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Springbok

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    Hab mir die Tage ein neues FannyPack gebastelt. Hierfür hatte ich mir erstmals ein Pattern erstellt. Sonst spare ich mir diesen Schritt und näh die Sachen im Kopp zusammen. Aber wenn ich das jetzt mal gemacht hab, dachte ich mir: Warum nicht auch für andere als Inspiration, zum Nachbasteln und/oder Verbessern zur Verfügung stellen
     
    Das hier ist jetzt keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, aber ich denke mit Hilfe der Bilder dennoch einfach zu bewerkstelligen.
     
    Die Masse liegen bei 18x9x6cm, zirka... Unförmiges, asymetrisches Dingen... 
     

     
    Hatte noch Stoffreste über und den ExTex 65g/m² PU-beschichteten Zeltboden genommen. Die Reissverschlüsse sind billige Meterware aus irgendeinem Discounter. Das Pack wiegt bei mir insgesamt 24g.
     

     
    Es hat innen ein Smartphone-Einschubfach. Der Steg ist Doppelwandig und oben mit Ripsband eingefasst. Außerdem mit einem Reissverschluss versehen, um ihn als verschließbaren Beutel für Bargeld, EC-Karten etc. nutzen zu können.
     

     
    Rückwärtig ist auf ganzer Breite Ripsband mit jeweils einer Schlaufe pro Seite aufgesetzt. 
     

     
    Zum Befestigen ist einerseits ein Stück Gummizug und andererseits 550er Paracord angebracht. Passt mir von der Länge her genau um den Wanzt. Verschlossen wird der Zug simple per Knoten durch die Schlaufe am Gummizug. Durch die Zugkraft hält der dicke Knoten in der Schlaufe.
     
    Der Zeitaufwand  war überschaubar. Hat mich einen Nachmittag gekostet. Solche kleinen Nähprojekte sind super zum Üben, um ins Nähen reinzukommen
     
    Anders zusammen gelegt kann man das FannyPack anstatt aus 3 Stoffteilen bestimmt auch aus einem Stück Stoff nähen.
     

     
    Die 3 Vorlagen sind als Din-A4 eingescannt.
     

  2. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf Painhunter in Der „Microabenteuer“ Thread   
    Absolut. Wenn ein kompletter Büromensch der nix mit Natur am Hut hat anfängt 5km von der Arbeit nach Hause zu laufen...dann hat er meinen größten Respekt und er hatte für sich ein Microabenteuer welches ihn inspiriert weiter zu machen. 
    Das ist doch die Basis. 
    Wir neigen stark uns mit anderen zu vergleichen, dabei übersehen wir uns selber. Lasst uns das Abenteuer erleben was jeder vor hat. Lasst uns raus gehen, egal ob 500m in den Garten oder 5k Meilen nach Lappland. Und lasst uns vor allem Spaß haben. Egal ob das erste Feuer im Garten stattfindet oder aufm einsamen Trail im amazonasgebiet. Die Freude das es brennt wird bei beiden exakt die selbe sein. Also wo ist der Unterschied in der Freude? Es gibt keinen. 
    Das erste mal draußen schlafen...so richtig...für mich ein absolutes Abenteuer mit vielen unwägbarkeiten...für @rentoo gewöhnlich.
    Aber auch hier...die Aufregung war beim ersten mal die selbe. Und die Vorfreude auf etwas ist doch immer das schönste. Und das zweitschönste ist das Ergebnis genießen zu können. Jemand der noch NIE in seinem leben ein Feuer angezündet hat, der hat sein Microabenteuer mit einem Streichholz. Das ist...EINFACH WUNDERBAR! 
    Weniger reden, weniger vergleichen..rauus und machen...egal wie klein..jeder hat meinen Respekt!
     
  3. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf ticipico in Impressionen von Touren   
    Mir wird immer mehr bewusst, dass ich ja eigentlich in einer typischen mitteleuropäischen Urlaubslandschaft wohne ...

    Das machte ich mir am Freitag zu Nutze und fuhr in  30 Minuten via ÖPNV nach Hann. Münden, dem Beginn des Weserberglandweges.

