Erbswurst

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  1. War gerade heute bei Decathlon und habe mir das gesamte Sortiment angesehen im Bereich trekking und Jagd. Mir viel dabei auf, dass die Jagdkleidung weiter geschnitten ist. Sie ist für das Tragen langer Unterwäsche konstruiert. Außerdem ist die gesamte Jagdausrüstung wesentlich robuster konstruiert als das leicht gehaltene Trekkingzeug. Da ich wegen der Farben vor allem Jagdzeug kaufe, ist mir das bisher nicht so aufgefallen. Das billigste Jagdzeug ist für Trekking und Bushcraft geeignet. Das teurere ist zu schwer und robust. Allerdings gibt es im Moment bei denen im Jagdbereich kein Feldhemd, sondern nur leichte Sommerware. (Da empfielt sich immer noch das Feldhemd vom Österreichischen Bundesheer in Fjällräven ähnlicher Machart von 65% Polyester und 35% Baumwolle.) Die Polycotton Kurzarmhemden aus dem Trekkingbereich sind recht robust. Eine klare Empfehlung! Gibt es auch in Helloliv und zig Modemustern, 1 Brusttasche mit Reißverschluss, ab 10€. Langarmhemden werden in Südfrankreich zur Zeit nicht angeboten. Kann ich also nichts drüber sagen. Decathlonsocken sind meiner Meinung nach nicht zu empfehlen. Falke baut socken, die etwas taugen. Und Nordpol, der Bundeswehrlieferant. Die gibt es oft im Handwerker Arbeitskleidungsladen für extrem wenig Geld. Die Decathlon Jagd T-Shirts in Cotton oder Plastik sind gut, die der Bundeswehr besser, aber schwerer.
  2. Ich bin lange nicht mehr gefahren, kenne daher das neueste Radmaterial nicht. Am besten ist ein Reiserad nach Art einer Cross Rennmaschine mit langem Rahmen. Gepäck in Ortlieb Taschen mit Rollverschluss hinten auf eng anliegendem Tubus Flite Träger. Wertsachen in Lenkertasche. Schuhe mit Crossprofil und innenliegenden Shimanopedalen. Fahrrad nur mit Inbusschrauben reduziert Werkzeug. Rennradhose und Trikot am Tag, UL Trekkingkleidung für Abend. Ich kaufe bei Decathlon grundsätzlich das billigste Material. Es ist haltbar und billig. Das gilt vor allem für 20€Kreuzkuppelzelt und Bekleidung und Schlafsack. In Kleinteile und Küche lohnt sich Geld zu investieren und UL Material zu erwerben, das man sehr lange benutzen kann. Hier kann bei billigen Material schnell sehr viel überflüssiges Gewicht zusammen kommen. Kaufst Du das kleinste und leichteste Zeug von Globetrotter, liegst Du bei der Materialqualität im idiotensicheren Bereich. Das ist für einen Anfänger von Vorteil.
  3. Ich benutze das Snugpack Special Forces System. In Kombination mit einem leichten zivilen Nachbau (MFH) des Bundeswehrponchos. Auf Bundeswehr Faltmatte. Das ist bis 0*C (mit Kälteschutzkleidung im SF1) leicht und unverwüstlich, da es sich alles (bis auf den Poncho) um echtes Militärmaterial handelt. Der SF2 Winterschlafsack ist dagegen eben schwer. Isomaterial, das unverwüstlich ist, wiegt eben. Man benötigt also für den Sommer ein Depot. Das hat man aber sowieso meistens. Denn wer schleppt schon seine Winterklamotten vollständig im Sommer rum. Allerdings ist das Material von Decathlon so billig, dass man es jeden Herbst neu kaufen könnte. Am Bahnhof jeder größeren Stadt finden sich ja dankbare Abnehmer von überzähliger Winterkleidung. Am SF Bivi schätze ich den Reißverschluss, man kann ihn bei Hitze offen lassen. Und das olivgrüne Ding ist im Wald unsichtbar. Mein Zeug ist hier in diesem Fall nicht UL, aber eben leicht, kompakt und unverwüstlich. Ich benutze es aber 365 Tage im Jahr, was natürlich einfache Wäsche der Schlafsäcke in der Waschmaschine voraussetzt. Das sind andere Anforderungen an Schlafsäcke, als bei vielen hier im Forum. Wenn man beim restlichen Material aber radikal vorgeht, kann man sein gesamtes Eigentum (mit allen angezogenen Winterklamotten) auf 80 Liter Gesamtvolumen reduzieren. Ich mache das quasi. (Wenn ich auch noch ein zweites, anders Leben daneben habe) Wenn es Dich interessiert, kann ich Dir gern mal mein Gesamt-System erläutern. Es scheint Deinen Ideen recht nahe zu kommen.
