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Ultraleicht Trekking

aztec

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  1. Hallo, ich möchte mir in ein paar Monaten einen neuen Schlafsack zulegen und wollte mir vorher ein paar konkrete Erfahrungen von euch anhören, um mir die Entscheidung etwas leichter zu machen. Mein Favorit ist der Apache GWS von Western Mountaineering. Einsatzgebiet wäre hauptsächlich Mittel- und Nordeuropa, zu jeder Jahreszeit und naturgemäß 6 Monate im Jahr bei Temperaturen bis zu 0 Grad bei permanenter Feuchtigkeit und auch mal mehrwöchigen Temperatureinbrüchen bis -15 Grad. Da ich ihn das ganze Jahr hindurch nutzen möchte suche ich eigentlich einen Allrounder. Heißt, ich möchte im Sommer nicht sterben, bzw. den Schlafsack nicht kaputt schwitzen, aber auch den härtesten deutschen Winter gut überstehen können, wenn ich konstant draußen bin (von den winterlichen Alpen mal abgesehen). Schlafen werde ich im Hilleberg Akto. Den HotSac von Western Mountaineering als VBL für die Minusbereiche werde ich mir auch zulegen. Mit einer angegeben unteren Komfortgrenze von -6 bis -12 Grad find ich den Apache GWS da sehr ansprechend. Da ich in meinem Cumulus aber nur friere und daher etwas geschädigt bin, was Komfortwerte angeht, wollte ich mal rumfragen, wie so eure verschiedenen Erfahrungen mit dem Apache sind, auch wenn Wärmeempfinden natürlich sehr subjektiv sind. Vor allem würde mich interessieren, wie viel ihr anhabt, um den Komfortwert erreichen zu können. Meine Hoffnung ist nämlich, bis -10 Grad nur langer Unterwäsche im Apache zu bedürfen und mit voller Bekleidung und VBL (+Zelt) nochmal 5 Grad drücken zu können. Wenn das unrealistisch ist, tendiere ich eher zu etwas mehr Puffer und damit dem Antelope GWS. Ich habe wirklich keinen Bock mehr zu frieren, die untere Temperaturspanne des Antelopes werde ich aber wohl nur wenige Wochen im Jahr ausreizen müssen. Daher würde mich auch interessieren, ob ihr in dem Ding auch mal außerhalb der Winterzeit gepennt habt und es noch ein erholsamer Schlaf war. Wenn man mit den durchgehenden Daunenkammern nämlich den Temperaturbereich etwas anpassen könnte, so dass man ihn Frühling und Sommer als Decke nutzen kann, ohne dass es Quälerei ist, würde ich fast schon zugunsten der wenigen kalten Nächte und damit für den Antelope entscheiden. Wenn aber der Apache wirklich zuverlässig bis -10 Grad warm hält und sich noch etwas pushen lässt, wäre mir das wegen der stark variierenden Einsatzgebiete lieber. Ich möchte außer für spezielle Touren eine Kombilösung aus mehreren Schlafsäcken vermeiden und suche daher die eierlegende Wollmilchsau. Danke schonmal!
  2. Vielen Dank für die detaillierten Antworten
  3. Hi, ich hab mal ne blöde Frage. Hab mir das Soto Navigator Kochset besorgt und probiere demnächst ein bisschen damit rum. In der Gebrauchsanleitung wird erwähnt, mal solle die Töpfe, beide aus hartanodisiertem Aluminium, auf keinen Fall auf offenem Feuer oder Elektroherden verwenden. Ich würde beides aber gerne tun und wenn davon tatsächlich abzuraten ist, wissen wollen, warum das so ist.