    Es ging gleich prima los: Ich frühstückte dort am frühen Morgen auf der Flaniermeile im Stadtcafe und traf auf ein sehr kontaktfreudiges, angenehmes Wanderpaar mit ähnlichen Ambitionen, Einsichten und Ansichten zum Thema Wandern. So ein Austausch "in echt" ist richtig gut.
     
    Fakten zum Weg:
    Etappen 1 bis 3 insgesamt: 42 km,
    790 m rauf, 700 m runter,
    Laufzeit: 10 Std.
     

    Der Weserberglandweg wird im www genauso beworben wie so manch anderer WeitWanderWeg, der "prämiert" ist. Und gleichzeitig hatte ich beim Wandern einen ganz anderes Gefühl als bei den bisherigen "Steigen". 
     

    Es war irgendwie "normaler", (fast) ganz ohne das ganze Premium-Weg-Gedöns: 
    Wenn es mal eine Sitzbank gab (und das war selten), so war diese meist schon in den 90ern von irgendeiner Sparkasse, einem Stammtisch oder einem Gemeinderat gestiftet oder von einem Forstamt grob gehauen aufgestellt worden. Ab und an war der Weg entweder von Wildschweinen oder Harvestern zerfurcht.  Manchmal erstreckte sich der Weg kilometerlang-weilig auf Forstautobahnen entlang. Und manchmal musste ich den Weg in der Wiese oder am Waldrand als Pfad erahnen. Es erwartete mich nicht stündlich ein neues "WanderErlebnis", auf das ich mit Hinweisschildern besonders hingewiesen wurde (damit ich es auch wirklich als Solches wahrnehme). Direkt am Weg einkehren konnte ich nur auf der Sababurg. Der Besuch anderer touristischer Angebote hätten eines Umweges bedurft.
    Die Mittagshitze verbrachte ich im Schlaf im Schatten am Waldrand und bei gekühlten Getränken auf der Sababurg.
     
     
    Dafür lief ich anschließend bei angenehmen Temperaturen in die Dämmerung hinein. Das Abendlicht verzauberte den Wald in einen Tempel mit goldenen Fäden (ist zwar etwas pathetisch, aber eine andere Beschreibung fällt mir derzeit schwer). Ich konnte mich gar nicht satt sehen.
     
     
    Und doch musste bald ein Schlafplatz her, den ich dann auf dem Wechselberg kurz vor Bad Karlshafen gefunden habe. Es war so schön draußen, dass ich lediglich das Innenzelt aufgebaut habe (als Zeckenschutz, ansonsten wäre auch das Innenzelt nicht nötig gewesen.
     
     
     
     
     
     
    Am nächsten Tag lief ich dann entlang der Diemel und der Holzape stetig bergan zurück bis nach Hofgeismar. Von hier aus ist es für den ÖPNV eine Kleinigkeit, mich nach Kassel zu bringen.
    Erkenntnis: 
    Mir machen die "normalen", einfachen Wanderwege mehr Freude als die mit "Erlebnispunkten" und in standardisiertem Abstand aufgestellten Corporate-Identity-Liege-Ruhe-Bänken aufgepimpten prämierten "Steige", "Stiege" und "Trails".
  4. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf Erbswurst in Meine 1. Grundausstattung - bitte um Optimierung   
    Verboten?
    Du suchst Dir im Internet zB das Bundeswaldgesetz raus. Und das betreffende Landeswaldgesetz. Und die beiden Jagdgesetze. Vermutlich wird dort Zelten verboten sein. Selten ist das verlassen der Wege im Dunkel der Nacht verboten.
    (zB in Schleswig Holstein)
    Ggf. Regeln von Schutzgebieten einsehen.
    Du kaufst Dir einen olivgrünen Biwaksack und ziehst Dir bei einsetzendem Regen eine Grüne Regenjacke über den Kopf.
    Das ist fast nirgendwo verboten in Europa!
    Gib Acht, dass Du keine Tiere störst oder die Jagd. Von Jagdkanzeln wird in der Dämmerung scharf geschossen auf Lichtungen und am Waldrand. Dort pennt man nicht, niemals in Schußfeldern von Jagdkanzeln, niemals dort wo Bauern drüber fahren könnten! Niemals unter toten Ästen oder neben morschen Bäumen.
    Nie im NSG! Nie im umfriedeten Bereich, wie innerhalb von Zäunen, und auf klar sichtbarem Privatgelände am Wohnhaus. Logo!
    Deutschland ist ein freies Land! Was nicht ausdrücklich verboten ist, darf man als erlaubt betrachten!
     