  4. Alepposeife gibt es vermutlich auch irgendwo in Deutschland. In Aix en Provence gibt es sie hier: Aus der Cathedrale raus gehen, dann links die Straße runter bis zum zweiten großen Seifenladen, der direkt neben dem ersten großen Seifenladen liegt. Er hat drei Sorten, empfahl mir die mittlere. Der Campingplatz am südöstlichen Stadtrand ist empfehlenswert und günstig, sogar mit pool. xxxxxxx Der gelbe Wilkinson Einwegrasierer wiegt doch nichts. Durch das Material seines Stiels kann man ja beinahe durchsehen, um den zu wiegen, benötigt man ja eine Apothekerwage! Also das Gramm nehm ich gerne mit.
  5. Einen Steinwurf nördlich von Marseille liegt die wunderschöne Stadt Aix en Provence. Dort gibt es eine Unzahl von Geschäften, die ausschließlich Seife verkaufen. Natürlich auch die Massenfertigung aus Marseille, aber auch handgemachtes. Der Chef des größten Ladens dort riet mir zu meinem Erstaunen zu ALEPPO SEIFE AUS INZWISCHEN TÜRKISCHER PRODUKTION. Sie funktioniert tadellos. Langzeitbericht folgt.
  6. Marseille und Toulouse, Anfang Juni, verdorrtes Gras ringsum. In Küstennähe gibt es von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang erhebliche Tauniederschläge. Es ist ein kontinuierlicher Vorgang. Auch im Zelt ohne Schläfer. Das einzige was helfen würde, ist ein Biwaksack. Bei den Temperaturen ist die Verdunstungskälte jedoch willkommen.
  7. Ich lebe aus dem Rucksack. Ich habe zwei Depots für Winterausrüstung. Aber für die Übergangszeit habe ich mir einen Überblick über die Marktlage gemacht. D.h. Vor allem: Ich kenne das Decathlonprogramm auswendig, und weiß, wo die Läden stehen. Das Zeug ist so billig, dass ich die Logistik dieser Firma als meinen Kleiderschrank betrachte. Ich reise mit Zipp off Hose und Steppjacke als Kopfkissen, 2xSocken 2xUnterhose 1x Badeshorts mit T-Shirt als Schlafanzug, Regenanzug, Biwaksack, Leichtschlafsack. Kleinstmaterial aus dem Programm von Globetrotter, Edelstahlschlinge als Kochkette mit Haken und Toaks Titantopf mit Eimerhenkel und Klappgriffen und Baumwollschnürsenkel zum übers Feuer Hängen und Dreibeinbinden. Langarmhemd. Wenn es kalt wird, bekomme ich überall auf der Welt ganz billig Handschuhe, Schal, Mütze, Pullover etc. Man kauft Winterausrüstung erst, wenn man sie wirklich benötigt, und verschenkt sie, wenn man sie nicht mehr benötigt, oder legt ein Depot an. Das ist das schlaueste auf Fernreisen in zivilisierten Ländern.