  4. Das Tarp 5 war mein erstes "richtiges" Tarp, deswegen habe ich keinen Vergleich. Ich kann mich der Länge nach reinschieben und fühle mich von allen Seiten gut geschützt. Die seitlichen Abspannleinen habe ich alle entfernt, baue es immer direkt am Boden auf. Einen Trekkingstock benutze ich nur vorne. Obwohl man bei der großen, hohen Öffnung vorne das Gefühl hat, dass es reinregnen müsste, bleibt man doch immer trocken. Bei richtig schlechtem Wetter rutsche ich einfach weiter nach hinten (für sehr große Personen könnte das aber kritisch werden, ich bin 1,70m groß und es passt wenns stürmisch wird grade so). Auch Wetter im windigen Norddeutschland war (für mich) nie ein Problem. Das Tarp ist auch bei Sturm extrem stabil (vorrausgesetzt, es hebt nicht mit den Heringen ab :D) und nach 3, oder mittlerweile sogar fast 4 Jahren immer noch vollständig wasserdicht, auch nach permanentem Starkregen. Selten werde ich mal durch etwas Spritzwasser im Gesicht wach, mein Schlafsack wurde davon aber noch nie in Mitleidenschaft gezogen. Wenn man es wetterfest aufbaut und weit hinten drin liegt, wird das Tarp innen etwas durch die Ausdünstungen feucht, ist aber soweit kein Problem. Ob man damit im Schottischen Hochland auch trocken bleibt, weiß ich nicht, werde ich aber noch ausprobieren. Bin sehr zufrieden damit. Es ist simpel und zuverlässig.
  5. Nicht nötig, aber danke dir!
  6. Ich denke, in den Schwarzwald wirds mich diesen Winter ziehen. Bin im Frühjahr den Querweg gelaufen und fands echt hübsch da
  7. Richtig. Nepal, Indien, Pakistan, Iran, Irak-Kurdistan und dann die Türkei vor Europa. Mit der politischen Situation hatten wir aber Glück. Kurz vor unserer Ausreise aus Indien hatte der Konflikt zu Pakistan sich verschärft und es wurden fast alle Grenzübergänge geschlossen, bis auf Amritsar-Lahore. In Pakistan selbst war bis auf Balochistan alles stabil. Du warst ja zu einer Zeit da, als, soweit ich weiß, die ganze Region an der afghanischen Grenze noch von Taliban durchherrscht war. Vor allem in Swat Valley und in und um Chitral und Gilgit haben wir uns sehr lange aufgehalten. Im Swat ist das mit dem Frieden tatsächlich noch nicht ganz von der Regierung bis hin zur Polizei gedrungen; in vielen Orten wurden wir permanent eskortiert und durften auch nicht trampen, sondern wurden mit Polizeistaffeln von Ort zu Ort gefahren. Man hat uns auch oft nach der Genehmigung fürs Betreten der Region gefragt, mussten immer wieder erklären, dass die nicht mehr nötig ist. Haben allerdings sehr gute Freunde dort gewonnen, die uns das Leben dort sehr erleichtert haben. Nur Balochistan galt nach wie vor als Risikogebiet - man ist verpflichtet sich in Quetta in ein Hotel einzuquartieren und auf den Bus nach Zahedan im Iran zu warten. In Zahedan angekommen, wird man noch bis aus Balochistan eskortiert und ist dann frei. Im Iran selbst war trampen gar kein Problem. Manchmal haben Leute, die anhielten, nicht verstanden, dass wir kein Taxi möchten, aber solche Begegnungen waren eher selten. Das Konzept scheint mittlerweile angekommen zu sein