  5. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf A+P in Germany Trail / Deutschlandweg   
    wo kann ich denn dazu informationen einsehen?
    ich denke nicht das es darum geht jemanden nieder zu machen. es wird transparenz gefordert, was ich gut verstehen kann. auf der seite ist jedenfalls soweit ich das beurteilen kann nix zu sehen.
    A
  6. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf bri in Impressionen von Touren   
    Ostersonntag-Tagestour, um zu testen, ob ich als Ungeübte 30km an einem Tag schaffe. Ausgesucht habe ich mir dafür den Nordpfad Wümmeniederung.
    Die ersten 12 km sind nicht so prickelnd, weil sie hauptsächlich auf Straßen und Schotterwegen langgehen. Zunächst zwar im Wald bzw. am Waldrand, doch dann durch Ferienhausgebiete. Will ich Häuser sehen? Nein! Dann kommen endlich schmalere Wege: Sandwege, kilometerlange Wiesenpfade und Waldwege. Dieser Teil der Strecke ist sehr schön.
    Mein erstes Pausenplätzchen an einem Wümmebogen:

    Durchaus nett sind immer mal wieder die Kunstwerke in der Landschaft. Apropos: Landschaft gibt's hier ziemlich viel.

    Bedrohliches Wolkenspiel begleitetet mich fast den ganzen Tag. Die Figuren sind übrigens Holzskulpturen.

    Am Ende will wohl jemand etwas wieder gut machen.

    Mein Fazit: Ja, ich kann 34 km am Tag wandern, aber ich will es gar nicht . Und ich kann in Zukunft jetzt Touren besser planen.
  7. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf Jan in Wutach- und Gauchachschlucht, Schwarzwald   
    An der Wutach findet man ständig zeichen für Biber!
    Unser Abendessen, lecker Nudeln

    Unser Schlafplatz in der Schurhammerhütte in der Schlucht:






    Ein riesiger Erdrutsch versperrt den Wanderweg und somit muß man für ca. 2km auf einen Forstweg ausweichen.

    Moosquelle, mit Feuersalamander.

     Altes verlassenes Freibad...



    Am zweiten Tag kamen wir an unserem Ziel Lenzkirch an nach ca. 32km. Dort steht das eigentliche Ziel unserer Tour, die Brauerei Rogg .
    Sehnsüchtiger Blick ins Sudhaus...

    Wohlverdiente Belohnung!

    Im Dunkeln sind wir noch bis zu einer nahegelegenen Hütte gekommen und sind am nächsten Morgen per Bus und Bahn wieder um 10 Uhr 30 in Freiburg angekommen.
    Fazit: Gerne wieder und auch gerne bei eher schlechtem Wetter. Einerseits sind dann kaum Menschen unterwegs und außerdem passt Regen zu diesem Ambiente dort. Einen schöneren Schluchtenabschnitt habe ich bis jetzt in Deutschland noch nicht gesehen.
  8. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf Jan in Wutach- und Gauchachschlucht, Schwarzwald   
    Hallo Leute,
     
