Erbswurst

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  1. Als Bettzeug, nehme ich an!
  2. Wie bitte? Ein Beitrag hier im Forum hat Dich auf die Idee gebracht, dass Spüli, also Geschirrspülmittel, am besten zum Geschirr spülen geeignet ist? Hä? Oder was wolltest Du uns mitteilen? Ich verstehe Dich nicht.
  3. Aha, aha! Vielen Dank für den Tipp mit dem Sekundenkleber! Ich habe zwar vor 6 Wochen erstmalig Sekundenkleber an einer Schuhsohle verwendet, aber eher für eine Schönheitsreparatur. Diese Minitube Standardmäßig mit zu führen, kam mir aber nicht in den Sinn. Ich erkenne nun aber: Sekunden Kleber zur Schuhreparatur grundsätzlich mit zu führen ist absolut sinnvoll. Es war unnötig bei Zwiegenähten Wanderschuhen alter Machart. Daher brauchte ich ihn 40 Jahre lang nicht. (Häringe steht in allen meinen Outdoor-Büchern, weil sie alle vor 1980 gedruckt wurden, meist in den Zwanzigern und Sechzigern des letzten Jahrhunderts. Ich glaube ich werde langsam alt!)
  4. Äh, also ich schrieb, was ich im Hochsommer gemacht habe. Jahre lang. Natürlich ist der Tip, keinen Schlafsack, fast keinerlei Bekleidung, Behausung oder Bettzeug außer einer Baumwollzeltbahn und nur kurze Hosen mit zu nehmen nichts für Skandinavische Sümpfe. Am Tarn in Frankreich im Juli hatten wir das 4 Wochen lang. Eine Nacht war ungemütlich. Der Rest super! Geht in Deutschland bei sicherer Wetterlage auch. Habe ich sogar auf Gotland im Juli so gemacht. Man braucht viel weniger, als man denkt. Ich habe mich so rangetastet, dass ich das Zeug, das ich mithatte, versuchte nicht zu benutzen. Gelang das 4 Wochen lang, flog es beim nächsten mal raus. Dadurch werden die Bushcraft Fähigkeiten immer besser und der Campingkram immer weniger. Ich empfehle dazu wärmstens, sich Paul Kirtleys Blog an zu sehen. Und mal ganz klein an zu fangen, und sich Häringe und Zeltstangen zu schnitzen. (Häringe war früher üblich zu schnitzen, und Heringe zu essen, weiß nicht, was heute im Duden dazu steht.) Aber wenn da keine Bäume und Sträucher sind, weit und breit, wir aber in Europa, sind wir dann im Hochgebirge? Da würde ich schon was zum Anziehen mit nehmen, denn da kann es auch im Juli schneien. Hier geht es aber ums Flachland im Sommer, glaube ich. Mir ist noch nie etwas am Rucksack kaputt gerissen. Denn ich gehe mit fast leeren deutschen Militärrucksäcken auf Reisen. Die sind relativ leicht, vor allem das Cordurazeug, und unverwüstlich. Ich bin sehr dafür, im zentraleuropäischen Flachland fast alles zu Hause zu lassen; etwas in UL mit zu nehmen, statt es zu Hause zu lassen, ist natürlich in dem Gewichtsbereich, um den es hier geht, manchmal komfortabler. Aber oft braucht man das ganze Zeug ja gar nicht wirklich. Wir hatten früher im Sommer fast nichts mit, wenn man Gewicht sparen wollte, ging es gar nicht anders. Mal ganz im Ernst: Erste Hilfe Zeug ist unsinnig in Mitteleuropa. Kleine Verletzungen braucht man nicht sonderlich mit Zeugs zu behandeln, wenn man weiß, wie es ohne genauso gut geht. Bei ernsten Verletzungen geht man sowieso zum Arzt. Ich habe mir einmal in den Finger geschnitten, weil ich aus langer Weile an einem Stock rumschnitzte und dabei Quatschte, statt mich zu konzentrieren. Und ein paar mal habe ich mir das Blatt der Bügelsäge auf die Hand gesetzt, statt auf den Stock, den ich sägen wollte. Das waren ein paar mal ein paar Kratzer in 40 Jahren! Das Risiko wird völlig überschätzt, weil niemand sich traut, zu empfehlen das extrem kleine Restrisiko zu tragen. Wie soll man sich denn beim UL Wandern ohne Säge und Beil so verletzen, dass man nicht mehr ins nächste Dorf runter kommt??? Und wenn man zu zweit ist, dann kann immer noch einer losgehen und Hilfe holen. Die einzige echte Gefahr, die ich (neben Fehltritten beim unkonzentrierten Gehen und Armbrüchen durch gehen mit Händen in den Hosentaschen) kenne ist zu dicke Nadelbäume mit mehreren Leuten zu brechen, und sich durch den brechenden Baum einen abgebrochenen Ast in den Bauch zu rammen. Da helfen aber dann weder Pflaster noch Reisenähzeug! Diese Ganzen Packlisten mit Erste Hilfe Zeug sind doch Abwandlungen von Listen, die aus der Jugendarbeit stammen, von Expeditionen oder dem Militär. Das braucht man doch nicht in Deutschland, Dänemark oder Frankreich, da steht doch alle 5 km ein Haus mit Telefon Anschluss! Ich habe das Zeug vor 30 Jahren weg geschmissen. Ich habe allerdings eine sehr solide Rettungsschwimmausbildung und damit weit reichende erste Hilfe Kenntnisse. Das ist zu empfehlen, nicht Pflaster mit zu nehmen!