  8. Früher immer übers Handy. Strom und Wlan gibt es ja fast überall. Habs allerdings vor nem Jahr verloren und mir seitdem kein Neues mehr zugelegt. Bin derzeit aber viel bei Freunden und nutze hier den Laptop. Ich bin wirklich begeistert, dass man hier echt alles in UL feilgeboten kriegt Aber wie gesagt, ernsthaft gebraucht habe ich ihn bis jetzt nicht. Ist wohl mein letztes "Ängste einpacken". Einen von Wilkinson. Der ist aus Plastik und in jedem DM oder Rossmann für 3 Euro zu finden. Schwer zu sagen. Ich hatte zwei Hauptregionen und noch zwei "Subregionen" zwischen denen ich öfter hin und her gependelt bin, um dann öfter mal auszubrechen und mir neue Gegenden anzugucken. Das Wichtigste war mir tatsächlich auch eher die Obdachlosigkeit, als das Reisen. Und wenn ich gereist bin, liegt mir das "unterwegs sein" mehr, als länger an einem Ort zu verweilen. Und da trampen und sich immer nur Städte angucken irgendwann zermürbend ist, bin ich sehr froh, zum wandern gekommen zu sein. Allerdings versuche ich derzeit, mich festzumachen. Ich fühle mich etwas reizüberflutet und will ein Jahr Zeit, um Bücher zu lesen, mich zurückzuziehen und die letzten Jahre zu verarbeiten
  9. Als Decke geht das in den wärmeren Jahreszeiten schon noch, ich trage aber immer noch lange Unterwäsche um nicht zu direkt reinzuschwitzen und das ist dann schon etwas warm. Ohne wär es aber sogar richtig angenehm. Wenn du für den Hochsommer eh noch ein dünneres Backup hast, kann man das schon machen, denke ich.
  10. Ja. Allerdings sehe ich gerade, dass der Lite Line 400, obwohl mit dem Rating tatsächlich genau wie der X-Lite 300 angegeben, 100 Gramm mehr Daune als meiner enthält - wie an den Namen ablesbar. Wie das funktionieren soll, ist mir ein Rätsel, aber vielleicht entsprechen die Angaben des Lite Line ja mehr der Realität und wie gesagt, ich denke wenn du den Lite Line 400 nimmst und noch etwas überfüllst, sollte der deinen Zwecken schon gerecht werden.
  11. Moin, ich habe nie einen Lite Line besessen, nutze aber seit fast einem Jahr den X-Lite 300; wenn ich meine Erfahrung mit Cumulus verallgemeinern kann, würde ich sagen, dass das Temperaturrating der Quilts durchaus realistisch ist, bei den Schlafsäcken aber schon eine Frechheit, mindestens aber nicht ganz ehrlich. Der X-Lite 300 hat offiziell eine Komforttemperatur von 2 Grad Celsius. Ich kann jedoch nur bis 5 Grad warm schlafen - und das auch nur mit langer Unterwäsche, eher noch mit einem dünnen Pullover über dem Longsleeve. Cumulus ist meiner Anfrage eher ausgewichen, meinte aber, zur Not könnte man ihn noch überfüllen - und das werde ich auch nach dem Winter tun. Die Schlafsäcke sind nämlich oft in einem 45/55 Verhältnis gefüllt, da du beim liegen ja die Füllung am Rücken plattdrückst. Theoretisch ist das Vorgehen logisch, allerdings reicht bei mir der obere Teil des Schlafsacks nicht ganz bis zum Boden, so dass die gesamte untere Hälfte bei kritischen Temperaturen eine Kältebrücke bildet. Deswegen würde ich eher zu einem 50/50 Verhältnis der Daune raten, nach eigener Einschätzung beide Hälften überfüllen und den Schlafsack so weit möglich als Decke nutzen, um die Füllung im Rückenbereich nicht zu sehr zu strapazieren. Die Qualität der Cumulus-Schlafsäcke ist unbestritten sehr hoch und ich mag meinen sehr gerne, rate dir also nicht vom Kauf ab, aber du solltest wissen worauf du dich einlässt. Da du dein Produkt individualisieren kannst, ist das eigentlich kein großes Ding. Rechne beim angegeben Rating einfach immer mit einer Diskrepanz von 3-5 Grad, die der Schlafsack kälter sein wird.
