HolyMole
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Zuerst sollte man mal ausschließen, daß man auf Druckänderungen durch Abkühlung reingefallen ist.
Z.B. ein Packraft verliert sehr stark an Druck, wenn es mit wärmerer Luft aufgepumpt wurde und dann ins kalte Wasser kommt und für Matten gilt sinngemäß dasselbe mit der kälteren Nacht.
Also zur Überprüfung in Wohnraum, bei dem die Temp ca gleich bleibt, stramm aufblasen und schauen, wie nach einer Nacht der Druck im Vergleich ist. Bei sehr kleinen Undichtigkeiten bei Matten, denen man ja nicht so einen hohen Druck wie einem Packraft verpassen kann, kann es evtl Sinn machen, die Matte flächig zu beschweren z.B. 40 kg Bücher o.A. drauf zu verteilen
Sollte nun Boot / Matte den Druck nicht halten, bringt bei kleinen Undichtigkeiten ein Test mit Teil-Untertauchen im Wasser meist nicht viel, da entstehen keine Luftblasen im Wasser, auch die von manchen Läden schon mal empfohlenen "Lochschnüffler" o.A. funktionieren dann nicht.
Wenn man entsprechende Löcher in Booten oder Matten finden will, sollte man das mit Seifenwasser machen, also in einem Pot o.A. 1 oder 2 L Wasser mit reichlich Spüli, Shampoo o.A. durchmixen, daß gut Schaum entsteht.
Matte / Boot mit gut Druck aufblasen und nun immer in einem Bereich mit einem weichen Spülschwamm den Schaum auftragen und schauen, ob da neue, größere Luftblasen entstehen, so findet man auch kleinste Undichtigkeiten.
Hinterher den Seifenschaum mit Wasser abwaschen, damit beim Trocknen keine Flecken entstehen.
Viele Sachen bekommt man dann mit entsprechendem Dichtmittel bzw Patches in den Griff, ein durch Verschmutzung undichtes Ventil kann man mit Pressluft ausblasen oder im Falle von MRS / Anfibio-Packrafts ausschrauben & durchspülen.
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HolyMole hat eine Reaktion von RaulDuke erhalten in Naturehike Cloud Up 2 - Sonderedition / XXXXXUL :-)Wie sturmsicher ist das? ...als Aerosol?
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HolyMole reagierte auf khyal in Demokratie ist ein hohe Gut - Lasst sie uns Schützen - Bitte geht wählenHallo Ihr Lieben,
das Forum soll klar nicht politisch sein, das steht auch in den Regeln.
Leider wird aber die Politik bzw der Versuch einer massiven Beeinflussung ins Forum getragen.
Und erstmalig gibt es einen derartigen Zusammenschluß totalitärer Kräfte, um unsere (und nicht nur Unsere) Demokratie zu destabilisieren.
Wir haben schon Länder in Europa, in denen die frühere Demokratie / Gewaltenteilung aufgehoben wurde, wir leben in einer Welt, in der keine 1000 km von Berlin entfernt, seit mehreren Jahren ein erbarmungsloser Krieg tobt, weil ein totalitärer Machthaber sich ein anderes Land in seinen Machtbereich „einverleiben will“.
In einer der ältesten Demokratien (oder ist es die Älteste ?) ist nun ein Mensch an der Macht, der alles tut, um die Gewaltenteilung aufzuheben, der offen rassistische Ansichten vertritt und entsprechende Gesetze „macht“, der als seinen wichtigsten Berater einen unendlich reichen Menschen hat, der offen rechtsradikal ist, den Hitlergruß zeigt, massiv versucht die Wahl in Deutschland in dieser Richtung zu beeinflussen, eine Vizepräsident, der in seiner offiziellen Funktion in derselben Richtung Wahlbeeinflussung betreibt.
Ich komme, was meinen Zeitaufwand für Admin / Modtätigkeiten betrifft, seit mehreren Wochen kaum noch zu etwas Anderem, als eine Vielzahl von politischen Propaganda-Anmeldungen (überwiegend aus dem ru-Raum, aber nicht nur) wieder aus dem Forum zu kicken, das ist gegenüber den letzten Jahren nochmal deutlich gestiegen, im Tagesschnitt eine 2-stellige Anzahl, im Wochenschnitt eine 3-stellige Anzahl und da steht meist nicht die 1 vorne.
Durch unser System, daß Neuuser erstmal unter automatischer Moderation stehen ist zwar eine entsprechende Beeinflussung durch diese Kräfte nicht so einfach möglich, aber wenn ich sehe, daß wir ja im Vergleich zu „Gesamt-Social-Media“ mit knapp ¼ Million Beiträgen, ein paar Tausend Usern, eigentlich eine kleine Klitsche sind und was da schon von diesen Kräften bei uns für ein Aufwand betrieben wird, kann ich mir sehr gut vorstellen, wie massiv diese Beeinflussung in anderen Social Media sein wird.
Deswegen halt mal als "Gegenpol" ein große Bitte :
Geht wählen (wenn Ihr das nicht längst mit Briefwahl erledigt habt), stärkt die Demokratie
btw um eine Übersicht zu bekommen, mit welchen Parteien der eigene Sichtwinkel / Meinung gut übereinstimmt, gibt es inzwischen einige sehr gute Alternativen zum Wahlomat, in diesem Artikel werden sie inkl Link vorgestellt und es gab ja in den letzen Tagen ohne Ende TV-Sendungen, in denen die Spitzenkandidaten der verschiedenen Parteien selber dargestellt haben, was ihre Ansichten sind, die Ihr in den entsprechenden Mediatheken und teilweise bei YT findet.
Zum Schluß noch eine kleine Information bzw Entschuldigung an ein paar unserer neueren User
Wir haben das eigentlich seit einiger bzw längerer Zeit sehr gut durchgehalten, daß in jedem Fall, wenn z.B. ein Beitrag, weil er nicht den Regeln entsprach, nicht freigeschaltet wurde o.A., wir das via PN das mit dem User geklärt haben.
Durch die oben beschriebenen Umstände und dadurch daß ein weiterer Mod im „wohlverdienten“ Winterurlaub ist, kommen wir da z.Z. nicht hinterher und ich fürchte, daran wird sich bis nach der Wahl So nichts ändern.
Danach wird das aufgearbeit.
Khyal
auch für das Modteam
(ich habe echt überlegt, ob das unter Mod-Team oder meinem Acount erscheinen soll, da die "grundsätzliche Aktion" zwar mit einem weiteren Mod abgesprochen ist, aber nicht der genaue Text, habe ich es dann unter meinem Acount gepostet.
Geschlossen ist der Thread, damit nicht eine politische Diskussion mit Parteienstandpunkten o.A. entsteht (nee die Kloppereien wollen wir aus dem Forum raus halten ).
Wenn jemand z.B. noch weitere Hilfsmittel für die eigene demokratische Wahlentscheidung kennt, die er als sinnvoll erachtet, her damit (via PN) nach dem jeweils eigenen Wunsch kann ich das entweder mit Usernamen-Nennung oder anonym einpflegen bzw drunter setzen.
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HolyMole hat eine Reaktion von Paddy91 erhalten in Schuhempfehlung für mehrtägige TrekkingtourenInov-8 TRAILFLY ULTRA G 300 Max
Brooks Cascadia
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HolyMole reagierte auf Blickpunkt in Trekking in --- Russland?Ich hoffe, ich verstoße nicht gegen eine der Forumsregeln aber: Ist diese Frage wirklich ernst gemeint? Ich bin grade etwas fassungslos in Anbetracht der Tatsache des täglichen Zeitungsstudiums und den darin enthaltenen Berichten über willkürliche Verhaftungen von Bürgerinnen und Bürgern westlicher Länder in Russland mit dem Ziel des Austausches gegen in westlichen Ländern inhaftierten Mördern und anderen Kriminellen. Will man das wirklich in Kauf nehmen und gibt es nicht andere Reiseziele als ausgerechnet aktuell grade Russland?
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HolyMole reagierte auf JanF in Back Country SkiEs gibt mittlerweile auch relativ schmale BC-Skis, der Fischer E99 ist über die Jahre zum Beispiel immer schmaler geworden. Aber er braucht mehr Auflagefläche als ein Langlaufski, ist dann also für das Körpergewicht meist etwas breiter und länger. Stahlkanten haben sie aber alle.
Mit dem Gewicht würde ich mir jetzt nicht so große Sorgen machen, wenn du da mal 2 kg über oder unter der Marke bist.
Die Frage ist doch, was du in der Eifel machen willst, bzw. was eine Skitour für dich ist. Wenns dir mehr um die Abfahrt geht, ist ein BC-Ski nicht ideal, da würde ich dann vielleicht eher auf einen Tourenski setzen. Mit BC-Ski auf einem Waldweg abzufahren oder auf schmalem Steig aufzusteigen, ist auch nicht unbedingt spaßig, da wären kürzere Ski, etwa von OAC oder Altai, im Vorteil.
BC-Skier spielen ihre Vorteile vor allem im freien, nicht allzu steilen Gelände aus - zum Beispiel im Kahlfjäll.
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HolyMole hat eine Reaktion von HelgaUnterwegs erhalten in Wie unzivilisiert seid Ihr? :-)Am problematischsten sind bei mir die Schuhe, vor allem wenn sie eine Weile nass waren. Daher habe ich immer ein Zweitpaar dabei, aber andere berichten auch von 1€-flipflop-Käufen am Endpunkt der Wanderung.
Was ich kürzlich erst für mich entdeckt habe, sind Feuchttücher. Gesicht -> Achseln -> Intimzone -> Hintern mit einem Tuch und man hat schon viel gewonnen! Wunderbar, wenn man in die Zivilisation kommt, aber keine richtige Waschgelegenheit zur Verfügung steht. Gewicht und Entsorgung der Tücher ist natürlich nicht optimal.