  5. Stangen, Häringe, Isomatte, Nähzeug, Sekundenkleber und erste Hilfe Set halte ich für überflüssig. Du hast ein Messer. Häringe anzuspitzen dauert 5 Minuten. Man findet in Europa wirklich genug Stöcke oder lebende Bäume, um ein Tarp auf zu spannen. Man findet auch genug weichen Grund, um sich im Bivi direkt darauf zu legen. Wenn die Knöpfe vorher richtig angenäht wurden, braucht man kein Nähzeug mit zu nehmen. Sekundenkleber braucht man nicht, wenn man Bivi und Tarp mit hat. Ich hatte in den letzten 40 Jahren nie welchen mit. Wer nicht schnitzt braucht kein Erste Hilfe Zeug. Habe ich selbst als Gruppenaurüstung nie benötigt, und zwar mit schnitzenden Kindern und Jugendlichen! Um es mal radikal zu sagen: Eigentlich brauchst Du Bivi, Schlafsack, Regenjacke oder Tarpponcho, Ersatzsocken, Badeshorts, T-Shirt, Waschzeug, 1 l Wasser, Leine und Messer. Brot und Käse. Eine Wanderkarte. Portemonnaie, Klamotten am Mann. Ich war auch schon unter Wegs mit: Kleidung Kurz, Baumwollzeltbahn, Messer, Schnur, Wasser, Brot, Käse. Zahnbürste. Geht bei gutem Wetter im Hochsommer. Ist halt nur ungemütlich, wenn es regnet, denn dann liegt man halb nackt im feuchten Gras, man schläft aber trotzdem etwas. Das Wetter wird ja wieder besser! Heute nehme ich aber immer einen leichten Bivi mit.
  6. Jetzt wird vermutlich gleich wieder ein Sturm der Entrüstung auf mich niederprasseln. Ich verstehe nicht ganz, wieso gerade eine Halbpyramide. Wenn ich schon zur Nähmaschine greifen würde, dann würde ich mir eine (halbe) Bundeswehr Dackelgarage aus Leichtmaterial bauen. Das ist die optimale Trapezform im Verhältnis von Raum und Gewicht! Ich würde sie allerdings größer machen, etwa 130%. Macht man gleich zwei, kann man das Zelt bei Sauwetter schließen. Es gibt beim Original auch anknöpfbare Kapuzen, um sie als Regenpocho zu verwenden. Und bevor ich wieder als Militarist bezeichnet werde schreibe ich gleich: Auch wenn man rosa Material verwendet, bleibt das Verhältnis von Raum und Gewicht optimal!
  7. Das Netz schützt den Verschluß nicht. Und das halte ich auch für unnötig. Wenn Du nichts heißes einfüllen möchtest, erscheint mir das Netz überflüssig, solange die Brennstoffflasche nicht bei Frost benutzt wird. Und dann braucht man sowieso noch was um den Deckel, wie Isoband. Lass die Pulle doch verbeulen, was stört den das? So oder so ein cooles Designerstück! Ich wollte noch was zur Caprisonne Flasche 0,33 l sagen: Ich habe sie aufgeblasen und mich mit meinen 93 kg darauf gesetzt und die Beine angezogen. Sie hält das aus! Da ich aber nur auf Gas oder Holzfeuer koche, habe ich leider nichts, was ich hineinfüllen könnte. Eigentlich schade!
