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  1. Hallo zusammen! Drüben bei den ODS hab ich vor längerer Zeit mal eine Linkliste mit Trekking Lagerplätzen in Deutschland angelegt. Seitdem pflege ich da von Zeit zu Zeit neue Lagerplätze, die ja erfreulicherweise immer mehr werden, ein. Aktuell z. B. 3 neue Lagerplätze im Hunsrück! Außerdem gibt es bei den ODS ein sehr gutes Wiki zu den Lagerplätzen, aber ich weiß nicht, ob das öffentlich ist oder ob man da angemeldet sein muss. Da liegt der Gedanke nahe, dass ich/wir das ja auch mal hier machen könnten, weil so einen Faden gibt es hier im Forum, soviel ich überblicke, noch nicht. Die Idee des Fadens wäre, einfach die alten Plätze mal vorzustellen und neue Plätze in Deutschland hier im Laufe der Zeit mit anzuführen. Ich würde vorschlagen, dass Erfahrungsberichte oder Fragen zu den Plätzen hier nicht diskutiert werden sollten, weil sonst wird es auf Dauer zu unübersichtlich. Dann lieber bei Bedarf einen eigenen Faden aufmachen, eventuell sogar einen Sammelfaden 'Fragen zu Lagerplätzen' oder so oder bei 'Kurze Frage, kurze Antwort' posten. Also fang ich doch einfach mal an: Pfalz Eifel Süd- und Nord-Schwarzwald Soonwald Hunsrück-Hochwald Spessart Frankenwald Steigerwald Schleswig-Holstein Das wäre es erstmal. Würde mich freuen, wenn der Faden regen Zuspruch findet und es viele Interessenten für die Plätze gibt. Das Beispiel scheint ja Schule zu machen. Soviel ich weiß, sind z. B. die Camps im Hunsrück-Hochwald und zwei im Frankenwald (da geht es bei mir im Juli hin) nagelneu. Gerade im Bezug zur aktuellen 'Jedermannsrecht in Deutschland'-Diskussion ist es vielleicht ganz interessant für einige Neulinge, dass es sowas wie die Lagerplätze überhaupt gibt.
  2. Gestern kleine Revolution auf der Mitgliederversammung des DAV Sektion Berlin: Zelten in den Alpen soll möglich werden (...langfristig). Überraschend und sehr erfreulich hat die DAV Sektion Berlin gestern beschlossen, sich "nachdrücklich und auf allen Ebenen dafür einzusetzen, dass in der Umgebung der Sektionshütten [oder] im Tal Bereiche eingerichtet werden, in denen unter Beachtung von Leave No Trace [und unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln zur Pandemieprävention] von Bergsteigern und Bergwanderern von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang (ggf. nach Voranmeldung) biwakiert werden darf". Wortmeldungen erfolgten nur Pro (und weitergehend); bei der Abstimmung gab es wenige Gegenstimmen und einige Enthaltungen. Nun ist das Thema komplex und der Rückweg zur Option von mehr Einfachheit vielfach problematisch. Z.B. sind alle sechs Berliner Hütten in Tirol (Österreich), wo nach dem Campinggesetz jenseits des Notbiwaks bußgeldbewehrte Diskretionszone ist; man wird also vielerlei Institutionen und Personen ansprechen müssen und das Thema auch auf die Dachverbandsebenen von DAV und oeAV bringen wollen. Je mehr Sektionen und andere Vereine oder Foren ähnliche Diskussionen und Initiativen beginnen, desto besser! (hier sind doch noch Mitglieder anderer Sektionen und Vereine - wollt Ihr das bei Euch nicht auch mal einbringen?) Da es mit dem abstrakten Delegieren des Sich-Einsetzen-Sollens an einen Vereins-Vorstand nicht getan ist und damit der Beschluss kein Papiertiger bleibt, bedarf es weitergehender Überlegungen: wen spricht man wie an? Was sind die Hindernisse, die zu überwinden sind? Diese Konkretisierungen