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HolyMole reagierte auf frankiee in GR20 Packliste und Fragen (bin Anfänger!)Fazit jetzt nachdem ich den weg gelaufen bin:
War auf jeden Fall schön und für die erste fern Wanderung die ich je gemacht habe schon ein Brecher. Aber hat sich gelohnt und mein Rucksack Gewicht hat mir echt einen Vorteil verschafft gegenüber den meisten anderen. Ich werde das Prinzip von ultralight wahrscheinlich noch weiter auf die Spitze treiben, mir macht das großen Spaß.
Zum gear:
das durston x mid 2p hat mich enttäuscht. Es ist nicht sehr windstabil und nervig aufzubauen. Da werde ich mich nach einem anderen Zelt umschauen und das durston jetzt verkaufen. Auch die DAC stakes sind nicht besonders. Ich habe auf dem Weg immer mal Heringe von anderen Zelten gefunden und diese bevorzugt genutzt. Da hattest du definitiv recht @khyal. Bevor ich mir jetzt Y Heringe zulege, schaue ich mich nach einem passenden 1 Personen Zelt um. Ich finde zu zweit in einem Zelt echt nicht komfortabel, selbst wenn es so viel Platz wie das xmid 2 bietet.
Die isomatte werde ich erstmal nicht mehr in Torso Länge nutzen, da fehlte mir definitiv Komfort! Oder ich muss mich noch weiter dran gewöhnen. Mal sehen…
@HolyMole der Tipp mit der Regenjacke war Gold wert! Wir hatten im Nordteil teilweise Sturm und Regen, während wir im Dunkeln an den Felsen geklettert sind.
Und Ich ohne Stirnlampe. Die werde ich mir jetzt auch zulegen (nitecore nb 25) ebenso hätte ich mir eine Isolationsjacke einpacken sollen, das war ein großer Fehler.
Die saxx kinetic war eine super Empfehlung! Die merino von decathlon habe ich mir allerdings (noch) nicht angeschaut.
@reiber den Tipp, das Essen zuhause zu lassen, war ebenfalls sehr hilfreich! Den wasserfilter habe ich mir auch gespart, das war im Südteil teilweise sehr kritisch, da an vielen Hütten von Brechdurchfall berichtet wurde und wir das auch mitbekommen haben. Ich habe dann zwischenzeitlich Chlor Tabletten verwendet. Bin allerdings ohne Probleme durchgekommen. Das mit dem filtern ist aber auch nur im Notfall wichtig auf dem GR20. Hygiene ist bei so vielen Leuten aber sehr sehr wichtig gewesen.
die koch Utensilien haben wir zuhause gelassen, das hat ebenfalls gut funktioniert! Wir hatten dann nur einen eigenen Topf für 4 Personen dabei, das war sehr gut @Cullin.
Ich hatte 600€ dabei und bin mit ca. 190€ Rest Budget in conca angekommen.
Wasser habe ich nur auf der ersten Etappe 3,4L dabei gehabt, auf der Hütte habe ich dann die 1L Flasche weg geschmissen und bin nur noch mit der 2,4L platypus unterwegs gewesen. Bis auf eine Quelle auf der letzten Etappe waren alle Quellen aktiv. es gab aber auch viel regen.
Insgesamt hatte ich mit dem Hemd und dem thermo Shirt viel zu wenig Wechsel Kleidung mit, sodass ich oft verzweifelt meine Sachen nass angezogen habe und so in den Schlafsack gekrochen bin, damit diese trocken werden.
dahingehend werde ich noch mal optimieren.
Was ist eure Meinung zu fleece Jacken? Zu schwer oder wert mit zu nehmen?
Die salmon xa pro 3d hat es auf dem Weg gut zerlegt. Der Schuh ist teilweise zu dünn besohlt für die spitzen Granit Steine. Da würde ich das nächste mal auf einen la sportiva Bushido o. Ä. Zurückgreifen. Für den Schnee waren sie auch nicht optimal, ich werde da mal mit Neopren Socken rum spielen und gucken wie sich die in kalten, nassen Verhältnissen auswirken.
Ansonsten habe ich durch eure Tipps sehr sehr viel richtig gemacht, und dafür bin ich euch allen hier sehr dankbar! :)
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HolyMole hat eine Reaktion von roli erhalten in Welche Taschen am Bike?Ich fahre am MTB mit Arschrakete (große Ortlieb) und musste dafür schon sooo viel rumfrickeln ... Mittlerweile bin ich gedanklich wieder bei Gepäckträger + kleine Taschen angekommen. Umgesetzt habe ich es noch nicht, weil ich zurzeit auf Tour bin, aber Erfahrungsberichten zufolge passieren auch auf härteren Trails keine schlimmen Dinge, wenn man einen Gepäckträger aus Stahl nimmt (Tubus).
Ein heißer Tip, zu dem ich auch mal nen eigenen Thread machen werde, ist der Deuter Vertrail 16 als Lenkerrolle. Funktioniert sehr gut! Bei schwierigen Abfahrten kann man ihn einfach auf den Rücken nehmen, das nimmt Gewicht und Trägheitsmoment vom Lenker. Und nebenbei ist das halt ein guter Rucksack für viele Einsatzzwecke, der füllt bei mir echt mehrere Lücken.
Generell sollte man vielleicht unterscheiden zwischen Gravel und MTB. Bei letzterem sollte neben den Rädern Platz sein, Kontrolle wird wichtiger, muss evtl. auch öfter getragen werden (und da können Hinterradtaschen stören), etc.
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HolyMole hat eine Reaktion von Linnaeus erhalten in Schnäppchen-Thread 2.0OT: Meiner Erfahrung nach braucht man unterm Arsch, wo der Wind draufpfeift, etwas mehr Isolierung als oben, wo sich der Quilt in der Hägematte ja sehr einfach abdichten lässt. Der Unterschied kommt wahrscheinlich von der deutlich geringeren Fläche. Mal zum Vergleich:
OT: 20F Underquilt 188 cm x 66/115/66 cm 225g
OT: 20F Schlafsack 180 cm x 150/130/97 cm 455g
OT: Sieht schon plausibel aus, entspricht aber trotzdem nicht meinem Bauchgefühl. Von oben ist easy, von unten wird es so schnell kalt... ich würde >50% der Isolation nach unten schieben, denke ich.
OT: Noch ein Datenpunkt: Ich habe eine alte Daunendecke von meiner Oma, die mir obenrum *immer* zu warm war, in einen Wookie verwandelt. >1kg 650FP, glaube ich, Komforttemperaturvielleicht so -10°C...?
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HolyMole reagierte auf Toucan in Übersichtskarte für den GR20 (selbstgemacht)Moin,
auf meinen Wanderungen besteht ein wichtiger Teil meines Abends im Zelt immer aus der Planung für den nächsten Tag. Da ich ein Freund von Papierkarten bin und grundsätzlich bei allen meinen Geräten Akku spare, freue ich mich dafür immer über eine brauchbare Übersichtskarte für den jeweiligen Trail mit möglichst vielen Infos. Vielleicht fehlen mir da auch die Bezugsquellen, ich habe allerdings den Eindruck, dass solche Karten eher selten sind: man findet entweder großmaßstäbige topografische Wanderkarten (die für eine Planung über mehrere Tage/Wochen oft ein Overkill sind) oder sehr simple Trailüberblicke ohne brauchbare Daten zur Planung. Da ich mich sowieso gerne mit übermäßiger Tourenplanung und Mediendesign-Spielereien beschäftige, habe ich (mal wieder) einen Versuch unternommen für meinen letzten Thru-Hike (den GR20) so eine Karte selbst zu erstellen.
Im Endeffekt versenke ich gerade sehr viel Zeit in dieses Projekt, lerne dabei allerdings viel und bin immer zufriedener mit dem Ergebnis. Da es unter euch ja vielleicht den ein oder anderen gibt, der so eine Karte eventuell gebrauchen könnte, möchte ich meine aktuelle Fassung mit euch Teilen. Das Format ist A3, so kann man es in jedem Copyshop drucken lassen, oft habe sie dort ja auch wasserfestes Papier zur Auswahl ...
Ich habe Versucht, alle für mich wichtigen Planungsdaten in die Karte einzupflegen, dabei musste ich natürlich trotzdem einiges rausreduzieren. Ich würde mich über konstruktives Feedback von euch freuen, ihr könnt mir auch gerne mitteilen, was euch bei so einer Grobplanung wichtig wäre.
Für den John Muir Trail habe ich auch schon eine Karte halb fertig, da ich dafür für den kommenden Sommer plane, wenn da Interesse herrscht, teile ich die ebenfalls gerne zu gegebener Zeit.
Edit Khyal
@Toucan hat die Karte ueberarbeitet, es gibt nun eine NOBO und eine SOBO-Version und hier die aktuelle SOBO-Karte in geringerer Aufloesung, fuer den Ausdruck aber bitte die pdf unten verwenden.
Version vom 07.09.2024
GR20_NOBO_Overview_Map_A3.pdf GR20_SOBO_Overview_Map_A3.pdf
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HolyMole hat eine Reaktion von frankiee erhalten in GR20 Packliste und Fragen (bin Anfänger!)Ich hab max. 3 Liter dabeigehabt, ich erinnere mich, dass das am ersten Tag zwischen Quelle und Hütte echt knapp war.