  8. Also ich habe jetzt mal in einem recht großen Seifen-Laden in Aix en Provence gefragt. Zu meinem Erstaunen verkaufte mir der Mann keine Provencalische Lavendelseife, sondern ALEPPO SEIFE aus inzwischen TÜRKISCHER PRODUKTION. (Kriegsbedingt ist der Hersteller um gezogen.) Funktioniert gut. Werde ich mal raspeln und in eine Schraubdose tun. Langzeiterfahrungen melde ich später.
  9. Das untere Foto zeigt einen Nachbau der klappbaren Nagelschere aus dem Hause Victorinox. Ich habe mir das Original nie gekauft sondern schleppe immer die Campingküche namens Victorinox Climber mit. Es würde mich aber sehr wundern, wenn die Victorinox Nagelschere als klappbares Soloinstrument nicht so gefertigt wäre, wie man das von Victorinox gewohnt ist. (Das Climber scheint übrigens einen besser konstruierten Nachfolger zu haben, bei dem am Problem der ausleiernden Feder der Schere gearbeitet wurde, die ja beim Climber nach etwa 3 Jahren Dauergebrauch ersetzt werden muss.)
  10. Die Faltmatte der Bundeswehr, die es original nur gebraucht gibt, ist ähnlich aber unverwüstlich. Ich benutze sie bei jedem Wetter, im richtigen knackigen Winter einfach zwei davon. Kein Problem beim Verstauen, keinerlei Verschleiß in Jahre langer Dauernutzung. Geringes Gewicht. Verlangt aber nach intelligenter Wahl des Untergrundes bei Schlafplatzsuche.
  11. Ich verwende den Snugpack Special Forces Bivi mit den beiden dazugehörigen Schlafsäcken je nach Wetterlage. Ich war damit bei jedem Wetter zufrieden. Allerdings benutze ich ihn im Wald mit Militärponcho als lean to shelter. Ich frage mich ob der Carinthia Biwaksack, den man total schließen darf, und der weder Unterlage noch irgend ein Dach verlangt in extremem Wetter das Mehrgewicht rechtfertigt. Die Gebirgsjäger der Bundeswehr scheinen dieses Modell zu verwenden. Das dürfte ja seine Gründe haben.
  12. Als Bettzeug, nehme ich an!
  13. Wie bitte? Ein Beitrag hier im Forum hat Dich auf die Idee gebracht, dass Spüli, also Geschirrspülmittel, am besten zum Geschirr spülen geeignet ist? Hä? Oder was wolltest Du uns mitteilen? Ich verstehe Dich nicht.
  14. Aha, aha! Vielen Dank für den Tipp mit dem Sekundenkleber! Ich habe zwar vor 6 Wochen erstmalig Sekundenkleber an einer Schuhsohle verwendet, aber eher für eine Schönheitsreparatur. Diese Minitube Standardmäßig mit zu führen, kam mir aber nicht in den Sinn. Ich erkenne nun aber: Sekunden Kleber zur Schuhreparatur grundsätzlich mit zu führen ist absolut sinnvoll. Es war unnötig bei Zwiegenähten Wanderschuhen alter Machart. Daher brauchte ich ihn 40 Jahre lang nicht. (Häringe steht in allen meinen Outdoor-Büchern, weil sie alle vor 1980 gedruckt wurden, meist in den Zwanzigern und Sechzigern des letzten Jahrhunderts. Ich glaube ich werde langsam alt!)
