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Ultraleicht Trekking

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Geschrieben (bearbeitet)

Habe einen richtig coolen Fluss zum Packrafting in Laos gefunden

 

Der Fluss läuft ca. 50 km östlich parallel zum Nam Ou River und mündet im Mekong bei Luang Prabang 

Der Fluss ist durchaus als Rafting River bekannt. Vorallem der untere Teil von Pakseng nach Luang Prabang, wo während der Regenzeit auch Passagen bis Wildwasserstufe IV zu finden sind.

Der obere Abschnitt dagegen ist dagegen kaum bekannt

Ich habe 70 km flussaufwärts angefangen, in Vieng Kham 50 km östlich von Nong Khiaw, einem bekannten Touristenspot am Nam Ou. Der Ort gefällt mir persönlich nicht so toll, aber Muang Ngoi 1 Stunde mit dem Longtail flussaufwärts ist einer meiner Lieblingsspots in Laos.

Ich wollte ursprünglich von Muang Khua den Nam OU in 2-3 Tagen bis Muang Ngoi hinunterpaddeln.

Aber leider war der Name Out wegen diverser Staudâmme einfach still wie ein See. Und so fuhr ich mit dem local Boot.

Also habe ich mir stattdessen den ziemlich unbekannten Nam Xueng vorgenommen.

Es gab ziemlich wenig Informationen über diesen Fluss, besonders nicht über den oberen Teil und es war schwierig überhaupt dort hinzukommen.

Ich hatte zum ersten Mal vor Jahren von diesem Fluss gehört. Von einen local guide, der sogar deutsch sprach.

Damals hatte ich aber nur mein Abfibio Nano dabei.

Jetzt hatte ich das, MRS Alligator 2 S dabei

Ich bin also erstmal einen Tag vorher den Fluss mit einem Moped erkunden gegangen.

In Nong Khiaw wollte oder konnte mir keine lokale Reiseagentur weiterhelfen.

Obwohl sie Kayaktouren anboten.

Der Weg hin und zurück ging über eine nur teilweise asphaltierte Straße und die Landschaft und die Straße und auch armen staubigen Dörfer haben mich an Nepal erinnert.

Ich bin dem Fluss ein paar km gefolgt, um einen Eindruck zu bekommen

Es sah machbar aus und der Fluss schien eine ordentliche Fließgeschwindigkeit zu haben.

Also fuhr ich zurück nach Nong Kiaw und nahm am nächsten Tag einen local Bus ( was etwas besser war s auf dem Moped, trotzdem schluckte man auch im Bus ordentlich Staub ) wieder nach Vieng Kham, wo ich in einem Guesthouse übernachtete.

Hier sprach keiner Englisch, sondern nur laotisch oder Vietnamesisch.

Am nächsten Morgen habe ich mir einen gebratenen Reis mit Gemüse und Schweinefleisch in einer Plastiktüte mitgenommen als Lunchpaket.

Wo ich übernachten sollte war mir unklar.

Auf Google Maps oder Maps.me waren keine Orte eingezeichnet, zu klein bzw. namenlos

Ich hatte eine Mosquito Hängematte von Cocoon und einen Schlafsack dabei.

In Nordlaos ist es am Tag geschmeidige 30 Grad, aber nachts kühlt es bis  auf 10 Grad runter

Vielleicht würde ich ja auch in einem Dorf am Fluss ein Guesthouse oder ein Homestay finden oder

Ich trug mein Packraft hinunter zum Fluss und bereitete es vor.

Ich hatte nur leichtes Gepäck. Was ich in der Burgtasche und im Fußraum verstaute.

Mein Hauptgepäck hat ein Freund nach Liang Prabang vorausgebracht, der auch mit Packraft dabei war.

Aber der hatte sein Packraft zuvor an einem Stacheldraht aufgeschlitzt und dem erschien meine Unternehmen etwas zu riskant

Das Essen deponierte ich hinter dem Sitz, da es dort am kühlsten zu sein schien.

Ich kam aber erst um 10:30 los und genau zu der Zeit löste die Sonne die Wolken und Nebel auf 

Hier gab es jeden Morgen einen dichten mystischen Nebel.