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HolyMole reagierte auf Schwarzwaldine in Sunhoodie aus Belmont Teal (Merino/Tencel)Nachdem sich der sogenannte Sunhoodie von Appalachian Gear (Alpaca/Tencel) als für mich viel zu warm herausgestellt hat, um das Teil ernsthaft bei sommerlichen Temperaturen zu tragen (Herbst und Frühjahr geht sicherlich gut) und @izi hier neulich einen neuseeländischen Versender von Merino- und Merinomix-Stoffen eingestellt hatte, habe ich dort zugeschlagen und 150er Merino mit Tencel-Beimischung (die 1,5 Stücke sind derzeit wohl gerade ausgegangen, ich hatte noch zwei in unterschiedlichen Farben bekommen, das reicht äußerst locker für einen Hoodie und es bleibt noch genügend verwertbarer Reststoff übrig) bestellt (neben 120er Corespun) und möchte dem Thema Merino-Sunhoodie so noch eine weitere Chance geben. Erfahrungen mit Sunsleeves haben auch gezeigt, dass ich bei Hitze möglichst weit geschnittene Kleidung besser vertrage und so ist es ein ziemliches Oversized-Modell geworden, auch in der Länge - möglicherweise kürze ich es aber nochmals. Im Moment liegt das Gewicht bei 227g. Es ist bis auf die kurzen Nähte an den Daumenlöchern komplett auf der Overlock genäht, Säume mit Wavenaht (hab ne neue, die das kann und finde das ganz hübsch).
Längeres Tragen steht noch aus, ich werde berichten.
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HolyMole hat eine Reaktion von frankiee erhalten in GR20 Packliste und Fragen (bin Anfänger!)Boxershorts: Ich mag Saxx Kinetic für Aktivität und Decathlon Merino (1-2 Größen größer wählen) für nachts.
Verpflegung: Geschmackssache, ob man wirklich alles mitnehmen will. Unterwegs gibt es eher Basics (Brot, Käse, Wurst, ...), aber dafür muss man es nicht so weit schleppen. Tendenziell würde ich weniger mitnehmen, zumal der erste Anstieg echt knackig ist ... aber wie gesagt, Geschmackssache.
Und letzte Ergänzung: Viel Spaß! Toller Trail, tolle Zeit dafür, wird bestimmt hammer.
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HolyMole hat eine Reaktion von frankiee erhalten in GR20 Packliste und Fragen (bin Anfänger!)Hey, ich liste einfach mal auf, was mir auffällt, und die Community kommt bestimmt gleich dazu und füllt die anderen Lücken Hab den GR-20 vor einigen Jahren gemacht.
Nimm Heringe mit, die du ohne Reue mit einem großen Stein in den Boden treiben würdest. 270g Zahnpasta? Dude. Ich hatte 20ml Dr. Bronners für Zähne, Haare und Klamotten. Hat gepasst. Propolis-Extrakt musste auch wissen, ich bin tatsächlich ganz ohne durchgekommen. Ich würde nur eine Regenjacke mitnehmen. Poncho im Hochgebirge ist so ne Sache -- es gibt halt sehr, sehr ausgesetzte Stellen, wenn's blöd läuft erwischt dich der Sturm da --, im September ist es einerseits trocken, andererseits kann es schneien. Alles spricht für eine Jacke. Isomatte in Torsolänge hat mir dicke gereicht, der Boden ist meistens noch warm vom Tag. Nimm ne Isolationsjacke mit, falls du eine hast! Die Badehose ist ein Luxus-Gegenstand, zeig den Französ:innen lieber deinen Vollmond, wenn du in die Gumpen springst. Sooo viele Leute sind ja auch nicht mehr unterwegs im September Schaufel auch eher unnötig, Korsika ist Stein-drauf-lege-Land, nicht einbuddel-Land Frage an dich: Ist das Elektrolytpulver quasi Elotrans ohne Zucker zu guten Preisen? Falls ja, genial, gut zu wissen. -
HolyMole reagierte auf Ragadabing in Im August ist gutes Wetter in Island haben sie gesagt - Reisebericht zu Laugavegur + FimmvörðuhálsHallo,
ich war Anfang August in Island zum wandern, wir (ich + 3 weitere Mitstreiter*innen) haben uns ganz klassisch den Laugavegur und Fimmvörðuháls als Verlängerung herausgesucht. Zur Routenbeschreibung und Fotos kann ich den Beschreibungen bei trekkingtrails.de nicht mehr viel hinzufügen: https://trekkingtrails.de/laugavegur/ https://trekkingtrails.de/fimmvoerduhals/
Prolog
Nachdem wir letztes Jahr den originalen (also den nördlichen) Kungsleden bestritten hatten waren wir auf der Suche nach dem nächst besseren Wanderweg - und da bleibt ja eigentlich nur noch Island übrig um landschaftlich noch was draufzusetzen.
Am 0. Tag sind wir zuerst mit dem Bus nach Landmannalaugar gefahren (wir sind die Strecke rückwärts gelaufen, warum erkläre ich bei der letzten Etappe), und wurden von sehr bescheidenem Wetter begrüßt: Regen und nur knapp über Null Grad. Über Nacht kam dann noch ordentlich Wind mit Windstärken bis zu 55km/h hinzu, mein Zpack Plex Solo war dabei so laut dass ich selbst mit Ohropax nur schwer schlafen konnte, ich hatte auch die ganze Zeit Angst, dass es mir gleich das Zelt zerreist. Am nächsten Morgen war aber noch alles heile - bis auf eine Zeltschnur, da hatte ich den Stein zum Beschweren des Herings ungünstig draufgelegt sodass sie gerissen ist. Aber ließ sich mit einem Knoten wieder lösen und dann hielt das auch den Rest der Tour.
Beeindruckend war auch die Menge an MSR Hubba Zelten entlang des Wanderweges, das ist anscheinend das Nummer 1 Zelt was man sich in Island ausleihen kann und bei geführten Wanderungen dort verwendet wird. Hat immer eine gute Figur im Wind gemacht und scheint wohl auch entsprechend robust zu sein wenn es von den Reiseunternehmen dort vermietet wird.
Am eigentlich ersten Wandertag war dann leider die Enttäuschung groß - die Parkranger hatten den Trail für 2 Tage geschlossen, in den isländischen Highlands war das Wetter wohl bedeutend schlechter sodass es verboten war weiterzugehen. Zum Glück hatten wir genug Zeit in Island eingeplant, sodass wir wieder zurück nach Reykjavik sind und 2 Tage Sightseeing gemach haben.
Bei unserem erneuten Versuch war dann passables Wetter - d.h. es hat zwar die ersten 2 Tage durchgehend geregnet, aber der Wind war mit 20km/h erträglich. Hier hat es auf jeden Fall geholfen dass ich nicht alleine unterwegs war, so konnten wir uns immer wieder gegenseitig motivieren weiter zu laufen, so viel Regen ist schon mental zehrend an einem. Landschaftlich hat es sich aber trotzdem total gelohnt, das war schon super cool dort alles. Nach 3 Tagen hatten wir den Laugavegur dann auch geschafft, das war für uns vom Tempo her schon entspannt machbar, 4 oder 5 Tage braucht man dafür glaube ich echt nur wenn man sehr langsam ist. Selbst die Familien mit Kindern welche unterwegs waren schafften alles in 3 Tagen. Das Wetter war die letzten Tage auch gut, da hat sogar ab und zu mal die Sonne geschien, die Sonnencreme wurde also doch nicht umsonst mitgenommen.
Anstrengender war auf jeden Fall die Verlängerung des Laugavegurs um den Fimmvörðuháls, hier läuft man erstmal 3h lang steil bergauf 1000Höhenmeter hoch, das ganze war vom Wetter her bei uns alles im Nebel, also keine Ahnung wie die Landschaft dort aussehen könnte beim Aufstieg. Oben war man dann aber über den Wolken, und es gab sogar noch eine kleine Etappe über den Gletscher, ging dank vieler Vulkanasche auch recht problemlos drüberzulaufen. Die letzten 5h der Etappe ging es dann nur noch bergab - allerdings deutlich weniger steil, daher meine große Empfehlung die ganze Wanderung in der Richtung wie von uns zu machen, andersherum ist der Abstieg echt ätzend weil sehr steil.
Fazit: landschaftlich verboten schön, Wetter kann total herausfordernd sein, lieber mehr Zeit mit einplanen. Allzu lang ist die Wanderung aber nicht.
Packliste
Das wichtigste zuerst - die Packliste: https://lighterpack.com/r/i32c44
Sehr zufrieden war ich mit meinem neuen Zpacks Plex Solo Zelt sowie dem neuen As Tucas Quilt, Apex233 hat perfekt für die Temperaturen um die Null Grad mit viel Wind ausgereicht, der Wärmekragen und die drei Schnüre am Rücken um den Quilt zusammen zu binden haben gute Arbeit geleistet. Auch die Polartec Alpha Schlafhose hat sich sehr bewährt. Mit den Altra Lone Peak 8 Schuhen war ich auch sehr zufrieden, war meine erste Tour mit Trail Running Schuhen anstelle von schweren Bergwanderstiefeln, ich bin selten so bequem und sicher gelaufen, bin auch kein einziges Mal umgeknickt wie ansonsten eigentlich immer!
Auch die nicht Atmungsaktive Regenjacke von Lightheartgear hat sich total bewährt, bei dem Wind und der Kälte kondensierte auch fast nix in ihr drinnen. Bei wärmeren Temperaturen muss ich sie noch austesten. Die Regenhose von Montbell hat auch dicht gehalten.
Für komplette Entspannung hab ich mein Handy und damit auch die Powerbank übrigens nicht mit auf die Tour genommen - den Luxus konnte ich mir aber auch nur leisten, weil meine 3 Begleiter*innen ihre für den Notfall dabei hatten.