sollen nun alle Interessierten übernehmen... Ich bin einer davon und ja nicht der einzige, der sich hier im Forum schon mal Gedanken in die Richtung gemacht hatte. Ich weiss leider nicht mehr, wer an der PN-Runde, die es letzten Sommer und Herbst hier im Forum schon mal gab, alles beteiligt war (weil PNs gelöscht) - meldet Euch doch mal (und wieder unabhängig von Mitgliedschaften). Mich (rein subjektiv, schon zweiter Schritt vorm ersten ) interessiert zB gerade besonders, ob es hier jemand gibt, der oder die sich irgendwie auskennt mit den Behördenwegen in Österreich (konkrete Frage zB: wie kriegt man eine Campingplatz-Lizenz oder ist das so etwas anderes, dass es nur darum geht, am Begriff des Biwakierens zu schrauben?). Wie macht man LNT-Pädagogik erfolgreich? Usw. usw. Ich hoffe, es geht voran! (eine Graswurzelbewegung zum Einrennen offener Türen?). Eröffne mal einen langsamen Faden, der Weg ist das Ziel. lg & berg frei! OT: abgesehen von einer demo meine erste grössere versammlung unter pandemiebedingungen: draussen, aber unter einem dach (nämlich auf einer stadiontribüne). alle mit ffp2-maske, die allenfalls zum reden am mikro abgesetzt wurden. fürs mikro pro rednerIn 1 brutterbotbeutel zum drüberziehen. platzkarten wie im richtigen kino. - geht! [kam später & ging früher]
  3. Ende Mai, Anfang Juni 2019 bin ich den Soonwaldsteig mit einem Freund gegangen. Die ca. 85 km sind wir in 5 Etappen, mit 4 Übernachtungen gegangen. Da es offizielle Übernachtungsplätze gibt, die erste Nacht sogar auf einer prächtigen Burgruine, gab es absolut keinen Grund für Stealth Camping, zumal ich den Trend, offizielle Trekkingplätze zur Verfügung zu stellen, absolut unterstütze. Ich bin sehr glücklich, den Hunsrück, dessen Landschaftsbild stets zwischen schroffer und liebreizender Schönheit wechselt, kenngelernt zu haben. Auf- und Abstiege können teilweise ganz schön heftig sein, aber wie so oft, wird jede Anstrengung mit bezaubernder Landschaft und Aussichten belohnt. Viel Spaß beim Lesen dieses Reiseberichts. Lieber Gruß Rentoo Anreise Nach der Anreise mit dem Auto, das in Bingen am Rhein geparkt wurde, ging es mit der Bahn nach Kirn, wo der Startpunkt liegt. Die Zugfahrt dauert eine gute Stunde. Da es mittlerweile bereits gegen Nachmittag ging, sind wir nicht sofort auf den Trail gegangen, sondern haben in Kirn auf einem Campingplatz übernachtet, der ca. 3 km vom Beginn der ersten Etappe entfernt liegt. 1. Etappe Frisch gestärkt und bestens gelaunt konnten wir uns auf die erste Etappe stürzen. Da alle Übernachtungsplätze vorab gebucht und bestätigt waren, hatten wir keinen zeitlichen Spielraum und mussten uns an die vorgegebenen Etappen halten. Dies war aber selbstverständlich kein Problem, da die Tagesetappen bei der 5-Tages-Variante so zwischen 15 und 20 km liegen. Leider hat man bei der ersten Etappe noch nicht so richtig das Gefühl in der Natur zu sein, da man immer wieder Zivilisationsgeräusche, meist Motorräder und Autos wahrnimmt. Dennoch gibt es selbstverständlich sehr schöne Ecken. Das Tages-Highlight für mich war allerdings die Übernachtung auf der Schmidtburg. Dort hat übrigens auch der Schinderhannes gelebt. Den Übernachtungsplatz muss man gesondert von den Trekkingplätzen buchen. Der Burgvogt, ein netter älterer Herr verlangt 2,50 Euro pro Person. Mehrere Toiletten und Wasserstellen sind auf der Burg verteilt. Übrigens habe ich so einige nette Menschen dort kennengelernt. 