  8. Verzinktes Gitter liegt bei Vogelzüchtern rum, da Reste vom Volierenbau abfallen. Im Yachtladen ist fast alles aus Edelstahl. Habe mir dort letztens für einen Euro ein ganz dünnes Drahtseil besorgt, um damit den Topf übers Feuer zu hängen und Metallflaschen bei Frost. Gitterchen und Lochbleche kann ich mir auch auf einer Yacht vorstellen. Und Rennjachten sind Gewichts optimierte Dinger!
  9. Was ist daran nicht zu verstehen? Leute, die solche relativ teuren Leichtzelte haben, achten normalerweise aufs Gewicht und schleppen deshalb meist keine Sandhäringe mit. Und sie gehen vorsichtig mit ihrem Material um. Erfahrene Camper meiden Sandböden sowieso, da das Zelt dort nicht standfest ist, und der Sand recht bald zwischen Unterhosen und Wurstscheiben kriecht. Da ist doch meine Frage nachvollziehbar, ob es in seltenen Fällen ohne Probleme mit dem Material machbar ist, mit Silnylon Zelten im Sand zu zelten, oder ob Ihr davon abratet.
  10. Vielen Dank für die Infos. Dann scheint das Problem bei normalem Gebrauch also nicht auf zu treten. Auch nicht beim Campen auf Sand. Das ist ja mal eine angenehme Nachricht. Weiß der Geier, was mit dem oben erwähnten Zelt angestellt wurde. Vielleicht wurde sehr starker Druck ausgeübt, der in der Camping praxis nicht auftritt. Vielleicht war die Ursache ja auch ein Materialfehler. Es war jedenfalls ein Zelt eines Markenherstellers , das u.a. auf dem Strand eines Flusses gestanden hatte. Flußsand ist möglicher weise scharfkantiger als Meeresstrand und Wüstensand; es ist sogar denkbar, dass die Stelle mit Bausand aufgeschüttet wurde. Vielleicht ist das des Rätsels Lösung. Ich halte das bei der erwähnten Aufbaustelle für höchst plausibel. (Der erwähnte kompetente Mensch machte jeden Falls einen glaubhaften Eindruck, ist mit Sicherheit ein erfahrener Fachmann und hat das erwähnte Zelt mit eigenen Augen gesehen. Und ich habe ihn gewiss nicht falsch verstanden. Aber er sieht viele Zelte und hat so etwas auch nur einmal erlebt.) Aber es kann uns ja auch schnuppe sein. Beruhigend jedenfalls zu lesen, dass das Problem in der Praxis nicht auftritt.
  11. Ja, eben genau das: Die Sandkörner waren vom Silikon umflossen und damit eingeschlossen! Die Polyester Zelte mit Pu Beschichtung haben das Problem so nicht. Bei Ihnen schmirgelt der Sand an Außen und Innenmaterial, bis ein Loch drin ist. Aber es ist immer möglich, den Sand weg zu wischen. Auf ein Gewebe, d.h. Geflecht aus flexiblen Fest körpern, den Fasern, wird eine hoch flexible hauchdünne PU Platte angegossen. Diese ist ein Festkörper. Das Silikon auf dem Nylongewebe jedoch ist kein flexibler Festkörper, sondern eine extrem zähe Flüssigkeit. Du kannst eine dünne saubere Stricknadel durch das Gewebe eines Hilleberg Zeltes durchschieben. Das Gewebe öffnet sich und setzt sich hinter der Nadel wieder an seinen angestammten Platz der Fasern. Dann fließt das Silikon wieder zusammen. Das Loch, das Du eben reingestochen hast ist weg, als wäre nichts passiert! (sofern du nicht mit einer Klinge oder spitzen Nadel die Gewebefasern verletzt hast.) Ist der Fremdkörper aber so klein, dass er eingeschlossen werden kann, so geschieht das offensichtlich bei genügend Druck auf das Sandkorn. Darum sind die Böden auch aus Polyester/PU und nicht aus Silnylon gefertigt. Legst Du also das Zelt in den Sand und legst über Nacht einen kleinen Felsbrocken drauf, so werden am Morgen Sandkörner eingeschlossen sein. Schwer zu entfernende Sandkörner scheinen dann halb eingeschlossen zu sein. Die Frage ist, unter welchen Bedingungen der Einschluss der Sandkörner geschieht. Wir alle schleppen keine riesigen Sandhäringe mit. Niemand zeltet mit einem Tunnel-Leichtzelt auf einem Sandstrand. Wir alle halten unser Material sauber bzw reinigen es vor dem Verpacken. Darum tritt dieser Effekt normaler Weise in der Praxis nicht zu Tage. Es bedarf also ungewöhnlicher Umstände, dass das überhaupt passiert! Ja, ich zelte am Strand zuweilen. In einem Decathlon Wurfzelt oder der Decathlon 20 € Kreuzkuppel! Das machen wir wohl informierten Materialkenner vermutlich alle so, wenn wir es machen. Warum sollte man auch sein Trekkingzelt beim Strandurlaub verhunzen? Interessant wäre natürlich, ob es hier jemanden im Forum gibt, der aus Unkenntnis oder Tollpatschigkeit oder in einer Zwangslage es geschafft hat, ein Silnylon Zelt so fehl zu verwenden, dass er es versaut hat. Die Information darüber an die Forennutzer würde vielleicht Schäden von zusammen gerechnet etlichen hunderttausend € abwenden. Ich habe mein Hilleberg Nallo seit etwa 20 Jahren. Dass oben beschriebenes Problem besteht, weiß ich erst seit 2 Monaten. Und mit dieser Ahnungslosigkeit werde ich wohl nicht der einzige sein!