Essen hätte man auch gar keines mitnehmen müssen, es gab an jeder Hütte wo man vorbeikommt dehydrierte Mahlzeiten zu kaufen, nur vegan war nicht immer vorhanden. Ansonsten würde ich nicht wieder Frühstück von Radix kaufen, da hat mich das von Tent Meals deutlich mehr überzeugt, beim Abendessen sieht es genau anders aus. Und wir hatten uns maßlos verrechnet und alle Essen für 8 Tage dabei - das war dann am Ende doppelt so viel wie wir für die 4 Tage gebraucht hatten, es wurde entsprechend geschlemmt zum Abendessen.
Nicht bewährt haben sie die Sealskinz angeblich wasserdichten Socken. Ich dachte ich spare mir mit ihnen ein paar Extra Schuhe zum Waten durch die Flüsse und ziehe einfach die an wenn ich wieder in die nassen Trail Runner rein muss. Das passte auch am ersten Tag, aber am zweiten waren sie nicht mehr wasserdicht, und dann war es schon etwas kalt. Auch ein paar extra Zeltschnüre würde ich das nächste Mal mitnehmen.
So viel dazu - falls ihr weitere Fragen habt nur zu, ich antworte gerne!
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HolyMole reagierte auf Dune in Transalp Gardasee + Via Alpina ViolettYeaah endlich mal richtig Berge. 🥳 Die Alpen. Seit je her ein Faszinosum für mich. Endlich mal wieder raus in die Natur, den Trubel der Stadt hinter mir lassen, Ausblicke genießen, Freiheit spüren. Und auch endlich mal wieder Bikepacking. Das ist 7 Jahre nach meinen Touren in Schottland etwas, auf das ich richtig Lust hatte.
Ich hatte zwei Wochen, getrennt durch eine Hochzeit von Freunden nahe Kufstein. Der Plan: Erst in fünf Tagen mit dem Fahrrad von München an den Gardasee. Bikeshuttle nach Innsbruck, Zug nach Kufstein, Hochzeit, Fahrrad in Kufstein parken. Kram in Rucksack umpacken, den meine Freundin mitbrachte. Dann vier Tage zu Fuß von Oberaudorf nach Kochel am See. Fahrrad einsammeln und zurück nach Hamburg. Soweit die Logistik.
Die Transalp zum Gardasee
Meine Packliste gibt es hier.
Die Route stammt von Sara Hallbauer.
Tag 1: München – Bad Tölz – 57,6 km, 306 m hoch
Ich startete im Sonnenschein und endete im Gewitter. Das sah ich kommen, nachdem die Bahn mit knapp zwei Stunden Verspätung in München eintraf. Kurze Empfehlung: Die App vom Deutschen Wetterdienst ist wirklich gut in Sachen Unwetterwarnung. Die Gewitterzellen konnte ich zwar umgehen, richtig nass wurde es trotzdem. Die Wege wurde binnen Minuten geflutet. Also tauschte ich spontan die ursprüngliche Idee in Arzbach zu campen gegen eine Nacht bei Freunden in Bad Tölz ein. Gut für die Moral, denn die kommenden Tage sollten schwer werden.
Tag 2: Bad Tölz – Umhausen – 128 km, 1056 m
Diese Etappe war vor allem lang, die Höhenmeter waren überschaubar. Das Wetter war auf dem Weg der Besserung. Auf dem Isarradweg schlengelte ich mich gen Süden. Am Ende des Tages genoss ich wirklich leckere Käsespätzle mit Blick ins Ötztal bevor ich die erste Nacht in meinem Zelt verschwand.
Tag 3: Umhausen – Saltaus – 95,4 km, 1554 m
Wunderschön, aber auch unfassbar anstregend. Über das Timmelsjoch ging es nach Südtirol. Die einstündige Abfahrt purer Genuss aus sattgrünen Hängen vor schroff rauen Berggipfeln. So schnell war ich noch nie auf zwei Rädern unterwegs gewesen. Und nie zuvor war ich so dankbar über hydraulische Scheibenbremsen gewesen wie an diesen Tag. Der Campingplatz war sehr schick und eine Zeltplatz auch ohne Buchung noch verfügbar. Ein Schnack mit einem gleichgesinnten Fahrrad Enthusiasten schaffte einen wirklich schönen Ausklang.
Tag 4: Saltaus – Flavon – 79,4 km, 1415 m
Nach der Königsetappe kann ja nur alles leichter werden. Nun ja. Nein. Weit gefehlt. Der Gampenpass war beinahe ebenbürtig. Und statt langer, flacher Anstiege bietet Südtirol kurze, steile, die gefühlt 10x anstrengender daher kommen. Genügend Häppchen für die Motivation gab es trotzdem: Die Blicke auf den Santa-Giustina-See. Mit zwei Müncher Wegbegleitern gab es abends eine köstliche Pizza abseits aller Touristenhochburgen. Heute ging es in die Herberge. Ein Bett tut nach drei Tagen richtig gut.
Tag 5: Flavon – Torbole – 82,7 km, 914 m
Das Finale bot noch einmal die ganze Pracht der Dolomiten, aber auch nochmal die ganze Härte knackiger Anstiege. Ich war überrascht und irgendwie auch ein bisschen stolz auf mein Tourenradl, das sämtliche Wegbeschaffenheiten – auch einfache MTB Trails – gutmütig wegsteckte. Als ich schließlich am Gardasee ankam, brauchte ich einen gefühlte Ewigkeit, um wirklich anzukommen. Erst das kühle Nass ließ mich realisieren, was ich da gerade gepackt hatte. Das war sicherlich eine der härtesten Sachen, die ich je gemacht hatte. Ein Traum war in Erfüllung gegangen. Einmal mit dem Rad über die Alpen. Da konnte mir auch meine erfolglose Suche nach einen Campingplatz am See nicht die Laune verderben. Also nochmal ein Stück raus und hinauf nach Nago. Dafür gab es leckere Brombeeren auf einem Campingplatz mit eigener Landwirtschaft.
Resümee
Ein tolle aber auch sehr anspruchsvolle Route. Für Tourenräder machbar, aber teilweise schwierig. Manche kurze Abschnitte gehen auf stark befahrenen Straßen, was mitunter etwas brenzlig sein kann, wenn rechts die Felswand oder der Abhang und links der Truck nur einen Hauch entfernt sind. Bis auf die Unterkunft in Flavon hatte ich nichts gebucht. Das war mit dem Zelt nur am Gardasse direkt ein Problem.
In Sachen Ausrüstung würde ich sagen das passte. Einzig eine kleine Oberrohrtasche, um das Laden des Smartphones per Powerbank während der Fahrt zu realisieren und den Zugang zu Snacks schneller zu gewährleisten, wäre mitunter praktisch gewesen. Ich hatte das erste Mal Trekkingnahrung von Summit to Eat und Real Turmat dabei. Im Gegensatz zu Trek n Eat für beide eine klare Empfehlung. Im Gegensatz zu allen anderen Radfahrern, denen ich begegnete fuhr ich in komplett langer Kleidung: Sun Hoodie, Radlerhose, Lange Tight drüber, Sonnenhandschuhe. Das funktionierte trotz Temperaturen von über 30 Grad einwandfrei. Ein Sonnenstick kam nur für das Gesicht (Jochbein, Nase) zum Einsatz. So hatte ich null Probleme mit Sonnenbrand.
Die Via Alpina Violett
Zum Thread zur Tourvorbereitung geht es hier.
Zur Packliste geht es hier.
Tag 1: Oberaudorf – Hinter Brünnsteinhaus – 12,7 km, 954 m hoch
Aufgrund der Hochzeit am Vortag startete ich spät am Tag und hatte so nur eine kurze Etappe geplant. Die ersten Almen und Begegnungen mit Kühen ließen nicht lange auf sich warten. Alles war plötzlich viel intensiver als beim Radeln, nochmal entschleunigter. Die erste Nacht am Wegesrand ließ mein Herz in vielerlei Hinsicht höher schlagen. Das Zelt in so einer malerischen Kulisse und einfach diese Ruhe. In der Nacht schlug dann irgendwas gegen mein Zelt und versetzte mich in Schockstarre. Ein Reh, das über meine Zeltleine gestolpert war? An Schlafen war jedenfalls nicht mehr zu denken.
Tag 2: Hinter Brünnsteinhaus – Spitzingsee – 28 km, 1464 m
Der Tag startete im Nebelgewand und so war der erste erklommene Gipfel des Tages (der höchste der Tour, Großer Traithen, 1852 m) nicht gerade die Belohnung, die ich mir gewünscht hatte. Der versehentliche Tritt in ein Schlammloch vermieste meine Laune kurzeitig. Ich wanderte entlang der Rotwand und genoss das zunehmend aufklarende Alpenpanorama. Meine Schulter, die am Vortag etwas gemuckt hatte, war heute entspannter. Alles in allem wurden der Mo und ich stündlich bessere Freunde. Die Single Trails, von denen ich mir auf auf dem Westweg teilweise mehr gewünscht hätte, waren auf der Via Alpina reichlich vorhanden. Nun war leider da, wo ich mein Zelt aufschlagen wollte, nichts der gleichen möglich, sodass ich weiterwanderte. Und dann kam der Moment, an dem ich auf mein Bauchgefühl hätte hören sollen. Statt bei einer Hütte einzukehren oder zu fragen, ob ich davor mein Zelt aufschlagen darf, entschied ich mich für den zweistündigen Abstieg ins Tal. Ich war allerdings längst durch. Ich fand einfach kein Plätzchen für das Zelt und war zunehmend gestresst. Hotels hatten auch alle kein Platz mehr. Am Ende wurde es eine Wiese der Skipiste mit 30cm hohen Gräsern bei annähernder Dunkelheit und zwei Blasen, die mich noch die nächsten Tage begleiten würden. Wenn ich auf mein Bauchgefühl gehört hätte, wäre das nicht passiert.