Für den ersten Tag hatte ich mir vorgenommen etwas die halbe Strecke bis Pakseng zu schaffen. ca. 30 km

Etwas mulmig war mir schon, so allein auf dem unbekannten Fluss ohne echte WW Erfahrung und ich hatte auch meine aufblasbare Schwimmweste zuhause vergessen...

Auch weiß man nie ob in dem Gebiet nicht noch irgendwo Streubomben und Minen aus dem Vietnamkrieg liegen.

Die Flüsse dort dürften wichtige Transportwege des Vietkong für Waffen und Munition gewesen sein. Und Laos ist deshalb heftig von den Anerikanern bombardiert worden

Der Start war recht rasant unter der Dorfbrücke hindurch, dicht an einem Brückenpfeiler vorbei. Das hatte ich mir am vorherigen Abend gemerkt.

Der Fluss verlief zuerst sehr kurvig und am Ufer sah ich ein paar Goldwäscher

Der Fluss hatte hier einen recht niedrigen Wasserstand, so dass ich mich gelegentlich flach auf den Rücken gelegt habe, um nicht aufzusetzen.

Der Fluss floss zunächst recht gemächlich, ab und zu kleine Stromschnellen

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Fortsetzung folgt

 

Bearbeitet von ultraleichtflo
Geschrieben

oha krass, in der Gegend war ich auch mal, aber nur mit dem Moped.  Ich erinnere mich immer an den Satz: "Wenn dir was passiert, sag dass du nach Thailand willst" (hab das sogar auf laotisch aufgeschrieben) :-D

Sehr spannend, bitte berichte uns weiter :-)

  • ultraleichtflo änderte den Titel in Packra(f)t-Tour auf dem Nam Xueng in Laos
Geschrieben (bearbeitet)

Nachdem ich die ersten 2-3 Stunden nicht so wirklich voran kam auf der gps- Karte ( maps.me) , weil der Fluss sehr starke Windungen machte, machte ich eine kurze Mittagspause und aß meinen Proviant an einem kleinen Strand, wo 2 Longtail Boote lagen

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Nach der Pause war ich erfrischt und endlich floss der Fluß viel gerader und gewann, wie ich gehofft hatte, richtig an Fahrt.

Das Wasser wurde tiefer, und ich saß jetzt nur noch aufrecht im Boot.

Ich hatte nun weniger Angst aufzusetzen und die aufrechte Position ermöglichte es mir auch mehr Kontrolle und Übersicht.

Ich lernte die Hindernisse und den Fluss zu lesen und wählte fast immer die richtige Durchfahrt und setzte nie auf, und bekam kaum Wasser ins Boot.

Ich fuhr ohne Spritz Schürze 

Wo vorher noch viele Dörfer waren und leider auch viel Müll in den Bäumen hing vom Hochwasser, würde es nun richtig urwaldig 

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So hatte ich mir das vorgestellt 

Einmal kreuzte eine Schlange den Weg.

Ich verfolgte sie bis zum anderen Uferrand.bis sie im Gebüsch verschwand.

Der Fluss wurde immer rasanter und die Stromschnellen und es machte mir soviel Spaß, dass die Müdigkeit weg war.

(Auch müsste ich nicht mehr viel paddeln)

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Und die Zeit rann nur so vorüber 

Aber es war nun doch schon später Nachmittag

Und ich überlegte, wo ich nun schlafen sollte.

Ich hatte nur noch nen knappen Liter Wasser und auch nicht viel zu essen.

Auch hatte ich noch keinen richtig guten Lagerplatz gefunden. Ich war nun 6-7 Stunden unterwegs 

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Als ich gegen 17 Uhr das erste Dorf nach langer Zeit erreichte, entschied ich mich

hier nach einer Unterkunft zu fragen.

Ich hatte ungefähr die Hälfte der 70 km nach Pakxeng geschafft, wo ich zwischenzeitlich nicht mehr dran geglaubt hatte.

Ich hatte am Enderichtig Strecke gemacht und hatte bestimmt noch 2 Stunden so weitermachen können, aber es wurde nun schnell dunkel 

Am Dorfstrand wuschen sich einige Dorffrauen und ich gestikulierte, dass ich einen Schlafplatz suche.

Eine Frau schien mich zu verstehen und nickte.

Zum Dorf hoch führte ein glitschiger Pfad und so musste ich das Packraft zusammengepackt hochtragen.