  12. Hi, das hier soll eine Antwort auf die Frage von @r.lochi und @Epicure sein, die mich im Vorstellungsthread fragten, was ich für mein Leben auf der Straße alles brauche. So interessant das Thema an sich ist, so unspektakulär ist die Antwort hier im Forum, da mein Rucksack hier relativ dem Durchschnitt an Know-How und Equipment für gewöhnliche Wanderungen hierzulande entsprechen dürfte. Ich hoffe also, der Beitrag hier ist, da keine Frage, nicht als Spam zu werten Erstmal meine aktuelle Ausrüstung für 3 Jahreszeiten: https://lighterpack.com/r/4ov64x Das ist seit Anfang diesen Jahres das Konzept, mit dem ich erstmalig wirklich zufrieden bin. Nicht die eierlegende Wollmilchsau, aber passabel. Im Winter werde ich es ab nächsten Monat noch um die Therm-A-Rest NeoAir X-Lite ergänzen und meinen Schlafsack (vermutlich) mit dem Quilt Cumulus Taiga 480 austauschen. Eine Daunenjacke werde ich mir auch noch zulegen. Statt der Pluderhose trage ich wegen der Temperaturen zur Zeit eine 3/4 Lodenhose mit fast knielangen Socken. Da die im Schritt aber so stark verschleißt, dass ich mit flicken nicht mehr hinterherkomme, werde ich meine Pluderhose einfach um eine lange Unterhose ergänzen. Was meine Kleidung angeht: Vor allem da ließe sich gewichtstechnisch noch was machen aber da waschen (eher trocknen) nicht so oft möglich ist und ich immer relativ viel Kontakt zu anderen Menschen hatte und auch habe, trage ich fast ausschließlich Wolle und Wollmischgewebe. Die riecht zwar auch irgendwann, aber fühlt sich auch nach Wochen nicht so pappig auf der Haut an, auch reine Synthetik kommt für mich nicht in Frage. Ich möchte anmerken, dass ich die letzten Jahre fast ausschließlich in Städten und Ortschaften unterwegs war und nicht, wie zum Beispiel @German Tourist, fast ausschließlich auf Wanderschaft. Dementsprechend sind meine Trailerfahrungen relativ frisch und auch der Anspruch an meine Ausrüstung war nicht ganz so hoch; meine Erfahrungen sind eher sozialer Natur und mir persönlich ging es auch in der Hauptsache um die Klärung existenzieller Fragen. Ich kann euch also erzählen, wie man Brötchen schnorrt, der Rest wäre wohl eher eine Sache für die Philosophie oder Leicht und Seicht-Sparte Was das Leben in Städten angeht: Man braucht nicht viel. Was ich jetzt nutze, würde ich nicht mehr missen wollen, aber die letzten Jahre war ich immer sehr unzureichend ausgestattet. Der letzte Rucksack, mit dem ich unterwegs war, war ein The North Face Vault, mit der BW Isomatte und dem Cumulus Taiga 480 (zu kalt im Winter, zu heiß im Sommer - ich wollte in Sachen Schlafsack auf Nummer sicher gehen, aber von einer aufblasbaren Isomatte nichts wissen...habs dann manchmal mit Kartons die ich gefunden hab ergänzt, aber eigentlich wars immer blöd). Dazu noch das Tarp 5 und ein Trekkingstock - die habe ich bis jetzt und nutze und liebe sie immer noch. Kleidung habe ich damals einfach eine bis unter die Knie gekrempelte Bundeswehrhose und ein Hemd getragen und bin meistens barfuß gelaufen. Wenn ich warme Kleidung gebraucht habe, mir die einfach in Kleiderkammern besorgt und dann irgendwann wieder im Altkleidercontainer entsorgt, wenn ich sie nicht mehr gebraucht habe. Einen Vierkantschlüssel habe ich seit Anfang an dabei - den nutzen viele Obdachlose um Wasser in Tiefgaragen oder sonstwo zu