Tag 3: Spitzingsee – Tegernsee – 21,1 km, 1162 m
Immerhin schlief ich gut und lange bis die Sonne das Zelt zum Schmelztiegel werden ließ. Der Tag starte mit einem saftigen Anstieg entlang der Piste. Das Highlight des Tages war definitiv der Blick auf den Tegernsee. Bezahlt wurde mit einigen schwierigen Passagen, wo ich tatsächlich kurz klettern musste. In Kreuth angekommen entschied ich den Bus zum Tegernsee zu nehmen. 15 Minuten für einen garantierten Zeltplatz waren es mir wert. Eine Abkühlung im See mit anschließendem Feuerwerk machten den Tag zum Liebling der Tour.
Tag 4: Tegernsee – Lenggries – 26,2 km, 1350 m
Dieser letzte Tag war irgendwie nichts. Ich war durch, die Füße schwer. Ich hatte die Kühe langsam satt. Und irgendwie war ich der Berge, dem Rauf und Runter langsam müde. Die Begegnung und der Plausch mit einem Wanderpaar taten gut. Der Abstieg war dann nochmal richtig lang. Als ich an einem Wasserfall vorbeikam, gönnte ich mir kurzerhand eine Pause und sprang hinein. Genau was ich brauchte. Etwas, dass ich immer schon machen wollte. Check. Auf den finalen Metern entschied ich dann die letzte Etappe zu streichen und direkt nach Kufstein zurück zu fahren. Gewitter war im Anmarsch und auf Regen hatte ich keinen Bock. In Lenggries lief ich dann doch tatsächlich noch an Chris von Chrispacks vorbei. Leider blieb keine Zeit für ein Schnack. Die Bahn sollte nämlich im Gegensatz zur Beginn der Tour „fast“ pünktlich losfahren.
Resümee
Die Violette hat ihre schönen Seiten, aber sie ist schon nah dran an Kulturlandschaften. Das hat Vorteile und Nachteile. Menschen sind nie fern, Kühe schon gar nicht. Aber es galt die ersten Erfahrungen im Hochgebirge zu sammeln und dafür eignete sie sich gut. Auf das Bauchgefühl hören, ist wichtig, das nehme ich mit. Das Hoch-und-Runter schlaucht schon gewaltig. Ich hatte nach vier Tagen genug, vielleicht aber auch deshalb, weil ich schon die Transalp in den Beinen hatte. In Zukunft würde ich eher so 20 km Tagesetappen im Gebirge für mich anpeilen. Auf jeden Fall geht das Bergwandern deutlich mehr in die Knochen als das Radeln, insbesondere durch das Gehen bergab und die unmittelbare Last am Körper. Dafür bringt es einen in noch entlegendere Gegenden und lässt einen die Ungebung nochmal intensiver erleben. Vielleicht gibt es Routen in den Alpen, bei denen man nach dem Hochlaufen länger oben bleibt? Plateaus? Vielleicht habt ihr da Tipps?
Zur Ausrüstung: Für das X-Mid gab es eigentlich immer ein Plätzchen, aber zur Wahrheit gehört auch, dass die Zeltplatzsuche aufgrund der Größe der Grundfläche etwas mehr Geduld bedarf (danke @mochilero für die Tipps in dieser Sache). Meine ersten Erfahrungen mit der Xlite Isomatte in der weiten Variante sind positiv, der Schlafkomfort natürlich merklich besser als Schaum oder schmale LuMas für mich. Ich hoffe sie hält lange. Wenn ich mehr Ausfallsicherheit brauche, würde ich aber wahrscheinlich wieder auf die Flexmat Plus setzen, wobei das Packmaß bei den Kraxelein schon gestört hätte. Ach ja und Wasser war nie ein Problem. Ich hatte nie mehr als 2l dabei. Bezüglich Handyempfang: Mit Telekom nicht immer ideal. Um wirklich auf der sichereren Seite zu sein, hätte ein Inreach mitgemusst. Das Bidet wollte ich einmal benutzen und hab es nicht hinbekommen. Das muss zuhause nochmal geübt werden. @fettewalze der Tipp in Sachen Durchfallmittel war goldwert. Und den Schirm hab ich tatsächlich weggelassen und nicht vermisst. Die Mütze brauchte ich auch nicht. @doast ohne die Joggers ging es doch gut. Also keine 3 Hosen nötig 😅 Essen hatte ich alles dabei. Wäre nicht nötig gewesen, aber ich wollte bewusst den Selbtsversorger spielen.
Alles in allem bin ich überglücklich und richtig froh, dass fast alles wie geschmiert lief. Es gab Höhen und Tiefen und mächtiges Fluchen, aber die Bilder, die sich mir zeigten, die Menschen, denen ich begegneten, die Berge, die mich an meinen Grenzen brachten und gleichsam umarmeten, das alles macht Lust auf mehr. Diese geteilten Touren zu Rad und zu Fuß haben es mir angetan. Beide Welten haben ihren ganz eigenen Charme und sie zu kombinieren macht sehr viel Spaß. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen so etwas erneut zu wagen. Danke für Euren Rat und Eure Beiträge hier im Forum, die das zu einem großen Teil möglich gemacht haben.
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HolyMole reagierte auf RaulDuke in Tyvek: Wasch dich am See - und Keiner kriegts mit! (König Laurins Mantel)Entweder so, wie @TappsiTörtel es geschrieben hat, oder einfach nackt ins Wasser!
Ich nehme Rücksicht, auf Menschen anderer Kulturen, wenn ich in deren Heimatländern bin. Auch auf Nacktheit!
Aber hier in Deutschland, wo gefühlt, FKK immer weiter zurück gedrängt wird, haben mich, was Nacktheit angeht, meine Mitmenschen, egal ob Kartoffeldeutsche, oder welche mit Migrationshintergrund, Katholiken, Evangelen oder Atheisten, noch nie interessiert
Am geilsten ist immer, wenn man darauf hingewiesen wird, das Kinder anwesend seien.
Ich finde, das jeder Mensch am einfachsten ein gesundes Gefühl für den eigenen Körper entwickelt, wenn man als Kind an FKK Stränden „aufwächst“!
Da sieht das völlig unvoreingenommene Kind dann alte, junge, dicke, dünne, Frauen mit festen Brüsten, Frauen mit Hängebrüsten, Männer mit Hängehoden oder eben mit nem kurzen oder langen Schwänzchen und von den unterschiedlichsten Größen und Formen von Bäuchen brauchen wir gar nicht erst anfangen.
Das führt dazu, das man als Erwachsener zufriedener mit sich selbst ist, egal ob dick oder dünn… und ob einem ein Jogger mit freiem Oberkörper entgegen kommt, ist einem dann auch egal.
Es gibt so viele gestörte in diesem Land, etwas Rückkehr zur einfachheit, wäre für uns alle Gut!
Legt eure Scham ab!!!
Meine Güte, das ist jetzt aber ein Manifest geworden…
Hoffe das wird nicht als Politisch gedeutet und gelöscht!
Hihihi…
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HolyMole hat eine Reaktion von dermuthige erhalten in Apex QuiltHey, meine Einschätzung:
200g/m² sollten dicke reichen. Ich habe 166g und der quillt hat sich nach jahrelanger Nutzung (>100 Nächte) bei ca. 0° Limit/ 5° Komfort eingependelt.
Wenn ich mir sowas nochmal nähe, mache ich das Futter aber auf jeden Fall auswechselbar mit Cam snaps! Dann kannst du nach Bedarf Isolation austauschen. Die Hülle selbst hält quasi ewig, Löcher machen ja auch nix.
Als Innenstoff habe ich HyperD unkalandriert genommen, das kann ich sehr empfehlen. 20D, etwas schwerer als deine Wahl, aber das Hautgefühl ist sicherlich um Welten besser als jeder kalandrierte Stoff. Ich hab oben auch außen einen Streifen HyperD gelassen.
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HolyMole hat eine Reaktion von pittman erhalten in Neue Ultraleicht-AusrüstungMinimalgewicht 756 g
Außenzelt 20D Sil/PU Polyester
Zeltboden 40D Sil/PU Nylon
Kling ja erstmal super.
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HolyMole hat eine Reaktion von kai erhalten in Ultraleichte (Schlaf-)Hose mit Multifunktion?Patagonia Terrabonne joggers wurden schon genannt. Toller, leichter Stoff, sitzt bei mir etwas tief, aber ich trage sie trotzdem gerne und oft, jetzt gerade z.B.
Uniqlo hat diverse Jogginghosen im Angebot. Ich habe diese in zwei Farben.
1,80m, 80kg, stramme Oberschenkel vom Radeln = Größe M bei beiden
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HolyMole reagierte auf doast in Apenninen Überquerung GEA – 10 Tage, 400 Kilometer & 20.000 Höhenmeter durch die Toskana entlang der Grande Escursione AppenninicaGerade zurückgekommen ist es mal wieder an der Zeit für einen Tourenbericht. Wie immer gilt: Der Bericht wurde für meinen Blog geschrieben und hier ins Forum kopiert. Damit aber eine breitere Personengruppe in den (hoffentlich) Genuss eines solchen Berichts kommen, veröffentliche ich ihn gerne auch wieder hier.
Vielleicht ist die Tour ja für einige von Interesse. Bei Fragen zur Tour meldet euch gerne. Ich bin behilflich wo es geht.
Wer nicht die ganze GEA wandern mag aber wer eine eher kurze Tour [~170km] sucht, die landschaftlich schön und eher alpin ist, für den ist vielleicht zukünftig die nördliche GEA ab Pracchia (i.d.F. northbound) eine Option. Das ist öffentlich recht gut erreichbar und aufgrund der südlicheren Lage ist die Saison dort länger. Das ist ja oftmals das klassische "Ich suche Tour XY" Profil hier im Forum.
