deinbe Lernkurve was steiler wird

    Ansonsten wohnen aber überall in D User, da wird sich bestimmt noch jemand anders finden, der Dir da auch praktisch vor Ort weiterhelfen kann.

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