zapfen. Habe ich bis auf die Anfangszeit nie genutzt, ist jetzt aber dank Corona ganz nett zu wissen, dass ich nicht ganz abhängig von der Gastronomie bin. Und in kleinen Ortschaften gibts ja Kirchen und Friedhöfe. Eine Weltreise ist keine Frage des Budgets oder der Ausrüstung, solange man sich an die Zivilisation hält. Menschen sind tatsächlich sehr hilfsbereit und in den blödesten Situationen können einen die absurdesten Zufälle und Begegnungen unerwartet retten. Man sollte nur immer Isomatte und Schlafsack als das allermindeste Backup dabei haben. Am besten so klein und zivil aussehend wie möglich, ums wirklich immer dabei haben zu können, auch wenn man mit Gastgebern Tee trinken geht. Mit oben genanntem Rucksack war ich letztes Jahr mit einer Freundin für 8 Monate von Nepal nach Deutschland per Anhalter unterwegs. Die meiste Zeit hätten wir, bis auf kleine Tageswanderungen, eigentlich überhaupt nichts gebraucht, außer unseren Zahnbürsten. Die Menschen haben uns niemals draußen schlafen lassen; wir wurden eigentlich immer in Familien und Singlewohnungen geschoben und mit viel Herzlichkeit gemästet und in die jeweilige Kultur eingeführt. Das gilt aber natürlich nicht für jeden Kulturraum und es kann auch mal ganz blöd laufen - und ich persönlich will mich in Zukunft mehr aufs UL-Trekking konzentrieren, denn auf Leute. Wenn ihr also Interesse an solch einer Lebensform habt - in Sachen Ausrüstung ist jeder UL-Wanderer da schon ein Vollprofi drin. Der ganze Rest kommt aus der Erfahrung und mit der Zeit. Das lässt sich für mich hier leider schwer sprachlich vermitteln und wäre eher schon Stoff für ein Buch. Und die Schwierigkeit der Vermittlung ergibt sich eher aus der unvorstellbaren Einfachheit des Lebens auf der Straße. Man kann sich nicht darauf vorbereiten, was einem die Welt entgegenbringen wird. Sowas funktioniert mit Klimazonen, aber nicht mit Begegnungen zwischen Menschen. Das Ganze wird aber viel Gelaber um nichts sein. Ich wünschte, ich könnte etwas mehr beitragen, aber wie gesagt, ihr wisst eigentlich alles was ihr wissen müsst und alles andere könnt ihr nicht wissen, nur den ersten Schritt machen, schauen was passiert und der Situation angemessen mit eurem Handeln, Denken und Reden antworten. Liebe Grüße
  13. Hey, vielen Dank euch allen schonmal für die vielen, schnellen Rückmeldungen! Das ist vollkommen richtig. So eine Tour ist für mich noch sehr abstrakt. Bisher dachte ich auch, dass es reichen würde, meine Ausrüstung in Sachen Temperatur etwas hochzuleveln und ein paar polarkonforme Teile (z.B Zelt) aufzupfropfen. Ich werde mir aber wohl ein seperates Setup zusammenstellen, dass von Grund auf für die Bedingungen da oben angepasst ist. In meinem jetzigen Setup und auch in meinem Wissen gibt es noch zu viele blinde Flecke. An Spezialisierung komme ich wohl nicht vorbei Bis ich das alles zusammen habe, vor allem materiell, ist der Winter vorbei. Ich werde wohl erstmal weiter Ausrüstung ansparen und mir weiteres Know-how aneignen, damit ich bis dahin ein mehr als nur provisorisches System vorweisen kann. Dann kann ich ja erstmal hier vor Ort etwas Erfahrung mit Schnee sammeln und die Coronawelle abwettern Eure Kommentare habe ich mir sehr aufmerksam durchgelesen, ich gehe vorläufig aber nur mal auf ein paar Punkte ein, mit denen ich mich bisher