Credits gehen auch raus an @Mia im Zelt und @JanF. Durch sie bin ich überhaupt erst auf die GEA aufmerksam geworden bzw. hat Mia mir dankenswerterweise ihr Vorwissen zur Verfügung gestellt.
Aber nun zum eigentlichen Inhalt dieses Postings:
Meine Weitwanderung entlang der Grande Escursione Appenninica (GEA)
10 Tage, 400 Kilometer, 20.000 Höhenmeter im Anstieg. Mit ultraleichter (4,4 Kilogramm) Ausrüstung, einmal zu Fuß über den Kamm der Apenninen. Einmal der Länge nach durch die Toskana. Ein Abenteuer der Extraklasse, mit vielen Höhen aber auch Tiefen. Ein Abenteuer das mich gefordert hat.
Nach meiner Tour am GR53 in den französischen Vogesen geht es diesmal nach Italien auf eine neue Weitwanderung.
Die Grande Escursione Appenninica (GEA)
Die Grande Escursione Appenninica (GEA) ist ein Weitwanderweg in Italien. Je nach Variante verläuft er zwischen 400 und 425 Kilometer entlang des Appenninen-Hauptkamms. Die GEA führt beginnend im Süden, vom Passo di Bocca Trabaria an der Grenze Umbrien-Toskana nach Norden zum Passo dei Due Santi an der Grenze zu Ligurien.
Externe Informationen zur GEA:
Grande Escursione Appenninica (GEA) (hiking-europe.eu) (DE) Grande Escursione Appenninica – Wikipedia (IT) E.A. – Grande Escursione Appenninica – CAI (IT) Die GEA verläuft Großteils identisch mit dem europäischen Fernwanderweg E1 und entlang des Sentiero Italia.
Wegweiser auf der GEA – E1 und 00 verlaufen parallel
Anreise – Wie zur Hölle kommt man ins Nirgendwo?
Anders als viele Weitwanderungen startet und endet die GEA, mehr oder weniger, im Nirgendwo. Es gibt keine frequentierten Stadtzentren, Walfahrtskirchen oder andere imposante Denkmäler die Start und Ende dieses Weges definieren. Der Ein- bzw. Ausstieg erfolgt an zwei recht unbedeutenden Passstraßen.
Dementsprechend braucht die Logistik einer An- bzw. Abreise recht viel Abstimmungsarbeit. Mein gut getakteter Plan der Anreise geht aber auf. Via Fernbus, Zug, Zug, Bus, Bus und Autostopp erreiche ich den Start am Passo di Bocca Trabaria. Über Bologna – Florenz – Arezzo – Sansepolcro. Das Ganze in der vermutlich schnellstmöglichen Zeit. Ich verpasse keinen Anschluss. Generell sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Italien besser als von mir erwartet. Pünktlich, günstig und zuverlässig.
Die größte Unbekannte bei der Anreise ist das letzte Stück von Sansepolcro hoch Richtung Pass. Hier gibt es keine öffentliche Verbindung. Der elliptische Kreisverkehr am Ortsende Richtung Pass bietet keine gute Ausgangssituation für einen erfolgreichen Autostopp. Doch just in dem Moment, als ich meinen Daumen frustriert wieder einklappe und mich mit dem Gedanken anfreunde den langen und steilen Weg Richtung Start der GEA zu Fuß zu absolvieren, hält ein Auto an und nimmt mich mit.
Der südliche Teil – Bocca Trabaria bis Pracchia
Angekommen am Start bin ich voller Vorfreude. Diese legt sich nach etwa 50 Metern. Von einem breiten Forstweg weist der GPS-Track auf meiner Uhr quer durchs Gestrüpp. Nach wenigen Sekunden lege ich also eine erste Pause ein und checke die Lage. Habe ich den richtigen Track auf der Uhr, was geht hier vor sich?
Bin ich hier richtig? Mannshohes Gestrüpp auf der GEA.
Es stellt sich heraus, dass der GPS-Track korrekt ist. Der südliche Teil der GEA präsentiert sich mir in den nächsten Tagen wiederholt sehr „kratzbürstig“. In dem feuchten, warmen Klima gedeihen die Pflanzen prächtig. Unter ihnen Brombeersträucher, Himbeeren, Rosengewächse, Brennnesseln und anderes mediterranes, dorniges Gestrüpp. Viele Teile des Weges scheinen, zumindest vor der Hochsaison, nicht sonderlich stark frequentiert. Das Ergebnis sind zugewucherte Pfade, mannshohe Farnfelder, zerkratzte und blutige Schienbeine, durchlöcherte Kleidung und Frust. Viel Frust. Das führt soweit das ich an einer Stelle, nach dem ersten Drittel meiner Tour, keine Möglichkeit des Durchkommens finde und frustriert eine Alternative wähle. Zugegeben, das Nervenkostüm war an diesem Tag mit sehr starkem Niederschlag schon sehr dünn, trotzdem stellte mich die Vegetation ständig auf die Probe.
Die Buschpassagen auf der GEA kosten mich Nerven. Und sie schmerzen.
Das Profil der GEA nimmt es mit den „Großen“ auf
Die Apenninen sind nicht jenes Gebirge das dem geneigten Wanderer als erstes in den Sinn kommt. Die nahe gelegenen Alpen, als bekanntestes und vermutlich auch beliebtestes europäisches Gebirge, stehlen dem nördlichen Apennin gerne die Show.
Trotzdem geizt die GEA nicht mit Anforderungen an jene Abenteuerlustige die sich in diese Region verirren. Mit fast 20.000 Höhenmetern alleine im Anstieg muss sich die GEA nicht hinter Weitwanderwegen in anderen Gebirgszügen verstecken. Das Profil entspricht also einer waschechten Bergtour wie man es auch in den Alpen, Pyrenäen oder anderen Gebirgen finden würde. Die maximale Höhenlage ist allerdings mit knapp 2.000m begrenzt. Ich habe die Ansprüche der GEA hinsichtlich dem Profil jedenfalls unterschätzt.
Die GEA ist alpiner als man denken mag.
In der südlichen, niedrigeren Hälfte bis Pracchia addieren sich die vielen Gegenanstiege beträchtlich. Die Anstiege sind generell recht steil und verzichten gerne auch mal auf Serpentinen. Ich muss oft an die viel zitierten PUDs (Pointless Ups & Downs) des Appalachian Trails denken. Auch der Verlauf durch unendliche, dichte Wälder erinnert an den Appalachian Trail. Fühlt man sich doch oft wie in einem „Green Tunnel“ (einem anderen Synonym für den Appalachian Trail).
Im Süden spielt die GEA „Rollercoaster“. Die Summe der Gegenanstiege ist nicht zu unterschätzen.
Der nördliche Teil ist generell alpiner ausgeprägt. Man bewegt sich oft über der Baumgrenze. Das bedeutet steile Anstiege aber auch viele Gegenanstiege entlang der kilometerlangen Kämme und Gratlinien.
Über der Baumgrenze auf der GEA. Der Schein trügt. Entlang der Kämme summieren sich die Höhenmeter.
Im Schnitt komme ich auf rund 2.000 Höhenmeter im Anstieg bei rund 40 Kilometer Tagesetappen.
Auf der GEA muss man intensiv arbeiten um vorwärts zu kommen. Ich bin dauernd nass. Sei es vom Schweiß der Anstrengung, der hohen Luftfeuchte oder vom Regen.
Der nördliche Teil – Pracchia bis Passo de Due Santi bzw. Borgo Val di Taro
Nach einigen Frustmomenten am südlichen Teil der GEA, insbesondere bedingt durch die Wetterkapriolen und den oftmals zugewucherten Weg, freue ich mich auf den nördlichen Teil. Pracchia liegt in einem tief eingeschnittenen Tal. Von hier aus steigt der Trail auf der nächsten offiziellen Etappe fast 1.500 Höhenmeter nach oben. Hier vollzieht sich ein abrupter Wechsel. Die Geologie, die Vegetation, die Pfade ändern sich.
Erstmals oberhalb der Baumgrenze auf der GEA.
Erstmals geht es über die Baumgrenze. Wo mit Blicken, die bis nach Korsika reichen sollen, gepriesen wird, erwartet mich Nebel. Trotzdem bin ich motiviert und freue mich auf die neuen Herausforderungen. In den nächsten Tagen bzw. auf den nächsten 170 Kilometern erwarten mich lange Tage entlang von Kämmen und Graten über der Baumgrenze. Aber auch einige einsame Täler und Querungen entlang von Gebirgsflanken. Die Szenerie hier oben ist spektakulär. In meinem Fall bin ich trotzdem sehr einsam unterwegs.
Spektakuläre Landschaft auf der nördlichen GEA
Das Gangart der GEA darf hier oben nicht unterschätzt werden. Sie ähneln meinen weiten Touren durch die Alpen und Pyrenäen. Zwar niemals technisch schwer aber körperlich fordernd. Ausdauer ist hier oben nötig. Die Höhenmeterangaben der Guidebooks oder der Webseite des Sentiero Italia unterrepräsentieren die Höhenmeter die meine Uhr trackt deutlich. An meinem intensivsten Tag steige ich 2.500 Höhenmeter nach oben. Das ist auch jener Tag mit dem schlechtesten Wetter. Eigentlich sind die Prognosen nicht schlecht. Als ich morgens, nach einer Nacht in einem Refugio, aber aus der Türe trete schaue ich blöd. Wolken, Nebel, starker Wind. Heute steht die exponierteste Etappe der ganzen Tour an. Kilometerlange Grate, teilweise nur wenige Meter breit stehen am Programm. Beim Aufstieg gerate ich beim Überschreiten einer Talsperre ins Taumeln. Der Wind bläst stark. Zu riskant ist mir ein voller Tag am Hauptkamm. Ich entscheide mich für eine alternative, tiefere Variante. Ein etwa zwei Kilometer langes exponiertes Stück bleibt mir allerdings nicht erspart. An diesem Tag treibt mich das Adrenalin an. So machen sich die 1.700m+ und ebenso viele im Abstieg auf lediglich ~20 Kilometer erst bemerkbar als ich aus der „Gefahrenzone“ bin. Ich verlasse den höchsten Teil des Gebirges. Urplötzlich reißt es auf, das Adrenalin lässt nach und ich werde schlagartig müde. Bis hierher bin ich fast 10 Tage unterwegs. Die Tour fordert ihren Tribut.