  12. Ich habe das nicht verstanden. Fehlt was an Deinem Text, oder fällt bei mir gerade der Groschen nicht? Ich sehe die Antwort auf meine Frage nicht in Deinem Kommentar. Gibt es Zelte mit Silnylon Boden? Mein Zelt jedenfalls hat meiner Erinnerung nach am Außenzelt eine beidseitige Beschichtung.
  13. Sind Silnylon Zelte gefährdet, wenn man sie auf sandigem Boden aufbaut? Ich habe mit einem äußerst kompetenten Menschen gesprochen, der mir berichtete, Silikon schließe Sandkörner ein. Die Fähigkeit des Materials, sich nach Durchstechen wieder von selbst wasserdicht zu verschließen, habe also die Kehrseite, dass es kleine Fremdkörper einschließe. Er hatte aber nur das versaute Zelt gesehen, war jedoch nicht dabei, als es versaut wurde. Jetzt ist meine Frage, ob man die Sandkörner in das Silikon dadurch drückt, wenn man das Zelt auf einen Sandstrand legt, oder muß man dann noch zusätzlich Gewicht draufpacken? Tritt das Problem auch bereits in einem Sandsturm in der Sandwüste auf? Tritt es sogar schon in Europa auf, wenn man am Strand oder in anderen Humusarmen Gegenden wie der Mark Brandenburg Verhältnisse bekommt, die einem nordafrikanischen Sandsturm im Miniaturformat ähneln? Ich selbst habe unter solchen Verhältnissen nur in Polyester / PU - Zelten campiert, die theoretisch zwar abgeschmirgelt werden, bei denen das PU jedoch nicht die zähflüssige, Fremdkörper einschließende Eigenschaft besitzt. Deshalb würde ich gerne wissen, wie vorsichtig ich auf Sandböden mit meinem Hillebergzelt oder anderen Zelten mit Polester/ PU - Boden und Silnylon Außenzelt bzw Silnylon Tarps oder Silnylonzelten ohne Boden umgehen muss. Wie sind da Eure Erfahrungen?
  14. Ich kenne Dein Material nicht, und nicht Deine Nähkunst. Und bin kein Islandkenner. Aber an mir ist dort auf einem Platz an der Küste ein ähnliches Zelt vorbei geflogen. Und ich habe dort gelernt, was das Wort Kondenzwasserregen bedeutet. Und ich habe mir nach dieser Reise, auf der ich mit einfacher Kreuzkuppel war, einen Geodäten gekauft, den ich danach nie wieder gebraucht habe, da ich leider kein zweites mal nach Island fuhr. Sagen wir es so: Ich würde Biwaksäcke mitnehmen! Windschatten suchen, tief verzurren, kaum Spalt zwischen Zelt und Erdboden. Zelt testen. Erfahrung macht klug! Die Hütten als Notquartiere einplanen! No risk, no fun!
  15. Der Vorgänger des Tankas war der auf Slip gesetzte Überhandknoten, eine Art halber Schnürsenkelschleife. Den kann man auch sehr gut hinter einen Tanka setzen, und dann rutscht er nicht mehr. Das dürfte bei den meisten Anwendungen ausreichen.