noch nie auseinandergesetzt habe und die essentiell zu sein scheinen: -Navigation Habe mich bisher immer davor gedrückt, mir ein Navi zuzulegen. Mich auch theoretisch kaum damit befasst, weil ich bisher immer nur auf gut beschilderten Wegen unterwegs war. Wie macht ihr das mit der Orientierung? Ratet ihr in polaren Regionen zwingend zu einem Navi? Oder lieber Karte etc.? Glaubst du, das Explorer + reicht für die Navigation einer Tour aus? Ist schon ziemlich teuer, aber wenn es diesem Zweck noch gerecht wird, würde ich es den reinen Notrufgeräten vorziehen. -Ski oder Schneeschuhe Die Tendenz bei euch scheint eher Richtung Ski zu gehen. Was sind die konkreten Vor-und Nachteile? Was ist nur Geschmackssache und was konkret besser oder schlechter geeignet für bestimmte Zwecke und den Spaß auf Tour? Es wurden schon Punkte genannt, aber mich würden verschiedene Ansichten interessieren -Pulka oder Rucksack Das würde mich in Bezug auf Polarregionen im Allgemeinen sehr interessieren. Auch hier schien die Antwort schon durch; Winterausrüstung ist meist zu schwer. Wie habt ihr das bisher gehandhabt? Ist der Rucksack in anspruchsvolleren Gegenden ohne Hütten nur noch Quälerei? -Schneeschaufel Wie wichtig die ist, lese ich immer wieder. Wofür genau? @Harakiridu schriebst in deinem Reisebericht von einem Schneewall um dein Lager. Was hat es damit genau auf sich? Wird man ohne komplett eingeschneit, oder kann einem gar das Zelt im Sturm wegreißen? Und zu guter letzt: Ein Klassiker, wenn auch eher für kleine Leute geeignet. Das MSR Advanced Pro 2 ist auch eine Option. Ich bin 1,70m, ich denke von der Größe her sollte das passen. Werds aber vorher nochmal in einem Outdoorladen angucken, wenn ichs finde Danke nochmal für euren bisherigen Rat!
  14. Hi, inspiriert durch den Reisebericht von @Harakirihabe ich nun auch ein starkes Bedürfnis nach Wintertouren entwickelt. Da ich mir eine Gegend wie die Finnmark noch nicht zutraue, mich aber dennoch mit einer relativ anspruchsvollen Tour darauf vorbereiten möchte, habe ich den Kungsleden ins Auge gefasst. Die Tour steht exemplarisch für eine Wintertour im Allgemeinen; ich bin auch offen für alternative Vorschläge innerhalb Europas. Da ich Anfang Oktober aber schonmal per Anhalter in Abisko war und mich in die Landschaft verliebt habe, würde ich den Kungsleden bevorzugen. (Vorausgesetzt, Corona und mein Budget lassen mich). Wichtig ist mir auch, Nordlichter sehen zu können. Starten kann ich frühestens Februar, da ich noch etwas Ausrüstung ansparen muss. Sollte ich es bis Februar aus Kostengründen nicht mehr schaffen, verzichte ich auch gerne auf die Nordlichter, aber eine schneebedeckte Landschaft möchte ich schon noch sehen. Anbei schonmal meine Packliste: https://lighterpack.com/r/tbbq68 Die Liste entspricht noch nicht ganz den Tatsachen, da ich auf das Zelt, die Schuhe, den Quilt und die Daunenjacke noch spare. Im Februar werde ich aber wohl alles zusammen haben. Momentan schlafe ich noch unter einem Tarp 5 von Hilleberg und nutze zum laufen die Salomon RX MOC 4.0. Das Tarp hat die letzten Jahre sehr gut für mich funktioniert, auch bei stürmischem norddeutschen Regenwetter bin ich, bis auf etwas Spritzwasser, immer gut trocken geblieben. Ich befürchte allerdings, dass das für Wintertouren nicht mehr ausreicht, vor allem wenn