Ein recht schmaler Grat, dichter Nebel, starker Wind und 10°C auf der GEA.
Aber ich habe es geschafft. Es bleiben knapp 30 Kilometer bis zum Endpunkt. Anstatt bis zum offiziellen Ende der GEA am Passo di Due Santi zu wandern, gehe ich übrigens nach Val di Taro. Auf die letzten, eher unspektakulären, 13 Kilometer der GEA verzichte ich. Anstelle wähle ich den etwa 8 Kilometer langen Abstieg in die Stadt. Im Gegensatz zum offiziellen Endpunkt habe ich in Borgo Val di Taro eine gute Verkehrsanbindung via Zug die mich schnell und einfach nach Hause bringt.
Kaum draußen aus den höheren Bergen, reißt es auf und die Szenerie ist wie ausgewechselt.
Mach Urlaub in der Toskana haben sie gesagt
Der verführerische Eindruck der Toskana als warme, trockene Reisegegend mit dauerhaftem Idealwetter ist trügerisch. Auch wenn die Temperaturen während meiner Tour nie unter 10 °C gefallen sind, erlebe ich während meiner Zeit auf der GEA (Ende Juni 2024) das Wetter als sehr vielfältig und herausfordernd.
Die ausgedehnten Eichenwälder liegen oftmals in dichtem, mystischem Nebel. Generell liegt viel Feuchtigkeit in der Luft. Der Apenninenkamm wird beeinflusst von den beiden Meeren im Westen und Osten. Es muss also auch mit intensiven Niederschlägen und extremen Wetterlagen gerechnet werden. Ich selbst erlebe das am eigenen Leib. An einem Tag fallen 90 mm Niederschlag in 24 Stunden. An einem anderen bringen mich starke Windböen am ausgesetzten Kamm über der Baumgrenze zum Taumeln. Kommt die Sonne zum Vorschein, steigen die Temperaturen rasch an. In den feuchten dicht bewaldeten Gegenden wird es dann schwül-heiß. Über der Baumgrenze ist man der Sonne ausgeliefert. Teilweise wechselt das Wetter mehrmals am Tag.
Das Wetter wechselt mehrmals am Tag.
Wetterbedingt wird mir der mittlere Teil meiner Tour in Erinnerung bleiben. Zwar ist Regen prognostiziert, dass ich aber einen der intensivsten Regentage meiner bisherigen Outdoorkarriere erleben würde war mich nicht bewusst. 90 mm Niederschlag in 24 Stunden prasseln auf mich herab. Die vielen erdigen Hohlwege in den Wäldern werden zu matschigen Wasserrutschen. Die Wege werden zu kleinen Bächen. Mannshohe Farnfelder werden zu Dschungelpassagen. Wo eigentlich ein Rinnsal, entstehen knietiefe Furten. Mir bleibt an diesem Tag nur die Flucht nach vorne. Nachdem es auf einer kürzeren Variante am E1 kein Durchkommen durchs Dickicht gibt, ist es mir nicht möglich ein Refugio entlang des Weges, und somit einen trockenen Ort, zu erreichen. Den Pfad der GEA verliere ich ebenfalls in der Vegetation und komme auch hier trotz des GPS-Tracks nicht vorwärts. Als letzte Option bleibt mir also nur der Abstieg ins Tal oder eine Nacht im Pyramidentarp in tiefen Lachen bei prasselndem Regen. Glücklicherweise befinde ich mich in einem der wenigen Ost-West verlaufenden Täler welches die Apenninen durchschneidet und auch über eine bediente Bahnlinie verfügt. Das örtliche Refugio hat natürlich wegen Bauarbeiten geschlossen. Mein Entschluss ist klar. Ein Zug bringt mich Tal auswärts in den nächsten Ort mit verfügbarem Hotelzimmer.
Jetzt ist furten angesagt.
Nach einer Nacht im Warmen und mit getrockneter Ausrüstung, geht es am Folgetag zurück auf den Trail. Generell erlebe ich das Wetter auf der GEA feuchter als erwartet. Regenschauer und kleine Gewitter sind keine Seltenheit. Kondensierender Nebel in den Wäldern ist, insbesondere am Vormittag und in der Nacht üblich.
Italienische Zuverlässigkeit
Auf meiner Wanderung wurden zwei italienische Klischees bedient. Erstens nehme ich die Italiener und Italienerinnen als gastfreundlich und hilfsbereit wahr.
Zweitens kann man sich nicht auf alles verlassen. Viele Refugios entlang des Weges sind geschlossen oder wurden gar in den letzten Jahren komplett aufgelassen. Informationen im Internet sind teilweise nicht vorhanden oder veraltet. Angegebene Telefonnummern funktionieren nicht. Unterschiedliche Quellen geben teilweise mehrere Telefonnummern für ein und dieselbe Unterkunft an. Das gleich gilt für kleine Albergos und andere Unterkünfte entlang des Weges. Generell merkt man der Gegend die Stadtflucht an. Gebäude stehen leer. Infrastruktur zerfällt langsam. Services und Dienstleistungen abseits der touristischen Autobahnen oder mit Ausnahme der Wochenenden werden eingestellt.
Zumindest auf das Kloster in La Verna ist verlass. Hier können Pilger und Weitwanderer auch nächtigen. Ich gehe allerdings weiter.
Die GEA wird, u.a. im Cicerone Guide, als Weg angeführt welcher auch von Unterkunft zu Unterkunft gegangen werden kann. Das mag vielleicht im Hochsommer (Juli und August), bei idealer Vorplanung und Einschränkung auf fix vorgegebene (und betriebene) Unterkünfte der Fall sein. Meiner Erfahrung nach ist es aber jedenfalls vorteilhaft autark mit eigener Nächtigungsmöglichkeit unterwegs zu sein.
Draußen zuhause. Einsamkeit, biwakieren und campieren.
Zumindest Ende Juni präsentiert sich die Region entlang der GEA als sehr einsam. Mit Ausnahme von Ortschaften und an schönen Wochenendtagen, treffe ich meist keine anderen Menschen. Während meiner Tour begegnet mir kein anderer GEA-Wanderer. Lediglich im Süden, wo die GEA ihre Wege mit bekannten Pilgerwegen kreuzt, treffe ich auf andere Menschen die mehrtägig ihre Rucksäcke schleppen.
Diese Abgeschiedenheit erleichtert das biwakieren und campieren. Zwei Nächte verbringe ich in Refugios, eine Nacht komme ich notgedrungen in einem Hotel unter. Die restlichen Nächte stehe ich frei im Wald oder richte mich unter einer menschgemachten Struktur, wie z.B. Vordächer leerstehender Hütten, ein. Zwar ist nicht jeder Streckenteil gleich gut zum Campieren geeignet, trotzdem findet sich immer wieder ein mögliches Lager.
In der Regel finden sich Plätze für Zelt oder Tarp.
Alternativ finden sich anderweitig Plätzchen zum Schlafen.
Den schönsten Platz hatte ich übrigens am Lago di Scaffaiolo. Am Ende dieser ersten Etappe im nördlichen Teil der GEA geht es zum ersten Mal über die Baumgrenze. An diesem kleinen See gibt es ein Refugio und ein getrenntes Gebäude das als (ständig offenes) Notbiwak fungiert. Außerdem die beste Fernsicht und den tollsten Sonnenuntergang während meiner Tour. An diesem Abend ist das Biwak belegt. Ich stelle also mein Pyramidentarp auf und genieße einen der schönsten Abende auf Tour an die ich mich erinnern kann.
Wunderschöner Sonnenuntergang am Lago di Scaffaiolo
Die Nächte in den laubübersäten Buchenwäldern sind meist von gemischter Schlafqualität. Oft schlafe ich gut, manchmal nicht. Im Laub leben und arbeiten meist sehr viele Käfer und Insekten. Mangels Innenzelt habe ich also teilweise sehr viel Besuch während der Nacht. Ein ständiges Knistern und Rascheln, verursacht durch die Bewegungen der Käfer, ist allgegenwärtig.
Die Wege und ihre Beschaffenheit sind nicht schwer. Teilweise aber „fuck“.
Am vorletzten Tag muss ich einen Teil der originalen Wegführung der GEA umgehen. Starke Winde, tiefhängende Wolken und Nebel halten mich von den exponierten Graten und Kämmen fern. Zu riskant scheint mir dieses Unterfangen.
Die restlichen Streckenabschnitte, für die ich also sprechen kann, sind niemals technisch schwierig. Sie verlassen den Charakter des Bergwanderns an keiner Stelle. Zwei- dreimal helfen die Hände, ebenso oft ein hilft ein kurzes Fixseil für die Psyche.
Trotzdem sollte man die Wege nicht unterschätzen. Der „Cruise-Faktor“ war deutlich geringer als von mir erwartet. Zwar gibt es immer wieder sehr einfach zu gehende Passagen auf breiten Wegen, Forsttraßen oder gar Asphalt. Trotzdem fordert der größte Teil der Strecke Aufmerksamkeit.