Dort wiesen mich die Dorfbewohner zu einer Hütte.

Es handelte es sich um ein typisches Stelzenhaus, wo oben der Schlafboden für alle ist, nur ein kleines Separet für die Familie , Säcke mit Reis oder anderen Vorräten und der Fernseher.

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Es war Weihnachten, also kaufte ich im örtlichen Minimarkt einige Flaschen Beerlao und Chips für mich und die Familie und Zigaretten für den Vater

Und Eine Instant Nudelsuppe, die neben etwas Fisch und gedörrtem Büffelfleisch und einem anderen Fleisch, was ziemlich widerlich schmeckte mein Weihnachtsessen war.

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Wir haben dann noch ein Stündchen Fernsehen geguckt und gingen sehr früh schlafen

Ich lag neben dem ständig hustenden Mann.

Während die Frau mit dem Kind im Separet schlief.

Nach einer den Umständen entsprechenden Nacht, bin ich sehr früh aufgestanden und habe meine Sachen gepackt.

Ich habe die Familie großzügig für die doch recht ärmliche Bewirtung entlohnt.

Auch wenn ich froh war irgendwo zu pennen, hätte ich mich im Nachhinein doch eher für eine Nacht in der Hängematte entschieden. Als Lunchpaket gab's eine Handvoll Reis und etwas geräuchertes Büffelfleich.

Die angebotene Ratte lehnte ich ab.

Vielleicht hätte ich mich auch noch r falsch ausgedrückt, ich hatte  doch um etwas Veganes wie Rattatouille gebeten 

Vermutlich hatte ich sie schon am Heiligabend zuvor gekostet..

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Am Ufer bewunderten 2 Dorfbewohner mein Packraftaufbau bis ich ablegte.

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Ich war gespannt wie es weitergeht und irgendwie froh hier wegzukommen 

Am Abend zuvor hatte ich einen Mann bei Dorfladen getroffen. Der einzige, der Englisch sprach und mich vor einer etwas heftigen Passage warnte, die nach einer Stunde kommen würde und er riet mir davor anzuhalten und mir das ganze erstmal anzuschauen.

Ich hoffte nur, dass ich diese Stelle auch rechtzeitig erkennen, und ich nicht in einen gefährlichem Canyon reingesogen werde

Es wurde also kribbelig

Bearbeitet von ultraleichtflo
Geschrieben (bearbeitet)

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Zuerst ging es so weiter wie am Tag zuvor, die Natur war wild, ich kam gut voran, und hatte meinen Spaß in den vielen kleinen Stromschnellen.

Am Ufer und auch teilweise im Fluss standen und fischten Leute, die mir freundlich zuwinkten oder sogar zu zujubelten.

Ein Farang (westlicher Ausländer) und ganz allein war ein seltener oder gar einmaliger Anblick.

Vielleicht war ich der erste Packrafter hier überhaupt 

Einmal zeigte mir ein Einheimischer auch die geeignete Fahrrinne, die überigens interessanterweise fast immer auf der linken Flußseite war.

Die eine Stunde Fahrzeit war längst vorbei, und von der Passage, vor der ich gewarnt wurde war auch nach über 2 Stunden nichts zu sehen.

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Dann aber würde es zunehmend rauer, ich gewöhnte mich aber an dieses neue Niveau.

Dann kam auf einmal  eine enge sehr rasante Passage und plötzlich stürzte ich eine Wellental und vor mir eine (aus meiner Perspektive) Riesenwelle, der ich besser nicht versucht habe auszuweichen und nahm sie und dann wurde ich richtig herauskatapultiert und hob ab. Ein gefühlt 3 m Satz, aber da ich das Boot schon gerade gehalten habe, landete ich perfekt und es kam nicht mal Wasser ins Boot.

Ein paar kleinere Manöver noch und ich hatte es geschafft und musste einen Jubelschrei loswerden.

Ich legte gleich danach an, um mich erstmal zu erholen. Es war wunderschön hier

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 Nach einer kurzen Schwimmpause, bin ich nochmal zurück um dieses bisherige Highlight zu filmen.