2. Etappe Der 2. Tag auf dem Steig hat mich dann wieder richtig versöhnt. Endlich hatte ich das Gefühl so mitten in der Natur und ganz weit weg von der Zivilisation zu sein. Interessant ist, dass man auf dieser Etappe längere Strecken über Wege läuft, auf denen unzählige Steinbrocken liegen. Auch einige Geröllfelder sind zu überqueren. Der Tag hat echt Spaß gemacht. Ich weiß nicht, welche Hormone da bei mir ausgeschüttet wurden, aber ich hätte vor Begeisterung platzen können, so großartig war der Weg. Am Trekkingplatz angekommen, wurde aufgebaut und dann haben wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen. 3. Etappe Am 3. Tag wechselte die Landschaft von ihrer schroffen Schönheit in eine doch eher sanfte und liebreizende Seite. Ich habe mich mit dem Filmen und Fotografieren kaum bremsen können. Hier stelle ich einen typischen Trekkingplatz vor. Gut versteckt findet man ihn nur durch Zufall, oder wenn man ihn gebucht und gezahlt hat, denn dann erhält man die Koordinaten. Selbst Trail Magic gab es. Auf beiden Plätzen hatten die Verantwortlichen Wasserflaschen bereitgestellt, die man für einen Euro pro Flasche kaufen konnte. Da Wasser wirklich Mangelware ist, haben wir uns doch sehr darüber gefreut. 4. Etappe Der 4. Tag der Etappe war ziemlich darauf ausgelegt, Strecke zu machen. Selbstverständlich sind wir auch an diesem Tag durch eine atemberaubende Landschaft gegangen, doch leider waren große Teile davon mit Windrädern „verschandelt“. Nicht dass hier der Eindruck entsteht, dass ich nicht auf alternative Energiegewinnung stehe, aber Windräder zeigen einem eindeutig, dass die Zivilisation nicht weit entfernt ist. Die letzte Übernachtung fand nicht auf einem Trekkingplatz statt, sondern an der Lauschhütte, einem bewirtschafteten Wald-Ausflugslokal mit Klettergarten, Bogenschießen und einem Zeltplatz. 5. Etappe Die nun letzte Etappe führte uns wieder nach Bingen am Rhein. Zuerst dachte ich, dass hier die Landschaft in den Hintergrund tritt und stattdessen Strecke machen angesagt ist, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Denn noch bevor man den Rhein zum ersten Mal sieht erinnert der Soonwaldsteig noch einmal ganz deutlich daran, dass es sich lohnt, ihn zu laufen. Da ausgerechnet an diesem Tag Vatertag war, waren selbstverständlich viele Menschen unterwegs. So einige Einladungen auf ein Bier konnte ich nicht ablehnen, was dazu führte, dass ich die letzten Kilometer bis zum Bahnhof ziemlich getorkelt bin. Das war eine sehr interessante Erfahrung für mich. Fazit Ich bin richtig glücklich, den Soonwaldsteig gegangen zu sein. Der Mangel an natürlichen Wasserstellen wird durch das Netz offener Wasserhähne ausgeglichen. Wer plant, den Steig zu gehen sollte sich unbedingt auch die GPX-Datei mit den angebotenen Wasserstellen herunterladen. Ich empfehle dafür zu sorgen, dass man mindestens immer 3 liter Wasser dabei hat. Alle Infos zum Steig findet man unter www.soonwaldsteig.de. LG rentoo
  4. Hallo zusammen! Ich Plane meine erste Trekkingtour alleine zu machen. Was bis jetzt läuft: Bereite mich Körperlich und Konditionell vor. Also ich laufe normales Gelände und Steile und steinige Wege. Natürlich muss ich mir die Ausrüstung kaufen. Meine Frage ist, was wird benötigt? Rucksack, Zelt, Isomatte, Schlafsack ect.... Wäre nett für hilfreiche Tipp und Tricks... Danke
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