noch Sturm hinzukommt. Temperaturen bis zu -17 Grad kenne ich, allerdings war ich da immer in Zivilisation unterwegs. Ich weiß, dass es da vermutlich leichtere und günstigere Alternativen gibt, aber ich habe mich schon sehr auf das Hilleberg Akto eingeschossen. Ist mir einfach am sympathischsten und da ich wirklich draußen lebe und meine Ausrüstung quasi jeden Tag nutze, ist mir lange Haltbarkeit extrem wichtig. Da ich keine Erfahrung mit Wandern im Schnee habe, habe ich die "Leichtwanderstiefel" von Haix in Betracht gezogen. Mit knapp über 500g pro Schuh sind sie zwar wesentlich schwerer als Trailrunner, aber das ist in meinen Augen noch im Rahmen. Nun meine Fragen: Wie macht ihr das im Schnee mit den Schuhen? Haltet ihr eine Gore-Tex-Membran wie in den Haix-Stiefeln für sinnvoll, oder nur für Belastung? Dass die auch irgendwann durch ist, ist mir klar. Mir geht es vor allem um die Temperatur. Mit Sandalen und Sealskinz während einer Tageswanderung durch eiskalte Flüsse zu waten war für mich im Oktober kein Problem, dagegen hat der Dauernieselregen beim trampen alles durchdrungen und an warme Füße war nach ein paar Tagen nicht mehr zu denken, trotz Hirschtalk und Sealskinz. Allerdings bin ich da auch nicht gewandert. Das war nur unangenehm, im Winter im Nirgendwo wäre es aber gefährlich, aber ich vielleicht bleibt man im Schnee trockener? Brauche ich vielleicht sogar Schneeschuhe? Seid ihr im Winter schonmal nur mit Tarp unterwegs gewesen? Oder erachtet ihr ein Zelt für unumgänglich? Das Akto steht zwar, aber ich bin neugierig, ob es in weniger stürmischen Regionen trotz Schnee möglich wäre. Was muss ich in Sachen Proviant beachten. Brauche ich zwingend einen Kocher fürs Wasser? Aus Kostengründen würde ich eher Haferflocken mit mir rumschleppen, als in Hütten essen zu gehen, falls es die überhaupt gibt. Außerdem habe ich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, ungekocht kann ich nur Hafer, Roggen, Weizen und Dinkel essen. Sind ein paar Kilo Haferflocken, Knäckebrot und eventuell Cashewkerne für so eine Tour ausreichend? Gibt es unterwegs Einkaufsmöglichkeiten? Zu guter Letzt würden mich Kritik und Anregungen zu meiner allgemeinen Ausrüstung freuen. Die Packliste ist noch nicht vollständig, es fehlen kleine aber wichtige Details, wie Handschuhe und alles, worüber ich mir noch keine Gedanken gemacht habe. Über jede Ergänzung würde ich mich freuen. Auch fürchte ich, dass ich für den Februar/März noch etwas zu kalt ausgerüstet bin. Bis -20 Grad werde ich wohl noch ganz gut schlafen können. Die Temperaturen könnten aber wohl noch bis -30 Grad fallen, soweit ich weiß. Wie suppliere ich so ein Defizit möglichst preiswert? Meine Kleidung ist ziemlich schwer, das weiß ich. Da ich auch abgesehen von Wanderungen mehr oder weniger obdachlos bin, trage ich gerne Wolle, da die sich auch nach mehreren Wochen nicht pappig auf der Haut anfühlt und mir allgemein ein gutes Tragegefühl gibt. Das Mehrgewicht nehme ich gerne in Kauf. Dass die Ausrüstung nicht nur für diese oder vergleichbare Touren, sondern möglichst dynamisch auch für mein Alltagsleben geeignet sein soll und ich daher nicht bis zum letzten optimiere, sondern ein paar Kompromisse beim Gewicht eingehe, bitte ich, mir nachzusehen Danke schonmal!
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