  15. Äh, also ich schrieb, was ich im Hochsommer gemacht habe. Jahre lang. Natürlich ist der Tip, keinen Schlafsack, fast keinerlei Bekleidung, Behausung oder Bettzeug außer einer Baumwollzeltbahn und nur kurze Hosen mit zu nehmen nichts für Skandinavische Sümpfe. Am Tarn in Frankreich im Juli hatten wir das 4 Wochen lang. Eine Nacht war ungemütlich. Der Rest super! Geht in Deutschland bei sicherer Wetterlage auch. Habe ich sogar auf Gotland im Juli so gemacht. Man braucht viel weniger, als man denkt. Ich habe mich so rangetastet, dass ich das Zeug, das ich mithatte, versuchte nicht zu benutzen. Gelang das 4 Wochen lang, flog es beim nächsten mal raus. Dadurch werden die Bushcraft Fähigkeiten immer besser und der Campingkram immer weniger. Ich empfehle dazu wärmstens, sich Paul Kirtleys Blog an zu sehen. Und mal ganz klein an zu fangen, und sich Häringe und Zeltstangen zu schnitzen. (Häringe war früher üblich zu schnitzen, und Heringe zu essen, weiß nicht, was heute im Duden dazu steht.) Aber wenn da keine Bäume und Sträucher sind, weit und breit, wir aber in Europa, sind wir dann im Hochgebirge? Da würde ich schon was zum Anziehen mit nehmen, denn da kann es auch im Juli schneien. Hier geht es aber ums Flachland im Sommer, glaube ich. Mir ist noch nie etwas am Rucksack kaputt gerissen. Denn ich gehe mit fast leeren deutschen Militärrucksäcken auf Reisen. Die sind relativ leicht, vor allem das Cordurazeug, und unverwüstlich. Ich bin sehr dafür, im zentraleuropäischen Flachland fast alles zu Hause zu lassen; etwas in UL mit zu nehmen, statt es zu Hause zu lassen, ist natürlich in dem Gewichtsbereich, um den es hier geht, manchmal komfortabler. Aber oft braucht man das ganze Zeug ja gar nicht wirklich. Wir hatten früher im Sommer fast nichts mit, wenn man Gewicht sparen wollte, ging es gar nicht anders. Mal ganz im Ernst: Erste Hilfe Zeug ist unsinnig in Mitteleuropa. Kleine Verletzungen braucht man nicht sonderlich mit Zeugs zu behandeln, wenn man weiß, wie es ohne genauso gut geht. Bei ernsten Verletzungen geht man sowieso zum Arzt. Ich habe mir einmal in den Finger geschnitten, weil ich aus langer Weile an einem Stock rumschnitzte und dabei Quatschte, statt mich zu konzentrieren. Und ein paar mal habe ich mir das Blatt der Bügelsäge auf die Hand gesetzt, statt auf den Stock, den ich sägen wollte. Das waren ein paar mal ein paar Kratzer in 40 Jahren! Das Risiko wird völlig überschätzt, weil niemand sich traut, zu empfehlen das extrem kleine Restrisiko zu tragen. Wie soll man sich denn beim UL Wandern ohne Säge und Beil so verletzen, dass man nicht mehr ins nächste Dorf runter kommt??? Und wenn man zu zweit ist, dann kann immer noch einer losgehen und Hilfe holen. Die einzige echte Gefahr, die ich (neben Fehltritten beim unkonzentrierten Gehen und Armbrüchen durch gehen mit Händen in den Hosentaschen) kenne ist zu dicke Nadelbäume mit mehreren Leuten zu brechen, und sich durch den brechenden Baum einen abgebrochenen Ast in den Bauch zu rammen. Da helfen aber dann weder Pflaster noch Reisenähzeug! Diese Ganzen Packlisten mit Erste Hilfe Zeug sind doch Abwandlungen von Listen, die aus der Jugendarbeit stammen, von Expeditionen oder dem Militär. Das braucht man doch nicht in Deutschland, Dänemark oder Frankreich, da steht doch alle 5 km ein Haus mit Telefon Anschluss! Ich habe das Zeug vor 30 Jahren weg geschmissen. Ich habe allerdings eine sehr solide Rettungsschwimmausbildung und damit weit reichende erste Hilfe Kenntnisse. Das ist zu empfehlen, nicht Pflaster mit zu nehmen!