Im Süden reduziert der dichte Bewuchs oft die Sicht auf den Untergrund. In den feuchten Wäldern haben sich stellenweise tiefe, V-förmige Hohlwege gebildet. Lose Steine, rutschige Blätter und Schlamm, gepaart mit steilen Abstiegen erfordern Achtsamkeit. Stellenweise läuft man bei Regen wie auf Seife.
Bewuchs ist so eine Sache auf der GEA.
Im Norden wird der Charakter der Wege alpin. Dementsprechend ist auch die Wegcharakteristik anspruchsvoller. Die Pfade sind oftmals sehr schmal und verlaufen durch hohes Gras. Das verursacht das ein oder andere Stolpern. Blockige und steinige Passagen sind insbesondere bei Feuchtigkeit rutschig.
Im Norden verschwinden die dichten Sträucher allmählich. Die Pfade sind trotzdem schmal.
Die ein oder andere Schimpftriade rutscht mir während meiner Tour doch heraus. Ich komme langsamer vorwärts als erhofft. Meist decken sich die schwierigsten bzw. lästigsten Passagen mit dem schlechtesten Wetter. Oder bilde ich mir das nur ein?
Verpflegung – Einmal Snickers to go
Hinter der Verpflegungssituation stand im Vorfeld das größte Fragezeichen. Ich habe eine Liste mit Distanzen zwischen möglichen Läden und Geschäften erstellt. Die Öffnungszeiten und das potentielle Angebot recherchiert. Entsprechend meinem Vorurteil hinsichtlich der Zuverlässigkeit in Italien (siehe auch Kapitel oben) habe ich mich aber nicht zu 100% auf meine Liste verlassen.
Das heißt ich habe von Beginn an einen kleinen Puffer an Lebensmittel getragen. Auch weil mir nicht bekannt war welche Produkte in den vermutlich kleinen Läden verfügbar sein werden. Ohne Kocher im Gepäck fallen viele Möglichkeiten für mich weg. Bei vegetarischer Ernährung fällt die bekannte Salami auch weg. Auf trockene Biscotti habe ich keine Lust, außerdem stimmt das Volumen – Gewichts – Nährwertverhältnis hier nicht.
Kleines Päuschen und Kaffee auf der GEA. Moderate Preise und irgendwas gibt’s fast überall.
Im Endeffekt war die Sorge unbegründet. Zwar sind größere und gut sortierte Lebensmittelgeschäfte tatsächlich nicht sonderlich häufig anzutreffen, es gibt aber Alternativen. An vielen Orten, sogar in den kleinsten Nestern, findet sich irgendwas zu essen. Die meisten Pässe die per Straße zu erreichen sind verfügen über eine Art von Restaurant oder Mini-Alimentario. Dazwischen drinnen hat dann auch das ein oder andere Refugio geöffnet. Das heißt einerseits gibt es die Möglichkeit richtiges Essen zu supplementieren, andererseits werden hier meist auch Snacks verkauft. Wer also anspruchslos ist und wem Schokoriegel, Chips, Kekse, belegte Brote und ähnliches für die Versorgung reicht, der wird auf der GEA nicht verhungern.
Am besten heißt es hier flexibel sein. Ein kleiner Grundstock im Rucksack und den Rest nehmen wie er kommt.
Einmal Snickers to go auf der GEA
Wasser und die Sache mit dem Filter
Die Apenninen erlebe ich, zumindest Ende Juni 2024, als recht feuchte Region. Auf den ersten Etappen im Süden finde ich trotzdem kaum Oberflächenwasser. Die GEA verläuft meist an Graten und Kämmen, quert also kaum natürliche Gerinne. In den ersten Tagen bediene ich mich also an Quellen in Zivilisationsnähe.
Umsichtig wie ich bin, habe ich die Tour ohnehin mit defektem Filter gestartet. Mein BeFree Filter ist komplett blockiert bzw. zu. Das merke ich aber erst am Tag der Abreise. Ein schneller Rettungsversuch daheim mit Durchspülen und Zitronensäure schlägt fehl. Während meiner Anreise besorge ich mir in Arezzo noch eine Flasche Essig und versuche damit in den nächsten Tagen den Filter wieder in Gang zu bekommen. Ergebnislos. Als Backup besorge ich mir in einem kleinen Outdoorgeschäft in Arezzo außerdem noch ein paar Chlortabletten zur chemischen Desinfektion.
Der erste Eindruck aus dem Süden verfestigt sich zum Glück nicht. Je weiter ich gen Norden komme, desto großzügiger wird die Wassersituation. Mit den Chlortabletten gehe ich sparsam um. Meist nutze ich Wasser aus Ortschaften oder möglichst bedenkenlose Quellen auf dem Weg.
Fazit
Eine Wanderung entlang der Grande Escursione Appenninica (GEA) gleicht einer Wundertüte. Ich wusste nicht was mich erwarten würde. Meine Vorstellungen waren konträr zur Realität vor Ort. Die GEA wartet mit zwei Hälften auf, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Im Süden findest du abwechslungsreichen und dichten Wald. Also ständig unterhalb der Baumgrenze, durchsetzt mit spannenden Aussichten von Abbruchkanten und anderen Gebirgsvorsprüngen. Die ein oder andere nette, kleine Ortschaft befindet sich entlang des Weges.
GEA im Süden
Im Norden geht es hoch hinaus. Oberhalb der Baumgrenze warten gigantische Fernsichten und unendlich lange Kämme und Grate darauf erwandert zu werden. Alpines Flair kommt auf.
GEA im Norden
Vieles hat die GEA aber in seiner ganzen Länge zu bieten. Ein Gefühl von Abenteuer, Einsamkeit und prächtige Naturlandschaften. Das alles kommt mit dem Preis von viel vergossenem Schweiß und manchmal auch frustvollen Momenten.
Das Wetter und die Wege sind teilweise unberechenbar. Im Einflussbereich zweier Meere sollte man am Apenninenhauptkamm das Wetter ständig beobachten. Die Gratlagen sollten bei schlechtem Wetter gemieden werden. Auf den oftmals stark zugewachsenen Wegen eignet sich eine lange Hose oder zumindest eine Windhose um brennende und blutige Beine vorzubeugen.
Auf der GEA bin ich 10 Tage unterwegs (9 ganze und 2 halbe Tage bzw. 237 Stunden). In einigen Situationen hat mich dieser Weg an meine Grenzen gebracht und mich fluchen lassen. Ein, zweimal zweifelte ich an meiner Vernunft und am Weitergehen. In anderen Momenten hat mich der Trail mit offenen Armen willkommen geheißen und mich mit all seiner Schönheit überwältigt.
Als ich mein Ziel erreiche bin ich froh die Tour durchgezogen zu haben. Glücklich es geschafft zu haben. Zugleich bin ich aber auch froh mich nicht weiter durch Dickicht schlagen zu müssen. Aber Unebenheiten entlang eines Weges machen ihn überhaupt erst spannend. Retrospektiv verschwimmen die negativen Augenblicke und über bleiben die schönen Erinnerungen und Momente. Das ist auch so bei der GEA. Sie ist ein Weg der mich überrascht hat, mit all seinen Facetten. Eine echte Wundertüte eben.
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HolyMole hat eine Reaktion von Dr_M_Akellos erhalten in Neue Ultraleicht-AusrüstungMinimalgewicht 756 g
Außenzelt 20D Sil/PU Polyester
Zeltboden 40D Sil/PU Nylon
Kling ja erstmal super.
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HolyMole hat eine Reaktion von MiaTravels erhalten in Isomatten-Kaufberatung 24Bin ein bisschen spät zur Party, aber ich wollte zum Thema "XTherm oder XLite" noch die Punkte nennen, die für mich ausschlaggebend waren:
- XLite NXT als einzige Matte, weil sie deutlich leiser als die XTherm NXT ist. Früher war's andersrum. Die Lautstärke der alten Xlite war für mich ein Dealbreaker (ich kannte sie von meinem Bruder im Nachbarzelt, haha), die neue XTherm habe ich zugegebenermaßen nie getestet, aber auf Youtube einen Vergleich gesehen/gehört.
- Für die XTherm allein habe ich eigentlich gar keinen Verwendungszweck. Bei Temperaturen über -10 °C schlafe ich warm auf der Xlite, bei erwarteten Temperaturen unter 0 °C würde ich ohnehin eine Schaummatte für die Ausfallssicherheit einpacken. Xlite + Zlite-Klon habe ich in Lappland bei -20 °C getestet, war kuschelig warm.
- Größe: RW Mumie. Breit, damit die Arme nicht von der hohen Matte fallen. Mumie, damit die Matte gut in Biwaksäcke passt. Die Ecken fehlen mir bisher nicht.
Ansonsten bin ich auf Sommertouren weiterhin ein Fan von Torsomatten. Aber warum haben die immer Mumienform? Torsos sind oben breit! Eine obenrum etwas leichter gebaute TAR Prolite XS als Rechteck wäre perfekt. Sieben Segmente Zlite-Klon sind gut und günstig, einziger Nachteil ist das Packmaß.
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HolyMole reagierte auf Gibbon in Neue Ultraleicht-AusrüstungVon tipik-tentes aus Frankreich gibt es ein neues (geschlossenes) Tarp, 365g das fly, ca. 550g mit Heringen und einem Gestängebogen:
https://tipik-tentes.fr/abris_tarps/abri_olivier
Ist wohl auf Grundlage eines myog Projektes, wenn ich das richtig verstanden habe (mein französisch ist nicht das beste):
https://www.randonner-leger.org/forum/viewtopic.php?id=14669