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Danach genoss ich den schönsten Teil der Tour. Einmal hielt ich an einem wunderschönen Mini-Wasserfall an, dort hâtte ich das Wasser auch getrunken, wenn ich Bedarf gehabt hätte

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Nicht lange danach kam ich zu einer Passage, wo man das Gefälle richtig krass sehen konnte, wie eine Stufe von vielleicht 10-20 m Gefâlle, diese Passage schien vielleicht 200 m lang zu sein.

Es gab einige große Felsen dazwischen und mehrere Optionen.

Erst dachte ich scheissdrauf, da wurschtel ich mich jetzt irgendwie durch, dann wollte ich doch anhalten an den Felsen in der Flussmitte, aber schaffte es nicht mehr und wurde von der Strömung weitergerissen.

Ich richtete mich auf und der Tanz begann..erst traf ich die richtigen Entscheidungen ,aber dann wählte ich die etwas breitere Mitte und auf einmal sah ich eine große Stufe, fuck, ein Felsen knapp unter der Wasseroberfläche..konnte nicht mehr ausweichen, ich setzte ein bisschen auf aber kam gleich wieder frei und nahm die Stufe.

Dann war es vorbei.

Ich musste erstmal tief durchatmen und mein Boot ausleeren, das doch ordentlich geschluckt hatte.

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Bis Pakxeng kamen dann noch viele Stromschnellen, wenn auch keine richtig heftigen mehr, allerdings musste ich das Boot oft leeren, hätte wohl besser die Spritz-Schürze nutzen sollen. Aber ich wollte im Falle einer Kenterung lieber leichter aus dem Boot kommen.

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Nach ca. 7 Stunden erreichte ich Pakseng.

Mit inzwischen Blasen an den Händen 

Ich hatte mir ausgemalt, ein idyllisches Dorf am Fluss mit allen touristischen Annehmlichkeiten zu finden.

Ein Guesthouse direkt am Fluss hatte ich mir ausgemalt,einfach anlegen, erstmal ein kühles Bier

Stattdessen erwies sich sich Pakxeng als ziemliches schäbiges Kaff und am Fluss direkt gab es kein Guesthouse, also packte ich mein Boot zusammen, am Ufer allein zurücklassen wollte ich es natürlich nicht und ging das Dorf erkunden.

Als ich einen Menschen nach einem Guesthouse fragte, wies er grinsend auf ein Gebäude mit zugemauerten Fenstern und Leuchtreklame 

Hier handelte es sich, auch wenn Guesthouse dran stand, augenscheinlich um ein Bordell und als solches war es auch in meiner Maps.me Karte eingezeichnet.

Aber um die Ecke fand ich dann ein richtiges. Der Besitzer verstand aber nur Bahnhof und konnte mir nicht mal sagen, was die Übernachtung kostete. Aber 2 cleverere Mädels haben dann verstanden und der Preis war 200.000 Kiel, 8 Euro

Einem Standartpreis in Laos

Es war auch dafür zwar âußerst Basic und hatte nur ein Hock-Klo, also einen Loch im Boden, aber verglichen mit dem Homestay gestern bestimmt 2 Sterne.

Dann suchte ich etwas zu essen, was auch nicht einfach war. Aber als ich schon aufgeben wollte, und mich mit Spieße mit Innereien zufrieden geben wollte, fand ich endlich ein tolles Restaurant am Fluss, wo Büffelsteak nach laotischer Art, Papaya-Salat und geröstete Ente hatte. Köstlich.

Ente gut, alles gut!

Danach habe ich mit den Leuten dort noch ziemlich gefeiert und gesoffen, natürlich durfte Karaoke dabei nicht fehlen, ein schreckliches Gejaule.

Aber ich habe jetzt endlich verstanden, dass Karaoke eigentlich nur ein Vorwand zum Saufen ist

Ich torkelte zurück zum Guesthouse, nicht ins Bordell und entschloss mich hier meine Tour zu beenden und den Bus zu nehmen, um nach dem Erlebnissen, die Annehmlichkeiten von Luang Prabang zu genießen, dass ich nach erstaunlich komfortablen 3 Stunden erreichte 

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Erst genoss ich eine Massage und das gute Essen, schon am nächsten Morgen begann mich das zu langweilen und wünschte, ich hätte das weiter durchgezogen..

 

Bearbeitet von ultraleichtflo

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