    wollte euch einige Fotos einer 2,5 tägigen Strecke im Schwarzwald zeigen. Die Wutachschlucht ist ja mittlerweile recht bekannt als eine der jüngsten Täler Europas. Beeindruckende Natur ohne Bebauung und Straßen, das gibt es bei uns hier im Süden selten....
    Also, wir sind mit der Bahn von Freiburg nach Döggingen gefahren und sind von dort südlich in die Gauchach Schlucht eingestiegen. Runter zur Wutach und dann Richtung Westen gelaufen. Das schöne an dieser Tour ist, dass man ständig am Fluß entlang läuft! Das ganze Gebiet steht schon seit vielen Jahrzehnten unter Naturschutz und somit ist die Schlucht wirklich wunderschön und der Weg besteht meistens nur aus einem kleinen Pfad. Im Sommer und vor allem Wochenends sind sehr viele Wanderer unterwegs und deshalb am besten Stoßzeiten vermeiden.
    Am vorletzten Wochenende sollte es durchgehend regnen. Deshalb hatten wir die Schlucht für uns alleine .
    Zuerst mal die Gauchach Schlucht:









    Dann die Mündung in die Wutach:




  9. Gefällt mir!
    Mit Verlaub aber ich halte es für unangemessen dieses Forum für gewerbliche Zwecke zu verwenden. Stellenangebote können auf anderen Plattformen verbreitet werden. Dieses Forum dient in erster Linie dem Austausch zum Thema UL Trekking! 
  10. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf Jan in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    Interesse . Bitte berichte nach der ersten Erfahrung. Danke.
  11. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf Trekkerling in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    Weiß nicht, ob sie wirklich sooo neu ist und ob sie schon mal erwähnt wurde (unter der Suchfunktion hab ich nix gefunden): Buff hat mit der Pack lite Cap (manchmal auch Pack Run Cap) ne Kappe/Mütze raus gebracht, die mit 30g doch ziemlich beeindruckend leicht ist. Ist zumindest mal schnell 15g leichter als mein Visor, der mir letztes Jahr im Sommer gleich mal einen Sonnenbrand auf dem Scheitel beschert hat. Daher hab ich mir flugs eine bestellt und kann bei Interesse berichten.
  12. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf AlphaRay in Gaskocher unter 100 Gramm ?   
    Hatte mich erst diese Woche mit beschäftigt. Das selbe raus gekommen, wie schon vor etwa zwei Jahren:  Pocket Rocket  -  mittlerweile in Version "2" erhältlich.
    Liest man nirgendwo was negatives drüber..wiegt iwas um 70g.
     
  13. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf Trekkerling in Neues zum Thema UL aus dem weltweiten Internetz   
    Bei sticksblog auf Facebook aufgeschnappt: 6lb Ultralight 4,800mi ECT Thru Hike Gear List auf Youtube. Recht beeindruckend, wie ich finde.
  14. Gefällt mir!
    Springbok reagierte auf mawi in Erste "UL"-Erfahrung im Sarek 2016/09   
    Anreise
    Es gibt viele Möglichkeiten nach Kvikkjokk zu kommen. Viele, die ich unterwegs getroffen hatte, sind über Stockholm in nach Nordschweden geflogen (z.B. bis Jokkmokk oder Gällivare) und von da aus das letzte Stück mit dem Bus gefahren. Ich hatte diese Option im Vorfeld ebenfalls geprüft und fand, dass a) fliegen (von Stockholm aus) viel teurer ist als mit dem Nachtzug, ich sehr lange Umsteigezeiten gehabt hätte (teils über Nacht) und c) somit nicht schneller in Kvikkjokk gewesen wäre als mit dem Nachtzug. Am liebsten wäre ich mit dem Zug von Berlin nach Kvikkjokk (bzw. Murjek) gefahren, aber das hätte mir je Strecke 2 Tage zusätzlich gekostet. Das wären dann also 8 Tage An- und Abreise gewesen und preislich war es überhaupt nicht attraktiv. Eine weitere Möglichkeit ist noch mit dem Auto hochzufahren.
    Ich hatte mich schließlich entschieden bis nach Stockholm zu fliegen und von da aus den Nachtzug weiterzureisen.
    Berlin - Stockholm
    Am Mittag des 01.09.2016 bin ich dann von Berlin Tegel nach Stockholm geflogen. Da der Rucksack inkl. der Seitentaschen randvoll war, hatte ich ihn am Flughafen in Folie einwickeln lassen. Was für eine Verschwendung, aber ohne Folie wäre womöglich so einiges herausgefallen. In Stockholm angekommen, musste ich beim Auspacken des Rucksacks feststellen, dass es keine gute Idee war das Esbit in die Seitentaschen zu packen. Es waren bestimmt 20% zerbröselt  Auch unterwegs hat es sich immer weiter aufgelöst, da die einzelnen Stücke im Beutel aneinander gerieben haben. Es gibt Dinge, die macht man nur einmal Das nächste Mal werde ich das Esbit nicht in einen Zip-Beutel tun, um das Gewicht der Pappschachtel zu sparen. Der Kochtopf, der ebenfalls in der Seitentasche war, hatte auch gelitten und war etwas verzogen. Zum Glück lies er sich wieder zurecht drücken.
    Vom Flughafen bin ich dann mit dem Bus (kostet ca. 30 Euro und benötigt ca. 40min) in die Innenstadt von Stockholm gefahren. Dort hatte ich ich ca. 3 Stunden Aufenthalt, die ich für einen kleinen Stadtbummel und Abendessen genutzt hatte. Die 30Euro kann man sich aber auch sparen, indem man am Flughafen die Zeit totschlägt und da in den Zug einsteigt. In diesem Fall wird aber eine Flughafengebühr in Höhe von rund 5Euro (oder waren es 8,5Euro?) fällig.
    Stockholm - Murjek
    Um 18:10 Uhr bin ich dann mit dem Nachtzug nach Murjek gefahren. Das war das erste Mal seit Asien, dass ich so viele Backpacker in einem Zug bzw. am Bahnhof gesehen hatte. Mind. 80% der Fahrgäste waren Wanderer. Ich hatte ein Bett im Schlafwagen gebucht und muss sagen, dass sich der Aufpreis definitiv lohnt. Die Betten sind sehr komfortabel (für einen Schlafwagen aus den 70/80igern?) und man ist am nächsten Tag relativ fit. Am Morgen gab es dann lecker Kaffee, der zwar recht teuer war, aber dafür mit unbegrenzt Nachfüllen Bezahlen kann man übrigens mit der Kreditkarte. Essens-technisch war das Angebot im Speisewagen sehr spartanisch und beim Blick auf die Zutatenlisten verging einem ordentlich der Appetit. Außerdem gab es für Vegetarier bzw. Veganer sowieso nichts. Man ist also gut beraten sein eigenes Frühstück mitzubringen.
    Das Zugticket und die Bustickets hatte ich übrigens vorher über die https://www.sj.se Seite gebucht. Leider ist die Seite nicht besonders gut. Es werden einem nämlich nicht alle möglichen Verbindungen angezeigt, sondern nur eine (und das ist leider nicht immer die optimale  ). Hier muss man sich selbst helfen und schauen, von wo die Busse nach Kvikkjokk fahren. Hierzu schaut man am besten auf dieser Seite nach und orientiert sich da an den Zeitplänen: http://www.ltnbd.se/timetables/61/0/
    Auf der sj Seite gibt man dann bei der Suche im Via-Feld den Umsteigebahnhof an. In meinem Fall von Stockholm C via Murjek nach Kvikkjokk. Die größte Hürde ist das Bezahlen. Ich brauchte 10!!! Versuche, bis es funktionierte. Die FAQ der Seite sagt zu diesem Problem lediglich, dass meistens die Karte nicht gedeckt sei. Das war aber bei mir nicht der Fall. Ein Bremer, den ich unterwegs getroffen hatte, hatte das gleiche Problem. Er buchte dann die Tickets über ein Reisebüro.
    Ansonsten kann man die Tickets auch vor Ort am Schalter bzw. Automaten kaufen oder im Zug selbst. Die Bustickets können ebenfalls direkt beim Fahrer erworben werden, aber nur mit Kreditkarte (kein Bargeld!). Da es in der Hochsaison sehr voll sein kann, ist man auf der sicheren Seite, wenn man die Tickets bereits im Vorfeld bucht.
    Murjek - Jokkmokk
    Als wir in Murjek hielten, hatte ich fast meinen Ausstieg verpasst, da ich dachte, dass wir noch irgendwo in der Pampa stehen. Der Bahnsteig am hinteren Ende ist vom Zuginneren nicht als solcher zu erkennen. Da aber die Zugbegleiter sich notieren wie viele wo aussteigen, hatte man freundlicher weise auf mich gewartet Der Zugbegleiter wollte gerade nach mir schauen kommen, als ich ausstieg (ich war der Einzige der ausgestiegen ist). Der Zug kam mit einer Stunde Verspätung in Murjek an. Laut Mitreisenden sei das eine sehr gute Zeit gewesen, denn der Zug könne durchaus auch mal 4-6Stunden Verspätung haben. Das sollte man bei der Planung beachten, wenn man zu knappe Umsteigezeiten hat. Allerdings warten angeblich meistens die Anschlusszüge (deshalb notieren sich die Zugbegleiter auch wer wo aussteigt um ggf. Anschlusszüge zu benachrichtigen), die Busse jedoch nicht (soweit ich das gehört habe). Ich musste dann noch 4 Stunden in Murjek warten. Ich hatte die Zeit mit einem kleinen Rundgang überbrückt bevor es mit dem Bus nach Jokkmokk ging. Bei schlechtem Wetter kann man auch im warmen Bahnhofskiosk warten.
    Jokkmokk - Kvikkjokk
    In Jokkmokk hatte ich ca. 2 Stunden Aufenthalt, die ich für einen kleinen Stadtbummel und Abendessen genutzt hatte. Danach ging es mit dem Bus weiter bis nach Kvikkjokk. Unterwegs hatte der Bus noch eine Menge Stopps und Umwege eingelegt, da er noch Pakete ausgeliefert hatte. Kurz vor Kvikkjokk tauchten plötzlich auf der rechten Seite schon die ersten markanten Berge auf, was die Vorfreude extrem ansteigen lies:

    In Kvikkjokk
    In Kvikkjokk angekommen, sind die meisten sofort losgezogen. Ich war glaub der einzige aus dem Bus, der in der STF Fjällstation (eine Art Jugendherberge) übernachtet hatte. Das Zimmer hatte ich schon im Voraus gebucht (über deren Webseite), was vermutlich eine gar nicht so schlechte Idee war, da sie sehr voll war. Ich hatte im Vorfeld ebenfalls überlegt irgendwo zu Zelten. Da ich aber unsicher war, ob ich halbwegs pünktlich ankomme, wie lang hell es dann noch ist, ich eh am nächsten Morgen in Kvikkjokk wegen der Bootsüberfahrt sein musste und nicht wusste wie die Gegebenheiten vor Ort sind, hatte ich mich für die Fjällstation entschieden.
    Im Nachhinein empfand ich es als eine sehr gute Entscheidung. So war es ein sehr entspanntes Ankommen. Ich hatte somit keinen Stress noch einen geeigneten Schlafplatz finden zu müssen und konnte mich somit mental auf die Tour vorbereiten. Ich hatte Kvikkjokk noch erkundet und dann den Sonnenuntergang mit 2 Bier genossen Die Nacht war extrem kalt, aber das störte mich in meinem Einzelzimmer nicht die Bohne. Außerdem konnte ich über Nacht auch noch einmal alle elektrischen Geräte aufladen (USB-Ladegeräte kann man sich an der Rezeption ausleihen). Am nächsten Morgen gab es ein sehr leckeres Frühstücksbuffet und anschließend die letzte warme Dusche für die nächsten 21 Tage. In der Fjällstation kann man übrigens auch alles mit der Kreditkarte bezahlen.
    Stromschnelle unterhalb der Fjällstation:

    Das letzte Bier:


     
    Wäre ich nicht auf das Boot in Kvikkjokk angewiesen, sondern hätte den Einstieg über den Kungsleden gewählt, dann hätte ich ggf. auch nicht in der Fjällstation geschlafen. In dem Fall wäre ich evtl. auch schon ein paar Kilometer gelaufen.
     
    OT: Am Sonntag (hoffentlich) geht es dann endlich mit der eigentlichen Tour weiter bzw. los.

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